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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1848-1918, May 22, 1874, Image 4

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die Erinnerung daran hat mir in man
cher dunklen Stunde wohlgethan. Und
diese tiefe Narbe an — dem
schönen, weichen Arm! Jch"würde an die
sem Morgen die ganze Welt hingegeben
haben, um ihn einmal
Er brach ab, durch jenes Zartgefühl ge
leitet, welches jeder edle Mann besitzt, das
da lehrt, wie die tiefste Leidenschaft, die
innigste Zärtlichkeit seiner Liebe sich nur
der Frau, die er gewählt, erschließen dars,
und ein heiligesGeheimniß zwischen ihnen
Beiden bleiben muß.
Ich verstand das; ich wußte, daß in sei
nem Herzen ein Gefühl lebte, stärker als
jede Freundschaft, ein Sehnen brannte,
welches keines Bruders noch so innige
Liebe zu stillen vermochte. Unwillkürlich,
ja, gegen meinen Willen ntrang sich in
Seufzer meiner Brust.
John wandte sich zu mir.
Phineas, Du mußt nicht glauben, daß
dieses neue Gefühl, welches, wie ich hoffe,
Du auch einst kennen lernen wirst, mich
jemals gegen meinen Bruder erkälten
kann, mich meines Freundes treue, be
währte Liebe geringer schätzen läßt.
Er sprach mit einem heftigen Ernst, aus
der Fülle und Wahrheit seines Herzens,
und Balsam entquoll seinen Worten, sei
nen Blicken sür die tiefe Wunde, unter
der ich gelitten; das schmerzliche Gefühl
der Zurücksetzung schwand mehr und mehr
dahin, fortan war ich vollkommen zufrie
den gestellt. So wie wir an diesem
Abend von einander schieden, so waren
wir noch niemals von einander gegangen.
Wir fühlten, daß die größte Prüfung,
welche die Freundschast treffen kann, von
unserer Freundschast bestanden war, daß
sie sich bewährt Halle im Kamps; wir
wußten, daß, welche neue Bande auch je
den von uns fesseln möchten, unsere Her
zen doch zusammengehörten, und vereinigt
waren bis zum Tode hin.
Der nächste Morgen brach an, wie ich
so manchen Morgen in Enderly kommen
sah, von leichten, duftigen Ncbelwolken
umhüllt und dennoch so göttlich schön.
Ein Gewebe von weißen Sommerfäden,
mit glänzenden Thauperlen gestickt, lag
wie ein leuchtender, durchsichtiger Schleier
über den Wiesen und Gefilden; auch von
den Büschen und Bäumen hingen jene
weißen, wunderbaren Fäden in phantasti
schen Verzierungen herab, mit welchen der
Nachsommer die Natur schmückt. Die
Sonne war gerade über der Hochebene
ausgegangen und küßte mit ihrem röthli
chen Golde die Gipfel der gegenüberliegen
den höchsten Hügel und die Kronen der
Pappeln, während das Rosenhäuschcn
und das tiefere Thal noch in dem blauen
Schatten des Morgens ruhten. John
klopfte an meine Thür und forderte mich
zu einem Spaziergange auf; seine Stim
me klang frisch und fröhlich, und mit sro
hem, dankbarem, Herzen ging ich zu ihm.
Er führte mich nach feinem Lieblingsort,
feiner „Terrasse " Jetzt war keine Aus
sicht mehr, jemals wieder die schlanke,
hohe Gestalt über die Wiese schreiten zu
sehen. Der goldene Traum war ausge
träumt. John sprach kein Wort darüber
und ich hütete mich wohl, irgend eine Er
innerung daran zu erwcckon. Er schien
ruhig und zufrieden zu sein, wenigstens
war der Sturm besänftigt; doch sein Ge.
Fichtsausdruck hatte sich verändert, die
sorglose Heiterkeit der Jugend war ver
schwunden, ein tiefer, männlicher Ernst
war an die Stelle getreten. Der Scheide-
Punkt, welcker den Jüngling vom Planne
trennt, war überschritten, es gab keinen
Rückweg mehr zu dem Einst.
Wir kamen zu jenem Theile der Ter
rasse, welcher über dem Kirchhof lag. Un
willkürlich schallten wir Beide nieder auf
den Hügel rolher, loser Erde, auf das
noch von keiner grünen Decke, von keinem
Kreuze gezierte, frische Grab. Eine dunkle
Frauengestalt stand an diesem Grabe.
Selbst wenn ich sie nicht erkannt, John's
ganzesWesen hätte mir gesagt, wer sie sei.
Eine todtenähnlicheßlässe überzog seinAn
gesicht, cftleßuhe war verweht, jcdeMuskel
zuckte. Es brach sast mein Herz, zu be
merken, wie diese Liebe bis in die innerste
Tiefe seines Herzens gedrungen, wie sie
sich mit jeder Fiber seines Daseins ver
bunden hatte; diese Liebe, welche, obgleich
sie so frühzeitig erstanden, so schnell zur
Reife gelangt war, denncch der Fluch sei
nes ganzen Lebens werden könnte. Der
Fluch? Nein, keine Liebe zu einer edlen
Frau kann, wenn sie recht ersaßt und ver
standen ist, sei sie noch so hoffnungslos,
als ein Fluch betrachtet werden.
Komm fort von hier! flüsterte ich. Laß
uns nach der anderen Seite der Hochebene
gehen. Sie wird bald das Rosenhäus
chen verlassen.
Wann?
Noch am Vormittage, wie ich hörte.
Komm', David!
Er ließ es geschehen, daß ich seinen
Arm in den meinen legte und ihn einige
Schritte von dannen zag; plötzlich blieb er
stehen und sagte mit fast erstickterStimme:
Ich kann nicht, Phineas, ich kann nicht
von hier gehen. Ich muß sie noch ein
mal anschauen, ein einziges Mal nur
einen kurzen Augenblick!
So weilte er, ungesehen von ihr, bis
Ursula langsam das Grab verließ. Mir
störten sie die Thür des Kirchhossgitters
schließen; wohin sie dann ging, vermoch
ten wir nicht zu erspähen.
Jetzt regte sich John; ich fragte ihn, ob
wir nun unseren Spaziergang antreten
wollten, er schien mich nicht' zu hören; so
ließ ich ihn seinen Willen folgen, vielleicht
konnte noch Alles gut werden.
Er stieg mit schnellen Schritten von
der Hochebene hernieder und wandte sich
dem Rosenhäuschen zu.
Das junge Mädchen stand vor den
Fenstern unseres früheren Wohnzimmers
und suchte unter den fast verblühten Ro
sen nach einigen noch frischen Knospen.
Als sie uns bemerkte grüßte sie, doch nicht
unbefangen wie sonst, sondern von einer
inneren Unruhe bewegt, wie es mir
schien.
Die Rosen sind alle verblüht, sagte sie
mit leisem, trübem Tone.
Dort oben sind noch volle, dustige Ro
sen, vielleicht kann ich sie erreichen; dars
ich es versuchen?
Zu meinem g'ößten Staunen war
John's Benehmen zu ihr ruhig und ge
halten wie sonst.
Schönen Dank, jetzt sind es genug. Ich
wünschte einige Rosen mit mir zu nehmen,
ich verlasse heute noch Enderln, Herr Ha
lifax.
So habe ich gehört.
Er sprach kein Wort des Bedauerns
aus, nicht einmal die übliche Phrase; ob
sie es bemerkte, vermißte? Doch nein
sie betrachtete uns wohl nur alsßekannte'
welche durch die Umstände ihr näher gi>
treten waren und somit ein gewisses An
recht auf ihre Dankbarkeit, ihre Erinnerung
hatten, aber immer nur Bekannte. Kein
Mann von Herz und Verstand konnte für
einen Augenblick die Bewegung, welche
sie zeigte, mißverstehen.
Als wir in das Haus traten, bat sie
uns, ihr in ihre Wohnung zu folgen, sie
habe uns nock Manches zu sagen, und
wieder sprach sie von der grossen Güte und
den Diensten, welche wir ihr erwiesen hat
ten.
So waren wir, zum letzten Male, in
dem kleinen, lieben Zimmer zusammen,
an das sich so viele süße und schmerzliche
Erinnerungen knüpften.
Ja, ich gehe nun von hier, sagte sie
traurig.
Wir hoffen und wünschen, alles Gute
möge sie begleiten, immer und auf allen
Wegen!
Sie blickte mich an und dankte mir mit
inniger Herzlichkeit.
Es war seltsam, welchen ernsten, sast
feierlichen Ton jetzt stets unser Gespräch
annahm; es war nicht, als wenn drei
junge Leute beieinander standen, vor de
nen das Leben sich erst erschloß, sondern
als ob wir hochbetagt uns am Ausgange
eines mühevollen, schweren Lebenspfades
befanden.
Seit wir uns gestern gesehen, haben
gewisse Umstände meinen Plan für die
nächste Zukunft zur Reife gebracht. Ich
Zeit im Hause meines Vet
ters Brithwood leben. Es scheint mir
dennoch das Beste; Lady Caroline ist sehr
gütig und freundlich entgegengekommen,
ünh ich stehe so ganz allein.
Ursula sagte das nicht wie erfreut oder
entschuldigend, nur wie eine Thatsache,
die nickt zu umgehen war, stellte sie eS
hin. Das Gespräch spann sich zwischen
mir und ihr weiter, doch langsam und oft
abgebrochen; John sprach kaum ein Wort.
Er saß am Fenster, den Kopf in die Hand
gestützt, welche seine Augen bedeckte; so
geschützt konnte er bester aus sie schauen.
O, wenn sie diesen Blick bemerkt hätte!
Die Zeit verrann. Würde John sei
nen Entschluß ausführen, von feiner Le
bensstellung zu sprechen! Hätt, sie etwas
darüber gehört, oder waren wir sür sie
immer noch: Herr Halifax und Herr Flet
scher, zwei „Gentlemen" aus Norton
Bury? Es schien mir so.
Ich hoffe, wir werden nicht aus lange
Zeit einander Lebewohl sagen, sprach
Ursula mit etwas mehr als nur gewöhn
licher Höflichkeit zu mir. Mehrere Wo
chen bleibt ich im Mythe - Hause, und wie
lange gedenken Sie in Enderly zu wei
len?
Auf meine Antwort, daß wir darüber
noch nicht bestimmt hätten, fuhr sie fort:
Doch dann kommen Sie nach Norton
Bury; wenn ich recht verstanden, ist dort
Ihre Heimath? Ich hoffe, nein, ich rechne
destimmt darauf, Sie werden meinem
Vetter erlauben, Ihnen in seinem eigenen
Hause seinen und meinenDank auszuspre
chen für alle die Güte, welche Sie mir in
der Zeit meines schweren Kummers erwie
sen.
Keiner von uns erwiederte etwas aus
diese freundliche Einladung, und Ursula
sah überrascht, gekränkt, nein erzürnt aus;
doch während ihre Augen auf John haf
ten blieben, verloren sie den Ausdruck ge
reizten Stolzes und ihr Blick wurde sanft
und weich.
Herr Halifax, ich kenne meinen Vetter
nicht, aber ich kenne und achte Sie, wol
len Sie mir sagen, offen und wahr, wie
Ihr ganzes Sein ist ob Sie Richard
Brithwood Ihrer Bekanntschast sür un
würdig erachten?
Er würde mich der seinigen für un
werth halten, war die leise, feste Antwort.
Ein ungläubiges Lächeln irrte um Ur
sula's Lippen.
Etwa weil Sie nicht sehr reich sind?
Was hat das zu bedeuten? Mir ist es
genug, daß meine Freunde Gentlemen
sind.
Herr Brithwood und mancher Andere
würden mir das Recht absprechen, mich so
zu nennen.
Ein Blick der Verwunderung, selbst eine
Bewegung leisen Schreckens von Seiten
der jungen, hochgeborenen Dame, und
zögernd sprach sie:
Ich glaube, ich habe Sie nicht recht
verstanden.
Deshalb will ich mich Ihnen näher er
klären, sagte Jobn, dem ihre Bestürzung
all' seine edle Würde, all' seinen männli
chen Stolz zurückgegeben hatte, und der
ihr wieder er selbst gegenüber stand. Es
ist nur recht und in der Ordnung, Fräu
lein March, daß Sie erfahren, wer und
was ich bin, ich, dem Sie die Ehre Ihrer
Bekanntschaft, Ihre freundliche Güte zu
Theil werden ließen. Vielleicht wäre es
meine Pflicht gewesen, Sie früher mit
meinem Stande bekannt zu mochen, doch
hier in Enderly schienen wir Ebenbürtige,
Freunde zu sein.
Gewiß, so habe ich es stets empfunden.
Dann werden Sie um so eher entschul
digen, wenn ich nicht erwähnte, wonach
Sie niemals fragten und was ich nur zu
gern vergaß, daß wir nicht dem gleichen
Stande angehören, daß heißt, die Welt
würde einen Unterschied anerkennen und
ich selbst hege jetzt Zweifel, ob Sie ferner
meine Freundschaft möchten.
Und der Grund hierzu?
Weil Sie eine vornehme Dame sind
und ich ein Handwerker bin.
Diese Erklärung erschreckte sie sichtlich,
und es konnte nicht anders sein, wenn
man bedachte, unter welchen Verhältnissen
und Vorurtheilen sie aufgewachsen war.
Sie saß stumm und regungslos, ihre Au
gen waren gesenkt, daß die dunklen Wim
pern die glühende Wange küßten, John
sprach weiter, seine Stimme klang immer
fester, stolzer, jetzt gab es kein peinliches
Zögern mehr.
Ja, ich gehöre dem Handwerkerstande
an und bin in der Lohgerberei von Abel
Fletscher Phineas' Vater beschäf
tigt.
Herr Aletscker!
Ursula's Blick, der aus mich fiel, wa
eine Mischung von Güte und Schmerz.
O, Phineas steht einen Grad weniger
unter Ihnen, er ist Ihrer Beachtung nicht
ganz so unwerth als ich. Er ist reich, hat
eine gute Erziehung genossen, während ich
mich selbst erziehen mußte. Vor sechs
Jahren kam ich nach Norton Bury, ein
Bettelknabe, nein, nicht das, ich arbeitete
oder ich hungerte.
Es lag ein Ernst, eine Leidenschaft in
John's Ton und Worten, die Ursula's
Blicke einen Moment zu ihm erhoben,
doch die Augen senkten sich bald wieder,
so daß man nicht lesen konnte, was darin
stand.
Ja, so war eZ. Phineas fand mich in
einer Gasse, dem Verhungern nahe. Dort
standen wir, gegen den Regen Schutz su
chend, dem Hause des Bürgermeisters ge
genüber. Ein kleines Mädchen Fräu
lein March, Sie kennen sie kam an die
Thüre und reichte mir ein Stück Brot
heraus.
Jetzt fuhr Ursula bestürzt empor.
Sie das waren Sie?
Der Knabe war ich.
John schwieg: sein ganzesWesen wurde
ein anderes, der leiden,chaflliche Stolz ver
wandelte sich in Weichheit, als er von
Neuem begann:
Niemals vergaß ich das kleineMädchen,
niemals. Wenn ich zuweilen abirren
wollte, wenn die Versuchung zu mir her
antrat, dann überkam mich die Erinne
rung an ihre Güte, ihre Güte, ihr liebes
Antlitz schwebte vor mir und schützte mich.
Dieses Antlitz war jetzt tief in die So
phakissen gedrückt und ein leises Weinen
lönle durch die Stille des Zimmers.
Ich bin glücklich, ihr noch einmal begeg
net zu sein, glücklich, daß eS mir vergönnt
war, ihr einen kleinen Dienst zu leisten für
das unendliche Gute, das sie an mir ge
than. Jetzt will ich Abschied von ihr
nehmen für immer.
Eine schnelle Bewegung des abgewen
deten Gesichtes schien zu fragen: Und wa
rum warum?
Weil, eiitgegneleJohn aus diese stumme
Frage, die Welt mich nickt für Ihres
Gleichen hält und es weder mich, noch für
Sie ehrenvoll wäre, wollte ich den Men
schen setzt mit Gewalt die Wahrheit auf
drängen, die ich eines Tages offen und
klar beweisen werde, daß ich dennoch Ih
res Gleichen b in.
Ursula blickte voll und klar in John's
glühendes Angesicht; es wäre schmerzn
entscheiden, ob der Blick mehr Freude,
mehr Stolz oder Erstaunen ausdrückte, es
war ein Gemisch von Allem darin.
Schweigend reichte sie ihre Hand dor, erst
mir, dann ihm. Ob sie diese als ein Zei
chen ihrer Freundschaft bot, ob nur als
eine Form desAbschiednehinens, das kann
ich nicht bestimmen; John nahm es für
das Letztere und stand auf.
Seine Hand ruhte schon auf dem Griffe
der Thüre, doch fein Fuß schien an dem
Boden festzuwurzeln.
Fräulein March, sagte er leise, wahr,
scheinlich werde ich Sie nie wiedersehen
wenigstens nie wieder wie jetzt. Lassen
Sie mich noch einmal auf die Hand blicken
welche meinetwegen so große Schmerzen
erduldete.
Ihr linker Arm ruhte aus dem Sopha
und deutlich war die Narbe sichtbar. John
nahm ihre Hand und hielt sie mit festem
Druck in der seinigen.
Arme, kleine Hand wohlthätige
liebe Hand! Mag Gott Dich segnen in
alle Zeit! flüsterte er leise.
Plötzlich drückte er seine Lippen auf die
Stelle, wo die Wunde gewesen es war
ein langer, ein inniger Kuß, so wie nur
der Kuß eines Liebenden sein kann. Ur
sula mußte es gefühlt, verstanden haben.
In der nächsten Minute war John ver
schwunden.
An diesem Tage verließ FräuleinMarch
Enderly und wir blieben allein dort zu
rück.
(Fortsetzung folgt.)
Tie Finanz-Bi il des Senat s wi>'d
rvm Haus nicht btjondlrS günstig hstrgchftt.
Europäische Berichte.
(Paderborn, 29.April.) Wegen des
confiszirten Hirtenbriefes ist gegen Unsern Bi
schof und gegen die Pfarrer resp. Kapläne un
serer Stadt, die das Hirtenfchrcibest am 22.
März verlesen haden-, Von Seiten der könig
lichen Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.
Einige der betreffenden Herren waren bereits
in der abgelaufenen Woche zur Vernehmung
vorgeladen. Ter Bischof ist, laut dem „Westft
Volksbl.," nicht erschienen, sondern hat sich
schriftlich verantwortet; ebenso Pfarrer Dr.
Verhörst. Pfarrer Rilkand hat jede Aussage
verweigert. Die Anklage lautet aus Verge
hen gegen den Kanzclparaaraph und Verbrei
tuug erdichteter oder entstellter Thatsachen.
—(He il br 0 nN. 29. April.) Man schreibt
dem „Schw. Merk.:" „Eine Nacht banger
Sorgen und Befürchtung liegt hinter uns.
Nachdem, wie in anderen Landestheilen, durch
das herrliche FrülssahrSwetter Rebe und Obst
baum sich in höchst erfreulicher Weise eiiiwit
kclr hatten, brach gestern ein Wind aus, der
zuerst von Norden, dann von Nordvsten we
hend, eiskalt war und die Tempetatilr so sehr
abkühlte, daß sie letzte Nacht an geschützten
Lagen auf 1 bis 2 Grad R. über Null, uiiter
dem Einfluß des Windes aber unter den Eis
punkt fiel; die Frühkartoffeln sind erfroren,
der Klee hat Roth gelitten, die Weinberge ha
ben zum Theil Schaden genommen, die mitt
leren und die dem Winde ausgesetzten Lagen
weniger als die übrigen, natürlich auch die
empsindlicherenSotten, "z B. Elblinger, inebr
als die änderest. Der Obstbaum sckMnt bis
jetzt nicht betroffen zu sein."
(Aus Baden, 28. April.) Unser
Erzbisthumsverweser in Freiburg ist von dem
Kreisgerichte zu Hechingeii neuerdings wieder
wegen Uebertrctnng der Maigesetze zu 600
Thalern Strafe verurtheili worden. TleGe
sammtfllmme der gegen de Dr. Kübel er
kannten Geldstrafen beträgt nunmehr 1400
Thlr. Von einer Zahlung derselben verlau
tet nichts, und so werden denn wohl auch bald
die unausbleiblichen Folgen eintreten müssen.
(Naumburg.) Am 25. April ist in
Klein - Heringen bei Kösen eine Feuersbrunst
ausgebrochen, die nicht weniger als 21 Ge
bäude in Schutt und Asche verwandelt hat.
Wcrthvolle Bestände von Ccrealien und Mas
sen Mobiliar sind verbrannt. E? erscheint
wahrscheinlich, daß hier Brandstiftung aus
Bosheit vorliegt. Die Sicherheitsbehörde
ist bereits mit der Untersuchung vorgegangen.
Das kleine Dörfchen, auf der Preußiich-Wei
marer Grenze gelegen, war bereits mit den
Einleitungen zu der Fcstseier des Iso.jäh?igen
Bestehens seinerKirche beschäftigt. Der Schlag
trifft um so härter, als dieLeutc ihre Gebäude
nicht zu Hälfte des Werthes, ihre fahrenden
Habe aber fast gar nicht versichert hatten.
(Bremen, 25. April.) Hiesige Freunde
der Leichenverbrennung haben Geld zusam
mengeschossen, nm eincnPreis aus das ökono
misch und ästhetisch beste Verfahren auSzu
setzen. Sie veröffentlichen den Entwurf ih
res Preisausschreibens im Bremer Handels
blatt zu dem Zwecke, daß man sich ibnen von
anders woher wo möglich anschließe, eventuell,
unter Abänderung einzelner Vorschriften des'
Allsschreibens. Nach diesem sollen die Con
currenzschriften enthalten: 1) Beschreibung
und, soweit es erforderlich ist, Abbildung
(eventuell beigefügte Modelle) der zur Leichen
Verbrennung dienenden Baulichkeiten und
Apparate nebst fpczialisirtenÄostenanichlägen;
2) Beschreibung des Verbrennung-Verfah
rens selbst, nebst genauer Schilderung der
Versuche an Thierlcichen oder Mcnschenlci
che, auf welche sich die Vorschläge stützen;
3) Berechnung der Kosten de? Verbrennungs
verfahrcits. Dle Schriften können in deut
sch.cr, englischer oder französischer Sprache ab
gefaßt sein.— Der hiesige Volksbildungsver
ein hat in dem am 31. März endenden Ge
schäftsjahr einen Volksschriftenverlag für das
nordwestliche Deutschland als Aktiengesell
schaft, drei Volksbibliothcken von je 700 bis
800 Bänden und zwanzig für benachbarte
Dörfer bestimmte Sammlungen von re 60
Jugendschriftcn gegründet, Letztere meist aus
hiesigen Familicii zusammengebracht. Fer
ner ist eine außerordentliche Sammlung für
die Aufstellung eines Wanderlehrers vorge
nommen worden, welche bis jetzt etwa 10,005
Mark ergeben hat. Von Rcüjahr bis Ostern
fanden auf Veranstaltung des Vereins an bei
den Enden der Stadt wöchentliche Vorträge
über allgemein interessante wichtige Gegen
stände statt, die stark besucht wurden, nnd Un
nächsten Winter plamnäß'ge, auch mehr auf
volkswirtbichafttichd Erkenntniß abzielende,
wiederholt werden sollen.
(H am bu r g.) Die Direktion der
„Hamburg - Amerikanischen Packclfahrt-Ak
tiengcseUschaft" hat jetzt endgültig beschlossen,
ihre „Havanna - New Orlcans-Ltnie" aufzu
geben, so daß also keine Fahrten dieser Linie
mehr stattfinden werden. Der Beschluß dürfte
sich wohl unzweifelhaft in dem Wunsche der
Direktion begründen, die bisher für die „Ha
vanna - New - Orleans - Linie" verwendeten
Dampfer schon in nächster Zeit zu? verstärkten
Betreibung ihrer „New-?)orker Linie" verfüg
bar zu haben. Tic bisherige geringe Be
nutzung der nach New-Nork fahrenden Schiffe
der transatlantischen Dampfer - Gesellschaft
hat bei Letzterer den Enlscklnß gereift, zwei
der neuen Dampfer an die englische Marine
zu verkauftn und soll das Geschäft bereits
perfekt geworden fein. Der künftige Direk
tor der nach den Ausschußanträgcn Hierselbst
zu errichtenden „Teutschen Seewarte" scheint
noch immer nicht gefunden zu sein. Von ei
ner so subalternen Persönlichkeit, wie dieje
nigc, deren Namen in letzterer Zeit in den
Blättern bezeichnet worden ist "(Kurbwig),
kann selbstverständlich für diese wichtige Siel
luirg nicht die Rede sein.
—(E in barbarischer Ehema,l n.)
Manschreibt ans Mainz, 24. April: „Unsere
Assisenscssion für das lanfendeOuartal endete
heute mit einer Lerurthcilung zur Todes
strafe. Ter 36 jährige nicht vermögenslose
Ackersmaim Seb. Rmgel ans dem nahen
Orte Hechtsheim hatte das Leben seiner gut
müthigcit Ehefrau. Mutter von vier Kindern,
durch schwere Mißhandlungen längere Zeil
bedroht. Tie hartherzige Familie der sehr gut
beleumundet gewesenen Unglücklichen ließ sie
trotz ihrer Bitten in dieser Lage. Nachdem
die Gcndarmene-Runde ttttälligZeuae scheuß
licher Szenen wurde, erhielt der Beschuldigte
auf Anzeige eine Gefängnißstrafe von fünf
Tagen, nach deren Verbllßung er sein Weib
in den Keller lockte, ihr eine Schlinge um den
Hals warf und die nach einigem Ringen zur
Leiche Gewordene an einen .Haken hing. Der
Angeklagte läugncte hartnäckig und suchte mit
grosser Uebcrlegunz die gegen ihn vorliegen
den Indizien zu entkräften. Die Geschwore
nen erklärten indessen nach kaum halbstündi
ger Berathung den Angeklagten des vorsätzli
chen Mordes überführt, und darauf verur
theilte ihn der Assisenhof zur Todesstrafe,
öffentlich zu vollziehen mfttels des Fallbeiles
ich Hofraum des JnstizpalasleS. Indessen er
klärte sich der Mörder auch nach dem Verdikt
der Jury für unschuldig."
—Der von Professor Ioh a nn esSch i l
ling zuTresdcn ausgeführte ncueEntwurf zu
dem National-Tenkmal auf dem Niederwald?
ist von der Jury als überaus gelungen und
der Ausgabe völlig entsprechend zur Ausfüh
rung empfohlen worden, und das Comite hat
die Aussnhrnng desselben einstimmig be
schlossen.
Ueber das Vaterland der Chign ons
Ichreibt die „Jndep.Belge:" „Unsereeleganten
Damen wissen wahrscheinlich nicht, woher
ihre enormen Chignons in allen Größen und
Haarfarben kommen, auf welche sie so stolz
sind und mit denen die Friseure ein so ein
trägliches Geschäft machen. Diese Chignons
haben, wenigstens der größten Mehrzahl nach,
einst die Köpfe von Fakiren, einer Gattung
indischer Mönche, geschmückt. Tie Sache ver
hält sich folgendermaßen: Die Jndier, so
wohl Männer, als Weiber, welche sich wall
fahrend in de großen Tempel von Allahabad
bei Calcutta begeben, opfern dort dem Gott
Brahma, gleichsam als Andenken ihrer Reise,
ihren Haarschmuck, wozu eigens für diesen
Zweck vorgerichtete lange Ouerslangen in
dem Tempel ausgestellt werden. Die Priester
entledigen sich natürlich gern dieser sonderba
ren Spenden, mit welchen sie Nichts zu be
ginnen wissen, umsomehr, da jedes Jahr auf's
Neue solche Opfer dargebracht werden. Es
fanden sich stets Kaufleute, welche die Haare
zu billigem Preis an sich brachten und ballen
weise nach Europa sendeten. Bald aber fan
den die Priester, daß es weit gewinnbringen
der ist, die Haare eu bloc zu verkaufen. Es
hat sich denn eine Gesellschaft gebildet, wel
cher die Brahinapricsler das Recht abgetreten
haben, jedes Jahr die frommen Svenden,
welche dem Tempel geweiht werden, zu sam
meln, wofür die Gesellschaft eine Summe von
-IVO Rupien (ungefähr 1000 Francs) entrich
tet. Die Zahl der Pilger, welche sich alljähr
lich nach Allahabad begeben, überschreitet die
Ziffer 200,000".
(Dresden.) Der Odd-Fellom-Orden
hat bekanntlich auch hier zwei Logen, die
„Saxonia" und die „Allem.'nici." Beide La
gen feierten am 26. April vereint das 55-jäh
rige Stiftungsfest ihres Ordens. Die Feier
fand zunächst in würdevoller Weise in dem
Logenraume (Sttuvcstraße) statt, dann aber
begaben sich die „Brüder" in das Grand-
Union-Hotel, um der geistlichen eine festliche
Feier folgen zu lassen, die in jeder Hinsicht
trefflich verlief.
(München.) Nachdem seit etwa acht
Tagen aus der ganzen Stadt kein neuer Er
krankungsfall an Cholera zur Anzeige gckom
men, auch seit vier Tagen kein Cholcratodcs
fall vorgekommen ist, trat am 26. März die
weitere erfreuliche Thalsache ein, daß auch in
den hiesigen Krankenhäusern Niemand mehr
in Behandlung steht.
Wieder sind hier in den letzten Tagen zwei
unserer höheren Staatsbeamten mit Tode ab
gegangen, der Oberkonsistorialrath Jos. C.
v. Edelmann, 75 Jahre alt, und der Staats
rath und Regierungs-Präsident in Regens
burg, Max v. Gutschneider, ebenfalls im 75.
Lebensjahre. Schwer erkrankt ist Domdechanr
Reindl, früher Erzieher des Prinzen Adalbert.
An des verstorbenen Kaulbach's Stelle soll
Carl von Piloiy zum Dirttwr der Münchener
Kunst-Akademie ernannt werden.
Das Militärbezirksgericht München hat ei
nen früher desertirten bayerischen Soldaten,
der in die französische Fremdenlegion getreten
war und nachweislich im letzten Kriege gegen
die Deutschen gekämpft hatte, hin.,, : n,
ö jährigem Zuchthquje vrruNyeitt.
Stadt Baltimore-
Di „MvtylSnder Gartenbau-
Vefellschaft"
hielt am Dienstag im Gebäude des , Mary
länder Ackerbau-Vereins" an der Ecke der
Erttaw- und Fayettestraßc ihre monatliche
Versammlung ab nnd hatte bei dieser Ge
legenheit zugleich eine Blünien- ünd Pflan
zen-Äusstellüng veranstaltet. Die Hauptaus
siellet waren die HH. John Feast, R. J.Hol
liday, E. Whitman; F. Fauth, A. L. Black,
M. W. Taylor, Henry James ü. A. Unter
den ausgestellten Exemplaren fielen besonders
nachstehende Pflanzenarten in'S Auge: au
curia, ackrvautkuz zc. Große Bewunde
rung erregte eine Art Fuchste, die in der letz
ten Zeit Unter dem Namen ?,Perle von Eng
land" bekannt geivörden ist.
Die Verlamcklllng wurde von dem Präsi
denten Hrn. Ezra Whitman zur Ordnung
gerufen; Hr. T. C. Doriey fungirte als Sekre
tär. Hr. Whitman hielt eine längere An
sprache und sagte, baß kaum fünf Monate feit
Organifirnng der Gesellschaft vergangen ieien,
aber trotz des kurzen Bestehens derselben könne
man bereits jetzt prophezeien, daß die Gesell
schaft schnell aufblühen und eiste Stufe er
reichen würde: wie sie sich Anfangs Keiner der
Gründe? hatte träumen lassen. Vor allen
Dingen liege jetzt den Mitgliedern die Pflicht
ob, dazu beizutragen, daß die bevorstehende
große Pflanzeiiaussiellung sich zu einer glän
zenden und erfolgreichen gestalte.. Bet jedem
Bürger Baltimore's müsse man Interesse für
dieselbe erwecken und bieS könne unmöglich
schwer halten, denn eine Ausstellung, jme die
beabsichtigte, lenke bereit vvn selbst die all
gemeinste Aufmerksamkeit aus sich: Aber zu
gleich müsse man eine größere Zahl von Mit
gliedern zst gewinnen suchen. Da die Summe,
welche neue Mitglieder bei ihrer Aufnahme
zu bezahlen haben, nur K 3 betrage, so lasse es
sich bei einiger Mühe leicht dahin bringen,
daß auf der Mitgliederliste mehr, als 1000
Namen verzeichnet ständest. Als Hr. Whit
man geendet; verlas de? Sekretär Hr. Dorsey
Zstschristest bon den HH. I. A. I. Creswell
und Dr. Samuel P. Smith von Cumber
land, worin dieselben ihr Bedauern dar
über ausdrückten, daß sie nicht im Stande
seieiss der Versammlung beizuwohnen. Gene
ral Samuel Jones perlaS einen interessanten
Aufsatz über Gartenbau im Allgemeinen und
erwähnte des beispiellosen Aufblühens der
Gartenbau-Gesellschaft von Massachusetts.
Als diese Gesellschaft ihre erste Jahresver
sammlung hielt, zählte sie nur 32 Mitglieder
und für ihre erste Ausstellung Vermochte sie
nur Prämien istl Betrage von §2OO zu ver
wllligenc Auf der 16 Jahre später stattfin
denden Versammlung betrug die Zahl der
Mitglieder 1400 und die Prämien sür Früchte
rcpräsentirten allein eine Stimme von §l3OO.
Im Jahre 1871 wurden §4264 für Prämien
vcrwilligt nnd der Bericht der Gesellschaft für
1372 weis't eine Jahrcseinnahme von K 32,249
auf. Auch der Gartenbau-Gesellschaften von
New-Aork, Philadelphia und änderest Städ
ten that Gen. Jones Esw'ähnstng: Nachdem
Hr. Jesse Marden noch einen Aussatz über
das Thema: „Der Einfluß des Mondes auf
die Vegetation" verlesen, vertagte sich die Ver
sammlung bis 7 Uhr Abends.
Aus vergangenen Tage. -
Wenn man k>e, Blattet' des vvn Oberst I.
Thomas Schars herausgegebenen Buches
so erfährt man manche interessante Bttscben
heiten. Wir lassen nachstehend einige dersel
ben, wie sie dem genannten Buche entnom
men sind, folgen: Capitän John Smith war
der Erstc7 welcher den Platz auf dem
Baltimore gegenwärtig steht; dies war im
Jahre 1606. Der Zweite, der den Platz be
trat, war Lord Baltimore (1628). Ballimore-
Couniy wurde im Jahre 1659 gebildet und
bestand damals aus dem gegenwärtigen Bal
timore-, Harford- und Carroll-County nnd
aus Theilen von Anne Ärnndcl-, Howard
nnd Frederick-County; die Bevölkerung des
Co'Untys bclief sich zu jener Zeit auf 2000
Seelen. 1668 wurde die Stadt ausgelegt.
1708 wurde eine Steuer von 20Schillingen
auf jeden irischen Dienstboten gesetzt, um der
allzu stark gewordenen Einwanderung irischer
Papisten einen Damm entgegen zusetzen. Im
Jahre 1723 wurden alle Trunkenbolde, Sab
bathschänder -c. gepeitscht, in's Gefängniß
geworfen und ihnen ein Loch durch die Zunge
gebohrt. Wer Spirituosen an Sonntagen
verkaufte, ward nm 2000 Pfund Taback be
strast. Tie Grenzen ber Stadt waren damals
die Saratögasträßc im Norden, die Jones'
Fälle im Osten, die Llbertystraße im Westen
und der Patapsco im Süden. Das erste Zic
aelsteingebäude ward im Jahre 1741 an der
Nordwest-Ecke der Calvert- und Fayetjestraße
ausgeführt. Die ersten Deutschen, weiche sich
in Baltimöre niederließen, waren H. Leonard
und Danier Barnetz. 1750 wurde die Stadt
mit einer Mauer umgeben, durch welche drei
Thore führten: Das erste befand sich am
Westende der Baltimvrestraße bei der gegen
wärtigen McClellan's Alley, das zweite an
der Nord-Gay-, nahe Frontstraße, und das
der gegenwärtigen Ecke der Charles-
und Saratogastraße. Im selben Jahre wurde
die erste deutsche reformirte Gemeinde in Bal
timore in's Leben gerufen. 1751 ward ein
Marttschuppen an der Ecke dr Baltimore
und Gaystraßc aufgebaut. 1752 zählte Balti
more Tavernen, 25 Häuser, eine Kirche,
eine Schule und 200 Einwohner. 1754 ließ
Charles Carroll das Mount Clare-House er
bauen. 1755 kamen die Indianer die sich da
mals auf dem Kriegspfade besanden in die
Nähe von Baliimord und versetzten die Be
völkerung in eine furchtbare Allsregung. Im
Jahre I7s6wurdcn alle Junggesellen besteuert
und wenn dieselben katholisch waren, mußten
sie den doppelten Betrag der Steuer erlegen.
Tie Gerichtshöfe von Battimore-County wur
den 1768 von Joppa nach Baltimore verlegt;
die Jones' Fälle berührten zu jener Zeit auf
ihrem Lause die gegenwärtige Ecke der Cal
vert- und Lexingtonstraße. Die katholische
St. Petcrskirche ward im Jahre 1770 an der
Ecke der Charles- und Saratogastraße erbaut.
1772 sah man den ersten Regenschirm in den
Straßen von Baltimore; derselbe erregte all
gemeine Heiterkeit unter der heranwachsenden
Jugend. Das erste Methodisten-Bethaus
ward 1773 in der Strawberry-Alley errichtet.
Die erste Zeitung war das "KarMnck 3our
-20. August 1773 in's Leben trat.
Bevorzugung des ersten Distrikts
von Baltimorc-County. Hr. Lin
thicum offerirte am Freitag nachstehenden
Beschluß im ersten Rathszweige:
„Da die Einwohner des ersten Wahlbezirks
von Baltimore-County sich bei der kürzlich
stattgefundenen Abstimmung zu Gunsten ei
ner Erweiterung des städtischen Weichbildes
erklärt haben; und da die Einwohner jenes
Bezirts auf diese Weife bekundeten, daß sie
die Vortheile, welche ihnen aus einem An
schluß an Baltimore entspringen, wohl zu
würdigen wissen und derselben nur nicht theil
hastig werden konnten, weil die Einwohner der
anderen Bezirke sich gegen den Anschluß sträub
ten, so sei
beschlossen von dem Mayor nnd Stadtrath
von Baltimore, daß die zuvor im Stadtrathe
angenommenen Beschlüsse bezüglich der Aus
schließung von Kindern, deren Eltern in Bal
timore - County wohnen, aus den hiesigen
Stadtschulen, und bezüglich der Benutzung
der städtischen Wasserleitung und der Vor
theile der Feuerwehr, keine Anwendung auf
die im ersten Wahibezirke von Baltimore-
County wohnenden Bürger finden sollen."
Um Hülfe bitte tbei derStadst
die „PittSburg-Connellsville-Bahn-Coinv.,"
das bckanntcPflegekind der „Baltimore-Ohio
Bahn-Comp." Die Stadt eignet bekanntlich
eine erhebliche Summe der zweiten Hypothek
besagter Bahn und zeigt nunmehr an, daß sie
ebensowenig wie die Januar-Zinsen zu zahlen
im Stande sei. Die Schulden der Bahn
nähmen überhaupt dermaßen zu, daß das
ganze Unternehmen in Gefahr sei, wenn die
Stadt nicht Nachsicht übe und durch irgend
ein Arrangement der Bahn zu Hülse komme.
Zunächst scheint es nur aus eine Prolongi
rung der fälligen Zinsenzahlungen abgesehen
zu sein. Hr. M. I. Cohen, der Präsident der
Bahn, befindet sich, hier, und das Finanz-Co
mite des Stadtrathes wird wohl in nächster
Zeit eine Besprechung mit ihm haben. Der
„Pittsburg-Conncllsviller Bahn"-Weg bildet
die Verbindung der„Baltimore-Ohio-Bahn"
mit dem Westen und wurde unter den Auspi
zien der Letzteren, die allerdings selbst weit
besser daran ist, gebaut. Schon 1868 kam die
Stadt der Bahn durch Rücktritt von der 1.
Hypothek zu Hülfe, und wahrscheinlich wird
es nunmehr auf einen weiteren Rückschub ab
gesehen sein.
De ut s ch-A me ri k ani sch es Co n vcr
sa ti o n s-L exi k on. Die soeben erschie
nene 108. Lieferung des Deutsch-Amerikani
schen Conversations - Lexikons enthält aus
führliche Artikel über das „Territorium Wyo
ming," über den „Aellowstone - National-
Park," über die mexikanischen Staaten „Uu
catan" und „Zacatecas" über die Städte
„Worcester" und „Zauesville," über den „Ge
neral „H. G. Wright" und dicStaatsmänner
„Silas Wright" und „W. L. Mncey" u. A.
Von den übrigen interessanten Artikeln der
Lieferung erwäknen wir noch die über „Wol
le" und „Wollhandel," „Wucher," „Würt
teinkerg" und „Zahnheilkundc."
Seine Abschiedspredigt hält am
7. Juni der Ehrw. Hr. Eschbach, Prediger der
reformirte Kirche an Calvert-, nahe Monu
mentstr., der einen Ruf nach Frederick, mit
einem Jahresgehatte von K5OOO, erhalten hat.
TerHochw. tt. Wcndelin Mayer, Mis
sionär, wird aufPfinasten in Wilmington,
Delaware, eine Mission für die Teutschen be
ginnen, wozu der Missionär vom Bischof
Becker besonders eingeladen worden ist.
Zur Gen erat-Versammlung des
„Central-Vereins" in Rochester,
N.-N-' werden, wie wir erfahren haben, un
gefähr 15 Pexsonen von Baltimore abreisen,
darunter die Hrn. I.A. Ostendorf, Vicc-Prä
dent für Maryland, Christian Bitler, Ver
trauensmann für die Eiittvaiidererangelegeii
heiteu in Baltimore, und die Hrn. F. Meyd,
I. T. Fetsch und Jakob Groh.
Ueber die nunmehr auf den 10. Juni anbe
rauuiie Gedüchtniß Feier für die
Consö verirren auf Loiidon-Parl-Cemc-
lern erfährt man, daß sich auf dem Begräb
nissbose 238 Gräber befinden und noch Platz
ftH?s()auf dem mit Granit eingefaßten und
erheblich vergrößerten Gottesacker vorhanden
beabsichtigt, auch aus anderen
Lokalitäten die Gebeine gefallener eonf. Sol-
nach Loudon- Palt ;ü bringen. Bei
derC edächlniß-Blumeiifeicr am 10. Juni wer
den Gen. B. T. Johnson von Richmond,
Col. H. K. Douglas von Haqerstown und
Richter Jnglts von Baltimore reden.
Bitt der Annäherung des warmen Wetter
tritt auch dieEi 8 frage wieder in dcnVorder
grund. Bisher bezogen die hiesigen Eishänd
ler ihre Vorräthe hauptsächlich aus dem Sns
guehanna. Der gelinde Winter hat jedoch
jede erwähnenswerthe Einhcimsung unmöglich
gemacht und wir sind zur Beziebi'na des Be
darfs hauptsächlich auf Mäiüc ünd Massa
chusetts aügew'.esen worden. Baltimore zählt
vier Hervonagende Eis-Firmen: W. H. Oler
sc Co., deren neue Speicher sich in Canton
befinden; Cochran 6c Co., Wcst-Falls-Ave.;
Frcdcrick 6c Sohn, Südseite des BassinS, üüd
Holbrook 6c Buckley, Canton. Diese vier
Firmen haben zusammen 100,000 Tonnen
Eis im Norden gekauft, das zwischen jetzt
nnd dem 1. Nov. nach hier wird:
Außer diesen vier, das Eis an andern-Staa
ten beziehenden Firmen giebt es in Baltimore
14 El?verkäüfer, die täglich mit 130 Wagen
durch die Straßen ziehen und an Familien,
Hotels, Wirthschaften zc. den Bedarf liefern
und glcichzeitlgPnrkersbnrg, Whecling, Cum
berland, Frederick und andere benachbarte
Ölte, wo die Erndte schleckt ausgefallen ist,
mit Eis versehen. Wichtig ist die Vereinba
rung zwischen den Eis-Importeuren und
wornach der Preis des Eises für
den lausenden Summer folgendermaßen fest
gestellt ist: Fünf Psund täglich; 7 Tage, 50
Cents pro Woche) sechs Pfund täglich. 6Tage,
50 Cents pro Woche; acht Pfund täglick, 7
Tage, 70 Cents pro Woche; zehn Pfund täg
lich, 7 Tage, 90 Cents pro Woche; vierzehn
Pfund täglich, 7 Tage, 51 pro Woche; über
vierzehn Pfund täglich. 1 Ct: pro Pfund.
(Die Preise pro 1873 betrugen nur: sechs
Psund täglich, 5, dreizehn Pftind 10, zwan
zig Pfund 15, sicbeimndzwanzig Pfund 20,
fünfundreißig Pfund 25, sechszia Pfund 40
Cts. täglich.)
In Philadelphia beträgt der Preis des Ei
ses für acht Pfund, die geringste Quantität,
welche verkallft wird, 55 Cents pro Woche,
40 Pfund 35 Cents. In Boston werden 10
Pfund täglich für §3 pro Monat und 50 Pfd.
für 35 Cent geliefert. Ucbrigens haben sich
die Pyftadelphia'er und Bostoncr Händler in
sofern vorgesehen, daß sie schriftlich alle ihre
Contrakte davon abhängig machen, daß sie
weder dlftch Brand, Uebcrfchwemmung zc.
leiden und demzufolge unbefähigt sein sollten,
ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die
Baltimorer Lieferanten machen keine solche
Bedingungen und maAn sich anheischig, ihre
Kunden während des sommers zu den vor
erwähnten, allerdings sehr hohen Preisen zu
bedienen. 35 Pfund zu 50 Cents ist aller
dings theuer und es ist abzuwarten, ob wir
dafür einen reinen, klaren und soliden Arti
kel erhallen werden. Jedenfalls wird man
chcr Haushalt sich im Laufe des Sommers im
Betreff der Eisbenutzung der Sparsamkeit zu
befleißigen haben.
Der Austernkrieg. Tödtlicher
Ausgang. Dr. Mackall hielt Freitag
Nachmittag um 4 Uhr im Spitale der „Bal
timorer Universität" ant der Ecke der Lom
bard- ünb Grecnstraße über den etwa 30-jüh
rigen Capt. Henry Lawrence Todtenschau.
Der Verstorbene führte ein Austernboot und
ließ ohne Conzession nahe der unteren Spitze
der Kent - Insel am 13. April mit dem Kratz
garne Austern sangen. Sein Fahrzeug, der
Schooner „Horatio Seymour," und mehrere
andere Schaffner bttrieden zur Zeit auf den
dortigen Sandbänken ebenfalls mit dem Krat
zgarne die Austernfis'ckerei. Eine Anzahl so
genannter ioox-weit (Leute, die mit der Zange
Austern sangen) holte Beistand, bewaffnete
sich und kehrte in ihren kleinen Booten nach
der Stelle zurück. Die großen Boote ent
fernten sich sämmtlich; nur Capt. Lawrence's
Boot blieb, welcher, wie es heißt, sich wegzu
begeben oder zu ergeben sich weigerte. Die
Zangenleute feuerten daher mit Rehposten und
verwundeten ihn in der Brust, Luftröhre und
dem rechten Auge. Man brachte den Verletz
ten nach genanntem Spitale, wo er vorgestern
Abend 8 Uhr mit Tode abging. Bei der Lei
chenschau ward nur Dr. I. C. Worthington,
welcher die Leiche obducirt halte, verhört. Dle
Geschworenen erklärten in ihrem Wahrspruche,
daß der Tod durch Wunden, die von am 13.
April durch eine oder mehrere unbekanntePer
>oneü atzgefeüetten Flintenschüssen herrührten,
veranlaßt fei. Ein Bekannter des Verstorbe
neu, der in Baltimore keine 'Angehörige hat
ließ ihn beerdigen.
Hungertod eines Pferdes. — Ein
Neger, Namens Daniel Brown, wurde ge
stern Morgen wegen angeblicher Thicrauälerei
verhaftet n. nach dem nördwestlichenStations
hause abgeführt. Wie es scheint brachteßrown
vor ungesähr drei Wochen ein Pferd nach dem
Stalle eines an derFranklinstraße wohnenden
Farbigen, Namens Askew, trug aber nicht
im Mindesten sür die Erhaltung des Thieres
Sorge. Brown gab dem armen Pferde das
schlechteste Futter und in den letzten vier Tagen
erhielt es gar nichts. Schließlich zernagte
das Thier die Wände seines Stalles, fiel aber
endlich ganz erschöpft zu Boden. In diesem
Zustande wurde es auf die Straße geschleppt,
wo eS die ganze vorigeNacht zubrachte. Meh
rere in der 'Nachbarschaft wohnende Leute, wel
che die Leiden des Thieres sahen, gaben dem
selben einen Eimer voll Futter, aber es war
zu spät. Das arme Pferd konnte nicht mehr
gcrelt ctwerden Und ein Polizist sah sich ge
nöthigt, dasselbe zu erschießen. Richter Mc-
Caffray sandte Brown in s Gefängniß.
Beschuldigung eines "Geistli
chen der Vkißhandlung seiner
Frau. Am Dienstage trat dahier das
PreSbyterium des Chcsapeake zusammen, um
die Anklage gegen Pastor H. E. C. Basker
ville inLanrel, seine Gattin geschlagen zu ha
ben, zu untersuchen. Die Anklageschrift lautet
dahin, derselbe habe kürzlich an einem Sonn
taze, während er doch sür den Frühstückstisch
nur für Brod und Bulter gesorgt, zu feinem
Erstaunen Eier servirt gefunden und, als ihm
seine Frau auf Befragen erklärte, die Eier bei
einer Nachbarin geborgt zu haben, mit den
Worten: „Ich will Dich den Sabbath ent
heiligen lehren!" ihr zwei Ohrfeigen gegeben,
von denen eine ein blaues Auge verursacht
habe. Dieser Zelot verdient von den Sonn
tagsheiligen in Gold gefaßt zu werden.
Meuterei am Bord eines S.chif
f e s.—Capitän Nawltns von dem Vollschifse
„King Philip," welches am Sonnabend Mor
gen mit einer Ladung Kohlen von hier nach
San FranziSco absegelte, kain vorgestern nack
Baltimore zurück und berichtete, daß unter
der Mannschaft seines Schiffes eine Meuterei
ausgebrochen und das Fahrzeug nach den
Annapolls - Roads zurückgekehrt sei. Tie
Mannschaft wurde am Sonnabend Morgen
an Bord des Schiffes gebracht und das letz
tere von einem Dampfer in's Schlepptau ge
nommen nnd bis nach Sharp's Island ge
bracht, wo es vor Anker ging. Am Montag
Morgen sah man aus einer Luke Rauch her
vorsteigen und bald entdeckte man, daß unter
den im Raume gelagerten Kohlen Feuer aus
gebrochen sei. Nach zwei Stunden schwerer
Arbeit wurden die Flammen gelöscht und der
Capitän wollte die Fahrt wieder aufnehmen.
Da brach Plötzlich eine Meuterei unier der
Mannschaft aus, und der zweite Steuermann
erklärte im Namen der Uebrigen, daß das
Schiff seeuntüchtig geworden und Keiner Lust
habe, sein Leben auf's Spiel zu setzen. Der
Capitän war infolge dessen gezwungen, sein
Schiff in die Annapolis - Roads zu führen,
wo es gegenwärtig vor Anker liegt. Admiral
Worden hat Sergeant Bchrmann und fünf
Seesoldaten an Bord des Fahrzeugs gesandt,
um die Mannschaft imZaun zu halten. Man
hat Ursache zu vermuthen, daß das Feuer im
Raum von Mitgliedern der Mannschaft an
gelegt wurde. Eine Untersuchung wird in
diesen Tagen eingeleitet werden.
Ein Raubversuch am hetlenTa
gc. Gestern Nachmittag zwischen 1 und 2
Uhr trat ein Mann in das Comptoir derHH.
Kenly sc Tilghman, Nr. 5, Woodslraße, nahe
der Kornbörse, und fragt Hrn. Kenly, der sich
allein in dem Comptoir befand, nach dem
Preise von Kornmchl. Hr. Kenly entgegnete
dem Fragenden, daß er in das verkehrtcCömp
toir gekommen sei; falls er Kornmehl zu kau
icn wünsche, müsse er eine Thür weiter gehen.
Der Mann wollte sich jedoch nicht abweisen
lassen, zog mehrere Papiere aus der Brust
tasche seines Rockes hervor und breitete diesel
ben vor Hrn. Kenly aus. Währenddeß trat
ein Anderer in das Zimmer und erkundigte
sich nach der Lage der Brücke, die nach Föde
ral-Hill führe. Auf die Entgegnung, daß
eine solche Brücke gar nicht existire, wollte der
zuletzt Eingetretene nicht hören und stellte
weitere Fragen. Plötzlich erschien ein Drit
ter im Comptoir und ging auf die offenste
hende Geldspinde zu, um sich des Inhalts der
selben zu bemächtigen. Hr. Kenly sah sogleich
ein, daß er es mit drei Verbündeten zu thun
habe, die gekommen waren, um ihn zu be
rauben. Er zog eine Glocke und machte Lärm,
worauf die Diebe ihn in eine Ecke sckleuder
ten und sich, ohne das Geringste geraubt zu
haben, ans und davon machten. Hr. K. ver
folgte sie bis nach Bowleq's Werfte, doch die
Spitzbuben wußten ihre Flucht glücklich zu
bewerkstelligen.
Von einem Pferdeb a Hn-W ag
gon überfahren. -Als der vom Kut
scher Thomas Ewing gelenkte, vom Schaffner
T. H. Mears geführte Waggon Nr. II der
Towsontowner Pferdebahn Mittwoch Abend
auf seiner II Uhr-Fahrt von hier nach Tow
sontown begriffen war, ereignete sich ein Un
fall, welcher wahrscheinlich "schlimme Folgen
nach sich ziehen wird. Ter 25 Jahre alte
Neger Samuel Morris, mit mehreren Be
kannten nach Wavcrly unterwegs, machte sich
mit ihnen, eben als der Waggon die Bonn
dary-Abcnue passirt hatte, daran, aus den
Waggon zu steigen. Tie Anderen gelangten
sämmtlich auf die Hintere Plattform; er aber
suchte, während der Waggon in Bewegung
war, vorn aufzuspringen, that einen Fehltritt
über das Spritzledcr hinab quer auf
die Schienen, fodaß ihm trotz des Kutschers
Bemühen, die Bremse anzuziehen, der Wag.
gon über beide Beine fuhr. Man hob den
Unglücklichen, dessen verstümmelten Gliedern
das Blut entströmte, ans und beiördcrle ihn
nach Russell's „Einmeilen-Hause," >OO ihn,
Hr. A. D. Sanks, Agent der Bahn, die beste
Pflege zn Theil werden ließ.' Dr. Joseph
M. Ray, den man zu Hüls rief,. erklärte die
B-ilevungen für äusserst bedenklich und stellte
die Möglichkeit der Nothwendigkeit der Ab
lösung beider Beine in Aussicht. Das rechte
war graßlich zerquetscht, das linke unter dem
Kniee als Theil des menschlichen Körpers sast
nicht mehr;ü erkennen. Von gestern fttth 1
bis 4 llhr erfolgten starke Blutungen, und des
Verletzten Kräfte schwanden immer mehr. Im
Laufe des gestrigen Tages schaffte man ihn
nach seiner Wohnung in Wavcrly.
„Zufällig ertrunken" so lautete
der Wahrspruch der gestern vom Counly-Rich
ter E. A. Hopkins zulanimenberufcnen LSe
schworeyen über das Ableben Jos. O'Shea'S,
dessen Leiche gestern Nachmittag 4 Uhr vier
Meilen von der Stadt am User von Willow
Spring ans dem Wasser man gezogen. Heute
wird man den Leichnam hierher schassen. Der
Verstorbene, ein Schneider von Profession
und 45 Jahre alt, hinterläßt zwei Kinder,aber
keine Frau, die schon früher gestorben, in Nr.
133, Süd-Caroline-, nahe Bankstraße. Er
ging Mittwoch früh, nachdem er sich von sei
nen Nachbarn verabschiedet hatte, von zu
Hause weg; Manche glauben, er habe, da er
in sehr gedrückt? Verhältnissen lebte, Selbst
mord begangen; er konnte dieMiethe — §9—,
auch der Haushälterin K 3 monatlich nicht be
zahlen; auch zu dem nöthigsten Lcbensunter
halte sür Zseine Familie maugelten ihm die
Mittel.
Der Da in Pf er „B rauns ch w ei g,"
Capt. C. Undüisch, am 5. Mai von Bremen,
am 8. von Southampton abgefahren, darf
beule in unserem Hafen erwartet werden. In
der Cajüte bringt er von Bremerhaven Hed
wig Reinhardt von Dresden, im Zwischen
decke 799 Passagiere, darunter Wilhelm Hie
neke, Adolph Bartels und Agnes Bartels
von Philadelphia und Arthur Montfort aus
Baltimore. Die Einwanderer im Zwischen
decke sind folgende:
Marie Thies aus Bremen. August und Dorothea
Kawor aus Posen, Gcichwlster Raupach aus Münfter
derg, Friedrich Schaal; Württemberg, Andreas Po
trikuL, Chlappan, Marie Meyer, Rassum, Carl
Mundelsheim, Elisab. Kühn, Heringen, Babette
Kern, Schweinsurt, Thecla Tieden, Wertt, Johann
Güthlein, Bayern, Adolph Stein, simmern, Heinr.
Basel, Uslar, Böhmlich, Reckendorf, Caroline
Mösts Kcmi
rer, Cannitz, Elisabeth Bauch und Sciugl., Bayern,
Johann Rechaczek, Bincen) Aansa, Jos.'Kucera und
Fam., Anna Kucera, Maria Hlawa und Kinder, Joh.
Dubsky und Fam., Wenzl Przibil und Fam., Cath.
Przibil, Wenzl Macek, Anna und Ludwilkü Crügcr,
Franz Posctani und Fam., Joseph Horstla und Franz
Isidor Jaresch, Böhmen, Johann Boigenzahn und
Job. Fam.. Anton^Zchuh^und
mitkam., Math. Simon Pas-
Mätth. Farnioka mit Fam- NttolauS und Jul. Wart
was, Andr. Niedziela mit Fam., Nit. Langosch mit
Fam., Jos. Ruhl mit Fam., Franz Mout,chia mit
Fam., Andr. Ocholts tnil Fall!., Franz T°esa mit
Powell, mit Fam., M.
bnrga Kästner, Matth, und Joh. Hengcrt Johann
Elisab. Klug, Bayern, Gottl. Draeger mtt Familie,
Preußen, Kilian u. Kinder, Westpreußen,
Matth. Ktiffia, Antal, .stayayt mit Faim, Jost
und Msß, Jos.
Böhmen, Marianne
und Ädöls Dietrich, Hannover, Johann Papel mit
Chrifttt R?w Wa?e?,"Thcrola' Rö"ßler°
Beiih, Josts Stangl^r, Is
men, Minder, Rheinpsatt,
Joseph Sewera, Sophie W->t?d?cl, Franz C'mdurcks
Alois Ruda, Frank Pcttan, Maria Merttcka, Johann
Anna Jcqcs Bur-
Eisch, Wenzel Z/sch aus Löhnen.
Berichte aus dem Inneren des
Staates
(Eine Räuberbande inHarford-Connty.)
Am letzten Mittwoch drangen acht mastirte
Männer in das Haus des Negers W. I.
Leonard in der Nähe von Pylesville, Har
ford-County. Sie stopften dem Neger einen
Knebel in den Mund, um ihn am Schreien zu
hindern, banden ihn an eine Bettstelle fest und
schafften dann sämmtliche im Haufe befindli
chen Mobilien aus einen Wagen, mit welchem
sie, nachdem sie Leonard den Knebel aus dem
Munde genommen, davon fuhren. Bis jetzt
hat man von ihnen noch Nichts wieder gehört.
(Waldbrand in Frederick-County.) In
den Catoctin - Bergen in Frcdcrick - County
herrscht seil einiger Zeit ein Feuer, welches
bereits große Strecken Nutzholz in Asche ge
legt hat.
(Wahrscheinlich ein Mord.) Am Frei
tag, den 8. Mai, faßen mehrere junge Leute
in der Stonc-House-Taverne an der Belair-
Road, fünf Meilen von Havre de Gracc, bei
sammen und belustigten sich bci'm Karten
spiel. Plötzlich brach ein Streit unter ihnen
aus und Einer der jungen Leute, Namens
William Mitchell, ergriff einen Revolver und
feuerte denselben ab. Die Kugel drang in die
Schulter eines gewissen Evans und brachte
demselben eine Wunde bei, welche wahrschein
lich den Tod des verwundeten Mannes nach
sich ziehen wird. Mitchell überlieferte sich der
Behörde und wurde dem Gefängnisse zu Bcl-
Air überwiesen.
(Eine edle That des verstorbenen Admi
rals Buchanan.) Von Admiral Buchanan,
welcher vor einer Woche in Talbot-Connty
starb, erzählte man folgende Geschichte: Der
Admiral fuhr in einer kalten Dezembernacht
des Jahres 1861 mit dem Dampfer „Ohio"
von Newcastle nach Philadelphia. Plötzlich
stieß der Dampfer mit einem kleinen Fahr
zeuge zusammen, welches stark beschädigt
wurde und schnell zu sinken begann. Dir
Capitän des kleinen Schiffes kam an Bord
des „Ohio" und erzählte mit zitternder
Stimme, daß seine Schwester sich in der Ca
jüle des sinkenden Fahrzeugs befinde und dem
Tode anheim fallen müsse, wenn ihr nicht
schnelle Hülfe zu Theil werde. Admiral Bu
chanan hatte diese Mittheilung kaum vernom
men, als er auch schon mit Lebensgefahr auf
das Deck des Schiffes zu gelangen suchte
Kaum wer ihm dies geglückt, so drang er in
die Cajüte, in welcher er die unglückliche
Frau bis an den Hals in eiskaltem, halb ge
frorenem Wasser stehend fand. Er ergriff sie,
und brachte sie glücklich an Bord des „Ohio."
Hätte er nur einige Minuten gezögert, so
würde die Frau ein Grab in den Finthen ge
funden haben.
(Mord in Somerset - County.) Vom
Ostufer des Staates wird berichtet, daß vor
einigen Tagen sechs Meilen von Crisfield in
Soinerset-County ein Streit zwischen einem
gewissen H. I. Johnson und einem Manne,
Namens George W. Hall, ausbrach. Der
Streit endete damit, daß Johnson sich eine
Flinte verschaffte, dieselbe auf Hall abfeuerte
und diesen auf der Stelle tödtete. Weitere
Einzelnheiten über die Affaire fehlen bis setzt
noch.
(Ein Mißgriff, welcher einem Kinde das
Leben tostet.) Frau Clarence Buker in Cam
bridge, Md., wurde vor etwa acht Tagen
plötzlich sehr krank. Eine in dem Hause an
wesende Dame mischte unter einige einge
machte Früchte eine Dosis Morphium, um
dieses der Kranken beizubringen. Kaum aber
war das Morphium unter die Früchte gethan,
als die Erkrankte besser zu fühlen begann und
die Arzenei ablehnte. Achtlos wurden die
Früchte bei Seite gestellt und Niemand dachte
mehr daran, dag dieselben leicht Jemandem
gefährlich werden konnten. Am Abend des
selben Tages fand eine farbige Dienerin die
Früchte und gab sie, ohne eine Ahnung von
dem Vorhanöensein des Morphiums zu ha-
den, einem Kinde der Frau Buter. Dr
Stunden später war das Kind eine Leiche.
AuSC um ber l an d.— Am Bormittage
des 17. Mai sah man plötzlich Flammen au
dem Dache der Cumberländer Cement-Fabrik
hervorschlageu. Die Feuerwehr eilte sofort
zur Stelle und ihren Anstrengungen gelang
es, das Feuer auf das Hauptgebäude der Fa
brik zu beschränken. Die Masckinerie'n im
unteren Stockwerke wurden mir in geringem
Maße beschädigt und können sämmtlich wie
der reparirt werden. Tie Zahl der mit Ce
ment gefüllten Fässer, welche den Flammen
zum Opfer fielen, belicf sich auf mehrere Hu
ndert. Der Verlust wird verschieden angegeben,
doch wird er wahrscheinlich die Höhe von 10,-
000 erreichen. Die Compagnie, welcher die
Fabrik gehört, war in nachstehenden Gesell
schaften versichert: .Hanover" vonNew-?)ork,
„Bremers" von Milwaukee, „Franklin" von
Whecling und „Wyoming" von Pennsylva
nien. Die Policen werden hinreichen, um
den ganzen Verlust zu decken.
Aus Annap oli s.—Die Jahressitzung
der Cadctten begann am Dienstage:
Bei der Aniiapolis-Junktion wurde in
der letzten Woche eine neüe Gränze der "?a
-trons of Iluslinaüi-x" in's Leben gerufen.
Nachstehende Herren nnd Damen wurden als
Beamte erwählt: S. E. Torsey, T. John
Boivic, F. A. Bond, Thos. I. White, Chas.
W. Hastüp, John King, I. Haslup, L.Has
lup, Thos. A. Owens, Frau S. E. Dorsey,
Frau Generali Bond, Frau C. W. HaSluP
und Frl. Laura HaSlnp.
Die Einnahmen der „Chesapeake-Ohio-
Canal-Compagnie" belicfen sich während der
mit dem 16. Mai zu Ende geganaenenWoche
aus §16,185.01.
Aus Hagerstow n. Holly vanLear
und Richard Pryor, zwei Insassen des Ge
fängnisses in Hagcrstown, entsprangen aus
demselben am letzten Freitag. Van Lear ist
bereits wieder eingefangen.
Am letzten Montage brannte der in der
Nähe von Boonsboro' gelegene Stall des
Hrn. Emanucl Grisfith nieder. Ein Pferd
kam in den Flammen um.
Hr. Jakob Grnber, ein alter deutscher
Bürger HagcrStown's, feierte vor einigen
Tagen seinen 85. Geburtstag. Der Alte ist
noch äußerst rüstig und gesund.
Die Frau Isaak Cushman's wurde am
letzten Sonntage in der Washingtonstraße
ans etnetll Wagen geschleudert und brach den
rechten Arm.
Der „Farmcr-Club von Washington-
County" hielt am letzten Sonnabend seine
monatliche Versammlung auf dem Landgute
des Hrn. James Findlay an der Williams
port-Chavssec. Hr. Isaak Motter führte den
Vorsitz.
George Bourne, ein 50-jähriger Vagac
band, wurde am Montag Morgen in einem
Stalle zu Hagcrstown todt aufgefunden. Es
ward eine Leichenschau abgehalten, und aus
dem Verhöre bei derselben ging hervor, daß
Bourne sich in berauschtem Zustande in den
Stall begab, sich daselbst zum Schtascn tiie.
Verlegte, unter die Huse eines Pferdes kam
und von demselben buchstäblich todtgelretcn
wurde.
Aus T 0 w s 011 t 0 w it. Die auf ge
stern im KreiSgcrichte für Baltimore-Couiitp
angesetzten Prozesse gegen die entsprungenen,
aVc? wieder eiugefangenen Burschen Ashlon,
alias Hinkte, den Dieb eines Abraham John
son in Harford-County gehörigen Pferdes und
Wagens im Werthe von §3OO, und JohnHa
milton, alias Robinson, denßankaiiweisungs-
Schwiiidler, mußten, da der Gerichtshof an
dere Geschäfte zu erledigen kalte, bis heute
zurückgelegt werden. In Towsonlswn hat
es gestern gehagclt.
Brand in Baltimore-County.
Am Dienstag Abend um Hl l Uhr brach auf
dem Landgute des Hrn. Heinrich Dantz, an
Bowly's t'ane, zwischen Belair- nnd Phila
delphiä-RoaVv, gelegen, Feuer aus, welches
die Scheune und deren Inhalt einäscher'e.
Der Verlust erreicht §l5OO und ist durch Asse
kuranz in der „Harford - Co." gedeckt. Der
Eigner hat die Scheune sofort wieder errich
tet, Man schreibt den Brand boshafter All
- ZU;
Mord i (srisfieldl Md.
Crisfield, Md., 15. Mai. Ein
Mann, Namens H. I. Johnson, wurde heule
in der Nähe von Marion, Maryland, von ei
nem gewissen George W. Hall geschossen und
auf der Stelle gelödtet. Ter Mörder ist ent
flohen, man hofft jedoch seiner sobald,als mög
lich, habhaft zu werden.
Die Ttadtwaftl in Cumberland,
Maryland.
(Zpezlal-Tepeschedcs ..Eorrcspondenten.")
Cnmberlan d, den 18. Mai. Heute
wurde Wm. R. McCulley, Republikaner,
mit 64 Stimmen Mehrheit zum Bürgermei
ster erwählt. Bon den sechs Wards, wo je
zwei Sladtväter zu erwählen waren, haben
die Demokraten in drei und die Radikalen in
drei ihre Candidaien durchgebrachi. Vori
ges Jahr waren Bürgermeister und Stadt
räthe demokratisch.
Die Hochzeit ini „Weißen Hause."
Wa 1 hingt on, 2t. Mai. DaS Haüpl
creigniß des heutigen Tages ist die Verhei
ratung von Frl. Grant, der einzigen Tochter
des Präsidenten, mit Hrn. Sartoris, einem
Engländer. Die Trauung fand heute Mar
gen 7 Uhr im östlichen Saale des „Weißen
Hauses" statt, und wurde von Dr. T.ffany.
dem Prediger der „Metropolitan Meth. Epis
copalkirche," vollzogen. Während des Mor
gens und bis zu der Stunde, in welcher sich
die Gäste entfernien, waren die Thore, welche
nach der Pennsylvania-Avenue führten, ge
schloffen, nur die eingeladenen Gäste erhielten
Zutritt; verschiedene Polizisten waren aufge
stellt, um den Zudrang abzuhalten; Vörden
Thoren hatte sich nämlich eine beträchtliche
Menschenmenge versammelt, um die Auffahrt
der Gäste zu sehen.
Der östliche Saal war geschmackvoll deko
rirt und mit Guirlanden und Blumen ge
schmückt. An der östlichen Seite des Saales
war eine kleine Tribüne errichtet, welche mit
einem prachtvollen türkischen Teppich belegt
war. Ticic Bühne war mit Immergrün
überwölbt und in der Mitte hing eitte soge
nannte Hochzeitsglocke, welche aus Weißen
Rosen hergestellt war.
Die Toiletten aller Damen waren reich und
elegant nnd die machte einen imposan
ten, zauberhaften Eindruck.
Hochzeitszug ging durch den blauen
Saal nach dem östlichen Saal; bei dem Ein
tritte desselben spielte das Manne-Musikcorps
den Hochzeitsmarsch. Zuerst trat der Bräuti
gam ein, in Begleitung des Obersten F.
Grant, welcher als Brautführer fungirte;
hierauf folgten zu Zweien die Brautjungfern,
sodann erschien der Präsident mit der Braut,
ferner Frait Grant mit ihren Söhnen Ulysses
und Jesse. Sodann folgten die näheren Ver
wandten. Als der Zug vor der Tribüne an
gekommen war, führte der Präsident seine
Tochter Hrn. Sartoris zu, welcher dann mit
derselben vor den unter der Blumenglocke har
renden Geistlichen trat. Der Präsident, sein
Sohn, die Brautjungfern und Frl. Barnes
waren die einzigen, welche dicht in der Nähe
des Brautpaares auf der Tribune standen.
Die Braut war in weiße Seide gekleidet,
trug einen Tüllschleier und das Haar war mit
Orangcnblüthen geschmückt.
Tie Kleidung des Bräutigams war einfach
schwarz. Als Brautjungfern fungirten die
Fräuleins Barnes, Fish, Drexel, Deut, Por
ter, Eonkling, Sherman und Frelinghuysen.
Die Toiletten der jungen Damen waren selbst
verständlich vottrefflich.
Während der Ceremonie herrschte Todten
stille im Saale; der Geistliche küßte die Braut,
worauf diese sich zu ihren Eltern wandte und
von diesen, sowie von ihren Kranzjungfern
der Reihe nach abgeküßt wurde.
Der Bräutigam wurde der speziell ameri
kanischen Tortur des Händeschüttelns unter
worfen.
Die geladenen Gäste fuhren in siebenzig
Kutschen vor; es waren übrigens weniger,
als 200 Gäste erschienen, unter den prominen
testen waren zu nennen die Richter des Ober
bundesgerichts, die Mitglieder des Cabinets,
die Senatoren Frelinghuysen, Earpenter, Ca
mcron, Conkling und Loga, Vice-Präsident
Wilson, Sprecher Blaine, Gen. Sherman,
Admiral Porter, Commander Almau, G. W.
Childs, A. I. Drexel, Richter Pierrcpont,
Gen. Arthur und die Generäle Porter und
Babcock, Sir Edward Thornton und Lady.
Tie Geschenke,
Nachdem die Trauunqs - Ceremonie vorü
ber war, begab sich die Gesellschaft in die Bi
bliothek, wo aus mehreren Tischen die clcgau
ten Brautgeschenke ausgestellt waren. Unter
den kostbarsten Geschenken war ein silbernes
Dessert-Service, bestehend aus 34Stücken von
Hrn. G. W. Childs und ein silbernes Diner-
Service von A. I. Drexel, beide Service ha
ben einen Gesammtwcrth von §4500. A. T.
Stewart von New - Jork hatte ein feines
Spitzentuch zum Werthe von §5OO geschickt,
die besteinten Ringe, Diamanten, kleinen
Service :c. waren geradezu unzählbar. Der
Bräutigam schenkte der Braut eine große
Sammlung seltener Blumen. Die Mitgift
der lungen Dame besteht aus der bescheidenen
Summe von §lO,OOO. —Die Geschenke, wel
che von einem speziell aus New - Jork ver
schriebenen Juwelier geschmackvoll ärrangirt
waren, werden sofort verpackt und mit dem
Dampfer, auf welchem das junge Paar am
nächsten Samstag nach Europa reist, nach
England geschickt.
Ta SochscUsmayl.
Um 12 Uhr wurde den Gästen das Hoch
zeitSmahl servirt. Ter Sveisezettel war auf
weiße Seide gedruckt und besagte, daß das
Frühstück von Hrn. und Frau Graut zu Eh
reu des Hrn. und der Frau Sartoris gegeben
werde. Die Brautjungfern erhielten pracht
volle BouquelS und jeder Gast erhielt eine
Schachtel mit dem obligaten HochzcitSknchen.
HcuteNachmittag 1 Uhr 40Min. rcis'le das
Brautpaar in einem Spezialzuge nach New-
Pork ab. Ter Palastwaggon war mit Blu
inen und Immergrün dekorirt und mit ame
rikanischen und britischen Flaggen geschmückt.
Das Brautpaar wurde von Gen. Porter und
den Familien Childs und Drexel begleitet.
Morgen wird der Präsident mit Frau
Grant nach New - Jork reisen, nm von dem
nach Europa reisenden Paare Abschied zu
nehmen.
Das Glockenspiel auf der „Metropolitan-
Kirche" spielte verschiedene Melodie' zu Eh
ren der Hochzeit.
Moder Strtcht> Ist, wenn ein Prt
athau verkauft oder verpachtet Wirde soll, sast zur
absoluten Nothwendigkeit geworden. Ihr Mangel
in einem Hotel bereitet deuz großen Andränge Ret-
Unbequemlichkeiten. Dle Eigenthümer de
Achtung sür die Bequemlichkeit ihrer Gäste an, und
die Beliebtheit diese Hotel bekundet die Würdi.
Theil wird. uhungen der
Amtliche DrieWe.
c Baltimore, den 18.Moi 1874.
t. Astsatt, guttu
2. übel, Christian
4!B?lz.'Än^'
5. Bäcker, John
6. Emme, Diedriä,
7. Feller, Baientin
8. Flandorser. Theodor
10. Grohelm, August
lt. Harten, HeinrlZ,
12. seumüller,Ferdtnand
t 3. 3^>a
16. Mülle'r.'Äihel'm^'
17. Nachmann, Henry
18. Papst, Theodor.
ML) . W. Denis-, Postm.
Sneft,
welche in der gestrigen „Sun" angezeigt waren, und
deren Adressaten dcü,Klange nach Teutsche stnd :
m,.- 0 „ Tamen-Lifte.
- Mr Louise Allendcr, Miß Mary nkamv. Miß C
- Mr.ö Gco Baua. Miß Fannie I Brock, Miß
odie Bundick, Miß Minna Büggeln, MrS Marsilla
5 Mary Caruck, Mrs L L Eonrad, Miß
Tron. MrS A Ehren, MrS Rosea G EretS,
Agnes Frost, Elisabeth Friend,
rks Goielbrand. Miß Lizzie
- I C Hammcrttay, MrS Mildred Haben,
Mrs Rcbecka und MrS C A Serberl, Miß Rosa Hei.
o°sevhine Hickmann, Miß Sollen, Miß Mi.
u?.H°per, Miß Annie Keller, Miß Annie D Krüger,
Miß Barbara Kryer, Mrs Emilie Lantz, MrS WLeetz,
m Kate Mamma, Miß Maggie
mw 0? ' Ä! S Myer, MrS Marin Newman,
Miß Anna Niewcgcr, Mrs Annie E Orsbeck, MrS M
Pöring, Mrs I P Prormann,
Ä Naarhild, Miß Rosic Roth, Miß Laura Scheur,
Mrs Pauline Schwartz, Miß Annie M Schnitzer, Niig
Maggie Toner, MrS Shaö Tubmann, MrS Anna
Dorothea Bieweg. Miß Rosa Walzl. Miß Lizzie
Weber, Mrs Paul Weidner, Mrs Telia I Wlluier,
Mrs s M Zane.
„ Serren-Liste.
, Harry A Albert, Talbot Jones Albert, Jakob Apy,
Baum, jun., Gottttied Barsiydors, Lcvi Bücher,
Chas Beck, W Harris Beyer, A Burgunder 2- Comp,
laulS Curliuger, S Deitz, John G Eldert, Samuel
Ehoff, Henry Fenncr, Jno F Fondewind, Ignatius
Harlmann, F G Hesse, THI Hei
ser, W S Helm, H Hetnback, Fried Jüngling, Jakob
Koppel, Kilzmever. August Koch, Moses A Ku
der, Henry Korthe, Frank I Kramer, Henry Krämer,
Chas F Lockner, Mr. Lurtz, A Maaß, Richard Mar
tin, Robert Mariin, Ernst Meister, Robert Metz, W
H Meixscl 2: Eomp, John Müller, John C Müller,
Wilhelm Müller, AugustuS Nüffer, Anton Otto, Joh
und George H Paulus, Edward ReiStcr, M Rcidcl,
Edward Sauer, Johann ckuser, Joh Schmelz, Joh
Schmidt, F Sadler k Comp, WJ Sadtlcr, Fernando
Schultzc, A Sigler, Wm Streb, Johann Steigmeycr,
S Sundheimer, H W Thomas, I Trudewind, Emil
Bogel, Alfred Weller, John F Wild, Will, Aoung,
Charles Fahner, George Liegler, Johann Zametzers.
Baltimorer VLehmarkt.
(Für den „Deutschen Corrcspondenten" berichtet.)
Baltimore, den 21. Mai'lB74.
Rindoieh. Ter^ivi asich diese
schnittSpreisVe/heuliaen Marktes 3> CiS.: äußerste
Preisraten 4)4 biS7?4 CtS.! die meisten Verkäufe ge
schahen zu 5)4 bis 6)4 Cents.
Bn der kamen 2)1 Stück von Ohio, 542
Stück, vorige Bloche 15f>t S^ück<in der vorjährigen
1213). Bon den kamen
Polster und Norsollei. Ba.,Mevgcrn verkauit'.
Geiammtvertäuse diese Woche' 999 Stück Rindvieh,
vorige Wochk 1271 t in der ParaUel-Wcche des vorigen
Jahres 1084 Stück).
M ilchküh r. Tie Nachfrage war eine sehr li-
Woche nur eme kleine Anzah? übrig so
gingen die Preise seit unserem letzten Berichte in die
a^Ssscheml,
Wir noliren diese Woche Schweine zu 7)4 b>SB'4
CtS. pro IM Psund -stetto-Gewicht. Einige Verkäufe
geschahen zu ltts.
lich groß und die Nachfrage
von >4 Cent seit letzte Woche gut. Tie Qualität der
Zufuhr war ziemlich gut; ewige sehr gute Schaase
unwrderselben. iwgcsahr 40>) tück wurde
Börsenbericht.
derichiet von Wm. Fischer 24 Söhnen, Nr. 32,
Southstraßc, Nachmittags 5 Uhr.
Ang. Verl.
iWcstl M Bahn 1 3
sParterSb BAkt 7
iCentrOhioAN 42)4
CentrOhiopres 42 44
LtPaffßAtt.. :k 46)4
MdMutJnsCo 28 37).
Wremen' Ins 41
Asso Feuerßcrs 3)4
NatFeuer Bei! 14)4
HowFeuerßcrs 7
BO 83r'75..10N
B O B 3r'8V..100
!8086r'35...100
!N WBa Z. gar 92
NSB3r'77-. 90)4
NCLür'N... 9244 94'
NC8311900.. 85 87
NC B aold >ir. 894,' 90
CentrOl. M3r 8989)^
WMdI.M'9O 85
M Mo2.gar... 95
jWMds.pres... 30
iMac. 2iEin.7r.102 li>2)4
Mar2:Cin2. M 89 90
jMar2lCioc3.Br 79 79'4
jßich!Tanl.M3s 67)4
!OAlxkMa'S7r 80)4 8l
1... 85 9)
Or'geAlex2.. 81)4
Or'geä-Alxsj.sr 81
. O'geiAix4.... 73
VaScTenli 2.3 r 76
Ba Sc Tennhr.. 79)4 80
Central Pacific 92
UniockPacific.. 84)4 85',
BaltimorcGaSl33
BaltoGaSEerr 9? 99
George Creek.. 150
NnionMans Co 26
ReisterSiTurnp 2?4
1
Äng. Bcrl.j
BaSr alte.... 32 35 !
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Ba dcf Cerlis.. U 11)4
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Missouri 6er.. 93
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N-Carlk? Neri- 20
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Chcsapeake Bt 27
Citizens'Bant 13'4 13), i
Fars' Bitt Md 30)4 31)4
Faric Bterchts'— 47)4
FarsScPlts'Bk 37
Franklin Bnk.. 16), 11)4
Howard Bant 8)4 9),
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1. Nat Bant-ll?
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K Zlat^Bank.. n>)
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Peoplc's Bank 18)4
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Western Bant 34 35
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Quicksilbcr Mining 25
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Pacific Mail 42^.'
Ber. St. Erpreß 63)4
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Central ch Hudson River R. N 97
Erie .-. -. -- - .35.4
New-Jersey Central R 105
Baltimorer Marktßerichte.
VngroK-Preise.)— B altim 0 re, 21. Mai 4871
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Howardsir.-Supcr-undErtra-Mehl A 5.00 —t) 5V
Family - 73)0 —8 00
Ohio-und Indiana-Super 500 5 '>o
gewöhnliches bis Fair-Extra 515 —3 00
gutes bis ausgewähltes „ 325 —3 50
City MillS Super 525 550
Stand Extra 350 700
Shipping Brands Extra 8M —8 25
Patapsco-Fainily 40 25 000
Extra 975 000
Reservoir-Family 10 25 000
Chesapeake-Extra................. 950 —OO o
Hockley--^..^^"'.'.'.... g5O
Wood Smith's Family t 0 25 —0 00
Greenfield' Family l 0 25 - 000
Welch'sKamilo 40 25 000
Roggcnmehl 4 50 500
Maismehl (City MillS) 375 450
Alkohol, 95 Prozent 480 190
CologncSpirit .. . 180—190
Asch, Potasche 375 700
-> Perlasche 4t 00 —l2 00
Bauholz, Tanncnbrctter 23 00 —22 00
Bill Stuff 30 00 —32 00
Lbcrländischc
vaumwokl, ordinäre 44 16
gute ordinäre 13)4- 17)4
Low Middling 17)4 18
Middling 18°— 18)4
! Besenkorn 6?— 7
Blei, Fremdes Ptg Gold 3), 64
Bar, Pipe und Sheat 10)4 13)4
Brod, ' 7^
Waster-Cracker 8
Butter, je nachQualitäl
New-York „
westliche Roll .. 25
westt. gepackte .. .. 30—33
„ irische Md. und Pa. Land., 40 45
„ beste Dairv 40 50
Ehemikatten, Canstic Soda 7c 74-
Soda-Asche 3>— 3'-^
Bi-Carb. Soda.- 3 344
Bleichpulver 2 >4— 2)4
Sotton-Tuck, Duck Nr.i.2,3.... 39 43
ParnS 34 4g
Dachschindeln, Nrt 4200 00
Nr. 2 750 —,OOV
> Saps 300 750
Vier 47 4z
Eisen, Piz, Am. An!?.,., i 35 00 000
" Nr. 3 31 00 - 000
„ Scotch Eglinton 41 00 —42 00
I Glengarnock 00 00 000
> Aeder, aewShnlichcbiS besteSvrtr 65
Fische, Mackereien Nr.l.neue 18>)0 —26c>o
i >. 2, 130!) —1450
" „ 3, med 14 50 —l2 00
' , roje UOO
" Häring, Labrador 300 —350
große Shvrespit.. SOO —5 50
medium 000 - 000
Pbbed 45.) -sog
> „ Easiern Round... 50 500
oxytr.4 25 ZS
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" 250 - 275
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Muskatblüthc 4M —4 35
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Schwarten Pseffer 23
Lyssia 7
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man Perv?anisch id'"' 14sj
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Anns 40i —450
425 - 450
I Pale'.""--'..700 I A
Häute, Ciiy-Auh loci— ,1
annenwaaren
t Psd. Cove-Austern 80 205
2 „ .. 175 Z 25
2 - .." ".. "---- 225 -ZU
Qt. Pickl. Austern, GlaS.... 450 500
2 Psd. Pfirsiche 225 235
3 „ 520 —3 25
3 220 230
2 Grünes Kor 200 -34.4
2 „ Erdbeeren 225 —2 50
2 ~ Grüne Erbsen 440 —l l,
Brandy-Pfirsiches 2 50
Kartoffeln, a den Wersten 00 >
Käse, verschiedene Sorten 43. > ,
Kupfer, Laie 24°, 24
' >, SpanischcSSohlcn 37 34
; Lichte, Adamanline, leichte 42 4^
„ 32 35
hydraulisch ges 14 _
Melasse, tzuda 33 4,,
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Black long, tvr 41 4,;
Gute Psnnde, hell 5 5,5
Talg, City. ....( c,
Terpentin TpirilS :>>
Theer--- 3 3?)-'—3 O.K
High Wines 0 o>i s 00
Rye Whiskey 125 500
Woke.genlpstc?!,)
Zucker, ' '
Zwiebeln, pro Faß 0
D Em BoHeues Ruch sür
M Die Sctiwächezustänse und Geschlechts- W
W Krankheiten der Menschen.und derencinztge M
ig gründliche, schere und schnelle Heilung de- W
lM handelnd.wird von derTemschen Heilanstalt M
w Ct. Mo., gegen^Empsang
d kDolis>o " 8^5450 U4oltt>li 0011 i>4sl
7 dieSinger, de )
n mehr ais §250,t1(1U, in Frage standen, c
Z ist endlich durch die
H Kuxreme Bourt der gereinigten Staaten
Dzn Gunsten der Klortlic entschieden worden.,>
P welche aLein das Monopol der hohen Prrtsa
ch vcrnichtcthat. .
I i 'hl.'
H vl' d '
sSpril. 18?4." Mass.!
Etablirt
Gewehre.
Gewehre aus Bestellung angefertigt, oder aus die
beste Weise reparirt.
Älerander Mcvomas,
Nr. St, Siid-Calverl - Straße, Baltimore.
(Märzl2,l2Mles,tKw)
Hachtcl's ammoniatistrtcr Hyper-
Phosphat
sür Baumwolle, Aorn, Hafer, Kartoffeln, Gras ,e.
ausgeloste Knochen für verschiedene
Joh. E. Hachtct 6 stomp.,
<Nov.4,lJ> Nr. 14, Bowli'S Werste.
Kür Baumeister nnd Andere!
Warren'S Kalk-, Cement u. Gyps-
Depot,
Nr. t. Vit. a> venn.
Einheimische Waaren für den
Hausgebrauch
von einer
hiesigen Fabrik - Gesellschaft.
m Familien täglich
und aus eheste Ii Bedingungen.
Aedes Familicnhaupt
und in der That Jedermann, Jung wie Alt, sollte
sür unsere Preisliste, neuen Plan u. I. w. schicken.
Alle Waaren werden unter 0. 0. I).
geschickt
sogleich nach Empfang des Austrage, und tSnnen
Wir brauchen einen gentrn, um Austräge
sammeln und Waaren a bzuttesern in jeder
Nachbarschaft. Man adresfire:
Alden, Hall ä: Comp.,
6' Nord-Howardstrahe.
sAprU24, !Mte,n>) Baltimore.
Geschmackvolle Trahtarbei
ten und Draht-Zauve.
Dufur l tswv,
Nr. AE, N 0 rv - H owa ih.Stra ke.
rnscrtiat Draht, tzliun sür Begräbnlßpiätze, Bal
kondu.s. w.. Siede. Hetrdgliier, astge. Feytrschi
men gewrdlill Draht n. s. w.; serner eiserne 8.-t.
Iftelltn, Setlkk, Sluhle u. s. w. E wird D u tsch

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