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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, January 26, 1883, Image 1

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43. Jahrgang.
Weater.
Musik-Akademie.
Qri-, > Td-a,er".Tr»vvc
„La»«! Sirk," >
(o Ä
nilt vorzüglicher Besetzun».
Zamstag Raetimiltog Gala - Matinee.
!51nirUt 25 und .'-»ti Delegier Sitz 76 iZent»
W «!v'a'l!i«l.
« R Martin
VNa Soutketn
Sta «ilwa» ' !!i 2 i> und Bnvere.
Kord s Gpern--Kaus.
«kliarte» Wyndham
und seine unerreichi« Luslspi-ltrup'.'e 6
~«» '« Ä.o'm ° -« liation
Mittwoch Taxe."
ZamNak Nachmittag: „Brigbton."
1!« 2!)
HA Kellys
W»Aront-Straßen-??eatcr.
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,!i d seine vo.Mliche Truvve ,11 dem neuen-iliete.
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v^r ~2»rtttzrle!,> un^
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Din, e - Mtt sc um , m°re^n'a?«
DkrL>umoris »!n?;on.-TasEycpaarDannasb in
,riä,ldn»cn Tcr kleine Pearl. - Die
täitewirte Dame - Ai>nuinn,'.uqnber
Januar beginnend, von
:?otd für tic für die Zweit-, von B'2a
sur önslc.
Anzeigen.
O. H. Berg,
Mitglied der Baltimorer Fondsbörse seit'sS
«-eedsei Mäkler sei« »8^».
Zesoro! a!le n>it Viesen Branchen verdui-dene Geschäfte
(lania ils ii Str.»S, «ermanttraZe.
A. Staid,
Uhr- und Chronometer-Mqcher,
«r. «<>, West-»avettt-Straße.
<sement-?lrbeit für Trottoire,
Hefe, «>Ner. Ställe u. s. u> . u. s. u>
G, «iarrell. Nr. »SS. Nord Carey strabe.
llul.2»,l^'i)
Chas. Wilims Si Co.,
Nr. 7», Nord-Howard-Straße,
Baltimore. Md.
. Fabr.iauien und Im-
porieure
eiiirurgischcr
krückeNi. Schulter-
I »I !» « datter,
I k! 'Z L-ibblnden für Kor-
I « Z putenie.
» M j'l seidener elastischer
V jj! Ztrümvse
«.«Z angeschwollene und
«Ä« - ossene Beine.
su Gan, besondere Aus-
KÄ Merls ainieit widmen
' «ruchdäniern.
h' An .zolge der von un»
geschasj-nen Verbesse-
rungen werden die^?«-
" Medr.^al»
Speciell» App!ikati>.'n«.Spartc»itnt» sür Da-
Lager sün>ilicl>er, von dcn hervorragend
sten Elasluwilern Eurova's angesertigter Menschen-
Augen is.das bedeutendste in dieser Stadt.
Kemdcnl Kemdcn! Kemden!
Nachthemden und Knabenhcmden
Zi dan» s,
Nr. West Baltimore,
Entcrpnse-Eisenwerke.
I. Verno» Campbell,
- ZSertüÄtten.
tkeke <?den- und Alice Annstraie.
-wie ,'iedrigsien Preise für gute Arbeit.
Kummer äc Wecker,
deutsches
Bau!- n«d Wechsel-Geschäft,
Ar. 21, South'Ttraße.
Wechs-l- uud Sreditbriese auf alle Theile vou
Frankreich, Italien
Post-AuSzahlungen
oach alleu Theilen De:rtschlaud'S.
»in> und verkauf fremder «eldsorten,
sowie
Middendorf, Oliver ä- Co.,
deutsche»
Bank-ä-Wechselgeschäft
Südwest-Ecke der South- und Germanstr.
(Jan»U,l2Wtel>
Deutsche Sparbank v. Baltimore
Rr. TIS, West-Baltimorrnr.,
Offen von » bi« ? Uhr.
Hvvotbelen angelegt. ausgejuch.en
«ha». Opilman, . «rnN Rudolvb.
Präsident-, «ice-Präsident.
Direitoren: >
lobn Briel, Ich. Schultheis,
John F. xetmati,
Rudolph, Rodert Lange.
Chai. Evilman, - Georg Smbenrauch,
Joh. Webring, I. H. Schäser.
1Jun!4.12, Rodert M. Siotber, Schatzmeister,
Auswahl «omi^er- und Znzr^in-
Ihomo« A. Srean«, Nr. SS und 40 Nord
tFel>7.l2Wte) Howard-Mtraße.
Gmmart Lt Onartley,
Skr. S 2, Park-Straße,
AreSkodekoratenre u.Hansmaler
Kirchen, Hallen, Theatern,
öffentlich«! Gebäuden, Prioatwohnuugell,c.
iilrbett den besten künstlerischen Ent-
Frettomaler, Tetcrateure u. Hautmal«. ,
55 Oli VON H VO'IHNR'r.
MSdelll, Teppiche, Wachstuch, Matrayeu, Ktuderkutfcheu, Etsfchrbrrre, Oefeu usw., usw
Wir batren nur daunSafl« brauchbar« Waaren und garaniiren b«i Silin, daß i» kch all Da», vi» <>on tb«
g«rtlhwt wird, »rwetsr.
Werth Aaaren sür t >1 baar und kl «o<r»ii»ahlunk,
Werlb Waaren für k baar und »1 K-chknzahlmil,,
Betten! Bettens Bette»!
Sprivgseder-, Sotbaar- und HvSk Matratze«. ZseSerdettea, Sisses und Polster,
SSV Pfund Prima-Federn
w Quantitäten von b-, 10». IS» und Al-Pundsäten bet
Frederick Walpert ä- Comp., Nr. Nsrd-Gay-Straße.
lt. Motquito-Eanovte« etne Svezialitat.-Zufriedenheit zarantirt »der da» Seid,ur!lckz««ebiii.^tZ
lMi>r«k.l2Mte,
Schneider Juchs,
Vkr. 77, West - Baltimore - Straße,
Spiegeln nnd BUderrahmen.
Messing, weißem Metall, geschnitztem
Holze in allen neuesten Dessins.
Aeniachte ' p?l7Han«< und Laden Malerei und-vcrzic-
K i l ii p r 6 Comp.,
ȧ. V D- I Nr. westlich von Lightstr.
(C-pi.V.ILMIe!
G. H. KM «K Söhn,
Fabrikavteu voa
Möbeln, Spiegeln und Watratzen.
Waarenlager: Vr. BL, Lexingtonftraße.
Varlor« und Schlafztrnmer'Möbelu vou Slttv bl»
(lanr!>.r2A.t->
per. Skorv - . SrraHe, icden !l)!on»ki
V ? !
Ii I odne liiii'liiche ods.'losmeiiichc Ä.l.ei.
x > Beide Ä-schl-chter werden beyaiideli.
«Novl.ZMte.MiSß'o)
Deutsche Tlch Handlung.
- Jerdinand Kahn.
!<s7, West - Baltimore - Strafte.
D:e größte und schönste Auswahl vo» Herbst und irr der Stadt zu den
allerbtlliglten Preise.
werden besonders ersucht, vorzusprechen. (Isyt"y,lJ)
——
küi.viUK m? borrlicirs, LN«t mir vitti ail t'-e msoisrv ill»
etlinorv» Sivti >!»lir»r. . iü>
lgtM L. ßW
li. sfinterL'
Tagesneulgkeiten.
Tie,.N. StSztg." klagt über Fisch
noth : „„Von den Frenden dcs Winters zu
, den Leide» desselben ist kein weiter Schritt,
und fo mag eines Leidens Erwähnung ge-
schchen, welches, wenn auch für die Masse
! der Bevölkerung zu den kleinen, für die Klasse
i der Feinschmecker jedoch zu den großen Lei.
den zu rechnen ist. Wir meinen nämlich de»
Mangel an Fifche» im Markte. Die Kalte
zwang die vielen Fischerboote, welche an un
seren Küsten für die Tafelftenden der Groß
städter zn sorgen haben, in ihren Häfen Zu
j flucht zu suche», und die Folge davon ist, daß
! es auf dcm Fifchmarklc traurig genug aus
' ficht, denn nicht einer der sonst stets für die
! Käufer bereit liegenden „Cods," „HalibutS"
! odcr „Haddocks" ist dort zn fiyden, und nur
, wenige aus dem Süden hergebrachte Vertre
! ter des Fischgeschlechts lassen den Besucher
! des Marktes ersehen, daß er sich thalsächlich
i auf eitlem Fischmarkt befiudet. Es ist zu
befürchten, daß, wenn die Kälte noch einige
! Zeit anhält, anch der Borrath von Austern
! zur Neige gehen wird. Im Interesse der
! zahlreichen Verehrer dieses schmackhaften
Schaalthieres wird der Himmel hoffentlich
ein Einsehen haben und mit der verheißenen
! wärmeren Luftwelle auch das Schreckliche von
! New-Pork abwenden, das ans der gezwunge
nen Entbehrung des gewohnten „Stew" oder
s „Raw" entstehen müßte.""
In New - Lrleans fand soeben die
erste öffentliche Installation der Häuptlinge
der verschiedenen Stämme des „I. O. R.-
M." durch die Staats-Großbcamle» statt.
Die „D. Ztg." berichtet: „„Nach Schluß der
Ceremonic'n trug der Männer - Gesaugver
! ein des K.Distrikts unter Leitung des Prof.
Maier ein Lied vor; das Orchester spielte
! einen Marsch, und im Mittelgang erschien
! eine Prozession reizender junger Damen, ge
j führt von Groß-Mischinewa Rohr. Mogel.
Diese Damen waren die Königinnen der
vier Stämme, deren Häuptlinge soeben in
- stallirt worden, nebst ihren Ehreudamen.
! Alle waren weiß gekleidet, mit ieidenen
Schärpen und Feder-Baretten in roth uud
! blau. Die Königinnen waren : Frl. Therese
! Blaise von «Osüka Nr. IFrl. Annie
l Giith von „TuScarora Nr. 9Frl. Em
! ma Sonnemann von „Pocahontas Nr.
! 1»l" Frl. Gusta Scheffer vou „Natchez Nr.
11." Die Ehreudamen waren Frl. Louise
Blaise, Annie Blaise, Emma Niedling, So
phie Schiebler, Anua Hottes, Marie Libe,
Annie Gauß nud Marie Schroth. Die Kö
niginnen und ihre Ehrendame» betraten die
Plattform uud wurden dem Groß - Sachem
Shaw vorgestellt, dem sie mit kurzen Anspra
che» BouqnetS überreichten. die mit dan
kende» Worte» entgegen genommen wur
de». Nach einem anderen Vortrage des „M.
G. V. vom ö. Distrikt" hielt Groß-Mi
schincwa Mogel die Festrede in englischer
Sprache und entledigte sich seiner Aufgabe
in glänzender Weise. P. S. M. C. Elstuer
von „Lsceola, Nr. 7" Shreveport, beantwor
tete die Rede des G. M. Mogel. Der Saal
wurde dann geräumt, und es begann der
glänzende Festball, der bis zu später stunde
fortgesetzt wurde.""
'Ter britische Kriegs- D.a mpfer,
„D i d o," mit der Prinzessin Louise am Bord,
ging gestern von Charleston, S.-C., nach
Bermuda ab.
Laut einer in Petersburg, Birg.,
eiiigetroffencv Nachricht soll H. Evans
Sohn eines hervorragenden Bürgers von
Tinwiddic-County, Virg., von zwei Neger
burscheu in s Wasser gestoßen und ertränkt
worden sein.
Der Gattin Mörder Jas. Cou
»ors in Scranton, H'errns., wurde gestern
des Mordes im zweiten Grade überführt.
Ter Richter behielt sich das Urtheil vor.
In den Nisdon'fchen Eisenwer
ke nzu San Franzi? Cal., wurde John
Lyden gestern durch eine '"sion getödrer
und Thos. Bradley tödtlich ve».. 'udel.
Geo. Pullen, welcher im letzien No
vember zu Trenton, N.-J., einen gewissen
Jas. Trmn ermordete, bekannte sich gestern
des Todtschlags schuldig und wurde zu zehn
Jahren Zuchthaus verurrheilt.
Delia Gilbert, eine Schwester der
zu Stratford, L zn., ermordeten Frau
ist weg Angeblicher Betheiligung
an dem Verbreche., verhaftet worden. Ed
ward McGirk wurde wegen Mangels an Be
weisen entlassen.
In P e te rsb ur g, Virg., wurde W. H.
Garrett, ein verheiratheter Mann, Mittwoch
wegen eines unzüchtigen Angriffes a»f eine
! junge Dame verhaftet. Die Gesetze von
Virginien bestrasen Schändung mit dem
! Tode oder 10 bis 20 Jahren Huchthau«haft.
Gebrüder Stewart, Eigenthümer
i einer Baumwollspinnerei zu Fraukford, bei
! Philadelphia, sind bankerott. Passiva
! 560, ovo.
Das Wasser im Gen es see - R iver bei
Rochester, stand nie so niedrig, als
gegenwärtig. Viele Mühl uud Fabriken
habe» den Betrieb eingestellt.
Tetegraphifche lepefchen.
(Berichte tei „Aliocurten Presse für den ~Deutsch,ll
?7- Coligrcsi. Zweite Siüunq.
Waf h in gto n. 3?. Januar.—lm S
naie brachte Brown (Ca.), da die Traner
cercmonie'n zu Ehren des verstorbenen Se
nators Hill auf heute festgesetzt worden wa
ren, gleich nach Eröffnung der Sitzung die
üblichen Bkileidsbefchlüsse ein und hielt dann
eine Rede, in welcher er den Lebenslauf des
Verstorbenen schilderte. Er erwähnte unter
Anderem seine eigenen früheren Differenzen
mit Hill in der Politik des Staates Georgia
und die innige Freundschaft, die später zwi
schenßeiden bestand.ln einem kurz vor seinem
(Hill's) Tode an ihn (Brown) geschriebenen
Briefe komme die Stelle vor: „Wer würde
damals daran gedacht haben, daß Du später
mein trenester Freund werden würdest /"
Nachdem Brown die Verdienste und den Cha
rakter des Verschiedenen gebührend gepriesen
hatte, hielten noch Ingalls (Ks.), Best (Mo.),
Sherman (O.), Voorhees (Ind.) Reden zu
Ehren des Heimgegangenen Staatsmannes
und Patrioten.
Tie von Brown eingebrachten Trauerbe
weilei er Beweis der Achlung für den Todten
vertagte sich der Senat.
brachte Murch (Me.) eine Bill ein, welche
die Incorporalion der „National - Trades-
Uliicud" im Distrikt Columbia autorisirt;
überwiesen.
Tas Haus ging dann in Plenarsitzung und
nahm die Flottenbill vor. Das Amende
ment, nach welchem die Büreauchefs keinen
Epragehalt beziehen follen, wurde mit 116
gegen 54 stimmen verworfen, und dasjeni
ge, welches Hrn.Afa Weeks HZV.OOO für dcn
von ihm erfundenen Torpedo verwilligt, an
genommen. Das Comite hob hierauf die
Sitzung auf und berichtete die Bill dem
Hause ein, welches sie mit 136 gegen 9g
Stimmen annahm. Die Demokraten stimm
ten größtentheils dagegen.
Auf Antrag Kelley's (Penns.f ging das
Haus um Uhr abermals in Plenarsitzung,
nm die verschiedenen schwebenden Borlagen
in Bezug auf Reveuüeu in Betracht zu zie
hen. Tie Bills iu Bezug uuf zollfreie Ein
fuhr eines Monumentes Geo.Washington's,
auf die Verzollung von Weißbier, auf Ab
schaffung der Inlandsteuern auf Taback und
Cigarren u. A. wurden übergangen, bis
fchließlich die Tarifbill an die Reihe kam.
Äellkh hielt dann als Vorsitzer des Comite's
für Mittel und Wege eine Rede, in welcher
cr die Verordnung der Vorlage auseinander
fetzte. Er sagte, die Bill ordne viele Zoll
rednktionen an, die er persönlich nicht billi
gen könne. Er fürchte, daß eine so große
Herabsetzung des Zolles unserer einheimi
schen Industrie zu viel Conkurrenz bereiten
und ihr schaden könne. Trotzdem würde er
die Bill befürworten und nur solche Amende
ments, die vom Comite für Mittel und We
ge entworfen würden, einbringen.
Nachdem Kelley seine Rede beendet hatte,
hob das Comite die Sitzung auf, worauf das
Haus die regelmäßigen Geschäfte verschob
und die Senatsbeschlüfse im Bezug auf dcn
Senator Hill in Erwägung zog.
Hammond (Ga.), Speer (Ga.), Tucker
(Ga.), Hoiife (Tenn.), Äafson (Ja.) hielten
Ansprachen zu Ehren des Heimgegangenen
und nachdem die Beschlüsse angenommen
worden waren, erfolgte Vertagung.
Thätigkeit der Temperenzler in
New-Zersey.
Trenton, N.-J., 23. Januar. Her
vorragende Mitglieder, der Prohibitionspar
tei in diesem Staate hielten heute hier eine
Conferenz, um Arrangements für eine leb
hafte Campagne im nächsten Herbste zu tref
fen. Ein Comite wurde ernannt, um im
Interesse des in der Gesetzgebung einge
brachten Prohibitiv-Amendemeuts zur Con
stitution thätig zu sein.
Es wurde beschlossen, am 22. Mai einen
Staats-Convent der Temperenzler abzuhal
ten und einen Gouverneurscantndaterr zu
nominiren.
Dnrch Dynamit in Stücke zer
rissen.
Lebanou, Perms., 25. Januar.—ChaS.
Katz aus Reading. ein Arbeiter der „Coon
wall-Lkbanon-Bahn," wurde heute durch die
Explosion einer Quantität Dynamit i» ei
nem Fäßchen, auf welchem er saß, iu Stücke
zerrissen. Die Explosion wurde durch einen
kleinen Stein vervrlaßt, welcher dem Un
glücklichen zufällig aus der Hand und in
das Fäßchen fiel.
BMmöre. Md.. Freitag, den 26. JMmr 5883.
AnS der Bundeshauptstadt.
Washington» 25. Januar.—Die heute
vom Haufe angenommene Flottenbill ent
hält, außer dcn üblichen Berwilligungen jür
den Seedienst, verschiedene neue Verordnun
gen von allgemeinem Interesse. Die haupt
sächlichsten derselben bestehen in der Aufhe
bung des Midshipmens- und Masters Rangs
in der Flette. der Beförderung der gegen
wärtigen Midshipmen uud Masters zu En
signs, resp. Lieutenants, der Klausel zur
Nollendung eine« der doppelthürmigen Mo
nitore und dem Abschnitte, welcher den Bau
mehrerer neuen stählernen Kriegsdampfer
autorisirt. Der größte dieser Dampfer soll
cin Fahrzeug von nicht weniger, als 4390
Tonne» sein. Ferner ordnet die Bill die
allmähliche Abschaffung des Zahlmeistercorps
an, hebt den Cominodoresrang auf u. s. w.
Der TtcriirviUenvroieß.
Das Criminalgericht setzte heute das Zeu
genverhör im Sternroutenprozesse fort. Im
Laufe der Verhandlungen machte Jngerfoll
die Bemerkung, Hr. BliH, einer der Regie
rungsanwälte, würde eben so schnell in s
Zuchthaus kommen, als der Angeklagte Dor
sch. Während der Richter hierauf Hru. Jn
gerfoll eine» Verweis ertheilte, bemerkte cr,
daß Williams, ein anderer Anwalt, über
seine Bemerkungen lachte. Er wie« d?u
Advokaten daraufhin mit derben Worten zu
recht. Die ZeugenauSfagen ergaben wenig
Neues.
Ankunft de« Mar>?ui» uo» t!orne>
Marquis von Lorne, Generalgouverneur
von Canada, nebst Gefolge, kam heute Abend
von Charleston hier an und ist bei'm briti
schen Gesandten zn Gaste. Morgen Abend
wird der Gesandte einen Ball zu Ehren dcs
Marquis verai'staUeu.
Die Angabe, daß die Grand-Jurh beschlos
sen habe, dic Beschuldigungen gegen Dicksou.
Obmann der Geschworenen im ersten Stern
routevprozesfe, zu ignoriren. scheint unbe
gründet gewesen zu seiir. Falls jedoch die
Grand-Jurh einen solchen Beschluß faßte, so
niuß sie denselben in Wiedcrcrwägung gezo
gen haben, denn Vorladungen gegen alle
Zeugen in Bezug auf diese Angelegenheit,
einschließlich des Hrn. Brewster Cameron,
wurden heute Abend erlassen, uud mau
glaubt, daß eine neue Untersuchung in Aus
ficht steht.
Die republikanischen Senatoren hielte»
heute Nachmittag einen Caukus, um sich be
züglich der Tarif --Revision zu verständigen.
Etwa 30 Senatoren waren anwesend, und
die Conferenz soll vollkommen befriedigend
ausgefallen sein. Das Resultat der Ver
handlungen bestaub in dem Entschluß, die
Erörterung der Tarisbill auf jede mögliche
Weise zu beschleunigen und die Demokraten,
im Falle dieselben die Annahme der Bill
wahrend der gegenwärtigen Sitzung durch
Verzögerungsmaßregeln verhindern, die Ver
antwortlichkeit tragen zu lassen. Der Vor
schlag, Abendsitzungen abzuhalten, fand kei
nen Anklang, und die allgemeineAnücht war,
daß durch Ausdehnung der NachmittagSsit
zung größere Fortschritte gemacht werden
konnten, als durch Abendsitzungen.
Die demokratische» Senatoren hielte»
heute Nachmittag ebenfalls euren CaukuS im
Betreff der Tarisbill. Kein Cinverstäudniß
wurde im Betreff irgeud eines besondere»
Tl-eilS der Vorlage getroffen, allein im All
gemeinen verständigte man sich dahin, die
Ri den möglichst abzukürzen und Alles;» ver
meiden. was dahin ausgelegt werden könne,
als ob die Demokraten die Annahme der Bill
vereiteln wollten.
Dic hciilige Steuer - Einnahme betrug
H5>58,21>5.54 uud die Zoll-Einnahme
90!!. tili.
Zur Einlösung bestimmte National Bank-
Nolen im Betrage von H 488,000 liefen h -ute
im Schatzamt? ein.
General Sherman wird am nächsten Sonn
tag Abend dem Marquis von Lorne zu Ehren
ein Diuer veranstalte»!.
Vertreter der sechs JndianerNationen ärls
New-?!ork halten heute eine Conferenz mit
d!M Jndianer-Commissär bezüglich ihrer
Ansprüche aus Ländereie» in Kansas.
Das Schatzamt kaufte hente 4ÜOMO Un
zen Silber zur Ablieferung an die verschie
dene» Münzämter.
L. Cowles, seit vielen J.rhreu Chef-Clerk
im Schrcibmateriallcn - Departement des
Bundesscuats, starb henie in feiner W.'h
nunji. Nr. 1502, Kingman Place, im Aller
von 73 Jahren.
Fr?. Mabel Bayard, Tochter des Bundes
senators Bahard, wurde hcute Abend in der
Himmelfahrts-Kirche von Dr. Elliott mit
Hrn. Samuel T.Warrcn, juu., aus Boston,
getraut.
Falsches Geld.
Boston, 25. Januar.—Laut einer Spe
zialdipesche von Newport. Vt.. ist s. M.
Fields, ein angesehener Geschäftsmauu, we
gen Verausgabung falschen Silbergeldes von
einem Spezialagenteu des Schatz-Departe
incnrs verhaftet worden. Fields ist der Be
sitzer des Opernhauses und ein bekannter
Eisenbahn - Contraktor. Cr behauptet, das
falsche Geld sei ihm von Canada als Bezah
lung der Reute geschickt worden, uud er habe
cs arregcgeben,. ohne zu wissen, daß es salsch
sei.
Ter Carneval in Montreal.
Montreal, 25. Januar. Ein Ban
kett zu Ehren der Mayors auswärtiger
Städte und anderer hervorragender Gäste
fand heute unter dem Vorsitze des hiesigen
MayorS im „Windsor-House" statt. Die
Hauptattraktionen heute Nachmittag waren
die Pferderennen ans dem Eise des St. Law
rence und das Schlittschuhlaufen. Viele
Fremde kamen heute auf Exkursronszügen
hier an.
New»?jorker Rachrichten.
New - ?»ork, 25. Januar. Die Ein
wandcrungScommiffäre nahmen heule einen
Beschluß an, welcher empfiehlt, die Controle
der Einwanderungs-Aiigelegeirheiten an die
Bundesregierung zu übertragen. Ein Comite
wurde ernannt, welches sich nach Washington
bcgebcn und die Annahme einer zweckent
sprechenden Bill durch den Congreß befür
worten soll.
Die hiesigen schottischen Vereine feier
ten hcute Abend den Jahrestag der Geburt
des Dichters Burns.
Tie Feuer-Commissäre haben den Chef
der Feuerwehr von St. Louis ersucht, zu ge
stalten, daß Christopher Hoell, welcher das
ddrtige LebeirSretlungs - Corps organisirte,
hierher komme »rid die hiesige Mannschaft
instrnire.
Der heute Abend in der „Musrkakade
mie" stattgefunden? Wohlthätigkeit« - Ball
brachte etwa §12,000 ein.
Per» und Chili.
Cajamarca, Peru, 25. Jan.—Die Ge
setzgebung beschloß heute, mit oder ohne Bo
livia Friedens-Unterhandlungen mit Chili
anzuknüpfen, vorausgesetzt, daß Peru seine
Unabhängigkeit behält und nicht aller Mit
tel zur Regeneration beraubt wird. Man
erwartet, daß der Gesandte Logan wegen
seines Schreibens an Montero abberufen
werden wird. '
Nackrick,ten auS Euba.
Havanna, 25. Jan. Unter gewissen
Beschränkungen soll in Zukunft Passagier
uvd Handelsschiffen gestattet werden, an der
bisher für die Marine refervirte» Werfte in
der inneren Bai anzulegen. Die hiesige
Gasgesellschaft droht, die Straßenbeleuch
tung einzustellen, wenn die Stadt eine alte
Schuld von §150,000 nicht bezahlt. Dem
Vernehmen nach wird die Regierung sich in's
Mittel legen, ds das Gesetz sür Erhaltung
dcS Friedens die Beleuchtung der Straßen
verlangt. Die „Tudor-Comp." in Boston,
welche Havanna während der letzten 37 Jahre
mit Eis versah, hat in Folge der Conkur
renz, welche ihr durch hiesige Fabrikanten
von künstlichem Eis bereitet wurde, die Eis
sendungen einzustellen beschlossen.
Viehmärkte.
Chicago, 25. Januar. Die Zufuhr
von Schweinen belief sich heute auf 26,000
Stück, Versendung 1900; die Preise variir
ten zwischen H 4.00 und §6.75. Rindvieh:
Zufuhr 7500, Versendung 4600; Verkäufe
zu §2.40 bis §6.35. Schaafe: Zufuhr
4500. Versendung 1400; Verkäufe zu §3.50
bis §5.75.
St. Louis, 25. Januar. Rindvieh:
Zufuhr 2400, Versendung 1300: Verkäufe
zu §:!.25 bis §6.oo.—Schaafe: Zufuhr:?soo,
Versendung 750; Verkäufe zn §3.50 bis
§6.oo.—Schweine: Zufuhr 7500, Versen
dung 2600; Verkäufe zu §6.15 bis §6.60.
East-Liberty, Perms., 25. Januar.
—Rindvieh: Zufuhr 209; Verkäufe zu §3.50
bis §6.25. Schweine: Zufuhr 2415; Ver
käufe zu §6.50 bis §7.lo.—Schaafe: Zufuhr
IB<X>; Verkäufe zu §3.00 bis §5.75.
Festnahme dreier Mvrder.
Aufklärung über kie i>» Oktober vcr
Milwaukee, WiSc., 25. Januar.
Einer Spezial-Depesche des „Sentinel" aus
Waupaea. Wisc., zufolge sind Alfred Ban
decar, „Whiskey" Welfh und Charleh Free
man, angeklagt, am 7. Oktober 188 Z den
Bankier Mead von hier ermordet zu haben,
verhaftet worden. Man glaubt nicht, daß
Wclsh sich am Morde aktiv betheiligt habe;
aber er kennt alle Einzelnheiten der ruchlosen
That. Bandecar scheint der Rädelsführer
zu fei» und den Raub- und Mordplan ent
worfen zu haben. Welfh. der bisher Still
schweigen beobachtete, hat nun einige Aus
sagen über das Zustandekommen des Mord
plariS gemacht. Er war Schankwärter in
einer Wirthschaft in Steven's Point und
stand mit Bandecar und Freemarr auf ver
trautem Fuß. Freemau war ein Lokomotiv
führer und kairnle die Verhältnisse in Wau
paca. Eines Abends sagte er: „D runten
in Wanpaca lebt ein aller reicher Mann.
Wenn wir sein Geld hätten, könnten wir ein
herrliches Leben führen." Nun wurde der
Plan entworfen. Bandecar und Freemau
begaben sich nach Wanpaca und machten die
Entdeckung, daß Mead in der Bank schlafe,
uud daß man durch ein Fenster an der Hinte
ren Seite des Gebäudes zum Geldfchrauke
gelangen könue. Am 7. Oktober fand der
Raubmord statt. Welsh wurde eingeladen,
daran Theil zu nehmen, allein er wollte
Nichts damit zu thun habe».
Von seinem Sohne ermordet»
Dallas, Tex., 25. Januar. Robert
, Willioms wurde gestern Abend, als er in
seiner Wohnung schlief, von seinem 16 iäh
ngen Sohne erstochen. Der Bursche uud
seine «Stiefmutter, die ihn zu der That ver
leitet haben soll, sind in Haft.
Selbstmorde.
Eincinnati, 25. Januar. Gustav
Schubmann aus Cleveland hat sich in ver
gangener Nacht hier erschossen, weil er keine
Arbeit erlangen konnte.
Rochester, N.-?>., 25. Januar.—Frau
Frank ?jou»g aus Elhde, Wahne-Couuth,
durchschnitt sich heute in selbstmörderischer
Absicht die Kehle. Sie lebt noch, wird je
doch schwerlich davon kommen.
Atlanta, Ga., 25. Januar. W. E.
Kcmp beging gestern Abend in seinem Lim
mer Selbstmord durch Erschießen. Seine
Frau war zur Zeit im Zimmer auweseud,
und etliche Personen glauben, daß sie den
Schuß abfeuerte. Eine Untersuchung ist im
Gange. Frau Keinp droht, sich edensalls
das Lebe» zu nehmen.
Volköjustiz.
Wicbita, Ks., 25. Januar. — Scheriff
Shereman wurde am letzten Dienstage zu
Udell-Slation von dcm Desperado Charles
Eobb, alias Smith, welchen er zu verhaften
versuchie, erschossen. Der Mörder wurde
spater verhaftet uud in der folgenden Nacht
vou 25 Bürgern anfgekängl. Cobb hatte
etliche Tage vorher irr Butler Couuth einen
Cciistabler ermordet.
Nalibcvmplot in Eentrerlanlerika.
Die gestohlenen!? »?),
Panama, IU Januar. Dic Diebe,
wclche die vom New-?)orker Unierschatzamte
geschickten 50,000 Dollars ans dem Gewölbe
der „Panama Eiscirbahiigesellschafl" stahlen,
sind »och nicht entdeckt, dagegen ergiebt sich
aus dcn Papieren, die man bei einem der
auf Berdacht verhafteten Personen fand, daß
rm letzten Jahre im colombianischen Hafen
platz Baranauilla ein Complot geschmiedet
wurde, wonach in New-Uork ein kleiner
Dampfer angekauft und den Magdalenafluß
> hinaufgebracht und daselbst die erste aus dem
Innern dcs Landes kommende Geldsendung
gcranbt werden follle. Wie cs scheint, be
ton- der amerikanische Konsul zu Baranquilla
Wind von det Sache und erstattete au die
, Äegieruvg in Washington Bericht, welche
hieraus dcn Plan vereueite, Die wegen des
hier verübten Diebstahls verhasteten Ameri
kaner behaupten, unschuldig zu sein, und ha
be» den Lmerikanischrii Konsul ersucht, sich
für sie zu verwenden : doch scheint der Letztere
erst dir weitere Euiwicklung der Angelegen
hcit abwarten zu wollen.
Flegelhafte Studenten.
Montreal, Ca»., Januar.
Während ani Dienstage hier der Prozeß ge
geu einen des Leichenraubes angekiagren
Studenten der Medizin im Gange war, zö
ge» clwa 100. Studenten vo» „McGill's
Colleg" aus »och dem Gerichis Gebäude.
Biete derselbe» schwangen menschliche Schen
kel- und Armknochen in der Lust und sangen
Stndkntenlieder. Im GerichtSiaal machten
sie einen Heidenlärm, und als der Hoch-
Constablcr sie aus dem Saale jagen wollte,
griffen sie ihn thätlich an. so daß er seinen
Revolver zog. Eine starke Polizeimannschast
traf in diesem Moment ein, gerbte die Stu
denten, die die mitgebrachten Knochen a!s
Waff-ni benutzte», mit Knüppel» durch. Die
Rädelsführer wurden verhaftet.
Blutige Schlagerei in Memphis.
MempH i S, Ten»., 25. Ja». Heute
Nachmittag ereignete sich in der „De Soto-
Lclrasfinerie" er» Streit zwischen James
Proudfit und Achilles Weinberg, eiuem frü
her in derßafsinerie beschäftigten Schweden.
Weinberg griff Proudfit mit einer Axt au,
worauf Letzterer entfloh. Als der Schwede
dann einen schlag nach A. H. Proudfit, ei
nem älteren Bruder von James, führte, zog
dieser ein Pistol und streckte Weinberg durch
einen Schuß todt zu Boden. Proudfit wurde
verhaftet, später jedoch gegen HZ0,0»0 Bürg
schaft entlassen.
Vermischte telegraphische De
peschen.
Die zwei Neger, welche ii« Verdachte
stehen, H. H. Rudd iu Walker-County, Ga.,
ermordet und beraubt zu haben, sind verhaf
tet worden. Die Nachbarn drohen mit ei
nem LhnSgericht.
RoualLatouche und IchnC. West
brook, welche in Philadelphia einen Ver
such machten, Hrn. I. Hunter Moore unter
dem Verwände, daß sie Änzergenagenten des
Baltimorer „American" seien, um
-510 V zu beschwindeln, sind von der dortigen
Grand-Jury in Anklagezustand versetzt.
Fr aul ng l in, die deutsche Dame, die
durch die kürzliche Explosion einer Lokomo
tive zu Mausfield, La., verwundet wurde, ist
ihre» Verletzungen erlegen.
I. W. Board, ein betagter Mann,
ist am letzten Dienstage in seiner Woh
nung nahe Tigerville, La., von unbekannten
Personen beraubt und ermordet wor
den. Man hat keine Spur von den Ver
brichein.
In P h i l a d e l p h i a sind dic Aerzte S.
B. McDowell uud Henry Beates dem Ge
richte überwiesen worden, weil sie Frau Ka
tharine Potts, eine betagte und Hülflose Pa
tientin, die keine Verwandten hat, unter
falsche» Vorwänden bewogen, ihueu ihr Ei
genthum zu übertragen.
L. Clifford Smith, als Collektor in
Diensten der Bostoner Firma W. P. B.
Brooks stehend, wurde gestern unter der An
klage, große Summen unterschlagen
zu habkir, verHaftel und unter -54000 Bürg
schaft gestellt.
Tie „National - Association zum
Schutze vonWahirsinnigeir und zur
Verhinderung des Wahnsinns" eröffnete ge
stern ihre Jahressitzuirg in Philadelphia.
Joseph Whitmen. welcher seit zehn
Jahren ats Chef-Clerk in Diensten der Druk
kerfirma Craig, Finley 6 Comp, in Phila
delphia stand, ist mit §000t) durchge
brannt.
Der 17-jährige Geo. Rathgeber
wurde gestern in New-Haven. Lsnn., durch
einen Sturz aus einer Kutsche tödtlich ver
wundet.
Conrad Comp.. die falliten Brauer
in St. Louis, haben alles Eigenthum der
Firma an Chas. C. Reuß, Geschäftsführer
der,.Anhäuser-Bufch-Brauerei-Association,"
übertragen. Der'thatsächliche Werth des
Eigenthums beläuft sich tzlso,ooo.
In Philadelphia wurden der De
mokrat Thos. Mäher, sowie die Republika
ner Jfaac L. Street und Jos. Myers gestern
schuldig befunden, die Wa hl b erich t e der
6. Division der 20. Ward gelegentlich der
kürzlichen Stadtwahl gefälscht zu haben.
Das Urtheil ist noch nicht abgegeben worden.
In Allentown, Perms., haben'sich die
Arbeiter in den Schuhfabriken der
HH. H. Leh ä.- Comp, und W. A. Roney,
15V an der Zahl, den übrigen Schuhmachern,
die schon früher sür höheren Lohn ausstan
den, angeschlossen.
In Harrisburg, Perms,, begann ge
stern der Prozeß gegen Dr. D. R. Hacker,
angeklagt, dcn Tod einer Frau Berger durch
eine Explosion verschuldet zu haben.
Der Hotelbrand in Milwaukee.
Milwaukee, Wisc., 25. Januar.
Ter feierliche Tranergottesdienst zu Ehren
der nicht rdentisizirreil Opfer de« „Neivhall-
Hoiise"-Brande« fand heute Morgen statt.
Fast alle Geschäftshäuser, sowie sämmtliche
städtische Büreaux und das Postamt waren
. rcn 10 bis 12 Uhr geschlossen. 23 der Leichen
wurden nach evangelischem und 20 derselben
nach katholischem Ritus beerdigt. Jede« der
Opser wurde in einen mit schwarzem Tuchs
ausgeschlagenen Sarg gelegr und alle Klei
! dungSstückc u. s. w., welche etwa zur Jsenti
! fizirniig führen köunlen, sorgfältig aufge
! boben. Die Leichen der Opfer evangelischer
Confefsion wurden nach dem ArrSstellungSge
- bäude gebracht, und dort begann kre Trairer
! seier um 10 Uhr unler der Leitung des Pa
stors M. Lester von der episkopalen Kirche.
Nach der Verlesung eines Psalms nnd Char
gefang wurde der Beerdigung« Ritus der
Methodisten, Presbyterianer. Unitariauer
und Eongregalionalisten durchgeführt.
Die Presbyterianer-Geistlichen Freeman
und Emanuel, Rabbi Max vom Tempel
Cmanuel und der Prediger HoSkins von der
„Jndepeildent Urrion-Gofpel"-Kirche hielten
kurze Predigten, und die Feier fchloß mit dem
Singen von „<)I«l liirntirvtl" feste
Burg ist unfer Golt") durch alle Anwesenden.
! Tic Ceremonie n wurden durch die Explosion
j einer Dampfröhre aus einer der Gallerte'»
nnlerbrocheii. Ein Theil des Publikums
! stürzte den Thüren zu, jedoch wurde die
! Ruhe bald wieder bergestellt. Wenigstens
! 10,000 Menschen befanden sich in dem Gc
! bäude, allein glücklicher Weise wurde Nie
mand verletzt.— Während diese Ceremonie rl
im Arisstellungsgcbäude im Gange-waren,
hielten die Katholiken einen Trauergotles
dienst in der St. Johns-Kathedrale. Das
Innere jenes Gotteshauses war schwarz dra
pirt. Vater Keogh hielt die Predigt, worauf
Erzbischos Heiß ein Tvdlenamt celebrirte und
den Verunglückten Absolution ertheilte. Tie
Leichenzüge, welche sich nach, dem Gottes
dienste vom Ausstellungsgebäude und der
Kolhedrale aus in Beweguns ''etzteri, ver
einigten sich an einem bestimmten Punkte
iind bildete» eine über zwei Meilen lange
Linie. Alle Militär-Organisationen und
fast sämmtliche bürgerliche Vereine nahmen
an dem Zuge Antheil, und man schätzt, daß
sich trotz dc« .bitter kalten Welters wenigstens
0000 Menschen in Reih' und Glied befanden.
Die Särge wurden auf fpeziell für diefe Ge
legenheit bestellten Schlitten gefahren. Die
Protestanten wurden auf der „Forest-Home-
Ccmetery" uud die Katholiken aus der „Cal
vary Cernetery" zur Ruhe bestattet. , Ein
Bürger-Comite sammelt Beiträge, um Mo
nnmeille auf den Gröbern der Opfer errichten
zu lassen. DieCorouerS llutersuchung wurde
heule anläßlich der Beerdigung anf mstgen
verschoben.
Brände.
Bnffalo, N.-H., 25. Januar. Cin
während der vergangenen Nacht i>i der Back
steinbrenneret der HH. Hall Söhne a»s
gebrochenes Feuer richtete Schade» im Be
trage vor. HIV,OOO an.
Eastorr, Perms., 25. Jannar. Ein
der „New-Jerscyer Central Balm"gehöriges
grcßes Gebäude nahe Glen-Garden, N.-J.,
weiches a!s Maschinen - Werkstätte benutzt
winde, brarrntc hcute srüh nieder. Verlust
Hls.vcv. Fünfzig Arbeiter gerathen außer
Beschäftigung.
Lcbanon, 0., 25. Januar. —„Uni
versity-Hall," ei» vo» Prof. Holbrock erst im
i letzten September sür feitie Normalschule
errichtetes Gebäude, brannte heute Abend
! nieder. Verlust Küv,ooo.
Bahnunfälle.
Sall Lake - City , Utah, 25. Jan.—
Ein Cciistiuktions - Zug der „Denver-Rio
' Grande-Bahn" wnrde heute aus dem Geleise
! geschicndert nnd Lokodnvlivsührer R.L.Zame
> so», sowie Bremser Wrn. Lawrence kamen
! nm's Leben. Zwei andere Personen wurden
schwer verlctzt.
Knoxville, Tenn., 25. Januar.—Eiu
I Hchl.nzng wurde heule 20 Meilen nördlich
von >.ier aus der,...K!!oxviUc-Ohio-Bahn"aus
! dcm Geleise gesch-e-idkrt und zertrümmert.
! Tel» Lokomouvsührer Wiley Wrighi wurden
beitc Beme abgeschnitten, Ztu!) ein gewisser
Bon! ?!» erlitt eine schwere Verletzung am
Arlre.
Tie iiuftrirzende Kohlengrube in
Milses barrr.
Wi ! kcsbarre, Penrrs , 25. Jan.—
Es stellt sich heraus, daß die Senkung der
! Erdobiifläche über der „Delamare-Hudfoii
! Kohlengrube" de»! Feuer in jenem Werke,
durch welches die Holzstützen zerstört wurden,
i zu verdanken ist. Das Werk steht seil langer
! Zeit in Flammen, und man sürchlet, daß sich
I das Erdreich »och weiter senken wird, ob
! gleich keine unmittelbare Gesahr in Aussicht
j steht. Die Bewohuer des bedrohten Sladt
! theils bringen ihre Habe in Sicherheit. Das
! gesunkene Grundstück, welches etwa vierzig
! Acker nmfaßt, liegt nahe der Stadtgrenze
nnd ist nicht sehr dicht bevölkert.
Munizipalwahl in Wheeling.
Wbeeling, W.-Birg., 25. Januar.
! Bet der heutigen Mnnizipalwahl wurde der
Demokrat I. A. Miller mit 250 Stimmen
' Majoriiät über den Republikaner S. K.
! Wallace zum Mayor erwählt. Die Repub
i likaner erwählte» den Polizeichef, de»
! Stadtclcrk und den Werstmeister/ Die De
! mokraterr haben eine geringe Mehrheit im
Siadlralhe.
Das prohibitiv-Amendement ist im Un
tirhanfe der Gesetzgebung ohne Modifiziruug
zur letzien Lesung beordert worden und wird
morgen angenommen werden.
Unsall bei m Schlittenfahren.
Boston, 25. Januar. —Während gestern
Abend in Winchester. Mass., Hr. Teele und
süns junge Damen ans einem Handschlitten
einen Berg hinabführen, stieß der Schlitten
gegen einen Pfahl und die Insassen wurden
mit großer Gewalt zur Erde geschleudert.
! Hr. Teele entkam ohne Berletzung, aber die
! Tamen erlitten alle mehr, oder weniger be
! derikliche Verletzungen. Der Zustand von
Frl. Elisabeth McKenzie, welche bewußtlos
! aufgehoben wurde, ist äußerst Beforgniß er
> regend.
Dic Revolution in Ecuador.
Gualaqui!, 25. Jan. Die Revolu
> ticn in Ecuador dauert sort. In Guayaquil
herrsch? noch Ruhe, jedoch erklärt die Regie
rung, sie könne den- Ausländern fernerhin
nicht rnrhr Sicherheit ihres Lebens uud Ei
genthums garantire».
Wiederherstellung der Ruhe in
Opelika.
Mo » tgomery, Ala., 25. Jan. Die
StaatSlrupperr kehrten gestern von Opelika
zurück nnd melden, daß die Ruhe wieder her
gestellt ist. Ein Lieutenant wird mit zehn
Mann vorläufig in Opelika bleiben. Der
Präsident der Munizipal-Commission hat die
der Ruhestörung angeklagten Leute, die ihm
vorgeführt wurden, entlassen.
Der Geldmarkt.
N ew ?)ork, 25. Januar. Folgendes
sind die Schlußnotirungen: Geld brachte
3—4 Prozent und schloß zu Z—i Prozent.—
Sterlingwechsel 4.82j 4.82j auf sechszig
Tage, 4,8?j—4.80 auf Sicht. BundeS-
Obligationen: neue 3-prozentige 1045, ver
längerte Fünfer 103 K, 4z-prozeutige 113?,
4-proz. 11ö^.—Aktien: Adams' Erpreß 134,
Central Pacific 82H, Chef. & Ohio 23j>
Erie 395, do. Prior. 81, Lake-Shore 110 z,
N.-J. Central 72, North-Western do.
Prior. N.-U. Central 1275, PittSburg
14vj, Reading 55j.Rock-Island 1235,Uni0n-
Pacific 101 G, Western-Union 81- . Unter
fchatzamtS-Bilanz:HartgeldDl 13,040^010,94,
Courant H 6,131,020.54.
Europäische Kabelberichte.
London, 25. Jan.—Eine Wiener Depe
sche an die „Daily News" meldet: „Die
Pforte hat den Mächten eine Cirkularnote
geschickt, welche darlegt, daß die britische
Note in Bezug auf Egypten mit dem Sou
veränitätSrechte der Pforte über jenes Land
im Widerspruche steht. Die Pforte hat au
ßerdem die türkischen Gefandten im Aus
lande angewiesen, die Nothwendigkeit der
strengen Aufrechterhaltung des türkischen
Souveränitätsrechtes zu betonen.
Deutschland hat dem Sultan den Rath er
theilt, die britischen Vorschläge zu acceptiren,
indem dieselbe» der Pforte nur zum Vortheil
gereichen könnten."
Al ex aud ria, 25. Januar.—Die hiesi
gen brilrjchen Truppen führten heute ein
Manöver zur Nachahmung der Belagerung
von Cairo aus. Die kriegerischenßervegungen
veranlaßten verschiedene Gerüchte und hatten
beträchtliche Rufrexung uuter den Eingebore
ner. zur Folge.
Frankreich.
London, 25. Jaguar. Ex Kaiserin
Eugenie theilte einem Berichterstatter iu
einer Unterredung mir, sie habe den Prinzen
Napoleon weder gesehen, noch an ihn ge
schrieben, noch versucht, Dies zu thun. Sie
habe keinen Verkehr mit der französischen
Regierung gehabt, und es sei ihr nicht be
deulel worden, daß sie abreisen solle. Sie sei
nach London zurück gekehrt, nachdem der Zweck
ihrer Reise, .welcher nur darin bestand, der
Prinzessin Mathilde ihre Sympathie zu be
weisen, erreicht war.
London, 25. Januar. Die „Times"
sagt in einem Leitartikel: „Während Frank
recch zur Zeit eine Krisis durchmacht, die so
bedenklich ist, wie irgend eine seit dem Sturze
des Hrn. Thiers, gereicht der Gedanke zur
Beruhigung, daß in allen übrigen Ländern
Europa's liefe Ruhe herrscht, welcher gegen
wärtig keine Gesahr von irgend einer Seite
her droht."
Paris, 25. Januar. „Figaro" und
„Gaulois" erklären, der Bericht des Polizei
richters, welcher die Untersuchung im Falle
dcs Prinzen Napoleon leitete, gebe an. es
wären keine Umstände an den Tag gekom
men, welche weitere gerichiliche Verhandln»
gen rechtfertigten. Dieser Bericht würde
jedoch nicht veröffentlicht werden, bis die
Tepulirtenkarnnier über die verschiedenen
Bills gegen die Thronprätendenfen eiitschie
den habe.
Hr. Fallieres, Minister des Inneren, er
klärte heule, die Republik schwebe in keiner
Gcsahr. Es existirten gewisse Schwierig
knien—gewisse Wünsche, jedoch würden sich
dieselben nicht verwirklichen. Keine Ver
schwörung lvrine bei der gegenwärtigen Stim
mung deß französischen Volkes gefährlich wer
dcn.—Ein in Umlauf gesetztes Gerücht, nach
wclchcm die Anklagen gegen dcn Prinzen
Napoleon fallen gelassen werden sollten, ist
in Abrede gestellt worden. Ans FrohSdors
wird gemeldet, daß Graf Chambord imler
glgenwättigen Umständen nicht daran denkt,
ein Mai. .sl zu erlassen. —Die Minister hie!
«eil heute eine weitere Conferenz mit dem
Comite, welchem die Vorlagen gegen Prä
tendenten überwiesen wurden, und verspra
chen schließlich, irgend eine vom Comite ge
trofseiie Entscheidung iu Erwägung zu ziehen.
Nachdem sich die Minister entfernt hauen,
»atm da« Comite den Vorschlag an, alle
Milglieder früherer Dynastie n aus Frank
reich, Algier und den Kolonie n zu verban
nen. ihnen ihre Rechte als französische Bür
ger zu entziehen und ihnen ias Bekleiden von
Civilanitern und Stellen in der Armee zu
verbieten. Der Beschluß verordnet ferner,
daß alle Uebertreler des vorgeschlagenen Ge
setzes mit 1 bis 5 Jahren Hast bestrast nud
nach verstrichenem Hasttermiire des Landes
verwiesen werden sollen. Die Diskussion
brachte große MeinungSverschledenheiteu
zwischen den Ministern und dem Comite an'S
Licht. Hr. Proust fragte, ob die Minister
die Vollmachten, die ihnen durch das Gesetz
übertragen werde» sollten,.auch gebrauchen
würden? Die einzige Antwort» die ihm zu
Theil wurde, war, daß sich das Kabinei die
Sache überlegen werde.
Die Kabinctssitzung. welche beute stattsin
den sollte, um über die schwebenden Fragen
zu bcrathfchlagen. ist bis morgen verjchoden
worden.
Marseille, 25. Jannar. Mehrere
der hiesigen republikanische!» Clubs haben
ihren Vertretern in der Kammer teiegra
phirt, den Antrag Floquet's auf Verbau
nui'g der Mitglieder aller früheren Dyua
stie'n zn unterstützen.
Paris, 25. Januar. In der heutigen
Cvlisercnz zwischen den Ministern uns dem
Comite der Kammer gab Kriegsminister Bit
lot, obgleich er die strengen Maßregel» gegen
die erleanistischen Prinzen im Allgemeinen
wißbillig-te, zu. daß er das Venahreu der
Letzteren in viele» Fällen nicht genehmigen
lönpe, Der Herzog von Charte?« habe z. V.
ohne Erlaubniß scin Regimen! verlassen, nm
den Herzog d'Knmale zu besuchen. Die übri
gen !fi?iere seien zu tadeln, weil sie'die
Prinzen außer Dienst mit „Monseigneuc"
anredete». Es sei allerdings »nbeouem.
Prinzen in der Armee ZU baden, denn wo eZ
Planeten gäbe, würden auch die
nicht fehlen. Kriegsminister Gillot setzte da
gegen auseinander, daß, im Falle die Eruen
litwg des Herzogs d'Aumale zum Divisions
Genna! aunullirt werde, alle von demselben
vorgenommenen amtlichen Handinngen nn
' gülng würden, vornehmlich das kriegsgerichl
!iche Urtheil gegen tcn Marschall Bazaiue.
welches der Herzog als Präsident dcs Kriegs
Gerichis unterzeichnete.
London, 2<i. Januar. Eine Pariser
Tepe'lZ e meldet: „..Im elysäischen Palast?
winden gestern Abend die Worts ..Austösiing
der Kanin er" vernommen, jedoch fürchtet
man sich vor einer Neuwahl inmitten der
gegenwärtigen Krisis."" Einer anderen
Depesche ans Paris zufolge weigerte sich
Präsident Grevh gestern, ein
dekret gegen den Prinzen Napoleon zu un
terzeichnen, weil erst ein spezielles Gesetz zu
diesem Zwecke angenommen werden müsse.
Prinz Napoleon ist dem Vernehmen nach seit
letztem Montage in Folge eines Herzleidens,
mit welchem er behaftet ist, nicht im Stande
gewesen, sich irgend welche Bewegung in
der Conciergerie zu machen. -
London, 25. Januar.—Ein KriegSdam
pfer ist mit Lebensmitteln nach der Insel
Jenismurray an der Küste von Sligo, Ir
land, abgeschickt worden, wo eine Hungers
noth herrscht nud mehrere Menschen bereits
Hungers gestorben sind.
Dublin, 25. Januar. Heatq, welcher
gcstern zusammen mit Dcivitt und Quirin im
„Queens' Bench" Gericht dazu verurtheilt
wurde, Bürgschaft für seiu zukünftiges gutes
Betragen zu stellen oder auf sechs Monate
in s Gefängniß zu gehe», erklärt, er ziehe
das Letztere vor und werde keine Bürgschaft
leisten. Carey, ein Mitglied des Dubliuer
Stadtra'.heS, der im Äitmainham Gefän-z
-iiisse unter der Anklage gefangen gehalten
wird, sich mir Anderen gegen das Leben von
Regierungsbeamten verschworen zu baben,
wurde heute dem Gesöngrnßdirektor vorge
führt und von diesem gefragt, weshalb er die
Ecfängiiißordnnng übertrete, indem er sich
weigere, seine Zelle zu reinigen. Carey ver
fetzte dcm Gesangnißdirektor als Antwort
eiiieu Hieb mit der geballten Faust, wofür er
auf drei Tage in Einzelhaft geschickt wurde.
Bei der Parlamemswahl in Mallow,
Cork-County, wurde O'Brieu, der Heraus
geber dcs „United Jreland," gewählt.
London, 25. Januar. Wie die „Preß-
Association" mittheilt, hat die Regierung
wichtige Beweise gegen die Verüber der
während der letzten zwei Jahre im westlichen
Irland vorgefallenen Verbrechen erlangt.
Die Polizei stellt die Verhaftung aller Mit
glieder der Organisation, welche die Ver
brechen veranlaßte, in Aussicht, sowie die
Festnahme der Mörder dcs Lord Mourtt
Morres. Ein Mann, welcher an der Ermor
dung des Hrn. Blake und seines Bedienten
nahe Longhrea betheiligt war, befindet sich
jetzt angeblich in Amerika. Geheimpolizisten
suchen nach ihm, und man glaubt, daß er, im
Falle er gefunden wird, als Staatszeuge
auftreten und seine Mitschuldigen verrathen
wird.
Dublin, 25. Januar. Die Polizei
bewacht die Wohnung des Angebers Farrell,
indem Drohungen gegen dessen Mutter und
Schwester laut geworden sind.
In Limerick und Umgegend wurde heute
großer Schaden durch erneu Sturm angerich
tet. Ein von Galway nach Dublin bestimm
ter Zug entgleiste, und die Lokomotive, sowie
sechs Waggons wurden demolirt.
Wien, 25. Januar. Nachrichten aus
Tricst ergeben, daß ein dort unter dem Na
men „Oberdank - Club" gebildeter, neuer
Jrredentisten-Verein ein Manifest beleidi
genden Inhalts veröffentlichte. Die Polizei
durchsuchte deshalb die Wohnungen der Mit
glieder des VAeins und verhaftete mehrere
der Letzteren. Der Bürgermeister von Verfa,
welcher Lberdank verhastete, erhält fast täg
lich Drohbriefe. Er will deshalb sein Eigen
thum verkaufen und die Gegend verlassen.
Wien, 25. Januar. Der Kaiser er
eilte heute dem Baron Giers, russischen
Minister des Auswärtigen, eine Privat
audienz. Dieselbe dauerte eine halbe Strrude
und der Kaiser behandelte den Minister mit
proßer Zuvorkommenheit. . Der päpstliche
Nuntius stattete später dem Baron GierS
einen Bcsuch ab.
Heule Abend gab der Kaiser dem Baron
Giers zu Ehren ein Bankett. Unter den Gä
sten befanden sichFürst Lobanoff, der russische
Gesandte, nebst Stab, Graf Kalnoky, der öst
reichische Minister des Auswärtigen, Gras
von Taaffe. der östreichische Premier, und
andere Würdenträger. Nach dem Bankett
besuchte Baron Giers die Oper.
itie,,(?imbria-'Katastrophe.
kkapitän,u seiner verilieidigung »orbrinq«
bei».
Hamburg, 25. Januar. Die Cnl
tüstuiiq gegcu den Capitäll des „Sultan" ist
im raschen Schwinden. Zwei Deutfche.
welche sich zur Zeit der Eollisioii aus dem
„Sultan" befanden, sind vor Gericht ver
nommen worden und bestätigen die vom Ca
pilän dcs „Lultair" gemacht?» Angabe» in
jeder Hinsicht. Der „Sultan" wird auf Ge
richlsbcsehl zurückgehalten und nicht durch
die Polizei, wie irrlbiimlich angegeben wor
den ist, und der (Zrapirän und die Mannschaft
befinden sich auf freien Füßeu. Dem Ver
nehmen nach wollen die Eigenthümer dcs
„L-nltan" die von ihnen verlangte, große
tsanlion nicht hinterlegen, indem der Damp
fer nicht so viel werth ist.
New -?> 0 rk, 25. Januar. Ei» Eor
respoiidkiit d.s „Herald" telegraphirl aus
Hamburg: „„Da jetzt große Erbitterung
gegen Cultill, den Capilän des „Sultan"
herrscht, so besuchte ich denseiben, um von
ilm eine Tarsttliung de? Sachverhalt zn
erlangen. Er erzählte mir Folgendes: „Ich
hatte 12 Passagiere am Bord, und nach dem
war es meine Pflicht, zuerst
noch mcinem eigenen Schiffe zu sehen. Eine
Stunde dauerte es, ehe wir dcn in dcn Bug
gtsioßeiikn Leck mit Betten halten,
dann sah ich mich nach dcm andere:« Dampfer
»w. Ich ließ noch volle zwei Stunden blaue
dichter brennen und die Dampspseisen erto
lurr, blieb bis um 8 Uhr Morgens in der
Nahe und ging erst dann, als ich Nichts hörte,
»ech sah und der Nebe! dicht blieb, nach
Hamburg ab. Der Nebel war so undurch
dringlich, daß ich es ruchr sür gerathen hielt,
Boote auszusetzen. Vor der Eollisian ließ
ich infolge dcs Nebels die Masänne sehr lang
sam gehen, um 1l Uhr, englische Zeit, sah
ich plötzlich einen Mast nnd grüne Lichter
dicht vor uns, ließ sosort meineli Dampfer
ablenken, doch war cs zu spät, um den Zu
sammenstoß zn vermeiden. Ich hörte kein
Ti-u psfianal. A!S die Eollision erfolgte,
war Jeder von in s anf seinem Posten» ich
und der erste Osfizier anf der Brücke, zwei
Mann am Steuerrad, und die Lichter braun
!eit hell. Ich gab fortwährend Signale mit
der Tampspfeife, die grünen Lichter der
„Cimbria" sah ich erst, als dieselbe kaum
zwei SchiffSlängkn von uns entfernt war.""
Eavitän Cutüll zeichnete cin Diagramm,
welches die Position der beiden Schiffe illii
strirt. „„Beide Dampfer," sagte er, „kamen
einander enrgegen: die „Cimbria" befand
sich etwa zwei Punkte über meinem Sleuer
bordbug (etwas nach rechts vom Buge),so daß
mein grünes Liciit aus ihr gesehen werden
Mi-Bte, sobald >lr grüne« Licht auf dem
„Snlian" sichtbar ward."" DerTapitän setzte
im weiteren auseinander, daß all. Dampfer
zur Nachtzeit eiu grünes Licht am Steuer
bordbug «an der rechten Seite des Buz?)
und eiu rothes auf der Backbord- (linken»
Seile des Bugs führen. Er zeigte dem Be
richlcrstatter die amtlichen Instruktionen mit
Belsen von Thomas Gray, betitelt t>>
öl» »><>! v." Die gereimte Instruktion Nr. l
„für zwetDaii'vscr. die sich begegnen." lautet:
.!.< r. I»itl> ?,'!>wU!->ils'v>»u s>o>'
Ties bedeutet in anderen Worten, „weicht
rechts aus, im Falle Ihr Euch direkt
erngexen kommt." Die zweite Hnstruklrou
lautet:
Wenn Ȋn lich dos rothe Licht rechlS oder
das ku'me links gesehen wird, so kommen sich
lie Tawpser nicht direkt, sondern ans zwei
parali?! lanselidenLiUien enlgegen und haben
hinreicheuden Raum, um ohne Gefahr vor
beizn kommen. „„Hätte die,.Eimbria,"sagte
CnttiU. „ihren Knrö beibehalten, wie cs der
„Sultan" den anülichen Borschrifteu gemäß
:hat, so würde kcineEoLision eiugelrelen sein.
' Statt Dessen drehte sie jedoch ihr Steuer
> : üll> v'-ackl ord, so daß sie »uer var den Bug
des „Sultan" gerielh.""
Zhieag 0. Z 5. Jan. Hr. S. G. Pratt
erhielt heute ewe Depesche ans Paris, welche
Mitlh.üi. tojz sich die Sängerin Frl. Dora
Hrilnil'gS muir'.er und wohl in n-ncr Zladl
! ?;rl. Hcni'ii-gs wn>de bctaunNich
z uul.r den verunglückleu Paisagrcreu der
, „Eimtria" angefithr!.
Bel r», 25. Jaunar. Trotzdein die
! Hosttstüäzkeil!-», welche zur Feier der silbcr
! »en HciZizeit dcS Kronprinzen veranstaltet
i wcrden sollten, anläßlich des Todes des
Prinzen Karl verschoben wurde«, sind alle
Hanpistraßeir heule dennoch zu Ehreu des
Ereignisses festlich geschmückt. Der Kron
prinz ur d Gcmahüu empfingen heute vi?!?
Besucher, wclche ihnen gratuUrte», darunter
den Kaiscr und die Kaiserin. Letztere wurden
anf der Straße von dem versainmeiten Volke
auf enthusiastische Weise begrüßt.
Berlin, 25. Januar.— Der Kronprinz
hielt über üvvl) Gratulationsschreiben und
Tepeschen, sowie etwa IW.Packete, welche
»och nichr geöffnet worden sind. Die Köni
gin von England hat eine Marmorstatue, die
. sie (die Königin) selbst vorstellt, geschickt.
Zehn der hauptsächlichen «lädte Preußen'S
machten dem Prinzen eine Garnitur Speise
saalmöbeln im Werthe von 7t!,000 Mark zum
Geschenk. Die Stadt Berlin brachte ZlB,-
000 Mark sür die Gründung einer SarritätS
schule auf. Eine in verschiedenen Theile»!
Teiilschland's cvllektirte Summe von
000 Mark ist sür WohlthätigkeitSzwecke em
pfangen worden, und der britische Konsul hat
60,000 Mark für den Bau einer englischen
Kirche geschickt.
Berti», 25. Jan. Der Präsident des
deulichen Reichstages verkündete geilern, daß
er 42,0i,0 Mark von den New Yorker Brau
er», Mälzern und Hopsenhäirdlcrn für die
Nolhleidendcn i» den überschwemmten Ge
genderr erhalten habe.
Madrid, 25. Januar. —Während eines
gestern Abend stattgesnndeneu BaukettS er
widerte Marquis de Sardoa!, der kürzlich
ernannte erste Bicepräfident der Abgeordne
tenkammer, auf einen Toast: „Wir glauben,
daß die Monarchie mit der Demokratie ver
einbar ist. Tie Monarchie wird täglich ge
ochteler. Ich trinke aus die Preßsreiheit,
auf die Demokratie und auf die Gesundheit
des Königs Alsorrso." Tie Bemerkungen
wurde» mit Hochrufen aufgenommen.
Tie zur Autousmistenpartei in Euba gc
hörigen Mitglieder der Eortes haben um
nähere Auskunft bezüglich der allmähligeu
Emanzipation der Sklaven ersucht. Sie be
haupten, das Gesetz von 18>!0 sei in Euba
nicht richtig vollstreckt worden.
Wiesbaden, 25. Januar.—Ter Tom-
Ponist Flotow ist gestorben.
(Friedrich, Freiherr von Flotow, Opern-,
componist, geboren 27. April 1812 zu Ren
tendorf in Mecklenburg,Zchüler von Reicha,
1850—180 L Generalintendant der Musik in
Schwerin, ging dann nach Paris und lebte
abwechselnd dort uud aus seinen Gütern.
Seine hauptsächlichen Werke sind: „Stra
della," „Martha," „ludra," „Rübezahl,"
„Hilan" u. a.)
Eaudia, 25. Januar. Der Berkehr
zwischen dem Gouverneur und dem hiesigen
griechischen Konsul ist abgebrochen worden.
Der griechische Lrce-Konsul, welcher den
Gouverneur beleidigte, wurde nach Athen
zurück berufen.
Eine in London eingetroffene Rcuter'-
sche Depesche aus Petersburg erklärt die ge
stern veröffentlichte Nachricht über eine große
FeuerSbrunst zu Nikolaieff sür unbegründet.
Edwin Booth trat gestern Abend in
Berlin abermals als „König Lear" anf und
erndele großen Beifall.
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< der Niereu «»d der Leber. !
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Z schwäche, Berftoosung Leidende wird in Nieren ff
«traut (l!i<li>ev Vort) ein sicheres Erleichterung -
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iL. >"ie.. Knoten
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' "N" funden, klare«,v.'.utsarbePla,.
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L>!i.>',«ii Uideu. irerdtn grosse itrleichicrnng durch d«,
Kebrauei finden. S-z besr. dert den
l:n.l den Husten. s:arki ur.d kralügt
bes.n,,ii den das „eiuh! der Schloitch»
und res -ch-i'-r-. zni den «einen Siul.
c.n. eui-.rni den ?i,e> cr'r..„. d.i.
»yl. diermbk'chwcrten und den krampfhaften S
. beim Zubeltes-tzen und.Aus»ehen. «lli di?«
Svwr:ri:>e und nach geiv^
7> Bon Tag zu?ag niedren sich bei »cm l?ebra>u>
des Sarfararilltan die.ln.eichen der »uruckkebrend«!,
G-U>ndbeit. Wie das Blut an Keinheit und Krast ae.
tvinnt.nimmt die «rankheit ab. und all-sremden un.
reinen S!o-fe im Körper, E-schwllr«. harte Knot«,
u, s. w veriel.winden. da» Ungesunde wird gesund, un»
n erdcn chronische Krankheiten
«> In Fällen, wo da« System ausgesogen worden i-t
und Quecknlber oder corrosive Sublimate in den Kno
chen. Gelenken u. s. w. anqebäust ivcrden sind und «r,
wcichuna der Knochen. Verkrümmung de»
Berzwickungen. weiße «eschwlllste oder Kramvsadern
eingetreten sind, löst der „Zariaparillian" alle Abla.
gerungen und entfernt den Krankh-l.sstoss au» dem
v> Wenn Diejenigen, welche diese Medizinen zur 4>tt»
luiig chronischer, skrophuloser oder syphilitischer Krank,
heiten gebrauchen, finden, daß, wenn die Hettung auö
nur langsam sein mag, ste sich >m Allgemeinen b-st'c
befinden, ihr Fleisch und Gewicht sich vermehren ode
auch nur sich gleich bleiben, so ist Die» ein sichere» «et«
che», daß die Heiiung sortschreitet. Bei diesen Kran'«
heiicii werden die Patienten entweder besser ode,
schlimmer. - der Krankheitsstosf ist nicht unthätig'
wenn mcht ausgehalten und au» dem Blute »et'ict,en
verbreitet er sich und lährt sort. die Constitution'»!! un!
tergraben. -sobald der „Sarsaparillian" dem Patten.
ten be,,ere» Befinden verschafft, schreitet «ure beiluna
h-il'Stär?iund',?l'e!-ch' »'wtm.t an Ae'und.
«rosie M/,ibt diefe»^ Heilmittel» offenbart ficht«
Schisiiidsiicht
Sopvil!», schwinden. d?
t
Stein und und in allen FtSen»»n''/ntUtnduna
der Nieren «las», sowi» in chronischen Fällen
«iu Dollar pro Flasche,
Nkdn-ay'S Aitgulirende Pillen.
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mitte!, wirken ohne Schmerz stet?
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abotho-xl, 15 cents per week, payable U. tit. <
cirrlcr?; called icoMagt paid; to any oar. > i
tie I n.iwi dtates. SVW> per Aunnm. Price o-
a.,fi Snn.iaj paper, puhll.-hed ever* Fri
S—P-i Annim. ipostage paid.' to auy r»ar.
at '.Lfc O .urtry H I'rtcfi of Snt •
dayp»p«{ . T'T T * or 'VERFEIV. «. ,HJ ;
Actum.
AD\ SR'i iSEMEJ.xS pob"?he<! ii B*• '
S'»U u lu 'iirtnar.. >

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