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Abendblatt. [volume] (Chicago, Ill.) 1894-1899, July 27, 1899, Image 4

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Abendoblatt.
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: Donnerstag, den 27. Juli 1899.
Die Steuereinschätzung der Süd—
seite.
Die Südseite unserer Stadt, welche das
Centrum unseres Handels und Verkehrs
einschließt und daher den größten Theil der
Steuerwerthe liefert, bildete von jeher einen
Stein des Anstoßes in unserem Steuerwe—
sen, denn sie wurde zur Tragung der öffent
lichen Lasten niemals in dem Maße heran--
gezogen, wie die Steuerzahler der übrigen
Stadttheile es für billig hielten. Die Be—
hörde der Steuereinschäãtzer hat jetzt ihre Mo
bilieneinschätzung auf der Südseite vollen
det und die Einschätzungsbücher sind den
Revisoren übergeben worden. Lange genug
haben die Letzteren darauf warten müssen,
unbd es wurde schon die Behauptung ausge
sprochen, daß die „Assessoren“ die Sache 2
sichtlich verzögerten, um den Repisoren keine
Zeit mehr zu lassen, eine gründliche Revision,
respektive Erhöhungen der Einzeleinschätzun—
gen vorzunehmen.
Wie dem auch sein möge, so liefert die
jetzt vorliegende Mobilieneinschätzung der
Südseite doch den erfreulichen Nachweis, daß
das neue Steuergesetz auch hier seine gute
Wirkung nicht verfehlt hat. Im vorigen
Jahre belief sich die Gesammteinschätzung
des beweglichen Eigenthums auf der Süd
seite auf 14 Millionen, während die Ge
sammteinschätzung im ganzen Counth 213
Millionen betrug. Durch den Aufschlag
von 39 Prozent, welchen die Staatsbehörde
für Steuerausgleichung verfügte, wurde die
Einschätzung der Südseite auf nahezu 20
Millionen gebracht. In diesem Jahre be—
trägt die Einschätzung der Südseite gerade
das Doppelte, nämlich 40 Millionen, oder
den fünften Theil des eingeschätzten Baar
werthes von 200 Millionen. Welche Ver
änderungen und Erhöhungen die Revisions
behörde vornehmen wird, bleibt s
Jedenfalls ist noch mancher Besitzer von
Steuerwerthen den Einschätzungsbeamten
entschlüpft, und wenn die Revisoren in Be—
zug auf die Südseite ebenso energisch vor—-
jgehen, wie in anderen Bezirken, wird die
Gesammthöhe der Einschätzung wohl noch
etwas steigen.
Die veröffentlichte Liste der Einzelein—
schätzungen zeigt, wie berechtigt die Klagen
über die Einschätzungen früherer Jahre
waren. Einzelne Personen und Firmen
sind in diesem Jahre zwei-, dtei- und vier—-
mal so hoch eingeschätzt, wie noch im vori—
gen Jahre. Andere sind sogar zehn- bis
fünfzehnmal so hoch eingeschätzt, wie früher.
Da sich unter dem neuen Gesetz Jedermann
bst einzuschätzen hat, so ergiebt sich da
s, daß die diesjährige Einschätzung der
reffenden nicht zu hoch, wohl aber die—
ige früherer Zeiten viel zu niedrig ge—-
wesen ist. Die Unfähigkeit oder sonst etwas
der früheren Assessoren wird dadurch auf
das Schlagendste nachgewiesen, und es wird
sich zeigen, ob die Einschätzung der Grund
werthe in früheren Jahren eine ebenso
liederliche oder betrügerische, in jedem
jalle aber ungleichmäßige und ungerechte
r, wie die Mobilieneinschätzung.
Denjenigen Steuerzahlern, welche in
Mfrüheren Jahren gerechte Ursache hatten,
über die Höhe ihrer Steuern zu klagen, wie
3. B. diejenigen der Nordseite, darf es nicht
überraschend vorkommen, wenn sie unter
dem neuen Gesetz, trotz der, im Vergleich
zu früher, strengeren Bestimmungen dessel
ben, weniger Steuern zu bezahlen haben,
als in verflossenen Jahren. Die Herren
„Drückeberger“ von ehemals müssen eben
den Ausfall decken und noch etwas
ügen.
treike und Pöbelausschreitungen.
Die Führer der streikenden Straßenbahn—
angestellten in Cleveland haben eine Erklä—
rung erlassen, in welcher sie alle Verant
wortlichteit für die in den letzten Tagen dort
vorgekommenen Gewaltthätigkeiten und
Ausschreitungen, bei denen sogar Dynamit
bomben eine Rolle spielten, von sich abwäl—
zen. Sie sprechen ihr Bedauern über jene
Gewaltthaten aus und warnen die Mitglieder
ihrer Organisation vor den Zusammenrot—-
bungen des Pöbels, der nichts Gutes im
Schilde führt und die Gelegenheit zur An
stiftung und Verübung verbrecherischerHand—-
lungen benützt. Die streikenden Straßen
bahnangestellten, sowie alle Freunde der Ar—
beiterorganisation werden aufgefordert, sich
von jenen Zusammenrottungen fern zu hal—
ten, und das Manifest schließt mit den
Worten: „Wir wissen, daß die Bevölkerung
mit uns ist und sich weigern wird, auf den
Straßenbahnen zu fahren, ehe unsere Rechte
anerkannt sind. Dadurch werden wir unse—
ren Kampf gewinnen.“
Es ist der Fluch der Streike, daß sie die
schlummernden Leidenschaften erwecken und
zur Gewaltthätigteit reizen, zu der die
menschliche Natur ja stets geneigt ist. In
den Großstädten, deren Bevölkerung immer
einen starken Prozentsatz verbrecherischer
und nichtsnutziger Elemente enthält, sind es
diese, welche jeden größeren und die Oeffent
lichteit berührenden Streik für ihre
d. h. zur Begehung gesetzloser Handlungen,
zu Ruhestörung, Raub und Zerstörung, zul
benützen suchen. Die Städte Pittsburg und
Chicago haben trübe Erfahrungen in l
Beziehung gemacht. Der Streik des Jah—
res 1877 hat ersterer Millionen gekostet und
Chicago muß sich in den Gerichten noch im
mer gegen die Folgen des Streikes in den
Mus man schen Werten wehren, hat auch
ssgen mehrere der aus demselben erwachsenen
Stchadenersatztlagen in der ersten Instanz
erloren.
Um ihrem Abscheu vor den verübten
Schandthaten und Pöhbelausschreitungen den
stärtsten und unzweideutigsten Ausdruck zu !
eben, sollten die Führer der Clevelander
Straßenbahnstreiker offen ihre Zustimmung
zu den Schritten aussprechen, welche gethan
wurden, um die gestörte Ruhe wieder herzu—
stellen und weitere Störungen zu verhüten,
nämlich zu der Heranziehung der Staats
milizen, welche jetzt über Sicherheit von Le—
ben und Eigenthum in jener Stadt wachen.
Das würde allen Zweifel über ihren Stand—
punkt als gesetzliebende Bürger, welche mit
Gewaltthaten und Verbrechen nichts zu thun
haben wollen und dieselben verabscheuen,
heben und würde ihnen die Sympathien der
Bevölterung, welche sie, wie sie selbst einge—
stehen, zum Erfolge nicht entbehren können,
unter allen Umständen sichern. Im anderen
Falle wird die Gerechtigkeit ihrer Forderun—
gen nicht genügen, um denselben zum Siege
zu verhelfen, denn die öffentliche Ruhe und
Sicherheit geht über Privatinteressen.
——— “
China und Japan.
Zwischen den beiden Hauptvölkern Ost—
asien's, den rassenverwandten Chinesen und
Japanern, scheint sich eine Annäherung zu
vollziehen, deren Spitze natürlich gegen die
vordringenden Russen gerichtet ist. Ohne
daß davon viel Geräusch gemacht tworden
wäre, hat sich der Koloß China mehr oder
weniger der Führung des kleinen, aber ener
gischen Japan überlassen, von dem er vor
einigen Jahren so gewaltige Prügel bekom—-
men hat. Japanische Militärs sind im Be—-
griff, die chinesische Armee zu reorganisiren
und auf die Höhe der Zeit zu bringen, und
es handelt sich nur noch darum, der Regie—-
rung Japan's als Sicherheit für ein abzu—-
schließendes Bündniß zwischen den beiden
Ländern die Kontrolle über die chinesischen
Finanzen zu gewähren. Vor diesem letzten
und ausschlaggebenden Schritt scheint aber
die chinesische Regierung aus Furcht vor
Rußland noch zurückzuscheuen.
Welche günstigen Folgen eine Allianz miit
Japan für China und dessen Fortbestand
haben muß, ist schon daraus ersichtlich, daß,
seitdem von einer solchen die Rede ist, die
europäischen Mächte, speziell Rußland, in
Bezug auf die Auftheilung des Reichez der
Mitte ziemlich still geworden sind. Ruß—
land bereitet sich auf den Konflikt mi: Ja—
pan vor, dem es die Früchte seines Sieges
über China zum größten Theile raubte, wel—
ches aber jetzt auf den Zusammenstoßtz besser
vorbereitet ist. Russische Truppen befinden
sich ununterbrochen auf dem Marsche nach
Osten, aber wenn es Japan gelingt, den Zu—
sammenstoß noch eine Zeit lang hinauszu
halten und ittlerweile das chinesische Heer
kampffähig zu machen, dann kann Rußlant
sich in Ostasien auf einen Kampf auf
und Tod gefaßt machen. Das japanische
Heer ist zwar numerisch schwach, aber vor
trefflich organisirt und von der größt·n
Schlagfertigteit, und die japanische Floite
kann es mit der russischen in den astasiati
schen Gewässern jederzeit aufnehmen.
Die Schönheitsmittel der Künst
lerinnen.
Die „Andere“, um derentwillen eine Frau
verlassen wird, glaubt die Letztere häufig
unter den Theater- und Circusdamen suchen
zu müssen, denn das Ideal der Reize der
ewigen Frauenschönheit vermuthet sie wohl
nur da zu finden. Die da oben auf den
Brettern Jahre hindurch der berühmten „Ve
nus von Milo“ gleichen, durch ihre Schön--
heit und Reize glänzen, welche Mitiel wenden
sie wohl an, sich den Reiz, daß sie immer noch
die„Andere“ sein können, zu erhalten? Wohl
ist es richtig, daß sich die Künstlerinnen itn
Allgemeinen, troß Anwendung der vielver
rufenen Schminke, doch im Verhäliniß recht
lange ihre Schönheit oder doch wenigstens
die Reize erhalten; ebenso wie es statistisch
feststeht, daß die Künstlerinnen r
lich trotz der Aufregung, die der Beruf mit
bringt, trotz der natürlichen oder künstlich zur
Schau getragenen Leidenschaften auf dem
Theater und im Circus eine lange Lebens
dauer haben. Vielleicht finden die dann
der Gesellschaft den richtigen Weg, sich die
Reize der Künstlerinnen und das lange Le—
ben derselben zu sichern, wenn wir hier die
Schönheitsmittel der „Anderen“ angeben,
deren sie sich bedienen, jene Mittel, die unter
dem wunderbaren sEmail, welches dasselbe zu
Tage fördert, alle Hautfehler ja selbst
Blatternarben verschwinden lassen und
die Runzeln und Falten so glätten, als wären
sie nie vorhanden gewesen. Einige der Künst
lerinnen erzählen gern der Welt, daß sie
überhaupt teine Schönheitsmittel in Anwen—-
dung bringen, sondern die gütigen Götter
und die Liebe das Wunderwerk an ihnen
vollbringt, indeß muß man grundsätzlich
Künstlerinnen nach dieser Richtung nicht
Alles glauben. Natürlich sprechen wir hier
auch nur von jenen Künstlerinnen, deren Ge—-
burtsjahr länger zurückdatirt werden muß
länger, als es die Theaterlexika und Al—-
manache gedruckt aufweisen. Man wird
überhaupt gut thun, in diesem Puntt selbst
die offiziellsten Lexika weder als Geburts
ausweis noch als Beweismittel anzusehen,
denn die Künstlerinnen sind in Bezug auf
Angabe des Alters immer Künstlerinnen
gewesen.
Sarah Bernhard, in ihrer Jugend ma—
ger wie ein Skelett, übte wunderbarerweise
dennoch auf die Herrenwelt immer einen
ganz faszinirenden Reiz aus, und zwar
nicht nur durch ihre Kunst allein, sondern
auch durch die Art, ihren Zügen unauffäl—
lig jenen Ausdruck zu verleihen, der an
zieht, und die Magerkeit ihres Körpers den
Augen so lange zu entziehen, bis das De—
fizit künstlich gedeckt wurde. Sarah Bern—
hard ist die Erfinderin der falschen und
falschesten Mittel, den weiblichen Körper
für die Außenwelt durch die hauschigen
Halsrüschen aus Spitzen und Gaze, die ver—
hüllenden Boas, die den langen Hals wie
in Flaum gehüllt erscheinen lassen, ange—
nehm zu machen; ebenso groß ist diese
Künstlerin in Erfindung von
Verjüngungsmitteln, um den mageren Kör—
per plastischer erscheinen zu lassen. Sie
legte vor Allem Gewicht auf denjenigen
Theil des Körpers/ welcher „zur gefälligen
Ansicht“ frei liegt. Dies ist Hals und
Nacken; deshalb suchte die Künstlerin zuerst
die Anmuth des Halses zu erhöhen, „denn“,
sagte sie, „ich konnte die „Phädra“ nicht im
geschlossenen Kleide oder mit einer Hals—-
rüsche oder umhüllender Boa spielen.“ Und
thatsächlich brachte es Sarah Bernhard da—-
hin, daß in den Jahren, wo b-i diesem
Theil des weiblichen Körpers jene häßliche
Schlaffheit, jene Runzeln, jene Knochen
hervortreten, die den Schrecken der Tamen—
welt bilden, da ihnen klar wird, daß das
Alter heimlich wie ein Dieb in der Nacht
gekommen sei, 'bei ihr keine Ahnung von
jener häßlichen Schlaffheit, keine Spur von
den mit dem Namen „Salzfäßchen“ beleg—-
ten Grübchen zwischen Hals und Brust zu
finden war. Diesen Theil ihres Körpers
schön zu erhalten, hatte sie ein Mittel, das
darin bestand, daß sie jeden Tag ihren Hals
von der Zofe 20 Minuten lang massiren
und Nachts mit dem feinsten Olivenöl eia
reiben ließ und gercide jetzt Hals, Nacken
und Arme meist frei trägt, während sie
früher nie ohne verhüllende Boas zu sehen
war. Zur Erhaltung der Schönheit und
ewigen Jugend, zur Verbannung der Run—
zeln gebraucht sie Thee-Bäder. Sobald die
Tragödin von der Reise in ein Hotel ein
kehrt, bestellt sie ein riesiges Bad, in das
mehrere Pfund russischer Thee hineinge—
schüttet werden. Sarah Bernhard altert
auch deshalb nicht für die Welt, weil sie
ihre Toilette stets so einrichtet, daß sie den
Kopf hebt.
Eleonore Duse, die große italienische
Tragödin, ist und war nie eine jener be—
rühmten Schönheiten, zu deren Verkündern
sich seit alten Zeiten die Dichter und Maler
aller Nationen gemacht haben; aber sie war
immer eine Frau, die ihren Zügen, ihrer
Haltung einen intim-anziehenden Reiz, ein
undefinirbares Etwas zu geben verstand.
Wer tann sagen, daß diese in letzter Zeii
stets leidende Frau häßlich oder faltenreich
geworden? Eleonore Duse hat die zarteste
Hautfarbe, die würdevollste Haltung und
die vollendetste Grazie, trotz ihres Alters.
Eleonore Duse weiß, als kluge Frau, ganz
genau, daß sie von Natur nicht schön ist;
sie brachte daher in Italien zuerst ihre Ein
fachheit und, den künstlichen blassen Teint
in Mode. und das fiel in ihrem Hei—
mathlande doppelt auf; denn die Ita—-
lienerinnen haben wenig Geschmack, sich zu
und zu schmücken.
„Le donne quasi tutte
Per farsi belle. si fan brutte.“
„Mit eurem Schmücken wollt hr euch
verschönern und verhäßlicht euch doch nur,“
spottet der italienische Dichter. Der
Italienerin mangelt der Sinn für bor—
nehme Einfachheit der Kleidung. Sie liebt
allzu schreiende Farben und überladet das
Kleid mit Ausputz, Spitzen, Einsäthen und
dergleichen Firlefang. Die Neigung zum
Prunken und Prangen in der Kleidung ha—
ben die Italienerinnen noch aus den Zei—
ten geerbt, da Italien das reichste · Land
der Welt war und die vornehmen Dämen
selbst zur Leibwäsche und zu den Strüm—
pfen goldgestickte Gewebe verwandten.
Eleonora Duse begann daher, um Interesse
auch nach dieser Richtung in ihrem Lande
zu erwecken und ihre Züge zu heben, sich
schlicht, einfach, meist in Weiß oder
Schwarz, zu kleiden und jedweden Schmuck
abzulegen. Aber diese einfachen Kleider
sind immer stimmungsvoll, „den Kopf he
bend“ und ihrem Charakter angepaßt. Als
Eleonora Duse die erste Krantheit über
standen hatte, sagte man von ihr: „Sie ist
während ihrer Krantkheit schön geworden;
der blasse Teint kleidet sie ausgezeichnet,
dazu das feurige Auge bei Gott, Eleo—
es ist schön!“ Die damals junge Künst—
lerin hörte diese Worte und ist seit der
Zeit darauf bedacht, eine interessante
Farbe zu heucheln möchten wir sagen,
denn, da die Tragödin jeder Schminke ab—-
s ist, so gebraucht sie künstliche Mittel,
sich den Teint zu erhalten, indem sie dem
Körper als Nahrung hauptsächlich Früchte,
Fische, Hühner zuführt, destillirtes Wasser
trinkt und Milchbäder nimmt. Zur Con—
servirung des wundervollen Haares ge—
braucht Eleonora Duse ein aus Deutsch—
land bezogenes Mittel: „Prinzeßtopfwas—
ser“, das sich die Künstlerin übecall nach—
senden läßt, da dieses Kopfwasser, wie die
Künstlerin behauptet, nicht nur die Haare
in der ursprünglichen Farbe erhält, son—
dern auch stets gegen Kopfschmerz schützt.
Bäder spielen überhauht in der Geschichte
der Toilettenkunst eine Hauptrolle. Gegen
wärtig ist in Paris das Honigbad, das
schon die Damen der Gesellschaft vor hun—
dert Jahren liebten, wieder in Mode; es
soll der Figur Fülle geben. Ninon de
Lenclos, die ewig Junge, entschloß sich zu
seinem Gebrauch, als sie auf der Höhe ih
res Ruhmes stand, und sie war von dem
Erfolg auf's Höchste hefriedigt. Sie ha—
dete stets fünfzehn Minuten lang vor dem
Zubettgehen und schlief dann vorzüglich
danach. Um die Haut glatt und von· Run—
zeln vollkommen frei zu erhalten, wird ein
Milchbad warm empfohlen. Seit Ic hr
hunderten baden sich weltbekannt- Schön—
heiten in Milch; man weiß dies auch von
der Pompadour, die der Milch noch über—
dies einen Zusatz von zwei Pfund Him—
beeren geben ließ, und von der russischen
Kaiserin Katharina 11., die das Milchbad
so heiß nahm, als es nur überhaupt mög—
lich war.
Vielbewundert und beneidet ist der fast
unverwüstliche Teint, die fast vollständige
Faltenlosigkeit des Gesichts der berühmten
Diva Adelina Patti, geschi-dene Marquise
de Caux, verwittwete Nicolini und neuver
ehelichte Gräfin Cederström. Adelina
Patti behauptet, daß es eine Zeit gab, in
welcher ihr Gesicht auffallend viel Falten
und Runzeln bekam. Es war zur Zeit, als
der verabschiedete Gemahl Marquis de
Caux die Scheidungsklage einreichte und
durch die Motive sie vor aller Welt bloß
stellt· und dem Gespötte der iier
preisgab. Der Marquis motivirte seine
Ehescheidungsklage nämlich mit Vorwür
fen der Untreue. In einem Anafall
Selbstironie bezeichnete er sich vor dem Un—!
Abendblatt. Donnerstag, 27. luli 1899.
tersuchungsrichter, der die Erheungen
führte, als der „gehörnte Siegfried“. Der
Marquis erbrachte Beweise für seine An—-
schuldigung und erlangte seine Freiheit
aus den Fesseln der Diva wieder. Nichts
ist schädlicher für das Gesicht als eine
vor akller Welt nachgewiesene Untreue.
„Hätte ich ferner an der Seite dieses Ein—-
faltspinsels von Marquis leben müssen, ich
wäre zusammengeschrumpft wie eine Mu—
mie!“ Nach erlangter Freiheit sand sie
ihre rosige Farbe wieder; die bösen Falten
verschwanden durch die Massage! In
ihrem Zauberschloß Craig-y-Nos, das in
Wales mitten in romantischer Umgebung
liegt, hat die Diva ein Toilettengemach,
das nur ihre Miß Roby, die getreue Kam—
merfrau und Vertraute betreten darf. Dort
wird, nachdem die Patti einigs« Minuten
durch einen trichterförmigen Apparat lau—
warme Lavbendeldämpfe auf ihr Gesicht
strahlen ließ, dasselbe von Miß Roby re—
gelrecht massirt. Nach der Massage ver—
meidet die Diva zwei Stunden die Luft,
wie die Patti sich nie den Sonnenstrahlen
aussetzt und bei rauher Witterung das Ge—-
mach auch nie verläßt. „Nur so erhält
man sich,“ bversichert die Diva, die dem
Grafen Cederström, der übrigens selbst In—
haber eines schwedischen Massage-Parlors
in London war, in ihrem 56. Jahre ihr
Herz, ihren Reichthum und die Reste ihrer
Schönheit zu Füßen legie, Jugendfrische
und langes Leben.“
Cora Pearl, die schoöne Pariser Courti
sane und frühere Choristin am Chatelet-
Theater, die Geliebte aller Welt, zuletzt des
rothen Prinzen Napoleon, alias Plon-Plon,
besaß zur Zeit, als sie noch in der Welt, in
der man sich nicht langweilt, eine große Rolle
spielte, nicht nur die schönsten Pferde, fun
kelndsten Diamanten und rothesten Haare,
sondern auch den schönsten und „trotz ihres
Lebenswandels“ den reinsten Teint. Cora
Pearl wurde mit der Zeit alt, aber ihre Züge
blieben jung, blühend; kein Fältchen zeigte
sich sie blieb schön über die Jahre hinaus,
in der sonst die Schönheit verblüht. Cora
Pearl's Rezept, sich die Schönheit zu erhal
ten, war das Heubad mit jungfräulichen
Blüthen der Rosen gemengt. Dieses ee
nahm das schöne Weib täglich und blieb darin
wohlgezählte fünfzehn Minuten. Als sih
bei Cora Pearl nach einer schlimmen Krank—-
heit die ersten Falten zeigten, rief sie: „End—-
lich sind sie da und meine Feindinnen warten
schon 30 Jahre darauf!“
Helene Odilon, die Diva des Voltstheaters
in Wien, ist seit Jahrzehnten eine Meisterin
im Erfinden von Anziehungs- und Schön—
heitsmitteln auf der Bühne. Eine lange Zeit
waren es die starken Brust- und Rückenaus
schnitte in ihren Kostümen, die einen gewis—
sen Reiz ausübten, nachdem aber neidische
Kolleginnen diesen Tric durch noch größere
Offenheit überboten, wurde der Versuch ge—
wagt, ohne Korset im engen Oberkleid die
Bühne zu betreten; auch dies übte auf einen
Theil des Publikums eine Anzichungskraft.
Im Uebrigen gebraucht die Künstlerin zur
Verschönerung ihres im Leben sehr spröden
Teints kosmetische Mittel: eine Paste aus
Reismehl mit Milch und· ein aus. Deutsch
land bezogenes Waschmittel, „Arabisches
Wasser“ benamset, das übrigens im Ge—
brauch der meisten Künstlerinnen ist und nach
deven Angabe das beste Teintkonservirungs—
mittel sein soll.
Ein althergebrachtes Schönheitsmittel der
Pariser Theaterdamen, das auch Madame
Rejane im Gebrauch hat, ist das „Blüthen—-
wasser“. Vielleicht interessirt es die Leserin
nen, das Rezept zu erfahren, das nichts we—
niger als den jungfräulichen Blumenblüthen
entnommen zu sein scheint. Wer Lust hat,
mag es sich bereiten, denn es ist ziemlich ein
fach, es lautet: „Man nimmt frisch gelegte
Eier, so viel man will, läßt solche acht Tage
in scharfem Weinessig liegen, bis die Scha—
leũ ganz weich werden. Alsdann nimmt man
eins nach dem anderen heraus in die Hand,
zersteche es über und über mit einer Näh—-
nadel und lasse das kalte Wasser, so viel
darin ist, herausrinnen. Dies wird in einem
Glase gesammelt und der warmen Sonne
ausgesetzt oder zur Winterzeit sonst auf eine
warme Stelle, jedoch wird es besser in der
Sonne, je länger je besser und gleichsam de—
stillirt. Von diesem Wasser nimmt man alle
Morgen und alle Abend und wäscht damit
das Angesicht. Dieses Schönheitsmittel er
hält, wie die Damen des Theaters, nament—
lich Madame Rẽjane, behaupten, den Teint
vollkommen rein und frisch und verhiadert
jede Faltenbildung im Gesicht. Also keine
Falten mehr, meine Damen!
Madame Julie Bartet, der Stern des
Theaters Francçais, die ebenfalls schon nach
etlichen Jahrzehnten zählt, gehört nicht mnehr
zu jenen Künstlerinnen, bei deren Anhlick
man ausruft: „O, wie schön sie ist!“, wohl
aber zu jenen, bei welchen sich der Ausspruch
des Dichters: „Schöner als die Schönheit
ist die Anmuth“ anwenden läßt; sie schwört
darauf, daß nur ihre Methode: in den Som—-
mermonaten mit kaltem Regenwasser, das
sie sammeln und auf Eis aufbewahren rht
im Winter mit lauwarmem Schneewasser, in
welches man I—2 Messerspitzen mdhnide
Kochsalz schüttet, Gesicht, Brust und Arme
zu waschen und mit rauhen Tüchern zu trock
nen, ihr den weichen Teint und Jugendfrische
der Züge bewahrt haben. Auch die bekannte
Schauspielerin Marie Geistinger und eine
große Zahl anderer Künstlerinnen huldigt
dem Gebrauch des Regen- und Schneewas—-
sers als Teintverschönerungsmittel und hat
alle spirituosen Waschmittel, wie Eau de Co
logne, ebenso alle scharfen Seifen von ihrem
Toilettentisch entfernt. Die nahe sechszig
jährige, immer rüstige und blühend ansse
hende Künstlerin hält es mit Dr. Hufeland,
der behauptet: „Die Hautkultur ist das
Hauptmittel zur Verlängerung des Lebens“,
und sie hofft durch das Regen- und Sthnee
wasfer ein noch recht langes Leben in frischer
Gesichtsfarbe ohne Runzeln zu erreichen.
Wer Arbeiter irgend welcher Art braucht,
der schicke eine Anzeige an das Abendhlatt.
Preis 10 Cents, wenn nicht mehr als 10
Wörter, jedes weitere Wort 1 Cent.
Deutsche in Australien.
Angesichts der herannahenden Verwirk—
lichung der Vereinigten Staaten von
Australien erscheint es nicht ohne Interesse,
darauf hinzuweisen, daß sich um die Ent—
wicklung des jüngsten Erdtheils eine ganze
Anzahl Deutscher hervorragende Verdienste
erworben haben. Schon der „Vater von
Australien“, der Begründer und erste
Gouverneur der„Mutterkolonie“ Neu-Süd—
Wales, Kapitän Phillip, war von deutscher
Herkunft; sein Vater stammte aus Frank—
furt a. M. und war als Sprachlehrer nach
England gegangen. Kapitän Phillip be—
gründete 1787 Neu-Süd-Wales als Straf
kolonie und leitete sie fünf Jahre lang;
er wird von seinen Zeitgenossen als her—-
vorragend tüchtiger und verdienter Mann
geschildert. Ende der 30er Jahre legten
Winzer aus Hattenheim im Rheingau die
ersten Weinpflanzungen an, und der jetzt
schon zu verhältnißmäßig ansehnlichem Um—
fange gediehene australische Weinbau befin—-
det sich heute zum größten Theil in den
Händen von Deutschen, unter denen gegen—
wärtig Benno Seppelt in Seppeltsfeld bei
Greenock in Südaustralien und Jacob Kir—
cher in -Aßmannshausen bei Warwick in
Queensland durch die Ausdehnung ihrer
Anlagen und die Güte des von ihnen er—
zeugten Tropfens hervorragen. Auch der
Getreidebau und die Gärtnerei wurden
zuerst von Deutschen in nennenswerthem
Umfange eingeführt, nämlich durch die
preußischen Altlutheraner aus Branden—-
burg, Schlesien und Posen, welche in den
Jahren 1838 und 1839 auf Veranlassung
und unter Führung des Pastors Kavel aus
Klemzig in der Neumark nach der damals
eben begründeten neuen Kolonie Süd
australien auswandexten, weil sie sich der
von Friedrich Wilhelm 111. eingeführten
landestirchlichen Union nicht fügen mochten
und sich dadurch schwere Geld- und Ge—
fängnißstrafen zugezogen hatten. Sie er
richteten hauptsächlich im weiteren Umtreise
von Adelaide, sowie in den benachbarten
Bezirken der Kolonie Viktoria eine
Anzahl noch heute bestehender rein deutscher
Niederlassungen, deren Bewohner allgemein
als fleißige, nüchterme und sparsame Land—-
wirthe anerkannt werden. Die Vorgänge
des Jahres 1848 brachten dann außer
reichen anderen Deutschen den früheren
Berliner Gymnasiallehrer Dr. Karl Mücke
nach Süd-Australien, welcher bis zu sei
nem vor drei Jahren erfolgten Tode als
Geistlicher, Schulmann, es
und Landwirth nicht nur für die custra
lischen Deutschen, sondern für die
Kolonie außerordentlich segensreich wirkte.
Namentlich für die geographische und natur-
Erforschung Australiens ist
durch Deutsche ganz Hervorragendes geleistet
worden. Besonders berührnt ist Ludwig
Leichhardt geworden, der 1840 nach Neu—
Süd-Wales kam und, nach mehreren erfolg
reihen Forschungsexpeditionen in das In—
nere des Kontinents, auf der letzten seit 1848
verschollen ist. Als Botaniker leisteten der
im Jahre 1898 als „Regierungsbotaniker“
in Melbourne verstorbene Ferdinand v. Mül—-
ler und Richard Schomburgk, gestorhen 1890
als Direktor des Botanischen Gartens in
Adelaide, sowohl wissenschaftlich für die
Erforschung der Flora Australiens, wie
praktisch für die Ausnutzung der einheimi—
schen und die Einführung ausländischer
Nutzpflanzen Großes. Von sonstigen deut—-
schen Gelehrten, die zeitweilig in Australien
erfolgreich thätig waren, seien die Geogra—
yhen und Geologen Hochstetter, Haas, Len
denfeld, der Astronom /Neumayer, der
Zoologe Semon erwähnt. Friedrich Base—
dow, ein geborener Hannoveraner und
Schwiegersohn des Dr. Mücte, war in den
achtziger Jahren Untertichtsminister, Ro—-
bert Homburg aus Braunschweig 1890 —92
Attorney-General in Süd-Australien, Theo
dor Unmack in den neunziger Jahren Ge—
neralpostmeister in Queensland, Windeyer
Oberrichter in NeuSüd-Wales, verschiedene
Deutsche gehören auch jetzt den Kolonial
parlamenten an. Die Zahl der gegenwär—
tig in den australischen Kolonien lebenden
Deutschen wird auf 150—200,000 ge—
schätzt; neue Einwanderer aus Deutschland
sind in den letzten zwei Jahrzehnten nur
wenig mehr nach Australien gekommen.
FZur Cage in Abessinien.
Ueber die Lage in Abessinnien hat ein
Mitarbeiter der „Times“ dieser Tage in
Marseille mit dem von dort heimkehrenden
Herrn Lagarde, dem französi—
schen Gesandten am Hofe Menelit's, eine
Unterredung gehabt, über deren Inhalt ec
seinem Blatte ein Telegramm sandte. Nach
diesem wäre sowohl die Lage in Tigre wie
in den Aequatorialprovinzen durchaus
friedlich. Menelik habe nicht die ge—
ringste Absicht, mit den Engländern oder
den Italienern wegen der Feststellung der
Grenzen im Norden von Tigre Streit an—-
zufangen. Seine Beziehungen zu König
Humbert seien so herzlich wie möglich, und
die Offiziere von Lord Kitchener hätten die
besten/ Beziehungen zu den Agenten Mene—
likl's./ Am abessinischen Himmel befinde
sich sricht die geringste Wolke, und auch die
Bahnarbeiten von Tibuti nach Harrar gin—-
gen rüstig vorwärts. Herr Lagarde wie—
derholte dann noch einmal, daß die Regu—
lirung der Grenze von Tigre, entgegen man—
chen pessimistischen Meldungen der italieni
schen Pres M einiger Zeit friedlich voll
sind an Pe erfreulich, sie scheinen je—
doch dit Nche zu wenig zu berücksichti
gen, daf helit eben ein ziemlich unbe—
rechenb err ist, der seine Entschlüsse
fehr of rasch zu ändern pflegt. Von
diesem tspuntte aus gewinnen die
folgen hrichten, welche die „Köln.
Z3ig. Awessinien bringt, zum Minde—
sten änzung der Behauptungen La—-
ga aores Interesse: .
27 April ist Makonnen mit 3000
RM hounischen Kriegern, den Stühen
seiner Macht gegen die widerspenstigen Ti—
iner. in Adua, der heiligen Stadt, ange
ommen, nachdem er / den Rebellen Ras
Mangascha der Obhut Menelik's überliefert
hatte. Am 18. Februar erschien der ange
stammte Herr von Tigre m Lager von
Uoro Ailu mit dem auf rel Nacken gebun
denen Stein, dem Zeichen ünbedingter Un—
terwerfung, vor dem Negus Negest. Die—
ser verzieh ihm, setzte ihn aber seiner Un—-
verläßlichkeit wegen, die doppelt gefähclich
erschien, seit die Engländer im Westen seine
unmittelbaren Nachbarn geworden, nicht
wieder in sein Reich ein, sondern behielt ihn
als „Prinzen von Geblüt“ er ist der
Sohn des 1889 gefallenen Negus Negest
Johannes in seiner Umgebung, d. h. er
band ihn mit goldenen Ketten. Im Ehren—
gefolge seiner Gattin Taitu, welcher der
europäãer-freundliche Matonnen ein Dorn
im Auge ist, zog der Ras in partibus
am 1. April in Adis Abeba ein. Makon—-
nen verließ das Lager von Uoro Ailu am
6. März; der Hauptmann Cicco di Cola,
Italiens Vertreter bei Menelit, gab ihm
bis Borumiẽda (75 Km.) das Geleit. Dann
zwang einer ernstliche Erkrankung an Lun—
genentzündung Makonnen zu ganz kleinen
Märschen, und kaum in Adua eingetroffen,
erbat er sich von der erhthräischen Regie—
rung den Stabsarzt Mozzetti, der bereits
Ende Januar und Anfang Februar bei ihm
geweilt hatte, um gegen eine verheerende
Seuche in den Reihen der Schoaner Hülf
zu bringen. Nun ist Dr. Mozzetti, der
seitdem als naher Freund Makonnen's gilt,
am 22. April von Asmara nach Adua ab—
gegangen, aber bislang nicht zurückgekehrt.
Wie es heißt, hätte ihn ein besonderer Auf—-
des Gouverneurs Martini über Adua
nach Adis Abeba weitergeführt. Zu denken
giebt auch, daß Felter, der Gouverneur von
Assab, von Martini nach Asmara beschie
den wurde. Es ist das derselbe Felter, der
vor der Uebergabe Makalles 1896 die Ver—
handlungen mit Menelik und Matkonnen
führte. Letzteren kennt er aus langjähri—
gem Aufenthalt in Harrar, wo er erst An
gestellter des Hauses Bienenfeld und dann
italienischer Resident war, ganz genau. Je—
denfalls soll diese Bekanntschaft jetzt ausge
nutzt werden. Wenn Makonnen sich seinem
italienischen Nachbar auch durchaus freund—
schaftlich zeigt und die Anbahnung einez
regen Handelsverkehrs zwischen Eryhthräa
und Tigre gewünscht hat, so traut ihm die
Kolonialregierung doch nicht ganz. Das
Gerücht, Matonnen habe befohlen, daß alle
in Eryhthräa sich aufhaltenden Tigrener,
das sind vornehmlich Askari im italienischen
Solde, bis. zum Feste des Kreuzes
über die Grenze zurückkehren sollten,
ist vom Ras selbst mit Entrüstung
als unwahr bezeichnet worden. Dadurch ist
aber noch keineswegs bewiesen, daß nicht
doch solch ein geheimer Befehl in die Welt
geschickt ist, und die italienischen Offiziere
bei den Eingeborenen-Truppen haben alle
Maßregeln getroffen, um die Fahnenflucht
einzelner Leute zu verhindern. Daß eine
Zusammenkunft zwischen Martini und Ma—
konnen beschlossen sei, wurde vor Kurzem
ebenso bestimmt gemeldet, wie unmittelbar
darauf amtlich in Abrede gestellt.
Außerdem wird noch gemeldet, daß
Gouverneur der „Aequatorialprovinzen“
Leontieff vom Negus Menelit zum
Aethiopiens ernannt worden sei. Gleichzei
zeitig ist die „Zociété anonyme des pro
vinces équatoriales“ anerfannt und de
ren Gebiet um die Dedschaz-Provinz ver—
mehrt worden.
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