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Minnesota Staats-Zeitung. (Saint Paul, Minn.) 1858-1877, July 24, 1858, Image 3

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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Äm 'meistm werden wohl die armen, be
frnfc&s Hi der evgltschen Sprache unkun
higen Eini»anberev, die sogenannten „Grü
peft" betrogen, übervortheilt, bestohlen und
HiyÄr sehr oft von ihren eignen Landsleu
1?n, den ,G iim n," die sie wie legali
stvte Lanopiraten bei ihrer Ankunft im
gelobten Lande umlagern, um sie unter
der Maske der Landsmannschaft und Ge
fälligkeit zu plündern. Wohl und diesem
Nu fuge von Seiten zum Schutze der
Emigranten organisirter Gesellschaften ei
NM Schranken gesetzt doch sie vollkom
wen zu schützen gegen die Blutsauger in
Gestalt von Wirthen, Läufern, Afteragen
Hit n. s. w. von dem Moment ihres Lan
dens bis zum Ziel ihrer Reise, ist noch
immer eine Unmöglichkeit«
Die Seereift ist beschwerlich für die ar
men Emigranten doch die Beschwerden,
die Gefahren) die Mißhandlungen, die
Verachtung und die Plünderung zu Lan
de sind noch größere Beschwerden, mit de
nen sie oft zu kämpfen haben und von
denen sich nur Derjenige einen richtigen
Begriff machen kann, der das Elend die
scr Leute in seiner gräßlichsten Gestalt
zu
sehen Gelegenheit hatte.
„Armuth ist keine Schande aber sie ist
ein Fluch, und an den Brüsten der Un
wissenheit saugen überall die Vamppre der
Klugheit und der Gewissenlosigkeit/'
Es giebt Gauner uhd Taschendiebe von
Profession, und auch Dillettanten, die Mos
dann Beute machen, wenn sich ihnen da
zu Gelegenheit darbietet: so wie es Trin
fer giebt, die sich nur gelegentlich besaufen.
Also: „Trau, schau, wem Dies
gilt für alle Länder.
Zur Bekräftigung dieses Satzes will
ich hier zwei Fälle anführen, welche mir
genau bekannt sinv.
Vor Kurzem rels'te eine reiche Jüdin
aus New-Mrk nach Europa, um dort
nach langer Trennung ihre Verwandten
wieoer zu sehen. Ihr Gatte ging durch
verschiedene Phasen des amerikanischen Ge
schästslebens, ist im Stande fünf Jan
kees an Smartheit zu bieten, mußte ein
a
6" wegen im Zuchthaus laviren und
lebt jetzt als einer der Gentlemen, die
„tiov/n. to\vnu ibre Wechselstube und Ge
schäfts-Ofsice haben und zu den Upper
Ten's" gezählt werden.
Es ist charakteristisch, daß schon He Al
ten in ihrer Götterlehre den „Merkur" zum
Gott der Kausieute gemacht hatten. In
unserer Zeit hat sich der Handel zu ei
weit höheren Stufe erhoben und der
heidnische Gott verdient daher um so mehr
auch als Gott unserer christlichen Kaufleu
te verehrt zu werden. Zu ihm sollten sie
eigentlich in den „Prayer Meetings" ihre
Herzen erheben denn die Vergebung h
rcr Sünden kann weil sicherer durch
Merkur als durch Christus erlangt werden.
Die Industrie hat in letzterer Zeit einen
so riesenhaften Aufschwung genom
wen, daß eine allgemeine KrisiS des N e
derfallens die nothwendige Folge
sein mußte. Man frug da nicht: „Wie
viele sind gefallen?" „sondern: Wie
viele stehen noch auf den Beinen
't"
Und
daher ist es wohl kein Wunder, daß die
Ehrlichkeit nicht mebr zu den repu
blikanischen Tugenden gezählt wird daß
der Dieb en gros anstatt geachtet, geach
tet wird. Bei jblchm Verhältnissen ver
Mwen sich die Importeurs zu den Fabri
teton und die Kleinhändler zu den Im
Iporteurs wie die Taschettdiebe zu den
Reisenden. Da das allzugroße und gräh
lich mißbrauchte Vertrauen die Betröge
n?n und Bestohlenen zur „V ch
und zum „Trau, schau, wem?" geführt
hat, so will es auf den geregelten Wege
der Ehrlichkeit nicht mehr so rasch gehen
wie es auf dem ungeregelten Wege der all
gemeinen Schwindelei und Spekulation
eine Weile gegangen und daher die
I a
c,n. Lasset uns erst selbst besser und ver-
i"
«aM uns er?i ieu,i t™
Zeiten besser! Doch zur Sache.
Die reiche Dame hatte ihre Kinder bei^
sich, und eine Negerin als Zofe. RUch
gekleidet, mit kostbaren Ohrgehängen,
Brillantringen und Braceleten geschmückt,
mit einer schweren Uhrkette behangen und
mit allerlei Schmuck überladen konnte der
Menschenkenner eben so leicht auf den
Mangel an innerem Gehalt schließen, wie
tm1 Gauner auf die Möglichkeit einer gu
tm Prise. Die eleganten und schweren
Koffer waren ganz besonders geeignet, von
Ligenthümerin auf einen werthvollen
Inhalt schließen zu lassen.
Wer Geld hat sindet überall freundliche
Gesichter und Wirth und Kellner beeifern
sich dem Reichen sich gefällig zn zeigen.
Auch unsere reiche Reisende wurde an
Bord des Dämpfers mit jener Auszeich
Nung empfangen, welche dem edlen Me
talle gebührt, das ja mit so vieler Mühe
SS1 F*6
-.«!
Die Fayrt war eine angenehme. Kapi
taw und Passagiere erwiesen des reichen
Dame die ihrem Schmuck gebührende Ehr
erbietung. Selbst die schwätze ßof«, über
strahlt vom Feuer der Diamanten ihrer
Herrin, wurde vom Dienstpersonal des
Dämpfers hoffirt. Die Passagiere ver
glichen ihre Zähne mit Perlen, und schmei
chelten der Herrin mit der Hindeutung auf
das Aufsehen, das sie mit ihr in ihrer
Heimath, in der Wallachei, machen werde,
wo man noch nie einen Neger sah, UND
wo man glaubt, daß alle Amerikaner
schwarz sind. Glückliche deutsche und
wallachische Wallachei! Dreimal glück
liche Negerin Wie wird die Well euch
bewundern und huldigen!
Ja, schon am Bord schloß sich eine
gebildete Engländerin an vi? reiche Wal
lachin und ihre gegenseitige Freundschaft
erreichte während der Fahrt einen solchen
Grad des Vertrauens, daß diese ihr, in Li
verpool angekommen,die Maiken ihrer Kös
ter übergab, um dieselben laut Angabe zu
bewegen. Und die Koffer wurden besorgt
&
1 E glä nderr I Nun, die geprellte
Wallachin konnte ja den Verlust von drei
tausend Thalern Werthes leicht verschmer
zen, wenn sie bedenken wollte, daß ihre
Hab^' nicht ganz „.koscher" war/ daß sie
noch über Wechsel und Juwelen und über
die Börse des Herrn Gemahls in Ame
rika verfügen konnte.
Wenn ehrliche Leute bestohlen werden,
sinv sie zu beklagen besiiehlt aber ein
Dieb eitlen andern Dieb, so fällt der Ca
sus in's Comische und läßt keinen Raum
für Mitleid.
In diesem Beispiel sehen wir, wie noch
wendig es ist, nicht Jedem unbedingt zu
trauen, der uns mit süßen Worten und
mit oer Maske dcr Freundschaft entgegen
kömmt wir sehen, daß eine reiche„smar
ie," jüdisch Dame von einer noch
smarteren christlichen Dame bestohlen wird
und können zugleich die Lebre daraus zie
hen, daß wir die Menschen nicht nach ih
rer Religion, sondern naä? ihren
a 'c lnnge beurtheilen sollen.
Im nächsten Beispiel selien wir einen
tl isch Gauner aus ein grünes deut
sches christlich Märchen Jagd ma
chen, um ihre Person und Habe zu er
obern.
Auf ver Baltimore und Ohio Eisenbahn
zwischen Baltimore nnd Eumberlano kam
des Abends ein Jude aus dem Waggon
erster Classe in den zweiter Classe, wel
cher zugleich als Ranchwaggvn benutzt
wird. AVer, siehe da, a ch war
nicht n, um da zu n,
er war geknmrnen, um da zu fchmu
mit anen hübschen. S ch ck fei, das
gehobt bat, pechschwarze Haare und schä
ne Augen und an Mund ganz fit zum
küssen und das gelragen hat anen gold
nen Ring am Finger und auch mit sich
geführt bat anen großen Trunk nnd der
noch mehr Werth war als Mund, Augen
nnd Haare. Weh es chr dachte
«nd Arbeit der Erde abgerungen werden erster Klasse auf gepolstertem Sitze. Es
Mß! Kein Wunder, daß die Juden olim giebt in der Welt fast eben so viele Aus
Hreu Gott in der Form etyes goldnen Mhmen als Regeln und die Mittel des
Kalbes anbeteten. Dies goldne Kalb ist! Bestechens und Bestochmwerdens sind'un
guch ietzt noch. ber.Deiij ,M^xirnus jtn
chcktsittw Christen.
Mausch el bei sich selber, das wär a
Bissen, das wäv a Fang. Um „Ap
fei um :)üug" zu erlangen, ließ er itch
mit dem Mädchen in ein Gespräch ctu..
setzte sich zu ihr und wich nicht mebr von
ihrer Nähe. Nun ist es natürlich, daß
aus Reisen Männer gerne die Gesell
schüft von Fraueu und Diese die Unterhat
mng mit Jenen suchen, wenn sie sich ge-'
genseitig conveniren. Hier war es noch
weniger zu wundern, daß die junge
Sächsin ihrem deutschen Gesellschafter ge
neigtes Ohr lieh, da sie ganz allein reiste
und noch kein Wort Englisch sprach. Auch
tu Hinsicht der Religion ist Amor kein
Bigott und so schien denn dem Juden
die schönste Hoffnung zu leuchten, die
christliche Festung zu erobern und zu
plündern. Aber Ben Mauschel, Industrie-
Ritter aus Spandau, lieensirter
Kleiberhändler zu Mobtown, sah. sich
bald bitter getäuscht und mußte Fersen
(b
Mnftrger werden, dann w^rdut auch die Stoische} i:..
nedmeu, ohne Kuß, ohne Ring, ohne
Koffer
Einer''d'crPaffagiere^ i)äfte kmh\ Hund
ik'i.lfch üm ihn mit, uhrß
zu'önügen, dem fenuivZM:
Zine'r''dcr1 Passagiers "hafte '-emen
Wer Gelegenheit hatte sich von der Treue
und Freundschaft der Hunde zu überzeu
gen und in diesem Punkte eine Parallele
zieht zwischen ihnen und den Mensche»,
der wird sich nicht wundern über das
Opfer, das mancher Mensch seines Hun
des wegen zu bringen im Stande ^ist.
Als der Baggagemelster des Hundes
im Waggon gewahr wurde, erschien er so
gleich und forderte zwei Dollar mit dem
Bemerken, der Hund müsse nach dem Pack
wagen gebracht werden.
Nachdem ich versucht-hatte mein edito
rielles Gewicht in die Waagschaale der
Hundedifsicultät zu legen, war es uns
gelungen in et el gratis nach Cumber
land zu bringen und zwar als Passagier
zählig. Geld und Gunst vermögen viel
gemißbraucht find beide gefährlich^
Vt'«
f.' a
Min etel war die Veranlassung un
serer ersten Bekanntschaft mit! der Sächsin.
Minetel hatte Durst und auch Menschen
hatten Durst aber es war kein Wasser
im Kühler. Und es schien als hatte es
den Natives Vergnügen gemacht— die
Dutchmen einige Stunden mit Durst zu
quälen denn man legte Eis in den Kuh
ler, goß jevoch kein Wasser hinein. End
lich schlug der Tpran vom Packwagen an
einen Fels und es sprang Wasser hervor,
hinreichend so fort für den lechzenden Gau
rnen der Armen.
Auch der vierfüssige Passageur konnte
nun seinen brennenden Durst löschen und
zwar aus Hebe's Schaale, gereicht durch
die freundliche Fnderike aus Sachsen.
Mein Kops war da zu sehr mit „pau-
Untschen" Sorgen gefüllt, um nach irgend
einer Unterhaltung zu verlangen ich leg
te denn das müde Haupt auf die Resse,
tasche und entschlief bald bei dem Ge
rassel der Räder, das mir durch die lan
ge Gewohnheit zum Wiegenlied geworden.
Welche Fortschritte Mauschel des Nachts
gemacht hat, weiß ich nicht und kümmerte
mich auch nicht. Selig sind die Liebenden.
Mag er selig gewesen sein in Liebe. Doch
Mauschel wollte nicht lieben er wollte
a
Der Zug ging von Baltimore über
Cumberland ohne zu wechseln, bis nach
Benwood und Wheeling. Geschäfte hiel
ten mich in Cumbirland zurück und, siehe
da, wen treffe Ich im Revcre House?
Herrn Mauschel und Fräulein Fridmke.
Ben machte die grüne Friderike glauben,
rer Zug gehe nicht weiter unv sie müsse
heir den Abgang des nächsten Zuges ab
warten, um nach Benwood zu fahren,
wo er ihren Koffer in Elnpfang nehmen
und sie nach Cineinnati begleiten wolle.
Wie artig, wie galant, Herr Mauschel!
Aber wie schief gewickelt!
Nachdem unser Industrie-Ritter seinen
ehrlichen Namen Benjamin Spandau ein
getragen hatte, ließ er ein Zimmer öffnen.
Ein Neger nimmt seine Reisetasche und
Mauschel und Friderike folgen ihm nach,
um sich da vom Staub rer Reise zu ent
ledigen. Ueber eine Weile wendete jich
Friderike zu mir mit den Worten ,Zia
gen Sie mir, was ich thnn soll der Ju
de scheint mir ein schlechter Mensch zu sein.
Als wir ankamen, machte er mir den Vor
schlag mit ihm in's Freie jpazieren zu ge
hen doch ich sollte meine Reisetasche mit
nehmen. Des Nachts quälte er mich um
meinen Ring, machte mir Heiraths an
trüge und sagte, er habe in Cincinnati
ein schönes Geschäft. Hier überredete er
mich, mein Kleid zu wechseln und dann
mit ihm zu speisen. .Im Zimmer um
schlang er mich, küßte mich und verlangte,
ich sollte nach Tisch mit ihm schlafen
gehen."
Kein schlechtes Verlangen Mauschel,
und ein höchst naives Geständniß, Fräu
lein Friderike!
Mauschel ist ein Spitzbube, sagte ich,
er hat Sie hierher gebracht, um Sie. zu
bestehlen. Ihre Küsse sind ihm Mos die
Brücke, um zu ihrem Ring und ihrer Hß
be zu gelangen.
Nach dieser Mittheilung stellte ich mich
Mauschel gegenüber und sagte: „Besser
Sie machen sich hier aus dein Staube,
sonst wird man Ihnen ein anderes Lo
gis anweisen, wo Ihnen das Mausen
vergehen soll.
Mit der Miene eineö Spitzbuben, der
zu dumm ist, schlechte Streiche durchzusüh
ren, läugnete er Alles was das Mädchen
gegen ihn ausgesagt und hieß mich im
Eifer seiner Verteidigung einen Lügner.
Ich hatte Mühe mich zu mäßigen rief
das Mädchen herein und stellte ihr die
Fragen über alle ihre früheren Aeußcnm
gen gegen Mauschel, die sie bejahte in
deß er aber hartnäckig läugnete.
Jnyeß kam der Hausherr dazwischen und
als rr den Casus Belli vernommen, sag
te er dem „Manschet in der Klemme,"
der eine ganz besondere Aversion gegen die
ientsche Sprache zeigte: „You better
clear out we know you here, and
are astonished how you dare to come
Siarfe again.
Das war eine bittere Pille für den ge
und enttäuschten Galan. „Ich will se
hen, radebrach er im Englisch, wer Recht
hat ich habe Geld genug, um mich zu
vertheidigen. „Und in einem Nu war
Mauschel zur Pforte hinaus geradewegs
zu einem Advokaten. Als aber der
Advokat in das Hotel kam, um mit seinem
Clienten Rücksprache zu nehmen unv die
„Dollars Five for advise" in die Tasche
zu schieben, da erschien noch ein anderer
Kläger in der Gestalt des Porters, der so
eben Auftrag erhielt, von Maufchel fünf
Thaler und fünfzig.Cents zu collektiren,
welche Summe er dem Conducteur schul
dig geblieben war, indem er sich aus die
Bekanntschast mit erwähntem Porter beru
fen hatte. Nun war mich noch der Clerk
mit seiner Rechnung dafür Essen und Zim
mer und indeß der Advokat verblüfft da
stand, erhob sich die wichtige juritische
Frage: ob man einen Ahm es
enden
arretiren könne oder nicht, und wer in hoc
1
E,tSf
A-.
jar&w 3
ben soll auf dje Haut des Esels, das ist,
auf die im verhängnisvollen Zimmer zu
rückgelassene Reisetasche Mauschels mit
ihrem geheimnißvollen Inhalt. In Er
mangelung eines Richters übernahm der
Der Wirth, ein biederer Mann, mäch
te keine Einsprache gegen die Sentenz des
Schwarzen der Advokat schwieg, wir
aber freuten uns, ein Schaaf aus den
Klauen eines Wolfes gerettet zu haben,
und fuhren mit dem nächsten Zuge, im
herrlichen Gebirge, nach Benwood.
Friderike fand alsbald wieder einen
anderen Beschützer, dem es nicht um Ring
noch um Koffer zu thun war, seitdem um
Unterhaltung. Diese wurde dem Glück
lichen auch in reichem Maaße zu Theil
denn Friderike konnte sprechen und sprach,
schlafen, schien ihr ein Greul gewesen zu
sein. Denn Mauschel war gar zu plump
und gar zu dumm und schlecht noch oben
drein.
Möge Mauschel dieser Falle entkörn
men, hinfüro das Mausen lassen nnd be
denken, daß d^r Krug so lange zum Brun
nen geht, bis der Henkel bricht.
Möge sich Friderike auf ihrer Lebens
reise nicht wieder bemauscheln lassen und
der Leser dieser Skizze gedenken wenn er
auf Reisen geht und die Wahrheit des
Sprichwortes beherzigen: „Vorsicht scha
det nie."
6 1 s.
Uitfcrc Platform.
Wir, sprechen Kaiser und König von
I'
seüitm Volke, als Individuum, der et-
~j- C\\ 4A A tl 4* ,15 _) ,-t
Wanderstab für immer niederzulegen, den
Rest der noch zugemessenen Jahre ver Er
ziehung unserer Kinder zu widmen rutd,
nach einer elfjährigen reformatorischen
Reit- Fahr- und Laufbahn, in quieseiren
dem, aber noch lange nicht quiescritem Zu
stand, eine Zeitung herauszugeben, deren
Inhalt Literatur, Politik und
Neuigkeiten eine Zeitung, die zwar,
weil nicht für Jedermann und Jedefran
geschrieben, auf keine Theilnahme der gei
st ig blinden und ganz rohen Masse rechnet,
dennoch so geschrieben werden soll, daß sie
durch Mannigfaltigkeit auf einen wiege#
dehnten Lesekreis bei den iittelligenteren
und ehrlicheren Teutschen der Union zu
rechnen sich berechtigt fühlen darf.
Die Presse ist ein mächtiger Hebel und
in den Händen der Editoren eines freien
Landes liegt unbedingt in großem Maaße
die öffentliche Meinung, das Wohl und
das Weh des Staates, die Bildung und
die Unwissenheit, die Tugend und die Cor
ruption, das Glück und das Unglück, der
Wohlstand und die Armuth, die Unab
hängigkeit und die Knechtschaft der Jndi
viduen. Wie der Hirt, so die Heerde.
Jndeß in Monarchien die Presse, mit
wenigen Ausnahmen, in Fesseln liegt, wnr
de ste hier bei Gründung der Republik
für frei erklärt so das Wort. Und frei
und geehrt soll hier auch die Arbeit sein.
Diese Erklärung bildet das Alpha zu un
serer Platform, auf welche diese Zeitung
basirt sein soll.
Das freie Wort, die freie Presse setzen
Freiheit der individuellen Meinung vor
aus, in der Politik sowohl wie im Glau
ben oder Unglauben. So wie sich der Be
griff der freien Arbeit mit dem Begriff der
Sklaverei und Knechtschaft durchaus nicht
a 6 ti ii
Porter selbst das Richteramt und entschied: schäftsrücknchten fürchten müssen ihre Met
daß er als Schwarzer das erste Recht auf
die Tasche habe, dieweil die Tasche schwar
ist.
Wenn es in einem freien Staate so
weit gekommen, daß die Presse, das Wort,
die Arbeit, die Stimmnrncn zur Dienst
magd der öffentlichen Meinung herabge
sunken wenn sich Individuen aus Ge
nuug laut anszusvrechen oder am Stimm
kästen geltend zu machen, wenn der Werth
des Geldes den Werth des Principes und
der Ehre überwiegt wenn die Arbeit ver
achtet oder bis zum Sklavendienst her
abgewürdigt wird wenn die beleidigte
Ehre kein Recht, der Arme keine Gerech
tigkeit findet wenn weder Person noch
Eigenthum hinlänglich geschützt sind, oder
die Justiz so verderbt ist, daß die Bürger
zu Vigilance Committeen ihre Zuflucht
nehmen müssen dann ist es faul im Staa
te und die Freiheit nur ein leeres Wort.
'plcawn cemie, tiuo oeemg von wie Ntrcb die weideutiqe Dou
Got.kS S««»en-s-s?rchtd,.Monanhzu|
In diese Phase ist, leider, unsere Master
Republik getreten.
Als wir im Jahre 1837 die Retwiton
neue W 11"
wenn sie sprechen wollte und schlief, wenn der „A lt nv
sie schlafen wollte nur Wt Mauschel zu in Philadelphia übernahmen, bestimmte rufen
herbeigeführte Krisis, so wie das Compro
miß zur Verhinderung der Ausbreitung der
Sklaverei in den westlichen Territorien
die Grundsähe der demokratischen Partei
zu adoptiren und zu vertheidigen. Als
wir in den Jahren 1842 und 1843 den
,H erol d" in Baltimore herausgaben,
vereinigen läßt. Wer also das freie Wort,! ge Reihe von Jahren aufrechterhalten
die freie Presse, die freie Arbeit zu unter
drücken strebt, der kennt das A der Freiheit
nicht, so wie der ein Tyrann ist, der die
Herrschaft seines Einzelwillens Anderen
aufdringt, oder sie in der Ausübung ihrer
Rechte der Meinung über Politik, Religion
fubrett wir son aus derselben Platform zu zeugt, daß nur iri'i ibenige in ieu
mirfen, und obschon wir in sväterer Zctt
den Theorien der verschiedenen mit Enthu
siasmus beseelten Arbeiterbewegungen und
radikalen Platsormen günstig waren—oh
ne davon praktisch ein erfreuliches Rcntl
tat zu erwarten blieben wir doch mit
Wort und Schrift der demokratischen Par
tei bis zum Jahre .1854 getreu, als sie
durch Aushebung des Miffouri-Compro
misses und die vassirte Kanias-^!ebr.lska-
Squatltr„eolKcrÄnilätfc2o(trri
c- ne
Zahl.
ften Person der vielfachen
spricht der Journalist iu seiner Zeitung
zum Publikum. Und so bin denn auch ich
wieder nach langer Pause der Sitte an
heimgesallen, mein Lesepublikum mit dem
bescheidenen „W r" zu addressiren. Also,
W Samuel Gonlieb von Gottes Gna
den, Zeitungsschreiber und Journalist in
Amerika seit einundzwanzig Jahren, als
a a S a
und Materialist der extremen Linken dem
teutschen Publikum dieser glorreichen Re
publik von Nord Amerika wohlbekannt,
vielgeliebt und vielgehaßt, haben uns
durch Liebe zur schönen und poetischen
Minnesota bewogen, entschlossen: nach
achtundzwanzigjährigen Lust- Irr- und
Geschäsrsfahrtett in drei Welttheilrn,
nach St. Pattl zu ziehen, um da den
venfrage verlassen hat.
Man hat durchaus rein Recht alle jene
vielen Freunde der Ieffersonischen Grund
sätze als Abtrünngige oder Berrätber zu
brandmarken, die bei dem mächtigen Um
schwung dev öffentlichen Meinung zur Zeit
des letzten Wahlkampfes mit der neuen re
publikanischen Partei gingen, die gerade
jrne Grundsätze in ihrer Platform aus
So lange es noch einen Schatten von
Freiheit in einen: Staate giebt, wird es
Parteien geben und das ist ja eben der
Vorzug freier Staaten vor despotischen,
daß sich die öffentliche Meinung durch Ge
staltung von Parteien frei bewegen und
frei aussprechen darf.
und sociales Leben durch physische Ge- und es wäre eigentlich gar nicht nothwen
walt zu hindern sucht oder wirklich hindert.! dig von einer Platform zu sprechen doch
Also allgemeine Freiheit der Meinung unv
des Gewissens ist die Grundlage dieser
Republik Und nur wenn die Meinung
durch Hanvlungen die Ehre, die
Person, das Ekgenthum Anderer und son
stige Rechte verletzt, hat der Staat als
Richter anzutreten und auf dem Wege
des Gesetzes die Straft zu dictiren.
Eben so ist es in Hinsicht der Religion.
Hebt die rsch a ver Religion auf,
proelamirt Gewissensfreiheit und Ihr wer
det Seelen und Atheismus haben. Diese
haben wir auch, und dte Rechte dieser
haben wir auch zu wahren und zu schüren.
durch Wort, durch Schrift und Stimme.
Wenn aber das Partei nnd Seetenwesen
zssr Parteisucht und zu Fanatisrnns ent
Mlti,
der stets despotisch ist, dann ist der
theologische Windmühten Jenen überlassen,
die dazu noch Lust fühlen. Unsere eige
nen Ansichten über Religion werden wir
nie verläugnen und auch nicht aufgeben,
da sie durch die Zeit ernster und ruhiger
Forschung gereift sind. Auch werden wir
nicht versäumen, zuweilen gediegene Bei
träge zu liefern, welche der bereits Aufge
klärte gerne liest und Solchen als Mittel
I zur Aufklärung dienen mögen, die den
uns die durch schwindelhafte Bankinstitute „Du sollst prüfen!" Eine schwere
Willen haben, ihre Denkkraft zu üben
a
Wir mögen uns geirrt, vielleicht oft ge
irrt haben, entweder in den Mitteln das
Wahre zu suchen oder in der Wahrhett
nahm, welche die durch Douglas und Ge- jnc einen andern Lolm zu erwarten als die
nossen geführte dentokratische Partei ans Liebe der Guten und den, der ct-ci ^r
ibrer alten Platform gestrichen hatte. beil gebührt —eme unabhängige Eusteitz.
Thatsachen mag man durch Sophisterei Der Beruf «incs Journalisten ist ein
verwilren oder sie läugnen dnrch Grünoe eben so erhabene, alv schwieriger wenn
sie widerlegen ist unmöglich.
Staat zu beklagen, und das blinde, irre
geleitete Volk schmiedet die Ketten, in wel
che es erst Andere zu legen sucht, bis es
zu spät fühlt, daß es unrettbar selbst dar
in gefesselt liegt.!/Daher ist es zu bedau
ern, daß eö Demagogen giebt, die felbst
süchtiger Zwecke wegen die Masse sanatisi
ren, anstatt sie zu belehren, oder solche un
geschulte Pfuscher, die außer ihrer Blasirt
heit noch ihre Corrnption in die Waag
schaale der Journalistik legen, und so den
unwissenden Theil des Volkes zugleich
auch demoralisiren. Wenn aber Unwis
seitheit, Corrnption und Fanatismus in
einer Republik überhand nehmen und
Gleichgültigkeit und Schaam der Besseren
und Intelligentem zur Folge haben, dann
geht die Freiheit zu Ende, oder hat viel
mehr, im eigentlichen Sinne des Wortes,
bereits das Ende erreicht.
Dem'Fanatismns und der Corrnption
entgegenwirken und durch Argumente, nicht
durch gemeine Beschimpfungen der Oppo
sition begegnen, ist eine andere Aufgabe
unserer Platsorm.
Wir haben bis jetzt unsere politische und
religiöse Unabhängigkeit mit Hintanse^nng
des persönlichen Vortheiles durch eine lan-
wir werden sie auch künftig nach Kräften
zu bewahren suche«, und neutral in Nichts
sein.
A W
d, Fackel sind hin-
reichende Belege für unsere Prineipien
nicht alle Leser dieser Zeitung kennen jene
Blätter und so sind sie denn berechtigt die
Grundsätze des Mannes vorläufig kennen
zu lernen, dessen erste Nnmmer seiner Zei
tung ihnen zukömmt.
Mit religiösen Controversen und Pfas
ftn-Tyraden wird sich dich Zeitung nicht
befassen und den kläglichen Kampf gegen
a a a a a
Autoinate in Menschengestalt und leisten Ittische Streifzüge des Stators von Illi
gerne Verzicht auf ihre Gunst.
nie geneigt unserem Nebenmtr.ichen zuzu
,,Du glauben/' sondern
Kunst haben wir jedc ch aus unsrer dornen-
zu nutzen/'' Aua ist unnue mgentitchc
Begeisterung mr
ziemlich bis Nvu!
^.^«....-^ouveränitäts-Doetrin ser Beziebung der Republik noch nützen
P^tforn: in Betreff der Skia- können, indem wir ihrer Despotie emge.
selbst doch können wir mit Zuverficht von uns selbst nie zu billigende Kansas
gen, noch nie das Wort oder die Schrift und Nebraska Bill als Verdienst zurech
dazu benuyt zu haben, um unsere wahren «tn, die doch von Festigkeit ,eugt, aus die
Gesinnungen zu verbergen. Wir waren Gefahr hin, das hi-chjve Ziel der Ambition
zu. vcrymrfcn. .C:e- genügt ihm der
vollen und undankbaren Laufbahn gelernt, und 'Nvrdcn versöhnen ifl, mc baldig
„Die Kunst zu schweigen, wo man durch I Wiedervereitngung der 'kartet zu
Svrechen sich selbst schadet, ohne Andern haben werde 'i Auf Ue republii.
Ideale hier zu
herabgesunken
Van.'ce
über-
s,?ia]
ett der Vernunft genct.,i sind daß ee
i'
Besonders yonca wir in einem jungen
Staat wie .,lV.'h:uewtä," we sich leider
auch schon Beruig und Rohheit geltend
gemacht Haben, ?vo aber im (Manzen ru-tb
frisches Leben tvoitet, cuid» nchige Debatte
und persönlichem Beispiel das Frece, las
Wabre. das Gute fördern zu helfen ob-
Milchkuh, sondern zu einem Förderungo
mittel des Bolkewohles macht. Um die
ses Letztere leisten und erreichen zu können,
muß derselbe selbst ernstlich das Wohl sei
ner Mitmenschen wollen, die nölhige Bil
dung beulen und guten Namen mehr lie
ben als irdische Güter, um nicht auf Ko
sten eines Princives, das er für wabr er
kannt, sich ottect oder inttrect bestechen zu
de nicht ilcinmüthig machen. Vor Allem
hat er Blößen durch Inkonsequenz nnd
Schwankung zu verhüten, um sich des
Das Parteiwesen dieser jungen Rcvub-
In einigen Großstädten herrscht völlige
Anarchie und die Stimmurnen wenden
von der niedristen Classe des Volkes förm
lich blockirt, die gleichsam das Jantischa
reneorps der Canditaten bildet, und für
ihre geleisteten Dienste thcils Belohnung
durch Aenuer, thcils Nachsicht bei began
genen Verbrechen beansprucht, und nicht
selten auch wirklich findet.
Viele der Burger, besonders aus ,der
untersten Schichte der Eingewanderten, las
sen sich durch den Knallessett einer Stnmp
rede. enthusiaömiren, ohne selbst zu prü
fen, Andere folgen dem Commandowort
des Priesters, indeß Manche sogar des
Meineids sich schuldig machen und mit ih
rer Stimme völligen Wucher treiben. Und
das sind Thatsachen, von denen wir selbst
oft Zeugen waren und welche man nicht
binwegläugnen kann. Würde das arme,
irregeleitete Volk die Folgen solcher Hand
lungen kennen es würde sich nicht als
Werkzeug gebrauchen lassen, um sein eig
ner Todtengräber zu werden. „Wie das
Volk, so die Regierung."
Wie steht es jetzt mit unseren Parteien?
Die alte Whigpartei mit ihren hervor
ragenden Führern ist zu Grabe getragen.
Die demokratische Partei, einst ihre mäch
tige Gegnerin, hat die Barriere' niederge
brochen, welche der Verbreitung des In
stituts der Skaverei nach dem Westen und
Nordwesten hin gezogen war. Die unmit
telbaren Folgen warm die bis zum Eckel
widergekäuten Gewaltthaten und Unge
rechttgkeiten in Kansas.
Die Souveränität der Territorien wird
durch die demokratische Partei zum Ge-
setz erhoben und h*rdemokratische^ Präsi
dent, verletzt sie selbst mit eigener Hand.
Donglas, bei dem nicht der Kopf, sondern
die Farbe den Werth des Menschen be
stimmt, der zu Gunsten des Südens Hand
in Hand mit Bnchanan ging. Douglas
stellt sich dem Präsidenten gegenüber,
mißbilligt seine That, ladet sich dm Zorn
des Südens aus das Haupt und zer''plit
te«, dem Wesen nach, die demokratische
nois, vom Standpunkte
welche Freiheit gewährt.! an dem man Fische li'etrn lvill.
daß die Despotie Nachdem dcr Cong'.ß die
nicht die For:n ui
sondern das W
nicht nur von gekrönten oder gesalbten frage erledigt bette, trai eine furv R'.
Häuptern und privilegtrten Kasten ans- ein nach dem langen ck
geht, sondern auch von O arche n, tvie in der vbvg'chen
a
a S a a
Herrschaft sind reu. leider, auch in unfe-
rer Republik bereits in hohem Mcafmr-1 betrachten, zu ordnen, zn eombnmen habe,
fallen und wir glauben wenigstens in sie- wtlchr neue Fragen rem Volke vorgelegt.
welche Ü"iaßregeln vertbetDigt, welche Par
'-eilen zur Coaliu'on ermutbigt werden
icltni, um den Plan für den nächsten gro--
f" I
genwirken wenn -nan anders mit: bereu*
s'agen mNh ,.E ist a
I
tex
Regierung
Unabhängig-
keito-Erklärung und der Humvmttät aus,
mißbilligend betrachten, so rönnen wir ihm
doch seine Comequmz in Bezug auf die
Senalorcnkichl? O-er iah rv fo weit
voraus, um zu wisjen, das: viv momentane
ZerspÜturung, die ihn nn: vem Westen
n\
sein Organ nicht zum blinden Werkzeug digen und den naturalisirton Bürgerin als
einer selbstsüchtig'N Clique, noch zu einer! alleinseligmachend sich zu empfehlen
wiro sich über Verletzungen ihrer Grnnd
sätze im eigenen Heere hinwegsehen und tu
lassen. Das Lob des Volkes darf ihn jhrer ursprünglichen Platform treu bleib:
nicht hochrnüthig und der Tadel der Fein- toch sie selbst Hai von. Süden Alles vt
besorgen und Nichts zu hoffen, seil rnu.i
gewohnt ist, den sogenannten „rch a
zen 11 a r" mir dem
Vertrauens des Volkes würdig zu machen, a Ab iti oni st in Eine
Und
lik ist im leytcn Decennium sehr entartet Tendenz neigt sich eben fo »ehr zum Abc
und auch die Fayrlasstgkeit des souveränen iitionismus hin, als die moderne demokra
Volkes betreff strenger Verantwortlichkeit tische Partei, bei offener Bekämpfung res
seiner Repräsentanten in den Hallen der Rativismus, mit geheimen Waffen
Legislatur und des Congreffes hat' in ©Unstc» der Sklaverei-Interessen farnpu
neuester Zeit die traurigsten Folgen ge-
un^
habt, durch mittelbare und unmittel- {n Waagschale ver Politik, wird es
bare Bestechung. ftets Politiker im Norden und im Wfjten
y-'-v
•iischfi
Stimmen konnte er r.cd uiiinik\l?ch rech
nett doch viel sich von dem a u,?
der Den-ckratie in den Ohren, oiv Volkes
und vi ei von der Taktik der Poimfei n
warten, wenn eS üd*. um den "Utgei band-:!t,
reu Kv'nyf cro
fl! giebt es auch
iu der Politik feuien ad'e^: cn SftUstvtr'.v,
Schon denkt man an« Mute' und Wege
wie man die vn-ha:idv.tevL Element?
ßeit Feldzug zu ordnen und im Kamvf zu
1 siegen. Ter intelligente und rechtliche
Politiker und Bürger verschmähen ev n-v
der Opposition zu leremren und ihr Öot«-.
cessionen zu machen indeß Jene, dev.cn
es blos darum, zn tbnn ist. die Zügel v:v
die Hano zu belotnmet«.
kein Niittel vetschmähet., um durch
alition
Ko­
Niimmerifch zu gewinnen und ren
Sieg zu «. ingen.
Dir in zwei scheinbar sviuti'vii ,e
Lager gespaltene demokratische Partei wir?
Alles aufbieten, um den Süden zu besvte-
Einheit wieder herzustellen suchen.
Was hat die republikanische Par»-/?
tbnn un* was wird sie thnn, um ihn:?
Plan zu ordnen und die Schlacht zu ge•
winnen? Der Süden hat von ibr, vo:-
cowervanven Standpunkt aus, Nichts v,
fürchten, so lange sie in der Sklavenrrage
dieselbe Categorie zu stellen. Ihre
f0 lange der Süden eine Potenz bleibt
geben, die solche Waffen gebrauchen, um
Dct Süden kann nie und nimmer auf
aufrichtige Sympathie des Nohens
rechnen und der Kampf unserer nördlichen
Staatsmänner mit Janus-Gesichtern mag
noch eine Weile hingehen doch die Tage
der Herrlichkeit des Südens dem Norden
gegenüber sind gezählt. Das Volk der
freien Staaten wird seinen „Falschspielern
trotz aller Tafchenfpieierkünste in die Kar
ten schauen und es wird dem Süden end
lich keine andere Wahl übrig bleiben, als
entweder den Gelüsten nach Wiederein
ührung desSklavenhandels u. der Aae'ori
nnng des Sklaverei-Gebietes zu entsage
1,
sich dem status quo zu fügen, uno dem
allmäligen Verschwinden dec Skla
oeret sich ruhig zu unterziehen, oder sich
loszusagen von der Union, um dadurch
a S
morv zu begehe it."
Es ist ein sicheres Zeichen, daß es den
Führern der Parteien selbst an Prineipien
fehlt, wenn sie Miene machen, ohne Rück
ficht auf streng markirte Grundsätze die
Partei nummerisch zu verstärken.
Parteien, die, aus heterogenen Gemen
ten zusammengewürfelt, wesentlicher Prin
eipien ermangeln, zerfallen in sich selbn,
meist ohne einenSieg zu erringen und künst
liche Organisation kann nie auf erfreulichen
Erfolg rechnen.
Die republikanische Partei hat bel
letzten Wahlkampf sich ta^er gehalten uns
j. 'Wy-t!/' Mi

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