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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, December 05, 1883, Beilage, Image 5

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43. Jahrgang.
Beilage.
Festtags -
Großes Assortiment
Damen - Wäntet,
diUige, sowie feinste Sorten, ,u ralsoni.ab.ln
Prellen,
Plüsch -Jacken
' uud
seidene Mäntel,
Spezialität bei
Wrs. K. Lauer,
?!r. 2V3 und 2VZ, NKrd- Bayftraße.
tOtt2B.2Mt,ia?>
ilHanomstratze.
SS dkginnt jetzt recht empfindlich kalt zu werden: da
her unser Rath sllr unsere Kunden, nicht zu lange mit
Lausend Paar eingelegt, es ist selbslversländlich, daß
tvir ein« solch' große Quantität geschwind, ehe der
sie deshalb zu folgenden unerhört niedrigen Vreifen
25.« Paar weißer Lt.AXXL,'!'!- Kl pro Paar.
ti.sk>' „
$2
I5!0 „ ..
125 „ „
I»0 .. .. k'Z.Stt
20» .. „ $t
S- Nosenthal ä- Co,,
7« 7V
<Lkt2S.SMti,j.a.T)
MM) Wessel s
poPnläres Schmttwsaren-
Kerren-, Aamcn- und Kinder
?!usstattsngs-Geschäft,
Nr. 32t> uud 322, Süd - TharlcS»,
Ecke der Hamburg - Straße.
Geschenke für die Feiertage!
wusterter Herren-und Damen Tascdenrueher.
E inscche und gemustert« sur Lame» zu S. 10, 12^
insache und gemusterte süi Herren zu 10,12>4, IS
Toiletteu-Kästchen.
Dies ist ein Artiiel, aus den ich Ahr« Ausmerisamk-it
le»le» mochte, da er sUr geringeren Preis -ül-rnt wi'.d,
als irgend eine andere Firma ihn zu veitausen im
Stande ist. .
( Sasfian Käsicben, werth 50.
Äästcden zu L2 50. die überall sonst
Kuabenkleider.
vis üe t"gul»r gekauil werden könnten. '
Die Kinder-AuMge zu $2 50 und $Z sind für
Gcmusterte Äinder-Anmge t und^höher.
vicmlisterte Jllnglings-Änzüge,' SS. $6, $7 u. hoher.
kinder-Ueberzieber zu K 2 SO, $3 und 53 SO.
Ünaben-Ueberzieher zu sS.kl), $3 und K «.SO.
!zünglings-Ueberjiebir zu $4. $t Si), KS und höher.
Tamen» und Mädchen-Nöcke und
»Dolmans.
Nnterzeug-Departement.
und°weiße zu '25,35,
-jound4S Cents.
Echariachrothe und wolleneHerren Hemden und -Un
tervolen zu!>S Cents. 51, $i.25, k! s>> und $1.75,
Tieier Schleuderpreis. V-rkaus dauert nur
dreißig rage. Wer «eld zu sparen wünscht, wurde gut
daran thuen, wenn er uns mit einem Besuche beehrte.
Heinrich Wessel s
tonangebendes Schuittwaaren-Gelchäft,
!1!>. s»u und ZiZ «üd.Skarle«., «cke Ham
(SeptlB,SMoDo-1 burgstrale.
Mandteiyer:c.
Geld auszuleihen
beliebigen Beiträgeu
in
Benjamin Sk Gomp.'s
Darlehen- uud Bauk-Comptoir.
venjamin'sche« «ebäud« ctablirt).
«ir «eben noch immer aus Sicherheiten aller Art und
Wnaien überhaupt die größltn
bta «den»« » Uhr; «amstag» di» Uhr
Ntend».
Nr. »l, «efl-^avette«»raH».
l»!ov1.12tl!te)
Geld! Geld! G-ld I Geld'.
skewyt S: Satabes,
„Consolidirte Darlehen - Compagnie,"
Nr. s». «Seft-Valtimore-, nahe Saystr.,
irgend eine pereinbarteZeit in B-roahrung.
Zille Transaktionen geschehen streng p.ivatim.
Privat-Somptoir hinter dem Laden. (Sept3.lZl
Kohlen unter Dach.
i S-thedral-. und
Zkeix-Eompto.re: >Ecke Radison- und Eutawstraße;
s icke Hort- und Williamstraße.
Zill« Büreaux, Kohlenhöse, Werst« und Dampssäge-
Splitlerholz und Sch«ithnlz.
tJ-v>2S,I2«t«,DDT»
Aekanntmachung.
°J!>ürcall det Stadt-Rcgiftrarvr«,
S" Baltimore, den 17. November ISbü
Tie siir den Durchbruch der StraßtN in
verbesserten Bericht Über die Wertberdohungssteuer»
Entschädigungen und Ausgaben sür die Condemniruiig
Durchbrechung deraraKe,^ <tU AuH
der besagten Bi!?eau des
tann.^
121K,82,8,!>4) Stadt-N«gistrator,
Baltimore, d«n 3. Dezember 1883.
nebst dem Schutt«
Jod» B. Williamt.
Ioh» McWillianiS,
Robert js Green, Selr.
Matthew« äe itirtland,
(2«V,92,5.8.!!U2> Auktionatoren.
Atadlgelerbuchcs, Artitel 47> bclamu. daß sie Mitr
lohn v W liiaint,
John DteWilllam»,
<271,7,8J,9,54> Robert G een, Selr.
genel linken .
(271,7,83 Roberts. Green Selr.
der Straße» Durchdrucl,»-
we Uch d»
Zolin B. William«,
John IvieWlUiam»,
<271 >7,83,!>,94> Robert Z. Green, Zetr.
Zliinmioli«, den IS. Nov. 188".
Bl
de« Rarh!>au«,
Tamuel D Tmith,
(2!(1,3,«,s M2.S 8> Stadt-Bibiioth-lar.
«Zdministration«.An,elge. . . „ .
«4 Nachricht wird hiermit gegeben, daß Nnterzeich.
Tab«.ike
d-l F-ör!s
W.W. Kail KAx,
L ie deNsble,sett
Vo?i Rauchtabak'
A. B ''ckwarze?
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Grober
Heim viatl « A; in Baiiunvre, ist ein irürdize?
der wodlbelamucn Tab»:ssair>k »«l
??r» Philipp G-.l in Elchen tDemMzod) UZ»
»wffe? " Beider noch »on kl»em iinver- 25«».
Für deutsches Geld,
Gold, Silber «.Papier,
bezahlt deu höchsten Preis
?. Skatue,
Ecke Post-Office-Avenue und Baltimorestr.
I ahreöbotschaft des Präsidenten.
Än penSongreß der V er. Staa
ten! B.i'm Beginn Ihrer Berathungen
gratnlire ick Ihnen;u dem günstigen Stande
ve' inneren und auswärtigen Angelegenhei
ten dieser Regierung. Unsere Beziehungen
zu anderen Ländern sind noch immer die
freundschaftlichsten. In unserem Verhält
nisse zu der Argentinischen Republik, Oest
reich, Belgien, Brasilien, Dänemark, Hayti,
Italien, San Domingo, Schweden und Nor
wegen hat Nichts sich ereignet, was besondere
Erwähnung verdient. Die kürzlich stattge
habte Eröffnung der Telegraphenverbindun
gen mit Central-Amerika und Brasilien ge
stattete den Austausch freundschaftlicher Be
grüßungen mit den Regie runzen der betref
fenden Staaten.
Im Laufe des Jahres sind Konsular- und
Handelsverträge mit Serbien und ein Kou
siUarvertrag mit Rumänien abgeschlossen
worden, wodurch unser Verkehr mit den Do
iianländern erweitert wird, während unsere
östlichen Beziehungen durch Verträge mit
Korea und Madagaskar auf eiue breitere
Basis gestellt worden sind. Der neue Grenz
regulirungsvertrag mit Mexiko, eine Han
delsmarken - Convention und ein Supple
mentär - Auslieferungsvertrag mit Spanien
und eine Convention, welche die Dauer der
französisch - amerikanischen AnspruchS-Tom
mission verlängert, ist ferner bekannt gemacht
worden.
Der britischen Regierung wurde der auf
die Fischereien bezügliche Artikel des Wash
ingtoner Vertrages gekündigt, und die gegen
seitigen Privilegien und Ausnahmen unter
dem Vertrage gehen am 1. Juli 1885 zu
Ende. Die Fischerei-Industrien einer gro
ßen Anzahl unserer Bürger au den nördli
chen Küsten des atlantischen und Stillen
Ozecns verdienen die aufmerksame Pflege
CvngresseS. Wenn unsere LandSleute, die
Fischer sowohl, als die Fabrikanten von Fi
schereigerärhschasten und Zubereiter von Fi
scheretplodukten, mit ähnlichen Jndustr'te'a
anderer Länder in Conkurrenz traten, so ha
ben sie immer den ersten Platz behauptet.
Ich schlage vor, daß der Congreß eine Com
mission ernenne, um die allgemeine Frage
unserer Rechte in den Fischereien und die
Mittel zu erwägen, um unseren Mitbürgern
unter gerechten und dauernden Bedingungen
die reich mit Fischen besetzten Gewässer und
Robbengegenden von Britisch, und Russisch.
Amerika zugänglich zu machen.
ES hat sich eine Frage erhoben, die Ver
schiffung von Leuten aus den britischen Jn
j.ln nach Amerika betreffend, welche Personen
unfähig sii d, ihren Lebensunterhalt zu er
wktben und welche in gleicher Weise hier der
Gemeinde zur Last fallen. Diejenigen von
solchen Leuten, »elche unter die Klasse der
„Paupers" sollen, wie sie das Gesetz definirt,
sind den Verfügungen uusererGesetze gemäß,
zuivlg-schilti worden. Die brittische Regie
rn«« hat angeordnet, daß Vorkehrungen ge
lreffen worden find, wonach die Versendung
solcher anstößiger Leute nach diesem Lande
verhindert wird, wenn nicht von ihren Ver
wandten in diesem Lande deren fernerer Un
terhalt garantirt wird. Das Verfahren der
britischen Behörden, Maßregeln zur Abhülfe
zutreffen, hat fich jedoch in so vielen Fällen
als unwirksam erwiesen, uud besonders sind
erst kürzlich wieder arme Einwanderer über
die canadische Grenze in unserGcbiet gelangt,
daß eine Revision unserer Gesetze über diese
Angelegenheit räthlich erscheinen mag.
Tie Correspondenz im Betreff des Clayton-
Bnlwer-Vertrages ist fortgesetzt worden und
wird dem Congrefse vorgelegt werden.
Frankreich hat das Verbot gegen den Im
port von amerikanischen Schweinefleischwaa
ren zurück genommen. Dieses Resultat ist
nicht weniger den freundlichen Vorstellungen
dieser Regierung, als der wachsenden Ueber
zeugung in Frankreich zu verdanken, daß
juie Beschränkung nicht durch eine wirkliche
Gefahr für die Gesundheit bedingt wurde.
In Deutschland ist das Einfuhrverbot gegen
amerikanisches Schweinefleisch noch immer
in Kraft. Ich habe eine freundschaftliche Ein
ladung an die kaiserliche Regierung geschickt,
Sachverständige nach den Ver. Staaten zu
senden, um zu untersuchen, ob der Genuß
dieser Produkte der Gesundheit schädlich sei.
Diise Einladung wurde abgelehnt. Ich habe
die Sache jedoch für so wichtig gehalten, daß
die genauen Thatsachen festgestellt werden
sollten, und habe deshalb bekannt gemacht,
daß ich eine csmpetente Commission ernannt
habe, um eine gründliche Untersuchung vor
znnehmen. Deren Mitglieder haben ihren
Eemeinsinn bekundet, indem sie das Amt
ohne Vergütung übernommen, aber ich hoffe,
der Congreß wird die internationale Wich
tigkeit der Sache a!s genügenden Beweg
grund ansehen, um wenigstens für Entschä
digung der erwachsenen Kosten zu sorgen.
Rußland.
Die Krönung des Czaren in Moskau gab
dieser Regierung Gelegenheit, ihrer fort
währenden Freundschaft Ausdruck zu leihen,
indem fie eine Spezialgesandtschaftund einen
Vertreter der Flotte abschickte, der Ceremo
nie beizuwohnen. Obgleich sich während des
Jahres keine ernste Fragen erhoben haben,
welche den Status der amerikanischen Bür
ger, die anderen Glaubens find, als die rus
silche Staatskirche verlaugt, berühren, so
bleibt doch diese Regierung ihrer Ueberzeu
gung treu, daß die Rechte threr Bürger im
Äntlande keinenfalls durch ihren Glauben
bceivlrächtltjt werden sollten.
Wekindieii.
Wie man hört, stehr augenblicklich Ipa
nien im Begriffe, die Beschränkungen auf
zuleben, wilche jetzt unseren Handel mit
Cuda und Puerto-Rico belasten. Die Nähe
Cuba'S zu den Ver. Staaten und die eigeu
tljiiwltcheoMelhoden der Verwaltung, welche
dort herrschen, machen eine fortwährende
Dikknssion und beständige Apvellattoneu
unsererseits gegen da? Verfahren der Jnsel
behörden nothwendig. Ich bedauere, sagen
zu rrüssen, daß die gerechten Proteste dieser
Regierung nicht die geringsten Resultate ge
habt haben.
Tic Commission, welche ernannt wurde,
um gewisse Ansprüche unserer Bürger gegen
die spanische Regierung zu entscheiden, hat
fich endlich vertagt. Einige der Entschädi
gnngen sind noch nicht bezahlt, obgleich sie
schon vor länger, als zwei Jahren verfügt
worden sind. Deren baldige Berichtigung
wird erwartet. Ansprüche zu einem bedeuten
den Betrage mußten von der Commission
wegen mangelnder Jurisdiktion zurückgewie
sen werden; dieselben sind schließlich auf
diplomatischem Wege der spanischen Regie
rung unterbreitet worden. Da das Versah
ren der Kolonialbehörden, welches Veranlas
sung zu diesen Ansprüchen gegeben hat, zu
gestandenermaßen ungerecht war, so sollte
die volle Genugthuung unseren Bürgern
nicht ferner verweigert werden. Der Fall
der „Masonic" ist noch nicht erledigt. Das
Gericht in Manila hat gefunden, daß das
Verfahren, auf welches diese Regierung ihre
Beschwerden stützte, nicht autorisirt war,
nnd es wird gehofft, daß die spanische Regie
rung nicht die baldige Entschäoigung ver
weigern wird, welche ihr GerechtigkeitSge
fühl fie zn machen^, wirigen sollte wegen der
ungewöhnlichen und des ungerech
ten Verfahrens eines untergeordneten Kolo
nialbeamten gegen die Mannschaft dieses
Schiffes.
Ter Schweizer Bund hat die Umschließung
einer Klasse von internationalen Verträgen
vorgeschlagen, um ernste Streitfragen zwischen
verschiedenen Völkern an ein Schiedsgericht
zu verweisen. Diese Regierung hat sich be
reit erklärt, einen solchen Vertrag mit der
Schweiz abzuschließen.
Unter dem Berliner Vertrage sind allen
Fremden in Bulgarien Gewissensfreiheit und
bürgerliche Rechte garantirt. Da die Ver.
Staaten keine bestimmten couventiouelleu
Beziehungen zu jenem Lande unterhalten
und auch keine Theilnehmer an dem Ver
trage waren, so sollten sie einen diplomati
schen Vertreterin Sofia unterhalten, um den
amerikanischen Bürgern genügenden Schutz
angedeiheu zu lassen. Ich schlage vor, daß
man mich ermächtigt, eine Agentur und ein
Geueral-Kousulat in Bulgarien zu errichten.
Tie Ver. Staaten nehmen jetzt an einer
Revision des Tarifs der Türkei Theil. Sie
hüben ihre Zustimmung zu einer Licenzsteuer
auf Auiländer, welche in der Türkei Geschäfte'
machen, gegeben, aber sie haben sich gewei
gert. die drückende Lagergebuhr auf Petro
leum, welche dort eingeführt wird, anzuer
kei neu.
Die eghptische Regierung hat vorgeschla
gen, deß die Autorität der gemischten Ge
richte iu Egypten so weit ausgedehnt werde,
daß sie amerikanische Bürger erreicht, welche
ein Verbrechen begangen haben, und weiche
btthir vor Koosulargerichteu prozessirt wur-
ZLitwore. Md.. Mittwoch, den 5. Tesemhtr IW3.
den. Diese Regierung ist nicht abgeneigt,
die Veränderung zu acceptireu, glaubt icdoch.
daß die Bedinguugeu einer Commission un
terbreitet werdeu sollten, um die ganze An
gelegenheit zu revidiren.
Merlio.
Zu keiner Zeit waren innige und dauernde
Beziehungen zu unseremNachbarlaudeMexika
nothwendiger, alö gegenwärtig. Amerikani
sche» Kapital und Unternehmungsgeist strö
men nach jenem Lande. Diese» wird darge
than durch Das, wa» bereit» erreicht worden
ist. Die großen gegenseitigen Vortheile,
welche die weitere Entwickelung jeues Laude»
mit sich bringt, sind augenscheinlich. Der
Handels- und SchifffahrtSvertrag vou 1843
ist von der mexikanischen Regierung aufge
hoben worden, und iu der Abwesenheit vou
Verträgen sind dte Rechte unserer Bürger tu
Mexiko von den Landesgesetzeu jener Repub
lik abhängig.
Es sind Fälle von schroffer Vollstreckung
der Gesetze gegen unsere Schiffe und gcgeu
unsere Bürger in Mexiko vorgekommen, und
mau hat ihnen sogar verweigert, den Schutz
der Vertreter ihres Landes anzurufen. Die
einleitenden Schritte für eine bessere Ver
ständigung sind bereits geschehen, indem der
Congreß eine Commission ernannt hak. und
eiu Vertrag dem Senate vorliegt uud auf
dessen Ratifikation wartet.
Das Uebereinkommen, wonach die Trup-
Pen beider Länder dte Grenze überschreiten,
um feindliche Indianer zu verfolgen, ist um
ein weitere» Jahr verlängert worden. Die
Operationen der Truppen beider Regierun
gen gegen diese Wilden sind erfolgreich ge
wefen, und mehrere der gefährlichsten Banden
wurden gefangen oder zersprengt.
Tie Convention für die Neuvermessung
der Grenze vom Rio Grande bts zum Stillen
Ozean ist ratlfizirt. und die Prälimiuar-
Sttpulationeri sind ausgeführt. Der Con
greß hat jetzt Verfügungen zu treffen, um die
Vermessung durchzuführen und die gehörigen
Grenzsteine zu fetzen.
Am 13. Juli 1882 wurde eine Convention
mit Mexiko abgeschlossen, welche etne Wie
deröffnung der Fälle von Benj. Weil und der
„Abra Silberminen-Comp." verfügt. Diese
Convention tst noch nicht ratifizirt. DieExeku
ttve hat unterdessen eine Auszahlung der
von Mexiko bezahlten Gelder verboten.
Unsere geographische Nähe zu Ceuiral-
Amerika und uusere politischen und commer
zielleu Beziehungen zu deu Staaten jenes
Landes rechtfertigen uach meinem Ermessen
solch' eine materielle Zunahme des Konsular-
Corps, daß jede Hauptstadt etuen General-
Konsul erhält.
Ehile und Peru.
Der Kampf zwischen Boltvia, Chile und
Peru tst von strategischen Fetndseligkettzn in
das Stadium der lluterhauolung getreten,
bei welcher diese Regierung die Parteien be
rathen hat. Chile hat setue Forderung der
Abtretung eines gewissen Geluetsthetles auf.
recht erhalten, und dieselbe tst von der Parret
des JglefiaS iu einem Friedensverträge an
erkannt worden. Al» Resultat diese» Frie»
densschlusses ist Gen, JglefiaS von Chile for
mell als Präsident vou Peru ane-kanul u d
in Lima installirt worden. Gen.
hat etne Wahl auf den 13. Januar ausge
schrieben, und die an diesem Tage erwählte
Constituante soll am 1. März in Sitzung
treten. Mittlerweile hat dte Regierung des
JglefiaS um Anerkennung nachgesucht, so
bald der Wille des peruanischen Volkes kuud
geworden ist, werde ich uichl zögern, die Re
gierung anzuerkennen.
Diplomatische uud maritime Vertreter un
serer Regierung waren bet der Feier von
Bolivia's hundertjährigem Geburtstag in
Caracas anweseud. Bei jener Gelegenheit
wurde iu der Hauptstadt vou Venezuela eine
Statüe Washington'« enthüllt, was be»
weist, wie sein Andenken dort geehrt wird.
Der Cougreß hat tn seiner letzten Sitzung
die Exekutive ermächtigt, der Regierung vou
Venezuela eiue Wiedereröffnung der gemisch
ten Kommission vorzuschlagen. Diese Re
gierung ist der Ansicht, daß, bis ein Vertrag
tn dieser Angelegenheit abgeschlossen ist, die
Regierung von Venezuela fortfahren muß.
dte unter dcm Vertrage vou 1866 vereinbar
ten Zahlungen zu leisten.
Bei der Krönung Sr. Majestät de« König»
Kalekaua war diese Regierung diplomatisch
und durch Kriegsschiffe vertreten.
Dte Frage der Kündigung des Reciprozi»
tatsvertrageS liegt jetzt dem Congrefse vor.
Ich bi« überzeugt, daß dte Anklagen, daß
Mißbränche und Betrügereien unter dtefem
Vertrage vorgekommen feien, übertrieben
worden sind, und Ich erueuece deu Vorschlag
meiner letzten Botschaft, den Vertrag zu oer
bessern, woimmer die Verfügungen sich drük
kend sür den legitimen Handel erwiesen ha
ben. Ich bin nicht geneigt, eine Kündigung
des ganzen Vertrags zu empfehlen, welcher
beiden Ländern von Vortheil gewesen tst.
In Uebereinstimmung mit der Politik die
ser Regierung, den Verkehr mit östlichen
Völkern anszudehueu, sind während des letz
ten Jahres Gesandlschafteu in Pörsten, Siam
und Korea errichtet worden. Es ist wahr
scheinlich, daß permanente Gesandtschaften
dieser Länder in sehr kurzer Zeit in den Ver.
Staaten unterhalten werden. Eine Spezial
gcfandtschaft von isiam ist jetzt hierher un
terwegs. Vertragsbeziehungen mit Korea
wurden am 19. Mai d. I. in Seoul vervoll
ständigt und die Verträge ausgewechselt.
Gesandte des Königs Tah Chosuu haben die
ses Land besucht und sind herzlich empfangen
worden.
Elilna.
China hat durch Zahlung eiuer Geldeut
fchäbtgling erneu lauge schwebenden Anspruch
beglichen, und ich hoffe, daß der Rest der
Forderung eben so prompt erledigt werden
wird. Fragen haben sich erhoben, welche die
Rechte amerikanischer und anderer ausländi
scher Fabrikanten in China unter den Ver
trägen, welche den Ausländern gestatten,
ihre Gewerke in jenem Lande zu betreiben,
berühren. Ueber diesen speziellen Punkt
schweigt unser Vertrag, doch unter der Wir
kung der Meistbegünstigung« Klausel haben
wir dieselben Privilegien, als die anderen
Mächte. Während es die Pflicht der Regie
rungist, darauf zu sehen, daß unsere Bürger
jede Wohlthat der Verträge zum vollen Maße
genießen, bezweifle ich die Thuulichkeit» daß
diese Regierung sich bei einer Bewegung,
China zu zwingen, unsere Auslegung zu ac
ceptireu, an die Spitze stelle» sollte, zumal
wir eigentlich nur eiu indirekte» VertragS
recht zu erzwingen haben. Die Uebertraguug
von amertkanischem Kapital uach China sür
die Beschäftigung chinesifcher Arbeiter würde
tn der That eine Competition für die Con
trole von Märkten erzeugen, welche jetzt von
unserer einheimischen Industrie versorgt
werden.
Es ist guter Grund vorhanden, zu glau
ben, daß das Gesetz über die Beschränkung
der Chinesen-Einwanderung verletzt worden
ist» und zwar durch die chinesischen Beamten,
denen die Pflicht obliegt, den Cinwandereru
der ausgenommenen Klassen die erforderli
chen Certifikareauszustellen. Maßregeln siud
getroffen worden, nm die Thatsachen festzu
stellen, uud mau erwartet, daß die chinesische
Regierung deu Ver. Staaten in diesem jjalle
die Unterstützung nicht versagen wird.
Die Rückgabe des Restes des Cantoner
wird empfohlen. Der
Fond beträgt ictz! §300,000.
Die Frage einer allgemeinen Revision der
auswärtigen Verträge Japau's ist ru einer
internationalen Couferenz in Betracht gezo
gen worden, aber man ist noch zn keinem
Resultate gekommen. Di se Regierung ist
geneigt, den Wünschen Japan's zu entspre
chen, daß man e« seine eizeuen Zollsätze ma
chen lassen soll.
Liberia,
Durch unsere Gesandten iu Loudou und
Monrovia hat diese Regternug versucht, der
Republik Liberia ihre Streitigkeiten mit
Großbritannien zu vermitteln, soweit die
Nordwestgrenze der Republik in Betracht
kvllmt. Es tst alle Aussicht vorhanden, daß
die Sache duxch einen Compromiß erledigt
und dte Maunah »Linie als Grenze acceptirt
wird.
Ta« reiche und volkreiche Thal des Con.zo
wird dem Handel durch eiue Gesellschaft er
öffnet, welche sich dte „International Afci
can-Asioc." nennt, und von welcher der Köllig
der Belgier Präsident und etn Bürger der
Vcr. Staaten erster Beamter ist. Dem Ver
ein find große Lönderstrecken abgetreten war
der, Straßen sind eröffnet, Dampfboote be
fahren den Fluß, und Staaten beginnen, iich
zu bilden. Tie Zwecke der Gesellschaft si id
philanthropisch. Dieselbe bezweckt kerne per-
Mimevtc politische Controle, sucht jedoch, die
Neutralität des FlußthaleS aufrecht zu er»
balteu. Die Ver. Staaten können diesem
Werke xegevüber nicht indifferent bleiben.
Es dürfte räthlich fein, mit anderen Handel«»
Völkern gemeinfame Sache zu machen, um die
Rechte des Handels uud der Niederlassung tm
Congo-Thale zu wahren.
Iu Anbetracht der Häufigkeit von Einla
dungen fremder Regierungen zur Betheili
gung au wissenschaftlichen und anderen Ver
sammlungen, um wichtige Angelegenheiten
zu besprechen, wiederhole ich deu Vorschlag
meiner letzten Botschaft, der Exekutive dis
kretionäre Gewalt zu ertheilen, um Delega
ten zu solchen Versammlungen zu eruesnen.
Fähige Spezialisten sind bereit, ohne andere
Entschädigung, al« Ersetzung der Reisekosten
zu dienen; eine verhältmßmäßig geriuge
Verwilligung würde ausreichen.
Wiekervergeltung.
Ich babe in meiner letzten Botschaft auf
die schädlichen und vexirenden Beschränkun
gen hingewiesen, welchen unser Handel in
Spanisch » Westindien unterworfen wird.
Brasilien, dessen natürlicher Vertriebsort
seines großen Hauptstapels, des Kaffee's, die
Ver. Staaten sind, legt etne schwere Aus
fuhrsteuer auf diese« Produkt. Etne eben 112«
engherzige Politik wird in anderen amerika
nischen Ländern befolgt.
Uoser Petioleum-Export wird in der Tür
kei und audereri orientalischen Häfen durch
Lagerhaus Beschränkungen und drückende
«teuern geschädigt, und die Ausfuhr unserer
Nahrungsmittel ist an einrgeu Orten ähnli
chen Beschränkungen unterworseu. Gegen
diese Beschränkungen ist iu deu Reciprozitä!«-
Verträgen nicht immerVorkchrung grtroffen.
Ist eS nicht rathsam. irgend welche Wieder
vergellungSmaßregeln in unferemVerhältniß
zu Regierungen zu ergreifen, welche in sol
cher Weise gcgeu uns diScriminireu? Wenn
z. B> die Exekutive ermächtigt würde, gegen
spanische Schiff? von Cuda und Porto Rico
dieselben Beschränkungen und dieselbe Be
handlung durch Strafen für technische Ver
sehen tn Anwendung zu bringen, welche auf
unsere eigenen Schisse uud Ladungen in den
AutlUeri angewendet werden, so würde diese»
Verfahren ohne Zweifel gute Resultate er
zielen. Eiue diskretionäre Autorität über
die Einfuhr von VerbrauchSartikeln, welche
der Gefundheit schädlich siud. köuute ebenso
wohl mit Vortherl in uuierem Verkehr mit
solchen Ländern ausgeübt werden, welche un
billiger Weise gegemuusere Nahrungsmittel
dlscriminiren.
Ter vertcht det Schayamt« Sekretär«
giebt etne erschöpfende und interessante Ueber
sicht der finanziellen Lage des Landes. Nach
demselben beläuft sich die Gefammtfumme
der Einnahmen im verflossenenFiskal-Jahre
bts zum 30. Juni 1883 aus H3!)6,L87,581.95,
von denen H 214,706,496.93 durch Zollabga
ben, H 144,720,368.98 durch Jnlaudsteueru
aufgebracht wurden; der Verkauf öffentltch r
Ländereien brachte H 7,955.864 42; die Be
stkuernng der Depositen und ver ctrkal»rend-n
National-Bankuoten H9,III,008.85; der Ge
betlug tz 4,460,205.17, der aus anderen
Quellen DielaufendeuAus
gaben betrugen für den Civildisust H2Z.343,-
285.76, für den internationalen Verkehr
H 2,410,275.24, für Unterhaltung des India»
ner-Büreaus sür Pensionen
566,012,573.64.
Für das Militärdepartement, einschließ,
lich der Verbesserungen von Arsenalen, Hä
fen und Flüssen.wurden H48,5i1,382.93 und
für da» Flotlendepartemerrt. einschließlich der
Schiffe, Maschinen und Verbesserungen der
Schiffsbauhöfe, tz 15,283.437.17 ausgegeben.
Tie AuSgabeu für öffentliche Gebäude»
Leuchtthürme und Eintreibung der Jnland
steuern stellten sich auf §40,098,432.73. Die
Ausgaben für den Distrikt Columbia betru
gen 48. An Zinfcrr der Natto
nalfchnld wurden tz 59,160,131.25 bezahlt.
Von dcm Mehrbeträge der Einnahmen in
Höhe von §132,879.444 41 uebst D 1,299,»
312.55, welche aus dem Baarvorrath de?
Schatzamtes entnommen wurden,im Ganzen
alfa §134,178,756.96, wurden zur Einlösung
von Schuldfchcinen §44,850,700 00, von klei
nem Papiergelde §46,550 96, vou der zu 3t
und August 1861 zu Prozent verlänger
ten §20,594 600.00 aufgenommerr; von
der Anleihe von 1907 §1,418,850 00, von
der sundirteu Anleihe von 1881 §719,150;
von der Februar.Anleihe von 1861 §18,000;
von der 1361 er Juli- u. Aug.-Anleihe§266,-
600; von der März-Anleihe 1863 §115,850;
vou der Juli-Anlerke von 1882 §47,450; von
den fünfZwanzigern v 1862 §10,300; von den
fünf Zwauzigern von 1864 §7500; von den
fünf Zwanzigern von 1865 §9600; von den
zehn Vierzigern vou 1864 §133,580; Confal»
von 1865 §40,800; CousolS von 1867 §2?Z,»
700; Consols von 1868 §154,650; von der
Cerusikate §109,150 und .Ol» Demand"
ZinseSzins-Scheiue und andere Noten §13,»
300.
Tie Einnahmen, welche sich für da« Vier
teljahr bi» zum 30. September 1833 auf
§95,966,917.03 beltefeu. werden für die an
deren drei Vierteljahre bi» 1. Juli 1884 auf
§247,033,082.97 veranschlagt-
Tie wirklichen uud veranschlagten AuZga»
ben sür dieselbe Periode sind sür das mit dem
30. September endende Quartal §67,942,-
Voranschlagnng §l ig,057,'909.67, Gesammt
eivnahme in Wirklichkeit und nach Vorau»
schlagnng §343,000,000. GesammtauSgabeu
in Wirklichkeit und nach Veranschlagung
§258,000,000. Ueberschuß §85.000.000 ;
fällig für den Tilgungsfond §t5,81>i,74l 07,
Verbleibt ein Reinüberschuß von §39,183.
258,93.
Falls die Revenuen für das mit dem 30.
Juni 1885 endende Jahr aus der Basis der
in Kraft bestehenden Gefetze veranschlagt
werden, so ist der SchatzamlSsekretär der An
ficht, daß die Einnahmen um §60,000,000
größer feiu werden, wie die gewöhnlichen
Ausgaben, einschließlich des dem Tilgungs
fond zufließenden Betrage». Bisher ist der
Ueberschuß so rasch, wie er sich aufsammelt,
zur Tilgung der Nattoualschuld benutzt War
den. Tie prozent'gen Obligationen im
Betrage von 250 Millionen und die 737
Millionen Vierprozentizer sind nicht vor 1891
und 1907 zahlbar.
Sollte sich 'dte Veranschlagung des Ueber»
fchusseS als richtig erweisen, würden die drei
prozentigkn Bonds wenigstens vier Jahre
früher eingelöst werden können, als dte
44,prozeutigen znr Etnlöfung gelangen könn
ten. Wenn der Ueberschuß sich in derselben
Weise vermehrt, könnten die Letzleren bei'm
Fälligkeitstermine eingelöst werden nnd das.
Geld für die vierprozeutigen würde manches
Jahr im Schatzamte liegen, ehe diese fällig
werden.
ES sind aber wichtige Gründe vorhanden,
weSbalb die Nativnalschuld nicht so schnell
getilgt werden sollte; der Hauptgrund ist der,
daß eiue solche Schnelligkeit nur durch über
mäßige Besteuerung erreicht werden kann.
In einer an den letzten Congreß gerichte
ten Zuschrift empfahl ich, daß alle Accife-
Steuergefetze abgeschafft werden sollten,außer
denen, welche sich auf defitllirte Spirituosen
beziehen, und daß ferner bedeutende Reduk
lionen in den Revenüen aus Zöllen g?macht
werden sollten. Etn Statut ist iszwlfcheu iu
Kraft getreten, wodurch dte jährlichen Zoll
einnahmen der Regierung um wenigstens
fünfzig oder fechszig Millionen Dollar« be
schnitten werden. Während ich nun nicht
daran zweifle, daß weitere Reduktionen w-is
lich gemacht werden köunnr. fo rathe tch doch
uichl dazu, in dieser Sitzuug Maßregeln zu
ergreifen, welche die. National - Reoenüen
erheblich vermindern. Die Resultate der tu
der letzten Sitzung des Congresses erlassenen
Gesetze siud noch nicht genügend zu Tage ge
treten, um eine radikale Revision oder durch
gängige Modifikation der bestehenden Gesetze
zu rechtfertigen.
In der Zwischenzeit» welche verstreichen
muß, um die Wirkuugeu der Akte vom 3.
März 1883 endgültig festzustell?n, köuute
wenigsten« ein Theil de« Uebcrschnsse« der
Revenuen weislich dazu verwendet werden,
unsere lange vernachlässigte Flotte zn rehabi»
litiren und unsere Küsteuvertheidignug zur
Beschützuug unserer Häfeu zu verbessern.
Ties ist etne Sache, auf die ich später
wieder zurückkommen werde. Eng mit dem
Fivanzthema» welches gerade behandelt wer
den ist, verbunden ist die wichtige Frage,
welche Gesetzgebung bezüglich de« National-
SorrantS geboten ist.
Ter Gefammibktrag der Obligationen,
welche jetzt al« Garantie für die National-
Bcnk - Cirkulation im schatzamte depouir
find, ist §350,000.000. Beinahe §200.-
tOO,OOO dieses Betrog?« bestehen au« Drei
trozertigen. welche, wie ich schon bemerkt
habe, noch Belieben der Regierung zahlbar
find nnd voraussichtlich innerhalb vier Jah
ren eirgezogeii werden, wenn nicht inzwischen
der Ueberschuß der Revenuen vermindert
wird. Tie wahrfcheinltche Wirkung einer
so outgedehnten Zurückziehung der Sicher
heitev. welche die Basis der Nationalba?.!-
Cirkulaiiou bilden, würde eine solche Ver
minderung de« Volumens des CourantS sein,
um in der Handelswelt schlimme Verwicke
lungen zu erzeugen. Wie kann diese Gefahr
vermieden werden? Der wirksamste Plan,
und der, dessen Annahme ich bei der ersten
tbunlichen Gelegenheit warm befürworten
werde, ist fchou bezeichnet worden.
Wenn die Revenüen in den nächsten vier
Jahren mit den Ausgaben tm Allgemetueu
in verhältnißmäßiger Höhe gehalten werden
follen, so wird das Cirkulation«-Volumen
keine materielle Störung erleiden. Aber
wenn andererseits eine bedeutende Verzöge
rung in der Reduktion der Besteuerung ein
tritt, so wird e« nothwendig werden, an
Stelle der Natioualbanknoten irgend eine
andere Form von Courant zu substttuiren
oder wichtige Veränderungen der Gesetze
vorzunehmen, welche ihre Cirkulation jetzt
controliren.
Nach meiner Anficht ist da« letztere Ver
fahren bei Weitem vorzuziehen. Ich lenke
Ihre Aufmerksamkeit auf dte sehr interessan
ten und wohl durchdachten Rathschläge, wel
che über diesen Gegenstand tm Berichte des
Sekretärs gemacht werden.
Die Einwände, welche er gegen die An
nahme irgend welcher anderen Sicherheiten,
als die Regierung« - Obligationen selbst, als
Grundloge sür die National - Bank-Cirkula
tion macht, scheinen mir uuübersteigbar zu
fein.
E« siud bis jetzt zur Abwehr der drohen
den Comraktion zwei Wege vorgeschlagen
worden, von denen einer sowohl, wie der
andere vielleicht dem Zwecke entspricht. Der
eine ist die Ausgabe neuer Obligattonen,
welche erst in vielen Jahren eingezogen wer
den können, eine niedrige Zinsrate tragen
und unter gewissen Bedingungen gegen die
jetzt ausstehenden etngewechfelt werden kön»
nen. Der andere.Plan, welcher mir als der
bessere vorkommt, ist der Erlaß eines Gesetzes,
welche» die Cirkulattonösteuer widerruft und
deu Banken erlaubt, Noten zu einem Betrage
auszugeben, der !>0 Prozent des Marktwerthe«
der depouirten Obligationen und nicht, wie
jetzt, dem Nennwerthe gleichkommt. Ich
stimme mit der Anficht des Sekretärs über»
etn, daß die Annahme dieses Plane« die nö
thige Abhülfe gewähren würde.
Ter „Trade Dollar" wnr-e sür den Han
del solcher Länder geprägt, in denen Silber
nach dem Gewichte und der Feinheit gewer
thet wird. Er hatte nie eine „Legal-Ten
der-"Eigenschaft. Große Massen dieser Mün
zen gerietheu aber in unfer Courant-Volu
men. Nach einem allgemeinen Ueberein
kommen hat ihre Cirkulation im einheimi
schen Handel aufgehört, und sie sind so etn stö
rendes Element geworden, sie sollen nicht
länger iu unserem Tonrant-System Slöi-un
gen verursachen, uud ich empfehle, daß Maß
nahmen sür die Einziehung derselben durch
das Schatzamt und die Münzämier als Bul
lion zu einem geringen Prozentsatz ü'iec den
gegenwärtigen Marklprei« von Silber glei
cher Feinheit getrosseu werden.
Der Schatzamtsfekretör räth zu einer Con
soltdirnng gewisser Zolldistrikt? de» Landes
und empfiehlt, daß der Präsident tti Bezug
hierauf in gleichem Maße ermächtigt werde,
wie er es in Hinsicht auf die Jnlandsteuec-
Collektorerr durch Abschnitt 3141 der revidir
teu Statuten ist. Die Stattstiken über die
sen Gegeustand. welche.in seinem Berichte
enthalten sind, liefern allein ein Argument
zur Vertheidigung seiner Ansichten.
Bei der Vertagung de» Congresses gab es
126 Jnlandsieuer-Collektionsdistrikte. Ich
verfügte in einer vom 26.Juui 1883 datirten
Exekutiv-Ordre die Couiolidirung gewisser
Distrikte. Das Resultat war eine Reduktion
von einem Drittel ihrer' Zahl, welche gegen
wärtig nur 83 beträgt.
Aus dem Berichle de« Kriegssekretär» ist
erfichrlich, daß nur in einem einzigen Falle
etne Störung des friedlichen Verhalten» un
serer Jndtanerstämme stattfand. Im letzten
März machte eine kleine Jndianerbaude von
Mexiko aus etnerr Einfall tn Arizona und
wurde vom General Crock bi» in die Ge
birgkregion, aus welcher sie gekommen war,
verfolgt. ES tst zuversichtlich zu hofs-n, daß
Besorguiß erregende Ausbrüche nicht wieder
eiulrelen und dle Jndtanerstämme, welche
feit vielen Jahren den Westen in Aufregung
verletzt habeu. fernerhiu sich ruhig verhalten
werden.
Ich lenke Ihre Aufmerksamkeit wiederholt
auf den gegenwärtigen Zustand unserer au»-
gedehntim Seeküste. an welcher so viele große
Siädle, dereu Reichthum und Wichtigkeit
sür da« Land znr Ktiegsz-it einen Angriff
modern ausgestatteter Kriegsschiffe, gegen
welche unsere primitiven Vertheidigungs
werke keinen genügenden schütz gewähren
könnten, geradezu herausfordern würden, lu
gen. Tiefe Werke wurden vor Einführung der
modernen gezogenen schweren Geschütze in
der Kriegführung zu Wasser gebaut, und
wenn sie nicht genügend in Stand gesetzt
werden, so könueu wir leicht durch eine feind
liche Möcht, welcher wir bedeutend überlegen
find, empfindlich gedemüthigt werben. Ja
Verbindung hiermit lenke ich Ihre Aufmerk
samkeit auf die Wichtigkeit der Vervollstän
digung unserer unterseeischen Torpeso-Ver
iheidignngsmlttel. Die Behörde, welche vom
letzten Congrefse antorifirt wurde, über die
Methode zu berichten, welche für die Fabri
kation von zur moderneu Kriegführung ge
eignetrm Material angenommen werden
sollte, hat die hauptsächlichsten Eisen- und
Stahlwerke in diesem Lande und in Europa
besucht. ES steht zu hoffen, daß es bald be
richten und der Congreß daraufhin in der
Lage lein wird, sür passende Gelegenheiten
nnd Einrichtungen zur Fabrikatton folcher
Geschütze Sorge zu tragen, wie sie jetzt un
bedingt nothwendig sind.
Ler verschiedenen Gelegenheiten haben
während des vergangenen Jahres auf den
Wunsch der Staatsbehörden Offiziere der
Armee ihre Milizlager besucht, um die Trup
plu zu inspiziren. Den Berichten dieser Be
amten noch bin ich geneigt, zu glauben, daß
die Förderung von StaatSmiliz - Organisa
tionen durch die Bundesregierung sehr zu
sricdenstkllende Resulrate im Gefolge haben
und sie in Stand fetzeu würde, in plötzlich
eiuirrtenden Nothfällen über eine große tn
militärischen Uebungen geschulte Mannschaft
zu verfügen.
Der Flottensekretär berichtet, daß unter
den Akten vom 5. August 1882 und 3. März
1883 die Verstärkung unserer Flotte durch
den Bau moderuer schiffe ernstlich in An
griff genommen worden ist. Drei Kreuzer
sind tm Baue begriffen, die „Chicago" mit
4500 Tonnen Gehalt und die „Boston" und
„Ailanra" von je 2500 Tonnen, sie werden
aus Stahl und, dem Gesetze entsprechend,
stark hergestellt und tn Bezug auf Schnellig
keit, Ausdauer und Ausstattung den besten
nicht gepanzerten Schispu anderer Nationen
gleichkommen. Ein viertes Schiff, der „Del
vhin," fell aus demselben Material herge
filllt werden uud der Flotte alö Depeschen-
Boot dieneki.
Die doppelthürmigen Monitore„P!iritan,"
..Amphitrite" und siud ans dem
Delaware Flusse vom Stapel gelassen und
ein Contrakt zur Lieferung der Maschinen
vergeben worden. Ein gleicher Monitor, der
..Monadnock," wurde in Califoruien vom
Stapel gelassen.
Die Flotteu-Berathungs-Behörde und der
Sekretär empfehlen die Fertigstellung der
Monitore, den Bau von vier Kanonenbooten
und drei weiteren Stahlschrffeu. wie die
„Chicago." „Boston" und der „Delphin."
Der Sekretär dringt de? Weiteren al»
wichtige Vertheidiguugömaßregel auf dte
unverzügliche Herstellung einer inländischen
Küstenlinie von Wasserstraßen durch die
Halbinsel Florida, von da die Küste entlang
noch der Hamptoner Rhede, zwischen der
Chefapeake-Bai und dem Delaware-Flnfse.
uud durch Kap Cod. Ich fühle mich verpflich
tet, die Aufmerksamkeit de» Cougresse» auf
die Nothwendigkeit der Fortsetzung der Re
construktion unserer Flotte zu lenken. Der
Zustand de« öffentlichen Schatze« macht, wie
ich schon bemerkt habe, die gegenwärtige
Zeit zu einer sehr günstigen, um dieleo Theil
dcs TieufieS in Stand zu setzen. Es ist kei
neswegs unsere Politik, eine Flotte zu schaf
fen und zu unterhalten, welche es mit deueu
der anderen Großmächte der Welt aufnehmen
könnte. Wir habeu kern Verlangen uach frem
den Eroberungen, uud der Friede, den wir
schon lange genossen haben, ist anscheinend
tn keiner Gesahr, gestört zu werden. Aber
kein patriotischer Bürger würde zögern, mir
darin beizustimmen, daß unsere Stärke zur
See genügend feiu sollte, um unsere Häfeu,
unfere HandelSiuteresseu und unsere natio
nale Ehre zu beschützen.
Da« Poftwesen.
Ter Bericht de« Geueral-Postmeister« ent
hält eiue befriedigende Darstellung de« Hu
staude« uud der Aussichten diese« interessan»
ten Zweige« des öffentlichen Dienste«, der
ihm auverlraot ist. E« ist ersichtlich, daß
am 30. Juni 1883 dte Gesammtzahl der Post-
Büreaux 47,683 betrug, von welchen 163?
wäbrend de« vorhergehenden Fiskaljahres
etablirt wurden. Die Zahl der Büreaux,
welche da» System der freien Ablieferung
einhalten, betrug 154. Iu diesen Letzteren
betrug das Porto auf Lokalsachen 14,1!»5,230
52 Cts., eine Summe, welche um tz!,021,-
894.01 die Gesammtkcsten des TrägerdtensteS
im Lande übersteigt.
Tie Postrate auf gewöhnliche Briefe, die
durch diese Büreaux gehen, ist durch Gefetz
auf 2 Cent« pro halbe Unze und Theile davon
festgesetzt. In Büreaux, wo der Trägerdienst
nicht eingeführt worden, ist die Rate nur
halb so groß.
Man wird sich erinnern, daß in 1363, als
frZie Ablieferung zuerst gesetzlich eingeführt
wurde, die gleichmäßige einsache Postrate
auf Lokalbriefe nur 1 Cent betrug, und so
verblieb es bis 18"2, zu welcher Zeit in sol
chen Städten, in denen man den Trägerdienst
einführte, dieselbe erhöht wurde, um die ver
mehrte Ausgabe für solcheu Dieust zu decken.
Es scheint mir, daß die alte Rate jetzt ohne
Nachtheil wieder eingeführt werden kann,
und Das fogar aus die Gefahr hin, daß die
Einnahmen für Lokalbriefe eiue Z«it laug
vermindert werden.
Ich kann keinen Grund sehen, warum ge
rade diese Klaffe Postsachen für die ganzen
Kosten nicht uur ihrer eigenen Einsammlung
und Ablieferung, sondern auch für die Ein
sammlung und Ablieferung aller anderen
Massen auskommen soll, und ich bin nach
reiflicher Ueberlegnng davon vollkommen
überzeugt, daß die Reduktion des Portos eine
solche Zunahme in der Verschickung vou
Postsachen zur Folge hätte, daß nur geringer
und temporärer Ausfall in den Einnahmen
der Postbüreaux entstehen würde. Der Ge
ueralpostmeister widmet einen großen Theil
seines Berichts der Erwägung des Verhält
nisses der Regierung zum Telegraphen nou
verschiedenen Seiten. Soweit ich seit niet
ner letzten Jahresbotschaft über diesen Ge
genstand nachgedacht habe, sche ich keinen
Grund, meine Ansichten, welche ich in der
selbcn den Empfehlungen des damaligen
Postmeisters gegenüber ausdrückte, zu än
dern. Ich diu dem Projekte abgeneigt, daß
die Regierung über deu Telegraphen dieselbe
Coutrole ausübeu sollte, welche sie über die
Post ausübt.
Wenn auch zugegeben würde, daß ihre
Autorität vou vorn herein so weitgehend
ist, wie zu irgeud einer Zeit beansprucht
worden, so würde eS doch nach meinem
Ermessen ein unweiser Gebrauch dieser Au
torität sein, die Controle der bestehenden
Tclegravhenlinien durch Ankauf oder auf
andere Welse zu übernehmen oder andere zu
dem Zwecke zu errichten, um mit Pcioaluu
tern.hn'.eu in eine allgemeine Conkurrenz zu
treten.
Tie Einwände, welche mit Recht gegen
irgend eines dieser Projekte und tatsächlich
gigcn irgendeinLystem, welches eine enorme
Vermeh'.mg der CivildienstUste benöthigeu
würde, erhoben werden können, finden jedoch
nicht auf manche der Pläne, die iu letzter Zeit
das öffentliche Utlheil und Besprechung h.'r
ouegefordert haben, Anwendung. Es ist zum
Bespiel geltend gemacht worden, daß der
Cc> greß deu Generalpostmetster weislich au
leiisiren könnte, mit irgend welchen Privat
personen oder einer Corporation zur Beför
derung von Depeschen oder doch einer gewis
sen Klasse vouDepescheri zu spezifizirteu Raten
und unter der Beaufsichliguug der Regierung
eiuen Contrakt abzuschließen. Verschiedene
solcher Pläne, welche alle deu gleichen Cha
rakter im Großen tragen, aber in ihren Eia
zelvheiten verschieden sind, wurden in öffent
lichen Druckschriften vorgeschlagen, und die
Argumente, welche zu deren Unterstützung
aufgeführt worden find, habeu ohne Zweifel
Ihre Aufmerksamkeit erregt.
E« ist wahrscheinlich, daß diese Angelegen
heil der Gegenstand Ihrer Berathung in die
ser Sitzung sein wird. Die Natur der Dinge
involviit so viele detailirte Fragen, daß ihre
Berathungen vielleicht ourcheinigeÄudeutun
gen, die ich zu machen habe, gefördert werden
winden. Ich bin der Ansicht, daß die Regie
rung durch ein Gesetz auloristrt werden sollte,
in irgend einer Weise eine Controle über
zwischenstaatliche telegraphische Mittheilun
gen auszuüben, und spreche die Hoff.iung
aus, daß zu diesem Zw.cke eine Maßuih ne
gesurd,n werde, die ihren Betfall fiuven
wird.
TerGei eralanwall kririfirt in seinem 3e
lichik sie Votschnfien cer iu Kraft befici wi
chen Gesetze in Bezug auf die Gebühren der
Geschworenen nnd Zeugen iu Bundesgerich
ten. Diese Vorschriften siud hauptsächlich
in der Akte vom 2V Februar 18N enthal
ten, doch stammen auch viele derselben von
Gesetzen, die bereit« Jahre zuvor angenom
wen wurden. Es ist augenscheinlich, daß
solche Gebühren, welche, als diese Gesetze er
lassen wurden, sür gerecht und genügend ge
hallen wurden, in manchen Fällen für die
jetzige Zeit als ungenügend betrachtet wer
den müssen. Ich stimme mit dem General
anwalt dahin übcrein, daß die Gesetz-,
welche diese Gebühren regulirten, reoidirt
werden sollten. Dasselbe follle mit den Ge
setzen geschehen, welche die Einkünfte der
Dlstrikisanwälle und BundeSmarschälle feü»
fetzen. Diese Beamten sollten durchgängig
ein feste« Salär erhallen, und ihr Einkom
men nicht, wie jetzt, theilweise au« Salär
und theilweise aus Gebühren bestehen. Eine
solche Aenderung würde sicherlich eine ökono
mische Maßnahme sein und das Anhängig»
machen endloser und drückender Prozesse en»
den, welche oft, wie in manchen Fäileu zu
süiünen ist, nur des persönlichen
Holder angestrengt wuroen.
Viele interessante und verschiedene Jnfor
n oiionen sind in dem Berichte des SckceiärS
des Innern enthalten. Besonder« lenke ich
Jbre Aufmerksamkeit auf seine Vorschlag ein
Biziig aus die Jndiauer-Frage; aus feinen
Vorichlllg, die PräemtionS- u«d Forst Kal
rur Akte zu widerrufen und bessere Gesetze
zur Verhinderung von Schwindel unter d-rr
Pei sior Sgesitzen zu erlassen. Die Gesetze,
»e'.che die Strafen sür PensionZ-SchwiuZe.
leitn festsetzen uud die Gesetzes-Uebenrerun
gen und Verbrechen desiutreu. könnten ohne
Zweifel durch gewisse AmeudementS und
Zusätze, welche der Wekrelär vorschlägt, wirk
sawer gemacht werden.
Ich habe schon früher auf die alarmlrende
Unwissenheit, welche in einzelnen Theilen
des Landes herrscht, hingewiesen und lege
dem Congreß auss Neue die Frage zur Be
gutcchtung vor, ob nicht in solchen Fällen,
wa »mgenLgcnde Vorbereitungen zu einer
vffewlicheu Elemeutar-Erziehung existiren,
die Hülfe der Bundesregierung zweckmäßig
Die Utah Commission hat dem Sekretär
des Innern ihren zweiten Jahresbericht vor
gelegt. Als Resultat ihrer Arbeit, die Füh
rung einer Controle über die kürzlichen Wa
hlen in diesem Territorium—den Bestimmun
gen der Akie vom 22. März 1882 gemäß
stillt es sich heraus, daß Personen, welche
durch diese Akte ihres SttmmrechlS verlustig
gehen, in der Anzahl von ungesähr 12,000,
von den Stimmplätzen weggehalten wurden.
Diese Thatsache ist indessen durchaus nicht
erfreulich, und fürchte ich, daß sie noch lange
nicht auf einen Fortschritt in der Ausrottung
der Polygamie hinweist. Alle erwählten
Mitglieder der Legislatur sind Mormonen,
und es unterliegt keinem Zweifel, daß sie
sür eine Institution, gegen welche die Regie
rung ankämpft, Sympathie hegen und die
Anstrengung der Regierung iu dieser Hin»
ficht wahrscheinlich mehr Opposition, wie
Unterstützung finden wird. Selbst, wenn
diese Voraussetzung glücklicher Weise eine
irrthümliche sein sollte, dürsten dennoch die
Gesetze, unter welchen die Commission am
tirt, verschärft, und ihnen die von der Com
mission vorgeschlagenen Amendements, wel
che in der Bill Nr. 2238 des Senats Kalen
der« enthalten sind, zugefügt werden. Ich
bin jedoch überzengt, daß dte Polygamie in
dem Territorium Ulah fo feste Wurzel gefaßt
hat, daß e« unzweckmäßig sein würde, sie
mit anderen, als den stärksten Waffen,welche
covfiitutiouclle Gesetzgebung schaffen kann,
zu attackireu. Ich empfehle deshalb deu Wi»
derruf der Akte, auf welcher letzt die Regie
rung beruht, uud dieUeberuahme der ganzen
polnischen Controle des Territorium« durch
den Congreß, sowie die Creirnng einer Com
mission mit solcher Gewalt, B-fugniß uud
Pflichten, wie sie durch die Gesetzgebung vor
geschrieben werden sollen.
Da« Ackerbau-Departement hat viel zur
tz! twickclung des Ackerbau« im Lande bei
ge» aaen, und wird der Bericht des Com
missärS, in welchem die Resultate der ange
stell en Uoiersvchnngen uud Experimente
ei »halten siud, fich als sehr interessant und
n ertbvcll auSweifeu. Auf Veranlassung de»
LowmissärS wurde kürzlich tu Chicago eine
CovvkMiou der Viehzüchter de« Lande« ab
gehalten, tu welcher dte Verhütung der
Pleuro-Pueumouie uud anderer ansteckender
Krankheiten unter dem Rindvieh den haupt
sächlichsten Gegenstand der Verhandlung btl-
dete. Ein Comite dieser Convention wird
sie um thre Mithülfe bei einer Untersuchung
über die Ursache dieser Krankheileu und Fest
stelluuA vou Mitteln zur Verhinderung und
Heilung derselben ersuchen.
Bla«ka>
Ich hoffe, daß e« der Cougreß iu seiner
jetzigen Sitzung nicht unterlassen wird,
Alaska unter den Schutz de« Gesetze« zu stel
len. Seine Bevölkerung bat schon oft gege»
dte Nachlässigkeit, ihr den iu dem Ueberein
kommen, d:;rch welche« diese« Territorium
au die Ver. Staaten übertragen wurde, ga
rantirten Schutz zu gewähren, prolestirt.
Sechszehu Jahre lang hat fie umsonst um
Das gebeten, n?a« ihr ohne Verlangen längst
hätte gewährt werden sollen. E« giebt dort
keine Gesetze zur Eintreibung von Schulden,
zur Unterstützung de« Erziehungswesens, zur
Uebertraguug von Gruudeigenthum, zurüd
ministratton von Hinterlassenschaften und
zur Einhaltung von Coutrakten, noch existi
ren Gesetze zur Bestrafung vou Verbrechern,
mit Ausnahme solcher, weiche sich gegen ge
wisse Zoll-, HaudelS- nnd SchifffahrtSgefetze
vergehen. Die Produktion Alaska'S, beson
der« iu Pelzen, Minen und Bauholz, li» eine
große und der weiteren Entwickelung sähig,
während seine geographische Lage tu polm
scher und commerzieller Hiusichl von großer
Wichtigkeit ist. Deshalb gebieten da« mate
rielle Interesse sowohl, wie die Ehre ein: so
fortige Jnstalltrui g einer Civllreglecurig m
Alaska.
Regelung te« v.'hn^erkehr».
Zahlreiche Klagen find kürzlich darüber
geführt worden, daß gewisse Corporalioueu,
welche entweder ganz oder iheilweife den in
urslaatllchen Transport vou Perfouen und
Frachien auf den großen Eisenbahnen des
Landes coritroliren, m ihrem Verkehr mit
dem Publikum ungerechle und bedrückende
Vorschriften gemacht haben. Iu einigen Fäl
len hat die Staatsregternng dieses Uebel ge
hoben, aber tn anderen Fällen ist sie tu
Folge der ihr von der Bundes - Constitution
gewährten ltmilirten Gewalt nicht rm Staude
gewesen. Abhülfe zu schassen. Die Frage,
wie weit die Bundes-Regternng in gesetzli
cher Weise eiuschreiieu darf und welche Cou
lrol« sie, wenn eine solche möglich, ausüben
kann, ist Ihrer eingehenden Berathung wür
dig.
Während wir einerseits dte Wichtigkeit des
großen Eisenbahn-Systems unseres Landes
und dessen wohlthuenden Einfluß auf die
Förderung und Eutwtckelnug unsere« mate
riellen Wohlstandes nicht verkennen dürfen,
sollten wir andererseits im Auge behalten,
daß kein Individuum oder Corporaliou mit
Autorttät über das irgeud einer
anderen Älasse von Bürgern auZgestattel
werden sollte. Das Recht dieser Elsenbaha
Corpsraitonen aus einen angemessenen Pro
sit sür ihre Anlage« und eine gewtfse Frei
heit tn ihren Regulationen muß anerkan.it
werden; doch scheint es nur gerecht, daß, so
weit es die cousiiltonelle Autorität des Cou
gresses erlaubt, dieser dte Bevölkerung in
ihrem iuterstaatlicheu Verkehr gegeu unge
rechte Maßnahmen, welche Siaats-Regle
ruugeu uichl Verbindern können, schütze.
Aorstschu».
In früherer Botschaft habe ich bereits Ihre
Aufmerksamkeit aus die Nothwendigkeit,
durch passende Gesetzgebung die auf öffentli
chen Läudereien belegenen Wälder zu schüi
zell, gelenkt. Iu manchen Gegenden de« We
stens ist allgemeiner Ackerbau nur dann
praktisch ausführbar, wenn Bewässerung
angewandt wird, und Diese ist unmöglich,
wenu dte Waldungen nicht geschont werden.
Während der verflossenen Jahre verursachten
große Flulhen, gefolgt vou ungewöhnlichem
niederen Wasserstande tn den größeren Flüs
sen. großen Schaden uud Verlust an Eigeu
thnm. Diese Uuregelmäßigkeiien wurden
zum großen Theil durch die Niedcrsälluug
vou Wäldern, welche bei den tu Rede stehen
den Flüssen den Wasserznfluß schützen, ver
ursacht. Dte Erhaltung solcher Wälder,
welche auf öffentlichen Ländereien stehen und
viel zu einem gleichmäßigen Wasserstaude
wichtiger Wasserstraßen beitragen, ist von
großer Wichtigkeit. Wichtige Nebenflüsse des
Mtsfourt, der Columbia- und der Seskarche
warsluß. entspringen tn den Gebirgsgegen
den von Montana, nahe der nördlichen
Grenze der Vereinigten Staaten, zwischen
den Reservatonien der Blackfeed- und
Flathead»Judianer. Diese Gegeud tst zur
Ansiedelung ungeeignet. Aber von den
Flüssen, welche in ihr entspringen, hängt die
Zukunft der agrikuliurellen Entwickelung
einer großen Strecke de« Landes ab. Die
Aufmerksamkeit de« Congresfes wird aus dte
Nothwendigkeit gelenkt, diesen Theil der
öffentlichen Ländereien vom Verkaufe auszu
ichließen und dort einen Forstschutz zu grüa
deu.
Die industriellen Ausstellungen, welche
während de« Jahre« tn den Vereinigten
Staaten abgehalten wurden, haben in man»
chen fremden Läuderu Aufmerksamkeit
erregt, in welchen diese Umernehmurigen
durch die Agenturen der Bundesregierung
bekannt gemacht wurden. Die industrielle
Ausstellung zu Boston unv die südliche Aus
stellung zu LouiSville waren zahlreich von
ausländischen Ausstellern beschick!, trotzdem
thuen jeder internationale Charakter fehlte.
Die Centennial-Ausstelluug, welche näch
stes Jahr tn New-Orleans zur Erinnerung
daran, daß 100 Jahre verflossen, seitdem der
erste Ballen Baumwolle von einem amerika
nischen Hafen verschifft ward, abgehalten
wilden soll, verspricht eine recht erfolgreiche
zu werden. Unter der Kongreß-Akte vom 10.
Februar 18d3, durch welche diese Ausstel
lung für eine nationale und tuteruationale
erklär! wird, sind alle fremden Regierungen,
mit welchen die Ver. Staaten tn Verbin
düng stehili, zur Theilnahme eingeladen
wvidku. Auch ist den Befürwortern diese«
Unttrnchmkliv bereit« tie Versicherung einer
gros en Belheiligui'g Seiten« des Auslandes
zu Theil geworden.
Distrikt <svl«!»ibia unt lNvjltienst - Reform
Ter Bericht dir Commtsfärc des Distrikt«
von Columbia tst hierbei ang-fügi, uud un
terbreite ich denselben Ihrem Gutachten,
besonder« ihre Aufmerksamkeit auf den Theil
lenkend, welcher sich auf Steuerabschiitzung,
rückständige Steuern und Vermehrung der
Wasserzufuhr bezieht. Die Commissäre,
welche unter der Akte vom 10. Januar 1833
ernannt wurden (etne Akte zur Regultrunz
und Verbesserung de» CivilbicusteS der Ver.
Staaten), haben sofort ihr Amt angetreteu.
Eine Reihe von Vorschriften, in Ueberein
stimmung mit der vorerwähnten Akle auSge
arbeitet, wurden vom Präsidenten gutgehei.
Ben. In einigen Fälleu, in welchen drefe
Vorschriften sich als ungenügend erwiesen,
wurdcn sie fpäter awendlrt. Wie ersichtlich,
wird bei Zulassung zu einem Amte, aus wel
che« besagte Akte Bczug hat, von der politi
scheu und religiösen Ueberzeugung d?S Kan
didaten keine Notiz genommen. Die Akte
beschränkt sich tn ibrer ursprünglichen Fas
sung auf die klafsisizirten Clerkstellen der
verschiedenen Exekuiivdepartements zu Wash
ington (llngesähr 5600) uud aus ähnliche
Stellen in Zolldistrikten und Postämtern,
in welchen mindestens 50 Personen angestellt
sind.
Eine Classifikatton der letzteren Stellun
gen analog der in Washington existirenden,
wurde vor Auuahme de« Gesetze« vorgenom
men.
Eilf Zolldistrikte und 23 Postämter wnr»
den dadurch unler den direkten Einfluß de«
Gesetzes gebracht.
Ter Jahresbericht der Civtldienstcommis
ficn. welcher baldigst dem Congreß unter
breitet werden wird, wird ohne Zweifel die
Mittel zu einer genaueren Einsicht tn die
Wirksamkeit de« neuen System» darbieten,
als ich augenblicklich zu gebeu vorbereitet
bin. indessen glaube ich, baß seine Folgen
bis jetzt nur wohlthuend geweseu sind. Sitae
prakti'chen Methoden scheinen sür den zu er
zielenden Zweck die richtigen zu sein. Auch
sind sie überall ohne nenueuswerthe Schmie»
rigkeiteu eingeführt worden. Sett dem IS.
Juli, ist, fo weit ich wetß. keine Person zü
einer Stellung in dem classisizirteu Theile
de« öffentlichen Dienste« in den Departe
ments zu Washington, den Zolldikrikten
oder Postämtern, die oben angesührt, er
nannt worden, ohne ein Certifikat der Com
mission zn besitzen, auf welchem er nach der
Bestimmung zu Folge, uach vorgenomme
ner Prüfung als fähig bezeichnet wird.
Zur Zeit, als der gegenwärtige Präsideat
sein Amt antrat, würde bei seinem Tode,
Absetzung, Resignation oderliusähigkeit. fetne
Pflichten zu erfüllen, die Regieruug ohne eiu
coustiiutiouelle» Oberhaupt gewesen fein.
E« ist wohl natürlich, daß etn ähaltcher Zu
stand fich ereignen kauu. e« sei denn, die
Vorsicht des Congresses verhindere eine Wie»
deiholung. D'.r Senat pasfirte in feiner
letzten Sitzung nach reiflicher Ueberleguug
ein aus dielen Seg-ustaud bezügliche« Gesetz,
welche«, wie ich hoffe, nuumehr auch dte Zu
stimmung beider Häuser de« Conzrefse« er-
Der Teutsche Korrespondent,
täglick. wöchentlich u. S^nutagsblatt,
Rainr, Eigenthümer uud Redakteur
Nr. 291.
halten wird. Dte Kianfel der Constitution,
auf welcher jedes Gesetz, welches die PrSst»
denlschaftS-Nachfolge regultrt, basirt fetu
Hiuß, bietet auch ssnst noch Fragen von un»
g.'heuerer Wichtigkeit, welche gelöst werden
fok'ten. D»e Fragen beziehen sich auf die
richtige Anlegung der Phrase „Unfähigkeit,
die Gewaltin und Pflichten de« geuaunten
Amte« auszuführen.- Unsere Gesetze schrei
bev vor. daß, »enn etnPräfident unter einer
solchen Unsähizkeit leitet, da« Präsidenten-
Amt ,uf den Vice-Präsidenten übergeht,
welcher selbst un:,r ähnlichen Umständen et
nem fsicheu Beamten Play machen muß. de»
der Cvügrcß gesetzmäßig mit der Ausübung
der Funktionen desPräsiderNen betraut. Ich
brauche hier wohl nicht dte und
ilteressazten Fragen zu erwähnen, welche
mau sich sei diesen Wnleu der Constitution
stellen kann. Dieselbe sind vzllftändig in
meiner ersten Botschaft erwähnt und waren
seitdem der Gegenstand häufiger Ecörterun
gen im Couzreß. Es is ?ehr zu hoffen, daß
diese wichtig?n Fragen so bald, wie möglich,
Erledigung s ndeu, wenn nicht Verwickeliin
gen enistehen sollen und daznZögeruug nicht
mehr möglich und jede Maßnahme, sei e«
auch die weiseste, Gruud znr Aufregung und
Alarm geben w^rde.
Ans den deren« in meiner !?><teu Botschaft
vollständig dargelegten wiederhole
ich meine Empfehlung, daß der Congreß eta
Amendcment zu der Klaufcl der Constitution,
welche dte Fzrmalitäten für d:c Annahme
von Gesetzen vorschreibt, annehme, wodurch
in Bezug auf Verwilltgung von öffentlichen
Geldern der Präsident tu Sians gesetzt wird,
gewisse Verwilligungen gul zu heißen, uud
andere, welche ibu, nicht zweckdienllch erschei
nen, mit seinem Veto zu belegen.
Das vierzehnte Amendement der Constitu
tion gewährt das Bürgerrecht allen tu den
Ver. Slaaien geborenen oder nalnraltsirteu
Personen und uuterstellt sie threr Jurisdtk
tion. Es war der spezielle Zweck dieses Amen
dement?, den Mitgliedern der farbigen Rasse
dte vollen Civil- und politischen Rechte zu
gewähreu. Gewisse Gesetze, welche die Aus
führung dieser Rechte bezweckten, sind kürzlich
von dem OberbnodtSgerichl sür unconstitu
tionell erklärt worden. Irgend etn Gesetz»
durch welches der Congreß die Garantie ver
stärkt, die dte Constitution allen Bürgern der
Ver. Staaten tn Hinsicht auf den ungehin
derten Genuß aller Rechte, Privilegien uud
Gercchlsameu de« Bürgerrechts gtedt, wird
sofortige Billigung finden.
ehester A. Arthur.
Washington, 3. Dezember 186:!.
Tagesneuigkeite«.
In New-Aork hat dte Untersuchung
über den Brand dcS„Wtudsor-ThealerS" be
govneu.
Ueber Bedeutung und Abstammung des
Namens „Luther" hat Pros. Panlu«
Cassel bei der Eröffnung sewer..wissenschaft
lichen Vorträge" folgende Erklärung abge
geben : „„Der Name „Luther" stammt von
dem fränkischen „Clotha r" ab. Die Be
fieger des sächsischen Stammes hatten mit
dem Christenthum auch thre Namen und
Sitten mitgebracht. Der Name „Clothar"
verwandelte sich zunächst in „L otha r." mit
dem auch ein sächsischer Kaiser benannt tst,
und ging dann nach Analogie der Beugung
des Namens „Chlodowech," «Chlodwig" tu
„Ludwig," in den Familiennamen „Luther"
über, der demnach einen „ruhmvollen
Streiter" bedeutet. Auch deu Vornamen
Martin haben dte Franken nach Sachsen ge
bracht ; denn der Bischof Martin vou Tour»
war ihr Schutzheiliger, der in Geschichte uud
Legende, in Wort und Bild am Meisten ihre»
kriegerischen und ritterlichen Neigungen ent
sprach. War doch der heilige Martin, dessen
Name von Mars, dem ÄriegSgotte, stammt,
als römischer KriegSkuecht nach Gallien ge
kommen, wo er später dem Dienst der christ
lichen Kirche sich weihie. Da der Namenstag
des Heiligen ans tun 11. November fiel,
wurde Luther nach ihm benannt und gewann
so durch feinen Vor, wie durch feinen Ge
schlechtSnLmeu dte Bedeutung eines „ruhm
vollen Streiter«."
Eiu Engländer, welcher kürzlich
von Pari« zurück gekehrt ist und daselbst mit
den hervorragendsten Sozial - Demokraiea
Umgang gepflogen hat, behauptet, daß sich tu
der slanzösischen Arbeiterklasse ein unbe
stimmtes Gefühl geltend mache, als ob Frank
reich am Rande einer Revolution stehe. Er
sichtlich sei es, daß sich der französische Arbei
ter keinen Deut um dte Regierungsform
kümmere.
Vlttbma.
Ja, möchte das Publikum bem-chrichtigen,
daß ich im Besitze einer Arznei bin, welche die
se« so sch'' Peinigende Leiden heilt. Ich habe
Leute gcscheu, welche kaum alhmen konnten und
durch dm Gebrauch diese« Mittels fast augeu
blicklich Linderung erlangten. Es ist harmlo»
nnd lann ohne alle Beschränkung genommen
werden. Sollte diese Noiiz vor das Äuge ei
nes mit di.'ser quälenden Krankheit Behasietea
kommen, so wird er hoffentlich unfehlbar so«
gleich sich an mich wenden und dadurch sofor
tige Linderung sich verschossen. Preis Pt die
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The German Correspondent,
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