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Siebenbürgisch-Amerikanisches Volksblatt. [volume] (Cleveland, Ohio) 1917-1971, December 11, 1952, Image 1

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Tetoplww HIHI 1-6981
Jahrgang 45
Donnelly preist die
Deutschen beim Abschied
Hochkommissar tritt am 31. Dezember zurueck.
Bonn. Waler I. Donelly. der
ans dem ?lmte scheidende amerikani
fche Hochkommissar, zollte den Be
wohnern Westdeutschlands Lob. weil
sie ..die Drohungen und Lockun
gen des Konlmunislnus ans dem
Cften zurückweisen."
Donnelly nannte Bundeskanzler
Konrad Adenauer „einen der ström
ten Männer aller Zeiten" unb aner
kannte, das die westdeutschen Führer
!n der Politik „dauernd und reft der
kleinen, aber hartnäckig bohrenden
Bewegung des Neonazismus Wider
stand leisten."
„Dieser Neonazismus ist jedoch."
sehr er in seiner Abschiedsbefprechung
m!t der Presse fort, „eine Gefahr für
Deutschland, die dauernd bloßgestellt
und bekämpft werden muß."
Präsident Truman nahm Tonne!
lyt Rücktritt an und bezeichnete seine
30 Jahre im diplomatischen Dienst
als eine hervorragende Leistung.
Donnelln wurde am 1. August der
Nachwlger Söhn I. McCloys als II.
S. Hochkommissar.
Ueber seinen Aufenthalt ifl
Deutschland sagte Tonnelln:
»Ich bin sehr beeindruckt von den
Anstrengungen. welche die demokrati
fcheti Elemente in und außerhalb der
Regierung machen, um die demokrati
sehen Einrichtungen zu fördern und
hier eine demokratische Atmosphäre
zu schaffen.
..Während der 12 Jahre des na
tionalsozialistischen Regimes waren
die großen Traditionen des Libera
liSmus und der Demokratie fast aus
gemerzt worden. Er gereicht den Füh
rern Deutschlands sehr zum Ruhme,
daß es ihnen gelungen ist. die Tra
dition wieder aufzurichten und zu
stärksten."
Donnellys Rücktritt erfolgt am 31.
Dezember.
Der 56 Iabre alte Diplomat sag­
fteto Dork. Gouverneur Theo
4wte McKeldin von Maryland, der
in Chicago die Nominationsrede für
Eisenhower gehalten hatte, sagte in
«iner in New Pork gehaltenen An.
spräche, der General werde sich nicht
vor Rußland ducken, sondern daraus
dringen, daß es an* den Bereinigten
Nationen ausgestoßen werden sollte.
„Wir müssen es im Rahmen der
119? ans eine Kraftprobe mit der So
toietunion ankommen lassen", sagte
er. Mir müssen verlangen, dan sich
alle Mitglieder verpflichten müssen,
die Sendung von Material und Vor
raten zu stoppen, die den nordkorea
nischen oder chinesischne Truppen auf
irgendeine Weise zum Vorteil gerei
chen können.
"Wenn Rußland und seme vasal-Imit
len dagegen sind —, und wir nehmen
OH, daß sie dagegen fein werden —,
müssen wir gegen Rußland die An
klage erheben, daß es die Aggression
in Asien unterstützt und leitet.
„Wir müssen Rußland des Perrats
gegen die Vereinten Nationen ankla
gen. Es muß entschieden werden, ob
Rußland unter diesen Umständen
fortfahren kann, sich der Porteile der
Mitgliedschaft in den U. N. zu er
freuen."
In Baltimore sagte ein Gewähr!«
mann, der Gouverneur habe in seiner
New Aorker Rede seine eigenen Ide
en zum Ausdruck gebracht, die er aber
mit einigen« „nationalen Führern
diskutiert haben mag."
Der Gouverneur erklärte auch,
daß die chinesischen nationalistischen
Truppen „im Komps für ihr Land"
eingesetzt und über die Küste Rotchi
nas eine Blockade verhängt werden
sollte.
Er verlangte eine Verschärfung der
.Propaganda gegen Rußland in- En
ropa und sagte: ..Wir müssen den
Charakter der Verschwörer im Kreml
vor der ganzen Welt in? Licht stellen
den Charakter Sklaventreiber.
Wir müssen die Erinnerung an die
Christen lebendig erhalten Prote
stanten und Katholiken die für
Despoten gemartert wurden. Wir
werden uns bemühen, die anderen zu
ermutigen, für die Freiheit von reit
!giösen nnd politischen Gefangenen
der Tyrannen unter Hammer und
Sichel einzutreten.
..Wir werden nicht gestatten, daß
die gegenwärtige Enthüllung de? An
tisemitismus wieder in Vergessenheit
gerät, wie es früher der Fall war.
„Wir haben Millionen von Freun
den. die sich nach der Freiheit sehnen
und etwas dafür tun wollen, aber
nicht wissen, was sie tun sollen.
„Wir werden ihnen zeigen, was
sie tun mti tmbm ifym
te, er beabsichtige ins Privatgeschäft
311 gehen, wahrscheinlich in Südame
rika. Er hat dort mehrere diplomati
sche Posten innegehabt nnd ist mit
einer Lateinamerikanerin, Maria
Helena Tamper de Horrora seit 1 !)3ti
verheiratet. Donnelly wird sich dem
nächst btt Flugzeug nach New ?)ork
und Washington begeben. Wie er
sagte., habe er keine Ahnung, wer
sein Nachfolger werden wird, „und
sie wissen es in Washington auch
nicht."
Bis der neue Präsident Eisenbow
er einen Nachfolger ernennt, wird
der Vize-Hochkornrnissar Samuel Re
ber den Posten versehen.
War beliebt
ftrmiFfurt. Die westdeutschen
Zeitungen rühmten den zurückgetre
tenen lt. S. Hochkommissar Walter
I. Donnelly als einen ..sympathi
schen freund der Deutschen."
„Der sehr elegante, korrekte und
tüchtige Diplomat Hat während der
paar Monate, die er Hier in Bonn
war. einen sehr guten Eindruck ge
macht", schreibt die unabhängige
„Neue Presse" in Frankfurt. „Er ist
nicht der Typ des unhibierten. stiir«
misch vorwärts drängenden Amen
keiner«, sondern ähnelt mehr dem
britischen Außemninister."
Die Zeitung sprach die Vermutung
aus. daß Eisenhower wahrscheinlich
„einen ausgesprochenen Politiker.
Natt eines professionellen Diploma
ten" zum Nachfolger Donnellys er
nenen wird.
„Möge das gut begonnene Werk
in der neuen ACM unter Eisenhow
er erfolgreich weiter dauern", erklärt
die „Nette Presse."
Das unabhängige „Echo" in Darm
'ladt schreibt, Tonnellns Abreise aus
Deutschland wir „mit aufrichtigem
Bedauern" ausgenommen.
SOLLEN RUSSEN AUS VN
AUSCESTOSSEN WERDEN?
Wie milde Behandlung der Russen naehert sich ihrem
Ende/ sagt Gouverneur McKeldin von Maryland.
helfen, es zu tun nicht in einem
offenen Aufstand, sondern in einer
beharrlichen Rebellion, die sich fühl
bar macht was gewiß bener als
die negative Eindämmerungspolitik,
unter der man sich fetzt mit dem Kom
munismus abfindet.
„vidi wage die Prophezeiung, daß
der amerikanische Korrespondent Wil
limit Cati», der schon lange in der
Tschechoslowakei im Gefängnis fitzt,
weil es den Kommunisten so gepaßt
hat, bald seine Freiheit wieder erhal
ten wird oder Mittel nnd Wege für
eilte Vergeltung gefunden werden,
die der Sache der Sowietö ani här
testen trifft.
viril prophezeie auch, daß die Ame
rikaner in Der Zukunft im Einklang
der alten, stolzen Tradition in
den kommunistischen Ländern mit
größerer Achtung behandelt werden."
..Die milde Behandlung der Kom
munisten nähert sich ihrem Ende.
Stössen fuer weitere
Auslandshilfe
Washington. Harold Stast'en.
der neue Administrator der Aus
ftmbsbilfe, sagte in einer Konferenz
mit fciitcm Vorgänger Averell Har
rtntmt, daß General Eisenhower das
gegenwärtig? militärische, wirtschaft
liche und technische Hilfsprogramm
für die freien Länder fortsetzen wer
de.
Hgrrirnan wies daraus bin, daß
miter seiner Leitung das Programm
iii „vollständig unpolitischer Weise"
durchgeführt warden sei. und teilte
mit, daß hier und im Ausland unge
fähr 3,000 Amerikaner zu seinem
Stab gehört haben, die im laufenden
Finanzjahr die Verteilung von $G,
200,000.000 überwachen mußte.
..Sie werden hier und in vielen
Gebieten der Welt viele Jahre eige
nen Freunde in diesem Stab finden",
sagte er feinem Nachfolger. „Tiefes
Hilfsprogramm ist ein Programm
für den Frieden und die Sicherheit
der Vereinigte» Staaten ynd der
freien Welt/'
Auch erklärte er, er werde Staffen
alle verfügbaren Informationen zur
Verfügung stellen, damit er sich schnell
mit seiner neuen Ausgabe vertraut
machen kann.
Staffen sagte: „Irii danke Ihnen
für Ihr Entgegenkommen und Ihre
konstruktive Haltung. Wie Sie wissen,
hat General Eisenhower das Pro
grarnrn für die gegenseitige Sicher
heit zum Eckstein feiner Außenpolitik
gemacht.
„General Eisenhower wird diese
Programme für den Frieden und die
Sicherheit der Welt fortsetze»
Sleleihârgli^li
U.S.S.R.
I&MANCH
ttv.-V*
JfiCHINA:: !Ü2r
^iii^Sä^WORMOSA
PartS. Undank ist der Welt
2 on
it.
Obwohl der amerikanische
Steuerzahler Frankreich in den letzten
12 fahren mit $28,000,000.000 un
ter die Arme gegriffen hat. macht sich
dort jetzt eine ziemlich unangeneh
me sltuerifaieindliche Stimmung be
merkbar. So gespannt sind die fran
zösisch amerikanischen Beziehungen
geworden, daß II. S. Beamte be
fürchten, die dilti amerikanischen
Ansprüche könnten den Kongreß be
stimmen, kein Geld mehr für die
Verteidigung Europas ausgegeben.
Französische Beamte scheinen größ
tenteils kein Verständnis zu haben
für die zunehmend kritische Einstel
lung der Amerikaner.
Bei den Kommunisten ist die anti
amerikanische Einstellung selbstver
ständlich komplett, vihiteit können die
Vereinigten Staaten rein gar nicht*
recht machen, lind die Anhänger
Moskaus haben die Sympathien von
ungefähr einein Fünftel der franzö
sischen Bevölkerung.
Unangenehmer für die Amerika
ner ist aber die Tatsache, daß gewisse
französische Beamte ausgefunden ha
ben. sie können eine günstige Behand
lung in der Presse erwarten, wenn
sie politisch in der Patsche sitzen.
Ta ist z. B. der Ministerpräsident
Antv'ite Pinav. der dauernd in Ge
fahr sich befindet, von seinem wackli
gen Throne herunter zu fallen. Pt
nan machte sich einen unbedeutenden
diplomatischen Schnitzer zunutze, der
dem amerikanischen Botschafter Ma
ines E. Tunn unterlaufen war, und
ließ das französische Volk wissen, daß
er den Amerikanern eine Note an
den Kopf zurückgeschleudert habe,
weil ihm der Ton desselben nicht
paßte. Es war ein stolzer Tag für
la helle France. Tie Presse machte ein
Fest daraus.
Was fiir eine Zivilisation?
Aber die Amerikaner konnten wohl
verstehen, wie schwer es dem Pento
(ton und dem Staatsdepartement
werden wird, wieder vor dem Kon
greß zu treten und neues Geld für
Frankreich zu verlangen, damit Herr
Pinay nicht von feinem Thrönchen
fällt und weiter im Amte bleibt.
Ter Nächste, welcher das stolze
Frankreich Dor den Amerikanern
verteidigte, war Präsident Vincent
Auriol. Er lud alle ausländischen
Diplomaten zur Einweihung eines
Staudammes ein der zum Teil
mit amerikanischem Gelde gebaut
worden war und benutzte die Ge
legenheit. um gegen die Amerikaner
loszuziehen Ilndank ist der Welt
Lohn?
Und tvorfWrcr erregte sieh der Herr
Präsident? Ueber Nordafrika. Es ist
die wundeste Stelle am französischen
Volkskötper. Erst vor einigen Tagen
hatte die amerikanische Delegation in
den II. N. dafür gestimmt, daß die
tunesische und marokkanische Frage
aus den Verhandlungskalender gesetzt
werde. Tie Nordafrikaner wollen die
ganze Welt wissen lassen, daß Frank»
reich ein unangenehmer Kolonialherr
pt, den sie herzlich gern los werden
möchten.
Ob zu Recht oder Unrecht, die
Fronzofen sind davon überzeugt, daß
fte die beste Zivilisation in der Welt
hervorgebracht haben und daher die
Pflicht befitzen, sie überall zu verbrei
ten. Tie Amerikaner, welche in Frank
reich leben, find gar nicht so sehr
Uol&sblatt
Eisenhowers Flugroute bei Korea Besuch
-i-GÜAM
A//
-V.V
überzeugt, daß die frrntiöiifriie Zivi
I
nation eilte io überwältigende An
gelegenheit ist. Im Gegenteil, sie
kommt ihnen ein wenig rostig vor.
und eine Auffrischung würde nicht
schaden. Alle biete Konflikte werden
noch verschärft durch die Tatsache,
daß Frankreich und die Vereinigten
Staaten in mehreren wichtigsten in
ternationalen Fragen auf der entge
gengesetzten Seite dec- Faunes stellen.
Riiin Beispiel. Tic Vereinigten
Staaten würden recht dankbar sein
für etwas Hil'e hei der Ausbalancie
rung der Machtnerhältnist'e gegen
Rußland. Tie Amerikaner wollen
Westdeutschland aits diesem Grunde
so fort wieder bewaffnen. Aber die
Franzosen würden es viel lieber sehen,
wenn ftie Teutschen überhaupt keine
Waffen erhalten. Gewiß aber haben
tie keine Eile, um die Bewaffnung
herheizinühren. Tie Saarfrage ist in
diesem Zusammenhange noch eine be
sonders feindliche Nuance.
Weiter. Tie Vereinigten Staaten
heilten es gerne gesehen, daß die
Franzosen in Nordafrika einige Re
formen eingeführt, ehe die Forderung
nach Unabhängigkeit in Tunesien und
Marokko vor die II. N. gebracht wür
de. Nichts ist getan worden. Gegen
wärtig bonkottiert Frankreich die 11.
N. Verhandlungen itt der Angelegen
heit.
Auch wünschen die Bereinigten
Staaten, daß Fr on Tresis) zuhause et«
einige Ne'onnen einführt, damit der
amerikanische Steuerzahler nicht län
ger io ungebührlich belastet wird.
Viele Frnazosen haben sich bisher
vor der Steuer gedrückt, aber die
neuen vorgeschlagenen Steuergesetze
find in der Nationalversammlung
auf große Schwierigkeiten gestoßen,
und Pinous Thrönchen wackelt wie
der einmal ganz bedenklich. Was die
Franzosen von Amerika wollen, ist
noch mehr Geld. Mit der Begrün
Aaterlfcaaisches
CANADA
ÜTCH HARBOR
EATTLE
NEW YORK
TRAVIS
AFB
MEXICO
Die Karte (oben) laesst die Route des neuen Praesidenten Eisenhower nach Korea von
Mitchell Field, L. I., nach Seoul ersehen, mit Zwischenlandungen in Travis Air Force
Base, Calif., Hickam Field, Hawaii, Midway und Iwo Jima. Unten: Von Guam nach Ha
waii auf der Rueckreise nahm Eisenhower it seinem S tab den Kreuzer "Helena".
Mit 26 Milliarden kauften die U. S.
in Frankreich fast nur Feindschaft
(Tronsylvonla-Amerlcen Peoples Journal) €1 e e
I e b, Ohio, Donnerstag, ben 11. Dezember 1952
.ÄtlANTIC 0«AN
dung, Frankreich befinde sich mit
dem Krieg in Indochina usw. in der
größten Not.
Tie Franzosen insgesamt hassen
die Anwesenheit amerikanischer Truv
pen iit Frankreich. Gewiß, viele.nach
denkende Franzosen, die wissen, was
in der Politik gespielt wird, und froh
über die Anwesenheit amerikanischer
Triivpen im Lande. Aber die kotu
mmihtiiche Preise läßt feine Gelegen
heit vorübergehen, mit irgendwelche
unbedeutende Zwischenfälle unge
bührlich aufzubauschen.
Mttie Thome-Patenotre. Mitglied
des Senats und Bürgermeisterin von
Rambouillet, hat die Warnung aus
gewrochen. daß jene, die gegen die
Er'ülluug der von Frankreich über
neunmenen Pflichten sind. ..vielleicht
von dem neuen amerikanischen Kon
greß heim Worte genommen werden
dürften."
Furtwaengler
dirigiert wieder
Berlin. Ter bekannte deutsche
Tirigent Prof. Wilhelm Fur twang
ler ist wieder geliefert. Im Januar
will Furtwängler mit den Philhar
monikern eine Tournee durch das
Bundesgebiet und im April und Mai
eine durch das Ausland unterneh
me it. Gastspiele sind in London,
Paris. Brüssel. Zürich und anderen
Städten geplant. Furtwängler war
Onide Juli dieses Jahres au einer
Lungenentzündung erkrankt. Er ist
66 Jahre alt.
Krupp-Touringhotel
fuer Autofahrer
Essen. Tie Vermögensverwal«
tliiig der Familie Krupp von Bohlen
und Halbfirii errichtete unweit des
Kruppwaldes im Stadtteil Effeit-Bre
denen ein Touringhotel für A u to sah*
her. Tas Hotel ist am 1. Tezmeber
eröffnet worden, lieber das Schick
sal der Villa Hügel, des früheren
Wohnsitzes der Familie Krupv. ist
noch nicht entschieden. Man spricht
von Verkain oder Verpachtung.
Buntes Allerlei in Kuerze
Neue Sturmwarnungen ergingen
an der Westküste des Landes. Ter
Sturm nnd blendender Regen verei
seltne Versuche, das auf einer Sand
bank bei Aberdeen. Wash., ausgelau
fene Liberty Schiff ,.?)orfinar" wieder
flott zu machen. Ter neue Sturm
dürfte allerdings nicht so wild wer
den wie der letzte.
Amerikanische Flottenflugzeuge
führten von Trägern aus die nörd
lichsten Bombenangriffe in Nordko
rea aus. Sie hatten es ain vier große
nordkoreanifriie Eifenbahnknotcnstüy
punkte abgesehen, von denen einer
nur 12 Meilen von der sibirischen
Grenze entfernt ist.
Ein amerikanisches Raketen-Jagd
flttgzeitg, ist schneller als der Schall
geflogen und ist das erste derartige
Flugzeug, welche? die ionische Gren
zen durchbrochen hat. Es hieß das
Flugzeug, das Prüfungen unterzo
gen wurde, fompfeiniafebereit fei und
nicht bloß experimentellen Zwecken
diene.
Delegierte zur größten Konferenz
des Kommunismus, welche die Welt
überzeugen soll, daß die Sotmetimion
diè einzige Macht ist, welche Frieden
wünscht, begann in Wien einzutref»
fett. Vertreter aus 30 Ländern wer
den am Freitag einen neuen „Völker
kongreß fiir Frieden" eröffnen. Ohne
Zweifel werden die Westmachte er
iieut Krieshetzer genannt werden und
ebenso wird man wieder den Versuch
machen, sie zu walten. In Wien zu
sammenkommende westliche Tiploma
ten aus Ländern hinter dem Eiser
neu Vorhang erklären, Kommunis
rfts erzeuge in Osteuropa eine neue
Generation uoit Jugend, die den We
sten 'anatisch haßt und nur militä
risch denkt und willens ist in dem
Glauben zu sterben, daß Rußland
und Stalin die einzigen großen Hiv
ter des Friedens feien, und daß der
Westen und die Vereinigte« Staaten
Krieg Planen.
Eine Verfaffungskrife droht, Pläne
für Einbeziehung Westdeutschlands
iit die Armee der Wemnächte. zunich
te zu machen. Ter Bonner Bundes
kanzler Tr Adenauer soll Bundes.
Präsident Tr. Heuß ersucht haben,
dessen Antrag beim Bundesoberge
richt u meine Entscheidung über die
Verfaffungsrnäßtgkett der Verträge
zurückzuziehen. Die 23 Richter ent
schieden. daß ihr Befund in Zukunft
für Probefälle bezüglich der Vertra
ge bindend sein würde.
MacArthurs Botschaft begann mit
den Worten „Für Ike." Er teilte
mit, er freue sich, daß Eisenhower
eine Zusammensinkt vorschlug, und
dies besonders, weil es, trotz feiner
Tie Sowiets verlangten die Aus
lieferung eines russischen Deserteurs,
der int Weiten Aufnahme gefunden
bat, und die Amerikaner antworteten
prompt mit der Gegenforderung ei
nen amerikanischen Soldaten inter
viewen zu dürien, von dem die Rus
sen sagen, er fei zu ihnen übergegan
gen.
Ter russische .Hauptvertreter in
Verlin, Sergei Deitgin, verlangte
von den amerikanischen Militärbehör
den die sofortige Auslieferung des
russischen Soldaten Alexander Kuli
kov, der kürzlich nach Westberlin kam
und dort „politisches Asyl" suchte.
Dengin behauptete, die Amerika
ner hielten den Russen ..zwangswei
se" zurück und berichuten aus ihm
„einen Verräter an seinem Vaterlan
de zu machen
Generalmajor Lemuel B. MatHew
son, der hiesige amerikanische Stadt
kommandant, antwortete in einem
Briefe, daß Kulikov ein „legitimer
politischer Flüchtling" ist und schlug
vor, daß die Russen herüberkommen,
ihn ausfragen und sich selbst über
zeugen.
Mathewfon fügte hinzu, er wür
de sehr „dankbar" fein, wenn man
thm dieselbe Gelegenheit geben wür
de, mit Carl T. Blake zu sprechen,
einem amerikanischen Soldaten aus
Kvnvington. Ky. Zu Anfang der
Woche hatten die Kommunisten be
hauptet, er (ei nach der russischen Zo
ue vor »dem amerikanischen Jmpe-
Offizielles Organ
bei äestral-Serbtsbef «ch
bei SiegcrdssbeS
Ug 6ieBeeiir*er G«chfM
bee Amerika
*ib T. G. I. «.
Ike will mit MacArthur
zusammen kommen
Will dessen Plan fuer Frieden in Korea hoereit
MäcArthur freut sich, dass zum ersten Mal seit seiner
Rueckkehr jemand offizielles Interesse an seinen
Ansichten bekundet.
Ein Austausch von Botschaften
bahnte den Weg für eine Zusammen
fünft des neugewählten Präsidenten
Eisenhower mit dem General Mac
Arthur so, daß Eisenhower den eige
nen Plan des früheren Oberbefehls
babers im Fernen Osten für die Be
endigung des Krieges in Korea hören
kann. Trotz aller früheren Meinungs
Verschiedenheiten mit MacArthur
übermittelte Eisenhower ant Sonn
tag dem General eine Radiodepesche,
in welcher er sagte, er sehe informel
len '-Zusammenkünften entgegen, in
welchen seine Mitarbeiter und er sei
ne Ansichten und Erfahrungen be
züglich Koreas und des Fernen
Ostens hören sönnen.
Gen. MacArthur erwiderte am
Montag, er fei dankbar für Eisen
howers Interesse an feinen Ansichten.
Eine erfolgreiche Losung der koreani
schen Probleme könne lütter Umstän
den den Schlüssel zum Weltfrieden
darstellen.
MacArthur hatte am vergangenen
Freitag eine Rede itt New ?)orf vor
der National Association of Manu
facturers gehalten, in welcher er sag
te. er hätte einen Friedensplan für
Korea und sei willens, ihn dem neu
gewählten Präsidenten zu unterbrei
ten. wenn dieser ihn darum ersuche.
Eisenhower teilte in feiner Tepciriie
vom Kreuzer „Helena" im Pazifik
mit, natürlich befaßten sich er und
feine Mitarbeiter in der neuen Ad
ministration. insbesondere die Wehr
und Staatssekretäre eingehend mit
tiorea uttit dem Fernen Osten. Man
sei jetzt im Begriff, ein künftiges
Programm zu entwerfen, das auf
den besten Interessen unseres Lau
des und der freien Welt fußen soll.
Es ziele natürlich auf Frieden in
jenem Weltteil hin.
T*
intimen persönlichen unb und beruf
lichen Beziehungen, das erste Mal
feit feiner Rückkehr fei, daß das ge
ringste offizielle Interesse feinen Rat»
schlügen bekundet wurde.
Während der Präsidentfchaftskam«
pagite hatte Eisenhower gesagt, et
körnte erwartet werden, daß er Mac
Arthur nach feilten Ansichten über
fernöstliche Angelegenheiten frage»
werde.
Manche Ratgeber Eisenhowers
scheinen mit der Türkin-Frage zu«
frieden zu fein. Testen Ernennung
zutu Arbeitsfekretär erregte bekannt
lich den Unwillen des Senators Taft
von Ohio. Man meint. Eisenhower
hätte durch die Ernennung bewie
sen, daß er seine eigenen Entscheidun
gen treffen kann. Eisenhower hofft
jedoch, daß es feine Reibereien gibt
zwischen ihm und dem Mann, ben er
in der republikanischen Nominierung
besiegte. Eisenhower stand aber seit
her mit Taft nicht direkt oder indi
rekt in Verbindung.
Wiener Eisrevue mit
Orchesterbegleitung
Wien. Tie neue Wiener Eis
revue, die „Ewige Eva", die im Ok
tober das Publikum in Belgien be
geisterte. feiert ihre biesjährige Wie»
tier Premiere ant 25. Tezember am
Platze des Wiener EislaumeremS
und wird hier bis ungefähr Ende 'Ja
nuar gastieren. Als besondere Neu
erung des Wiener Gastspiels soll
abgesehen von der erstmals speziell
für die Eisrevue komponierten Mü
nk von Prof. Robert Stolz die
musikalisch? Untermalung der Szene«
mi» dem Eise durch em einsprechendes
Orchester er folgen. Um von der Tem
peratur unabhängig zu fein, soll daS
ganze Orchester durch einen riesige«»
durchsichtigen Nvlon-Vorhang, der
ton durchlässig ist, gegen die Kälte ab«
geschirmt werden.
38,000 aus Westen in die Sowiet
zone geflohen, behauptet ADN
Berlin. Tie offizielle ostdeut
sche Nachrichtenagentur ATN behaup
tete, daß' in der Zeit vom Januar
1031 bis zum 30. Juni 1952 über
38,000 Westdeutsche in die russische
Zone geflohen seien.
ATN sagte, diese Leute kamen
aus der Bundes Republik und
Westberlin nach dem Osten, „um den
schlechten materiellen Verhältnissen
und der Arbeitslosigkeit dort zu ent
gehen, und auri) „damit sie nicht für
die französische Fremdenlegion und
die westdeutschen Söldnertruppen re
krutiert würden."
Tie genaue Zahl der Ostdeutschen,
welche im Wetten Zuflucht gesucht
haben, ist nicht verfügbar, aber städti
sche Beamten sagten, daß im Monat
November allein in den Listen West
berlins 14.000 eingetragen wurden.
Tie dieses Jahr aus der Ostzone
eingetroffene Gesamtzahl von Flücht
liugeit Hat 100,000 bereits über
schritte».
rialismuv" gerlohen.
Kulikov kam vor niedreren Tage«
in den amerikanischen Sektor Berlin!
und feuerte eine Maschinenpistole ab,
uut verhaftet zu werden. Er gab zu»
daß er betrunken" gewesen sei, jedoch
habe er zur Flasche gegriffen, um
den Mut aufzubringen, „zur ameri
kanischen Lebensauffassung" zur de
sertieren.
"Tenant nahm nur Bezug auf die
ersten Berichte über Kulikovs Verhaf
tung. in denen es nur Hieß, daß der
Russe betrunken gewesen fei. In sei
ner Antwort sagte Methewton: „Die
'Tatsache besteht, daß Kulikov sich in
den amerikanischen Sektor begab, um
politisches Anst zu suchen. Er bat
durchaus den Wunsch wie er die
sen Wunsch von Ansang an gehabt
hat alle Verbindungen mit der
Sowjetunion und der Roten Arm«
zu lösen."
Ter Amerikaner versicherte, daß
die Amerikaner niemals jemanden
zurückschicken werden, „ber aufrichtig
politisches Asyl sucht."
Sturz aus Raumschiff
Iwaere recht unangenehm.
New ??ork. Wenn jemand ei«
paar taufend Meilen fron der Erde
entfernt ans eintn Raumfchiff fällt»
kann er nicht viel tun, mn sich zu ret
ten, wurde kürzlich auf der Tages
ordnung der American Rocket So
eiety auseinandergesetzt. Er mii%
dann einfach so lange schweben, bis
ein Raumfchiff vorbei kommt und
ihn aufnimmt.
Aber die-Sache hat einen Hole*,
erklärte Tr. Fritz Haber, der 8ffe«
ter der Abteilung „Raummedizia"
bei der Flugtruppe, denn der bcraitS*
gefallene Mann würde warschemlich
nicht ant Leben bleiben.
Genau so Peinlich, wenn nicht noch
peinlicher, würde die Lage sein, wenn
der unglückliche Mann in größèrer
Nähe der Erde herausstürzte, den«
dann würde er nicht mehr gewichtloS
bleiben, sondern mit gewaltiger
Schnelligkeit berunterfoufen und auf
die Erde aufprâllen und zugrundege
hen.
Dr. Haber verbreitete sich über Me
Möglichkeiten einer etwaigen Ret*
tung durch Landung aus einem künst
lichen Mond, aber nach allem, waA
man zu hören bekam, scheint es doch
das beste zu fein, in solcher HZDß
nicht über Bord zu gehen!
,i

SEOUL.
KOREA
-JAPAN
TOKYO A'JPp
IWO V MIDWAY]
PHILIPPINE IS.
OME e FAIRBANKS^
ALASKA I
SAN FRANCISCO
HONOLULU
Roch mel»r Geld
MITCHELL
HELD
WASHINGTON
SOUTH AMERICA

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