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Minnesota Staats-Zeitung. (Saint Paul, Minn.) 1858-1877, December 26, 1872, Image 11

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Deutsche Wank,
«S
'f. Paul, Minnesota
Geld, Briefe ober Nachrichten liegen vor für
No. 41H Carl Leiber.
No. i8l) Bertbold GiuSbcrg.
No. 447 Martin Leda.
No. 4^7 L. Pleiß.
??!. 49 C. F. Kraust.
No. 494 fiob nn Sutten.
Vi.:. i'Jj dar! Hairer.
Willi«o Brv's. &* Dnnbvr.
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Missouri Staats--Lotterie.
Unier Autcriiat bev Staates mit öffentlichen Zie
hungen in Et.-Lonis.
("icfcr ZickuntiS-Plan mit einzelnen Stummern.
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Nummern.
lllasse M—gezogen den 31. Dezbr. 1872.
•fiSSQ Gewinne im Belaufe v. $300.000
(S-roirtn 3.
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500 Gewinne von $ ,100.
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Pinie $ Üi iü'.be L'vofe 55 SBicrteGeofc S
•«Tsr- Uifere ''rtrerie t't com Staate• flrdjarftrt die 3t*
t-r.'.ge-.t rintrtt »et» ,ur Zeit u«e unter der Sin»
ft-,-: gentr.v'ten liemmiffäre Hat:.
cffizieilt i-jiefcung Tire in den 6t Louis Blättern
i'.r.' :enflicM, ur.: allen Inhabern von Loosen wird eine 6.0»
«UflOJitit.
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irr 4 au-v einM icten
'S!pnar?
im IaNve 1872
r-iT tuijc:i iiuf inifer Risiko mitteilt Post»Office
(im-Crrre. ivten 'Srirfen. Ziedunoen oder Ervreß.
f)Js~ ccn:ct tir.c? lÄircn'ars. CTa.n ctrefure:
Murra» Miller &'
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1 (SilrfcnMingen wolle man in "feit Olficc Moneo O
!4 derJ, ode- in r'igi'irincn Brieten machen und bei Beste!
luüjifi ue nacbile foit- und Ervreß Office angebet..
|4i Jfa6~ Man ijüti sich vor Nachfälschungen
|v John Linden, i?
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Bmcrifautiti)« Misccllen.
Kaum ist ter a ci nschwin-
sch winde! vor. Die „California
Staaiszeilunq", weiche an einer Stelle
res Blattes über tie pjefien GeldnabodS
von Sun Francisco heuiehi, treü diesel
ben fem Diamanten-Schwindel ibr Au
ch" und Capilai zur Verfügung stellten,
pufft an einer entern Steile einen Rie
sen-Rubin auf, ter ein achtes Kind ter
Arizona-Wüste und nicht dieselbe „bin
eingesalzen" sein „soll." Er 2'2-£
Karat wiegen und alle P.oben der Aechl
heit bestanden hüben.
Es ist 10 gegen 1 zu weiten, daß, wcnn
jetzt panj unmittelbar nach tem „Pleite"
ter Diamanten Aktien- Gese!l«chafts
„Grüntung" die -bmiptvcrlierer bei der
selben einen „Rubin Akiien Verein"
„gründen", sie auf's Glänzendste reüsfiren
werden.
Ein junger Mann namens Char
lotte von Steubenville, O verschluckte
vor 7 Monaten im Schlafe einen aus 5
Zähnen bestehenden künstlichen Zahnein
tat?, so per, daß derselbe im Schlünde
stecken blieb. Die Aerzte versuchten, das
Dinfi erst in den Magen hinunterzusto
ßen, allein das Manöver gelang schlecht,
und der Patient, dem nur durch künstliche
Einspritzungen Nahrung zug führt wer-
E
befreite ihn eine in Piitn:urg glücklich
ausgeführte Herausnadmc des verschluck
ten Z?rma!mung6apparaiö von seinen
Leiden.
Amerika bat seine Bertha
Weiß, d. ein Frauenzimmer, welches
das Handwerk ter Langfingern und des
Schwindels in Mannstracht betreibt, in
der Person ter Mary Goldöborough.
Bon vteser Dame giebt der Westbote von
Eolumbus, O. folgende tntereffanie No
tizen
„Mat!) Goldborough, die berüchtigte,
die.noch viele andere Namen führt, ist
wieder aufgetaucht. Mary, die jetzt 25
Jahre zählt, kam vor 9 Jahren von Cir
cleville nach Columbus, nnd fiel hier bald
in Folge mehrerer Diebereien in dieHän
de der Polizei. Einmal war sie in der
Nähe des Marklhauses als Barkeeper
beschäftigt, später als Treiber an der
Straßeneisenbahn. Jedesmal wenn man
wr Geschlecht entdeckte, ging sie los.
Seitdem sie Columbus verließ, war sie
als Treiber am Canal, in Cincnnati als
Auswärter in einem Saiovn, dann als
zweiter Clerk auf einem Dampiboot be
schäftigt, welchen Posten sie aber wegen
Trunkenheit verlor.
Die männliche Kleidung i§t ibr so
gut, daß man nur mit Müle das Weib
berausfennt. Mit den Äieireni bat sie
siu) auf!) alle Rohheiten und Laster des
itiilimmsteu Tdeils des männlichen Ge
fchlechtö angewöhnt. Sie kaut Taback,
raucht, trinkt, schwort wie ein Fudrknecht.
legt die schwerbestiefel.'en Beine auf den
Tisch, kurz beträgt sich gerade wie ein
rechter Raufbold. Von dem „Ewigweib
lichen" ist bei ihr keine Spur."
In Philadelphia wird Hr. G. F.
r, der bekannte Professor der tcut^
schen. Sprache, seit einem Spaziergang,
den er am Abeiu des Sonntag vor acht
Tagen unternahm, vermißt: DerMayor
von Philadelphia hat eine Belohnung
von $'1000 für Ermittelung der Spur
des Verschwundenen ausgesetzt.
I S a a a a
sieh ein Teutscher namens I. g,
den Schwindler um seine Habe betrogen
und der dadurch dem Jrsir.it verfallen
war, vor, „den ersten schlechten Kerl zu
erschießen, dessen er habhaft werden kön
ne." Er stellte sich deshalb av. dem Hause
eines wohlhabenden und geachteten Deut
schen namens Claus Clerk in den
Hinterhalt, und streckte denselben, als er
heimkehrte durch einen Büchsenschuß todt
nieder. Clerk haltendem Mörder keinen
andern Beweis von seiner „Schlechtig
feit" geliefert, als daß er ihm einmal
Kredit verweigert. Auf Grund seines
notorischen Wahnsinns wurde Hurling
freigesprochen.
„Drunkeness at the Bottom of it."
Der Amerikaner hat die große Schwä
che, als erste Ursache aller Verbrechen und
Unglücksfälle stets nur den „Suff" anzu
nehmen.
„Drunkenness at the Bottom of it,"
das ist der Schluß, mit dem die telegra
pdischen Berichterstatter jeden Rapport
einer Um bat oder einer Katastrophe schlie
ßen, wenn es nur irgend gebt. In ganz
großartiger Weise wai diese amerikanische
Eigentümlichkeit in Chicago zum Durch
b^uch gekommen. Als dort unlänaft
Mord- und Gräuellhaten in Schrecken
erregender Weise überhand nahmen, war
Meister Jankee schnell bei der Hand, er
klärte „Drunkenness at the bottorn of
all of it" und erkannte in einer strengen
Durchführung des Verbots gegen Offen
halten der Wirtschaften am Sonntag
das einzige Heilmittel. Nun ward die
Polizei plötzlich in einDetektiv-Corps gegen
tie Wirthe und das Polizeigericht in ein
Tribunal zur Abürtelung der aufgespür
ten rbrechensquellen verwandelt, und
alle andern öffentlichen Gebrechen sich
selbst überlassen.
Unter Andern, die hiergegen prote'tt'r
ten, war auch der in so trauriger Weise
verunglückte Fritz An necke, welcher
erst unlängst als Agent.der deutschen Ge
sellschaft in öffentlichen Eingaben darauf
hingewiesen, daß die Polizei ihre auf die
Bewachung der Saloons verschwendete
Zeit viel vorteilhafter zum Zweck der
Verhütung von Verbrechen verwenden
könne, wenn sie die Emigrantenschwindler
auf Korn nehme, welche, wie ebenso
viele Stoßvögel die durch Chicago passi
renken Einwanderer rupften. Natürlich
W a
Verbrechen nicht „Drunkenness at the
bottorn" nachweisen ließ, unberücksich
tigt.
Als aber Fritz A eck in der von
uns berichteten Weise seinen Tov fand,
ta feierte das unvermeidliche „Drunken#
ness at tne bottorn of it" einen Tri
umph und war um sö rascher bei der
Hand, als Fritz Annecke ein Deutscher
war, und als solcher nach amerikanischer
Anschauung ri durch Trunkenheit
verunglücken konnte. Uns Deutschen
wollen's nämlich die Amerikaner machen,
wie wir's dem „S ch ste n"
machen.
„Und wenn im Dorf die Ubr nicht geht.
Und wenn ter Ze:'g?r stille steht.
Dann heiß'tS, cd lr.vß befoffm sein
Das arme Doisschnlmeisterlein."
Kann überhaupt kein Unglück in der
Welt geschehen, als in Folge von Trun
kenheit. wie kann denn gar einem Deut
schen ein Unglück begegnen, außer weil er
betrunken war? Mithin mußte Fritz
Annecke, als er in den Keller fiel, betrun
ken gewesen sein, und sein Tod war die
gerechte Strafe für seine Bekrittelung
der Razzia gegen die Sonntagsschen
ken.
In diesem Sinne mußte sich, ohne
Zweifel auf höhere Inspiration des
Mayor Wedill vonChicago, diegesammte
dortige amerikanische Presse über die Ur
fache des verhängnisvollen Sturzes we
nigstens andeutungsweise aussprechen.
Nun aber hat die Coronersuntersuchung
gefunden, daß die Passage an der Stelle,
wo das Unglück sich ereignete, auf das
Schancbarste einer absichtlich angelegten
Falle glich, in weldne selbst, der Nüchtern
ste bei der zur Zeit stattfindenden Beleuch
tung fallen te.
Eine genaue Untersuchung aller dem
Unglück vorhergegangenen Umstände hat
ferner bewiesen, daß An necke in dem ver
hangnißvollen Moiln-n: nicht betrunken
fem konnte, „and tlvre was no drun
ken ness at the botiom of it". Es wür
de dieses Unterfuu-migorcuiltat den Be
hörden Chicagos tun so unangenehmer
fein, we.nn die Beziehungen des Herrn
Annecke zu seiner, Familie derselben die
Anstrengung eines Enlschävigungspro
zesses gestatten würden. In diesem Falle
würde der Herr Mayor doch wohl einse
hen, daß es nicht wohl gtthan war, von
dem Vollzug nur einer Stadtverordnung,
welche angeblich das öffentliche Wohl zum
Zweck,hatdieBeseitigung alles Unglücks
zu erwarten, und andere offenbar und in
Aller Augen beilsame Bestimmungen zum
Schutz des Lebens und Woblergetz«us der
Bürger unberücksichtigt zu lassen.
In Cincinnati sind in den letzten
vier Wochen 571 Pferds an ter Grippe
gestorben.
Der verduftete Bankier W s
1 von der bankrotten skandinavischen
Bank „schwelgt in Italiens Gefilden mit
dem Gelte der Gkimmen."
E a 11. In Chicago
ist vor dem Gericht erste Prcbefall
von Übertretung tes neuen Jllinoiser
Tempe:en gese.?eö gewesen, und der An
geklagte ist frei au5.v'gangen, weil sich die
Jury nicht einigen konnte.
Der Wirtb Chas. er war an
a a a a a
nen Gewohnheitssöne!,Schnapps verkauft
zu haben, aber nur fünf der zwölf Ge
schworenen warer. für „Schuleig."
Dieses scheint uns denn doch die Rück
sich: auf die Geschäftsfreiheit ein wenig
weit getrieben. Denn das Verkaufen
von Spirituosen an Saurer und Kinder
ist und bleibt eine gemc:nschäcliche Hand
lung.
I a
der Ecke der Hamburg und Jcfferson
Straße im Bau begriffene römisch katho
lische Kirche vom Wind umgeworfen wor
den.
A I A a
tionen zur Aufnahme in eine Lebensver
sicherungs-Gesellschaft kommt unter an
dern Fragen auch diese vor? „Alter des
Vaters, wenn lebend (Ige of father,
if living „Alter d.r Mutter, wenn le
bend?" Ein Mann, ter eine Applikation
auszufüllen hatte, stellte feines Vaters
Alter, wenn lebend, auf 120 und das
ter Mutter auf 102 Jahre. Der Agent
machte große Augen und glaubte für sei
ne Companie einen guten Fischfang ge
macht zu haben allttn zuletzt wurde es
ihm doch ..zweifelig" zu Muthe und er
bemerkte, daß der neu Beschert? zu ei
ner langlebigen Familie gehören müsse.
..O l" rief der Applikant. „feben Sie,
meine (Eltern sind schon lange todt aber
wenn sie lebten würden sie das bezeichnete
Alter erreicht haben." „O ich febe," sagte
ter Ag?nt und packte ein. (W.
Der unternehmende Buchhändler
Steiger inNero Jork hat einen „Fest Ca
talcg" versanrt. in welchem die bei ihm
vo?rathigen Werke aus dem Gebiete der
deutschen Literatur (mit Ausnahme fach
wissenschaftlicher Werke, für die er beson
dere Cataloge herausgibt), zusammenge
stellt sind. Die Steiger'schen Cataloge
sind stets auss Beste geordnet und bieten
eine vorzügliche Auswahl. Auch die
neuesten Erscheinungen sind in ihnen be
rücksichtigt, da Steiger solche sofort nach
ihrem erscheinen in Europa erhält. Sie
haben also eine« wirklichen bibliographi
schen Werth. Die zu Festgeschenken ge
eigneten Bücher und Prachtwerke sind ge
schmackooll gebunden. Auch einen Ca
talog.dcutscher Bilderbucher und Jugend
schriften, nach Altersstufen geordnet, hat
Herr Steiger soeben versandt. Derselbe
enthält Jugendschriften für das Alter
von drei bis acht Jahren, für das Alter
von acht bis eilf, und von eilf bis fünf
zehn Jahren, ferner Bücher für die reifere
weibliche Jugend, Bildeibücher vhneTert,
Spiele?c.
JnEast Newark. N. I.,
verschluckte
ein Mann, Namens Charles Bickel, vor
einigenWochen mehrere seiner eingesetzten
Zähne, sammt der Platte. Große Ge
fahr war seither vorhanden, der Unfall
werde einen tödtlichen Ausgang haben,
und es lag sogar derPlan vor, eine aller
Vings höchst gefährliche Operation vorzu
{nehmen'. Wider alles Erwarten der
Aerzte, die sich für den Fall sehr interes
sirten, entfernten sich Zähne und Platte
unlängst auf ganz natürliche Weise.
Bickel befindet sich jetzt wieder vollständig
wohl.
Knochenreste von vorweltlichen
Riesenthierm werden inOhio noch immer
gesunden. Neulich fand man auf einer
Farm in Madison Co. den tteberrest des
Fangzahnes, eines solchen Thieves. Der
Knochen mißt 3 Fuß und wiegt 15j
Pfund. Auf der virginiscken Seite, dem
Städtchen Athalia, Lawrence Co., gegen
über, sind ebenfalls solche Knocken an
das Tageslicht gebracht, die Tausende
von Jahren dort begraben gewesen sein
müssen.
—'Wenn die Hähne krähen, machen
sie die Augen zu und hören und sehen
dann von der Welt nichts. Ebenso
ging's unsern quasi^pseudo-bogus „Libe
ralen" (???J „Edithoren." Je lauter sie
krähen, desto weniger sahen sie und je
weniger sie jähen, desto lauter krähten
sie.
Und hätten sie'S können-erkrähen.
War alles ganz anderS^geschchcn.
Die statistischen Berichte der Re
gierung geben folgende Daten über die
Zahl der wahrend des letzten Jahrs in
den Gefängnissen sämmtlicher Staaten
sitzenden Verbrecher und der in den
Armenhäusern befindlichen Armen:
Eingeborene Weiße 16,117, oder 1 auf 744.
Eingeborene Neqer 8056, oder 1 auf 6U6.
Fremdgebvrene 8728, oder 1 aus 6^7.
A
Eingeborene Weiße 44,535 oder 1 953.
Eingeborene Neger 940U, oder 1 auf 520.
Hremdgeborene 22,798, oder 1 aus 244.
Eine Anzahl Büffel-Jager von
Denver. Colorado, erlegten im Zeitraum
von einer Woche 10U0 Büffel, deren
Felle sie für $3 das Stück verkauften.
Auf einigen Stellen derPrairie sollen die
Cadaver der Thicre zu Hunderten aufge
häuft liegen. „Wäre es nicht an der
Zeil, daß ein Gesetz gegen dies unver
nünftige Gemetzel der Büffel erlassen
würde?" So fragt mit Recht das „Co
orado Journal."
Wohltbätige Leute in Boston
haben daselbst in allen dichtbevölkerten
von den Arbeiterklassen bewohnten und
besuchten Stadllheilen Kaffeehäuser er
richtet. in denen nur die Betriebskosten
und kein Gewinn auf die verabreichten
Speisen geschlagen werden. Für zebn
Cents erhalt ein Gast eine große Tasse
Kaffee, ein Stück Schinken oder Pökel-,
fleisch und so viel Brod als er essen
mag.
In Milwaukee soll eine neue
deutsch-katholische Wochenzeitung gegrün
det werten, die den Namen „Columbia"
führen soll. Dieselbe wird auf Aknen
herausgegeben und es sind angeblich dazu
schon 170 Aktien gezeichnet.
Deutsches
Photographisches Atelier
Uiisel & MKeisel»,
174. Dritt- Straße, tut. Panl.
rtf^ern verehrten tc ttf*en
-PuMifiiir»ur5IrflC!tu
11 crsrid'iutc ttc SOitbRff'id'C
Vallety mit allen ^r.i'ttvmcn
ttn und N'inr:*tunf,en gcluuft
haben, und vermittelst unf:rcr
longidhriKen (irfabriing im
Stande sind, die besteLrdntzu
?!lle ynftditfn YJiinrt-
sota's in lederGtöße tusfvUu
fcn.
Aufnahm«» von Rcstdenv
J&r,'Äruvven im Freien tc. it. auf
Bet euung gemacht.
Germania
Levens Versicherungs-Ge
sellschast.
29S SS 293, Broadway, New P,?r?
iacitnl .. $3,50*3,00
jährliche SittnaBmc 1,WH),(X)0
Todesfälle wurden bis ießt gezahlt über 1,300,000
Policen auf ein einzelne« 8eben werde» für irgend «im
Stimmt von $1000 bis $140,000 ausgestellt.
Da« Vermögen der Gesellschaft ist Saar.
Prämien sind aa zu zahlen. Bll-e hellet» Verden
a bezahlt.
Willius Bro. 8t Dunbar,
Stull d) Sank,
Agentur für St. Paul, Minnesota.
Gottfried Siegentbalei
©«ntfsSee Rechj^sNwalt «vd
O ff ic r: Pdör.ir Sloc!. zunächß berBrüdi.
S a
$rattlclrt in den Staats Set. Staat«,. und vanke
cott-Gerichter. Uauitirt Sermegen-irb- und Äor
mundsÄasts'Anfvrüche in allen Tbeile» üuropet
»rvirkt von der Regierung die Vemhlunk von Boun:
,nd Penüonen an *~MN-ti oder tertf
lollection die AuZfertigung von allerlei Nechli
-'äritten, alle anttren itt feinem Fad) einschlagen
»en Arbeiten und (Sefchaften. ent
Das älteste deutsche Gasthaus der S.'act.
S a a
Fort Str., neben der 3ten
St. Panl, Minneseta.
It mache de« Publikum hiermit die ergebene Anzeige, daß
ich da» früher von Hrn. Zulius Groß pebal ene St. Paul
Haus käuflich übernommen un? mir r» „eis zur Aufgabe ma
chen totrbe, ten Gasten, die niich mit ihren Besuche teehren
alle Bequemlichkeiten zu b,et»n. An die alten Freunde und
Kunden des Herrn Groß die befondereBitte, auch mich mit iv
remBtf-lche zu beehren. DieBehandlung mfrd juiriedenst?llend
ttn. Um geneigten Zufpruch Bittet
Chas. Fader.
Freier Lunch jeden Morgen.
Louis Kodimann,
est
Bau »(Sotitrocior.
fe .iti, No.2S SrHasge @traS«,|»ift« 4 c.7.
St. Paul, wut Minnesota.
£t. Paul
£tmte Conpin).
Capital $125,000. incorporirt 1871.
Dampfg»pg und Hohelmüblen Anoka, Minnesota.
licht Leferungssal»gkeit iS'.UMi siuß
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Tag»
Office und Holzhos, Ecke der 5. und Minnesota
Straße.
«S-t. pnul, Minn.
Reu Ausgemacht!
Deim. Srdroeüer
No. 53 West Sechste Straße, St. Paul,
zeigt seinen Freunden und tem Publikitm ergebenft an, daß er
am alt?n '?la»e e-n neues Gebäude aufgeführt me d,'selbst
eine» prächtigen Su'rrati) von
um Verkauf ausgestellt greife billig und Waareu g»t
Wm. Geisenheyner
No. 347 Dritte Straße
vipt feinen geehrten Freunden und dem Publikum ergebv's! all
d^ß er jotden eine e.Uc Auswahl voa
S'nMI
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plrljultrs AMl
Winter SSaaren
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Fertigung von Herrn-Kleidern bekommen hat «nd ladet
SlSe-eitt bei ihm vorzusprechen. üüoet
r.icke.
No. 250 Dritte Straße, St. P^tul.
tu-t soeben eine neu« Sendung der feinste»
S"
IU Mssre«
erbültcn. die (le den Damen Et. Pauls zu den billigste» $
rei
fer. anciitft.
euer Salami
John Schäfer,
Ecke der Fort, Ann und Goodhne Strtße.
Die feinste«
Weine,
Liquöre,
Bier nnd
Gigarren»
(i'm suxerlirr
wird jeden Morgen scivir!. 12od 3ar
Dr. Mehler.
No.376, Dritte Straße, St. Paul, Minn
(Offtrc Stunden ittnriicne von 9—1 Nhr
und Abends von 6—8 Itljr.
Dr. OTtM'r. früher in der preuß. Armee feit 1 !8 in Ame
nterik», tmrfiüblt sich zu Bedundlung allei Tdronifchen Krank
betten, als Lungen- und H'-rzlei'c.n, Leder., M^geu-und
iUttTOi«firink»ritea .^ämorrvo dal Leid»». Rdeumatismus,
Gicht unr
,ilchcime
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Mr.intbeitcn u. f. w. 9»Z2iahrig»Pra»
5 gefamrrelf.- ^rtatining tttabigt ten octor auch in den
nui.t Nrtnuvfigitcn Raiten ganrtt^e Rejultaie erzielt».
Deutsche Mpotdeke^
vou
Dr. W.H. Miller,
No. 368^rrittc Str., St. Paul.
Untmddinctrrfifrtdti* verehrte?.idlikumin fltntttnff, bf«
3tin t=t
co
in feiner Office die Ztnpfuug mU frische»^
(Uttben Stoff vornimmt,
luvtet»™ dat er triscken Warten-, 8res» nnt ©la^t
Dum trOaltrn. r? r. Wille?.
.ttscher Lagerbier-Salosn
von GotTfried Glbe!»
3te Straße, gegenüber der Jrvine HaLe
DerUntcrzcichnete vcrfdKNt: ftete vom besten Lagerdie»
otlcr» ia St. Psu! zu heben ift und hält seinen velvo»
ziit allem Sonstigen put terfehen was de» Wüufch der
eerthtr. Ääste angenehm sein kann.
tre @ottfrieb ®!bel.
Anton Röhl,
93aufä)rciner
Bau Ccnlractor,
No. 13, Norris St. nahe Canada.
St. Paul, SQNött.
Couüitorri
und
Restauration
Conrad Schmidt
No 242 Dritte Straße.
Die einflen Tonseete und delikatestenZrüchtc
rgt
stets
e*. 2lllf Bestellungen werden auf's
vorräthiz
prompteste
S a
Reinhard Stieftf,
Wafii ngton Etra§c, St. Paul.
Feme ?i:uöe? und gute Weine, aromatische Cigarren und
die famosesten kalten Speisen findet ter geehrte Belucher stet«
bei Reinhardt Stiefel.
Holiest John
No. 107, Jachon Straße.
it jetzt ohdet der alleinig: Besiker seines frühereal
Saloonu.Reftauratioo
fcrvirt nach wie vor leben Morgen ereelleste»
a
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Deutföe Buchhandlung.
G. HöRiger'K
veutsche Buchhandlung und Zeittmgs
Ageniur.
Wtr?»de» stete »orrettig alle (Sut'angen devtsche
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»of ?te Straß» Obere
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105 Dritte Straße
St. Paul, Mi««»
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Warmer Lunch täglich 'v» 11—2Ube.
Druckarbeiten jedweder Art.

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