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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, April 16, 1880, Image 1

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40. Jahrgang.
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Telegraphische Aepeschen.
(Berichte der „Associirten Presse" für. den »Deutsche»
Inrand-Aepeschen.
Congrek-Verhandlungen.
Washington, 15. April.—lm Senate
berichtete McMillan im Namen des Handels
. Comite's eine Bill ein, welche cineCommission
einzusetzen befiehlt, die ausfindeu fall, welche
Maßregeln zum bessern Schutze des Handels
zwischen den Staaien nothwendig sind. Auf
Antrag des Hrn. Withers wurden alle Geschäfte
zurückgelegt, und die Pensious-Bills auf dem
SenatSkaiendcr vorgenommen, von denen man
eine ganze Anzahl erledigte.
Im Repräsentantenhaus«
wurde auf Antrag des Hrn. Cox (N.-A.) be
schlossen, am nächsten Donnerstag Abend eine
Abeiidsitzuug abzuhalten und die Bill Betreffs
Regulirung der Einwanderung in Erwägung
zu ziehen.
Aus Antrag des Hrn. Bedford wnrde die
Scnatsbill in Bezug auf Gerichtstermine im
Distrikte Colorado in Betracht gezogen und an
genommen.
Als die regelmäßige Geschäftsordnung gefor
dert wurde, erklärte der Sprecher, die vorlie
gende Frage bestehe in der gestern Abend voin
Plenar-Comite einberichteten Bill im Betreff
eines Flottenbaufonds. Die Bill wurde ohne
Debatte angenommen. Ferner wurde die Bill
passirt, weiche die Ausrüstung einer Nordpol-
Exvedition antorisirt.
Das HanS leistete darauf auf die Morgen
stunde Verzicht und ging um 51 Uhr unter dem
Vorsitze des Hrn. Whitthorne in Plenarsitzung,
um die Jndianer-Verwilligungsbill zu erörtern.
Lineoln's Angedenket,.
SPringsield, Jlls., 15. April. Der
15. Jahrestag des Todes Abraham Lincoln's
wurde heute durch eme Gedächtuißfeier uuter
den Auspizien der „Lincoln Guard of Honor"
begangen. Die Feier begann nm 22 Minuten
nach 7 Uhr Morgens, genau um dieselbe Zeit,
in welcher der Präsident in Washington starb.
Ter Telegraphenkrieg.
Denver, Cot., 15. April. Die Drähte
der „Western - Union - Telegraphengeseilschaft"
an der Linie der „Kansas-Pacisic-" und der
„Colorado - Central - Bahn" wurden in der
Nacht vom 28. Februar gewaltsam von den
Haupt- und Zwilchenstationen der „Western-
Union" detachirt; in Denver allein w.rren I>)g
bewaffnete Männer eine Woche oder zehn Tage
laug aufgestellt, um die Wiederherstellung der
Verbindung zu verhindern. Die „Western-
Union" enthielt sich allen gewaltsamen Wider
standes, leitete jedoch gerichtliche Schritte ein,
uni sich zu ihrem Rechte zu verhelfen. Auf
Befahl des hiesigen Bundesgerichts wurden die
Drähte an dir „Colorado-Central-B.'.hn" am
27. März und heute auch an der „Kausas-
Paeisic - Bahn" wieder hergestellt. Die Ver
bindung der „Western - Union" i't hiermit aus
allen ihren Linien wieder vervollständigt un)
das Verhalten der betreffenden Gesellichrft in
der ganzen Angelegenheit vollkommen gerecht
fertigt.
De» vom Bundesgerichte gegen die „Ameri
can - Union - TelegraPheiigesetlschaft" nnd dke
übrigen Verklagten gerichtete Einhaitbefehl ver
bietet denselben, die „Western-Union" am Be
triebe ihrer Geschäfte zu verhindern oder sie auf
irgend eine Weise zu behelligen. Die Verklag
ten dürfen die Drähte nur insofern benutzen,
als der von der „Western-Union" mit den
Babngcscllschasten geschlossene Contrakt sie hier
zu berechtigt. RichterHallett entschied, daß die
Gültigkeit der Consolidirung der „Kansas-Pei
cific-, „Union-Pacifie-" und „Denver-Aacisic-
Bahn" durch das Gerichtsversahren nicht noth
wendiger Weise in Frage gestellt werde.
Verkauf einer südltchenßahn.
Columbia, s.-C., 15. April. Die
„Greenville-Columbia-Bahn" wurde heute für
tz2,9K3,400 von dem Hrn. W. A. Courtenay
aus Charleston gekauft.
Es verlautet, daß Hr. Courtenay als Ver
treter eines Syndikats handelte, w.lchcs die
Obligationen der zweiten Hypothek der Bahn
controlirt und an dem Schiffsa'>rts-Interesse
der Stadt Charleston in hohem Grade beihei
lizt ist.
Slrbei»er-A«geiegeni»citen.
Birdsboro', Penns., 15. April. Die
ausstehenden Arbeiter der „E. «5 G. Brooke-
Jron-ComP." hielten gestern Abend eine Ver
sammlung, um die ihnen vom Präsidenten der
Gesellschaft gemachten Vorschläge in Erwägung
zu ziehen. Sie beschlossen, auf ihren Forde
rungen zu beharren. Der Präsixnr der„Amal
gamated-Jron-Comp." war gestern hier und
hielt eine Rede vor deu Ausständischen. Hr.
Brooke hat den Letzteren mitgetheilt, daß er,
Falls sie nicht an die Arbeit zurückkehren, die
Eisenwerke vermietheil oder neue Arbeiter an
stellen wird.
Roch zwei Duelleriche.
Pittsbnr g, Penns., 15. April. Das
„Evening Telegram" erzählt eine Sensations
geschichte, nach welcher Harvey Joel Bälden,
ein junger Franzose, und Hr. Martin T. Vau
Werth, eiu reicher Philadelphier, vor Kurzem
in Washington, D. C., in einen Streit gerie
then, weil Bälden eine junge Dame angeredet
hatte, die ihn nicht kannte nnd sich durch die
Ansprache eines Fremden beleidigt fühlte. Van
Werth stellte Valden wegen Beleidigung der
Dame zur Rede, und als der Franzose erklärte,
er habe einen Irrthum gemacht, indem er das
Frauenzimmer für eine Bekannte gehalten habe,
nannte Van Werth ihn einen Lügner. Die
Folge davon war, daß Valden Hrn. Van
Werth auf Stoßdegen herausforderte. Das
Duell soll irgendwo in Canada stattfinden und
beide Betheiligte kamen gestern in Gesellschaft
zweier Wasbingtoner Aerzte aus dem Wege nach
Buffalo durch diese Stadt, um sich von dort
nach Canada zu begeben und deu Strauß so
fort auszusechten. Beide Duelleriche find junge,
uiwcrheirathete Männer uud in Philadelphia
ansässig.
Aus der Bundeshauptstadt»
Washington, 15. April. Das Se
nats-Comite für Patente befchloß heute, un
günstigen Bericht über die vorgeschlagene Er
neuerung des Patents ans die MeKay K Mat--
theis'schen Nähmaschinen zu erstatten. Die
betreffenden Nähmaschinen werden in fast allen
Schuhfabriken der Vereinigten Staaten ge
braucht.
Repräsentant O'Connor aus Süd-Carolina
erschien heute vor dem Haus-Comite für Mit
tel und Wege und hielt einen längeren Vortrag
zu Gunsten seiner Bill, weiche verordnet, daß
die Regierung die Depositoren der „Freedmens'
Bank" sür ihren Verlust entschädigen soll. Das
Comite vernahm außerdem verschiedene Argu
mente in Bezug auf die vorgeschlagene Tanf
revision.
Das Senats-Comite über Eisenbahnen ver
nahm heute weitere Argumente im Betreff der
Bill, welche der „Tcxas-Pacisic - Vahngejell
schaff" eine weitere Frist zur Bollendung ihrer
Bahn gestattet. Das Comite wird wahrschein
lich nächsten Samstag über die Frage abstim
men.
Das Senats-Comite für Handcls-Aiigele
genheiten beschloß heute, die Annahme des am
25. März vom Senator Cameron eingebrach
ten Plenarbeschlusses zu empfehlen, weicher die
Ernennung einer Commission verordnet, um
über Mittel zur zweckmäßigeren Regulation
des iuterstaatlichen Verkehrs zu berathschlagen.
Das Comite sügte dem Beschlusse etliche nur
auf das Salär der Mitglieder der Commission
bezügliche Amendements zu. Die Commission
soll aus neun Mitglied.rn bestehen, nämlich
drei Repräsentanten, drei Senatoren nnd drei
vom Präsidenten zu ernennenden anderen Her
ren, uud soll während der Congreßserien in
Sitzung bleiben.
DaS Haus-Comite für Regierungsgebäude
hat während der gegenwärtigen Sitzung Bills,
welche die Errichtung von 37 Regierungsgebäu
den an verschiedenen Punkten verordnen, zur
Annahme empfohlen. Die Vorlagen invoioi
rcii Verwillignngen im Betrage von H 5,730,-
VOV, von weicher Summe ungefähr ein Drittel
im ersten Jahre gebraucht werden würde. Von
diesen Bills siud solgeude von beiden Häuseru
angenommen worden und in Gesetzeskraft ge
treten: eine Bill, welche H 550,000 für den An
kauf einer Baustelle in Baltimore, Md., ver
willigt ; eine Bill, welche K/0,000 für ein neues
Gebäude in Dauville, Virg., verwilliat; eine
Verwilligung von H 30,000 für ein Gebäude zu
Charlestown, West-Äirg., uud eine Verwilli
gung von tzso,v«o für ein Gebäude zu
eah, Ky. Von den 37 obenerwähnten Bills
stehen 23 im Kalender des HanseS und die übri
gen 14 schweben noch in den Comite'n.
Generalanwalt Devens reiste gestern nach
Rcw-Kork, von wo aus er sich nach deu Neu-
England-staaten begeben wird. Er gedenkt,
zehn Tage abwesend zu sei».
Senator Burusioe unterbreitete heute dem
Senate mehrere Ameneemems, welche er der
gegenwärtig vor dem Scnats-Veewilligungs-
Comite jchirebcuden Armee-Verwilligungsbtll
zusüaen will.
Die heutige Steuereinnahme betrng K 332,-
325.45: die Zolleinnahme H 612,307.62.
Uegaiva Äimihara ist vom Präsidenien als
japäncsisch.r Konsul für New-Aork anerkannt
worden.
Das Comite, welches vom Senate ernannt
wurde, um die lausenden Ausgaben des Senats
zu überwachen und zu controliren, hat die vom
Ouäslor Bright bis Datum gemachten Aus
gaben für die Beförderung der Postsachen und
Dokumente des Senats genehmigt. Es stellt
sich heraus, daß die von Hrn. Bright in dieser
Angelegenheit eingeführte neue Methode der
Regierung wenigstens H3OVO pro Jahr erspart
uud der Dienst aus viel zweckmäßigere und be
friedigendere Weise verrichtet wird, als je zuvor.
Gröblicher Unfall in einem Stahl
werke.
Harrisbn rg, Perms., 15. April. Die
„Peimsylvanicr Stahlwerke" zu Steelton, drei
Meilen unterhalb Harrisburg, waren um 5
Uhr heute früh der Schauplatz eines entsetzlichen
Unglücks. Ein großes mit geschmolzenem
Stahle gefülltes Gesäß wurde durch das zufäl
lige Brechen des Sperrads, welches das Gefäß
festhalten sollte, zum Umstürzen gebracht, und
die flüssige Metallmasse ergoß sich in eine Grube
iu dein Fußboden, in welcher mehrere Arbeiter
beschäftigt waren. George Dost und A. West
brooke wurden so schwer verbrannt, daß keine
Hoffnung auf ihre Rettung existtrt. Außerdem
trugeu Monroe Miller, Simon Martin, Geo.
Horning und einer oder zwei Andere bedenkliche,
jedcch nicht tödtliche Brandwunden davon.
Vermischte Depeschen aus New«
«ort.
New - Nork, 15. April. Die Dampfer
„Rhenbina" von Cardifs, „City of Limerick"
von Liverpool, „Mnriel" vonLondon, „Houssa"
von West-Indien, „Solnnto" von den Mittel
meerhäsen, „St. Laurent" von Haore und
„Lessing" von Hamburg sind heute hier ange
kommen.
Tie Goldfelder iu Georgia.
Atlanta, Ga., 15. April. Weitere
Nachrichten aus den« Naeoocheethale ergeben,
daß die dorr entdeckten Goldfelder noch viel
reichhaltiger sind, als die ersten Berichte vermu
then ließen. Ein reiner Goldklumpen im Ge
wichte von 440 Pennyweight wurde am letzten
Montage ausgefunden, uud zwei Goldwäscher
fanden an einem einzigen Tage 9iw Penny
weight. Die Grundstücke iu der Gegend sind
um keinen Preis seil.
Reger als Geschworene»
Petersburg, Birg., 15. April. Bei
der Eröffnung des regelmäßigen viertelMrli
chen Termins des hiesigen Hustings Gerichts
unter dem Vorsitze des Richters E. M. Mann
winden vier Neger als Geschworene beeidigt.
Dies ist das erste Mal seit mehreren Jahren,
daß Neger in hiesigen Gerichten als Geschwo
rene fungirten.
BaltMgre/ Md . Freitag. öeu lii. April 188i>.
RepnblikanisÄer Staats-Consent
tn Maffachnsetts.
Worcester, Mass., IS. April. Die
Republikaner von Massachusetts hielten heute
Hrn. Henry L. Dawcs hier ab und erwählten
Delegaten sür den republikanischen Staats-
Convent ;n Chicago. Nicht w.niger, als II lü
Delegaten nahmen au den Verhandlungen An
theil und nur 28 Gemeinden des Staates wa
ren ohne Vertreter.
Oberst W. B. S. Hopkins aus Worcester
erklärte, er sei der Ansicht, daß die große Ma
jorität des Convents die Nomination des
Achtb. Geo. F. Edmunds befürworte und es
sei daher wünschenswerth, daß die von dem
Coiiveiite erwählten Delegaten demgemäß in
siruirt würden, sür die Nomination des Hrn.
Edmunds zu stimmen. General N. P. Banks
befürwortete die Erwählung der HH. A. H.
Rice, E. R. Mudge, Chas. A. Stoll und L.
L. Brown zu Delegaten. Diese Herren wür
den sür die Nominalion Grant's st kni men.
Wenn die Situation noch dieselbe sei, wie vor
süns Jahren, so würde er die Nomination
Grant's zu einem dritten Termine nicht begün
stigen, allein die südlichen Staaten hätten in
letzterer Zeit eine solche Stimmung an den Tag
gelegt, daß eine starke Regierung nothwendig
iei. Sie hätten erst vor Kurzem versucht, einen
Neu-England-Staat zu stehlen, und es sei nicht
unmöglich, daß in jenem Staaie ein doppeltes
Eleltoren-Collegium erwählt werde. General
Grant trachte nicht nach der Stelle, allein das
Land bedürfe seiner.
Ex-Gouverneur Bouiwell bemerkte, drei
Viertel aller Delegaten auf dem Chieago'er
Coiiveiite würden entweder für Gram oder für
Blaine stimmen. Es bleibe deshalb den Re
publikanern von Massachusetts keine Wahl, als
sich sür irgend einen dieser beiden Candidaten zu
entschließen, indem Senator Edmunds nicht die
geringste Auesicht aus die Nomination habe.
Redner zollte den Verdiensten des Hrn. Blaine
warme Anerkennung, hielt jedoch den General
Grant sür den einzigen Candidaten, welcher auch
in den Iv ehemaligen Sklavenstaaten Anhänger
finden würde. Der Name des Senators Ed
munds werde keinen Enthusiasmus im Süden
erwecken und Hr. Edmunds würde nicht im
Stande sein, der uuterdrückicn Negerbevölkerung
Schutz und Sicherheit zu verleihen. Alle In
teressen des Landes sorderten die Nomination
Grant's, und er (Redner) sei überzeugt, daß
derselbe im Falle seiner Nominalion mit einer
überwältigenden Mehrheit erwählt werden
würde. (Applaus.)
Ehrw. Jas. Frcenian Clark, der nächste
Redner, widersprach etlichen Angaben des Ex-
Gouverneurs Bontwell und opponirte sowohl
der Nominalion Blaine's, als derjenigen
Grant's. Er glaube nicht, daß eine neue
snrreliion zu befürchten sei.
Geo. L. Russin ans Boston sprach zu Gun
sten Grant's und erklärte, die Neger im Süden
würden im Falle seiner Nomination für ihn stim
men und wenn sie durch „ganze Meere voll Blut
waten müßten."
HH. Hoar, Codman, Sansord und Seelye
wurden zu Delegaten für den ganzen Staat,
und die HH. Stone, Hacker, Allen und Bishop
zu „Alternates" erwählt. Das Comite für
Beschlüsse berichtete fodann eine Plattform ein,
weiche einstimmig angenommen wurde. Die
selbe bekräftigt die bekannten Grundsätze der
republikanischen Partei, erklärt sich zu Gunsten
eines ehrlichen, gerechten Courauts und der ehr
lichen Bezahlung der Bundesschuld, fordert die
Oberherrschaft der Nationalregierung uud der
Constitution über alle Staaten, Schutz uud
gleiche Rechte sür alle Bürger ohne Rücksicht
ans Hautsarbe oder gesellschastliche Stellung,
billigt die Administration des Präsidenten
Hayes und verspricht dem in Chicago noininir
ten Candidaten die eifrige Unterstützung der
Republikaner von Massachusetts. Die Be
schlüsse ertheilen den Delegaten keine endgülii»
gen Instruktionen, fordern sie jedoch aus, den
Verdiensten des großen Staats in annes von
Vermont, des Achtb. Geo. F. Edmunds, die
gebührende Berücksichtigung zu schenken.
Nach Annahme der Beschlüsse vertagte sich
der Convent.
Die Untersuchung in Wcstpoint.
We st po i nt, N.-U , IS. April.—General
Schofieid erklärt heutig das Gerücht, daß man
den Personen, welche Whittaker mißhandelten,
auf die Spur gekommen sei, wäre ohne jeden
Grund. Ferner wäre die unter dem Publikum
herrschende Ansicht irrig, daß die gegenwärtige
Untersuchung die erste sei, welche über den Vor
sall eingeleitet wurde. Der Commandant des
Kadettencorps habe gleich Anfangs auf die
Vermuthung hin, daß die Gewaltthat von Ka
detten verübt wurde, die Angelegenheit unter
sucht, nnd als sich diese Untersuchung als scucht
los herausstellte, sei eine zweite eingeleitet wor
den, uni zu ermitteln, ob der gegen Whittaker
ansge'prochene Verdacht, nämlich, daß er sich
selbst die Verletzungen zugefügt habe, begrün
det sei.
Whittaker erschien heute abermals auf dem
Zeugeustaude und wurde einem längeren Zen'
genverhöre unterworfen. In Bezug auf seine
soziale Stellung iu dem Kadettencorps erklärte
er, er habe seit ieiner Ausnahme in die Akade
ir.ie iu 1876 durchaus keinen Umgang mit den
übrigen Kadetten gehabt außer in dienstlicher
Beziehung. Er hätte im letzten Winter eine
Schwierigkeit mit einem Kadetten, Namens
Andrews, gehabt, und der Kadett John B.
genbeit einen Schlag versetzt, als sich die Ab
theilnng, zu welcher Beide gehörten, in Reih'
und Glied aufstellen sollte. Als er McDonald
nach dem Exerziren sragte, warum cr ihn ge
schlagen habe, versetzte ihm derselbe einen zwei
ten Schlag. Zeuge zeigte den Vorfall an, und
McDonald wurde durch ein Kriegsgericht zur
Ausstoßung verurtheilt, jedoch wäre das Ur
theil später ans Suspension vom Dienste ge
mildert. Zeuge hatte noch einen anderen Ka
detten wegen irgend eines Vergehens angezeigt,
und der Kadett wurde bestrast. Die Kadetten
vermieden allen Umgang mit ihm, und sogar
die-Auswärtcr im Speisezimmer behandelten
ihn mit Geringschätzung.
Whittaker inachte zum Schlüsse eine Erklä
rung über eine in einem New-?)orker Journale
veiöffentlichte Angabe, nach welcher er gesagt
haben solle, er erwarte keine Gerechtigkeit von
der Untersuchung«.Commission. Er sagte, er
wisse recht gut, daß nur wenig Wahrheit in
Zeitungen aufzufinden sei, allein die fragliche
Angabe müsse er znr eigenen Rechtfertigung
als eine seige, niederträchtige und böswillige
Lüge bezeichnen. Edward E. Lewis, der Cor
respondent der New - Uorker „Times," welche
die Angabc veröffentlichte, wurde als Zeuge
vorgeladen, weigerte sich jedoch, Auslagen zu
machen, bis er einen Anwalt zu Rathe gezogen
habe. Achtb. Martin I. Townsend hat eine
Belohnung von SllX)(» für die Ermittelung
der Schuldigen ausgesetzt. Die Commission
vertagte sich bis morgen.
Tie Sittklagen gegen Dr. Görsen in
Phitadelphia.
Philadelphia, IS. April. Auf dem
„Cedar-Hill-Friedhofe" wurde vorgestern auf
Anordnung des Coroners die Leiche der Frau
Sonder, der Schwiegermutter des Dr. Albert
G. Görsen, welcher angeklagt ist, seine Frau
durch Arsenik vergistet zu haben, ausgegraben
uud nach dem Todtenhanse des Friedhofes ge
bracht, woselbst am Mittag ein Arzt eine Ob
duktion der Leiche vornahm und die Eingeweide
entfernte, welche von dem Chemiker Dr. Heinr.
Lcffmann einer Analyse unterworfen werden
sollen. Frau Sonder, welche sich guter Ge
sundheit ersrente, erkrankte bekanntlich plötzlich
am 20. März, wurde von ihrem Schwieger
söhne behandelt und starb am 27. März. Durch
die Analyse soll festgestellt werden, ob die Frau
an einer Krankheit oder durch Gift gestorben sei.
Letzteres wird von ihren Söhnen behauptet,
auf deren Veranlassung Dr. Görsen verhaftet
wurde. Görsen hat am Samstage im Bureau
dcS Coroners den Versuch gemacht, sich mit dem
Arsmik zu vergiften, welcher von Dr. Lee bei
dem Jnqucst vorgezeigt wurde. Die Fläschchm
mit dem Gifte stani-en ans dem Kamingesims;
Görsen ergriff eines derselben und versuchte,
dasselbe zum Munde zn führen, woran er nur
durch die vereinigten Anstrengnng'n von zwn
Herren verhindert werden konnte. Er machte
wiederholt den Versuch, sich iu den B.siy des
GisteS zu setzen, wurde aber zuletzt durch Zu
reden beruhigt und folgte einem der' Unterbea
mten des Coroners anscheinend ruhig nach dem
Connty-Gefängnisse. Unterwegs wnidte er
sich plötzlich au den Beamten mit den W?rt.n:
„Ich bin ein Mörder, niä-t wahr?" und Ii s
dann m eine benachbarte Wirthschaft, wo er sich
ein vollcS Glas Schnapps reichen!i ß, welches
cr gierig trank. Dadurch schien er ruhiger zu
werden'und ließ sich dann nach dem Ge äag
nisse abführen. Dort wurde cr iu eine Z.lle
eingesperrt und scharf bewacht, da man befn.ch
tete, cr Wirde seine Selbstmordversuche wieder
holen. Da ihm keine Spirituosm verabreicht
wli'.dcn, sttlUen sich bei ihm Symptome von
Gcistisstörung, eine Folge von Aussiiiw.imn
gei«, ein, und er mußte am Montage nach dem
Hospitale des Gefängnisses gebracht werden.
Demonstration zu Gunsten
Grant's.
Chicago, 15. April. Eine Massenver
sammlung 'zu Gunsten der Nomination Grant's
wurde heute Abend in der „Mufikhalle" unter
dem Korsitze Rod. A. Lincoln's abgehalten.
Dreitausend Perjonen waren anwesend. Die
Urheber der Demonstration befürchteten, daß
Grant nicht das Votum seines eigenen Staates
in dem Ziational Convent erhalten würde, und
veranstalteten deßhalb die Versammlung im
Interesse ihres Candidaten. Unter den Rednern
befanden sich Stephen A. Douglaß, juu., und
General Logan.
Eine lange Reihe von Beschlüssen, welche
die Nomination befürworten, wurde von der
Versammlung angenommen.
Waldbrände.
Frederi cksb nrg , Birg., 15. April.—
Ausgedehnte Waldbrände herrschen in der Ge
gend der „Wilderneß" und haben bereits gro
izcii Schaden angerichtet. Das Pflügen und
Säen haben inFolge der anhaltenden Dürre fast
gänzlich eingestellt werden müssen.
Burnsville, Zt. I.» 15. April. Der
Waldbrand in dieser Gegend ist erlo'chen, nach
dem er einen Flächenraum von 60 Quadrat
meilen verwüstet hat. Der Schaden ist unge
heuer.
Toms River, N.J., 15. April. Der
hiesige Ort war während der vergangenen
Nacht nngsnm von Flammcn umgeben und
mehrere Wohnhäuser in der Nachbarschaft wur
den zerstört. Die Flammcn kreuzten während
der Nacht den Fluß und verbreiten sich jetzt in
der Richtung von Tuckerton-Beach. In der
Nähe von Ccdar-Bridge brannten zwei Häuser
nieder. Ein Mann, Namens Osborn, wird
vermißt, und man fürchtet, daß er feinen Tod
in den Flammen fand. Das Feuer richtete
große Verheerungen unter dem Vlehstaiide an.
Brände»
Pittsburg, Perms., 15. April. Eine
große Mühle und eine Schnappsbrennerei zu
Port-Royal, an der „Baltimore-Ohio-Bahn,"
37 Meilen östlich von hier, wurden gegen 3
Uhr heute früh vollständig durch Feuer zerstört.
Man vermuthet, daß der Brand durch einen
Funken ans einer vorüberfahrenden Lokomo
tive entstand. Eine große Anzahl Schweine
und anderes Vieh kam in den Flammen um.
Der Eigenthümer verlor eine beträchtliche
Summe an Baargeld und feine Bücher, sowie
diejenigen des Bundesfpeicher- Verwalters ver
brannten. Der Gejammtverlust beträgt H 25,-
0V«) und ist durch keine Versicherung gedeckt.
Perryv i l l e, 0., 15. April.—Ein heute
hier ausgekrochenes Feuer zerstörte mehrere
Läden und das Postamt. Verlust Z 25,000;
Versicherung K 13.000.
Der Geldmarkt.
Ncw -?) ork, 15. April. - Folgendes sind
die Schiußuotirungen: Geld 4—6 jährlich,
j pro Tag. Sterling-Wechsel 4.84 —4.84 K
auf 60 Tage, 4.87H —4.87 S auf Sicht. Buii-
lB3ler 105 H, neue Fünser
1035, neue lOB4, do. 4-vroz. 1064,
Dist. Col. 3.65 er »2. Aktien: New-Horkcr
Central 1305, LakcShore Io6j, Jlli
noiser Central 105, Pittsbnrg Chicago-
Northwestern do. Prioritäten 1085, Rock-
Island 190, Western Union Tel. 1044, New-
Jerseyer Central 77j-. Unterfchatzamts-Bilanz:
Gold K 102.638.941; Courant 85,809,446.
Viehmärkte.
Chicago, 15. April. Das „Drovers-
Jourual" enthält Folgendes: Tchweine—Zu
fuhr 20,000, Versendung 7000; Markt mäßig
belebt; gemischte Qualität Z 4.00 K 4.30,
bessere Sorten K4.40—P4.75, mittelmäßige do.
H4.2V-K4.4s.—Rindvieh: Zufuhr4soo, Ver
senduug36oo; Markt flau u.ruhig; Verkäufe ;u
K3.00—K5.40. Schaafe: Zufuhr 2000, Ver
sendung 2700; Verkäufe zu H3.75—K6.40.
St. Louis, 15. April. Rindvieh:
die Zufuhr belief sich ans 1700, Versendung
2400; die Preise variirten zwischen K 2.50 »nd
H4.9o.—Schaafe: Zufuhr 1200, Versendung
1100; Verkäufe zu H 4.50 —H6.oo.—Schweine:
Zufuhr 10,000, Verfendung6soo; Verkäufe zu
tz4.10-K4.50.
Vermischte telegraphische Depeschen
Ein Zug der „OhioMifsissippi-Bahn"
entgleiste gestern nahe Shoals, Ind.,
und mehrere Personen wurden leicht verletzt.
Vertreter der täglichen Presse
des Südens hielten gestern m Atlanta,
Ga., eine Versammlung und gründeten eine
Preß.Association, deren Präsident Hr. I. H.
Estill von der „Sävannah-News" ist. Ein
Beschluß wurde angenommen, welcher die Auf
hebung des Einfuhrzolles auf Papier und auf
das zur Papierfabrilaiion benutzte Rohmaterial
befürwortet.
Zweihundert E x kur si oui st e u aus Ci n
c i n n a t i, größtentheils Geschäftsleute, ka
men gesteru in Atlanta, Ga., an und wurden
von dein Mayor durch ciucßede bewillkommnet.
Die Aussingier reifen heute nach Augusta,
Charleston und Savauuai» weiter.
Marion Wilson wurde gestern zu
Montrofe, Peinis,, von Frederick Warren er
schossen. Der Thäter wurde verhaftet.
Europäische Kaöelbenchte.
Berlin, 15. April. Im Reichstage
wurden heute die zwei ersten Klauseln der Ar
meebill zum dritten Male verlesen.
Preußen hat dein Bundesrate gewisse Ver
änderungen in der Rcichsvcrfassnng vorgeschla
gen, welche darauf berechnet sind, alle Gesetz
vorlagen innerhalb einer bestimmten Zeit zu
erledigen und das Stimmen durch Stellvertre
tcr abzuschaffen. Die Vorschlage sind günstig
ausgenommen und einem Comite überwiesen
worden.
Tic Parianentswahlcn in (»roiibritannien.
L oudon , 15. April.—Der Londoner Cor
rejpondent des „Manchester-Guardian" meldet:
„Ich habe guten Grund für die Angabe, daß
die Minister beschlossen haben, gleich nach der
Rücllchr der Äönigin von dem Fcstlande zu re
signiren." Tiefe Nachricht stimint mit der
Angabe der „Daily News" überein, daß Lord
Beäeonssield am nächsten Sonntage eine Audi
enz bei der Königin haben und daß die Mini
ster wahrscheinlich am nächsten Dienstage ab
danken würden.
Die Königin hat dem Schatzkanzler Sir
Stafford Northcote und dcm Lord JohnMan
ncrs das Großkrenz des Bath Ordens verliehen
und den Ehrw. John Ch. Ryle znui Bischof der
neuen Diözese Liverpool ernannt. Zwei ge
mäßigte Home-Rulers sind in Cork zu Parla
mentsmitgliedern erwählt worden. Hr. Kettle,
ein Anhänger Parnell's, wurde geschlagen.
London, 15. April, Der Pariser Cor
respondcnt der „Times" telegraphirt: „Es ist
cicwiß, daß sich die nichtantorisirten Oroens-
Gesellschaften zur geeigneten Zeil auf Grund
der individuellen Freiheit und der Eigen
thunisrechte vertheidigen und daß die gerichtli
chen Verhandlungen über die zwischen der Re
gierung und den Gejellschastcn schwebenden
Sireitfragen wenigstens ein Jahr in Anspruch
nehmen werden/'
Paris, 15. April. Kardinal Guibert,
Erzbischof von Paris, erklärt in seinem Proteste
gegen die Dekrete in Bezug auf die nichtauto
risirtcu Gesellschaften, die Dekrete wären vor
der Hand nur eine Drohung, follte jedoch ihre
Bollstreckung versucht werde», so stehe zu be
fürchten, daß sie zu bedauerlichen Conflikten
zwifchcn dem Gesetze und dem Gewissen führen
wurden. Innere Wirren, deren Ende kein
Mensch voraussehen könne, dürsten sodann über
Frankreich hereinbrechen.
London, 15. April. Einer Pariser
Depesche der „Times" zufolge sind 19 soziali
stische Agitatoren, darunter mehrere Deutsche,
aus Frankreich ausgewiesen worden".
tSortsHakoff's Bestnven.
P e ters bürg, 15. April.—FürstGortscha
kofs ist noch immer sehr schwach und unruhig.
Er litt heute Vormittag eine halbe Stunde
lang am Fieber-Delirium.
London, 16. April. Eine vom Don
nerstag Abend datirte Petersburger Depefche
des „Staudard" berichtet, der Zustand des
Fürsten Gortschakofi habe sich gebessert.
<sin ÜZorNag dcs Proscjsors Martens.
Londo li, 15. April.—Professor Martens
hiclt am Dienstage vor dcm „Marine-Club" zu
Kronstadt, Rußland, einen Vortrag und er
ilartc, die Furcht England's vor einer russischcu
Invasion ludien's sei absurd. Er befücwsr
ete in: Interesse des geschäftlichen Fortschritts
und der Humanität ein Einverstäiidniß zwi
chcn Großbritannien und Rußland iu Bezug
auf Ccutralafien. Der Vortrag wurde höchst
beifällig aufgenommen.
Siarlt und Börse.
London, 15. April, 12.39 Nachm.
Vereinigte Staaten - Obligationen neue
proz. 1115, neue Fünfer 104^.
Liverpool, 15. April, i2.Z>> Nachm.
—Baumwol'c ruhiger, Mitteliortc Oberländer
7; do. Orleans 7 ljlL; die heutigen Vertäust
betrugen 10,000 Ballen.
Untergang Krie<,Scollt«t>audcbcsrach-
London, 15. April. Hamburger Zei
tungen theilen mit, daß der angeblich nach Be
nezuela bestimmte britische Dampfer „Allen
Wickeastle" am letzten Samstage m die Elbe
einlies und daß der Cargo des Fahrzeugs den
Verdacht des peruanischen Konsuls aus sich zog.
Der Dampfer hatte ein große Quantität
Kriegsmaterial ain Bord und sollte außerdem
noch IVO Tonnen Pulver in Hamburg an Bord
nehmen, um dieselben nach Valparaiso zu beför
dern. Während das Fahrzeug in der Elbe vor
Anker lag, fing es zufällig Feuer und mußte in
den Grund gebohrt werden, um eine Explosion
zu verhüten. Das Schiff und der Cargo, wel
cher eine beträchtliche Anzahl Krupp'scher Kano
nen umschloß, waren in London und Hamburg
für L! 37,0V0 versichert. Der peruanische Kon
sul wird gerichtliche Schritte gegen die Eigen-?
thümer des Dampfers einleiten.
Mehr politische Prozesse i» Odessa.
Odesia, IS. April. Neunzehn Perso
iicn, größtenteils Studenten, sind wegen ver
schiedenartiger politischer Bergehen kriegsge
richtlich prozessirt worden. Zwei der Ange
klagten wurden freigesprochen und die übrigen
zu mehr oder minder langer Zwangsarbeit ver
urtheilr.
London, 15. April. Der Petersburger
„Golos" meldet in Bezug aus die Hnngers
noth im russischen Regierungsbezirke Orenbur.;,
daß Tausende von Familien weder Nahrung
erlangen, noch Gelegenheit erhalten können, sich
ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Es fehlt
nicht nur an Lebensmitteln, sondern auch an
Arbeit.
Späteste Kabelbertchte.
London, l«. April. Die NiedeU»ge
des Parnelliten Kettle im County Cork, Ir
land, ist lediglich dem Einflüsse des Klerus zu
verdanken.—ln einer gestern abgehaltenen Ver
sammlung des „Wansion-yolisc"-Comite's in
Dublin, Irland, wurden Berichte verlesen, nach
welchem die Noth in Irland im Steigen ist.
Die Königin Viktoria ist einen Tag früher,
als man erwartete, von ihrer Reise auf Sem
Festlande nach England zurückgekehrt, und Lord
Beacoussield wird daher wahrscheinlich schon
am Samstage Audienz bei ihr erhalten. —Eine
Depesche der „Daily News" meldet aus Ka
bul, daß Abdurrahman Khan Briese an alle
Häuptlinge schickt, durch welche er seine An
sprüche auf den Thron A'ghanistan's zn be
gründen sucht. Die Unruhen unter den Hin
dus in Kabul sind im Zuuehmeu.
Eine Petersburger Depesche der „News" be
richtet, der Leibarzt der Czarin sei am Donner
stage früh um 2 Uhr in den Palast gerufen
worden und die ganze Nacht dort geblieben.
Der Pariser Correspondent der „News" tele
graphirt: „Hr. de Lesseps ist hier angekom
men. Er ist durch den kühlen Empfang, wel
cher ihm in den Ver. Staaten zu Theil wurde,
nicht im Mindesten entmuthigt und will sich
nächstens nach London, Manchester, Birming
ham, Edinburgh und Dublin begeben, um für
sein Kanalunternehmen Propaganda zu ma
chen. Er wird später die Städte Belgien's
und Holland's besuchen." —Der Berliner Cor
respondent der „Daily News" meldet, die dritte
Lesung der Armeevorlage habe eine große Ma
jorität im deutschen Reichstage erhalten.
Eine Depesche aus Raiigun wiederholt die
Angabe, daß der birmanische Gesandte die Be
richte über die Greuel in Mandalay in Abrede
gestellt habe. Die „Times" bietet den HH.
James Russell Lowe und Leon Say in ihrem
heutigen Leitartikel einen warmen Willkomm.
—ln den Kapellen im County Meath, Irland,
soll am nächsten Sonntage eine Collekte zur
Bestreitung der WahlanSgaben Parnell's erho
ben werden.
Die Herzogin von Marlborough wird in
Folge des Resultats der Parlamentswahlen
Irland verlassen und hat den Rest der von ihr
eröffneten Subskription für die Nothleidenden
m Irland im Betrage von L 18.287 vier
Curatoren überwiesen. Der „Daily Tele
graph" verkündet, Prinz Leopold von England
solle zum Herzog und Pair mit dem Titel
„Herzog von Albauy" ernannt werden. —Einer
Berliner Depesche der „Post" zufolge hat der
Bundesrath die Bill zur Unterstützung deutscher
Ausiedlungen auf Samoa und zur Hebung des
Verkehrs zwischen Deutschland und jenen Zn
seln einstimmig angenommen.
Kurze KabelSepeschen.
—Das britische Kanalgeschwader und das
Depeschenboot „Salamis" fuhren gestern von
Gibraltar ab, um nach dem vermißten Schul
schiffe „Atalanta" zu suchen.
Von dem gestern mit einem Cargo
Schlachtvieh aus New Aork in Leith angekom
menen Dampfer „Crown" wurden unterwegs
48 Stück. Vieh durch Sturzwellen über Bord
gerissen.
—Die gestern in Madrid erfolgte Hinrichtung
des Attentäters Otero wurde vermittelst der
Garotte, welche noch immer in Spanien üblich
ist, vollstreckt. Der Vcrnrtheilte wurde auf
einen Stuhl angeschnallt und vermittelst eines
Halseiseiis, welches hinter dem Rücken des
Stuhles durch eine Schraube zusammengezogen
wurde, erdrosselt.
—Die russische Gesandtschaft in Constanti
nopel hat die Pforte abermals dringend ersucht,
den Mörder des Öftersten Comaroff zu bestra
fen.
—Baron von Radow.tz, der neue deutsche
Gesandte an Frankreich, ist in Paris angekom
men.
—Die von Philadelphia nach Trieft be
stimmte Brigg „Nieolo Tomaffeo" wurde auf
der Höhe von Europa-Point durch einen Blitz
strahl angezündet und durch Feuer zerstört.
Stadt Baltimore.
Prüfung des s aui tären Znstand s
der Stadt. (Dr. Chancellor uns Zaui
täts-Commissär Dr. Stenart mit
betraut.) Vor einigen Wochen hatten bekannt
lich der Mayor u. Samlätscommissär mit dem
Präsidenten dernationalenSanitätsbehorde Dr.
I. L. CabeU und dem Dr. Chancellor von der
StaatS-GesundbeitS-Vehörde eine Unterredmig
über die sanitäreu Verhältnisse Ballimorc's, bei
welcher Gelegenheit der Mayor einpsahl, daß
die nationale Gcsundheitsbehörde einelheilweise
Untersuchung Baltimore's im Interesse des Ge
sundheitszustandes der Stadt vornehme.
Beide Rathszweige nahmen dann aus An
rathcn des Mayors einen Beschluß an, wo
nach die nationale Sauitäts - Behörde er
sucht wird, die erwähnte Untersuchung ans
zuführen. Der Beschluß ging dem Doktor
Cabell in Washington, D. C., zu, welcher
dem Mayor gestern brieflich mittheilte,
daß das Exekutiv - Comite der nationalen
Saniläts-Behörde den Dr. C. W. Chancellor
zum Spezial-Sauitäts-Juspektor ernannt hat,
um unter Mitwirkung desSanitätseouimissärs
Dr. Steuart auserlesene Theile der Stadt in
Bezug auf ihren Sanitätszustand zu prüfen.
Alle durch die Untersuchung erwachsenden
Kosten hat natürlich die Stadt zu tragen.
Zufolge des Schreibens sind die Doktoren
Chancellor uud Steuart vom Mayor aurorisict
worden, ihre Thätigkeit an von ihnen auszu
wählenden Punkten der Stadt zu beginnen.
Der „deutsche demokratische Cen -
tral -Club" hielt gestern Abend in Raine's
Halle wieder eine gut besuchte Versammlung, in
weicher Hr. Ed. Raine präsidirte und Hr. C. C.
Claus das Protokoll führte. Beschlossen wurde,
dem Abgeordneten Hrn. Owens von Caloert-
County in der Staats Gesetzgebung schriftlich
den Dank des Clubs sür seine Bemühungen
nm Herbeiführung einer Milderung des Sonn
tagsgesetzes darzubringen. Die HS. H. Wer
ner, H. Hellbach und Jakob Groh wurden als
Comite ernannt, um zu Gunsten der englisch
deutschen Schulen zu agitiren. Zu der am
Donneritag, 22. d. M., stattfindenden Ver
sammlnng des Ceniral-ClnbS sollen die Dele
gaten der'sämmtlichen Wardclubs per Postkarte
eingeladen werden.
I tlm Lanfe des Abends verehrte der Club
icinein Präsidenten Hrn. Ed. Raine Beschlüsse,
die inmitten einer eleganten Federzeichnung,
eines Eichenkranzes, dessen Eicheln die 20
Wardclubs repräseutiren, sauber geschrieben
und schön eingerahmt sind. Die Federzeich
nung und kalligraphische Arbeit sind vom Se
kretär Hrn. C. C. Claus ausgeführt. In
diesen Beschlüssen zollt der Club feinem Vor
sitzenden für die Gründung und Förderung der
deutschen demokratischen Wardclubs, sowie für
sein energisches Streben nach Erzielung einer
Milderung des SonntagSgcsetzes während der
nenlichen Sitzung der Staats - Gesetzgebung
Anerkennung. Hr. Werner, der Empfänger
des Präsents u. A. hielten bei der Gelegeubeit
passende Ansprachen.
Von einem tollen Hunde gebis
s c n.—Em kleiner hübscher Pndel, Eigenthum
des an West-Lombard-, nahe Freinontstraße,
wohnhaften Frl. Emma Steiner, wurde ge
stern Nachmittag gegen 1 Uhr plötzlich toll,
sprang aus dem Fenster des ersten Stockwerkes
auf die Straße und rannte bis zur Ecke von
ParkinNraße, wo er, nachdem er einer Nege
rin iu's Gesicht gesprungen, dieselbe in die
Wange gebissen und einem kleinen Mulatten
knaben eine nicht unbedenkliche Bißwunde am
rechten Knie beigebracht hatte, von einem Po
lizisten erschossen wurde. Die Wunden der
beiden Farbigen wurden sofort von einem in
der Nähe wohnenden Arzte ausgebrannt.
Ochsen- oder Talgbutter gegen
Kuhbutter. (Ein Zeitungsmann der Käu
fer von Oleomargarin.) Im Criminalge
richte begann gestern ein Prozeß, der für viele
Geschäftsleute und alle Hausfrauen vom höch
sten Interesie ist. Der Italiener Eustaeio Sau
guinetti hatte sich unter der Anklage der Ueber
tretnng des 493. Kapitels der 1878 er Staats,
gesetze durch am 21. Februar 1879 erfolgten
Verkauf von drei Pfuud Ochsenbntter (Oleo
margarin) im Werthe von 75 Cents an F.
R. Ludlam, Berichterstatter des „American,"
zu verantworten. Die Anklage erklärt,
Sangninetti habe Oleomargarin für ächte
Butter, d. h. aus einem Kübel ohne deutliche
und dauerhafte Markirnng mit dem Worte
„Oleomargarin" und ohne Beifügung einer
Etiquette, auf der „Oleomargarin" geschrieben
steht, verkauft. Das Gesetz verhängt über ein
solches Vergehen GllXl Geldbuße nebst Kosten
nnd definirt Oleomargarin oder Ochsenbutter
als einen der Knhbntter äußerlich ähnlichen
Stoff, der nicht das legitime Erzeuguiß der
Milcher i und nicht ausschließlich aus Milch
oder Sahne gewonnen ist, sondern in welchem
das Oel oder Fett von Thieren den Hauptbe
standtheil bildet.
Den Angeklagten vertheidigten Charles Mar
shall, A. C. Trippe und Jakob S. Roicnthrl,
während Staatsanwalt Kerr und sem Assistent
GanS die Anklagebehörde vertraten.
Als erster Zeuge trat Fitch R. Ludlam ans.
Auf dem Heimwege kam er am 21. Februar
IB7S in Sanguinetti's Viktnalienladen Nr.
Kl, Pennsylvania - Avenue, und kaufte drei
Pfund Butter, wofür er 75 Cents bezahlte.
Daheim war eS ihm unmöglich, dieselbe zu ge
nießen, sie hatte einen uuausstehlicheu Talgge
schmack. Als er sie am nächsten Tage zurück
brachte, weigerte sich Sangninetti, sie wieder
zu nehmen. Nunmehr zeigte Zeuge sie mehre
ren Bntterhäiidleru, welche den Stoff sofort
für Oleomargarin erklärten; Dieses genügte,
nm Hrn. Ludlam zu veranlassen, die Pseudo-
Butter nach dem Bureau des Staatsanwalts
zu bringen, der ihn damit zu den Großgeschwo
renen schickte. Das Unischlagpapier, in wel
chem der Stoff dem Käufer von Sangninetti
eingehändigt wurde, war nicht mit „Oleomar
garin" etiquettirt.
Charles Real und Georg Morrison hatten
auf Ludlam's Veranlassung bei Sanguiuetti
Butter gekauft und denselben Stoff, wie jener,
bekommen.
Wilson C. N. Carr sagte, als er noch Hülss-
Staatsanwalt gewesen, habe ihm Ludlam von
dem Butterkaufe erzählt. Zeuge ließ das Ge
kaufte vom Prof. Aiken chemisch untersuchen.
Bor der Analyse iah es aus wie eine Rolle
Butter, bot nachher aber einen seltsamen An
blick dar. Zuerst hielt er es für ächte Butter,
später jedoch glich es faulem Fleische und roch
auch so. Wäre er in einen Laden gegangen, um
Butter zu kauseu, so würde er solchen Stoff,
der Butter vorstellen sollte, um keinen Preis ge
kaust haben.
Neger Wm. Flamer, HauSmann des Teackle'-
schen Gebäudes, iu welchem das staatsau
waltSbüreau sich befindet, hatte das in einer
Steinkrüke verwahrte Oleomargarin iu seiner
Obhut und war zugegen, als Prof. Aiken eine
Probe daraus entnahm.
James Hewes, Commissionskaiifmann an
Soulhstraße, ermittelte durch die Gannieu
probe, die nach seiner Ansicht beste Probe, daß
in einem ihm von Ludlam gebrachten Stückchen
seines Stoffes Nichts von Bntter zu spüren
war. Zeuge betreibt seit siebeuzehu lahreueiu
Buttcrgeschäft, hat auch etwa «150» Pfund
Oleomargariu verkauft. Dieses wurde 1873
zuerst in Baltimore eingeführt; Zeuge kennt
den Unterschied zwischen Talg- uud Kühbutter
ganz genau.
Man stellte jetzt vor dem Zeugen mehrere
Rollen auf den Tisch und forderte ihn auf, sie
zu Probiren uud dem Gerichtshöfe zu erklären,
was darunter Oleomargarin sei. Hiergegen
hatte Zeuge Anfangs Manches einzuwenden;
schließlich unternahm er ans Zureden des Aich
ters die Prüfung. Von den fünf Rollen be
zeichnete er Nr. 5 für niederträchtig schlechte
Butter, Nr. 1 für ein elegantes Exemplar von
Oleomargarin, dem 2V Prozent Butter beige
mischt seien; die übrigen waren Butter mit
mehr oder weniger Beimengung von Oleomar
garin. Ranzige Butter köuue durch kein Ver
fahren verbessert werden, und wenn Dies mög
lich wäre, würde es mehr kosten, als die Bntter
werth wäre.
Robert Dorsey Cole, analysirender Chemiker,
hatte einen Theil des KrnkeninhaltS untersucht;
die Buttcrsüljchuiig lasse sich mit derselben
Sicherheit ermitteln, wie die Bersälschnng ir
gend einer öligen oder fettigen Substanz. Seine
Aussage schloß mit einer längeren gelehrten
Abhandlung über die Butter- und Oleomarga
rin-Frage.
Nachdem dann noch der Chemiker Dr. P.
H. Brown und Prof. Aiken als Be- und der
Angeklagte als Entlastungszeuge vernommen
werden waren, vertagte sich oer Gerichtshof,
um die Berhandluugeii heute Vormittag fort
zusetzen.
Im Stadtho s p i t a le gestorben.--
Georg Hudgins, ein zwölf Jahre alter Knabe,
der vor ca. sechs Monaten, an der Bright'sche.i
Nierenkrankheit leidend, in'S Stadthospiral ge
bracht wurde, erlag daselbst gestern dieser Krank
heit. Der Leichnam wurde nach der Wohnung
der Eltern des Verstorbenen, Ecke Mulliliii
und Dallasstraße, übersührt.
Zur Erde bestattet wurden gestern
Nachmittag die sterblichen Ueberreste des am
Dieustags-Morgen im Alter von 3!) lahren
und 3 Monaten verstorbenen Hrn. Wilhelm
Heilchcri. Die Leichenbegleitung war eine
äußerst zahlreiche, aus den vielen Freunden und
Bekannten des Verstorbenen bestehend, welche
sich derselbe im Lause langer Jahre in unserer
Stadt erworben hatte. Pastor Maier von oer
St. Matthäi'Gemeinde, zu welch' Letzterer der
Verstorbene sammt seiner Familie gehört hatt.-,
leitete den Leichcngottesdienst und hieli im
Trauerhause eine tröstende, erhebende Trauer
rede. Auch auf dem Friedhose, der „Baltimo
rer Cemeury," sprach Pastor Maier noch ein
kurzes Gebet, worauf der Leichnam der Erde
übergeben wurde. Sodann weihte Hr. Pastor
Karl Zettner von der Howard-Kirche an Sie»!
imr's Zinn, der mit dem „Freundschaftsstamme
Nr. 2VV, U. O. R.-M.," der Beerdigung bei
wohnte, dein geschiedenen Binder einen ehren
den Nachruf. Der „Baltimorer M.tzger-Ver
ein," von der Kapelle des Prof. Charles und
dem Marschalle E. Jäger geführt, war beinahe
vollzählig, die anderen Gesellschaften und Ver
eine aber, denen der Verstorbene angehörte, durch
starke Delegationen vertreten. Die Bahrtnch
träger bestanden aus den HH. P. Hofmann,
H. Horn, K. Schäfer, H. Schäfer, Wm. Wil
liams und H. Hattenbach. Die Beerdigung,
das Ordnen des Zuges und die Beschaffung
von Sarg und Tranerwäg'n hatten die HH.
Ran 6c Bartell, Nr. 62H, West-Baltimoreitr.,
übernommen, und leiteten persönlich Mit ge
wohnter Akkuratesse das Ganze.
Das 5.' ichcnbcgängliiß des 11-jährigen
Knaben I. B, E. Shoemaker, Sohnes des
Hrn. Samuel M. Shoemaker, Superiutenden
ten von „Adams' Expreßcompagnie," der be
kllnnilich vorige Woche mit seiner Gattin und
Tochter nach Europa reiste, faud gestern Nach
mittag von der Emanuel Kirche, Ecke Read
nnd Calhedralstraße, aus statt. Viele Freunde
der Familie aus Baltimore, Washington,
New-Uork, Philadelphia und Alexaudria, un
ter ihnen Hr. Rodgers, Privat-Sekretär des
Präsidenten Hayes, wohnten dem vom Pastor
Dr. Randolph gehaltenen Trauer-Gottesdienste
bei, nach dessen Beendigung die sterblichen Ueber
reste in dem mit zahlreichen Blnmenzierathen
bedeckten Sarge zum „Union Bahnhofe" gelei
tet wurden, von wo sie auf einem Spezialzuge
nach Garrison-Forest abgingen. Auf dem
Friedhofe der St. Thomas Kirche daselbst, nah:
dem Landsitze des Hrn. Shoemaker, fand der so
plötzlich gestorbene Knabe die letzte Schlummer
stätte. Bahrtuchlrägerdienste leisteten John
Gill, jun., Wm. Morris, Wm. Lockwood, B.
Jones, Fr. «shriver, Jas. Wood, PH. Tuck
und Wm. Ellicott.
Der vor einigen Tagen dahingeschiedene
Hr. John Hurst, Präsident der „Nationalen
Exchange Bank," wurde gestern 'Nachmittag
von der in Trauer drapirten Methodistenkirche
am Mount Vernon-Platze aus auf der „Green
mount-Ccmctery" bestattet. Bischof Simpson
aus Philadelphia leitete in Assistenz mehrerer
Geistlicher die Leichenfeier, bei welcher viele
Leid trügende, darunter eine Anzahl der angese
hensten Bürger der Stadt, zugegen waren. Als
Ehren-Eskorte dienten die HH. Wm. Wood
ward, Wm. E. Hooper, Louis Cassard, sen.,
Euoch Pratt, Hamilton Easter, Dr. H. M.
Wilsen und F. T. King, und als Bahrtuch
träger die HH. H. C. Smith, B. F. Parlett,
Ed. Roberts, I. P. New, D. T. Busby, I.
H. Taylor und Chas. I. Baker.
Entledigte sich ihres Kindes.
Eine Fran besuchte gestern Morgen mit einem
Säuglinge auf dem Arme eine Negerin, Na
mens Margaret Sewell, Nr. 4, Brewer's Al
ley, uud ersuchte dieselbe, ihr Kind einige Mi
nuten zu halten, da sie schnell zurückkehren nnd
ihren Liebling abyolen wolle. Nachdem aber
mehrere Stunden vergangen waren und die
Frau sich uicht scheu ließ, übergab die Negerin
den Säugling dem Capt. Earhart im nord
westlichen StatiouShanse, welcher denselben dem
„St. Vincents Kinder-Asyle" zuschickte.
Der Angriff auf drei Steuerge
richtsdiener. Der Restaurateur Michael
Swann an Nord-Grcenestraße, welcher bekannt
lich unter der Anschuldigung steht, die Gerichts
dieuer des Steuer-Departements R. W. Kirk
land, Thomas McCormick und Chas. A.
Walters thätlich angegriffen zu haben, hatte
gestern Nachmittag vor Friedensrichter PelerS
ein Verhör zu bestehen. Der FriedenSrichler
behielt sich die Entscheidung vor.
DeSßetrngs angeschuldigt. I.
G. Fangliiel>er wurde gestern vom County-
Polizisten Christy aus Anschuldiguiig des Louis
E.Welter arretirt, sich für feinen Agenten ausge
geben und miter falschen Angaben Z5!.15 von
Joh. Smith, von C. Holtz und Gt.6i)
von I. T. Brown eollektirt zn haben. Fang
mcycr wird am IS. ds. vor Friedensrichter
Peters ein Verhör zu bestehen haben.
Die Lungenseuche herrscht unter den
Rlitterii in Harford County, Md. Gouverneur
Hamilton hat den Senats Präsidenten SiWiip
ermächtigt, über die Ausdehnung der Krankheit
Crkuiidignngcneinzuziehen; Levterer wird daher
einen Thierarzt zuziehenuiiv nächste Woche dem
Gouverneur Bericht erstatten.
Unfall e.—Gestern Nachmittag gegen 52
Uhr wurden dein 18-jährigen, in' Nr. 325,
Süd CharleSstr., wohnhaften Joh. Horstmann,
als cr in der Tabacksfabrik der Gebrüder Mar.
bürg, Nr. 145 und t 47, Slld-CharleSstr., an
einer Tabacks - Schneidemaschine beschäftigt
war, zwei Finger der linken Hand abgeschmt
ten. Man brachte den Verletzten nach seiner
Wohnung, wo Dr. R. T. H. Tall ihm ärzt
lichen Beistand leistete.
Eine Frau, Namens Banmer, fiel ge'
stern Nachmittag in der Bostonstrajze nieder
und trug erhebliche Verletzungen davon. Nach
dem ein Arzt ihr sofortigen Beistand geleistet
hatte, wurde sie in ihre Wohnung an süd-
Durhamstraße gebracht.
Zweites S tistungSsest und
Kränzchen deS „Harugari Frauen-
Äran ken -U Ii terstü tz u iig s-V er e i ns."
Dasselbe fand gestern Abend im Saale des
Hrn. Rojsing, sen., der Nr. 13«, Ost-Fayette
siraße, gelegenen „Jackson-Halle," im Beifein
fast sämmtlicher Mitglieder nnd einer großen
Anzahl von Freunden und Gönnern des Ver
eins statt. Um 10 Uhr wurden die Anwesenden
sür einige Zeit um Aufmerksamkeit gebeten,
worauf Frau Viee-Präfidentin Bertha Michel
in Gemeinschaft mit der Sekretärin Fran Äa
roline Fäthe die Mitte des freundlich geschmückt
ten Saales betraten und die erstgenannte Dame
in zusammenhängender, bündiger Rede die
Gäste und Mitglieder willloinmen hieß nnd
dieselben ersuchte, wie seither, auch ferner dem
Vereine ihr Wohlwollen angedeihen zu lassen.
Hierauf verlas Frau Sekretärin Fäthe einen
forgfäliig zusammengestellten Jahresbericht,
wonach die Einnahmen vom li. Apnl 1870
bis 11. April 1880 Hiil33.2i, die Ausgaben
dagegen nur Ht77.t!9 betragen. Von diesen
Ausgaben wurde für drei Todesfälle (HH.
Hildebraud, Riemann und Rath) die Summe
von Hl7l bezahlt. Mit diefem Jahresüber
fchufse beträgt das Gefammtvermögen des Ver
eins zur Zeit Hl.sV«,eiu Resultat, das der Ver
ein nach mir zweijährigem Bestehen erzielte.
Derselbe versammelt sich jeden Donnerstag in
der „Zackfon-Halle" des Hrn. Rössing und wirb
von folgenden Damen geleitet: Margarethe
Bültner (war Krankheitshalber in der Familie
gestern am Erscheinen behindert) Präsidentin,
Bertha Michel Vice - Präsidentin, Caroline
Fäthe Sekretärin und Amalie Rössing Schatz
Meisterin. Das Finanz Comite besteht aus den
Damen Christine Hartman», Anna Schellhase
nnd Helene Winter. Die Kapelle von Prof.
Dickinson lieferte die Mnsik und spielte bis in
die Morgenstunden hinein zum mnutern Tanze
auf.
Lokall-erichle ans Washington.
Ucbersahren.—Ter Lliver-tZanieron-Prozefz.
Neichens»»». Bericht der <Yesu»vt>cits
beniiueii. Stechern. De» StoroeH a.i z -
Washington, 15. April. Vorgestern
Nachmittag wurde John Dowling, derb/kannte
Auktionator, als er in sein Bnggy steigen
wollte, durch das plötzliche Scheuen feines Pfer
des unter die Räder des Gefährts geworfen uud
überfahren, wobei er einen Bruch des Schills
felbeins davontrug.
Der SeufationS Prozeß der „Wittwe"
Oliver gegen den Ex-Senator Simon Cauie
ron wurde gestern im Obergerichte bis zum
nächsten Gerichtstermine verschoben.
Während der letzten Woche hielt der Co
roner sechs Jnqneste ab; nenn Leichen wurden
auf Tistritts-Unkosteu beerdigt.
Polizeiches Major Brock unterbreitete ge
stern denDistriltS-Commissärenseinen »indem
30. März endenden vierteljährlichen Bericht.
Nach demselben wurden im Lan'e der letzten
drei Monate im Distrikte nicht weniger, als
3i-40 Personen arretirt, von denen 2«!0 dem
Ecsäugnisse und 554 dem Arbeitshause über
— Gestern Nachmittag fand Polizist Heß
im Rock-Creek, nahe der Mündung des Kanals,
die Leiche eines neugeborenen Kindes und brachte
dieselbe nach dem Georgetowuer Sratioiishause.
Corosser Patterson wurde benachrichtigt.
Nach dem Berichte des Gesundheitsbeam
ten Dr. Townfhend starben im Distrikte im
Lause der letzten Woche !<><> Personen, nämlich:
iu Washington 75, ,n Gevrgetown 8, im
County «! und in den verschiedenen Hofpuäleru
11. Von den Verstorbenen waren 55 manu
lichen und 45 weiblichen Geschlechts.
- Gestern Morgen gegen Uhr kam eS an
der Ecke von H. und 7. Itraße, südwestlich,
zwischen zwei Farbigen, Namens Charles
Bnrrell und W. Bird, zu einem hitzigen
Disput, welcher schließlich so weit ausrrtete,
daß Bnrrell ein Messer zog und seinem Geg'i'r
damit eine sehr bedenkliche Wunde am Kopfe
beibrachte. Burrell nahm zuerst Reißaus,
wurde aber später durch deu Polizisten Mark
Bezirls zum Verhöre beigesleckt. Dr. Leach
nahm den Verletzten iu ärztliche Behandlung.
Im Civilstands-Büreau wurden im Laufe
der letzten Woche zehn wußen nnd >wei farbigen
Pcisonen Heiraths-Conzessionen ertheilt.
An Stelle des Capitals Travers wurde
gestern Capilän I. Gibbs zum Commandeur
des Dampfers „Lady of the Lake" ernaunt.
Die Verhandlungen in dem Prozesse gegen
den Neger Tho«ias Tmothers, welcher n.n.r
der Anschuldigung steht, einen gewaltlhätigen
Angriff auf Frl. Lena Leins gemacht zu h ibeu,
wurde» heute im Criminalgerichte (Richter
James) fortgesetzt, brachten aber nichts weseut
ltch Neues zu Tage.
Heute Morgen wurde Edward 5. Mote,
der in der Papierhandlung des Hrn. N.
Bnnch als Cleik angestellte junge Mann, von
der Anschuldigung, feinem Arbeitgeber zwei
HlVM'Obligationen, zwei
und Hl 6o Baargeld gestohlen zu haben, im
Polizeigcrichte freigesprochen.
Tahier starb soeben Joh. ?). Laub, seit
43 Jahren Kanzelist im Buudesschatzamte. Der
Mann war während der ganzen langen Zeit
nur süns Tage nicht auf dem Po
sten. Sein Vater war vor ihm schon 42
Jahre Schatzamts-Clirk, und seit 25 Jahren
ließ der soeben verstorbene Herr keinen anderen
Mann an seine Bücher kommen.
Die Großgeschworenen vernetzten gestern
im Crimir.algerichte John Silas Marchall
Johnson, alias John H. Johnson, in Ankla
gestand wegen eines am 2l>. März d. I. an
dem Neger Jas. E.Johnson verübten Mor
des. Ais Zeugen gegen denselben traten die
Doktoren H. R. Bigelow, W. T. Ramjey, I.
F. Hartman und die HH. R. Hackman, Pre
ston M. Pierce, W. L. Eliis, James W. Wa
ters, Wm. Coleman und M. Robinson auf.
Die Distrikts-Armenärzte statteten wäh
rend der mit dem 10. April endenden Woche
332 Besuche ab. 50 nothleidende Familien
wurden auf Distritlsunkosten mit LebenSmitelu
versehen.
TaS Gcsundheits-Geheimntß.
Das Geheimniß der Gesundheit besteht darin,
das System krästig und energisch zu erhalte«
nnd Krankheit ganz aus ihm zu vertreiben.
Durch deu Gebrauch von Dr. Chalmers' Heit>
tiuktur läßt sich das ganze System reguliren;
sie besreit es von allen Unreiiugkeiten nnt
macht es gesund und krankheitsfrei. Sie if
die beste Arznei gegen Dyspepsie und alle Lei'
den eines in Unsrdnulia gerathenen Magens.
Gegen Nervosität hat st? nicht ihres Gleichen;
sie heilt Nervenschwäche, nervösen Kopfschmerz
Schwermuth, Neuralgie und alle anderen Ner
vculeiden. Schwache uud durch irgendwelche
Ursache entkräftete Personen finden in ihr eil
vorzügliches Tonicum. Man gehe sicher, daß
man diesen Artikel bekommt, und nehme keiner,
anderen. Preis Hl die Flasche. Bei Jeth
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Wer kann einen bösen Hals
vertragen?
Niemand braucht ihn zu ertragen. Hanee'S
Z ldorn-Syrup <zt Ilarolrnualls heilt
au,e Halsleiden gründlich. Preis 25 Cents.
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timorestraße, zu beziehen. (ZS)
Der „Deutsche Correspondeut,"
tägliche und wöchentliche Zeitung.
hcrauSgegebe« ve«
F. Naine, Eigenthümern. Redakteur,
<c<ke der Baltimorc-Stratze und P.-e.Aven«
Preis .lS)j> «kcnt« pro WoSe. »
Nr. 92
Gesundheit ist HleichLhnm!
Gesundheit des Körpers ist Reich»
thnm sür den Geist.
Radway's
Sarsajmrilla-Resolvent.
Reine« Blui cr,eugt aesuiideZ fleisch, starke Knoche»
und eine klare Haut. Wer festes Fleisch, gesunde
shne «nockensras, iind ewen ne»ei> Teint zu habe»
Eine dankbare Anerkennung.
Vine chrontschr oder »iefgcwiiriclte KrankheN
rurtrc» heinr sicherlich einen großen Sieg erringe».
Die Urcheiisirafl, welche einen 2't»ngcl klar erke-wi
und dcnscibcn weiß die stnscnweise und Schritt für
schritt den Aörvcr wieder herstellt, der langsam v«,
einer schleichenden Krankheil angegriffen und g-schwach»
wurde, Hai nicht nur aus unsere Ächtung, sondern au»
aus unicre Dankbarkeit Anspruch. Dr. Raduia» bat
der Menschheil jenes wunkerdare Heilmittel, Ua»»
waiz's Sarsaparillian Rcsolvent, gegeben, Ivel,
ches die,es Resutml erzielt, und die leidende Mensch
heit, weiche sich in langen Tagen und Nachten »tt
Krankheit und -chinenen verzehrt, ist ihn, »u Dan»
vcrpslichlci. (»Medkal Messeiiger.")
Falsch und Wahr.
Wir lassen ans Dr. Radwah's Abhandln»- üb«
.Krankheit und deren Kur" nachstehenden ÄuSj»,
Sine Liste von Krankheiten
Ladway's SarsaMillian-Arl'olptnt.
s Chronische ?rankhciicn, Knochenfraß, verdorben«
HSnc un ilrophuiose Kranlheiien, unnaiSriiche»
'"Ä mcderwuiidin. chro
i.ische oder alte Geschwüre, SalMß, englische ikrantr
heil, weikc Schwellungen, Grindkopf, Gebärmuttev.
Leiden, Krebse, Drüsenschweltungen, Knoten, Abzeb»
nuig de» Körpers, Pustel» und Ausschläge. Schwäre».
Dvvpepsia, Nieren- und Blasenleiden, chronische»
NhkumaiiSinuS und Gichi, Schwindsucht, Blasenkei»
und Gries, sowie Marien der obigen tirankheiien de»
andere Namen gegeben werden. '
Wir behaupten, daß es kein bekanntes Heilmittel
gibl, weiches sich gegen diese Krankhciten so wirksam
erweist, wie Rndwaii's »iesolvcnt. ES knrirt all
mälig, aber,icher und vom Grunde aus, und seitt die
leidenden Theile wieder in gesunden Zustand. ««
thut dem Dahinschwinde» des äkörpers Ninlialt
»nt> versorgt »ao Znftein init gesundem Blut«
aus weickein neues Maierial gebildet wird. Dies
die erste Wirlung von !«adwa»'o Resolvent
Än Kalien, wo das Softem durch Anhäusung »»»
Mertur, oder corrosivem Sublimat in de»
Knoche», Gelenken 11. i w. gelitte» hat, wodurch Sn».
chrnsraß, englische Krankheit, Nlickarntskrüminuna.
Perrenlima wmze '-chweliunj, u. verursach!
wurde, lost das Snrsaparillla» dies- ZttcderschlSae
aus »ud entfernt die Geschwulst aus dem Systeme.
Wenn Diejenigen welche diese Medizinen zur«u,
chiviitschcr, syphilitischer oder s!rophulö,er Krankhcitc»
gebrauche», >ci die Kur auch noch so iangsai I, sich „bes
ser irihlcii." eme nilgemcinc Zunahme ihre, Kräfte und
ihre,«oipergewichicswahrnehmen, so >stD>eS ein siche
res Zeichen der sorljchrcitenden Genesung. Zn derar
iigtii.erankheite» wird es NM dem Patienten entweder
bester oder schliimner-der Giftstoff im Softem? bleib«
niriN uillHStig: wen» er »ich, gehemmt und aus dem
Biute vertrieben wird, so verbreitet er sich und 112 ihrt
»ort, dte Constitution zu untergraben. Sobald sich de«
Patient be,m Gebrauche des S.»rs,l>arillia„ , belsn
?'isch iu»ehi»e» an Gesnndheit. ,'kraft un»
Eierstock-Geschwüre.
Die Entsernung dieser Geschwüre durch RavWa»,-»
Ncsolvcnt ist ,ei-i so sicher darzethan, daß Das w»L '
man lonsl ,ür cm Wunder hielt, jetzt ais eine allgemr?»
anerlllnnte Thatsache gilt. Mali beachic ~ä!ie von
P. Knapp, MrS. C. Knapp. Ms. »
und MrS. P. D. Hendrik, die i» unsei-1» Kalo»»
»mgcthetli sind; desgleichen den saa
'Pichr gegenwärtigen Ausgabe
Der Raum gestattet uns keine» speziellen Hinwc,«
an, die vcrichiedcnariigcn von chr/nische»
>ir<ii!t!>eitcn, dt? durch nnser TarsapariUiai» »H«.
soli-eii, lurirt wurden. Patienten und deren freunde
Wilsten unlere Schriften findiren, um einen richtige«
!vegr>,s von der Wichtigieit und Heillrasl der N. RR.
Arzneien zu erhalten.
Einen Tollar die Flasche.
Minuten-Heilmittel.
Erfordern nur Minuten, nichi Ztiiiisen u»
Schmerzen und atute Kranlheiien zu turiren. '
Nadwmi's Neady Relief
verfehl! nie, in einer bis zwanzig Minnien bei cln-r ei»
zigen grundlichen Appliialion Schmerzen zu linder».
üi,-ie hestiq und qualvoll auch der Schmer, sei» man.
den Neuralgie, nervösen Lei!
He», Radwaq's Readi» Vtelie/ wird augeiidliiMch?
«?ut,l>»d.ing der »läse, der «Kiita«
weide, t«oiigrstivu der vungeu, H iferkeit.
Ulli,enibcschwerde, Herzklopfen. »»>s«erie, .«a,
tarrl,. Dip>,ti,clitio, t?roup, wrippe», »»opf:
wen, .'ta>,nwc>>, v!rur->lgic, !»I>cunmtiÄmu«.
l»lter Schauer, Wieder, isrostl-culeu. Quetsch,
wuiidcn, Soinmerveschwcrden, Husten, Ber,
renkunge», TchiiU.'s,», Schmerzen n,
im !»«aeii und in i>en ttiiiederii werden auae»!
blicklich „cli»i>ert.
Kaltes Hiever.
Kaltes Lieber wird für sünfzig Cents kuriri. ES gibt
lein Heilmittel in der Weit, weiches kaltes «sieber un»
Reisende sollten stets eine Klasche von «avwaq'<
!»e.,N, itieliks mit sich süiiren. Einige Trosse!, in
Wasser genommen beugi 't eaniheiien und Schmerzen in
.tolge von oor. Ais Ttimulirmin-l ift
u»i> Horfticute sollten stelS dami, versehn,
km.
WarnniZg.
Eine zweite Dosis jedoch mag das reibe» oersch»«'
t.. G»
Nadway's Ncgttürcnds Pillen.
Ci» vegetabilisches Ersatzmittel für
t!alomel.
Tosen von !>!o»«a>,'S Pillen werde» da«
Brei» 25 öcuts pro Schachtel.
Von dem Achtb. Thurlow Wee»,
Eine l?mpsel>ln»a von Dr. Radway's !». R.
Heilmitteln, »ach mcl,riSl,rigem Gebrauch«
Radn-ay. ' " t!»,rl»wWie».
' " 112 alsch »n? Wal-.r,"
Man icke eine Brirsmäetean >ic
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