OCR Interpretation


Abendblatt. [volume] (Chicago, Ill.) 1894-1899, August 13, 1897, Image 1

Image and text provided by University of Illinois at Urbana-Champaign Library, Urbana, IL

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn83045004/1897-08-13/ed-1/seq-1/

What is OCR?


Thumbnail for

Berausgegeben von der Illinois Staats· Zeitungs· Co.
S 5 AßGr Ausgabe.
Wwetter.
Direkter Bericht an das „Abend—
blatt“.
Witterungsverhältnisse in den 36 Stunden,
die Samstag Abend um Sieben
zu Ende gehen.
Heute Abend und Samstag im Allgemei
nen schön; wärmer heute Abend; anhaltend
warm Samstag; frischer und scharfer Süd—
west-Wind.
Ueberblick und Kurzgefaßtes.
Die Glasarbeiter haben sich mit den
Fabrikanten bis jetzt nicht geeinigt. Sie
haben ihre ursprüngliche Forderung eine
Lohnerhöhung von 25 Prozent auf eine
solche von 20 Prozent herabgesetzt. Es sind
ihnen 15 Prozent geboten worden.
Das hiesige „Chronicle“ fährt fort, sich
der bedrängten Unschuld anzunehmen. Ald.
O'Malleh und Luetgert waren seine ersten
Schützlinge. Jetzt bricht es auch eine Lanze
für Ald. Mangler. Chronicle, O'Malley,
Luetgert, Mangler wahrhaftig eine ideale
Zusammenstellung!
sl7 das Dutzend. Wer infolge dieses hohen
Preises Eier nach den Goldfeldern schicken
will, sollte bedenkten, daß die „Landstraßen“
in Alaska etwas uneben sind. Dafür hat er
allerdings später den Vortheil, daß er die
Eier nicht auf Eis zu legen braucht.
* —ln der gestrigen Sitzung der Westtown—-
behörde stellte es sich heraus, daß den Zahl—
listen des Assessors zufolge Townclerk John
Biniak $730 erhielt. Biniak dagegen be—
hauptet, daß er nicht für den Assessor arbei
tete und auch kein Geld empfing. EFin Co—
mite wurde ernannt, um diese Widersprüthe
zu unter suchen. ;
„Sie sind ein Lügner!“ „Sie auch!“
„Sie haben die Miethe nicht bezahlt.“ „Das
ist gelogen. Machen Sie, daß Sie heraus
kommen.“ Obige Unterredung fand nicht
etwa in einer Kneipe, sondern in der Mission
zum brennenden Busch, 2838 Dearborn Str.,
und zwar zwischen dem Rev. George W.
Dickey und dem Vorsteher Montagne stati.
Es handelte sich um die Verwendung der für
religiöse Zwecke bestimmten Gelder. Beide
Theile drohen mit Haftbefehlen.
Die „Chicago Sugar Refining Com—
pany“ ist von dem Zuckertrust verschlungen
worden. Der Kaufpreis betrug $6,250,005.
Dr. MeMurry von der Chicagoer Uni
versität hat in Dubuque, Jowa, einen Ror—
trag über deutsche Schulen und deutsc;r
Schullehrer gehalten und ist zu dem Schluß
gekommen, daß unsere Schulen von den deut
schen übertroffen werden. Als Grund für
seine Behauptung führt er die Thatsache an,
daß der Lehrerstand in Deutschland ein Be—
ruf für das Leben ist, während die hiesigen
Lehrer (eigentlich Lehrerinnen) nur so lange
unterrichten, bis sie sich verheirathen.
Die Professoren Gilbert und Spencer
in Detroit haben die Entdeckung gemacht, daß
bdas Land südwestlich vom Michigansee sich
allmählich senkt, der See infolge dessen steigt
und schließlich das Land überschwemmen
4 wird. Wir können uns also darauf gefaßt
machen, daß dermaleinst unsere höchsten
Thürme und Woltenschaber von Fischen um—
spielt werden und der Frauentempel, in wel
chem jetzt so fleißig dem Wasser das Wor!
geredet wird, volltommen mit Wasser bedeckt
ist, d. h. wenn er zu dieser Zeit noch stett.
Das von den gelehrten Professoren ange
tündigte Ereigniß tritt glücklicherweise erst in
etwa 1000 Jahren ein.
Weizen eröffnete heute williger zu 3
unter gestrigem Schluß, erholte sich aber wie—
der; September wurde zu 83— verkauft, um
1 Cent höher. Die Hausse-Tendenz ist fort—
gesetzt stark. Die Kabelnachrichten enttäusch—
ten im gewissen Grad, Paris meldete
niedrigere Preise, Liverpool war jedoch fest
und hatte stetig steigende Preise. Septem—-
ber eröffnete hier zu 825 —, wich auf 815,
stieg wieder auf 825 und blieb stetig zu 828.
Welschtorn ebenfalls höher; September
285 —2, Dezember 293. Hafer ruhig;
September 175 —8; Dezember 19.
Schweineprodukte höher; September-, Pock“
$7.90—8.00, Schmalz 34.40 —.45,
chen $4.875 —4.923.
Telegraphische Depelchen. 7
Italienische Arbeiter.
Gewaltsam aus der Gegend von
Cripple Creek vertrieben.
Der italienische Consul mit der Sache be—
schättigt.
Denver, Col. 13. Aug.
Der italienische Consul Joseph Cuneo hat
den Gouverneur Adams eee
eine Entscheidung abzugeben, ob tee
das Recht haben, im Crepple Creet Bezirt
zu arbeiten. Dr. Cuneo fertigt auch Be
richte an den italienischen Botschafter in
Washington und den König Hurmbert in
Rom an über die gewaltsame Vertreibung
von 36 Arbeitern aus dem Cripple Creet
Bezirk durch fünfzig bewaffnete Männer.
Das neue Goldland.
Erfahrungen eines alten Gold—
suchers.
Eine Winterreise vom Klondyke nach
Dyea.
Der Uebergang über den Chilkoot Paß bei
65 Grad unter Kull.
New York, 13. August.
Eine Bestätigung des gewaltigen Gold—-
reichthums des Klondyke - Gebietes kommt
von einem Goldsucher, welcher die Reise nach
dem neuen Goldlande zweimal gemacht hat.
Es ist dies Henrh Henderson, welcher vor
achtunddreißig Jahren in Picton County,
Neu-Schottland, geboren wurde, aber schon
seit zehn Jahren amerikanischer Bürger ist.
Ihm ist theilweise die Entdeckung der wun—-
derbaren Goldfelder am Klondyke mit zu
verdanken. ;
Er erzählte seinem Bruder Robert, einem
Grubenarbeiter in Colorado, von dem dorti—-
gen Goldreichthum und gab ihm FIOO zur
Ausrüstung dahin. Robert belegte darauf
„Claim“ am Gold Bottom Creek, aus
welchem er in vierzehn Tagen SIO,OOO in
Gold gewann.
Am 1. Oktober wird unter Leitung von
Henryh Henderson ein kleiner Dampfer mit
hundert Goldsuchern, Bergwerksingenieuren
und Sachkennern nach Dyea abgehen. Hen—
derson ist fünfzehn Jahre lang Grubenar—-
beiter gewesen und das Klima von Alaska
hat keine Schrecken für ihn, denn er hat mit
ten im Winter die Reise vom Klondyte ge—
macht und den Chiltoot Paß bei einer Kälte
von 65 Grad unter Null überstiegen. Er
hat neben seinem Bruder einen „Claim“ von
fünf hundert Fuß am Gold Bottom Creek
belegt, denselben aber noch nicht bearbeitet,
weil er genöthigt war, eine Reise nach Neu—
Schottland zu machen.
Henderson giebt den Unerfahrenen, welche
beabsichtigen, jetzt nach den Goldfeldern zu
gehen, den Rath, dies aufzugeben. Obgleich
- die Erzählungen von den Strapazen für
übertrieben hält, sagt er, daß der Boden nicht
bearbeitet werden kann, ehe der Frost heraus
ist, und daß der Uebergang über den Chil—
koot Paß bei Schneestürmen gefährlich ist;
Ende Frühjahr und im Sommer ist, wie
Henderson erklärt, die Uebersteigung des
Passes nicht gefährlicher wie ein Spazier
gang auf dem Broadwah. :
Henderson machte seine erste Reise nach
dem Yukon im Jahre 1893 und legte die
Strecke von 700 Meilen in 54 Tagen zutück,
mas jetzt, wie er angiebt, in 30 Tagen ge—-
schehen kann. Einen Tag nach Weihnachten
in demselben Jahre, trat er mit zwei Beglei—
tern und einem Indianer als Bahnbrecher
und Wärter der Hunde, welche die Schlitten
zogen, die Rückreise an. Nach einer Reise
von 53 Tagen, auf welcher sie mit einer
furchtbaren Kälte, mit Schneestürmen und
Hunger zu kämpfen hatten, erreichte die Ge
ellschaft Dyea Inlet. Einmal waren sie
derart vom Frost erstarrt, daß sie sls, 000
a Goldstaub beim Chilkoot Paß zurücklas
ssen und die Reise mit einigen Pfund Speck
und Mehl fortsetzen mußten. Sie fanden
in einem Handelsposten eine Unterkunft, wo—
rauf einer von ihnen zurückging, um den zu—-
rückgelassenen Goldstaub zu holen.
Henderson tehrte im März 1895 nach den
Goldfeldern zurück und grub Gold in der Ge—
— der Flüsse Stewart, Lewes und Sixth
Mile; später drang er weiter bis zum Klon—
dyhke vor, wo er am Gold Bottom Creet sei
nen Bruder traf. Nachdem er dort einen
„Claim“ belegt hatte, ließ er denselben unter
der Beaufsichtigung seines Bruders und
stattete seiner Familie in Neu-Schottland
einen Besuch ab.
Anarchisten verhaftet.
Drei derselben heute Morgen in
Mailand in Haft genommen.
Briefe von Santos und Acciarito unter den
von der Polizei beschlagnahmten
Papieren gefunden.
London, 18. Aug.
Eine Spezialdepesche aus Mailand meloet,
daß dort heute Morgen drei Anarchisten ver—
haftet wurden und daß die Polizei eine An—
zahl Dokumente, Bomben und Explosivstoffe
gefunden habe. Unter den von der Polizei
beschlagnahmten Dokumenten befinden sich
Briefe von Caesario Santos, dem Mörder
des Präsidenten Carnot. und von Pietro
Acciarito, welcher im vergangenen April den
Mordversuch auf den König Humbert machte.
Es werden noch weitere Verhaftungen erfol—
gen. Die italienische Polizei behauptet, daß
sie Beweise von dem Bestehen einer inter—
nationalen anarchistischen Verschwörung
habe.
ee 22
Mörder gehängt.
Hatte am 25. Mai dieses Jahres
seine Frau ermordet.
Stand im 74. Lebens jahre.
Baltimore, 18. Aua.
Der 74jährige Peter Monahan, der Mör—-
der seiner Frau, ist heute hier gehängt wor—
den. Das Verbrechen wurde am 25. Mai
1897 begangen.
Abendblatt.
Der Sheris und die Sireiker.
Sheriff Cowry vertritt den nach
Plum Creek marschirenden Strei
kern den Wes.
Handgemenge zwischen den Keuten des
Sheriffs und den Streikern.
Pittsburg,l2. Aug.
Die streikenden Grubenarbeiter traten heute
Morgen gegen fünf Uhr den Marsch nach den
Gruben am Plum Creek und der„New York
& Cleveland Gas Coal Company“ an. Auf
dem Wege dahin stellte sich ihnen Sheriff
Lowrh mit seinen Hülfssheriffs entgegen und
verbot ihnen, weiter zu gehen. Uriah Bel—-
lingham, der Führer der Streiker dersuchle
trotzdem, bei den Hülfssheriffs vorbeizutom—
men. Es kam zum Handgemenge, in wel—
chem Jacob Mott, ein Mitglied der Musik—
tapelle, von Harryh Steward, einem der Hülfs—
sheriffs, eine ziemlich schwere Wunde über
dem Auge erhielt, die zur Folge hatte, daß
in dem Streikt das erste Blut vergossen wurde.
Sheriff Lowryh befahl den Streitkern von
Neuem, auseinander zu gehen, und drohte mit
Verhaftung derselben, worauf sie den a
marsch nach ihrem Lager antraten.
Auch vom Turtle Creek marschirten Ab—-
theilungen von Streikern heute Morgen ab;
ihr Ziel war Oak Hill und Spring Hill,
aber bis jetzt sind von dort noch keine Nach--
richten eingelaufen. ;
Der „Arion“.
Tritt am 25. d. M. seine jährliche
Spritztour an.
Diesmal geht es nach dem Nellow Stone
Park.
New Yortk, 13. Aug.
Am 20. August werden hundertundfünf—
undzwanzig Mitglieder des Gesangvereins
„Arion“ mit ihren Familien die übliche jähr—
liche Spritztour antreten. Diesmal ist der
Yellowstone Park das Ziel der Gesellschaft,
welche die Reise mit einem Extrazuge der
West Shore Bahn machen wird. Der Zug
wird in' Niagara Falls und Milwaukee an
halten, und am 25. August im Park ankom—-
men. Der Aufenthalt dort ist nur auf unge—-
fähr eine Woche berechnet, denn schon am
September soll mit der St. Paul & Min—
neapolis Bahn die Heimreise angetreten
werden.
Unpassirbar.
White Paß und Chilkoot Paß durch
Schnee blockirt. :
Entmuthigte Gold sucher verkaufen in Dyea
ihre Ausrüstung und kommen zurück.
Astoria, Ore., 13. Aun.
Der Dampfer George W. Elder, von der
„Oregon Railwayh & Navigation Company“,
ist von Dyea angekommen, von wo er am 9.
dʒ. Mis. abging; er bestätigt die Nachricht,
daß sowohl der White, als auch der Chilkoot
Paßz blockirt ist. Der Weg von Skaguay
und über den White Paß ist ebener und
quemer, obgleich er 25 Meilen länger ist, aber
der Goldsucher gelangt an den Bennet-See,
den zweiten See oberhalb des Linderman—-
See's, wo die Reisenden über den Chiltoot-
Paß ankommen. Außerdem giebt es am
Bennett-See hinreichend Holz um Böte zu
bauen, was am Linderman nicht der Fall
ist. Die Offiziere des „Elder“ sagen, daß
nicht die Hälfte der Goldsucher, die sich jeti
in Dyhea befinden, in diesem Winter die Berge
überschreiten wird, und daß Viele ihre Aus
rüsiung verkaufen und zurückktommen. In
Briefen von Leuten, welche mit dem „Eider“
nach Dyea reisten, wird Freunden derselben
der Rath gegeben, nicht in diesen Herbst ab
zureisen, da sie nicht durchtommen können.
Abgereist.
Der Graf von Turin heimlich aus
Italien abgereist.
Säbel angeblich als Waffen gewählt.
Rom, 13. Aug.
Ein hiesiges Blatt sagt, daß der Graf von
Turin, welcher den Prinzen Henri von Or
leans gefordert hat, heimlich Italien ver
lassen hat und daß seine Abreise selbst dem
Polizeicommissär unbekannt blieb. Wie es
heißt, befindet sich der Marquis di Ginori
und ein Adjudant in seiner Begleitung; es
verlautet, daß das Duell mit Säbeln aus
gefochten werden soll.
Unter Bürgschaft.
Dr. Winters aus der Haft entlassen.
Durango, Colo., 13. Aug.
Dr. Winters, welcher gestern Wm. F. Areyh
erschoß, hat sich für nicht schuldig erkläct,
auf ein Verhör verzichtet und ist nach Stel
lung von SSOOO Bürgschaft aus der Haft
entlassen worden. Frau Winters stellt es
entschieden in Abrede, daß sie mit Arey ein
unerlaubtes Verhältnitz gehabt hae.
Chicago, Freitag, 13. August 1897.
Junger Farmer anscheinend ohne
Grund erschossen.
Der Mörder bisher mit seinem Opfer
befreundet.
Wird mit Bluthunden verfolgt.
Valparaiso, Ind., 13. August.
Ueber die Ermordung des jungen Farmers
Charles Nelson, welcher gestern Abend in
der kleinen Ortschaft San Pierre in Porter
Counth, in einer Wirthschaft von dem Far
mer William Messenger erschossen wurde, i
die ganze Bevölkerung der Gegend in eine
unbeschreibliche Aufregung gerathen. Mes--
senger und Nelson hatten in Gesellschaft von
Freunden getrunken und unterhielten sich,
wie es den Anschein hatte, in ganz freund—-
schaftlicher Weise, als Messenger plötzlich
einen Revolver zog und Nelson durch das
Herz schoß. Messenger flüchtete sich, wird
aber von einer Schaar von 200 Bürgern mit
Bluthunden verfolgt. Nelson war 26 Jahre
alt und vor vier Jahren aus Norwegen ein—-
gewandert; er hatte sich erst kürzlich verhei
rathet und war ein ruhiger, fleißiger Mann,
der sich bei seinen Nachbarn allgemeiner Be—
liebtheit erfreute.
Messenger ist ein Farmer und hatte sich
bisher allgemein eines guten Rufes erfreut.
Niemand kennt die Veranlassung zu der
Blutthat, denn Beide standen auf freund—
schaftlichem· Fuße miteinander.
——
Jenes Duell.
Die Sekundanten beider Parteien in
Berathung.
Dieselbe jedoch in Folge der Einmischung des
Grafen von Curin einstweilen verschoben.
P.ari3, 13. Aug.
Die Sekundanten des Prinzen Henri von
Orleans und des Generals Albertone, hatten
heuie eine kurze Unterredung, verschoben aber
in Folge der Einmischung des Prinzen Vieter
Enranuel, des Grafen von Turin, und zwei
ten Neffen des Königs von Italien, wi
behauptet, in der Angelegenheit den Vorrang
zu haben, die Berathung über das Duell
zwischen dem General und dem Prinzen. Der
Grof von Turin ist Major in der italienr
schen Kavallerie.
———
Bahnunfall.
Durch Bahnfrevler veranlaßt.
Der Expreßbote todt und mehrere Passagiere
verletzt.
Dallas, Tex., 13. August.
Der nördlich gehende „Katy“- Bahnzug ist
heute morgen durch Bahnfrevler bei Caddo
Mills, Texas, zur Entgleisung gebracht wor—
den. Sämmtliche Wagen, außer dem letzten
Schlafwagen, stürgten um; der Expreßbote
Hawlins ist umgekommen und mehrere Pas—
sagiere trugen Verletzungen davon; dieselben
werden sofort nach Greenville gebracht wer—-
den. Näheres über den Unfall kann einst—
weilen noch nicht in Erfahrung gebracht wer—
den.
Ohne Abschied.
Geschäftsmann verschwindet, ohne
seinen Freunden “bys bye“
zu sagen.
Anderer Leute Geld mit auf die Reise ge
nommen.
Galesburg, 111., 13. Aug.
Der Geschäftsführer des hiesigen Börsen
lotales, S. N. Copeland, wird vermißt, und
soll eine beträchtliche Summe fremden Gel—
des mitgenommen haben. Es wurde gestern
in Erfahrung gebracht, daß er am vergange—-
nen Freitag die Stadt verließ, und daß ihm
seine Frau am nächsten Tage folgte. Als
Grund wird angegeben, daß seine Geschäfte
derart in Unordnung gerathen waren, daß
er nicht mehr im Stande war, sich durchzu—-
finden. Sein Fehlbetrag beträgt ungefähr
$1000; am vergangenen Montag soll er in
Chicago gewesen sein, aber seitdem hat man
nichts wieder von ihm gehört.
——
Am Geburtstage.
79 ·jährige Frau erliegt einem Herz
schlage.
Wollte an dem Tage im Ureise von Ver
wandten ihren Geburtstag feiern.
Sheboygan, Wis., 18. Aug.
Frau Anna Hermann, welche hier bei ihrer
Tochter, der Frau Charles Kirskamp, wohnt,
brach gestern Morgen vor Dräger's Bäckerei
plötzlich todt zusammen. Gestern wollte sie
ihren neunundsiebzigsten Geburtstag feiern,
und mehrere Verwandte waren nach She
boygan gekommen, um sie zu besuchen. Die
alte Dame hatte am Morgen einen unge—
wöhnlich weiten Gang gemacht, und diese
uchtrarstre nguns hatte einen Herzschlag zur
Folge.
Städtisches.
Wittert Mord.
Capt. O'Neill läßt den Inquest über
die Ceiche von Wm. O'Connor !
bis nächsten Mittwoch ver—-
schieben.
Seine Gründe für die Mordtheorie.
Von der Polizei der Stock Yards Station
wurde gestern Abend berichtet, daß der 40—
jährige William O'Connor sich kurz vor 8
Uhr in Egan's Wirthschaft, No. 1223 Wesi
47. Straße seinem Leben durch einen
in den Mund ein Ende gemacht habe.
Leiche wurde nach Donohue's Morgue an
der Halstedstraße gebracht und dort heute von
dem Coronersarzt besichtigt. Letzterer fand,
daß O' Connor nicht durch eineen Schuß in
den Mund, sondern durch einen solchen in
die rechte. Brust gestorben war. Er fand
ferner, daß die Kugel von oben in den Un—
terleib gedrungen war und machte dit Poli—
zei auf diesen Umstand aufmerksam. Capt.
ONeill kam darauf zu der Ueberzeugung,
daß O' Connor sich nicht erschossen habe, son
dern erschossen worden sei. Er machie
geltend, daß ein Mann, der Selbstmord be—
gehen will, sich nicht in die rechte Brust, son—
dern entweder ins Herz oder in den Kops
schieße. Aber selbst wenn er die Waffe gegen
die rechte Brust gerichtet halte, so werde die
Kugel nicht nach unten, sondern nach oben
gehen, da erfahrungsgemäß beim Abschießen
eines Revolvers der Lauf eine Bewegung nach
oben mache. Auf den Antrag des Beamten
verschob der Coroner den Inquest bis zum
nächsten Mittwoch. Inzwischen wird eine
genaue Untersuchung angestellt werden. Bis
jetzt ist keine Verhaftung vorgenommen won
den. Zur Zeit, als O'Connors Leiche in der
Wirthschaft vor dem Schanktische gefunden
wurde, befanden sich in dem Lokale nur der
Wirth Egan und ein Stubengenosse O' Con
nors, Namens Ward.
Unionarbeiter beim Mayor.
Beamte des Baugewerkschaftsraths er suchen
den Mayor um Beeinflussung des
Schnlraths.
Vom „Bathhouse-John“, dem Alderman
der 1. Ward, Coughlin, geführt, statteten
heute Edward Carroll, Präsident, W. T.
Sherman, Sekretär, und M. B. Madden,
Geschäftsagent des Baugewerkschaftsrathes
dem Mayor einen Besuch ab. Sie baten ihn,
zur Beilegung des an den Schulbauten aus
gebrochenen Streikes beizutragen, indem er
den Schulrath veranlaßte, in seiner nächsten
Sitzung dem Verlangen der Streiler nach—
zugeben, d. h. eine Bestimmung anzuneh
men, nach der nur Unionleute vom Schul
rathe beschäftigt werden dürfen.
Mayor Harrison setzte den Leuten
einander, daß er offiziell nichts in der Sache
thun könne, da er kein Recht habe, in die
Verwaltung des Schulrathes einzuereifen,
versprach aber, privatim seine Freunde im
Schulrathe zu Gunsten der Unionarbeiter zu
beeinflussen. Einen Erfolg dürfen sich die
Arbeiterführe von diesem Besuche wohl kaum
versprechen, da die meisten Schulratsmit
glieder verreist sind und am nächsten Mitt
woch noch kein Quorum zu erwarten ist und
Mayor Harrison morgen schon wieder die
Stadt verläßt, um sich in Marqueite ned
einige Zeit zu erholen, sodaß es ihm bis auf
Weiteres garnicht möglich wäre, seine
Freunde für die Wünsche der Unionarbeiter
zu gewinnen.
Sein Name war Ellsworth.
Interessante Mittheilungen über den mörder
und Selbstmörder Charles Clifford.
In der Office des Capt. Hoffmann von
der Ost Chicago Ave.-Station erschien heute
Morgen ein Mann Namens Stephens Snape
von No. 1657 Fairfield Ave. und machte
dem Beamten interessanteMittheilungen über
Charles Clifford, der vorgestern seine Frau
Lottie ermordete und sich dann selbst erschoß.
Nach Snape's Aussagen war Clifford's rich
tiger Name Charles Clifford Ellsworth und
seine Eltern, die sehr wohlhabend waren,
lebten in New York. Vor etwa 15 Jahren
lernte der Todte seine Frau, die damals Lottie
du hieß und in einem Convent zur Schule
ging, kennen. Sie verliebten sich ineinander
und brannten schließlich durch. Da Lottie
eine unbezwinglicheNeigung zur Bühne hatte,
e widmete sie sich unter dem Namen Clif—-
ford dem Schauspielerberufe. Mehrere Jahce
reisten sie mit verschiedenen Gesellschaf
ien in der Ver. Staaten herum und ließen
sich schließlich in Chicago nieder, wo se seit—
dem gelebt haben. Ihr Kind heißt demnach
nicht Annie Clifford, sondern Annie Ells
worth. Snape fügte hinzu, daß die Eltern
und Geschwister der Frau früher in der
Seneca-Straße in Buffalo gewohnt hätten.
Capt. Hoffmann wird nun nach Buffalo
schreiben und sich mit der Mutter, falls diese
noch lebt, in Verbindung setzen und sie auf
fordern, sich der Enkelin, die eine Waise ist,
anzunehmen.
Viehmartkt.
Schweine 141,000, Schafe 9000, Rinder
2,500 Stück. Schweine iebhaft, 10 Cents
höher; Schafer und Rinder s—lo Cents hö—
her. Schwere Schweine 3.75—3.95, leichte
3.85 —4.05, schwere und leichte 3.50-—4.00,
grobe Pökelwaare 3.55 —3.70, „Pigs“ 2.85
bis 4.05. ——
Preis: 1 Cent. —5. Jahrgang. No. 191.
Knappes Entrinnen.
FZwei Reisende blasen das Gas in
ihrem Fimmer aus.
Sie werden aber noch rechtzeitig vom Tode
gerettet.
Die Unwissenheit zweier durchre-fender
Arbeiter aus Lansing, Mich., hätte denselben
heute früh im Royal Hotel, No. 341 Mil--
waukee Avenue, beinahee das Leben gekostet.
Rechtzeitige Hülfe rettete sie zwar vor siche
rem Tode, konnte aber eine bedenkliche Er—-
krankung leider nicht verhindern. Die Ver—
unglückten sind:
Rasmus Lee, 25 Jahre alt, und in Lan—
sing, Mich., wohnhaft; von Leuchtgas voll
kommen überwältigt und in bewußtlosem
Zustande nach dem County-Hospita! über
führt, er wird jedoch genesen.
Millet Madson, 26 Jahre alt und eben
falls in Lansing, Mich., wohnhafi, von
Leuchtgas überwältigt und in bewußtlosem
und äußerst bedenklichem Zustande nach dem
County-Hospital überführt. Seine Gene—-
sung wird trotzdem in Aussicht gestellt.
Beide kamen gestern Nacht um 12 Uhr in
das Hotel, trugen ihre Namen in das Frem—
denbuch ein und begaben sich im zweiten
Stock in das nach vorne hinaus gelegene Zim—
mer. Als heute früh gegen 6 Uhr die Stu—
benmädchen anfingen reinzumachen, strömte
ihnen aus den Thürritzen des Zimmers der
beiden Fremden ein starker Gasgeruch ent—
gegen. “Da die Thür verschlossen war, hol—
ten sie Hülfe herbei. Polizist Slayer, der
gerade am Hotel vorüberging, kam ebenfalls
hinzu und erbrach die Thür.
Ein grauenhafter Anblick bot sich den Ein—-
dringenden. Beide Männer lagen auf dem
Bett, krampfhaft alle Glieder von sich ge—
streckt und mit jedem Athemzuge in ihrer
Betäubung förmlich nach Luft ringend. Ein
erstickender Gasgeruch erfüllte das Zimmer
und wäre alle Hülfe zu spät gekommen, wenn
nicht zufällig das Fenster einigermaßen ge—
öffnet gewesen wäre. Zuerst vermuthete man
einen Selbstmordversuch, da der Gashahn
weit aufgedreht war. Allein als Lee theii—
weise die Besinnung wiedererlangte, läugnete
er dies und ging aus seinen nur mit Müßhe
und fast unverständlich hervorgebrachten
Worten hervor, daß er das Gas, ehe er sich
niederlegte, ausgeblasen hatte; er habe es
nicht besser gewußt. Man überführte die
Unglüctlichen nach dem Counth Hospital.
Lee's Zustand bessexte sich bald, aber Madson
schwebte mehrere Stunden lang zwischen
Tod und Leben. Seine Genesung wird je
doch nunmehr in Aussicht gestellt.
Der Kleidung Beider nach sind sit Farm—
arbeiter.
———
Der Streit beordert.
Alle an Schulhäusern beschäftigten
Arbeiter erhalten den Befehl, die
Arbeit niederzulegen.
Architekt Oatton's Ansicht über die Sachlage.
In einer heute Morgen von den Geschäfts—
agenten des Gewerkschaftsrathes abgehalte—
nen Versammlung wurde beschlossen, sämmt—
liche an den Schulgebäuden beschäftigten Ar—
beiter zum Streik zu beordern. Dies be—
trifft ungefähr 2500 Leute. Nach Schluß
der Versammlung machten sich die Geschäfts
agenten sofort auf den Weg, um die verschie
denen Unionen von dem Beschluß zu benach
richtigen und sie aufzufordern, ihren Leuten
sofort die Arbeit niederlegen zu lassen.
Die direkte Veranlassung zu dem Streik
ist in der Weigerung des Schulraths, allen
Contracten die Clausel beizufügen, daß nur
Unionleute beschäftigt werden dürften, zu
suchen. Der Baugewerkschaftsrath hat die—
se Forderung schon seit zwei Jahren gestellt,
stieß aber stets auf Widerstand und ist nun
entschlossen, den Schulrath durch einen
Streik zu zwingen.
Schularchitekt Patten sagte heute Morgen,
daß er die Contractoren benachrichtigt habe,
sie müßten die Arbeit an den Schulhäusern
um jeden Preis fertigstellen. Wo sie die
nöthigen Leute herbekämen, sei ihre Sache.
Er könne ihnen nur die in ihren Contracten
im Falle eines unverschuldeten Streikes fest—
gesetzte Zeitverlängerung gewähren. Die
Schulen müßien bis zum 7. September fer
tig sein, wenn sie nicht ihres ganzen Contrac—-
tes verlustig gehen wollten.
Herr Patten sagte ferner, daß seiner An—-
nach, der Schulrath nicht auf die Forde—
rung des Gewerkschaftsrathes eingehen kön—-
ne, selbst wenn er es wolle, denn er habe nicht
das Recht, hunderte von Leuten der Möglich
keit, Arbeit zu erhalten, zu berauben, bloß
weil Jene nicht einer Union angehörten.
—3———
Unehrlicher Freund.
Jos. Dwotak, ein eiwa 23jähriger Bursche,
wurde heute früh dem Richter Eberhardt un—-
ter der Anklage des Diebstahls vorgeführt
und bis zum 17. unter S3OO Bürgschaft ge
stellt. Er stattete gestern seinem Freunde
James Swec, der in No. 377 Johnson-Str.
wohnt, in dessen hinter dem Hause gelegenen
Stau einen Besuch ab und stahl ihm dabei
$lO, die er ihm zum Wechseln übergeben
hatte. Swec sandte Dworak nach Bier, gab
ihm die $lO und sah er weder das Letztere
noch Dworak wieder. Er theilte dies dem
Polizisten Turek mit und dieser nahm darauf
Dworat in Haft.
———
Abendblatt 1 Cent, 6 Cents die Woche.
Die Rathhausskandale.
Camonte, VNye und Jones in die.
Wasser-Defraudationen ver—
wickelt.
Die Civildienst-Commisston beginnt
die Untersuchung der von Harper
gemachten Entdeckungen.
Corporations anwalt Thornton beschäftigt sich
mit dem Watson- Falle und dem Wasser—
Skandal.
Heute Vormittag um 11 Uhr begann die
Civildienst-Commission eine Untersuchung
der von Expert-Buchhalter Harper an's Ta—
geslicht geförderten Unregelmäßigteiten im
Wasseramte.
Unangenehm in die Sache verwickelt sind
unter Anderen der frühere Chefclerk des Was—
seramies, W. I. La Monte, jetzt „ehren—
werther“ Repräsentant in der Legislatur, der
sich bereits mehrfach durch anrüchige Ma—
nipulationen bekannt gemacht hat; Frant
Nye, früher Superintendent des Wasser—
messer-Departements, und Emil Milton
Jones, Buchhalter. Letzterer wird besonders
durch das Zeugniß des Haupt-Janitors im
Rathhause belastet, dem er aufgetragen hatte,
einige Bücher unter altes Papier, das zum
Verkauf bestimmt war, zu werfen. Linehan
that das jedoch nicht, sondern bewahrte sie auf
und leistete damit Herrn Harper, der nach
diesen fehlenden Büchern suchte, einen großen
Dienst.
In dem heutigen Verhör, dem außer den
Civildienst-Commissären, der Oberbaucom
missär MeGann und Corporationsanwalt
Thornton, der von einer deeitägigen Reise
zurückgekehrt ist, beiwohnten, wurden zwei
Zeugen vernommen. Jones, welcher gleich
falls verhört werden sollte, ist einstweilen
spurlos verschwunden. Detectives, die ihn
gestern vorlesen sollten, konnten ihn nicht auf
finden.
Corporationsanwalt Thornton er
tlärte“ daß er über die heutige
wie über die Watson - Untersuchung,
über deren Resullat ihm Hülss-
Corporationsanwalt Browning Bericht er—-
statten soll, nicht eher eine Ansicht ausspre—-
chen oder sagen könne, was die Stadt thun
werde, als bis er sich genau informirt und
das vollständigeßeweismaterial geprüft habe.
Die Commission berieth heute den Fall des
Atlantic Hotels, dessen Besitzer, George C..
Messinger, um mehrere hundert Dollars
durch die genannten frühern Angestellten ge
prellt zu sein scheint. Er hielt die ihm im
Januar 1897 präsentirte Wasserrechnung
von F 450 für zu hoch, und ersucht· John
Irwin, einen Fleischer, No. 5825 State Str.,
es zu ermöglichen, daß dieselbe auf einen an—-
gemessenen Betrag reduzirt werde. Irwin
hatte keinen Erfolg damit, und wandie sich
dann an Peter Schmitz, Hülfs-Collektor un—-
ter Swift, der ihm den Superintendenten
Nye vorstellte. Nach dem vor der Commis—
sion abgelegten Zeugnisse besorgte Nye das
Geschäft für S3OO, die ihm von Messinger
e wurden, aber wie es scheint nie in
den Stadtschatz gelangten.
Nye leugnete heute vor der Commission,
Schmit und Irwin zu kennen und über—
haupt etwas mit der Angelegenheit zu :hun
zu haben, ihatte aber das bestimmie Zeugniß
Schmit's und Messinger's gegen sich.
Im letzten Moment gefaßt.
en Jialiener Antone Feicela von Hülfs
sheriffs verhaftet.
Den Hülfssheriffs Salomon und Waldron
gelang es heute Morgen erst nach hartem
Kampfe, den Italiener Antone Zeicela zu
verhaften, der schon seit zwei Jahren gesucht
wird und wegen eines auf Lena Blaß verüb—
ten Angriffes unter Anklage und Bürgschaft
steht. Die Beamten erfuhren erst gestern
Abend, daß Zeicela in dem Hause No. 84
Ewing Straße lebte. Sie gingen dorthin
und erklärten den Italiener für verhaftet.
Der Mann weigerte sich, ihnen zu folgen und
während sie miteinander stritten, kam Zei—
cela's Frau mit mehreren ihrer Nachbarn
herein. Ohne ein Wort zu sagen, packte die—
Frau den Sheriff Salomon an der Kehle
und der Beamte sah sich gezwungen, sie zu
Boden zu werfen, ehe er von ihr loskommen
konnte.
Die Frau sprang sofort wieder auf und
griff nunSolomon an, der inzwischen Zeicela
Handschellen angelegt hatte. Sie fand jetzt
auch Unterstützung von den Italienern, die
mit ihr gekommen waren. Beide Sheriffs
zogen ihre Revolver und drohten, Jeden nie—
derschießen zu wollen, der ihnen zu naheẽ
täme. Trotzdem hätten sie sich der wüthen
den Menge kaum erwehren, können, wenn
nicht in diesem Augenblicke ein Patrolwagen
der Maxwell Str.-Polizeistation eingetroffen
wäre. Zeicela wurde nach dem Countyh-Ge—
fängniß gebracht. Dort fand man in seinen
Taschen eine Schiffskarte und Billets nach
Italien. Er war also kurz vor seiner Ab—
teile noch abgefaßt worden.
; ⁊ Gerhard Foreman.
Heute Morgen um 6 Uhr starb in sciner
Wohnung, No. 2901 Michigan Ave., Herr
Gerhard Foreman, der Vater der bekannten
—— Gebrüder Foreman, in seinein 74.
Lebensjahre. Das Begräbniß findet am
nächsten Sonntag vom Trauerhause, No.
2901 Michigan Avenue, nach Rose Hill statt.
Herr Foreman, der in Deutschland geboren
wurde, gründete im Jahre 1862 das votn
seinen Söhnen noch jetzt betriebene bedeutende
Bantkgeschäft und trat im Jahre 1885 zu
Gunsten seiner beiden Söhne Edwin G. und
Oscar G. Foreman zurück.

xml | txt