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Minnesota Staats-Zeitung. (Saint Paul, Minn.) 1858-1877, December 26, 1872, Image 5

Image and text provided by Minnesota Historical Society; Saint Paul, MN

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Das gräßeste Unternehmen, welches je
in Minnesota ins Lebett gern
fen wurde.
afltl 30. Mai 1S73
wird ein
imCourt HauS zu ?t. Yeter gegeben und-zu Wr 3ei iver
der» l-"''? W a unt/r die Ttckct »habet smheilt werden.
Eine icr Gabev ist das
Stelzer Hotel,
SDertb §10
Die griffe sind trerff) Slö 000. unb f(blv:§c« in sichHo
leid. -Mttl'ottcn, MS»e?s. Pferde BnpgleS u. f. ro.
Die 1"' t4!cbsn werde von einer Co mrttee von unbethei
Hgten Herren crrtbrilt. bestehend avi Wm. Schimmel. B. £.
Randau. .ftlein. Ieseph Mason, I. B. Sacketl und 6.
SPflbtri», lunimilicb dcroorraflent'C, in St. Peter wohnbaste
Geschäftsleute. Lei ihnen
möge «an «achftogen.
Zur Notiznahme.
Eine Urkunde ist übst d^s Gcigenthum an die obengenannte
Commitiee au?g'te werbet im Namen der Ticket-Inhaber
und bifirtoet sich b:e Urkunde in de.' Obcut des Herrn ifcm.
Schimmel.
Tickets tfiien i? 52.00.
Hier ist eine ilbemte, ein Ver ögen zu machen.
Kauft! Kauft!! Kauft!!!
St. Pauler
Für die gründliche und toiiienfcbcfttiu'e Ausbildung der
Zegl n^e in allen dwetgen des mufifalifdien Unterrichts
Dici'ts 3n^irut ist jetzt offen in den aerä'imigen uno eleidn
ten Htmmtrn Nc.
:-il8
Dritte Snaße, etliche Xbüfitobiriicilb
de? JLJfetropo.i an Hotel, wo es cie ganze irrte Elage ein»
nimm.
©cfiiicfte und erfahrene Lehrer find angebellt fit jedem De
partemft
De W-ntcr-Cursus beginnt am 30. 'Brcemter und schließt
am 8. ?.'!ärz. ^rübjalnscurfüS degs.nt am 10. März
und ti'cgt am 17. Mai.
Zöglinge werden ,u jc:er Zeit abgenommen, und eine ange»
messen? Preisermäßigung wird in Fällen pca'äbri, wo Zög
linge nicht,u Anfang eines Curlus emiirrt.'cn. Gelegen
t'citen virn Uebcn venrit solchen BSglmafn I? Gcf troaivri«
«ms. keine Pianos haben, für sehr ni.trigc Vergütung ge
wäbrf.
SfDochfn (iiraiijij :ftioeicn, sür eine stlassin irdene cticr
Branche ?l-\) Primat-Unterricht na regulären R.?'en tan»:
bei tr-cne einem der in dem Conierditteriiiin angestellten Leb
rer gekommen trerdfn, "ach atbiriger Änme'^ung. Anmel
dunt-en in fli-brcfilrtii an „The St. Paul Cons'ervatnry of
Music, P. 0. Box 1249.
•'b«c Julius Zahonyi, Dorstehct.
A. H. Lohlker,
Importeur u. Händler in
Gardinen a. Trimmings,
Fensterblendcn, Matrazen, Federn, :c
B.'ttstücke jeder Art, sowie
Lei« in großer Aussah! rräthig. !ömzkmt.
Vio. 35 Siebente Ätr., St Paul.
als eine
Dasselbe gründlich umgtarfritn ur.fc bedeutend vergrö
ßert iiitr mit der btfttn :tgi er s-iienden Karle de« Staat«
Minnen ta Bc-febtii.
Darf'lue rond kostenfrei an jede aufgegebene Zlcressi
gefaittt.
iVimi tuende sich' u.n
^-ii^ 4 'j
Williant Seeger.
öiaa^'öchaßmdllcr
St. Paul, iiinr.
,f
Ä.- Ls fL- '»Iii'. .i?
Bremen, ^^itrixsns mt?
-paCiU
SB cb c!
auf alle
De$£$f4)lct2tbS her
btn :.'IUt, itda y.-eili-n zn babtn t» der
Ersten.National Sani
»cn
i. an.
*'f fY
«i VV t«4 t-«
Berfertigkr vou
9eo. 45 Washington Str., zw« 3. u. 4.
tri hiermit dein Publikum an, dak er das Geschäft mitbet
in alter Welse betreiben wird. Eine große Slaefcebl der be
Tuhe, $offimcre6, Weftenzeuae:c.
die er seinen geehrten Kunden zu den billigsten Preisen anbietet.
SgUm geneigten Zuspruch bittet
Earl Mnl!er.
Merehants
St. Paul Minn.
Capital S230.000.00.
M. Auerbach, Präsident.
Walter Mann, Vice Präsident.
ChaS. NicholS, Cassier.
Direktoren:
M. A^erb'ch, Walter
a'tjnn,
A. H, Wilder, B. Bcauvre,H
M. ßmo b, P. S. .i?:ige, Z. e. gorepaugh, F. jinauft und
R. I. Bond.
U. A. Metzser..
Sattle? und Verfertige? vos
Pfe?de-GefÄi??en
3. Str., St. Paul, gegenüber Jrvin'S SteinMcd
Pferdegeschirre. Sättel Büssel-Roben Koffer tc. tatm
»erithig. mui
3.23i!frr, G:(!fn«ii»rr.iT. f.^. ftc^cnal*&<
©roriui'tcn iinb Pan ijranciico, Gal^
Job» Affolter,
E«ropäifche Miscellen.
E O a
Die Grazer „Tagespost" schreibt:
„Vor einigen Tagen stellte sich ein Bau
ernbursche auf der hiesigen chirurgischen
Klinik des Professors Dr. v. Rzehaczek
ein, der allen Ernst?S behauptete, er habe
vor 16 Tagen das Glied ftner eisernen
Kuppelkette, an welcher er einen Ochsen
führte, verschluckt. Er habe nämlich mit
den Händen etwas zu' tj^un ge
habt, witNerwei'.e die Kette mit dem
Mnnde gehalten, und während der
Ochs eine Bewegung gemacht, dabe sich
das Kettenglied, welches er mit dem
Munde hielt, aus seiner Verbindung ge
löst und es sei ihm in den Schlund bin
abgerutscht. Er habe schon zu Hause
vom Chirurgen dasselbe herausziehen las
fen wollen, es sei dies jedoch nicht grlun^
gen.
So komisch diese^Angaben erschienen,
so schntt Professor Dr. v. Nze
haczek doch gleich ^ur Untersuchung.
Als er mit der Schlundsonde ein
ging, stieß er am Ende der Speiseröhre
wirklich an einen festen Gegenstand. Nach
mehreren fruchtlosen Versuchen, denselben
hinauszubefördern und bei dir wegen der
Tiefe bestehenden Unmöglichkeit, denselben
mil einer Schlundzange zu packen, ent
schloß sich Professor Dr. v. Rzehaczek, mit
einem stärkeren Schlundstoßer den ve.
schluckten Gegenstand in den Magen zu
stoßen und auf diese Weise demselben ei
nen Abgang zu ermöglichen. Nach einem
bei diesem Versuche empfundenen Rucke
glaubte der Pwfessor sein Ziel schon er
reicht zu haben und wollte nun den
Schlundstoßer herausziehen. Da sich je
doch ein Widerstand fühlbar machte, so
mußte er einige Gewalt anwenden. Zu
seiner und seiner Zuhörer Uebcrraschung
kam plötzlich der verschluckte Gegenstand,
der an dem Schlundstoßer hing, zum
Vorschein. Der Kopf des Schluni^to
ßers hatte sich nämUch in die Krümmung
des Gegenstandes eingekeilt. Es zeigte ftch
nun ein eisernes Kettenglied von 8-för
migrr Krümmung, über zwei Zoll lang
und einen Zoll breit und über ein Vier
tetpsund schwer. Dieses Stück hatte der
Bursche, mit Ausnahme eines mäßigen
Druckes, ohne besondere Beschwerden zu
fühlen, durch 16 Tage am Grunde der
Speiseröhre, hart ober demMageneingan
ge getragen. Jedenfalls keine nervöse
Natur/'
a
a I
die Seele verdorben. Wie
so man durch „Impfen" die Seele ver
derben kann, darüber mag nachfolgende
Meldung aus Holland. datirt,
Haag, 15. November Aufschluß ge
ben
„Die niederländischen Dunkelmänner
haben sc eben eine neue wesentlicheSchlap
pe erlitten. Die Negierung halte näm
lich kürzlich bei der zweiten Kammer einen
Gesetzentwurf zur Verhütung epidemischer
Krankheiten eingebracht. Wahrend der
Dedaite wurde nun seitens dreier Mit
glieder de»- parlamentarischen Link?n he
antragt, ein bereits in verschirdenrn Ge
meinden bestehendes Verbot in das Ge
setz aufzunehmen, welches.sowohl.Kinee:
als Lehrer, die nicht geimpft wurden, von
den öffentlichen Schulen ausschließt. Die
Rechte bekämpfte diesen Antrag biß zum
Aeußersten derselbe wurde aber trotzdem
mit 42 gegen 14 Stimmen zum Be
schlüsse erhoben. Nun wurden aber lei
tend der Conservativen alle Hebel in Be
wegung gesetzt, um die endgültige Vesta
tigung des Gesetzes im Oberhause zu
hintertreiben. Nachdem die Rechte im
Unterhaus? die Lehre zur Geltung zu
bringen gesucht batte, die Einimpfung sei
nicht blos unnütz, sondern widerstrebe
dem unbedingten Vertrauen des wahren
Christen in die Fügungen Gottes, wur
den jetzt allerwäns Petitionen aufgelegt,
welche die obligatorische Impfung als
eine Beeinträchtigung der Religions
freiheit, als eine That der Inquisition
bezeichneten. Die Unterschriften der be
treffenden Petitionen betrugen etliche
taufende, unter welchen sich aber, wie sich
schließlich herausstellte, eine UnmasseBei
trittserklärungeu von Kindern befanden,
welche ihr zehntksIahr noch nicht zurück
gelegt hatten. Die erste Kammer berück
sichtigte die Bittschriften denn auch nicht
und rattftcfrte den Gesetzentwurf mit 23
gegen 12 Stimmen, was einen wahren
Wuthausbruch in der frommen Tages
presse hervorrufen wird.
Weitere Nachrichten, die von der
Ostfee-Küste anlangen, erzählen entsetz
liche Dinge von den Verheerungen, welche
die Sturmflutb vom 13. v. angerich
tet bot. Ein Bericht sagt: „Eckern
e, diese kleine Stadt, welche schon
an sich in den letzten Iahren schwer ge
litten hat, ist entsetzlich hart getroffen.
Ganze Straßen sind buchstäblich von der
Erde vertilgt, so daß
kaum
ren
Uhrmacher«. Juwelier,
Lludeke'» Block. Eck« Jackson «. ?.
@t. Paul Minnesota.
Ei»tschS««A»»wahl»»» Uhren. T«sch«ichrt» Brille»
Sterine teder Art beständig eorrätbfg.
HA» Besondere Aufmerksamkeit wird ai»f Melle ilrlttt
«»«»dt/ ^Uilber vnd TllbervlattirteWaaren.
Rrplsrasutt» «oErdm h»SÄpt'dtls?gt«
die Plätze zu
erkennen sind, wo die einzelnen Häuser
gestanden haben. Viele von den Hau
fern,
welche stehen
geblieben, sind
in
Fundamenten derartig
daß
sie
nach
ih-
unterwühlt,
und nach
einstürzen werden
und daher abgebrochen werden müssen.
Fußhoch liegt der Seetang in den
ein-
zelnen Straßen dazwischenliegen Trüm
mer der Mobilien, todtes Vieh, Holz
stamme, größere Schaluppen, welche
durch die Fluth mitten in die Stadt hin
eingetragen wurden. Die Zahl der völ
lig vernichteten Gebäude hat sich noch
nicht feststellen lassen, jedeMalls wird sie
nicht viel unter 109 zurückbleiben. Die
größte Feuersbrunst würde auch nicht an
nähernd einen gleichen Schaden verur
sacht haben.. Hunderte von Bewohnern
haben Alles verloren: Haus und Hof,
Mobilien. Geräthe, Vieh und Winter
Borrath sie besitzen nichts, um sich auf
zuhelfen. Auch neue Gebäude sind durch
die Wellen und die umhertreibenden
Trümmer anderer Häuser total Vernich
tet worden fast kein Haus in der gan
.zen Stadt ist unbeschädigi geblieben. Der
große 3)amv iM inneren S^tahttzlfy^ ift
durchbrochen und dadurch die Stadt in
zwei Hälften getheilt, die ungefähr hun
dert Meter von einander entfernt sind.
Noch trüber lauten die Nachrichten aus
dem Kreise Oldenburg. Das niedrig
gelegene Land Oldenburg war, nachdem
die schützenden Dämme durchbrochen, völ
lig der einbrechenden Fluth preisgegeben
und diese hat hier wahrhaft grauenhaft
gkwüthet. Bei dem raschen Steigen teß
Wassers konnten die Leute an ein Retten
nicht denken, an vielen Orten mußten sie
sich aus die rärber flüchten und sind erst
mit. großen Anstrcnaungen von dort zu
retten gewesen. Auch Menschen sind an
mehreren
Stellen umgekommen soweit
die Nachricht?» jrßt eingegangen sind,
weiten aUeir^ tm Dorfe Dahme elf Men
schen vermißt, von denen der Tod von
sieben Personen mit Sicherheit festgestellt
ist."
Die Cabinette von London, St.
Petersburg und Berlin haben von der
Pforte Aufklärungen Wer den' Feldzug
des Vice-Königs von Egypten in Abys
sinien verlangt. Die Pforte hat auswei
chend geantwortet, allein die bezeichneten
drei Mächte sind neuerdings auf den Ge
genstand zurückgekommen und beben
gleichzeitig einen entsprechenden Schritt
bei dem Vice-König direct unternom
tnen.
Ueber die sächsische Amnestie äußert
sich eine norddeutsche Zeitung wie folgt:
Anläßlich der goldenen Hochzeitsfeier hat
König Johann von Sachsen alle bis zu
zu jenem Tage rechtskräftig erkannten,
aber teilweise noch unvollstreckttn Ge
sängniß- und Haftstrafen, welche die
Dauer von achtTagen nicht überschreiten,
in Gnaden erlassen! Eine in der That
rührende landesväterliche Zärtlichkeit
und fünfzig Jahre muß ein Monarch
verheiratet fein, um eine derartige Gna
tenfüUe über feine geliebten Untenhanen,
die'in ihrer angeheuerten Stimmung sich
gegen einen königlichen Beamten vergrif
fen/zu ergießen. Dieser Amnestie-Erlaß
risum teneatis amici ist eine
recht wirksame Illustration zu dem Les
sing'schenWorte: „Was ist für einenGro
ßen denn zu klein?"
1 9 N
wurde beim Bezirksgerichte dieEröffnung
oes Eoncurses über das Vermögen der
Spitzeder erkannt. Die von den Glau
bigern beantragte Prüfung des Vermö
gens hat ftne Activmasse von 1,936,671
Gilden einschließlich der Immobilien
aufgewiesen. Die Passiva belaufen sich,
so weit bisher bekannt,' auf 3,561,804
Gulden. Es ergibt sich also eine Über
schuldung von 1,325,233 Gulden. Da
bei ist zu berüisichtigen, daß vom Lande
erst wenige Forderungen angemeldet wor
den sind.
A a a
Luther, Philipp Melanchthon, Johannes
Bugenhagen, Caspar Cruciger, Justus
Jonas und Georg Major wurden fürz
lich in London für den Preis von 47
Psv. Sterling von Herrn Labstere an
gekauft. Es waren zwei Pergamentbo
gen in Folio, und jeder der berühmten
form cid ren. baue auf eine Seile cic
(ivfU'ivursa zu einem Bibelvm'e anchrie
ben und Z: !um (1543) und Narnrn
darunter gesetzt. Höchst mahvbcimiä)
hatte ein Student, bevor er W'.ueuderg
verließ, tu sc Autograpben von den be
lähmten Pvofefforen sich zu Andenken er
beten.
S
ben. Auf Greisenstein-oberBonnland
(Landgericht Arnstein in Unttrsranken)
ist in der Nacht auf 25 Nov. früh
2
Uhr
Schillers jüngsteTochier,Henriette Emilie
Louise Freifrau von GleichenRußwurm,
nach nur fünftägigem Krankenlager sanft
und ruhig verschieden.
In Folge der herrlichen Oktober
a nd Novembertage, welche zeitweise Re
gm spendeten, ficht in Oesterreich die
junge Saat auf den Feldern so üppig,
daß in manchen Gegenden, wie z. B. im
Marchfelde, die Kühe zur Weide auf die
Felder getrieben werden. Wachteln und
Rebhübner verbergen sich zwiichen den
Saatpflänzchen, wie sonst im April.
A S a
Ende ihre Strafe gar nicht mehr erleben.
Die in München erscheinende „Süd
'deutsche Post" schreibt: „Adele Spitzeder
soll am GehirntyphuS erkrankt sein.
Thatsache ist, daß sie mit den Sterbe
fücrantenten versehen wurde. Ein heute
umlaufendes Gerücht läßt sie bereits ge
storben sein."
Das Pariser Kriegsgericht hat die
zehn Franetireurs der Aube, welche wäh
rend des Krieges fünf Männer und eine
Frau es sollen nach den Einen stetti
ner, nach den Anderen elsässer Juden
gewesen sein eigenmächtig erschossen,
freigesprochen.
Die „Dachauer Bankhalter" Herb
„Gutsbesitzer" und Lindner, ehemaliger
Lokomotivführer von München, welche
ibr Geschäft unter der Firma „Herb u.
o." betrieben, sind am 23. Novbr., als
ves betrügerischen Bankerotts, verdäch
tig. in gerichtliche Hast genommen wor
den.
Am Donnerstag den 28. Novem
ber wurden in Berlin die Herrm Rechts
anwalt AntoN Levy, Ferd. Reichenheim,
Eommercienrath Wilh. Friedeberg und
Dr. Marcuse als die ersten preußischen
Juden in den Freimaurer-Orden aufge
nommen.
—Die „Frkf. Ztg." schreibt: Endlich
haben auch die 1848er ihren Gedenkstein,
auf daß die
Nachwelt
ihre höchste
W,
wisse, wo die für
Idee
Gefalleven ihre letzte
Ruhestätte gefunden haben. Es hat
lang aenua aedaueMbis es dazu- kam:
aber daß gerade utflB den ungünstigsten
Verhältnissen die dM nöthige. Summe
zusammen kam, ist ein Beweis, daß noch
nicht alle demokratische Gesinnung aus
getilgt ist in unserer Vaterstadt, wie man
es so gerne haben möckte. Denn erst
I 866-hat-die idemr»lraMe
angefangen, bei Gleichgesinnten Beiträge
zu sammeln, um nicht länger ihre Tod
ten ohne sichtbares Zeichen der Erinne
rung zu lassen, und es gelang durch ver
einte Kraft und guten Willen vortreff
Itch, Am Todestage Robert Blum's
ward der Gedenkstein für die Gefallenen
aus dem.Volke vom Iabre 1848 vollen
det dem Schutze des Publikums überge
ben. Möge jeder Vaterlandsfreund der
Ruhenden in Liebe und Dankbarkeit ge
denken: möge unsere Jugend beherzigen,
was dieser Stein im Namen derer,' die
sich geopfert haben, den Lebenden zu
ruft:
„Und setzt Ihr nicht das Lebea ein
Nie wirv Euch das Leben gewonnen, sein!"
E a 1 1 N A
Freitag Abend nach 7 Uhr wurde hier
ein bell leuchtendes Meteor in der schein
baren Größe eines Gänseeies, welches
sich in der Richtung von Nordost nach
Südwest bewegte und schließlich wie eine
Leuchtrakete funkensprühend zerplatzte,
wahrgmommen.
E 5 N I
hiesigen Gemeindebusch wurde gestern
ein mächtigrr' alter Keiler erlegt. Der
selbe wog 370 Zollpfund und war ein
selten schönes Eremplar dieser jetzt wie
der häufiger vorkommenden Wilogattung.
Beispielsweise maß die Länge des schö
nett Kopfes, der sich durch prachtvolle
Hauerauszeichnete, 50 Centimettr. Die
glücklichen Schützen waren die Herren
Schröder von Euenheim und H. Hahn
von hier.
a 1 9 N N a
mittag 3 Ubr fand das Lelchenbegäng
niß des verstorbenen Generallieutenant
a. D. Treusch v. Buttlar statt, eines
in weiten Kreisen hochgeachteten Man
nes,
Das Berliner Orvheum, seit Iah
ren der Tummelplatz der leichtlebigen u.
leichtsinnigen Jugend, soll eingeben. Hr.
Bente, der Besitzer, soll der „53! B. Ztg."
zufolge daraus ein großartiges neues
Vergnügungslokal schaffen unb die Pfor
ten desselben nur dem anständigen Publi
kum aufschließen wollen.
1 8 N
bene Geh. Kanzleirath Hindenberg hat
lktztwillig dem neuen städtischen Kranken
Haufe zur Gründung von Betten, na
mentlich für bedürftige hiesige EinwoH
ner aus den besseren Ständen, 6000
Tblr., desgleichen dem hiesigen Geitnde
Hospital ein Capital von 2000 Thlrn.
vermacht, letzteres unter bestimmten Be
dingungen.
Eine Schöffengerichtsverhandlung
aus Oberkirch in Baden, die für gewisse
Zustände bezeichnend ist, wird der „Bvr
Ldzta." in folgender Weise mitgetdeiU
Pfarrverweser Kreuzer von Ulm war we
gen Beleidigung angeklagt. Er hatte
nämlich am 14. Juli in der Predigt ei
ner Anzahl anwesender, meist verheiratbe
ter junger Bürger, folgende Worte zu
gerufen: „Tie da hinten stehen sind
keine Männer, es sind Buben, Laus
buhen, Saububen," Hierauf verließen
die meisten von ihnen die Kirche er rief
ihnen aber noch nach: „Geht nur, ihr
Taububen, ich brauche euch nicht!" Dar
aus Durte er verklagt und sechzig Zeu
gen vernommen. Der Angeklagte ver
theidigte fein Recht zur freien Aeuße
rur.g, das Gericht war aber anderer Mei
nung und verurch eilte ihn zu sechs Ta
gen Gcfängniß und den Kosten.
a 1 3 N S
heute Mittag ist das Wasser im Fallen.
Die Verheerung in der Umgegend ist
groß. Am Bollwerk sieht es bunt aus
da sieht man angeschwemmte Kähne,
Planken, Balken, Bretter, Holzblöcke,
Möbel und andere Dinge bunt durchei
nander. An ler Chausse nach Eldena
hat man vier Leichen (drei Männer und
eine Frau) angetrieben gefunden man
hat sie noch nicht recognosciren können.
Die Reihenfolge der Wagen des ver
unglückten EisenbahnzugeS war folgen
de: Loeomotiv.e, Postwagen, zwei oder
drei Güterwagen, dann die Personen
wagen.
Die Lokomotive und der Postwagen
haben die Rückbrücke (wo das Unglück
geschah) passirt die folgenden Güter
wagen (mit Eilgut) sind mit der Brücke
in den Abgrund gestürzt. Dadurch ist
der Postwagen durchgerissen, die eine
Hälfte mit versunken, die Personenwagen
haben sich losgekoppelt und sind aus dem
Damme stehen geblieben. Sämmtliche
Passagiere sind gerettet. Sie sind zu
Fuß zum nächsten Dorfe gegangen und
heute Nachmittag hier eingetroffen (d. h.
tHeils zu Fuß, tbeils zu Wagen). Den
an Arm und Fuß verletzten Schaffner
hat der Postconducteur gerettet. Ein
Bremser wird noch vermißt. Der Ver
kehr auf der Straße nach Poggendorf.
Grimmen, Rostock ist ebenfalls gehemmt.
die fälligen Posten von dort sind bis jeßt
ausgeblieben. Viele Bäume.sind ent
wurzelt, die quer über den Wegen liegen,
Die Straßen stehen theilweise noch un
ter Wasser.
In Wyck sind fünf Häuser eingestürzt,
viele beschädigt. Genauere Berichte von
dem schwer heimgesuchten Wyck fehlen
noch.
S 1 3 N
in Folge des Orkans hier eingetretene
Wasserstand hatte heute Morgen die noch
nie erreichte Höhe von 27Fuß 6 Zoll am
Pegel. Die Plantage, die Umgegend des
Schifffahrtsamtshauses und die an dew
Swinestrom grenzenden Straßen waren
unter Wasser gesetzt, und hatte man in
den Häusern 2 und 2i Fuß Wasser.
Heute g-gen Plittag begann der Sturm
etwas nachzulassen, und wurde die ge
hemmte Communication mit dem Zu
rücktreten des Wassers einigermaßen wie
der Hergestellt.
1
Druckarbeitky.
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c* s"
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9io. 49 Sechste Straße St. Pank $ünn.
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gkle ienen werden jeyr zum Beriauf ungeboten, ebenso ander«
tie en fe n'er liegen.
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Meters, Mar b.?ll uJfai lhin'-s Wfrdtt'one unr andere
in nuten Lokiiiiäiea. Gut-Farmen in verschiedenen Tyei
ler. des Staates.
Geld-Anleihen
aufNotrn die durch Hvvotheken auf erVt Klasse Päbiifditi
Är-lndeigentbum
ugewanvl.
gesichrrl -uid, wiro besondere Aufmerksamkeit
Aufträgen u^ Verkauf von Wrund Elgentium in Stadl
und Staat, sowohl ai-f Kommission als Auktion, wird beson
der' Aufmerksamkeit ge'chenkr.
Dik^ößt? Aufmerksamkcit wird dem Eigenthuin ?!ich'an
lässiger zugew .r.it. Vcejlitrw
(Nachfolger von S. L. Vailev Co.)
:nb Händler in
Metall- & Holz-Zargen.
Engrcs Handler in
Targ-Trimmings. Linings, Lcichcngcwändcrn. :c.
No. 354 Dritte Straße,
einen Block oberyalb tem ^Metropolitan Ho
Kl.
TL. Paul, Minn.
lic besten
sind zugaben in
Stohlmann Lindcnberg'i
No. 314 Dritte Straße
(9) a tlertc »che dem Metropolitan Hotel.
Bildcrrahmen in großcr.Auswalil.
a s. a v,
WrGitect,
O E S aß a
St.
Paul, Minnesota,
gnutm ch mich dem geehrten deutschen Publiku« zur An
ftrtigung von Bauplänen für Geschäft». undWolmbLuletjedet
Äattung euipfeble, gattantite tch^- illige, vrompte und in ItNt
hinücht »ufriedenstellende A «füdrnng sämmtlicher mit in die«
ikach »u ertbeilende Aultr^ie.—tr« £.
Ecke
der 4.
Art.
Jjl!« *1*
S?-
*oftma«n.
#. fiS @0«,
Groß, und Kleinhändler tn
Cigarren, Rauch-, Kan ent
Schnupf-Tabacken, Pfeifen :c.
Ver?sufs
Eine Tbäre oberhalb Jackson frühere Globe Hot
Rosabct -Str. nahe der 7.
Heinrich Aureden Eigenthümer.
Dieses alte und bewahrte
Gast- unb Boarding Haus
ist seit Kurzem in unfern Seile übergegangen und werde ich
es mir angelegen sein lassen Allen die tri mir ei?kehren den
Aufenthalt angenehm zu machen. @utt Stellung und Was
ser tt beim H-ause. Reisende baden fretcZadtt von und nach
den Eisenbahnen u. Dampfbooten.
und Jacksonstraß?.
St. Maul, Mivn.
Der UaterzetSnete hat seinen Iten Platz neu eingerichtet
artb ift jederzeit bereit seinen geebrten Kunden alle« za biete,
wa« in tiutm ersten Klasse Lunch H-ule zu haben ist.
Verbunden hiermit ist fein vollständiger
Canvy- und Grocerie-Skon
vie teste» Erocerie Maaren ffir de» Familie» ®i
brauch, imvortirte
Fr»H-1,Eandtesn.F-a»cvvaarev
Frraer SetS vsrräthtg alle Sorten Backwerk' tat
in jeder Zeit *tt einer gut,» Xa?« Kaffee aufgevar
»erde».
tcp
BlovS Meyer
Hüte, Kappen
Petz Waaren,
GENTS FÜRMSHING GOODS
DMee Notions ecl. rrl.
Chas. F. Meyer
h?Ost. Siebente.Straße.
Hinkel u. Sohn
EngtoS nnd Detail Händler tn
Frischem Fleisch, Pöckelfleisch, gerau
chertem Fleisch, Mettwurst, Butter, Eier
Schmalz, Geflügel, Fischen, sowie impor
tirten Holl. Häringen, Sardellen, russischen
Sardines, Anchovis, roll. Hännge (ge
würzt) SchweizerKäse,KräuterKäse.Erbo
wurst, Bohnenwurst und Linsenwurst.
j8-3" Waaten «erden ins Haus geliefert.
No. 9 West 7. Straße, nahe Jackson
St. Paul Minn
George Benz. I. C. Lech-
Dritte Straße, No. -297, im Un tvb 5?lcd,
St. Paul,
Weinen,
Jas. R. Wal,h.
Minnesota.
Händler in
IMMürien unk 6iiuUimbdifn
L-quoren
ut?b Cigarren.
teuf
ta=- Die ausgesuchtesten Dclüatesicn jeder
5-cit
an Hand
Cteute W»M & €s,
finjige
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