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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1848-1918, July 17, 1874, Image 4

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w'iffenhaftes Aufrechterhalten des Gesetzes
am Besten entgegentreten könnten. So
wie Ihr einen Schritt aus ungesetzlichen
Boden thätet, so hättet Ihr selbst Euer gu
tesßecht gefährdet. deshalbMäßigunq und
Besonnenheit'. Auch ich habe theilweise ei
nen Fehler begangen, daß ich nicht schon
heute EureMielhe bezahlte, wer aber konnte
erwarten, daß eine so grausame Maßregel
ohne jeglicke Warnung vorher in Krast
treten würde. Jetzt will ich sogleich den
schuldigen Miethzins entrichten und mich
bemühen, noch heute Abend Euer Hab'
und Gut Euch zurückzuschaffen. Gelingt
es mir nicht, so werdet Ihr gesunden Bur
schen es ohne Nachtheil für eine Nacht er
tragen, und die Frauen und Kinder neh
men wir bis morgen auf, nichl wahr,
es wird gehen, Liebe?
Ganz gut! erwiderte die Mutter.
Weinet nicht, meine guten Frauen ! Ma
ry Baines, ich helfe Dir Dein krankes
Kind Pflegen. Faßt Muth, der Herr wird
schon Alles in Ordnung bringen!
John blickte mit dankbarem Lächeln auf
seine treue Gefährtin, die ihn nie, weder
dnrch Schwäche, nochSelbstsucht, an einem
Unternehmen hinderte, die seine rechte
Hand war, welche ihn immer thatkräftig
unterstützte. Als er zu Pferde stieg, gab
sie ihm seine Reitgerte und flüsterte ihm zu:
Nimm' Dich auch selbst in Acht, lieber
John, komm' so bald zurück als Tu kannst,
und Gott sei mit Dir!
Lange noch folgte sie ihm mit den Au
gen nach, als er schnell über die Felder
dahinrilt.
Es waren drei Stunden bangen Har
rens, qualvoller Erwartung, die wir in
Jobn's Abwesenheit zubrachten. Die
trübe, neblige Nacht senkte sich immer tie
fer und klagend heulte ver Wind um das
freistehende Haus- Wir ließen die Frau
en in die Küche kommen, indessen die
Männer auf dem Pachthofe ein Feuer an
zündeten und sich darum lagerten. Es
kostete mich viel Mühe, Guy und Edwin
zum zu Bette gehen zu bewegen, die mit
dem höchsten Interesse das „wundervolle
Flammen" beobachteten, und mehr als
einmal sah ich die Mutter mit einem Tuche
über dem Kopfe, ihr weißes Kleid im
Winde flatternd, von dem rölhlichen
Scheine beleuchtet, bei den Männern ste
hen, um sie, die immer heftiger und auf
geregter wurdcn, jemehr sie des erlittenen
Unrechtes gedachten, zur Ruhe und Ge
duld zu ermahnen.
Sagen Sie mir, Phincas, wie weit ist
das Gesetz in diesen. Fällen überschritten,
wie mag es buchstäblich lauten; und kann
John irgend eine Unannehmlichkeit für
seine Einmischung treffen?
Ich konnte die letzte Frage nach meinem
besten Verständniß mit Nein beantworten,
und eiklärte ihr, daß die Grausamkeit und
Unrechtlichkcit des Versahrens nach mei
nem Gefühle hauptsächlich in der Eile lag,
mit der man die Auspfändung angeord
net, die Sacken genommen und fortgesandt
halte, so daß man den Leuten keine Mög
lichkeit der augenblicklichen Wiedercinlö
sung ließ. Auch die Hinterlist, mit der
die ganze Angelegenheit während der Ab
wesenheit der Besitzer betrieben war, hatte
etwas Empörendes. Ja, es ist leicht,
den Armen, der keinen Beschützer hat, zu
peinigen und zu bedrängen, saglc ich selbst
sehr erregt.
Sorgen Sie sich nicht, Phineas; mein
Mann wird ihnen schon zu ihrem Siechte
verHelsen, wie es auch kommen mag.
Aber bedenken Sie, Graf Lnrmore ist
auch in gewisser Beziehung sein Grund
herr, er hat die Mühlen von ihm gepach
tet
Ursula's Blick verdüsterte sich. Ich
verstehe, was Ste meinen; dennoch darf
es nicht beachtet werden; nein, ich bin
niemals ängstlich, wenn John thut, was
er sür recht hält; so handelt er immer, und
gewiß auch jetzt, und da liegt der Aus
gang in einer höheren Hand, als in der
unseligen oder LordLurmore's.—Wo abcr
ist Muriel?
Während wir in so ernstem Gespräche
beieinander saßen, hatte sich das Kind
das um nichts zu bewegen war, vor des
Vaters Heimkehr zu Bett zu gehen von
meiner Hand losgemacht und war in die
stürmische Nacht hinausgeschlicken; wir
fanden sie ganz allein unter dem Nuß
bäume stehen.
Ich wollte nur lauschen, ob mein Vater
käme, sagte sie, wie um Verzeibuug bit
tend. Wird er wohl bald wiederkehren?
Ich hoffe es, erwiderte die Mutter mit
einem leisen Seufzer. Du aber darjst
nichl länger hier in Finsterniß und Kälte
bleiber, mein Liebling.
Mich friert nickt, und ick weiß nicht,
was Finsterniß ist, sagte Muriel sanft.
So war es immer und unwandelbar in
ihr und um sie. In ihrem äußeren und
inneren Leders unschuldig und sorglos,
kannte sie keine Dunkelheit keine kalten
Blicke keine traurigen, sorgenvollen
Mienen; keinen Winter, kein Aller gab es
für sie. Tie Hand, wclcke die lieben
Augen sür immer dem äußerlichen Lichte
verschaffen, schien eine Sonne stillen
Glückes, einen tiefen, ewigen Fricden in
ihre Seele gesenkt zu haben. Ja, ich
glaube sie war, so weit es einem menschli
chen Wesen gestaltet ist, vollkommen glück
lich. Es war dieses Bewußtsein stets ein
ein großer Trost für uns, es ist noch jetzt
eine süße Erquickung. Muriel, Du, un
ser geliebtes Kind!
Auf unseren Wunsch ging sie mit nach
dem Hause zurück, hier aber bestand sie
darauf, ihren gewöhnlichen Platz auf der
Thürschwclle einzunehmen, wo sie stets ih
ren Valer erwartete! Sie war es auch
wieder, welche zuerst das Oeffnen des wei
ßen Thores hörte und uns sein Kommen
anzeigte. Ursula lief ihm bis zum Flusse
entgegen. Als sie den Fußweg herauska
men, bemerkte ich, daß sie nicht allein wa
ren , John führte eine alte, lahme Frau
und Ursula trug in ihren Armen ein kran
kes Kind, auf das sich Mary Barnes, bei
ihrem Eintritt in die Küche, mit einem lei
denschaftlichen Schrei stürzte.
Was haben sie Dir gethan, mein klei
ner, lieber Tommy? Tu warst nicht so
elend wie jetzt, als ich von Dir ging. O,
sie haben mir mein Kind gclödtet ja,
das haben sie!
Still, Mary! ermahnte Ursula. Wir
werden den Knaben schon wieder gesund
pflegen mit Gottes Hülfe. Hört jetzt,
was der Herr erzählt!
(Fortsetzung folgt.)
Der Kindesraub in Gcrmantown.
Philadelphia, 13. Juli.—Als am 1.
Juli zwei kleine Knaben in Washington-Lanc
in Germantown spielten, kamen zwei Männer
in einerKutsche au sie heran und luden sie ein,
mit ihnen zu fahren. Es war zu jener Zeit
Niemand auf dcr Straße zu sehen, als die Kin
der und die beiden Männer. Schon mehrere
Tage vorher halten sich dieselben Männer den
Kindern auf verschiedene Art zu nähern ge
sucht. Sie plauderten mit den Kleinen, gaben
ihnen Znckcrwerk, Spielzeug und dergleichen,
und die beiden Knaben erwarteten sie an dem
oben erwähnten Tage mit Sehnsucht. Sie
waren natürlich gerne bereit, die Einladung,
eine Spazierfahrt im Buggy zu machen, zu
folgen. Nachdem die beiden Männer eine
Zeitlang mit den zwei Knaben herumgefahren
waren, jagten sie dem älteren Jungen, er
möchte aussteigen und einige Paguete Feuer-
Cräcker kaufen. Freudig stieg der Knabe aus,
um den willkommenen Auftrag zu vollziehen.
Kaum aber war er verschwunden, als der eine
der beiden Männer auf das Pferd einHieb und
mit dem kleineren der Knaben fortfuhr. Die
ser Knabe ist vier Jahre alt und heißt Charles
Brewster Roß, und seit jener Zeil haben we
der seine Eltern noch andere Personen, die ihn
kennen, gesehen. Nachdem der Vater allcut.
halben in ter ganzen Nachbarschaft Nachfor
schungen nach seinem verlorenen Söhnchen
gehalten hatte, erschien er im Polizei-Büreau
und erstattete Meldung über das ihm wider
fahrene Unglück.
Die Polizei stellte unter der Leitung des Ca
pitäns Heins Nachforschungen an, die sich je
doch vergeblich erwiesen. Unaufhörlich—Tag
und Nacht operirte die Geheimpolizei, um
das Kind zu finden und die Spitzbuben zur
Strafe zu bringen, aber ihre Anstrengungen
blieben resultatlos. Nachdem die Polizei drei
Tage und Nächte unaufhörlich gearbeitet,
erschien in den Zeitungen Folgendes:
~.,t566 Belohnung wird der Perlon bezahlt
werden, die nach Rr. .5, Strafe, ewcn t,^
dieses Inserat erfolgte keine Erwide
rung und am Montag den ti. Juli wurde im
.Public Ledger" ein anderes Advertissement
eingerückt. Am nächsten Morgen erschien in
der Spalte für persönliche Angelegenheit Fol
gendes:
„Roß-Wirsind bereit, zu unterhandeln."
Noch an demselben Tage empfing Hr. Rod
der Bater des geraubten Kindes, durch die
Post einen anonym-.n Brief, in welch in die
Seelenverkäufer sagen, daß sie den kleinen
Charlie für §20,000 zurückgeben wollen. Ter
Knabe sei in guten Händen, er werde jorgsäl
tig behandelt, eS habe den Unternehmern sehr
viel Geld gekostet, ihn in ihre Gewalt zu brin
gen, und sie können daher gar nicht daran
denken, ihn für weniger als §20.000 zurück
zugeben. Der Bater erwiderte d maus in den
Personalipattcn des „Ledger":
~R-ß wird Mit sich handeln lassen, soweit eres nur
zu thun vernraz."
Daraus empfing er alsbald einen zw
anonymen Brief, des Inhalts, daß dieEnrer
prencure den Knaben sür keine geringere
Summe, als die bereits benannte, hergeben
können.
Hr. Roß hatte nicht die Mittel, die Anfor
derungen der Hallunken zu befriedigen, aber
er antwortete ihnen abermals durch die Pcrso
nalspalten des „Ledger" Folgendes: „Roß
ist bereit. Doch hat eres nicht. Er thut das
Aeußerste, um es aufzubringen."
So steht jetzt die Sache. Die Geheimpoli
zisten haben das „Levger"-Gcbäude und das
Postamt Tag und Nacht bewacht, aber die
Menschenränber arbeiteten so vorsichtig, daß
auch nicht die geringste Spur von ihnen ent
deckt werden kann. Seit 13 Tagen ist das
Kind abwesend, und während jener Zeit wa
ren alle Mitglieder der Roß'schen Familie den
Qualen der Verzweiflung preisgegeben.
Die Umstände dieses Menschenraubes sind
eigcnlhümlicher Art. Fünf Tage vor dem
ersten Juli, an welchem Tage sie das Kind
raubten, sah man jene beiden Männer sich den
zwei Kindern nähern und mit ihnen sprechen.
Vermuthlich würden sie bereits mehrere Tage
vorher mir dem kleinen Charlie durchgegangen
sein, wenn nicht immer gerade im kritischen
Augenblicke irgend Jemand in der Nähe ge
wesen wäre.
Der Vater des Knaben, Hr. Christian K.
Roß, von der Firma Roß, Schott so Comp.,
Engros-Modewaarenhülidtcr in Marketstraße,
sagte auf Befragen, er habe keinen persönlichen
Feind, von dem er sich einer solchen That, wie
den Raub eines Kindes versehen könnte. Tie
Firma hat während der Panique stark gelit
ten, und Hr. Roß ist daher außer Stande, so
fort die Summe zu bezahlen, welche die Mcn
schenräubcr von ihm zu erpressen suchen.
Die Briefe, welche die Seelenverkäufer an
den tiefgebeugten Vater geschrieben, sind wahr
haft teuflischen Inhalts. In einem derselben
sagen sie: „Wir wissen wohl, daß Sie nicht
viel Geld besitzen, aber wir wissen recht gut,
daß Sie reiche Freunde haben, von denen Sie
das Geld borgen können. Wenn Sie Ihr
Geld lieber haben, als Ähren Sohn, dann
komme sein Blur auf Ihr eigenes Haupt."
Ein anderer Brief enthält folgende Stelle:
„Wenn ein Versuch gemacht wird, das Versteck
des Kindes auszufindcn, dann wird das Re
sultat die gänzliche Vernichtung desselben sein.
Wir werden das Kind nur aus unsere eigenen
Bedingungen hin aufgeben."
„Wir verstehen unser Geschäft," sagt einer
jener vier infamen Spitzbnbenbriese, „und
wir sind bereit, es auszukämpfen."
Es ist zu bedauern, daß die Geheimpolizei
Philadelphia's sick in diesem Falle als gänz
lich ohnmächtig erweis't. Alle Communitä
ten im ganzen Lande sollten ihre scharfsichtig
sten Detektives hierher senden, die nicht eher
ruhen und rasten, als bis sie diesen ungeheuren
Frevel an das Tageslicht gezogen, und die
menschcnräuberischcn Halunken der gerechten
Bestrafung überliefert haben; denn wenn jene
abgefeimtesten aller Spitzbuben straflos aus
gehen sollten, welches vcrmöglichen Mannes
Kind wird dann in Amerika vor den verbre
cherischen Anschlägen jener gefährlichsten alttr
Jndnstrie-Rittcr sicher sein?
Der unglückliche Vater hat heute im „Led
ger" veröffentlicht, er habe jetzt das Geld bei
sammen und er sei bereit, es sür die Zurück
gabe seines Sohnes zu bezahlen. Man
glaubt, daß die Mcnschenräubcr englische
Spitzbuben sind, die bereits Uebung in dieser
Art von Geschäften erlangt haben.
P htladclPhia, 16. Juli.—Die heutige
„Presse" sagt: „Es heißt, der gestohlene Kna
be, Charles Brewster Roß, sei gefunden und
wieder im Hause seiner Eltern, wohin er auf
Umwegen geführt wurde. Es heißt weiter,
daß auch einer seiner Räuber eingesungen
worden sei. Das verdächtige Individuum
wurde auf's Slationshans gebracht."
Obige Depesche ist der Baltimorcr „Even
ing News" entnommen; wir lassen in Nach
stehendem eine Depesche der„AssociirteuPrcssc"
folgen, welche von dem Auffinden des Knaben
Nichts sagt:
Philadclphia, 16. Juli.—Ein hiesiger
Privat Geheimpolizist hat heute einen gewis
sen Christopher Wooster verhaftet, welcher im
Verdachte stckt, an dem Knabenraub zu Ger
mantown betheiligt zu sein. Er ist jetzt im
Gefängniß, um eine weitete Untersuchung ab
zuwarten. Er wurde heute mit dem älteren
Sohne des Hrn. Roß confrontirt; Letzterer
konnte indeß nicht sagen, ob Wooster einer
derjenigen Männer sei, welche ihn und seinen
kleineren Bruder in den Wagen lockten. Die
Untersuchung der nächsten Tage wird eine
Aufklärung darüber geben, ob Wooster seine
Hand bei dem Raube im Spiele gehabt hat.
Der heute verhaftete Wooüer wurde vor ei
niger Zeil wegen Gelderpressung festgenom
men und ohne prozcssirt zu werden, unter der
sog. "tvv terms rule" entlassen. Seine dies
malige Verhaftung erfolgte, weil man zwi
schen seiner Handschrist in früheren Dokumen
ten und derjenigen, mit welcher die an Hrn.
Roß gerichteten Briefe geschrieben waren, eine
Aehnlichkeit zu entdecken glaubte.
StNjchchle Bcnchte.
Eine sals che Lucca. Sticht allen
Besuchern des EleveländerSängcrsestcs dürste
es bekannt sein, daß in dem großen Festzugc,
welcher während des Sängcrfestes in Clevc
laud stattfand, eine falsche Lucca paradirte.
Zur Zeit des Umzuges war die Lucca noch
gar nichl cingctrofsen, und da die Lucca eben
da sein mußte und die Leute die Lucca sehen
wollten, verfielen einige Mitglieder des Comi
te's auf die Idee, die Fran des Bierbrauers
Joh. Schnaider, welche den Zug in einem
schön beflaggten Wagen mitmachte, sür die
Sängerin auszugeben. Die imposante Figur
und elegante Toilette der Dame, welche na
türlich nicht in das Geheimniß eingeweiht
wurde, hals die Täuschung vervollständigen;
sie wurde allgemein sllr die Lucca gehalten
und mag sich nicht wenig gewundert haben,
daß sie überall mit Beifall begrüßt und mit
Blumen überschüttet wurde.
Ein Verschwundener aufgefun
d e n.— Eine Zeitung inTexas erzählt folgen
de Geschichte, für deren Wahrheit sie sich ver
bürgt. Vor einigen Jahren verschwand in
Deutschland Plötzlich ein wohlhabender Bau
er. Man wußte, daß er viel Geld bei sich ge
habt hatte, und da kurz darauf eine bis zur
Unkenntlichkeit cntstcllteLeichc gesunden wurde,
in der man den Verschwundenen zu erkennen
glaubte, so wurden zwei Nachbarn ans Ver
pacht verhaftet. Kürzlich traf ein Herr aus
jener Gegend, der die Betheiligten kannte, in
Texas ein. Eine der ersten Personen, wcl
cher er in der Straße begegnete, war der ver
schwundene und sür ermordet geltende Bauer.
Derselbe gestand seine Identität ohne Umstän
de zu, und willigte sogar ein, daß seine Pho
tographie nach Deutschland geschickt werde,
um seine Nachbarn von Allem Verdachte zu
reinigen. Die Ursache seines Verschwindens
waren hänsliche Zwistigkeiten gewesen.
Fremde in China. Nach dem völ
lig verläßlichen, durch das Büreau der chine
sischen Seezollbehörde vorgenommenen und
eben veröffentlichten Census betrug die Ge-.
sammtzahl der in den Vertragsbäsen China's
ansässige Fremden im Jahre 1872 3661. Da
runter befanden sich irr? Engländer, 541
Amerikaner, 481 Deutsche, 239 Franzosen,
59 Spanier, 56 Niederlander, 48 Russen, 35
Dänen, 34 Schweden und Norweger, 24 Ita
liener, 22 Ocstreichcr, S Belgier und 340 An
gehöriger von Nichtvcrtragsmächten. Unter
den einzelnen Vertragshäsen nennen wir
Shanghai mit 2084, Canton mit 306, Foo
chow mit 206,Chesoo mitls7,Amoy mit 157,
Ningpo mit 140, Hankow mit isv, Swatow
mit 128 und Tientsin mit 127 Bewohnern
fremder Nationalität.
Das beste Resultat eine?
langwierigen Prozesses. Die
verwickelten Prozesse, welche wegen der Roll
wagcn'sche Erbmasse geführt werden, schienen
im Beginn des nun emschiedenenTeslaments-
Prozesses noch durch einen Prozeß der Frau
Emilh Rollwagen gegen ihren Mann George
R. vermehrt werden zu sollen. Bei dem Pär
chen hatte es nämlich den Anschein, als sollte
sich das gute alte Sprichwort: „Jung ge
freit, hat Niemand gereut," nicht bewähren;
denn wiewohl es Beiden an Jugend nicht
fehlte und ihr Aeußercs mehr an ein College
und Institut erinnerte, als an den Ehestand,
so waren sie doch schon nach Verlauf eines
einzigen Jahrchens uneins geworden, und
war George, der junge Ehemann, eines schö
nen Morgens ohne vielAbfchicds-Eermoiiie'n
nach San Franzisco abgereist. Dort blieb
er, bis der Prozeß gegen die Witwe Nollwa
gen und die Ansprüche, welche feine eigene
Frau auf einen Wittwcnantheil aus der Erb
masse erhob, ihn veranlaßten, wieder hierher
zu kommen.
Im Gericht sah er seine Fran wieder, wenn
er gleich, wie sie selber gegenüber ihm, that,
als ob er sie nicht bemerkte. Verstohlen blick
te doch eines nach dem andern, so gleichgültig
man sich stellte. Woche ging hin um Woche,
und die beiden jungen Eheleuten saßen im
Gerichtszimmcr noch so weit auseinander,
als der beschränkte Raum es nur erlaubte.
Vielleicht wären sie bis zum Ende des Pro
zesses in dieser Postition verblieben, hät
ten die langen Gerichtssitzungen es nicht
bisweilen nothwendig gemacht, daß Rich
er Hutchings eine kleine Pause eintreten
ließ. Dabei begab es sich in der einen oder
andern Weise, daß die Beiden mitunter allein
im Saale zurückbliebeu und, des Gerichts
dieners nicht achtend, allmählig sick, näher
rückten und dannffzar in's Gespräch kamen
wie eines schönen Tages, alle bei dem Pro'
zessc Betheiligten sich mit ihren, „Lunch"
über die Maßen Verspätelen. An jenem Ta
ge gingen die Beiden lange Getrennten zu
sammen nach Hause und haben seitdem wieder
mit einander gelebt. Dies wäre zunächst
ein erfreuliches Ergebniß des langwieriaen
Prozesses. (N. N.-Prcffe.) "
Stadt Baltimore.
Tagung des demokratischen
Staats Eeutral-Eomite's.
Mittwoch früh um 10 Uhr trat das demo
kraiiich-coniervative Staals-Central Comite
im „Maryland-Institute" zusammen. Nach
kurzer Verzögerung rief der Achtb. Joshua
Vansant als Vorsitzer das Comite zur Ord
nung, während Hr. I. P. Poe als Protokoll
sichrer snngirte. Hr. Vansant theilte nun
mehr mit, daß das Comite zusammenbcrufen
worder. sei, um die Bürger Maryland's zu
befähigen, Eandidaten für den Congreß zu
nominiren und die Zeit und den Ort zur Ab
haltung der Distrikts-Couventionen zu be
stimmen. Er stelle es dem Comite anheim,
nunmehr die nöthigen Bestimmungen zu tres
fen.
Der Sekretär las jetzt die Namen der Mit
glieder des Comite's vor, und es stellte sich
heraus, daß vierzehn Conntics und die drei
Distrikte Baltimore's vertreten waren. (Spä
ter trafen noch mehr ein, sodaß schließlich Ab
geordnete aller Counties zugegen waren.)
Folgendes umfaßt das Vcrzeichniß der Mit
glieder des Slaats-Ccntrat-Eomiles:
Alleghany-County Wm. E. Weber, S.
P. Harburg und Alfred Spates.
Anne Arunoel-Connty Michael Ban
non, Dr. Eli G. Henkle und JameS Revcll.
Stadt Baltimore— 1. Bezirk Thomas
S. Wilkinson, Joseph Crisp, James S.
Morrow, Eduard Halstead und Winfield Mc-
Clintock; 2. Bezirk JameS A. L. McClure,
John P. Poe, Henry McEoy, Bartholomen
E. Smith und Lewis E. Wücox; 3. Bezirk
Geo. McCassray, E. L. Schnitze, Dr. Geo.
Bcnson, I. I. Hosjman und JameS W. Mc-
Elroy.
Baltimore County Thos. H. Moore,
Lewis Turner, jun., und Wm. M. Jsaais.
Calvert County—Dr. V. C. Lawrence, I.
A. Bond und F. Bowie Smith.
Caroline County—P. W. Downs, I. W.
Bryant und Dan. Ficlds.
Carroll-County—Wm. P. Anderson, W.
H. Vandcrford und Mordecai C. McKinstry.
Cecil-County —Wm. M. Knight, Henry
Bradh und James MacKay.
Charles-County—John W.Mitchcll, Fran
eis W. Weems und Dr. R. G. Smoot.
Dorchcstcr-Counly Element Sullivan,
David D. Travers und Edwin Dashictds.
Frederick-County—l. Alfred Ritter, Fre
derick I. Nelson und Dr. W. S. McPhcrson.
Garrett-County—Thos. I. Pcodicord, E.
I. Hall und Wm. Huiebangh.
Harsord County Henry D. Farnandis,
I. Rush Street und John Carroll Walsh.
Howard-Connty S. H. Hunt, John R.
Clark und Arthur A. Gorman.
Kcnt-County—JameS Alfted Pearce, Rich.
C. Johnson und Mich. W. Jones.
Monlgowery-Connly—Gco. Peter, E. B.
Prettyman und E. W. Owen.
Prinec George's County—Tdos. I. Mi
ncr, T. Boyd Emack und Dr. S. J.Cook.
Oueen Anne's County- John B. Brown,
Wm. G. Temple und B. B. Clements.
St. Marh's County Oberst John F.
Dent, Geo. W. Morgan und Henry I. Car
roll.
Somcrjet-County—Lewis L. Walters, G.
R. Dennis und Wm. H. Noach.
Talbot-County—Oberst Samuel Hamble
ton, Oberst Edward Lloyd und Eapt. John
Harringlon.
Washington'Connty—F. Dorsch Herbert,
Major Geo. Frcancr und John Cajsidy.
Wicomico Connty—Geo. H. HumphricS,
Oberst Purnelt Toadwinc und der Achtb. A.
I. Crawford.
Worcester-County— Littlcton 3t. Purnell,
Dr. H. B. Pitts und Alexander Eberls.
Das Exekutiv-Eomite ist solgendcrmaßen
zusammengesetzt:
Alleghany-Eounly—Wm. E. Weber.
Anne Arnndel-County—Michael Bannon-
Stadt Baltimore —1. Bezirk Thos. S.
Wilkinson, 2. Bezirk Jas. A. L. McClnrc,
3. Bezirk Geo. McCassray.
Baltimore Connty—TyoS. H. Moore.
Calvert-Eonnty—Dr. B. E. Lawrence.
Caroline-Coiiniy—P. W. Downs.
Carroll-County—W. P. Anderson.
Cecil-County—Wm. M. Knight.
Charlcs-Eounty—John W. Mitchell.
Torchcstcr-County -Clement sullivan.
Frederick-County—l. Alfred Ritter.
Garrett-County—Thos. I. Peddicord.
Harsord-Connty—Henry D. Farnandis.
Howard-Connty—S. H. Hunt.
Kent-County—James A. Pearce.
Prince George's County—Thos. I. Tur
ner.
Montgomery-Connty—E. W. Owen.
Queen Anne's Coumy—John B. Brown.
St. Mary's County—Oberst Zolm F.
Dent.
Somerset-Connty -Levin L. Watcrs.
Talbol-County—Oberst Samuel Hamdle
ton.
Washingtoil-Coulity Major F. Dorsel)
Herbert.
Wicomico-County—Geo. A. Hnmphreys.
Worcestcr-Connty—Liitleton 3t. Purnell.
Nach längerer Debatte wurde ein Beschluß
des Hrn. W. M. Jsaacs von Baltimorc-
Counly, den Exekutiv Comite'n eines jeden
Eonntys eS anheimzustellen, wann und wo
die Conventionen abgehalten werden sollen,
niedergestimmt. Einige der Redner wiesen
bei ihrer Opposition gegen den Beschluß auf
die Mißstünde hin, die eine solche Bestim
mung z. B. im vorigen Jahre in Allcgany-
Eonntii herausgerufen habe.
Schließlich fanden folgende Beschlüsse des
Hrn. P. W. Downs von Caroline - County
Annahme:
„Beschlossen, daß zum Zwecke der Nomi
nation von Candidalen des Volkes von Ma
ryland für die am 3. November 1874 statrzu
findende Congreßwahl ans folgende Tage
und an liachbenannten Orten demokratisch
conservalive Distrikts-Conventioncn abgehal
ten werden sollen:
1. Bezirk, Mittwoch, 9. Sept., 12 Uhr
Mittags, in Cambridge;
2. Bezirk, Donnerstag, 10/Scpt., 12 Uhr
Mittags, in Towsontown;
3. Bezirk, Donnerstag, 17. Sept., 12 Uhr
Mittags, im „Broadway Institute," Balti
more ;
4. Bezirk, Tonnerstag, 17. Sept., Hl Uhr
Mittags, in der „Lyric-Hallc," Baltimore;
5. Bezirk, Mittwoch, 16. Sept., Mittags
12 Uhr, in Annapolis;
6. Bezirk, Mittwoch, 2. Okt., in Hagers
town.
„Beschlossen, daß die Vertreter der verschie
denen Conntics im Staats-Ccntral-Comite
und der Stadt-Convention in Baltimore ach
tungsvoU ersucht werden, solche Aenderungen
zu treffen, um vorhergehenden Beschluß effek
tiv zu machen.
„Beschlossen, daß in den verschiedenen Con
ventionen, die in jedem Congrcß-Bezirle statt
finden, die Conntics, welche solche Bezirke
bilden, zu derselben Zahl von Stimmen, als
esi gegenwärtig in der Staatsgesetzgebung be
sitzen, berechtigt sein sollen, uiid daß dasselbe
relative Verhältniß soweit, als möglich, auch
in Balliinore-Couiily und in der )7. Ward
von Baltimore eingehalten werden soll."
In letzterem Beschlusse stellte Hr. M. Ban
non das acceptirte Amendement, „daß die 17.
Ward der Stadt Baltimore und der 1. und
13. Bezirk von Bciftimore-Counth, welche
einen Theil des 5. Congreß-Bezirtes bilden,
zu keiner geringeren Vertretung berechtigt sein
sollen, als sie in der letzten congrcssioncllen
Bezirks-Coilvention besaßen."
Hierauf Vertagung.
Die Götz - Nddcrzook - Verschwö
rung. Bevorstehender Pro
zeß des A. C. Goß. Uddcr
zook's Befinden und seine Hoff
nungen.
Am letzten Freitag machte Dr. I. B. Le
wis von Baltimore, General Ausgleichet der
„Traveler'S Lebensversichernngs-Gesellschasi"
von Hartford, Conn., in Begleitung des
Baltimore? Advokaten dieser Corporation,
Hrn. G. H. Chandler, dem Städtchen Wcst
chcster einen Besuch, um Material für den
bevorstehenden Prozeß des A. C. Goß zu er
langen. Beide Herren hatten eine Unterre
dung mit mehreren Gcrichtsbeamten und mit
Hrn. Wm. M. Hayes wegen des Prozesses
von Udderzook. Sie äußerten sich sehr befrie
digt über das Gutachten des Oberrichters Ag
nen?, besonders aber über den Theil dessel
ben, welcher sich auf A. C. Goß bezieht.
Die „Wcstchcstcr NewS" knüpft an Obiges
folgende Bemerkungen: „Hr. Charles Stc
vens, ein großer MLbclfabrikant in Balti
more, ist bekanntlich der Prinzipal des A. C.
Goß; unsere Leser werden sich noch erinnern,
daß Geschäfts Couvcrte, welche mit der Fir
ma Chas. Steveiis gestempelt waren, au
Wilson (W. S. Goß) geschickt wurden, als er
sich in EooverStown, Tclaware-Eoniity, ver
borgen hielt.
Hr. Frank P. Stevens, ein Bruder des
Chas. Stevens und ein berühmtes Mitglied
des Baltimore? Barrcans wird den A. C.
Goß vertheidigen. Stevens ist ein Mitglied
der Maryländer Gesetzgebung und war in
Folge einer Ueberhäufung mitGeschüftcn bis
her verhindert, den Fall auszunehmen. Man
erfährt jedoch heute, daß im nächsten Herbste
der Prozeß beginnen soll. Beweise der stärk
sten Art sind gegen den Angeklagten gesam
melt woroen und werden seiner Zeit vorge
legt werden; über das Resultat herrscht be
reits kein Zweifel mehr. Das Schreiben
Burke's ist pholographitt morden, und die in
timsten Freunde des Angeklagten geben dessen
gravirende Beweiskraft zu. Die HH. Whit
ney K Johns, auf welche in diesem Briefe
flüchtig angespielt wurde, hatten nur geringe
Verbindung mit diesen Leuten. Tic schmach
volle Kritik, welcher deren Verfahren durch
die in Udderzook's Falle interessieren Parteien
unterzogen wurde, hat diese beiden Herren
tief verletzt und sie warten nur die geeignete
Zeit ab, um sich zu rechtfertigen.
AllePapicre und Copie'n von Akten,welche
in dem Vcrslcherungsprozesse gebraucht wur
den, waren von A. E. Goß, so ist ein Vcr
gleich der Handschriften leicht geboten. Der
Staat wird in oem bevorstehenden Prozesse
des Goß durch Archibald Stirling vertreten
sein.
Dieser Hauptakteur des großen Drama's
hegt noch immer die größte Hoffnung, daß
sein Schicksal eine günstige Wendung neh
men werde. Sobald ihm eine Hoffnung
durch die Gewalt des Gesetzes vernichtet wird,
erfaßt er eine andere mit derselben Stärke.
Obgleich man ihm schon oft gejagt hat, daß
leder Tag und jede Stunde nöthig ist, sich
ans sein unvermeidliches Schicksal vorzube
reiten, so ist er doch allen diesen Rathschlägen
gegenüber taub geblieben und glaubt noch
immer, daß es gelingen wird, das Begnadi
gungs-Tribunal von seiner Unschuld zu über
zeugen.
Seine Frau befindet sich noch in West
chester und macht dem unglücklichen Manne
täglich einen Besuch. Am Sonntag war sie
fast den ganzen Nachmittag in seiner. Zelle.
Sie fühlt ein ticses Interesse für den unglück
lichen Mann, welches nicht eher aushören
dürfte, bis der Vorhang über diesem Drama
fällt.
Ob Udderzook gehängt werden wird? Diese
Frage mag sonderbar erscheinen, ist aber des
senungeachtet am Platze. Wir müßten uns
sehr täuschen, wenn es uns nicht scheinen
sollte, als ob die Sympathie für den Unglüc
klichen in dieser Gegend im Wachsen wäre;
wie die öffentliche Meinung heute steht, wür
den Unzählige ihre Hand ausstrecken, um die
Hinrichtung zu verhindern und cineUmwand
lung der Todesstrafe befürworten. In dieser
Vermuthung ist nichts Unmögliches und Ud
derzook's Hoffnung ist deshalb vielleicht gar
nicht lo unberechtigt, als wie man annehmen
möchte."
Das Oberste Conclaveder„Hep
tasophen" (Sieben Weisen) trat Mittwoch
früh 9 Uhr in der „Golden Eaglc-Hallc," Str.
51, West - Fnyettestraße, zur Jahrcssitzung
zusammen. Stach Eröffnung der Sitzung
unterbreitete der Oberste Archon W. E. Fo
ster von Virginien seinen Jahresbericht, dem
wir Folgendes entnehmen: Während des
letzte Jahres wurden folgende OberstcEpho
reu für ihre respektiven Distrikte ernannt:
Johann Egglcr, Alabama; Johann Ortncr,
Ohio; I. P. Jakobs, Distrikt Columbia; I.
H. Grüncrt, Indiana; H. H. Kayton, Geor
gia; G. V. Walkley, New-Jerscy; I. M.
Bunn, Delaware; B. H. Kellogg, Connec
ticut; I. E. Whitcher, Californien; G. R.
Wright, Wisconsin; E. P. Stowell, Maine;
R. M. Tevis, Texas; A. Casper, Missis
sippi; W. H. Wade, Piedmont; I. Walker,
SnSquehanna; H. P. Linton, Mononga
hela;R. H.Dann.Birginien; A. B. Wilson,
Missouri; Dr. A. G. Lcvy, Ncw-Pork. Im
StaateJndiana, über welchen im letzten Jahre
ein ungünstiger Bericht abgestattet wurde, ha
ben sich die Zustand: bedeutend gebessert und
cS existiren daselbst gegenwärtig drei Con
clave, das „Indianapolis-Conclave Nr. I,"
das „Gayo-Conclave Str. 2" und das „Co
lumbia-Conclave Str. 3." Der Staat Penn
sylvanicn sollte jetzt ein Groß Conclave er
halten, und es wäre zu wünschen, daß die
Bildung dieses Conclaves, welche bisher noch
immer aufgeschoben ward, endlich vor sich ge
hen würde.
Ngch Verlesung des obigen Berichts, nn
terbreitcte der Oberste Sekretär Hr. S. Baird
Wolfe von Baltimore seinen Bericht. Aus
demselben geht hervor, daß das Maryländcr
Groß-Lager das älteste in den Ver. Staaten
ist. ES umsaßt vier Lager mit 230 Mitglie
dern. Das Groß-Lager des Staates Loui
siana gab im letzten Jahre kein Lebenszeichen
von sich; infolge Dessen empfiehlt der Bericht
die Ernennung eines Comiie's, welches sich
darüber berathet, ob es nicht zweckmäßig ist,
jenem Groß-Lager seinen Freibrief zu entzie
hen. Auch von den Groß - Conclaven der
Staaten Alabama und Mississippi gingen im
letzten Jahre keine Mittheilungen und Be
richte irgend welcher Art ein. Ohio zählt
zur Zeit fünf Conclave mit 475 Mitglie
dern. während Virginien drei Conclave mit
217 Mitgliedern aufzuweisen hat. In Ma
ryland, wo der Orden am Meisten blüht, exi
sttrcnj achtzehn Conclave mit 1244 Mitglie
dern. Ephorate befinden sich zur Zeit in Te
xas, Tcnnessee, Kentucky, Illinois, Wiscon
sin, Ohio, Distrikt Columbia,Snsquehanna-
Dlstritt, Monongahcla - Distrikt, New-Jer
sey, Virginien, Alabama, Connecticut, Mas
sachusetts, Georgia und New-Uork. Bon
mehreren dieser Ephorate sind während des
verflossenen Jahres keine Berichte eingegan
gen. Folgende neue Körperschaften sind im
vergangenen Jahre eingesetzt worden: Ein
Groß conclave in Texas, „Philadelphia-La
ger Str. 3" inPhiladetphia, Penns.; „Schil
ler-Conclave Str. 3" in Galveston, Texas;
„Schubert - Conclave Str. 20" in Philadel
phia, Penns. ; „Mannt - Vernon-Conclave
Nr. 3" in Philadelphia, Penns.; „Colnm
bia-Conclave Nr. 3," inßloomington.Jndia
na; und „Excclsior-Eonclave Nr. 3" in Phi
ladelphia, Penns.
Ferner spricht der Bericht über die Einfüh
rung des Ordens in Deutschland und enthält
mit Bezug hieraus nachstehende Schreiben
des Arckon Hrn. H. A. I. Kretschmer vom
„Schiller-Conclave Nr. 4" in Ohio.
„Theurer Bruder! Gegen Ende ApAl 1874
beabsichtige ich nach Deutschland abzureisen
und. daselbst mehrere Conclave zu gründen.
Da ich der Gründer des „Schittcr-Eonclavcs
Nr. 4" bin, so ersuche ich Sie, mir die Voll
macht zu ertheilen, meine Absicht auszufüh
ren und mich mit Büchern ?c., zu versehen.
Ich wünsche, daß man in Deutschland die al
ten Bücher benutzt, da wir dieselben
vorziehen. Auch möchte ich Sie bitten,
mir die hiesigen und fremden Paßworte mit
zutheilen."
„Theurer Bruder! Ich empfing Ihren
Brief am 25. ds. und ersehe ans demselben,
daß Sie bezüglich der von mir angeregten
Angelegenheit an den Obersten Archon ge
schrieben haben. Ich gedenke, am 6. Juni
von New-Sjork nach Deutschland abzureisen
und Bremen, Leipzig und Breslau zu besu
chen. Vielleicht werde ich mich nach allen
größeren Städten wenden. Ich verlasse Ele
vcland am 1. Juni."
Der Bericht schließt mit einem längeren
Antwortschreiben des Hrn. Kretschmer.
Nach Verlesung der Berichte wurde die
Sitzung bis heute Vormittag 10 Uhr vertagt.
Am Nachmittage fand die große Parade
statt. Präzise HS Uhr versammelten sich die
Conclave in ihren respektiven Quartieren und
stellten sich dann, wie folgt, auf: Das 2., 4.,
5. und 7. um H 4 Uhr in Süd-Gay-, der rechte
Flügel an Lombard-Straße gelehnt; das 1.,
6., 10., 14. und 20. um 3 Uhr in Süd-Paca-,
der rechte Flügel an Lombard-Straße gelehnt,
von wo sie die Lombard- bis Gay-Straße
hinabmarschirtcn und sich den obigen anschlös
sen; das 3., 11.. 12. und IL. um 3 Uhr in
Süb-Exeter-, der rechte Flügel an Lombard
Straße gelehnt, von wo sie die Lombard- bis
Gay Straße hinaufmarschirten und sich bei'm
Groß General-Inspektor I. Spangler melde
ten. Sobald sich die Linie gebildet hatte,
bewegte sich der Zug durch die Holliday und
Fayelle-Straße nach dem Monument-Square
und hielt vor dem „St. Ctair-Hotcl" an, wo
das „Olive-Lager" von Norfolk und die „Cru
sadcrs Nr. 2" von Richmond, Va., logiren.
Vor dem Hotel waren die Großbeamten des
Obersten Conclaves der Ver. Staaten ver
sammelt. Dieselben stiegen in fünf bereit
stehende Barouchen und schlössen sich dem
Zuge an. Die Colonne setzte sich dann,n
Bewegung und marschirte über die bereits ge
stern von uns mitgetheilte Route; letztere
ward jedoch infolge der großen Hitze etwas
abgekürzt. Eine Anzahl Polizisten unter Be
fehl des Sergeanten Frazicr vom mittleren
Bezirke trug Sorge dafür, daß die zahlreichen
Zuschauer, welche die Straßen, dvrch die die
Eolonnc marschine, anfüllten, den Zug nicht
hinderten und aufhielten. Groß-General-
Jnspetlor Spangler führte den Zug an; ihm
folgten neun Beamten und Adjutanten,
sämmtlich zu Pferde; dann folgte das „Pit
tacus-Lager Nr. 4" unter Führung des Hrn.
Henry Ljoung. Die Beamten dieses Lagers,
welches das Banner des Großlagers von Ma
ryland mit sich sührce, sind die HH. Phillips,
Pfaus, Lehmann und I. Ulbig. Nach dem
„Pittacus-Lager" kamen Hofmanil's Musik
corps, das „Olive-Lager Nr. 1" von Norfolk,
die „Erusaders Nr. 2" von Richmond und 5
Baronchcs mit den Großbeamten des Obersten
Conclaves und den Beamten des Groß-Con
claves von Maryland. Hieraus folgten Em
mcl's Musstkcorps und etwa 50 Mitglieder un
tergcordncter Conclave. Den Schluß bilde
ten die übrigen Conclave mit einem Musik
corps an der Spitze. Gegen 7 Uhr Abends
langte der Zug wieder auf dem Monument-
Square, wo die Parade ihr Ende erreichte
und die betreffenden General-Inspektoren mit
ihren Conclaven abmarschirten. Tie Mit
glieder, welche sämmtlich mit den Ordcns-
Regalien in schwarzem Anzüge, hohem schwar
zem Hute und weißen Handlchuben erschienen
waren, hatten während des Marsches sehr un
ter der Hitze zu leiden, und Jeder war froh,
als der Monument-Square endlich wieder er
reicht war. Die Großbeamten des Obersten
Conclaves besuchten am Nachmittage, vor
Beginn der Parade, den Druid-Hill-Park.
Das deutsche Conclave Nr. 14 wurde am
Dienstag Abend in seinem Lokale auf der Ecke
der Hanovcr- und Camden-Straße von Süd-
Baltimorer Damen mit einer eleganten seidc
nen Fahne beschenkt. Das Banner ward von
dem Ex Groß-Archon Dr. S. B. Wolf mit
einer hübschen Ansprache in Empfang genom
men und alsdann dem Groß-Archon Georg
Mctzel überreicht, welcher das Banner von
Seiten des Conclaves entgegennahm. Dr.
Wolf bemerkte in seiner Ansprache, daß die
drei Figuren aus der Rückseite des Banners
die Grund-Prinzipien des Ordens—Weisheit,
I Wahrheit und Wohlthätigkeit darstellten.
Weitere Reden wurden bei oieser Gelegenheit
von Hrn. Hubbard von Norfolk und Hrn.
JamesZjonng gehalten.
DasObersteConclave der„Hep
tasophen" (Sieben Weisen) setzte gestern
Nachmittag seine Jahressitzung in der „Gol
den Eaglc-Hallc," Nr. 51, West-Faycttestr.,
fort. Der Oberste Archon W. E. Foster von
Virginien führte den Vorsitz, während Hr.
Band Wolfe das Protokoll führte. Mehrere
neu angekommene Repräsentanten von Ohio,
Pcnnsylvanien und Indiana, darunter Hr.
I. H. Grüncrt von Indiana, wurden zu
Sitzen in der Versammlung berechtigt erklärt.
Ein Antrag, die Jahrcssitzung in Zukunft
im Mai anstatt im Juli abzuhalten, wurde
angenommen. Dem Dr. I. H. Christern
und Hrn.Hinrich Pick wurden für die Dienste,
welche sie dem Orden geleistet,Ehrcngrade als
Ex-Archontcn ertheilt. Hr. I. H. Living
ston von Maryland wurde zum Obersten
Hülss - Sekretär ernannt. Von Indiana,
Obio und Pennsylvanien gingen Berichte ein,
welche nachwiesen, daß sich der Orden in je
nen Staaten in blühendein Zustande befindet.
Exekutiv-Comite, ans den
HH. Fosicr von Virginien, McGaughcp von
Alabama und S. B. Wolfe von Maryland
unterbreitete seinen Bericht, ans welchem er
hellt, daß der gegenwärtige Zustand des Or-
Staaten Nichts zn wünschen
übrig läßt. Der Vorsitzende ernannte als
dann mehrere Comite'n, woraus die Sitzung
vertagt wurde. Aachmittags um 5 Uhr fuh
reu die Beamten und Mitglieder de Obersten
Conclaves in zehn Barouches nach demDruid-
Hlll-Park und von dort nach Emmel'S Drei
Mcilen-HauS an der Green Spring Balley-
Road, wo ein delikates Souper aufgetischt
wurde.
Der „Maryländcr Lehrer-Bcr
en" eröffnete vorgestern Morgen um 10 Uhr
im Gebäude der westlichen höheren Töchter
schule seine neunte Jahrcssitzung. Pros. D.
A. HollingShead führte den Vorsitz, während
Hr. A. F. Wilkerson als Sekretär sungine.
Die Sitzung wurde mit einem von dem Ehrw.
I. B. Stitt gesprochenem Gebete eröffnet,
worauf Dr. Charles H. Cockey ein Flötensolo
vortrug. Hr. John T. Morris/Präsident
der Schnlbchördc, hielt die Bewillkomm
nungsansprache, worauf Hr. HollingShead in
einer vortrefflichen Rede antwortete. Nach
einigen weiteren musikalischen Vorträgen ver
tagte man sich bis Abends 8 Uhr. Das In
teressanteste während der Abendsitzung bildete
die Rede des Ehrw. C. K. Nelson, Vieeprä
sident und Professor am St. John's College
in Annapolis. Hr. Nelson sagte: „Wir
müssen uns Preußen zum Vorbilde nehmen.
Nirgends ist das Unterrichtssystem so gründ
lich ausgebildet und nirgends wird es besser
gehandhabt.als gerade dort. In allen unseren
öffentlichen Schulen sollten wir Französisch
und Deutsch lehren, die letztere Sprache be
sonders. Eine Kenntniß dieser Sprachen ist
im pratlischcn Geschäftsleben unumgänglich
nothwendig und Jeder unserer Clerks und
Geschäftsleute sollte sich befleißigen, diese bei
den Sprachen zu erlernen. Laßt uns unseren
Kindern lehren, was sie während des Lebens
wissen müssen. Können wir sie mit gesundem
Menschenverstand ansstafsiren, so thun wir
mehr, als wenn wir sie mit Griechisch und
Latein vollpfropfen."
Die gegenwärtigen Beamten des „Mary
länder Lehrcrvcrcins" sind wie folgt: Prof.
D. A. HollingShead von Baltimore, Präsi
dent; I. F. A. Remley von Hagcrsrowii, 1.
Vice-Präsident; Dr. I. L. Bryan von Port
Tobacco, 2. Bice-Präsivciit; A. F. Wilker
son von Baltimore, prowkollirendcr Sekretär;
A. G. Harley von Queen Anne's County,
corrcspondirender Sekretär; A. Hamilton von
Baltimore, Schatzmeister; William Elliott,
W. R. Crecry und S. F. Norris von Balti
more, P. A. Witmer von Hagrrstown und
Dr. Samuel Kepler von Towsontown, Exe
kutiv Comite.
Gestern Morgen um 9 Uhr versammelte sich
der Verein Neue. Die Sitzung wurde
durch eine von de Damen Ida Hoen, Emma
Köhler und Pros. I. Henry Deems aus dem
Piano vorgetragene Ouvertüre eröffnet. Prof.
SR. A. Newe.ll hielt eine Ansprache, Frl.
'North verlas einen Aufsatz und Prof. Müller
und seine Schülerin Frl. Carric GreSley
spielten eine Sonate. Man schritt sodann
zur Verlesung der einzelnen Berichte. Aus
dem Berichte des Schatzmeisters Hrn. Alexan
der Hamilton erhellte, daß nach Abzug aller
'Ausgaben noch §32.03 in der Kasse verblei
ben. Der Bericht wurde angenommen, ebenso
der des Vorsitzenden vom Nominations-Co
mite. Ehe man sich vertagte, beschloß man
die nächste Jahresversammlung, in Cumber
land abzuhalten. Eine Monatsschrift unter
dem Namen ".Knrvlirnrl Kokcwl äuiirnttl"
wird in Kurzem unter den Auspizien des Ver -
ein? erscheinen.
Der Tabacks Handel mit Frank
reich. Die norwegische Barke „Adieu" se
gelte vorgestern mit 373 Oxhoften Taback von
hiernach Marseilles in Frankreich ab. Die
Barke wurde von den Gebr. Böninger clarirt
und hatte die dritte Ladung Taback, die wäh
rend dieses Sommers von Baltimore nach
Frankreich verschifft wurde, am Bord. Es
ist allgemein bekannt, daß die französische Re
gierung das ganze TabackSgcschäft in Frank
reich überwacht und alle Taback- und Eigar
ren-Vertansc regulirt. Der Staat bestimmt
die Einfuhr-Häsen und eignet auch sämmtliche
Tabacksmagazine. Da der Maryländer-und
Ohio-Taback in Frankreich außerordentlich
beliebt und Baltimore der günstigste Ort sllr
die Verschiffung dieses Tabacks ist, so schloß
die französische Regierung im vorigen Jahre
einen Eontrakt Betreffs Lieferung von 10,000
Oxhoften Taback mit der Firma Gebrüder
Böninger ab. Die drei bis jetzt verschifften
Ladungen bilden einen Theil der in dem
Contraktc vorgeschriebenen Quantität. Die
von der französischen Regierung bestimmten
Einfuhrhäsen, wo sich zugleich die großen Ta
backsmagazine befinden, sind Marseilles,
Havrc und Bordeaux.
Local - O p ti on.— In Queen Annc's
uiid Talbot-County fand am Mittwoch die
Abstimmung über dieLocal-Oplion-Bill statt.
In Queen Anne's Connty siegten die Gegner
der Bill mit 220 Stimmen, während in Tal
bot-County die Bill mit einer Majorität von
643 Stimmen passirte.
Die „Central-National-Ban k."
Der Präsident und die Direktoren der
„Central-National-Bank von Baltimore"
machen bekannt, daß die Aktionäre beschlossen
haben, die Geschäfte in Baltimore einzustellen
und die Bank nach New-Ljork zu verlegen.
Nach dem 20. dS. M. werden keine Depositen
mehr in Empfang genommen.
D i e „N ördliche Eentralbahn-
Com pagni c" soll dem Vernehmen nach
die „Green Spring-Zweigbahn" läuflich an
sich gebracht haben.
Ein Knabe'scheS Piano nach
Europa.— Mit dem Dampfer „Minister
v. Rovn" wurde am letzten Sonnabende ein
großer Knabe'scher Flügel auf Bestellung der
Frau Pauliiic Lueea unter der Adresse: „Ba
ron v. Wellhosen (Bahn rosi-mit-) Luzern,
Schweiz," versandt. Fran Lueea hat der
Firma Knabe sc Comp, geschrieben, daß sie
ihre Instrumente als die besten unter den be
sten befunden und dieselben alle anderen
Fabrikate übertreffen. Sie schließt folgender
maßen: „Ich habe mich thatsächlich in Ihre
PianoS so verliebt, daß ich das Land nicht
verlassen kann, ohne daß ich die Versicherung
habe, daß mich eines derselben nach Europa
begleitet." Sie bestellt einen Flügel Nr. 4
zum Preise von Sl2OO.
2 3 Chinesen trafen gestern früh im
Camdenstraßen-Bahnhofe ein. Diese Vertre
ter des himmlischen Reiches haben seil meh
rercn Jahren in Omaha eine Waschanstalt be
trieben; als sie aber erfuhren, daß sie in den
Städten des Ostens weit bessere Geschäfte
machen könnten, als da hinten „in der Tür
kei," packten sie ihre Habseligkeiten zusammen
und steuerten ostwärts weiter. Ihr Anführer
Ah-Foon erklärte einem Berichterstatter, daß
wenn sich gute Aussichten fänden, werde man
hier eine Wasch-und Bügelanstalt erster Klasse
errichten. Er hat einen Bruder in Philadcl
phia, der ebenfalls einer Waschanstalt vor
steht. Im Camdenstraßen-Bahnhofe erregten
die Bezopften nicht geringes Aussehen; nur
wenige sprachen verständlich englisch. Nach
einigem Aufenthalte wurden sie meinen Om
nibus gepackt und nach einem Hause an der
Thamcsstraßc befördert, wo Bekannte von ih
nen wohnen.
Das Lager de? fünften Regiments
auf Long-Branch ist „Camp Momnonth" ge
tauft worden. DaS Regiment geht am Abeiid
des 21. d. Bits., (nächsten Dienstag,) per Ei.
fenbahn via Philadelphia von hier ab, und die
Beziehung des Lagers erfolgt am Morgen des
22., während der Aufenthalt aufLong-Braiich
acht Tage dauert. Ein gedrucktes Phamphlet,
aus dcrAccidcnz Druckerei der „Sun" hervor
gegangen, enthält nähere Unterweisung für
die Soldaten: Morgens um 4 Uhr 55 Min.
Reveille, 5 Uhr 40 'Minuten Bataillons-Ue
bungcn, 9 Uhr 30 Minuten Compagnie-Exer
eitium, Regimcnts-Parade Abends 7 Uhr 10
Minuten, Zapfenstreich um II Uhr, Lager
schluß 11 Uhr 30 Minuten. Frühstück im
„Ocean Hotel" 0 Uhr 45 Min., Dinner 12
Uhr 55 Min., Suppcr 5 Uhr 15 Min. Bei
der Abfahrt har sich jeder Soldat mit 1 tägi
ger Ration zu versehen. Während jedem
Soldaten die größte, mit der Disziplin ver
trägliche Freiheit erlaubt wird, soll jedes un
gebührliche Betragen bestraft werden u. Trun
kenheit sosortigcÄrretnr nach sich ziehen. Eapt.
Brown fniigirt als Offizier lujour. Das
Eommando wird schließlich verwarnt, „Etwas
zu thun, was den guten Namen des Regi
ments, der Stadl Baltimore und des Staates
zu schaden geeignet fein könnte." Gouverneur
Groomc, Gen. Earr, Ccl. Peters und Andere
werden im Laufe der nächsten Woche Long-
Branch besuchen und ohne Zweifel das große
Publikum sowohl von hier, wie New - Ljork
und Philadelphia ein starkes Eontingent von
Freunden des Regiments nach dem beliebten
Badeorte an derKüstc von New-Jersey führen.
Prozesse gegen die „Nördliche
Cculralbah n." Heute wird die Ver
handlung zweier wichtiger Prozesse gegen die
„Nördliche Eentralbahn" im Common Pleas-
Gerichle erwartet. Ellen Thomas und Ri
chard O'Bricu behaupten, die Verklagte habe
ihre Grundstücke dadurch beeinträchtigt, daß
sie durch einen Damm das Wasser auf dicsel
den gedrängt und so allen Zugang per Achse
oder zu Pferd zu ihnen ainmöglich gemacht
habe. Frau Ellen O'Brien, die einen Laden
hielt, erklärt, d:c Verklagte habe ihr Geschäft
total ruinirt. Der Kläger Anwalt ist William
P. Prcston, die Sachwalter der Verklagten
sind Bernbard Carter und W. H. Norris.
Fälsch ungs- Kl a g e.— Gestern wurde
Dr. Zulins Reinhardt, Ex Agent der „Pcoria
Gegenseitigen Unterstützungs-Gesellschaft,"
unter der Anklage, Ordres ans die Gesellschaft
gefälscht'zu haben, arrelirt und gegen §lOOO
Caulion bis kommenden Prontag zum weite
ren Verhöre entlassen. Seine Bürgen sind
Peter Brotzmann von Nr. lös, Süd Ann-
Straße, und Heinrich klein von der Ecke der
Lombard und Ann-Straße. Die Verhaftung
geschah auf die eidliche Aussage Heinrich
Graulig's, wornach Dr. R. fünf vom Sep
tember und Oktober 1873 datirte, zu Grau
lig's Gunsten lautende Ordres von je SlOOO
gefälscht haben soll. Tie Untersuchung wird
die Schuld oder Unschuld desselben heraus
stellen.
Wieder ein alter deutscher Bür
ger gestorben! Einer der edelsten und
besten Bürger Baltimore's segnete Mittwoch
das Zeitliche. Um 3 Uhr Morgens starb nach
einer Krankheit von fünf Monaten im 75. I
Lebensjahre Oberst Mathias Beiizinqer, des
sen Name und Persönlichkeit fast jedem Deut
schen in Baltimore bekannt ist. Hr. Benzin
ger wurde am 29. Februar 18) zu Forchhcim
IM Oroßherzogthum Baden geboren. Er kam
frühzeitig ach Amerika, wo er den größten
Theil seines Lebens in unserer Stadt zu
brachte. Im Jahre 1844 kaufte er eine Strecke
Landes von 70,000 Morgen in Elk-Connch,
Penns., an und ließ auf eigene Kosten Ansied
lcr nach der neuen Colonie kommen. Gegen
wärtig steht ans diesem Platze St. Mary'S
Down, Benziiigcr Towiiship. St. Mary's
Town ist jetzt ein blühender Ort mit 7- bis
8000 Einwohnern. Der Verstorbene führte
mehrere Eontrakte für die Bundesregierung
und die Behörden von Baltimore und Wash
ington aus, und erwarb sich durch seine Tbä
tigkeit und Energie ein großes Vermögen.
Vor 16 Jahren zog er sich aus ,einem 'Ge
schäfte zurück, doch nahm er noch immer regen
Antheil an industriellen und anderen Unter
nehmungen. Er war Präsident einer Bank,
Direktor einer anderen, und Mitglied und
Aktionär in vielen Versicherungs-, Bergbau-
und anderen Compagnie'. Hr. Benzinger
war als ein offener und ehrlicher Charakter
bekannt und seiner Uncrschrockenheit und hel
denmüthigcn Aufopferung war besonders die
Unterdrückung des Aufruhrs im Jahre 1833
zuzuschreiben. Der Verstorbene hinterläßt
zwei Söhne, den Rechtsanwalt Friedrich F.
Benziiigcr und Dr. Joseph C. Benzinger.
Sturm in der Bai. (Ankunft der
Barke „Campancro.") Die Barke „Cam
panero," Capt. Walter, traf vorgestern mit ei
ner Ladung Kaffee von Rio de Janeiro hier
ein. Sie hatte als Kajüten-Passagiere
HH. Fricderich Holderer von 'New Jersey und
JohnL. Gavin am Bord. Am lebten Sams
tag wurde Capt.Walkcr, der der Ruhe Pflegte,
plötzlich ans Deck gerufen. Ohne irgend ein
vorausgehendes Anzeichen, war ein Sturm
hereingebrochen und hatte das Schiff ans die
Seite geworfen. Ehe man die Segel herab
nehmcn konnte, hatte der Sturm dieselben in
Stücke gerissen und nur mit genauer Noth
vermochte man dasSchiff wieder anfznrichtc.
Der Sturm hörte bald auf, aber ähnliche or
kanartige Windstöße wiederholten sich am
Sonnabend und Sonntag alle zwei Stunden.
Der Dampfer „Wenonah," Eapt.
Colmary, welcher am Montage im West-Ri
ver auf den Strand gcrieth, sitzt noch immer
fest. Der Schleppdampfer „Pacific" ist jetzt
bemüht, die „Wenonah" wieder in's Fahr
wasser zu bringen.
Der Dampfer „Berlin," Capt. I.
Putscher, am l. Juli von Bremen, am 4. von
Southampton abgesegelt, darf heute in unse
rem Hasen erwartet werden In Bremer
haven gingen drei Cajütcn-Passagicre (Frau
Dallmcycr, Heinrich und Wilhelm Dall
mcycr aus Pitlsbnrg) und nachstehende 185
Zwischendecks-Passagiere an Bors: L. Pisiel,
M. Schanze, Isidor Martert nebst Familie
und Wilhetmine Weinreich ebst Kind aus
Baltimore, Johann und Josephine Jnngelas
aus Cincinnaii und folgende Einwanderer:
IN i"^I 6^l
Greußen; Zudro. greller,/vkorburg! Hern. Riete, B.'
Hessen; Gustav Steffens? Eg'crsmühle; Joh. Speckt
Berichte ans dein Innern des
Staates.
(Schießaffaire in Washington-County.)
H. Trompour, ein am Licking-Creek, Wash
ington-Eonnty, wohnender Mann, schoß am
letzten Montage auf einen 13 jährigen Jüng
ling, Namens Samuel Mason, weil der Letz
tere mehrere Male Tromponr's Pferd heim
lich benutzt hatte. Mason soll tödtlich verletzt
sein.
(Brand.) Ein dem Richter Coulehan in
Cumberland gehörender Stall brannte am
Mittwoch nieder. Der dadurch verursachte
Verlust beläuft sich auf §7OO.
(Vom Blitz getroffen.) Das Wohnhaus
aus der Farm des Hrn. I. R. Purdnm im
Clarksburgcr Distrikt, Montgomery-County,
wurde vor einigen Tagen während eines hef
tigen Gewitters vom Blitze getroffen und ging
in Flammen auf. Der dadurch angerichtete
Verlust erreicht die Höhe von K3OOO.
(Unfall.) Ein Farbiger, dessen Namen
nicht bekannt geworden, acrieth an einem
Tage voriger Woche in der Nähe von Adams
town, Frederick-County, zwischen die Puffer
zwci'er Waggons, und wurde arg gequetscht.
Man brachte den Unglücklichen nach dem
Montevue-Hospitale in Frederick.
(Eingeäschert.) Während des furcht
baren Gewitters, von welchem Frederick-
County am letzten Mittwoch heimgesucht
wurde, fuhr der Blitz in die Scheune des Hrn.
Brubacher, nahe Tancytown. Die Scheune
wurde eingeäschert und zwei Pferde und vier
Kühe, die sich in den brennenden Schuppen
befanden, fielen den Flammen zum Opfer.
(Baltimorcr in Garrett-County.) Im
„Decr Park Hotel" in Garrett-County, lo
giren gegenwärtig folgende Baltimorcr: W.
W. Frick und Familie, Robert Garrett und
Frau, I. K. Cowen, W. M. Buchanan, Ä.
P. Maddox und Frau, H. P. Chandler, H.
C. Brown, H. Hohlmann und Frau, G. N.
Chase und Familie, Fran S. A. Minis,
Nelson Poe und Familie, Frl. Brent, M.A.
Newell, Frl. S. E. Richmond und N. B.
GrecnSfelder.
In Ellicott-City wurde am letzten Don
nerstage eine neue Loge des Ordens der „Ver
einigten Amerikanischen Handwerker" unter
dem Namen „Howard Council Nr. 16" ein
gesetzt.
—Auch Frcdcrick hat, wie viele anderen
Städte und Ortschaften unseres Landes, jetzt
feinen Kirckenstreit. Seit dem Tode des
Ehrm. Dr. Zacharias, früher Pastor der ersten
reformirten Kirche, ist in der Gemeinde ein
Streit ausgebrochen; der eine Theil des Kir
chenrathes gehört der Hochkirche an, die Ande
ren aber—die leirv eliurcü nun — sind in der
Majorität. Dcr Ehrw.E. R. Eschbach wurde
zum Prediger erwählt und eingesetzt; dieses
scheint aber die Feindschaft noch vermehrt zu
haben und der Streit ist jetzt vor die Gerichte
gebracht worden.
—ln Cumberland, Md., versuchte ein jun
ger Mann sich zu vergiften, weil er mit einer
jungen Dame, welcher er den Hof machte, in
Streit gerathen war; er nahm eine Dosis
Laudannm und nur die rechtzeitige Dazwi
schenkunst eines Arztes rettete den verliebten
Gimpel.
(Auf der Bahn verunglückt.) Ueber den
schrecklichen Tod des Hrn. Charles Madden
erfahren wir folgendes Nähere: Während
Hr. Charles 'Madden am Tonntag Morgen
aus dem Geleise der „Baltimore-Ohio-Bahn"
entlang ging, um sich nach der Kirche in Jl
chester zu begeben, kam ihm ein Frachlzug
entgegen. Um demselben auszuweichen, trat
Hr. M. auf das andere Geleise, ohne zu be
merken, daß der von Frcderick kommende Zug
auf demselben Gelene daher gcbraus't kam.
Ter Unglückliche wurde von der Lokomotive
niedergeschlagen und von dem Äuhfängcr über
eine Strecke von mehr als 1800 Fuß weit
fortgeschleift. Erst dann bemerkte der Loko
motivführer das geschehene Unglück, ließ den
Zug anhalten und schaute nach dem Manne,
der jedoch sein Leben bereits ausgehaucht
hatte. Madden hinterläßt eine Frau und
zwei Kinder.
(Der Kohlenhandel Cumbcrland's.)
Bon Cumberland wurden während der mit
dem 11. Juli zu Ende gegangenen Woche
47,609.02 Tonnen Kohlen versandt.
(Eisenbahnunfall.) TerNachl-Expreß
zug der „Baltimore-Ohio-Bahn" entgleis'te
am Montag Abend 10 Meilen östlich von
Cumberland. Glücklicher Weise blieben alle
Passagierwaggons aus den Schienen, und
weder einer der Bahnangestellten, noch einer
der Passagiere wurden verletzt. Ein Erdrutsch
bildete die Ursache der Entgleisung.
(Aus Towsontown.) Die County-
Commissäre zerstörten am Dienstage in Ge
genwart der Richter des Waisengerichts Ar
menhaus - Obligationen im Werthe von
§20,000,
(Endlich festgenommen.) Der schwarze
Schurke, welcher vor etwa 14 Tagen einen
Versuch machte, an einer jungen, in der Nähe
von Upper Marlboro' wohnenden Dame
Nothzucht auszuüben, ist endlich festgenom
men und nach dem Prince George's Coumy-
Gcfängnisse gebracht worden.
(Brand.) Am Dienstag Morgen brannte
die Sckeune des in der Nähe von Manchester,
Carroll - County, wohnenden Hrn. Isaak
Brilkhart nieder. Vier Pferde, ein Maul
thier und sechs Kühe kamen in den Flammen
um. Der Verlust beläuft sich ans §4OOO, von
welchen nur K5OO durch Versicherung gedeckt
sind.
Ans Anliapolrs. General - Adju
tant Bond erhielt vor einigen Tagen ein
Schreiben von Hrn. Otto Dnkcr, de! Ehek-
Marschall des demnächst in Baltimore statt
findenden Schützenfestes. In diesem Schrei
ben wird der General-Adjutant aufgefordert,
eine Parade der Miliz am Tage dcs'Begmns
des Festes anzuordnen, da dies bedeutend zur
Hebung des Festes beitragen würde. Gen.
Bond erwiderte aus dieses Schreiben, daß er
dem Wunsche des Ehefmarschnlls leider nicht
nachkommen könne, da der Gouverneur am
17. August abwesend sei und keine Revue
über die Regimenter abhalten könne. Falls
die Regimenter freiwillig an jenem Tage
eine Parade abhalten würden, werde es dem
General-Adjutanten ein besonderes Vergnü
gen bereiten; offiziell könne er jedoch keine
Parade anordnen.
Staats-Gesetze.
Passirt in der Sitzung der Staats-
Gesetzgebung 174.
Amtliche Bekanntmachung.
Kapitel .
Staats - Sanität? - Commission.
<?in (Sesltz,
um eine Staats-Saniläts-Comniission zu er
richten.
I. Abschnitt. — Sei durch die Gesetz
gebung von Maryland verordnet, daß der
Gouverneur mit Genehmigung des Senats
fünf Aerzte ernennen so, von denen einer
immer ein Bewohner der Counties am west
lichen und einer bestündig ein Bewohner der
Counties im östlichen Ufer der Chesapeake-
Bay sein soll, welche zusammen den Staats
Sanitälörath bilden sollen; die so ernannten
Aerzte sollen ihr Amt aus zwei Jahre beklei
den, und bis ihre Nachfolger ernannt sind,
sollen alle Vakanzen vom Gouverneur erfüllt
werden.
2. bsch n it t. lind sei verordnet, daß
die Staats Sanität? - Commission die In
teressen des Lebens und der Gesundheit der
Bevölkerung im Allgemeinen in Obacht nch
men und wahren soll; sie soll über die Krank
heitsursachen sanitätliche Untersuchungen an
stellen, besonders Epidemie' genau bcobach
ten, die Mortalitätsursachen genau slndircn,
sowie die Wirkungen, welche Oertlichkeiten,
Vergnügungen, Bedingungen und Umstände
auf die Gesundheit der Bevölkerung ausüben;
sie soll solche Informationen in Betreff dieser
Angelegenheiten sammeln, welche sie für ihren
Zweck als geeignet halte; sie soll einen Plan
ausstellen, durch welchen Medizinal- und Le
beiisstatisilken von sanitüllichem Werthe ge
lammctt werden können, und sie soll als ein
Beirath des Staates in allen hygienischen
und medizinischen Fragen fungiren; sie soll
spezielle Inspektionen öffentlicher Hospitäler
machen, Gefängnisse, Asyle und andere An
stalten untersuchen, wenn sie von dem Gou
verneur oder durch die Gesetzgebung dazu an
gewiesen wird, und sie soll in der regelmäßi
gen Sitzung der Gesetzgebung einen vollen
Bericht über ihre Handlungen, Untcrsuchun
gen und Entdeckungen erstatten, mit solchen
Vorschlägen, wie sie dieselben für geeignet
3. Ab sch itt. Und sei verordnet, daß
die Staats-Saiiitäts-Eommlssion sich wenig
stens ein Mal alle drei Monate versammeln
soll und so viel öfterer, als es ihr angemessen
und passend erscheint; ihre erste Versammlung
soll innerhalb zwei Wochen nach slattgefnn
dener Ernennung abgehalten werden und drei
Mitglieder sollen immer ein Quorum bilden
sie soll aus ihrer eigenen Bütte einen Präsi
denten und einen permanenten Sekretär er
wühlen; der Letztere soll der Exekutivbeamte
der Commission sein; kein Mitglied der Com-
Mission, der Sekretär ausgenommen, soll ein
Gehalt bekommen; doch die thatsächlich-m
Reisekosten der Mitglieder sollen bewilligt
und aus dem allgemeinen Fond bezahlt
werden.
bschnltt. Und sei verordnet, daß
der Sekretär die Arbeit, welche in diesem Ge
setze vorgeschrieben ist, thun und überwachen
soll, sowie solche andere Pflichten, wie sie die
Commission erfordert; er soll ferner der Ge
setzgebung, wenn dieselbe in Sitzung ist, und
dem Gouverneur, wenn es verlangt wird,
solche Information in Uebereinstimmung mit
diesem Gesetze liefern, welche die Commis
sion von Zeit zu Zeil nothwendig erachtet;
ein jährliches Salair von fünfzehnhundert
Dollars soll ihm in derselben Weise bezahlt
werden, als anderen Staatsbeamten; auch
sollen ihm diejenigen nothwendigen Aus
gaben vergütet werden, welche der Schatz
amts-Controlcur bei Borlage der Rechnung
billigen mag; dieselbe muß übrigens mit Be
legen versehen und von der Commission be
scheinigt sein.
5. Abschnitt. Und sei verordnet, daß
die Ausgaben des Staats - Sanitätsrathes,
einschließlich das Satair des Sekretärs, K3OOO
pro Jahr nicht übersteigen dürfen.
6. Abschnitt. Und sei verordnet, daß
die Summe von jährlich dreitausend Dollars
oder so viel, als nothwendig sein mag, sür
die Zeit von zwei Jahren hierdurch verwilligt
ist, um die Zwecke dieser Akte auszuführen.
7. Abschnitt. Und sei verordnet, daß
dieses Gesetz vom Tage seiner Annahme in
Ärast trete.
Wir bescheinigen hiermit, daß Vorstehen
des eine getreue und perfekte Abschrist eines
durch dieGejetzgebung von Maryland in der
Januar-Sitzung 1874 passirten Gesetzes ist.
Augustus Gassawal),
Sekretär des Senats:
Milton Y. Mdd,
Erster Clerk des Dclcgaten-Hauses.
Genehmigt den 1. April 1874. (134,6t,6)
Kapitel 377.
SPortelnde r B e a m t e n.
Ein Gesetz,
zum Widerrufe eines Gesetzes, passirt in der
Januarsitzung achtzehnhundert mid-siebzig,
Kapitel vierhundert-urd-ein-nnd vierzig, be
titelt ein Geich zur Amendirung des ersten
Abschnittes des Artikels acht und dreißig des
öffentlichen Gesetzbuches, unter der Ueber
schrift „Sporteln für Beamte" und Wieder
verfügung desselben in folgender Weise:
1. Äbschnitt. Sei es verfügt von der
Gesetzgebung von Maryland, daß das in der
Jannarsitzung von achtzchn-hundert und-sieb
zig, Kapitel vierhundcrl-und-ein und-vierzig,
Passirte Gesetz, betitelt ein Gesetz zur Ameii
dirnng des ersten Abschnitts des Artikels acht
und-dreißig des öffentlichen Gesetzbuches, un
ter der Ueberschrift „Sporteln für Beamte"
widerrufen und mit einem Amendement wie
derversügt werde, und dasselbe hiermit wider
rufen und in folgender Weise wieder verfügt
sei:
1. Alle Coiili für Beamlen-Sporteln sollen
in einer verständlichen und klaren Weise und
in Worten, nicht mit Zahlen, ausgefertigt
werden, und wenn jemals irgendeine Person,
welche bei der Ausfertigung dieser Conti in
Betracht kommt, oder der dieselben unterbrei
tet werden, eine Abschrift von solchem Conto
wünscht, sollen die einzelnen hierin benannten
Beamten ihm sobald als möglich, ein Conto
über die besagten Forderungen in Worten,
nicht in Zahlen, einhändigen; und kein Eonlo
für Beamten Sporteln an irgend einen der
einzelnen hierin benanntenßcantten sür irgend
einem Conntt, dieses Staates geleisteten
Dienste, soll eher von den County-Commissä
ren erlaubt werden, als bis das besagte Conto
dem Richter des Kreisgerichts für das besagte
Connty unterbreitet und von demselben be
stätigt worden ist, und zwar in Gemäßheit
mit den Borschriften dieses Artikels.
2. Tiefes Gesetz soll nur ans Caroline-,
Kent, Talbot-, Prinec George's, Oueen
Anne's, Charles- und Harford County An
wendung finden und vom Tage seiner An
nahme an in Kraft treten
Wir bescheinigen hiermit, daßVorstehendeS
eine getreue und wahre Abschrift eines von
der Gesetzgebung von Maryland in der Ja
nnarsitzuiig von 1874 passirten Gesetzes ist.
Angustus Gassaway.
Sekretär des Senat?;
Milton ?). Kidd,
Ehcf-Clcrk des Unterhauses.
Genehmigt am I. April 1374. (134,6t,6)
Es ist ein Verbrechen,
vcnschwäche oder periodischem Fieber wurde je aus
diese Weise geheilt. Was der entkräftete Patient be
darsi ist ein Heilmittel, in weichem die Eigenschaften
eines Stärkungsmittels, Reizmittels, mildcnAbsühr
gungsmittels mit einander verbunden sind, und
Hostcttcrs Magcnbittcrer ist die einzige der
Welt vorliegende Medizin, in welcher diese wesent
lichen HeUungS-Eiemcnte in den Veryältnißtheilen
sich vereinen, die nöthig sind, um ohne den Patienten
genehme und mächtige vegetabilisch ist im
wahrsten Tinne des Wortes ein Wiederherstcllungs
mittel, denn es stellt die Ttärke des Körpers wieder
Gang, bereichert das verarmte Blut und klärt das
umwölkte Gehirn. llk6-7ltkw>
Tav . Llmerican - Äouse" in Boston,
ruhig und zurückgezogen, hat mit seinen großen lus
tigen Zimmern in Ren-England nicht seines Glei
chen ! seine Lage an der eleganten neuen Hanoverstr.
macht es zum Mittelpunkte der Geschäfts- und Ilnler-
Haltungs-Plätze. (t66-77skw)
Amtliche DrieMe.
Baltimore, den i. Juli 1874.
11. Huneit, H.
12. Jost, Andreas
IZ. Lindncr, Georg
I i. Meyer, Anton
15. Ruck, Andreas
19. Boges, Frl.
2. Arna, Isidor
3. Aschemeycr, Wilhelm
4. Bantle, Kunegunda
6. Brüftler, Fredcricka
7. Cah, N.
8. Hämmercr, G. A.
9. Hirschmann, Heinrich
(t 67) A. W. Denison, Postm.
Miese.
welche in der gestrigen Tun" angezeigt waren, und
deren Adressaten dein Klange nach Deutsche sind :
Ms A l A'd ck
MrS Johanna F Böhmer, Miß Sadie B Bundiiy
Mrs F A Coner, Mad. Cohen, Miß Rosa L Crump,
Mrs Craver, Miß Clise Devlteer, Miß Mar Tris.
coli, Mrs Ellen Eichmger, Mrs Maria Chrmann,
Miß Mary C Fischer, M-s Flint, Mtß r'ena Gei'ing,
Mrs M Hammer, Miß Matilda Halter, Miß L Hack,
MrS Mary Halb, Miß Maria Hartwig, Miß Mary
C Hachiel, MrS Hitliqer, MrS Mary F Hiß, MrS
Maria Hoiner, MrS C A Kone, MrS Cath rrainer.
Miß Rebecka Krise, Miß Julia Maden, Mrs Maggie
Mayers, Airs I Mandeldaum, Miß Mattie Marlin,
Mary Nvi, Mrs M Bicguet,
dura. Miß Rose Tatuni, Mig Amelia Thomas, MrS
T A Trotten, Mrs Mary Boviner, Mrs Laura Bant
wearingen, Emma Bogel. Miß Mary Bolz, Mrs
Julian Weitiner, Miß Mlle Wewer, Mrs E S
Wehl, 'Dirs WiSncr.
, Herren-Liste.
I T Amos, John H Baner, Rodert Bölling, Louis
E Boehm, Wm Brummcl, Mr Brutsch, Carl Brandt,
Chas H Brökenbiirg, Chas Basncrj Caspar Bub,
Felix koler, A C Coriel, Franz Dtetrtck. A D-lorni,
Jercmiah B Elder. Walter A Cdclcn, M Farrel, C B
Fedderscn, George Frederick, Julius Gohrman,
Q E Goldhagen, Chas Hagar. Peter H Hardtn, F W
Hehl, N Hellmann, LonlS Heß, RilolaS Hovs, I Sh
yuaer, B Hulsemann, John Hurst, ThoS F Jillich,
JiUlch, Louis Kligcl, Fritz Kallendauch, Jos. Kuhn,
John I Krumer, M H Lehmann, John Lindeiiielser,
Fried Löhr, John Lay, Louis Laux, Senrv Mayer,
Tr. § <j Maitz, tj Melden, Peter Moller, Mr. Out-
helfmann, FricderickPeppler, Edward Rodner, E E
Ries, Lonis Nippel, L Roßbach, W Ruprecht, Chas
Kwaser, Wm Sultz, Samuel Sonnebaum k Coinp.,
Wm Stciff k Eomp., Frank Tappan, Luke Thier
mann, Mr. Ungci, C I Wcgucr, Wm F Winck und
August Wunsch.
Valtimorer Biehmarkt.
(Fürden..Deutsche Corrcspondenten" berichtet.)
Bureau der..Marvlänocr Vieh-Waage,"
Baltimore, den 16. Juli 1874.
Rindvieh. Bei Eröffnung des Marktes stellte
es sich heraus, daß die Zuiuhr größer, als der Bedarf
26 Wagen-Ladungen voll wurcen vom
selbst die Pttffe gestern Tie m
>en umfaßten beinahe alle die besten Sorten, von
welchen die übrig gebliebenen um etwas dilliger, als
wurde wurden. Der Rest der Zufuhr
6( Stück, 'weiche auf's Risiko der Eigenthüme/öst-
Ilch geichickt werde sollen ; doch konnten diese Ver
kaufe nur zu )5 bis '5 Cent niedrigeren Raten, als
vorige Woche bewerkstelligt weiden.
Dtt Preisevariirten, wie folgt: beste Sortens)s bis
,5? gewöhnlich als erste Qualität notitten
ss-7-ü.'4 Cts.; sür mittlere oder gute knie) Qualität
4 bis 4)5 Cts.; ordinäre dütte junge Stiere, Och
ien und Kühe 2)4 bis 4 Cents: aUgeinciner Durch
schnittspreis des heutigen Marktes 5)5 CIS.; äußerste
Z), bis 6), Cts.; die meisten Verkäufe ge
schahen zu.4 bis 5 Cents.
Von der Zufuhr kamen 94) Stück von Ohio, 76
von Pennsylvanien, 182 aus Maryland, 458 von
Pirgttnen und 969 von Wcst-Virginien.
Gesamnttbetrag der Zusuhr sür diese Woche 2599
Woche >947 Stück (in der vorjährigen
Parallel-Woche i',6>). Von den Vorräthen kamen
Ü>> Rindvieh in die Hände von Baltimorer
Metzgern, 122 St. wurdcn an Washingtoner Metzger
und Londhändler, 42! Stück a n Händler aus Pori-
Co., Pa., und 569 Stück an Spekulanten aus dem
Osten verkauf!.
Gesamm tverkäusc diese Woche 1567 Stück Rindvieh,
vorige Woche 1756 (in der Parallel-Woche des vorigen
Jayres 1526 Stück).
Mi l chk üh e. Wir notiren Milchkühe zu Z 56
Verl' us Stück. Großer Porrath und schlechter
.„Schweine. Die Preise waren bci'in Beginn des
Marlies unverändert. AIS aber am Montag derßor
neucn Zlisuhrcn nicht ausreichend waren, stiegen die
T iLlse sl)s)rl auf o div Tents, die misten
Klause esfc!ktuirt kvurden, ordinäre Sorten
ren ; die nächu - häckstcn Preise wurden am 5" "?r.
o. A. derichtet. Letztes Jahr erreichten die höchsten
Cents, am t. April. Die Prcise waren
dek'm des MartteS fest und gute Aussicht
bott>anden, daß sie sich eine ZeiNang Hälsen werden.
Cents vro 196 Psuied rketto-Gewichtt
der Zusuhr .97,2 Stück gegen 4964 Stück in voriger
Woche und 5216 stück in derselben Woche des vorigen
etwas leichter, als vorige dcr?Martt war
demzufolge etwas lebhafter; wenn man die Qualität
der Zufuhr in Vetrachi nimmt, lo sind die Preise
befand sich sehr g"ulcr Schaasc."
pro I') Psund brachitti'vo'il
i 2 bis Z! pro Stück, je nach der Qualität. Zucht-
Schaase Z 2.2.) bis jü. >9 pro Stück.
Zufuhren diese Woche 5M5 Stück, gegen 4557 Stück
in Woche und 2955 Stück in derselben
Börsenbericht.
berichtet von Win. Fischer ä- Söhnen, Nr. Z 2,
Southstraßc, Nachmittags.', Übr.
-l Ang. Verl.
WcstlMßahn 5
ParkcrSbßAkt 7)5
l CentrOhioAkt 46 41
> CeutrOhiopres it
lB 26
MdMutJnsCo 28 -
Fireinen'S Ins 46 42
Asjo FcuecVers 5 6)5
NatFeuc Vers bi >4
! How,zeucrVers 6)5
8086r'75.. 9) 161
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Ba S-Tenndr.. 86
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FretcrikTurnp 1 '
Atlantic Coai 2.55 2.45
- Peoplcs'Gas.. 26)4 224
Baito Warehse 21)5 22
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Va des Ccrtis.. 16 tu),
N Carol spcl.. 16
Stadt6r '75..1955)5
Stadt 6r'84...161
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Stadt6rl!X)6..l66 191
Stadt 6:
St-Park 6r '96:66
Park-Verb 6r.i6l
Stadt6r'92..l66
Stadt6r'9s ..166
St6rexempt.. 163
Stadt 61.1966.. 166)5
StMcinphis6r 45
Bat os 8a110..12t 128
BaukosCom.. 15 18
Chejapeakc Bk 26
Fars' Buk Md 51 '
Fard- Merchts' 56
— 58^
Biarine Bank 56 '
Mechanics' Bk 119, II 4
Merchts' Buk.. 126
1. Nat 8ank..155
2. Nat 8ank..156
5. Nat Bank.. 96 97),
CcntrNatßk..:9l
NatExchVk..tt9i 166
VOiR Aktien. >69
BORprciAl. 19)5
WZw BOB.— 175
N !tB Aktien.. 57
Ncw-Poxker Mark.
Per. St.-Bler !....!.!!!!.!.. 7.11714
„ 5.26 er, 1862 er 112)5
„ ISllicr 115
„ 1865 er 116)4
I 1867 er . .!!!..!!!!.."!!!!!!!ii7
18668 er 117
16.46 er 112)5
Per. St. neue 5 per Cent 111
neue, Jan. und Juli
Central-PacificKer 88^
Union Pacific ller 81^
Western Union Telegraph .l ! 711,
Wells, Fargo k Comp.'S Expreß, neu 74
Pacific Mail 43^
Adams' Expreß 194
Per. St. Expreß 71
Clevelaiid, Col. k I. E ..... 17>S
N.-'y., Central k Hudson River R. R 99t
Erie 82
Eric Nailroad, Pres'd s>->
New-Jerscy Central R .!.Ioci "
North Western g?'*
Rock-Island 97
und St. Paul.
Valtimorer Markt - Berichte.
ttllmlly.. . 6.27 —8 25
City Mills Super 425 4
'. .... 875 —99 99
Wood k Smith's Family 95Ü 999
Grecnsield'S Fainiiy 959 999
Roagenmchl 459 596
Maismehl (City Mills) 375 —4 25
5 Alkohol, 95 Prozent 1 86 196
CologiieSpiritS .. . 186—196
! Asche, Potasche 675 766
Perlasche NUt—l2 69
' Bill Stuff 56 66 —52 66
Lbcrländische^
„ Low Middling 15? t— 16
Middltiig 17
6?j— 7
Brod, Navy Ks —
Pilot 7Zi—
Wasser-Cracker 8
Butler, Gladcs, je nachQualität..
New-York „ ..
Roll „ 21—25
Sal 2)l
„ Bi-Carb. Soda... 6 65
Vleichpulver 2)j— 2?t
lkolton-Tuck, Duck Nr. 1,2,5 59 45
Yarns 5i 49
Dachschindeln, Nr 1 l 2 66 96
Nr. 2 756 —l6 XI
SapS 666 756
! icr 26—25
Eisen, Pig, Am. Anth., Nr. 1 55 66 666
Sir. 2 55 66 6t6
Nr. 5 51 66 666
„ Scotch Eglinton 41 66 —4266
.. Glengarnock 6666 666
Mische, Mackcrelcn Nr.l,neue 18,16 —2699
>. 2, 15) —14.59
.. 5, med 11 59 —l2 96
.. große llx> —US6
„ HSringe, Labrad0r......... 699 —l5
.. BoxNr.l 25 55
geschälte 55—45
Hake pro 169Psd 259 2 7.5
~ Codsish, große 459 —5 99
kleine 425 456
Auttcr.MillFeed,Brown Stuft... 25 25
„ MiddlingS, leicht 55 58
schwer 52 55
Getraide.Waizen,weißer, guter bis
auserlesener 145 156
rother, 135 —145
Roggen 16.5 —666
Haft- B5
Gewürze, Inger 12 z
Muskatnüsse 195
Allspice ...' ja
Schwarzen Pfeffer 25
„ Casiia 27
Nelken 55
„ Ingwer tj,-
Guano, Peruvlanycher, Gold 67 56
Lrchilla Z 999
Har common 466 -4 56
'Nr. 425 -4 56
" ü 556 556
" . Pa. 766 -8 56
Häute, City-Kuh l,
.. City-Stier 15 I
„ Stier von Auswärts 12)5 15
Buenos Ayres . 27
Heu, Pennsylvanien 22 66 —5666
" Nr. 2 66 01 —66 66
Indigo. Manilla und Madras.... 686 l ig
dkastcc, Rio (Gold) 265 2Z>5
1 Pfd. Cove B6 265
2 175 225
1 Gewürz-Austern 146 —159
2 225 ZU
Qt. Picki. Austern, Glas .... 456 569
2 Ps. Pfirsiche 225 - 255
st „ 26 525
S Ananas 266 225
Z ZW -256
2 „ Grünes Korn 266 —5 66
2 „ Erdbeeren 225 256
2 > Brombeeren 1 86 —6 66
2 „ Grüne Srbssn 146 46
2 ~ ~ Bohnen .. .. 1K) —166
Brandy-Pfirsiche 256 556
Karlosteln. an den Werste 96 1 66
Käs, verschiedene Sorten 15X— 15
Kupfer, Lake 245< 24
Lumpen, (gemischteund weiße).. 4
Leder, Rough Siirtina 56 ZZ
Sloughtercd SohlenCit.. 58 42
. Ccuntrh zg gz
Lichte Adamlntt,tt°tti''te
.. 'Spcrm-,....' ."".'s.' 52 55
> Patent-Wachs-, 41 42
" Parafine-, ZI 82
lmperial-. 52
Mclastc^Cltt>a!^. - 41
- Porto Rico 49 65
" Englisih 4) - 52^
„ New-Orleans 69
Nägel, 5d 42- -
Obs, Aepfcl, geschnitzt 8 I 6
Ouarters „ 7^
Pfirsiche, Ouarters g g?
halbe 8 _
- 12 IS
Brombeeren H !?
, Heidelbeeren ' <g
Kirschen ohne Kern " " g
Lel, gebleichtes Patent-, 79
'' Anter-Sperm- ' 185 - l M
.. Lciusaam-, 97 1,1?
Vetroleum, gereinig es ,4 lg
ungereinigtes leichtes 5
ProviNonen,RindfleischMeßßalto 17 59 '-21 09
I Prttne^'ie ß2o 0
NciS, Carolina'er
Ostindischer 7 7>j
Tim othy 525 559 '
Flachssaamen 26 —2 16
Tal;, Turvs Island 88 8-,
Schmalz, Bau, norcr. Bris... . .. " i nz— '
~ Westliches, Faß 1?
Schrot 66 6' '
Seife Öakley'S .
iinpottirtc l2>4— Ii
Stärke, Perl 11
Steinkohlen, Cumberland 5
Südfrüchte u.Pa. 699
' Citronen "!" s 551 —9 99
KokuSnüffe, Baracoa
-- gz" Saßlas 7664
Stroh, Roggenstroh, pro Toiinc". 14— 15'^
Tunothystroh 9999
" Diatsuro^.'.'.'.!".7.WM - ' '
Shrup, CalvertCrystal gg g-,
Baltimorer Golden 54 -.8
.. Maryland 4g _ 7?
..
" -- souid ordinärer. 456 599
middling .7 ?,> —8 99
„ .. guterdisfeinred. 996 —126)
ssancy 15 99 —,5 99
„ Upper Counlrv.. 499 —2699
„ .. Grd.Leaves, neue 5 9 —g 99
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Tyspxpflt, z-tbcr - Kraukhtit!,.
citisucht. Gallenkranktiett,
MWW opsschmcrzen und
Vcrftopkung
. Dieses ist eine ganz aus Vegetadilikn
bereitete Arznei, u. wenn irgend etwas
bis jetzt Entdecktes odige Krankyeile
..ZZIMKp-, kurirt, so ist es Miller's DySpcpsin.
M Man bemerke, daß wir es nicht als Uni
vcrsaimittcl cinpsehlen. sondern nur sür
die obenbcinerktcn Krankheiten.
ES ist ungesähr sett 2 Jahren vor dem
srciwilligcn Zeugnisse können wireü als
unübertressbar empfehlen. Wir haben
jetzt noch von dein ersten Falle zu hören,
W in welchem es nicht gewirkt hätte. Wer
die verschiedenen Bittere und andere
Artikel ohne Ersulg gebraucht hat,
vcrmche dieses, und wir sind so von
gut genug bekannt hieran Baltimores
IM daß wir dieses Anerbieten mit der Ab
und würde es gebrauchen, wnui der
Preis K2ä pro Flasche wäre. Wir ha-
WZN. be die Erlaubniß, aus erlangen, uns
'' Miller,
sFtrina Davis K Miller,!
Baltimore, Md.
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Zuhaben bei allen Droguisten und
Avotbekern iSevtß.l2Mtc,4p.tKw!
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sogleich nach Empfang des Austrages, und können
vor der Bezahlung durchgesehen werden.
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