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Grand Island Anzeiger. [volume] (Grand Island, Nebraska) 1889-1893, October 02, 1891, Image 3

Image and text provided by University of Nebraska-Lincoln Libraries, Lincoln, NE

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sit- Ists-In
«Vhal hart-« sollen nun auch
r Getreidebefördernng auf dein Mii
isippi Jebaut werden
F rau Ekariisidentin Gro
Clevelanb sieht Anfang October
rer Entbindung entgegen.
Jn Springfieliy S D» exi
t ein artesischer Brunnen, welcher in
etf Minute 2500 Gallonen Wasser
eri.
Baumwolle von einer
rachtvollen rothen Farbe wird in eini
en Theilen des Staates Georgia ge
» ogen.
Ein Fariner v on Wilkin
ountii, Minn., foll, wie berichtet wirb,
00 Buihel Weizen von 200 Acreg
usgedroschen haben.
Eine Papiertnübl e in New
erfen hat eine Rolle Papier berge
esiellt, die 6 Fuß breit und 72 Meilen
fing ist.
Ein Bürger in Paricrs
ord, Pa» soll eine Ringeltaube be
sitzen, welche einundzwanzig Jahre alt
ist und ihr ganzes Lebenlang iin Käfig
gewesen ist
Jn Bolivia wird von einer
englischen Conipagnje ein Silberberg
wert betrieben, das per Tonne Erz
seinen Ertrag von 360 Unzen Silber
liefert.
In Lieds-un Mass» ist kürz
lich eine alte Heimstätte verkauft wor
den, welche für den Zeitraum von 227
säahren ini Besip einer Familie gewesen
n .
Eine neue Methode der
Belustigung und Wiederherstellung von
Irrsinnigen ist in der Anstalt aus
Blacktvells Island, N. Y» eingeführt
worden. Man läßt sie Theaterstiicke
aufführen
Eine kleine goldene Kette
wurde kürzlich von einer Frau in Illi
nois in einem Klumpen Kohlen einge
schlossen gesunde-. Die Rette ist unge
fähr zehn Zoll lang, von alterthüm
licher Form und künstlicher Arbeit.
Die größte Sägemühle in
der Welt soll die in Fort Blockelep,
Wust-» sein. Jm letzten Jahre hat die
selbe (59,()tili,t)t)0 Fuß Bretter, iider
28,00(i,00» Lotten und eine große
asse anderes Bauholz geliefert.
« Vom Gipfel des Mount
Rose in Nevada, 10,000 Fuß über dem
Wasserspicgel des See-z, kann man die
Gewäkser Von einnndzwanzig Seen
zwischen den Wäldern des Siena-Ge
birges glitzern sehen.
Der größte Orangenbaum
in Amerika .)öchst in Terrebonne, La.
Derselbe niiszt 15 Fuß tin Uinfange nnd
ist40 Fusi hoch. Für die dieösahrige
Ernte hofft man auf l(),0(1« Stück
Orangen von diesem prächtigen Baum.
Joseph C. Chinn, der
älteste Mann in Lexington, Kn» ist
kürzlich ini Alter von 107 Jahren ge-·
ftorden. Seine Frau. die vor einem
Jahre starb, hatte das Alter von 102
Jahren erreicht. Sie hatten sich erst
vor etwa zehn Jahren verheirathet.
Bewohner der Walddistricte
von Glatsop und Tillamoot Counticsz in
Oregon melden, daf; dort die großen
Bauen Wölfe beständig zahlreiclier wer
« n und die jungen Elenthiere vertilgen,
sodaß die Thiere der schließlichen Ana
rottung ausgesetzt sind.
Eisen ist bis zur Dünne
von 111800 eines Zolleo ausgerollt
worden. Von dieser ungeheuren Aus
dehnung kann inan sich einen Begriff
machen, wenn main bedenkt, daß das
allerdünnite Seidenpapier IFLW eines
Zolleemißt
Jn Indiana ist kürzlich ein
Gesetz in Kraft getreten, welches alle
Apotheker zwingt, die alkoholische Ge
tränke halten, die reguläre Spirituofens
steuer zu bezahlen, welche allen Schaut
wirthschaiten auferlegt ist. Tie Folge
davon ist, daß wie es heißt, bereits 130
kleine Apotheker ihr Geschäft aufgeben
mußten.
Dqls an Oklahoma angren
zende ediet des «;’,ndianerterritoriume,
welches demnächst fiir die Ansiedlung
freigegeben werden foll, umfaßt setzt-ou
Arres. Gegen hinn) Buhniero lagern
schon seit Wochen an der Grenze-, um
bei dem ersten gegebenen Signal die
tünftigen Heinistätten unter sich zu ver
theilen.
Der Walfischfan g im füd
ichen Polarmeer ist fast mit noch grö
eten Gefahren verknüpft, als im nörd
lichen Eisineer Das Meer wimmelt
das ganze Jahr von ungeheuren Eis
fchollen und Eigbcrgern von denen die
letzteren eine Höhe von 400 bis 1000
Fuß über den Wasserspiegel emporra
gen.
Die Statistik, welche häu
sig recht ilberrascheude Resultate liefert,
lehrt auch, daß in Massachusetts jede
Familie von siiiii Mitgliedern durch
schnililich ein Vermögen von tin-Ho
repräsentirt —im Durchschnitt, wohl
genierli, was so viel bedeutet, als daß
es in jedem einzelnen Falle bei weitern
nicht zutrifft.
In der eilten Heiiiislätle
Henrn Claiie in Aidland, noch immer
einer der schönsten Landsiye in Ken
nickt-, ist das Original - Manuscript
zweier Reden des großen Staatsinannes
ausbewalirt nnd aus einein alten Maha
Miiisih sielii das Tiniensaß, welches
er gebiaiiaii nai.
Boslon ist die einzige Stadt
der Welt, welche einen genauen »Ne
.evrd« ihrer Stadiraibsverhandliinqeii
aufbewahrt Jeder Antrag, jedes- Ar
qiinieiit und jede Bemerkung, wie un
wichtig auch immer, wird sienograpliisch
niedergeschrieben Deshalb sind in Bo
Zion die Stabtrothsniitglieder sehr sor
ichtig in ihren Bemerkungen »
Die größte Stutereifarni;
m Amerika befindet sich in der Näbej
pon Greelcy, Colo., und cbört einemj
Syndicat reicher Männer es Westens. ;
Sie besitzt 4800 Percheron-Pferde und ;
wird mit einem Kapital von 3500,000
betrieben. Die Form umfaßt einer
Flächenraum von 8500 Arres.
Capitan Malett a von der
zBarke »G. C. Goß« verbürgt sich für
;bie Wahrheit der Geschichte, daß einer
s feiner Matrosen, ein Japanese, im
Stillen Ocean über Bord gefallen, von
s einem Wallfisch verschlungen, aber
s augenblicklich wieder ausgespien » und
! an Bord des Dampsers gezogen worden
; sei. Der Lseltuch-«lln.zug des Matroien
I muß dem Wallfifch den Appetit verdor
’ ben haben.
’ Jn Springfied, I ll., bestieg
neulich ein Mann fein Zweimix urn einen
Dienstboten zu suchen. Er sprach bei
einer al en und würdigen iriichen Frau
vor, die nach sorgfältiger Befichtigung
ihres Vesucherg und seines Fahrzeugs
stolz den Kopf in die Höhe richtete und
au«3rief: »Ich bin selbst bemittelt und
solange ich tann, arbeite ich für Nie
manden, der in einer Equipage zu mir
koniint.«
John Whitrnan, der Mann,
welcher 600 Pfund mit seinen Zähnen
aufhebt, schob ani Mittwoch Morgen an
der Northstr. in Bpltimore in Gegen
wart von etwa 300 Menschen einen
Güterwagen auf einem Seitengeleise
vorwärts, der 30,«00 Pfund Gewicht
hatte. EC würde die Kräfte von acht
gewöhnlichen Männern erfordert haben,
den Frachtwagen fortzubewegen.
Viele Leute g laubeii, daß
nach großen Schlachten im Allgemeinen
Regen folgt. Sie werden überrascht
fein, zu hören, daß ein bedeutender
wissenschaftlicher Schriftsteller den Be
weis geliefert hat, dasi von 2,2()0
Schlachten iin Nebelliongkrieg nur 158
gezählt wurden, auf welche Regen
folgte, und sehr oft waren es nur kleine
Schauer
Jn Port Angelog wurde
im letzten Winter eine Bank uin Q2,200
beraubt. Ein Mann, welcher als Ja
nitor in der Bank fungirte, gestand spä
ter den Raub ein, wurde aber als Irr
sinniger in die Anstalt zu Stellaconi
geschickt. In der letzten Woche wurde
er als geheilt entlassen und jetzt leugnet
er, seinalz ein Geständniß abgelegt zio
haben.
Jn den Wäldern nahe
Plantsville, Conn., fand Frau Eliiha
Reiser vor einigen Tagen ein Nest
mit vier jungen grauen Eichhörnchen,
die erst einige Tage alt waren. Sie
nahiii die kleinen Thiere nach Hause
nnd gab sie ihrer Katze, der man kurz
vorher ihre Jungen weggenommen
hatte. Tie alte tiatze nah-In die frem
den Thierchen liebkosend auf und diese
gedeihen iinter ihrer Pflege ganz wun
verbar.
Wenig Leute können sich
einen Begriff davon machen, was in
rein Ausdruck »ein Zoll Regen« liegt.
Sie kiiiiiien Auiklarung erhalten, wenn
sie der nachfolgenden eigenthünilichen
Berechnung Aiiinierksaiiiieit schenken.
Ein Arre ist gleich 6,!372,s;40 Quar
dratioll nnd ein Zoll tiefes Wasser auf
diesem Flachenraum niacht ebeiisoviele
iciiadratzolle aus, was zu 227 Zoll aus
die (iiallone, Erst-W Gallonen ausmacht.
Diese ungeheure Quantität Wasser wiegt
.2::«.-,wi) Pfund oder mehr als kW
« Tonnen.
s Er- scheint, daß der Regie
riingsproceß, fliegen zu produciren, eiiie
spatcntitte iiieschichte ist. Ter Besitzer
des Patente ist ein bejahrter Lisicier
der ehemaligen Rebellenarme, General
;Taiiiel tiiiiggle3. Seine Auvlikation
s für das Patent datirt: Austiii, Ter» den
ZE. Februar Ihm und seine Papiere
sind in der Patentossice ain 7. Juni
llisksii registrirt worden. Das Pateiit
Tist eingetragen »Methode behufs Be
i schleunigung von Regenfall.«
Zwei Männer angelten·
kürzlich in einein Boot in Tautona,
Fla. Einer der Männer sing an seiner
Angel einen großen Fisch, den er an sei
iier sehr schwachen Angekruthe nicht in
die Hohe bringen konnte. Er sah sich ge
zwungen, den Wanderungen des Fisches
mit rexii Boote zu folgen und das
dauerte von zehn Uhr Morgens bis
Nachmittage fünf Uhr, wo der Fisch
nahe genug der Oberfläche kam, daß
nian ihn schießen konnte. Sie zogen
den Fisch todt an’o Ufer. Er wog nicht
weniger alo 75 Pfund.
Jn einem langen Schlaf ist
Man White aus Meadsville in Michi
gan befangen. Sie war Schiller-in der
Staats - Normalschule in kltpsitanti.
Dort verletzte sie sich durch einen Ztnri
das Rückgrat, tviirde nach Mendssmlle
gebracht nnd verfiel am Jet. Juni in
tiefen Schlaf, aus welchem sie tijglich
nur dreimal für etwa zwanzig Minuten
bis höchstens eine Stunde erwacht.
Wenn sie Mittags erwacht, nimmt sie
ein tiiiitigesz Maul zu sich. Gegenwär
tig befindet sie sich im Haufe ihres Arz
tes, Dr. Brotvm der die Hoffnung hegt,
sie von der unnatürlichen Schlafsucky
bald zu heilen.
Die »teölniiche Zeitung«
schreibt: »Der Cbesredarteur der »N.
Y. Staatszeitung«, Oswald Ottendov
fer, ist m Brünn angekommen nnd hat
einer Abordnung der Stadt Zwittau,
« iir erweitet
Sander sich be and, die Mittheilung
gemacht, daß er auf dein Vauplatze sei
nes Gebiirtehquses, welchen die Ge
meinde Zwittqu ungetauft bat, eine
·Boltebibtiothek und Freilesehalle noch
amerikanischem Muster nach den Plänen
des Architetten Vanderly errichten und -
das Gebäude der Gemeinde Zwitte
widmen werde. Die Kosten des neuen
Baues werden mehr als 200,000 Gul
den betragen.«
Wahrhast gebrandichatzt
werden die Bewohner des Nisquaui
Niver in Oregon, da der verschmitzte
Ferge sich für das Uebersetzen an einer
Stelle, wo der allerdings sehr tiese und
häufig reißende Strom kaum so breit
ist, wie eine New Yorker Straße, nicht
weniger als 50 Cents siir das Ueber-i
setzen zahlen läßt. Weshalb sich hier!
nicht eine Concurrenz austhut, mögeni
die Götter oder —- die anscheinend etwas s
pblegmatischen Anwohner des Nisqualli
wissen.
Mainez Bauholz-Reich
thum wird meistens unterschätzt, schreibt
der »Sontbern Luinberman«. Jedes
Jahr werden jetzt 50,()Uo,0«0 Fuß
Banmstanime im Staate geschnitten,
wovon etwa ein Drittel den Pcnobscot
hinuntergeichwenimt wird, und die
Quantität des gesagten und gehobelten
Baiihol,3es, das aus dem Staate ver
sandt wurde, seitdem die erste Sägemühle
gebaut wurde, ist gar nicht in Zahlen an
zugeben. Alles Holz aus Maine geht
meistens nach New York, Philadelphia
uno die Häien New Englands.
Die Canadier sind seh r
mißgestimint über die Resultate der
Censnsausnahnien und werfen ihre Blicke
neidisch auf die Berichte über die Be
oölterungszunahme in den Ver. Staa
ten. Aber Canada kann niemals hof
scn, mit unserem großen Lande zu ton
curiren· Frau McGrissin in McGre
gar, Tex., die vor etwa einem Jahre
Drillingen das Leben gab, schenkte kürz
lich einein wunderschönen Staate und
einein etwas verlegenen Gatten ein
Quartett lustiger Texaner und alle
sieben Kinder befinden sich soweit
wohl.
Frau E· Wilcox, Clerk im
Schatzaint in Washington, ist im Weißen
Hause während des Amtstermins Prä
sident Andrew Jacksong, ihres Groß
onlelg, geboren. Ihr Vater, Major
Donaldson, ivar Privatfecretär des
Präsidenten und ihre Mutter stand dem
Haushalt desselben vor. General Jack
fon und Van Biiren waren ibre Tauf
pathen. Später wurde ihr Vater Ge
fandter in Berlin und war Eandidat
für Vicepräsident auf dem Fillinore
Tiket Ihr Mann, Oberst Wilcox,
saß im Coiigreß fiir Mississippi und
starb aliis Mitglied des Congresfes der
Consöderiiten Staaten.
Unser Gefaiidter in Ber
lin, Herr Plselps, erklärte einem
Agenten der Affociirten Presse gegen
über: »Im Deutschland Hier lag der
Fall andeer Die Bewohner sind an
den Genuß rolien Schweinefleischeö ge
wöhnt, und hierin lag die Gefahr.
Deßbelb gebt die deutsche Regierung
auch beim Uiitersucheii des deutschen
Schweinefleiiches sehr sorgsam zu
Werke, und es war nur billig, daß sie
auf einer gründlichen Untersuchung un
seres Schweines bestand. Deutschland
hatte von jeher versprochen, unser
Schweinefleisch zuzulasfem sobald diese
Bedingung erfüllt sei, und es hat sein
Versprechen gelialteii.«
In Verbindung mit dein
lürzlichen Versuch eines Dtuiaiiiiters,
einen Zug aus der Lehigh Ballen-Bahn
in Californien zu zetriiminern, lohnt eH
sich wohl, die Thatsache zu erwähnen, daß
in der letzten Saifon von der Califor
nier Staatglegislatur ein Gesetz ange
iiiminen worden ist, welches das bös
willige Entgleisen oder Berauben von
Babnjügen zu einem Eapitalverbrechen
macht, das mit dein Tode oder iiiit le
beugt-in licher Zuchthausstrafe, je nach
dem Ermessen der Gefchworenen gefühnt
werden soll, selbst wenn kein Mord da
iiiit verbunden ist, oder der Versuch
niißlingeii sollte.
Die Wittwe von Jeffer
son Davis wird im Laufe dieser
Tage in New York gegen Robert Bel
ford, die Belford Publishing Co. und
Edward Lange wegen Coniractbruchs
eine gerichtliche Klage einreichen, die
darauf hinauslauft, daß die Verklagten
als Verleger der»Denlwiirdigleiten Jeff
son Davie’« sich weigern, ihr die aus
gedungenen lZZz Procent von dein Be
trage, der bist seht aus dein Verlaufe
des Buches erzielt worden ist, auszu
zahlen; Frau David gibt den ihr zu
toiiinieiiden Betrag auf Q4000 an. Es
scheint leinein Zweifel zu unterliegen,
baß Frau David sich in ziemlich ge
drückten Verhältnissen befindet und
große Hoffnungen auf den Vertan der
Dxntmürdigkeiten gesetzt hatte. s
Die Republik Mexico sei i
ertete vor einigen Tagen den Kl. Jah
reztasi ihrer UnabhängigkeitZerlliirung
und seiert den Tag in entsprechender
Weise Tas Beispiel der englischen
Colonien hatte zwar längst auch ini
Süden zur Nachahmung gereizt, doch
Spanien hutete seine Herrschaft niit
viel zu großer Macht, uiii einer Nebel
lion Aussicht aiis Erfolg zu lassen.
Außerdem war Mexico an und sur sich
sehr schwach, seine Bevölkerung war un
wissend, erregbar, wantelniutliig und
selbst nach Vertreibung der Spanier
machten sich so viele widersprechende
Interessen geltend, die nur— durch einen
Bürger-krieg geschlichtet werden konn
ten, daß die Zukunft auf ein halbes
Jahrhundert trübe erschien. Als aber
die Vereinigten Staaten gegen die
Fremdheerschast in Mexilo proiestirten
und die Jniperialisteii von den Mexi
kanern unterdrückt wurden, da begann
es auch jenseits des Rio Grunde zu ta
g
mit jedem Jahre in ihrer Entwickelung
fortgeschritten Manche europäisehe
Nation beneidet heute Mexilo um sei
nen Frieden und Emporblühen und uin
seinen starken und mit ihm shmpathisis
renden Nachbar-. .
Der Gründee Rom-, Ro
; einlud, hat die besondere Ehre, in einem
Rades-Bürger Americas wieder aufzu
leben. Doch war die Veranlassung zur
Wahl dieses alten Römernamens nicht
etwa die geschichtliche Begeisterung des
betreffenden Erzeuger-Z für jenen sagen
haften Räuberhauptmann und Bruder
mörder. Vielmehr nur der Umstand,
daß jene-Z Baby in einem ,,Sleeper«
der Baltimore ki- Lackawanna-Bahn,
der den Namen ,,Romulus« führt, aus
der Fahrt durch Maryland das Licht
der Welt erblickte. Es mag noch zur
Beruhigung ängstlicher Gemüther be
merkt werden, daß man die geschichtliche
Analogie nicht so weit getrieben hat,
eine Wölfin als Amme zu engagiren,
sondra daß Jung-Romulus’ Mutter
selbst diesen Dienst versieht.
em Beispiele einiger
Deutschen zu Portland, in Oregon sol
gend, die vor ein paar Jahren eine
Menge deutscher Singoögel mit Erfolg
einführten, wollen jetzt auch mehrere
Ealisornier deutsche gesiederte Sänger
einführen. Die erste Sendung dersel
ben soll dort Anfangs November ein
treffen und dann sollen in Zwischentön
men weitere Sendungen folgen. Wohl
habende Farmer in den calisoriiischen
Couiities Santa Cruz, Napa, Sonoma,
San Mateo und Sacramento sind für
diesen Plan thätig, und so werden die
deutschen Singvögel bei ihrem Eintres
sen gleich über einen großen Theil des
Staates verbreitet werden. Mit der
ersten Sendung werden Lerchen, Gold
finten, Nachtigallen, Stieglitze, Amseln,
Drosseln u. f. w. erwartet.
Jm Polizeigericht zu Cin
cinnati wurde vor einigen Tagen ein
Milchmann vor Geschworenen proces
sirt, der angeklagt war, seine Milch
verfälscht zu haben. Nachdem sich die
Jury vier volle Stunden zuriictgezogen
und noch tein Lebenszeichen von si
gegeben hatte, wurde der Gerichtsschrei
ber verdrieszlich; er kletterte den Quer
balken der Thüre hinaus und blickte«
durch’s Oberseuster, um zu sehen, ob
die Geschworenen uoch lebten. Diese
vertrieben sich die Langeweile gemüth—
lich heim Kartenspiel. Der Gerichts
schreiber berichtete die Sache an deii
Richter, der die Jurh vorsiihren ließ
Als er den Obmann fragte, ob sie sich
iiber einen Wahrspruch geeinigt hätten,
antwortete derselbe ganz verdutzt, »ich
weiß es nicht.« Die Jury wurde sofort
entlassen. .
Ein schwedischer Baron
Nordensliöld ist in Duranga in Colo
rado verhaftet worden, «an die Anklage
hin, aus den Felsenwohnungen am
Mancosslufz ,,Reliquien« eiitwendet zu
haben. Tiefe Hohlenräume der frühe-»
reii Felseubewohner befinden sich aus
der Reservation der Ute Jndianer und
der Baron, der von der Regierung die
Erlaubniß erhalten hatte, behufs wissen
schaftlicher Forschungen die Höhlen in
Augenschein zu nehmen, hatte daraus
eine Menge Gegenstände entfernt und
in Kisten nach Stockholm abgeschickt.
Er wird sich ain 2. October ini Bun
desgericht zu verantworten haben, bis
wohin er unter stin Bürgschast steht.
Der Baron ist 23 oder 24 Jahre alt
und ein Sohn des berühmten schwedi
schen Polarreisenden Nordenstiöld, wel
chem es IRS und 1879 gelang, das
nurdliche Eisnieer von Golunburn in
Schweden aus längs der sibirischeii Rüste
zu durchichifsen und durch das Gerings
ineer die Heinisahrt zu machen.
Eine Hagestolzsteuer steht
in Georgia in Aussicht Nichts Neues
unter der Sonne. Schon die alten
Gerniaiien führten bereits eine solche
Steuer ein, die sich als ,,inigusi«izia—
ius" noch lange unter den sriesischen
und sächsischen Stäininen im heutigen
Oldenburg und Schlesswig-Holstein er
hielt. Bekannt sind die beschränkte
Testir uiid Erbfähigleit, welche Kaiser
Augustus dem .,(-.iwlubs" oder Ehelosen
in der lud-( Juliu- eit Papier PUHsiiou
auferlegte, um dem allmählichen Zurück
geheii der römischen Bevölkerung zu
steuerii. Also Georgias Legislatur hat
eine solche Bill den Comites überwiesen
und diese haben die Bill günstig einbe
richtet. Danach muß der Georgier nach
vollendetem :3(). Lebensjahre als freier
Junggesell zu leber, mit 825 bezahlen,
während die Steuer mit der Zahl der
Jahre und als Strafe sür anscheineiide
Unverbesserlichteit allmählich steigt.
Der in Ottumtva in J owa
gebaute t!«ohlenpalast, welcher in diesen
Tagen feierlich eingeweiht wurde, ist ein
einbruekgvolles Gebäude von 230 Fuß
Länge und 130 Fuß Tiefe nnd hat in
der Mitte einen 200 Fuß hohen Thurm.
Ter Mittelbau ist ztveistöckig: das erste
Stockwerk mißt bis an die Decke 20 Fuß,
das zweite ist bis an das Dach berichte
dentlicti 40 bis W Fuß hoch. Die Ecken
der Lst nnd der Westseite des Gebäu
des sind mit kleinen Ttiiirmchen ver
ziert, in dem einen Tbeil des Gebäudes
befindet sich eine Zu Fuß lange und
ebenso tiefe Biitme mit einem Wasser
fall im Hintergrund. Ter hübsch aus
geschmiictte Zuschauerraum faßt 4000
bis mun) Menschen. Unterlialb des
Palastes befindet sich ein täuschend ähn
lich nachgealzmtes kleines Bergwerk, in
welchem Bergleute mit Lampen und
Spitzbauen arbeiten. Der Wasserfall
bon der Größe des Minehaha-Falles
Jtvird täglich fünfzehn Millionen walle
snen Wasser verbrauchen. Der Kohlen
! palast ist dieser Tage mit großem Pomp,
einer Parade nnd unter großer Begeistes
rung der Einwohner eröffnet worden.
' »ein-r Aufstellung, einschließ
lich des Werthes der dazu benutzten
Kohlen, bezissern sich auf 850,000.
ECiirter ? Harrison von Chieago hielt
die Erd nunggrede welcher Gesangs
Ivorträgt-, Musik und noch andere Vor
träoe folgten.
i Der Kardinal Taschekean
in der canadischen Hauptstadt Ottama
tadelt in einem Hirtenbriefe die Saum
seligleit der französischen Canadier bei
ansteckenden Krankheiten, namentlch das
Unterlassen der Absperrung von Heil
mitteln. Er legt den Geistlichen die
Nothwendigleit der Ueberwindung von
Vorurtheilen und eines bessern Abs-Jer
tnngssystems an das Herz. Der Hir
tenbries ist auf den Bericht der Gesund
heitsbehörde gestützt, welcher eine er
schreckende Zunahme der Sterblichkeit
nachweist. Jm Jahre 1890 betrug die
Zahl der Katholiten in Städte-i 302,
581; der Durchschnittssatz der Gehn-s
ten 41.16 auf das Tausend Seelen und !
der der Todesfälle 29.94. Die größte
Sterblichkeit in der Provinz Ontario s
weist der Sprengel Sacke Coeut de
Marie im Connty Megantic mit 80.35
v. T» die geringste der SprengelNotre
Dame d’Jllevoiie im County Terms
couta mit 13.57 v. T. auf.
Jn New York lebt ein
Knabe von zehn Jahren, dessen Vater
längst über die die sechzig Jahre hinaus
ist und dessen Großvater bei Braddocks
Niederlage zugegen war, in welcher
Schlacht sich George Washington zuerst
aus-zeichnete Der Großvater war nur
ein Knabe von 14 Jahren, aber stark
und groß für sein Alter, als er die
Commission des Königs erhielt und in
die bunte sZoldatenjacle gesteckt wurde.
Später bekleidete er einen hohen Rang
in der RevolutionsMrmee und starb im
hohen Alter von 93 Jahren. Jn sei
nem vorgerückten Alter heirathete er
seine zweite Frau und hinterließ einen
miiiderjährigen Sohn, der sich erst im
späten Lebensalter verheirathete Wenn
die zehn Lebensjahre des kleinen Fina
ben zum Alter seines Vaters gezählt
werden, so umfassen die drei Generatio
nen dieser Familie eine Spanne Zeit
von 200 Jahren in der Geschichte dieses
Landes und der Knabe wird im Alter
von 72 Jahren im Stande sein, zu sa
gen: »Mein Großvater lämpfte mit
Braddock und heute vor 200 Jahren an
der Seite Washiiigtoiis.«
Ueber und über die Fülle,
bedeutend mehr als er gewünscht hatte
und ihm erwünscht war, wurde neulich
teni Farmer Thomas Hickeh bei Diana,
N. Y., in den Adirondacks zu Theil.
Jn einer von ihin aufgestellten Falle
hatte sich nämlich ein Bärenjunges ge
fangen, nnd schon wollte der glückliche
Jäger seinen Gefangenen befreien und
sich trollen, als er plötzlich ein ver
dächtiges Bruiiimduett dicht hinter sich
vernahm. Richtig standen zwei aus
gewachsene Bären, augenscheinlich mehr
verwandt mit dem gefangenen Bären
jüngling, aus ihren Hinterpranleii auf
gerichtet, vor dem erschreckten Hickev, der
denn doch noch so viel Geistesgegew
wart besaß, seine Doppelbüchse auf die
beiden Uiigeihiinie abzufeuerm Zwar
bestand der Erfolg nur darin, daß der
eine Peti, wenn auch nur leicht verwun
det, davontrabte, während der andere
Meister Braun sich eben zur tödtlichen
Umarmiing anschickte, als ihm Hickey
seinen Geivehrlauf in den Rachen stieß
und das Thier erstickte
Aus-. einem Bericht des-Cen
susamies über den Hopieiibau in den
Ber. Staaten ist ersichtlich, daß Hoper
zu Handelzzweclen in siebzehii Staaten
gebaut wird. Jin Jahre IEWJ wur
oeii über Tisi,()0(l) Arres- init Hopseii be
stellt, von denen Ijsd,1«:3,t:«.«ii Pfund
geerntet wurden. New York sieht mit
13;,i;70 Acres und einer Ernte von
2(i,»62,025) Pfund an der Spitze-. Im
Jahre 1890 wurden im Ganzen :3·;,
557,854 Pfund geerntet, welche 811,
102,124 einbrachten, wogegen der Er
lös aus der Ernte von 1889 nur
b4,()513,407 brachte. Der Durchschnitts
preis belief sich 1880 auf 10Cents,
Umi) auf 30 Ceiits siir das Pfund.
Der Verbrauch von Malzgetränkem zu
deren Herstellung Hovfen erforderlich
ist, hat sich in den Ver. Staaten von
z44,i;().'-,-18.3 Gallonen im Jahre 1879
auf 77Ii,8!)7,426 im Jahre 1889 ge
steigert, d. h. von 7.05 Gallonen aus
12.»9 Gauonen auf den Kopf, wobei der
Schiiapsgebraiich entsprechend abgenom
inen hat. Tarauä erklärt es sich von
selbst, ka7z ier Hopfeiibauzu einem wich
tigen Ackerbauzweige in den Ver. Staa
ten geworden ist.
Frau Jefserson Davis hält
sich seit längerer Zeit in New York auf,
um die Correcturbogen der Meiiioiren
ihres verstorbenen Gatten, welche dem
nächst aus deni Bücherinartt erscheinen
werden, einer Revision zu unterwerfen.
Das Wert soll eiiie Masse neuer Mit
theilungen über dieCharattereigenthiiin
lichteiten ihres Gatten enthalten und
über dessen Beziehungen zu der Nebel
lion der Südstaateii. Obwohl Frau
Davis keine Ansprüche aiif hohe lite
tarische Befähigung erhebt, wird von
competenter Seite behauptet, es sei ihr
gelungen, eine interessante Zusammen
stellung der Vorgänge jener Periode zu
machen, in welcher ihr Gotte eine so
hervorragende Rolle gespielt hat.
Als eines derinteressaiitesten Abschnitte
des Buches wird die Prioarlsorrespoiii
benz des Jefferson Daois an seine
Gattin geschildert, die aus der Zeit«
staninit, wo er sich bei der consoderirten
Armee aufgehalten hat. Tas Buch
cvird jedenfalls» einer scharfen Siritik
unterworfen werden, die aber sicher "
mehr dein Präsidenten der Consöderas
tion, als der Versasseriii der Memoirrn
gelten wird. Nach Erledigung der mit
Herausgabe des Buches verbundenen
Arbeiten beabsichtigt Frau David niit
na
Mexiko zu gehen, um dort den Rest des
Winters zu verbringen.
———--..-.-«---—
—-Dag Geld sängt erst darii
zu leben an, wenn man ez todtschlägt.
-
—- Ein Tag aus des Fee-im
In einer Berliner höheren Lehranstalt
ift als Auffatzthema die Beschreibung
eines Tages aus den Schulferien auf
gegeben worden. Aus den eingelieferten
Anffätzen bringen wir folgende Blü
tl)enlefe: ,,....,,Jch bin dann mit
der Pferdebahn zu Fuß n-: ch Char
slottenburg gefahren « — ,,Die schönen
Ferien find nun vorüber, fo daß man fich
nur noch auf die Schule und die Herren
Lehrer freuen kann.« — »Die Kajüten
waren auf das Comfortabelfte einge
richtet, so daß uns die von Mama kalt
gekochten Eier sehr gut schmecken « —
»Dann engagirten wir schöne Spiele,
an welchen auch Papa als Pferd theil
nahm.« —- Eine lichtvolle Schilderung
der märkifchen Schweiz hat folgenden
Schluß: ,,Abwechfelnd erheben sich
Berge und Seen, von welchen ich an
diesem schönen Tage manchmal die
Sonne untergehen fah.« —— ». . . .Jn
Tegel besuchten wir das Schloß. Ob
wohl die Denkmäler der berühmten
Brüder Humboldt in Berlin unter den
Linden stehen, sind sie doch m Tegel be
graben« — ». . . .Alg wir nach Hause
kamen, war bereits der Storch mit sechs
Jungen bei unserm Hunde Rols einge
kehrt.« Zum Schluß noch das folgende
Geständniß eines braven Jungen, der
mit seinen Eltern in Diebenow war:
«Wunderooll war die See, besonders
wenn man an die Flundern denkt, die
wir in der Regel zum Abendbrot
aßen.«
— An Cum-os. Jn einem Bade
ort macht ein Herr, dem man die Ad
stammung schon »an der Nase ansieht«,
die Bekanntschaft eines Buckligen.
Beide werden sehr intim, bis nach eini
ger Zeit der Eine bemerkt: Wir sind
jetzt schon seit so langer Zeit befreun
det; ich muß Ihnen ein Geständnisz ma
chen; ich bin —- Jude. « »Ihr Ver
trauen ehrt mich«, bemerkt der andere
sehr ernsthaft, »auch ich muß Jhnen ein
Geheimnis; anvertrauen: Jch habe —
einen Buckel.«
—- Vielleicht!? Frau vom
Hause (zu einem Schriftsteller): »Herr
Doktor, ich habe ein neues Autographen
Albnmz möchten Sie mir nicht etwas
Hübscheis hineinschreiben ?« —-—— Schrift
steller: ,,Bedaure, gnädige Fran, aber
im Moment fehlt es mir an einem Hüh
schen Gedanken Später recht gern!«
— Frau vom Hause: »Nun gut! Wir
gehen nächste Woche auf drei Monate
nach Abazzia —- vielleicht fällt Ihnen
bis zu unserer Rückkehr etwas Verniinf
tiges eink«
— Mann und Maus. Fräu
lein: »Bei der Ueberfahrt schlug der
Blitz in unser Schiff und dasselbe ging
mit Mann und Man-:- unter. .«
Herr: »Aber verzeihen Sie, Sie leben
ja glücklicherweise noch ?« —- Fräulein:
»Ja, ich bin aber doch auch kein Mann
oder noch weniger eine Maus l«
—- Nach langer Pause. —
Nichter: Sie haben erst vor Kurzem 12
Jahre verdüßt, und nun sitzen Sie schon
wieder auf der Anklagebank! —- Ange
klagter: Schon wieder? Jck meene,
wenn man 12 Jahre lang nich mehr
auf ihr 1esessen hat, det wäre doch ’ne
schöne Zeit.
—- Zu empfindlich. Mutter-:
»Was hat denn der Hugo gesungen, daß
Du so gerührt bist. J« Tochter (ärger
lich): »Sei mir gegrüßt, du lieber
Schwein ·« Mut ter: ,,linddeßhalb bistDu
io ergriffen ?« Tochter: »Natürlich!
Das kenne ich schon: Schwan singt man
und Gans meisnt man!«
— Undankbarkeit. X.:
Sie erinnern sich doch, daß ich anen
einmal zehn Mark lieh. Dafür könn
ten Sie mir wohl jetzt einen kleinen
Gegendienst leisten. — Y.: Wie! Ich
habe Ihnen doch die zehn Mark wieder
gegeben, einen größeren Gegendienst
können Sie doch nicht beanspruchen
— Zarte Andeutung. Der
Baron Pumphausen hatte in der Zer
streutheit zu zahlen vergessen. An der
Thüre hält ihn der Kellner aus. »Ent
schuldigen Sie, Herr Baron, habe ich
Ihnen schon herausgegeben ?«
—— Eine Häsin Mann (von
der Jagd heimkehrend und eine Küchen
lagnpe aus der Tasche ziehend): Hier,
liebe Frau, endlich habe ich was geschos
sen. —- Frau: Eine Lampe. — Mann:
Nun ja, eine Lampe! Muß es denn im
mer ein Lampe sein? Drüben an der
Schießbude habe ich sie eben für 10 Ps.
Einsatz geschossen.
— A u g w eichend. Sie: Nein,
Eduard, mit diesem Kleide geht’s nicht
länger. Sieh doch, die helle Farbe
paßt garnicht zu dein Frühjahrsgrüm
—- Er: Aber ich bitte Dich, Kind, ich
kann doch die Bäume Deines Kleides
wegen nicht roth anstreichen lassen.
« Gutes Gewissen. Richter:
«Llngeklagter, Sie sind Ietzt entlassen,
—- der wirkliche Dieb ist erinittelt!« —
Lehinanm »Nu, seh«n Se, Herr Rich
ter, ick hab’ mer doch gleich iedacht, det
ick unschuldig bin.«
— Ländlich sittlich. Wirth:
»Was wär’ dem Herrn lieb ?«— Hans:
»O, säget mer doch nit Herr, i di tei
Herrl« — Wirth: »Ach, naht mer
das nit übel, es ist halt hie der Bruch,
daß mejede Lumveliund Herr seid.«
—- Kindliche Naivetät.
»Aber, Aennchen, was machst Du denn
da mit Papas ConoerjationssLexikon ?«
— »Ich suche nur meinen verlorenen
Puppenstrunips; —- Papa hat gestern
gesagt: im Conoersationö-Lexiton findet
man Alle-W
L —- Aug der Jnstrultionss
st u n d e. Sergeant: Biwas
)würden Sie thun, wenn Ihrem Vor
dermann der Kopf abgeschossen wird?
Einjåhrigen Ich würde ihn zu trösten
suchen.

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