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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1848-1918, February 27, 1874, Beilage zu Nr. 9, Image 6

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Der Teutsche Correspoudent.
Saltimorc, 27. Uebruar t 74.
Die StaatSgesetzgevnng.
Die Ausdehnung der ladt
grenzen betrcssend. Das Spezial-
Eomire des Hauses, welchem die Bill über
Erweiterung der Stadtgrcnzcn zugewiesen
worden war, berichtete dietclbe vorgestern ohne
weitere Empfehlung ein und sie wird in der
regelmäßigen Sitzung zur zweiten Vorlesung
gclanacn. Dieselbe vcrsügt, daß der Theil
von Baltiniore-Ceunty annektirt werde, wel-'
der innerhalb dersolgendenGrenzlinien liegt:
1., im Osten von einer Linie, die zwei Meilen
von der Ostseile der Ost Avenue mit dieser
parallel läusl und von einem Punkte, wo die
selbe die North-Avcnue schneidet, südlich bis
zu dem Fahrwasser des Patapsco-Flusses:
nördlich durch eine Linie, die drei Meilen
von der North-Avcnue sich befindet, dann mit
Townsendstraßc parallel läuft, wie auf Pop-
Ptcton's Karte angegeben ist, bis östlich zur
Cathedralstraßc; betagte Linie hat von einem
Punkte auszulaufen, wo sie die Northstraße
schneidet; 3., an der Westseite durch eine
Linie, welche zwei Meilen westlich von der
Paysonstraße, wie auf Popplcton's Karte an
gegeben ist, mit dieser parallel läuft und von
der zweiten bis zur vierten Linie in der Mitte
des Patapsco-Flusses reicht; 4., im Süden
soll die Stadt so begrenzt sein, daß die Linie
im Patapsco von der Linie eins bis zur Linie
drei reicht. Dieses Alles ist zur Stadt Bal
timore zn schlagen, vorausgesetzt, daß die Bc
wohner des zu anncklircndeu Gebietes günstig
darüber abstimmen.
Abschn. 2. Daß die von den Commissären
von Baltimore Countti zu ernennenden Wahl
richter bei der nächsten Cöngreßwahl im Herbste
1874 die Stimme eines jeden Wählers, wel
cher seit sechs Monaten vor der Wahl auf dem
zn annektirendeu Gebiete gewohnt hat, für
oder gegen eine solche Auncxation in Empfang
ehmen soll. L-olltc der Stimmplatz aber
außerhalb des betreffenden Gebietes liegen,
so haben die betreffenden Stimmgeber ein
Ccrlifikat des Rcgislrirungsbcamtcn zu brin
gen und die Wahlrichter sollen die Stimmen
annehmen.
Adichn. 3. Wenn der besagte Theil von
Baltimore County aunektirt wird, dann sollen
alle Gesetze, welche über die Stadt Baltimore
erlassen worden und in Kra sind, auf den
selben Bezug haben.
Abschn. 4. handelt von der genauen Be
Zeichnung der Grenzen durch die Stadtbehördc
und den Stadt Eommissär.
Abschn. 5. handelt von der Nciieinthcilung
des zu anncklirenden Theiles in Wards und
Wahlkreise.
Alffchn. 6. verfügt, daß der anneklirte Theil
alle Wohlthaten genießen soll, zu denen die
bisherigen Bewohner der Stadt berechtigt
sind.
Abschn. 7. handelt von den für das zu an
ncklirende Gebiet zu ernennenden Friedens
richtern.
Abschn. 8 verfügt, daß der neue Stadtthcil
vorläufig zu dcuscibcn Congreß-Distriktcn ge
hören sock, bis die Gesetzgebung eine neue
Einthcilung trifft. Die Bill gewährt der
Stadt ein Gebiet von erheblicher Ausdeh
nung; eine große Anzahl bedeutender Etab
lissements, sowie dicht bevölkerte Vorstädte,
wie Canton, Belair Road, Woodbcrry, Fre
derick-Road, Wavcrly würden ferner zur
Stadt gehören.
Die Stimmrcgislrirung. Ter
Gesetzgebung liegen zwei neue Gesetz - Ent
würfe vor. Tic Bill des Hrn. Hart, 19.
Ward Baltimore's, verlangt, daß jeder
Stimmgeber, der seinen 'Namen übertragen
haben will, einen Schein des Bezirks, in wel
chem er früher stimmte, beibringen soll, daß er
dort gestrichen und nunmehr zur Eintragung
in einem neue Bezirke berechtigt ist. Ferner
sollen die Regislrirung und die Revision vor
der Oktobcrwahl stattfinden und nicht neue
Stimmberechtigte dadurch von der Ausübung
ihres Rechtes abgehalten werden, daß sie erst
im November Zutritt zu den Polls haben.
Hart cmpfielt ferner eine feste Salarirung von !
500 pro Jahr (alle Ausgaben in sich >
schließend) sür jeden Regislrator und die Pub !
likation der 'Namen Neu-Registriricr durch
englische und deutsche Aufchlagezettel anstatt
durch die Zciiungcu. Vailderforo's Gesetz
vorlage unterscheidet sich nur dadurch von dem
vorstehenden Gesetze, daß die Rcgistrirung
frühzeitiger stattfindet.—Jedenfalls bedarf das
alte Gesetz der Revision, um de Mißhcllig
keiten und falschen Deutungen vorzubeugen,
von denen dasselbe bisher umgeben war.
Das neue l.aev," welches
100 Arbeitslohn von der Exekution aus
nimmt und bcrcirs im Unterhausc passirtc,
hat im Senate gleichfalls Aussicht aus An
nahme.
Senator SlevenS' vortreffliche Gefetzesvor
lage zur Beschaffung eines Ha seil-Poli
zei-Lösch- und Wacht-Dampfboo
tc s ist einstimmig vom Finanz Comite gebil
ligt worden und liegt nunmehr dem Senate
zur Amiahme vor. Tic vom Staate sür die
Beschaffung des Bootes nachgesuchte Verwil
ligung beträgt 20,000. Die Mannschaft
sollen das Polizei- und >:r Departement
der Sladt Battimorc st. ui. (Wir können
bei der Gelegenheit nichl unrerlassen, abermals
daran zu erinnern, daß die Idee zur Beschaff
fting eines solchen Bootes zuerst von unserem
deutschen Mitbürger Hrn. W. Hoktzmann aus
ging.)
Das Blakc'schc Gesetz, welches den Einlaß
zu ßcrgiiüg u n gspl ä tzcn ,wo der Tanz
einen Hauptiheil der Vorstellungen bildet,
verbietet, verhängt eine Strafe von §2O nebst
Kosten über die Eigner aller solcher Orlc, die
Kinder unter 17 Jahren alt ohne Begleitung
ihrer Eltern, Vormünder:c. zulassen. Das
Geld ioll zur einen Hülste in die Taschen der
Spitzel, zur andere in die des Schulfonds
stießen. Das Gesetz verbietet jedoch uichi,
daß Kinder in den Vorstellungen benutzt wer
den können.
Auch die Staate A nwä! tc sollen in
Zukunft außer ihrem regelmäßigen Saläre
von 3000 höhere Gebühren, als bisher, er
halten: Bei Mordprozessen 50, bei Magen,
die Zuchthausstrafe nach sich ziehen, §25, bei
kleineren Fällen s'. u. s- w.
Hr. Berry hat eine Bill vorgelegt, welche
§l5OO pro Jahr für den Unterhalt und die
Pflege geisteskranker Kinder im
Staate amvcis't. Tie Waisengerichte der
verschiedenen Couulicö und der Stadt sollen
das Zeugniß geben, welches zu solcher Frei
Pflege geisteskranker Kinder berechtigt.
Das Gesetz, welches aus der Staatskasse
die Prozeßkosten der umer dem Ver. St.
gistratoren und Wahlrichter decki, passirle im
Uiiterhause mit 44 gegen 8 St.
<stnc neue Bitt über Registrirung der Stimm-
Tienstag brachte Dr. Steiner im Senate
eine Bill ein, welche verfügt, das Rcgistrir-
Gcsey dahin zu amcudircn, daß im Mai 1874
und künftig in jedem Jahre die oberste Gc
richlsbank von Baltimore und die Richter der
KrciSgcrichtc in den Conmies drei Pcrionen
für jeden Wahloistrikt resp, jede Ward der
Stadt Baltimore ernennen sollen, von denen
ledoch nur zwei ein und derselben Partei au
gehören dürfen, die dann als Negislrrungö-
Beamte zu fungiren haben. Der Gouverneur
des Staates soll ihnen am Kosten der Stadl
resp, der betreffenden Couiities die nöthigen
Bücher liefern; diese Bücher sollen so arran
girt sein, daß die Namen der Stimmgeber al
phabctisch classifizirt werden können, mit ge
eigneten Parallel Columnen, in welche einzu
tragen sind I) Namen der rcgistrirten Perso
nen; 2) beschworene Beglaubigung; 3) Alter;
4) Gebu-tsorr; 5) wie lange iiii belrcffenden
Wahl Distrikte wohnhaft; 0) wenn natura
lisirt, Datum des Scheines und Name des
Gerichts, von welchem derselbe ausgestellt
wurde; 7) Tisaualifikation; 8) gualifizirte
Stimmgeber.
Im Falle der Disqualifikation hat der Be
amte genau die Ursache derselben anzugeben,
ob infolge Nichteinwohnerschaft, Minderjäh
rigkeit, Nichtbürgcrschaft, Bestrafung wegen
eines entehrenden Bergehens, Geisteskrankheit
oder einer andcrciiUrsachc, welche speziell in der
Verfassung des Staates angegeben ist; sie
haben den Namen des Zeugen einzutragen,
durch welche die Disqualifikation bewiesen
wurde, oder den Ort des Gerichts, vor
welchem dieselbe constatirt worden ist. Tie
Beamten haben vom I.Juni bis zum I.Juli
an jedem Dienstag, Mittwoch und Donners
tag von Morgens 6 bis Abends 8 Uhr zu
sitzen. Nach dem 1. Juli sollen sie sobald als
lhünlich eine alpbabeiische Liste der gualifizir
tcn Stimmgeber in Plakaten und in wenig
stens zwei "Zeitungen der Stadt (darunter
einer deutschen) und einem Blatte in jedem
County, welches die größte Cirkulation hat,
einmal veröffentlichen, was wenigstens zwei
Wochen vor dem ersten Dienstag iin Septem
ber zu geschehen hat. Die Rcgislrirungsbc
amtcn sollen dann in der Woche nach dem
besagten Dienstag am Montag, Dienstag,
Mittwoch, Donnerstag, Freitag und Samstag
sitzen, um Irrthümer und Auslassungen zu
berichtigen. Dann sind die Listen zu schlic
ßen und zwei genaue Copie'n derselben anzn
fertigen; die eine ist dem Schreiber des Kreis
Gerichts zu übergeben, und die andere ist den
Wahlrichtcrn auszuliefern. Im Falle gegen
die Entscheidung der Wahlrichter apyellirt
wird, haben, wenn das Gericht die Appella
tion aufrecht hätt, der Mayor und Stadtrath
v n Baltimore resp, die Connty-Commissärc
des betreffenden Coiiiity's die Kosten zu zah
len. Jede Verletzung des Gesetzes wird mit
100 bis §lvUo bestraft.
Tie „Local Öp tio n" iv'.rd liier äußerst
lebhast und energisch betrieben; seit Beginn
der Session hoben hier verschiedene Tempe
rcnz-Vcrfaimnlnngen siottgcfundcn; soft täg
lich treffen Delegationen hier ei, nm die
LieblingSmaßregel znpousnrcn.iii Versen und
Prosa wird sür die projcltirte Beschecrung ge
arbeitet. Hr. Valiant, der Wasserdichter
exoellenov, hat wieder ein längeres Opus in
der Form der italienischen Ritornelle verübt,
ans welchem wir der Curiofitttt halber fol
gende Stelle, natürlich etwas frei, übersetzen:
Nnd tast die iiianen ?
L> d-chnaps, Du isl der greßie Hluch,
ssiir Secl' und reib und c—Tassdenduch.
P-ntor- s üllnt-legleicht an Trug
Tas genügt, in zu zeigen, das! Apollo
mn den Wasicrtnnkeeu keine Gemeinschaft hol.
Neger-Waisenkinde r.—Eine Denk
schritt der Verwalter und Beamten des Ob
dachs für Neger-Waisenkinder, welche vorge.
Kern im Senate eingereicht wurde, legt dar,
daß in der Liste der Vcrwilligungen der letzten
Gesetzgebung für wohlthätige Zwecke auch die
obige Anstalt mit Bx> verzeichnet war, daß
aber in der Reinschriit, die dem Gouverneur
zur Unterschrist zuging, die Anstalt ausgelas
zen wurde, wodurch derselben die Verwilligung
verloren ging. Die Anstalt verlangt nuntzkitXw.
Das Institut hat jetzt schon über 30Äindcr
untergebracht und 20 müssen noch versorgt
werden, dieselben stehen im zarten Alter vön
3—B Jahren: ihre Eltern sind entweder todt,
oder befinden sich im Gefängniß. Wenn das
Vermächtmß des Hrn. Johns Hopkins in
straft tritt, dann wird diese Anstalt entbehrt
werden können.
Ein neues County. Delegationen
aus den Counties Prince George, Howard
und Anne Arundcl, welche die Bildung eines
neuen County'S agitircn, das aus Theilen
der Couiities Prince George, Anne Arundcl
und Montgomery besteh-n soll, hatten vor
gestern eine längere Un'."redung mit dem
Justiz-Comite des Hauses. Man kam übcr
cin, ein Comite zu ernennen, welches eine da
hinzielcnde Bill entwerfen und vorlegen soll.
Ein neues County soll 400 Ouadratmeilcn
groß sein und 10,000 Einwohner haben; das
betreffende Gebiet entspricht diesen constilu
tioiiellcii Borbedingungen vollständig.
Revenue und Steuer n.—Hr. Green
field hat eine Bill eingebracht, die Banken
anzuhalten, jährlich den Eouiity-Commissä
ren oder dem Slcucr-Appellationsqcrichle Be
richt zu erstatten, über die Namen ihrer Aktio
näre und Betrag ihrer Aktien. Die Weige
rung, solche Auskunft zugeben, soll täglich
mit §25 bestraft werden. Die Bank kann sich
jedoch allen solchen Lasten und Unannehmlich
keilen entziehen, wenn sie ohne Weiteres die
verlangte Steuer auf das gesammte Attien
kapital zahlt. Auch die auswärtigen Aktio
näre sind zu nennen und zu besteuern.
Das Ehercch t>— Senator Stevens hat
eine Bill eingebracht, welche der verhcirathe
tcn Frau das Recht gibt, über ihr Eigenthum
zu verfügen, als ob sie ein alleinstehendes
Frauenzimmer fei; auch soll sie gemeinschaft
lich mit ihrem Manne verklagbar fein, wenn
sie mit diesem einen Contrakt oder einen Wcch
sei unterschrieben hat.
Gas. Hr. Foster hat ein Gesetz einge
reicht, welches eine Commission ernennt, ü:n
als Vermittlerin zwischen den Gas-Compag
nic'n und den Consumenten zu fungiren uiid
das Publikum gegen die Uebergriffc und das
schlechte Brennmaterial der Gas-Compag
nie' zu schützen.
Das Schul - Direktorium von
Allegaily - County. Ein Cirkular
ist hier verbreitet worden, welches um eine
staatliche Unlersuchung unehrlicher Praktiken
des Schulrathes von Allegany-Co. nachsucht.
Das Cirkular enthält Richter Pcarrc's An
klage Hegen die Schul-Direktorcn.
Die Prince George's Co.-Wahl
srage schwebt noch vor dem Comite mit der
Aussicht, daß Henry Brooks gegenüber Zt.
S. Widdecombc als regelmäßig erwählter
Clerk des Couuty's erklärt werden wird.
Die Arbeit während des Monats
I a n u ar.—lm Monate Januar wurden in
beiden Häusern der Gesetzgebung 17 Bills
angenommen, von denen wir hier folgende
als die bedeutenderen anführen:
Die Seuats-Bill, einen Hülfs - Staatsse
kretär anzustellen.
Tie Senats Bill, Abseyn. 806, Art. 4 des
Baltimorer Lokalgesctzcs, die Polizei betref
send, durch einen neuen Abschnitt zu er
setzen.
Die Senats-Bill, die Arbeitszeit der Kin
der in Fabriken zu beschränken.
Tie Haus-Bill, den Freibrief der „Bali,
u. Philadelphia Dampfer Comp." zu amen
diren.
Tie Haus Bill, Vorkehrungen zur Ver
thcidiguug der angeklagten Rcgistrirnugsbc
amtcn zn treffen. Von dem Gouverneur mit
dem Velo belegt.
Tie SenatS-Bill, die Stadtbehörden von
Hagerstown zu ermächtigen, die ausgeklagte
Forderung von N. Schacr und I. N. Gruber
zu befriedigen.
Tic Scnats-Bill, das Vermächtniß des
Henry Rohr.in Frederick - County zu lega
lisiren.
Die Seuars-8111, das Staatsgescb über
Berficheruugs-Gesellschastcn zu amendiren.
Die Haus - Bill, der „Lochiel Püning
Comp." gewisse Gewalten zu übertragen.
Die Haus-Bill, das Lotalgesetz von Fre
derick-County zu amendiren, wornach jeder
Bewohner des Countys, der einen Fuchs
tödtet, zu 50 Cents Belohnung berech
tigt ist.
Des Gouverneurs "cuuMLFc."
Dienstag langte im Senate unserer Gesetzge
bung wieder eine Reihe Ernennungen für
Baltimore und mehrere Counties an. Wie
sich aus den bereits mitgetheilten und den
nachstehend als bestätigt berichteten Amtser
nennungen ergibt, sind für Baltimore noch
manche, darunter diejenigen der Zuchthaus-
Direktoren und der Vertreter des Staates in
den Direktorien anderer Anstalten und Kör
perschaften, noch unerledigt.
Folgende erhielten vom Senate ihre Be
stätigung:
Stadt IBaltimorc.
Rc g i strirbcam te —l. Ward, Louis
Walzl; 2., Wm. Conyers; 3., Geo. W.
Bandell; 4., Saml. Bohagen; 5., E.
P. Hays; 6., Henry Hall; 7.. L. W. Ncil
son; 8., P. I. Staylör; 9., John Mahon;
10., Ckas. G. Stuart; 11., M. P. McEl
derry; 12., F. W. Plummer; 13., A. C.
Hall; 14., Jno. S. Merrion; 15., M. E.
Mvoney; 16., Hy. A. Schultz; 17. Jno.
I. Hofsmaii; 18., Charles E. Key; 10., I.
Clayvolc; 20., Jno. H. Jnglis.
Friedensrichter 'llpton Scott, B.
Eggleston, E. S. Flahcrty, H. Kasch
üre y er, Jno. T. Farlow, Bernard Kelly,
Robt. W. Hays, Hy. Vi. Clayton, Jno. T.
Gorsuch Wm. H. Roberts, I. M. Myers,
Chas. P. Bremer, H. W. Snowden, Jos.
Watsou.M. Ritgert, Bens. O.Hntcheson,
S. W. Colcman, Jno. T. Maddox, Danl.
Hagerty, Lloyd Stemmer, W. S. Murphy,
W. H. Blizzard, A. Ballauf, W.H. Gill,
Peter Krcis, D. M Luchesi, L. H. Dam
in ann, Geo. McCaffray, Saml. Jardeu,
Jos. E. Stviie, S. C. Tall.Chas. A. Whce
ler, Edward G. Starr Geo. A. Hemmick,
Thos. I. Welsh, Wm H. Hayward, Geo.
W. C. Bell, Otto Benncr, Geo. I.
Kreis, Carl A. Helm bürg, Daniel
Piquelt, Alex. M. BriScoe, R. Zft Thursby,
Geo. V. Mebel.
Auktionatoren S. W. Bennett,
Ed. L. Thomas, Ed. Hiagins, P. H. Sulll
van, Saml. H. Gover, T. MeCann, jun.,
T. I. Grotjau, S. I. Soper, Lewis Clark,
Thos. E. Parle, C. sC. Burton; im Ta
backS-Magazin Nr. 0 U. S. Bowie, Jas.
S. Morse?..
Friedensrichter. 1. Distrikt — L ouis
s!eh manii, Mark Miller, Albert Smith,
Joshua Miller, loh.l. P ei l e rt, Dav i d
Fielliieyer, Owen Änight; 2. Distrikt
W. M. Donald, Wm. H. Hacker, Wm. P.
Bennett; 3 Distrikt Isaak Brown, Wm.
R. Richardsvn, Saml. B. Mettam, A. H.
Stade, B. C. Dydiugs, John Wright, Wm.
Pole; 4. Distrikt H. S. Shiplcy, I. S.
Stade, John N. Carroll; 5. Distrikt A.
Coopcr, Wm. Diincan, Noah W. Alban;
6. Distrikt M. Houseman, Mordccai AI
bau, B. T. Hoshall; 7. Distrikt Eli S.
Sampson, Heinrich Weiß, Geo. Coney;
8. Distrikt A. Galloway, Joshua Cain,
Bens. P. Matthews, Aquilla Jones; 9. Di
srriki Gideon Herbert, Joseph H. Smith,
James Miller, Wm.H. Tayler, Frank Lewis,
John P. Clark; 10. Distrikt. R. T. Smith,
Thomas Kaufmann, I. S. Curtis; 11. Di
strikt John W. Burton, Charles T. Harle,
Samuel Pinkerton, Joseph Onion; 12. Dl
strikt I. Mogg, Edward Hopkins, I. G.
Caricr, I. D. Swayne, P. D. Burgan, N
W. Smith, 13. Distrikt Thos. I. English,
Henry I. Rogers, V. G. B. Waliemeycr.
Reg i stratoreu. —l. Distrikt Dr,
N. R. Gary; 3. Distrikt GeorgeH.Elder,
4. Tistriki E. C. Stockdale: 5. Distrikt
George W. Jordan; 6. Distrikt John W.
MeCullongh; 7. Distrikt Eli Matthews;
8. Distrikt Wm. Gent, jun.; 9. Distrikt—
C. H. Manu, jun.; 10. Distrikt Richard
Hutchins; 11. Distrikt EdwinJessnp; 12
Distrikt I. Hermann Schöne.
Lei che li be schauer Nathan Mar
sield, John S Biddison.
Außer obigen Ernennungen wurden noch
die der Staals-Notare, darunter die von G.
W. Bandever in Port Deposit, der Friedens,
richter und Stimmregistrir- Beamten für Cc
eil-, der Friedensrichter, Stimmregistratoren
und Lcichenbeschaucr für Montgomery-, der
Friedensrichter (darunter Daniel C. Ham
melt's für den 3. Bezirk), des Leonardtowner
Notars und der Todtenbeschauer für St.
Mary s und der Friedensrichter, Wahl-Re
gistratoren, Leichenbeschauer und Notare für
Worcester-County bestätigt.
Mittwoch übermittelte er dem Staatssenatc
eine Reihe Ernennungen für die Countics
Harford, Wicomico und Somerset, und zwar
der Friedensrichter, worunter Joseph W.
Schroff im 3. Bezirke, und der Rcgistrirbe
amieu für Harford-, der Friedensrichter und
Slimm-Registratoren für Wicomico- und der
Friedensrichter, Stimmregistratorcn, Lcichcn
beschauer und Notare, worunter Thomas H.
Bock in Crissield, s lrSomerset County. Der
Senat bestätigte die Ernennungen in längerer
geheimer Sitzung.
Gouverneur Whyte übersandte gestern dem
Staatssenate wieder ein? 'Anzahl Amtserncn
Hungen, von denen derselbe folgende besto-
e d
Joseph Crisp, John" F. Aun?cr?""u b'e rt
Sigmund, Heinrich Seim, Georg
Evans nd A. Lawrence Wblting.
Staat - Direktoren der Maryländer
Zndnstrie-Schnle sür Müschen.
Achtb. James U. Dennis, Allan Bowie
Davis, John Carroll Walsh, Dr. John
Fisher, Edwin Bell, I. B. H. Campbell, I
Watkins Ligon, James E. Trott, Frank Z'll
Bond und Oswald Hammond.
3t Friedensrichter, darunter I. Heinrich
Gischcl im 5. Bezirke und D. C. Thompson,
Wm. H. Eassaway nnd Robert Welch sür
Annapolls.
HNojlar in Annapolis: ZojcphMedley.
Bervadlungeder StaatSGesetz,
gebung.
AnnaP olis, den 20. Februar.
Senat.
Der Senat versammelte sich heute Vormit
taq lt Uhr unter des Präsidenten John Lee
Carroll Vorsitze. Nachdem vom Hochw. D.
Oberle ein Gebet gesprochen worden, verlas
man das Mitglieder-Verzeichniß, wobei 13
Senatoren antworteten.
reichten ein: Hr.Stcvcns vonlls vkauf.
leulen und Bürgern Baltimore'S
um Schließen der Barbierstuben
an Sonntagen; Hr. Davis von 83
Bürgern für die Fenton'fche Lohnsatz
sirbill; Hr. Stevens von lüg farbi
gen Baltimorer Barbieren um
Schließen der Barbierstnbcn am Sonntage;
Hr. McCulloh von Stephen Füller und 22
Änderen um Errichtung eines neuen Countys
aus benachbarten Theilen der Eonnties Gar
rett und Alleghany; ferner vonJoh.Wilhelm
und 4 Anderen, von James P. Hight und
2t! Anderen, sowie von Johann Nuhn und 2
Änderen um dieselbe Maßregel; Hr. Tucl
von einer Anzahl Bürger von Anne Arundel-
Connty nin Ermächtigung zur Ueberbrückung
von Bcard's Creck; Hr. Mudd von Francis
Thompson aus Charlcs-County um Pension.
Mnbcrichtcte GcsetzvorlckilSge.
Hr. Stevens: den den Freibrief der „Fred
man-Sparbank von Baltimore" amendiren
den Abschnitt Nr. 5 des 109. Kapitels von
1856 zu widerrufen: die Ermächtigung zum
Verkaufe oder zur Verpachtung eines Theils
des dem Staate gehörenden, als dieHeuwaagc
bekannten Grundstückes in Baltimore an den
Baltimorer Mayor und Stadtrath zu erthei
len- Hr. Getly: von den Theilen der Eonn
ties Alleghany und Garrels welche die vom
Staate den Offizieren und Soldaten des Krie
ge von 1812 bewilligten 4050 Morgen Lan
des enthalten, eine karte ausarbeiten zu las
sen; Hr. McCulloh: die „Lonaconing-Bank"
in Lonaeoning zu incorporiren; Hr.Stcvcns:
das StaatSgesetz über Bormuudschastsgcrichte
zu ändern.
Gesetz über das Verhältniß zwischen
Mann und Frau wurde amendirt, und die
Bill nach der zweiten Lesung zur Mundirung
beordert. Sie bestimmt, daß der Mann für
Schulden, die die Frau vor derVerhcirathung
gemacht, in keiner Weise verantwortlich ist.
Die Zfenton'sche Lohnsaik-Biki
erhielt die zweite Lesung.
Die Senatsbill, bei der nächsten Wahl in
gewissen Wahlbezirken dcrEonntics Washing
ton und Alleghany über die Errichtung eines
neuen Countys dasVolk abstimmen zu lassen;
bis Dienstag zurückgelegt.
Die Senätsbill für Locirnng des GcrichtS
sitzes inGarrctt-Conitty; bis zum 25.Februar
zurückgelegt. Sie will den Sitz durch eine
zweite Volksabstimmung ausgewählt haben.
Die Hausbill, die Oakland als solchen be
stimmt, ward günstig einberichtet und gleich
falls bis Mittwoch zurückgelegt.
tsrste Lesung von BiSs.
Die Borsteyer der Potomac-Synode der re
formirten Kirche in den Ver. Staaten zu in
corporiren; zur Abtragung der Schulden der
„Md. Blinden-Anstalt" für 1874 und'7s je
und für 1876 tz-5000 zu bewilligen.
Betreffs eines Kapitolanbaues
I soll nach einer mit 12 gegen 6 Stimmen an
genommenen Verfügung das Comite über
StaatSgebäudc bei Sachverständigen nähere
Erkundigung einziehen.
TicHauSbill, den Freibrief der„Hampshire-
Baltimorer Kohlengefcllschaft" zu amendiren
mit 18 gegen 0.
wurde gelegentlich der zur zwcilenLcmiig vor
liegenden Local Option-Bill des Senats für
den Dames - Qnarter-Bezirk in Somerset-
County von den HH.Davis, Carle, Bratlan,
Stevens und Tuck geliefert; der Letzlere hatte
die meisten Bedenkenßetreffs derßcrfassungs
mäßigkeit der Bill. Hr. Stevens erklärte sich
zum ersten Male, wie er selbst betonte, öffent
lich für Local Option. Schließlich ward die
Vorlage dem Comite für Gcrichts-Prozcduren
überwiesen, damit es baldigst über ihre Vcr
sassuugsmäßigkeit Bericht erstatte.
lTie tfarlc'schcn Zäkular-Beschlüfft,
deren Inhalt wir gestern angaben, erhielten
12 bejahende, 5 verneinende Stimmen, fielen
also wegen Mangels an constitutioncller
Mehrheit durch. Neun Senatoren waren ab
wesend. Auf Hrn. Blake's Antrag zog man
deshalb die Abstimmung wieder in Erwä
gung und legte die Beschlüsse bis Mittwoch
zurück.
Nute r h a u s.
In der Heuligen Sitzung wurden von den
Mitgliedern folgende Petitionen und Denk
schriften vorgelegt: Von Eleanor Owens,
um eine Pension; von B. Zimmermann U.A.
um ein Hundeaeictz für Baltimore; von W.
K. Whyte u. A. um Oessnung der Kcnt-Un
tiefcn; um die Wiederabschätzung von Eigen
thum des W.H. Grotce: von Hefter A. Bar
tholom um eine Pension ; von Elise Kurkohly
u. C. Helms um desgl.; von Henry Appel
u.A. gegen die Aenderung des Freibriefes
von Cittiibcrland; von F. Miller u. A. um
Abschaffung der Todesstrafe; von den H.H.
Hodson und Frcaner um ein „Lokal Option-"
Gesetz.
IVcrsügungcn.
Aus Antrag des Hrn. Vtaylor wurde be-
schloffen, daß am Dienstag, Mittwoch und
Donnerstag der nächsten Woche Abends,dan
gen gehalten werden; Hr. Maclin beantragte,
daß das Comite für Mittel und Wege sich
darüber berathe, ob jede Art von Eigenthum
innerhalb des Staates besteuert werden kann;
angenommen. Das Haus beschloß, dag
kein Angestellter des Hauses sich während der
Sitzung von seinem Posten entfernen soll,
ohne vom Ehcf-Clerk beurlaubt zu sein.
Dem Musik Corps des Besscrungshauscs für
lugendliche Taugenichtse wurde gestattet, am
Hr. WatkiiiS, die Schafzucht in Moutgo
mery-Co. zu schützen; Hr. Staylor, die „Bal
timore Printiug K Publishing Comp." zu
incorporiren; Hr. Fletchall, die Ernennung
von Negistrirungsbcamten für Garrett-Co.
betreffend; Hr. Elchiwii, die Fuchsjäger für
die Vertilgung der Füchse speziell zu entschä
digen; Hr. Stake, den Freibrief der „Balti
morc-Potomac-Eijeubahu" dahin zu amen
dircn, die Forderungen fürPassage und Frach
ten betreffend, welche von der „Wcstl. Mary
land-Bahn" tranSfcrirt.
Hr. Watkins, der Vorsitzer des Comite's
für Nüttel und Wege, zeigte dem Hause an,
daß seinComitc, welchem die,.Local-Oplion-"
Bill zugewiesen worden sei, beabsichtigte
die Bill heute Morgen günstig einzubcrichten,
daß es jedoch nach einer weiteren Conferenz
beschlossen habe, dieselbe lurze Zeit zurückzu
halten, um dem Entwurf eine bessere Gestalt
zu geben, da das Comite eine Anzahl Ver
änderungen vorgenommen habe. Es werde
übrigens keineswegs beabsichtigt, die Sache
zu verzögern.
Das Justiz-Comite berichtete ungünstig
über die Petitionen, um Abschaffung der To
dessirase; der Bericht wurde angenommen;
ferner ungünstig über die Bill, den auf Ge
bühren der Staatsanwälte bezüglichen Ab
schnitt des allgemeinen Staatsgesctzcs abzu
ändern; dasselbe Comite berichtete günstig
über die beabsichtigte Abänderung des Gc
setzcs über Curatorcn, welches die Absetzung
eines Curators verfügt, wenn derselbe nicht
innerhalb der angegebenen Frist Bürgschaft
stellt; ferner über die Haus-Bill, die Testa
ment-Gesetze des Staates zu amendiren; fer
ner über die Haus-Bill, den Freibrief der
„Phil.-Wilmington- und Balt.-Bahn" zu
amendiren. Verschiedene Bills über Jnspek
tionSgesctzc wurden günstig cinbcrichtet.
Zum zweiten Maie verlesen.
Tic Bill über Amendirung der Polizeige
setze von Baltimore dahin, daß die Gehalte
der Geheimpolizisten von §2O auf §2ö pro
Woche erhöht werden, wurde aufgerufen, um
die zweite Lesung zu erhalten. Hr. McCoöker
appellirtc an das Hans, diese Bill zurückzu
weisen, da die Verfügung derselben ein schwe
res Unrecht gegen die Polizei iei, denn der
Polizist müsse sieben Tage die Woche zu jeder
Tageszeit Dienste thun und sich allen Gefah
rcn seines Amtes bei jedem Wetter aussetzen,
trotzdem erhalte er nur §lB. während die Ge
heimpolizisten, deren Amt unreine Sinncure
sei, mit 20 gut genug bezahlt seien. Hr. Mc-
Alense sagte, der Geheimpolizist habe zu ar
beiten, wenn es verlangt werde, er habe seine
Reisekosten und Auslagen zn bestreiten, 25
seideshalb nicht zu viel. Die Bill wurde
zur Reinschrift und zur dritten Lesung beor
dert. Ferner wurde zum zweiten Male ge
lesen: Die Haus-Bill, die deutsche Bank von
Baltimore zu incorporircn; Hrn. Latchford's
Haus-Bill, Huntington in Pnnce George'S
County zu incorporircn. Die Haus-Bill,
welche Eisenbahn Compagnie'!! ermächtigt,
in gewissen Fällen nichtrcklamirtc Frachten
zn verkaufen, wurde zur dritten Lesung beor.
dert.
Aus Antrag des Hrn. Henkle wurde eine
Bill angenommen, die Ansprüche gewisser
Bürger zu bezahlen.
DaS Sundestencrgcsetz.
Tic von Hrn. Merryman beantragte Bill,
die Hunde im Staate mit 1 und die Hündin
nen mit 5 zu besteuern, wurde aufgerufen.
Hr. Seth beantragte, Hündinnen ebenfalls
mit Hl zu besteuern; verworfen.
Hr. Johnjon beantragte H 2 anstatt HS;
verworfen.
Hr. Seth wünschte verschiedene Countics
von den Wirkungen der KS Steuer ausge
nommen zu sehen. Hr. Merryman sagte, er
wünsche ein Staatsgefetz und werde das erste
Amendement des Hrn. Seth acccptircn, wenn
alle Countics einverstanden seien. Tie Steuer
wurde einstimmig aus Kl für jeden Hund fest
gesetzt. Der Beamte erhält für die Tödlung
eines nichtbesteuerten Hundes 50 Cts; Cecil-
von dem Gesetze ausgenom
men. Die Bill wurde sodann zur dritten Le
sung überwiesen.
Dl Bik über Berttzeidignng der Registra
passirte unter Suspension der Regeln mit 44
gegen 8 Stimmen.
Annapolis, den 24. Februar.
Senat.
Tie Parksteuer er Pferdel ahnen.
Hr. Stevens überreichte im Namen de
Baltimorcr Raths-Comile'S die bekannten,
kürzlich vom Siadtrathe Baltimore's gegen
eine Verminderung der Parkabgabe der Stadl.
Pferdebahnen angenommenen Beschlüsse vor,
welche verlesen und dem Ausschusse für Ge
richts-Prozeduren Überwiesen wurden. Sie
waren auf's Geschmackvollste undKltnstreichste
mundirt und verziert.
Der Senat bewilligte den Vertretern der
„Baltimorcr Stadl-Pserdebahn-Gesellschast"
den Gebrauch seines Sitzungssaales, um
Donnerstag Abend vor dem Gerichts-Proze
dur-Comile die Betreffs ihrer neulich einge
reichten Denkschrift vorliegenden Rechtsfragen
zu erörtern.
Srstc Lesung.
Gemeinschaftliche Beschlüsse, die Marhlän
der Cougreß-Abgeordneten zur Förderung der
Congreßbill für Bewaffnung und Ausrüstung
der gcsamnnen Miliz der Union aufzufordern;
den Freibrief der „Ridge-Pferdebahn-Com
pagnie" zu amendircn; ditto den Freibrief
der „Fremont-Sparbank von Baltimore" von
I85K; der „Charlotte Hall-Schule" auf zehn
Jahre jährlich 3000 zu bewilligen.
Ti-PenftonSdi.
die den Schatzamts-Controlcur ermächtigt,
gewissen Soldaten und Wittwen von solchen
aus den Kriegsjahrcn 1812 bis 'l4, deren
Namen in bisherigen Erlassen falsch buchsta
birt oder ausgelassen worden, Pensionen aus
zuzahlen, wurde dcbattirt, und viele Namen
hinzugefügt Hr. Ficlds sprach gecgen sie,
weil sie die Pensionsliste auf nahezu H 200,-
000 anschwellen werde.
Sie ward jedoch zum zweiten Male gelesen
und ihre Mundirung angeordnet.
TaS Heuers^itzen- und für den
Die Bill, welche für den Bau und die Aus
rüstung eines solchen Dampfers 20,000 aus
setzt, kam zur Erörterung. Hr. Fields bean
tragte Streichung der Klausel, die obige
Summe bewilligt. Hr. Carle sprach fürun
getheilte Annahme der Bill; desgleichen Hr.
Stevens. Beide schilderten die Nothwendig
keit des Schutzes des Baltimorcr Hascnver
kehrs, an dem die CounticS nicht minder An
theil hätten.
Die Bill passirte unverändert die zweite
Lesung.
Ter Point Lookouter irchpos.
Die Bill zur Verwendung von 1000 für
Vervollständigung und Verschönerung des
consöderirtcn Gottesackers aus Point Lookout
gelangte zur zweiten Lesung.
Angenommene Bills.
Eine Fischerei-Commission zu errichten und
dafür 3500 zu bewilligen; der Bundesre
gierung über gewisse Ländereien für Leucht
häuser, Bojen u. s. w. die Gerichtsbarkeit ab.
zutreten.
Zwei Naititsitzungen
Dienstags und Freitags zu halten, wurde bc
axtragt, jedoch verworfen.
Nachdem die Bill für Einsetzung eines
Schatzmeisters für Anne Arnndcl-County zu
rückgelegt worden, vertagte sich der Senat
ivÄinuten nach 3 Uhr—bis morgen Vormit
tag.
Unterhaus.
In der heutigen Sitzung wurden folgende
Petitionen und Denkschriften vorgelegt: von
mehreren Bürgern aus Harford-Co. um ein
„Local-Option"-Gesetz; ferner gegen Anstel
lung eines Gcrichtsdicncrs am Waisengerichte
von Harford-Co; um Ermächtigung für die
Commissäre von Harford-Co., zu dem Aktien-
Kapitale gewisser Unternehmungen beizu
steuern; von Bürgern aus Somerset-Co. um
ein „Local-Option"-Gesetz; Hr. Latchford
legte eine ähnliche Petition seiner Constitucn
ten vor; Hr. Nikodemus, Pensionsgejuch von
Chas. Stevens, einem Veteranen von 1812;
Hr. Miller, eine Petition um „Local-Ov
tion"; Hr. Gill vom Mayor und Stadtrathe
von Baltimore in Betreff der beabsichtigten
Reduktion der Parkstener.
Verfügungen.
Hr. McCoSker stellte den Antrag, daß die
Abcndsitzungen des Hauses künftig ausschließ
lich den Local-Bills gewidmet werden möch
ten. Hr. Sutler beantragte ein Substitut,
jeden Abend Sitzungen zn halten, welches je
doch verworfen wurde. Die von Hrn. Mc-
CoSker beantragte Verfügung wurde ange
nommen. Auf Hrn. McColton's Antrag
wurde jedoch die heutige Abendsitzung ausge
setzt.
GtscstentwÄrf
wurden von folgenden Mitgliedern einge
bracht: von Hrn. Grafton, der Ackerbangc
sellschaft von Harford Co. §lOOO zn verwilli
gcn; von Hrn. Keech, Pferde, Maulthicre
und Ochsen zu verhindern, 2 Meilen von
Towsonlown frei herumzulaufen; von Hrn.
Wier, den Freibrief von Froslburg zu amen
diren; von Hrn. Greenfield, Ab'chn. 97, Art.
81 des Stäatögcsetzcs umzugestalten; von
Hrn. Nobey, die Eintragung der Erkennt
nisse von Friedensrichtern betreffend; von
Hrn. Joyce, das Polizeigesetz von Baltimore,
Äbschn. 810, Art. 4, umzuändern; von Hrn.
McColgan, Supplement zu der Akte von
1870, Kap. 168, die Jncorporation der röm.-
kath. Gemeinde in Baltimore betreffend; von
Hrn. Grymes, das Registrirungvgesetz von
1870, Kap. 459 zu amendiren.
Somit - Berichte.
Günstig berichtete das Einwanderungs-
Comite über die Haus-Bill, einen Einwandc
ruiigs-Commissär zu ernennen.
Hr. Loan vom Comite für öffentliche Bau
ten berichtet, daß in Uebereinstimmung mit
einem Austrage des Hauies das Comite Hrn.
G. A. Frederick eugagirt habe, Pläne für
eine weitere Verbesserung und Vergrößerung
des Gebäudes zu entwerfen, in welchem sich
das Controleursamt befindet. Der Anbau
soll feuerfest werden und nicht über 12,000
kosten.
Zum zweiten Male verlesen.
Hrn. Vanderforts Bill, das Hyporhekenge
setz zu amendiren, daß im Falle der Verkäufer
des Eigenthums dasselbe kauft, das Gericht
einen Curaior ernennen soll, durch welchen
die Ucbertragung zn geschehen hat.
Die Bill, welche verfügt, die Jncorpora
lionSaktc von 1870, Kapitel 387, im Betreff
der „Washington-, Colesville- und Ashton-
Chausscc-Comp." zu amendiren, wurde zur
Reinschrift und dritten Lesung beordert.
Die Bill, welche die Abschätzung und Be
steuerung von National - Bank - Aktien vor
schreibt, wurde zum zweiten Male verlesen.
Hr. Henkle beantragte, Abschnitt 9 zu strei
chen, welcher den Controleur ermächtigt, mit
den Banken Vergleiche abzuschließen. Nach
dem sich Hr. Henkle vergeblich bemüht, durch
andere Anträge die Bill unmöglich zumachen,
wurde dieselbe zur Reinschrift und zur dritten
Lesung beordert.
Außerdem wurden noch eine Anzahl County-
Bills zum zweiten Male verlesen, darunter
die des Hrn. Merryman, Reisende auf den
Landstraßen von Balttmore-Counly zu schttl
zen.
Die Washington-Universität.
Tie Bill des Hrn. Loane, eine gewisse
Gcldnimmc zu verwilligcn, um einige neue
Gebäude der „Washington - Universität" in
Baltimore zu bezahlen und weitere Verbesse
rungen zu machen, sowie für die freie Aus
bildung von Studenten aus den verschiedenen
Distrikten Sorge zu tragen wurde aufgenom
men.
Keech beantragte, die Bill aus unbestimmte
Zeit zu verschieben. Er fei gegen die Bill,
denn das Institut, welches durch dieselbe be
günsllgt werde, fei einfach nur eine Concur
rcnz für die „Maryland-Universität." Letztere
Anstalt, die eine 60 80 jährige Geschichte
habe, fei zur staatlichen Fürsorge berechtigt.
Hr. Henkle vertheidigte die vorliegende Bill;
er sei ein Gradmrter der „Maryland-Univer
sität" und würde nicht dulden, daß diese wür
dige Hochschule zu Schaden komme, doch das
sei nicht beabsichtigt, man wolle nur die Ge
legenheiten der Bitdung vermehren; auch die
HH. Watkins und Greenfield befürworteten
die Bill, worauf Hr. Keech feinen Opposi
tionsantrag zurückzog und die Bill zur Rein
schrift und dritten Lesung beordert wurde.
Die Bill des Hrn. WatkinS über Besteue.
rnng der Kohlenminen - Compagnie'!! wurde
sodann als Tagesordnung aufgerufen. Hr.
Stake hielt die Besteuerung, wie sie die Bill
vorschreibt, für ungerecht; desgleichen Hr.
Park, dieser sagte, es fei gerade so ungerecht,
als wenn man die Produkte der Farmer be
steuern wolle. Hr. Watkins vertheidigte die
Bill; dieselbe wurde mit 30 gegen 19 Stim
men verworfen. Hr. Watkins beantragte,
die Abstimmung in Wiederberathung zu zie
hen.
Annapolis, den 25. Februar.
Senat.
Eine Petition
reichte ein: Hr. Longwell von Thomas
Shcphard, John D. Clemion und 51 andc
ren Bürgern von Carroll-County um Aufhe
bung der Todesstrafe.
Eapt. TimmonS' Bericht
über die Fischerei-Polizei für die letzten zwei
Monate soll für den Senat gedruckt werden,
und zwar in 500 Exemplare.
100,000 für Negerschulen.
Im Namen des Finanz Comite's berichtete
Hr. Carle die für den Unterhalt der Neger-
Volksschulen im Staate H 100,000 bewilligende
Senatsbill mit Amendements auf's Neue ein.
Das erste Amendement streicht die Einleitung
der Bill, wo es heißt: „Da die 1872 für den
Unterhalt von Negerfchulcn bewilligten H 50,-
000 zur Erreichung der angegebenen Zwecke
unzureichend befunden worden, da es ferner
ächte und erleuchtete Staatspolitik ist, die
Vortheile freien Schulunterrichts alle Arme
nnd Bedürftige innerhalb des Staatsgebiets
theilhaftig werden lassen." Das zweite Amen
dement schlägt Verminderung des zu bewilli
gendcn Etats auf H 50.000 vor.
Hr. Billingsley hielt 550,000 für ungenü
genv; wenn aber des Staates Finanzen zur
Zeit die Verwilligung von 100,000 nicht zu
lassen, so werde er auch gegen die Hälfte kei
nen weiteren Einwand erheben.
Hr.steinerbefürwortete die ganze 100,000.
Hr. Carle erklärte,er habe sich ebenfalls für
die 100,000 der Bill erklärt, aber vom Co
mite die Weisung erhalten, das Amendement
mit H 50.000 einzuberichten.
Tas erste Amendement fiel bei der Abstim
mung mit 10 gegen 11 Stimmen durch, in
deß das zweite mit 11 gegen 10 (Billingsley,
Elaggett, Denfon, Carle, Getty, Knighr,
Mlldd, Stevens, Steiner und Suit) Stim
men Annahme fand, worauf die amendirte
Bill zum zweiten Male gelesen, und ihre
Reinschrift zum Zwecke dritter Lesung mit 19
gegen 2 (Phelps und Suit) angeordnet ward.
Hr. Suit erläuterte sein Votum durch die Er
klärung, wenn sich keine genügende Summe
auftreiben lasse, wolle er lieber gar Nichts
babcn.
Di ikl für Taxirung de SigenthuwS
im Staate wurde günstig einberichtet und auf
Hrn. Stevens Antrag dem Gerichts - Prozc.
dur-Comlte Behufs erneuten Referats zurück
verwiesen.
Uufrechtyaltung eines et. I
Vorige Woche hatte bekanntlich der Gou
verncur dem Staate dessen Bill zur Amendi
rung des 1868 er Gesetzes über Assekuranz-
Sensale ohne seine Unterschrift zurückgeschickt.
Heute wurde die Bill mit 10 gegen 12 Stim
men verworfen.
Ter werichtssly sür slarrett-Sounty.
Auf der besonderen Tagesordnung stand die
Scnatsbill, welche die Auswahl des Gerichts
sitzeö für Garrett-Counly wiederholt der Be
völkerung desselben zur Abstimmung unter
breitet wissen will. Das Gerichts - Comile
hatte gegen sie Bericht erstattet.
Hr. Getty wünschte Zurücklegung der Ent
scheidung bis zum Eintreffender auf denselben
Gegenstand bezüglichen Hausbill im Senate.
Hr. Claggett sprach gegen jeden 'Ausschub;
die Hausblll bestimme Oakland zum Gerichts
! Sitze.
Hr. Blake wünschte Aufschub, weil er sich
erst mit der Hausvorlage vertraut machen
wolle.
Hr. Brattan äußerte sich in demselben
Sinne.
Der Antrag, die Sache bis Dienstag zu
rückzulegen, drang durch, und man verfügt:
den Druck der Umerhausbill.
Die Loynsaisirungs-Zsrage.
Annahme der Bill.
Tie dritte Vorlage, die auf der besonderen
Tagesordnung stand, war die Fenton'sche
Untcrhausbill, das Lohnbeschlagnahme-Gcsev
dabin zu ändern, daß der von der Beschlag
nahme befreite Arbeitslohn auf 100 erhöht
wird. Die Bill erhielt die dritte Lesung.
Hr. Brattan beantragte das Amendement,
Somerfct-Couiity von den Bestimmungen der
Bill auszunehmen. Hr. Phelps wollte Tor
chestcr-, Hr. Gctth Garrett-County von den
selben befreit haben. Es handelte sich jetzt
also zunächst um die Befreiung dicserCounties
von den Vorschriften.
Hr. Stevens erklärte, die Bill bezwecke die
Wohlfahrt aller Staatsbcwohncr; warum
sollte sie nicht ebenso gut auf Somerset-, Gar
rel und Torchester-County, wie auf andere
Staatstheile Anwendung finden? Allerdinas
würden in Somerset - County nicht viele Ar
beiter großer Körperschaften oder Fabriken
Nutzen daraus ziehen; aber ihm leuchte trotz
dem nicht ein, warum man feine Bewohner
den Verfügungen der Bill entrücken sollte; die
Senatoren aus den drei Counties möchten
ihm doch ihre Gründe angeben.
Hr. Brattan antwortete, die Arbeiterbevöl
kerung von Somerset - County verlange die
Befreiung, weil sie in ihrem Interesse liege.
Hr. Phelps erklärte, die Bill würde jedem
armen Manne den Credit nehmen und zu sei
nem Nachtheile überhaupt wirken. Zwei der
bedeutendsten Steuerzahler in Dorchester-Co.
waren bei'm Beginne ihrer Lausbahn arme
Teufel, und hätte damals diese Bill dort Ge
setzeskraft gehabt, so würde sie deren Credit
vernichtet haben. Seine (Hrn. Brattan's)
Theorie sei, Besitze Jemand Geld und habe
Schulden, so sollte er sie auch bezahlen.
Hr. Blale entgegnete, gerade die Phclps'-
schen Gründe für dessen Bekämpfung der Bill
würden ihn zu deren Befürworter machen.
Wären die Arbeitslöhne der beiden erwäbnten
Bewohner von Dorchester-County mit gcricht
lichem Beschläge belegt worden, jo wären die
selben nie große Steuerzahler geworden; Be
freiung des Lohnes führt zu Sparsamkeit;
seine Beschlagnahme kommt nur Friedensrich
lern und Constablcrn zu Gule und benachthei
lige den Arbeiter.
Hr. Carle verfocht die Bill aus Humani-
täts-, Zweckmäßigkcits- und Gcrechtigkeits-
Gründen. Ter Stein der Weisen, den der
große John Randolph von Birginien stets im
! Munde führte, war: „Bezahle, wie du gehst
und stehst!"
Hr. Phelps bestand darauf, Befreiung des
> Lohns von Saisirung wurde den Arbeiter des
° Credits berauben und ihn unehrlich machen.
Hr. Getty (von Garrett - County) erklärte,
er lasse sich in dieser Sache von seinem eigenen
Urtheile leiten und habe die Bevölkerung sei
nes County's nicht befragt; er wünsche zn
thun, was der größten Anzahl zum Vor
theile gereiche, schließlich zog er sein auf
Garrett County bezügliches Amendement zu
rück.
Hr. Davis hoffte, die Gegner der Bill wür
den einige neue Jdec'n und Gesichtspunkte
vorbringen. Tie jetzt von ihnen angesührten
seien die alten, die man schon vor 40 Jahren
gegen die damals vorgeschlagene Abschaffung
der Schuldhaft geltend machte; sie seien die
Argumente aus dem Mittelalter und längst
in Staub zerfallen. Der Redner wies auf
die Gesetze zahlreicher anderer Staaten hin,
wo die Befreiung in einigen Fällen bis auf
§5OOO Eigcnthnmswcrth von Beschlagnahme
und Pfändung steigt; alle Lohnsaisir Gesetze
sollten aus unserem Gcsetzbnche verschwinden;
Vertrauen, nicht Zahlungsfähigkeit sei die
Creditbasis.
Hr. Stevens erhob sich nochmals, um für
die Bill beredt einzutreten.
Hr. Brattan meinte, es sei für Erlaß der
Bill keine Nothwendigkeit vorhanden; sie
trete einem allgemeinen Staatsgesetzc zu nahe
und mit Ausnahme einiger Baltimorer Hand
werker habe "Niemand uin 'Aenderung des be
stehenden Gesetzes nachgesucht. Die Bill sei
von Körperschaften, von Eisenbahn-Compag
nic'n auf die Beine gebracht worden; nicht
den Interessen des Arbeiters, sondern denen
dieser Compagnie'!! solle sie dienen; für den
Ersteren werde sie zum Nachtheile gereichen.
Hr. Davis sprach wiederholt m längerer
Ausführung zu Gunsten der Bill und gab,
aus Hrn. Bratlan'S Behauptung erwiedernd,
an, daß allerdings von mehr, denn 7000 Per
sonen aus den Counties Alleghany, Garrett
und anderen und der Stadt Baltimore Pctitio
nen um Annahme der Bill eingelaufen seien.
Hr. Fields bemerkte, die Bill spreche ihm
aus dem Herzen: sie sei ein Akt der Gerechrig
kcit gegen den Armen; der Reiche komme be
ständig wegen Befreiung oder Geldverwilli
gung hierher; warum sollte man dem Arbei
ter kein Gehör schenken und ihm hier keine
Gerechtigkeit widerfahren lassen?
Hr. Phelps eiferte noch einmal gegen die
Bill, verwahrte sich aber dabei gegen jede Ab
sicht, den 'Arbeiter unehrlich zu nennen.
Hr. Brattan wies ebenfalls jeden solchen
Gedanken von sich: die arbeitende Klasse,wozu
er auch den Landwirth rechnet, sei in seinen
Augen der ehrlichste Theil unserer Bevöl
kerung.
Hr.Aydelott unterstützte die Bill ; sie bringe
dem Arbeiter, wie dem Gläubiger gegenseiti
gen Nutzen.
Jetzt wurde über die Amendements zur Be
freiung der Counlies Somerset u. Torchestcr
von den Bestimmungen der Bill abgestimmt,
und sie niedcrgestimmt, worauf man zur Ab
stimmung über die Bill selbst schritt, die mit
20 gegen 3 (Billiugslcy, Brattan K, Phelps)
Stimmen angenommen wurde.
Tie Ernennung der Jua,lyaus-TireNorcn
Wieder ei Veto des Gouverneurs.
Ter Gouverneur übersandte die Senats-
Bill, welche das Gesetz über die Ernennung
der Direktoren des Maryländer Zuchthauses
abändert, ohne seine Unterschritt, aber mit
Motivirung seiner Weigerung sie zu unter
zeichnen. In der Vera-Botschaft sagt er,
von der vorgeschlagenen Aenderung sei nichts
Gutes zn erwarten. „Eine ähnlich Bestim
mung, die Direktoren nach der von der Bill
vorgeschlagenen Schablone zn classifizircn,
wurde dem Gesetze von 1837, Kapitel 32,
einverleibt, aber nach langer und unpartei
ischer Probe von der 1860 er Gesetzgebung
wieder abgeschafft und das jetzige System da
für eingeführt; unter demselben hat sich die
Anstalt zu einer sich selbst erhaltenden empor
gearbcttet, und ihre Ergebnisse der letzten 2
Jahre sollte die derzeitige Ernenuungs-Me
thode Jedem empföhlen. Vom Gouverneur
ausgewählte Herren würden ihre Pflichten
gewissenhafter erfüllen. Man hat die Wieder
kehr des alten ShstemS nicht gefordert, und
da Nichts die öffentlichen Interessen mehr
schädigt, als häuüge Gesetzänderungen, so
sollte die ictzige Anstelluuasweise unbedingt
beibehalten werden. Tie Bill verfügt eine
Neuerung, der ich meine Sanktion nicht er
theilen kaun. Das Zuchthaus ist eine Staats-
Anstalt, und der gesammte Staat dabei in
teressirt; aber die Bill bestimmt, daß die Di
rektoren Bürger Baltimore's sein müssen. Ich
sende sie daher ohne meine Unterschrift zu
rück."
Nach Verlesung der Botschaft sagte Hr.
Blake, der Gouverneur hätte ebensogut es
rund heraus sagen können, daß er dem Drucke
nicht habe Stand halten können.
Hr. Stevens nannte derartige Bemerkun
gen unhöflich und außer Ordnung, und der
Vorsitzende erließ gegen Hrn. Blake den Ord
nungsruf.
Er stellte hierauf die verfassungsmäßige
Frage: „Soll die Bill trotz des Vetos Pas
streu ?" Tiefelbe ward mit 2'gegen 10 Stim
men verneint, und das Veto aufrecht er
halten.
Untcrhau s.
Heute Morgen erschien Hr. Davis, deriicu
crwählte Vertreter von Cecil-County, um den
durch die Resignation des zum Gouverneur
erwählten Hrn. James Groome erledigten
Sitz einzunehmen; er wurde beeidigt.
Petitionen, Denkschriften.
Hr. Stewart, von 144 Bürgern des 6. Di
strikt? von Howard-County um ein „Local-
Oplion-Gesetz;" von Lydia Walsh nm eine
Pension; Hr. Brace, um ein „Local-Optwn-
Gesetz:" derselbe einen Protest gegen die e
nats-Bill über den Freibrief von Cumberland;
Fr. Mary Ewing um eine Pension; Hr. Lee
von Bürgern aus Harsord-County um ein
Feldzaungesetz; Hr. Kemp im Betreff des
Schutzes von Queen Anne's County: Hr.
Lee um ein „Local-Oplioii" und Entschädi
gungsgesetz; Hr. Galt, von 200 Bürgern
aus Carroll-County gegen Besteuerung der
Hunde; Hr. Brown, von Bürgern aus Car
roll County, nm ein Hundegesetz.
Gesetzentwürfe.
Eine Anzahl Mitglieder erhielten Erlaub
niß, um Lokal-Bills einzubringen. Hr.Foster,
das Gefetz über Bcrmiethcr nnd Miether zu
amendiren; derselbe, eiue Bill zum Schutze
der Gas-Consumenten in der Stadtßaltimore.
Eomite-Berichte.
AS Comite für Mittel und Wege berichtete
gegen die Hausbill über Unterhaltung armer
geisteskranker oderschwachköPfigcrKinder durch
den Staat, und der Bericht würde angenom
men.
Tasselbe Comite berichtete günstig öder die
Bill im Betreff der Abrechnung mit Chas.
McGuire.Dwelchcr dem Staate Geld schuldet.
Günstig wurde ferner über die Bill des
Hrn. Greenfield, Revenüe'n und Steuern be
treffend, berichtet. Tiefe Bill wurde unter
Suspension der Regeln zum dritten Male
verlesen und angenommen.
Das Corpor'alionS-Comite berichtete gün
stig über die Bill, die Ackerbau-Gesellschaft
von Montgomery-Eonnty zu incorporiren;
ungünstig berichtete die städtische Delegation
über die Scnatsbill, das Lokalgesctz von Bal
timore, Art. 4, Abschn. 619, über Friedens
richter und Constabler umzugestalten: der Be
richt wurde angenommen.
Angenommene Biks.
Scth's Haus-Bill im Bezug auf die Frie
densrichter von Talbot-County wurde ausge
nommen und passirtc; die SenatS-Bill, die
Jncorporatiousaktc der „Baltimorer Waarcn-
Haus-Compagnie" zu amendiren, wurde zum
dritten Male verlesen und angenommen. Die
SenatS-Bill, die Organisation der „Parkton-
Manchestcr-Äahn-Comp." zu legalisircn, wur
de aufgerufen, um zum dritten Male verlesen
zu werden. Hr. Keech schlug ein Amendement
vor, in dem die Bedingungen dieser Lega
lisirnngen genau abgegrenzt wurden; dasselbe
passirtc. Ferner die Seuats-Bill, die „Mi
neral - Hill - Mining - Comp." zu amendiren;
ferner die Senats-Bill über Fortdauer der
Corporation von Bank-JnstitUten; ferner die
Scnats-Bill, einen weiteren Friedensrichter
sür Kent-County zu ernennen; ferner die Sc
natsbill, das Staatsgcsetz über Strafen und
Beschlagnahmen zu amendiren; es wird ver
fügt, daß Jemand wegen Nichtzahlung einer
Geldbuße von §l5O nicht länger als 30 Tage
inhafiirt werden darf; ferner die Seuats-Bill,
die Gewalten der „Knaben-Hcimath Gesell
schaft von Baltimore" zu defimren, und zu
erweitern; ferner die Scnatsbill, die letzten
PräsideittschaftL-Elektoren und ihre Beamlcn
für ihre Dienste zu bezahlen; die Senats Bill
über Verlegung von Rechtsfällen von einem
Gerichte zum anderen; die SenatS-Bill im
Betreff Abänderung des Gesetzes über Mann
und Weib; die Seuats-Bill, die „Fredcrick-
City-PhoSphate-Mauuf.-Comp." zu lncorpo
nren; die Scnats-Bill, die „Bank von Cam
bridge," Maryland, zn incorporiren.
Das Haus ließ sodann eine Pause bis 3
Uhr Abends eintreten.
Haus trat Abends 8 Uhr wieder in
Sitzung und verschiedene Lokal-Bills wurden
zum zweiten Male verlesen und zur Rein
schrift und dritten Lesung beordert.
Das Corporations - Comite berichtete gün
stig über die Senats - Bill, den Freibrief der
„Maryland Tract - Society" immerwährend
zu machen.
Ferner berichtete dasselbe Comite günstig
über die Haus - Bill, die „Baltimore Gazette
Publishing-Comp." zu incorporiren. Chas.
F. Baker, Wm. H. Carpeuter, Wm. H.
Welsh, L. Sangston und Chas. H. Pills
werden als Corporatorcn genannt. Das
Kapital soll 100,000 betragen mit 200
Aktien.
Ferner wurde günstig über die Haus - Bill
berichtet, das allgemeine Jncorporationsge
fetz von 1870 zu incorporiren.
Die „Local - Option" Bill für Torchestcr
County wurde augenommcn. Ebenso die
Haus Bill, den Erzbischof von Baltimore zu
ermächtigen, den Schul - Commissärcn von
Torchestcr Co. ein Grundstück und Gebäude
zu übertragen.
Das Haus vertagte sich um 10 Uhr.
Das gemeinschaftliche Comite über Erzie
hung hielt heute Abend eine Sitzung und
besprach die von der Staats Schul-Commis
sion vorgeschlagenen Amendements.
An n a po li s, den 26. Februar.
Senat.
reichten ein: Hr. Jenson von 360 Barbie
renund Bürgern der Stadt Baltimore
gegen ein So NN tags-Rasir-Ber
ti ot; ferner von 86 Barbier - Prin; i -
pälen gegen das Schließen der B ar
bierstuben am Sonntage: Hr. Spen
cer verschiedene Petitionen von Bürgern von
Kent County um ein Hundesteuer-Gesetz, ge
gen das Frciumherlaufen von Rindvieh und
um Gestaltung des Gebrauches von soge
nannten Pfahluctzen: Hr. Carle von Bürgern
von Queen Anne's County gegen Abschaffung
der jetzigen Fähre oder des Sämmes über die
enge Bucht der Insel Kent: einen Protest der
Commissäre von Queen Anne's County ge
gen jede Besteuerung von Personen, die Waa
ren nach Musler oder Proben verkaufen; Hr.
Claggeit von Tanner K Ziegler um Rückzah
lung von irrthümlich in den Staatsschatz ein
gezahlten §120; Hr. Denson von 700 Äar -
beeren und Bürgern Baltimore's um
Schließung der Rasirstuben am
Sonntage; Hr. Lloyd von Bürgern von
Talbot-County um einVcrbot der Netzfischcrci
in den Gewässern von Talbot-County vom 1.
April bis zum l. November.
Einladung zur Miliz-Rcvüe.
Hr. Denson unterbreitete dem Senate eine j
Einladung von Hrn. Clarence Peters, Ober
sten des 0. Regiments der Staats-Miliz,
Zeugen der Parade seines Regiments, die
Mittwoch, den 4. März, aus dem College-
Anger in Annapolis, wo der Gouverneur
über dafsebe Revüe halten wird, stattfindet, zn
sein. Der Senat nahm die Einladung an.
Tie„AnnapoliS-Elkridgcr iscnbayn "
In Gemäßheit einer Weisung des Senats
vom 22. Januar nbcrschickle der Präsident
obiger Bahn eine Zuschrift mit den Nanicu
aller Aktionäre, Beamten und Direktoren der
Bahn-Compagnie nebst Angabe des jedem
Einzelnen bezahlten SalairS, der Beträge!
der Denominationen nach dem 1872 er Ge- !
setze, Kapitel42s, ausgegebenen Obligationen
und Schuld-Ccrtifikate der Compagnie, des l
verkauften und abgesetzten Betrages derselben. I
der Namen der Käufer, der Preise, Exempla !
reu der beiden letzten Jahresberichte des Di- !
rektoriums und anderer Auskunft. Tie Ein
gäbe ward zum Drucke beordert.
Einsetzung vcs Gouverneurs Groomc.
Vom. Uiiterhause langte eine Botschaft mit i
dem Vorschlage eines gemeinschaftlichen, aus !
> zwei Senatoren und drei Abgeordneten beste
I hendcn Comite's, das den erwählten Gonver- !
ncur sür Mittwoch, den 4. März, Mittags
um seine Anwesenheit im Sitzungssaale des
Senats Behufs seiner Vereidigung nach der !
Staatsverfassung ersuchen soll, an. Ter Sc- !
nat trat dem Vorschlage bei, und der Vorsit- !
zende ernannte die Senatoren Lloyd und
night zu Mitgliedern des genannten Co- !
mirc's.
Erste Lesung von Bills.
Tie Steucrunilagc-Methodc in Crisficld zu '
ändern; über den Wetepguin-Crcek in Wico- s
mico-County eine Brücke zubauen; gewisse
alte Akten in der Testaments-Registratur von ,
Anne Arnndel-County wiederherstellen zu las- !
scn; dem Scheriff von Cecil-County sür An- !
wesenbcit im Gerichtssaale Diäten zu bezah- j
len; für den Bau einerWasserleitung in Frost-
bürg und die Ausgabe von Obligationen für
diesen Bau Ermächtigung zu ertheilen; Be
treffs der öffentlichen Verkehrswege in Cecil- !
County und ihrer Reparatur Vertilgungen zu
erlassen; den Freibrief der „Buckingham Aka- !
dcmie" und des Töchter-Seminars in Berlin
zu amendiren; die Diäten des Scheriffs von
Baltimore-County für Anwesenheit im Kreis- .
geeichte zu Towjoniown auf 2.50 zn fixiren
und ihm für den Unterhalt eines Arrestanten s
täglich 45 Cents zu bezahlen; über Beard's
Creck in Anne Arundcl-County eine Brücke
errichten zu lassen; das Salär der Wahlrich- I
ter und ihrer Sekretäre in Harford-Co. auf
3 täglich festzusetzen.
Tie Unterhansbill, die Commissäre von >
Wicomico-County zur Ausgabe von Obliga
tionen für den Ankaus eines Grundstückes für
ein Gerichts-Gebäude und den Bau desselben
zu ermächtigen.
JweiteLesung von Tcnatsbills.
Ten Freibrief der bischöflichen Methodisten-
Kirche in Frederick zu ändern, jedoch vorbe
haltlich der Zustimmung einer Mehrheit des
Kirchcnvorstandes zu der Aenderung; die Vor
stehcr der „Universität von Maryland" zum
Verkaufe der Klinik auf der Ecke der Grccn-
und Lombardstraße und zur Errichtung eines
ermächtigen/
einen,m Jahre 1872 gelieferten Flügel in des
Gouverneurs Wohnung 1200 zu bezahlen: !
Oliver H.Sporks von Talbot-County §113.)
58 zurückzuerstatten; Andrew Hamilton und
I. Wealherby K Söhne für au dem Staats-
Lehrer-Seminar in Baltimore gelieferte Ar
beil §612 und Materialien §1008.74 auszu
zahlen; den 27. Abschnitt des 10. Artikels der
allgemeinen Staatsgesetzc bezüglich des Ver
kaufes von mitßeschlag belegiem Eigenthnme
vor Beendigung des Gerichtsverfahrens zu
amendiren: I. W. Tylcr, Major Todd und
Henry F. Chclton den Staatsantheil an ge
wissen eingezahlten Geldbußen zurückzugeben;
die Vorsteher der Synode des Potomac der
reformieren Kirche der Ver. Staaten zu incor
poriren; für die Maryländer Blinden-Erzie-
Hungs-Anslalt 25,000 zu bewilligen; den
15. Abschnitt der allgemeinen Staatsgesetzc
dahin zu ändern, daß die aus Grund von Ü
nissen der Richtigkeit der Forderung zuerkann
ten Summen vom Tage des Erkenntnisses an
zu verzinsen sind; das StaatSacsetz über weg
gelaufene Thiere zu ändern; Kaninchen und
inscktenvertilgende Vögel in Baltimore-Co.
zu hegen; den Freibrief der „Ridge-Pferde
bahn Gesellschaft" zu amendiren.
Unter Suspendirung der Gekchäftsorsnung
wurde auf Hrn. Earle's Antrag die Unler
hausbill, welche den 97. Abschnitt des 81.
Artikels der allgemeinen Staatsgesetzc über
„Einkünfte und Steuern" amendirt, vor- und
angenommen.
Tie..Eharlotte Sa - Schule" i Talbot-
Tie Bill, welche genannter UntcrrichtSan
sialt ans zehn Jahre 3000 jährlich bewilligt,
erhielt die zweite Lesung, aber erst nach erheb
lichen Debatten.
Hr. Fields war ihr Hauptgegner; aus dem
Slaatsichatze sollte man keine örtlichen Jnsti
tute unterstützen; solche Verwilligungen und
die vielen anderen nachgesuchten legen dem be
reits zuviel besteuerten Volke weitere Steuer
lasten auf.
Hr. Blake redete der Verwilligung das
Wort; die Schule verdiene des Publikums
Vertrauen und Unterstützung und den aus der
Staatskasse nachgesuchten Zuschuß.
Hr. Billingsley bot, die Annahme der Bill
befürwortend, seine ganze Bcredtsamkcit auf
und erwähnte eine Reihe hervorragender Ex-
Alumnen der Anstalt. Zwischen ihm und
Hrn. Fields entspannen sich einige interessante
Gänge von Worlpaukerei Betreffs dy gegen
seitigen Bewerbung um die Congrcß- Caiidi-
datur in ihren resp. Bezirken. Hr. Wakfh
bekundete sich ebenfalls als warmen Freund
der Borlage.
Angenommene Bis.
Die „Frederick - Penns'ylvaiiier Grenzbahn-
Gefellschaft" zur Verpachtung der Bahn zu
ermächtigen; ferner die Bill bezüglich der
Veröffentlichung der Ausgaben von Caroline-
County.
Unterhaus,
In der heutigen Sitzung würden folgend
Petitionen und Denkschriften vorgelegt:
Hr. Wier von 2100 Bürgern von Allegany-
County gegen Annahme der „Local-Optton"-
Bill; Hr. Rileq von verschiedenen Bürgern
aus Hnrford-Coulity um Ausdehnung der
i Jurisdiktion von Friedensrichtern, um über
Fälle von §3OO entscheiden zu können; Hr.
Merrilt von Bürgern ans Kent-County gegen
die Annahme der Bill, welche Proben-Rei
sende besteuert; Hr. Turner von Baltimore-
County, Petition von I. H. Sntidcr, I. B.
Taylor ii. A. gegen Ausdehnung der Sladt
grenzen; Hr. Hart, eine Petition zu Gunsten
der Maßregel. Außerdem wurde Usch eine
Anzahl mliiderwichtiger Petitionen vorge
legt.
D er Sprecher legte dem Hause die Denkschrift
vor, in welcher gegen die Annahme der Bill
zur Besteuerung von Proben-Reisenden prote
stirt wird.
Vomite-Berichte.
Hr. Stewart vom Comite für Chcfapeakc-
Bay und Nebenflüsse berichtete günstig über
die Hans-Bill zur Amendirung des Austern
gcsetzcs; die Bill wurde zum Druck beordert
und für den 5. 'Mär; auf die Tagesordnung
gefetzt. Dasselbe Comite berichtete günstig
über die Haus Bill in Betreff des Moördam
mes in Kent Coulity; ebenfalls über die Han
s iiißetreff der Pätuxent-Fischcreien,welche
unter Suspension der Regeln zur Reinschrift
und 3. Lesung beordert würde.
Eine Einladung des 6. Md.-Negis., daß
die Gesetzgebung ihrer Parade am nächsten
Mittwoch beiwohnen möchte, wurde acceptirt.
. Weite Berta,te.
Hr. Hodson von dem Comite, welches die
„Staats-'Normalschule" zu visitircu hatte, er
stattete günstigen Bericht und empfahl die ge
forderten Verwilligungen. Der Bericht wurde
angenommen.
Hr. Merrill berichtete günstig über de Be
richt, das Städtchen Berlin zu ermächtigen,
ein WachthauS zu errichten.
Hr. Gill vom Justiz-Comite berichtete aün
stig über die Bill, den Art. 4 des Staatsge
setzcs zu amiullircn, welcher Nichtbürqern ver
bietet, Eigenthum im Staate zu besitzen.
Gouv. Wyyte
schickte dem Hause eine Botschaft ein, welcher
ein Bericht der „Maryläuder Akademie der
Wissenschaften" über Fische und Fischereien
beigeschlossen war.
Eine Botschaft des Senats
traf ein, in welcher vorgeschlagen wird, ein
gemeinschaftliches Comite zu ernennen, um
Hrn. Groome von seiner Erwäblung in Kennt
niß zu setzen und ihn einladen zu lassen, am
4. März, Mittags 12 Uhr, in der Scuatshalle
zur Beeidigung zu erscheinen. Die Senato
ren Lloyd und night und die Herren Turner,
Blake und Annan wurden in das Comite
ernannt.
Tie Erweiterung der Stadtgrenjen.
Die Haus-Bill über Erweiterung der Stadt
grenzen wurde aufgenommen und debattirt.
Hr. Merryman beantragte eine neue Bill
als Substitut für den vorliegenden Gesetz
vorschlag; nach demselben soll das ganze
County zur Stadt Baltimore geschlagen wer
den, wenn dieses der Wille der Bevölkerung,
welche in der nächsten Wahl darüber abzu
stimmen hat, ist.
Hr. Turner argumentirtc über die Wichtig
keit dieses Substituts und verlangte von dem
Hanse, daß es verlesen und als geeignete, ge
rechte und angemessene Lösung der ganzen
Frage aceeplirt werde.
Hr. Gill sagte, er habe dieser Frage ganz
besondere Aufmerksamkeit gewidmet und ge
funden, daß Art. 13, Absetzn. 1, der Con
stitution dieses geradezu verbiete.
Turner sagte, daß die Fassung des
Substituts die Verbole der Verfassung um
gehe.
Hr. Gill erwiderte, das Substitut sei außer
Ordnung lind nur darauf berechnet, die Sache
zn verzögern.
Ter Sprecher erklärte diesen Einwand für
gültig und entschied, daß das Substitut zur
Zeit nicht angenommen werden könne.
Hr. Turner beantragte sodann, daß die
Bill des Hrn. Merryman dem ersten Abschnitte
der Original-Bill snbftituirt werde und daß
diese dann an das Comite zurückverwiesen
werde.
Hr. Fenton hoffte, daß dieser Antrag nicht
angenommen werde. Die Sache sei jetzt lanqe
genug agitirt und werde von dem Hause voll
kommen verstanden; die' Sitzung neige sich
ihrem Ende entgegen und man habe keine
Zeit mehr zu verlieren.
Hr. Kcech erwiderte aus das Argument des
Hrn. Gill und führte die Constitution au,
welche verfüge, daß Theile eines Countys ge
nommen werden könnten, um ein neues
County zu bilden, aber nicht zu anderen
Zwecken.
Joyce sagte, die Erweiterung der
Sladtgrenzen sei nichts Neues mehr. Von
dem Tage an, als Baltimore aus wenigen
Häusern bestanden habe, seien die Stadtgren
zcn von Zeit zu Zeit erweitert worden; 'Nie
mand könne den Bürgern des Staates das
! Recht streitig machen, zur Stadt Baltimore
!zu gehören. In dem ganzen Vorschlage sei
! nichts Unrechtes. Aui dem Flur dieses Hau
! ses seien jedoch einige undankbare Creaturcn,
> welche größtcntheils von Baltimore lebten,
! die aber dennoch bestrebt seien, die Stadl mit
einer Zwangsjacke zu versehen.
Hr. Turner appellirtc abermals an das
s Hans, das Substitut nicht mir nichts, dir
! nichts zu verwerfen, sondern es angemessen
! zu prüfen und dann von den beiden Vorlagen
' die bessere zn accepliren.
Hr. Gill sagte, es freue ihn, endlich hören
zu müssen, daß auch die Mitglieder von Bal
rimore-County die Nothwendigkeit einsehen,
daß die Sladtgrenzen erweitert werden muß
len, gerade wie vor 21 Jahren. Damals sei
es ein Mitglied von Battimore-Coui.ty (Hr.
Buchanan) gewesen, welches die Bill einge
bracht habe, die Stadlgreuzen von Baltimore
zn erweitern; dieselbe )ci im Hause einstim
mig angenommen worden, aber im Senate
liegen geblieben.
Hr. Buchanan vertheidigte sich gegen den
in der Bemerkung des Hrn. Gill liegenden
Vorwurf der Jncousequenz; er habe keine
Handlung begangen, deren er sich zu schämen
brauche.
Hr. Keech bemerkte, daß die städtische Dele
gation nur deshalb gegen die Bill sei, weil
sie den Vergleich vor dem Hause mir der Ori
ginalvorlage fürchte.
Hb. Stewart bemerkte, als Ordnungsfrage,
daß das Substitut jetzt nicht in Betracht ge
zogen werden könne.
Hr. Seth beantragte, daß das Hans ein
Pleuar-Comite bilde, um die Bill zu bera
then.
Hr. McColgan bemerkte, Bills könnten
nur bei der dritten Lesung vor ein Pleuar-
Comite kommen, was der Sprecher in der
Ordnung erklärte.
Tie Original-Bill wurde sodann verlesen.
Hr. Buchanan beantragte, dieselbe auf näch
sten Donnerstag zu verschieben; der Antrag
wurde niedcrgestimmi.
Ein Amendement des Hrn. Keech, die Aus
dehnung nach jeder Seile auf ein Minimum
zn beschränken, anstatt 4 Meilen 2 Meilen,
und anstatt 3 Meilen H Meile zu sekcn, wurde
niedcrgcstimmt.
Ein ähnliches Amendement stellte Hr. Seth,
nemlich, wenn immer in der Bill 3 stehe, 2
und wo 2 stehe, 1 Meile zu setzen.
Hr. Turner beantragte als Substitut des
die Grenzen bestimmenden Abschnittes, daß
das ganze County in die Stadtgrenzen ein
geschlossen iverden solle, wenn die Stimmge
daß der Herr den I. nnd'll. !z)istrik/vcn
Howard County auch noch mitnehme. (Ge
lächter.)
Das Substitut des Hrn. Turner wurde
niedergestimmi.
Das Amendement des Hrn. Seth wurde
dann angenommen.
Zum zweiten Male verlesen
wurden solgende Bills: die „Gazette Publ.
Comp." zu incorporiren; mehrere Bills über
Bezahlung von Ansprüchen.
Abendsitzung.
Haus trat Abends 8 Uhr wieder in
Sitzung. Hr. Brace berichtete im Namen
eines Spczial-Comite's die Scnotsbill ein,
den Freibrief von Ciimbcrland zu ameiidircn
und schlug als Amendement eine ganz neue
Bill vor, welche am letzten Samstag von den
Bürgern Cumberland's gurgeheißen wurde.
Ferner wurde günstig über die Senatsbill
berichtet, gewisse Fälle, welche jetzt vor dem
Kreisgerichtc von Ällcgany-County verhandelt
! werden, zu rcguliren.
! Das Wahl-Comite berichtete günstig über
die Bill des Hrn. Hart, die Regislrirung der
! Slimmgebcr zu reguliren. Ein Spe;ial-Co-
mite berichtete günstig über die Bill, einen
! Dolmetscher des Waisengerichtes von Balti
morc anzustellen. Mehrere Lokalbills wurden
! zur Reinschrift und dritten Lesung beordert.
Folgende Bills passirlen: Die Senatsbill,
den Freibrief von Rockville zu omendircn.
Ferner die Hausbills: das Salär der Pro
bat Richter voiiCalvert-Couniy zu bestimmen:
der Stadt Baltimore zu gestatten, das Wasser
des Guupowder in ihre Wasserwerke zu leiten:
die Gewalten der Commissäre von Calvert-
Counlh auszudehnen; die Gebühren der Ge
schworenen von Calverl-Eounty auf H 1.50
pro Tag festzusetzen: die Zahl der Friedens
richter von Howard-Counly im I. und 6.
! DistrUte auf je 3 zu vermehren; den Mayor
! und Stadtrath von Baltimore zu ermächli
! gen, die Stadtschuld zu fundiren, die Akte
! über direkte Besteuerung der Stadt Baltimore
zu amendiren; die Stadl zur Aufnahme von
Geldern für die Correition der Zone Fälle
jzu ermächtigen. Die HH. Cooper und Mc
Colgaii stimmten dagegen, den Berkauf von
Spirituosen im Umkreise von 2 iz9 Meilen
der Kirche von Brookhill und 3 Meilen von
Hassonville zu verbieten; >den Freibrief von
i Westminstcr zu amendiren : die „Teutsche
Bank" von Baltimore zu incoiporiren.—Da
Haus vertagte sich !il Uhr,
Stadt Baltimore.
Beerdigung des Hochw. Vaters s
Marks. Der ani Sonntage im „Provi
drn-Hospitale" zu Washington, D. C., mit z
Tode abgegangene Vater B. Marks, Hülfs
priester der Kirche zur „Unbefleckten Empfang- :
niß" daselbst, wurde gestern von der Wohnung
seiner Mutter Nr. 43, Süd-Wolsstr., aus auf s
dem St. Alphonsus-Friedhofe an der östlichen '
Stadtgrcnze zur Ruhe bestattet. Der Leichen. ,
zllg war ein sehr großer, und waren nament- s
lich die deutschen katholischen Gemeinden der s
Stadt unter den Leidtragenden bedeutend ver
treten. Der Sarg wurde S Uhr früh von
sechs Jünglingen der „Heiligen Familie" aus .
dem mütterlichen Hause nach der Sr. Micha
elis Kirche (Ecke der Lombard- und Wolsstr.) '
getragen und dort auf einen mit schwarzem
Tuche drapirten und mit brennenden Wachs
kerzen umgebenen Katafalk vor dcmHochaltare
gestellt. Alle anwesenden Priester sangen,
ehe der Sarg aufgestellt wurde, ein "Do pro
luoäiz," worauf ein Requiemamt gehalten 5
! wurde. Am Hochaltäre fungirten die Hochw.
Väter McCarthy von Washington als Cele
brant, Dclany als Diakon, Jordan als Snb
diakon und I. N. Berger als Cermonienmei
ster. Nach dem Amte wurde vom Hochw.
Rettor ?. Zimmer von der St. Michaelis-
Kirche eine Gedächtnißrede gehalten, worin
der Frömmigkeit, des tadellosen Wandels und
wissenschaftlichen Steedens des so frühDahlii
geschicdcnen mit Wärme gedacht wurde. Das
Absingen des "1.ib0,->" und die Einsegnung
der sterblichen Uebcrreste wurden vom Hochw'-
sten Erzbischofc Bauten verrichtet. Vor den
Altären waren 33 Priester versammelt, wo
runter 12 hiesige und 3 Washingtoner deutsche
Geistliche. Als Bahrtuchträger fungirten
sechs Seminar College, die voin Hochw. Vi
kar Vater Starr von der Cathedrale dazu
auSgewiililt waren. Am Leichenzuge berhei
ligten sich die „St. Michaelis - Gesellschaft,"
der „St. AlphonsuS-Jünglings-Vercin" und
mehrere andere Vereine durch starke Deputa
tionen. Ter Kirchenchor saug unter Leitung
des Organisten Hrn. I. W. Schmidt ein gre
gorianischcs Requiem. Den Trauergottcs
diensl am Grabe hielt der Hochw. Vater Mc-
Carthy von Washington.
Der Verstorbene wurde am 0. Dezember
1847 zn Dachow in Pommern geboren, kam
im Jahrc 1852 mit seinen Eltern nach Balti
more und besuchte bis zu seinem 13. Lcbcns
>ahre die St. Michaelis-Gemeinde-Schiile,
wo er confirmirt wurde. Selbst das Priester
amt wählend, besuchte er fünf Jahre lang als
Vorschule das St. Chartes-Seminar beiElli
cott'City und studirte bis zur Ordination im
St. Sulpiz-Eollegium an Pennsylvania Ave
nue dahicr Theologie. Er machte in seinen
Studien bald große Fortschritte und wurde
schon am 21. Dezember 1372, also im Zü. Le
bensjahre, zum Priester geweiht. Seine erste
Messe hielt er am iiächstsolgendenWeihnachis
lage in der St. Michaelis-Kirche, wo er 12
Jähre vorher confirmirt worden. Er beklci
dcte seit der Zeil die Stelle als Hülfspriestcr
an der Kirche der „Unbefleckten Empsängniß"
in Washington. Seine Gesundbeil litt in
Folge großer geistiger Anstrengung schau zu
Anfang des verflossenen Jahres, weshalb er
aus Anrathen seiner Aerzte zwei MaleFloridä
besuchte und daselbst längere Zeit verweilte.
Die Verschlimmerung seines Zustandes cr
weckte in ihm dieSchnsucht nach der Hei math,
weshalb er nach Washington zurückkam. Die
- nächste Ursache seine Todes war Luftröhren
Schwindsucht, die ihn aber nur wenige Tage
> an's Krankenbett fesselte. Sein unerwarteter
Tod hat im östlichen Stadttheilc, wo cr viele
Jugend- und Kirchensrcuiidc hatte, tiefes Be
dauern hervorgerufen. Er ruhe in Frieden!
Tödtlichec Br an dun f aU. —Am
Dienstag Bormitlag gegen 10 Uhr kam Char
les D. Harden, ein kleiner in Nr. 03, Che
nUtstrasie, wohnender Negcrknabc,einem Ofen
zu nahe und feine Kleider singen Feuer. Er
erhielt schreckliche Verletzungen, da die Kleider
ihm am Körper verbrannten, che die Flam
men erstickt werden konnten. Dr. Stevenson
wurde herbeigerufen; seine Dienste erwiesen
sich jedoch als nutzlos, da der Knabe schon am
Abend starb. Coroner Dr. Walker ward von
dem Unfälle in Kenntnis; gesetzt, lehnte aber,
nachdem cr alle näheren Umstände erfahren,
ine Leichenschau ab.
Weiteres über den Selbstmord
in West-Baltimore. Was in dem
inngcn Manne den Einschlug hat reisen las
sen, sich das Leben zu nehmen, wurde durch
die Untersuchung des Coroncrs nicht klar,
wenn man nicht annehmen will, daß Selbst
mord, wie andere Verbrechen, zu Zeiten epi
demisch austritt. Es liegt außerdem die Mög
lichkeit vor, daß peliiniärc Verlegenheiten
ihren Einfluß aus ihn ausgeübt haben. Lynch
wohnte, wie wir gestern bemerkten, im Hause
des Hrn. I. Loitdenslager an der Frcderick
Road, dem „Monnt-Olivet Eenietery" gegen
über, und machte hier die Bekanntschaft des
des Frl. Amiie Mattiso, welche als eine an
genehme Erscheinung und liebenswürdige
junge Dame geschildert wird; auch hätte Lynch
ihr immer die zarteste Aufmerksamkeit bewie
sen, und Nichts deutete darauf hin, daß eine
solche Katastrophe bevorstehe. Am Montag
Abend b Mte er zum letzten Male seine
Braur. .' war fröhlich und guter Tinge
und nichts Befremdliches war an seinem We
sen zu bemerken. Als er ging, schüttelte cr
Allen die Hände, wandte sich dann gegen seine
Braut und sagte leise: ~Lcb' wohl, leb'wohl
für immer!" Und selbst dieser Worte erin
nerte man sich erst, als der Selbstmord schon
begangen worden war. Bei dem Selbstmör
der fand man nur 55 Cents vor.
! Der Dampfer,.Edgar Stnar't"
wird am Sonnabend seine Probefahrt nach
Annapolis machen. Bundcsbcamte werden
sich an Bord des Fahrzeugs begeben und das
Schiff aui seiner Fahrt begleiten.
Ter G e s a m m t w erth der dieswö
chigeu Waaren- und Produkten Ausfuhr aus
hiesigem Hafeu nach dem Auslande beträgt
157.727.
.
l r-ö). Non den iiuucr
Osten and )>,' von Washingtoner und Annapolic
Sci-unmwerknufe diese Wockc Ken Stück Rindrieh
vorige Woche l wo <in der Parallel Wecke desvorige:
Zahres low stück).
gereich zur verscheid ward" Äiechsw
nicht sehr stark. Tie Preise stiegen ein wenig, uni
da der Markt jetzt ziemlich leer ist, so ist -Aussicht au
eine Preissteigerung sar schöne sette Schweine, pas
!end für den Philadeipyia'er Markt, vorhanden. An
dere Lorten stnd sehr flau und schwer zu verkaufen.
Notirungcir vis e> Eis. pro wo Psund Netto
Gcwichk.
Zufuhren dieseWochc !!7.!ü srück.gegen Ltüö
in voriger Woche und dtw in derselben Woche de!
Vongen Jahres.
Von Leiten der hiesigen Käustr
nur langsam abgeschlossen. Obwohl mehr Schaas.
nach dein Osten geschickt wurden, wie ir
llck der Zufuhr i-estan/au!
langt und werden gute Preise bringen!
Wir notiren diese Woche gewöhnliche bis mitt
lere Schaafc zu 1)7 bis tzts. pro lo Psuni
Brutto-Gewicht.
Wir notiren Zucht-Zchaasc zu tz?.äo bis k.i.ssv pri
stück.
, Zufuhren diese Woche ww stück, gegtn iüWSiück
W Wocke und S-iü-t siuck in derseibce
Börsenbericht.
berichtet voll Win. Tühnen. Nr. z?.
Ang. Perl.
Ba Kr alte 47 w
Baker neue... 48 4k !
Ba des Certis.. litt 14
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N-Carlkr neue 25^
N-Carolspel.. 14
S-Carol ker.. II
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Stadlkr'B2... 84
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High Grade-Extra 10 25 —001)
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Good k irmith's Family Ii 00 000
Greenfield' Famiiu ll 00 000
Welch'SFamily ll 00 000
Roggenmehl 475 500
Maismehl <Cuy Mills) 550 —4 50
Alkohol, 05 Prozent 1 80 1 00
CologneSpiritS .. . 180 —lOO
Asche, Potasche 675 700
.. Pcrlaschc 1100 —>2 0"
Bauholz, Tannendrettcr 26 00 —22 lß)
LillStuff 50 00 -52 00
Lberländlsche
Baumwolle, ordinäre ll 1t
gute ordinäre 15X— NX
Low Middling 11','— 15
Befenkorn !..!..? 6X
Blei, Fremdes Pig Gold 6.X — 6?.'
Bar, Pipe und Shcat 10',— 16.X
Bohnen. New-2lort 250 000
Brov, 'Navy 6X
Pilot. 7.X
Ehemikalien, Eanstic Soda 7'4 — 7X
Soda-Asche i)X
Eal Soda 2.'4 — 2'-
Bi-Earb. Soda... 6 6'4
Blcichpulver 2X— 2?
Eotton-Tuek, Duck2ir.l,2,Z 50 4Z
2>arnS 01 40
Dachschindeln, Nr 1 1200 00
Nr. 2 7 50 —lO 0
.. SapS 600 750
Eier 20 21
Eisen, Pia, Am. Anth., Nr. 1 55 W —0 00
Nr. 2 ZSW Uo>
Nr. Z Zioo iX>
~ Scotch Egiinion 1100 —l2l>
.. Glcngarnott 00 00 —0 00
Mcdcrn, gewöhnliche bis besiesorle 50 65
Mische, Maikcrelen Nr.l.niuc 180 —Zita
2, 150) —1450
med 11 50 —l2 6l>
~ große 1100—II 5>
Häringc, Labrador ... 6E>—6s)
„ aibbcd 450 —5 00
~ Eastern Round... 450 500
Box Nr. 1 25 Z 5
.. qeschältk 55 45,
Hake pro l> Psd 250 275
Eodstsh, große 450 510
kleine 425 150
Mnttcr.MillFeed, Brown Stuff... ?>
MiddlingS, leicht 20 25
schwer Z 4 45
Getraide, Walzen,weißer, guter vis
~ rother, ditio 160 1 8.5
„ Roggen., 001 —OO2
Haser 51 57
Gewürse, Inger .... 12 12
MuSkatbliithc I >l5 —1 27
Allipice.... 12
I 27 -
~ Relkcn >25
Guanape.? 00 o>>
" Lrchillä'7 20 00
GhpS >OO 150
z"°" 7777777'. 77 >75 i 55
Pa1eV7.777.77' '.77. 700 -250
Häute, Cirq-.siuh Io>4 ll^
Kaunentvaaren
l Psd. Cooe > Austern 50—2 0>
z „ .. 1 75 —2 2,
1 ~ Gewürz-Austern >4O Is>>
Z . 225 255
Qt. Piitl. Austern, Gla >5O 51.
2 Psd. Pfirsiche 225 2 2.5
2 .. .. 520 —225
2.. AnanaS 200 -2 25
5 " .. 777.7 77 220 —2.
2 Brombeeren — ö>>o
2 ~ Grüne Crbsen 120 10>>
2 .. . Bohnen >5O —I >s>
Lnmpcn. lgemischlc und weiße) >
Leder, Nough Tlirting s<> 5.5
Slonghtercd TohlcnCitv 22 i.'
Lichte, Adamäntiac, leichte 12 >
ges 13 1?
Melasse, Lud.- -
~ Engliih Island 20 ',O
New-Orlcans ') 75
Nägel, 2d 125 —l5
Obst, Aevscl, gcschuiyt 0 10
Quarters i> 7',
Pfirsiche, Qu anerS ti K 5.
halbe . 8 st
Oel, gebleichtes Patent-, 70
„ Thran-, 7 7.5
7O 75
Petroleum, gereinigtes 15 15
Provisionen, A>?ndflcijchMeßßalto 17 50 —2l 5> '
~ dilto CNraßalto.. 25 50 —25 50
.. Port, Prinrc Pleß .. >0 0
ditto, ,P>imeo 0
~ ditto, Rum II 50
Ball-Port, Schinken 11 50 —ls
> .. ' Timothy 025 2 50
2OO 21 0
Talz, Turt's Tleland 50 55
GroundAlum 1 15 l 20
, Ichmalj, Baliimorcr, BrlS o) 4— >0
Westliches, Aaß ? g'>
ditto BrlS 00 00
Schrot 11)4 12).'
Seife, Oallcy's 6 5
„ Oleine d'"lj> I'
e,ärkc,'Pett'.'".^.^^.''77777' !>
Südfrüchte, Orangen ??.. 000 o<x>
Citronen. 550 —6 00
SanßlaS 7000—
Rosinen 250 225
Cheiapeake.. 10
Taback, Maryland srosted .. . .... 2lx i l>>
~ qutcrbisfein red. g>>> —l2x>
fancv .^......... 12 00 —l5 0
Rio. aood biSfine 20) —^4>
PrimlngS 200 —4 00
Taback lssbrizincr) incl. Steuer:
Psundc. 11 n
Med'. !4 Pfunde, dunkel.. 42 —l5
Talg, City . >
Terpentin, Svirits 7g
Theer 2 27)4 2 62)
Country
Wach 28 20
Whiskey, High Wines V 0)
Rve Whtslev 125 500
WoSe.gejupstc 25 40
gewohnliche ugewa>chene. 15 20
eine ditto 22 20
gewaschene Tub. 40 45
p7u°''^>ß' ''
seS- Passe: PSfl.
' A-ainr'.^

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