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Abendblatt. [volume] (Chicago, Ill.) 1894-1899, August 17, 1897, Image 1

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Berausgegeben von der Illinois Staats· Zeitungs·Co.
4 1 -
5 AHGr Ausgabe.
Wetter.
Direkter Bericht an das „Abend--
blatt“.
Witterungsverhältnisse in den 36 Stunden,
die Mittwoch Abend um Sieben
; zu Ende gehen.
Heute und morgen angenehme Witt·rung
und morgen etwas wärmer. Kräftgec
RNordwestwind und morgen unbeständig.
——— ff ——
Ueberblick und Kurzgefaßtes.
Das seit mehreren Wochen heerhchenbe
kühle Wetter hat eine bedeutende at
rung der Sterbefälle bewirkt.
Die Einkäufe, welche die Händler aus
den Landdistrilten augenblicklich in Chicago
machen, bedeuten keinen Buhm; aber sie be
deuten hoffentlich die Wiederkehr gesunder
Geschäftsverhältnisse.
heutc die fünfzigjährige Frau des Benjaanin
F. Hood diesen durch zwei Schüsse ledenẽge
fährlich verwundet und sich hierauf das Leben
genommen. ;
Dem Comptroller Ecktels ist die Stelle
eines Präsidenten der,„Colonial Trust Com—-
pany“ in New York angeboten worden, doch
soll er im Sinn haben, bis zum Ablaufe sei—
ner Amtszeit im Amte zu bleiben.
Die Civildienst-Commission will alle
städtischen Abtheilungen in Bezug auf die
Buchführung, Arbeitseintheilung und das
H SGeschäfts system genau untersuchen. Fast
Tscheint es, als ob wirklich Reformen in Aus—-
sicht stehen.
Bei diesem Wetter muß man an seinen
Ueberzieher denken; besonders dann, wenn
derselbe vom Ontkel mit den drei Kugeln
in Verwahrung genommen ist und deshalb
erst nach Erfüllung gewisser Formalitäten
wieder herausgegeben wird.
Einem hier eingelaufenen Gutachten
des General-Postamts in Washington zufol—
ge dürfen Mahnnotizen auf Postkarten ge—-
schrieben und versandt werden, nur dürfen
dieselben keine Drohungen enthalten. Bisher
durften die Posttarten nicht in dieser Weise
benutzt werden. :
Die Idee, bei einer Trauung cuen
Friedensrichter und Constabler in Bereit
schaft zu halten, um einen etwaigen Einhalts
befehl sofort mit einem Haftbefehl zu beant
worten und gegenstandslos zu machen, ist 3
Chicagoer Erfindung, eine Nachahmung aber
nicht verboten, weil die Erfindung durch ein
Patent noch nicht geschützt ist.
Der Tod von Frl. Florence Barter,
No. 6427 Aberdeen-Str., liefert wieder ein
mal denßeweis dafür, wie leichtsinnig manche
Leute mit gefährlichen Sachen umgehen.
Ihre Medizin, die sie für einen Herzfehler
gebcauchte, und eine Flasche mit Carbolsäure
standen nebeneinander, und als sie in der
Nacht aufstand, um Medizin zu nehmen, ver—
griff sie sich in der Dunkelheit und trant das
Gist. Sie starb einige Stunden später.
Der Bigamist Bates ist augenblicklich
die hochste Attrattion in einem Dime-Mu—
seum und erhält $l5O die Woche. Trotz
dem ist er nicht glücklich, wenigstens sehr ge
dankenvoll. Er berechnet nämlich, wie viele
Frauen er mit $l5O die Woche unterhalten
foönnte, wenn er früher die Bedürfnisse dreier
Frauen mit 860 monatlich befriedigte, und es
kränkt ihn, daß gewisse Umstände ihm den
Genuß dieser 3150 wöchentlich sehr verbit—
tern.
Die Weizenpreise setzten auf der heuti—
gen Börse gleich um einen Cent niedriger an,
wie auch in Liverpool nach einem anfängli—
chen Aufschlag von Z Pence ein ebensoicher
Rüäckgang eingetreten ist; in Paris sind die
Preise seit dem Samstag um Zs—2 Cent gt
stiegen. Der Septembertermin stieg hier von
847 auf 85, wich dann auf 845 und stieg
nieder auf 847; per Dezember wurde der
Weizen mit 83—843 gehandelt. Welschkern
wich per September auf 28, Hafer auf
Schweinefleisch matt zu 8.00, Schmalz 4.45,
Kippchen 4.90.
1
—— ffî
Telegraphische Depeschen.
Dampfer verkauft.
Der „Heßler“ vom Küstenvermes
; sungsdienst verkauft.
Wahrscheinlich für den Dienst nach Alaska
erworben. ;
Seattle, Wash., 17. Aug..
Der Dampfer des Küstenvermessungs—
dienstes Heßler ist in Port Orchard für
815,500 an H. L. MeGuire in Portland,
Oregon, verkauft worden.
Prinz Henri
Befindet sich den Umständen nach
wohl.
eine weiteren ernstlichen Folgen befürchtet.
Paris, 17. Aug.
er Prinz Henri von Orleans hat eine
Nacht gehabt und alle Gefahr von
Miichen Folgen der Verwundung scheint
beseitigt zu sein
Der Streitk.
Die Führer wollen sich der Ent—
scheidung des Gerichts fügen.
Präsident de Armit will angeblich Arbeiter
von auswärts kommen lassen.
Pittsburgs, 17. Aug.
Die Leiter des Streikes haben den Plan
aufgegeben, die Präsidenten der verschiedenen
Arbeiterverbände zu einer Versammlung ein
zuberufen, um zu berathen, was im Fall
einer ungünstigen Entscheidung des Gerichtes
über den Einhaltsbefehl zu thun sei.
Präsident Dolan sagt, daß am Donnerstag
eine Versammlung der Beamten der Union
abgehalten werden wird, daß dieselbe aber
einen anderen Zweck hat.
Einem Gerüchte nach, wollen die de Ar—-
mit's für die Gruben am Turtle und Plain
Creek auswärtige Arbeiter kommen lassen.
Thomas de Armit stellt dies jedoch in Ab—
rede und sagt, daß die Gesellschaft eine ge
nügende Zahl von Arbeitern hat und keine
fremden Grubenleute kommen zu lassen
braucht.
Trotzdem glaubt man, daß die „New York
& Cleveland Gas Coal Companyh“ allen
Streitern sagen lassen wird, daß sie Willens
ist, die alten Arbeiter wieder zu · beschäftigen,
und daß sie, wenn die Streiker nicht in den
nächsten Tagen zur Arbeit zurücktehren, ver
suchen wird, Leute zu bekommen, die Willens
sind, zu arbeiten.
Netter Sheriff.
Schlägt einen Zeitungsmann halb
todt.
Artikel über seine Amtsführung die
Veranlassung.
Paris, Idaho, 17. August.
Sheriff Niebauer von Bots Lake Counth
hat heute morgen James H. Wallis, den Re—
dakteur der „Paris Post“ in seinem Redak—-
tionslotal überfallen und ihn halb todt ge
schlagen. Der Angriff war die Folge von
abfälligen Bemerkungen über die Amtsver—
waltung des Sheriffs, welche in der „Post“
waren.
a
Auch ein Streik.
Meinungsverschiedenheit zwischen
Contraktoren und Arbeitern.
Die Arbeiten an den Befestigungswerken im
Puget Sund einstweilen zum Stillstand
; gebracht.
Port Townsend, Wash.,l7. Aug.
Die Arbeiten an den Befestigungswerk·n
im Puget Sund liegen einstweilen still. Die
tti haben in Folge einer Meinungsver—-
schiedenheit mit den Kontraktoren über dea
Lohn, einen Streik in's Werk gesetzt. Die
Leute erhielten $1.65 den Tag, und konnten
sich selbst beköstigen; jetzt aber haben die Kon—
trattoren den Befehl erlassen, daß dit Arbei—
ter $4.50 wöchentlich für ihre Verpflegang
bezehlen sollen; darauf wollen diese jedoch
nicht eingehen, wenn sie nicht für achtstünbge
tägliche Arbeitszeit 2 erhalten, und die Ar—-
beiteragenturen können, oder wollen für wr
niger als 2 den Tag, keine Arbeiter beser
gen.
Versuchter Bahnfrevel.
Ein mit Passagieren beladener Erx—
cursionszug beinahe zur Ent—
gleisung gebracht.
Die Passagiere durch einen glücklichen Sufall
gerettet.
Waltkerton, Ind., 17. August.
Gestern Abend wurde unmittelbar süd—
lich vom hiesigen Bahnhofe der Versuch ge
macht, einen Excursionszug der Lake Erie
und Western Bahn, welcher von Chicago zu
rückkam, zur Entgleisung zu bringen. Die
Bahnfrevler hatten eine Menge Bahnschwel—-
len und schwere Balken auf das Geleise ge—
legt und der Zug hätte unbedingt dadurch
aus dem Geleise geworfen werden müssen,
wenn das Hinderniß nicht glücktlicher Weise
wenige Minuten vor der Ankunft des Zuges
entdeckt worden wäre.
Ein verdächtig aussehender Mann war
gesehen worden, wie er von dem Platze weg
lief, aber sonst fehlt es an jeder Spur von
den Bahnfrevlern. ;
———
Ausgebrochen.
Fünf Einbrecher aus dem Gefäng
niß entflohen.
Der Gefängnißwärter niedergeschlahen und
gefesselt.
Rawlins, Wyo., 17. Aug.
Fünf Gefangene, welche sämmtlich unter
der Anklage des Einbruchs stehen, haben den
Gefängnißwärter Carroll überwältigt, ihn
bis zur Bewußtlosigkeit gewürgt und an
Händen und Füßen gefesselt, worauf sie ihm
seinen Revolver und die Schlüssel abnahmen
und ihre Flucht bewertstelligten.
Ab e nd blatt.
: 2 2
Andree's Brieftaube.
Die Wahrheit der Nachricht über
dieselbe bestätigt.
Wie dieselbe schließlich nach Christiania ge
langte.
Christiana, Norwegen, 17. Aug.
Die Wahrheit der Nachricht aus Hammer—
fest in Norwegen wird bestätigt, daß Leute,
die in einem Dampfer nach dem Prof. An—
dree suchten, am 22. Juli das Robbenfahr—
zeug Alken trafen und vom Kapitän die Mit--
theilung erhielten, naß einer seiner Leute
zwischen dem Nordcap und den Sieben In—
seln, an der Nordtüste von Lapland, eine
Brieftaube geschossen habe, welche folgende, an
das Aftonbladet in Stockholm adressirte Bot
schaft von Andree trug: „82. Grad pafsirt.
Gute Reise nordwärts. Andree.“ Das Da—
tum der Botschaft war unleserlich.
Die Taube hatte auch einen an das Afton—
bladet gerichteten Brief; aber der Capitän
des Alten wollte weder die Depesche noch die
Taube abgeben und setzte seine Fahrt nach
dem Norden fort. Der Capitän kennt An—-
dree's Pläne und interessirt sich sehr dafür.
Die Nachricht davon ist hier in sehr in
direkter Weise eingetroffen. Der arr des
Alken theilte sie dem Befehlshaber dẽs Schif
fes Injeborg von Tromsoe mit; von diesem
erfuhr sie der Capitän des Dampfers Ex—
preß, mit welchem Lorner's Polarexpedition
die Heimreise machte, und der „Expreß“ theilte
dieselbe schließlich dem Dampfer Lofoden
u der sie hierherbrachte.
- 22
ius ein Geschäft.
Spekulirt auf das Mitleid ihrer
Mitmenschen.
2 Schlauberaerin, die in Selbstmordver
suchen„macht“ und sich gut dabei steht.
Oatlanb, Cal. 17. Aug.
Mabel Crosby, welche vor einigen Tagen
in der Nähe von Lambertville, N. J., einen
Selbstmordversuch machte, ist in Californien
eine bekannte Persönlichteit. S ie ist hier un
ter dem Namen Frau Pearl Price betannt
und ihr Geschäft ist, Selbstmordversuche zu
machen. Sobald sie in eine finanzielle
Klemme geräth, erlaubt sie irgend Jeman
dem, sie am Selbstmord zu verhindern. Dann
veranstaltet sie eine Collekte, läßt sich photo—-
graphiren und siedelt nach einem anderen Ort
über. Auf diese Weise hat es die Frau Price
verstanden, sich recht erfolgreich durchzuschla
gen. Sie war früher auf der Bühne, wo sie
sich eine gewisse Redegewandtheit angeeignet
und gelernt hat, sich in wirkungsvollen Stel—-
lungen sehen zu lassen. Später war sie in
einem Cirkus, wo sie die Uebung erlangte,
aus ziemlicher Höhe den Kopfsprung in das
Wasser zu machen, ohne zu ertrinken, um sich
dann retten zu lassen.
Im vergangenen Winter erregte sie d'e
Sympathie der Bevölkerung von Haywa: ds
dadurch, daß sie sich zu erhängen versuchte
und erlangte auf diese Weise genügend Geld,
um nach Los Angeles überzusiedeln. Man
ermittelte dann, daß sie unter dem Namen
Crosby in Redding dasselbe Stückchen aufge
führt und dann eine Collekte veranstaltet
hatte.
Die nächste Vorstellung gab sie in New
Orleans, wo sie in den Mississippi sprang,
aber von einem Feuerwehrmann gerettet
wurde. Mitleidige Personen schickten sie dar—-
auf nach New York zu ihren hungernden
Kindern.
-
Purcell's Massenverwalter.
Wohnt seit Jahren in San Diego.
Hosst immer noch, einen Cheil der Verluste
zu ersetzen.
San Diego, Cal., 17. August.
John B. Mennix, der angeblich betrügeri
sche und durchgebrannte Massenverwalter
des verstorbenen Erzbischofs Purcell von
Cincinnati, ist seit mehreren Jahren ein Be—-
wohner von San Diego, wo er eine Advota—-
tur betreibt. Derselbe sagt: „Ich versuche
nicht, meine Schuld an der traurigen Ange
legenheit abzuleugnen. Ich habe Alles, auch
mein eigenes Eigenthum, hergegeben, um den
Verlust zu ersetzen. Ich blieb drei Jahre
dort, und kam dann in der Hoffnung nach
San Diego zurück, um mich finanziell zu er
holen und möglicher Weise einen Theil der
Verluste zu ersetzen.“
EAIII
Pferdelose Wagen.
Gründung einer Fabrik in Ohio
geplant.
Fabrikanten und Kapitalisten an dem Unter
nehmen bethe iligt.
Dayton, 0., 17. August.
Die bedeutendsten hiesigen Fabrikanten
und Kapitalisten berathen sich über einen
Vorschlag zur Gründung einer Fabrik von
pferdlosen Wagen in hiesiger Stadt, welche
nach einem in Chicago erlangten Patent, als
bewegende Kraft Electrizität erhalten sollen.
Ein Comite wird sich nach Chicago begeben,
um die Sache näher zu untersuchen. Die
Gesellschaft wird bedeutendes Kapital zur
Verfügung haben.
Chicago, Dienstag, 17. August 1897.
Vielleicht viel Gold darin.
Ein Fiegelfabrikant macht aus
seinen Arbeitern eine Goldsucher
gesellschaft.
Ein für beide Cheile vortheilhafter c·ontrakt,
wenn er eingehalten wird.
Plaistow N. H., 17. ua.
Ein hiesiger reicher Ziegeleibesitzer, Na—-
mens Potvin, hat aus seinen Arbeitern eine
Gesellschaft gebildet, uin nach dem Klondyke
zu gehen, und wird seine Ziegelei schließen,
so lange die Gesellschaft abwesend ist. Pot
vin hat sich gewaltig für die Zeitungsberichie
über die Goldfunde am Klondyke interessirt
und die Schilderungen der glücklichen Gold—
sucher, die zurückgekehrt sind, haben sein In—
teresse dafür noch bedeutend erhöht.
Er legte seinen Plan seinen Avbeitern vor
und fünfundzwanzig derselben nahmen den
Vorschlag sofort an. Danach unterschreibt
jeder Theilnehmer einen Contrakt, wonach
Potvin alle Reisekosten bezahlt, und die Ge—-
sellschaft ein Jahr lang mit Lebensmitteln
versorgt. Dagegen verpflichten sich die Mit
glieder der Gesellschaft, ein Jahr lang in
den Goldfeldern zu arheiten, und Potvin
die Hälfte ihrer Goldfunde zu geben. Nach
Ablauf des Jahres sind sie dann wieder ihre
eigenen Herren.
—— ——
Aus Indien.
Der Aufstand der fanatischen
Eingeborenen.
Die Verschanzungen der selben zusammenge
schossen und der Feind in die Flucht
getrieben.
; Simla, 17. Aug.
Eine Rekognoscirungsabtheilung imSwat
Thal hat entdeckt, daß der Feind in den Ber—-
gen zwischen Jalala und Lendaki verschanzt
ist, wodurch die Nachricht bestätigt wird, daß
sich in dem oberen Swatis die fanatischen
Bonerwals und Haudustini in Massen ge—
sammelt hatten. Der britische Befehlshaber,
General Blood, wird wahrscheinlich die
Stellungen des Feindes sofort angreifen
lassen.
Nach späteren Nachrichten hat der General
die steinernen Schanzen des Feindes mit sei
nen Berggeschützen zusämmenschießen lassen,
worauf die aufständischen Eingeborenen die
Flucht ergriffen.
Gemischte Ladung.
Mit einem britischen Schiff aus
Australien angekommen.
———
Außer Kohlen eine ganze Menagerie an
Bord.
San Franciseco, 17. Auz.
Das mit einer Kohlenladung von Austra
lien angekommene britische Schiff Clipperton
ist die reinste schwimmende Menagerie. Capt.
Aadrew und sein Obersteuermann Barroa,
haben Dutzende von buntg: fiederten austra—
lischen Vögeln und auch eine Anzahl anderer
se-tener Thiere von Sidneh mitgebracht. In
der Sammlung befinden sich Wallabies,
Emus, eine Känguruhratite, Zebrafinken,
Papageien, Kakadus und eine Menge anderer
Vögel. Die Sammlung ist, wie es heißt,
für London bestimmt.
——
Ohne Schutz.
Außerhalb der Stadtgrenzen lie·
gende Gebäude ohne Schutz
gegen Feuersgefahr.
Auf Befehl des Bürgermeisters. :
—7
Joliet, 31., 17. Aus.
Der Bürgermeister Lagger hat gestern eine
Verordnung erlassen, welche der städt'schen
Feuerwehr verbietet, sich zu Feuersbrünften
cußerhalb der Stadtgrenzen zu begeben.
Nun aber liegen tausende von Wohnhäusern
in der Nähe der Stadt, aber außerhalb dez
städtischen Weichbildes, welche seit Jahren
Schutz gegen Feuersgefahr gehabt haben,
allerdings, ohne daß sie dafür in die eigene
Tasche hätten greifen müssen.
——
Die gesührsichen X Sirahlen.
Ein erfahrener Elektriker schwer
verbrannt.
Die Schmerzen erst nach zehn Cagen fühlbar
geworden.
Den ver, Col., 17. Aug.
Charles F. Lacombe, der Präsident der
hiesigen „Mountain Electric Co.“, hat sich
während er mit X-Strahlen experimentirte,
beide Hände schwer verbrannt und leidet jetzt
die entsetzlichsten Schmerzen, welche derartige
Brandwunden stets zur Folge haben. Die
Aerzte sind fortwährend um ihn beschäftigt
und es wird Alles gethan, um seine Schmer—-
zen zu lindern. Es waren, seitdem er mit
X-Strahlen zu thun hatte, zehn Tage ver—
gangen, ehe sich die Schmerzen einstellten.
Eisenbahnraub.
Ein Zug der Santa Fe-Bahn in
Oklahoma angefallen und
beraubt.
Kansas Cityh, 17. Aug.
Aus Oklohama Cith im Gebiet Oklahoma
wird folgendes gemeldet: Der gestern früh
um 9 Uhr 55 Minuten von Kansas City nach
Forl Worth in Texas abgegangene Perse—
nenzug der Santa Fẽ-Bahn ist um vergan—
gene Mitternacht, fünfzehn Minut-n nah
Zwölf, zwischen Edbmond und Oklahoma
Cith von sechs verlarvten Räubern angehal
ten worden. Der Versuch, den Geldschrank
der „Wells-Fargo Expreß Companyh“ nmit
telst Dynamit zu sprengen, ist mißlungen,
doch haben die Räuber aus dem Geldschcant
der für die Wegestationen Geldsendungen
enthielt, 3- bis 600 Dollars, erbeutet; Rei—
sende sind nicht behelligt worden.
Nach späteren Nachrichten haben die Bahn
räubex gar kein Geld erbeutet. Nach ver—
geblichen Versuchen, den Geldschrank zu
sprengen, hielten sie eine kurze Berathung
ab und verließen dann den Zug, indem sie
dem Lokomotivführer den Befehl gaben, wei
ter zu fahren.
Der Zug wurde durch das Gesindel drei
ßig Minuten aufgehalten.
; ——
72
Zuckerrüben.
Deutsche Colonie zum Anbau der—
selben. -
Klans Spreckels der Abnehmer der ganzen
Ernte.
San Francisco, 17. August.
Die Vorbereitungen zum Anbau von Zu—
ckerrübenland in großem Maßstabe in Mon—
terey Counth in diesem Staate unter der
Verwaltung der deutschen Colonisationsge
sellschaft von Californien, sind jetzt beendet.
Das Land hat einen Flächeninhalt von 10,—
000 Ackern und liegt im Salinas Thal.
Claus Spreckels, welcher die Zuckersiederei
in Salinas, die größte in der Welt, wie auch
die Zuckevsiederei in Watsonville in diesem
Staate, vertritt, hat sich kontrattlich ver—
pflichtet, alle von den Colonisten gezogenen
Rüben zu kaufen. Wie es heißt, soll der
Preis $4.00 die Tonne betragen.
——
Schiffsnachrichten. “
Heute Morgen gemeldet:
Gibraltar:,„Ems“ auf der Fahrt nach
Neapel von New York. ;
In der Nacht aemeldet:
New York: „Bovic“ von Liverpool;
„Mohawt“ von London. :
Moville: „State of Nebraska“ von
New York.
Queenstown:„Catalonia“ von 80-
ston.
—— ff îs s
- ;
Städtisches.
Aus dem Rathhause.
Die Civildienst-Commission schickt
den Departementschefs Ceute für
Vakanzen zu.
Polizeichef Kipley plant eine weitere Mas
senentlassung.
Die Civildienstceommission hat heute Mor—-
gen 49 Leute in den verschiedenen Departe
ments der städtischen Verwaltung angestellt
und ihre Namen auf die Gehaltslisten gesetzt.
Von diesen erhielten 25 Stellen im Obecbau—
amte, 10 im Departement des städtischen
Electrikers, 10 im Feuerdepartement und 4
im Gesundheitsamt. Heute Morgen murde
nur eine neue Liste von Leuten herausgege
ben, die das Civildienstexamen bestanden ha—
ben. Dieselbe enthält etwa 100 Namen von
Applitanten für Stellen im Feuerdeparte
ment. Weitere 100 Mann werden wahr—
scheinlich noch heute dem Oberbauamt zuge—
wiesen werden, doch werden sie erst angestellt.
werden, sobald die 60 Tage Leute entlassen
sind. Darüber wird aber wahrscheinlich noch
einige Zeit vergehen, denn Oberbauceommis—-
sär MeGann erklärt, daß er die 80 Tage
Leute, die sich bereits eingearbeitet hätten,
nicht Hals über Kopf entlassen könne, ohne
dem Dienst in seinem Departement zu scho
den.
In Polizeikreisen rief heute Morgen die
Nachricht, daß Polizeichef Kipley in aller—
nächster Zeit nahezu 500 Patrouielle-Män—
ner, die unter Mayor Swift's Administra
iion angestellt wurden, entlassen und sie durch
Mitglieder der „Democratic Star League“.
die das Civildienstexamen gemacht haden, er
schen werde. Polizeichef Kipley gab hente
Meorgen zu, daß er eine Generalorder zu
dem genannten Zweck in Vorbereitung hebe,
daß aber die Order nicht vor nächster Weche
hergusgegeben würde. Er halte es nur für
recht und billig, daß unter einer demotrati—
schen Administration Demokraten angestellt
würden, solange dies sich im Einklange mit
dem Civildienstgesetze thun lasse.
Der Gesundheitscommissär Dr. Reynolts
hat die Milchinspectoren Forbes, Nelson und
Drink, sowie den Clert Randall entilassen
und die Civildienstcommission ersucht, ihm
für die Vier Ersatz zu schicken. Alle waren
unter Mayor Swift angestellt.
Preis: 1 Cent. —5. Jahrgang. No. 194.
Keine Angst.
Der achtzigjährige John Maas
tritt in den Stand der Ehe.
Eine trübe Erfahrung, die er kürzlich machte.
Unter denw heute Vormittag erwirkten Hei—
rathsscheinen befindet sich folgender:
Sohn Naas... . . 203.
Zulia Hall. . . . 50.
Es ist noch nicht lange her, seit John
Maas, der in No. 643 N. Leavitt-Straße
wohnt und nicht unbemittelt ist, mit einer
Vertreterin des schönen Geschlechts, die er als
seine Haushälterin mit der Aussicht, wie
es hieß, auf spätere Verheirathung ange—
nommen hatte, eine recht traurige Erfahrung
machte, die ihm eine hübsche Summe tkostete.
Diese Erfahrung konnte seinen Glauben an
die Menschheit, oder genauer gesagt, an dessen
schönere Hälfte, jedoch nicht erschüttern, wie
seine heutige Handlung deutlich genug zeigt.
Besagte Haushälterin hatte sich als Mary
Zitze bei ihm eingeführt und nach und nach
sein Verttauen zu erwerben gewußt. Sie
hatte einen Verehrer Namens Hoffmann und
dieser einen Freund Namens Glowezewtsi,
denen es mit Hilfe Maryh's gelang, Maas um
eine hübsche Summe zu bestehlen, die dieser
in seinem' Bett verborgen hielt. Zum Ver—
räther an den beiden Erstgenannten rut
ein Knopf mit der Photographie eines jungen
Mädchens, Namens Julia Leslie, einer Ge—
liebten Hoffmann's. Die Polizei fand näm—
lich den Knopf in Maas' Zimmer. Sie begab
sich zu der Firma, die den Knopf acfertiat
hatte und erfuhr dort, daß derselbe auf Be—
stellung von Julia Leslie angefertigt ada
war. Das Mädchen wurde bald gefunden
und gestand, daß es den Knopf seinem Ver
ehrer, Joe Hoffmann, geschentt habe. Gleich—-
zeitig ermittelten die Beamten, daß Hoff
mann's Busenfreund ein gewisser John M.
Glowchewsti sei, und sie verhafteten den—-
selben. Hoffmann dagegen hatte rechtzeitig
die Flucht ergriffen und ist auch bis heute
noch nicht verhaftet worden. Glowezewski
legte dann ein Geständniß ab, aus dem her—-
vorging, daß Hoffmann eigentlich Klatzki
heißt und daß Frau Zitzo, die bei Maas unter
dem Namen Schmidt als Haushälterin diente
und, wie gesagt, sein volles Vertrauen genoß,
mit ihm und Klitzki im Complott war, wenn
sie auch an der Beraubung von Maas nicht
persönlich theilnahm. Die geraubte Summe
hatte Maas in einem eisernen Kasten, der
unter seinem Bett stand, aufbewahrt. Frau
Schmidt-Zitzo wußte das und auf ihre Ver—
anlassung führten Klatzki und Glowczewstki
den Raub aus.
Es freut uns, daß Herr Maas sich so bald
getröstet hat, und wir benutzen diese Gelegen—-
heit, dem jungen Ehepaar unseren herglichen
Glückwunsch mit auf den Weg zu geben.
2
Eifersucht.
Maggie Canton in einem Canz-
Cokal erschossen.
Der muthmaßliche Chäter flieht.
Heute Morgen kurz nach 3 Uhr wurde die
17 Jahre alte Maggie Canton, welche mit
ihrer Schwester Elizabeth zusammen in No.
2625 Emerald Ave. wohnte, in einer Tanz—-
halle hinter Felix Wost's Wirthschaft, No.
3352 Laurel-Str., erschossen. Man konnte
bis jetzt weder die genaue Ursache noch den
Namen des Thäters feststellen, doch wird ver—
muthet, daß ein junger Mann Namens
O'Neil die That aus Eifersucht verübte.
Maggie Canton, welche bei Siegel, Cooper
& Co. angestellt ist, und ihre Freundin
Louisa Young befanden sich gestern Abend in
Gesellschaft von O'Neil, dessen Adresse
bekannt ist, Daniel Callahan, No. 2820
Main-Sitr., John Neering, No. 3216 S.
Morgan-Strs., und Tony Moran, No. 2075
Main-Straße. Nachdem die Gesellschaft eine
Zeit lang spazieren gegangen war, betrat sie
In 10 Uhr 30 Minuten Worst's Wirthschaft.
Hier wurde fleißig getrunken und es tonnte
bemerkt werden, daß O'Neil Maggie be
sondere Aufmerksamkeit erwies. Kurz vor
drei Uhr befand sich die Gesellschaft, welche
vorher in der Tanzhalle gewesen war, mit
Ausnahme von O'Neil und Maggie vorne in
Lokal.
James Murphh erkundigte sich nach
Maggie und erhielt zur Antwort, daß sie mit
O'Neil in der Tanzhalle zurüctgeblieben sei.
Er begab sich dorthin und fünf Minuten dar—
auf hörten die Anderen einen Schuß.
liefen nach der Tanzhalle und fanden Maggie
mit einer Kugelwunde im Kopf. Sie war!
bereits todt. O'Neil's Rock und ein Revolver
lagen neben ihr. O'Neil und Murphy waren
fort.
Die Uebrigen wurden in Haft genommen.
Es heißt, daß Murphy und O'Neil Neben
buhler waren, daß aber der Erstere von
Maggie begünstigt wurde.
Codesfãlle.
John Lang, 61 Jahre alt, 92 Orchard
Siraße.
Augusta eZngraf, 75 Jahre alt, 2716 Cot
tage Grove Avenue.
Elsa Nellert, 5 Jahre alt, 2024 Ashland
Avenue.
Chas. H. Esping, 40 Jahre alt, 3802
Seeley Avenue.
Viehmarkt.
Schweine 18,000, Schafe 16,000, Rinder
2500 Stück. Schweine um 5 Cenis billiger.
Schwere Schweine 3. 80 —4.00, leichte 2.85
4.15, schwere und leichte 3.80 —4.05, groe
Pötelwaare 3.60 —3.70, „Pigs“ 2.855—4.15.
Die Banken und Gunning.
Dem Countyrath wird eine Be—
schwerde von vier Nationalban—
ken über zu hohe Besteuerung
eingereicht.
: Vergleichende Tabellen.
Dem Countyrath wurde heute früh von
Z. S. Holbrook, Präsident der Taxpayers
Defense League, eine Beschwerde der Aktio
näre einiger National-Banken über zu hohe
Besteuerung seitens des Assessors Gunning
eingereicht. Derselbe sagt, daß er der gesetz
lich autorisirt Agent der First National Bank,
Fort Dearborn National Bank, National
Bank of America und Northwestern National
Bant sei und in deren Auftrage über die zu
hohe Besteuerung des Actiencapitals besag
ter Banken Beschwerde führe. Diese seien
im Vrhältniß zu anderen Banken und Geld—-
leuten höher besteuert worden, und wären da—
durch gezwungen, größere Steuern zu zah
len als die anderen Geld-Institute und Kapi—-
talisten. Der Beschwerdeführer weist durch
die weiter unten folgende Tabelle nach, daß
der Einschätzung nicht der wirkliche Werth
der Actien zu Grunde gelegt wurde, sondern
ein willtürlich angenommener. Assessor Gun
ning sei in der Einschätzung mit einer Will
türlichteit vorgegangen, die nicht erlaubt sei,
da er sich geweigert hätte, diese Einschätzun
gen durch die Town-Steuerrevisionsbehörde
begutachten zu lassen. Der Werth der Ae—
tien werden nach dem Kapital zuzüglich des
„Surplus“ und Profits berechnet und der
Procentsatz der Gesammteinschätzung aller
Banken solle 10 betragen. Der Be—
schwerdeführer ersucht, die Einschätzung fola
gendermaßen zu reduciren:
First National Bank. . .sßr ) von $770. 490 auf 515, 227
Fort Dearborn. . ss ï) sæ· . · von 87, 900 auf 50,652
National Bank of America.. . ß. von 174,000 auf 123.136
Northwestern National Bank.· von 215.,000 auf 151,807
Holbrook weist dann auf die Tabelle hin,
aus welcher hervorginge, daß die Actien der
folgenden Banken niedriger als 10 einge
schätzt seien: Union Trust Company, Mil—
waukee Avenue State Bank, Foreman Bros.
Banking Company, Lincoln National Bank,
International Bank, First National Bank of
Englewood, Hibernian Bank, Merchants
Loan and Trust Companyh, Commercial
Loan and Trust Company, Garden Banking
and Trust Company, American Trust and
Savings Bant, Northern Trust Company,
Bank of Commerce, National Live Stock
aßnk, Chicago City Bantk, Western State
Bank, Drovers' National Bank, Prairie
State Bank, American Exchange National
Bank, und State Bank of Chicago.
Folgende Tabelle zeigt Actiencapital,
Surplus und Profit, die Einschätzung und
den eingeschätzten Procentsatz der Actien der
verschiedbenen National-, Staats- und Pri
vatbanken Chicago's:
Nane. neveriant Besteuert
First.. . ·.· ·. . -8, 000, 000 s 2, 152,274 770 400 14.9
Fort Dearborn.. 500,000 106,528 87,900 14.5
America. .... .· · 1,000, 000 2831,359 175,000 14.2
Northwestern .. . . 1,000, 000 518,078 215,000 14.1
Republic. . .... 1000,000 128,254 160,000 14.1
Commercial.. .. . .äé 1,000,000 1,555,957 300,000 13.9
Hide and Leather 300 000 7a 701 d 0 000 13.5
nion .. 2000.000 235,200 270.000 120
Corn Exchange. . · 1,000,000 1,144,000 145.000 12.7
Continental... .. ß. 2,000.000 485,047 300,000 12.0
Globt . vN .. . 1000,000 78 528 130 000 12.0
Chicago 500, 000 600,688 130,000 11.8
Merchants' .. .. .. 1,000,000 1,694, 882 300,000 11.5
E
Homs.. 25000 1852738 40500 10.7
Metropolitan .. . 2.,000,000 1,206,450 325,000 10.4
Royal.. ... .. 500,000 176 870 67.700 10.0
Illinois Trust &
Savings. ..·· ·2, 000,000 2,581,353 a 458,000 10.0
State Bank of
Chicago .. ... . . 500,000 246,495 60,000 9.7
Amer. Exchange.. 1,000, 000 236,769 115,800 9.
Drovers' . ··- 250,000 137,661 31248 8.3
Western State B. 300,000 5,037 10,000 8.3
Chicago City.... . 3800,000 43,341 6,000 8.1
Lide Stock.... .. . 750,000 1,088,602 150 000 8.0
Bank ofCommerce 500,000 33,828 40,000 7.4
Northern TrustCo 1,000, 000 682.257 120,001 7.1
American Trust.. 1,000, 000 1602,660 75,000 6.8
Garden City.. .. . 500,000 24,957 40,000 6.7
Commercial Loan
& Trust. .. . . 500,000 101,314 40.000 6.6
Merchants' Loan
& Trust ..· .· · 2.000,000 1,489,678 200,000 5.8
Hibernian .. . .. s<ÂÚ222. cOO 345,944 49,000 5.3
First (Cnglewood) 10c0, 000 14, 630 5,000 4.3
International.. . 500,000 254. 928 30,000 4.0
Lincoln .... . 200 000 18, 825 8,000 83.7
Foreman Bros.'
Banking Co. . . 500,000 522012 835,0000 3.4
Union Trust Co.. 500,000 982,431 50,000 3.4
Milwautee Ave.
State. . .. 20,000 108/781 10,000 2.8
Homestead Loan
&Trust.. 447.006 48.647 nicht best. ..
Prairie State Bk. 200, 000 63,771 25.,000 9.5
Bank of Nova
Scolia ———— 410000 .
West Side Bank. 50,000 2763 nicht best. ...
Bank of Montreal .. . . · · 200000
Gunning's Vorgänger hatte die National
banten, die in der obigen Tabelle aufgefühct
sind, im Jahre 1886 folgendermaßen ein
geschätt:
American National Bank. .. . . . $135,000
Bankers' National Bant. . . 120.000
Chicago Rational Bant.. . .. 130 000
(DJohn R. Walsh, 2000 Aktien, S2OO, 000.)
Comtinental Natinal Bant. ... .. . . .. 315.000
Commercial National Bank.. .. . . · 300.000
Fort Dearborn National Bank. . . ...· .. . 72,000
First National Bant ... —6175 000
(Hauptaktionäre: S. Allerton $194, 000; Nel
son Morris 151,500; Lyman Gage 292, 600;,
S. Nictkerson 8750, 000; Mathilda Nickerson
ʒIOO, 000.)
Globe National Bank.. . · .· . 130.000
Merchants' National Bank ... . . 2300,000
Metropolitan National Bank. .. . . ... 325,000
National Bank of the Republit . . . . .... . 120,000
Natibnal Bank of America . . 175.000
Northwestern ational Bank. ... . ........ 215;000
(M. D. Sturges allein 707,000.)
Hide and Leather Nationai Bant . ..... .. . . 50.000
UNnion Nationai Bankt . 270 000
Gunning's Liste zeigt, daß er den Aktien
werth ganz richtig taxirt hat und die Be—
schwerde über zu hohe Einschätzung ist eine
total unbegründete. Der countyräthliche Fi
nanzausschuß, der zur Zeit als County-
Steuer-Revisionsbehörde tagt. wird die Re—
tlamation hoffentlich zu den Akten legen..

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