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Minnesota Staats-Zeitung. (Saint Paul, Minn.) 1858-1877, December 26, 1872, Image 3

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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Holle setzte hastig seine Mütze auf das
Haupt.
Sie sorgen väterlich für Ihre
Nichte.
Das versteht sich, mein lieber
Herr.
Ich befand mich in einem ähnlichen
Falle Nach dem Willen meines
verstorbenen Vaters sollte ich ein Mäd
eben heirathen, das zwar schön, jung, ge
bildet und geistreich war ich empfand
aber nicht die geringste Neigung für die
kokette Dame, obgleich in materieller Be
Ziehung eine Ehe zwischen uns nichts zu
wünschen übrig ließ
Dcr Nendant hatte sich erhoben.
Ach, rief er, ich weiß, was Sie sa
gen wollen!
Der leidige Mammon allein darf,
nicht maßgebend sein. Conventiiyts^Hei
ratben fallen in der Regel schlecht aus.
Recht, ganz recht! Kuppeleien
sind mir verhaßt wie die Sünde! Ich
bin ganz Ihrer Meinung: dasHerz muß
auch ein Wort mitreden.
Die Dame, die man mir bestimmt
hatte, ist seit einigen Iahren mit einem
Krösus verheirathet
G'ld ist zu Geld gekommen.
Aber wie sieht es mit dem Glück
der Ehe aus!
Windig, sehr windig, kann es mir
denken.
Die Frau bewährt sich ganz so, wie
ich cd vermuthet hatte sie peinigt den
Mann durch Stolz und Herrschsucht und
lebt, wie sie es für gut befindet. Der
Geu'.ahl hat sich anfangs gefügt
lind nun ist der Teufel los, kann
mtr'v denken! rief lachend der Ren
daiu.
Ich danke Gott, daß ich mich durch
ein großes Vermögen nicht habe blenden
lassen.
Der Wirth setztesich vertraulich an der
Seite des Gastes nieder.
Sehen Sie, Herr Portmann, da
mache ich es anders! Mar Richter, so
beißt nämlich mein Protege, ist der Sohn
eines alten Freundes, der vor einigen
Iaoren heimgegangen. Mar, seit der
Zeit ohne Eltern, ist Oekonomie-Verwal
tcr auf einem benachbarten Rittergute
Er kommt heute noch, Sie sollen ihn
sehen Vermögen besitzt er nicht,
aber er ist ein hübscher Junge, rechtlich
und brav, arbeitet von Morgens früh bis
Abends spat, und weiß sich in alle Ver
hältnisse zu schicken. Der ist für die
Wirtbschast tut Grünen Jäger wie ge
schaffen, und wenn Elisabeth seilte Frau
ist, weiß ich mein Eigenlhum in gu
rat Händen aber auch Elisabeth ist ge
borgen, denn der Vater wild ihr so gut
Tute niä'lö hinterlassen.
Nim fragt es sich, ob Ihre
Vach
r, sie hat den Mar immer gern
gehabt.
Aber r,ntr sie ihm aus Neigung
die Hano vcivbru
Dao iveite ich durch Fräulein von
Hainsdorf tr^.hrcn.
Recht so. zwingen Sie das liebe
Kind ntdt, eS ist nicht wohl gelhan.
HvKe flüsterte:
Das Projekt ist erst vorigen Win
ker in mir zur Reise gekommen, und da
das Fräulein mit Elisabeth innig be
stundet ist, wird sie mir schon den Ge
fallen erzeigen Sie verstehen mich,
Herr Portmann Die ganze Geschichte
ist noch Geheimnis Das Fräulein
kann auch den Schulmeister bearbeiten,
wenn es nöthig werden sollte. Während
deS Sommers muß Alles in Nichtigkeit
kommen Im nächsten Jahre setze
ich mich zur Ruhe, wenn mir Gott das
Leben schenkt, und freue mich des Glückes
meiner Kinder. Auf diese Weise ist auch
tue Aussöhnung mit dem Schwager mög
lich. Ich habe Ihnen dies mitgetheilt,
weil Sie mir Vertrauen einflößen
Sehen Sie, ich habe es gern, wenn ich
hier und dort einmal fragen kann: Was
meinen Sie? Wie gefällt das und das
Ihnen? Täusche ich mich, oder habe ich
Recht? An die Bauern mag ich mich
nicht wenden, die verstehen mich nicht.
Die Leute aus der Stadt kennen das Le
den und wissen die Verhältnisse zu be
urtheilen. Sie bleiben also einige Wo
chen hier?
Vielleicht den ganzen Sommer!
rief Friedrich. Ich erkenne schon, daß es
mir bei Ihnen gefallen wird.
Dafür sorge ich. Nun bitte
ich Sic um eine Gefälligkeit, Herr Port
mann.
Bestimmen Sie.
Wäbrenv sich das Fräulein mit
Elisabeth beschäftigt
Soll ich den Mar auf das Rohr
nehmen
Ja!
Machen Sie mich mit dem jungen
Manne bekannt.
Ich hoffe, daß dies gegen Abend
geschehen kann.
Gut.
Sonntags in der Regel kommt
Mar und bleibt Abends hier. Das
Fräulein kennt ihn schon. Also mit
Ihnen hätte ich Rücksprache genom
«tert
Ich durchschaue schon alle Verhält
nisse.
Das dachte ich mir, Herr Port
mann.
Nun «enden Sie sich auch an das
.Fräulein.
Heute noch, heute noch!
Was an mir ist, werde ich thun,
um Gutes zu bewirken.
Davon bin ich überzeugt.
Aber ich rathe Ihttenjtoch einmal,
Herr Rendant, verfahren tote vorsichtig
Elisabeth scheint mir ein sinni-
gts, verständiges Mädchen zu sein, das
nicht rauh angegriffen werden darf.
Wohl wahr aber man muß ihr
doch die Sache plausibel machen.
Die Ankunft einer Post unterbrach das
Gespräch.
Wiederum hatte Friedrich Stoff zum
Rachdenken erhalten.
.f
t-
Wie seltsam! murmelte er, schmerz
lich lächelnd, vor sich hin. Ich soll zur
Verhejrathung Elisabeth's beitragen Hel
sen, des reizenden Mädchens, dem sich
meine Sympathien in so hohem Grad?
zugewendet haben. Wahrlich, ich werde
ein schlechter Freiwerber sein. Finde ich,
daß Mar für Elisabeth nicht paßt, so
kündige ich dem gutmüthigen Rendanten
meine Mitwirkung auf. Also auch in
diesen ländlichen Kreisen versucht man es,
Menschen aneinander zu schmieden! Es
ist auf dem Lande wie in der Stadt
der Egoismus regiert überall. Ich
möchte den zähen Schulmeister wohl ken
nen lernen, der seinem Schwager nicht
nachgeben will. Eine geringfügige Fa
milienstreitigkeit wird sie trennen, die
durch einen verständigen Mann sich ohne
Zweifel beseitigen läßt. Wir werden ja
sehen ich habe Zeit nndMuße, mich
mit solchen Dingen zu befassen.
Die Post brachte drei junge Männer,
lustige Gsellen,Hie Zimmer für dieNacht
verlangten.
Friedrich nahm Hut und Stock und
wanderte hinab in das Thal. Gegen
Abend kam er müde wieder zurück, er
hatte manchen schönen Punkt gefunden,
der ihm häufiger Besuche Werth erschien.
Als er aus seinem Schlafkabinet in «den
Garten hinabsah, bemerkte er Agathen
und Elisabeth, die Arm in Arm lustwan
delten. Beide waren schön, aber jede die
ser Schönheiten trug einen anderen Eha
rakter. Elisabeth glich einem Veilchen,
das bescheiden neben der Rose duftet.
Ihre Formen waren zarter als die Aga
thens, aber auch graziöser und eleganter.
Friedlich, obgleich ein Städter, entschied
sich für das Veilchen.
Wem wird Elisabeth zufallen?
fragte er sich träumerisch. Wird der
Mann, dem sie ihre Hand reicht, ihren
Werth zu schätzen wissen? Da spreche
ich schon von Werth, und kenne sie noch
nickt näher! Es ist ja möglich, daß in
diesem schönen Körper eine häßliche Seele
wohnt! Auch das Auge trügt «st, die
ser Spiegel der Seele ich werde
forschen, ehe ich mein Urtheil fest
stelle.
Beim Abendessen, das in dem Zelte
eingenommen ward, traf er Agathen und
Elisabeth. Das Fräulein war jehr hei
ter und sprach viel und gut Elisabeth
börte meiste»ibeils zu, sie schien an ter
Unterhaltung Gefallen zu finden. Ihr
Lächeln war geradezu zauberisch. Sie
sprach nicht viel, aber wenn sie sprach,
drückte sie einen Gedanken aus, der ihrem
gesunden Urtheilü alle Ehr? machte. Man
erriech cs wohl, daß ein Kummer ihrHerz
bedrückte ihre Heiterkeit glich einem
Sonnenstrahle, der von einer leichten
Wolke gedämpft wird. Noch saßen die
Gäste bei Tische, als ein Reiter unten an
der Treppe hielt.
Mar Richter kommt noch rief der
Rendant.
Friedrich beobachtete verstohlen Elisa
beth es ging keine Veränderung in ih
vcn Zügen vor, sie blieb so gleichgültig,
als ob rev Name eines wildsremdenMen
schen genannt wäre.
Wer ist dieser Herr Marfragte
Agathe.
Der Witth antwortete sichtlich er
freut:
Mar ist der Sohn einer meiner
besten Frennde, ein prächtiger Kerl, ein
tüchtiger Oekonom! Ich habe ihn lieb
wie mein eigenes Kind Außerdem
ist es auch mein Pathe! Willkommen,
Mar!
Der Oekonom trat in das Zelt.
Er war ein kräftig gebauter,rothwangi
ger junger Mann von drei- bis vierund
zwanzig Iahren sein bartloses Gesicht
trug den Stempel der Gutherzigkeit und
Freundlichkeit. Das lichtblonde Haar,
kurz geschnitten, glänzte unter einer Fülle
von Pomade. Seine Toilette war die
eines ächten Oekonomit-Verwalters sie
war weder elegant noch geschmackvoll,
aber praktisch.
Mar legte Reitgerte und Hut auf
den nächsten Tisch, dann reichte er
beide derbe tpände, die mit weißen
Lederhandschuhen bekleidet waren, dem
Wirthe.
Guten Abend. Hcrr Rendant!
Diesen Gruß hatte-er mit heiserer,, fast
tonloser Stimme gesprochen.
Herr Holle stellte ihn der Gesellschaft
»er.
Agathe zischelte Elisabeth ihre Bemer
kungen zu über die plumpe Verneigung
des Verwalters, dessen Gesicht noch röther
geworden
war, als er die Tochter des
Schulmeisters gesehen hatte. Elisabeth
reichte ihm gutmüthig die Hand. Dies
ermuthigte thit zu der Frage:
Wie geht es Ihnen, Elisabeth
Gut. recht gut!
Das freut mich.
Und Ihnen, Mar
Danke für gütige Nachfrage
auch gut, recht gut. Viel Arbeit bei der
großen Hitze. Das Korn steht ausge
zeichnet, werden eine gute Ernte haben,
wenn kein Hagelschlag kommt.
Nach dieser kurzen Unterhaltung setzte
sich der Verwalter an den Tisch und trug
dem Kellner auf, eine Flasche Wein zu
holen. Georg sprang dienstfertig da
von.
Friedrich mußte lächeln, als er des
Heirathsplans gedachte. Daß Mar
ohne Schwierigkeit darauf eingehen
würde, ließ sich nicht bezweifeln nach
seinem Benehmen zu urtheilen, mußte er
das Mädchen schon lieb haben. Brav
und ehrlich mochte der Verwalter sein,
aber er war doch kein Mann für die zarte,
sinnige Elisabeth. Diese Wahl bewies,
daß Herr Holle ein gutmüthiger und zu
gleich urtheilsloser Mann war.
Plötzlich brach Elisabeth auf.* Agathe
begleitete sie und kam nach einer Viertel
stunde zurück. Sie ging vorüber, grüßte
vornehm, und suchte ihr Zimmer auf.
Friedrich unterhielt sich noch eineZeitlang
mit dem Verwalter, dann ging er und
nahm die Ueberzeugung mit sich, daß der
Rendant schlecht gewählt habe.
ttMfc/iuT a ih ,nf ni
1
2.
W a a
Die Dorfuhr hatte längst Neun ge
schlagen und das Abendroth hatte einer
milden Dämmerung die Herrschaft ein
geräumt, als Agathe aus dem Hause in
den Garten schlüpfte. Unter dem Zelte
saßen noch einige späte Gäste und die
Domestiken waren in der Küche beschäf
tigt es hatte Niemand die Dame ge
wahrt, die einen langen fchwarzenMantel
und eitten Schleier trug, der Kopf und
Gesicht einhüllte. Wie ein Schatten
huscht' sie durch die Wege, die, vonBän
nie» überragt, dunkel waren. Sie mußte
mit der Oertlichkeit genau bekannt sein,
es vcrrieth dies die Sicherheit, mit der sie
die einzelnen Pfade wählte. Bald stand
sie an einer Thür, die sich in berghohen
Wetßfrenthede befand. Mit dem Schlüs
sel, den sie ans der Tasche geholt, öffnete
sie. DerRiegel wich knarrend zurück und
die alte Holzthür kreischte in thrrn verro
steten Angeln.
Es ist Alles wie im Jahre zuvor!
dachte Agathe. Der Weg zur Felswand
wird wenig betreten, er kommt den Leuten
wohl zu gefährlich vor.
Sie schloß die Thür.
Es ist besser, flüsterte sie man
braucht nicht zu wissen, daß sich Jemand
aus diesem Wege entfernt hat.
(Fortsetzung folgt.)
Rush City und Umgegend.
Letzte Woche wagten wir trotz Kälte
und alledem unv alledem einen kleinen
Ausflug nach Rull) Eiiy und Umgegend,
aß a a
sahen uns vollkommen für die Reise ent
schädigte.
Ruft) City, vor drei Jahren wurde das
eiste Haus gebaut, ist letzt ein blühendes
kleines Städtchen mit.wohl einem halben
Dutzend Stores, mehreren guten Hotels
unter denen sich das deutsche St. Paul
Haus gehalten von Herrn N. Sausen
auszeichnet. Herr Sausen ist ein sehr
zuvorkommender Wirth und versteht es
den Gästen den Aufenthalt angenehm zu
machen.
Die Deutschen sind in der Umgegend
ziemlich stark vertreten und da darf es
denn nicht Wunder nehmen, wenn wir in
Rush Eiiy ein Ur-demsches Institut sitt=
Den,
nämlich eine Brauerei deren Gebräu
dem besten St. Pauler ebenbürtig an die
Seite treten kann. Hrn. Gustav Vietor
ist Eigenthümer dieses volkstbümlicbcn
Instituts und ihm gebührt die Ehre das
beste Gebräu an der Supcrior Read zu
brauen. Uebcrbaupt ist in dem ganzen
Städtchen reges Leben und Treiben und
zwar kein hohles, denn dahinter steht
die schönste Farmlanvschast des Staates,
und ein Holzstand der einem bei einer
Temperatur von 20 unter Null wahrlich
mobil(utend anlächelt.
Vier Milen von Nn'b City ist Ritsb
M'v, derselbe ist etwa 8 Mal it 'ang und
durchschnittlich 1} Meilen breit. Aus
beiden Seiten mit o:m schwerüen MapU.
Weißrichen, Ulmen und auf einer Seite
Tannen-Holz bestanden. Auf drei Sei
teil und auf Meilen weit landeinwärts
sind nur deutsche Ansiedler zu finden und
alle werden wohlhabend. Wir schlugen
unser Hauptquartier bei unseren alten
Freunden, dcn Herren Joachim Jarchow
und Kröger, auf. Von da machten wir
in Begleitung einiger Freunte ei tenAus
flug in die Umgegend.
Wir k»men mit der Ueberzeugung
heim, daß nur wenige Gegenden des
Staates dem deutschen Ansiedler so rei
chen Lohn für seine Arbeit bieten, als
dieses die Umgegend von Rush City thut,
und die gemächliche Gesellschaft, die wir
am Abende in den Wohnungen dcr
Obengenannten trafen, entschädigte völlig
für alle Strapatzen des Tageö.
Deutsche, die sich in Minnesota ansie
dein wollen, werden es nickt bereuen, diese
Gegend zu besuchen, ehe sie ihre Wahl
treffen.
I W
Ihr schon im „neuen S e", ge
ehrter Leser, freundliche Leserin? „In
welchem?" fragen Sie. Nun, im Au
a
tit der DIkm Stadt, wenn man von dem
N a a
neue deutsche Handlung, ctabltrt. in dem
schönen, von unserem roerchen Mitbürger
letzten Sommer ausgeführten Brickge
bände.
Bekanntlich ist Herr Paul Faber
in Person drunten auf den Groß
Märkten
gewesen, und daß er an die „rechte
Schmiede" gegangen, das zeigt sein vor
trefflich ausgewähltes Waarenlager an
Familienartikeln aller Art. Welche
a S a W
schön gebrannte Töpferwaaren! Wie
frisch und einladend. die Spezerei
Artikel! Aber, um das Beste zuletzt zu
nennen, ganz besonders gut beschlagen
ist unser und des Publikums Freund in
W a
e.
Faber's Store ist ein „-Christ
markt" für sich, und wer zum schönen
Fest einkaufen will,
Der solgezschlcumgst unser« Rath,
Und komm' uns nicht mit Wenn und Aber,
Auf, auf, zur Weihnachtspromenad'!
Allans, marchons! zu Paulus
Faber!
Münch Bros, und Co. Lumber
Jard Ecke der Wabasha und 5. Straße.
Noch eben zur rechten Zeit einge
troffen bei Giesen u. Roosen, 218 Dritte
Straße: eine brillante Auswahl des
Neuesten in Alabaster-, Wachs- und Por
zellawNippsachen. Diese sind von ihnen
direkt importitt und in keinem andern
Hause eine so gute Auswahl zu so billi
gen Preisen zu finden. 4ml
"G. A. R."
Letzten Freitag, 20. Dez., wurde in der
G, A. R. Halle an der 7ten Straße vom
Acker Posten No. 21 G. A. R. eine kleine
Abendunterhaltung gegeben,bestehend ans
Deklamations- und Gesangs-Vorträgm,
wie folgt:
Lied, „Amerika", gesungen vom Glee
Club.
Schiller's „Schlacht", vorgetragen von
Oberst I. Ham. Davidson.
Sherman's Marsch nach der See, ge
sungen von Captain HawkinS.
„Auf Vorposten", vorgetragen von
Oberst I. Ham. Davidson.
March durch Georgia, gesungen vom
Glee Club.
König Heinrich III., vorgetragen von
Charles Fairchild.
Feldgeschrei der Freiheit, gesungen von
dem Glee Club.
Promenade.
Ersriseyuugen wurden von den Mit
gliedern des Postens den Gästen der
Abendunterhaltung jervirt, und zwar aus
Blech-Tellern und Blech-Scherbcn, zur
Erinnerung an alte Kttegszeiten. Es
wurde gereicht Kaffee, Bisquit, Brod,
Salzfleisch, Schinken und „Pop Com".
a A
gesprochen von Dr. Murphy.
Den Mitgliedern des Acker-Postens
No. 21 G. Ä. R.. gesprochen von Major
Donnely.
Commissariat-Departement des Tages,
gesprochen von Captain H. A. Castle,
Groß-Commandeur der G. A. R. des
Department of Minnesota. Er erinnerte
daran, wie sich die Quartiermeister von
den Rationen der Soldaten mästetcn, die
armen Soldaten aber zusehen mußten.
Ein kleines Tableau arrangirte sich auf
einer ausgebreiteten Decke, wo sich das
Commissariat heiKaffee, Milch und ctitrr
gut gebratenenGans amüsirte unterTheil
nähme einiger Marketenderinnen.
Dann wurde noch „Barbara Fritch"
von Fräulein Murphy vorgetragen, sowie
die Lieder „John Brown's Knapsack"
und „Old Shady", gesungen vom Glee
Club, und zuletzt Tanz bis nach Mitter
nacht.
Dies zeigt, wie sich die alten Kamera
den unserer großen Nordarmee in diesen
kalten Winter-Abenden amüsiren.
Der Erlös dieser kleinen Abendunter
Haltung ist dem Wittwen- und Waisen
Fond einverleibt.
In der Hoffnung, daß noch tncVr
unserer alten deutschen Krieger, welche mt.
uns im Felde standen, sich unserer großen
Gesellschaft, der „Grand Army of che Re
publik", anschließen, um uns in unserer
Unternehmung zum Besten der Wittwen
und Waisen unserer gefallen.cn Kamera
den zu unterstützen, publtzirt das
Obige
E a a a
Stadtraths-Vevhandlnugcn,
a 1 7
Counly Auditor zeigt an, daß die
Eommisstoners einen Rabatt von 5 Pro
zent für alle vor dem 1. Februar '63 ge
machte ©tciu'rzaölifttgen genehmigt.
töittc des Stadtanwalis, ihm für die
^Udtgeschäfte ein btsonder'es Zimmer
anzuweisen, geht an'ö „Board es Pub!.
Works." Chef des Feueldepartemerus
zeigt die durch ihn vorgenommene^ An­
E a a
rtchtcr rapportirt eine Einnahme von
$310 für die ersten 15 Tage des Mo
nats.
Der St. Paul Wa! er-Compam'e wird
mit einem Schuldschein verzinslich zu 12
Piozent per Jahr vom 1. Januar 1872
an ihre Forderung von $3,492 sicherg
gestellt.
.Der ©tattclerk erhält Auftrag,
Zahlungsanweisungen an die zu Ent
schädigungen wegen der Erweiterung
arbeiten an der 3ten Straße Berechtig
ten auszustellen.
Die Rechnuugcomite berichtet, daß das
Poundmastkrs Buchführung ch stim
me, und in derselben das Hinterste zu
forderst sei. Man möge das Amt eines
Poundmaster für unk'esetzt erklären. Al
derman Murray beantragt Aeceptiruug
des Berichts und verläßt gleich darauf
die Versammlung, die inFolge dessen nicht
mehr in beschlußfähiger Stärke ist. Der
Präsident ersucht den Sergeant, den Aus
reißer, der übrigens blos in das Clerk
zimmer spaziert, herbeizuholen. Der
Sergeant geht und kommt wieder ohne
Murlay. Während der Ueberlegung,
was in dieser fatalen Lage zu thun, er
schien der Letztere wieder. Man schrei
tet nun zur Abstimmung über den An
trag, welcher 7 Stimmen erhält, gegen
eine, Murray's, dagegen.
welcher dem Polizeichef einen kleinen Na
senstüber, giebt um ihn aus dem Todes
schlafe zu wecken, aug dem kein Lärm
über das Schandtreiben der Spielhöllen
ihn aufrütteln kann. Der Herr Chef
soll gefragt werden, ob es ihm genehm
sei, seinen Amtseid in Bezug aus die
Durchführung der Stadtverordnungen
gegen die Spielhöllen zu halten. Der
Beschluß wird an Herrn Fischer zurück
verwiesen.
Assessmentveranschlaqungen für Car
roll Straße $11065.60 Jglehart $860
Siebte $1,740 Rondo hölzerne Rinne
$1,^00 College Avenue Gradirung
von der Cedar nach der 3ten $997.08.
Board of P. W. erhalt Anweisung
zum Bau einer Cisterne an Fordes u.
Fort-Straße.
Straßencommissär wird -angewiesen,
den Franklin-Straßen. Abzugskanal zu
säubern, Board of P. W. erhält Auf
trag, Melrose Ave., Allen Straße, La
Font, Dan Buren und Lake Straße von
Rice nach Western Avenue aufzuma
chen Desgleichen, Elfelt Straße von
Minnehaha nach Melrose.. Goultier zwi
scheu Melrose und Minnehaha.
Board of P. W. wird beauftragt zu
gradiren:
A
Passende
Weihnachtsgeschmke
S!S)m$ in
Und das ist ganz vorzüglich der Fall,
wenn man einkauft, wo man ächte
Waare, deren Auswahl den feinen Ken
ner bekundet, in so schöner, gediegener Ar
fcett fiudtt, als in dem Assortiment des
Herrn W 11 r. llbmi, Ket
ten, voller Damen schmuck neuesten Gen
re's, Ringe und Souvenirs aller Art in
süperben Eremplarcn kaust man dort
überr.-schend billig. Wer seine Lieben
mit etwas Gediegenem und WerthvoÜen
erfreuen will, spaziere zu W-ttelshoser.
Schreibt ter Uli vom „La Crosse
^vrtsiern", dcr beiläufig gesagt jetzt wie
der ziemlich vernünftig ist
Dieser „Zauber" ist ein „fauler
a r."
Herr st a Hancke erhielt
am legten Sonnabend seitens des „Mu
sik-Vereins" eine werthvolle goldene Uhr
als Zeichen der Achtung undFreundschast
zum Weihnachts-Präscnt. Tie Beschee
rung kam dem Beschenkten vollständig
unverhofft'und erwiederte derselbe auf die
A a a
ser bei der Überreichung, mit kurzen
Worten sich verbunden erklärend. Die
Uhr trägt die eingravirteJnschrift: "Pre
sented to Gustav Hanclte Christmas
1872, by Iiis friends, St Paul, Min
nesota."
a N a
Abend! Der erste Schritt in's neue
Jahr hinein sei ein herzhafter auf der
Bahn des Frohsinns. Man thue ihn
mit dem St. Pau^ Turnverein in dessen
N a
St.
Paul Marktbericht.
Geldbericht, wöchentlich geliefert von'drm
schrn Bank und Wechsel-Geschost von Dawson
Co. Sl. Paul.
@ulcen öfter. Sitbr. 57
Francs 23
Silber......
für «ßerre» und Dame» und Knaben
in großer Auswahl, goldene,
silberne Schmuckwaaren und
alle in dies Fach einschlagen^
de Artikel. Der billigste
Die schönste Auswahl von Silber- und Silbcrplattirtcn Maaren sowie
Moltmrbfitcn -chiimksa
S a W
a 9 S
sachen, nuc sie die kunstfertige Hand des
GoldarbeiterS liefert, zu Weihnachtsprä
seilte» haben den Vorzug, daß jtejiteistens
Geschenke sür's Leben sind. vste sind
aus diesem Grunde, obschon beim Ankauf
eine größere Auslage verursaehkttd, als
„y er st tt ig Neuerun 1. —In Vangor
habcn sie einstimmig beschiojjcn, tit des
„Irev.tvn", auf englisch trafttreit, abschaffen
monierten Beschluß übertritt, den muß irr
Wirth um einen Dvllar straf.n. Sehr vernünf
tig bav, jetzt können wir auch wieder nach Langer
kommen, ohne Lebensgefahr auS usnh?n, ionst
mußten wir gewöhnlich 250 Glaö Äier tu einem
t'alven Tage trinken helfen! Wir hoffen, daß
btefe Neuerung auch anderwärts nachgeahmt
werde."
Uli, your liead is right." Neulich
lasen nur einenAtlifel überschrieben,, Der
Zauber, der uns in's Wirthöhaus
giebt."
Es waren dort mthrere „Zauber" aus
geführt, und zur Bestätigung
Platz um werthvolle und
schöne Weihnachtsgeschenke
zu kaufen bei
M. Wittrlshofer n. Co.
Uhrmacher unv Goldarbeiter.
No. 38 Jackson Straße in A. Van Beck's früherem Platz.
Silber und Silberplattirtf Maren!
bietet der Unterzeichnete dem geehrten Publikum. ?a er sein Geschäft erst kürzlich in dieser Branche
bedeutend ciusgedednt, so kann das Publikum versink? scm nur das Modernste Lei ihm zu finden
Preise wie immer reel und für die Maaren wird gatramirt.
7nov3mtwud. Liudeke'S Block, Ecke der Jackson und 7. Straße St. Paul.
•SflfirsSiöetS.
$eurtb, FM, Sirth u. Seventh von
Wabsshaw nach Roberts E'flih von ^c
dar uack Roberts Ninth von Wabasdaw
nach Roberts, Tentb, Eleventh und
Twelsth von Cedar nach Robert.
I. Affolter.
35on SbcrDetl. C*.cndto$n :c 54 00
Lonton, Hamburg Aul,-erpeil, Rorrerdam, Hasre.Am
ilirtcm Harlinge» ote Groningen 57 00
Goldendurg', iUIalmo. GLbriiiiana, Cvrnttansund, Ber
gen, Ltaranger oder Copenhagen 60 00
Mannheim etcr Pari« til On
fcreutcctm
62 00
St. Pa I Detail Markt-
Rldfcb utifc öiltpret.
?ea Sil?I?ö
Rounk»
©raten
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•fcaimelflcifty
giiiöf
Gcrauchcrier Srped
(Scräutfciiie» Nmlfleisch
Hühner alt« bno Pior
Früh ahr das Pair
Schirctne ettaf
SBiaten
Gitrc:itn per X'-tint
Piuire"- ter 'leck
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Sh'--:-. Wt a rtr 6(f
(Srur.t ?l'» film 'i'trf
ScUi.' 3 uuntr:
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Der
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Kraft
derselben waren so große Majestäten, rote'
der englische Geschichtsschreiber Mackau
a S
son, genannt. Es sei die Sehnsucht
nach Unabhängigkeit, ::ach geist
reichem Gedankenaustausch jener „Zau
ber". Wir wolle» Allrs das nicht be
streiten. Was wir aber wissen ist, daß
das „Tn'eten" unv „Ge!rietetwerden"der
„Würfelbecher" und die „Paketkarte" der
Zauber nicht sind, welche den Freund
ber ch t' in's Wirtbs
Haus ziehen.
Äcpfei
Bislcr
Laguvra........
$ a O
Ceslon Java.
Star
Stearine
Wach«
T-lg
Titrone«. öt Bor
Aerfe'., rtr Barrel
Pfirsiche, geschalte
ungeschälte
Getrocknete Orombetren
Himdeeren
Roitnen, neue.
Wetschen
Pfirsiche, in 2 Pf» Kannn, bei der Kiste...
Erd»eeren,
OineApvles. ,. ..
Beste (»trocknete Aepfel, neue
eütli*'
Sa«
Carbon Cel
Seife.
Verkaufspreis.
Wechsel auf NevIork. Pb'ladclphia.MUwaukee,
Lhicag», St. Loui», ,c Procml
Europäisck« wrcbfcl.
Preuß. Thaler .84 Currency
Gulden 4816
Cinfanffpreii
(Selb, Coupon» anb Goltwechsel 1
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Ber. St. 5.26er von 186? 1
1864 1 13
I86.1 Mai n. Seetmbtr..«. 1 13
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10—11
7-8^
Vermischtes.
2^5-3 00
32- X3
5—9
Mandeln, harte Schale 2
«eilde
28
Brastlisnische Russe. i4
Haffelnüsse
18
Engliiche Wallnüffe. 25
Peanlits
Pecane
10—12^
2o
Cigarren nud Tabak
Eigarren, Seet, per
1000 26 00—40 90
Da?anna
., 0.00—100.0**
©traKtfche, 5'tar,,
60.00—110.00
iteutabat, Plug 5a—tio
FineCui 65—V5
Ranch Tabak, gewöhnlicher öO—5o
@»lo»teieb.
3-4
6—7
5^-6
10
9

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