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Nebraska Staats-Anzeiger und Herold. [volume] (Grand Island, Nebraska) 1901-1918, April 25, 1918, Image 1

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Nebraska K .
z GENUS-O Weg-w uml ·- MM .
Islbtgaug 38. =———-.—. Grund Island, Nebraska, Donnerstag, den 2-3. April l918. ———-———————— Nimm-et 39
(
A— -. -—.—».---..-----«---v v«
— .·
Amtlichc Kriegsbcrichtc.
Ncuc Offcnsivc hat its-Westen wieder
mit Macht begonnen.
Bklttfche Razzia auf deutsche Submarikaafcn auf Oft
end und Zebrüggr. Admiral Capelle glaubt an
einen langen Krieg.
rfrue ins-litten file-es with nostra-Oh
er It Gunst ists-Ich Nein-» oa Arn-. 24.
u required by the act of Oct. c. Ist'«
Schlacht auf der Mstfknn
Associirie Preise: Nachdem fie die
Briten von Baillenl nnd Wyifchaete
getrieben haben. kämpfen die Deut
schen deiner-on inn andere Punkte auf
höher gelegenein Terrain iiidlich nnd
fiidmeftlicli non Ylsern zu gewinnen.
Nach einein achttiigigen Kampfe mit
grofien Sireitträiten kamen die Deut
schen eine dein niedrigen Gelände her
auss, aber nni ilireMewinne zu sichern
niiiffen fie weiter vorwärts dringen.
Die Reiten bestreiten jeden ani Vo
den und fchiagen gehörig zurück.
Es wird in London zugeneben, daß
die Situation gefährlicher ist« wie
beim Beginn des deutschen Vorwärts
dringens im Norden.
Preinier Lloyd Georqe erklärte vor
dem Haufe der Gemeinen, daß die Si
tuation hoffnungsvoll iei nnd fiiaie
hinzu, daß Gaieral Plunten der bri
tifche Kommendeur in der Meffiness
Umgebung. und General Fech, der
alliirte Chef-Kominandeur, beide ver
irauensvoll find. Der Preniier sagte,
das nichts von großer Wichtigkeit ver«
form worden fei. Der Feind, fügte
er hinzu-. hat die britifche Armee noch
nicht vernichtet wie es fein Ziel war.
Durch die Eroberung von Wut
iM und die Hügel von Span
broek Polen nach dem Bitt-lockten
trieden die Deutfchen die Visiten ans
dem höher gelegenen Terriioriunt
nach der fiidliilien Spitze des Messi
nesiPaichendaeleHügels-, der sich «
Meilen von anergliein nach Pa
fchendaele in nordnseiilicher Richtung
erstreckt. Von Wnlnerghem nach
Wyttchnete iit es dritthalb Meilen.
Ypetu liegt vier Meilen direkt nörd
lich und zwischen ihnen find die Ho
beu von Wein Zittetsete nnd Obfer
vatoky Ridge die Wntschaete nn Hii
he gleich sind, 60 Meter.
Um die beseste Strecke dei Mit-m
frei zn sehen, niiissen die Deutschen
mehr des langen Minelriickens aei
minnen nnd die Bann von Hazebrouck
nach Ypern durchschneiden welche eine
der Hamitlieferunniilinieu nach den
tnsititchen Linien öfttich und nnd-oft
lich von Opein ist. Scheinbar versu
chen tie die Bahn zu erreichen. Dirett
westlich von Wntichaete und nördlich
von Gaillenl ist die Höhe von Monnt
KenuneL 156 Meter-, der höchste-Punkt
dei- Geqend Doch ehe der Feind die
Bahn schneiden kann, uni weitere Hö
hen zu gewinnen, möqu sich die Bri
ten zurückziehen oder einen alliitten
Cenenangriss gegen die deutschen Li-»
nien unternehmen
An anderen Punkten der Front von
Buttchaete nach Minenchn haben die
Dritt-n deutiche Anakiffe zukügewies
sen, hauptsächlich inn Merville, das
centtum der Linie. Deutsche Angrif
fe sind südlich von Arras gemacht
worden. Die Dritten schlugen einen
Inst-ist nahe Bodelles zurück. Süd
ltch um Ubert und über der Somnie
hat sich das deutsche Akttllcriefeuer
seitetgett Das feindliche Bombarde
ment tst heftig bei Montdiedier. aber
C entwickelten sich keine Jnfanteriei
eintritt-.
»n- W Its-s with WI
Ot It set-c M Rohr-. on Apr. Is.
I- kmtkis dp ts- Iet ot Cat. s, UN)
Reh-ce- Was-sen
Berlin meidet offizielL daß der
Kampf am Samstag ein heftqu war
und es wird behauptet daß 183 Ame
rika-m- qcfangcn genommen wurden
einichliriklich fünf Offizimm und es
wurden 25 Maichinengewehre erbeu
tei. Es wird gesagt, daß die Deut
schen schwere Verluste erlitten. Daß
Were ihko Zweck verfehlten, zeigt
der Umstand, daß die Angreifek auf
Um eigenen Stellungen surückwichem
M war unter dem Schuh der Nacht
Neue tratst-man Meel Its-h nostra-It
eis It Gut-d ist-geh Nein-» on Apr· U
s- koquusotl hy the set of Oct. S, 1917)
Iknzssifche Trupp-en kommen Briten
zu Hilfe.
Qttaweit Die Franzosen befinden
sich aus dein nördlichen Schlachtfeld
in hestiqeni Kampfe, sagt eine Reuter
Denesche ans London.
Mit der britiichen Armee in Franki
reich: Die Deutschen brachten frische
Divisionen siie den schweren Schlan,
den sie kurz vor-lieu machte-in bei-mi.
Trotzdem die Vriten nicht im Stande
waren, Wntichaete und Meter-en zu
halten, das sie in brillanem Gegen
nnariss wieder genommen hatten, so
schlugen sie den Feind doch anderswo
ab. Die Briien hielten iiike Linien.
Ein erneute-g heitiges Vombnrde
nieni gegen die britische Front zwi·
schen dem La Vassee-Canal bei Gi
venchy nnd den Nienpe Wald zeigt
an, daß die Deutschen in dieser Re
gion ein neues Treiben beginnen wol
len in der Hoffnung, Bethune zu ge
minnen und ein neues Kampfterrain
zu schaffen
Sechs schwere Angrisse wurden
von den Deutschen am Mittwoch zwi
schen Bailleul nnd Zypern unternom
men in dem Bestreben. die beitischc
Front noch weiter zurückzubieqen und
kein weiteres gefährliche-Z Kampfters
rain in den vliimischen Mai-schen zu
schaffe-J- Derstellspäsehwede
mit drei Wellen von Deutschen aime
qriffen, aber der Feind wurde zurück—
geschlagen nnd ein Menenmmeisf tmt
die britische Linie wieder hergestellt
Andere Attncken wurden durch britis
sches Maschinengemelirfener gebro
chen.
i
London: Trotz der delnaraten An
grisse seitens der Deutschen, lelegra
Whirt der Correfpondent von Nen
llen- Limited, haben sie seit letztern
Dienstag keinen weiteren Baden av
jnmnnen und, wie es lcheint leimt
solchen verloren. Während feiner
,dreijährigen Erfahrung in der
Kriegszomn sagt der Correlpondent,
Ibat er nie so lchreckliches, ununterbro
mäenes Geichiitsfener gehört wie seit
Dienstag letzter Woche, nnd das stetig
konliielt als er feine Depelche ali
Ilandte .1lnter den zahlreichen Angrif
Hen an jenem Dienltag an der nörd
Ilichen Front in Flanderin war ein
lbelonders heftiger bei Zillebele fnr
die Deutlchrn verderbenbringeiia de
ren dichte Massen auf kurze Entfer
nung niedergelchollcn wurden. Sie
wurden scheinbar znriickberulen und
Thieran gelangen die brittlchen Kann
niere an ihre Flauke lagl der Coc
lrelpondent nnd das Gelchlöchtek Ivar
jlchrecklich.
I-('t«rue traust-»Um- tllod with Ida-nahst
sr u Grad til-od. Naht-» ou Apr. 24.
u required by the net ot Oct. C, 1917)
Lord Robert Ceeil fast, daß Schlacht
noch nicht zu Ende lei.
- London, 20. April: Ehe die jetzige
deutsche Ossensive begann, waren
deutsche Osfiziere in ueutrateu Lun
dern vorbereitet, zu wetten, daß die
Deutschen ersolqreich sein würden, die
Ztreittriiste der Alliirten in kurzer
Zeit zu trennen, sagte gestern Abend
Lord Robert Ceril, Minister der Blo
ckade, in einer Rede. »Ein Monat ist
vergangen und die Deutschen waren
noch nicht ersetgreich«, erklärte Lord
Robert, »aber nnr wurden Narren
sein, zu glauben, die Schlacht sei zu
Ende. Wir haben eine unbestimmte
Periode eines schrecklichen und ans
strengenden Ringe-nd vor uns. Wir
müssen unseren Feind nicht unterschäs
nen« der die großen Bortheile einer
sünsstgiöhrigen Vorbereitung besass,
verbunden mit günstiger geographis
scher Lage und einheitlichendberleii
hing-« Lord Roberte denkt nicht, dass
dte sonnidadlen Vorthetle des Fein
des die Schlacht pn seinen Gunsten
entscheiden werden
(’l’iui- transtlatton ttloa with poslmaats
er at u nnel lslnach Nebr» on Apr. 24.
as required hy the act ot Ort. C. 1917)
Admiral Capelle glanbt an langen
Krieg.
Amsterdam. 20. April: Deutsche
Zeitungen berichten von einer lebhafi
ten Debatte iilier die UsBootsrage im
Hauptanssclnisz decs Reiclistiiaes. Geo.
Notlieim ein Fortschrittler, forderte
eine schnellere Durchführung des
Vanprogrinnnw, erklärend, daß das
Marineaznt zu viele verschiedene Ty
pen bestellt und sich acweigert dabe.
den Schiffsbauhöfen Bestellungen siir
eine Serie von Tauchbooten zu geben.
Er sprach dem Departement sein Miß
trnnen aus und sagte, die amerikani
iclie Stablprodnktion iei zu groß, als
dasz die Entente an Mangel von Ma—
terial leiden könnte. Admiral non
Sanella der Marineminister, ermi
derte, daf; die Schiffgbanliöfe bis zinn
Aenszeriten arbeiteten nnd daß die
Veränderungen nötliig leien siir die
verschiedenen Kriegstbeater. Er
schloß mit der Erklärung. daß sich
Deutschland unter allen Umständen
ans einen lanaen Krieg vorbereiten
müsse. Dr. Wolfgang Kano, Eoniep
tmtiner, tagte. die direkte Folge des
llVootkrieges märe aewesen, daii
Japan nicht in den Krieg mit einer
aroszen Armee einaearissen dabe. Er
sagte, der Bau von UsBooten miisite
belchlenniat werden aline Rücksicht anf
das Ende des Krieges.
lTrue traut-lauen tllarl with Douai-st
er It Grund lslamh Naht-» ou Apr. 24.
as reaulroa by the set ot Oel. C. Ist-D
Hält skst zu Deutschland
Amsterdam, 20. April: Dr. v.
Sendler, der österreichische Brenner
erklärte eiuer Delegation von Abae
sordnetem die ihn auf die kiirzlichen
politischen Ereignisse, welche Agita
tion in deutschen Kreisen verursachte-,
aufmerksam machte, daß er dies wohl
bedanke daß aber weder die innere
diech äussere Politik der Regierung da
durch beeinflußt werde, und ebenso
laenia durch den österreichischen Mi
uisterwechsel, wie die Wiener Depe
sche, welche den Zwischenfall bringt
betont. Er siiate hinzu, dass anne
’sichts der unveränderliclusn Gesichte-«
Punkte der streut-, niit denen er ver
traut ist« dass diejenige-u welche liins
sichtlich ilirer Rettung aus die Euteute
schauen, stets als Feinde des Staates
betrachtet u. behandelt werden iuiir
den. Die Vudapeiter Blätter leaen
Druck auf die Mittlieilnnq bei Ve
lsnrechuna der Ernennung von Varau
Vurian zum ausländischen Minister,
das; nnveriinderliche Loyalitiit neuen
iilier der Allianz init Deutschland der
Hauptpunkt ihrer Politik ist. Sie er
klären. das; Oesterreichslluaarna ans
niiirtiae Politik nicht im niindesten
geändert werde.
sTruo tmnslutton file-il with positiv-st
ms ni but-sei lalaniL Nahr« on Apis-. 24.
tu required by the act ot Oct. 6.1917)
Deutschland verlangt sttiegocntfchäs
digung
i Amsterdam lit« April: Deutsch
,land beabsichtigt itkicgsentsciiiidigung
Tuon seinen Feinden zu verlangen.
Inaai Angabe des Prinzen Friedrich
EWiliielin non Preußen Zulin des ver
storbenen Prinzen Ali-recht Niainten
Ilion annielnmsig wie die, ,.itiilnische
lVolkeizeitnng« niittiieilt In einer
Rede in Vkegiau sagte Prinz zyried
rich Wilhelm, mie die Zeitung mit
-tiieilt, Folgendes: »Die seindliche Zu
riickweisnng der Friedens-band recht
sertigt uns ivirtiischafiliche nnd fi
nanzielle Entschädigung zu fordern
Diese Entschädigung ist nöthig sür
Hinsere volkswikthschastliche Entwicke
jlungk
IWruo traust-two ttled with positiv-t
spr It cika Man Nebr» on Apr. 24,
sss required by the act ok Oct. S. wu)
Massen unten-handeln mit der Ukraine.
Amsterdam, 20. April: Eine De
nesche von Meri, via Berlin, sagt, die
rnssischen NationaliCommissäre ha
ben an den Minister-roth der Ukrainc
am Mittwoch einen Vorschlag für
Friedensunterhandlungen gemacht u·
derselbe wurde angenommen. Die
Ukrainer haben einen Coutier nach
Moskau gesandt mit der völligen Ue
ceptirung der ukrainischen Autoritä
ten Die Friadauverbandlungen
sollen in Kursk stattfinden
lTrun tmslttloa file-il with nostra-ist
er al Grund Island. Nein-» ou Apr. 24.
as resqu by the act ot Oct. C. 1917)
Beziehungen zwischen Deutschland
und Holland gespannt
London, 23. April: Das deutsche
llltimatutn an Holland verlangt
laut Nachrichten ans London, das
Recht, nicht nur Civil—«Lieseruimen
sowie Sand nnd Kies durch Holland
Tzu befördern, sondern auch Kriegs
»Inaterialien. Dies Privilegium des
Durchlasses bezieht sich nicht nur auf
sdie holländischen Kaniile, sondern
auch die Eisenbahnen.
Aus dem Hang, 23. April: Das
lmlländische Cabinett hielt gestern ei
ne außerordentliche Sitzung ab.
Das ,,Handelsblad« in Amsterdam
aab am Montag seiner Ansicht Aus
druck, das; Deutschland nicht zögern
würde-, Holland als Verbindunqglinie
zu benutzen, selbst wenn es den Krieg
rigkiren müßte, sofern es glaube, dass
dadurch der Siea aus der Westsront
errungen werden könne.
Es wurde kürzlich berichtet, daß
Deutschland Hollands Gebabren ac
»geniiber der Veschlagnalnne von hol
ländischer Tonnaae seitens der Ver.
Staaten und lisirosibritannien in ame
rikanische-n und britischen Häer in
keineswegs günstiger Weise beur
theile.
tTrue traust-two tilgst with des-must
er o- Gnmå Island, seht-» on Apr. 24,
»so roqulreit by Um set of Oct. S. 1917)
Britifche Razzin auf deutsche Submas
« hin-Busen auf Oftend nnd Ze
brüqstn
I London gri. April: Viitische Flot
ltenstreitkräfte führte heute auf die
ldeutlchen SubniariniBasen bei Ost
end und Zeebrüqqe eine Razzia aus
Jwie die Admiralität ankündigt Fünf
Ialte Kreuzer, mit Einerete beladen
inm die Häer JLEMIW Zum-den
Lauf Grund gefahren aufqbelaien und
uon ilirer Mnnnichoft verlassen. Die
Admiralität berichtet, daß laut un
.vollitäudiner Information, die man
soweit erhalten konnte, die Nazzin
mit verhältnismäßig antetn Erfolg
Hdnrchaefiilirt wurde. Die Verluste
JdeiJ Zelnffsueriunals waren, wie Sir
Crit sagt, besonders schmer. Zwei der
HLlluckadeschiffe wurden gesunken nnd
iaiu Eingang zuin BiiraeLs-Caiiol auf
uelilasen Die anlilliauten an der
JMole bei Zeelnsiiaae mittelst eines ob
ioleten, niit Erlilosivitoffen qefiillten
HIZulnnarius ausgeblasen
; Die veitiichen Seliisssverluste, sagte
Sir Eric, iuareu ein Zerstörer und
zwei KiiiteusMotorlnnite sowie zwei
lkleinere Fahrzenae Während der
kcperationen laudeten, ivie Sir Eric
iautiindint htitilclie Mannichaften,
sum den Feind alizulenlen Der Of
Isizier. welcher den Plan entluarf und
«ausfülirte, wurde getödtet
Eckon translation tut-a with Datums-t
Ier at Gram-l Mann. Nebr» on Apr. 24.
in required dy the act ot Ort. 6. 191'«·)
Zwei amerikanische Schiffe in der
sltiegozone ausgeblasen
Washitmton, ZU. April: Am li.
April wurde die »Lan» Moor« durch
ein deutsches lliVoot in englischen
Newafsern gesunken nnd 46 Mitglie
der der tlleniannuna werden vermißt
Die ,,Ftorence OF Innrde durch
eine schreckliche Explosion zerrissen,
salg sie in einein französischen Hafen
lan, und zwar am 17. April, und 41
Mitglieder ihrer Veinaunung sind
verloren
Rheimo ein Haner Rsineu.
. Paris, M· April: Rheinw, das
in dein eine ganze Woche die Flam
men wiitheteih ist nichts weiter wie
ein Hausen rauchender Ruinea Wäh
rend der tieraanaenen Woche haben
die Deutschen mehr wie 100,000 Ge
schosse in das Herz der Stadt gesen
ert, laut dem Correspondent des
»Matin«, und Lustfchissek können die
Flammen von den Gebäuden 60 bis
70 Meilen weit sehen. Man sieht
keine Spur von Straßen mehr-, da
dieselben von Trümmernbedeckt sind.
Die alterthümlichen Gebäude im Pa
lace Royale und der Marktplah sowie
das Musikerhaus aus dem IS. Jahr
hundert lleaen in Staub und Asche.
Die berühmte Kathedtale fällt zufam
men, Stein um Stein.
er at Grand Island. Nebr» on Anr. 17
er ai- Grana lslana, Nebr» on Apr. 24,
lTrues translatton tllecl with postmash
Verhängnißvslle Kollision.
Ein atlantisclier Hafen: 37 Men
schen liiiszten das Leben ein, als der
amerikanische Dainpfer O. B. Jen
nings nnd der britifche Dampfer War
isiniaht am 24. März nahe der britis
Hschen bliifte kollidirten. Beide Schiffe
waren mit Naphtha nnd Oel beladen.
Mitglieder der Besaynng des Dam
Iisfers O. B. Jennings trafen hier ein
Fund erzählten die Geschichte. Alle die
silmgekommenem mit einer Ausnah
!nie, befanden sich an Bord des britii
sschen Schiffes. Sie erlitten den Tod.
sdnrkh Verbrennen.
. Diejenigen, welche das Feuer an
Hiord des War Kniaht iiberlebten,
sinnt-den ini letzten Augenblicke von
IFKrftörern gerettet, denn kurz daranf
iliisf dac- Schiff ans eine Mine nnd
iflog insdie Luft· Die Zerstörer eilten
ldnrch brennendes Oel, das das Was
jser bedeckte, znr Hilfe herbei nnd nah
jnien auch die Beniannnnq des Jen
Yninqs an Vord. Eine Anzahl der
;Lente an Bord des amerikanischen
Schiffes erlitten schwere Brandwun
den und wurden nach ihrer Landung
in Krankenhönser eingeliefert. j
(True translatlon filed with positiv-st
ar at Grund lsltuuL Nebr» on Arn-. A.
as required dy the act ot Oct. S, 1917) »
Verluste zurückgehalten
Washington, Lil. April: Informa
tion, dasz die Amerikaner 200 Mann
Verloren nnd die Deutschen 300 oder»
400 in den kürzlichen Kämpfen beis
sZeicheprea norwdeftlich non Tonl,z
soll in General Pershings erstem Be
richt von der Schlacht enthalten fein,
der sich jetzt in Händen des Kriegs
departements befindet. Man erfuhr.
gestern Abend, dasz man General
IPershinaI Bericht erhalten habe, aber
ldie Beamten verweigerten die Be
fkanntmachnng oder jeden Commen
tar. I
('l’rue translatlon tlleel wlth postmastY
er at Grund lslanC Nebr» on Apr. 2(.
»so required by the act ot Oct. 6. 1917)
INeigt sich Schweden Deutschland zu?
I Stockholm, Es. März, Correfpons"
Iden,3: Deutsche Propaganda inSchwei
den nnd anderen skandinanischen Län
ldern ist nicht länger wirkungslos,»
Inach der Meinuna von Staats-män
lnern der Länder, in welchen dieselbe
)operirt. Jm Menentheii. sie ruft un1
Ineirwllte Bewunderung in Schweden
hervor wegen ihrer Vollstijndiakeitlfo
Imie Wirknna. Durch frühere Fehl
lschläne nicht zurückgehalten haben die
cDeutschen hier gearbeitet nnd ein
System der Propaganda oraaiiisirt,
idas ohne Zweifel als unermüdlich, in
telligent nnd effektiv betrachtet wird
(’l’ruc«. traasluilon filed with postmasts
Em- at Grund lausan Nein-» on Apr. 24,
·us required by the act oc Oct. s. 1917)
Jlknotme Opfer haben die erwarteten
; Resultate nicht gezeitigt
) Washington, 22 Alnilt Deutsch
slandz enarine Opfer halien nicht die
serinatteten Resultate gezeitigt, sagt
die machentliche llelierficht der niilitiii
frischen Situation, die heute veröffent
slicht nnirdes alter lallten die Deutschen
stiersehlere die blanalliijfen zu errei
;rl)en, glanlien anieritanifche Ztrate
-gen, daf; der Feind einen weiteren
innd mächtigeren Schlag anstiihren
zwird Der deutsche Angriff iin Nar
;den, faat der Bericht, kann nicht als
der letzte oder entfkhlasfenfte Angrifs
des Feindes betrachtet werden. ·
Ums-. trauslatton filed wlth dastund-t
iak at Grund blaan Nebr» ou Apr. 24,
sti- requlroå by the act ot Oct. s, 1917)
Deutschlands Nationalfchnld wird
l viel Jammer-n hetvorkusen.
Auc- Nem York: Deutschland mus-,
die griifzte Sparsamkeit beobachten
ldu sei-us Maxime-schuld jetzt 124 Vit
-lionen Mart beträgt, nach deutschem
Begriff 12«l Milliarden, und die
Stunde wird kommen, wenn es lDeu
len und Ziilnieklappern seitens der
Steuerzahler giebt. Diese Reflektion
wurde im Reichstag ain l. März von
Graf Arthnr von PofadotvskysWehs
nee, dem früheren VicesKanzler, ge
macht, laut der Kölnifchen Zeitung
von welcher ein Exemplar hier ange
kommen ist.
Guts-sung auf seli- S)
l
Landstraßen - Verbesserung vor dem
Commcrrial - Ehrli.
Das- Comite fiir bessere Verkehrs
wege nach allen Richtungen hatte diese
Woche eine Sitzung, in welcher haupt
fiichlich die Fahrstrasze nach Ravenna,
Broken Vow und Alliance nach den
Pottasche-Felderii im nordwestlichen
Theile des Staates zur Verhandlung
kam. Herr Dutton von Merna war
anwesend und erklärte, welche Schrit
te für diesen Verkehrsweg bereits ge
troffen sind im westlichen Theil, daß
Grund Island-es Geschäftsinteressen
noch wenig in dieser Hinsicht gethan
hätten und, falls diese Angelegenheit
seitens- hiesiger Bürger nicht mehr
Berücksichtigng fände, möglicherwei
se die Tour von Kearney aus ver
folgt werde. Die Wichtigkeit dieser
Fahrstrasze wurde genügend erörtert,
und auf Antrag von Mayor Cleary
wurden 850 mouatlich für sechs Mo
nate ausgesetzt, um die Vorberei
tungsarbeiten in Angriff nehmen zu
können. Ebenfalls wurde die Ver-.
besserung und mögliche Verlegung
des Weges westlich vom Friedhofe in
Anregung gebracht. Die Verbesse
rung des Weges an der Union Paris!
sie entlang nach Alda wurde nicht für
praktisch gehalten und der Ankan ei
nes kurzen Streier Landes empfoh
len, der die Fahrstraße eine Meile
westlich vom Friedhof eine Meile süd
lich siihrt und von dort direkt nach
Alda einmündet. j
Auf Antrag von Kaufmann wurde(
das Wege--Con1ite, in Verbindung mitj
Herrn Ashton, beauftragt, die nöthi-l
gen Vereinbarungefc hinsichtlich der;
Auslegung von Landstraßen zu trest
fen. Weiter wurde dem Stadtrath
empfohlen, die siidliche Locuststrafze
mit dem Oelprozefz zu probiren
Stadtraths - Sitzung-.
· l
Jn der Einuna vom 17. Aprils
wurde John W. Tulley der Contract
zur Untersuchung der städtischen Bü
cher nnd Akten fiir den Betrag von
Bill-J übergeben.
sirehrnkry Vorsitzender von Stadt
Eigenthnm verlaß Empfehlungen
von Brocken-Anstalten in Iowa, die
·darlegten, daß durch diese Einrich
tung im Trocknen von Früchten eine
große Ersparnisz erzielt würde. Com
inifsär MeAuley erklärte, daß die
’eine TrockenEinrichtung fiir 8250
hergestellt werden könne· Er eur
Xpsnhl ebenfalls, ini Todan Schul: so—
mie Hochschullstehände eine der Anla
neu einzurichten.
Das Einenthnins Comite wurde,
in Verbindung mit dein Wasser Com
niissär, beauftragt, die Angelegenheit
zn untersuchen und in der nächster
Zilzung zu berichten.
Dr. R. C. Wondruff wurde an
thelle von Dr. Banden dein Sauii
ItiitssComite beigefügt Dr. Banden
sliat sich bekanntlich als Arzt der Re
hierung zur Verfügung gestellt.
- Vor einigen Taaeu befand sich»
hier und iu Halt Cdunty Thaddäus
HBufch aus, der inn- etwa 34 Jahren
eiu Venwhner von Nrand Island
war,al1er feit dieser Zeit unsere
le -tadt nicht wieder zu Gesicht hetinu
Einen hat, und beareiflicherweise war
er sehr verwundert iiher das völlig
iieriiudirre Bild der Stadt, die dazu
zuial lauiu 23000 Einwohner hatte.
EzSeit feiner Abreise nun hier hat er
sich zuweist iu Goldfeldern des nörd
kliehen Alaska aufgehalten und war
lini Jaufe der Jahre alsz Galdfncher
iiaiuh nun Erfolg aekriint. Der Mann
list jetzt hotn Schnee des Alters bedeckt,
;ist aber felir riistia. Sein Vefitzthinn
In Alaska befindet sich am Porkupine
flusz und ist schwer zn erreichen. Von
jDawsou hat er noch 198 Meilen zu
mifie zuriickznleaen Die Gemeinde
in der er lebt, zählt etwa 200 See
len. Er erklärte, daf; iin Sommer
sdafelhst die Tage 23 Stunden lang
lfind mit nur einer Stunde Dämme
Iriina. Ein Neffe von ihm ist in der
hiesigen HainlinesWäfcherei beschäf
ftiat und eine Tochter wohnt in Cleves
fand, Ohio. Er wird sich in den näch
sten Tagen wieder aus die Heimreise
nach Alaska begeben.
Herr Wilhelm Detles Stelk zur Mk
Ruhe gebettet.
Am nergmigenen Sonntag M I
mittag fund die Beerdigung des Mi
Lvoche verstorbenen Herrn W·
Detlef Stelk von der Famili ,
ning eine Meile siidöstlich von M -
ans unter Begleitung eines gross
Trmremeielges statt. Die W «
balirtuibträqer waren die Herren-III -
aust Ve,ckmann Peter Mohr, Jväs s
Neben Fred Tliomssen, Heu-w M »
eng Eiean Joebnck und Henry M«
plml Die aktiven Bahrtru
waren die Herren E. H. Menck, s!
Ucaaane Vernard Ewoldt, Is« «
Zelnnnacber Hiean Nehmt jr., M »
Wilhelm Detlefsen. Pastor L. L
eip» hielt die englische Traumes
nnd Pastor Schumann die deutsäe ;
Der Männeraesnngberein des »Lie- H
derkrnnz« inna zwei Lieder, nämlich: -»
»Noch der seiniath möchk ich wieder« i
nnd das Abschiedslied «Weh’, daß
mir scheiden niiissen«. Eines der
größten Trauergefolge Wie es bei ei- "·s·
nem solch en Anlaß je zu verzeichnen :
mar, gab dem Dabingeschiedenen dassp
Geleite ans seinem letzten Erdenson
ae.· Im Leiclienzuge befanden sich
geqen 130 Antoniobile, und es legte
Rengnisz dafiir ab, wie gerichtet und .
beliebt der Verstorbene bei seinen
Mitbiirgern war.
Herr Win. D. Stelk wurde am Os
Febrnar 1852 in Presdorf, Holstein, «
aeboren nnd kam mit seinem Vater
Mart Stelk im Jahre 1855 nach dies »
sein Lande Nach stürmischer,, IT»
Wochen währender Reise traer sie
in Ner York ein, aber unterwegs
ans bober See starb die sie begleitende
Mrosnnutter sowie eine Schwester MO
wurden auf lieber See begraben.
Der Vater verblieb ein Jabr in Wis
consin nnd verzog dann nach Nebras
ka, um eine Oeiinstätte aufzunehmen-«
anfiveleber die Familie seitdem Sei-»
nmlmt bat. Solclierioeise ziiblten sie
zn den ersten Pionieren, welche diese .
Gegend im Jahre 1857 bestedeltsew
Jkin Fabre 1870 trat Herr Stelk -
mit Frl Willielniine Ablers in den
Ebestand, welcher Ehe neun Kindes
entsnrofsen, non denen fiins den Bassf
ter iiberleben, näinlicht Frau John ·
Denker von Hamiltnn Stumm Wut
D Stelk non Missouri, Detles und
Otto Stelk sowie Maria Stelk, die
sich noch zn Hasife befinden
Der Verstorbene war das erste «
weisse Kind in Mittel-Nebraska, und s
er much beran in einer Gegend, die
als dag- Land der Jndianer nnd Bus
fnlbcs bekannt war. Inn Alter von «
sieben Jahren pflanzte er eine große
Anzahl Den Viinnietn die jetzt noch die »
biibscbe Stell« Faun nnnieben, und
dac- friiliere Lillickbang nnd andere
primitive litebiinlielikeilen aus dek
Pinnieiyzeit wurden durch schöne und
inoderne Gebäude ersetzt. Der letzte«
Ueberrest ans der Manier-seit ein al
ter Schuppen, wurde erst im bergau
nenen anre beseitigt. .
Herr Stelk war schwer arbeitender ·
und fleißiger Mann, der mit dek,
Entwickelung des Landes gleichen
Schritt hielt. nnd dies erster-erste sich
ancli auf die Erziehung seiner Kin
der. Er war ein erfolgreicher Far
iner nnd Viebziicbter n. brachte es zu
zieniliclieni Tikkslilftand Dass Wohler
aeben seiner Familie stand ilnu am
höchsten nnd er starb in dein Bewußt
sein, das; sein Fleis; nicln inninnst ac
»wesen ist.
Einer nach dein anderen unserer
qeliärieten Pidniere seqnei das Reit
lidnn nnd es wird nidn niehr lange
iniihren nienn der letzte non nns Ab
schied nehmen wird, Aber sie werden
sännntliih fortlelien in der Geschichte
dieses CnniitU-3, Nenn ihnen ist die
qruszurtiae Entwickelung des mittle
ren Nebraska zuzuschreiben
Hei-r Zielk starb nnih sechswiichigem
Leiden iin St. Franeigs Hospital den
Folgen der Ziickerkrmikheit. Außer
den Kindern liesranern ihn noch die
Wittwe und mehrere Enkel.
Herr Stelk galt als ein äußerst
loualer Bürger- nielcher hauptsächlich
während dieser Kricagzeit die Regie
iruna in liberalster Weise unterstütte
durch Uebernahme von Freiheits
Vonds, Beiträge zum Rothen Kreuz
usw« nnd sich stets streng an die con
stitnti on der Ber. Staaten hielt. fu«
als Bürger war er immer Ubert-l imd
hatte stets eine ossene M.
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