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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, April 14, 1880, Image 1

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40. JalNMim.
Notizen.
»«ff, Ulnlch«a«n » Komp'» Prezhef,.
Da man entdeckt bat, daß viele Nachahmungen un»
«er Hefe sich im Markte befinden, so hat alle Ächte
Preßhefe unseres Fabrikates aus jedem Pallete den
Namen unserer Firma. Alle anderen find Nachah
mungen.
«am» » Comp « Vretzhtke. Täglich frischt
Fabrik-Depot: Nr. 762, Pennsylvania-Avenue.
1M5r,t9,13) «. E Venne«. Geschäftsführer.
Neue Anzeigen.
Frühjahrs
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«ach Europa bewerkstellige« zu können.
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Ecke der Wattimore - Straße nnd Most - Office - Avenue.
Tagesueujgkeiteu.
Im Bundesfenate ist vorgestern end
lich trotz aller Opposition, die in Washington
und von Auswärts erhoben wurde, das Gesetz
zur Ratifizirung des Uebereinkommens mit den
Ute Indianern mit 37 gegen 16 Stimmen an
genommen worden. Die Senatoren Mary
lands waren bei der Abstimmung nicht zuge
gen. Die wesentlichsten Amendements, welche
der Bill einverleibt wurden, sind folgende:
Auslieferung der schuldigen Indianer als Be
dingnng, ehe das verwilligte Geld ausgezahlt
wird; Verwendung von PlO.OOO der veiwil«
liglen Gelder für die gewerbliche Erziehung von
Ute-Kindein; Erhöhung der Jahresgelder für
Frau Meeker, deren Töchter und Frau Price
von §4OO auf je H6OO und für Frau Post von
§2OO auf §300; das Uebereinkommen soll nicht
in Kraft treten, falls es Seitens der Utes nicht
innerhalb vier Monaten ratisizirt wied;
irgend welche Utes, die es wümchen, können
sich ai 112 der Uintah-Reservation ansiedeln; kein
Indianer soll gezwungen werden, von Lände
reien, die ans Grundlage srüherer Verträge als
einzelne Heimstätten beansprucht werden, fort
zuziehen. Die „StSztg." sagt: „Der Charakter
des Vertrages ist also unverletzt erhalten wor
den, und es ist zu hoffen, daß das Repräsentan.
tenhans in ähnlicher Weise mit der Bill ver
sährt. Wenn der Erfolg der neuen Indianer-
Politik noch leineswegs sicher ist, kann man
doch soviel für den Plan anführen, die Uteszu
selbstständigen Ackerbauern zu machen, daß es
entschieden rathsam erscheint, damit einen Ver
such zu machen, nm so mehr, als dadurch große
Länderslrecken dcn Weißen eröffnet werden iino
die Gefahr neuer Jndianerkriege bedeutend ver
mindert wird."
Der Staat Pcnnsylvanieu scheint ein Patent
auf fogenaiinte Schopp e-F älle erlangt zu
haben'; bereits der dritte ähnliche Casus, wie
der, welcher den Namen des Dr. Schöppe vor
12 Jahren im ganzen Lande bekannt machte,
wird von dort berichtet. Nachdem erst kürzlich
in Carlisle verschiedene Prozesse von Personen,
welche eine alte Frau vergiftet haben sollen,
um sie zu beeiden, staltgesunden uud eiue Frau
Zell zum Tode verurtheilt worden ist, warter
jetzt Philadelphia mit einer ähnlichen Sensation
auf. Der neue Schöppe, Dr. Alfred G.
Görfen, (über dessen schwuliläten bereits tele
graplii'ch berichtet wurde) soll nichl weniger,
als drei Personen, seinen Vater, seine Schwie
germutter und seine Gattm, in habgieriger Ab
ficht vergiftet haben. Görsen war ein Tauge
nichts, der vou seinem Vater, einem sehrreichen
Mann, verstoßen wurde und sich deshalb au sie
Tochter heranschlängelte,wel
che er heircuhcte.um mit dem Gelde derMutrersei
nen noblen Passionen stöhnen zu können; An
fangs März d.I. wurde der alleGörsen bedenklich
trank, und da der ungerathene Sohn Medizin
siudiit hatte, so erlaubte ihm die besorgte Mat
ter, in das Elternhaus zurückzukehren. Er
pflegte seinen Barer,und diesrr starb; nach dem
Tode fand man, daß er seinen Sohn >'ntcrbt
hatte. Der junge Görsen kehrte jetzt wieder in
das Haus seiner Schwiegermutter zurück, welch
bald daraus ebenfalls erkrankte und starb, an
geblich an der Wassersucht. Kaum fünf Tage
später erkrankte auch Frau Görsen (die Tochter
der verstorbenen Wittwe); deren Bruder schöpfte
Verdacht und rief einen anderen Arzt, Dr. Hai
nes, Görsen Pflegte jedoch seine Frau, und die
selbe starb gleichfalls. Nach dem Tode zeigte
Görsen ein Testament vor, laut dem feine
Schwiegermutter ihm ihr ganzes Vermögen ver
mach! habe. Dieses veranlaßte den Bruder der
Frau Görseu, den Magen und die Eingeweide
der jniigen Fran untersuchen zu lassen, nud sie
Analyse ergab Vergiftung durch Arfenik. I-tzt
wird man auch die Leichen vonGörjen'SSchivie
gerniutter und seines Vaters ausgraben.
Görsen befindet sich in Haft.
Die Grenzen Maryland's scheinen besondere
Anziehungskraft für D uellerlche
zu haben. An der südwestlichen Grenze fechten
Washingtoner und virginische Kampshähne ihre
Ehrensachen aus, es scheint dieses die „Winter
seite" zu sein, denn Commodore Decatnr hat
in dem Wäldchen bei BladenSburg sein Leben
gelassen, und verschiedene Andere wurden eklig
„ausgeschmiert." Die Nordostgrenze unseres
Staates ist jedenfalls die „Sommerfeite," denn
dort machen die fifchblütigen Nordländer ihre
Ehrensachen ab. Das Refultat ist in der Re
gel vobocl? tiurt. Die lächerliche Bennett-
May-Affaire hat vorgestern an der Grenze von
Maryland und Delaware ein Scitenstück erhal
ten. Zwei Philadelphia „Sports," Dr. I.
W. White, Demonstrator der „Universtty os
Pennsylvania," und Robert AdamS, ein reicher
Lebemann, geriethen wegen einer Dame an ein
ander. White ohrfeigte feinen Gegner; DaS
forderte Blut. Beide begaben sich an die Grenze
von Maryland uud Delaware, duellirten sich
auf 28 Schritt Entfernung (vermuthlich mit
Stcßdegen) und blieben infolge Dessen Beide
unverletzt. Dieses hält jedoch englischen
Blätter nicht ab, in spaltenlangen SensationS.
or.ikeln zu beschreiben, wie sich die mnthigen
Contrahenten gegenseitig nicht getroffen ha
ben.
Mit dem Dampfer „City of Richmond" ka
men vorgestern 12 58 Zwischendecks.
Pa s s agie r e in New->Ä) o r t an; die „Do
nau" brachte 853, die „Circassia" 734 und die
„Arizona" 840 Passagiere, so daß mit diesen
vier Dampfern 3740 Passagiere ankamen.
Auch die Kappenmacher New-Aork'S
verlangen Preiserhöhung.
JnßallslonSpa, N.-N., wurde gestern
zweite Prozeß gegen Billings wegen Er
mordung feiner Gattin eröffnet. Es wird
wahrscheinlich 2—3 Tage dauern, bis ein Ge
schworeucn-Collegium zufammeugefetzt werden
kann.
Joseph Reynolds, Sohn des Achtb.
I. I. Ra-noldS, beging gestern zu Wickford,
R.-J., Selbstmord dnrch Erjchleßen.
ReynoltS war ein achtbarer junger Mann und
soll du ch leidende Gesundheit zum Selbstmorde
getrieben worden sein.
In Co liege. Po int, L. 1., wurde ge
steni der Neger JaS. Seaman wegen Betheili
gung au der Ermordung de« Hrn. Wm. Rho
de« »u lk7« zu lebenslänglicher ZuchlhauShaft
Telegraphische Depeschen.
Inkand-Depescheu.
Congreb-Verhandlnngen.
Washington, 13. April.—lm Senat«
ernannte der temporäre Vorsitzende die HH.
Boorhees und Bernau in das iLomire, welches
die Verluste des Fiskus durch Umgehung der
Stempelsteuer auf Cigarren uud Rauchtaback
untersuchen soll.
Der Kriegssekretär übersandte eine Mitthei
lung, den Erfinder der Sawyer'schen Äartät.
schenhülse entsprechend zu entschädigen.
Bayard berichtete die Bill ein, welche eine
Commission vorschreibt, um die Tariffrage zu
untersuchen.
Coniling legte Beschlüsse einer republikani.
scheu Organisation von New-?)ork vor, in
denen neue Maßregeln übcr Zählung der Elek
tLralstinimen verlangt Wersen.
Die Sanitäts-Berordnuiigen des Distrikts-
Columbia wurden sodann legalisirt.
Nach Verlaus der Morgenstunde wurde die
Bill über Vertheitung der Genfer Gntschädi
gui gsgelder wieder aufgenommen.
Imßcprüsentaiitenhaufe
wurde die Erwägung der Armee-VerwilligungS-
Bill fortgesetzt und Hr. Ewing hielt eine Rede
zn Guiistcii des Amendements, welches die Ver
wendung der Bundesttuppen als Polizei bei
Eelcgentzeit von Wahlen verbietet. Die De
mok'.aten hatten zuerst beabsichtigt, die Argu
mente der Republikaner gegen das Amendement
unerwidert zn le.ssen, jedoch wurde gestern Abend
noch beschlossen, dag Ewing alle Argumente
auf einmal beantworten soll.
Ewing erklärte unter Anderem, nicht die De
mokraten, sondern die Republikaner wären für
die fragliche Verordnung verantwortlich und
alle Republikaner, 12 ausgenommen, hätten in
der letzten Sitzung für dieselbe gestimmt. Eine
Anspielung ans Grant im Laufe der Rede wurde
durch Beifall Seitens der Republikaner aufge
nommen.
Nachdem Ewing seine Ansprache beendet
halte, wurde zur Abstimmung geschritten und
das Amendement mit 11«; gegen S 5 Stimmen
einem strikten Parteivomiii — angenommen.
Grant in Memphis.
Memphis, Tenii., lii. April. General
Grant nebst Gefolge kam um 9 Uhr heute früh
auf einem Extraznge der „Mississippi Tennes
see Bahn" von Bieksburg hier an und wurde
am Bahnhofe vou einer Deputation hervorra
gender Bürger, an deren Spitze Dr. D. T.
Porter stand, bewillkommnet. Dr. Porter
hielt eine Rede, in welcher er den Ex-Präsiden
ten in deii überschwänglichsten Ausdrück n lob
hudelte und ihn „einen der größten Heerführer
dieses oder irgend eines anderen Zeitalters oder
Landes" nannte. Dr. Porter hatte überdies
den gelungenen Einfall, dem in der Per
son des Generals Grant für die großmüthige
Hülfe, welche der Stadt Memphis währen» der
Fiebercpidemk'll in 1873 und '73 zu Theil
wurde, zu danken. Nachdem Grant durch
einige Bemerkungen auf die Ansprache geant
wollet hatte, begab sich die ganze Gesellschaft
iu Kutschen nach dem „Peabudq-Hotel."
Ein aus verschiedenen Militärcompagnie'n
bestehender Zug cLkortirte den General durch die
hauptsächlichsten Straßen, uud auf dem Conrt-
Houfe-Sauare wurde Halt gemacht, um eiuem
gewissen lercmiah Patlerson Gelegenheit zn ge
ben, eine zweite Bewillkommnungsrede vo n
Stapel zu lassen. Etwa 15,000 Personenwa
ren aus dem Platze anwesend. Es war etwa 1
Uhr Nachmittags, als der Gen.ral das Hotel
erreichte.
5m Lause des Nachmittag« besuchte der Ex-
Präsident die Baumwollbörse und begab sich
gegen 4 Uhr nach der Neger-Baptistenkirche, wo
er einen Empfang für seine farbigen Bewun
derer abhielt. Zum Schlüsse stattete er noch
dem „Le Mohne College," einer höheren Schul
anstalt für Neger, einen Besuch ab.
Am Abende wohnte Grant einem Akte der
„Piratcs of Penzance" bei, besuchte den „Ten-
Ntsfee-Tlub" und nahm schließlich um 11 Uhr
an einem Bankette Antheil, welches ihm zu
Ehren von eiwa 70 h..vorragenden Bürgern
veranstaltet wnrde.
Vermischte Depeschen aus Neu»«
Stork.
New -?) ork. 13. April.—Äatharine Ca»
roll, ein vierzehnjähriges Mädchen, starb ge
stern in ihrer Wohnung, Nr. 293, 7. Straße,
an Bauchscll-Eiitzündilng. und der Coroner
nahm in Folge des Gerüchts, daß die Krank
heit durch eine Abortion veranlaßt morden sei,
die Ante-Mortem Aussage der Sterbenden zu
Prvrokoll. Die Thatsache einer Abortion
konnte nicht festgestellt werden, jedoch wurde er.
Mittel«, daß sie in einer Buchdruckern, wo sie
an der Presse beschäftigt war, vou eiuem jungen
Maiine verführt worden war uud daß Letzterer
entklod, als das Mädchen erkrankte. Die ganze
Angelegenheit ist so sorgfältig verheimlicht
worden, daß sie in einem sehr verdächtige» Lichte
«scheint.
Tie Psirfich-Erndte.
Ciueinnati, 13. April. Berichte aus
verschiedenen Theilen vou Ohio, Indiana und
Kentucky ergeben, deß die Pfirsich-Erndte er
hcblichen Schaden durch den in letzterer Zeit
eingetretenen Frcst erlitten hat.
Äugu sta, Ga., 13. April. Der heftige
Frost der drei letzten Nächte hat dem Obste und
den Vegetabilien m dieser Gegend großen scha
den zugefügt.
Rührende Anhänglichkeit eines
Hundes.
Toronto, Ont., 13. April. Eine alte
Ziron. Namens Ann Cushing, verließ am letz
ten Samstag Abend während emeS heftigen
Sturnn« das Dorf Fort Coulognc, Oue., kam
in der Tiinkelheit vom Wege ab und verirrte
sich schließlich im Walde, wo ihre Ueberreile
heule früh ausgesunöm wurden. Ein ihr ge
höriger Hund HM Wacht bei der Leiche.
.-.1 „ , j!
Baltimore. Md.. Mittwoch, den 14. April 18801
Ans der BunveShanptstadt.
Awel vernünftige Beschlusse.
Wafhingto^n, 13. April. Das Fi
nanz-Comite des Senats befchloß heute, günsti
gen Bericht über die Plenar-Resolution des
Senators Eaton zu erstatten, welcher die Er
nennung ci.ier ans neun Sachverständigen be
stehenden Commission anordnet, um hinsichtlich
der Tariffrage zu berathschlagen.—Das Comite
beschloß außerdem, ungünstigen Bericht über
Senator Morrill's Bill zu erstatten, welche
eine Untersuchung über alle mit dem Spiritno
senhandel in Verbindung stehenden Angelegen
heften durch eine Congreß-Commission anordnet,
Die amerikanischen Kohlenftalionen am
Jsthmu«.
Das Flottendepartement ist benachrichtigt,
daß der Bundesdampfer „AdamS" eine Koh
lenstation an der westlichen Seite der Landenge
von Panama, am Golfe von Duca, und daß
der Dampfer „Cearsage" eine ähnliche Station
an der Ostküste des Isthmus etablirt hat. Die
gestern veröffentlichten Nachrichten ans Pana
ma, nach welchen die Maßnahme große Ent
rüstung in der Republik Colombia erregt hat
und zu bedenklichen Verwickelungen zu führen
droht, verdienen keinen Glauben und wurden
ohne Zweifel von der „Panama Bahncompag
nie" verbreitet, welche mit dem De Lesftos schen
Kanaluntcrnchmen in enger Verbindung stehl
und welcher daher alle Maßnahmen zu Gunsten
einer anderen Kanalroute ein Dorn im Auge
sind. Nachfragen in den hiesigen ReqierungS-
Depsrtemeills ergeben, daß durchaus keine Ver
wickelungen zu befürchten sind uud daß die Bun
desregieruiig überhaupt Nichts gethan hat, über
was sich die Republik Colombia beschweren
könne.
vermischte«.
Die heutige Steuereinnahme b'trug
! 035.46; die Zolleinnahme §448,412.'>9.
Tas „Smitbsonian-Jnstitute" ist benachrich.
tigt, daß der Astronom Palisa zu Pola am 10.
d. M. einen neuen Planeten von der 11. Größe
entdeckt hat.
Gencralpostmeister Key hat einen Befehl er
lassen, welcher folgende Firmen für Schwindel
Anstalten erklärt und die Auslieferung registric
ter Briese, sowie die AuSzahtuug von Post
Geldanweisungen an dieselben verbietet: Was
sich K Nr. IS9, Commoi'.str., New-
Orleans; I. Plassan», Nr. 159, Commonstr.,
New Orleans: I. Garcia, NN 187, Erchange
Place, New-Orleans; E. N. Car ek Comv,,
und Emory Ä Comp., Nr. 31, Park Row,
New-Uork.
In der heutigen Kabinetssitzung wurde die
angebliche Mißhandlung des Negerkadetteu
Whittaker in Westpoint auf's Tapet gebracht
und das Kabiuet beschloß, den Distriktsanwalt
M. I. Townsend aus New - Zork zu beaus
tragen, als Anwalt Whittaker's während der
bevorstehenden Untersuchung der Angelegenheit
Hr. Trenor W. Park, Präsideitt der „Pana
ma-Bahn," erschien heute abermals vor dem
Haus-Comite über Postämter und setzte sein
Argument zu Gunsten einer Postdampferlinie
nach Central- und Süd-Amerika fort.
Des Hans Comite über Militär-Angelegen
heiten beschloß heute, dem Hause den Beschluß
znrückziibcrichten, welcher den Präsidenten amo
risirt, der Frau Rowena Gudella die Degen
des Generals Twiggs zurückzuerstatten. DaS
Comite wird empfehlen, den Beschluß dem Ju
stiz Comite zu überweisen.
Munizipalwahlen.
Trenton, N. J., 13. April. Die gest
rige Mumzipalwahl in hiesiger Stadt fiel zu
Gunsten der Demokraten aus. Dieselben er
wählten den Mayor, Schulsuperiutendenten,
Steuereinnehmer und eine Mehrheit der
rathsimtglieder.
Albany, N.-U., 13. April.—Die heutige
Munizipalwahl erregt ungewöhlichss Interesse.
Die erste Dame, welche uuter dem neuen Ge
fetze ihre Stimme für Schutbeamte abgab,
war Fräul. Kate Stoneman, Sekretärin der
County-Weiberstimmrechts-Gesellschaften und
Schwester des Generals Sloneman.
Das ganze demokratische Ticket wurde mit
großer Majorität erwählt. Etwa 25 - 30Da
men machten von ihrem Stimmrechte bei der
Erwählung von Schulbeainten Gebrauch.
PerthAmboy, N.-J., 13. April.—Die
Republikaner erwählten heute ihr ganzes Stadt-
Ticket.
Bordentown, N.-J., 13. April.—Die
Demokraten erwählten gestern den Mayor,
sämmtliche übrigen Stadtbeairiten und eine
Mehrheit der Mitglieder des Stadtraths.
Jersey-City, N.-J., 13. April.— Die
Republikaner machten bei der heutigen Stadt
wahl bedeutende Gewiunste und erlangten die
Controle über die Polizei- und Feuer-Com-
Mission und wahrscheinlich auch über die Alder
men - Behörde, sowie über die Behörde der
öffentlichen Bauten. Beide Parteien bean
spruchen den Mayor.
In Hoboken wurde das gauze demokratische
Ticket erwählt.
Tie Unterfultlung in Westpoint.
Westpoint, N.-J., 13. April.— Ehe die
Verhandlungen iu der Angelegenheit des 'Neger
kadetten Whittaker heute früh wieder eröffnet
wurden, begaben sich alle Mitglieder der Unter
suchungs-Commission nach Whittaker's Zim
mer uud besichtigten dasselbe genau. Der erste
Zeuge war Major Alex. Piper, dessen Aussa
gen diejenigen der bereits vernommenen Kadet
ten bestätigten. Zeuge hatte Stücke vou halb
verbrannlem Papiere in Whittaker's Zimmer
vom Boden aufgehoben, welche sich als Theile
der Listen, auf denen die Korporäle die Wacht
mannschaft verzeichneten, herausstellten. Eines
der Stücke schien jedoch ein aus einer Bibel ge
rissems Blatt zu fein. Zeuge fragte Whittaker,
ob er nicht jeden Kadetten an seiner Stimme
erkennen könnte? Whittaker erwiderte: „N'in,
ich kenne etliche der Kadetten noch nicht einmal
dem Namen nach." Zeuge gelangte nuwill
kürlich zu der Ansicht, daß die Gewaltthat nicht
von Kadetten, sondern von andern Personen
verübt worden sei.
Superintendent Gayler sagte aus, er sei über
zeugt, daß keine der ihm gestern eingehändigten
Schriftstücke von derselben Person geschrieben
worden seien, welche das WarnungSichreiben
an Whittaker schickte. Die Warnung sei in
verstellter Handschrift geschrieben. Diese AuS
Mge wurde als ein weiterer Punkt zu Gunsten
Whittaker's betrachtet.
Dr. Chas. T. Alexander, welchen man zu
Hülse rief, als Whittaker bewußtlos und gefes
selt in seinem Zimmer aufgefunden wurde,
wiederholte seine bereits veröffentlichten Anga
ben übcr den Zustand Whittaker's. Der regel
mäßige Puls des Gesesselten, das Aussehen
seiner Augen, die Schnelligkeit, mit der er seine
Sinne wiedergewann, als man ihn schüttelte,
und andere Umstände brachten den Arzt zu der
Ansicht, daß sich Whittaker nur verstellt habe
und durchaus nicht ohnmächtig gewesen sei.
Sollte dies nicht der Fall gewesen lein, so
konnte der Arzt den Zustand Whittaker's keiner
andern Ursache zuschreiben, als der Furcht.
Ein jeder der SooKadetten der Anstalt mußte
heute Nachmittag einen Satz schreiben, welcher
ohne daß die Kadetten es wußten gewisse
in dem Waniungsschreiben vorkommende Worte
enthält. Superintendent Gayler nahm die ge>
schriebenen Sätze mit nach New-Aork, um sie
dort zu untersuchen. Er wird in eiuem oder
zwei Tagen abermals Bericht über das Resul
tat seiner Forschungen erstatten.
Hohes Alter.
Lafay ette, Ind., 13. Aprü.—Ein Greis,
Namen? Matthew Robinson, der aus Irland
stammt und feit vielen Jahren hier wohnt,
feierte gestern seinen Geburtstag, seiner Aussage
nach den 130. Er behauptet, nie im Leben
krank gewesen zu sein, nie eine Brille benutzt
und niemals einen Srock getragen zu haben.
Er suht au?, als oh er höchstens 90 Jahre alt
wäre.
Gesundheitsschädliche Fracht.
Cjncinnati, 13. April. Dr. Minor,
der hiesige Sanitätöbeamte, fand heute auf dem
Lomsviller Postdampfer eine Quantität Federn
aus Memphis, welche aus Berten stammteil,
in welchen Gelbfiebcrkranke gelegen hatten. Die
selben waren an einen hiesigen Händler consig
rirt, welcher sie nicht bestellt hatte und sich wei
> te, dieselben zu empfangen. Dr. Minor be
ahl, die g.-'.Uidheitsfchädliche Fracht nach
Leuisville zurückzubringen. Die Federn sind
dieselben, weiche kürzlich von der Sanitäts-Be
körde von Chattauoogu aus jener Stadt beor
dert wurden.
Brände.
Cincinnati, 13. April. Ein gestern
Morgen ll> I. W. Lindfay's Buchladen zu
Telalrare, 0., ausgebrochenes Feuer zerstörte
fechs Gebäude und richtete Schaden im Betrage
von uligefähr K14,0V0 an. Owen DaviS und
Marshält Omstoii wurden durch eine umstür
zende Mauer ve» letzt.
Port s m o uth, N. H., 13. April.—Eine
der „Eaftern Bahn" gehörige Fabrik aus Nab
les Island ging während der vergang nen Nach
in Flammen aus. Verlust K 35,000.
M organto w n, Ind., 13. April.— Ein
gestern früh hier ausgebrochencs Feuer äscherte
I. T. Coleman'S Eisenwaarenladen und zwei
Wohnbänfer ein. Coleman'S Verlust beträgt
tzlo,o<X>; die Versicherung tzesov.
Ei« interessanter ErbschaftSprozeß
Kardinal MeSloSkehs Aussagen vor dem
New-Borker Waisengerichte.
New - ?) ork, 13. April. Kardinal Mc-
Closkcy erschien heute im Waisengerichte als
Zeuge in dem Merill'jchen Erbschastsprozesfe.
Tie verstorbene Caroline A. Merrill hatte be
kanntlich dem Kardinal den größten Theil ihres
Vermögens vermacht und das Testament wnrde
von den Neffen und Nichten der Verstorbenen
bestritten. Der Kardinal bezeugte, daß er die
Erblasserin zum ersten Male in 1863 sah, als
dieselbe ihm in seinem Hanse an der Madison-
Avmue einen Besuch abstattete. Am zweiten
Tage daraus kam sie abermals nnd es dauerte
sodann über ein Jahr, ehe Zeuge sie wieder sah.
In 1871 und '72 kam sie abermals, allein
Zcuge sah sie im Ganzen nicht mehr, als fiinf-
oder sechs Male. Sie suchte ihn während sei
ner Anwesenheit in Rom ans und Zeuge sah sie
daraus niemals wieder. Zcuge war iutim mit
dem Bischof Bacon bekannt nnd nach dessen
Tode erhielt Zeuge von dem Sekretär des Ver
storbenen mehrere Briese mit der Aufschrift:
„Nach dem Tode der Frau Merrill dem Erz
bischof McCloSkcy zuzustellen." Zeuge Hatte
diese Briese bei sich. Frau Merrill gab ihm
G2o(> pro Jahr sür die Erziehung von Priestern
im Seminare, und bei anderer Gelegenheit
HIOVV, welche ebensalls theils für denselben
Zweck, theils sür Wohlthätigkeit im Allgemei
nen verausgabt werden sollten. Zeuge hatte
das ursprüngliche Testament nie gesehen. Frau
Merrill zeigte ihm das zu seineu Gunsten auf
gesetzte Kodizill in Rom, jedoch war dasselbe
nie in seinem Besitze.
Im Kreuzverhöre stellte Waisenrichter Calvin
folgende Frage: „Existirt eine Organisation in
Verbindung mit der katholischen Kirche, welche
ihre Mitglieder dazu ermnthigt, betagte und
begüterte Personen zu beeinflussen und sie dazu
zn bewegen, den Anstalten der römisch-katholi.
schen Kirche einen Theil ihres Vermögens zu
hinterlassen
Antwort: „Ganz entschieden nein, mein
Herr."
Frage: „Wollen Sie angeben, ob ein sol
cher Gebrauch, falls er existirt, von der Kirche
gebilligt wird, oder nicht ?"
Antwort: „Die Kirche billigt keine solche
Maßnahme, sondern verwirft dieselbe."
Einer der vom Sekretär des Bischofs Bacon
dem Kardinal zugeschickten Briese wurde ver
lesen. Derselbe enthielt Anordnungen im Be
treff ihrer Beerdigung, sowie der Ausgaben
für dieselbe und ordnet an, daß Hiooo dem
Erzbischof McCloskey zur Anerkennung für
seine ihm erwiesene Ausmerksamk.'it und
Freundlichkeit ausgezahlt wurden.
Geistliche
delphia.
Philadelphia, 13. April. Reo. W.
B. Lrvis wurde heute vou seiner Stelle als
Sekretär der Congregalionalisten - Geistlichen
abgesetzt, weil er mit der „pliilmlvlpki-t tliu-
Schwmdelaustalt, in welcher vor Kurzem ein
Berichterstatter ein Dokiordiplom kansle, in
Verbindung stand. Der Dekan, Präsident und
Sekretär der Pseudo-Universitär sind Geistliche
der bischöflichen Melhodisteniirche.
Kcmble abermals unter Bürgschaft
gestellt
HarriSburg, Penns., 13. April.—Wm.
H. Kemble, der flüchtige und gestern zurückge
kehrte „Rooster," erschien heute vor dem Richt«
Pearson und erklärte, alle Zeitungsangaben
über seine beabsichtigte Flucht wären unbe
gründet. Die leidende Gesundheit seiner Fran
und seine Geschäfte hätten ihn verhindert, sich
früher dem Gerichte zu stellen und er könne be
weisen, daß er freiwillig zurückgekehrt sei. Er
habe von der Rückiehr der HH. Petroff, Salter,
Nürnberger und Erawford Nichts erfahren.
Nachdem mehrere Zeugen vernommen worden
waren, um zu beweisen, daß Kemble auf dem
Wege nach Harrisburg war, als er in Phila
delphia verhaftet wnrde, entließ der Richter den
Angeklagten gegen Bürgschaft im Betrag: von
HSOVO. Hr. I. C. Bomberger von hier leistete
die erforderliche Cantion. Richter Pearson
erklärte, er könne nicht bezweifeln, daß sich
Kemble freiwillig gestellt habe und er hoffe, daß
sich alle Angeklagten um 12 Uhr am 26. d.
Nets, pünktlich im GerichtSiokale einfinden
werden.
Ter dritte Bnchholz'sche Mord-
Prozek.
Bridgeporr, Conn., 13. April.—Der 3.
Prozeß gegen Wilhelm Buchholz wegen Ermor
dung des Hrn. Johann Heinrich Schulte wnrde
um 411 Uhr heute Vormittag vor deu Nichtern
BeardSiey und Culver eröffnet. Während der
ganzen Siynng wurden nur zwei Geschworene
erlangt.
Selbstmord eines Spekulanten.
Chicago, 13. April. Henry C. Frede
ricks, ein Mitglied der Handelskammer, sprang
heute Abend aus einem Fenster im vierten
Stockwerke des „Woodward Honse" und wurde
augenblicklich getödtet. Er war in Folge von
schlgeschlagenen Waizenspcknlatwuen wahnsin
nig geworden.
Wahrscheinlich ein Raubmord
Washlngto n, Mass., 13. Avril. Ein
schreckliches Verbrechen wurde heute früh zu
Huntington verübt. DaS Opser ist Perley P.
Hutchinson, ein reicher, betagter und einsam
wohnender Junggeselle, welcher im Ruse stand,
eme beträchtliche Summe Geld im Hanse auf
zubewahren. Die Mörder durchschnitten ihm
die Kehle von einem Ohre bis an'ö andere,
verbargen die Leiche unter einem Hansen aller
Säcke und zündeten .sodann das Haus an, je
doch wurden die Flammen von den Nachbarn
gelöscht, ehe sie weit um sich gegriffen hatten.
Man hat keine Spur von den Verübern des
Verbrechens.
Verbrechen in Eolorado.
Denver, Col., 13. April. Eine vom
meldet aus Leadville: „Lawrence Fitzgerald
wurde von George Taltersall in einem Streite
über einen deinErsleren gehörigen,,?laim," von
welchem der Letztere Besitz ergreifen wollte, er
schossen.
Ein Mord wurde am Sonntag Abend, den
2. d. Mts., im „Colliseum - Theater" verübt.
I. W. Overton, der Eigenthümer, erschoß den
Schaukwärter Thos. Nugeut, mit welchem er
in einen Wortwechsel verwickelt worden war."
Volksinstiz in Virginien.
Petersburg, Virg., 13. April. —Der
Neger John Black, welcher am 3. d. M. einen
schandbaren Angriff auf Frau Hattie Ferris,
nahe Ford'S Depot in Dinwiddie Connly, ver
übte, wurde zwischen 9 und I» Uhr gestern
Abend durch 75 maskirte Männer ans dem
Gefängnisse zu Dinwiddie-Court-House geholt
und an einem Galgen in der Nähe des Gefäng
nisses demselben, an welchem der Mörder
Jack Pleajaiits vor zwei Jahren gehängt wurde
ausgeknüpft. Der Aufseher des Gesängnisses
wurde durch dieMaskirten zu Boden geschlagen,
ehe er sich die Schlüssel zu der Zelle Black'S ab
nehmen ließ. Er vermochte keinen einzigen der
Eindringlinge zu erkennen. Die Leiche hing
heute früh noch am Galgen und wurde von
allen Bewohnern der Nachbarschaft, welche hau
fenweise auf dem Schauplatze erschienen, iu
Augenschein genommen.
Fran Fernes kam erst vor etwa zwei Mona
ten von New Kork nach Dinwiddie - Connty.
Sie suchte nach einer vonihrerFarm abhanden
gekommenen Kuh, al» der Neger sie angriff.
Sie verlbeidigte sich energisch und versetzte dem
Neger mit einem schweren eisernen Bolzen
mehrere Schläge auf den Kopf, jedoch stand
Black nicht eher von seinem Vorhaben ab, bis
er mehrere durch die Hülferufe der Frau auf
merksam gemachte Nachbarn herannahen sah.
Der Verbrecher wurde nach zwei Tagen aufge
griffen und jmGcfängnisfe zn Dinwiddie-Court.
House untergebracht. Sein Prozeß sollte in
der nächsten Woche im County-Gerichte eröffnet
werden. Black war etwa 25 Jahre alt und ein
ehemaliger Sklave des Dr. B. P. Riese in
Diuwlddle-Connth. Er hatte bereits wegen
eines Einbruchs einen Strastermin im Zucht
hause abgesessen. '
Viehmärkte.
Chicago, 13. April. Das „Drove??.
Journal" enthält Folgendes: Schweine—Zu
fuhr 18,OVO, Versendung Svvv; Markt ruhig,
aber fest; gemischte Qualität H 4.15—11.40,
bessere Sorten G4.5V—H4.80, mittelmäßige do.
T-1.2v-K4.so.—Rindvieh: Zufuhr 6oov, Ver
leiidung 310 V; Markt schwächer; Verkäufe ,u
P?.2V—ZS.4V. Schaafe: Zufuhr32oo, Ver
fendung 1000; Verkäuse zu K 3.90 —H 6.25.
St. Louis, 13. April. Rindvieh:
dic Znsuhr beiief sich auf 2100, Versendung
8l v; die Preise variirten zwischen K 2.50 und
Z5.(.v. Scheie.>e: Marlt rnhig und unver
ändert; Zufuhr 600, Verseuduiiq 750; Ver
kaufe zu §4.50 —§6.00.-Schweine: schwach;
Ausuhr 5700, Versendung 6100; Verläufe zu
54.25-K4.6<>.
East-Liberty, Penns., IZ. April. -Die
Zi.suhr von Rindvieh belies sich aus 221 aus
der Un gcgrnd; Preise unverändert und fest bei
guter Nachkrage.—Schweine: Zufuhr 1380;
Verkäufe zu K4.50-Zi5.OS. -Schaafe: Zufuhr
LVVO; Verkaufs zu tz4—tze.so.
Europäische Kabelberichte.
»erHandlungen de» deutschen «etch«t»g».
Berlin, 13. April.—Juißeichstage wurde
gestern die Bill, welche den Zoll aus Flachs
und alle andere Faserpflanzen, mit Ausnahme
von Baumwolle, widerruft, zum zweiten Male
verlesen. Die Bill, welche die Beschäftigung
ausländischer Fahrzeuge an dem deutschen Äit
stenhandel verbietet, Falls sie nicht durch einen
Vertrag oder ein besonderes Dekret hierzu er
mächtigt sind, wurde zum ersten Male verlesen.
Tie «»»Wanderung au« Deutschland.
London, 13. April. Der Berliner Cor
refpoiident der „Dailh News" telegraphirt:
„Tie enorme Zunahme der Auswanderung
aus Deutschland nach England und Amerika
erregt seit einiger Zeit beträchtliches Aufsehen.
Die „Nationalzeitung" theilt mit, daß sich
zwischen dem 4. und dem 11. d. Mts. SBOO
Personen von Bremen aus einschifften. Die
Auswanderer kommen aus allen Theilen
Deutschland's und bestehen zum großen Theile
aus Handwerkern. Die große Zunahme der
Auswanderung steht ohne Zweifel mit der
neuen Armeevorlage inßerbindung und bereitet
dem L.'ande unberechenbaren Schaden.
«,n britische« Tchulschiss vermiftt.
London, 13. April.—Nach einer Depesche
aus PortSmouth hegt man ernstliche Besorg
nifse im Betreff des Schulschiffes „Atalanta."
Dasselbe ist vor 73 Tagen von Bermuda abge
gangen. Wäre dasselbe bei den Azoren ange
laufen, so müßte man die Nachricht davon
bereits haben. Nach Gibraltar wurde der
Besehl geschickt, daß das Proviantschiff „Wye"
aus der Rückfadrt nach England bei den Azoren
anhalte, um Erkundigungen nach dem ver
mißten Schisse anzustellen. Auf der „Ata
lanta" befinden sich eilf Offiziere und 300
Schiffsjungen.
Das ganze Kanalgeschwader ist nach den
Azoren und von dort nach Bantry-Bai beor
dert worden, um nach dem Schulschiffe zu
suchen.
London, 13. April. Eine Pariser De.
pesche der „Times" meldet: „Obgleich noch
immer Proteste der Bischöfe gegen die Dekrete
im Betreff der nichtautorisirten Ordensgefell
fchaften einlaufen, werden dieselben dennoch
jetzt in einem sehr gemäßigte» Tone gehalten.
Baron Haußmann, Mitglied der Depntir
tenkammer für Ajaccio, im Departement Cor
sica, wird wahrscheinlich zu Gunsten des Hrn.
Raoul Duval, Redakteurs der „Nation," als
autorisirten Exponenten der Ansichten de« Prin
zen Zerome Napoleon resigniren."
Paris, 13. April. „Le Temps" erklärt,
Premierminister de Freyeinct habe noch keinen
Protest vom Vatikan gegen die kürzlich erlas
senen Dekrete empfangen.
Tas internationale Billard-Wettspiel.
Paris, 13. April. Das Billard-Wett
spiel zwischen Vignanx und Slosson wurde
heute Abend fortgesetzt. Vignaux setzte die
Äugeln ans dieselben Punkte, wo sie bei'm
Schlüsse des gestrigen Spiels standen, nachdem
er ohne Unterbrechung «51 Pointen gemacht
hatte. Das heutige Spiel Bignaux's übertraf
alles bisher Dagewesene. Er machte ohne
einen einzigen Fehlstoß und ohne das Queue
niederzulegen, 145 i Pointen, sodaß Slosson
beute Abend überhaupt nicht an die Reihe zum
Spielen kam. Das Spiel wird morgen Abend
fortgesetzt werden.
Nutzland.
St. Petersburg,l3. April.—„Agenee
Russe" bestreitet die wiederholt veröffentlichte
Nachricht, daß chinesische Truppen über den
Amur gegangen und in's russische Gebiet ein
gedrungen seien. Dasselbe Journal enthält
Folgendes: „Bis jetzt ist kein Operationsplan
gegen dieTnrkomanen entworfen worden. Ge
iieral Skobeleff, welcher am 11. d. Mts. über
Minsk nach Tistls abreiste, verfolgt nur den
Zweck, eine Unterfuchung über alle mit der An
gelegenheit in Verbindung stehenden Fragen
aus dem Schauplatze selbst anzustellen."
Petersburg, 13. April.— „Golos" ver
öffentlicht einen vermuthlich halboffiziellen Brief
des Professors Martens über die russisch chine
sischen Wirren. Das Schreiben erklärt, Ruß
land werde die Provinz jtuloicha nur vermit
telst eines freundschaftlichen Uebereinkommens
abtreten und sich sicherlich nicht durch Drohun
gen in's Bockshorn jagen lassen. Die gegen
wärtige Schwierigkeit sei das LL.'ik der enro.
päerfeindlichen Partei in Pekin, deren Einfluß
jitzt wieder maßgebend fei. Im Falle eines
Krieges wäre die Niedermetzelung alter Euro
päer iu China zn befürchten. Die fremden
Gefandten in Pelm feien sich dieser Gefahr recht
wohl bewußt und opponi>ten deshalb der
tionären Partei, indem sie die Ansprüche Ruß
land's unterstützten. Die Angabe, daß das
Zerwürfniß zwischen Rußland und China zum
Theile den Intriguen England's zu verdanken
sei, wäre unbegründet, und der britische Ge
schästslräger zu Peiin stehe im Gegentheile dem
Vertreter Rußland's nach Kräften bei.
Der Pariser Correspondeul der „Novoe
Vrcmja" veröffentlicht eine Unterredung mit
Tsing-Ki-Tsi, dem chinesischen Gesandten, in
welcher Letzterer erklärte, es sei der Wunsch Chi
na's, einen Krieg mit Rußland um jeden Preis
zu vermeiden. „Agence Russe" hat ähnliche
Nachrichten erhalten.
Aurlt tSortschaloss »Befinden.
Petersburg, 13. April. Ein heute
Mittag veröffentlichtes Bulletin meidet, datz
Fürst Gortschakoff eine fchlaflofe Nacht ver
brachte und fehr schwach ist. Seme Verdau
ung ist besser, allein die Thätigkeit des H.rzens
hat abgenommen. Er ist bei vollem Bewußt
fein.
Krisis in Schweden.
Stockholm, 13. April. DaS fchwedi
fche Abgeordnetenhaus hat die Armee-Vorlage
venvonen. Die Minister, werden abdanken.'
(Später.) Alle Minister haben abgedankt,
und Gras Ärvid ist vom König mit der Zu
sammensetzung eines neuen Kabinels beaustrazt
worden.
London, 14. April. Eine Depesche des
„Standard" meldet ans Tbyctmyo: „Der bir
manische Gesandte veröffentlicht die Erklärung,
daß kein wahres Wort an der Angabe über die
Greuel in Mandalah, die Aufopferung von
700 Menschen:c. sei. Dcn hiesige» britischen
Offizieren wird jetzt kein Urlaub mehr ertheilt,
und man glaubt allgemein, daß irgend eine
wichtige Maßnahme im Werke ist."
London, 13. April, 12.30 Nochm.
Vereinigte Staaten - Obligationen neue
4-proz. 1095.
Liverpool, 13. April, 12.30 Nachm.
—Baumwolle ruhiger, Mittelforte Oberländer
7i; do. Orleans 7 3tl«; die heutige» Verläufe
betrugen 10,000 Ballen.
Späteste Kabelbertchte.
London, 14. April. Die Angabe des
„Standard," daß die britischen Minister gleich
nach der Rückkehr der Königin vom Festlande
resigniren werden, wird durch den UmstGiid be
stätigt, daß die Minister gestern Vorbereitun
zen trafen, ihre amtlichen Wohnungen zu ver
lassen.
L>Tie Liberalen haben jetzt IOS Sitze gewon
nen. Die Angabe, daß die liberalen Führer
am Donnerstage eine Conferenz halten würden,
wird ron der „Daily NewS" als unbegründet
bezeichnet. Laut einer Depesche aus Kabul
wurde gestern dort ein Durbar abgehalten. Der
britische Commissär theilte den afghanischen
Häuptlingen mit, daß der Ex-Emir nicht zu
rnckkehren werde. Wenn keine weitere Feind
seligkeiten vorfielen, so würden die Wünsche der
Häuptlinge in Bezug auf die Ernennung eines
Mitgliedes der Familie Uakub Khan'S zum
Emir berücksichtigt werden.
Dem Pariser Correspondenten der „Times"
zufolge veranstaltete Graf de St. Ballier, der
französische Gesandte m Berlin, gestern ein di
plomatisches Diner angeblich zu Ehren des
deulfchen Kronprinzen, in Wirklichkeit jedoch zu
Ehren des Barons von Radowitz, des Nach
folgers des Fürsten Hohenlohe.
Pari'er Depeschen theilen mit, daß Gambetta
am Montage eine zwei Stunden lange Unter
redung mit dem Präsidenten Grevy hatie.
General Etienne Marcel, welcher die Schlacht
bei Waterloo als Capitän mitmachte, starb
gestern in Paris. Er war 88 Jahre alt.
—Der Herzog von Edinburgh, der gegen
wärtig das britische Kriegsschiff befehligt, das
an der Westküste Irland's Lebensmittel unter
die Nothleidenden vertheilt, wird den Theil der
Ladung des amerikanischen Schiffes „Constella
tion," der für jene Gegend Irland's bestimmt
ist, in Empfang nehmen.
Die bereits gestern mitgetheilte Brandkata
strophe in England, durch welche eilf Personen
un>'s Leben kamen und mehrere verwundet wur
den, ereignete sich vorgestern Nachmittag in den
Oelwcrlen der AH. Burr, Bolton K Haywood
zu Silvertcwn nahe North-Woolwich, bei
London. Der dem Etablissement zugefügte
Schaden bcträgtZmehrere Tausend Pfund Ster
ling.
—ES verlautet, daß Lord Beaconsfield zum
Baron ernannt werden nnd daß der Titel ncich
seinem Tode aus feinen Bruder übergehen soll.
- Del von New-Orlean« nach Antwerpen
bestimmte Dampfer „BiSciauo" ist an der
Küste von Neufundland durch Treibt? zer
malmt worden und untergegangen. Die Mann
sckasi rettete sich uud landete auf der Insel It.
Pierre Wiquelon.
Lokalberichte aus Washington.
»dward Viote de« Diebstahl» angeklagt. Zu
acndliche Gauncr. Der Smothers-Lei»»'-
sck>« Prozeß, «eriihtlichcs. deutsch
Zt,taler. Hohe« «lter. Polizeiliche».
Vermischte».
Washington, 13. April. Edward
H. Mote, der Clerk im Papiergeschäfte des Hrn.
N. Bunch Nr. 314,8. Straße, welcher vor eini
gen Tagen auf den Verdacht hin verhaftet
wurde, an dem Raube, welcher in jenem Ge
schäftslokale verübt wurde, betheiligt gewesen
zu sein uud sich seit der Zeit im Polizerhaupt
quartiere besand, wurde gestern im Polizeige
richte des Diebstahls angellagt und unter PSOW
Bürgschaft gestellt. Sein Verhör siildet am
Donnerstag statt.
Am Sonntag Abend verhaftete die hiesige
Polizei in Folge einer Depesche der Behörde
von Hagerstown, Md., ans dem Bahnhofe der
„Baltimore-Ohio-Bahn"zwei junge Burschen,
Namens W. H. Hawthorue uud Frank Zelter,
welche auf dem Postamte jener Stadt cisen für
die Tante des Ersteren bestimmten Werthbries
eingelöst, den in demselben befindlichen Wechsel
von P3VO auf der dortigen Bank einkassirt und
sich dann nach hier geflüchtet hatten. Dieselben
wurden heute an die Polizeibehörde von Ha
gerstown ausgeliefert.
Die Eröffnung der Verhandlungen in
dem Prozesse gegen den Neger Thomas Smo
therS, welcher unter der Anschuldigung steht,
einen gewaltthätigeu Angriff auf Leua Leins
gemacht zu haben, fand heute Morgen vor einer
kleinen Anzahl Zuhörer statt. Nachdem Hr.
R. R. Perry die Eröffnungsrede gehalten,
wurden die Zeugenaussagen des Geheimpoli
zisten McElsresh und des Opfers des schänd
lichen Angriffs, Frls. Lena Leins, vernommen,
die indeß nichts wesentlich Neues zu Tage för
derten, worauf sich das Gericht bis auf morgen
vertagte.
Richter JameS lehnte gestern im Crimi
nalgerichte das Gesuch um ein neues Verhör in
dem Prozesse gegen John Patch, welcher vor
einigen Tagen des thätlichen Angriffs aus Dr.
Muncastcr schuldig befunden wurde, ab, da e.
denselben als vollkommen zilrechnungssähig er
achtete. Distrikts-Anwalt Perry trüg hierauf
auf Fällung des Urtheils ein. Dasselbe wurde
jedoch aus Gesuch des Ädvokaten des Augeklag
ten auf zwei Tage verschoben.'um bei'm Prä
sidenten ein Begnadigungsgesuch einzureichen.
Hr. JameS A. Griffilh, seit eiuer Reihe
von Jahren Clerk in der Office des Distrikis-
Anwalts, reichte gestern seine Resignation ein.
Dieselbe wurde angenommen und Hr. F. H.
Howe an dessen Stelle ernannt.
In der „Cosmopoiitan-Halle" kam heute
Abend unter der Direktion des Hrn. Karl Zieß
ler „der Goldteufel in Amerika" oder
und Liebe," romantisches Schauspiel mit Ge
sang uud lebenden Bildern in vier Abthe!lu>i
gen von Elmar, vor einem gut besetzten Hanse
zur Aufführung. Die rühmlichst bekannte
Hahn'sche Familie von Baltimore, die heilte
zum ersten Male hier auftrat, wußte sich auch
die Gunst des Washingtoner Publikums im
Sturme zu erobern und wurde mit Beifalls
bezeigungen förmlich überschüttet.
Wie man hört, wird am 19. Mai aus
dem Potomac ein Wettrudern um einen Preis
von HKOOO zwischen Hanlan und Courtuey
stattfinden. Sollte einer der beiden Genannte»
zurücktreten so wird Riley.ein anderer bekann
ter Wetlruderer, dessen Platz einnehmen.
Im Civilstands Bürcan wnrde gestern
Hrn. John P. Donovan und Frl. Louise F.
Weilacher eine Hciraths-Conzcjsion ertheilt.
John Mcßarney wurde gestern im Lri
minalgerichte schuldig befunden, Eigenthümer
einer Spielhölle zu sein, und zu einer ein
jährigen Zuchthaushaft verurtheilt. Die Voll
ziehung des Urtheils wurde jedoch am einige
Tage verschoben, nm dem Anwalte des Ange
klagten Gelegenheit zu geben, eine Appellation
im Obergenchte einzureichen.
Der Segelmacher Richard Van VoorkiS,
einer der ältesten Beamten in derßuiides-Marinc,
da er 71 Jahre lang beständig ini Dienste der
Regierung gestanden hat, ging heute in unserer
Stadt in dem Hoden Alter von 93 Jahren mis
Tode ab.
Der Prozeß der Wittwe Oliver gegen
Simon Cameron sollte heute im Obergcrichte
des Distiilts zur Verhandlung gelangen, wurde
jedoch auf Antrag des Hrn. Riddle, Camecon's
Anwaltes, bis ans Weiteres verschoben.
Ter tSeldmarkt.
New - Bork, 13. April. - Folgendes sind
die Schlußnotiruligen: Geld 1 —«! jährlich,
t jie pro Tag. Sterling-Wechsel
auf K 0 Tage, 4.875—4.874 ans Sicht. Bnn
des Obügationen: 1861 er 105 H, neue Fünser
neue 44-proz. I»3H, do. t-proz. 107 Z,,
Dist. Col. 3.65 er 92j. Aktien: New Horker
Central 132, Erie43Z, Lake Shore I«7K, Mi
noiser Central 107, Pittsbnrg 111, Lhieago-
Norihweslern 955, do. Prioritäten M!>j, Rock-
Island 189, Western Union Tel. 105 K. New-
Jersever Central 80H. UnterschatzaintS-Bilanz:
Gold L1V2.6K0.392: Courant H 5,747,720.
Stadt Baltimore.
Tas Conzert des „Germania-Äiätt
nerchors."
Mit dem gestern Abend gegebenen Conzerte
hat der „Germania Männerchor" den schönsten
Schlußnein in seine diesjährige Conzertserie
eingesügt. Das Programm des Abends war
ein sehr reichhaltiges und jede Nummer fein
gewählt. Die Darlegung des Programmes
zeugleSeitens des Vereines und feines Dirigen
ten von dem ernstesten streben, das Vollkom
menste zu bieten, und im Ganzen war dieses
Streben vom schönsten Ersolge gekrönt. Zu
vörderst sei „Erlkönigs Tochter" von N, Ä.
Gade erwähnt. Diese Ballade für Soli,
mischten Chor und Orchester rechnen wir zu den
schönsten Schöpfungen Gade's. Es walten in
dem Werke eine solche Frische und Au.nuth, ein
solcher Reichthum melodischen Wohllautes, daß
es zu den dankbarsten Ausgaben gehört, deren
Losung sich ein Gesangverein nur unterziehen
kaun.
Die gestrige Aufführung der Ballade war
eine vortreffliche. Die Chöre und das Werk
weist deren ganz herrliche auf, wie z. B. den
Eingangs und Schlußchor, sowie den „Mor
tzengesang" wurden prächtig gesungen. Der
Tamenchor des Vereins ist sehr zahlreich be
setzt und zählt schöne frische Stimmen, die
ihrer Sache sicher waren und deshalb Treff,
leisteten. Die Herren müssen sich sest an
strengen, um das stimmliche Gleichgewicht zu
wahren. Die Solopartie'» befanden sich in
den besten Händen. Hr. Wähmann, dem die
Partie des „Oluf" in Fleuch und Blut über'
gegangen da sie ihm durch und durch be
kannt entfaltete all' seine Stimmmittel mit
schönstem Ersolge; nur zu Anfang waren ei
nige seiner Töne etwas gedrückt. Frau Röhm—
„Erlkönigs Tochter" und Frl. Rottanzi
„Mutter" waren wohl disponirt und sicher,
und so mußte dem schönen Werke eine schöne
Aufführung zu Thul werde», da sich auch da»
Orchester ziemlich diskret verhielt und im Gail
zen correkt spielte.
Die andere Leistung des Vereins war „des
Kriegers letzte Stunden" von E. W. Sturm,
eine' prächtige imposante Composition für
Männerchor von dem sich ein schönes Solo
qnartett (HH. Zimmermann, Kausche, Nicolai
und Staib) abhebt und Orchester. Das
Werk wurde 1869 gelegentlich des hiesigen
Sangerf.steS mit dem zweiten Preife gekrönt,
ist aber hier noch nie zu Gehör gekommen.
Dcö wundert uns, denn die Composition wiegt
Hunderte vom Genre des „LiedcrtafelmttcrS"
auf. Zu rechter Geltung kam das schön? Werk
gestern gerade nicht. Obgleich der Verein er
sichtlich die größte Mühe auf Einstudieu.ig ver
wandt hatte, so reicht doch das stimmliche Ma
terial ei n e s Vereines nicht hin, um die Schön
heiten und das Imposante in'S rechte Licht zu
sitzen.
Dann aber verlangt das Werk auch eine ganz
andere Orchesterbesetziiug, als die gestrige. Die
Leistungen des Orchesters in diesem Chore wa
ren nichl einmal lobenswerth; es schädigte den
Chor stellenweise, anstatt ihn zu heben. Die
Solisten des Abends waren Frl. C. Slieb
ler und Frau H. Hammer niidHr.C.Zimmer
mann. Frl. Stiebler spielte Romanze und
Finale aus Mozart's Klavierconzert (v-moll).
Die junge Dame ist aus dem besten Wege zur
Künstlerschaft. Sie verfügt über abgerundete
Technik, hübschen Anschlag, spielt recht klar.
Kraft und etwas mehr Licht und Schatten wer
den bei fortgesetztem Studium ihr Spiel noch
heben.
Die Orchesterbegleitung hat uns theilweise
nicht erbaut. Frau Hammer und Hr. Zim
mermann sangen das reizende LiebeSouett der
„Hanne." und des „Lucas" aus Haydn's „Jah
reszeiten" schön, wie gelegeuilich der früheren
Aus.ührung. All' diese Leistungen erndleten
reifliche Anerkennung, die bei den Damen in
Blumtiispenden gipselte. Schubert'S „Rosa
muiiden"-Ouv>,rtüre eröffnet dasConzert. Das
Corizert fand vor dicht gefüllten, Saale statt,
und die Werke erfreuten sich, wie bereits
vtllnerkt, warmer uud wärmster Aufnahme.
Hr. Hammer slvwang sein Dirigentenscepter
sicher uud mit Feuer. Nach Schluß des Csn
zertlS begann der Ball. Die H. H. Staib,
E. Böckner, H. Becker, H. Schaun, jun., H.
Reilchardt, O. Schilling und H. Köhlert fun
girlci, als Tanzcomite. Prof. L. Winter'S
kavclle spielte !um Tau» aus.
Gesundheit ist Aeichthuml
Gesundheit des Körpers ist Reich
thum für de« «Seist.
Radway's
Sarsicharilla-Rksolveut.
Reines Blut erzeugt aesundeS Fleisch, starte Knoche«
und eme klare Öaut. Wer festes heisch, gesunde Ans.
chen ohne Knochenfraß und einen neuen Teint zu Haber
wünscht, der gebrauche St adw a y' s Sarssvarll.
illtn Rcsolvclit.
Eine dankbare Anerkennung.
. .'A'" oder Nefgewnrzelte «ranlhet,
" Merl,» ewcn großen Si» rrrinzcn.
! ? weiche einkn Mangel klar erkenn!
und dknlelben we!» die stulenweisc und Schritt sü,
Schritt den Körper wieder herstellt, der langsai» von
einer schleichenden Rrankheit angezriffcn und geschwächt
wurde, bat iMht nur aus unsere Ächtung, sondern -u»
aus unsere Dankbarkeit Anspruch. Dr. Radwa? hat
der D.tnichhcit icncS Wunderdare Heilmittel, Rad-
Tarsavarillian Rcsolvent, aegcdcn, «cl.
»es dieses ».esultat er,iklt, und die lewende Mensch
bcit, welche sich in langen Tagen und NZchieu inii
Krankheit und Schmerzen verzehrt, ist ihn» iu
verpflichtet. («Medieal Mcssenger.")
Falsch und Wahr.
Wir lassen aus Dr. Radway'z Abhandln,,, s»«
und deren «UI" nachstehenden ÄuSj»,
Eine Liste von Krankheiten
Aüdlvali's Slnsaparilliau-Lchloelli.
. Krankheiten Knochcnsra« . verdorbene
HSsic im Blute, skrophulose Krankheiten, unnatürliche»
Habitus, SvphiliS nnd Beneric, Meberwunden, chro
i„>chc oder alle Geschwüre, SalMch, englische jkrant,
bcit. weine Schwellungen, Grmdkopf, GebSrmultcr-
Lciden, Krebse, Drtiscnschwellungcn, Knoten, Adzeb-
Niiig des Korpers. Pusteln und Ausschläge. SchwZre»
TvLvepsia, Nieren- und Blasenleiden, chronisch»
KihcumaliZinnS und Eicht, Schwindsucht, Plascnslcin
und Gries, sowie Abarten der obigen Krankheiten, de
nen bisweilen andere Namen gegeben werden.
behaupten, das, es kein bekanntes Heilinitte
gibt, welches sich gegen diese itrankheiren so wirksam
erwent, wie wadw.»-'« Nesolv. nt. Es kurirt all,
mälig, aber sicher und vom Grunde aus, und setzt di,
leidenden Theile wieder in gesunden Anstand.
«>„« dem Tal,i»!chW!i,vei! des Körnrs «inli .lt
u»d versorg« da« Znstcni mi« gckinScm «lut
viiS welchem neues Material gebildet wird. Dies iS
die erste Wirkung von Radwaq'a Rcsolvent
Jn Fällcn, wo das System durch Anhäusiing von
Dlerknr, Oueikiilber, oder eorrosive», Subliinal in den
Knochen, Gelenken u. s w. gelitten hat, wodurch
chensra,!. englische Kranlhei«, illii-tgraisrruniinuna
Leriknluna, weiße Schwellung u. Dergl. verursach,
wurde, lest das Zarsnvar.llian diese Niederschläze
aus und eniierni die Geschwulst aus dem Svsteme
Wenn Diejenigen, welche diese Medizinen zur »u,
chiontlcher, svpbu.t,scher od?r skrophiilöser Kranklieite»
gebrauchen, sei die Kur auch noch so lanM,sich „bes
ser stihlen," eme allgemeine Zunahme itirei Kräste une
ihrcSKorpcraewtchtkSwahrnehine», so istDieS ein siche.
res Zeichen der fortschreitenden Genesung. Zn derar.
tiqcn Krankheiten wird eS mit den, Patienten cntiveoe!
oder schlimmer-der Giftstoff im -»steine bleib,
nicht unthätig; wenn er nicht gehemmt und aus dem
Blute vertrieben wird, so verbreite- er sich und !»!>«
fort, d.e Konstitution zu untergraben. Sobald sich d»
Patient bei m Gebräu-!'- des T»esapariU-„» „besser
wird er stündlich an Gesundheit, »ran
Fleisch zunehmen.
EicrstoS-Geschwüre.
Die Entfernung dieser Geschwüre durch R.idwa!, «
Rcsolvcnl ist jetzt so sicher dargetha». dai? Da? >v«S
man lonft siir eil. Wunder hielt, jest als ein- allgemein
aneilannte Thalsache gilt. Man beachte die Fälle von
Hannah P. Knapp, MrS. C. Knapp. Mr". r A
und Mr?. P. D. Hcndrir. die in unseren,
' desgleichen den der
»k->ent°är..ige.. «...gab.
Ter Raum gestattet uns keinen spezielen üinweiZ
auf die verschiedenartigen i>älle von «liroutiHe»
«ranriieiten, d.e durch unser
solvent kurirt wurde». Patinen und deren Freu ide
wtisien unsere «christen stiidiren. Uni einen richtige»
Begriff vou der Wichtigkeit und Heilkraft der !tt. K N .
vrzneieu z u erhalten.
Cinen Dollar die Flasche.
Minutcu-Hcilmittcl.
Nadwittj's Ncady
zigen'gründlichen Appläution
Wie heftig und qualvoll auch der Schmerz sein mag
den die mit Rheumatismus, 'Neuralgie, uecoosen
de» und anderen Rrantheiten Behafteten erdulde» !»ö.
«ai»»aq> Rcadq Relici wird auge»i»li«kli»'
w»ldc, ioi,
He^tl opieii, »>!,!l^ri.'.
ivct», te'l>r,» l^>^>. >a',,
wuiiScn, Tomn!?rbekch'tv-rde»,'Hüstelt
r:nl,nigen. Schiiiipicn. Zchmerze» in
in dcn i>»l:ederu werden a»jen
Kaltes Lieber»
ilicodt» Relief mit sich führen/ Einige Tropfen^!r>
Folge von Wasserwechsel vor.' Als ZilniulirmiUi? i?
Warnung.
Alle Heilmittel, die, im Uebermaße genommeit, da«
Leben gesähroen können, sollten vermieden werden.
Kunsji'a'vtnlS Stt
Nadwlly's Negulirende Pillea,
Lollkoniment Purean.e», linScrnS« Avsildr
«Nittel, wirken ohne T ch merz, stet« znoerlii s ilg
Ein vegetabilisches Ersatzmittel ?S»
Calomel.
zen im Kopist,
Preis LS EenlS pro Schachtel.
Von dem Slchtb. Thurlow Weed,
Cine Empfehlung von Dr. Radwa»,'» Sk. R. «.
Heilmitteln, nach mchriShriacm «Sebrana»«
Werther Herr!— Seit mehreren Jahren schon gebrauche
ich Ihre Medizinen. Anfangs hegte ich in derei»
Wirkicmlcit, bald jedoch erfüllte:, mich die guten Mr-
fi-r meilie Pflicht, sondern es macht mir sogar
Freude, den Stutzen, den dieselbe» mir gebracht, dank
bar anjucrleiinen. TaS ilieaon Nclief konnte nicht
besser bezeichnet werden, als durch seinen Namen. Wir
applnirtn dasselbe hälisig und finden iafl unfehlbar die
versprochene Linderung. Achtungsvoll
An Dr. Nadtvay. T.,urlow Aee».
Wir wiederholen, daß der Leser unsere Bücher o«a
Schriften über Krankheiten und deren Kur ftodiren muj,
vor AUeni: .
„Falsch und Wahr,"
Radwanude^^r^ableUreihra.»
und andere Schriften kber Krankheiten verschiedener Art.
In den Apotheken »u haben.
Man lese: ..Nalsch und Watzr."
Man schicke eine Briesmarle an Radwatz » »««»..
SS, Warrcn-, ««e dervhurchStratze,
«-Belehrung, Tausende »»« Do»«» »nch.»»»
Der „Deutsche Correspoudent,"
tägliche und wöchentliche Zeitung,
herausgegeben vr«
F. Raine, Eigenthümern. Redakteur,
(»«e der Baltimore-TNatze und P.-V.Avem»«.
Preis Eent« pro w-che,
»°lMlr die Träger. »«>»» vro Jabr wnerhaw.
Prei-' des einmal iam Freitage) tijideinendcnWochen»
biottes sL.So in> Voraus »ayib»r-iu bei«
den Fällen portofrei.
Nr. 901
Reue Zilzeigen.
Jaloli N ie» »Se Porres«- ui,dMcl»l»errn'jtr!
heute Abend, den lj. Apr-l, um 8 Uhr Behuf»
der ersten Auflagsbezahlung slatt.
Werth dcS ÄittocilS LAU.
Wöchentliche Auflage SO eientS.
«eo. K. Lrth, Präs.;
Johann Zchwartz.
Teutsche Baltimore,
Boltitnore, dcn ». April ikW.
Direktoren der „Deutschen Sparbank von Ba'lti-
Zohann Briel, D Katenka.np,
I. Friedr. Letmate, Zoh. Schultheis,
Joh, Bruns, Joh. Aldaugh,
Schiffs-Anzeigen.
General-Agentur
»ur
Beförderung vonUassagiere»,
Geld,
Paöketeu u. Werthsache« »verhaupt
Europa Europs,
resp.
Teutschland,
Schweiz
Frankreich.»s».
Tampfer»?lgent«r
dcS
Norddeutschen Lloyd
Hamburg-Amerikanischen Packet«
Aktien-Gesellschaft.
Dic Dampfer des Norddeutschen Lloyd
Post-Dampfschiffen von AXXI Tonnen
„!e>irl.i>, CaM. 6. Pohles
„Lhio," Capt. G. Meyeri
Capl.C!ünd»tsch;
.Nürnberg," Capt. A. Jäger.
Passageprei«
View'.lort »ach Zonihainpton, Voudon,
1. Kajüte PIN».
2. KaMc «N.
... !t».
Nach Plyiiivuth, Southampton und London im -jwi»
deck S^t».
Kinder zwischen 1 und 12 Jahren. die Hälfte.
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New-'/) ort:
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??»«« Bremct« nach ivaltiinore:
Kajüte tpliti».
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G<k« der iSalttmore-Srrafte und
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Kreunde in JeuLlHtand
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Wochenblatt
Tcvntogs-Beilage
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pro Jahr.
Taffelbe wird von heute an nach
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Deutsch land's,
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der Schweiz
für nur H 4 Pro Jahr portofrei versandt,
KZ für 6 Monate,
KI/ für 3 Mouate.
ES ist eine anerkannte That
sache, daß ein deutsch-ameri
kanisches Blatt für Freunde
im alten Vaterlande nicht
nur von großem Interesse,
sondern diesen auch stets ei»
willkommener Gast ist.
HA" Ein solches Blatt cirlulirt von Ha»»
HauS und wird allenthalben mit gr».
Bem Eifer gelesen.

m emLsmm?."
IM? IZil VWI.7
k. frop'r L Editor,
pkicc ccn7B vecic, zs.oo

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