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Siebenbürgisch-Amerikanisches Volksblatt. [volume] (Cleveland, Ohio) 1917-1971, August 20, 1953, Image 1

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Jahrgana 45
Schicksal General Deans
ist noch immer unbekannt
Panmunjom. Amerikanische
Kriegsgefangene, die aufgeregt und
glücklich in die Freiheit zurückkehrten,
sagten, dâS berüchtigte nordkoreani
fche Gefangenenlager Nr. .1 am Ialn.
nicht weit von Chnosong, sei nun
leer sie hätten jedoch keine Nachricht
über den berühmtesten Krieg5gegan
genen, den Generalmajor Willianl
F. Dean, der den Roten bei der Ver
teidigung von Taejon 1950 in die
Hände gefallen ist.
Tie Kommunisten lieferten 400
Gefangene aus 73 Amerikaner.
75 Engländer. 250 Südkoreaner und
2 Japaner. Tie Japaner biirfteu Be
dienstete sein, die mit Amerikanern
zu Anfang des Krieges nach Siotect
gekommen waren.
Tie Leute aus Lager Nr. 1 be
richteten wiederum von an ihnen
verübten Brutalitäten, unzurei.ben
der ärztlicher Behandlung, ungenü
gendem Schutz gegen die Winterkälte,
schlechter Verpflegung und auch, wie
Mitgefangene sie bei den Roten ver
petzt hätten.
Angst vor den Roten
Freigelagene Amerikaner sagten,
den neutralen Vertretern des Roten
Kreuzes wurde in Kaesong nicht die
Wahrheit gesagt über die Zustände in
den Gefangenenlagern, da stets eine
große Anzahl von Kommunisten der
umging, wenn die Gegangenen inter
viewt wurden. Infolgedegen wagten
die Amerikaner nichts Nachteiliges zu
sagen.
„Die meisten von uns sagten et
was Günstiges über die Chinesen",
meinte Korporal Andrew E. Enos
aus Honouliwai. Mookai, Hawaii.
„Etwa 15 Chinesen spitzten die Ohren
um jeden Vertreter des Roten Kreil
zes. Wir hatten alle Angst, das man
Ter 3Y0-KW'Sender der omenta*
»tischen RIAS-Station in Berlin
befand sich unter fortgesetztem Bom
bardement russischer Störeniender
Ganze Industriegebiete in Sachten
können die deutschsprachige^ Station
nicht emvfangen und RIAs Beamte
hier bezeichnetet: die Lage als ernN.
dresdener Arbeiter, date» es gelang,
Westberlin zu erreichen, sagten..da»
in ihrer Stadt der Störenjcndcr, den
sie den „wilden Mann" nennen, be
sonders aktiv sei. ..
Angst vor neuem Auntanö
Die Rundsunkmannahinen der
Russen und der oudeittidien Regie
rung geht offenbar air die Bemrii
luitg zurück, dar, die Verlmtflimmmg
der Produktion in vielen Schwnel
betrieben der Hone zu einem weiten
Aufstand führen könnte. Tie RxiU^
Sendungen stellten eine wichtige In
formationsquelle für die Führer des
Aufstandes vom 17. Jnni dar.
Auf dem Potsdamer Platz stand
Volkspolizei bereit, um den Bewoh
nern des Ostens bei der Rückkehr die
erlangten Pakete abzunehmen. Auch
an zahlreichen anderen Punkten der
Cektorengrenze wurden die Pakete
beschlagnahmt. ,T.
Ter Westberliner Magistrat teilte
mit, daß die Paketvcrteilung vorüber
gehend unterbräche:', aber am 27.
Er nimmt's leicht
Der beruehmteste Golfer der
Nation verlebt seine Ferien in
Denver, Colorado. Er ist ge
braeunt und sieht vergnuegt
aus. Hier ist Ike im Cherry Hills
Country Club.
uns nicht ausliefern würde, weitn
wir die Wahrheit sagen. Deshalb hiel,
ten die meisten von uns den Mund."
Am Ende des 12. Tages hatten
die Roten 4,777 alliierte Gefangene
von 2,763 ausgeliefert, die sich in
ihren Händen befinden sollen. Unter
den Heimfcbremt befanden sich bis
zu diesem Tage l,0iV2 Amerikaner.
7(58 Nichtkoreaner und 2.077 Süd
koreaner. Es sind immer noch 2,281
Amerikaner freizulassen von einer
Gesamtzahl von :!'»l".
Erbitterte Gefangene
Hingegen haben die Alliierten von
74,000 Gefangenen bisher 32,024
ferigelassen 22.522 Norkoreaner
und 5,502 Chinesen.
Tie kürzlich freigelassenen Gemn*
gelten erstatteten entente Beridiic
über Greueltaten und Prügel, die sie
erhalten hatten: fast alle scheinen bei
auter körperlicher Verfassung zu sein.
Ein paar Südkoreanern sah man an.
daß sie mißhandelt worden waren.
Besonders erbittert war der 24j.
Soldat 1. Klane Robert T. Kohl auS
Lisbon. Ja., der 30 Monate lang
Gefangener der Chinesen gewesen
war. „Ich will, das jeder die Wahr
he it über diese Leute erfahren soll",
sagte er. Kohl wurde von den Chine
sen in Mcmctcre Valley im April
1951 gefangengenommen und mach
te den Todesmarsch nach dem Jaln
mit. Er entkam, wurde aber wieder
festgenommen und von den Roten
„wie ein Ane im Käfig" znr Schau
gestellt, sagte Kohl. In Freedom Vil
lage warf er alles, was ihm die Chi
nesen gegeben hatten, auch die Iiga«
retten, fort, bis er mir noch in Unter
hosen dastand. „Ich will nichts Kom
munistisches an mir haben", sagte
Kohl.
Verhaftungen in Ostzone halten an
Berlin. Tie Kommunisten ver
schärften ihren Kampf gegen die ame
rikanische Lebensmittelhilfe dnrch
Nadiostörung, Verhaftungen. Be
schlagnahmen und Angstpropaganda
in der Ostzone. Trotz allem wurden
wieder 100.000. „Ami-Pakete" aus
legeben, von denen allerdings nnr
„0,000 an Bewohner der Sowietzone
gingen: die teWWtt wurden in Ott
derlin abgeholt. In 15 Tagen sind
insgesamt 2,113,500 Pakete verteilt
worden.
August wieder aufgenommen werden
wird. Die elftägige Pause wurde
aus verwaltungsmäßigen Gründen
als notwendig bezeichnet. So sei es
nötig, die jetzt als Ausgabestellen, be
itiitsiett Schulen wieder ihrem eigeitt*
lichen Zweck zuzuführen, da die Schu
len bald beginnen, so daß neue Stet»
Im genickt werden miâifcu. Auch will
die Stadt, die bisher eingesetzten 2,
000 uubezahlten Kräfte durch bezahl,
tes Personal ersetzen.
Neue Prozesse drohen
Ostdeutschland lteiter Iustizminister
Hilde Benjamin, deren Vorgänger
Max Rechner als „Fditd der Repu
blik" ins Gefängnis geworfen wurde,
rief mehrere in Ferien befindliche
Richter telegraphisch Zurück, da eine
Reihe von Prozessen bevorstehen.^
Vor allen Dingen müssen sich jene
verantworten, die amerikanische Le
bensrnittel angenommen oder sich ge
gen das Gesetz zum „Schutz des
Volkseigentums" vergangen haben.
Suedkorea wird
sich ruesten, sagt
Praesident Rhee
Seoul. Die südkoreanische Ar
mee wird die Zeit des Waffenstill
standes dazu benutzen, „um sich kör
Perlich uud geistig auf eine Offensive
vorzubereiten, tomm immer eine fol
che notwendig werden sollte", erklär
te Präsident Svngman Rhee.
In einem Manifest an seine Lands
lctite sagte der Führer der Republik
Korea: „Es ist von Anfang an unse
re unabänderliche Politik gewesen,
weder Frieden noch Waffenstillstand
anzunehmen .solange die chinesischen
Angreifer nicht wieder aus unserem
Lande abgezogen sind."
Tie Politik bleibt unveränderlich,
sagte Rhee, „obwohl nach den kürzn
che» Verhandlungen zwischen Korea
und den Vereinigten Staaten die Er
reichnng des Zieles um ein paar Mo*
ttete verschoben worden ist.
Wirksame Hilfe
Im Hauptquartier der Vereinten
Nationen hieß es, daß die IG Natio
nen. welche Truppen in Korea ha
ben, übereingekommen sind, die Waf
fen erneut zu ergreifen, sollten die
Kommunisten den Waffenstillstand
brechen und Südkorea wiederum an
greifen. Es wurde aber nichts gesagt,
von einer erneuten Aufnahme des
Krieges zur Wiedervereinigung Ko
reas. Auch war keine Zeitgrenze hin
sichtlich der Dauer der politischen Kon
ferenz angegeben worden.
Noch immer Munitions
mangel
Washington. Bundessenfltoren
berichten, daß die Streitkräfte der
Vereinigten Staaten noch immer nicht
über genügend Munition verfügen,
um einen „Kampf bis zum Ende"
zu führen: diese Senatoren fügten
jedoch hinzu, daß dies nicht auf Korea
zutreffe und daß der Waffenstillstand
im Fernen Osten und die Produk
tionserhöhung in amerikanischen Mu
nitionsfabriken in den nächsten Mo
naten diese Uebelstannd beseitigen
sollte.
Oolttsblatt
Die neuen Joint Chiefs besehen sich den Globus
Mitglieder der U. S. Joint Chiefs of Staff besehen sich ihre vielen Probleme an einem Glo
bus in Washington. Sie sind von links Gen. Nathan Twining, Luftflotte, Gen. Matthew
Ridgway, Armee, Adm. Arthur Radford, Vorsitzender, Adm. Robert B. Carney, Haupt der
Marine-Operationen.
EINLADUNfi
ZUM 12. BUNDES- SAERGERFEST
des Siebenbuerger Sachsen Saengerbundes von Nord
Amerika, abgehalten in Erie, Pa., Sonntag,
4^ den 6. und Montag, den 7. September.
•vnëessektlenen 4 und 10 ven Irie, Fe., eis Oaitf*b«r.
An alle Saenger, Saengerinnen, Volksgenossen und Freunde!
Hiermit ergeht die herzliche Einladung an alle saechsischen
und deutschen Saenger und Saengerinnen des S. S. Saengerbundes
von Nord Amerika, allen Jugend Gesangvereinen, an den Zentral
Verband und dessen Zweigs vereinen, an die Kirchengemeinden,
an allen Jugendvereinen und an alle saechsischen Landsleute,
Volksgenossen und Freunde von Nah und Fern, und an alle, die
den Sinn des Liedes und den Gesang im Herzen tragen.
Das Festkomitee wird sich alle Muehe geben, echte saechsische
Gastfreundschaft entgegen zu bringen. Grosse Vorbereitungen sind
schon in vollem Schwung. Gute Bewirtung, schmackhafte Mahlzei
ten und freundliche Gemuetlichkeit und Unterhaltung werden vor
bereitet.
Der Hofchepunkl abef',flBy-ifWeit^egigél^'^i[?f?'ri1v^!T(irn litifl dtè
zwei wundervolle Konzerte, die dargeboten werden. Lasset uns
darum alle Saenger und Saengerinnen ehren durch Anwesenheit
und ihnen unsere Dankbarkeit entgegenbringen fuer ihre mitehe
volle Arbeit und ihnen zeigen, dass wir alle die Liebe des Deutschen
Liedes und die Lieder unserer neuen Heimat in Amerika tief im
Herzen tragen, moege der Gesang, seine ernste u. seine freundliche
Gemuetlichkeit der Herrscher unserer zweitaegigen Festlichkeit
sein.
Empfang der Saenger und Saengerinnen bis 10 Uhr.
10 Uhr Massenchorprob?.
12 Uhr Gemeinschaftliches Mittagessen.
2 Uhr Nachmittag. Massenchor Probe mit Orchcsterbegleitung.
5 Uhr Gemeinschaftliches Abendessen.
8 Uhr Konzert und Tanz.
8 Uhr Morgens. Fruchstiicck.
10 Uhr Kommers.
12 Uhr Mittagessen.
2:30 Nachmittag. Konzert der einzelnen Choere.
5 'Uhr Abendessen.
Ein tschechischer Westwall
Wien. Seit einigen Tagen bau
en tschechische Arbeiter utmnterbro*
chen an einer militärischen Verteidi
guitgslinie im Böhmerwald und an
der gesamten österreichischen Grenze.
Von Oesterreich ans können starke Ar
beitergruppen beobachtet werden, die
unter dem Kommando vo nPioniero'
fizieren stehen. Im größten Maßna
be werden Bunker, Grabensysteme
und Artillerieslellilngen gebaut.
Dieser neue tschechische ..Westwall"
hat mit den Einridiutngeu des Eiier
uen Vohangs nichts zu tun, die die
Flucht nach dem Westen verhindern
sollen. Diese unterstellen dem tschechi
sche nIuneniuinisterium, das jedoch
gleichfalls nicht müßig ist, wie neue
Wach türme, Minenfelder und Sta
cheldrahtverhaue entstehen. Diese
Maßnahmen wurden eine Woche spä
ter eingeleitet als ähnliche Bauvro
jekte an der ungarisch-österreichischen
Grenze.
Abzug franz. Truppen
aus Festung Nasam
Hânvi. Vom französischen
Oberkommando verlautet, daß die Be
satznng der isoliert liegenden Nasam
Festung in dein unwirtlichen Ge
birgsgelände westlich von hier, abge
zogen und die Festung selbst vor dem
Verlassen noch zerstört worden sei.
Es beißt, daß dieser Abzug in Ue
bereinstimmung mit General Henry
E. Navarres neuer Strategie stehe,
um mehr Streitkräfte für „aktive
Unternehmungen" gegen die Kom
«mnsie» use PerfiigunO zu haben.
I
Das Festkomitee
J. W. Gottschling, Fest-Praesident,
Mrs. J. T. Melzer, Fest Sekretaerin.
20, 27, 3.
Ehrt Flieger
Claire Booth Luce, amerikanischer
Gesandter in Italien, betrachtet
ein Modell des Fl.ugzeuges, in wel
chem Marschall Italo Balbo seinen
historischen Besuch in Amerika
vollbrachte im Jahre 1933. Sie
war die Gastgeberin bei einem
Gastmahl zu Ehren des zwanzig
jaehrigen Jubilaeums dieser Be
gebenheit.
Kurze Meldungen
Ventura, Calif. Belle, ein Re
trieber Hund, war von daheim fort
gelaufen. Er 'and schliesslich ein
Plätzchen zum Ausruhen auf einer
Felsenkante. aber er sonnte den Weg
zurück nicht finden. 51 Tage brachte
Belle auf dieser Felsenkante zu. Tast,
er dies überlebte, verdankte er einer
mongen Stelle, die Wasser enthielt
und seinem eigenen Fett. Er wog
85 Pfund als er verschwand, und wog
35 Pfund als er gefunden wurde.
Rome, Italien. Der Schah von
Iran und seine Königin, kanten per
Flugzeug von Bagdad nach Italien.
Das warme Willkommen, das ihnen
dort zuteil wurde, brachte eine rasche
warnende Antwort und dem nachbar
lichen Iran. Ter Schah hat nicht ab
gedankt. doch verlangen die Anhänger
von Mossadegh, das für ihn ein Re
gent gewählt werden solle.
Cleveland. Ohio. Tie neuesten
Cvfer von Polio brachten Me Zahl
der Erkrankten auf 248.
Cleveland, Ohio. Er muß wie
der wandern. George I. Baker, 71
Jahre alt, ist der Ebamvion der
Wanderer. Er ist in Eleveland znr
30. Convention der Warnte Corps
League, aber stillsitzen kann er nicht.
So 'vaziert er vom Hotel Hollenden
zum lirile Hospital. ein Katzensprung
von l'J Meilen. Seit er zebn Jahre
alt war. durchwandert er die Welt.
I oo.ooo Meilen bat er hinter sich und
boift noch manches Meilchen dazuzu
fügen.
I Berea. Ohio. Der 57jährige
I
C'.mahoga Conntn Fair in Berea ist
1
erömtet auf dem Fair-Gelände in
Berea. Die -schönsten Farmtiere war
ten auf die Anerkennung der Farmer
und Beschauer, sie find der Stolz
ihrer Besitzer. Viele Attraktionen er
warten den Besucher. Preise werden
ausgeteilt für alle möglichen Dinge.
Jeder freut sich.
Erzherzog verliert gegen
Rumaenen Prinzessin
Cambridge. Mass. Erzherzog
Franz Joseph von Oesterreich verlor
eine Klage gegen "die rumänische Prin
zessin Csseana auf Herausgabe von
Kroniuwelen im Werte von einer
Million Dollar, von denen er behaup
tete, das seine spanische Muter sie
ihm gegeben hatte. Da keine der bei
deti Parteien im Gericht erschienen,
legte Richter Eugene A. Hudson den
Fall.zu den Akten.
Erzherzog Franz Joseph hatte be
hauptet, daß die Juwelen ebenso wie
österreichischer Grundbesitz ihm und
seinen Brüdern, den Erzlierzögen Ail
ton und Carlos, von ihrer Mutter,
der Infanta Blanca von Spanien,
vormacht worden war. Franz Joseph
sagte, er habe Anton und dessen Frau.
Ileana, VollmaTiit gegeben und letzte
re babe das Eigentum auf ihren
Mann übertragen, während dieser
im zweiten Weltkrieg der deutschen
Luftwaffe angehörte. Ileana und ihr
Mann leben jetzt in Buenos Aires,
Franz Joseph in New Bork.
Verlustliste noch nicht
endgwsliif abgeschlossen
Washington. Wenn die end
gültige Höhe der Verlustziffern im
koreanischen Krieg auch noch nicht
offiziell festgestellt ist, so rechnet man
damit, daß sie 142,000 übersteigen
wird.
Da die Möglichkeit, die Gräber
hinter den kommunistischen Grenzen
zu kontrollieren, nicht gegeben ist.
dürfte es vielleicht unmöglich sein, da?
Schicksal eines jeden vermißten ome
rikanischen Soldaten in diesem ftrie
ge feftauftet#*.
ann-ww» in»
»tz-
Der russische Delegat Andrew A
Wifchinski warnte vor der Wahl, da
..keine Lösung möglich ist, wenn die
se beiden Nationen bei den Verhand
lungen abwesend seien." Wischinksi
erklärt auch, daft Ruhland in den
kommenden Verhandlungen mehr De
legaten zugezogen wünsche, aus den
beteiligten Nationen, als dies von
Amerika verlangt wurde. Er schlug
vor. daß die Sunt ferenz 11 Nationen
umfassen solle. Rußland. Indien. Po
len und einige andere sogenannte
Neutrale, neben den Nationen, die
am Kriege aktiv teilnahmen.
Sowrt nach der Abstimmung er
öffnete der lt. S. Delegat Henrv Ca
bot Lodge Jr. die allgemeine Debatte
mit der Bitte, daß sich die Friedens
debatte auf nur zwei Seiten be
ich tränken möge. Aus diesem Grunde
war Lodge gegen Zuziehung der Ro­
Anpassung
der westlichen Alliier­
ten decke, gehe davon aus. daß eine
freigebildete gesamtdeutsche Regie
rung als gleich berechtigter Partner
an den Verhandlungen von vornber.
ein beteiligt werden müsse.
n. Dr. Adenauer frage, ob die
Sowietunion bereit sei. einer gesamt
deutschen Regierung außen- und in
nenpolitifche Handlungsfreiheit zu
garantieren.
4. „Wird die Sowietunion bereit
seht, die Sicherheit Europas und da^
mit Deutschlands zu gewährleisten?"
Dr. Adenauer betonte weiter, die
sowietische Note laste auch den von
allen Parteien gebilligten Bundes
tagsbeschluß vom 10. ^nli völlig au
ßer acht, den die drei SBesinuichte frrti
zu eigen gemacht haben. Der Bundes
kanzler erinnerte an die Note der
Westmächte vom 15. Inli^ 1953, in
der eine Deutschland-Konferenz der
Außenminister der vier Mächte mit
den folgenden zwei Themen borge
schlagen worden sei:
1. Die Organisation freier Wob
Ieit in der Bundesrepublik, der So
wietzone und Berlin als Auftakt der
Wiedervereinigung.
'2. Die Bedingungen für die Cr
richtung einer freien gesamtdeutschen
Regierung mit innen- und außenpo
litischer Handlungsfreiheit.
In der jetzigen Note zeige die So
wietunion feilte Bereitschaft, diese
Vorschläge den Erörterungen einer
Viererkonferenz zugrundelegen. Ter
Bundeskanzler wies darauf hin. dafc
der aus Verzweiflung und Hunger
geborene Juni-Aufstand, mit demjne
Bevölkerung Ostberlins und der So
wietzone ihren Freiheitswillen vor
aller Welt bekundet habe, in der \5o
wietzone als ein ..faschistisches Aben
teuer und das Werf ausländischer
Söldlinge und krimineller Elemente"
bezeichnet werde. 'Diese Darstellung
heiße die Wahrheit mit Füßen treten.
Sie sei eine Mißachtung und Verboh
nung der Deutschen und lasse „nur
wenig von dem Geist des Friedens
und der Versöhnung verspüren, von
dem wir hoffen, daß er eine kom
mende Viererkonferenz bestimmt.
In seinen übrigen Ausführungen
betonte Dr. Adenauer, daß die euro
päische Integration trotz der sozieal
demokratischen Prophezeiungen über
he* Ted frtr GM» femmen
Dfstzielles fhrgots
de» Ze»tr»!Berb««deA aal
de» 6isfietfcaikS
d« ©iebcsKrscr Sâchsea
km ÄmerEe
aab T. S. I. «.
Friedensverhandlungen
in United Nations
China md Nord-Korea nicht erwuenschf.
Vishinsky gegen U.S. Plan*
Das politische Komitee der United
Nations verwarf eine Forderung der
Sowiets, das Notchina nnd Nordko
rea zu den Verhandlungen in der ge
gettwärtigen lt. N. Debatte zugezo
gen werden. Es wurde einzeln über
die beiden Länder abgestimmt. Die
Stimmenwabl für eine Teilnahme
von Rotchina war 14 dafür, ober 31
dagegen, während 9 sich der Abstim
mung enthielten. Die Wabl gegen
eine Einladung von Nordkorea ergab
18 Stimmen da Mir und 34 dagegen
mit 7 Stimmen die »cht gewählt hat
ten.
ten von Korea und Ehiua. Er sagte»
das die Frage, welche Nationen auf
ihrer Seite sitzen sollen, ausschließlich
von den United Nationes zu entschei
den sei. und das die Roten Angreifer
ihre^iaeneit Vertreter wählen sollten.
Wifclutiift war nicht befriedigt von
dieser Auslegung in den Friedens
Verhandlungen. Er will die Konferenz
aus weitere Basis ausdehnen und
nicht auf nur zwei Seilen beschränken.
„Es ist nicht korrekt und auch nnge.
rerht die ^itüiiitmeiiiefcuini der Kon
ferenz zu bestimmen in Abwesenheit
der leiden Nationen, Rotchina tutd
Nordkorea", sagte er. Dw Itnterftüt-
zuitg Rußlands in dieser Debatte kam
von deit Llraber'laaten nnd asiatischen
Nationen. Die Nationen, die sich der
Wahl enthielten, waren Merico, Bo
livia. Israel und Guatemala.
Wifliinifi warnte audi, das er ei
nen formellen Antrag an die Herbst
sitzung der General AfsemblN der
United Nations macben werde, worin
er verlange, daß Ehina nnd Nord,
korea als Mitglieder der II. N. zuge
lanen werden. Wi'cfnitski behauptete,
daß die Unterschrift Chinas unter
dem Dokument der Waffenstillstands
bedingungen dieser Nation da? Rertt
gäbe in allen Debatten, die sich um
Korea drehten, mitzusprechen. De,'
Vorsitzende Eoao Mnniz von Brazi.
lien antwortete Wiickinski sofort, daß
dieser Antrag bereits im letzten Jahre
medcTgeminntt worden war.
Vier Fragen Adenauers zur
sowjetischen Deutschland-Note
Trier. Bundeskanzler Dr.
Adenauer nahm auf seiner Wahl
kundgebung iit Trier zur jüngsten io
wietiichen Teutschland-Note Stellung
und formulierte vier Fragen, die in
der Note nicht beantwortet seien, auf
dereit Klärung «ber von deutscher
"Seite MiandenttfeSMn lrtftlfe. Dr.
Adenauer fragte:
1. Warum die Sowietunion keine
Antwort auf dem Vorschlag gebe, freie
Wahlen in ganz Deutschland abzu
halten, und ob sie bereit fei. dieses
erste und wichtigste deutsche Anliegen,
von dem die Wiedervereinigung in
Frieden und Freiheit abhänge, zu er
tifter Ii.
2. Die Note lasse nicht erkennen,
ob die Sowietregierung von ihrer
bisherigen Tliefe, daß der Friedens-
vertrag nur unter den vier Mächten
ausgebandelt und Deutschland aufer
legt werden soll, abgebe oder nicht.
Der deutsche Standpunkt, der sich mit
der
Nach Auffassung des Bundeskanzler»
erscheint es ausgeschlossen, daß Rot.
cfiiim^cm der Beratung über die deut
sche Frage beteiligt werden konnte.
Iii dem fowictiicheit Vorschlag einer
Konferenz ohne bestimmte Tagesord.
nnng liegen nach iniidrt des Bun.
besfrmzlcrâ »sehr ^beträchtliche Ge,
fahren."
1
Bonn versucht DPs
erneut anzusiedeln
Bonn. Die westdeutsche Bun«
desregieruug verhandelt wegen der
erneuten Auswanderung der meisten
TPs. welche illegal aus Israel nach
Deutschland zuriiefgekehrt find.
Wie non Beamten in Erfahrung ge
bracht wurde, sind über 700 illegal
nach Banern zurückgekehrt, nachdem
sie anscheinend mit den Verhältnissen
in I'rael unzufrieden waren. Einige
waren von den banerii'chen Behörden
bestraft worden, weil sie unerlaubter
Weife die Grenze über'chrièn hatten.
Doch fügten die Beamten hinzu,
seine weiteren Polizemmßtmbmeii
wegen der llebertretung der Grein?
sollen mehr stattfinden, während die
Bundesregierung bemüht ist, eine
Möglichkeit für die ?Ps zu finden,
nach anderen Ländern att-szuwandern.
In Verbindung mit dem American
soiitt Distribution Committee sind die
deutschen Behörden bemüht, das La
ger hier in der Nähe von München,
in dem die DP' lmtergebraäit sind, zu
schließen. Dieieitigett Personen, welche
nicht im Ait: land untergebracht wer
den können, sollen nach jenen Teilen
Westdeutschlands geschickt werde*, tu
denen sie zu leben wünschen.
Zeigt Erdbeben an
'4
Dieses anscheinende Irrigations
Projekt ist ein Teil eines neuen
Instrumentes, welches Erdbeben
voraussagt. Dr. Hugo Benioff, Pro*
fessor der Seismologie am kalifor
nischen. Technischen Institut in
Glendora, besieht sich »einen
neuen Typ Seismograph. Er zeigt
Erdschwingungen von 1/million-
V
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S e s i i a i i A k a a a e
E S -O N U N
Sonntag, den 6. September
Montag, den 7. September
(Tronsylvanle-Amerken Peoples Journal) e v e a n O i o o n n e s a e n 2 0 A u u s 1 9 5 3

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