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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, December 05, 1883, Beilage, Image 6

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Der Destsche Correspoudext.
Baltimore, Z. Dezember 188 S.
Der Bundes - Schul - Commissär Eaton
theilt in seinem soeben erschienenen Jah
resberichte mit, daß die schulfähige lu
gend dir Per. Staaten 15,879,506 Seelen
zählt; 9,860,333 davon gehen tu dte von den
Staaten und über6Mill. in die vonKirchenge
meinschasten und Privatpersonen verwalte
ten Anstalten. Zur Aufrechterhaltung der
öffentlichen Schulen sind D 85,111.542 erfor
derlich. Den bescheidensten Beitrag dazu
zahlt Nord-Carolina mit tz 1.71 für das Kins,
ten glkßten Colorado mit §21.43 pro Kopf.
Sekretär Teller empfiehlt in seiuem lah
rekberichte den Widerruf de« Verkaufs
Gesetze« (preemtioir) und des Wald
Pflanzungsgesetzes, weil diese Ge«
setze mich allen Erfahrungen hauptsächlich
dazu dienen, großen Kapitalisten, den Er
werb werthveller Ländereien im Westen zu
ermöglichen. E« unterliegt keinem Zwetsel.
daß namentlich da« „tiwlier crilturo".Gesetz
so mißbraucht, und da auf der anderen Seite
wenig nachweisbare Vortheile au» den Te
ietzer entstanden, ist e« wohl zu empfehlen,
sie v»l!fiLndig aufzuheben.
Der Schnapssteuer -Verthei
lungS-Vorschlag Blain e'S, mit wel
<r em sich die Presse weit über Gebühr beschäf
tigt, wird vom „Cinc. Volkbatt" solgeuder
moßen abgesertigt: „Es verdient Beachtung,
daß der Vorschlag, den Ertrag der Spirituo
sevsteucr unter die Staaten zu vertheilen,
von dem Vertreter eine« Staate« kommt,
worin dte Fabrikation von Spirituosen ver
boten ist. Infolge dieses Verbots sind im
Staate Maine weder Brenuereiea, noch
Brauereien zu finden, und die Bundesregie
rung kann keinen Cent an Bier« oder Schnap».
Steuer dort collektiren. Aber der Staat wür
de. falls Hrn. Blaine'S Vorschlag zur Aus
fjihrung käme, das nette Sümmchen von
§1,184,000 pro Jahr aus den anderwärts
colleklirten Steuern erkalten. Die anderen
Staaten» welche die Fabrikation und den
Verkauf berauschender Getränke gestatten,
würden dann jährlich so und so viel Millio
nen zum Besten der Prohibitionsstaaten zu
zahlen gezwungen sein. Die Letzteren wür
den nicht mitzahlen, aber sie würde» mitthei
len. Sie würden jährlich von den anderen
Staaten so viel Geld erhalten, daß sie selbst
zur Bestreitung ihrer'Staatsausgabeu keine
Steuern wehr zu entrichten brauchten. Die
anderen Staaten müßten nicht nur für ihre
eigenen Ausgaben auskommen, sondern anch
für die der Prohibiiiensstaaten. Die Bürger
von Ohio, Illinois, Kentucky u.i.w. würden
nicht nur ihre Beamten zu besolden haben,
sondern auch die der ProhibitiouSstaaten.
Sie wurden nicht nur ihre Schulden bezah
len messen, sondern auch die der audereu.
Ein schönes Geschäft Da« für die a n d e -
reu!"
Ein riesiger Landschwindel.
Unter den sechs „Nationen" des Indianer-
Territoriums erfreuen sich die CherokeeS de»
ausgedehntesten Gebietes. Vou der Grenze
Misfouli's bis zum ArkansaS-Fluß stehen ihre
eigenilichen Lager und Marktflecken. Vom
Arkansas an westlich bis Neu - Mexiko aber
hoben sie das Wegerecht.
Auf Grund diese« ihnen vertragsmäßig
zugesicherten Privilegiums versuchten sie in
tcr lktzien Jahren wiederholt, von den aus
Texab kommenden Vlehhcecdeii einea Zoll
zu ki wbcn. Tie meisten Viehtreiber zahlten
denselben rnchr. Nur einzelne wurden durch
überl.fi'tie ludianerhausen dazu gezwungen
Rn« sind die Häuptlinge der Cherokees
fast so gerieben, wie Nen - 9ji>rker
1 >ilili!ei-. Jdre j lb-lichen Besuche in
ti gton habrii sie mit allen erdenklichen Tricks
bllornr gitiiachl. So studirtcu sie Tag und
Ncchr, wie aus den iechs Millionen Äckern
zwischlN dtM Aikalisaesiuß und dun 100.
Meridian recht viel G-iZ zu schlagen sei.
Neun wltße Spekulanten kamen ihnen hier
auf l.oldcm Wege entgegen. Die HH. M.
E. Hüviv?, I. W. Hamilton. A. I. Day.
S. Tutile, M. H. Berinett, Benjamin S.
Miller, A. Trumm, E. W. Payue und Chas.
H. Eldred hatten sich unter den Gesetzen vou
Kansas als Viehzüchter-Gesellschaft orgaui
sirt und pachteten die vorher bezeichneten 6
Millionen Acker auf fünf Jahre.
Als jährlicher Pachtschilliug wurde die
Summe von 2 Cents für den Acker festgesetzt,
so deß pro Jahr §120,000 und vom 1. Okto
ber 1883 bis zum 1. Okiober 1883 §600,000
zu zahlen sind.
Wenn mau das enorme sich über drei Län
gengrade und fast einen Breitengrad erstrek
leride Gebiet in den Blick faßt, so ist dieser
Mrethsbettaz lächerlich, zumal ein großer
Theil des Landes durch die Neben- uud Zu
flüsse de« Arkansas genügend mit Wasser
verseht» ist.
In erster Linie wünschen die neuen Land-
Monopolisten große Rinderh-erden dort wei
din lassen. In zweiter aber haben sie thr
Augenmerk auch auf die Erhebung einer
TmchgangSabgabe für texanischeS Vieh ge
richlet. Den» mit dem Einzäunen des gan
zen ungeheuren Gebietes ist, wenigstens auf
der Südseile, bereits begonnen, und wenn
sie damit fertig geworden sind, wollen sie ihre
Thore nur Demjenigen öffnen, d,r sich mit
thvkU abgefunden hat.
Von einer Seite ist gegen diesen abscheuli
chen Landschwindel bereits Prolest erhoben.
Colone! Bondiliot hat von Fort Smith aus
eine geharnischte Erklärung erlassen. Allein
er trifft n cht das gruudverkchrre, gemein
schädliche Prinzip. Er erbost sich nur darü
der, daß die CherokeeS da» Land so abge
schmackt dillig verpachtet hätten. Er, Bou
tivot, werde dem Congreß beweisen, daß
mit leichter Mühe 5 CeutS pro Acker zu haben
pkwestli wären.
Wir meinen: Demokraten, wie Republika
ner sollten ihre Freunde im Bnndes-Reprä
seulanterchause ersuchen, dem schwindelver
trage aus den Grund zu gehen; .öffentlich
klar zu stellen, daß die Cherskee« nicht berech
tigt waren, Ländereien zu verpachten, deren
Btsitztitel vom Oukel Sam an Niemanden
übertragen war.
Wenn es nöthig ist, sollten auch die durch
uud durch verrotteten allgemeinen Verhälr
nisse des Indianer - Territorium« vor das
Forum der Nationalvertreluag gezogen wer
den. Halb ist das Indianer - Territorium
ei» gesetzliches Territorium und dann wieder
nicht. Die Indianer siad in einer Hinsicht
bloß Inhaber und in der anderen wirkliche
Eigenthümer. Eisenbahnen dürfen sie den
Durchgang verwehren. Aber es wäre doch
der Gipfel der Ur:verr>unft, wenn man ihnen
auch die Verhinderung des Handelsverkehrs
zwischen Kansas und Texas verstattete.
Tagesneuigkeiteu.
Ein Kriegsgericht hat den Armeekav
lan Mesplie schuldig befunden, drei
Allweisur g« auf eiu und dasselbe Monats
gehalt verkauft zu haben. Der Kaplan ver
suchte keinerlei Vertheidigung, sondern ver
wies einfach auf die Thatsache, daß der Ge
rechte des Tages sieben Mal falle.
Während die arme Gallmeyer jetzt
iu Wien finanziell vcll'g zu Gruude gerichtet
ist und tu einem direkten „Majestätsgesuche"
au den Kaiser von Oestreich llllter Hillweis
auf ihre gegenwärtig so ungünstige finan
zielle Lage uvd auf den Fehlschlag ihrer
amerikanischen Reise um einen Steuernach
laß bittet, behaupten deutschländische Blätter,
daß auch von der Geistinger aus Nsw-Aork
sehr tiübe Berichte einlau'en; fic schreibe,
daß fic diesmal im Lande de« Dollars schon
beträchtliche materielle Einbuße erlitten
habe uvd entschlossen sei. schon im Januax
ihre beabsichtigte Reise durch dte L-r. Staa
ten abzubrechen uud nach Europa zurückzukeh
reo, um nie wieder die Fahrt über den Ozean
anzutreten.
Iu Nord-Omaha traf ein „Tramp" in
einem Hause eine ältliche Dame allein und
sagte frech: „„Sie altes Weib, haben Sie
Etwas für mich„Zch glaube," lautete
die Antwort, „wartet einen Augenblick." In
einer halben Minute war sie mit einem ge
ladenevßevolver wieder da, und der „Tramp"
schlug sich seitwärts in die Büsche.
Folgende tragischeMauSgeschichte
erzählt ein Wechselblatt: Wenn eine Frau
eine Maus im Mehlsaß findet, pflegt sie lant
aufzuschretell und davonzulaufen. Anders
mochte eS kürzlich eine tapfere Frau in De
troit. Sie entdeckte eine Maus in ihrem
Mebtfasse und rief sogleich dem Hausknechte
zu, er solle mit seinem Jagdgewehr und dem
Hunde kommen. John war sogleich bei der
Hai d. uud die Frau flüchtete sich die Treppe
hinauf. Tie Maus lief au« dem Mehlsaß.
Bimm! knallte da« Gewehr. Der Hund
fiel todt hin uud streckte alle Viere von sich.
Tie Frau, durch den Schuß erschreckt, fiel
die Treppe hinunter. Der Hauskuecht, wel
cher glaubte, er habe sie getroffen und würde
wegen ihrer Ermordung verhaftet werdeu.
floh noch Canada und hat seitdem Nichts vou
sich lören lassen. Tie Maus ist noch immer
gesuud und munter.
Die franz. Arbeite r-D epu tation
ist von New-Hcrk nach Boston'abgereist.
In Brooklyn, N. - H , fahndet man
auf den 45 Jahre alten „Capitän" G. I.
Görden, der mit der 13 Jahre alten Addie
Bretman von Astoria durchgebrannt ist.
Lediglich nm di« nicht unbeträchtlichen
Kofnll eines vielleicht nach uicht einmal zu
dem gewünschten Ziele sührenden Eheschei
dvrgtprczefscs zu sparen, bat ein Mann in
Michigan feine Frau «mordet.
In Philadelphia will man da« lah
resgehalt de« Mayor« von §5OOO auf §!O.-
000 erhöhen. Eigentlich sollten dte Herreu
f.ch mit der Ehre begnügen.
In Tinctnuati find 4465 Personen
bei der Wagenfabrtkatton beschäftigt, das
Betriebskapital betrug im letzten Jahre tz 2.-
010,OVO liud der Werth der Liegenschaften
G1,365,(X?V. Die Gesammtproduktiou von
Kutscheu, „BuggieS," Wagen u. s. w. hatte
im vergangenen Jahre einen Gesammtwerlh
von tz 5.935.112 gegen tz 7,727.334 im Vor
jahre und H 1,869,757 im Jahre 1876.
Im Jahre 1882 befanden sich tu Tincinnati
158 Möbelfabriken, in denen 4540 Personell
Beschäftigung fanden, da« UmtriebSkapital
betrug §3,186,000. der Werth der Liegen
schaften tz 2,475,000; im vergangenen Jahre
waren hingegen nur 155 Fabriken mit 4367
Arbeitern im Betrieb, das UmtriebSkapital
betrug nur §3,125,000. Dagegen hatte sich
der Werth der Liegenschaften auf tz 2,495,000
ertöht.
In Philadelphia erhängte sich im
Gefängnisse W. Gtlptn, da seiae Gatiiu ge
droht hatte, ihn wegen Trunkenheit tu'S
SlaatSarbeitSbaus schicken zu lassen.
Jv Philadelphia stehen 3SO Arbeiter
der Gardiner'schen Schuhfabrik aus; hinge
gen haben 150 Arbeiter der HarriS'sch-n
Fabrik die Arbeit zu den alten Löhnen wie
der ausgenommen. Auch der Ausstand der
Wachsiuch-Arbeiter in Potter'S Fabrik dau
ert noch fort, und 220 Arbeiter weigern sich,
wieder an die Arbeit zu gehen, wenn nicht
zuvor alle Nicht-UnionS-Arbeiter entlassen
werden.
Der Telegraph meldete Montag von Phi
ladelphia, daß dort ein Mann, Namen«
Joh.Kolb, noch Anderen Joh. Pope, als ver
dächtig de« Mordes an Phöbe Panlill ill
Orange, N.-J . verhaftet worden sei. Der
Mann hat sich seitdem als ein geisteskranker
Landstreicher entpuppt, der zur Zeit der Er
morduvg gar nicht in New Jersey war. Der
Verhaftete gab an, 35 Jahre alt und au«
Grülistadt. Bayern, zu fein. Seine Arretur
erfolgte, weil er sich selbst eiues Mordes in
New'Bruntwick, N.-J., beschuldigte.
Die PariserTurn-Vereine, be
stehend ans 40 Sektionen, die etwa 3000
Mitglieder zählen, feierten am 11. November
im „Hippodrom" ein erste« Bruderfest, an
dem sich 1500 Turner betheiligten. Das
Publikum strömte iu hellen Schaaren herbei,
die Wunder zu schauen» die vou den juugeu
Leuten erzählt wordeu warkn. Jeder Verein
zog mit setner Fahne auf» nud so wurde die
lenige vou Elsaß-Lothringen, die umflort
erschien, sogleich bemerkt und mit Vtvat»
rufen begrüßt. Nach einigen Freiübungen,
die lebhaft applaudirt wurden, stellten sich
alle Turner der Tribüne gegenüber aus, und
Hr. Saugboef richtete eine Ansprache an die
jungen Leute, in der er besonders die Noth
wendigkeit belonte, das Turnwesen so aus
zubilden. daß es eine der Wehrkräfte des
Landes avSwacheri könne. Ihm antwortete
Henri Martin, der bis zu den Griechen, die
bei Marathon und Platää siegten, zurück
griff und eiuen ganzerr Kursus über dte
Weltgeschichte im Lichte der Turnübungen
hielt. «Unsere Gegner," so schloß er, „rafften
sich räch Jena wieder auf; was sie thaten,
Das wollen wir jetzt auch thun. Um da«
Ziel zu erreichen, müssen wir mit der physi
schen Erziehung der Schulkinder beginnen
und unser Werk zur Ehre und zum Ruhme
Fravkreich'S fortsetzen." Den größten Erfolg
als Redner hatte aber Paul Deroulede, der
iv feiner gewohnten Weise in hohem Thau-
Villismus ausrief: „Da es Nationen giebt,
bei welchen Gewalt vor Recht geht, so möge
man wissen, daß es andere giebt, bei denen
Stärke das einen Augenblick verdunkelte
Recht wieder wird leuchten lasseu." Er
darcktc den Offizieren, dte gekommen wären,
„über ihre künftigen Toutingente Revüe zu
halten," und schloß mit den Worten: ,es
lebe die Nation!"
Der Streit zwischen den bei
den Tigarrenmacher - Gewerk
schaften, den und den
„Progressiven," scheint jetzt von New-?>ock
nach Chicago verlegt worden zu sein. Die
tortigen „Internationalen" weigern sich,
mit den „Progressiven" zu arbeiten. In
New Nork war bekanntlich bei dem letzten
„Strike" nud „Lockoul" das Verhältniß
nahezu umgekehrt. Die „Progressiven" woll
ten in New - Uork „Internationale" als
„Scabs" ausgeschlossen wisseu. In Chicago !
ergriffen die Fabrikanten deßhalb für die
„Progressiven" Partei, aber der beschlossene j
Ausschluß der „Jnteruattoualen" scheint sich
schon am erstell Tage zu einem Fiasko ge<
staltet zu haben, denn nur dreizehn Fabri- !
kanten, welche im Ganzen 150 „Znternatio- !
nale' beschäftigten, hielten ihr Wort. Dazu
sagt die „N.-U. StSztg.:" „Es wäre Dies .
eine gute Gelegenheit, über das Verhalten '
der Arbeitgeber in solchen Fällen im Allge- >
meinen zu philosophiren, aber wir möchten !
hier nur darauf hinweisen, daß der streit
zwischen den beiden rivalisirenden Gewsrk- .
schostcn der Cigarrenmacher schließlich dazu
sühren muß, daß eiue der stärksten Arbeiter-
Organisatioren des Landes ihren Einfluß
verliert. Wenn die Cigarrellarbeiter schließ- «
lich in Folge der Eifersüchteleien ihrer Füh- '
rer dahiu gekommen iein werden, daß sieden
Diktaten der Arbeitgeber machtlos gegenüber
stehen, dann werden sie wohl einsehen, wie -
viel besser es gewesen wäre, einig zu bleiben !
urd nicht die Werkzeuge vou Hetzern zu
spielen."
Inßrooklyn. N.-A , beging der deut-
sche Journalist Wilhelm Mussehl seinen 80.
Geburtstag. Der alle Herr, welcher den
Unionskiteg als Kaplan des 68 New Yorker
Freiwilligen Regiment» mitmachte, ist kör
perlich und geistig noch ungewöhnlich rüstig !
iind auch jetzt noch journalistisch beschäftigt.
Er ist eiu geborener Mecklenburger, war
dort viele Jahre lang als Pfarrer angest-llr
und verließ es, als er wegen seiner liberalen
Anschauungen mit dem Consistorium und
als Landragsabgeordnetcr mit der Regie
rung in Covsltkl geratheu, im Jahre 1854
und kam mit seiner zahlreichen Familie nach
Amerika, um hier bleibenden Wohnsitz zu
riebmen. Im Untonskrteg diente Hr. Mus
sehl mit drei Söhnen, von denen einer in der
Schlacht bei South-Mountain fiel, während
eiu anderer Sohn zwanzig Monate im Llbby- 5
uvd im Andersonviller Gefängnisse festgehal-
ten wurde. Von den Kindern des Hrn. Mus-
sehl lebiu noch zehn, davon eiuige iu New- !
Aork.
Aus Govervor's Jkland bei New - L) ork
wurde vorgestern auch der 10V. Jahrestag !
der Räumung der Veste durch die Britten !
begangen. Es erhellt, daß dte dortige Garut- !
son erst am 3. Dezember 1783 abzog, wie Das
zuvor vereinbart worden war, während die
Truppen» welche in New-A°rk stationirt wa-
ren, schon am 25. November die Stadt ver- !
ließen.
Vor längerer Zeit machte inßrooklyn
ein betender Hnmbugger, der sich Dr. M > >ck
nannte, viel von sich reden, da er ang:!>!>ch
Kranke karirte, indem er mit ihnen bnet?
und ihnen die Hand auflegte. Jetzt i>! der
selbe von seinem Privatsekretär um ritten
diges Gehalt verklagt worden. Der F illist
deswegen interessant, weil der Kläger ge
droht hat, die Praktiken deS Dr. Monck, wel
chen er als einen Betrüger, Charlatau und
O-uacksalber bezeichnet, während der Ver
handlungen an den Pranger zu stellen. AI»
erster Zeuge wurde Heuey verhört; derselbe
gab an, daß er im Februar d. I. stch an den
Beklagten wandte, um denselben zn bitten,
ihn von dem Laster der Trunkenheit zu her- j
len. Monck habe die Hände auf seine schul
tern gelegt und ihn aufgefordert, zu beten.
Später habe der Beklagte ihn in seinen Dienst
genommen, doch sei da« ihm zu zahlende Sa
lär nicht vereinbart wordeu. Er, der Kläger,
glaubet daß er zu einem Salär von minde
stens tzso pro Woche, mithin für dte sich auf
15 Wochen erstreckende Zeit, dte er in Monck'«
Dienst zugebracht, zu §750 berechtigt sei.
Mehrere Zeugen sagten aus, daß der Beklag
te sich bet seinen „Heil-Experimenten" gewis
ser geheimnißvoller Gegenstände, wie „Le.
benStaschentücher." „sanitärer Tassell" usw.
bedient. Monck habe den Kläger immer sei
nen Privatsekretär genannt. Seitens des
Avwaltes des Verklagten wurden mehrere
frühere Patienten Monck'S auf den Zeugen
stand gerufen; dieselben sagten aus, daß
Monck sie durch bloßes Auflegen der Hände,
ohne jede Anwendung von Elektrizität oder
dergl., von leiblichen Beschwerden befreite.
Seitdem die jagdlustigenAme
rikauer nicht mehr genug Material für
ihre Zerstörungswuth in den Ver. Staaten
siudku können, fchetnen sie sich aufExpeditio
lien nach anderen Gegenden zu verlegen, ge
rade wie die englischenNimrode hierherkom
men, um de» Amerikanern zu helfen. Fünf
zehn Amerikaner gingen dieser Tage mit 40
Hunden bei Kingston, Ont, auf die Jagd
und schoflen Alles nieder, was an jagdbarem
Zeug zn finden war. Sie tödteten ganze
Heelden Rothwild, sandten etwa 100 Stück
noch den Ver. Staaten und ließen eine große
Anzahl der getödteteu Thiere auf dem Kampf
plätze liegen. Das Vergnügen, welches in
wlcher Massevschlächterei gefunden werden
könn, ist nicht recht ersichtlich ; ersichtlich ist
nrs nur. welche Folgen diese sinnlose Ver
uichluvgswuth. der die Raubwirthschaft nahe
verwandt ist, w Wald und Feld hat, und
leider ist es bei nnS anscheinend schon zu spät,
durch Jagd- und andere Schutzgesetze den
angerichteten Schaden wieder gut zu machea.
Jv Canada wird man aber gut thun, die
Abficht, bei'm Parlament Beschwerde zr er
heben, anszusühreu.
InNew - Nork hat unter dem Einflösse
der „Kinder-Schutzgestllschaft" die Hahl der
Veibrkchkn innerhalb der letzten acht Jahre
um 21 Prozent abgenommen. Die Welt
wird also nicht schlechter, sondern besser,
trotz des unzweifelhaft steigenden Elend«.
Diese? zeigt sich in erschreckendem Maße ill
den Zahl-p, die vv« obiger Bericht vorführt.
13,717 heimathlose Kinder wurden von der
Gesellschast im Lause de« letzten Jahre« iu
ihre Logilhäuser ausgenommen; 3449 wur
den roch dem Westen geschickt, um dort bet
Farmern eine Heimath zn finden. Seit den
ZV Jahren ihre« Bestandes hat die Gcjcll-
schaft auf diese Art 60,0V0 Sinder aus der
Weltstadt entfernt.
FrauGarfield hat den Beschluß ge
faßt, das Haus in Washington, in welchem
sie den größten Theil ihres Ehelebens mit
ihrem unglückliche« Gatten zugebracht hat,
nicht an andere Leute zn verkaufen.
InNew -York konnte die Polizei nur
mit Mühe eweo „Trank-festnehmen, der fich
in da« Haus des Mäklers Wm. Beiden, 5.
Ave., geschlichen hatte und den Versuch mach
te, den Masserzufluß eines Dampfkessel« ab
zuschneiden. Es kostete einen bitteren Kampf,
ehe mau den Wahnsinnigen, der sich Sulli
van nannte, ergreifen konnte.
In Richmond, Birg., ist der „Trank"
„Bruder" Jasper, welcher die Theorie ver
focht, daß sich die Souue um die Erde be
wege, vou feiner Kirchengemeinschaft excom
muntzirt worden.
Erzherzog Johann von Oestreich
hat das Libretto zu einer soeben zum ersten
Male in Wien aufgeführten Operette, „die
Aflassiven" gelickert. Die Operette spielt
im Orient zur Zeit der Krenzzüge.
JnNew-?1ork geht das Gerücht, daß
die Millionäre des neuen „Metropolitan.
Opernhauses" dem Tol. Maplelon diePattt
wegschnappen und ihr nicht nur P6WV pro
Abend geben, sondern auch für den Tontrakt
bruch mit Maplefon mit tz4o,vlXl aufkommen
wollen.
Tie Flotte der „Hamburg. Ameri
kanischen Packetfahrt-Aktien-
Ges el ls ch a ft" ist um ein neues Schiff, die
„Moravia," wie wir kürzlich mittheilten»
vermehrt worden. Neueren Nachrichten zu
Folge hat dasselbe 4<XXZ Tonnen Tragfähig
keit und 13 Knoten Schnelligkeit pro stunde.
Die „Moravia." welche in Glasgow erbaut
wurde, ist am 18. November zum ersten Mal
nach New ?>ork abgefahren.
Der Ausstand der Cig arr e n ki? en-
Arbeiter und Teppichmacher der
Higgins'schen Fabrik in New - °Z)ork
dauert fort.
Kürzlich trat eine junge Dame
in das Bürean eines Thicago'er
Advokaten und erklärte, sie wolle einen
Mann auf Schadenersatz für gebrochene Ehe
versprechen verklagen. Gefragt, auf wie hoch
sie den Schaden, den ihr Herz erlitten, taxire,
sagte die in solchen Dingen wahrscheinlich
noch nicht sehr erfahrene jugendliche Schöne,
der Mann hätte ihr viermal die Ehe verspro
chen und ihrem Herzen viermal eine Enttäu
schung bereitet, weshalb sie eine Gesammt-
Entschädigung von H4OO oder §lOO für jede
Enttäuschung für angemessen erachte. Der
Verklagte wird sich in'sFäustchen lachen, denn
silbst wenn er den vollen geforderten Betrag
sammt Prczeßkosten bezahlen muß. kommt er
noch billiger weg, als es ihm gekostet haben
würde, auch nur ein einziges der vier Hei
ra'.htversprechen zu erfüllend
In W e st - I e ff er s on, Ohio, giebt eS
einen alten Geizhals, Namens John S-vim,
welcher ein Vermögen von tz2OOMO hat,
nach wie vor Liimpeusammler ist und seit 3Z
Jahren in keinem Bette geschlafen hat.
In Eau Clalre, WiSc . herrscht große
Aufregung über die Entdeckung etusr 33
Meilen von jenem Orte gelegenen Silber
mine.
Tirca 6VO Arbeiter der Schuhfabrikauten
H. Gardiner «k Tomp. in P h i l a d e l p h i a
stellten Montag in Folge eines Streites be
züglich der Lohnskala d>.r nächsten sechs Mo
nate die Arbeit ein.
In Tincinnati trat gestern die „IZnt
wen. Delegaten ans Philadelphia. Neiv-
Uork, Baltimore und anderen Städten sind
daselbst augekommen.
In New - ark ist die Wirthshetze wie
der in vollem Gange, und Älielirnngsn siad
an der TagcSorUlUnz.
In Mainz ist Heinrich Lindenschmitt
im 4S. Lebensjahre am Lnngeuschlage ge>to?-
bev. Das römisch germanisch- Maieumver
liert in diM Verstorbenen seinen tüchtigen
Verwalter; der von ihm mir AdbildLUg-n
versehene Katalog über dasselbe sichert scin
Versiotbenen auch in der Attenhams!» stc-i.
schast ein bleibendes Andenken.
Die kürzlich in Brannschweig v-r
-storbeue Frau Amalie Löbb-cke, eine Sttef
enkelin Lessing's, hat zu Gunsten des von ihr
mitbegrüudeteu Stiftes zur Erziehung armer
Waisenkinder ein Kapital von 300,000 lltark
vermocht. Die Summen, welche die Ver
stvtbeve bei Lebzeiten für wohlthätige Zwecke
opferte, eutziehen sich der Berechnung, da sie
ihre Wohlthäligkeit so weit, als möglich, im
Sttllrll ausübte.
Die „Dresdener Nachrichten"
bezeichnen die Mittheilung als grundlos,
dbß sich eine Nichte Richard Wagner's, die
Tochter des berühmten Orientalisten Prof.
Helm. Blockhaus, in New Park in sehr be
dürftigen Verhältnissen lebe. Die „N.-F.
Zlg." beharrt jedoch dabei, daß Dem so sei,
und «klärt, daß Frau vou Berkefeldt (so
heißt die Dome) bereit sei, durch das Vorle
gen von Papieren den Beweis der Wahrheit
ihrer Angaben vorzulegen.
Uebrr das Debüt der vorgestern Abend im
„Thalia - Theater" zu New - Uork zum
eifun Msle aufgetretenen Miniatur
„S ch ausp i e l e r-" Gesells ch a 112 t be
ricktet die „Steztg:" „„Die M'.niatur
,,«chauspieler."Ge!ellschaft, welche Montag
in Gemeinschaft mit Hrn. van Leer im
„Thalia Theater" debütirte, kann selbstver
ständlich auf kritische Besprechung keinen
Zuspruch machen; die einzelnen, außerordent
lich kleinen Mitglieder derselben sind eben
Naturmerkwürdigketten und als solche recht
il-teresillln: aber den Ruhm unserer deut
schen Bühne werden ihre Leistungen nicht
vcimehren. Uebrtgeus machten die kleinen
Meeschen ihre Leistungen (Nestroy'S ..Lam<
pcci-Vagabundus" wurde gegeben) so gut,
wie man es in diesem Falle uur erwarten
kennte, wenn auch die dünnen, scharfen
«limmchkn de« dreikäsehohen liederlichen
K'eeblattS einigermaßen angreifend anf die
Gehörnerven wirkten. Ida Mah. welche
Wolfs („Kilieriem") wurden von dem ziem
lich zahlreichen und sehr gut gestimmten
Publrkum am Lebhaftesten applaudtrt. Eben
so fand der recht gewandt geschriebene Prolog
„Lrliput." der aus der Feder de« bekanntlich
vor Kurzem au« dem Leben geschiedenen
talentvollen Schriftstellers Rodertch Fels
flammt, den Beifall des Auditoriums. Hr.
von Leer zeigte sich rn einer Einlage des
zweiten Aktes der Posse als leidlich gewagd'
ter Eonzertzeichner; schauspielerisches TUent
entwickelte er weder bei dieser Gelegenheit,
ncch während des Prologs Daß er die
deutsche Sprache auf dem Theaterzettel durch
das schauderhafte Wort „Earrikaturift" be
reichert, ist nicht schön vou ihm. Lie in
Pcsse und Prolog beschäftigten ständigen
Mitglieder des Theaters wurden ihren Aus
gaben mit guter Laune vielem Verständ
niß gerecht."" Die „N-U. Ztg." sagt:
„TaS Facit des Abends für uus ist, daß, trotz
aller berechtigten Ausstellungen an derarti
gen Experimenten überhaupt, es sehr wohl
verlohnt, sich die liliputanische Gesellschaft
einmal anzusehen."—Die „N.-Ä). Volkszig "
sagt: „„Der Leser wird uns eine ernsthafte
Krittk dieser unaualifizirbaren Vorstellung
erlassen, wenn wrr von vornherein constati
ren, daß vom „schauspielerischen" Staud
punkte keiner der kleinen Leute (mit etwa der
einzigen Ausnahme der jungen Dame, welche
den „Zwirn" gab), irgend welche Berechti
gung hat, die Bühne zum Zwecke der Meu
schendarstellung zu betreten. Wären sie aus
gewachsen, wäre wohl Keinem von ihnen ein
jj.sullen, Schauspieler zu werden.""
A. C. Welcher von Winneconne, Winne
bago Tonvty, Wisc.» ersucht in New-Aork
um Auskunft über seine Schwägerin, die 31
Jahre alte Marie Rogge. welche, wie ihrer
in Berlin wohnhaften Mutter von einem
Dampferagevten mitgetheilt wurde, im Mai
d. I. nach Amerika reiste, wo sie bei einer
Familie Wevd im Staate Nebraska einen
Tievst als Köchin antreten sollte. Seitdem
fehlen olle Nachrichten über da« Mädchen,
und Melcher befürchtet, daß ihr Etwa« zuge
stoßen ist. Seinem schreiben zufolge hatte
sie etwa 51V0 und eine reichhaltige Garde
robe bei sich. Mit welchem Dampfer und
von welchem Haien sie abgefahren sein soll,
ist ihm nicht bekannt.
Ueber den Plötzlichen Tod eine«
Elektrikers wird von New-Aork berich
tet: „„William Fowler. ein Elektriker im
Dienste der „Westlichen Union Telegraphen-
Compagnie," begab sich Montag von Gut
tenberg. N.-J., aus in einem Ruderboote
über den Northriver, um die Telegrapheuka
bei. welche außer Ordnung gerathen waren,
einer genauenPrüfnng zu unterziehen. Plötz
lich sah man vom Ufer ans, wie Hr Fowler
rücklings vou seinem Siö anf den Boden de«
Bootes fiel, welche« dann mit der Strömung
trieb. Hr. Tomlinssn, der am Flußufer ein
Hotel hält, ruderte dem treibenden Booie
nach und fand, nachdem er dasselbe eingeholt
hatte, daß Fowler todt war. Seiue Leiche
wurde nach Crane'S Morgue in Hoboken ge
bracht. Der Tonnty.PhhfikuS wird eiue Un
tersuchung veranstalten, nm zu ermitteln, ob
Fowler einer Herzkrankheit erlag oder an den
Ftlgen eines elektrischen Schlages starb.' "
Im Jarinar 1882 organisirte sich in N e w-
Pork in Folge des großen Ausstände» der
Bäcker die „Tooperative Baking Association
Nr. 1" und eröffnete eiue Bäckerei in Nr.
18S. Orchardstraße. Die Mittel der Gesell
schaii wurden durch Ausgabe voll 2Z Aktien
tzSO aufgebracht, und diefe Beträge wur
den voll eilibkMhli, doch erwies sich da»
tervkhmen als nicht ersolgretch,und dieGruir
der der Gesellschaft waudten sich an da« Ge
richt mit der Bitte um Auflösung derselben.
Im Dezember 1882 verwies Richter Vau
Horsev dlu Fall an einen Referenten, w?l
-cher kürzlich berichtete, daß die Gesellich ift
keine Verbindlichkeiltu habe und daß ihrer
Auflösung Nichts im Wege stehe. Darauf
hin ernannte Richter Van Hoesen einen Se
quester, um die zur Auflösung der Gesellschaft
nöthigen Schritte vorzunehmen.
Unsere europäische Post.
DeubekannteuSchweizer Ge
neral Ochscnbetv hat eta schweres Familien-
Unglück getroffen. Er wollte am 13. Novem
ber auf dte Jagd gehen uud hantirte zu
Hause mit seinem Gewehr. Plötzlich ging ein
Schuß los, uud Frau Ochsinbeill sank, zu
Tod getroffen, zusammen.
Nachdem uuläugst der Förster Ku
bens zu Westig spurlos verschwunden und
nachher arg zerstochen wiedergefunden wur
de. nachdem das räthselhafte Verschwinden
des Försters Diedrich vor circa drei Wochea
dte Gemüther noch tn Aufregung erhält,
kömmt die neue Knude, dag der Förster des
Landraths Löbbicke zu Iserlohn, Kurtmaun.
todt aufgefunden worden ist. Mau faud ihn
neben einem Stege, der über einen Bach
führt» aus dem Rücken liegend vor, die rechte
Hand auf der Brust haltend, das entladene
Gewehr zu feinen Füßen. Neben ihm saß
sein Jagdhuud und schaute betrübt auf deu
todten Herrn. In der linken Seite hatte K.
eine ungemein stark blutende Wunde; dte
Obdukiton ergab, daß der Verstorbene zwei
Echroischüsse tn der linken Seite hatte. Es
scheint ein Mord vorzuliegen, anscheinend
ein Mord aus Rache, da der Umstand, daß
in der Tasche Kurtmami'S mehrere Hundert
Mark, sowie die Uhr vorgefunden wurden,
einen Raubmord ausschließt.
Von einem Grenzwächter er
schossen. Ans Hostan (Böhmen) wird dem
„Frdbl." geschrieben: „Aus dem ganz nahe
der bayerischen Grenze gelegenen Orte Plöß
wollte vor einigen Tagen ein dortiger Haus-
und Grundbesitzer vier von ihm gemästete
Lchsen auf deu Wochenmarkt tn Hostan trei
ben. Er war sehr zeitig ausgebrochen uud
hatte kaum eine Viertelstunde Weges mit
seinem Vieh zurückgelegt, als ihm ein baye
rischer Grenzwächter, der dte Nacht tu einem
benachbarte.-. Dorfe bei einer Tanzuuterhal
tuug verbracht hatte, in deu Weg trat und
ihn beschuldigte, die Ochsen über die Grenze
geschmuggelt zu haben. Der Bauer erwi
derte, daß Das seine eigenen Ochseu seien,
um welche sich eiu bayerischer Gceuzwächter
n>cht zu kümmern habe, da daö Vieh jetzt auf
östreichischem Boden sei. und trieb dieselben
weiter. Der Grenzwächter, über die kate
gorische Autwort erbost, schoß auf den Bauer
nr.d verletzte thu durch einen Streifschuß au
der Wade. Der Eigenthümer der Ochsen
rief um Hülfe, und aus die Hülferufe und
den Schuß kamen von allen Seiten Leute in
die Nähe, um den rabiateu Fremdling abzu
sorgen und ihm die Waffe abzunehmen. Der
berauschte bayerischeGrevzwächter, sich rings
um bedroht seheud, mißbrauchte nochmals
unbefugt auf fremdländischem Territorium
seine Waffe und feuerte aus feinem Revolver
auf dcn ihm zunächst stehenden Bauer, einen
armen Mann, der Vater van vier unmündigen
L indem ist, und streckte thz durch etneu
Schuß iu die Brust todt uie.er. Iu der auf
diesen feigeu Mord unter den Verfolgern
er-tstandeneu Verwirrung gelaug es dem
Attentäter, zu entfliehen; doch siud, da er vou
Mehreren erkannt wurde, die Nachforschun
gen und Verhandlungen mit der bayerischen
Behörde im Zuge."
Ueber ein Attentat anf einen Of
fizier wird aus Lemberg, 10. November, ge
> schrieben; Vor einiger Zeit desertirte der
Wach.meister Michael Morawetz vom achten
Ulauctiiegiment. Heute erschien plötzlich der
Deserteur in der Wohnung seines Rittmei
sters Eypert. Er zeigte in seinem Aenßeren
die Meitmalc außerordentlicher Aufregung,
so daß der Privaidiener Eyperc's deu Wicht
meister nicht eintreten lassen wollte. Darauf
hin zog Morawetz einer, geladenen
hervor und drohte, den Privatdiener r
zuschießen. Dieser lief in ein zwette-? Z n
mer. in welchem sich de, Rittmeister in H
scllschaft eines anderen Offiziers befand, >i u
deu Vorfall zu melde». Rittmeister E>ip.:t
erhob sich sofort, um mit dem Wichtmeisin
zu sprechen. Als Morawetz den Rittmel l
erblickte, richtete er den Revolver auf ih?.
fiel ein.Schuß, und Rittmeister Eqperc sr-ls
verwundet zu Bodeu. Der bei Eapert zu Ke
fuch anwesende Osfizier, Rittmeister ÄUr
manu, sprang erschrocken herbei, um den
Stürzenden aufzufangen; als er aber tu dem
Thür:ahmen erschien und Morawetz seiuet
ai sichtig wurde, M ein zweiter Schuß
Morawetz jagte sich eine Kugel iu die Brust
und savk sofort todt zusammen. Rittmeister
EyPctt'S Wunde ist eine schwere, doch tst keine
unmitelbare Gefahr vorhanden.
Der „Kuryer Codzte u u y" be
richtet aus dem Dorfe Budzincy, Kreis
Slopnica: „der Bruder eiue« sehr wohlha
benden Laudwirlhs dieses Dorfes hatte stch
so sei r in die „Geschichte der Heiligen" ver
tust. daß er zu der Ueberzeugung kam, man
könne dte Erlösung und das htmmlischeßeich
nur durch irgend ein schreckliches Martyrium
gewinnen, und da er geraoeu Wegs iu deu
Himmel zu gelangen wünsche, sei er ent
schlosstn, den Feuertod zu sterben. In fei
nir Umgebung lachte mau über solche Aeuße
rungen, uud dcch sollte es damit bitterer
Ernst wilden. Ja derselbe» Nacht begab er
sich in den Heustall, zündele ihn an uud fand
dort ten Tod. Die Nachbarn sahen ihn noch
mtitiu in dcn Flammen; ihn zu retten, war
unmöglich. Das Feuer uahm eiue erhebliche
Ausdehnung au uud zerstörte eiue ganze
Reihe von Baueruhütten."
Ein Beispte! konfessioneller Fried
feltigkeil wird aus Eubach, Hessen, durch
die „Dorsztg." erzählt. Dort feierte der pro
testantifche Pfarrer Fleischnec seiu 2Z jähri
ges nud der katholische Pfarr
cuialiis schweiufest kielt die Festrede. Er
spivch : „„Wir lezev i» den heiligen Büchern
des alteu Bundes, daß einst vsn Golk dem
Heiiu an Abraham dec'Ruf ergiug, feinen
Wchusitz zu ändern. Mit ihm zog sein Weib
uvd Alles, wai seiu war. Mit dem Wohn
sitze äudkite Abraham nuht letneu Beruf, er
war und blieb etu Hirte. An seinem Wohn
sitze hatte sich ebenfalls eiu Hirte niederge
lassen, seines Bruders Sohn Lot. Uud llbra
hum sprach zu Lot: „Möge doch nicht Streit
seiu zwischen mir nnd dir. zwischen meinen
Hilten uud deinen Hirten; oeuu wir siad ja
Brüder!" Und sie weideten neben einan
der ohne jeglichen Streit, eiu Jeder seine
Heerde. So erzählt die Bibel, und ihre Er
zählung hat uns Alle jederzeit mächtig ergrtf
seu. Wir wollen'« sesthairen auch iu oeu
Siuliden dieses Festes. Vor 25 Jahren zog
uuser heutiger Jubelpfarrer aus anderem
Orte hierher als Seeleuhtrte. Und hier im
neuen BerufSkreife weidete nlld weidet neben
ihm eine andere Heerde ein auderer brüoer
licher Seclenhirt, der katholische Geistliche.
Ste übersetzten Abraham's Wort: „Möge
nicht Streit setu zwischen mir, zwischen mei
-neu uud deinen Hirten nnd Heerden ; denn
wir siud ja Brüder!" Man braucht ja seine
Grundsätze utcht aufzugeben, um im Friedeu
zu lebeo, sondern lediglich nach dem Spruche
des alten Kirchenvaters zu verfahren : „Ja
uothweudigeu Dingen Einigkeit, in zwei,el
hafteu Freiheit, in allen aber Liebe." Uud
Das hat uuser Jubilar verstanden. Mein
Spruch gilt dem sreudigen vivai, tlorvut
gegenseitiger Friedfertigkeit, moder
ner Toleranz, diesem edleu Charakterzug iu
dem Lebeu uud der Thätigkeit unseres Zubi
lars !""
Ueber die wachsende Masse u
armnth in Wien enthält das „N. W.
T." eiuen Arttkel, dem wir daS Nachfolgeude
el>tl.ehwev:
Hld " s w '
huissbtiräg«erhielten.. 22,1iX1 Lg.ltlO
?6,K43 43,203
Die Bevölkerung Wien's betrug IB7S etwa
668,V00 Eiuwohuer, im vergangenen Jahre
etwa 72v,v1)0 Einwohner. Während dte Zahl
der Einwohner um 54,000 Köpfe zunahm,
hat sich tu derselben Zeit die Zahl der Per
sonen, deren völlige 'Mittellosigkeit keinem
Zweifel uuterliegt, um nahezu 12,000 er-
Höht. Es ist Dies eine Steigeruug um un
gefähr 33 Prozent gegenüber der Armenzahl
vom Jahre 187Ü.
Folgende Parodie bringt das
L-iborgou Eugeußichter'S, die „Bell.Ztg.,"
über dte Berliner Wasserleitung:
'ElnSiilderthter;^
Führst das Wüst«r »um Mund!
HLpft'« auch in Dir l"
Ein neuer Tenor stern, Namens
Torsler, ist in Kopenhagen entdeckt worden,
wo er sich bis dahin bescheiden derChokoladeu
Fabrikstiou gewidmet hat. Er wird jetzt auf
Kosten eines Opern-Unternehmers auSgebtl
det und soll alsdann iu Parts auftreten.
Die Pariser Turn-Vereine,
bestcheud aus 40 Sektionen, die etwa 3090
Mitglieder zählen, feierten am 11. Noobr.
im Hippodrcm eiu erstes Brudersest, uu dem
sich 1500 Turner deiheiligteu.
JußadotsSzell, Badeu, fand am
8. Novr. die Eiöffnung einer HaushaltuagS'
schule, welche Bäueriuneu heranbilden soll,
statt. Der Dichter Viktor v. Scheffel hat
derselben eiu Geschenk vou 1000 Mark zur
Ausnahme vou fünf mittellosen Schülertunen
veimacht.
Stauden da jüuzst in Köln,
Powmern, eiu Bänerleiu und seiue bessere
Hälfte vor einem Schaufenster iu der Berg
stroße uud betrachteten verdächtig da« darin
ausgestellte Avgely'sche Bild, welches deu
deutschen Kaiser i« der Uniform feines
(schllsischtn) Leib Kürassier Regiment« dar
stellt. „Dit'S nuser Kaiser." sagte er'äuterud
da« Bäuerleiu, mit dem Daumen der rechten
Hand auf das Bild weifend, uud nun ent
wickelte sich folgende« amüsante Frage- und
Autwortspiel, Ste: „steht he denn bei de Kit
! rossier?" Er: „süs is h- mau blos Jvfaute
, rist, awer he kauu autrecke, wat he will."
Stadt Baltimore.
Die Balttmorer Handelskam
m er besprach tn ihrer letzten MonatSsitzung
eine gavze Anzahl sehr wichtiger Angelegen
heilen. Zuerst wurde beschlossen, dte Sena
toren und Repräsentanten von Maryland zu
ersuchen, für dte Annahme eine« Gesetze« zu
wirken, welches amerikanische Kriegsschiffe
anweist» verlassene Schiff- oder W.acke. die
sie auf dem Meere finden, in den nächsten
Hafen zu bringen, oder sie zu zerstören, in
dem dieselben eiue große Gefahr für Beschif
fung de« Ozeans bilden. Ferner soll der
Präsident der Per. Staaten ersucht werden,
mit den anderen seefahrenden Völkern darü
ber zu confcrircn, damit diese ihren Kriegs
schiffen ähnliche Weisungen ertheilen. Der
Eougreß soll ersucht werden, RettuugSstatio
neu zwischen den Kaps von Florida uno dem
«abine-Paß und an der atlantischen Küste
zu errichten. Da im nächsten Frühjahr eine
Delegation australischer Kaufleute nach den
Ver. Staaten kommt, fo wurde beschlossen,
dieselben einzuladen, Baltimore zu besuchen.
Do« Ccmite über Binnenhandel, welchem
die Angelegenheit wegen eine? Regierung«.
Telegraphen überwiesen worden war, er
klärte sich zu Gunsten eines solchen, und seiu
Bericht wurde angenommen. Der Präsident
wurde ermächtigt, zwei Delegaten zu der
Sitzung der National - Handelskammer zu
ernennen, welche am 23. Januar iu Wash
ington tagt. Der Präsident bemerkte gele
gentlich, daß Baltimore zu nachlässig sei tn
seiner Ermuthiguug uud Unterstützung loka
ler Unternehmungen, welche emporzukommen
verdienen; er verwies dabei als ein Beispiel
auf die „Delta'crßahn," welche lange zu käm
psen hatte, aber schließlich ohne alle Unter
stützung zu einem sich bezahlenden Unterneh
mcn wurde;'er habe diese« Fall uur ange
führt. um darauf aufmerksam zu machen, daß
eine Bahnverbindung der Stadt mit der
Halbinsel von Delaware für deu Handel von
großer Wichtigkeit fei. Die Sache wurde
schließlich einem Comite überwiesen.
2) i e Vorlesungen in der „Johns
Hopkins Halle." Dr. Billtags hielt
voigesteru Nachmittag einen weiteren Vor
trag in der geuauutcn Halle, uud zwar hatte
er zu seiuem Thema „Schulen und Erzie
hung" gewählt. Cr behandelte dasselbe mit
der gewohnten Gewandtheit uud sagte Vie
les, was uusere Munizipalverwaltung beher
zigen sollte. Die Gelder für Erziehuugs
zwtcke, meinte er, würden nicht immer weife
angewendet. Die Uebung des Gedächtnisse«
stehe oft im größten Widerspruche zur Ge.
sr.ndhett. Dies sei hauptsächlich is großen
Städten der Fall. Das körperliche Wohlbe
finden der Kinder werde oft vernachlässizt.
Dte Muuizipalverwaltung habe darauf zu
achten, es fei ihre Pflicht, darauf zu sehen,
daß den Kiuderu keiu körperlicher Schaden
zugesügt werde, denn es seien die zukünfti
ge« Bürger, die den Staat aufrecht zu er
halten hätten. Es werde ost geltend gemacht,
daß man wohl über öffentliche Schulen eine
Eontrole ausüben könne, aber nicht über
Privatlchranstalten, doch könne Das ebens»
gut geschehen, wie man gesetzlich die Ueber
süllung von ExkursiouSbooteu und andere
Uebel verhindere. Die Gefahren, welche der
Gesundheit in Schulen drohen, siud Ersten«
die mit ser Lokalität, Zweitens die mit der
Lehrmethode und Drittens dte mit Verbrei
tung von ansteckenden Krautheiteu verbuude
uen. Die Schulzimmer seien iu der Regel
zu klein und zu schlecht veutilirt, was sich »on
jeder Stadt der Union sagen lasse. Redner
gab hier einige Beilstiele aus Washington
an, zählte dann die Lage, die Größenver
hält'.nsse dcr schulzinimer, die Ventilation»,
ewrichtungen, Hcizaorrichiungea uud andere
zur Erhaltung der Gesundheit der Kinder
Maßregeln auf und sagte, die
Wichtigkeit einer guten Beleuchtung werde
oon einem immer größeren Theile der Be
völkeriil g veistanden. Ein großer Prozent
sah hlibe die nicht normal construirt
seic:; wo uuu eiu Ki:-d mit volltnmmen ge
sunden Augen ohne Schädigung für dieselben
seinen Studien obliegen könne, würbe eö für
andere, dessen Angeu fehlerhaft sind, fehr
nachtheilig seiu. Diese Fehler seien mei
sten« angeboren, und Kurzsichtigkeit werde
hauptsächlich unter den Deutschen beobachtet,
uvd dann sei die Beobachtung solcher Uebel
durch die modernen Hülfsmittel der Wissen
schaft eiue gründlichere, wodurch d?r Pro
zentsatz erhöht werde, aber eS sei nicht abzu
leugnen. daß die verschiedenen Uebel täglich
zunehmen, was znm g-oßenTheile schlechtem
Lichte zugeschrieben werdeu muß. In den
L-tädten sei die Kurzsichtigkeit häufiger, als
auf dem Lande, weil die Kinder gezwungen
würden, Abends vielleicht bei flackerndem
Lichte zu studireu. Diesem könne nur durch
eiue Beschränkung de« studireu« bei Nacht
und durch Beschaffung eiue« guten u. richtig
einfallenden Lichtes Einhalt gethan werden.
Tafselbe sollte uicht vor dem Schüler sein,
sondern hiuter ihm und von der linken Seite
eiufalleu. Am Besten wäre es natürlich,
weiiu eiu Schulzimmer au beiden Seiten
Fenster hätte, was jedoch tu StäNen selten
zu bewerkstelligen set.
Der größte Fehler in allen in neuerer Zeit
errichteten schulen set dte mangelhafte Ven
tilation, uud kaum 10 Prozent solcher Ge
bäude eutsprächeu den Anforderungeu. Iu
schlichter ausgeathmeter Luft mehren sich or
ganische Substanzen sehr schnell, und die
Kinder wären viel leichter der Ansteckung
ausgesetzt. Die KraukheitS-Erscheinungen
würden gar oft anderen Uclackeu zugeschrie
deu, aber die nachtheiligen Wirkungen schlech
ter Luft feien zur Genüge erwiesen Der
Verbrauch an frischer Lust betrage 30 Kubtk
fuß pro Minute uud Person; wenn aber durch
Ventilaticu ein genügendes Quantum zuge
fühlt werde, fo werde dte Temperatur im
Z>mu er niedriger, und der Verbrauch an
Brennmaterial sei ein weit größerer. Des
halb werden oft aus SparsamletiSrücksichten
zur Erhaltung der Gesundheit nothwendige
Meßregrln unterlassell. Eiu weiterer Um
s-and, der in gewissem Maße jedoch bei Wei
tem rtchl so tiefgreifend, wie die Ventilation,
das körperliche Wohlbefinden der Kinder be
einflusse, seien die Pulte uu» Bänke, und es
.ei sehr zweckmäßig, weun diePositiou, haupt
sächlich kleiner Kinder, oft geändert werde.
Reduer geißelte such das Verfahren, den
Schülern ohne Unterschied dte gleichen Auf
gaben anszubürden; die Kinder müßten so
und so viel auswendig lernen und wücdeu
überarbeitet, während der Unterricht rncht
sowohl daraus berechnet seiu sollte. Thatsachen
zu lernen, als den «chülern den Weg zu zei
geu, wie man zu Schlüssen komme. Dies
habe hauptsächlich auf Mädchen Bezuz, bei
deueu sich die Uebel einer solchen Lehrmethode
manchmal eist in späteren Jahren zeigten
Nachdem Dr. Billings über die schulen als
VerbreituugSstätten ansteckender Krankheiten
gesprochen, sprach er sich dahin aus, daß das
einem SanitätS-Schulinsp-ktor gezahlt« Ge
halt weise angelegtes Geld sei, und führte
al« Beispiel Brüssel an. Dte größten Uebel
stände, meiute Redner, herrsckten in Wohl
thätigkeits-Anstalien, wo die Gründer oft in
ihrem Eifer, Gutes zu thuu, alles Andere
virgäßeu.
einer vom General Post,
meister abgegebenen Entschei
dung werden tn Zukunft alle durch die
Post als Kausmavnswaaren oder Muster von
solchin Waaren besörderte Artikel als Post
sachen vierter Klasse betrachtet, und die für
solche Postsachen berechneten Raten müssen
auch entrichtet werden. Zu deu Artikeln,
welche znr vierten Klaffe gezählt werdeu,
weun als Kaufmauuiwaareu oder Muster
von solchen abgesandt, gehören auch Spiel
karten, Billete, Photographie'», Lithogra
phie'n. Stahlstiche, Muster von Drucksachen
aller Art, Adreßkarten uud Dergleichen. Bis
her wurden solche Artikel als Postsachen drit
ter Klasse betrachtet, oder es blieb der Dis
kretion der Postmeister überlassen, zn welcher
Klasse sie je nach den obwaltenden Verhält-
Nissen zu zäbleu seien. Tie Raten für Artikel
vierter Klasse betragen einen Cent pro Unze
od-r den Bruchtheil einer solchen.
Um Kart 0 sfeln im Kelter mög
lichst vor Fänlniß zu schützen, empfiehlt eS
sich, den Boden des Kellers mit einer Lage
durchgesiebter Steinkohlenasche zu belegen,
sowie auch dte Kartoffeln mit dieser A'che zu
bestreuen.
10. Gesunde Leute lachen manchmal
über die Leiden von Tyspepsia-Kranken
und sagen, daß deren Schmerzen nur
eingebildete sind. Sie wollen damit
kein Unrecht thun, aber es ist und bleibt
doch Unrecht. Jemand mit einem
krummen Fuß, einer verwundeten Hand
oder einem blinden Auge hat das Mit
leid eines Jeden, durch das Sichtbare
dcS vcrlenten Gliedes. Könnte man
den Magen eines TySpepsia-Kranken
sichtbar machen, der Grund seines
Glends würde offenbar werden.
Mitleid ist eil; ganz gutes Ding für
Leidende, aber Brown'S Eisen-BitterS
ist besser, denn es geht an die Wurzel
des Uebels und heilt cö. Leute, welche
vergebens versucht haben, Heilung zu
finden, werden gut thun, Brown's
Elsen-BitterS zu probiren. Es ist eine
geprüfte Familien-Medizin, welche
schon manches Elend und Leidm besei
tigt hat.
«bfahrtStage der Ojean.Dampfer
voll New-Vork:
Dompscr ~W. A. Scholien" nach Rotterdam am
Tawpser „Neckar" nach^Bremen- am 5,, T!«cmb«r.
,,Persian Monarch" nach London am 6,
Damvier ,'Liessivg" nach^amburg—
Dam^«r nach S.
dcr große
.dchmerzenstilicr
heilt
RücktnschMcrzen.
Verrenkungen.
Kopfschmerzen.
Zahnschmerzen.
Gliederreißen.
<s'i'v!i!)l,'u!!>!>.
Arüliiingen
GcscüwiH,
-slexenscsttl!»,
Brandwunden.
Schnittwunden.
Verstauchungen
Quetschungen,
Hüftenlcideu,
Gelenkschmerzen
S-! laiwbs Oe-
Farmer und i
/c'! «n,^
0 -
Hall s
Vegetabilischer Siciliauischcr
Haar-Erneuerer
trSge von fernen Ländern erhalten, wo sie nie Versuche
gemacht hatten, dieses Mittel einzusiihrcn.
das Kahlwerden. Er reizt die entkräfteten Trusen,
krästig wachsen zu machen. Die Wirkung dieses Mittels
ist nicht vorübergehend, wie die von deneu, welche mit
Buikingham's Beizc (vn)
N. P. Hall ck Sie.. Nashua, R.H.
In allen Apotheken zu haben.
Für alle Arten
Skrophulöser oder Blut-
Krankheiten
x ist das beste Mittel,welches am kräftig
sten in das Blut dringt und dasselbe
Ayer s Sarsaparilla»
I» allen Apotheken zu habenSl, sechs Flaschen für 55
Ätzers
A g u e - C tt r e.
Wir garantlren. dab dieseiMitttl all« von Zumdf-
Dr. I. T. Ayer ck Comp., Lowell, Mass.
In aHlr, Apotheken M haben. («UlSatwt
IG" A lltäglich sehen wir viel»
Personen mit hartem kurzen Husten her
umgehen, der nach und nach ihre Lungenflügel
verzehrt und, wenn ihm nickt gesteuert wird,
in «ckwindsncht übergebt. Das beste Mittel
zur Herbeisührung der Heilung ist der Gebrauch
vou Hance'S zusammengesetztem Andorn-Sy
rup (Coniporioä »t Lorekouns), da?
alte, abn wohlbcwähne Heilmittel. Er besei
tigt auch bösen HalS, Heiserkeit, Luströhreuast.
Entzündung, keuchbusten uud alle sonstigen
Hals- und Lungl'n-Afscklionen. Preis 25 und
50 Cents die Flasche. Bei Seth S. Hanke.
Nr. 103, Weii»Baltimorestr., zu haben. (3S-)
Jetzt ist die Gelegenheit!
Sine Flasche vou Hunt's Insektenpulver,
da» mau mit Umficht iu die Bettstelle uud
die Ecken und Winkel streut» erspart mauche
spätere Mühe uud Plage. Preis 2S TentS.
Hu haben bei Seth S. Ha uc e, Nr. 103,
West-Baltimorestraße. (BS-)
Wird e« sich bezahlen?- Ja
wohl bezahlt es sich, eine Schachtel Hance'schn
Safsaparilla-Blutpillen liets im Hau?e zu ha.
den und die ganze Familie völlig gesund zu
erhalten. Preis 25 Cent« die «Schachtel. Zu
haben bei Seth S. H auce, Nr. 103, West.
BaltimoroStraße. (3S-)
Dr. EhalmerS' Heiltiuktur
kurirt Dispepsie, Migräne, Blähsucht, Sod
brennen und alle Leiden, die Unordnungen im
Magen entstammen. Bei Nervenkrankheiten
ist sie eins der besten Mittel, da sie sofortige
Linderung schafft und in kurzer Zeit Heilung
bewirkt. Preis Gl die Flascke. Zu ha"ien bei
Seth S. Hance, Nr. 103, Wefl-Balti.
more-Straße. (35-)
Hance'S Sossaparille, eiu
mcdniui!che Mischung von Honduraier Safsa
parilla, Ouajakholz.Klettenwuriel, Sassafras,
Jcd-jtali u. s. w. In diesem Präparate wird
man eine der besten UwstimmungS- und Rei
nignngs Mischungen, die dem Publikum vor.
liigev, finden. Es ist in Quarlfla'che.i gciülll
und eines der billigsten, wie der besten Piäpa
rale mit Sasiaparilla als Hauvtg'uudlage, die
je dem Publikum osferirt worden. Wer >e au
RbeuipatismnS, L-'bcrdeschwerdcn, Ros". Haut
kronlheileu des Blutes u. s. w. leidet, soll»
dieses Mittel wcaisstens vrobiren. Preis Pl
die Flli'cke. Bei Seth S. Hance. Nr.
108, West-Baltimore-Straße, zu Haben.(üs-)
Ein nnaushörliche« Husten
vernimmt man überall im Lande, ein Beweis»
daß Viele an Erkältung leiden und leiden wer.
den, wevn sie dagegen nickt Etwas thun. Da«
große Heilmittel Hance'S ;»sammenge!eytcr
Andornsmuv (o»miic"iii<Z 3)'rup »112 Höre
tioiilil!) kurirt Husten und alle sonstigen Hals,
und Lunaenleiden. Fracke Eikältungen hevt
er ost in einem Tage, alle Fälle oft in wenigen
Togen. Bei chronischen Affektionen und alten
Leuten gibt's fast gar nickis Besseres. Er
Wirt? auck bei Kindern ausgezeicknet. Äc'ii'.cht
ein? Fla'cke und nehmt nichts Anderes. Preis
25 und 50 Eent«. Bei Seth S. Hance»
Nr. 108, West - Baltimore - Straze, zu
haben. 136-)
JE?" Wie genießt man da? Leben?
Niemand kanu ohne Gesundheit sich de«
Lebens srcuen. Halte Dick nm jeden Preis ge
sund! Ein in großem Umsange herrschendes
Leiden sind Lebeibesckwerden. Wie elend siud
ihre Lpser! Kvpsweh, LerdanungS lluordnun.
xen, Galligkeit, Magensäure, Berstopsung,
Tuspepsie, Scitenschmerzen, und
andere P?in sind ihre Begtener. Halte Dich
Anwendung von Hance's sassa
p arille n - Pi! ten von dic'em Uekel frei I
Lie'c l'illcn bal?eu vom Systeme alle »rank
it sern. Unreines läßt sich reiuigeu,
cschwdre, wunde Stellen, t'liitdm und an
d i? lassen sich entsernen, der
haut kaun ein klares uud zewndeS Auss'hen
-'N werden, wenn man die Lillen iu Ge
b ouck nimmt. mag mit seineu
Nieieu Trubel bekommen. Man wende die
irMthiitig; in der That giebt es
w-'lä e diese Pillen nickt keilen oder Mindestens
lindern. Somit sollten Alle, welche sich Krank
beit vom Leibe zu halten wünscken, nie ohne
eiue Schachtel Hance'scker Sassaparilleu-Pillen
sein. Preis 25 Et«. Zu haben bei Set h S.
Hance, Nr. 108. WesU'Laltimorestr. (SS-)
Zwei Diage in Einem.
ZllverlässlgesHaar-Wtederht-r
-ultstellu ng S- und nettes Haar-
T. oil et ten mi ttel. Fast alle sog-naau.
tni Wiederherstellungsmitte! werden aus Mas
ses, das ant Arttletn, welche das Haar aus
t:. clueu und ;ur Toilette des Haares noch eiu
a. dei's Präparat nöthig machen, vermischt,
angefertigt; aber Hance'S chemisches Haar-
B-iederuersielllingSmittel ist eine Beieinigung
v?n siiini'lveildem Weing ist und Oel nnd gibt
ein angenehmes Haar-Toilettenntittel ab außer
seinen 'wiederherstellenden Eigcnsckasteu. ES
il: unübertroffen als Erzeuger eines üppiger
Haarwuchses und glänzender Locken und bentzt
die Eigenschaft der'Zurücksührung grauen Haa.
res zu seiner natürlichen Farbe. Es ist kein
Haarsärhemittel und so einfach, dag es von
Jedermann mit vollkommener Sicherheit ae.
biaucdt werden kann. Preis Hl die Flaiche,
Zu haben beiSeth S. Hauce, Nr. 103,
est-Baltimore-Straße. L. Man Ver
lan!" Hnnce' s chemisches Haar-Wiederber.
stellunqsmittel und nehme kein anderes. (37-)
ZA?- der Hance' ? ckeAi -
I ch. s Haar-Wiederh e r st e l l u n g s.
>v iitel gebraucht, i>l vou der Thatiache u'ikr.
leugt, daß es dem Haare die natürliche Fardc
wledergiebt, wenn Alter oder Krankheit es grau
gemacht haben, nnd da es demselben Weichheit
iird Glauz verleih?, so wird Z-der, der es v-r.
inchl, finden, daß eS die Haut uickt färbt, son»
dcrn durch Anreui'ng der natürlichen Ausschei.
oungen an den Svnrzew dem Haare Le
den, neue jirast verleiht und >'o seine Farbe uud
Frtiche wiederherstellt. Es kann so o't, wie
Nasser, auf der Kozshaut und mit gleichet
Kicherheil angewandt werten, da es aus »Del
und anregendenWeingeist-Extrakten besteht, und
als ToileMN-Atülel bat es feines Gleicher,
nicht, kreis Hl die Flaicke. Zu haben bei
TethS. Hance, Nr. 108, West-Baltimore-
Ktraße. R.— Man ftaqe noch Hance'S che
mischem Haar-WiederhersteLliugs.Mi'.tel uud
uehme kein anderes I (35-)
Zur Heilung von Leberlei.
den, galligen Anfällen, Kopfweh, Seiten- uud
Rückenschmerz, krankem Magen, Schwindel
Tckwöcke der Sehkraft, Nervenschwäche. Ap
petitlosigkeit, Verstopfung, Dyspepsie, Störung
der Nierenthätigkeit, uur einem Blute uud
Frauenkrankheiten gebrauche man Hance' s
Sass a P aril l e n-Bl ut p i llen. Preis
25 Eis. die Schachtel. Zuhaben bei Seth
S. Hauce. Sir. 108, West-Saltimore
straße. (35-)
«ler,tlicher «ath.
Husten, Erkältung, böser Hal«, Bronchitl«
und andere Lungeugebreste sollten nicht vernach
lässigt, sondern rechtzeitig angemessen behan
delt werden; geschieht Dies, so werden alle be
den klicken Resultate vermieden, und das Beste,
wa« sich da thun läßt, ist dit Anweudung des
wohlberühmteu Heilmittels, des Hance'schen
zusammengesetzten Andorn. Syrups (vom
pormck Lürrip c>f Loreliuullck). Diese« Mit
tel gilt bei Denen, die e« brauchen, für bei,
besten zu habenden Artikel. Versuche eine
Fiaiche, und Du überzeugst Dick dason. Preis
25 und 50 Een'tS die Flaicke. Von lethS.
Hance, Nr. 108, W-st-Baltimore-?traße,
zu beziehen. 138-
Ta» Skeneste.
Die letzten Berichte über Hance'S zusammen
gesetzten Andorn» Syrup (Vumponsil
ot LoreLvrivck) geben ihm als -einem sicheren
und wirksamen Mittel zur Heilung aller Luu
zen-Bsfcktionen.wie Hustens, Erkältung, Luft
röhrenast-Entzüllduug, bösen Halses u. s. f.,
das höchste Lob. Hol' Dir eine Flasche für 25
Eents, und Tu wirst damit zufrieden sein.
Große Flascke 50 TeulS. Zu haben bei
Seth S. Hance, Nr. 103, Wcst-Balti-
Eiseudahae«.
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Akiomm->dattoli»jug nach Unwn-
Lrldg« und Zwiichrnstation«n.
2 Übr NachM',ttags."Si!o!nmodation»,ug nachSlyn
don <Reister-toi-?n) und Zwi'chenftatwnen.
4 Uhr nach Arlington.Mt.
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Haüxtpuntr«n westlich!
Hanoi», GetthSburg und Stationen »n der ~H. I. H.
» G. R. R." «ohne »aggonwechiel). Arederick <ohn«
Waggonw«chs«l), Wahnetboro', iham.
und Zwiichciiilattonen.
und K«mp»it'»r»r«ß.
2 Übr naq^illon»
nVt' e n - -ratio« :
N. TägliS, auzgennmmcn So:'n:.'.qZ
7.?0. B.' li unt 11,-' U B.IS undS,4',«^ch-
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zwischen dem Osteu und Westen
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Pitttdurv,"C'ltvHand und°D-trott um !»,<)<,
llb, Morgen» und 7.M Abend», täglich. Der 7.«
mit
Nach Richmond und dein Slld«n um 4.4<Z und g llbi
2.KO Nachmittag» täglich, au».
-t,?!<, Swr.'
g«n», 12.15, 2.5», »4, '4. tO und ü llhr Nachmit
tag«, und «j.25, «7.SU, 'S.iiiZ und U 1.15 Abend».
-V.IXI und tt.io Morgen», 1.30 und b Uhr Nachmit
tag« und «,2», »7.50 und »SSbencS.'-tern bedeu
tet Expreß-Zug«.
Nach «nnapoli« um 7.1» Morgen», 12.15 Mittag»
und 5 Uhr Nachmittag», An Sonlag«n um V.li) Mor,
g«n» und 6 Übr Nachm.
Nach Eilicott-Eith um 7.40 Morgen», 1 M 4 «z
und S.4K Nachmittag« und 7.36 und 11.IS Äd-nd»
Sn «onntagen um V.IS Morgen», S.t 6 Nachmit.
un"s°4s AaqmMaq» und
und 1t.15 Übend». Sonntag» um ij.IS Äorgens unt
b.4s Naibwitta««.l!nd 11.1» Ab«nd».
Nach der ..Silrglma.Midland-Bahn" « M Moriien«
ausgenommen Soni tags, und !1 Uhr Abend»
Nach Wegestationen,k schen Baltinwr« und Wald,
i'lgton: 4.4» «j.M und V.li» Morg,, 12.15 Miitaz»
2,St) und b Uhr Nachm. und ti.25 und Ii).I>» j
«n Sonntag«».4,4» und!>.loUorn-n» 1 3»
Uhr Nachm. und S,2S Abend,. 1.6» und 5
Nach P. i.l-.enan d«r„U«,rrp»Utan-vab«"um? 1
morgen« und 2.SN und 4.1 V Nachmittag rä/llch
auSgtnommkn Sonntag«. "
tunkten an der „Lall«!,
M-nds -"»genommen Sonnta..-, und 7. iv
Nach WinSester und Hagcritown über dt« Haubt.
wen!?«,.' au».
" Nach Hage? Washington »Uhr Morse»«
>u d ~4» V oitm. titgiich, ausgenommen
restlich dvm Wttien «in um 7'tu
Nachm. und lii» Ab»,,»»
übln ' um iMorg. und 6.20
«on und Weg-statio-en um 7.50 u. 1» ,5
Vrn Winchesl-r 7.3» und 10.43 Morgen« tüalich
von Hagerstown Ii !U>>
Son NM 3 2» Nachm. titalich, auigenom.
Min Soiinrag», und 7.3» Abend« täglich
..Luge vrrlasitn Washington um 5.»»
5«>..j» «> 4», »tj.»», und 'l».»,j '
12.1» Mittag«. »2.2». «2.3», »3.0». .4?-»
4.4» und 'S 3» Nachm . und ?.»». »S.l» »I».»»
>ind I».lS Abends. bedeutet Erpreß
. Meldung in oen «lU.iur«n äu» H».
tel« und Wohnungen abgeholi und martlrt
Billewren-Nr. lü». «.ft.«altlmvreftr-«e,
Eame«n-G,alivn und Nr. « .«roatwa».
Philadelphia -
Eijeubaha.
«on,.t«g. den 1«. November ISBZ ansanq.nd
dertu, .» Persontnjug« Baltimore, wie solgt: '
Vvn d«r vresld«ntKraHrn-»»attvo z
- Mor»-nt-Post,ug nach Philadtlphla.
. .KS Morg-n«-Ervre«,ui> nach Philadelxdt-. S,i
oinduilg in Philadelphia mit zliew.
S.s)S N-chm.-Port
Äüchm.—Oxforder Äccomodatwn.
Sorbens—Pdfimg nach
g.BO Morgen»-nach «hiladeldhia und New «s-t
1tt.65 Morgen«—limnlrter . Wa?crn -
nach Philadelphia und New-Dort. " '
Nachn,.—na» Philadelpbil: und Ned.«o,i.
:'!achnl. . Aceovllnot^ti^n,
bklvdla.
«.15 »lachm.-nach Pbiladelphia und New.pvr«.
7 2» Abend«.— nach Phtl,d«li'hia.
i I.ZS und 11. su Nacht» —Nachi-Sxsreß nach Bd'.'»'
»«tvha und New-Aorl.
Z ÜS Nachm.-nach Phllad-iphia und N«w.»vr,
1.1 S Nachm.—nach Philadelvhia und Äsrt
».»S Nachm.—Songrcjstoneaer Expreß Phj'a
delphi», New-Nork und Bonon. Schills. ?as,
gont di« nach Boston. "
7.Si) Ab«nd»—Expreß nach Philadelphia.
und 12.SS Nacht»-nach Adiitldeivhta
New^lork.
L.l»> T>«pliil.«c-oii,,aot»iiu:n.
!>.och «root.>,n, N.-K.. Ichil«ß«r. nch »II« Durchzua,
in -irrsi» . Sn, an 8001. de»
a , irodvch sicekie ««sörderttna nach Fultonstra'i«
«^-.«st, und Fähr-und Landi) „ij!>>srt aus
dura bi« Sk>t N«>?-n«rt vermieden »j,b.
s»sck>!ü<s«!
«-rg'..>.^—von «Irestsrnistr. un>> 7
son il'.ion» Stativ»: in Port Tepclt .zihi,
limottr Einircl-Sisenda;»" und w
«t»««' llb«-d>« ..Newart. DUawar« - Sit? , »y«,
an d«r „D-lawc?«r »tsui,
2.Ä Nach!.- Prefidenlftraz,, 2.1»«««.
-.in-«» von und 2,1 c. vo?
?do» E. <>ugh. Z. »k. »ov»,
(277-> »»n,.««s»Ät»s.! -»«n..Pass.<Äg«-i«,
Kroße Moute.
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Waggon» durch nach Chicago; und verbind««
»ach Nenovo)... 11?2» A b«nb»
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1» und 11.30 Abend». Sonntag«
V org«n», 1.30 Nachmittag» undl»Äbendi.
Baltimore-Potomac-Vahu.
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Zur „C. O Morgen», 5.2» Nachm.
genommen Tonntag«, um v?a
Ncuü Washington um 4 3», ?.SS. 7 »V 7.45, ».2V
t.5» Vorm S. IS u.5.2?,
Zur ~Virg.»Mtdwnd-Zsahn" g.sz srüh täglich: 3.3»
Zur ~S.»O. B." um V.S?! Morgen» täglich, au«,
Sonntag», (limited) und 3..'j»
Ncch Washington um 7.0 t), 7.10, 7.4». S.2t .
12.3« Mittags, g.ss S.I» u. ü.30 Nachm. u. 7.2 >
und ».14 Abend». Sonntag» um 7.0» im 7.4»
l2 3« Mittag« S.1!) und 7.2!« Ab-nd«.
Siach Annapoli« um 7.loMorgent, 12 M-»l^n»u»d
Vbsadrt von Wasdtngion nald Baltimor»
um « SU. » Ib, 5.4», II .»» und IU.SU t»org,il.->0
4 lX). 4.25,4,4V5!achm..«.3U.7.4»,15.U«u.11.1S
Abend«. Sonntag» um ii.4» und 10,,>0 Born».,
«.00 Nachm.. «.30,7.10, 10.00 u. 11, IS Äbenb«.
«ha» ». V»gb. Z «. «00t.
<277-> Senerul-Manager: G«n.«Pafi «Agen
Warytänder Zentral > Nahn
"vbfabre von Nort-Vv««ur na-t, Towson, Bel-
Air und Zoirep-Hlll um 7.K6 lldr irilh und 4.1 S
A:m7Äi^thr-Z'rLiwa« gelangt man mit dem »ruh
82s vom Ratbbove abgebend«» Waggon der „Nord.
B.' Itimorer Stadt-Pierdebabn."
12k3-> «, «. Bov». Suverinündeilt.
Dampfer - Anzeige«.
Hamtar«. «wert».
PaSetfahrt-Altie«.- Gesellschaft.
«irekt«
zweimal wöchentlich,
Hamburg,
Ptvmouth,
Havre «vd
iHttv - ?lor?
»«rmitt«lst der neuen, auf da» Solideste
auf'« «l-aantest, «in»«richttte, «roßen «iscra«»
Fost-Z>ampsschiffe
von -tkuo rönnen und »utte» Pserdeiraft.
?«r. >taat«n-Vo<i (Volt«! St»t«»
Ste werden während diese« Jahre» vsnnerstaz» und
Samstag» von Äew-Uork nach Hamburg absahren.
Passag».Preis« von N«w.f>ork:
I. «ajüt« »US und k7O. Zwischendeck?Zo,
Bou Hamburg,'Southampton oder Havre:
1. «achte k 72. Zwischendeck k' 22.
»Illtt« für Pin. und Rü-errls« »u bedeutend
r«du,irt«n vrelsen.
Minder «wischen 1 und 12 labren die Hälft«. Kind«r
unter I Zahr frei. lAIle incl. «ewstigung.)
Passaul-re, die in Plymouth landen, erhalte«
sreie Besördenmg nach London oder irgend etium
anderen Plätze in Süd-England.
Vi« Sd>khrt»tage der Dampser find:
-l- .. v'mburg Havre «ew.,'/»»r.
6. Dezember.
„Weslvdalia" 21.N00. 2li. Nov. I.'t. De,kinb«r.
„Geliert" 2«. «ov. !«). Nov. 2,). Dezember
Tie neuen, auf da» Solideste «rdaul«» und »leg«,,
teste «ingerlchteten, großen, eliernen Postdampsschisf,
der Hambury-.Aminianischcn-Packetfahrt-Aitien-«»
bilden die einzige dtrekle deu,s-de iiinl«
,'chen Haiul-urs und New-Rork, und bei «auf vi«
Bllieten ist genau darauf »u achten, das st« Üb«r dt«i,
Linie lauten.
M dein selben Preile, wie bsn vamdürg/^-ge^A
P» Packet« nach Suropa nehmen wir bi» »Ndr
Morgen» am SldganMage eii!«» leben ! zmp'er» a».
Die von dieser Linie herausgegebene ~Suroveaa
Tourist Sazette" wird ÄPplikarnen gratis zugesandt.
Wegen Passage wende man sich >n Siew.jiort au»,
ichlieblich an die <Stn«ral-Passage-«genten der Linie;
« « Ri.t>urd «v..
, ... Nr. «I, Broadway,
!n «altimore an K, Kalne
«r,edinon de» „«eutschen «orressondenteu."
Norddeutscher Lloyd!
direkte F'ost-laMpfschifffayrt
Vrem-n uns Akew»B»rS
X»s> Pferdeirnfi!
u«ain," ..Hadtdurg,»'
» »Hohemouer»,''
"
Li- «rveditionitage find, wi« sc Izt
«afsage-Vrels»,
vonSiew-Hort: >^»n?»««,>
1. S»»<» »«!«<»
2. killte ~
Zwifchendkil Zt» »»
I. «a.vte 2. «acht,
väl tte um » I 'iret^
H G>.'NIK.,
In Baltimore v. U>»u^>a cher^»^x'tr
<«»> »«? -e.ondstr.
Norddeutscher Lloyd.
Regelmäßige
Dampf - Schiffayrt
Vremen u» d B a ltimore
Die Expeditionen finden? wie statt:
„Viürnderg" 21. Rov. j I!i. Dez. 2 Udr Nach«.
.. Hermann" k>. Dcz. >27 De,. 2 Uhr N.ichm.
, Bm«rita" Dcz. l lU. Ja». 2 Uhr Nachm.
S!r> li. Süd Mavftr^,
(0ii20,111 «aliimore, Md.
Niederländisch-?!merikanische
U . Dampfschiffsahrt - Gtsellscboft.
Dl« vori'lglichen Dampfer dleler Li.
m Vier ter «es«Usckaft am Zub« d«r
Aersh'Sith. wie ab:
un? Varl».
Vlssagier«, »eich« in «alttmor» ihr«
«,!>«», kaufen, NiseiibadniaVr«
gr-uu un > w.noe ftch an
«r. S. Lightstrah«n.Serft«.
Ai - Linie
Uort Monroe und «orsolk
und allen Punkten südlich.
«hfahrt täglich, Sonntag» <iu««enomm»7 um 7.1«
Udr un und Port»>noulh srUH « Uhr,
Nnschluh M Soriimouib an di« ,«rabvrd<»oa.
nvie-Giseiibadn" und zu Norfolk an die
«eft«rn-»adn" nach allen P Ulkten de» Süden»,
»illetur: Rr. lii», West-Valtimorestraße.
<Z!ov2tt-> G vro»n. «en.-«'.ll«i.«g«»t.
Jan?. ntt«n a
Di« stnd, wi« folgt, »on «ew.Hsrk:
«llenb-hnfahrt >u°> --
Wed-Star-^sinie.
Verbindung jeden Samstag zwischen
New'?jork u. Antwerpen,
dem Rhein. Deutschland, Jlalieu, Holland
«."wlsii'i Salon von k<iÖ bis k7ö. »xtu?sion
tllUbi«kt2».
Peler Wrigbt » Tl'tioe, Ben.-?gent«n,
lh l ' Üt A.!
(?cr24-> a.T.i S.>::im-^
Merchants' ä-
Mwers'
?ravkport»tioQ Oomxsu)'.
Nach Boston:
i«d«n Montag und Donnerstag. Nachmittag» Z Uhr.
Dampfer „Jodn« «opkln»." Sapt. March, ,un..
Donnerstag, den n. D',-mber.
Aabr! nach «oüon, Mahlzeiten eingerechnet, s»«i
«achten-Siaum i vertkl »10. Zweit« «lafl« »7.
Nack Providence über Newport.New»,
Aahrt nach Tavannah, einschliesilich Mahlzeiten und
s!s. »weile «last« LI2. Von Balti«
Nach Charlestou:
all« lünf Tag« »o«
« De"iMb>r.^
D Dampfer besordert keine Pa,saa>cre.
« S Huggtn». 6-n«r>,l>T«!
am Zuh« de» lang»? DsLd:
lboma« «. «vugd,
V. Andren»». ?!it S. H. » !». .
<2M»-) «r. 4» »ermanstr-i«,
Kew-York-Pattimorer
TravSportattooS» «inte
»lnninland «out« über «anal«.
au« heraut? Wegen nähere:
we-lb« man fi<> an
Z. «!erand«r Odriver. Pr.".'
Nr. 8, Ligd'.straikn.W«rlte.
Z. kn «. »rem» «genteir.
fliprill-» Pi«r Nr. 7, Zkrth-Nli-». « >V.

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