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Washington Journal. [volume] (Washington, D.C.) 1888-2002, January 13, 1922, Image 5

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1 —
Deutschtums großter
Deutschtums größter
— 8
; 3
JFreund
- - - - ʒ
— ist und bleibt die dentsche Zeitung. ?
- 7
Wo sie im Hause gehalten und von Eltern und Geschwistern gelesen F
5 wird kann und wird das deutsche Volkstum in Amerika nicht untergehen. 2
f -
Lesen Sie die dentsche Zeitung! —
Die Mahnung kann nicht oft und eindringlich genug wiederholt ã
werden.“ Die mäch igen Faktoren für Erhaltng der deutschen Sprache -
sind außer der Familie, die deutsche Kirche, die deutsche Schule und die —
2
: 2 A — ;
Deutsche Zeitung :
- S
2 S
2 Jeder Deutschamerikaner sollte sich in der gegenwärtigen Zeit klar 2
— darüber sein wie wichtig es ist die deutsche Zeitung zu unterstüten. Das —
- ; -
Washington Journal ?
ist die einzige deutsche Zeitung im Distrikt Columbia, aus welcher die
- deutschlesende Bevölkerung ;
- ; . - 2 3 ; 7 3
Die unverfälschten Nachrichten
aus der ganzen Welt, knapp und klar erfahren kann.
3Das “Washington Jonrnal“ kostet frei ins Hans
- geliefert nur SI.OO für drei Monate.
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Deutscher Waisenhansverein. Prä
sident Martin Wiegand; Sekrekär:
Hermann G Winkler, 710 Sechste
Straße, N-—W. Direktoren-Vers. am
2. Freitag i. M. im Elks Heim
Franen Hilfsverein des Dentschen
Waisenhanses. Frau Chas. Rupper
tus, Präsidentin; Sekretärin: Frau
Pouline Walthers, Anacostia, D. C.
Versammlung am 2. Donnerstag i—
M. im Waisenhaus.
Damen-Nähverein des Deutschen
Waisenhauses. Präsident: Frau Cath.
Löffler, Sekretär: Frau E: Thom—
fordt, 729 Quebee Str. N. W. Vers.
finden am 3. Mittwoch i. M. statt.
Ruppert Home Franen Hilfsver—
ein. Präsidentin: Frau M. DeGrain;
Sekretrin: Frau B. Krumke; Vers.
am 2. Dienstag i. M.„ 3 Uhr nach
mittags im Ruppert Home.
Concord Klub. Prusident: Karl
Hoffmann; Sekretär: Gust. Bender,
3200 Nichols Ave. S. E.; Vorstands
sitzungen jeden 2. Dienstag i. M;
Generalvers. am 4. Sonntag i. M. in
314 C Str. NWV.
Concord Damen Verein. Präsiden
tin Frau Mary Bille; Sekretärin
Frau Pauline Walther, Anacostia,
D. C.; Finanzsekretrin Frau Jak.
Bruegger; Schatzmeisterin: Frau B.
Krumke. Versammlung am 1. Sonn
tag i. M. in 314 C Straße N.W.—
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N. W. Präsident: Geo W. Spier;
Sekretär: Dr. F. W. Koenig, 400
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Versammlungen finden statt: Exe—
cutivkomite an jedem 1. Freitag i. M.,
Generalversammlung an jedem 3.
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i. M. abends 8 Uhr. .
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ungs - Vereine. :
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S.-W. Tel. Franklin 1750-j. Vers
am 2. Dienstag i. M. im Concord
Klub., 314 C Straße N. W.
Hessendarmstädter Unterstützungs-
Verein Emil Spahn, Präs.; John
Meininger, Sekretär, 1120 Achte
Str. N-E. Vers. 3. Mittwoch i. M.
in 922 Pa. Ave. N -W.
Pattdeutscher Vereen. Washington,
D. C. Sekretär: Wm. Stuermann.
17 Chestnut Str., Takoma Park, DE
Vers. am 1. Donnerstag i. M. im
Concord Klub, 314 C Str. N. W
Unterstütznngsbund, Distrikt Ro.
160. N.Schutz, Sekretar, 3012 Dum
barton Ave.,, N.W. zwischen N und
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No. 922 Pa. Ave. N. W. ;
„Washington Metzger Unterstütz
ungs-Verein“. Präsident: Frank
Weigand, Ir., 1310 Girard Str., N-
W.; Sekretär: Fr. Heß, 616 East Ca
pitol Str.; Vers. am 1. Dienstag i.
M. in 922 Penna. Ave, NW
Wilhelm Tell Unterstützungs-Ge
sellschaft. Vers. am . Montag i. M.
in 922 Pa. Ave. N -W. Neul Bach
schmidt, Sekretär, 907 23. Straße
Nordwest
Onkel Bräsig Vergi. ugnng rein
Vers. am 2. Dienstap de. im Sãn
gerbund. Geo. Mair, Schrclut 118
Elfte Straße S. E.
„Washington Journal“, Freitag, den 18 Januar 1922
here Bildung sollte dazu beitragen
jene auf niedriger Stufe stehenden
Völker zu heben.
Rußlands Einkäufe in Oberschlesien.
London. — Eine Berliner
Depesche an die Londoner „Times“
sagt, daß ein Vertreter der Moskauer
Regierung, der sich jetzt in Deutsch-
Oberschlesien zwecks Eröffnung von
Verbindungen mit Fabrikanten auf
hält, bereits beträchtliche Posten Ei
sen gekauft hat. Dies wird über
Lübeck und Reval verschifft und mit
Anweisungen auf amerikanische Ban—-
ken bezahlt werden.
Ungarische Royalisten wieder rührig.
Budapest. — Die Tätigkeit
unter den royalistischen Anhän
gern des ehemaligen Kaisers Karl
nimmt, wie gemeldet wird, zu,
und zwanzig Mitglieder der Depu—
tiertenkammer sollen der Opposi
tion des Grafen Julius Andrassy
gegen Premier Graf Bethlen ge—-
folgt sein. Die Partei ist reorga—
nisiert worden und hat eine Platt
form angenommen, die verlangt,
daß nur ein geborener ungarischer
König auf den Thron gewählt wer—
den kann.
Prinz Sixtus von Borbon und
Parma, BVruder der vormaligen
Kaiserin Zita, soll mit andern mn
Rom sein und versuchen, für Karl
und Zita zu wirken, daß sie sich in
Ftalien niederlassen können.
Evrdbeben in Panama.
Panama. — Hier hat sich ein Erd—
beben ereignet, das etwa eine Minute
anhielt und die Stadt etwas erschüt
terte, aber weder hier noch dem Pa—
namakanal entlang Schaden anrich
tete. Das gZentrum des Stoßes
lag gegen 60 Meilen von hier ent--
fernt.
—— —— —— — ————
Inland.
Enropa muß sich selber helfen.
Washington. — Das Kabinett be
faßte sich in seiner Sitzung mit der
Frage, ob die Ver. Staaten dem an
geregten Weltkonsortium zur Aufbes
serung der internationalen wirt—
schaftlichen Verhältnisse beitreten sol
len. Die Sache wurde zwei Stunden
lang nach allen Richtungen erörtert,
doch kam es zu keiner endgültigen
Beschlußfassung. Eines aber wurde
definitiv festgestellt, daß nämlich die
Ver. Staaten unter keinen Umstän
den in der Sache die Initiative er
greifen werden. Die allgemeine Hal
genendenen den Kabie
netts geht dahin, daß die wirtschaft
lchen Uebelstände Europas unheilbar
sind, es sei denn, die Völker Euro
pas gehen an die Arbeit und stellen
allmählich durch Produktion und Ge—
werbefleiß ihre Valutaverhältnisse
wieder her und verbessern ihre Wirt
schaftslage. Das einzige, was die
Ver. Staaten zur Rehabilitierung
Europas tun könnten, wäre Gewäh
rung von Darlehen. Dem ist jedoch
de Administration entschieden abge
neigt, wegen der offenkundigen
Schwierigkeiten, die sich bei der Kol--
lektierung dartun für das, das uns
bereits von europãischen Nationen
geschuldet wird.
Johnson über Vierervertrag.
San Francesco. — Bundessenator
Hiram W. Johnson gab Kalifornien
gegenüber folgende Erklärung ab:
„Die irrtümliche Auslegung des Vie
rerallianz-Vertrages seitens Präsi
dent Harding ist für uns alle der
zwingendste Grund, jedes Wort and
jeden Satz zu studieren, ehe wir un—
ser Land diesem unerwarteten und
außergewöhnlichen Kontrakt überlie—
fern.“
Senator Johnson sagte, daß eine
allgemeine Billigung des ursprüngli
chen Zwecks der Konferenz und eine
weitgehende Einstimmigkeit in der
Hoffnung und dem Wunsche bestan
den habe, die Rüstungen zu beschrän
ken. Irgendwelche Resultate, sagẽ
er, den Teilnehmern gegenüber ge
recht, die die Rüstungen beschränken,
werden herzlichst und enthusiastisch
willkbommen geheißen werden.
„Aber“, fuhr er fort, „daß wir
Abrüstung begünstigen und fast jedes
Opfer für Frieden bringen würden,
ist kein Grund, daß wir irgend et
was annehmen müssen, das uns im
geheiligten Namen des Friedens
öder in der Verkleidung von Abrü—
stung geboten werden könnte. “
„Aus der Heimlichkeit der Konfe
renz ist, erstens, ein Aunerwarteter
Vertrag hervorgegangen, der mit
dem ursprünglichen Zwecke der Zu—
sammenkunft nichts zu tun hat und
in Wirklichkeit mit der Beschränkung
der Rüstungen in keinerlei Verbin—
dung stellt. Der Vertrag ist für Ka—-
lifornien von größter Bedeutung
und von erinerer Wichtikeit für die
Nation. Er sollte sorfältig und rich
tig studiert, eingehend geprüft, und
es sollte gründlich verstanden wer--
den, was er zu bedeuten hat, ehe wir
uns ihm unwiderruflich aussiefern.“
Japans Umtriebe in Sibirien.
Washington, D. .. — Das
Spezialkomitee der sibirischen Regie
rung, das sich gegenwärtig hier be—-
findet, veröffentlicht einen angeb—
lichen Vertrag, der zwischen der ja
panischen Armeeleitung in Sibirien
und dem russischen General Seme
noff, dem Führer der Gegner dei
Valschewiki, abgeschlossen sein so-
Die Japaner sollen sich danach ver
pflichtet haben, Semenoff mit Waf--
fsen und Geld zu unterstützen bei
einem Angriff ansf die fernöstliche
Republik Sibirien.
Die sibirische Delegation beschul—
digt Japan, daß es gemeinsame
Sache macht. mit den Führern be
waffneter Banden, um die Regie
rung der sibirischen Republik zu stür
gen; die Expedition des Baron Un—
garn-Sternberg aus der Mongolei
gegen Chita, die Hauptstadt der
fernöstlichen Republitk, soll von Ja
pan organisiert worden sein; unter
dem Vorgeben, in' der fernöstlichen
sibirischen Republik eine Demokra
tie zu begründen, sollen die Japaner
bestrebt sein, jenes Land in völlige
wirtschaftliche Abhängigkeit von Ja—-
pan zu bringen.
Frankreich stellt in Abrede.
In einem Brief an den Vorsitzen
den der fernöstlichen Delegation
spricht Staatssekretär Hughes seine
Befriedigung aus, daß Frankreich
die Angaben über einen Geheimwer
trag mit Japan gegen die Republit
Sibirten in Abrede stellt. Der
Staatssekretär bezeichnet in seinem
Brief die Regierung in Chita als
„sogenannte“ Republik Sibirien. Die
versprochenen Dokumente, welche den
Beweis für das Bestehen eines fran
zösisch · japanischen Vertrags erbrin
gen sollten, hat die Spezial-Delega
tion aus Chita nicht geliefert.
Japaner weisen Angaben zurück.
Der japanische Admiral Kato, der
Führer der Delegaten aus Japan,
stellte ebenfalls in Abrede, daß
zwischen seiner, und der franzö--
sischen Regierung ein Geheimvertrag
wegen der sibirischen Republik beste
hen soll. Ferner sagt Admiral Kato,
daß Japan seine Truppen aus Si—
birien zurückziehen wird, sobald
keine Gefahr mehr vorhanden sein
wird von einem bolschewistischen Ko
rea oder der Mongolei.
Neujahrsempfang im Weißen Haus.
Washington. — Präsident Har
ding und Gemahlin öffneten Neu—
jahr dem Publikum die Türen des
Weißen Hauses für den ersten Neu—
jahrsempfang seit neun Jahren. Die
der allgemeinen Einladung folgende
Zahl wurde offiziell auf 6,500 ge--
schätzt, von denen viele stundenlang
in einem schneidenden Winde und
in einer sich langsam bewegenden
Reihe zu Vieren standen, die sich
von den Portikos in der Pennsyl
vania Avenue mehrere Häuserge
vierte weit erstreckte.
Das letzte Mal, daß sich das
Weiße Haus für Neujahrsbesucher
öffnete, war 1913, als Präsident
Taft die Hand von 7,000 Personen
schüttelte. Während der Administra
tion von Präsident Wilson wurde
der Neujahrsempfang eingestellt.
Der Präsident und Frau Har—
ding empfingen alle mit einem Hän—-
dedruck, eine nicht geringe physische
Leistung, deren Folge sich in Abspan
nung zeigte, als um 4 Uhr die letzte
Person in der Linie vorübergegan—
gen war.
Deutschlands Flagge flattert wieder
— in New York.
New York. — Die deutsche Flagge
erschien dieser Tage wieder unter
jenen anderer Nationen, die von den
hohen Gebäuden der New Yorker
Finanz und Schiffahrtsdistrikten
wehen.
Sie wurde an derselben Flaggen—
stange auf dem Gebäude No. 11
Broadway, wieder gehißt, von dem
sie im Frühjahr 1917 herabgeholt
worden war, und bezeichnete den
Platz des wiedererrichteten Konsu—
lats der neuen deutschen Republik.
Mehr als eine Woche waren Ver
treter des Generalkonsuls Karl
Lang — des temporären Geschäfts
trägers seiner Regierung in Wash
ington — beschäftigt gewesen, die
Wiedereröffnung der Konsulatsräu—
me vorzubereiten Etwa zwanzig
Pulte, Aktenschränke und ein paar
stählerne Geldschränke wurden aus
den Räumen des schweizer Konsu—-
lats, wo sie während des Krieges
gestanden hatten, über die Halle
hinüber befördert. Unter den ver—-
mißten Gegenständen befindet sich
auch das Oelbild des ehemaligen
Kaisers Wilhelm. Das alte Konsu
latssiegel ist auch außer Dienst ge—
stellt und das amtliche Schreibmate--
rial hat die Embleme des neuen
Deutschland angenommen. —
Major soll Soldaten niedergeschossen
haben.
Washington. — Vor dem Spe—-
zialkomitee des Bundessenats, das
zu untersuchen hat, ot Soldaten der
amerikanischen Armee während des
Krieges ohne stattgefundenes Ver
hör gehängt worden sind, stellte
Major Hierome Opie aus Staun
ton Va., in Abrede, eigenhändig
Soldaten seines Bataillons während
der Schlacht „niedergeschossen zu ha
ben. Es wurde ihm während der
siebenstündigen Verhandlung gestat
tet, durch seinen Adbofaten mit den
Gegenzeugen ein Kreuzverhör zu
veranstalten. :
Als Belastungszeuge gegen Ma—-
jor Opie sagte Grayson H. With
row von Baltimore aus, mit eige
nen Augen gesehen zu haben, wie
Opie einem Infanteristen das Ge
wehr entriß und einen Mann un--
ver seinem Kommando niederschoß.
Withrow sah den Vorgang vom
Schütengraben aus. Er sah den
Mann fallen, vermag aber nicht zu
sagen, ob derselbe tödlich getroffen
war.
Ch. B. Green von Minneapolis,
Minn;, der während des Krieges in
der Armee diente, sagte auf dem
Zeugenstand aus, bei Saint Na—
zaire die Leichen von zwei Farbi--
gen gesehen zu haben, über die er
Erkundigungen einzog. Es wurde
ihm gesagt, daß ein Raubvogel in
Gestalt eines „Nigger Killers“ hin—-
ter den Leuten her gewesen sei. Der
selbe töte jedesmal, wenn er im
Dienst sei, mehrere Leute. Während
er nach dem Waffenstillstand im Ho—-
spital lag, seien dort acht Leichen ab
geliefert worden. Niemand habe da—-
nach gefragt, wie sie zu Tode ge—-
kommen.
Auf Befragen wurde Gteen mit
geteilt, daß die Leute von Militär--
polizei erschossen worden waren.
Senator Overman fragte, ob der
Zeuge in der Angelegenheit persön
lich Stellung nehme?
„Allerdings,“ entgegnete Green,
„ich habe gegen fünf Offiziere An—
klagen erhoben.“
„Haben Sie brieflich General
Pershing And Sekretär Baker als
Lügner bezeichnet ?“ —
„Jawohl! Und ich wiederhole mei
ne Beschuldigung. Ich kann sie be
weisen.“
„Gehören Sie zur American Le—-
gion?“
„Nein; ich würde mich eher der I.
W. W. anschließen.“
F. B. Fitch von Lansing, Mich.,
beschrieb die Hinrichtung von zwei
amerikanischen Soldaten 1919 in
Frankreich bei Is-Sur-Tile.
Verhüteter Bankkrach.
Chicago, Illinoi. — Die Con—-
tinental & Commercial National
bank und die Continental & Com—
mercial Trust & Savitigs Bantk
sind das zweitgrößte Bankin
stitut in 'den Vereinigten Staaten,
nachdem sie die Fort Dearborn Na--
tionalbank und die Fort Dearborn
Trust & Savings Bank übernom—
men haben. Mit dieser Transaktion
wurden Finanzschwierigkeiten über
brückt, wie sie Chicago seit 16 Jah—-
ren nicht erlebt hat. -
Die Continental & Commercia!
VBanken übernahmen alle Verpflich—-
tungen der Fort Dearborn Banken,
die sich auf $60,000,000 belaufen.
Eine Prüfung des Geschäftszustan—
des der Fort Dearborn Banken hat
te ergeben, daß durch unfsichere Dar
lehen und schlechte Anlagen große
Verluste entstanden waren, die auf
$12,000,000 geschätzt werden.
Hauptaktionäre der Fort Dearborn
Institute sind Edward Tilden & Co.
Andere Institute, an denen diese
Firma beteiligt ist, wie die Drovers
Nationalbank und die ODrovers
Trust & Savings Bank, sind zah--
lungsfähig. Für die Englewood
Staatsbank, gleichfalls eine Tilden
bank, wurde ein Spezialkomitee be
stellt. -
Die Continental & Commercial
Banken haben nach der Konsolidie
rung $400,000,000 Depositen und
ihr Vermögen beläuft sich auf 8525-
000,000. Sie garantieren alle
Schulden .der Fort Dearborn Insti
tute Dollar für Dollar und sind ih
rerseiis durch eine Garantie der
Ausgleichstelle geschützt.
Sheriff des Bankraubs beschnldigt.
Hillsboro, Illinois. — Die Ent
hüllungen einer Frau, die ihren
Mann mit in die Sache verwickelte,
führte, wie kürzlich vom Staatsan
walt Reamey gesagt wurde, zur Ver--
haftung des Sheriffs John Wilson
und sechs anderer Männer in Ver
bindung mit der Beraubung der
Panama Staatsbant um F 21,000.
Frau Jerry Brown, sagte der
Staatsanwalt, habe eingehend ge—-
schildert, wie ihre, Wohnung zu ei
nem Zusammenkunftsorte der an
geblichen Räuber gemacht worden
sei. Frau Brown habe sich -ent--
schlossen zu sagen, was sie wußte,
nachdem ihr Mann mit dem Gelde,
das ihm, wie sie behauptete, von
den. Räubern gegeben worden war,
ein neues Automobil gekauft habe
und verschwunden sei.
Wie sie sagte, trafen sich sechs
Männer, einschließlich des Sheriffs
von Montgomery Codmnty in ihrem
Hause bei Greenvillee Sie hätten
vorher ein Uebereinkommen mit ih—
rem Manne getroffen und als sfse
nach dem Raube erschienen seien,
hätten sie ihm S7OO gegeben, sagte
sie. Der Rest der Beute ist, ihrer
Erzählung zufolge, in sieben Teile
geteilt worden.
Sheriff Wilson wurde gegen
SIO,OOO Bürgschaft aus der Haft
entlassen. «
Will nicht Penroses Nachfolger wer
ben. «
Philadelphia, Pa. — Gouverneur
Sproul stellte in Abrede, daß er zu
resignieren gedenke, um zum Nach
folger des verstorbenen Senators
Penrose ernannt zu werden. Er
wird selber den Nachfolger ernennen.
; Fletcher geht nach Belgien.
Washington, D. C. — Es wurde
im Weißen Hause die Ernennung
von Henry P. dFletcher, Unter—-
staatssekretr, zum Botschaster i-
Belgien bekannt gegeben.
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