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Minnesota Staats-Zeitung. (Saint Paul, Minn.) 1858-1877, December 26, 1872, Image 10

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OHtferttch De«tsch»
Konsulat
St. Paul, WHiwcfirt*.
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F. Willi»«, »tm
Deutsche
Spar-Bank
Geb. Williiis & Dunbar
R-. 183 Dritte Straße,
«t-Vatd, ÄlHtwfef«
OeHikfitkamben tSqNch, mit Xafnafm« Mit Sf»*Mgrtj
-aatfb »rttifdgtn 0 Uir einet» 6t» 3 lltr Sodiwilttgl
attaS fAe» Gamtelttih v« 0 fcU 7 Ufr abtue.
Die Bant nimmt Btttefittn Mtjvetn 1 $»1«r tuf.
hrt# m* e«r*ittl 8 »er aemim ?insea aas all« 8e
igewe Bellet« ane btrfibrr, welch« 3 Monale tepontrt
im«, fMlbütrli* Iii?« out ßiit gerechnet.
HrÄlete an» Regulationen sind in »tr Bank »»entgekdlich
»»ha«».
Deutsche Bank
MMdw Iws. & Dmubm.
No. 183 Dritte Straße.
St. Paul Minnesota.
Europa ischts und inländisches
Bnttk- tt. Wechselgeschäft.
Depositen.
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Äintffttitig yir Ne'fSgnng ber Dfp'nner.ten. gür
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Willius BroS. und Dunbar.
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Ilgen ©mumm unb rrrnnSiaien «ovrlen. Von psfon SSan
Ab» ober Bankiers ansgeiZellie Wkchiel Ißr.nrn jettTj II tn
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Willius 53ri$.
u. Dunbar.
58er. Staaten Obligationen
B-flUtt und andere 9er. (?t.m'en 53onfc6 kaufen anb scr'oe
fea Wir tum günstigsten "TVcif.-ret e.
WilliuS Bro's. u. Dvndar.
Gold und Silber.
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Htttt Parlcrgcld nmgesitzi rerrben fc
WlkliuS Bro's u. Dunbar.
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«i* bafjjtrtflff» »«n foiifilfl'n fforfcmiiigtn in allen Tb eilen
®*m»Voirt b« B«r. Pfioua wirdvromplvon uitä beiergt.
WMuS Bro's u. Dunbar.
Vollmachten,
^e^Ichttlristnn'«.. GchniTung#- mi» anbot
h*Ü*tnmfr Mrlnnbr* mttden nnttr Garantie
SkuiUfililflldl «igtffTil
WiSiuS SFro's u. Dunbar.
Ter. Staaten Reisepässe
ptSdfe mich «et in Europa fofrrfrn wir aap« tiremtifte.
ktvtt
WillinS Bro's n. Dnndar.
Die Verwaltung von Grund
eigenthum
•ab f«w$f»ns M»r Mtfuen aeroBgen sowie den Strfanf
iikRn sbmitbmm nHr firr ?I «wärtige jejen wüH!ge C»m»
«HiV»Mrechaaag rttef» btt
Beleg«ng von Kapitalien
e«4^edt.
WM«s Bro'S a. Dunbar.
Gelder in Deutschland
«dftc t(t «uferen HrHflflt »rrtfyvftbfittrn
für vn^rn
Mb Sege!
schiffe
Rech.
s*e#«W«r|tkiit »erben, sowie er* »»«in Dt«tschla»d «in*
ttfritm 9tna laHttn wir »tr in «elb «b«.
Willt»S Bro'S «. Durber.
Schiffs-Cantracte
MrD««Vs
ftr'ftn
Willi»« Bro's b. Dun bat.
5I|(Hftr der Bremer und Hamburger
Post Dampfschiffe.
VÜlflMFMlfrMlIMr ©elb.
Bremm a«5 Ha«b«rg «ach New Aor? «ab
Baltimore:
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Lehens Berficherungs
Gesellschaft
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(terrcfyeabcBi der Wiener jf. frefc).
England nnd der Sklavenhandel»
n,
4.
Nov.
Die Sendung Sir Bartle Frere's
nach Ostafrika zu dem Zwecke, dem vor
tigeck scheußlichen Sklavenhandel Ein
halt zu thun, macht England alle Ehre.
Es ist endlich wiever einmal ein Blatt
aus dem Buche, in das die Namen von
Sidmoutb und Welleslep, von Elarkson
und Wilberforce ruhmreich eingezelchnet
find. Wofür der tapfere Pfadfinder Li
vtngstone so oft die Stimme erhoben hat,
das soll jetzt von Seiten der englischen
Regierung mit größerer Entschiedenheit
betrieben werven, als man es in diesen
letzten Jahren gewohnt war, wo die fal
sche Stellung, welche England gegenüber
den Bereinigten Staaten von Amerika
eingenommen hatte, augenscheinlich ihre
üble Wirkung auch in der Frage des
Sklavenhandels zurückließ.
Ein wahrhaft dramc..isches Zusam
mentreffcn hat unlängst die nur noch
schwach glimmende Entrüstung über die
Schrecken des „Handels mit Menschen
fkifefe" wläMÜsb Mieder Yaxk iinö Mchtia
angefacht. Ein arabisches Sklavenschiff
wurde von dem englischen Kleuzfahrer
„Vulture" vergeblich zum Stehen ange
rufen. schliißlich jedoch geerntert und
das Schauspiel, das sich in den Kielraum
nun des ersteren darbot, war derart, daß
sich die Feder fast sträubt, den enlsetzlichrn
Anblick wiederzugeben. Da lag sie, die
zusammknarpackke zuckende Masse mensch
lieber Formen, von Krankheiten durch
wühlt, von Unqeziefer überwimmelt, in's
hölzerne Haisband eingeklemmt, ge
ketter, ächzend wimmernd hun
dertundsechzig Menschen beiderlei Ge
schlcchtts, Kinder und Erwachsene: ihrer
Vierzig von den Blattern befallen, waren
vorher schon von dem arabischen Räuber
lebend ins Meer gestürzt worden, dem
Hai zur Speise, der gierig dem Fahrzmge
folgte.
Ein Ausdruck des Schauders ist durch
die englische Presse gegangen, als diese
Nachricht ankam.
Die Greuel des einzigen arabischen
Sklavenschiffes waren genug, um das
Mitgefühl wieder stark zu wrcken. Wie
aber, wenn die Partei des Jefferson Da
vis, welcher Englands Ari'wkratie, ja
leider selbst ein großer Theil der hiesiqen
bürgerlichen Classen zujauchzte,, wirklich
die Oberhand gewonnen, hätte? Wie.
wenn jenes schwarze Reich (Black Em
re) gegründet worden wäre, das ein
geftandenrrmaßen die Sklaverei zum Eck
stein haben sollte? Wie. wenn die
Nichtswürdigen gesiegt hätten, deren
Führer beim Beginn der Rebellion er
klärten, sie würden „nicht eher ruhen, bis
in der Faneuil Halle zu Boston, an der
Wiege amerikanischer Unabhängigkeit, ein
Sklavenmarkt gehalten sei"
Wie wenn der Sieg bei denen verblie
ben wäre, welche sich schon mit dem Plane
trugen, sogar den „armen weißen Men
schenkehricht" (poor white trash) ins
Sklavenjoch zu spannen, und wrlche un
verblümt predigten, die Sklaverei fti keine
Frage der Hautfarbe, sondern eine Frage
zwischenherrschenden und dienenden Clas
sen, zwischen Arbeitgebern und Arbeit
nebmern?
Hätte diese höllische Auflehnung gegen
Menschenwürde und Menschenrecht den
Sieg davongetragen, was wäre aus dem
Streben des englischen Volkes gewor
den,den Sklavenhandel z» ver
nichten
Doch genug davon.
Englands Regierung ist beute auf
besserem Wege aller Beifall sei ihr da
für gezollt I Wohl war es hohe Zeit, daß
sie sich zu einem Schritte entschloß, wie
ihn die Senvung Sir Bartie Frere's
nach Zanzibar verkündet, denn die Mel
düngen aus Osta'rika werde« von Zahr
zu Jahr immer trüber.
Auf dem Pfade, den die kühnen For
scher der Erdrunde einschlagen, findet sich,
Geiern gleich, sofort auch das wüste Ge
findet der Menschenräuber ein, welche
friedliche, freundliche Gebiete voll fleißi
ger Wesen in eine Schauerwüste umwan
veln, mit Mord, Brand und unsäglichem
Jammer erfüllen.
Das ganze Gebiet vom See Nyassa
nach Süden hin wird, wie Generalma
jor Rigby, ehemals Eonsul in Zanzibar,
vor dem Ausschüsse des Unterhauses mit
thettte, mehr und mehr entvölkert! Im
Manganja-Lande hatte Livingstone by
seiner ersten Reise ein arbeitsames, mit
dem Baumwollcnbau beschäftigtes Volk
gefunden, nie war er auf so gut gehaltene
Pflanzungen, nie auf so fruchtbares Ge
biet getrvff n.
AIS er später wiederkam, lügen die
lachenden Dörfer in Trümmern die vom
Feuer verschonttn Hütten waren von den
Leichen ermorderter Mönner voll. Die
Kinder waren als Sklaven weggeführt,
die Erwachsenen erschlagen. Die ganze
Gegend zwischen dem Bezirk der großen
Seen und der Küste nimmt nun aber
mehr und mehr diesen Charakter der Ver
wüstung an.
Generalmajor Rigby erzählt, daß ma«
noch vor wenigen Jahren auf einem Ge
biet van etwa siebzig englischen Meilen
jede halbe Meile auf ein Dorf kam. Nach
zwei Jahren habe man 120 Meilen rei
sen könne», obne auf ein menschliches
Kesen zu treffen.
Das gewöhnliche Verfahren der Räu
ber ist, ein Dorf anzuzünden und dann
in der dadurch erzeugtenVerwirrung über
die Einwohner herzufallen.' Die gefan
genen Weiber und Kinder werden mit
Riemen aneinander gekoppelt, jeder
Fluchtversuch mit sofortigem Tode be
straft. Die Männer werden in ein
schweres, gabelartige Holzkummet ge
steckt, dessen Spitzen bei Nacht in den
Boden eingerannt werden.
Die Kranten läßt der Räuber einfach
oder am Wege liege« eine
den die Unglücklichen auf Schiffe gepackt,
gleich Häringen, unv nach ihren Bestim
mungsorten gebracht.
Englische Ünterthanen in Indien und
ande wärts sind an diesem infamen Han
del mit betheiligt wohl ziemt es sich da
her für die hiesige Regirrung, mit der
Schärfe der Waffen dagegen einzuschrei
ten.
Ein mit dem Sultan von Zanzibar
geschlossener Bertrag gestattet auch den
Engländern, auf offene? See die Skla
venfchiffe zu fangen dagegen gestattet
dieser VertragkeinEingreifen in den Skla
venhandel „innerhalb der Besitzungen
des Sultans".
Run ist aber der Regierungssitz des
Sultans auf dem Eilan'de Zanzibar. und
aus dem Hafen von Quiloa, der weiter
südwärts an der Küste des afrikanischen
Festlandes liegt, gehen die menschende
frachteten Fahrzeuge bis jetzt meist unbe
helligt nach dem Hafen von Zanzibar,
wo die Regierung des Sultans Ein
gangszoll auf diese Fracht erhebt, den
Handel also völlig anerkannt.
Die Aushebung wenn nöthig. die
Rermfcnna dieses Vertrages mit cin
rortigen Sultan ,'st ein Gebot der
Menschlichkeit. Die Kreuzer der freien
Völker müssen das Recht haben, überall
das Meer von den Sklavenschiffen zu
säubern.
Wir wollen hoffen, daß eS Sir Bartie
Frere gelingt, einen neuen Vertrag in die
lern Sinne zu erzielen. Wenn nicht, so
der Menschlichkeit in die eigene Hand
nehmen, und wenn Deutschland ihm
dabei zur Seite steht, so wird es in der
Achtung der ganzen gebildeten Welt
steigen.
a
Friedrich Lexow.
Am Moreen des 3.
nach kurzen Leiden in
zu West-Hol oken, N. I., Friedrich Lerow
einer der gewandtesten und berühmtesten
deutsch-amerikan'schen Journalisten und
Literaten. In Friedrich Lerow verliert
die deutsche Journalistik tn Amerika einen
ihrer tüchtigsten und überzeugungstreu
esten Vorkämpfer, Deutschland einen sei
ner bravsten Patrioten! Der Verstorbene
zählte zu dem immer mehr zusammen
schmelzenden Häuflein deutscher Männer,
welche durch ihren muthigen Antheii an
ten freiheitlichen Bewegungen der Jahre
1848-49 den Verfolgungen der Neak
tion verfielen, und, nachdem sie ihren hei
ligen Eifer für Freiheit und Recht in den
Zuchthäusern und Kasematten des Poli
zeistaates gebüßt, über das Meer getrie-
ben wurden.*)
Friedrich Lerow wurde am 29. Janu
ar 1827 zu Tänning im Herzogthum
Schleswig geboren und widmete fich schon
in frühem Lebensalter der journalistischen
Earriere. In Rendsburg gründete er die
in ihrer Zeit in ganz Deutschland wegen
ihrer kühnen und energischen Sprache der
Adelsherrschaft gegenüber großes Aufle
ben erregende Zeitung: „Das Volk."
Im März 1850 wurde er in Folge dieser
seiner revolutionären und „staatsgesähr
lichen" Thätigkeit gefänglich eingezogen
und vom holsteinischen Obergericht zu
einer im Zuchthause abzubüßenden Frei
heitsstrase von acht Jahren verurtheilt.
Später wurde der „Hochverräther" aus
dem Wege der Gnade zu einjähriger Ein
schließung in dcn Kassematten der Festuna
Rendsburg begnadigt. Im Jahre 1853
kam Friedrich Lerow nach Amerika, wo
er für sein principientreueS Streben in
seiner journalistischen Thätigkeit ein wei
teres Feld zu finden gewiß war.
In Gemeinschaft mit feinem um einige
Jahre früher nach New Aork ausgewan
denen Vetter Rudolph Lerow machte der
Verstorbene die „Crimtnalzeitung"
später in das „Belletristische Journal"
umgetauft zu einer der angesehensten
publizistischen Erscheinungen der gesamm
ten deutschen periodischen Literatur in den
Ver. Staaten. Zu gleicher Zeit war er
auch an verschiedenen anderen Zeitungen
und Unternehmungen tdätia, wie denn z.
B. feit Jahren die durch ihre plastische
Ruhe und edle Sprache fich auszeichnen
de „politische Wochenschau" in der „New
Jorker Handelszeitung" aus Friedrich
LerowS Feder stammte
Ferner war er einer der eifrigsten und
ausgezeichnetsten Mitarbeiter an dem sei
ner Vollendung rasch entg'gengehenden
„Deutsch-amerikanischen Conversations
Lerikon". Auch als Dichter nimmt Frie
brich Lerow in der Lyrik der Deutschame
rikaner einen hervorragenden Platz ein.
Eine Menge größerer und kleinerer Ge^
dichte von ihm sind im „Belletristischen
Journal", in Anthologien uud änderet:
Sammlungen („Dornrosen") erschienen.
wird England berechtigt sein, das Gesetz Korruption eingedrungen ist, beweist der
zu
N. I. Demokrat.
Und dann hernach in Amerika, wenn sie die
Zerstörung der Partei, der Freiheit und
des
Fort-
schritt durch die verkappte Reaktion verhindern »ol
len. fich von Blechschävela «IS »ertaufte „Graut
knechte" besudeln lassen müssen.
Der Anfang vom Ende deS volkS
verderbenden Dachauer-Banken-Schwin
dtls scheint gekommen zu sein. Unter
dem 12. November wird aus München
geschrieben:
Nachdem-in den letzten Tagen die
und wahrscheinlich auch die Verhaftung s«»f«dK»»a,t-«»o««.
der Inhaberin verfügt worden. Zur
Bewachung des Hauses und feiner Um
gebung reichte die in München vorhan
dene zahlreiche Gendarmerie-Mannfchaft
nicht aus es mnßte die eigentliche be-
nen abscheulichen Schneegestöbers nicht
abnehmen wollte, ein wenig zurückzustau
en. Obschon bei der ganz unglaublichen
Verbreitung, welche diese Schwindelge
schäste genommen haben (tausende von
Familien hatten ihre zusammengesparten
Pfennige daselbst eingelegt) und bei der
schamlosen Hetze der ultramontanenBlät.
ter,die ganz offen zumJudenmorde rufen,
die Lage nicht obne Gefahr ist, so gab es
doch einige Scenen von großer tragiko
Mischer Wirkung, wie B. als einige
Bauern mit ihren Geldränzchen anmar
schirt kamen und trotz der Volksmenge
und derSicherheitswache sich durchdräng
ten, um—neue Ein lagen zu ma
ch
Ein allgemeines Gelächter verfolgte
die Glücklichen, die sich eiligst mit den
geretteten Batzen aus dem Staube mach
ten.
Es ist zu hoffen, daß die bisherigen
Angaben über die Höhe der Einsätze, die
auf 10 12 Millionen Gul
den angegeben werden, sich als überme
ben erweisen jedenfalls aber wird die
Zahl der Opfer in die Taufende gehen
da der Durchschninsbetraa der Einlasen
ziemlich niedrig ist, und die Schwindler
namentlich in der letzten Zeit Dank der
Gewissenlosigkeit der ultramontanen
Presse und eines Theiles der Geistlichkeit,
weit über das Weichbild der Stadt hin
ausgegriffen unv ganz Altbaiern mit ih
ren Agenten überschwemmt hatten. Wie
tief die von diesen Instituten verbreitete
1
Vfltlf11*
Vl/n, Hl
1.
Fünf Gewinne $1000
Zehn Gewinne $500
,,/iutvmui et» ötfratia lafammtapefienbcr Vierde mit gajalliea
Snbanrin incä jün9ern bkfer Znsttw
te. Pauline Dosch und ihr Ehemann ver- m««» $»io t»bi«s
fct* frtfrtr# /in^ ftinf iHefemao» Viano» wn f*prtn »erttlöiOirt«
haftet worden waren und die lofon an
gestellte gerichtliche Untersuchung eine un
aeheure Schuldenlast eonstatirt hatte, ist
nun heute Abend auch die älteste und
eigentliche „Dachauerbank", die der Adele
Spitzeder, mit amtlicher Sperre belegt
tvuflm
das Ministerium dcs Innern, Magi
ftrat u. Polizeidirektion öffentliche War
nmigen erlassen bauen, ließ er von esem
unverschämten Gebadren nicht ab. lieb
rigens werden nicht bloö einzelne Führer
der Ultramontanen sich durch denZusam
men stürz der von .ihnen patronisirlen
Schwindelbanken kompromiitiit finren,
die ganze Partei bat durch die Katastro
phe eine ungeheuere wolalijcheNiederlage
erlitten.
Die frechst, Lügen und Verdrehungen
können die Thatsache nicht ungeschehen
machen, daß die ultramontane Presse ent
weder offen und direkt sich an dem Be
trüge betheiligte, und wie „Vaterland"
und „Volksbote", Tausende von leicht
gläubigen und unwissenden Menschen um
ihr Hab und Gut gebracht baden, oder
doch wenigstens, wie die Augsburger
Postzeitung", nur selten einen schüchter
nen Tadel aussprachen, und auch diesen
durch Schimpfen tibir die „liberalen"
oder „jüdischen" Wucherer wirkungslos
machten.
Der große Bibver-Almauach.
(»Rrtttr'e Bereinigte-®foottn Kalender für 1873, bt» zar
unenegtliiichea Seribellun# tn btn ©«reinigte* Blatten so
wohl wie in alle« e*etliiir'tn £irattm ber Alten Weit de
gimmt ist, »irb letzt tn engUche. beutscher franji)ftffcet. *»r«
weglslder, itA scher schivedtschei, 6.tlä mti'fber, tbbmifdyir, enb
sp»»ts»er Spra be bra««ße^en und tst zur A lieferung be
reit. ©fr btt wahrt @efunot»tlele6re, lenntn zu lernen
wünscht, sollte denselben le en nnb He in ibm eutbaUtoe« un.
schätzbaren Äotbfitläfte wo dl zu erzen nebmen.
Dezember verschied würde, seine Klientin (vre Spitzeder) zu AtrUMVf-IL(lareN. NvtwNs 2C. K.
seiner Wohnung „verläumden". Selbst dann noch, als 'n. fi
strtshr.'rft «»mw da« Ministerium dls Innern. Maat-
Nafer einer treffltdien mcMjintf bin Aedandluna über tte
Urfa»nt btt EStrbmtrrung u#b btt Teilung bor fi'ran'hctltn
enthält er eine groß« Anz,d nüslicker 8iatbs»in je nnb Beleh.
rangen für ten Äniifmonn, de-» Jpanbwrfer, den Bergmann,
bot garnier, den Pfl.n»ernnd seld? fär Mediziner so»it Be
rechaangia Längen- nnd Bitilegradm, Wte fiel* einem
guten nnb «msaffender 3clt«ta!ener gelBren-IIDtiS Wef»a.
btr CBelran* nnb die cnltrorotmli* het!s-men Wirkungen
8»n Honetter'« OTaitnbitttrf. ^tifc Haartftärknng« anb
Sape Btrbefferungtmit eltder balbe^ $brlfitntMt, stn darin
sSOig »orgttoan bir jtoienbrr iä «»erbte» n»ch mtt hübschen
gnuKratioatn, $8attf»Ugen ffir eauft^altungen, tumeriftt
schea E'jädinngen und nuberen ge-väv!«n Artikeln »nr Be
lehrang unb Unitrhaltang ongefitiUnnb wirb fich baburch
unter »en literarische« Dingen, die »er ateulabr erlcheint»
werden, al» ein« ber nbhlichsten anszeicknen. Dt« Eigen»
ihümer. btt Herren Hotelier unb Bmitb in PiNShurgh. Da.,
»erben gegen Ueberfenbnng einer iiwei Teni«-Marke, Jeder
mann. »er in seia Nachbarschaft diesen Hi.lender nicht d».
tommen kann, ein solchen »«schicken. La« Bitter« in ,n jeder
Stadt nnd Ortschaft ju bekommen u»b irb in btr ti»:lifVnn
Wc» stark gebraucht.
fptnp ölipnitn fhi'p («rtMtiPhprl Hl /s rtfi t\\
x,i-
Ini cimnjt u.
L. X. SINE'S
19. große jährliche
Gtjcheuk-Vrrthrilvug!
Ziehung am Mittwoch, 1. Januar 1873.
$200,000
in werthvollen Geschenken!
10,000 in Amenk. Gold!
10,000 in Amer. Silber!
lerer tn
GreenbackS 1
Hl» W« 1.IM! il
Rfinf Roftwaod Piano« von fchort-n Im,
mb,
Schmucksachen n. s. ».
etrtglöWicbMi
Vi 8«m lien-Rävma chwen. werth $lijO itbf.
*23' 0 Goldene und Silderne Snkvrutjrert (in«gtf«minl)
Werth» »»n $20 bi« #300 Selben» Ketten, €libttw»e
u. w.
Zahl der Geschenke, 85,000
Loose Nmitiri
oaf. „.100,000.
?geate» werden »erlangt, um Loose N »trfaaftn, deaea ki
ele
8ooft,
Herale Prämien bewilligt et den.
tio.wi 3«6tf teuft,
ffimii.r. 1* k#ni(*i-r Sprache, welche etne leQfti tiaet fit
h«nif*
tte« Beschreibung der Hiehaag«m-tl»d» anb
Circulare, in
her 1preise, (a®ie tiae viiwmv«.!!
•Hiltre äcformattonsi in L«ag auf »ie
Ve^o»kang»ntnaUtn,
»erbi« StHrmana gehdickt werden, btr bitftibca bestellt.
NN» Brief»
Hab |U edrrfjWn an:
i$. @i»C. BOX 86,
Haupt-OkNee 1 (Einrittnnti. O
litt Ärt 6. et.. Ctacian*«, p.
Neue W
A. H. Lindeke & Bruder
Umstand, daß ein Landtagsabgeordneter,
einer der Führer der Ultramontanen, der
bekannte Avvvkat Dr. Karl Barth in
Augsburg sich nicht geschämt hat. öffent
lich als Protektor und Sachverwalt^r
auszutreten: bis zuletzt waren von ihm
gezeichnete Ankündigungen in öffentlichen NN? VVÜMNdiüe 9lU0tMlH t01l £)CWCU:
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Ä. H. Lmdeke n. Bruder,
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AeiitschesGisthuis
»ab
aloou
iimtc
eaHfag^aabMfite« fwrt* die heften
ft»h »ter »t» yi ßnben
wegen brt Si et« nachjnstagen bei
b*u «HbOtiieen der Scmpattie, 96 Warft @tr.
198 Dritte Straße, St. Paul Mim?.
Ellenwaaren Handlung
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Schäfer & Korshage,
No. 1 Siebente Straße sNord West Eckeder Jackson'
rw -r ll
et
Das Publikum ist freundlichst einaeladen un
sern Vorrath zu besichtigen.
ift fretmbltcbft
Schäfer & Korfhage.
Avis.
Wir offeriren diesen Herbst eine größere und
bessere Auswahl von Ellenwaaren wie je zuvor
und da wir sämmtliche Waaren nach den östli
lichen Preiserniedrigungen sehr billig einge
kauft, sind unsere Preise so niedrig, daß uns
kein anderes Haus im Staate gleichkommt.
F. Schulze n. Co.
M. Wittelshofer n. Co
Nachfolger von A. Van Beck,
Ro. 38 Jackson Straße, nahe Merchants Hotel,
Deutsche Uhrmacher u. Goldarbeiter
W:
38 Jackson Straße nahe Merchants Hotel.
Minn.
9ttt&tU
Ber#t*. Staat«, poO-Dampfer.
zwischen New York, Cork uud Liverpool.
Die tototicra ne-ea mit »oller Dampfkraft versebenen
B6mfcr yefer «nie Metta aOea JCtofea »e* vaffafli rtn Ce
limnrtblilliii «bne «Sletchei. Da bie Camrfer einanderghHfc
ÜtSTfe »abtnReifende ben grofta «ortheil. bal fie für i«be
•hlifcrt einen gleich gatta uah tchnellea Dampfte hahe -,
aaicCdtii, Bnanti t, «epablte, Dalle, «bnatir. Majeittc.
Brttaaale. abfabrten loa Sie» »er! a« Eoaaabenb. oa
@»eq»ol am »«naerSag galten bet btiden 3abrt«i i«Ha
fM »oa fort Smdmaagtn f» airtrtg, «»bei trgenb tiatr
gfHtr
afitt iHaft,
Alfred «agergren, Ngtat.
gMesofot« Sa»iag«.»s»tiatt»».«ge»t. 6t. $acW
M»reh»»S 6$ Ware,
gmferttsrt u. Händler te
Sattler Eisenwaaren,
Pferdedecke«, Big Sattelu, Polstern it.
Mt»»«efota Sre 7«.6at St.Ha«
Restauration
6.
91
et»
»0.42 Zweite Straße, nahe Um Depot.
St. Paul. Nim»-
Uhren und Schmucksachen
werden auf das beste rcparin
Haararbeiten undMeerschaum
pfeifen beschlagen, Diamanten
und Steine gesetzt. AlleWaa
iren und Arbeit garrantirt und
IZufriedenheit in jeder Bezn
yuvg zugesichert.
CSF* Aufträge von Aus
wärts promt «nd reell auSge
führt.
Privilegirt
»001
Staate SRiJourU "®0
St.
Louis
gegenseitige
Lebens Berficherungs
Gesellschaft von et. LouiS.
9ST OfH«e SB». 5tS Olive-Straß«. "(tS
8/tti* am 1. Zuli 1871:
Ueber sechs nad eine hatbe Million«
tff Alle neuen Berstchernng« Arten stnb von dieser Ge
sellschaft adoptirt. Ihre Bebingnngea fln? günflig, eU
bleienigtn btr beste« L.denaverfichernng« Gesellschaften in ben
$kr. Staaten. Auch bat bu «Sesellschait
da«
Gesetz »om
Et-uu-M-ffachusett» angenommen, wonach die Poltet» an»
»erfallbar find.
Claude v. Trotha, Agent.
Office im GlobeHotel, MinneapoliS.
WHOLESALE
(in- 9. Liqueor-Geschäst
John C. Oswald,
vrückenstraße, tn Penee^S Opern HauS»
MinneapoliS.
De« verehrten deutschen Publikum »eige ich hiermit an, baf
an bne obigen Platze ein
Vaaro« Liquor nnd
SBeiogtschift,
eröffnet habe. Eine vorzügliche Autwahl ber
bestrectifieirten WhiSkieS, Gin, BrandieS, sowie
alle feinere» Sorten WhiSkieS »c.
ab« ich stet» au Hanb. Ebenso
a E a S
and direkt importirten
Düsseldorfer Genf.
Mein an VLte anb Geschmack all» andern Wertrejfenh
MINNEHAHA BITTERS
»In keiner Hautdalt« »g.
U. 3. «geiget,
Sattler und Verfertiger vo»
Pferde-Geschirrev
Ht, P«»l, gegenüber Jtttn't S
teinbtoch'
22S23

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