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Siebenbürgisch-Amerikanisches Volksblatt. [volume] (Cleveland, Ohio) 1917-1971, June 05, 1952, Image 1

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Jahrqana 45
Taft eroeffnet Angriffe
auf Eisenhower
Senator erklaerte, dass Amerikas Vormachtstellung in
Éer Luft staendig zurueckging, seit der
General Stabschef war.
Washington. Senator Robert
JKaft erklärte am Sonntag in seiner
Nundfunkansprackie, die Hauptsache
in der amerikanischen Außenpolitik
müsse die Errichtung einer Luftwaffe
feilt, die stark genug ist. die X!uft über
dem Land und über den Meeren, die
das Land umgeben, zu beherrschen,
um russische Städte und Fabriken
nit Atombomben angreifen-zu fön
«tat.
Er stellte Sicherheit, frieden und
Zahlungsfähigkeit als drei Haupt
ziele für das amerikanische Volk auf
und sagte, daß sie nur mit einer
überwältigenden Luftwaffe erreicht
Werden könnten.
Er warf der Administration vor.
fcâfo sie die Luftwaffe trotz der be
willigten Milliarden vernachlässigt
habe, und verband damit einen An
griff aus General Eisenhower, in
dem er sagte: ..Das Kräfteverhältnis
in der Luft hat sich ständig verschlech
tert. und diese Verschlechterung be
gann, als Eisenhower Stable?
war." Auch am Ende seiner Rede
erwähnte er noch einmal den Namen
des Generals, als er sagte, seine re
publikanischen Gegner griffen jedes
mal seinen Standpunkt an, wenn er
von der Politik der Negierung ab
Weiche.
„Sie scheinen zu befürchten, daß
eht direkter Angriff gegen die Re
gierung ein
Angriff
gegen General
Eisenhower wäre." sagte er.
In der ganzen Rede gab er zu
verstehen, daß der General infolge
feiner in der Außenpolitik gespielten
Rolle es schwer finden werde, in der
Amnpagne diese Politik anzugreifen.
Gleich im Anfang erklärte er:
„$n der republikanischen Kampagne
darf mit Angriffen gegen die Poli
tik TrumanS und AchesonS nicht gv
zögert werden." Auch sagte er, er
habe sich vorgenommen, Fragen, die
im Land über feinen eigenen Stand
Punkt in der Augen Politik ange
worfen werden, zu beantworten.
Er nannte die überparteiliche Au
ßenpolitik einen „Betrug", und fuhr
fort: „Wenn Truman davon spricht,
meinte er, daß er die Außenpolitik
machen will und die Republikaner
tim jedesmal folgen müssen."
Die Außenpolitik beeinflusse das
Leben aller Amerikaner so sehr, richt
et »ort, daß wir ihr in der Kampagne
nicht aus dem Weg gehen können.
Sie steckt hinter der Aushebung ame
rikanischer Männer für einen Krieg
in Korea, der hätte vermieden wer
den sönnen, hinter den 85 Milliar
den, die die Regierung im ^ahre
ausgibt, hinter den höchste» Steuern
in unserer Geschichte und hinter der
Regierungskontrolle. die jede In
du
ftrie und jede Farm umfaßt. Wir
sönnen es uns nicht leisten, einen
Kandidaten zu nominieren, der den
vollständigen Fehlfchlag der Admi
nistration Trumans nicht verurtei
len will. Ist das Isolierung? Gau^
gewiß nicht, wenn wir eine Politik
unterstützen, die den Kommunismus
in der Welt bekämpft.
Ter Senator erklärte, die Amen
faner sollten wirtschaftliche Hilfe in
einer Notlage gewähren und jene
bewaffnen, die sich gegen einen kom
munistischen Angriff selbst verteidi
gen nwifptt, nber die Aufgaben iiii
dieses Programm müssen im Ein
klang mit unserer wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit bleiben, und Ge
schenke können niemals der Schlüssel
Mserer Außenpolitik sein.
Er erklärte, als Präsident Tru
inmt im Jahr 1945 ins Weiße Haus
kam, sei Rußland erschöpft gewesen,
ein großer Zeil seiner Industriean
lagen .zerstört, und es habe weder die
A Bombe noch Fernbomber oder eine
schlagkräftige Flotte gehabt. Es habe
Osteuropa noch nicht mit starker Hand
beherrscht. Ehina sei noch der Alliierte
der lt. S. gewesen, und die chinesi
schen Roten hätten nur ein kleines
Gebiet beherrscht. Amerika habe da
gegen die A-Bombe gehabt, seine
Streitkräfte seien auf der Höhe ge
wesen, und es habe damals jede Na
tion schnell niederschlagen können,
die es gewagt haben würde, uitv an
zugreifen, aber unsere Führer hatten
kein Verständnis für die Natur des
Kommunismus.
Tiefes Mißverständnis erkläre
auch die in Ialta und Potsdam ge
machten Konzessionen, welche die
Herrschaft. Moskaus in Europa und
Asien ermöglicht haben, mit der
Folge, daß Nußland heute mehr
Kampfflugzeuge bat und die ame
rikanische Produktion übertrifft.
„Die Verteidigung von Westeuro,
pa bestellt daher heute bei der Ab
reise Eisenhowers an« etwa 19 Di
Visionen auf unserer Seite gegen
mehr als 200 auf der roten Seite,
und im Falle eines Krieges würde
die Kontrolle in der Luft über dem
Schlachtfeld in Europa in der Hand
des Feindes ließen," sagte der Se
nator.
„Vit Korea hätten wir den Krieg
gewinnen können, wenn wir den Rat
unseres größten Soldaten, des Ge
nerali MacArthur. angenommen
hätten. Aber Präsident Truman hat
es vorgezogen, ihn zu entlassen und
Rußland zu beschwichtigen und dann
auf einen unehrlichen Vorschlag für
einen Waffenstillstand bereinzusal
lcit, der es den geschwächten ^Kom
munisten ermöglicht hat, ihre Stärke
wieder aufzubauen.
Heute gleicht- unsere Politik in
Korea ganz genau der der Franzo
sen während des sog. Sitzkrieges
vom November bis zum Mai 1940.
Die Franzosen warteten, während
Hitler seine Stärke aufbaute. Im
Mai 1940 war die französische Ar
mee vernichtet. Ich bete zu Gott, daß
ttiiicrc nationale Administration für
unsere Soldaten in Korea nicht das
selbe Schicksal vorbereitet."
Taft wandte sich gefleit die Idee,
daß die Amerikaner im Fall eines
Krieges eine riesige Truppenmacht
in Europa einsetzen sollten. Er erhob
Einwand gegen die allgemeine mili
tärische Ausbildung und sagte: „Es
ist klar, daß wir uns feine stehende
Armee leisten können, die stark ge
nug wäre, es.mit den Russen in Eu
ropa aufzunehmen, wo sie uns 10:1
überlegen sind, und auf einem
Schlachtfeld, das sie selbst wählen
würden."
Selbst wenn alliierte Truppen ei
tteit Wall in Europa bilden würden,
sagte er, könnten die Russen, wenn
wir die Luft nicht beherrschen, Lon
don und Paris mit Bomben zerstö
ren. und wir selbst würden immer
noch russischen Luftangriffen ausge
fetzt bleiben. Es fei reiner Defaitis
mus. zu sagen. Amerika könne nicht
verteidigt werden, wenn Europa
irberrannt werden sollte, sagte er uud
fuhr dann fort: Die Hilfe für
viuiuvu luiui iiiuu uitj Ha'ivtgrund
lage unserer Politik fei». Wenn wir
selbst stark sind, dann werden uns
andere Nationen anflehen, sich mit
uns alliieren zu dürfen, statt daß
sie -von unserem Staatssekretär auf
den Knien angefleht werden, uns zu
schützen."
Buntes Allerlei in Kuerze
In Pittsburgh, Pa., sammelten
sich Stahlführer zu einer Zusam
menkunft, die voraussichtlich zu neu
en Verhandlungen in der Industrie
führen dürste. Der Streik der
650,000 Stahlarbeiter wirkte sich
lähmend auf die gesamte Industrie
des Landes aus. Tausende von Ei
senbahnern und Kohlengräbern sind
abgelegt. Tie Stahlproduktion
schrumpfte weit unter den Rüstungs
bedarf zusammen.
Britische Truppen belagerten im
«er noch das in ihrem Lektor be
findliche Radio Berlin, welches von
den Russen kontrolliert wird. Die
Russen in dem Gebäude sind isoliert.
Der Chef de rrussischen Kontroll
fomniiffimt, Dengin. suchte den bri
tischen Kommandanten, Generalma
for Coleman, cuts aber die ersten
Gespräche führten zu nicksts.
it$ie Ohio Turnpike ComwWon
Mhm das Angebot von 411 Bank­
häusern an, die Ohio Turnpike
Bonds in Höhe von $:2fl,000,000
zu übernehmen. Tic Bankiers hatten
bis Mittwoch mittag Zeit zur An
nahme gegeben. Gouverneur Lausche
)üg iu zwischen gegen deu Mann vom
Leder, welcher in erster Linie für die
Klagen gegen den Bau der Auto
bahn durch Ohio verantwortlich ist.
Crr sagte, der Mann namens Han
kinson in Maumee hätte nur selbst
süchtige Interessen im Sinne. Gr
sei ein Truck-Operatuer. der Ohios
Straßen viel benutzt. Er wollte den
Bau einer Autobahn, aber nicht so,
daß sie durch sein Land geht.
Der Sowietdelegierte Malik mach
te Erörterung eines Abruftungspla
nes her Westmächte bei den Verein
ten Nationen zunichte. Er machte
sie nämlich davon abhängig, daß auch
Notchina zugezogen wird. Die West
»nichte informierten ihn prompt,
düR dies nicht der Zeitpunkt sei. über
die Vertretung Ehinas zu sprechen.
Die Sitte wächst zur Tradition in
der Familie, den Geschlechtern, den
Ständen, im steten Werden inner
Halb der völkischen Einheiten ent
wickelt sie iit deren (tiesnmtbenutfth
sein den Ehrbegriff, an dem „Wut"
und „Böse", „Recht und Unrecht"
gemessen wird.
on den Ausdruckst mute» des We
seUschaft lichen Zusammenschlusses
entsteht eine Kultur, die der Ethik
(Sittlichkeit) sowohl wie der
AestetHik fallgemeine Wissenschaft
von den Wahrnehmungen innerhalb
der Volkskunst bis hinauf zur höch
sten Mitmtiitwfung) innerhalb
ihrer Entwicklung die Richtung und
die Lage zeigt.
Tie isoige einer solchen Entwick
lung in der Wahrung der schönsten
und edelsten Bräuche bringt einem
Volke jenes starke sittliche Bewußt
sein innerlicher (Gemeinschaft, eng
gebundener Zugehörigkeit.
Im Teufen, Wlauben, Handeln
als äussere Erscheinungen, gibt letz
ten Endes dieses sittliche Bewußt
sein in einem Volke dem Leben in
der Totalittät seinen Sinn.
Tie'e kür uMammcnctcrafVe Be
trachtiing den Sicbettbiirgcr Sachsen
zum Harmonischen AbichlitU ihrer
4!. nationalen Convention, als einen
aufrichtigen Beitrag in die Annalen
ihrer Geschichte.
Kur nach 8 Uhr abends, am lev
ten konventionellen Sachsentage,
dem 31. Mai war der groRe, zum
Empfang der auswärtigen Gälte
neu dekorierte Saal des Westseite
^achsenheimes au 7001 Teniion
Ave. gefüllt bis ans den letzten Platz.
Allein schon der erste Blick aus diesen
überaus erfreulichen Besuch brachte
den Beschauer in eine angenehme
Stimmung. Dazu gesellte sich für
den Verfasser dieser Zeilen eine be
sondere Vorfreude, vim erste» Male
in seinem Leben eine tnpische Bau
ernhoch'.eit, wie sie feit Jahrhunder
ten in der, geschichtlich so charakter
stark bewegten Alten Heimat statt
fand, zu sehen eine willkommene
Gelegenheit, die seine bessere Hälfte
aus reinem inneren Antrieb, die
Gründerinnen des Zweiges zu ehren,
benutzte, um ihr historisches, farben
prächtiges Kostüm. der Biirzenläii
Devin zu tragen.
Ta für viele Gäste, abgesehen von
den bildlichen Eindrücken, die Bich
nenwiedergabe dieser Hochzeit im ty
pischen „Sächsisch" geschrieben ist,
so gab als Einleitung ft-rau Rose
Petri im Rampenlicht eine verstände
lichc Erklärung der ganzen Hand
lung in Englisch.
Ein erhebendes, farbenfrohes
Bild bot sich den Beschattern beim
Teilen des Vorhanges. Minuten Inn
oer Applaus hielt das lebendige
Wort der Handlung zurück, bis end
lich der Vater des Bräutigams
(Hans Rehner) in seiner gestiesel
ten, alten Tracht im feierlichen Tone
behäbig ak,zensierend dem Torfrich
ter (Andt) Stirner) die Wichtigkeit
des gesetzlich zu bestätigenden Ehe
burtdes feines Sohnes mit der er
wählten Braut vortrug.
Mit erhobener Rechten zum Zei
chen der Eheschließung hielt nun der
Torfrieliter. eine markante Sachsen
gestalt im schneeweißen Haarschopf,
dem Brautpaar die Trau
rede!
Andächtig mit züchtig gesenktem
Haupt hörte die Braut (ftraii Aber
Müller I der Rede an der Schwelle
ihres Wendepunktes im Leben zu.
während der Bräutigam (Thomas
VOlR5tlalt
Krawalle in Paris
Kommunistische Radaumacher greifen einen franzoesischen Gendarm, Mitte, in Paris an,
waehrend
blutiger Ausschreitungen snlaesslich der gegen Gen. Ridgway gerichteten Kund
gebungen,
Harmonischer Ausklang der Sieben
buerger Sachsen Konvention 1952
In der Sitte und den Bräuchen
eines Volkes stellt sich die Stufe sei
ner Ethik, seiner Sittlichkeit dar.
Logdeier) mit einer wahren Liebes
glut. die seinem ..vor innerer Er
wartung" stark erröteten Antlitz ent
strömte, kein Auge von der prächtig
gekleideten Braut lies',.
Nad) dem gesetzlichen Ehefchluß
ging es zur Miniie, von der man nur
Die Glocken läuten hörte die Mir
cheir.cremonien selbst mit dem gan
zcii Torfe auf den Beinen ^mußten
sich die Besucher in ihrer Fantasie
zum Bilde addieren, bis der gatt'.e
Hodneitszug dann wieder ins Büh
nenbild trat. Tann erst setzte ein Le
ben mit Gratulieren, Herumreichen
von Getränken und Singen von
Volksliedern ein, die dieser herrlichen
Volfsfitte Sinn und Gepräge gaben.
Ans diesem Rahmen trat turnn
plötzlich der jung gebackene Ehemann
vor feine Eltern, mit ihnen für feilt
ganzes Sein bis zu diesem crimen
Schritt ins Leben zu danken. Zu
Traunen gerührt umarmte ihn die
Mutter Tvrcnr Johanna Weber),
während man der jungen Ehefrau
die schwarze Hochzeitshaube vom
.stopfe nahm, und ihre eine weiße
Spitzenhaube zum Zeichen ihrer
ihrer Frattenwürbe aussetzte.
Ganz hinten int Zuschauerraum
'aß ein Besucher, der mit Spannung
auf den ersten Kuß von Maitis und
Weib ähnlich wie nach der Tran
ung in der Cperette „Ter Zigeuner
baron" den sogenannten ..Hoch
zeitshiß" wartete. Tod) vergebens!
An der Courage des jungen Ehe
nietnnes konnte es nicht gelegen sein,
denn er strahlte förmlich int gan \c\\
Gesicht vor Erwartung, als er. die
junge Gattin im weißen Spitzen
häubdien, mit rosigen Wangen und
rosenroten Lippen sah. So sehr lid)
dieser Ben:d)cr bis jetzt audi in Ge
danken und angestellten Bctradihin
gen auch abmühte, den wahren
Grund für das Ausbleiben des Hoch
zcitsfitfies, wird er in seinem Leben
nie erfahren.
Allerhand schöne Volkslieder und
Tiiefte, darunter ein sehr harmonisch
klingendes von John Halln er
Großsekretär und seiner jugend
lich schlanken Elte (Irene) gingen
nach dem Hodncitstanz unh mährend
der Überreichung der vielen Ge
ichenfe über die Bretter.
Die ganze Hochzeit in ihrer Viel
gestalt von Zeremonien, Reigen,
Tänzen und Singen wurde, von
June Weber auf dem großen Flih
gel mit besonderer Anpassungsfä
higfeit begleitet.
Am Schlüsse ly?r Darstellung gab
Alan Rose Petri eine interessante
Erklärung im Rampenlicht des
Bühnenbildes ab, die den Hörern
die Zeit um 40 Jahre zurück drehte.
In jenen Tagen gab der Er-Groß
Präsident Michael .Strauß, der heute
bei körperlicher frische mid geistiger
Reghcit im 85. Lebensjahre steht,
zum ersten Male dasselbe Hodneits
fpiel mit großem Erfolg. Mit ihm
feine Tochter Frau Weber, deren
Tochter June (ant Flügel) und ihr
kleines Töchterchen im Bühnenbild,
zusammen vier Generationen, wur
den unter herzlichem Jubel der gro
ßen Zuschauermenge vorgestellt.
Es kommt bei solchen Gelegenhei
ten nidit so sehr darauf an, was man
erlebt, sondern wie man erlebt. Und
so betrachtet, können die Amerikani-.
sehen Sachsen den Etngangsscw die-'
ier Abhandlung mit berechtigtem
Stolz in ihr konvemionales Stamm
buch schreiben.
Den Kehraus bildete, wie bei
allen Ffestlirftfeiten, der Tain.
Es war dieses Mal wirklich ein
Gen uft sich nach den geschmackvoll
ausgewählten Melodien von Henry
Bernhardt und seinem verstärkten
Orchester, rythmisch im streife zu
drehen.
Früh, als die Hähne frähten, ehe
die Sternlein verschwanden, wankten
die Letzten ihren heimischen Penaten
',u.
Am Freitag und Samstag hat
te der Zentralverhand der Sieben
bürger Sachsen sein 50. Stiftung*»
fest mit 40. Iahreskmwention, ver
bunden mit dein 50. Stntung5fest
des Zweiges 4 int Westseite Sachsen
heiin. Vertreter aus allen Landes*
teilen, wo der Zentralverband ver
treten ist, hatten sich eingefunden.
An: Samstag abend fand ein großer
^eüakt statt, bei dein Großprä'ident
Balthes. Daniel Rehner und Groß
Vizepräsident Dr. John Foifel die
Redner waren. Frau Katharina Mar
tini war die Feftpräfidentin.
Die noch lobenden Gründungsmit
glieder und die ältesten Mitglieder
des Zweigs 4 erfuhren besondere
Ehrungen. Herr Balthes stellte die
Großbeatnten vor. Uebrigens war
di&s sein letzter offizieller Akt, denn
er selbst trat narij langjähriger er
sprießlicher Arbeit zurück. Der neue
Großpräfident tft Fred I. Theiß von
Salem, O. Herr Rehner wandte sich
in feiner englischen Rede insbeson
dere mit mahnenden Worten an die
Jugend, welche bekanntlich den Nach
lviirhs darstellt, und Herr Foisel er
ging sich in seiner deutschen Anspra
che in Ausführungen über die Ge
stincht? der Sievenbürger Sachsen in
Amerika. Da» Deutsche tionjcrt-Cr
cheiter, Frau Aber Mueller als So
Iiitin, Damenchor Saronia, Ein
tracht Herinania, Oftfeite Liedertafel,
bei welcher Herr Folberth und Frau
Marie Guip durd) ihre prachtvollen
Stimmen auffielen, schmückten das
Programm durch ihre Vorträge auc*.
Professor Rudolph Schuster halte die
gesangliche Leitung in feinen Hän
de».
Bürgermeister Burke hatte als
Vertreter Ehester Hoch geschickt, wel
cher Grüße im Namen der Stadt
Eleveland an die Moimentmnstcil
nehmer übermittelte. Auch Frau
Martini hielt eine Begrüßungsan
sprache. Damenchor Saronia sang
einen von Alice Grainp gedichteten
und von Pros. Schuster vertonten
Feftgruß.
«Die Rede des Herrn Daniel
Reimer in englischer Spradic werden
wir vollständig in der ltaihneii Aus
gabe auf bei englischen Seile brin
gen.
17 Gründerinnen des Zweiges
4 von den ursprünglichen 30 konnten
nod, mitfeiern, nämlich: Katharina
Linien, .Sicithciritia Hält er, Sophia
Alnapp. Susanna Peltier, Maria
«dimtot, Katharina Aitdree, Emilie
Hanner. Maria Mel'.er, Agnetha
Schüller, Rosina Wolland, Sara
Sdieiif-Bietfelt, Regina Holm,
Ehriitiiic Polder, Maria Seih, Ka
tharina Zakel, Sora Schogcr, Katha
rina Roesler.
Von den Präsidentinnen, die dem
Verein im Laufe der Jahre vorstan
den feierten das Fest mit: Katharina
Lunch, Maria D. Reimer, Maria
venneges, Hermine Müller, Emilie
Hanner. Katharina Schermer,
Louise Loetv, Sara Schneider und
Rosa Petri.
Tie folgenden Beamtinnen stehen
beute an der Spitze der Organisa
tion: Katharina Martini. Präsiden,
tin Susanna Refiner, 1. Vizepräfi
dentin Katharina Wolff. 2 Vize
vräfidentin Elisabeth Tischler, Pro
tofollfefretorin Elsie Letzner, Fi
nanzsekretarin Elsie Binder. Schatz
meifterin Katharina Chakn, Archi
varin «ara Groß, Susanna Schu
uer und Susanna Pelger, Verwal
terinnen' Mathilde Henrich, Türwa
che Laudene Iuriga, Kinder-Sekre
tärin Sara Schmidt, Johanna
teutsch und Helene Wolff, Jugend
konntee.
Sen. Kefauver von Tennessee er
rang acht democratize Motiven
tionsitintntett für sich. Tast erhielt
feine Mehrheit vor allem in Städten
und größeren Orten, wo Eisenhower
den meisten Anhang hat. Bei der
Zählung der ersten Ergebnisse war
Tast hinteimach. Als aber die Farm
stimmen hereinkamen, gelaugte er
an die Führung. In Hutchinson
Eounti), wo deutiche Mennoniten
Kolonien ansässig sind, war das Er
gebnis zu 1 für Tast. Während
seiner Kampagne hatte der Senator
wiederholt betont, er sei gegen allge
meine Militärausbildung, welche
Eisenhower befürwortet. Viele Me
noniten sind Gegner des Militär
dienstes aus Gewissengründen.
Wie erwartet, erwies sich Eisen
hower stark in städtischen Tütrikten,
während Tast feilte Stärke auf dein
Lande besitzt. Tafts Name stand auf
dem Stimmzettel, nicht aber der Ei
senhowers. Ausgedehnte Reklame
hatte jedoch die Wähler darauf aus
merksam gemadit, daß Stimmen für
Gouverneur Michelson für den Ge
neral seien. Tafts bot alles für deu
Primärwahlkampf auf. Et suchte ei
nen Sieg, mit dem man gegen die
Idee ankämpfen kann, daß Eisen
bower populärer fei. Ferner wollte
man den Heimkehr-Fanfarm Eisen
howers entgegentreten.
Warren voraus
San Francisco, Cal. In der
Republikanischen Primärwahl, bei
der es um 70 Konventionsdclegierte
ging, war Gouverneur Warren vor
aus. der bekanntlich selbst Präsident
schaftskandidat ist. Tie Opposition
führte Rep.^Werdel als nomineller
Kandidat. Senator Kefauver war
bei den Demokraten feinem Gegner,
Gerenarlanwalt Brown.
Offizielle» Organ
be» Ze»tra!-Berbm»de«
de» Sâ«fterb«»de»
let Biebeebüt*tr SachseW
ton Amerika
«*b T. S. I. 8.
Wahlkampf tritt nun
in Endphase ein
Taft erzielt In South Dakota Vorsprang vor
Eisenhower.
Der Oeneral hielt in Abilene, Kan., erste politische Rede,
die massgebend fuer seine weiteren Aussichten
sein wird.
Sioitr Falls, Soitth Dakota.
In der Republikanischen Primär
wähl South Takotas erzielte Sena
tor Taft einen leidsten Vorsprung
vor General Eisenhower. Auf der
Temokratischen Seite war Senator
Kefauver iminftriiiertcn Telegierten
voraus, lieber die Hälfte der Ergeb
nisse dieser beiden Wahlen waren
gezählt. Bei den Republikanern ging
es um 14 Koiweiitionsftimmen.
Dazu kam für Tast das Prestige ei
nes Wahlsieges am Tag der Heim
fehrfeier für General Eisenhower.
Antikommunisten Politik
Nehrus vom Parlament gebilligt
New Delhi. Indien. Das Par
lament billigte mit großer Mehrheit
die ontifommuniftisdie Politik der
Regierung, nachdem Premier Nebru
die Kommunisten als „blinde Fana
tiker einer neuen Religion" bezeichnet
hatte.
Die Debatte hatte sich 3 Tage hin
gezogen. Die 27 Kommunisten sonn
ten mit ihrer Obstruktion nichts aus
richten.
„Indien wird niemals den Preis
bezahlen, den die Somietmtion und
Ehiita bezahlt haben, um Fortschritte
zu erzielen," sagte der Premier. „Die
kommunistische Doktrin hat sich über
lebt. Sie ist so starr wie der alte
Fanatismus der Religion Ich hnhn
mich geweigert, mich den Fanatikern
irgend einer Religion zu beugen."
Er bedauerte die Ziele der Kom
munisten, besonders iu Indien, er
klärte aber, daß der Kommunismus
niemals durd) einen Krieg ausgerot
tet werden kann. Es sei zwar Tat
fache, daß das einige Feinde des
Kommunismus glauben, aber ich
kann es nicht verstehen.
„Kalter Krieg führt zu einem hei
ßen Krieg und, was fast genau so
schlimm ist, er verhärtet die Men
fchen," sagte er.
Die Debatte drehte sich um die
Ansprache, mit der Präsident Rajen
dra Prasad am 16. Mai das Par
lament eröffnet hatte. Der KP-Füh
rer Eopalan bezeichnete sie als eine
Dem Exekutivkomitee der Trad?
tengruppc gehören die folgenden an:
Prof. Rud. Schufter, Musikdirektor
Hans Rehner, Vorsitzender Frau
Johanna Weber. Spielleiterin Frau
Rose Petri, Hilfsfpielleiterin Frau
Susie Scheiner, Kostüme Frau Re
gina Boege. Assistentin Frau Ma
thilde Sigarto. Assistentin und Frau
Rose Petri, Assistentin.
Tie Konvention und die damit
verbundenen Festlichkeiten waren ei
lie große Kundgebung des Gemein«
schaftsbewußtfeins. Sie waren ein
Ausdruck des Gefühls: Wir gehören
zusammen und müssen miteinander
und füreinander arbeiten zum Wohl
und Wehe des Sad)senvolkes.
.. yj1
5. I. 1.
5. Inni 1952 V
Kansas Eitn, Man. Gen. Eisen»
homer traf in Abilene, Kau., ein»
tint seilt politisches Debut zu machen.
Ter General war in Zivil. Er und
feine Frau wurden begeistert be
grüßt. Abilene, eine frühere Kuh«
itddt am Ende der Eisenbahnlinie
und des berühmten Ehisholnt Trail
hatte sich für den Empfang bereit ge
macht. Ter General nahm teil an
der Grundsteinlegung für ein Mu
seum zu Ehren Eisenhowers und bet
amerikanischen Wehrmacht. Spätre
fand eine Parade statt und tint 7
Uhr abends EST hielt er die Rede,
die von jedermann so gespannt er»
wartet wurde. Sie wurde im Rund
funk und Television übertragen. Ta
von waren, nach Meinung geschulter
Beobachter, die Ausiiditeu des Gene
rals int Endkampf um die Nominie«
rung zum großen Teil abhängig.
Hotelschiff "Knurrhahn"
soll nach Helgoland
Bonn. 1— Eine Attraktion für
Helgoland, die den erwarteten Tou
risten willkommen sein wird, soll
nach einer Mitteilung des Llond
direktors Bertram das Gaststätten
schiff „Kilurrhahn" des Norddeut
fchen Llond werden. Das Sdiiff, das
setzt vor Bonn auf dem Rhein liegt,
ist redst komfortabel eingerichtet,
kann aber nicht allein fahren. Es
muß daher von Bonn nad) Helgo
land geschleppt werden), um seiner
neuen Bestimmung zugeführt werden
)U können. Auf feinem bisherigen
Liegeplatz ist es viel von Mitglie
dern des Bundestages benützt wor
den.
Hamburger Gartenbau
Ausstellung 1925
Hamburg. Große Vorbereitun
gen werden bereits für die Inter
nationale Gartenbauausstellung gs
troffen, die vom 30. April bis lt.
Oktober nächsten Jahres auf dem
Ausstellungsgelände „Planten und
?lom.'u" in Hamburg stattfindet.
Wie die Ausstellungsleitnng erklärt,
ist die» die erste internationale Aus
stellung dieses Faches in Teutschland.
Ausländisd)e Gartenbaubetriebe wer
den unter denselben Bedingungen
wie die deutschen teilnehmen.
Kriegserklärung an das Volk von
Indien, und Nehru gab ihm die Ant
wort: „Wenn Eopalan das glaubt,
dann herrsdjt Krieg zwischen ihm
und uns."
Er warf den Kommunisten vor. daß
sie zu einer Politik der Gewalt ge
schritten seien, die nur zum Bürger
krieg führen samt, der noch schlim
mer ist als ein internationaler Krieg.
Während der Debatte teilte er mit,
daß Indien fast die ganze Ausfuhr
von Monazit unterbunden hat, ans
dem Thorium für die Atomenergie
gewonnen wird.
Die Kommunisten Hatten behaup
tet. daß Indien den Vereinigten
Staaten disfei Material füi Zic Pro
duktion von A-Bomben liefere und
daher seine Neutralität in de«
Kampf zwischen dem Osten und dem
Westen aufgegeben habe.
Der Premier erklärte, dieser Roh
stoff, der an der Küste gesunde»
wird, fei früher in großen Menge»
und spottbillig verkauft morden, weil
man feine strategisäie Bedeutung noch
nidit gekannt habe, aber jetzt sei dis
Ausfuhr auf eine kleine Menge be»
schränkt worden, und die Vereinigte»
Staaten hätten in den Jahren 1950
51 nur 100 Tonnen erhalten.
"Die Botschaft
hoer' ich wohl"...
Washington. Wie es heißt,
hat es sogar in der BundeshauptftaU
einiges Erstaunen erregt, daß itt
Kongreß geäußert worden ist, ma*
würde im nächsten Jahre wohl eine
Verminderung der Steuern vornehtz
men, ganz gleich, welche Partei at#
Ruder kommen sollte.
Das Erstaunen ist danach etwas
gemildert worden, als eine jwettf
Version in Umlauf gesetzt wurdH
näniitcf), daß es seilte der Parteien»
unternehmen würde, die Steuern ztf
erhöhen. Man fei sich dessen bewußt,
daß der Steuerzahler eine ziemlidjt
Last zu tragen habe. Man wolle Der*
suchen, die Steuern auf den Stanè
zu bringen, die sie hatten, ehe bet
Krieg in Korea begann.

MAID 1-5984
i e i i i A e i k a e s e e e
VON HERMANN WOLF
(Transylvanle-Amerleeii Peoples Journal) e v e a n O i o o n n e s a e n 5
Eisenhower Steint

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