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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, April 15, 1880, Image 4

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Wer Deutsche Correspondeut.
Baltimore, den IS. Uprtt t»»o.
Unterhaltungen
W »Tchlcgel s Orchcstrio» - vakc, ?ir, Z und 5,
WKvd-Frrderickstrabt.—Freies Sonzcrt täglich Nachmit
iU»»e»rdia-Op««l><»u«. - l6. April,
s BorwSrts!»—Mmiiag, den t». ds.,
l großes Schluß-Soi-zeri nebst Srtinzchen.
W »Hmmaari-isr.-tkr.-U.-Btrtt». —Seute Adend
GtlftuuaSsest unb Kränzchen in Sari Rossing'S „Jack
soa-HÄe." Nr. I.K. Ost-Ssayettcftr.
BortrSge.
Prof. Robert von Schlaxiintweit wird heute,
- d«n IS. April, einen Bortrag „Sber die wichtigsten Völ
ker Indien'S, besonders die Hindus," halten.
Wtrt»smafte».
D«<ch'» »«Usche» Nr. It>«, Skid - Broad
way.—Neu und elegant einaerichiete und mit deut
schem Eomsort ausgestattete Zimmer zu bv Cents bis
Weinhandwnq, Nr. 71, San».
Htißraße, gegenüber dem Markte, »ai stets dle belleo
»Mttrlnie an vand.
' An Sal°n,Nr. iZ.N.-Hollidaystr.,
«Wbt e« gute» Wein, Liquors» Ale, Bier und seine
Halle, Str. S 1 «n» »», «eft
»r«Mlr«sie, gibt's immer irisches und gutes Bier.
SS, AAdent-Sttaße^hat
«. »««er » Sohn. Nr. ZOZ, Weft-Kratt
»raße, empschlcn ihr vollständiges Lager aller Sorten
«aUsornier Weine, sowie NordSSuser Korn - Brannt-
Wein» feiue Liquöre, u. s» w. bei'm Faß, Gallone oder
W«,»e.
vier.
Tbomas Beck ck Sohn's «o«-Spring-»rauerei,
«Se West-Baltimorestraße und Calverton-Ro-d.
Johann Schultheis Sit. Pleasant - «rauerei
»nd Westend-Excelnor-Bark, Gairison-Lane,
Zn Mr». Sönervoqt's stört MarZhall-Brauerei
findet man stets einen srischen Gerstensa,i nebst Wein.
ViouSre und Cigarren. '
I« Hrn. W. Kemper s Vrau rei, Eike O'Don
öck- und Secondstraße, Canton, findet man vortresf-
TicheS Bier.
A«h. N«. «ietzver's Bierbrauerei an Belair-
Hrn. »eora Vauernschmidt'S Greenwood-Var!-
, Brauerei, Belair - Road, liesert einen ausgezeichneten
Vtikel, Nr. 3 und t i, Süd-Eutaw
> Straße, ist alleiniger Agent sür das berühmte Bergner
4 Enget'sche Philadelphier Lagerbier.
7- veorg «hret's vier ist zu haben bei F. Gaidner,
Agenten, Nr. S, 10 und 12, Snd-Hiahstrabe.
Hltlguft Beck » Brauerei, Garri>on-Lane, nahe der
Krederick-Road.
verancr » «ngel'« Lagerbier ist hier von Hrn.
«. von Mitzel, Nr. 7,9 und 11, Süd-Eutawstraße, so
wie bei Joh. Naß, Str. SZI, Str.. Südwest, Wash
inato», D. C., und in der Zweig-Ossice Nr. 470 und
«7S, Pennsylvania-Avenue, ,u beziehen.
Kr«. Jatod Seeger'» Wiener Lagerbier kann man
t, Nr. 2Z, Germanstraße, erhalten.
Alohann Trost'S Löwen-Brauerei, ganton.
? » Mühlhlu-
Stadt Baltimore.
Gros. Rodert vo» Schtagtntwett.
Die Baltimorer Tnrngemeinde hat sich jeden
falls ein Verdienst um die Deutjchcn Baltimo
re'» erworben, indem sie den berlihmien Rei
senden Prof. Robert von Schlagintweit veran
laßte, hier einen Vortrag über Indien zu hal
ten. An intellektuellen Genüssen hat es den
- Deutschen Baltimore'S in den letzteren Jahren
bedeutend gemangelt, alle berühmten Vorleser
haben uns links liegen lassen, der Dichter Bo
denstedt und Prof. Falb hielten es nicht der
Mühe werth, zu uns zukommen; es scheint,
als ob Baltimore bei den deutschen Vorlesern
mcht im besten Rufe stehe. Heute bietet sich
eine Gelegenheit siir die Deutschen Baltimore'S,
zu zeigen, daß sie besser sind, als ihr Ruf, indem
fie sich zu der Vorlesung in der „MechanicS
Halle" recht zahlreich einstellen. Prof. v. Schlag
intweit ist e,n angehender Fünfziger. Die New-'
arker „Deutsche Zeitung" sagt von ihm: „er
verbindet mit einem wohlklingenden Organ und
weltmännischem Austreten Deutlichkeit im Vor
trage, ohne in den trivialen Ton des Erzäh
lers zu verfallen, was hier ganz besonders her
vorgehoben werden muß. Man hört es dem
berühmten Gelehrten an, daß er aus eig ner
Erfahrung redet und eigene Beobachtungen
Wiedergiebt, weshalb sein Vortrag 'llr die Zu
hörer stets interessant bleibt." Hr. v. Schlag
intweit wird über Indien sprechen, welches Land
er genau kennt und gründlich erforscht hat.
Hermann und Robert v. Schlagintweit find
zur Zeit die bedeutendsten Autoritäten der Welt
über das alte asiatische Kulturland, und es ver
lohnt sich schon des Weges, dem Vorlraze eines
von diesem Dioskurenpaare gelauscht zu haben.
Eine neue Gas-Compagnte.
Bekanntlich nahm die Gesetzgebung in ihrer
letzten Sitzung eine Bill an, welche unter dem
Nomen „Andcpeudcnt-Gas-Comp." eine neue
Gasgesellschaft m Baltimore incorporirt. Vor
gestern hat sich diese Compagnie organisirt:
S. Bernei, Präsident: I. B. stassord, Vice
-Präsident; H. Dnvall, Sekretär; L. Seldner,
Schatzmeister; Claas Vocke, S. H. Wighl, I.
B. Stasford, Chr. D. Blake, S. Berne,, H.
Dnvall und L. Seldner, Direktoren. Bereits
hat Hr. Greenfield von der 19. Ward im S.
Rathszweige eine Verordnung eingebracht,
welche der neuen Compagnie die Berechtigung
der Legung von Gasröhren giebt. Die Co.n
pagnie ist sür irgendeinen Schaden verantwort
lich, welchen sie den Wasserröhren und den
Straßen zufügen sollte. Ferner wird der neuen
Compagnie dasselbe Recht, wie den anderen
Compagnie'» zugesichert, nm die städtische Gas
liescrung zu coukurriren, und die Stadt
kann nach Ablauf von zwei lah
ren nnd in nicht mehr, als fünf
Jahren die Gaswerle zum Kosten
preise mit H inzu sch ta gn ng eines
Bonns von Ii) Prozent ankaufen.
Die Verordnung llingt ganz gilt, obwohl un
serxr Ansicht nach cs noch immer am Besten
wäre, wenn sich die Stadt gleich daran machte,
eine Mnnizipal-Gasanstalr in's Leben zu ru
fen. Jedenfalls hat die Jncorporation einer
neuen Gas-Compagnie das Gute, vorder
Hand die alten Compagnie'n einznschnchtern
und sie zu veranlassen, etwas gnädiger, als in
Folge der Combination wohl Anfangs beab
sichtigt wurde, mit den Consumenten zu ver
fahren. Unter allen Umständen sollte der
' Stadtrath, indem er der neuen Compagnie
Privilegien verleiht, sorgsam darauf achten,
daß wir vor der Aufhalsnng eines neuen Mo
nopols bewahrt bleiben. Die bisherige Erfah
rung hat uns gelehrt, daß mehr, als gewöhn
liche Umsicht und Wachsamkeit geboten sind.
Die „Mutual-Ccnsumers'" trat einstmals un
ter ähnlichen Verhältnissen in's Leben, nnd zur
Zeit hängt das Damoklesschwert einer bedeu-
Erhöhung der Gaspreise über unsern
Häuptern.
Im Stadtrathe hat man sich in Antizipation
der Aussicht auf höhere Gaspreise beeilt, eine
Verordnung zu Passiren, w iche weitere I>'ioo
Gas in Gasolin-Laternen verwandelt. Dage
gen haben sich viele Stimmen erhoben, und die
Gefährlichkeit des Gasolins als Leuchtmaterials
ist m's grellste Licht gestellt worden. Die „Sun"
räth dem Mayor, diese Verordnung mit seinem
Veto zu belegen. Die Itadt hat zur Znt
4847 Laternen mit Gaslicht und ltX><>, resp.
9SB, mit Gasolin: wird die neue Verordnung
durchgesetzt, fo würden wir anstatt 1000 251)!>
Gasolin- nnd anstatt 4847 nur 3347 GaSlater
iitn haben. Tie Gaslaternen kosteten zum
bisherigen Preise H 1.50, resp. H 1.90 (Eon
sumers'" in abgelegenen Stadttheilen) pro
Ivov Fuß, und dieDürchschnitts-GaSkosten für
jede Laterne erreichten jährlich ungefähr H2l.
Gasolinlampen kosteten im letzten Jahre durch--
schnittlich Pl 4 pro Stück. Jedenfalls hat die
Projektirte oder, wie es heißt, bereits stattgefun
dene Combination der Gasanstalten zu einer
gesunden Agitation im Publikum geführt.
Man witterte allgemein eine Erhöhung der
Gaspreise, und der Rath handelte ganz weise,
indem er ohne Verzug insofern zu Repressalien
griff, als er mit der Einführung vou Gasolin-
Lampen drohte und sich nicht lange besann,
eine dahin zielende Verordnung anzunehmen.
Es heißt „jetzt," „daß cs no? gar nicht ab
gemacht ist, daß die allen GaS-Csmpagnie'n
der Stadt einen höhern Preis abfordern wer
den." Die „Sun" deutet an, man solle nur
einmal direkt anfragen, und man werde trotz
allen Geschreies ausfinden, daß die Compag
nie'» nicht so habgierig seien, wie man anzu
nehmen geneigt sei. Ja wohl, die Andeutung
der „Sun" sieht ersichtlich der Thatsache nicht
fern, daß die Monopole eingeschüchtert worden
find. Jeder Consnment ist bereit, sür feinen
GaSbedarf einen mäßigen, K bis 3 Prozent Di
videnden abwerfenden Preis zu zahlen, aber
man will gegen Ueberforderung geschützt sein.
Die Bürger haben den Gas - Compagnie'n
höchst werthvolle Privilegien gegeben und find
dafür wenigstens zu einigem Ersätze berech,
tigt.
Die Frage wirft sich übrigens auf, warum
die GaS-Compagnie'n den Gasolm-Einsüh
rungS-Streit nicht sofort durch ein offenes An
gebot beseitigen. Das Amts-Büreau des May
orS ist täglich offen und Hr. Latrobe zur EM
gegennahme von Angeboten bereit. Das würde
aus einmal der Ungewißheit über die Pläne der
beabsichtigten oder bereits stattaesundenen Co m
bination ein Ende machen. Das Volk fordert
mäßige GaSprcife, Nichts weiter, und je eher
fich die Compagnie'n herbeilassen, in diesem
Sinne vor die Bürgerschast zu treten, desto
besser. Der Versuch, uns billigere Stadtbahn.
Fahrpreise zu geben, ist jämmerlich sehlgeschla
gen, lassen wir uns durch eine Erhöhung der
. Gaspreise nicht das Fell über die Ohren ziehen,
und ackku wir des Untern daraus, daß uns
? keine neuen Monopole aulgehals't werden. Die
Selbstsucht treibt nur zu oft ein gar gesährli
chesSpiel mit den Interessen des Bürgerthums,
»nd Abhülfe kann m s nur dann weroen, wenn
wir nicht die Schlafmütze aufsetzen und Altes
luhig über uns lrgct.en lassen.
z Dte Steuerauflage für das Jahr
tv«o.
V Ter „Correspondent" war das erste hiesige
Blatt, welches, und zwar am Samstaze, die
Mittheilung brachte, daß die städtischen Steuern
A pro 1580 ans It.Ä? pro Kloo rednzirt werd:»
würden. Seit zehn Jahren ist die Abaabe in
ß Baltimore nicht so niedrig gewesen. Biel ist
x der Wiederbelebung der Geschäfte und der ent-
M Wachenden Erhöhung der Abschätzung?-Basis
zuzuschreiben; aber nicht minder ist es anzuer
kennen, daß durch das vom Mayor Latrobe
in's Werk gesetzte Sparsamkeit« - System we
sentlich die große Steuerermäßigung erzielt
worden ist.
Nachfolgende Tabelle ist nicht ohne Interesse:
ISSO. t«79. INS. t«77.
Tinste Steuern SZ ,KÄ .«? .7t
Zwslivder Siadtschuid.. .Zt A .SS .<0
Siluilen >4 i« .t 7 .tS
Polizei 20 W.»> .Z?
Gewisic Ausgaben »g .10 .'.I
Stadtarnie t.6 .Oü .l>7 .LS
StraHenbauten V 4 -Nt .ll .k>K
tiz? T.SO t.9» t.75
Die verhältnißmäßig größern Ausgaben sür
1878 sind daraus zurückzuführen, daß in Folge
der Aenderung des Dalums des Rechnungsjah -
res dieselben für 14 Monate galten.
Fast jeder Zweig der Stadtverwaltung
weis't eine Verminderung der Ausgaben nach.
Man griff mit fester Hand ein, und das Publi
kum hat Ursache, fich zu gratnliren. Wir zwei
feln nicht daran, daß in demselben Maaße, als
die Einziehung der Rückstände in den Buchern
des Stadteinnehmers forcirt werden und des
Weitern bisher der Besteuerung entschlüpfte
Habe in den Bereich derselben gezogen die
Stadtabgalen noch mehr vermindert w.rdeu
können.
Zu den Details der V.-rwillrgnngen für das
lausende Jahr gehören: Riversid: - P irk,
G 5000; Harlem- Square, K 3000; Mouut-Ver
non-SquareS P1V00; Eutaw-SquareS, erste
Abtheilung P2SVO, zweite Abtheilung, P 750;
Broadway - Squares, P3SVO; Madison-
Sqnare, P2SVO; Lasayetre-Square, Gl200;
Franklin - Square, KI2VO; Jackson. Square,
PBsi); Park - Place - Square, G 850; Union
Square, Hl 500; Perkius - Spring - Square,
GI3OV; östliche Fontaine, PI500; Baker-
Circle, tzl(K); Johnson-Square, H 2500; Fe
deral-Hill-Park, H 15,000.
Das Diskonio für sämmtlich bezahlte Ab
gaben ist folgendes: 5 Prozent für alle vor
dcm 31. Mai bezahlte Abgaben; vor dem 30.
Juni 4 Prozent; vor dcm 31. August 3 Pro
zent; vor dem 30. Septbr. 24 Prozent; vor
dem 31. Oktober 2 Prozent; vor dem 30. No
vember I Prozent: vor dcm 31. Dezember 4
Prozent.
Munizlpat-Angetegenheiten
Eine ausgeregte Debatte. Vor
gestern lag dem ersten Stadtrathszweige eine
vom Schul-Comite entworfene Verordnung
vor, welche Hlo,ooo sür den Bau eiuer neuen
Schule für Farbige iu Nordost Baltimore
verwilligr. Reden dafür und dagegen wurden
gehalten. Hr. Horner stellte als Fürsprecher die
Behauptung auf, daß das alte Schnlgebäude
nur mit einem Stalle verglichen werden könne.
Hr. Wright bezeichnete extravagante Geldver
willigungen als die fchlimmjte Sorte von
Cominnnismns. „Wenn wir den Arbeitern
K 1.50 pro Tag zusichern, schreit man uns als
Communisten aus, aber wenn wir große Sum
men <ür schulen verschleudern, so ist Das uoch
schlimmer, als Communismus." Hr. Schenkel
erklärte, daß eriu diesem Falle selbstCommnnist
sei, und machte Hrn. W. den Vorwurf, daß er
nicht anstehe, tz 25,000 für ein Ziegelsteinbasfin
km Collington-Parke auszugeben, aber keine
510,000 fürErziehnngszwecke übrig habe. Das
veranlaßte Hrn. W. zu einer heftigen Gegen
Äußerung, und der Vorsitzer mußte den Ham
mer benutzen, um die aufgeregten Herren iu die
Schranken zurückzuweisen.
Es ist bemerkenswerth, daß gestern
auch kein einziges anglo-amerikanifches Blatt
das Auftreten des zweiten Raihszweiges gegen
die englisch-deutschen Schulen ge
tadelt hat. Die „Sun" ist des Weiteren die
einzige Zeitung, welche mit dem Rathe Mc
Williams übereinstimmt und den deutschen
Unterricht als einen Hemmschuh der Amerika
nisiruug der deutschen Einwanderer bezeichnet.
Folgende Schlußbemerkung ist zu amüsant, a!S
daß wir sie unseren Lesern vorenthalten könnten:
„In den Hochschulen und oberen Klassen d:r
Grammärschulen kann man keinen Einwand
gegen das Deutsche als Lehrzweig erheben, aber
es ist sicherlich anti-amerikanisch, das Deutsche
für das Englische als Erziehungsmittel in
anderen Zweigen zu substituiren." Wir möch
ten die „Sun" fragen, inwiefern das Deutsche
für das Englische substituirt wird un» ob nicht
der Beweis vorliegt, daß die Zöglinge der
englisch-deutschen Schulen ebenso gut beide
Sprachen, als die Zöglinge der anderen Schu
len nur eine Sprache verstehen? Bei der riesi
gen Einwanderung aus Deutschland und der
allgemein anerkannten geschäftlichen Nothwen
digkeit der Kenntniß der deutschen spräche wird
die „Sun" schwerlich in ihrer Anschauung
durch andere Gründe, als die, welche das Vor
vi theil eingeben mag, unterstützt werden. Die
deutsche Sprache ist hier Bedürfniß, und die
ganze Geschichte des Landes beweist zur Ge
nüge, daß der Unterricht in derselben die Ame
riranisirung der Einwanderer eher gefördert,
als benachtheiligt hat. Die deutschenAdoptiv
bürgcr der Ver. Staaten verdienen wahrhaftig
nicht den Tadel, daß sie die Amerikanisirung
behenimen, man nehme denn vielleicht manche
nativistische Unarten davon aus, die sie abge
neigt sind, auch zu ihren.eigenen zumachen.
Ter Deutsche wird gemeiniglich schnell „Ame
rikaner:" leider haben es manche darin fo weit
gebracht, daß sie ihre Abstammung ganz ver
gessen haben.
Die „Carrollloii Hotel -Co hal
vorgestern die bis IL7B rückständigen Stadt
steuern durch Zahlung von H6OOO gedeckt, sie
schuldet jetzt noch für 187» P2OOO, welche gesetz
lich im Laufe des Jahres gedeckt werden kön
nen. Man sieht, was richtig angewandter
Druck auf renitente Abgabenzabler vermag.
Hinsichtlich der projektirten Errichtung
einer neuen Haken- und Leiter-
Compagnie waltet zwischen beiden Raths
zweigen eine Meinungsverschiedenheit ob, wes
halb auf Aulrag des ersten Zweiges ein Confe
renz-Comite ernannt wurde, in welchem der
eiste Zweig durch die HH. Miller, Fiske und
Kelly und der zweite Zweig durch die H H.Jves,
Lewis und Poulton vertreten wird.
Der M ayor nnd die st äd ti s che L ösch
Verwaltung inspizirten vorgestern die
Spritzenhäuser nnd Apparate des westlichen
Stadtbezirls. Im Spritzenhause Nr. 13,
Ecke Fremontslraßeuiid Myrtle-Avenne, ergin
gen sich dießesncher in dcm gymiiastischenKÜnst
stück, an den bis in die Schlafkammern rei
chenden Pfosten bis in'S untere Stockwerk her
abzugleiten. Mayor Latrobe geatulirte den
Löschmännern O'Nelll nnd Kelley zu ihrer neu
crding? statigesuiideuen Verehelichung und gab
die Vei sicherulig, daß er (Latrove ist Wirtwer)
ihrem guten Beispiele bald folgen w.rde.
Um die rückstäiidige Steuer auf
dasSchleppboot „Graee Titus," Capt.
P. Zane, einzuziehen, begab sich Bailiff Kirk
land im Austrage des Stadt Cotlektors Webb
au Bord des Bootes, nahm dasselbe iu Be
schlag und brachte cs nach der
Daraus erschien Capt. Zane im Steucramte,
bezahlte die geringe Steuerschuld und erwirkte
die sofortige Freigabe des Fahrzeuges.
Der Mayor bestätigte gestern die
Verordnung, welche der „Nördlichen Cenlral-
Bahn-Compagnie" die Errichtung einer neuen
Werfte an ihrem Eigenthum zu Canton ge
stattet.
Beabsichtigter Wechsel in den
Schulbücher u. Seit mehreren Jahren
haben die Agenten verschiedener Verlagshand
lungen daran gebohrt, den Schulrath von
Baltimore zu bestimmen, eine Aenderung der'
Schulbücher für verschiedene Disziplinen zu
beschließen. Wie man bört, sollen diese Ver
suche im Laufe des Frühjahres erneuert wer
den. Besonders möchte man eine Aenderung
der Geographie - Serie und der Lesebücher
durchsitzen. Dieser Wechsel würde sehr hohe
Summen mvolvireu und nur den Zw.ck ha
ben. eiuer anderen Verlags-Firma Gelegenheit
;n geben, die fette Kuh zu melken; denn allein
eine Aenderung der Geographie-Serie würde
die Stadt K9VOO kosten; die Aenderung der
Lesebücher würde sogar uoch tausend Dollars
mehr verschlingen. Solche Wechsel sollten
nicht ohne dringende Nothwendigkeit vorge
nommen werden, und eine dringende Noth
wendigkeit scheint hier thatsächlich nicht vorhan
den zu sein.
Die Frage der Einführung des
S-Cents-Fahrpreis es wurde gestern
vom Direktorium der„Stadt-Pferdebahn-Com
pagnie" erwogen und beschlossen, daß der Prä
sident, Ex-Gouverneur Bowie, mit den Präsi
denten der anderen Pferdebahn Compagnie'n
Rücksprache nehmen und Schritte zur Herbei
führung einer Couferenz mit dem Mayor nnd
Stadtrathe hinsichtlich der Angelegenheit thun
soll. Ueber die vom Direktorium der „Stadt-
Pferdebahn Compagnie" angestrebte Vereinba
rung ist nichts Näheres bekannt geworden, dem
Vernehmen nach ist aber eine erhebliche Verär
gerung der Paristeuer einHauptpunkt derselben.
Gouverneur Hamilton unterzeich
net mehrere wichtige Gesetze.
Von Annapolis kommt die Nachricht, daß
der Gouverneur gestern Morgen auf dem Po
sten war und das Hazardspiel Gesetz (Ssmb-
UnALill), das Cemetery-Gesetz, das Bankerott
(lnsvlvent) Gesetz und das Northstr.-Gesetz
unterzeichnet. Das Spiel-Gesetz verschärft die
Geld- durch Gefängnißstrase; das Cemetery
Gefetz verbietet die Errichtung eines Begräb
nißhofes innerhalb 1000 Hard« vom „Druid-
Hill-Parke; ' das Bankeroit-Gefetz verschärst
das Verfahren bei uns
macht es Schuldnern schwerer, sich ihren Ver
pflichtungen zu entziehen; das Northstr.-Gesetz
giebt der Stadt Baltimore das Recht, eine
Straße durch den Grund und Boden des Blin
den-Asyls zu bauen. Wie verlautet, wurde
die Unterzeichnung obiger Gesetze scharf be
kämpft, das Spielgesetz auf den Grund hin,
daß c« uneonstitutionell nud nur auf die Ver
folgung einer Person (Klassengesetzgebunz) ab
gesehen habe; das Northstr.-Gesetz, weil es in
hohem Grade das Blinden-Jnstitut und dessen
Wirksamkeit beeinträchtige. Das Bankerott-
Gcsctz wurde besonder« von Kaufleuten und
Kleinhändlern befürwortet, der Bezräbnißhof.
Spekulation durch die Beweisführung ein Ziel
gesetzt, daß die Anlage .eines Kirchhofes nahe
dem Parke dem Letzteren als Erholungsort er
heblichen Nachtheil zufügen würde. lii eini
gen Tagen wird der Gouverneur sämmtlich:
ihm vorgelegten Gefetze geprüft, die von ihm
gebilligten unterzeichnet, die ihm nicht zusagen
den „in die Tasche" gesteckt haben.
Der Kehraus in Stnnapolis.
AnnapoliS, 14. April. Der Staats
sekretär hat allen während der letzten Gesetz
gebnngsfitzulig ernannten Staatsbeamten ihre
Bestallungen ausgefertigt. Letzten Montag
wurden die Commissionen de« Baltimorer
Friedensrichtern, den Stimmgiber-Registrato
ren, den Tabacks Inspektoren und den Zucht
haus-Vifitatoren zugeschickt.
Gouv. Hamilton und Generalan valt G winn
haben seither die noch rückständigen 85 Gesetz
vorlagen genau geprüft. Als der Gouverneur
letzten Montag in Baltimore war, besuchte er
das Blinden-Jnstitut, um sich persönlich davon
zu überzeugen, in wie weit das Grundstück
durch die Verlängerung der Northstraße ge
schmälert wird.
Unter den bis jetzt in die Tasche gesteckten
und somit abgethanen Bills find die folgenden:
deu Bersicherungs-Commissär durch das Volk
erwählen zu lassen; die Trustess der deutschen
Baptistenkiichc am Broad-Run in Frederick-
County zu incorporiren: die „Annapolis-
Road-Turnpike-Co. von Balttmore-Coiutty"
zu incorporiren; den Namen der „Ballimore-
Union-Works" in „Poole «c Hunt-Comp."
umzuwandeln. Diese Bills wurden nicht un
terzeichnet, weil die betreffenden Compagnie n
die Gewalt, welche sie wünschen, unter dem
allgemeinen Jncorporationsgesetze erlangen
können.
Die HH. Michael Bannon und Oberst
Maulsby machten gestern ein Argument vor
dem Gouverneur gegen Unterzeichnung der
Bill gegen das Hazardspiel. Oberst Maulsby
bestreitet bekanntlich die Constitntionalität des
betreffenden Gesetzes. Die Bill, welche der
„Catonsciller Pferdebahn - Gesellschaft" vor
schreibt, ihre Raten von 25 Cents auf 20 Cents
herabzusetzen, ist bereits unterzeichnet und
jetzt Gesetz. Die neucruaunten Tabacks-Jn
ipektoren waren gestern hier und nahmen ihre
Bestallungen in Empfang. Sie hielten eine
gemeinschaftliche Berathung über die zu thuen
den Schritte und beschlossen, Anwälte zu
engagiren und sofort Besitz von den Magazinen
zu verlangen und, wenn ihnen dieser verwei
gen wird, die Sache vor die Gerichte zu brin
gen. Die bisherigen Tabacks-Jnfpektoren sind
durchaus nickt geneigt, die Stellen zu räumen,
trotzdem die Gehälter um je D7OV beschnitten
worden sind. Sie haben den Rath des Hrn.
Bernard Carter eingeholt, welcher dieselbe An
sichi über die Sache hegt, wie der Generalan
walt Gwinn, nemlich daß ibre Amtszeit bis
zum I. März 188 l dauert. Gouv. Hamilton
wird heute oder morgen mit Hrn. F. Knapp j
abschließen über Unterrichtung von
12 Taubstummen in dessen Privat-Jnstitut 1
nach seiner neuen Methode.
Vo» See und Hasen.
Der Dampfer „Brauuschweig," Capt.
Undütsch, tritt heute Nachmittag um 2 Uhr seine
Rückfahrt von Locnst-Point nach Bremerhaven
via Southampton an und nimmt etwa 25
Zwischendecks Passagiere, sowie eine H21i1,-
OiX) werthe Ladung mit.
S ch i ff s u nfä l le.—lm Monate Februar
gingen, wie vom Bllreau „Veritas" gemel
dei wird, 127 Segelschiffe, von denen 16, uud 16
Dampfer, wovon 2 vermißt werden, unter; von
Ersteren waren 54 englische, 8 deutsche, 10 nor
wegische, iu amerikanische, 3 griechische, 1
holländisches, 3 schwedische, 17 französische, 8
italienische, 5 Portugiesische, 2 östreichisches spa
nische und 5, deren Nationalität nicht ermittelt
werden konnte. Von den 16 verunglückten Dam
pfern fuhren 9 unter der britischen, je 2 unter
der deutschen und französischen und je 1 unter
der spanischen, holländischen und dänischen
Flagg-'.
Die norwegische Bark? „Grazulla," mit
einer Ladung Eisen von Jpswich nach Balti
more bestimmt, legte am 1. April in leckem
Zustande und mit verschobener Ladung in West
Corres an.
Der britische Dampfer „Black Walch,"
welcher vorgestern von hier in Oneenstown an
kam, hatte stürmisches Wetter auf der Fahrt
und mehrere Schäden erlitten.
Die ital. Barke „Amati," welche kürzlich
von Baltimore in Bordeaux eintraf, leckt und
ihre Getraideladung ist beschädigt.
Die britische Barke „Nenüphar," welche
am 5. März mit Getraide von hier nach Lon
doiideiry abfuhr, wurde vor Kurzem gespro
chen ; sie hatte ihren Hauptmast bei einem hef
tigen Sturme eingebüßt und einen L.ck erhal
ten.
B l a t t e r n k r a n k e i m M a r i Ii e - H o s
pitale. Borige Woche theilte der „Corre
spondenl" bei'm Eintreffen des Dampfers
„Braunschweig" im hiesigen Hasen
richte des Capt. Undütsch gemäß mit, daß zwei
Tage nach der Abfahrt des Schiffes von Bre
merhaven die 16-jährige Böhmin Therese
Schmidt an der Lungen-Entzünduug starb und
der Leichnam in's Meer gesenkt wurde. Ferner
ist den Lesern bekannt, daß vor einnen Tagen
ein Mann und dessen Frau, die sich in großer
Armuth befanden und auf dem Dampfer ge
blieben waren, krank in's Marine-Ho'pital ge
schafst wurden. Erkundigungen nach der Art
der Erkrankung ergaben, daß die beiden Lerne
an der Lungenentzündung litten. Gestern
Nachmittag erfuhr man indeß, daß Dr. E. L.
Howard, Arzt des Marine-Hospitals, dein Sa
nitütS Departement gemeldet hatte, daß das
Ehepaar mit den Blattern behaftet ist und
schwer leidend darnieder liegt. Ferner stellte
sich heraus, daß die Beiden die Eltern der jun
gen Böhmin sind, die während der Uebersahrl
»arb. Dr. Howard erklärte gestern Abend spät
per Telephon, daß er noch unentschlossen sei,
ob er dem Dampfer die Abfahrt nach Enropa
gestatten werde oder nicht. Wahrscheinlich wird
er das Schiff heute gründlich untersuchen.
Ein Kanalboot versch wunde n>—
Ter Capitän des Dampfers „Lancaster" be
richtet, daß er am .Sonntag Abend durch den
Sturm genöthigt wurde, iu der Chefapeake-
Bai in der Gegend von Stony-Point eine
schützende Bucht aufzusuchen. Während er dem
Ufer zufuhr, wurde das Kanalboot „Logan,"
mit einer Ladung Waizen nach Baltimore be
stimmt, unbemerkt vom „Lancaster" getrennt
und verschwand. Vermuthlich erhielt es einen
Leck und ging sofort unter.
Collisio n.—Der von Richmond nach dem
Rappahannock bestimmte Schooner „Brook
lyn" und der britische Dampfer „Eastbourne,"
welcher von unserem Hafen nach London be
stimmt ist, stießen ain Dienstag früh auf der
Hamptoner Rhede zusammen, und Ersterer
wurde dabei arg beschädigt, weshalb er iu Nor
folk anlegte. Der „Eastbourne," welcher am
!v. ds. Mts. mit werthvoller Ladnng von hier
abfuhr, war zur Zeit der Kollision auf der Rück
fahrt nach Norfolk, da in der .sonntags-Nacht
85 Meilen östlich vomjtav Henry mährend eiues
Sturmes Unregelmäßigkeiten an der Maschine
sich zeigten und die Ladung sich verschoben
hatte. Im Norsolker Hafen wird seine Fracht
ausgeladen und die Maschinerie wieder in
Stand gesetzt.
K a 112 s e e - Z v 112 n h r. Der britische
pfer „Dovati," welcher vorgestern nach 26-tä
gigcr Fahrt von Rio de Janeiro in Sandy-
Hook eintraf, wurde nach Baltimore beordert,
wo er heule mit 20,«)<10 Säcken Kaffee erwartet
wird.
Benefiz für Frl. Mtnna Raabe
Mittwoch, den St. Aprit. (91-2)
Dent' cher demokratischer C e n
tral-Club. Laut Anzeige versammelt
sich heute Abend der deutsche demokratische
Central-Club in Raine's Halle. Da wichtige
Angelegenheiten zur Besprechung kommen, so
sieht man einer regen Betheiligung entgegen.
Der deutsche demokratische
Club der 16. Ward hielt gestern Abend in
Mecler's Halle, Nr. 116, Süö-Fcemoutstraße,
eine Versammlung. Als Präsident fungirte
Hr. Heinrich Helldach, während Hr. Heinrich
Müller das Protokoll führte. Es wurden
'mehrere wichtige Angelegenheiten besprochen
und endlich beschlossen, am nächsten Mitt
wochs Abende in derselben Halle eine weitere
Versammlung zu veranstalten, in welcher meh
rere Redner sprechen werden.
Die Mitglieder der „Baltimorer
Turngemeinde" traten gestern Abend in
zahlreich besuchter Monatsversammlung unter
dem Vorsitze des 1. Sprechers Wilh. Eckhardt
und der Protokollführung des Schristwarts
Letzcr zusammen. Nach spezieller Durchbera
thung rmliegender Vereinsgeschäfte, wie Ar
rangements zu dem im Juni stattfindenden
Frnhlingsfeste, dem Besuche des Washingto
ner Turnfestes, Abhaltung von regelmäßigen
Sonntags ausflögen :c., wurden den Turnern
List, seil., Joh. Sommerfeld, Capt. Fellmann,
Georg Ruppel u. A. in Anbettacht ihrer spe
ziellen Verdienste um das Bereinsleben, event,
der 25-jährigen Mitgliedschaft als Turner unter
entsprechender Anrede des Sprechers Diplome,
von den Beamten der „Turngemeinde" unter
zeichnet, eingehändigt uud dieselben als Ehren-
Mitglieder der „Baltimorer Tnrngemeinde"
einverleibt. Ein recht fideler Cammers be
chloß das Ganze.
In der Monatsversammlung der „Balti
morer Schützen-Gefellfchaf t," wel
che gestern Abend unter dem Vorsitze des Hrn.
E. Gronau und der Protokollführung des
Hin. Joseph Lctzer im Lokale des Hrn. Karl
Liulbecher, Nr. 1, Postoffice-Avenue, stattfand,
wurde, nachdem sieben neue Mitglieder aufge
nommen und verschiedene andere geringfügige
VereiiiSfragtN erledigt worden, beschlossen, ein
Maiftst abzuhalten, dessen nähere Arrange
ments dem Ermessen des betreffenden Comite's
überlassen wurden. Darauf erfolgte Verta
gung.
Verhaftung eines Armee-Ser
ge an ten.—Ein HülsS-BundeSmarschall bat,
mit einem dahin lautenden Befehle des Bun
des-CommisfärS Rogers ausgerüstet, die Fest
nahme eine« sich Richard Roe nennenden «Ser
geanten der Bundesarmee unter der Anschuldi
gung, eine Partie alten Eisens, Eigenthum der
Ver. Staaten, aus dem PikeSviller Arsenale
verkaust zu haben, vorgenommen. Der Arre
stant erwartet das auf morgen vom Commissär
cingefttzte Verhör im Stadtgefängnisse.
Wetterbericht.
«ig«al-B»reau, >
Baitim 0 re. dent<. Apill ISN, s
Z6i. Ar«-Ther. Keucht Detter
7MorgZV.llo bZ St W Z Klar.
7L7M. ZUIVI HS «V W 3
ti oS B. ZO,M7 74 25 S W 7 S»ön
2 Nach. 29 R« 7S L 4 S 10 Klar.
3 »2.. 29.973 78 lk S t 2 Nebel,
9 AbdS 30.013 «z 4g S t Klar.
Ii 02«, 30003 61 SS -
Höchste Temperatur 80.
Niedrigste Temperatur üO.
Mittlerer Varometerstand 30^3
Das gestrige Werter. Bis gestern
um Mitternacht im hiesigen Signal - Büreau
eingelaufene Depeschen berichteten den Stand
des Thermometers in nachstehenden Städten,
wie folgt: Alpena 43, Boston 39, Brrckeu
ridge 20, Buffalo 65, Chicago 65, Cleveland
70, Cheyeune 35, Detroit 61, Dnluth —, La
Crosse —, Madifon 54, Milwankee 58, Mar
quette —, New - Uork 60, Oswego 46, Port
Huron 66, Pembina 23, St. Paul 33, Toledo
69 und Aankton 34 Grad.
Die größte Windfchnelligkeit während einer
Stunde betrug 14 Meilen.
Wetter auSsichten. Für die süd
atlantischen und?M'ttelstaaten wärmeres, klares
oder lhcilweise trübes Wetter, südwestliche
Winde und stationäres oder fallendes Baro
meter.
Mayor Latrobe arbeitet eifrigst an der Ver
wirklichung feines Planes, da»
Sradtcommissarials Amt unter die Controle
einer nichtbezahlten Commission von sechs Bür
gern nach dem Muster der Wasser-Verwaltung,
die sich so trefflich bewährt hat, zu stellen. Der
Commission sollen ein Chefingenieur mit P3OOO,
ein Hülfkchef - Ingenieur mit tz2ooo, zwei
Untcr-Jngenieure mit Hl2oo und eiu Schrift
führer mit HlOOO untergeordnet werden.
Die neu ernanntenPolizeirich
ter.—Am 1. Mai treten die vom Gouverneur
für die verschiedenen Polizeidistrikte in Balti
more ernannten Polizeirichter ihr Amt an,
nämlich: I. I. Grindall im mittleren, Tho
mas I. Talbott im westlichen, C. C. Rhode»
im nordwestlichen, E. R. Davis im füdlichen,
Heinrich Kaichmeyer im östlichen und Thomas
W. Morse im nordöstlichen Statiousbause.
Hr. I. I. Grindau, Sohn des Hülis. Ak
tuars Grnidall vom Common PleaS-Gerichte,
wurde in Baltimore geboren und zählt unge
fähr 30 Jahre. Nachdem er die yöhere Kua
benschule durchgemacht hatte, studirte er bei
HH. Baer 6- McGlone die Rechtswissenschaft,
wurde im Oktober 1872 in'S Barreau aufge
nommen, praktizirte mehrere Jahre als Anw alt
uud war zur Zeit der neuen Elgentbumsab
schätzung als einer der Clerks der Control- und
Revisions-Behörde thätig. Als Friedensrichter
Johns von der 8. Ward zum Polizeirichter im
mittleren Distrikte ernannt wurde, bekam Hr.
Grindall da» Friedensrichteramt in der genann
ten Ward, und am 25. Februar d. I. erfolgte
seine Ernennung zum Polizeirichter, die vom
Staats-senare w'ort bestätigt ward.
Hr. Thomas I. Talbott ist aus Howard-
Counly gebürtig und in hiesiger Stadt, wo er
ungefähr ein Jahr gewohnt hat, nur wenigen
Personen bekannt. In der alten „Milton-
Akademie" an der Hork-Road erhielt er eine
gute Schulbildung. Hr. Chas. R. Waters,
Bailiff des Steuer - Appellationsgerichts, ist
fein Schwiegervater.
Hr. Chas. C. RhodeS, gebürtig aus Fred?-
rick-County, besuchte die „Brookville - Akade
mie," in Monlgomery-Couiity, Md.. und das
„Randolph - Macon - Colleg" in Virginien,
übernahm dann eine Professur an der „Rock
viller Akademie" in Montgomery - Countq,
lehrte ferner am „Preston-Colleg" in Birgimen
und am „Emerson - Institute" zu Washington
und wandle sich 1872 dem Studium der Ju
risprudenz zu. Im Jahre 1874 Promovirte
er in, Juristen-Departement der Washingtoner
„Columbia - Universität" und praktizirt seit
einigen Jahren in Baltimore als Mitglied der
Firma Gott K Rhodes als Rechtsanwalt.
Hr. Edwin R. Davis, Sohn des verstorbe
nen Hlttmachers Isaak Davis Hierselbst, zählt
clwa 36 Jahre, war 1867 einer der Vertreter
Baltimore'S in der Staats - Gesetzgebung uud
ist besonders im südlichen Stadttheile, wo er
seit langer Zeit gewohnt hat, wohlbekannt.
Während der letzten vier Jahre ist er als Sach
walter thätig gewesen.
Hr. Heinrich Kaschmeyer, einer der bekann
testen deutschen Bürger Baltimore's, wurde
1835 iu der Rhein Pfalz geboieu, kam als
vierjähriger Knabe mit seinem Bater nach Bal
timore, besuchte die St. JakobuS - Gemeinde
schule und erlernte in seinem 13. Lebensjahre
das Böttcherhandwerk in einer von seinem
Vater hier errichteten Fabrik. Im Jahre t 863
wurde er vom Gouverneur Sivauii z im Frie
densrichter ernannt und gab das Amt 1875
aus. Während dreier Termine war er Mit
glied des ersten, während zweier Termine Mit
glied des zweiten Rathszweiges, nnd der 1880 er
Gesetzgebung gehörte er als Mitglied des De
legalenhauses an; in diesen Stellungen wahrte
'er Nets die besten Interessen Baltimore's.
Hr. Thomas W. Morse hat sich als tüchti
ger Polizeirichter bewährt; er bekleidet znr Zeit
das Amt, für w.lches er vom 1. Mai an wie
der ernannt ist. Im Jahre 1830 in Baltimore
geboren, wurde er 1868 in die staais - Gesetz
gcbnng gewählt, war bis 1874 als Nachfolger
des Hrn. L. Jarrett Polizeicommissär und
wurde 1875 Polizeirichter im nordöstlichen
siativilshauie.
„Schwaben-Verein." - Siehe Anzeige!
tS^-2)
Die lab re s-Pr ü fu nge nim In -
stirnle des P rofcssors Knap p nah
men gestern Vormittag 9 Uhr mit den Klassen
I, II und 111 ihren Anfang. Frl. L. Kiefer
examinute mit trefflicher Schärfe und Präzi
sion in eiiglicher Sprache im Lesen, Buchstabi
reu, Schreiben, Arithmetik :c., worauf der
Voisteher des Instituts, Hr. Friedrich Knopp,
als zweiten Theil die Wiederholung der Lekrio-i
in Deutsch vornahm. Nachmittags von 2 bis
5 Uhr fand die' Prüfung der Mädchen und
Knaben aus der IV. uud V. Klasse statt. Wie
der war cs Frl. L. Kiefer, welche im englischen
Buchstabiren, Lesen, Gedichts - Repemionen
und Deklamationeu die Nachmittags-Prüfun
gen eröffnete. Den 2. Theil derselben führte
Prof. Th. Fox mit bestem Erfolge in englischer
Grammatik, Geographie, Kopf- und Tafelrech
nen durch. Der Schluß der Nachmi'lags-
Prnfungen lag wieder in den Händen 'des
Pros. Knapp, welcher bis 5 Uhr in deutscher
Grammatik, Rccht>chrciben, Stylübungen, Le
sen, Zeichnen, Uebersctzcn zc. exammirte. Die
Antworten der Kinder waren rasch und bimdig,
und das Austreten und die Haltung der festlich
gekleideten Examinanden frei von Gedrücktheit
oder Voreiligkeit, sie verriethen durchweg jene in
nere Wärme und Sympathie, wie sie zwischen
Lehrer und Lernenden die unsichtbare Brücke
zum wahren Verständnisse bildet. Die im
Prüfungslolalc ausgestellten Arbeiten der weib
lichen Zöglinge bekunden in ihren Einzelnheiten
ebenso sehr die Tüchtigkeit der Lehrerin sür
weibliche Arbeilen, Frau Brühl, als auch die
Liebe und Lust der Schülerinnen, den Ausgaben
der Lehrerin gerecht zu werden. Heute Vor
mittag von 9 bis 12 Uhr findet die Prüfung
dcr Knaben und Mädchen der VI., von Nach
mittags 2 bis 5 Uhr die der Knaben und Mäd
chen der VII. und VIII. Klasse statt.
Benefiz für Hrt. Minna Raabe
Mittwoch, den 2t. Aprit. (si-2)
Derßazar zum Besten der Er.
bauung einer Kirche für Polen.
Der Charakter der gestrigen Fair war wiederum
ein äußerst bewegter; schon in ftüher Abend
stunde hatte ein Publikum die Räume gefüllt,
welches infolge seiner dichlgeschlossenen Linien
nur äußerst schwer zu durchbrechen war. Kurz
nach 8 Uhr trat Mayor Latrobe, begleitet von
seinem Sohne, in den Saal und wurde in knr
zcr, bewillkomnender Anrede durch Hrn. Igna
tius Walensky, den Präsidenten der polnischen
Kirchen-Geireinschast, begrüßt. Der Mayor
erwiderte dankend und stürzte sich darauf mit
Todesverachtung in's dichteste Gewühl, bestän
dig c rnirt von einem Damenkranze, welcher,
an Liebenswürdigkeit wetteifernd, dem Mayor
seine Schätze zn Füßen legte gegen Tickets sür
„oirlx ä, qusrtrv," „cml? tve>rit.v, üllssii, loa
uriil Lv« Das chevalereske Sladt-Ober
haupt hatte für jede der ihn umlagernden Da
men ein freundliches Worr und—waö eigentlich
die Hauptsache eiueu noch freundlicheren
„Ouarter." Volle drei Viertelstunden dielt
der Bürgermeister den Allprall aus, nach Ver
lauf diefer Zeit empfahl er sich. Mir heute
Abend geht die Fair zu Ende u. es soll mit den
vielen noch übiigen Sachen auf dem Wege der
Verloosuni! vorgegangen werden.
Von den 1500 neulich angekommenen Ein
wanderern sind kaum 50 hier geblichen.
Und auch diesen Fünfzig soll es nur au Geld
mangeln, um weiter in's Innere des Landes
zu znhen. Wenn die „deutsche Gesellschaft,"
die ja eiu Arbeits-Büreau unterhält, sich be
mühte und zu diesem Zw.cke durch Anzeige«
die Hülse der Zeitungen benutzte, so köunten
vielleicht manche Arbeitskräfte, deren wir be
dürftig sind, und wir haben vornehmlich weib
liche Dienstboten im Auge, veranlaßt werden,
hier zu bleiben.
Ein Patent erhielt vom Patentamte zu
Washington J.sse L. Hutchinson hierielbst aus
ciue Borrichtung zum Fernhalten übelriechen
der Dünste aus Spül-Bajsins, und zwei Waa
rcnzcichen Privilegien wurden der Baltimorer
Firma R. W. L. Rasin K Comp, ertheilt.
Jchn Softer, Assignatar von G. V. Keen
und I. S. Hagerty, wurde ebenfalls ein Waa
renzeichen - Privilegium aus einen Spülicht-
Eimer ertheilt.
Ein Baltimorer in Texas er
mordet. Dcr letzten Sonntag von W.
Hartwick in Waco, Texas, ermordete John
Frcnch siedelte vor sechs Jahren mit seinem vor
mehreren Monaten gestorbenen Bater Joseph
I. French von Ballimore nach Texas über.
Zwei Brüser des Ermordeten Chas. F. und
Ww. French befinden sich in hiesiger Stadt;
Ersterer wohnt in Nr. 360, Ost-Mouumentstr.,
und Letzterer ist im Geschäfte der Firma Dufur
K Comp, an Nord-Howardstr. thätig.
Die Aktionäre der „M us ik -A k ade mit"
hielten vorgestern ihre Jahresversammlung und
erwählten aus'S Neue das alte Direktorium.
Wie es scheint, hat das Unternehmen trotz der
Absorbirung der ganzen, ursprünglich gemach
ten 1. AkienanSgabe unter der neuen Verwal
tung noch keinen Cent Dividende abgeworfen.
Und fo lange nicht neue und friiche Kräfte die
Akademie in ein anderes Geleit bringen, wird
es auch nicht anders werden. Gebäude, inner?
und äußere Ausstattung, Lage zc. fiad unü
bertrefflich, aberim Uebrigen fehlt es an Allem,
was der Akademie Lebenskraft und Erfolg zu
geben vermag.
Wider rufeinerSchatzamt s-V 0 r
schrift. Die am 28. März d. I. erlassene
Weisung des Schatzamtes, wonach Patent-
Medizinen, Essenzen, Parfüme und andere
ähnliche Import-Artikel vor chrer Herausgabe
im Zollhause mit dem erforderlichen Steuer
stcu»pel verschen werden sollten, ist wieder alrs
gehoben worden. Importeuren solcher Artikel
ist cs daher gestattet, an denselben, wie früher,
nach dem Empfange aus dem Zollhause die
Steuermarken anzubringen.
Dividendenzahlung. Das Di
rektorium der ~Baltimore-Ohio
pagnie" hat in leiner gestern auf dem Camden
stroßen - Bahnhofe gehaltenen Versammlung
Dividenden von 5 Prozent auf die Washing
toner Zweigbahn und von 4 Prozent auf die
Hauptbahn, zahlbar am 16. April, resp. 15.
Mai, ausgeworfen. Die Dividenden betreffen
das am 31. März beendete Halbjahr und liefern
den besten Beweis für den lebhaften Verkehr
auf jenen Bahnen.
„Schwaben-Verein."— Siehe Anzeige!
(S.l-Z1
In der Besetzung der Lehr st ü hl e des
medizinischen Departements der
„Maryländer Universität" sind
folgende Aenderungen vorgenommen worden:
Dr. I. E. Michael, bisher Demoustrator der
Anatomie, fortan Professor der Anatomie:
Dr. F. T. Miles, seither Professor der Anato
mie, künftig Professor der Physiologie; Dr.
I. E. Attinson, klinischer Professor der Derma
tologie: Dr. Frank Donaldson, Professor für
Brnst- und Halskrankheiten.
Gru ud stück sv erk äuf e. Die Auk
tionatoren Matthews S- Kirkland versteigerten
vorgestern dasGrundstückNr. 130,Hamburgstr.,
13 bei 73 Fuß, Kl 3 Grundzins, mit Gebäude
au Georgiana Caskey für §570; ferner das
Grundstück Nr. 49, Warrenstraße, 14 bei 80
Fuß, G 28.50 Grundzins, mit Gebäuden an
T. I. Marshall sür Kl5OO und das Grund
stück Nr. 13, Stilessir., 12H bn 50 Fuß, P5O
Grundzins, mit Wohnhaus an Frau Cook
sür GSVO.
Heute wird Baltimore mit der Jahressitznng
der Staats-Temperenzalliauz be
gluckt. Dieselbe tagt im Gebäude an der Ecke
der Charles- und Saratogaslraße.
Die soeben stattgcfundeiie St. Josephs.
Fair hat? 935.25 ergeben.
Der Ce ns u s-Au ff eh er N. H. Crea
ger gedenkt bis Ende April mit der Auswahl
der Enumeratoreu, 270 an Zahl, für fein die
Stadt uud das County Baltimore umfassendes
Revier zu Stande zu kommen. Für jeden der
meisten Stadt-Prezinkte werden zwei Enuine
ratoren (Zähler), für einige nur ejner angestellt;
ihre Thätigkeit beginnt mit dem 1. Juni.
DieAugelegenheit deSGetraide
händlersSchoole y.—Hr. I. W. Schoo
ley, der hiesige Getraidehändler, welcher be
kanntlich letzten Freitag in arbiträrer Weise
hier verhaftet und nach Ohio abgeführt wurde,
ist in Sprinafield, Greene-Co., 0., unter
Bürgschaft gestellt worden. Sein Bürge wurde
ein Hr. Houston, bei dcm fich Hr. Tchosley
vorläufig aufhält, bis sein Prozeß in Jellow
Springs zur Verhandlung kommt. Der Fall
hat übrigens seit letztein Freitag ein ganz an
deres Ansehen erhalten. Der Schatzmeister
und Distrikts-Anwalt von Greene-County, von
dem mau glaubte, er habe an der Verfolgung
Schooley's Antheil gehabt, weil er Geschäfts
Transaktionen mit ihm hatte und Geld verlo
ren haben soll, sagt jetzt, er habe mit der gan
zen Sache nicht das Geringste zu thun. Es
stellt fich svHar heraus, dag einer seiner An-
NägerHrii. schooley noch KI3OO für ungedeckte
„Margins" schuldet; Allen, der die Verhaftung
bewirkte, ist ihm sogar Gl6oo schuldig. Diese
westlichen Landpomeranzen haben einfach
durch Schooley in Getraide spekulirt und, wie
alle Spekulanten, in den letzten Wochen Ver
luste erlitten; als Schooley, der im Vertrauen
auf ihre Ehrlichkeit die Verluste aus seiner
Tasche gedeckt hatte, sie mahnte, glaubten sie
sich ihrer Verantwortlichkeit einfach dadurch zu
entziehen, daß sie ihren Agenten und Mittels
mann ivegen Betrugs verhaften ließen. Hr.
Schooley kann durch Slagle K Comp., North
straße, in deren Büreau er sein Geschäft betrieb,
beweisen, daß er im Dezember v. 1., zu der
Zeit, in welcher die angeblich belrügeriiche
Transaktion stattgefunden hat, gar nicht in
Ohio war. Allen, fein Hauptanlläger. war
vi'lniehr um Weihnachten hier in Baltimore,
und schooley zahlte ihm damals > als
Gewinn - Antheil bei einer Spekulation aus.
Der schwerst Punkt der Anklage scheint der zu
sein, daß Schooley sich angeblich für einen
Geschäftstheilhaber von slagle Ä Comp, aus
gegeben haben soll. Schooley besireitetDieses,
und auch Hr. Slagle sagt, er habe ausschließ
lich unter der Firma Sckooley H Comp. Ge
schäfte gemacht. Die Sache scheint sür Schoo
ley sehr gut zu stehen.
Die Ochseu butter kommt heute
zum ersten Male vor uusere Ge
richte. Der früher iu Ztr. 61, Pennshlva
iiia-Avenue, ein Viklualiengeschäsl betreibende
Italiener Eustacio Sauguiuetti hat heute im
Criminalgerichte wegen Übertretung des 493.
Kapitels der 1878 er StaatSgesetze durch am
21. Februar 1879 erfolgten Verkauf von drei
Pfund Ochsenbnttcr (Okomargarin) im Wer
the von 25 Cents an F. R. Ludlam, Bericht
erstatter des „American," seinen Prozeß zu be
stehen. Außer diesem sind uoch Daniel Pope
Von Nr. 187, Linden-Avenue, A. A. Kennaro
von Nr. 65, St. Paul-, Maines Hughes von
Nr. 473, Mulberry-, Georg Morrison von
Nr. 298, Fraiiklinfiraße, und Charles Neal
von Ztr. 10, Pennsylvania - Avenue, als Be
lastungszeugen citirt. Die Anklage e-klärt,
Sanguinetli habe Oleom irgarin für ächte
Butter, d. h. aus einem Äüvel ohne deutliche
und dauerhafte Marlirung mit dem Worte
„Oleomargarin" und ohne Beifügung einer
Eliquellc, auf der „Oleomargarin" geschrieben
steht, verkauft. Die Butterhändler werden
heute den Verhandlungen wahrscheinlich höchst
zahlreich beiwohnen.
Die A kti 011 äre der „Dt aryländer
Ackerbau-Schule" hielten geliern Dior
gen in Barnilin's Hotel ihre Jahressitzung lin
ier dcm Präsidium des Hrn. I. Howard Me-
Henry. Die Anweieiiden repräsentirten nahezu
7000 Antheile, eine überwiegende Majorität
des gesaiiimren Aktien Kapitals. Nach V.rle
snng der Jahresberichte wurden die HH. John
Merryman, I. H. McHeury, Ezra Whit
man, Allen Dodge und Carroll Goldsborough
zu Vertretern der Aktionäre im Direktorium
des Institutes erwählt. Bisher waren die Ak
tionäre durch siebe» Mitglieder in dein Vor
stande repräsewirt; durch das neue Gesetz ist
ihre Zahl aber aus fünf herabgesetzt. Vertre
ter des Staates in dcm Direktorium sind der
Gouverneur, senats-Präsident, Sprecher des
Delegatenhauses, Staais-Schatzmcister, Con
troleur und General - Anwalt; ferner gehört
demselben der Aaerbau-Commissär in Wash
ingidii als Mitglied sx oMoic» an.
Diebstähle. Unter der Anschuldi.
gung, die in Joh. streck's
Wirthschaft, Nr. 290, Easteru-Avenue, ge
plündert zu haben, wurde gestern ein junger
Mann, Namens Thomas Woods, vom Rich
ter Gor ton den Großgeschworenen überantwor
tet. In den Taschen des Arrestanten wurden
Pi.53 von dem angeblich gestohlenen Gelde ge
funden.
Wucherzinsen waren Peter
Scully uud Andere gegen deu „Relief. Bau-
Verein" im Stadlkreisgerichte klagbar geworden
und hatten die Einsetzung von Sequestern zur
Leitung der Geschäfte des Verllagteu beantragt.
Gestern willfahrte Richter Dobbin dem Anträge
und ernannte John Carsou und William I.
O'Brien zu Sequestern. Der Klüger Anwalt
stützte daö Vorgehen gegen den Verein auf an
geblich gesetzwidrige Errichtung desselben, dessen
Constitution auf Darlehen mehr, denn sechs
Prozent Interessen gestatte, sowie auf Erpres
jung eines Bonns für eingelöste (reävö-usck)
Antheile.
Straßenraub. — Hr. W. McMahon,
der hier während der Ojierwoche in Ford's
Operuhaufe bei Aufführung der Ooerelle „die
Piraten von Penzance" mitwirkte, hal einer
befreundeten Familie in hiesiger Stadt von
Washington aus brieflich mitgetheilt, daß er
am Ostersountag Abend im östlichen Stadt
thcilc nahe Jones' Fällen von zwei Strolchen
überfallen nnd seiner in H 34 beliebenden Baar
schast beraubt wurde. Am nächsten Morgen
reis'te er von Baltimore ab und hatte nicht
Zeit, die Polizeibehörde von dem Rciudauzriffe
in Kenntniß zu fetzen.
Polizeiliches. Ein Schwarzer,
Namens Daniel 3)oung, wurde gestern zum
Prozesse wegen der Anklage beigesteckt, Ma
thilde S)oung in ihrem Hause an Hammoud-
Alley mit einem Ziegelsteine zu Boden geschla.
gen zu haben.
Abschiedsbesuche wird Erzbischof
Gibbons, der bekanntlich gegen Ende dieses
Monats nach Rom abreis't, heute und morgen
mehreren Instituten und Freunden in Wash
ington abstatten.
Perfonalnotiz. Pater Carroll von
der St. Ignatius-Kirche hat sich Dienstag
Abend zufolge einer telegraphischen Depesche,
worin er von der schweren Erkrankung seiner
Mutter benachrichtigt wurde, nach Cleveland,
Ohio, begeben.
Blumenräuber sind seit einigen Näch
ten im Perkins-Spring-Square und auf ande
ren öffentlichen Plätzen an der Arbeit gewesen.
Die Polizei wirft ein wachsames Auge auf die
Plätze, und eS wird ihr hoffentlich gelingen,
den Spitzbuben ihr nichtswürdiges Handwerk
zu legen.
Ableben des Hrn. Wilhelm He-tt
chen. —Am Dienftags Morgen starb in sei
ner Wohnung, Madisön-, zwischen Castle- und
Chesterstraße, Hr. Wilhelm Hettchen im Alter
von 3g Jahren und 3 Monaten. Der Ver
storbene, ain 15. Jauuar 1841 in Mehlbach,
Knrfürstenthum Hessen - Kassel, geboren, kam
Ansangs Oktober IBK4 mit seiner Frau, Karo
tlne, geb. Alsdorf, nach Amerika, arbeitete hier
in Baltimore nach seiner Ankunft als Metzger
geselle, bis er im Jahre 1867 das Geschäft aus
eigne Rechnung betrieb. In mehr, denn 16-
jähriger Ehe gab ihm seine hinterlassene Wittwe
6 Kinder, von denen 4, zwei Mädchen und zwei
Knaben, den Verlust des Vaters betrauern,
während die zwei erstgeborenen dem Bater in
die Ewigkeit varangegangeu. Der Verstorbene
litt seit nunmehr 6 Monaten an einem unhe-l
baren Leberleiden, welches Dr. Mathieu behan
delte. Letzterer nahm gestern eine Sektion der
Leiche vor und fand dabei die von ihm gleich
Anfangs gestellte Diagnose bis in die kleinsten
Details bestätigt. Der Verewigte gehörte dem
„Baltimorer Metzger. Verein Nr. 1," dem
„Hildisebunde," der „Schillerloge Nr. 4,0.5.
d. F.," dem „Osceola-Stamme Nr. 2, U. O.
d. R. M.," und einem „Schwarzen Riiter
bunde" an. Heute Nachmittag findet d:e Beer
digung des Heimgegangenen statt.
Bostoner Beamte in Baltimore,
um össentlicheßanten zu besichti
gen. Der Bostoner Stadtrath hat im Hin
blicke auf einen projektirten Brückenbau über
den Charles-Fluß zwischen Boston uud Hchar
lcstown ein Comite ernannt, welches in Phi
ladelphia und Baltimore Brücken und andere
öffentliche Bauten in Augenschein nehmen soll.
Das Comite, bestehend aus den Stadtraths-
Mitgliedern Geo. E. Bell, Geo. L. Thorndike,
F. G. Walbridge, Wm. Wooley, H. M.
shepard, A. I. Bailey, I. P. Hilton, B.
Brintnall und I. Doherty, Chef-Ingenieur H.
M. Wightman und Stadtraths-Quästor A.
H. Peters, traf gestern Abend von Philadel
phia, wo es die Girard-Avenue-Brücke, den
Fairmount-Park und die Spring - Garden-
Wasserwerke inspizirt hat, in hiesiger Sradt
ein und stieg in Barimm's Hotel ab. Heute
werden die Herren die Wasserwerke und andere
interessante Punkte in der Umgegend von Bal
timore besichtigen.
Sc lillml Nurrrrkuetrirörs' ist der
Name eines von Schiebfenster-, Thüren- und
Jalousie-Fabrikaicken gebildeten Vereins, wel
cher die Förderung der allgemeinen Geschäfts-
Jnteressen und Einführung gleichmäßiger Preise
zum Zwecke-bat. Dem Vereine gehören die
Firmen Otto T>nker H Comp., Wilion 6c Hun
ling, Jos. Thomas K Sohn, F. W. Triinble,
Geb. Weher, W. C. Bailey, Smikh 6, King
und A. Storck Söhne an.
Die Großgeschworenen besuchten vor
gestern das „llorisv ok kskuA«." Mau fand
„Alles in Ordnung." Die jugendlich » In
sassen machen Korbarbeiten, Schuhe, Knöpfe
zc. Musikunterricht giebt nach wie vor Hr.
E. F. Grady, einstmals selbst ein Insasse.
Zum Schlüsse wurde den Besuchern ein Imbiß
vorgesetzt.
Die Großgeschworenen des Cri
minalgerichts haben gestern Marie Par
rawalj und die Schwarzen Charles Freeland
und Levin White wegen Diebstahls, Joseph
Porter, James Lynch, Barbara Hirschmanu
und den Neger Isaak Groß wegen thätlichen
Angriffes in Anklagestand versetzt, dagegen die
Thätlichkeit - Bezichtigung gegen Sarah I.
SeaiS, Max und Moritz Kleineibst ignorirt.
Brände. Im Maschinenraume der
Spirituoseiibändler HH. Gottjchalk 6c Comp.,
Nr. 46, Lightstraße, brach Dienstag Abend
gegen 512 Uhr Feuer aus, welches vom Pri
vatwächter mit Hklfe einiger Polizisten ge
löscht wurde, nachdem ein Schaden von etwa
H5O erwachsen war. Vom Alarmkasten Nr.
51 aus wurde der Brand signalisirt, das Sig
nal blieb aber vernmthlich deshalb unbeachtet,
weil um dieselbe Zeit ein Alarm vom Kasten
Nr. 451 gegeben wurde.
Im Schaufenster des Ladens des Hrn.
B. Lazarus, Nr. 767, Wcst-Baltimorestraße,
genelhen Dienstag Abend Wakrey durch eine
Gasflamme iu Brand. Der Schaden beträgt
Eine argeßiß wunde am rechten Hand
gelenke erhielt gestern Morgen P. Desalco,
Kutscher eines Waggons der Süd - Baltimorer
Linie der „Stadt-Pferdebahn," iu der Calvert-,
nahe Saratogastraßc, von einem Maulesel,
während er das daselbst vor einem Wagen des
Hrn. Isaak Pctticord rou Baltimore-Connty
niedergestürzte Thier aufzuheben suchte. Der
Kutscher begab sich in's „Stadt-Hospital," wo
seine Wunde verbunden wurde.
„Schwaben-Verein."— Siehe Anzeige!
liw-Z)
Gran'sfranzöscheOpe r.—Mit dem
nächsten Montage beginnt der vorläufig eine
Woche dauernde Opern Cykliis dieser Gesell
schaft. Dieselbe ist aus ganz vorzüglichen
Kräften zusammengesetzt, von denen wir nur
Frl. Paola Marin, die Direktrice verschieb
ner Theater-Truppen in Paris, Frl. Angele,
die Primadonna zweier Pariser Theater, Frl.
Leronx Bouvard vom „großen Theater" in
Lyon, M. Capoul, den von der „opsra, oomi
c>uv" in Paris, der italienischen Oper von Pe
tersburg und dem
in London rühmlichst bekannten Helden-Tenor
zc. nennen. Das Rcpertoir ist zusammenge
stellt, wie folgt: Montag Abend Kilo ck«
AZsckswe Dienstag Abend „AiKiion,"
Mittwochs Matinee Mit Duo," Mitt
woch Abend pustillon ckv I-/c>nsum>zau,"
Donnerstag Abend belle Helene," Freitag
Abend pre uuzc eleros," Samstags - Ma
tinee und Samstag Abend
Beerdigungen. Die sterblichen
Ueberreste des ain Dienstage in Beltsville,
Prince George's County, Md., dahingeschie
denen Frl. Brebaker von Baltimore trafen ge
stern aus der „Baltimore Ohio Bahn" hier ein
und wurden im Beisein mehrerer Leidtragen
der auf der „Baltimorer Cemelery" in den
Schooß der Erde gebettet.
Am Dienstags-Nachmittage fand unter
imposanter Betheiligung oas Begräbmß des
so schnell und frühzeitig verstorbenen Frls.
Anna S. Sickel von der Wohnstätte ihrer trau
ernden Eltern, Nr. 83,Aisquithstraße, aus statt.
Pastor Röder von der Neu-Jerusalem-Kirche
an Lombardstraße hielt im Trauerhause, io.uie
später auf der „Baltimorer Cemelery," wohin
die Frühvcrslorbene beerdigt wurde, tiefergrei
sende, zum Herzen aller Anwesenden dringende
Gedächtnißrcdeu und Gebete. Ebenso trug der
Singchor jener Kirche gemischte Trauergesänge
vor. Das Begräbniß-Arrangement leitete mit
bekannter Umsicht Hr. Christ. Bartell von der
Leicheubcstatter-Firma Ran 6c Bartell, Nr. 625,
Wcst-Baltimorestraße.
Im Hause des am Montage entschlafenen
Polizeirichters Farlow vom östlichen Dtstrik'e,
Nr. 307, Ost-Baltimorestraße, harten sich ge
stern Morgen zahlreiche Leidtragende emgefnn
den, um ihm die letzte Ehre zu erweisen. Un
ter den Anwesenden befanden sich Scheriff
Sniyrk, Polizei-Commissär Milroy, Polizei-
Richter Morse, Richter Carr vom Steuer-Ap
pellatioiikgerichte, Hr. M. Boswell, Clerk der
Polizeibehörde, Capt. D. Hagerty und viele
Andere. Sie umstanden, wählend die Pasto
ren MeEisrvsh uud Dr. Way die Leichenfeier
hielten, den Sarg, welcher, von verschiedenen
Liedesbeweisen, herrlichen Blumenkissen mit
den Aufschriften „Ruhe" und „Freundschaft"
und anderen Blumenzicrathen, umgeben, die
sterblichen Ueberreste iu sich schloß. Eine Sil
berplatte aus dem Deckel des Sarges trug die
Ausschrift '„John T. Farlow, gestorben 12.
April 188», 64 Jahre und 11 Monate alt."
Nach beendetem Trauer-Gottesdienste beweg e
sich der Leichenzug, in welchem sich außer den
Familien-Angehörigen und persönlichen Freu
veu des Dahingeschiedenen hundert Polizisten
aus den sechs Distrikten unter dem Ober-Kom
mando des Marschalls Gray befanden, der
„Baltimorer Cemet n," zu. Die einzelnen
Polizei-Abtheilungen standen nmer der Füh
rung des Lieutenams Frazier vom mittleren,
Lieur. Cadwallader vom weitlichen, Lieut.
Walkius vom nordwestlichen, Lieut. Farnan
vom südlichen, Lieut. Aulo vom östlichen uud
Lieut. Bartour vom nordöstlichen Polizei-Di
strikte. In dcn Straßen, welche der Zng pas
sirte, wurde derselbe von vielen Bewohnern
becbachtet. Am Grabe widmeten die obenge
nannten Prediger dem Verstorbenen noch einen
warmen Nachruf, worauf der Sarg in die
Gruft gesenlt wurde. Als Bahrlach träger
dienten Hülst. Marschall Frey, die Polizei-
Capiläne Sannau, De!auty, Lepson, Carhart,
jieuney und Aaron und Lieut. Johnson.
Die Beerdigung der sterblichen Ueberreste
des am Montags-Nachmittage nach nahezu
halbjahrigem Krankenlager im Aller von 29
Jahren uud 7 Tagen verstorbenen Hrn. Frie
drich I. Schess fand gestern Nachmittag um 3
Uhr vom Trauerhause an Hollinsstraße, nahe
Garrison-Lane, aus statt. Nachdem Pastor
Rirschmann dem Entschlafenen eine Gedächt
nißrede gehalten, bewegte sich der Trauerzug
nach der „Loudon-Park-Cemetery," wo die
Beisetzung der Leiche, nachdem noch Friedens
rich,er Pilert im Namen des „Pocahontas-
Srammes, U. O. R.-M.," dessen geachtetes
Mitglied der Verstorbene gewesen, dem ent
schlafenen Ordensbruder einen ehrenden Nach
ruf gewidmet hatte, zur ewigen Ruhe erfolgte.
Auch von dem „Westend - Kranken - Unter
stütznngs-Vereine," dem Hr. Scheff ebenfalls
als Mitglied angehörte, wohnte eine starte De
legation dem Begräbnisse bei, sowie auch Hr.
Joseph Louis Scheff, der einzige Bruder des
Verstorbenen in Amerika, der vsn New-Aork
herübergekommen war, um ihm den letzten
Liebesdienst zu erweisen. Hr. Friedrich I.
Scheff wurde am 5. April 1851 in Koppen
(Hessen Homburg) geboren und kam vor etwa
zehn Jahren nach Baltimore, wo er in dem
obengenannten Hause eine Metzgerei mit gu
tcm Ersolge betrieb. Er hinterläßt eine
Wittwe und vier Kinder, welche sein so frühes
Dahinscheiden tief betrauern.
Die Leute wissen, daß sie sich auf unsere Klei
dungsstücke im Preise, sowie in der Qualität
verlassen können. E. St. OeyM S- Sohn,
Pratt und Hanoversir. (36)
Die rechten' Stoffe allein verlaufen E. R.
OehU» ck Sohn, Nr. 230, West-Prattstr.,
durchlaufend bis Nr. 55, Hanoverstraße, ein
«chließeud. (36)
«ertchts-Veryandtungen.
Kreisgericht für Anne Arundel-
County. Annapolis, den 14. April.
—Folgende Geschworene ersetzen die für den
Apriltermin dlspenfirten: Thomas S. Jakobs,
Benj. Tongue, Joseph R. Owens, Joh. W.
Jglehart, juu., Georg W. HodgeS, Abraham
G. Woodward, John M. Gray und Horalio
Ridout.
Waisengericht sür Anne Arun -
del-County. Annapolis, den 14.
April.—Die Verwaltung des persönlichen Nach
lasses von Francis C. T. Chase ward dem Pa
stor Samuel Ridout gerichtlich übertragen.
Oberappellations-Gericht.
Annapolis, den 14. April. (Apriltermin
1880.) Der Mangel der zur Geschäftsvse
nähme erforderlichen Richterzahl ließ die gest'
rige Sitzung ausfallen. Heute wurden die
fünf ersten Nummern dcr General-Negi'lraude
vorgenommen.
KreisgerichlfürHowar d-C ounty.
Elli cott-C l> y, den 14. April. (Vor
Richter Havden.) Marie A. L. Talbott von
Baltimore gegen die „Philadelpl ia Wilming
ton-Ballimorer Bahn-Compagnie," Klage auf
Schadenersatz für Ausweisung aus einem Wag
gon dcr Verklagten auf der Fahrt nach Balti
morc; unerledigt.
Kreisgericht für Baltimore-
Coiini y.—T owf o n tow n, den 14. April.
(Vor Richter Georg Aellott.) Vergleichsweise
beigelegt: zwanzig Klagen von Samuel Hazel
hurst uud Frederick Tyson gegen Georg Dobe
rer, Johann Alpecher, Joh. Horftmailii, Ernst
Horst, Joh. Huber, August Beck, August Beck
und Joh. Jünger, Georg Gutbrodt, Joh. Wal-
Pert, Wilhelm Brand, Jakob Lerian, Heinrich
Kraft, Joh. Alben und I. Adam Beck, Alben
Schreiner, Joh. Joseph Seyarf, Thos. Bren
del, Daniel Horn, Joh. Hönes, Heinrich Held
mann, Job. Jos. Tigges, Karl Mänger und
Katharine Springer. (Diese Prozesse bezweck
ten Erlangung von Schadenersatz von den Ver.
klagten, lauter Inhabern von Schlachthäusern
an Bntchers' Laue, für das Abfließen des Un
ralhes aus den Schlachthäusern in der Kläger
Mühlgraben und Hemniiwg des Wasserrades
dcr Mühle; die Verklagten iragen alle Kosten
und machen sich anheischig, zu der Beschwerde
künftig keine Veranlassung mehr zu geben.)
Waiseiigerichr für Baltimore-
County. Towfontown, den 14.
April. Das Gericht betraute Karl Albrecht,
James H. McCullongh, James W. Frazier
und Georg Jung mit der Verwaltung der resp,
persönlichen Hinterlassenschaften von Marie
Schellkops, Georg Henry, Marie Frazier und
Valentin Jung.
Stadtkreisgericht. (Bor Richter
Garey.) Der Gerichtshof erledigte gestern keine
Geschäfte und vertagte sich, ohne einen
ren Tag sür die nächste Sitzung anzuberaumen.
Stadttreisgericht. (Bor Richter
Tobbin.) Gantdekrete gegen der Berllagten
Grundeigenlhum: Su'änue S. Baltzel gegen
Marie Helene und Ferdinand Stnbel, Grund
stück am Broadway; John Whittingham,
Vormund, gegen Joseph A. Bonn und Marie
Jane Bon», Grnnostnck an Repnblicanstraße;
der „Gegenseitige Home-Bauverein" gegen Ro
bert A. Thnrsby.
Superior Gericht. (Bor Richter
Gilwor.) O'Laughlin gegen Gebrüder Kim
berly, Antrag auf einen lienen Prozeß; Ent
scheidung vorbehalten.
Common Pleas Gericht. (Vor
Oberrichter Brown.) Stephan Ballard nnd
Consortcn gegen R. S. und Byron H. Holmes;
den Klägern K130.7l zugesprochen.
Bundesbezirisgerjch t>-(Vor Aich,
ter Morris.) Greenbury Marshall, Eigenthü
mer des sckooncrs „Texter," gegen den Achlepp
dampfer „Convoy," die Barge „E" und den
Rcuiorqueur-Capitän James D. B)i>d, Ent
schädignngsllage wegen Zusammenstoßes; nn
te: Verhandlung.
Criminalgericht. - (Bor Ruhier Pink
ltey.) Freigesprochen: Edward C. Colton,
Bcstehlcn von Klara Speights um eiueu Ring
und andere Sachen im Gesammtwerthe von
HL8.65; Sarah Mc'Dermott, Hehlerei (An
nähme von H 145, die Daniel Taylor seinem
Bruder William genommen). Gegen Kosten
erlcguiig sistirt: "Thomas Fitzpalrick, Angriff
aus Edward Callahau. Zurückgelegt: Geo.
Wileh und John Downs, Angriff auf "den Po
lizeibeawtcn Manuel; Heinrich Sonnemann,
zwei Anklagen wegen Spirituosenverkaufes au
Minorenne; Karl Plattier, Thätlichkeit gegen
Gilben S. Prevost, bis morgen; John W.
Beck, Michael Hammill, Owen und John Leo
nard auf den Polizisten O'Neill, bis ebendahin;
I. W. Beck und M. Hammill auf den Polizei-
Osfizianten Arthur, bis ditto; John und W,
Kehlcr auf den Polizeidiener Götz, bis eben
dabiu.— Stadigefängnißhaft: Negerin Fran
ziska Sorrell ans Delphine Rileh, ein Monat.
Die K leingeschworui.il wurden für den Termin
endgültig entlassen, und die Sitzung bis heute
vertagt.
Heute soll i>achgenaiiiiten Angeklagten der
Piozeß gemacht, resp, das Urtheil gesprochen
werden: Neger Levin White, der Bestehlung
Isaak I. Sterling's um ein auf Htt werthes
Tau geständig; Eustachius Sanguin.'tti, Och
scnbuiter-Berkaus fnrKnhbutter; ütarl S:raub,
sonntags Bierausschank.
Dr. Piercc's I>ls»sunt,
(angciiehu! abführende Pillchen) find überzuckert
und in Glasflaschen verschlossen; sie bewahren
daher ihre Eigenschaften ungefchwächt für die
Dauer der Zeit in jedem Klima, so daß sie stets
frisch und zuverlässig sind. Dies ist nicht der
Fall bei Pillen, die in billigen Schachteln aus
Holz oder Pappe verlauft werden. Bei allen
Krankheiten, die ein laxativeS, alleratives oder
purgatives Mittel erfordern, werden diese klei
nen Pillen vollständige Befriedigung gewähren.
In allem Apotheken zu haben. i89.91.31>K w
Grlmoitückd-Uebrrtrugllngen.
Jane an N. Hall, Grundstück Nord
dir und Pacastrahc/I2xv9! Grund
iniethe t3k.
R ich na Beck an C. Erner zc., Grundstück Nordseite
Thomms Houck, Gründstück^Ost
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Z. A. Preston an I. A. Schulte, zwei Grundstücke;
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Peter sax an W. G. Michael. Grundstück Nordost-
Zliiion Weiskittel an H'. T>. V. GUZaN) ic., Grund
stück Südwest-Ecke der McElderry-, nahe DallaSstr.,
»i'M. Grundmiethe kZO.
Joh. Lindcnberger an H. Llndenberaer, Grundstück
Nordicue dcr Walker-, nahe Bethelstraxe, li.l :
0. Giundilnethc kZi.
Heinrich Mnk :c. an R. A. Rouse, Grundstück West
seite der Wolf-, nahe Orieaasstrajje, ilx?ä; kltoZ.
»Teulsche Dank" an M. kox, Grundstück Westseite
der su??rnc-, nehe dcr Alice Annfir., 13.7x72.6;
Basil MccünS an W. R. Johnson, ein Grund
stück; Li.
Murratz Hanson au C. A. Cooke, Grundstück West
seite der Mcjtim-, nahe Eagcrstraßc, 18.3xW; Lk».
E, Balxcli an Zi. Grundstück Tüdwest-
Siidicite dcr Pratt-, nahe Chcsterstr., 1?x75; jl2oi.
Sebastian Brown an S. M. Kugter, Grundstück
Charles H. Moale ic. an e5. Z. Keerl, Grundstück
Ostjeite dcr keadeuhallstrahe; 57333.
Joh. Götz -c. an I. Gibbons, Grundstück Westseite
Hr. H. Lulay, Susfield, Ohio, schreibt:
„Schon seil 15 Jahren leidet meine Frau au
der Leber, und ein enormes Geld wurde von
mir während der Zeit verdokleN. Alles verge
gebens. Wie man in meiner Lage nach Allem
greift, so lnß ich auch von Dr. August König's
Hamburger Tro pf en für meine Frau
kommen, und dieselben haben so gute Dienste
geehau, daß wir seit der Zeit keinen Arzt mehr
im Hause brauchen." (91)
7 A'l', ,
T'er Allan?Tanipser „Cneas'fiai»,«
vorgkstern von Stew-'i)ort hierher ab.
Ter „Black Waichs McPher-
Dle norweg. Barke „Embla,> Capt. Moller. fuhr
Tic Barten „Marlo- (ital.). Capt, Nossardi, und
lZapi. Erikjon, trafen gestern
Tamaqua, ein hübsches, lebhaftes Städtchen
im Herzen der Kohlenregiouen Pennsylvanien's,
erlangte während der Mollie McGuire-Pro
zesse einen Ruf weit über die Grenzen seines
Staates hinaus. Hr. M. Brinkmann, ein
geachteter Bürger Tamaqua's, machte uns fol
gende Mittheilung: „Seit 2 Jahren litt ich an
rheumatischen Schmerzen in der Schulter, und
Nichts konnte mir Erleichterung bringen. Da
hörte ich von dem St. Jakobs-Oel, kaufte
eine Flasche und wurde durch den Gebrauch des
selben wieder vollständig hergestellt." (91)
Dr I Caldwell i« Baltimore, Md,
daS ftülfigk^Mndflclstb-
Die grvhte «uswahl Tic «röftte Auswahl
Die größte Auswahl
Friihjahrs-Anzüge
Nr. SS«», Wcst-Pratt-,
Nr. SS, Hanover-Straße.
Grsefenberg
Dreißig Jahre bekannt und
von Allen, welche dieselbe«
gebraucht haben, als sicher«
HM Kni fnr Kopfschmerzen,
Leberleiden, Berdauungöbeschwerden,Gal
len- und jede andere Art Fieber, anerkannt.
Dieselben wirken mit größter Milde uni
stellen die Gesundheit Derer, welche an all
gemeiner und nervöser Schwäche leiden,
wieder her. Zu »eskaufen bei aller
llvotheki.«'. Dreis 25 Cents per Box.
Es läßt sich nicht gerade behaupten,
daß Hr. H. Maret, der unermüdliche
Direktor des „Concordia-The
aters während der jetzt zur Neige gehen
den Saison von Widerwärtigkeiten, von Ivel,
che» Theater-Umernehiner im Allgemeinen, in
Baltimore aber im Besondern, heimgesucht zu
werden Pflegen, verschont geblieben fei; noch
weniger läßt sich ihm nachsagen, daß er bei der
Ungunst der ans ihn einwirkenden Verhältnisse
den Äopf verloren Beides nicht. Er hat
mit rühmenswerther Ausdauer auf seinem
Posten ausgehalten und steht ihm schon des
halb, abgesehen von allen anderen Berdiensten
um unser deutsches Theater, eine Appellation
an unsere deutsche Bevölkeeung von Rechtswe
gen zu. Er hal auf nächsten Freitag
seine Benefiz -Vorstellung angesetzt,
bei welcher Rudolph Kneisel's beliebtes Cha
rakterbild „ein deutscher Schul mei
st e r," unter Mitwirkung ausgezeichneter
Bühnenkräfte, zur Aufführung kommen soll.
Es wäre zu wünschen, daß das Publikum
Hrn. Maret für die während der Saison ge
habten Müheu durch möglichst zahlreichen Be
such wenigstens annährend zu entschädigen
suche.
KK" Bon vielen Siteu wird's heutigen
Vergnügungen, ausschließlich von Damen ar
rangnt, nie Fiasko machen können. Wenn
wir nicht fürchten müßten, den Zorn des stärke
ren Geschlechts über uns heraufzubeschwören,
Würden wir zu der vorbemcrkteu Aussvrache
Ja und Amen sagen. Wir wagen's aber doch
aus alle Fälle, zu behaupten, daß das heute in
der „Jackson Halle" des Hrn. Karl Rössing
(13K, Ost Fayettestraße) stattfindende Stif
tungsfest und Kränzchen des „H a r u
gari-Frauen-Krau k e n - U u t e r st ü t
zulig s-V ereius" ein Vergnügen sein wird,
wie es besser und gediegener selbst von einem
Ministeriell Kabineie nicht durchgeführt werden
tonnte.
LS"' Ter Turnverein „Vor iv ä r t s"
wird nächsten Montag, den d. M.,
mit einem großen Couzerte, dem sich
ein Kränzchen anreihen wird, die diesjäh
rige Wintersaison zuni Abschlüsse bringen. Der
„Borwärts'Tlirnverelii" hat für den verflosse
nen Zeitraum eine Anzahl anregender Unter
haltungen zur befriedigenden Durchführung ge
bracht nnd wird Dies auch bei seinem Schluß-
Conzerte zu bewerkstelligen wissen.
HM" Tas Geschäft des Bierbraueus in un
serer <stadt nimmt im öffentlichen Berkehrsle
ben eine Stellung ein, die zu den achtuugge.
bietendften, umfangreichsten gehört. Balti
morc's größtes Geschäft dieser Art ist das des
Hrn. Jakob Seeger, am südwestlichen
Ende der Pratistraße gelegen. Der gesammte
Complex dieses Etablissements, ans Brauerei,
Mälzerei, Cishaus uud Kellern bestehend, um
faßt eine Bodenfläche von nahezu Ackern.
Ten westlichen Theil des Grundstückes, mit der
Fronte an Fr.derick Road gelegen, bildet die
Brauerei mit ihren complizirten Apparaten
uud Maschinen, während den nördlichen Theil
das iünfstöck'ge Malzhaus bildet. Stockwerk
fürStcckwerkerläutert hier deu Prozeß, wie aus
der besten canadischen Gerste ok (Zuiutt-,
Distric-t (.'uiurclu VVvb>t) das beste, gehaltreichste
Malz fertig gemacht wird. l>jl!7
nach dem vorzüglichen Brainard'ichen Sustem:
erbaute Eichaus enthält zur Zeit uug'heure
Vorräthe von Eis und ist im Stande, mit deu
daran stoßenden Kellern ls,,»l» Barrels Bier
aus einmal uuterzubring.n. Im Malzhause
find theils in frischer G,rste, theils in fertigem
Malz Vorräthe von circa :!3,s»i>> Buschein ans
gestapelt, die für den ausschließlichen verbrauch
des Geschäfts berechnet sind. Das ganze groß
artige Etablissement steht unter der Oberleitung
des Hrn. Paul August Seeger, des jährigen
einzigen Sohnes des EigenibümerS. Hr. See
ger, lun., ist ein höchst intelligenter, geschäfts
tüchtiger Mann, der Slolr seiner betagten El
lern uud der geachtete Vorgesetzte der 25 im
Seeger'schen Geschälte resp. a!s Brauer. Mäl
zer, Bier Ausfahrer zc. angestellten Arbeiter.
Die im Jahre 1850 gegründete Bierbrauerei
des Hru. Jakob Seeger hat eine Produktivkraft
von 75Mi) Brls. pro Jahr und knltivirt neben
beteutendem Lokal-Vertriebe ein großartiges
Exportgeschäft nach dem Süden. Hr. Edw.
Rriete versieht seit 10 Jahren den Posten eines
Buchhalters im Geschäfte des Hrn. Zakob See
ger.
KA?- Wie aus dem Anzeigentheile unseres
Blaues zu ersehen, wird Prof. Robert von
Schlagintweit heute Douuerstrg, Abends A
Uhr, in der „M echauics Halle"
au Wcst-Fayettestraße einen Vortrag über
das Thema: „die wichtigsten Völker
Indien's, besonders die Hindu s,"
halten. Das Arrangement geht von der „Bal
timorer Turngemeinde" und dem Turuverein
„Vorwärts" aus und sollte mit Rücksicht auf
das dabei in Frage kommende wissenschaftliche
Interesse von den Bürgern Baltimore's nach
Kräften unterstützt werden.
die mit Montag, dem lg. d. Mts.,
beginnende nächste Woche bietet sich unsern
Kunstfreunde» wieder volle Gelegenheit, ihrem
Geschmacke huldigen zu können. Mir jenem
Tage beginnt die französische Opern-
Gesell s ch a s t des Hru. MauriceGrau
in Albaiigh'S Hollidaystraßen Theater einen
einwöchigen Cuklus, für welchen folgendes
Repertoir ausgestellt worden: Montag, den 13.
April, „die Tochier der Madame Augot,"
Dienstag „Mignon," Mittwoch (Matinee) „der
k'cine Herzog," Mittwoch Abend „der Postillon
von Longjumeau, Donnelstag „die schöne He
lene," Freitag "l->v?re aux L!lvros," Samstag
(Matinee) „Girosle Girosla" und Samstags
Abend „die Glocken von Corneville." Die bei
der Truppe engagirten Gesangs-Kräfteerfahren
von der auswärtigen Kritik ein iehr lobendes
Urtheil, es steht uns somit für die angegebene
Zeit ein außerordentlicher Mnsik-Geuuß bevor.
Mütter, gcvr«uck?» Monell's
>Lin zuverlässiges Mittet
gegen Leiden der Kinder; es gibt kein besseres
gegen Kolik, Magensäure und Darmbeschwer
den. Zu 25 Tente- bei Avotbekeru zu haben.
(Mai2o,l2Mte>
L. Bär, Ecke Gay- und Kayette
stratze, bietet eine große Auswahl Ttück
tvaaren zum »Anmessen, sowie ein gro
ßes Lager fertiger Ktetder. (84-)
Geschwächte wieder hergestellt.
Opfer jugendlicher Unbedachtsamkeit, die je
des bekannte Mittel vergeblich probirt haben,
können gratis ein einfaches Rezept zur ra
schen Heilung nervöser Entkräftung, vorzeitigen
Versalls, verlorener Kräfte nnd aller durch
Ausschweifungen herbeigeführten Unordnungen
erhalten. Jeder Apotheker hat die dazn nöthi
gen Bestandtheile. Man schreibe an David
son S-Comp., Nr. litt. Nassanstr.»
New-Uork.
10kt.5.12M».i.->.T..»i».R.)
»M" Versuche einmal Hance's Haar-
Wied er her stell er. Er verdickt dünnes
Haar, bringt die alte Farbe zurück, ist ein ele
gantes Toilettenmittel uud heilt Kopfgrind und
Kopfhaut-Jucken. Preis PI. Zu haben bei
SethS. Hance Nr. 103, West-Balti
morestraße. (16)
Dr. Chatmers' Heitttnktnr
knrirl Dyspepsie, Migräne, Blähsncht, Tod.
brennen und alle Leiden, die Unordnungen im
Magen entstammen. Bei Nervenkrankheiten
ist sie eins der besten Mittel, da fie sofortige
Linderung schafft und in kurzer Zeit Heilung
bewirkt. Preis Kl die Flasche. Zu haben bei
Seth S. Hance Nr. 103, West-Baltlmore-
Straße. (IS)
DüS alte
deutsche Heilmittel.
WWitMW
KmiM
Nur iu Vriginal-Packete».
Tr. August Köuig's Hamburger «ruft«»«« »>
das beste Mittel gegen die verschieden
Husten,
Eugbrüsttgkrtt,
Bräune»
Hetserkett,
Eutzüttdung der Luftröhre,
Thee durch seine Wirkung eine bleibende Stillte er»««
ben, und kann mit Recht als das beste Heilmittel bet
den oben angestchne» Kranlhelte» einvsohle« »n
Warnung.
dein. Seid aus Eurer Hut.
Tr. August «önig's Hamburger Brust«»«»
wird nur in Origtnal-Packeten, Preis 25 Cents, »d«
Ä. Mogeter Komp.,
Baltimore, MV«
siMenna6elsi gewonnen.
Em vorzügliches Mittel gege«
Rheumatismus,
Nrißeu im Gesicht,
Glieder-Reißen,
Frostbeulen,
Gicht,
Hexenschuß,
kreuzweh, Hüftenleide«,
Wrandwundeu,
Berstauchuuge«,
Steifen HalS.
Quetschungen,
Brühungeu,
frische Wunden
und Schnittwunden.
Kaynsch merze»
geschwollene Brüste,
Kopfweh,
Stückenschmerzen,
» aufgesprungene Hün»«»
Gelen lsch inerte«,
vhrenwetz
UN» alle Schmerzen, welche ein äußerlich«»
Mittel benöthigen.
«5-Nne Flasche T«. Zak»b»-V«l kostet »0 EeM«,
(säns Flasche» sür tZ) ist in jeder Apotheke »u hab«
oder wird bet Bestellung von nicht weniger, als »». str<
v»ch »llea Theil» der «er. Staaten »erjande.
—:0:
«,»ian adressirc:«»
A. Aogeler Kam»,
Baltimore,

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