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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, December 06, 1883, Image 4

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Der Dentsche Korrespondent.
Baltimore, li. Dezember 188 Z.
Die nahen Festtage. Die Weih.
vachtSfeierlage rücken heran, und die ver
schiedenen Branchen de« Kleingeschäft« be
ginnen sich zu heben. Viele Leute von Nah
und Fern und hauptsächlich aus den angren
zenden Landdistrikten kommen nach der Stadt,
um ihre Einkäufe zu wachen. Die verschie
denen Dampfer- und Eisenbahnlinien haben
jetzt ichon über einen bedeutend vermehrten
Verkehrzu berichten. Ein jeder umsichtiger
GeschästSmann wird sich aber nach Mitteln
umsehen, um sein Waarenlager bekannt zu
machen, und wie könnte Das wohl besser
geschehen, als durch Anzeigen in den Spalten
de» „Solrespondenten," der in allen Land
städchen im Umkreise von Hunderten von
Meilen gelesen wird! Und selbst Stadtbe
wohuer verlassen sich größtentheils aus ihr
Blatt, dem sie die gewünschte Auskunst, wo
am Besten und Billigsten zu kaufen ist, zu
entnehmen gewohnt sind. E« ist daher für
Geschäftsleute von grvßemNutzeu, ungesäumt
anzuzeigen und nicht erst bis weuige Tage
vor dem Feste damit zu warten.
Die Uebersendung von Präsenten
nach DeMschland wird prompt und billig
besorgt durch die Expedition des „Correspon
deuten." Tie Zeit bis Weihnachten i>) nicht
mehr sehr lang, und die Dampferfahrten sind
iu der jetzigen Jahreszeit langsamer, als im
Sommer. Man sollte daher WeihnacktS
präsente bald zur Bcsörderung aufgeben, um
ihr rcchlzcitigkS Eintreffen zu sichern.
Tage? Neuigkeiten, unsere ausländische
Post, Lokalia, Todesfälle vou Deutschen, !
vou See und Hasen, Gerichtsverhandlungen.
GrundstuckSübertragungeri, Berichte aus dem
Innern de? Staates und Greisenheimnotizen !
siehe driite Seite!
UmterhaltungSwegweiser.
«vrk't Qp»rnh>iu« - i°.den Abend
ffeUv'« Kron»firs<»n»?d«a^er.^Alleb^ldUch^n
>n-Tr»pre>
Dtwc vkx'cuni. P. ?. Sen-
Odeo»-"Tbcatc?.—Total n«ue Truppe, darunter
die'talentvvllstinLarietatcn Darsteller derLaudeviSe-
Bühne.
Die Vnfternbänke von Mar»,land.
Seit geraumer Zeit sind von einigen Alar- i
misten, welche das GraS wachsen hören, Be- !
richte in die Presse gelangt, daß die Austern-
Bänke der Cbesapeake-Bai, ihrer Buchten
und Zuflüsse gänzlich abgefischt nud geradezu
ruiutrt ftien. Oberst Wm. Legg von der
Staats Austern Commission theilt diese An- j
ficht nicht. Er glaubt nicht daran, daß das
Aufiervinteresse des Staates in unmittelba
rer Geiahrist. sondern sagt, daß durch gehö
ligkll Schutz und zeitgemäße Nachpslanzung !
dem Sraatc sein aller Ruf, einer der Haupt-
«ufierrstaateil zu sein, noch lauge erhalten
werten kann. DcrP.'comvke.sund wird als
eine Jlustration dasür angeführt, was eZ
uützt, nenn man die Bänke zeitweiliz in >
Ruhe läßt. Die dortigen Austernlager wa
ren gänzlich abgcft cht, aber eine zweijährige
„Brache" hat dieselben wieder so gut besetzt,
daß sie eine reiche Ausbeute gewähren. Die
Mehrheit der Commission hat dem Gouver
neur nuru Bericht eingereicht und den Vor
schlag gemacht, einen Theil der Bit für
Austerapstanzung an Privatleute zu verkau
jell. Lberst Legg ist gegen diesen Vorschlag;
er meint, man solle das Abfischen der Bänke
streng regulireu. Ferner sollten die erschöpften
Gründe voll Staatswesen sorgfältig neu an
gepflanzt werden.
VuS der StaatShanptftadt.
Vlösttcher Ivd eine» deutsche» «toptivbur-
ger«.
Annapolis, s. Dezbr. Hr. Joh. F.
Engelke, Besitzer einer Wirthschaft in der
Nähe des Marktes, wurde heute früh zwischen
4 und 7» Uhr als Leiche in seinem Bette ge
funden, und zuerst war man geneigt, aus ei
neu Selbstmord zu schließen, zumal er wie
derbolt geäußert haben soll, daß er nicht mehr
lange zu leben habe. Auch machte er noch
gestern Nachmittag um 4 Uhr einige Bemer- !
lungen, als ob er Streit mit seiner Familie
gehabt habe und gar nicht mehr zu derselben
»uruck kehren wolle. Er begab sich aber den- -
noch bald daraus nach Hause und ging dann
nach einigen Minuien nach dem Barbierge
schäste des Hru. Z. P. Powers, wo er einig- j
uoznsammenhängcnde Worte sprach (er soll
indessen keineswegs berauscht gewesen setu,
wenngleich er vielleicht getrunken hatte) und
dann iest einschlief. Bald darauf kam einem
Knuden des Geschäfts dieser feste Schlaf et
was verdächtig vor. und da Hr. Engelke trotz
allen Bemühungen nicht zu erwecken war,
trug man ihn schlußlich etwa um 9 Uhr nach !
seiner Behausung. Leider nahm man hier i
ohüe Weitere? au, daß der Patient zu viel i
getrunken habe, und hielt es deSho'. 'icht
für nöthig, einen Arzt herbeizuholen, vcute !
um 4 Uhr früh sah ein Bewohner des Hauses
räch ihm, u obgleich der Leidende Niemanden
mehr zu erkennen vermochte, kam man den- !
noch nicht aus den Gedanken, daß er sterben
könne. Eine halbe Stunde später aber machte
Frau Engelke die schreckliche Entdeckung, daß !
ihr Gatte inzwischen verschieden war.
Der Verstorbene war etwa 40 Jahre alt ,
nud Schuhmacher von Profession, betrieb
aber während der letzten Jahre eine Wirth-
schaft. Vor etwa drei Jahren erhielt er mit
eioew Bierkrahu einen so schweren Schlag
aus den Kops, daß er Monate lang zwischen
Leben und Tod schwebte und beinahe die
Sprache verlor. Seither litt er schwer an
deu Folgen dieser Wunde, und namentlich
Hütte er große Schmerzen auszuhalten, wenn !
er Etwas getrunken hatte. Coroner Thomp- !
sou beries eine Jury unter dem Vorsitze des
Hru. Edward Baldwin. welche eine Reihe
von Zeugen verhölte. Von Interesse waren
aber namentlich nnr die AuSsageu dec Dok
toren Wells und Walton, welche als TodeS
. Ursachen zunächst die frühere Verletzung und
io Verbindung damit auch starkes Trinken
bezeichneten. Der Wahrspruch der Jury
lautete auch demgemäß. DaS Leben des Ler
blichtllen war in der „Metropo'i'an-Gesell
schaft" mit Zlvoo versichert, und er hinter
läßt eine Wittwe und drei Kinder, sowie
viele Verwandte in Deutschland. Er ist
Derselbe, welcher erst vor etwa einer Woche
bei einem Besuche Baltimore's um §l5O
bestvhlen worden ist.
Richter Jrvin veröffentlichte heute die
Entscheidung de« ApPcllatiouSgerichtcS in
der Klage der Eheleute Deakins gegen Rex,
welche das Urtheil der ersten Instanz de
fiäugt.
Hr. Franklin Goweu, Superintendent
der „Philadelphia-Readinger Eisender,"bat
i m Ausschiebun» dc« zur Regelung der dem
Staate aus dem SuSiinehanua- und Tide
water Kanal zustehenden Ansprüchen festge
setzten Termines.
Gouverneur Hamilton kam mit dem
nenerwäblten Gouverneur McLane, dessen
Tcch:er und dessen Bruder. L. McLaue, heute
Nackmittag hier an nnd nahm mit demselben
in seiner Amtswohnung das Abendbrod ein.
Stadt Baltimore.
Munizipal-Angelegenheiten.
Inspektion der Wasserwerke.
Mavor Latrobe in Begleitung seines Se
kretär« W. H. Love, des Ehes-JngeuieurS
Moriin, de« Stadt-RegistratorS Robb und
mehrerer Mitglieder der Wasserbehörde
irispizirte gestern Nachmittag die alten Was.
serwerke.
Die Reguliruug der Jone«'
Fälle. Die StraßendurchbruchS-Com
missäre reichten gestern ihre erste Abschätzung
der Entschädigungen und Wertherhöhungs
steuern für die Regulirung der Jone«' Fälle
an der Fayettestraße ein. Danach stellen sich
dte Entschädigungen: William L'Conuor
H23V9.20, Solomon I. Kann GZ4B4 70, Ed.
Patterson, jun., tz 2, Jame« M. Lucas tzl,
John G. Reany tzSS6O.IO, I. Stricker Jen
kill« llvd B. W. Jenkill« H 4, Jakob Mau-
Kelberg tzllB4 40, Kathariue Griffith H 371.-
9V, M. A. ColliriS 5170, Lydia S. und
Jame« D. Mason, Verwalter, H11)97.70,
C. Keilldl G7B2.VV, Jfaak S. George Hl,
Jakob Müller H 512.20, tz 1379 33, :i.
Scherer tz8!»0.40, Jlabella Laronue 52,
tz 262.20. Georg I. Bppvld tz 32«.70: im
iw Ganz-ll tz1Ä,936.43; Ausgaben H 317;
Summa Summarum tz 19,253.43.
Mit Bezug auf angeblich bevorstehende
Personal- Vera nderungill im
Wasser- Departement soll e« gestern
zwischell dem Mayor und mehreren hervorra
geaden Politikern zu einer etwa» lebhaften
Au«eivqvdersetzung gekommen sein, allein
sämmtliche Betheiligte verhielten sich sehr
schweigsam über'die Sache.
G e 112 ä l s ch t e I m p f-E e r t i s i k a t e.—
SoutlätS > Sommtssär Bensou untersucht
aeoenwärtig etll ihm zu Ohren gekommene«
Gerücht, wonach iu mehreren Fällen ge
sälschte Eertifikate von Schulkindern zu dem
Zwecke eingereicht worden find, um in die
schule ausgenommen zu werden.
sei derMeusch-Hülsreich
und gut" vergeßt heute Abend die Fair
de« »Sreiseuhelm«" nicht l
Der dritte Festtag dcS Deutschen
Greisendeim-VereinS."
Woditkätize Hand bring« viel ju Otand —lm
mer mcdr Besuch. «llgemeine Iheilnah-
Der ist »tri Blut.- Deut,<t»er Sinn der Eh
renprei« für ten Bau de« „Greisenheim«."
Die gestrigen Ereignisse in der „Soxcor
dia." Da« bi« dahin erhielte Resultat.
, Gegrüßesi sci'st Tu, scftiich-srohe Mmac!
WiMomine», »culschc Münucr, deutle
Der Himmel, welcher vorgestern Abend
L ust bezeigte, zu grollen, lächelte gestern wie.
der freundlich auf un» herab, und abermiis
zog. besonders gegen Abend, die Menge in
hellen Schaaren zum Ehrentempel an der
Süd Eutawstraße. Das war ein fröhliche«
Getümmel Jeder und Jede hat nun ein.
mal beschlossen, dabei zu fein, und an der
Kaste, sowie an den Berkaufsttlchen gab S
alle Hände voll zu lhun, um die Festgenosten
zu bedienen. Allen Willkomm, Alleu Gruß!
Und mit bestechender Liebenswürdigkeit ver
standen es die Verkäuferinnen, die zur Fair
geschenkten Gegenstände au den Mann oder
an die Frau ;u bringen, und dadurch der
Kasse manch' Scherflein für den Bau zuzu
führen. Besonders erfreulich war es, da»
die Besucher de« alten Sprüchworts einge
denk waren, daß »schnell geben, thut nicht
weh," nnd wacker, je nach den Mitteln, in
die Tasche griffen, um entweder diesen oder
jenen Gegenstand zu kaufen, oder von For
luna oder Flora Gaben und Angebinde zu
erhaschen. i -
Ja, Wohlthun trägt Zinsen „Concor
dia s" Räume sind heute ein Opferaltar, wie
kein edlerer je errichtet war! Noch drei Tage
dauert die Fair, und da kann und muiz noch
viel geschehen. Brauchen wir es dem Publl.
kum, nnd besonders dem deutschen, noch an s
Herz zu legen, daß sich Niemand dem Vor- !
Wurfe aussetzen sollte, nicht dabei gewesen -
zu sein ? Gar viele Tausende in unserer ,
Mitte vermögen es, zu helfen ; des minder
mit Glücksgütern gesegneten Mannes klei- l
uere Gabe wird ihm im Conto der Nächsten- !
liibe gleich hoch angeschrieben, wie dem l
Wohlhabenderen der oder die Dollars, ohne j
welche nun einmal das Bauprojekt nicht ver>
wirkUcht werden kann. Auch gestern stellte»
sich gar viele Besucher, besonders Frauen !
nnd Mütter mit ihren Kindern, während der
Tageszeit -in, schauten und kauften: ohne
Zweifel wurde manches hübsche Angebinde
sür die nahe Weihnachtszeit eingelegt. Und
der Sächelcken, womit man dem Gatten oder
Bruder eine ChristtagSfreude bereiten kann,
giebt's gar viele, nicht zu gedenken der nn- !
jähligen hübschen Dinge, die unter dem Ker-
zenstrahle des Tannendaums da« Auge der
Kleinen fesseln und ihre Herzen mit Freude
erfüllen, wenn durch die Bescheeruag ihnen
Dieses ober Jenes gefällt.
Vormittag«- und «eachmittagSdesuche.
Im Laufe de« Vorm'ttagS erschienen die
23 Insassen des..GreisenheimS." geführt von
der Hausmutter Fr. Brummer, und nahmen
alle die Herrlichkeiten in Augenschein, w-lche
dazu beilragen sollen, ihnen und ihren Nach
folgern eine neue permanente Helmath zu
errichten. Nach einem Rundgang durch den
Saal nahm sich Frau Garthe, welche in der
Küche und im Speisesaale das Szepter
führte, der alten Leute an und bewirthete
ne auf's Beste. Die weiblichen Insassen des
„GrelienheimS" haben auch ihr Scherflein
,u dem gnten Werke beigetragen und bUck-n
mit Stolz auf den kleinen rechts vom Ziir«
gange stehenden Tisch, auf welchem ihre Ga
den, gestrickte Kinderbälle, geflochtene Mat.
ten. Strümpfe u. s. w.. aufgestapelt find.
Gegen Ü Uhr Nachmittags statteten die
Zöglinge des..israelitischen Waisenhauses.«
begleitet von Hrn. Joel Gutmann, dem Prä- !
slden'en, und Hrn. A.Sohn, dem Hausvater
des Instituts, dem Bazar einen Besuch ab
und wurden von den anwesenden Damen
herzlich empfangen. Am „WaisenhauS"-Tisch
lhal Jedes der Kleinen einen Griff in den
geheimnisvollen Sack, nnd sobald die Um-
hüllruig des erhaschten Packet« gefallen war,
walte sich auf jedem Gesichtchen die helle
Freude, denn Nie'.en gab es sür die Waisen- !
Hautkinder nicht, sie waren sür diese Gele
genheit von den wohlthätigen Damen des
Tisches verbannt worden. Am Couditorei ,
stände erwartet- die Kinder eine andere
Ueberraschung. Jedes derselben wuroe mit
Kuchen. Bananen und Aepseln beschenkt, die
gestern Abend nach der Heimkehr sicherlich
mit Behagen verzebn wurden. Auch hirr
ließ Frau Garthe es sich nicht nehmen, die
Gäste in ihrem Departement zu bewirthen,
und nachdem die Waisenkinder sich gestärkt,
traten sie. vergnügt und zufrieden mit ihrem
Ausstuge, den Heimweg an.
Noch immer gehen neue Gaben ein, und
voraussichtlich wird eine Fairwoche lange
nicht ausreichen, wenn alle die hier aufge-
stapelten Gegenstände zn Geld gemacht wer-
den sollen. Unter den neuen Gaben nennen
wir besonders ein Porträt des Kaisers Wil
helm, am „Arion"-Tische ausgestellt: einen
prachtvollen Aimmerteppich, Geschenk der
HH. Jmwold k Mehring, welcher, aus
einem Rahmen ausgespannt, einen Theil der
Bühnendekoralion bildet: bei'm „Waisen
hanSiisch" ein 2V DardS enthaltendes Stück
schweres Seidenzeug, Geschenk der Frau Joel
Gutmann: ein sehr schönes Chromo in präch
tigem ächt vergoldetem Rahmen, Bismarck
in seinem ArbeitS-Kabinet darstellend: am
„Greisenheimtisch" eine hoch elegant-Nah
Maschine, Geschenk des Obersten F. Raine:
verschiedene Kisten Conserven von Wm.
Nllmsen ck Comp, und Andere mehr.
Ter große „Concordia"-Saal erwies sich
Nestern abermals als unauSrelchbar, so groß
war der Andrang der Besucher-größer, denn
an irgend einem der vorhergehenden Aben
de. Zu den einzelnen Tischen zu gelangen,
war platterdings eine Unmöglichkeit; rath- i
sam ist deshalb der Besuch bei Tage, wann !
man mit Mühe unier den vielen vortrestti-
chen Sachen eine Auswahl treffen und Ein
kaufe machen kann. Zu den gestrigen Befu- i
cheru gehörten Mayor Ferdinand C. Latrobe.
Hr. George Gavage, Sekretär der Polizei-
behörde, Hr. Christian Ax, Oberst F. Raine.
Hr. Walter H. Äirtue, Mitglied der Legis
latur. Hr. Philipp Bogel und viele Andere
mehr.
ES freute uns, zu sehen, daß das über
haupt unserer Stadt auch nicht gegeu die
Angriffe der schönen Loosvcrkäuserianen «e- !
feit war; er hatte augenscheinlich, während
er sich von einer solchen Menge reizender Prie.
sterinnen der Wohlthätigkeit «mringt sah.
das Wörtlein „diu" vergessen und griff fln- !
Big in die Tasche: ja, wir wollen es im
Vertrauen ausplaudern, die seinige ward
leer, und er bediente sich dann der seines 8.--
gleiters Hrn. Savage. um keiner der Jnng.
srauen einen Korb geben zu müssen. Auch
an der Bar herrschte gestern ein regen Leben,
und fleißig wurde der Gabe GambrinnS'
aus der Brauerei der HH. John H. Vonder
horst 6 Sohn zugesprochen.
Gestern hatten es der Gesangverein„Arion"
unter der Direktion de« Prof. Frank, sowie
Prof. Winter'S anerkanntes MusikcorpS un
ternommen, für die Unterhaltung der Gäste
des „Greisenheim - Vereins" zu sorgen, und
lösten ihre Ausgabe in vortrefflicher Weise.
Der „Alton" eröffnete eine Reihe von Ge
sangSvorträgen mit dem herrlichen Männer
chor „Grüß' Gott!" von E. Fürst, während
Winter'S Orchester das folgende Programm
zur Ausführung bracht- . „Emilien.Marsch"
von BucottS. Conzert-Ouvertüre von Strat
ton, Romanze an« „der Blitz" von Hrlevy,
Finale au« der Oper „BelUar" von Rossini,
Ouvertüre aus „Nebucadnezar." Ouvertüre
zu „L'Ambassadrice" von Anber.
Heute.
Heute giebt es Promenaden - Conzer: und
Gesangsvorträge des „Germania - Männer
chcrs." wozu während des ganzen Tages
WieSver'S Bier, von Hrn. I. F. Wiesner
donirt, verzapft wird; ferner Vorträge der
„?». M. C. A." unter Prof. M. Grift.
Die gestrig« verloosung.
„Waisenhans"-Tisch: Toilett-
Kasten. C. Sandsord. Sophaklffen, Frl.
S. Shumaker. Taschentuchbehälter, Frl.
Lina Lauer.—Tuch für einen Anzug, Rauch
käppchen, C. Schrödl. —Stecknadelkissen H.
Vonderhorst, jun., ditto Frau Ohlers.
ArbeitSkästchen, Frau Schulz. Gestrickter
Rock. Frl. I. Roth. Glocke, C. Surdie.
„Waisenhaus "-1 Puppe, Carrie Hutzl».—
Kucheukorb, Annie Neurath. Stück Seide
(20 Ä,ard>. Fr. B. Cohn.
„Germania-Tisch." —Blumen, Frl.
Walpert; Taschentuchkäftchen, J.Mlenberg:
Tischdecke, Frau Watts,
„Lunsch-T isch." —Faß Mehl, Karl
Weber.
„Arion - Tisch."—Tisch, Hr. Renwer:
ditto, Hr. Berger; ditto, D. H. Uhrig; Faß
Mehl, Jos. Raiber: Bettdecke, Joh. Becker.
„Flora - Tempel." Blumenkorb,
Karl Weber; Wachsblumen, Karl Weber;
Blumen-Hufeisen. A. Feuß; Blumentöpfe.
Fr. I. Willens: Blumenkorb. Frau Oehl
mann.
„Harmonie-Tisch." Shawl. I.
Murbach; Fischbehälter. I. Adt; Katscheu
Decke, B. Siegmuud; Bettdecke, Frau Al
baugh; ditto, M. Dimmling; Schlafrock. H.
Schmelz; Bettdecke, Ltna Dörr; Tafelservice.
Fr.Tochtermanu; Kartenkorb. Fr. Hosbauer.
„Arbetter-Kraukeu-Unterstüt
zllugS-Verei n."— Eine Tonne Köhlen,
Emma Euler; etne Kiste Wein, Nacht
un: eine Uhr, G. Liedlich; eine Kiste Wein,
C. Stppel; eine Puppe, Guste Desch; eine
Tonne Kohle», Frau Kratz; ein Faß Mehl,
W P Flamm; ein Nadeltiffen. Otto Fischer;
eine Torte, Frau Buchsdaum.
„Ortolt»Tts ch."—Rothe Deck«. Karl
Webn. Puppe, Hennte Prior: Fußkifsen, A.
C. Feuß: Wiege. F. Leny.
„Li e d er kra nz." Blumenkorb, Fr.
Appel.
„Greisenheim "-Tisch Nr. 1 :
Tischdecke, F. B. Eistng- Ditto. Fr. freu
denreich. Koffer, I. I- Feuß
„G r eisen h e im"-T.i sch Nr.
Puppe, A. Schulz. Toilettenkasten, H.
S. Eichner. Tisch, Fr. Niemann.
Vlüschstuhl. I. Will«. - Puppe, Fr. I.
Guimanu. Sopha, Fr. Wagner.
Frl. M. «erger.
Waltet unermüdlich!??>,
Hat siir Jeden stißen iavtruni
Und ein freundlich griisjend Wort.
~Grtist»lieii»-'Tisch Nr I. t- Tag » IM <X»
s. Istj.^s
" .. „ 3. 2l!g.<,^
„<3reisenbej«!,"Tiich?!r. 2,1. Tag
3. 131>0
„«aiW>hauz-''Ti!ch I, Tai, 0»
„Arbeiter »ere,»i>"Tisch. I Tag <ZS
" " 3 " iso'is
„Lied«!kränz-- Tisch. 1. Tag r4I K«
" " 3. " IS!>/26
„Harrn onie-- Tiich. 1 Tag 5!1,2>»
" " 3! '2e?i3
Tisch. I.Tag IW.NO
.. 2 K3SK)
.. 3 170.72
„Oriol'c Tisch, l Tag
" 2195«:
. Termavia ' Tisch. 1. Tag.... ixg.2S
' ~ 2. „ ... 117.M»
„ . 3. B'.3S
- «n-'-'Tisch. 1-
" 3.' IIN.»U
„Flora Tempel," Tag
:! 7.
Sondilör Tiich 1 Tag
«5 «»»
" 3
Siesiai>ration. >. Tag u»'sü!
K-iUdsäwN, I. Tag. 5' '^3
2. .. ».,.«»
" :! 2^773
«arderobe, 1. Tag 5
" '' l! 7»
Kasse, I.Tag
2
" i32.c:«»
des zZ s,^,
„ 3
Die Feuersbrunst an der West-
Baltimorestraße. (Explosionen und
nochmaliger Ausbruch des BraudeS.i—Uu>
serer wackeren Feuerwehr war es bekannt
lich gestern in der ersten Morgenstunde nach
angestrengter halbstündiger Thätigkeit ge
lungen, des Brandes in der vierstöckigen
Kofferfabrik und Sattlerei des Hrn. F. W.
MaldeiS, Nr. 336, West-Baltimorestraße,
Herrzu werden. Sie verließ deßhalb die
Brandstätte, und nur das Berge.EorpS blieb
zurück, um zu retten, was noch zu retten
war. Da, kurz nach 5 Uhr gestern früh, als
die gerade eifrig im dritten Stockwerke
beschäftigt wareu, den daselbst kurz vorher
von Neuem ausgekrochenen Brand zu lö
schen, erfolgte Plötzlich eine starke Explosion ,
(man spricht sogar von mehreren), und da !
auch zugleich das ganze Stockwerk in einem !
Augenblicke vollständig in-Flammen gehüllt
war. sah sich die Berge - Mannschaft genö- !
thigt, HalS über Kopi, sogar mit Zurücklas. !
jung eines Löschapparates, zu flüchten. Leider
stürzte dabei ein Hr Foreman eine hohe
Treppe hinab und erlitt mehrere bös- Ver
letzungen. Sofort wurde die Feuerwehr
wieder gerufen und traf wahrlich keinen
Augenblick zu früh ein: denn die Flammen
schlugen hoch empor, und eine Zeit
schwebten alle Nachbarhäuser in der größten
Gefahr. Ja, in dem nur durch eine kleine
Alle« von dem brennenden Gebäude getreun
ten „Howard Honse" schien ein Panik unver
meidlich zu sein und wurde nur duech die
Kaltblütigkeit desEigenthümerS. Hrn. Wood,
verhütet. Indessen war dort Alles für einen
beschleunigten Rückzug iu Bereitschaft ge
fitzt, und alle Gäste waren geweckt worden.
Glücklicher Weise wurde durch das prompte
Eingreifen der Feuerwehr Schlimmeres ver
hütet, und es gelang ihr auch bald, des
BravdeS Herr zu werden, freilich nicht ohne
daß die Einrichtung und das Waarenlager
durch Ströme Wassers völlig durchweicht
und verdorben worden waren.
Belanntlich vermag Hr. MaldeiS nicht an
zugeben, in welcher Weise der Brand selbst
ausgebrochen ist; indessen scheinen die Explo
sionen durch die starke Erhitzung einer Aa
zahl von mit Firniß gefüllten Blechbüchsen
veranlaßt worden zu sein, welche sich auf
Regalen in dem Vordertheile des zweiten
und dritten Stockwerks auf Lager befanden.
Der Verlust des Hrn. MaldeiS wird auf etwa
520,00 V geschätzt (der volle Werth des Waa
renlager«), und die Versicherungen betragen,
wie schon gemeldet, in Summa G 12.300.
Auch wurde der Speicher der GlaSwaaren-
Großhäudler I. Leopold k Comp, durch
Wasser zum Betrage von etwa H3OOO beschä
digt, ist aber mit §33,000 in verschiedenen
Cowpagme'n versichert, nämlich: „Exchange"
55000, „Standard" H5OOO, „Fire-Mocia
tion" tzROO, „Deutsche" H3OOO, „Hamburg
Bremer" H3OOO, „Norwicher" H3OOO,
„Queen" HöOOö, „Peabodh" G4OOO. Das
Waarenlager derselben Firma wurde in der
Höhe von etwa H 2500 beschädigt, der Verlust
ist aber ebenfalls mehr, als ausreichend durch
Versicherungen gedeckt.
Brände. Gestern Mittag um !l Uhr
wurde die Feuerwehr durch einen Alarm vom
Kasten Nr. 352 nach der Wohnung des be
kannten Journalisten Hrn. John V. Hood.
Nr. 70, Nord-Strickerstraße, gerufen, wo im
Badezimmer Feuer ausgebrochen war. Das
selbe wurde vom RettungS- und Bergecorps
ohne Hülse der übrigen Mannschaften ge
löscht und richtete Schaden im Betrage von
etwa islOO an. Es wurde dadurch veranlaßt,
daß ein dreiiähriges Kind des Hru. Hood sich
auf irgend eine Weise in den Besitz von auf
einelv Regal in dem angreuzenden Biblio-
Ihekzimmer liegenden «Streichhölzern zu setzen
wußte, dieselben entzündete uud in einen im
Badezimmer liegenden Haufen Papier warf.
Glücklicherweise blieb die werthvolle Biblio
thek verschont.
Der Alarm vom Kasten Ii gestern
Abend um NO UHr wuriie durch die Explosion
einer städtischen Gasolinlaterne au der Mor
ton-Alley, in der Nähe der Eagerstraße, ver
aulaßt. Schaden unbedeutend.
„Ein edlerMaun wirddurchein
gutes Wort Der Frauen weit
geführt," und speziell heute Abend nach
der Fair de« „deutschen GreisenheimS" in der
„Eoucordia!"
Die Klage gegen den jungen
Padgett wegen böswilliger Verleumdung
jewer Mutter ward gestern im Criminal
gericht fortgesetzt. Wie unseren Lesern be
kannt, hatte Geo. W. Padgett, der Sohn des
Hrn. W. H. Padgett, um, wie behauptet
wird, sich auf's Neue die Gunst des Vaters,
welcher ihn verstoßen, zu erwerben, in dem
Wochenblatte ..Eheek" einen Artikel ver
öffentlicht, in welchem feine Stiefmutter,
Frau Leah I. Padgett, welche im HollinS
Markte einen Fischhandel betreibt, ange
schuldigt wird, mit einem gewissen Hrn.Zell
ein unerlaubtes Verhältniß zu unterhalten.
Des Weiteren sandte er seinem Vater eine
Evpie dieses Artikels zu und begleitete den
selben mit einem Briefe, im welchem Frau
Padgett als eine gefährliche Dame, aus die
man zu achten habe, bezeichnet wird. Bei
den gestrigen Verhandlungen ging aus den
Zeugenaussagen für die Anklagebehörde her
vor, daß der Angeklagte die Absenkung des
Briefes, welchen ein Freund copirt hatte,
verursachte, während dieVerthetdigung durch
eine Anzahl Zeugen zu beweisen suchte, daß
zwischen der Stiefmutter des Angeklagten
und Hrn. Zell kaum eine Bekanntschaft, ge
schweige ein intimeres Verhältniß existirte.
Abends 6 Uhr brachten die Geschworenen
einen Wahrspruch ein, der Padgett, jun.,
des zweiten AnklagepunkteS schuldig fand,
aber zugleich milde «träfe empfahl. Rich
ter Stewart verhängte über denselben einen
Tag Gefängniß und Geldbuße nebst
Kosten.
Ein angeblicher Schwindler
rechtzeitig erwischt. Ein Mann,
der sich G. E. Logan nannte, aber wahr
scheinlich Diggens heißt, wurde gestern Abeud
vom Geheimpolizisten Hall auf die Anschul
digung hin verhaftet, Hrn. John E. Trible
an der Ecke der Lexington-und EharleSstraße
zwei Toilettenkästchen im Werthe von
gestohlen zu haben. Wie wir hören, kaufte
er in dem Laden des genannten Herrn die
Kästchen, d. h. er bat, sie ihm nach einem
nicht weit entfernten Hause an der Nord-
Charlesstraße zu schicken, wo er dafür bezah
len wolle. Dem Boten aber händigte er ei
nen von einem Wm. Boucher auf die „Ma
nufacturerS' Bank" ausgestellten Wechsel auf
tz 12.50 mit dem Bemerken ein, daß er später
selbst vorsprechen und den Rest bezahlen wolle.
Natürlich witterte man sofort Unrath, und
da man Logan in dem fraglichen Haufe an
der Eharlesstraßt nicht mehr fand, benach
richtig» man den Geheimpolizisten Hall.
Dieser verhaftete denn auch deu Burscheu ge
rade iu dem Augenblicke, als er im westlichen
Stadttheile die Kästchen versetzen wollte, uud
der Verbaftete wird heute vor dem Polizei
richter Fitzhugh ein Verhör zu bestehen haben.
Die neuen Gebäude de» „Johns
Hopkins' HofpitalS" wurden am
Dienstag von den Direktoren inipizirt, und
bei dieser Gelegenheit konnte mit Genug
thuung constatirt werde«, daß die Bauten
selbst tu erfreulichster Weise fortgeschritten
sind. Während des Winter« werden deshalb
die Banlchreiver und Tischler im Innern
der uevell Gebäude ausreichend zu thun ha
ben.
Wetterbericht.
den S. ?«,emt«r 1883.
Zeit kh«r.Witt.
m«t<r. Richt. Tchn.
7.02 3»,l:t<> t 2.<> >«2'z W 2 N-bl,
11.02 V. ÜN.IOO ÜUU 74 ,T A 2 «cdön
».02 ?!. 3tt 0«ii« S»S! 58 Ä «i Klar
7.02 A, ZN.I4? t 2.5 «>!i tW 2 Mar
11,02 N, 30 s«>,oi >S! -!
Mitll.BarometerN. UUI4I > H N. Thrrmottrst.«".».
Wittl.Tdermvine'.irN. SO S > Ni-ir. „
««»bachtun-
Ch«v«mik Otwego 40
Die Temperenzler sehr klein
laut.— Das Exekutiv Comite der „Maiy
läuder Staat« - Temp-reuz - Alltanz" hielt
gestern unter dem Vorsitze des Hcu. W. Da
niel und der Protokollführung des Hrn. C.
S. Molher eine Versammlung. Das Haupt
thewa bildete» natürlich die unerwartet
ungünstigen Resultate der Bewegung bei den
letzten Wahlen, und etwas kleinlaut that
mau denuoch sein Möglichstes, sich gegenseitig
zu trösten. „Hanne, laß den Muth nicht
sinken," war die Parole, und so begeisterte
mau sich denn allmählich für die Idee, eine
besondere Temperenz - Partei mit eigener
Plattform und eigenen Kandidaten sür die
nächsten Wahlen zu „starten." Ja. man be
schloß sogar, die Gesetzgebung um die Er
laubniß anzugehen, in der Stadt Baltimore
und zwar nach WardS über die Frage der
Local Option abstimmen zu dürfen,
wie gesagt, die noch vor Kurzem zur Schau
getragene Siegesgewißheit ist bedenklich ge
schwunden, und so schmeichelt man sich denn
auch keiuebwegs mit der Hoffnung, irgend
ein Resultat zu erzielen, aber man denkt:
„wenn's Nicht? Hilst, schadet's doch auch
Nichts."
Ein nationales Bankerottge»
s e tz.—Der ..Verein der Baltimorer Kleider
händler" ernannte die HH. A. Sachs, Joh.
Walter und I. Mann zu Delegaten für die
National-Convention der hervorragendsten
Handelsfirmen des Landes, welche am 16.
Januar n. I. in Washington, D. C.. gehal
ten werden soll. Es handelt sich bei dieser
Convention bekanntlich darum, den unver
züglichen Erlaß eines BankerottgesetzeS zu
fördern.
Der beklageus w er l h e Bauke
rott auf Locu st-P oiut. —Die Gebrü
der Cooles, Besitzer der großen Cisenwalz
werke auf Locust-Point, welche bekanntlich
ihr gesammtes aus dem Etablissement und
zahlreichen Wohnhäusern bestehendes Eigen
rhum zum Besten ihrer Gläubiger an dt-
HH. John Tyson und Henry Johns gericht
lich übertragen haben, wecden wahrscheinlich
die Fabrik nicht wieder eröffnen. Die alle
geachtete Firma hat seit Jahren vergebens
gegen die ungünstigen Geschäflsverhältuisfe
angekämpft, und obgleich sie schon gegen
Ende der vongeu Woche deutlich erkannte,
daß sie tu dem Kampfe unterliegen müsse,
dezahlte sie dennoch am Samstag alle ihre
Angestellten bei Heller und Pfennig aus.
Die Passiva der Firma werden auf H7ö,000
geschätzt, und die Aktiva verschieden auf
bis 5100,0V0 angegeben. Der Sturz
des seit 1862 bestandenen Geschäfts wurde
durch die dauernde staue Geschäftslage unse
rer Eisenindustrie und direkt durch mehrere
bedeutende Zahlungseinstellungen in anderen
Städten veranlaßt. Und es ist ein um so
beklagenSwertheres Ereigniß, als durch ihn
gegen 200 Männer und Jünglinge gerade
bet'm Anbrnche des Winters außer Arbeit
geraibeu.
Uebriger.s hat die Ftrma schon vorher
manche Krisen durchgemacht, so iu 1871, in
welchem Jahre sie einen Compromiß mit
ihren Gläubigern schloß: desgleichen in 1878.
Allein sie schien sich in den günstigen Jahren
1580 und'Bl vollständig von allen Verlegen
heiten befreit zu haben und behauptet, auch
jetzt allen ihren Verbindlichkeiten gerecht
werden zu können. Die Mitglieder der Ftrma
gehören zu der Gemeinde der Quäker und
stehen in dem Rufe strikter Rechlschaffenhett.
Die projektirte Consolid irung
gewisser ZollamtS-Bezirke.
In seiner Botschaft nimmt der Präsident be
kanntlich auch Bezug auf die vom Schatz
amts-Sekretär empfohlene Cousoltdirnng ge
wisser Zollamtsbezirke. Und Dies geht na
mentlich auch Maryland und zwar insofern
an, als die jetzigen Bezirke Crisfield und
AnnapoliS dem Baltimorer Zollamts-Direk
tor unterstellt werden sollen. Mit Havre
de Gracee, obgleich noch weiter entfernt, ist
Ties bekanntlich schon längst geschehen.
„Willst Du imm er weit ers ch w ei- >
— Sieh', das Gute liegt so
nah" nämlich bei der Ausstellung in der
„Concordia," wo in Hülle und Fülle die Ge- !
legevheit zu guter That geboten wird !
Die Fortschaf sung der Baum
wollballen aus dem durch Feuer zerstör- j
ten Speicher au der Ecke der Fredenck und !
Lombardstraße ist nunmehr beendet, und auch !
die Straßen werden jetzt so schnell, wie mög- l
lich, frei gemacht werden. Trotz der Wasser
ströme, mit welSeu sie begossen werden,
brennen mehrere Ballen auf dem Belair-
Platze noch immer fort. Der wirkliche Scha
den kann noch nicht festgestellt werden, jeden
falls nicht eher, als bis man weiß, was sich
aus den beschädigten Ballen noch heraus
schlagen läßt. Die Untersuchung mit Be;ug
aus die Ursache des Brandes wird mit Eifer
fortgesetzt, hat aber noch immer kein defini
tives Resultat ergeben.
Fair; „Grcisenhcim" „Voncordia."
(287-, !
Ein In d u strte zwe i g, den wir in j
Baltimore sehr wenig vertreten finden, ist
dte Fabrikation von «argen. Hr. H. San> z
der, der bekannte Leichenbestatter, Nr. ??0, '
Canton-Avenue, ist der Eiuzige, welcher sich
damit beschäftigt. Hr. Sauder begründete
sein Geichäft als Leichenbestatter
und begann wenige Jahre darauf die Sarge
sür seinen eigenen Bedarf anzufertigen. Er
kauft das Holz dazu in großen Quantitäten
und läßt den Sarg dann vollständig in sei
nem Hause herstellen: er selbst legt die letzte
Hand au ihn. Es ist erklärlich, daß,
zumal auch seine beiden Söhne als Arbeiter
in seiniin Geschäfte thätig sind, er die Särge
bedeutend billiger, als seine her
stellen kann. Bei der Anfertigung der Särge
benutzt Hr. Sander ein Patent, welches das
Auseivanderfalleu derselben verhindert. In
seinem Laden hat Hr. Sander ein Panel in
den einzelnen Abtheilungen angebracht, wel
ches aufrechtst'hende Särge enthält, welche
durch eine Vorrichtung sich umlegeu lassen,,
vm dem Käufer Gelegenheit zu geben, die ,
Arbeit zu betrachten.
AnSloosuugenvon Puternein
Hasardspie l.— Dte Polizei scheint ent
schlossen zu sein, dem Unfuge des Verloosens
von Putern, der in neuerer Zeit so große
Dimensionen angenommen hat, zu steuern.
Natürlich ist TaS nur ein Porwaud, um dem
Hasardspiel ungestört stöhnen zu können.
Mehrere Personen geben einen Einsatz von
vielleicht 25 Cents, und wer dann dte höchste
Nummer wirst, erhält das Geld und den
Puter, dieser wird um einen nominellen
Preis an den Besitzer des Lokals verkaust,
und da« Spiel beginnt von Neuem. Gestern
Nachmittag wurde Johu NoyeS, der Besitzer
eines solchen Lokals an der Alice Annstraß-,
nahe Broadway, unter der Allschuldig ing,
das Hasardspiel in seinem Hause geduldet
zu haben, verhaftet und zu eiuem Verhör
vor PoUzeirichler Caschmeyer eingesteckt.
Als Zeuge wird ein gewiger Wm. Muir
auftreten, der dort an der Ansloosnug Theil
nahm und dann den Puter au,Noyes sür Hl
verkaufte.
Bald ist Weihnachten da-
Das schönste am Werthesten gehaltene Ge
schenk ist das Bild einer geliebten Person:
jeder Tag steigert seinen Werth. Um Auf
enthalt oder Verzögerung zu vermeiden, lasse
man sich jetzt abnehmen.—Unsere unüber
troffenen Einrichtungen, geschultes Talent
.und Anwendung des auchenblicklichen
Verfahrens befähigen uuS. die Ausfüh
rung aller Aufträge mit Gewißheit zu ver
sprechen. Unsere Feiertags»Spezialität ist
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N.B.— Wir legen Proben vor und
garantiren Zofriedea st el lu ug.
(28S-)
Die Vorlesungen über Hygiene in
der »lohkS Hopkins' HaLe."
Der gestrige Vortrag vou Dr. Billings
war vou besollderem Interesse, da er Gegen
stände besprach, die uns Allen sehr uahe lie
gen; er behandelte die „Nahrungs-nittel,
Märkte usw.." und berührte Manche?, wo
rüber die Meinungen weit auseinander
gehen. Der Gesundheitszustand eines Ge
meinwesens, sagte er, werde zum großen
Theile durch die Quantität, Qualität und
Nahrhaftigkeit der Eßmittelzufuhr bedingt.
Ein Ausbleiben dieser Zusuhr auf eine kurze
Zeit, ja, nur aus eiuen Tag sei oft von den
nachteiligsten Folgen begleitet, wte beim
auch ein lleberfluß eine verhältnißmäßigeVer
schweudung zur Folge habe, und Dies einen
bedeutenden Fakior m der National Oekono
wie spiele. Die Beschaffenheit der Nahrung«.
Wittel wirken nicht nur auf die Lebensdauer,
sondern such auf die Civilisation; bessere
Nahrung fördere nicht uur das Wohlbefinden
teS Körpers, sondern auch des Geistes. Er
beleuchtete zunächst die Wirkungen von ver
dorbener oder verfälschter Nahrung und
weinte, daß unser Fleifchvorrath ein sehr
großer sei: derselbe sei in den meisten Fällen
von gesunden Thieren, und die Gefahr einer
Erkrankung an verdorbenem Fleisch fei nur
gering. Zudem feien uur wenige Krankhei
ten des Schlachtviehs geeignet, das Fletsch
schädlich machen, zu denen die Tuberku
lose, Trichinose und alle, in denen Parasiten
gebildet würden, gehörten. Doch könne die
Gefahr, hauptsächlich derTrichiuose, durch ein
sehr einfaches Mittel beseitigt werden, näm
lich durch gründliches Kochen. Erkrankungen
kämen fast ausschließlich in deutscheu Famt
lien vor, die das Fletsch roh genießen. Es
sei daher nicht nothwendig, zur Verhütung
von Erlrankungen au der Trichinose spezielle
Gesetze und Vorschriften zu erlassen oder
strengere Maßregeln zu ergreifen. Dr. Bil
lings sprachlich sehr mißbilligend über das
Verbot der Schweineeinfuhr in Deutschland
au?, dieses wichtige Nahrungsmittel werde
dadurch vertheilen und der ärmeren Klasse,
die dessen um so mehr bedürftig, entzogen.
Tech sei die Einsührung einer Fleischschan
zu befürworten, und dann auch die Errich
tung von Schlachthäusern und das Treiben
vou Vieh duich die Straßen der Stadt zu
reguliren. Redner sprach sich cutschieden zu
Gunsten des Abattoir-SystemS aus. Ein
! gemeinsames Schlachthaus fei außerhalb der
Stadt zu errichten uns unter sau,tätliche
Aussicht zu stellen. Verschiedene Städte hät
ten jetzt solche Schlachthäuser und wären
sämmtlich fehr erfolgreich. Abgesehen von
dem Gemeilischaden, der durch die vielen
Privat-Schlächtereicn entstehe, sei das Abat
totr-System unendlich sparsamer, da es da
durch ermöglicht wird, alle Abfälle zu ver
werthen. Die Methode in Boston sei am
Zweckmäßigsten. Die bessere Klasse der Metz
ger kam dort vor mehreren Jahren um die
Erlaubniß zur Errichtung eines gemeinsa
men Schlachthauses ein. Ein jedes Mitglied
hatte das Recht, dort sein Vieh zu schlach
ten, konnte das Privilegium auch au Andere
übertragen. Die Sache wurde etivaZ ver
zögert, aber nach längerer Diskussion fand
der Plan allgemeine Billigung, nud seit
1876 ist das Schlachthaus in Thätigkeit. In
dem nach einiger Zeit veröffentlichten Be
richt wurde das Resultat als ein sehr zufrie
denstellende» bezeichnet. Die Gesammtkosten
beliefen sich aus etwa Pü2v,ooo.
Mit Flüchten set es anders; dieselben gin
gen so schnell in Fäulniß über, daß nichr je
der Bewohner der Siadt völlig reise undge
sunde Früchte erhalten könnte. Der Scha
den, welcher der Gesundheit durch den Genuß
unreifer Frucht erwächst, sei nicht nnbedeu
tend. Ans dem Lande kämen solche Fälle nicht
oft vor, aber in der Stadl sehr häufig.
Das wichtigste aller Nahrungsmittel vom
sanitären Standpunkte aus sei jedoch Milch,
weil sie so leicht der Gesundheit nacktheilig
sein kann. In der Milch vermehren sich Bak
terien und Pilze sehr schnell und durch einige
Tropsen unreinen Wassers könnten mehrere
Gallonen Milch verunreinigt und schädlich
gemacht werden. Erkrankungen und Sterbe
sälle infolge des Genusses schlechter Milch
kämen häufig, hauptsächlich unter Kindern!
vor, und wenn in der Familie des Milch
mannes eine ansteckende Krankheit herrsche,
würde der AnsteckungSstofs beinahe immer
durch die Milch verbreitet. Milch von kranken
Thieren könue auch schädlich wirkeu, aber
glücklicherweise höre gewöhnlich die Milch
abjonderung bei der Erkrankung aus. Die
Milch mit der Tuberkulose behafteter Kühe
verursache oft Krankheiten bei Kindern, und
die Gefahren feien schwer abzuwenden. Ab
geschöpfte Milch sei sehr ungesund und ver
ursache besonders bei Kindern Verdauungs
störungen und häufig den Tod. In vieieu
Fällen, besonders bei Deutschen, gebe mau
Säuglingen schon nach drei Monaten feste
Nahrung, Milch sei jedoch am Besten
Muttermilch, und weuu diese nicht zu haben
ist, Kuhmilch, welche jedoch nicht des RahmeS
beraubt werden dürfe. Langes Abstehen der
Milch sollte nicht geduldet werdeu, weil sie
sehr leicht verdirbt. Redner sprach dann über
die Benutzung der abgeschöpfte« Milch und
meinte, der Verlaus derselben sollte auf we
nige Personen beschränkt werdeu. Er verwarf
mit Nachdruck das Füttern der Kühe mit
Schlempe, diesem Uebel sollte sowohl durch
Munizipal-, wie durch Staatsgesetzflebunz
gesteuert werden; doch, da alles Dieses un
genügend sei, müßten auch die Bürger mit
helfen. Am Reinsten sei die Milch in Frank
furt a. M., wo sich eine Compagnie gebildet
hat, um gesundes Bich und gesunde Stil
lung zu beschaffen, und welche infolge Dessen
auch gesunde Milch liefert. Es werde ü°?er
diese Milcherei sanitärische Aufsicht geübt,
und hie Milch in Pinien- und Quartfla'chen
verkaust.
Dr. Billings besprach sodanu des Längeren
die Verfälschung von NahruugSmitteln uud
war der Meinung, daß d-durch uicht so viel
Unheil angerichtet würde, wie allgemein an
gkncwmen werde. Die Verfälschung be
schwindele, aber vergifte uns nicht. Zwei
der wichtigsten «toffe feien Glukose und
Oleomargarin. Die Gefahren bestanden aber
nicht in den Artikeln selbst, sondern in der
Verfälschung derselben, wenn z, B. Fett
von ungesundem Vieh zur Fabrikation von
Lchsenbüiter verwendet würde. Glukose
werde meistens ans Mais hergestellt, ent
halte zwar uicht so viel Zuckergehalt, wie das
Zuckerrohrpcoduki, sei aber niqt schädlich und
werde in großem Maße zum Brauen, sür
Confekt:c. verwendet. Am Meisten winden
gemahlene Gewürze, Kaffee usw. verfälscht,
uud -S sollten gesetzliche Maßregeln getroffen
werden, um diesem Uebel zu steuern.
Die Gefahren, weiche der Sesuudheit aus
dem Genuß vcn Nahrungsmitteln in Blech
büchfeu erwachsen, seien sehr gering. Balti
more sei praktisch das Centrum dieses Ge
schäftS, und metallische Vergiftungen kämen
bei mit Maschinen hergestellten Büchsen nur
selten vor; ein Defekt in der Conseroirung
trage gewöhnlich die Schuld. Bis jetzt seien
nur etwa vier bis fünf Fälle von Bleioergif
tnng vorgekommen.
Eng mit der Verfälschung von Nahrungs
mitteln verbunden seien Farben, doch habe
der Verkauf von Tap'eten mit Acsenilsarben
in den letzten zwei lahren sich um etwa -in
Drittel vermindert. Vielleicht größere Ge
fahr, wie aus der Verfälschung von Nah
rungSmitteln, entstände aus derjenigen von
Droguen, uud die Folgen seien gar nicht zu
berechnen.
Dr. Billings schloß mit einigen Worten
über die ungeheure Verschwendung von
Nahrungsmitteln, die etwa ein Drittel be
tröge, doch fei die Zunahme derselben größer,
als die der Bevölkerung.
Die „Vereinigte Bäckerg es ell
schaft in Baltimore" hielt gestern
Nochmittag um 2 Uhr in der „MechanicS'
Halle" eine Generalversammlung, in welcher
die Nominationen der für das nächste Jahr
am erste» Mittwoch im Januar zu erwäh
lenden Beamten stattfanden. Den Vorsitz
führte Hr. E. Hucksoll und Hr. F. Rüth das
Protokoll. Nach Beendigung der Routine
geschäste und der definitiven Aufnahme neuer
Mitglieder wurde zur Nominatiou geschrit
ten, welche folgendes Refultat ecgab: Prä
sident E. Huckfoll und I. Bauer; Lice-Prä
sident K. Bauer und I. Lohrmann; Schatz
meister I. Tripp und H. Beste; Sekretär
Franz Rüth uud C. Hellwing.
Tie „Wilhelm Tell-Loge Nr. 4«
vom Orden der „Odd-FellowS" hielt am
Dieusiag in der „Odd-FellowShalle" die jähr
liche Wahl ihrer Beamten. Erwählt wurden
die HH. Karl Julius Franke Großmeister;
Max Katz Vice Großmeister; Georg P.
Reinhardt Sekretär; Georg W. Becker (ein
stimmig zum 13. Male) Schatzmeister: Hein
rich Engel Marschall; Georg Pluggemeyer
Lvgenvertreter in der Großloge; Mitglieder
des Finanz-Comite's August Hellwig, Hein
rich L. Bühler und Heinrich Wolf; Mitglie
der des Comite'S für Nebengefetze Hermaun
H. Korke, Heinrich Wolf. Karl Franke,
Heinrich Engel uud F. Knoche; Mitglieder
des Schul-Comite'S Heinrich Engel, Her
mann Hast uud Moses Pe.lstein ; Repräseu
tonten bei verdeutschen Bibliothek H. Wolf,
H. S. Bühler und Karl Franke. Nachdem
die Wahl vorüber, uud die Loge sich vertagt
hatte, folgten die Mitglieder der Einladung
ihres Bice-Präfidenten Max Katz zu einem
Abendessen, welche« derselbe bei Hrn. Fr.
Knoche, Nr. 73, Nord-Gaqstraße, bestellt
halte. Tie elegant gedeckte, mit Blumen und
Emblemen geschmückte Tafel fah bald gegen
fünfzig fröhliche Gäste versammelt, welche
dem vorzüglich bereiteten Esten wacker zu
sprachen uud bei trefflichem Weiue und Bier
bis in den Morgen hiuein sich auf das Ge
müthlichste unterhielten.
Die „B a l t «m o r e r Tur ng e
mein de" hielt gestern Abeud in ihrem
Lokale. Nr. 84, West-Baltimorestraße, eme
Geveralverfammlnvg, m welcher der Spre
cher Tbeoder Lambert den Vorsitz nnd Hr.
I. Lösch da, Protokoll führte. Der Bericht
des Rechners Karl Heise wies nach, daß der
Verein sich in guten finanziellen Verhält
nissen befindet, welche fich von Tag zu Tag
günstiger gestalten. Nachdem sechs neue
Mitglieder ausgenommen und dieNomina
tioueri siir die am 2. Januar 1684 stattfin
dende Wahl der Vorstandsmitglieder ge
macht worden waren, wurde beschlossen, am
25. Dezember ein Tanzkränzchen, verbunden
mit dramatischen Vorträgen, abzuhalten.
Der „d eutsjch.am e r t ka n i sch c
demokrat i s ch e L er ein der 17. Ward"
hielt gestern Abeud im Hauptquartiere, Nr.
1l!ü, Weststr., unter dem Vorfitze des Präsi>
denten I. A. Reusing und der Protokollfüh
rung des Hrn. E. G. Jnng eine sehr gut be
suchte und enthusiastische Versammlung. Den
Delegaten Hrn. E. G. Jung, S. Silber
schmidt, L. C. Schmidt, John Fritz, I. A.
Reusing und ChaS. Lannatewitz wurde der
Dank des Vereins sür ihre bei den letzten
Wahlen gelns:eten guten Dienste ausgespro
chen; und nach Erledigung mchrererßoultne-
Geschäste vertagte man sich bis zum Dienstag
Abend.
Ein „Zirkel israelitischer jun
ger Damen" wurde gestern-von Frau
Goody Rosenseld zu dem Zwecke in s Leben
gerufen, Arme mit Schuhen und Strümpfen
zu versehen. Zu Beamten wurden erwählt:
Präsidentin Frau C. Jordan, Vice-Präsi
dentin Frau S.GrünSfelder, Schatzmeisterin
Fränlein C. Schiff, Sekretärin Frau H.
Meyer. Direktorium R.Lieblich, H.Neuhoff,
D. Rohr, I. Lieblich, D. Weyler, F. Blu
menthal, A. Markus, E.Weglein, M.Mans
bach, N. Janowitz, H. Frank und B. Frie
denwald. Der Verein zählt bereits 42 Mit
glieder und tagt an jedem Mittwoch in der
„Covenant-Halle."
Beamte n w a!>l en. Der „Cnster-
Posien Nr. 6, G. A. R erwählte vocgesten.
folgende Beamte für das 'ommende Jahr :
Ccmwandkur Isaak McCuiley, älterer Vire-
Ccmmandeur L. E. Boldwin, jüngerer Vice
Commandeur George P. Parker, Quartier
Meister R- P. Richardson, „Offizier dnjour"
I. B. Robinson, Arzt John R. Reiley,
Wachtojfizier C. C. Speed, Delegaten sür
das TepartementS-Lager John R. Reiley u.
L. C. Fox, Stellvertreter Wm. H. Wheeler
und W. T. Nobinson.
Tie neu erwählten Beamten des..Guy-
Postens Nr. U'>. G. A. R.," sind folgende:
Coirmandeur Henry Aoung, älterer Com
mandeur George Armstrong, jüngerer Com
mandeur Jobn W. Carmack. „Offizier du
lour" John TeemS, Stabsoffizier Wm. A.
White, Arzt Jsäiah Patterson, Quartier
meisler Joseph C. Cornish, Admiiiistratians
Rath Jefferson Davis, Thomas Mills, T.
Delegaten zum Departements Lager Wm. H.
Howard, Lewis Pattersou und Wm. A.
White.
Der deutsche Exerzierverein Nr. 1 der
„PythioS- Ritter" erwählte folgende Herren
zu Beamten für da« nächste Jahr: Präsident
Heinrich Bruggmann, Vice-Präsident Karl
Edelmann, Schatzmeister G. Giese, Sekretär
Anton Jäger, Capilän Heinrich Feuaer,
eisler Lieutenant Wilhelm Schreivoget,
zweiter Lieutenant Julius Stempel, erster
Fahnenträger Johann Nelk, zweiter Fahnen-
Häger Johann'Weigel, erster Führer Louis
Benick. zweiter Führer Georg salzmann,
Direktoren Conrad Darsch, Jakob Kull und
Ernst Zimmermann und Collektor Anton
Jäger.
Interessanter Vortra g.—ln der
letzten Sitzung der Akademie
der Wissenschaften." hielt Prof. Luzger
einen hockst interessanten Bonra, über ben
sogeiiannten Oelkäfer
wclä,er rrsi seit einigen Jahren isrüder kannte
man ihn hier gar nichts gewiss-
unseres Landes heimsucht, namenttich dteje
nigen, in denen es viele Bienen gieb«. Setn
Biß ist giftig und verursacht groß? Achmer
zen. kann unter Umständen sogar gefährlich
werden.
„Greiscuhrim' -Fuir Sc» :! Dezcmdr".
c2B7->
Interessante Skizzen. Pros.
Geo. E. Little au? D. C.,
entwarf gestern iu der „Lryant-Stratton-
Sadler'fchen Handelsschule" einige höchst
interessante Bleifeder- und Kohlenzeichnun
gen. Namentlich die Karikaturen bekannter
Persönlichkeiten und dies „Diide" waren
köstlich.
„Die That allein beweif' tder
Liebe Kras t" —legt Euer Scherflein aus
den Altar der Nächstenliebe, an dem heute
deutsche Frauen als Priesterinnen Eurer in
der „Concordia" harren!
Frau Riall S Ableben immer
wahrscheinlicher. Frau Laura Riall
von Nr. 270, West Biddlestraße, die unglück
liche Heldin des Familieu-DramaS vom !etz
ten Freitag, hat wieder mehrere Anfälle von
Wundfieber gehabt und schein! ihrer Auf
lösung schnell entgegen zu gehen, während
allerdings auf der anderen Seite ihr Haus
arzt Dr. Horn große Hoffnungen auf ihre
Jngendkrast setzt und zum Wenigsten den
Tod noch nicht in den nächsten Tagen er
wartet.
Wie es heißt, beabsichtigt Hr. John Riall,
der Gatte der mit dem Tode Ringenden,
eine Erklärung zu veröffentlichen, iu der er
sich von den Verunglimpfungen seines Cha
raktcrS Seitens eine« Theiles der hiesigen
Presse zu reinigen gedenkt.
Bei dieser Gelegenheit und Angesichts der
Wahrscheinlichkeit eines weiteren Jnauests
in diesem Familien-Drama möchten wir doch
schon heute sehr entschieden auf die Noth
wendigkeit einer gründlichen und vor allen
Tingen auch öffentlichen Untersuchung hin
weisen. Ten Repräsentantin der Presse sollte
der Zutritt zu dem Sitzungszimmer der Jury
nicht nunöthig erschwert werden, wie eS bei
der Leichevschau über die beiden gemordeten
Kinder der Fall war, sondern es sollte dem
Soroner vielmehr erwünscht sein, die Unter
suchung so viel, wie möglich, zu einer öffcnt
lichcn zu gestalten. Denn nur auf diese Weise
können die vielen seltsamen Gerüchte, welche
gerade über diesen Fall im Publikum ver
breitet sind, auf ihren wahren Werth zurück
gebracht werden.
Ein vielleicht tödtlicherUnsall.
Hr. Howard B. Allen von hier,
mann des Schooners „Wm. A. Marburg."
Capt. Pillsbnry», welcher gegenwärtig an
Smith'S Werfte liegt, hatte gestern das Un
glück. als er das Verdeck hinab ging, 20 Fuß
tief in den Schiffsraum hinunter zu stürzen.
Leider erlitt er dabei eine schwere Rücken
markSerschütterung, sowie innere Verletz» i
gcn und mußte iu einem A'mbula..zwogen
nach der Marine - Abtheilung des „St. Jo
sej.h'S Hospitals" geschafft werden.
JmStadt.Hospttale gestorben.
Hr. I. C. Cameron, ein 32 Jahre alter
Schauspieler von Kernan'S „Monumenta'-
Theater," erlag gestern im Stadt Hospitale
nach einer Krankheit von nur zwei Wochen
dem Typhus. Für die Beerdigung wird H .
S, Fort, Verwalter des »Schauipi-le;-
Fonds," sorgen. Der Verstorbene rvohlUe in
Boston, stammte aber ans Canada.
Ein Baltimorer inArizona ge>
tödtet. Oberst Jos. C. Hill, ein Jmpek
tor des hiestgenZollamts, erhielt dieser Tage,
beträchtlich verspätet, eineDepesche ans Will
cox iu Arizona mit der Trauerbotschaft, daß
sein Sohn Wm. Manley Hill in der Nacht
des 21. November gelödtet worden sei. Ab
gesandt ist diese Depesche von einem gewissen
Jobn Wilson, enthält aber sonst keine nälzc
reu Angaben, und Oberst Hill hat deshalb
sofort telegraphisch um genaue Auskunft
nachgesucht. Ter Verstorbene war etwa S 0
Jahre alt und hat sich 13 Jahre lang an den
Grerzen der Civilisation aufgehalten, wo er
ein an Gefahren reiches Leben geführt hat,
indem er bei dem Frachttransport von der
entfernten Eisenbahn-Station nach den Gru
ben thätig war. Wahrscheinlich wiro er des
halb seinen Tod bei der Vertheidigung seiner
Frochtwagen gegen einen feindlichen Ueber
saU gefunden haben.
Beerdignngen. Gestern Morgen
um acht Uhr wurden die sterblichen Ueber
reste des am Sonntag in Nr. 80, Oxfordstr.,
verschiedenen Hrn. Geo. K. Schäfer nach
einem vom Pater Brethof in dec st. Alphon
snekirche gehaltenen feierlichen Todtenamte
onf dem St. AlphovsuZ - Gottesacker dem
Schooße der Mutter Erde übergeben. Als
Bahrluchträger fungirten die HH. Müller,
Beikirk, Elsäsier, Hübschmaun, Frank, Htm
mel. Lauer und Popp von der „1t hl. Noth-
Helser-Gesellschast," und das Leichenbegäng
niß war ein ungewöhnlich großes.
Desgleichen wurden gestern auf der
„London - Park - Cemetery" die sterblichen
Ueberreste des Hrn. Julius Schramm, eines
Veteranen aus dem Bürgerkriege und Mit
gliedes des „Wilson - Postens" der „Großen
Armee der Republik." vou der Behausung
der Familie Nr. I!>3, Süd - Washingtoustr.,
zur letzten Ruhe bestattet. Die Beamten des
genannten Postens fungirten als Bahrtuch
träger.
Gestern Nachmittag um 2 Uhr fand da»
Begräbniß des am Sonntag nach langjähri
gen Leiden in seinem 36. Lebensjahre verstor
benen Hrn. Christian Auerbach von seiner
letzten Wohnung, Nr. 22, Williamsoa-Alley,
aus ans der „Loudon-Park-Cemetery" statt.
Pastor Keller hielt an deiz reich mit Blumen
geschmückten Zarge im Hause eine Trauer
rede und ertheilte dem Verstorbenen den
Segen der Kirche in seiner letzten Ruhestatt.
Der Kaplan des „TelaScoStammeS" des
Ordens der „Rothmänner," Hr. F. Zander,
vollzog alsdann am Grabe den RituS des
Ordens. Ais Bahrtuchträger fungirten Mit
glieder des „Allgemeinen Arbeiter-Krankeu-
Unterstützung Vereins" und de» „TelaSco-
StammeS." Hr. Auerbach war iu der Nähe
von Kassel geboren und kam mit seiner ihn
überlebenden Gattin lm Jahre 13K2 nach
Baltimore, wo er bi« zu seiner Krankheit ein
Fvhrgeschäst betrieb.
Anzeige! «Sreisenheim
Ter Man» mit den vielen Pro
zessen, Dr. Harriso» Wagner voll Frede
rick-tzonnty, welcher wegen seiner Prozeß
sucht im ganzen Lande berüchtigt geworden
ist, und den man seit geraumer Zeit im
County-Gefängniß besorgt und ausgehoben
Wähnte, beschäftigte vorgestern wieder ein
mal das KreiSgericht von Baltimore-Coumy.
Der Doktor ist nämlich wegen Verachtung
des Gerichtes von Frederick County einge
sponnen worden und sucht letzt im Staate
nach einem barmherzigen Richter, welcher
thu befreit. Cr glaubte, in dem guten alten
Richter Pellott von Balto.-Eo. seinen Minn
gefunden zu haben. Dieser erließ einen Ha
beaS-EorpuSbefehl, und vorgestern wurde der
" Fol! verhandelt. Dr. Wagner ist ein kleiner
unschcivltchcr Mann mit braunem Haar und
Backenbart, sein Auge schwelst fortwahrend
unruhig umher. Er hatte zwei Anwälte, die
HH. I- H. Handy von Baltimore und einen
Hrn. Pompel von Frederick. Seine Gegner
waren aber gleichfalls gut vertreten. Da
waren R. Stockett Matthews, Jame« Mc-
Sherry und F. I. Nelson. Nachdem die
Sache des Längeren argumentirt worden
war, gab Richter Pellott seine Entscheidung
ab, indem er erklärte, daß er keine Jurisdik
tion in dem Falle habe. Dr. Wagner wurde
wieder in'S Courily « Gefängniß zurück ge
bracht. Nunmehr reichte er hier gestern durch
seinen Anwalt Hrn. John H. Handy im
Stadtgerichte eine Petition um einen Ha
bea? EorpuSbesehl gegen den scheriff von
Frederick County ein. Er macht geltend, daß
er widerrechtlich im Fredericker Gefängniß
gefangen gehalten werde. Richter Duffy ver
fügte, daß der Betreffende ihm am nächsten
Monlog um zehn Uhr Vormittags vorgeführt
weiden soll.
Eiue- Klage aus Erlangung von
Bargegeld. Im Bunde? Kreisgerichte
u achten gestern Morgen die „Nautucket Kap-
Cod Damvfcr - Comp." u. A. gegen den
britischen Dawpser „Cydouia" n. s. w. eine
Kloge auf Erlangung von Bargegeld anbäu
gig. Der Dawpser „Eydonia" lief auf der
von New Pork nach s>. John an der
Westseite der Insel Nanrucket auf den Strand,
und räch einem Abkommen mit den Dam
pseiu . River Oueen" und „Martha S Vine-
Haid" von der klägerischeu Compagnie lei>ie
icn diese dem gestrandeten Fahrzeuge Hülfe.
Endlich doch noch verhaftet.—
Wm. Hcmy Thomas, eiu junger Neger von
23 Jahren, welcher im letzten Sommer in
Bay-Ridge eine goldene Uhr und Kette ge
stohlen haben soll, und ans den die Behörden
schon längst gefahndet haben, wurde
vom Sergeanten Flannery im nordweäüchen
Stadiiheile verhaftet, gerade, als er seiner
Geliebten einen Besuch abgestattet hatte.
Ter verunglückte Romeo wird sich nun heute
vor dem Polizeirichter Hamilton aus eine
ganze Reihe von Diebstahls Anschuldigungen
zu verantworten habe», denn er soll auch
noch dem Neger McLane von Nr. li, Carl
tonstraße, einen Anzug im Werthe von
gemaust haben, den er Frau Hertha Schloß
von Nr. 127, Nocl» - Eutawstcaße, verkauft
haben soll. Aber ehe er den Laden dieser
Tamt verließ, nahm er zum Andenken ein
Täschchen mit, in welchem sich H 7 befanden.
Feiner stahl er ouS dem RekrutirungSbüreau
für Negersoldaten einige Gegenstände, und
endlich werden ihm noch mehrere andere
Diebstähle zur Last gelegt.
Polizisten aus dem Dienste
entlasse u.—Die Polizisten Geo. Arnold
vom mittleren und JameS O Brien vom
nordwestlichen Bezirke wurden gest-cu aus
dem Dienste entlassen, weil sie sich der
ftichtversänmnlß bei der Abparrouillirung
ihres Bezirks ichuldig gemacht haben soll -n.
Ja, der Erstere soll sogar den Feueralarm
in der vorletzten Nacht in seinem „Leat" gac
nicht gebort haben. An ihrer stelle
Georg Fanth von der I'-». und Patrick I.
Kelly von der d Ward ernannt.
Der Holzhos für Arbeitslose
und „Tramps," aus welchem bekanntlich
ikder diesen Mei.schentlasseu Angehörige 50
CertS für das Sägen einer Kla'ter Holz ver
di-nen konn, wird am Montag am Hughes'
Ouay, in der Gegend der Pork- und Willi
awstr., eröffnet werden. Der Verein, wel
cher das betreffende Grundstück für Hl? mo
natlich gemiethet hat, verfügt über ein Ka
pital von H2VOO, wovon die Hälfte durch
Privat - Subskriptionen aufgebracht worden
ist, KILOS aber von Hrn. ThoS. Wilson her
geliehen wurden. Zum Superintendenten
dcS Hoizhoses wurde Hr. Ed. H. ComegyS
mit einem Wochenlohne von H 7 ernannt.
Sladt-Controlenr Vansant wurde gestern
von dem Leiter des Unternehmens Hrn. S.
P. Thompson gefragt, ob die Herausnahme
einer Licenz erforderlich sein würöe, und er
rinderte, daß die Stadt damit Nichts zn thun
habe, sondern nur der Staat. Dagegen
würde sür jeden Holzwagcn vou Seiten der
Stadt eine Abgabe von H2.3V erhoben wer
den müssen.
Die „Heimath für Unheilba.r e."
Die Direktoren der kürzlich incorportrten
„Heiwath sür Unheilbare" hielten vorgestern
Mittag in der „Farmers' und Planters'
Bank" eine Versammlung und erwählten
folgende Beamte.- Geo. I. Torrance Präsi
dent, Engen Ltvering Vice-Präsident, A. H.
Whitcley Sekretär, W. A. Mise Schaymei
ster. Eine große Anzahl Damen wurde ser
ner als Hüls»behörde erwählt und bekannt
gemacht, daß die Eröffnung so bald, wie
u ögltch, stattfinden solle. Neberigesek? wur
den angenommen, ein Comite ernannt, um
einen Aufruf an das Publikum zur Unter
stützung zu crlasien, nnd der Sekretär berich
tete, daß er über einen Fond von 526V0 ver
füge» der zum nenen Gebäude verwendet wer
den Wird. Die lährliche Mitgliedschaft kostet
lebenslängliche H3O. Direktoren sind die
HH. Enoch Pratt, W. H. Perot, W. W.
Spence, T. Harrison Garrett, Eugene Leve
rivg, Thomas De Ford, Clay <?mith,
John Tyson, H. A. Mise, Dr. T. A.
Ashby, George I. Torrance und Arthur H.
Whitelry.
Der Dampfer „Ohio" vom „Nord
deutschen Lloyd," Capt. Meyer, wird vor
aussichtlich am Samstag früh mit etwa
Passagieren von Bremen hier eintreffen.
Die „Nova Scotia" von Liverpool wird be
reits am Freitag erwartet.
Die Einfahrt in den Nomini-
Creek (am Potomac) ist durch das Wrack
des am Montag gesunkenen Schooners.,Tex
ter" versperrt, so daß die hiesigen und Wash
irgioner Dawpser, welche tägliche Fahrten
nach Westmorelarrd County, Birg., machen,
nicht einzuläuten vermochten.
Ei ne Ne g e rin üb er la hre n und
getödte t.—Dee Leiche einer unbekannten,
etwa 53 Jahre alten Negerin wurde gestern
Nack mittag aus der „Baltimore-Ohio-Elsen
vohrr" iu der Nähe von Mount Winans auf
gesunden «nd um Ii) Uhr uach dem Camden-
Bahnhofe gebracht. Da man aber später
crfnhr, daß die Verstorbene in Mannt Wi
llem« felbst gewohnt hatte, schaffte man sie
dorthin zurück. Jedenfalls ist sie von eine»
Lokomotive zur Seite geschleudert worden,
obgleich äußere Verletzungen au ihr nicht
wahrnehmbar waren.
Unfälle.— Dr. Ward?, der StaatS-
wurde gestern an der Ecke
vou Eutaw- und Fayettestraße aus feinem
Wagen geschleudert und erlitt nicht unbedeu
tende Verletzungen am Kinn. Dr. Rein
hard behandelt den Verletzten.
Der 12-jährige Willie West, Sohn des
H n. Wilhelm West, nahe dem „Druid-
V wohnhaft, wurde gestern Nach
mittag an der Ecke von Boundary- nnd Ma
difon Avenue vom Pferde geworfen und von
einem Pfcrtcbahnwaggon überfahren. Ob
gleich der Kutscher sein Möglichstes that, deu
Wagen zu hemmen, ging doch ein Vorderrad
über den rechten Fuß des Knaben und zer
malmte ihn. Ein zufällig vorüberfahrellder
Verwandter des Knaben, Hr. Orem, nahm
den Verunglückten in feine Buggy und führte
ihn den Eltern zu.
Ein von Wm. Thomas kutfchirter Holz
wagcn der Firma Carey Co. warf gestern
Morgen um !1 Uhr am Broadway nahe Pratt
steaße das kleine Negermädchea Ida Grau,
Nr. 43, Süd-Bethelstr., zu Bodeu und ging
über dasselbe hinweg, wodurch sie leicht am
rechnn Beine verletzt wurde. Dem Fuhrmarm
ist keine Schuld au dem Uofalle beizumessen.
Dir „mittlere Konferenz der
lutherisch ell Synode von Mar Y
lalid" tagt gegenwärtig in MechanicStown,
und außer den reguläreu Routlne-Geschästen,
welche erledigt wurden, hielten namentlich
mehrere Pastoren höchst rvterenante Vorle
sungell über das Leben und Wirken Luther's.
Aus BaltrmoreCounty. Die
Großgeschworenen von Baltimore - County
erhoben gegen Pat. McGlcne eine Anklage
wegen Mordversuchs aus den Neger ChaS.
Husen, dessen er sich vor einigen Tagen
schuldig gemacht haben soll.
Die Anst ernstscher amChoptank
beschweren sich wieder einmal bitter über die
vielfachen llebertretungen der Austernsang.
Gesetze Seitens größerer Fahrzeuge uni>
über die Unzulänglichkeit deSÄusterri-Polizei
dievstes.
Massen-Diebstähle in Carroll-
C o unt rz. —ln der Nähe von Untontown,
CarrM County, wurdeu in der Nacht <zum
Samstag llichr weniger, als sechs verschiedene
Einbrüche ausgeführt, und es ist noch nicht
gelungen, der Thäter habhaft zu werden.
UebrigenS hatten die gestohlener! Gegen
stände sämmtlich keinen großen Werth.
FeuerSbrunst in St. Mary'S
Tonnt y.—DaS Wohnhaus des Hrn. Wm.
SaftliN an der Clements-Bai brannte vor
gestern Abend mit voller Einrichtung nieder.
Nur zum Theile versichert.
Personalnottz. Hr. H. Llanne
xrvS. früher deutscher Konsul, einer der all
gesehensten deutschen Bürger und Bankiers
Chicago'S, befindet sich in der Stadt.
Kirchliches. Die ueue katholische
Kirche, mit deren Bau an der Ecke der Baker-
und sofort begonnen werden
soll, wird den Namen St. Bsrromes-Kirche
erhalten.
Die amerikanischen Prälaten
i o Rom. Vater Geo. W. Deviue von
der Kathedrale hat abermals etu Schreiben
vom Erzbischof Gibbons erhalten, in wel
chem es heißt, dag da» Resultat der Verhand
lungen in Rom bisher alle Betheiligten voll
ständig befriedigt habe. Die Vorlagen der
amerikanischen Prälaten sind erledigt wor
! den, und die Erzbischöse erwägen nnnmehr,
.n welcher Form sie die Beschlüsse dem Ple
nar-tzonzil des nächsten Jahres vorlegen sol
len. Die Conferenzen. welche wahrscheinlich
bis Weihnachten dauern werden, finden täg
lich statt, und Erzbischof Gibbons führt in
ihnen als Primas der Ver. Staaten den
Vorsitz. Mit Bezug aus Zeit und Ort des
Plerar > Conzil» ist noch nichts Bestimmte«
festgesetzt worden, indessen glaubt mau, daß
es im nächst:« Herbste in unserer Stadt zu
sammen treten wird, sallz sich nämlich die
Kathedrale als geräumig genug erweist. Die
Rückkehr de? Erzbischos» dürfte kaum vor dem
Frühjahr zu erwarten fein.
Die Nu gestellten der Firma A.
Hocn Co. brachten gestern Abend dem
von Californien zurückgekehrten Hrn. Ernst
Hoen vor feiner Wohnung in Waverlh ein
Ständchen. Hr. Hoen war über die Ans
merksamleit der Herren selbstverständlich hoch
erfreut und feiene in ihrem Kreise seine Rück
kehr in angenehmer Weise.
Extravorstellung eine» der
wilden Australier. Einer der von
der Kultur noch wenig beleckten australischen
Wilden des „Dime Museums," mit Namen
Tiendal. gerieth gestern über irgend eine
Kleinigkeit in Zorn nud ging seinem Wärter
Hrn. Cunningham zu Leibe. Auch die übri
gen Wilden schienen nicht übel Last zu haben,
! den KriegSpiad zu betreten, und eS bedurfte
" der ganzen Geschicklichkeit des Hrn. Herzog,
i die empörten Gemüther etwas zu beruhigen,
u. s die HH. Australier wieder zu einiger
.1 aßen civilisirten Menschen zu machen.
Ein neuer Ba uv erei n. Gestern
fand ebenfalls eine gui besuchte Veriamm
lung von Herren in Hrn. H, Elfäsfer S
i Lokal, Nr. IVO, «?üd Wolfstraße. statt, um
! über die Gründung eines neuen BauvereinS
! zu berathen. Hr. Michael Herr wnrde zum
xrorisorisä'en Sekretär erwählt. Man unter
zeichnete mehrere Hunderl Antheile, gewiß
ein erfreulicher Ansang und ein sür da? zu
künftige Gedeihen und Wachsthum des Ver
eins lehr günstiges Zeichen, und erledig«.?
andere Geschäfte, gelangte jedoch mit den
! Arrangement? noch nicht in'S Reine, uud es
wird deshalb am nächsten MiMvsch eine
weitere Versammlung stattfinden.
Das proj ekt ir teA uS st el l u:i gs-
Gebäud e.—Tie Mitglieder des General-
Comite'S sprechen sich sehr befriedigend über
die bisber eingegangenen Speztalberichtc der
Urter Comite u au« und sind überzeugt, dem
Publikum ichon in diesen Tagen einen über
an? günstigen allgcmeim'.: Bericht vorlegen
zu können.
GrundstückSverkä u sc.—Die Auktio
! Natoren Wm. Seemüller Comp, verstei
! gerten gestern das zinsfreie Grundstück Nr.
4 uud «!, Nord - Froutstraße, mit Wohnhaus
! und Steinhauerei an Hrn. Wilh. Süß für
jit7W. Tagegen wnrde ans die Maschinen,
Tampilcssel n.s.w. der „Vnlkan-Eisenwerkc"
an der Williamstraße. auf welchen Pfand
anfprüche in der Hohe von ruhen,
überhaupt kein Angebot gemacht, obgleich
sich Kauflustige geuug ans anderen Staaten,
sogar bis aus Texas, eingefunden hatten.
Polizeiliche?. Charles F. White
gerieth, weil er mii Waaren ohne Conzession
hausine. mit der Poüzei in Conflikl und
siebt einem Verhöre vor Richter Caschmeyer
entgegen.
Diebstahl c.—Polizist Lau r vom ostli-
Scn Tistrikte verhaftete vorgestern einen
Reger, der feinen Rameu als John S. H.
Herbert angab, als er gerade im Begriffe
stand, in einem Trödlcrladen an Bo» 'strakc
:tn gewertbetet rotbeS Tischtuch
! sür Ztl Cents zn verkaufen. Dasselbe kann im
StationShauie des Distriktes vom Eigeuthü
! mer reklamirt werden. Herbert wurde für
! ein am d«. Mts. flatinndende« Verhör
! nach dem Gesängnisie gewndt.
! Die Negerin Selie Bond soll der
! Hantsarbgenossin Dashiell Klei
dungsfiückc ini Werthe von 5?, ausgesührt
haben und siebt deshalb einem heute vor
Richter Morie stalinndenteu Verhör eut
! gegen.
Der Neger Frank Cormick wurde ge
stern auf Veranlassung der Behörde» oou
! Dorchester - Countv verhaftet und für das
- Verfahren der Großgeschworeiien beigesteckt.
! Cr wird beschuldigt, Hrn, G. Mtlls zwei
! Schweine im Werthe von HW, nud Hrn. S.
! Jonts ebcnjall» zwei im Werthe von?l«! ge
! stöhlen zu haben.
Lokalberichte au« Washington.
Washington, 'i. Dezember. - De.'
neue Postmeister eines kleinen südlichen
Städtchens befindet sich iu ganz eigenthüm«
licher Lage. In dem Bestallungsschreiben
war dem Clerk das Malheur passirt, zu der
Jahreszahl die letzte Ziffer wegzulassen, so
daß es letzt heißt „188" anstatt Der
gnie Mann möchte unu wissen, ob Das vor
Christi oder nach Christi Geburt ist.
Die Wirren im „National-Colleg für
Pharmaceuten," welche dadurch entstanden,
daß ein Neger als Student aufgenommen
wurde, worauf die Mehnahl der weißen
Zöglinge die Vorlesehalle verließ, scheinen
rrieder ge'chlichtet zu sein, indem sich di'
Krakchler nach und nach zu deu Vorlesungen
einstellen.
Dr. Eduard LaSker. der bekannte Füh
rer der Liberalen im deutschen Reichstage,
ist hier gestern Vormittag eingetroffen und
in Willard's H»tel abgestiegen. Cr besuchte
später in Gemeinschaft der deutschen Cou
greßmitglieder Denster und Günther das
Kapitoi und war vollständig euNückt von deu
Einrichtungen desselben. Hr, Laster ist nur
klein von Natur, spricht leise, scheint aber
ein ansmerlsamer Beobachter zu fein. Näch
sten Sonntag wird ihm zu Ehren in Adner s
Halle ein Bankett gegeben, woran sich vor
aussichtlich sämmtliche deutsche Cougreßmit
glieder beteiligen werden.
Die „Baltimore Potoma. - Eisenbahn-
Compagnie" suchte aestern im Billigkeilsze
richte um einen EinhaltSbefehl nach,wodurch
die Bürger von Süd Washington, welche
von Zeit zu Zeit gegen die Compagnie scha
dtnersatzklagen von HSWO bis H6k,ölX) an
hävg'g gemacht haben, an weiterem gericht
lichen Vorgehen verhindert werden sollen.
Ter Congreß habe der Compagnie das We
gkrecht zugestanden, und alle Fragen über
Rechte, «chaden und Vergütungen sollten
vom Billigkeitsgerichte entschieden werden.
Gestern Nachmittag wurde in Alexan
dtia, Birg.» der vierzehnjährige Sehn des
v'.n. John Tonnelly, Walter, von Robert
Pitts, I<i Jahre alt, mit einem Pistol in deu
«iepf geschossen. Die Kugel drang in die
Stirne ein und ging den Ichädel entlang bis
zur Schläfe, wo sie sich festsetzte und von Dr.
Smith berauSgeschuitteu wurde. Da» Pistol
war kleinen Kalibers, und die Wunde ist
gefährlich. Pitt« hatte mit dem Pistol ge
spielt und es verschiedene Male aus seine
kleine Schwester abgedrückt, es versagte aber
und Pitt» war daher der Meinung, daß das
?ilig nicht gefährlich sei. Er wurde arretirt
und nach dem Gefängnisse geschickt.
Ex' Privatsekretär des Senator» Gor
man von Maryland, Wm. Whiteford, wezeu
Fälickung eine? Wechsels von §125 auf sie
„Bank der Republik" verhaftet, wurde vor
diu Polizeirichter geführt. Er plaidirte
«i.icht schuldig" und wurde gegen Bürgschift
bis morgen entlassen. ES schweben noch ver
schiedene andere gleiche Klagen gegen ih'i.
Auf der„MountZion>Cemeten>," ushe
Nock-Creek, sind Leichenräuber an der Arbeit
gewesen. Man fand gestern Nachmittag dt?
Leiche eines am Montag begrabenen Farbi
gen, Nomen« Lee Alexander, an ein?r abge
legenen Stelle mit einem Sirickeum dieseloe.
und es herrscht daiob unter der farbigen Be
völkerung große Aufregung.
Die „Amerikanische Humanität- Gc
flllschaft" trat heute Morgen in der Kirche
Allerfeelen zur siebenten JahreSversamm
lung zusammen. Delegaten aus allen Thü
len des Landes waren eingetrossen. Hr. Ed
win Lee Brown von Chicago rief die Ver
fommlultg zur Ordnung. Commisfär Ed
munds hielt dte Begrüßungsrede. In der
VormittagSsitzung wurden verfchiedene Co
mite'n ernannt und der Bericht des bisheri
gen Agenten entgegen genommen. Am Nach
mittage wurden andere Berichte verlesen.
Morgen bält die Thierschutz-Gesellschz't eine
Versammlung. ...
Der Schatenersatzprozeß des französi
schen Mitgliedes der französisch- amerikint.
lcheu Anspruchs-Commission, Marquis de
Chambrun. gegen Hrn. Nathaniel
weaen Verleumdung nahm heute im poti
aelichte seinen Ansang. Nach Berkor eiinzer
Zeugen wurde der Fall aus morgen ver
-5m KreiSgericht verlangt Hr. Rodert
H Eole von der „Potomac . D-mpfboot.
Eo " sür Verletzungen, welche er am 30.
An'pust 1880 ans der Werfte der Compagnie
durch ein aus ihn rollende» Faß erhielt,
sstchv Entschädigung.
Visiern von hier abgi'abrkn!
„»arden-r-wii" und W->om>n«" n.it .
na» Nevcokt« und ~T»r>,»" nach
»u«ia«>».
Ltlard. r»»«inber. H«ul? »assirte bter d«
v»n «tw ÄniiLttp«!! dislimiiu- d«i»»lchi
Tomvicr
Hambura ü. D«,i>r. - Damv'tr
von «tw ilorl.
Vvvtlle !». «naelommcn Damv'-r
von Ä«w «a»
Berm. telegraphische Depesche».
> u » demZ»ia>ld».
To« protze Walzwerk zu Zollet. III«.» soll
Beide Zweige der Gisebgetziing von Peuu«
Zwei achtjährige Knaben, Namen« Mc-
John T. Donnelly, ein bekannter Thea-
Der Neger Jke Horton wurde gestern nahe
Ter „Farmer-Congreß der Ber.Staaten"
w.rdeii eiwariel
Mehrere Studenten vom„?>ale Kolleg" tu
i?oniiectlUii sinddiejei !age und >wei stiren
F.H.Campbell, Stationsagent der „Louis
Der Clerk Sydney A.Morton wurde ge-
I S ein Mitglied de? G^r>d
Ter Mitchell sche Wahlprozeß im Bunde?
>ie> ä>ie zu L . üidcic q>sier» mit Nicht
k.nigong »er beschwöre»««. Der Pio.e,! >,«gen »o>
Der Neger Green Miller wurde vorgestern
WiSeistliu?,
Die «Akcutucy-Spinnerei" zu Windsor,
Sechs der Frauenzimmer, welche kürzlich
Clevelaiid, 0.. stürzte gestern eine Lo-
CbaS. Halen, Chef der Geheimpolizisten
»vn ».'x».Ä>^veschm. '
Tie Gesetzgebung von Nirginien trat ge
Alle Personen, welche wegen des Kamps/-«
MeyerS, Clark und Safford, drei Mitglie
In Barnstable, Mass., wurde gestern der
In Rom glaubt man, daß ein Besuch K^.
ES verlautet in Durban, daß der
Der Prinz von Wale» 'ucht Canada fitr
Die Direktoren der „London and San
In der gestern zu Dublin abgeha!teu?n
Ta«,,PeterSburger Journal" bestreitet die
In wii-. man Nicht» davon.
Mützen
oou
Uebcrscltttß - Aorrafh
modischer
LüidlMgMlcke.
ß. H 7. eSm ä- oSn,
Kleiderhälldler mit festen Preiseu,
Nr. 35,
- Ltraße,
Rr. Weit » Pratt« Straße.
(288.
Geschwächte wieder hergestellt.
Opfer jugendlicher Unbedachtsamkeit, dt»
jedes bekannte Mittel vergeblich probtrt ha
den, können gratis ein einfache? Rezept
zur raschen Heilung nervöser Entkräftusg,
vorzeitigen Verfalls verlorener Kräfte und
aller durch Ausschweifungen herbeigeführter
Unordnungen erhalten. Jeder Apotheker
l hat die dazu nöthigen Bestandtheile. Mau
schreibe an Dav i ds o n ck Lo m p., Nr. 86,
! Nassaustraße, New-^jork.
* Die bemerkenSwertben und wohlthätig
! Resultate, die der Gebrauch von >l<>nt-!!'s
j IVetlnuL (.'or«Zi»l erzielt, haben zu seiner
! allgemeiijen Anwendung iu fast allen Arieu
i von Krankheiten, denen Kinder unterworfen
sind, geführt. Cr heilt Blähung, Kolik, Ma
> gensäuce, Durchfall u. I. f. Keine Familie
sollte vbne ibn sein. Bei allen Apotheker»
! -u 25 TtS. die Flasche ,u haben.
(6ebrlS,l2«te>
Jedermann, der Hance'Sckemi
s ches H aar - Wie derher st ell u n gs.
Z?i i tte l gebraucht, ist von der Tkaliache uver
kcvgt, daß eS dem Haare die natürliche Farbe
wicdergitbt, wenn Alter oder Krankheit es grau
gemacht haben, und da es demselben Weichheit
! urd Glanz verleiht, so wird Jeder, der e« »er
! sucht, finden, daß es die Haut nicht färbt, s-n.
dcrn durch Anreaung der natürliche:» Ali«i>ch?i.
düngen an den Wurzeln dem Haare neue« Le.
ben, neue Kraft vcrl'ihl und io leine Farbe und
Fri'ch.' w'.ederkerstellt. C» kaun so o>t, wie
Waner, aus der Kopfhaut und mir gleicher
S'.cherdei: angewandt werden, da e» ans O:l
und anregeudenWeingeist-Extialten besteht, und
als hat e« seines Gleichen
nicht. Prei» tzl die Flasche. Zu haben bei
SethS.H an ce, Nr. 10», West-Baltimore
- Straße. N.L.—Man frage nach Hance's che
wischen. Haar-Wiederherstellungs.M.ttel und
uebme kew o ndereS! (U 5-)
«sthma.
Ja> möchte das Publikum benachrichtigen,
daß ich im Besitze einer Arznei bin, welche d?e.
setz so sehr pew'ftende Leiden heilt. Ich habe
Leute gesehcu, welche kaum athmen tonnten und
durch den Gebrauch dieses Mittels säst aug?»«
> bliälich Linderung erlangten. Es ist harmliZ
und lanu obne alle BeMzraukunz
werden. diese Noiiz vor da? ';e
i-co Ul!t dü'tr quälenden K-ankdeit Bebaitt'.eo
kommen, so wird er bofsentlich un'edlliar io
' gleich sich an m-ch wenden und dadurch i«fsr»
> iige Linderung sich verschancu. Preiset d:e
Flaiche oder sechs Flaschen für Zu hzbeu
bri SetdS.H a u c e, Nr. 108, W:st Ba'-
»imsre-Straße. -
levt ist die «elegenheit!
Line Flasche vou Huut'S Jllsekteupuloee,
da» mau mit Umsicht tu dlt Bettstelle uu»
die Cckeu uud Wiukel streut, erspart mauch«
spätere Mühe uud Plage. Pret« >jevr<.
Zu habeu det S etb S. Haac», Nr.
WeS-Balttvoreftraße.

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