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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, February 23, 1884, Image 1

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44. Jahrgang.
Neue Anzeige«.
Prächtige Brie-a-Brae- und
andere Waaren.
Wr«a>>>ze IN ? °s«sch,nt«
i Stt4t."«acheii/''
I wie
«on'un« > 'lSnialiSe Worcelierer,
! Msr«'sch«, Doulton'sch« und unga
«»»rtirt. I risch« Waaren.
1 CaSlin«. Statu««.
Französische Blumeo.
»in« Sendung eleganter Lanwen heute au»g«le«t.
«t«d«nd« «nlwerpener Schränke,
Mabaaoni- Z-kränke siir den
>M?ta«iins>m,. neue
«benbvl». Schränke
Staffeleien Ptedestale Tische.
La»ier Muster, einzig in ihrer Art.
Gllgant« tingerabmt« Tadlet».
ß. V Pavidson ä- Komp.,
U(Vtitrjlvl-> Ikr.!» und S, «ord LibertvSr.
Zmportirte nnd einheimische
Weine,
»kigarrea, Grocerie a. velicateffeu
«. «oartuey « Vrvder,
Rr. 14. Nord-CharleS-, Ecke Fayette-Ttr.,
Ecke der CharleS-Straße und Nord-Avenne.
Wir ltnlen di« Au'mertlamkett de» Publikum» aus
«»s«r grobe« und wohlassortirte» Lager »on
M»«t»«n. «rändle».
iiiaueuren, Vordial»,
Nns«r« Wein«, Liqu«ur« und andere importirt« Waa-
F«n stnd von unicrem Hrn. Richard Eourtn«y wiihr«nd
,tiner l«»i«n R«il« in Suropa »«rsönttch ang«kaust
Word«« und können al» vollkommen unvlrsSischt aa.
rantirt w«rd«n.
Beste
Kroeerie- nnd andere Waaren.
Aepfelweill, frifche Rosmell,
Koriuthell, Mandeln,
Citrolllll, Walluüsse,
Hafelllüsse
und
auch gut« «S «in «,u haben d«l
LouiS H. Reitz « «rnder,
Gilt Panover- und «amd«n-Otrate.
s2VS-) dem Markt« gegenüber.
EhaS. WillmS Lt Co.,
«r. 7». «ord.Howard.Ttraße,
»wischen Lexingtoll- »lld Saratogastr..
Baltimore, Md.
-chirurgischer Instrumente, Bandagen,
O« apparaien für alle Mißbildungen und Verni»
As Hörrohr« sllr Schwerhörige, »rücken,
ltibdinden für >or»ulente,
I«id«n«r «iaGischtr »trüm»f« für augischwoll«»«
«ed Bein».
»an, blonder« »usmerksamkeit «oidmeu wir der
GadrUawo von ....
Brnchbändern.
, zw Folge der von un» geschaffenen Verbesserung«,
««den die Federn unserer Bruchbänder geraume Zeit
rosisrei erhalten, so datz zweisel»ohn« d«r«n Dau«r-
Hastig!«it dltienig« and«r«r Fabrikat« u« da» Dop«
al» 10.000 Bruchkranke
»«dm«»nun» in d«n letzten silns J-Ü rn, mit deu
passmdsi«« Bruchbändern versehen. »..lonen mit
schwierigsten M behandelnden Brüchen «rhalt«»
h««ch uni«r« Bandag«n sofortig« Erleichterung,
«»e»i«ll« «»»llia,ion»-«»arteine«t«für «a-
W«n mit cowpeienter weiblicher Bedienung.
Unser eo-er künftilcder, von den her»»rrag«nd.
Um »la»wnstlern«ur,»-'» angefertigt«, ««nsehtu
»«gen ist da» b«d«ut«udstl iu dt«s«r Stadt.
(F«brl.lSll
». «attell vucklan».
General-Agent für Mc.rhland.
«üreau: Nr. S und 11, Northstraße, Baltimore, Md.
loiur»u<:e »t l!vst, tNov?,l2Mtel>
Bänken- nnd Wechsel-Geschäfte
«er«,
Mittglied der Laltimorer Fondsbörse feit 'SS
»«»sel-srakl«» seit »»»ß.
»«sorgt all« mit diesen »ranch«n v«rbund«nl ««schSft,
t» Nr. ». «»rmanSra«,.
Kummer Lt Becker,
deutsches
Bank - nnd Wechsel - Geschäft,
Nr. Sl, Touth'Straße.
Wechsel- und Credit-Briefe aus alle Theile
Deutschland, der Schweiz, Frankreich, Jtalten
u s. w.
«astaa«-»««nten sür die D ampfer de» „Norddeuifchcn
LUivd." der Allen- u. Hamburger Linie, sowie all»
g«m«in-Besördenmg von Passagieren mittelst
Dampf- u. Segelschiffen von u. nach Europa.
Vost'AuSzahlungeu
oach alltllTheileuDentschlllnd's.
SW- uud Verkauf fremder Geldsorten.
sowie
«ail2.l?> »a»f«rti«nn, »on »olln>a»t«n.
Deutsche Sparba»! v. Baltimore
Nr. TTS, West-Baltimore-,
>«,«»üd«r »e» »e,rl-»tra>,.
Offen täglich von S bi» S Uhr.
Donnerstag Abend von k bis 3 Uhr.
»Us Devvstten werde» Linsen bqahlt und dieselbe»
N« t« soliden Stock» un» Bondl und «»»gesucht«
2pNman. Präsident!
Groß «utolvh. vice - Präsident,
«irilt»»«»!
zodn vrm. Job. »Kult»-,.
Zehn z. Letmat«, Zoh. »lb-ugh.
John Brun», v. ?. Hicktnnn»,
Ernst Swd-l»h, RodertLana«,
«ha», «pilmaa, «eorg «wbenrauch,
Zoh. viehring. I. L. ««»fer.
«lodert U». Rotdir. «cha»meister.
«. Röhle'«
ftanzöfische Dampf-Reintgnag« und Färbe-
Ä n O a I t,
Nordwesi-S-it der Fayette- und Pearl - Strafe.
tßovlZ.VMte»
Gmmart Lt Ouartley,
Str. SS, Park-Straße,
FreSkodekorateme ».HauSmaler
für da» Innere von
Ztirche«, Halle», Theatern»
öffentliche» Gebäuden, Privatwohnungen ec.
Kirchen - Dekorationen, Monogramme nsw.
»»«biirt »ssa.
Joh. C. Scherer, j««.,
Äce NoTes,6onnters,Mööet«.
Nr. li, Harrtsoa » Straße.
IIanLV.ISMteI
Comptoir der »London - Park»Cemetery,
Nr. ?S, Nord - Charles - Straß«.
Die »uimerksamieit Derer, we'che Plätze auf der
kaufen wird besonder« auf da»
di« sterblichen l?eberrestt, bi» etn"«etrdigung«piatz
autgewählt ist, einstweilen aufbewahrt werden tön«
ZeXtz Lind- lllld vevil »mone Uio Imlor»
oder »rr»tl, »ptvnir.rilche.
»»»«.Il«t>«rpt«e. v««u» und Qurueled«
S. N. vvtll-4»?."
M»chf»l«eri» »«,».«. «a»,or »
«r.»»».
Betten! Betten! Betten!
vpringfeder», Roßhaar« und Husk»Motratzen, Federbetten, Kigen «nd Polfi:r,
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SSV Pfund Vrima-Aedern
tn Quantität«« von v-, 10». 15. und «Z.PKiNdlicktn e«t
FrederiS Waltzert S- Comp., Nr. 28, Nord-Gay-Strahe.
SWMer
Fabrikauten von Spiegeln und Bilder-Rahmen.
Stets aus Lager die größte Auswahl vou Stahlstichen, kolorirteu Photoaraphie'u vou Wer
keu berühmter Meister, sowie Statuetten ill Bronze, Marmor und LiSq«',
feinen Vasen :c. zu deu billigsten Preisen, sich zu Gescheuken eignend.
e Brs»,«. -c. aus « «eschma»»olli»e
Man vergesse uickt, daß wir selbst sabeiZirt«:
Ba l t i»»»o rerMöbel- F a b r i k - E o «»p agt» i e ,
Mr. S 7. Hausse r». uahe Pratt-Gtraße.
Nach Vollendung unserer Inventur in unseren immensen Magazinen und der Fabrik finden «vir, daß wir
sur unsere Nrudiabrt-Waar«» Siaum haben müpen: um diesen zu erlangen, o»eriren wir sür di« ns<t>a«n
»os» größ«re Bortbeile und niedriger« Prcis«, al» i« «in Mödel-oser Tepvichgeschast der Stadt,
nen t>«»>> »u Fabritpreisin. Warum wo! I«n St« andern Händlern Profit zahle», wen» Si« direkt taasen kijii-
Wir fabriziren llicht llvr. sondern wir stelle» auch andere Möbelbäadler iu Schatten.
H. F. Siemers,
Stachfolger von Mühsam S.' SiemerS,
deutsche Buchhandlnilg, Drnckerei und Binderei.
38 Mest-Aaltimore-Stratze, 38
zwischen Harrison- und Aredeitck StraZe.
St o t t z e u.
In New lerfey hat der Gouverneur
das Gesetz zum Verbote coutraktlicher Ver
gebuiig der Gefavgeneu Arbeit unterzeichnet.
DoS Gesetz tritt jedoch erst nach zwei Jahren
in Kraft, da noch eine Menge früher einge
gangener Tontrakte schwebt.
Die „blntige Hem d-"Sch wiu d el-
Uulersuchullg, welche die Republikaner
ausgeheckt haben, wird dem Laude wieder
große Geldsummen kosten. Senator Sher
wan hat wettere HIV,OVO zur Deckung der
Untersuchung über die Wahlbehemmung der
Neger in Copiah, La., verlangt. Bald wer
den Hunderttausende d'ranf gegangen fein.
Nnd was wird'S nützen?
Bei der vorgestrigen Borlage der „M i li
tär Akademie-Bill" im Congresse
stellte es sich heraus, daß auch H3OOV zur
Deckung der Bewirthuuftsullkosteu der jähr
lich West Point besuchenden Prüfung? Be
Hörde verlangt wurden. Anf der Rechnung
standen Postm für Glacehandschuhe, Patent-
Leder Tanzschuhe, Frackröcke u. s. w. Der
Cengreß verwilligte das Geld.
Zu den großcnNiederträchtig
kctten in der amerikanischen Par
teipolitik gehört das sogenannte „Gerry
manderu." Auf die Spitze getrieben wird es
seit einiger Zeit durch das wiederholte „Ger
rymandern," d. h. das wiederholte Auslegen
vou Tougrcß Distrikten innerhalb einer Cen
sus Periode. Dieser Schwindel mag mit dem
Buchstaben der Verfassung vereinbar sein,
mit deren Geist ist er es entschieden nicht.
Washington'« Geburtstag hat
die Bsubeendigung des Denkmals sür
Mary Washington, des größten Ame
rtkaveis Mutter, zu welchem am 7. März
1833 Präsident Jackson iu FrederickSburg,
Birg., den Gruudstein legte, wieder iu Er
innerung gebracht. Bekanntlich wurde vor
Jahren die Fertigstellung des Denkmal« in
Folge des Bankerott« des New Yorker Kauf,
mann« Burrows, der sich dafür speziell iu
teressirt hatte, eingestellt, und der noch ste
hende Theil ist arg durch Reliquiensammler
und deu Krieg verunstaltet worden. Nun
will Hr. G. D. Wise abermals den Eongreß
angehen, H3V.OVO für die Fertigstellung des
Denkmals herzugebeu.
Bemerkeuswerth ist das Begleit
fchreibeu des amerikanischen Ge
sandten bei Ueberseuduug des cougressio
uelleu Coudolenzbeschlufses au Hrn. M. Las
ter. Das Berliner «Tageblatt" vom 6. ds.
MtS. bringt dasselbe: „Geehrter Herr ! Vou
Dr. Friedrich Kapp, au deu ich mich um Aus
lunst wandle, bin ich davon in Kenntniß ge
setzt worden, daß der verstorbene Dr. LaSker
nnverheirathet war, und daß Sie sein uäch
ster Verwandter tu dieser Stadt sind. Ich
bin von dem Präsidenten der Ber. Staaten
durch den Staatssekretär beauftragt wordeu,
eiue Abschrift des Beschlusses, worin das Re
präsentantenhaus des Eougrefsc« der Ver.
Staaten sein tiefes Bedauern über den tu
den Ver. Staaten erfolgten Tod des hervor
rageudeu deutscheu Staatsmannes Eduard
LaSker ausdrückte, der Familie des Verstor
beueu zu übermitteln. Ich erlaube mir, den
mir zu Theil gewordeueu Auftrag zu erfüllen,
iudem ich Ihnen hierdurch eine Abschrift des
erwähnten Beschlusses übersende, womit ich
bin Ihr ergebenster A. A. Sargent."
Anläßlich de« Streites, der iu der Berliner
Presse über die Nichtbetheiligung des Staat«
Ministerium« an der Beerdigung LaSker's ge
führt wurde, bemerkt die Berliner „Volks
Zeitung:" »Uns in diesen Streit zn-mischen,
liegt uns natürlich seru, wir möchten nur
unsererSeitS Verwahrung dagegen einlegen,
als ob wir für Leichenbegängnisse unserer
Parteigenossen aus eiue solche Auszeichnung
Anspruch erheben. In der Betheiligung der
Minister, die derzeit in Preußen am Ruder
sind, würden wir keine besondere Ehre für
deu Todte» erblicken, und es kann uns auch
Nichts daran gelegen sein, ob Diejenigen,
welche den Todten nicht ehreu können und
auch nicht ehren wollen, sich selbst ehren uud
sich größer zeigeu, als wir sie toxirt haben."
Telegraphische Depeschen.
r«S demokratische National«
Comite.
Convention. Der 8. Zu« dl« Zelt.
Washin g t o n. 22. Febr. Das dems
lratische National - Comite hielt heute Nach
mittag im „Arlington Hotel" seine Sitzung.
Alle Staaten waren vertreten, der Vertreter
Maryland'? war Outerbridge Horsey. Die
Sitzung war geheim. Im Betreff der Terri
tortal Vertretung wnrde beschlossen, daß je
dem Territorium gestattet sein soll, zwei De
legalen zn schicken, über dereu Zulassung dauu
dteCouventiou zu entscheiden hat. Die Frage,
wo die Convention abgehalten werden soll,
machte große Schwierigkeiten. Reden wur
den von den HH. F. H. Ward von Baltimore.
Fallet von Einctunati, Carter Harrisou von
Chicago, A. I. Willi« von Louisville, West
vou St. Louis uud Hewitt für Saratoga ge
halte»; erst gegell Uhr schritt man zur A»>
stiwmnog. Chicago erhielt IS, St. Louis
14, Saratoga S, Louisville 3 uud CiuciunaU
1 Stimme: Baltimore ging leer, au« uud
Louisville zog sich zurück. Die zweite Abstim
mllvg gab Chicago 17, St. Laut« 17. Sara
toga 2 Stimmen. Bei der dritten AbSim
muvg wurde Chicago erwählt. Anfang«
setzte man den 24. Juni fest, entschied sich
aber später für den 8. Juli.
DaS Comite beschloß dauu. folgenden
Aufruf an dl« demokratisch«» Stimmgeder
zn erlassen: «DaS demokratische National-
Comite. am 22. Februar iu der Bundes
hauptstadt versammelt, hat Dieustag. deu
8. Juli, als die Zeit und Chicago al« den
Ort für die demokratische National>Conveu
tion bestimmt. Jeder Staat ist zu eiuer Ver
tretung von der doppeltes Zahl seiner Seaa
toren nvd Repriiseotalltell im Congresse be
rechtigt. Die Demokratell jede« organifirten
Territorium« uud de« Distrikt» Columbia
siud eingeladen, zwei Delegaten zu feudeu,
deren Zulassung vou der Entscheiduug der
Couveuttov abhängig ist. Alle demokratisch
cooservativen Bürger, ohve Rücksicht ans
frühere politische Berbilldllllgell, welche sich
mit an« verbinden wollen, um eiae reine,
sparsame und constitutionelle Regiernng ein
zusetzen. find herzlich etugeladen. sich an der
CrwShlnvg von Delegaten zu bethetltgeu.-
Der Aufruf ist vou deu Mitgliedern de«
demokratischen National Comite » nnterjeich.
»et. -- Die nächste Berfammluug de« Co
mite'« findet am 7. Juli im „Palmer-Honfe"
zu Chicago statt. Da» Comite »ertagte fich.
Aus der Bundeshauptstadt.
Wafhingtou, 22. Februar. Richter
Dillou von New Ä)ork machte ein Argiment
vor dem Haus Comite über öffentliche Laude
reien gegen die Verfallerklärungen der Land-
Ichenknngen für die„Bicksburg New-Orlean
ser Bahn."
Frank L. Bodine von Philadelphia, Fab
rikaut von Glaeflaschcn. machte heute Mo?'
gen ein Argument vor dem Comite für Mit
tel und Wege gegen irgend eine Reduktion
des Zolles auf Glasflaschen. Er sagte, Fla
scheu könnten für 5V pro Gros von Bre
men importirt werden, währeud dieselben
hier H 5. /S kosten. Zwei Freihändler waren
ebenfalls anwefend uud machteu Argumente.
Eopie'n eine« Pamphlets über die confös.
Schuld von C. I. Barr Robertson find hier
an die Congreßmitglieder vertheilt worden.
Der Verfasser sagt, er sei zwar kein Recht«,
gelehrter, aber die folgenden Punkte müßten
jedcui Geschäftsmanne klar sein : Die Conf.
Staaten hatten nur kriegführende, aber keine
internationalen Rechte. Die Couföderation
als ungesetzliche Corpo.ation hatte kein
Recht, BondS auszugeben, welche irgendwo
gültig waren. Deshalb find alle wegen die
ser Bonds erhobenen Ansprüche ungültig.
Aber in den Dvllar-BondS liege ein Anspruch
gegeu die Ver. Staate», denn diese Schulden
seien von südlichen Privatleuten vor dem
Kriege gemacht worden, und diese sollten von
den Ber. Staaten bezahlt werden. (Baarer
Unsinn!)
Das DistriktS-Comite des Senats beschloß
heute, Riddleberger's Bill über eine freie
Potomac Brücke iu Georgetown, günstig eiu
zuberichien. Dieselbe wird «uS Stein und
Eisen errichtet werden und bei den „l'liree
Listers" über deuFluß führen. Die Summe
von P22O.VV!) ist verwilligt worden.
Die gestern gekündigten BondS umfassen
folgende Nummern: Dreiprozenttgc regt
strirte BondS. welche laut der Cougreß-Akre
vom 12. Juli 1882 ausgegeben wordeu uud,
wie folgt, numerirt siud:
Nr, bi« emfSlietzlich Ori
ginal Nr. 4V92. un» Original ü!r.
bis Original er.
qinal Nr. 213!», und Original ?!r. MVU
i>!S einschließlich Original Nr. !Z3Bl.
tltZVV—Orignal No. 14.472 bis Ori»
«7V bis einschließlich Original Nr.
22.694.
i IV,Original Nr. 22,8üt bi!einschließlich Ori
ginal Nr. 2Z,«2tt.
Sesammtbetrag
Die auf vorstehende Bouds am 1. Mai
fälligen QartalSzinfen werden nicht in der
getröhnlichcu Weise durch Zufertigung von
Checks, fondern zusammen mit dem Kapital
bezahlt werden.
Auch bei allen säligen Kündigungen von
dreiprozentigen Bonds wird nur die Origi
nal-Nummer derselben bezeichnet werdeu.
Gemäß der Bestimmung des bezüglichen
Gesetzes, welche lautet: „Die letzten der de
sagten, ursprünglich ausgegebeuea BondS
sollen zuerst eingeruseu, uud dieseßeihenfolge
von unten nach oben soll befolgt werden, bis
sämmtliche Bonds eingelöst sind" sind die
oben bezeichneten BondS diejenigen der ur
sprünglichen Emission, welche am Letzten da
tirt und numerirt siud, oder auch solcher
Bonds, welche an« Uebertragungenstammen
und sowohl eine Original-, als auch die sub
stituirte Nummer tragen. (Hier folgen die
bekannten Vorschriften über die Cedirung
der gekündigten BondS an den Sekretär des
Schatzamts und Adresfirung derselben an
den : c>k tliv l'renkurx, Divivion
o 5 O. L.) Falls die
znr Bezahlung der Bond« vom Schatzamt?
anSzustellendevCheckS an eine andere Person,
als den eingeschriebenen Eigner der bezügli
chen Bonds angestellt werden sollen, so ist
der Name oder die Firma dieser Person oder
Personen in der Ceision an den Schatzamts.
Sekretär genau zu bezeichnen. (Gez.) Char
les I. Folger."
Die heutige Steuer - Einnahme betrug
Z26»,87ö, die Zolleinuahme H 756.327.
Zur Einlösung bestimmte National Bank
uoteu im Betrage von tzöS9,(M liefen
heute im Schatzamt« ein.
Morrison hat dem Comite für Mittel und
Wege eine neue Bill über Stundung der
WhiSkeysteuer vorgelegt. Das Comite wird
morgen über dieselbe abstimmen.
Demnächst wird M neuer Münz-Direktor
ernannt werden (Es ist auch Zeit, den Sil
der-„Crank" Burchard loszuwerden.)
Da« Hau« wird demnächst die Bill für
eine Civil Regierung in Alaska ebenfalls
annehmen.
Da« Comite für Banken und Courant be
fchloß heute, nächstell Dienstag eiue ähnliche
Bill ewznberichten, wie die vou Hru. Pher
sou im Betreff der Natioualbaukuoteu-Ctrku
lation.
Salmt Morse'S tragisches Ende.
New-Aork. 22. Febr.—Die Leiche ei
ues Manne« wurde heute au« dem North-Ri
ver gezogen, und die nähere Untersuchung
ließ vermuthen, daß c« die Leiche von Talmi
Morse war, der eine Zeit lang vergeblich
versuchte, die PassiouSspiele hier aufzuführen.
AI« mau die Leiche fand, war dieselbe noch
warm. Sein Hut wurde auf dem Bahnge
leifc nahe dem Wasser gefunden. Man
glaubt, daß der Mann Selbstmord bezangeu
hat. Morse war S 8 Jahre all uud tu Deutsch
laud geboren.
Die letzten Stürme und das Hoch
wasser.
Lo« Angelos, Cal., 22. Februar.
Die Hochfluih verläuft sich allmältg uud mau
glaubt jetzt, daß das Schlimmste vorüber ist.
Der. Schaden wild io diesem County auf
tz7Z,voo veranfchlagt.doch dieser Verlust wird
durch die erhoffte reiche Waizeueradt: mehr,
als genug, gut gemacht werde«.
Pet erS b or g. 22. Februar.—Der Roa
uokesluß. nachdem er zwei Fuß gefallen, ist
wieder im Steigen und steht jetzt 28 Fuß
über dem viedrigsteu Wasserstande.
Eavadische Deserteure a«S der
amerikauischeu «rmee.
Ottawa. Ont., 22. Febr.—Die offizi
elle Correfpondenz zeigt, daß die zwei Caua»
dier Watfon nnd Sartzer, welche von der
amerikanischen Armee desertirten und später
a>»f canadifchem Gebiete verhaftet wurden,
von den Amerikanern entlassen worden iind.
—Sir Jobn McDonald berichtete im Unter-
Haufe, daß er nicht wisse, wie e« sich mit
ELsworth, etukm anderen cauadischev De
serteur verhalte. Derselbe fei vom Fort As
sinibowt dnichgebrannt, nnd später in der
Entfernung von 30 Meilen vom Fort steifge
froren nnd todt aufgefunden worden.
Baltimore. Md.. Samstag, sen 23. Februar 1884.
Die letzte Ehre.
De Long und G«noffen in htiniathlicher Mrd«
geb«t«et.— Großartige lieichcnfeler.
NewAork, 22. Februar. Compagnie
C vom S. Hobokener Milizregimeot hielt ill
der letzte» Nacht die Ehrenwache bei den Sär
gen der todten Nordpolfahrer; Bernard Eol
lins, ein Bruder des Meteorologen, der in
der vorhergeheudeoNacht allein gewacht hatte,
war abermals anwesend.
einem sonst einsamen Platze des mäch
tigeo Piers der „Hamburg Amerikanischen
Packetsahrt.Gesellschaft" staudeu vorgestern
die zehn Särge, welche die sterbliche» Ueber
reste der unglücklichen Opfer der„Jeanuette "
Expedition enthielten. Unter Anleitung der
LteulevautS Schütze und Harber waren die
Kisten ausgepackt worden, welch: Andenken
enthielten, die den Todten auf ihrer 8VS!)
Meilen langen Reise zur letzten Ruhestätte
gewidmet wurden. Da war zum Vorschein
gekommen ein ans Zweigen eiuer arktischen
Fichtenart geflochtener Kranz, die Ehrengabe
eines Orenbnrger Redakteurs; ein Kranz von
künstlichen Blumen, die Gabe der „oststbiri
schen geographischen Gesellschaft;" ein silber
ner Lorbeerkranz auf schwarzem Sammet
kissen mir der Inschrift: „„Der Konsul uud
die französische Kolonie in Moskau dem H-l
den.Eapitän und der Mannschaft der „Jean
nette."" Dem Meteorologen der Gesellschaft,
Hrn. Sellins, hatte die Örenbnrger Abthei
lung der „kaiserlich russischen geographischen
Gesellschaft" einen Ephenkranz mit der Um
schrift: „Dem Märtyrer im Dienste der Wif
fenfchast" gewidmet. Aach von deu geogra
phischen Gesellschaften tu Berlin, Leipzig,
München, Halle, Bremen, Lübeck und Wien
waren Blumenangedenken vorhanden. Alle
dieseElinncrungSzeichen waren um die Särge
grupptrt, während man ein von den Marine
ossizieren gesandtes weißes Blnmenkrenz über
mehrere Särge gelegt hatte. Dieses Kcenz
scheint das einzige Erinnerungszeichen der
im Brooklyuer Schiffsbanhose kattonirten
zu fein. Man hatte allge
mein geglaubt, daß Sommodore Upshnr den
Todten wenigstens eine Ehrenwache geben
uud einige Marinesoldaten zu diesem Zwecke
abcommandiren werde, aber es geschah nichts
Derartiges.
Kurz nach Tagesanbruch begann das
Volk sich um den Pier zu sammeln und klei
nen Trupps wurde gestattet, die Leichen zu
sehen. Die Särge waren in hölzernen Kt
steu mit deuselbell Bahrtüchern bedeckt, wel
che schon in Ornllburg benutzt worden wa
ren. Die Blumeuspenden waren hübsch ar
rangirt. In Hoboken und von allen Schiff
fen oer Uvgebuug wehten die Flaggen vom
halben Mäste.
Kurz nach i«-Uhr erschien der Schleppdam
pser „Mira" vom Brooklyner Kciegshasen
nnd legte am Ei de des Docks an. Er wurde
von Ccpt.-Lient. Barver geführt. Am Bord
befanden sich die Commandeure Hubbard und
Noel, Lieut. Bern?, Lieut. Daunenhover,
Chef.Jng. G. W. Melville und die Matrosen
Bindermanv, NoroS und Lanterbach, welche
sich aus der „Jeannette" besauden. Lieut.
Schütze, welcher mit Harber die Leichen aus
Sibirien holte, war ebenfalls anwesend.
Als der „Tug" angelegt hatte, bildeten die
Soldaten Spalier und präsentirten, worauf
die Särge voll einer Abtheilung Matrosen
auf den Schleppdampfer getragen wurden.
Jeder Sarg war von einem „Unisn Jack"
umhüllt uud anf dem Sarge De Long's lag
eine Paradeuniform nnd ein Degen, sowie
ein Sternenbanner.
Das Boot fuhr dann nach dem Pier Nr, 1
am North.River, wo die Särge gelaudet
wurden.
Die sehr zahlreichenOrgantsationen, welche
deo
bilden sollten, waren bereits anwesend, uud
wohl geordnet. Neben dea Särge» fahren
geschmackvoll drapirte Wagen mit den maf
senhaften Blumeuspenden.
Aus dem Pier stauben Mariuesoldate»,
Schiffsjungen von dem Schulschiffe „St.
Mary's," zwei Musikcarps, der „Herald"-
Club, das 23. Marine Regiment. Alle iri
schen Gesellschaften der Stadt waren ver
treteu.
Kurz nach 11 Uhr donnerte die erste Ka
none von Governors-JSland herüber n. alle
Minute fiel eiu Schuß. Die berittene Po
lizei führte den Zug. Diefer folgte als Mar
schall Kommandeur H. B. Robinfou, Capt.
E. P. Meeker und Lieut. Stewart, eiu Ma>
rine Musik Corps und eiue Ablheiluug Ma
rinesoldaten. Sodann folgten die 11 Särge,
denen sich die Ueberlebenden der Expedition
anschlössen, sowie die Angehörigen der Ver
unglückten, darunter Frau De Long, iu Kut
schen.
Diesen schlössen stch die Matrosen von der
„Saratoga," Milizen. Reguläre, Offiziere
der Armee und Flotte, und gel-tdene Gäste
in Kutschen an; uuter Letzteren warenßischos
Potter und Gardiner G. Havland, der Ver
treter von James G. Bennett, sodann folg
teu Stadtbehörden, Gen. Hancock, Kriegs
minister Lincoln, Marineminister Chiudler,
Commodore Upfhur u.s w.
Deputationen der „Grand Army," Logen,
Schulen folgten, und eine Polizei-Abtheilung
machte den Schluß.
Am Broadway entlang waren verfchie
devc Gebäude drapirt und die Flaggen weh
teu vom halben Malle.
Der Zug bewegte sich über die Brückenach
dem Brooklyner KriegShafeu. Die «Straßen
waren gedrängt voll von Meosche», uud die
Pferdebahulinieu mußten Stunden lang deu
Betrieb einstellen. Viele Fahrzeuge im East
River, welche zu Ehreu vou Wafhiagtou's
Geburtstage im vollen Flazgenschmnckprang
tev, hatten ihre Flaggen gesenkt.
Die Leichen wnrden im Eqnipment Ge
bäude niedergesetzt, von wo ans sie morgen
beerdigt werden. Dr. Ambler'S Leiche geht
uach Alexaudria, Va., die des Matrosen Bond
nach Philadelphia uud die des Capt.-Lieut.
De Long wird aus der
tery" beigesetzt.—Collins' Leiche wurde vom
„Herald-Club" nach New Uork gebracht, um
mit dem Dampfer „Chicago" uach Irland
geschickt zu werdeu.
Zu Ehre« Washington s.
New Aork, 22. Februar. Wafhing
tou's Geburtstag wurde heute hier allgemein
gefeiert. Die Geschäfte, Aemter, Gerichte
u. s. w. waren geschloffen,und tn allen Thea
tern fanden Nachmittags Vorstellungen statt
Die Veteranen des „G. Wafhington-La
gerS Nr. I"paradtrten heute und dekorirten
das Washington-Deukmal vor dem Unter
schatzamte. Deu Veteranen von 1812 wurde
ein Bankett veranstaltet.
Washington, 22. Februar. Der
Tag wurde hier allgemein geseiert, die Hän
ser wareu beflaggt, Milizen und verschiedene
Club» paradirteu. Der Verein der ältesten
Einwohner hielt eine besondere Feier.
Richmond, Birg., 22. Februar.—Der
heutige Tag wurde hier allgemein gefeiert.
Berlin, 22. Februar. Die amerika
nifche Flagge weht über der amerikanischen
Gesandtschaft. Der Gesandte giebt den hier
wohnenden Amerikaueru eine Abenduntet
Haltung und eiueu Ball zu Ehren Geo. Wash
ingtons.
Der Ball war von 200 Amerikanern be
sucht.
Part«, 22. Februar. Der „Stanley-
Club" gab heute Abend ein Baukett. Sechs
zigGäste waren anwesend, die Mehrheit waren
amerikanische nnd englische Journalisten nnd
Künstler. Hr. Blowitz, der Correspoudeut
der Londoner „Times," führte den Vorsitz;
der amerikanische Gesandte Morton war durch
den General-Konsul Walker vertreteu. Hr.
Biowitz brachte einen Toast auf Washington
aus und sagte, daß Washington nicht unr die
amerikanische Freiheit begründet, sondern
auch der Menschheit eine neue Zeit allgemei
ner Unabhängigkeit geschaffen habe. Er hielt
Lasayette eine Lobrede und cittrte dessen
Worte: „die Humanität gewinnt den Prozeß,
die Freiheit tst Vicht länger ohne Asyl."
Ein M-rdbrand'KcheimniK.
Cinnnati, 22. Februar. Letzten
Freitag brannte ein Wohnhaus in Aoondale
ab, in welchem ein Neger, Namen« Bewerly
Taylor, mit seiner Frau uud einer Adaptiv
tochter wohnte, die Jusassen des Gebäudes
wurden vermißt. Gestern Abeud fand man
ihre Leicheo auf den Sezirlischen de» Ohioer
Medizin. CollegS.
Eiue Untersuchung der Leichen ergab, daß
alle Drei ermordet wordeu siad; dellll die
Körper zeigten llnverkcnlldare Spuren der
Gewalt. Die Hirnschalen des Mannes und
der Frau waren zerschmettert. Ob das Ver
brechen tn ränbertscher Absicht begangen
wurde, oder vor, um Leicheu für den Sezir
tifch zu erlangen, weiß mau nicht, doch glaubt
mau allgemein, daß Letztere» der Fall war.
Da« Hau» staud abgelegen, eine halbe Meile
vou dem nächsten Nachbar entfernt. Bier
Reger find auf Verdacht verhastet worden.
Ter Krieg iu vsrika.
Tvkar gefallen.-GroK« Uufregung in London.
El Makdi gewinnt Anhang
London, 22. Febr.—Der heutige „Tele
graph" berichtet, daß die Garnison von Ts
kar fich ergebell hat.—Die „Times" bestätigt
deo Bericht.
Suakim, 22. Febr. Nachrichten von
Kassala melden, daß die Garnison jeuer
Stadt IZVO Mann stark, gut bewaffnet uud
mit Nahrungsmitteln wohl versorgt ist.
Suakim, 22. Februar.-Fünf Soldaten
sind von Tokar hier eingetroffen und haben
die Nachricht voll der Uebergabe von Tokar
gewacht. Sie berichten, daß die Rebellen
der Stadt mit Kallonen- und Kleingewehr
fener stark znfetzten. Am Dienstag erkannte
die Garnüou die Nothwendigkeit, sich mit
den Licbcllen in Verbindung zu setzen, und
am Mittwoch begaben sich Haconb und Mac
caivi Effeudi, der Polizeichef mit eiuem Ar
tillerie.Sergeanten hinaus und hielten eiue
Conferenz mit deu Rebellen. Bei ihrer
kehr machten sie bekaimt, daß die Garnison
am Donnerstag ihre Waffen niederlegen
müsse. Viele Soldatea waren unzufriescu
und murrten : ein großer Theil entfloh wäh
reud der Nacht. Am Donnerstag wurde To
kar übergeben.
Snakin, 22. Febr. Der Transport-
Dampfer „Maufourah," welcher den Trup
Pen Munition und Mundvorräth: nachführt,
ist 2.Z Meilen von Suakim.
London, 22. Febr.—Carl Granville hat
Nachrichten au« Tokar erhalten, daß nur Die,
welckc Frauen hatten, sich dem Osman Dig
ma ergeben haben; die klebrigen versucheu,
sich durchzuschlagen.
London, 22. Febr. — In ganz London
herrscht die größte Aufregung wegeu der Ue
Vergabe von Tokar. Man fürchtet daS
Sckliwwste sür die Garnison.
Cairo, 22. Februar.—ln Suakim sind
jetzt 1200 und in Sindikat Moö Eiüzläader.
Ter Gouverneur von Kafsala tst für deu
Mahdi und wird die Stadt lieber räumen,
als kämpfen.
Alles deutet darauf hin. daß die egypti
schen Offiziere in Tokar die Ueberzabe vor
zogen. Ein Lieutenant ans dem Sudan
wollte kämpfen, aber Niemand folgte ihm.
Iu Massowah ist eine Revolre ausge
brochen.
El Mahdi hat seinen Bruder zum Gou
verneur vou Darsur ernannt und ihn b-aus
tragt, 7000 Mann auszuheben.
Alle Beamten vou Tokar erklärten fich für
deu Mahdi.
El Mahdi schrieb an deu König Johannes
von Abyssiiiien und verlangte von diesem,
daß er fich der Sache des Propheten an
schließe. Der König antwortete in verächt
licher Weise.
London, 22. Febr.—Sobald die Nach
richt von der Uebergabe von Tokar eintraf,
berief Earl Granville eine Kabinetssitznug.
Tie Minister Ccnfereuz dauerte nur kurze
Zeit und vertagte sich btS morgen, um uö
here Nachrichten abzuwarten. Der Marquis
von Hartington, Staatssekretär sür Kriegs
wesen, hielt später etue Berathung mit dem
Herzog von Cambridge und Gen. Wolseley.
Letzterer rieth, deu Kampf gegell Osman
Digma fortzusetzen und die R-belleu zu ver
hmdeiv, uördlich gegen Berber zu marschi
re», sowie der Garnison von Kassala Hülse
zu schicken.
Gen. Eordon ielegraphirte Instruktionen
'an Admirat Hewitt, welcher in Suakim com
moridirt, eine Tonferevz der Sckeiks aller
Stamme zwischen Suaktm und Massowah
zu berufen, um mit ihnen Frieden zn fchlie
Beu und den Osman Digma einzuladen, mit
Geu. Gordon in Khartnm zusammenzutref
fen. Admiral Hewitt hat diefe Instruktio
nen zur Begutachtung hierher verwiesen.
Cairo, 22. Febr. Im Bazaar wurde
heute die Nachricht verbreitet, daß die Ein
geborenen eine Niederlage erlitten.
Raubmord in HermannSftadt.
Wien, 22. Feür. Dc. Friedenwangen,
ein qniekcirter Armee Arzt, dessen Frau und
Kind wurden in HermannSstadt, siebenbü»
gen, ron Räubern ermordet. Ehe die Raub
mörder das HanS verließen, zündeten sie das
Bett an.
London, 22. Febr. Die drei von der
Barke „Ada Barton" geretteten schiffbrüchi
gen Matrosen, welche gestern von dem Bal
timore! Dampfer «Parkland" in Oueens
towu gelandet wurden, hingen fünf Tage
lang ohne Nahrung nnd Obdach in der Ta
kelage. Am dritten Tage versuchte der Hund,
einen der Männer zu zerfteislyen. Als man
sie rettete, waren sie eben daran zu looseo,
wer von ihnen sterben sollle.
Pari?, 22. Febr. Möns. Franz Bon
heur starb heute Morgen plötzlich in einem
Bahnwagston. Möns. Bonheur war ein
jünkerer Bruder der berühmten Malerin
Roso Bouheur. ebenfalls ein Maler von Be
dentuvg und Inhaber des Kreuzes der Ehren
legiou.
Paris, 22. Februar.—Die Firma Emile
ä- Cordier, Rheder iu Rochefort, mit einem
Zweiggeschäft iu Bordeaux, hat fallirt. Ber
Kindlichkeiten S.SVOMI FrcS, Dieser Banke
rott verwickelt Firmen in Aagouleme, La
Rochelle und Niort. Eiu Aktieumakler, Na
mens Mahner, welcher ebenfalls Verluste er
litt, hat sich erhängt und ein Bankier, Na
mens Radille, hat mit 3,500,05)0 Francs,
meisteutheils den Ersparnissen von Bauern,
Bankerott gemacht.
Paris, 22 Febr. Eiue Versammlung
der Aktionäre des Suez-Kauals fand heute
statt, tu welcher 25,000 Aktien vertreten wa
ren. ES wurde allgemein beschlossen, daß
das Abkommen des Hrn. de Lessep'S mit den
britischen Rhedera nicht anzunehmen sei.
Tie Aktionäre gaben zu, daß ein zweiter
Kanal nöthig sei.
Die Rihillstensurckt ln Rußland.
St. Petersburg, 22. Febr.—Sechs
zehn Personen, darunter die Verfasserin vou
„Minnizkaja," find nach Sibirien verbannt
wordeu. Der Präfekt des DistriklS Lischin
ist wegen Sozialismus verhaftet wordeu.
Viele Studenten sind iu Kasau verhaftet
wordeu, weil sie ein der Regierung feindliches
Dekret pnblizirten.
Der schwarze Sulla von Hayti.
Port-all-Prtnce, 9. Februar.
Präsident Salomon ließ, als er durch Jere
mic pafsirte, mehrere hohe Beamte vor ein
Kriegsgericht stellen und die meisten auf der
! Stelle erschießen.—DaS britische Bice-Con
j sola, iu Jeremie ist ausgehoben, was eine
große Confnfion veranlaßt.
Mehrere Aufständische von Miragone siud
in Sau Domingo eingetroffen. Einige
amerikanische Kriegsschiffe sind in den Ge
wassern Hayti'S.
Die allmächtige Maschine.
Reo ding, Peuvs.. 22. Februar.—Die
„Readillg-Hardware.Eompany,« deren 125
Formmacher seit sechs Wochen im SnSstauSe
sind, wird in ewigen Tagen Maschinen ein
führen, mit denen ein Knabe die Arbeit voll
drei Männern verrichten kann.
Richter Lvuch in Arizona.
Tombstoue. Ariz,, 22. Febr. John
Heith wurde gestern wegen der Betheili
gong an der Ermordnvg BiSben'S zu lebeuS
länglicher Zuchthaushast verurtheilt. Heute
Morgen umrdr er voll 100 Manu aus dem
Gefängnisse geholt und au eiuem Telegra
phevpfostkll gehängt. Heith war gefaßt uud
sagte: „Jungen». Ihr hangt eiuea tlaschul
digen, uud Ihr werdet cS aussiudell. ehe man
die Anderen hiurichtet. Verstümmelt meiueu
Körper uicht, iudem Ihr darauf schießt."
Brände.
Little R o ck.Ark., 22. Februar.—Eine
Spezialdepesche von Camdeu an die„Gaz?tte"
meldet, daß gestern Abend dort mehrere Ge
stäflSbänser abgebrannt sind. Verlust ca.
525,000.
Ja Ceutre Poiut. Howard.Touuty, Ark..
wurde die Postoffice, eill Laden uud eine
ZeitllvgS-Osfizw durch Feuer zerstört.
Troy. N. N . 22. Febr. Heute Mar
geu brauute eS in der Strickwaareufabrik
von Geo. A. WattleS ill Benntogton, Vt.
Verlust tz 15.000.
Wilmiugton, Del., 22. Febr.—Jos.
Bhlet' vene Wohnung vor der Stadt wurde
bente Abend durch Feuer zerstört. Verlust
Hlo,veo. Ursache des Feuers unbekannt.
Zveichbrüche am Mississippi.
BickSbnrg, 22. Februar.—Die Delta-
Bedford-Deiche unterhalb Delta. Miss., sind
gebrotbev. und der Bruch wird immer grö
ßer. Der Soodrich Deich ist in Gefahr.
Deutschland und «merika.
London, 22. Febr.—Die „TimeS" eut
hält einen lavgell Leitartikel über die LaSker.
Argeleger-Heit. Sk sagt: „Endlich hat Fürst
Bitmatck eine Gelegenheit gefuudeu, dem
Lai.de, welches ihm jährlich Tausende von
Rtlruten entzieht, sein Uebelwollen zu zei
gen. Der Congreß war nicht wohl berathen,
als er die Beschlüsse abschickte; Fürst Bis
marck aber handelte ntcht anständig, daß er
sie zurückschickte. Selbst, wenn man zugeben
will, daß Bismarck in seinem Rechte war,
doß er stch weigerte, Hrn. LaSker zu ehren,
so handeln seine Organe unrecht, wenn sie
über Hrll. Sargeut hersallen. Letzterer ge
horchte nur deu Beschien seiner Regierung,
m.d Dieses ist keiu Grund, weshalb er, ganz
entgegen ter internationalen Höflichkeit und
fast gkgen alles Völkerrecht, verhaßt gemacht
wird. Mau jagt, daß Hr. Sargent bei Be
achtung der Formen und Ceremouie'll all dem
fehr ceremouiellen Berliner Hofe nicht allzu
sorgfältig ist. Doch ein schlechtererZeitpuakt,
seine Abdankung oder Zurückberufung zu er
zwingen, könnte gar archt geinnden werden,
al« der gegenwärtige, dellll seine Abreise
würde nur die Spannung zwischen beiden
Ländern, welche zu einander in den sreun!>-
schasilichsten Beziehungen stehen sollten, nur
rech verwehren."
Berlin, 22. Februar.—Das „Deutsche
Tageblatt" commenttrt Bismarck'? Depesche
an v. Eiseudecher. Dasselbe läßt deu
todten Staatsmann in Rnhe und weist nur
die Einmischung fremder Gesetzgebung iu die
inneren Angelegenheiten Deutschlaud's zu
llick nnd kritisirt die diplomatische Uebermit
lelungs Methode, welche angewendet wurde,
um den Beschluß an seine Address? zu beför
dern ; dann heißt es: «Wir glauben, daß
Hru. Lakker der Mehrheit der amerikanischen
Corgreß . Mitglieder uubekaunt war; ihr
Zwick, diese Beschlüsse anzuuehmeu war,
deutsche Stimmen zu fangen für die bevor
stehende Präsidentenwahl, nnd die Liebe der
Deutschen in Deutschland zn gewiuuen, wel
che nünschcu, daß die Thore des Vaterlandes
den amerikanischen Produkten weit geöffnet
werden."
Vers?, telegraphische Depeschen.
Iu New Orleans wurde gestern Gen.
Lee'S Denkmal unter stlömendem Regen ent
hüllt.
In Bridgeport, Conn., wnrden gestern
zwei notorische Einbrecher zu je 35 Jahren
Hast verurtheilt.
Bei Big-Jslaud-Statioli wurde Jas.
Stinsoll gestern todt gesunden; mau glaubt,
daß ein Raubmord vorliegt.
In lluiontown, Peunl., fand gestern
die Beerdigung der 19 Opfer des Unglücks
ouf Lcisenring's Mine statt.
In Spoonville bei Brooklyn hat der
Wahnsinnige Henry Ely seinen Wächter er
mordet, während derselbe schlief.
In Birmingham, Ala-, hat Dr. Rae,
ein bekannter uud angesehener Bürger, den
Advokaten Sam Harrisou ermordet.
Die „Südl. Pactsic-Bahu" wird ihre
vom Sturm beschädigten Linren innerhalb
zweier Tage wieder im Stande haben.
Die Gesetzgebung von Virginien hat
die Bill über Bertheilung der Songreß-Di
strikte über das Veto des Gouverneurs hin
weg passirt.
In Chattanooga gerieth der Wächter
Watts auf einem Dampfer mit einem Deck-
Arbeiter in Streit, Beide stürzten iu'S Was
fer und ertranken.
Die Kohlenbergleute de« vierten Pools
bei PiitSburg haben die Arbeit wieder auf
genommen, indem man ihnen drei EeatS pro
Büschel bewilligte.
John Coyle, welcher vor einigen Zzh
ren den Emil Meyer iu der Nähe von Nark
town, Penllf,, ermordete, wird am 25, April
in GettySburg gehängt.
In St. Louis hat gestern Morgen der
Neger Jobn Long den Neger I. FieldS ersto
chen: der Mörder beschuldigte den Ermorde
ten, daß er mit seiner Frau zu intim gewe
sen sei.
Vom 1. März an werden die beiden
'Fabriken der „Otis Spinnerei Gesellschaft"
in Ware, Mass., welche seit dem 1. Februar
nur halbe Zeit arbeiteten, wieder tu vollen
Betrieb gesetzt werden.
In Morrisania wurde der Versuch ge
wacht, den G. A. 3. Norman meuchlings zu
ermorden. Er stand in feiner HanSthüre,
vis ein Mann vorüber ging und einen Re
vclver auf ihn abschoß. Die Kugel wiirde
sein Her; durchbohrt haben, wenn nicht eise
Brieftasche dieselbe aufgehallen hätie.
Ein Geheimpolizist von Trenton,N.-J.,
kam gestern nach Lleveland, O.» um einen
Mann, Namens HinsS, der dort Arbeit ge
funden hatte, wegen Verführung eines Frau
enzimmers zu verhaften. Hines vetterte
zum nächsten Fenster des dritten Stockwerks
hinaus und der Beamte sprang ihm nach,
stürzte 34 Fuß tief und erlitt schwere innere
Verletzungen. HineS entkam.
In Philadelphia, der Heimath des Ma
trosen Boyd, der bei der „Jeanuette-"Expe
dition verunglückte, hatten sie gestern eine
Leichenfeier in einer Kirche anberaumt, die
Leiche kam ober nicht zur rechten Zeit; man
behalf sich infolge Dessen mit einem leeren
Sorge. Die Mer war außerordentlich ein
drnckSvoll, und der leere Sarg wurde in feier
lichem Zuge durch die Straßen geleitet.
Im südlichen Java wüthet das Fieber.
In Huacho, Peru, grasstrt das gelbe
Fieber.
Rußland hat zwei Kriegsschiffe nach
Suakim geschickt.
In Mayaguez sind 42 Häuser zerstört
worden. Verlust Pso,lZov.
Sprecher Brand vom brit. Unterhause
hat gestern formell abgedankt.
Der legitimistifche Deputirte Dufort de
Cirvar in Frankreich ist gestorben.
In Liverpool hat der Getraidehändler
F. McGinnity fallirt mit 525.000.
Die Königin hat der Tommisston über
Armenwohnungen ihre Sanktion ertheilt.
Das Berliner Museum hat schließlich
die Gemälde des „Blenheim Palastes" durch
Vermittelung der deutschen Kronprinzessin
erworben.
Der Papst hat die Resignation des Tar»
dinalS von Hohenlohe ans den Bischofssitz
Albans angenommen, weigert sich aber, des
sen Ernennung zum Erzbischof von Pofen zu
bestätigen.
Stadt Baltimore.
Zu Gunsten des „Hospitals für
Unheilbare" veranstaltete der „Priuce
tov Eolleg-Glee-Tlnb" gestern Abend tu der
„Musik-Akademie" ein Tonzert, welches sich
eines äußerst zahlreichen Besuches erfreule.
DaSProgramm umfaßte Gesänge von Schrö
ter, Geibel, Zellner. Vogel und Dndleh Back
und wurde in fehr anerkennenswerther Weise
durchgeführt. Chöre und Soli wurden rein
und ansprechend gesungen; besonders aber
gefielen die Jodler des Hrn. Geo. B, French,
DoS Conzert wird heute Abend wiederholt
werden, aber zu Guusteu der Ueberschwemm
ten im Westen. Hr. Fort hat die „Musik-
Akademie" in anerkennenswerther Weise ko
stenfrei zur Verfügung gestellt, und ral Hau«
wird hoffentlich von wohlthätigen Menschen
gefüllt fein. Das Billet kostet Sö TentS in
jedem Theile des Hanse?.
Die zweite Jahres - Versammlung der
„M aryläuder LiuiederTouföde
ri rten"fand gestern Abeud in der „Oca
torien-Halle" an der Nord Howardstr. unter
dem Borfitze des Gen. Vradlet, T. Johnson
statt. Ali Festredner ward Oberst William
Alle», Prinzipal der McDonogh - Farm
schnle, welcher in sachkundiger Weise über
die „Valley-Campagne des Gen. Jackson"
sprach.
Die Fastenregeln der katholischen
Kirche sind vom Vater Alfred A. CurtiS, dem
Sekretär de« Erzbischof« Gibbon«, an die
oer'chiedencn Diözesen gesandt worden und
werden morgen von der Kanzel herab ver
kündet werden.
Wer gute Waare zu niedrigen
Preisen haben will, gehe nach Ford'S
Bazar. Neue Waaren treffen täglich dort
ein. Wir nennen nur elegantes dreifach
plattirte« Silbergeschirr, Schmucksachen,
Schueidewaaren, Messer, Gabeln u. f. w.,
Thee- und Eßlöffel. Standuhren in großer
Auswahl, Lampen, Basen, Zieratheu, NiPP
falben und Galanteriesachen für den Hans-
Halt in Nr. VI, West-Baltimore-,
östlich von der Say-Straße» (ISSnjT-)
»M»MV
(Honig von Andorn und Thcer,.
Für die Heilung tum
Huslcn, Erkältungen, schwerem Athme»
und allen Lciden der Kehle, der
Bronchien und
welche zur Schwind
sucht hinführen.
Seine liuderudeu Eillwilkuugeu anf d e
gereizten Luftröhrchen erklären fich ans d«
Thatsache, daß seine Ingredienzien aus den
wirksamflcuLullgellheilmittelv
bestehen, welche überhaupt bekannt find,
indem das Grundelement aus dem Honig der
„Horehound"-Pflanze (Alldorn) besteht, wel
che mit der „AbieS Balsames" oder dem
„Balsam von Eilead" iu Verbindung ge.
bracht ist. Außerdem sind iu diesem Heil
mittel füuf andere botanische
Elemeute vcrbnudeu, welche seiller Heit
kraft eine noch erhöhte Wirknllg
g e b e 11.
Heilmittel sei in allen Fällen, wo die Athmungsorgan«
angegriffen sind, und daß seine Wirkung sich unkewöh«».
lich.schnell.äuxere. ES enthält Nichts, Iva» den Ma
gen in Unordnung bringen könnte, er hat ein«
sehr angenehmen Geschmack und wird zu ei
nem Preise veriaust, welche<selbst demUilbemittiltst«
erlaubt, sich seiner Heilträste theilhastig zu machen,
Kinder empfinden großeLindernug durch
feiuc besänftigenden Eigenschaften, wenn st«
»u Croup oder Keuchhusten leiden.
Preis—so Cents und Hl .00 pro Flasche .
je mehr, je billiger.
Bei allen Apothekern zu haben.
C. N. Critte »» t o n ,
alleiniger Eigenthümer
New- D o r k.
Pike'S Zahnschmerzen-Trosses
helfen ill einer Minute.
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St. Dcrnard Kräuter Hillen.
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p. öleusiseitisr i> t?o. kvx 241 K. Vork l!it>.
UWWK
I7IZI7B?^.IZVI'IZ»'S
Deutsches K indermehl.
Form. Bon den angesehensten Akiitra ist dasselbe
als der teste und zuvertWzste lirsaz für Sliitter
»uilöiankrkirinl und -ilSdzS-utriglich^eSrnädrunzs?
sta.Ster's Teutsches KinSermeiil ist keines
sowie irezen seiner leichte» Verdaulichkeit, seiner
Schmackhasiizkeit und schnellen Aufnabnie WZ Blut
ist r.'.z genannte Kmdennebl vorzüglich deujemzen
für DvZrevtlker. Kranie und Genesende in jede»
Muttermilch ist daZ Aindennedl der einzige
anerfanute Ersatz der natürlichen Rabrunz tcS
chlvnische Tiarrhotund ttindercholera! Zuha
ben in allen Avotheke? Preis SO Cents per Buchst«
Hämorrhoiden.
Aoa?est»
WM W W W> sofortize Lindeeun»
I W MD ist «in unfehlbare« Mittel
Heilung von H»
marrh »t» «».
„»natefi»" ist in almSxothelen zu haben: wird auch
nach U»n>ian^d^Pr«is«», Schachtel, loSenir«
Sersicherungs-Äusweije.
Htu«n,et»über denLtand ter „Veabodo-Deuer
" vrrsicderung« . ««srNschast von valti
morr, Md., lBB>.
»on terGcs«llschast geeignetiMarkt
werth). »l» i»oo,<X>
selischast als Psand siir thatsächlich
geli^ile
Fklliae und im Ewkassiren begrisiene
Prämien 2,098.43
BUe andere lugestandene Guthaten,
in dem Berictte in diesem Büreau
näher angcgcben 475.k»0
Ccsamiiite zugestandene Kuthaben... kl2>,tttiB.JZ
Vitebt zugeftailtcn« Gutdaben!
Bureau-Mcbltil undEin
richiung »SN!),Ov
RittgesichertlsDarleien
«ltt.svo.so
z?erdinitttt>ketle,>i
luste."!?. 2.475.0 N
Relerde, wie durch das
Gesetz vorgeschrieben.. !N,309.60
Unb>zablte Dividende an
iiktionitre... 274.28
Gesammte Verbindlichkeiten fZI,OZS.BS
Ueberschuß hinsichtlich der Policen-
Inhaber kZg«,-!0».S0
Eingezahltes Grundkapital 127,5»0.«0
Ueberschuß hinsichtlich der Aktionäre. k251,10!1.50
Gesammt Sinnatmen ?S»,2t!a.lii
Betrag der omZl.Dezembir iii 34,KV^.7S
«rast befindlichen Policen V.lkll,«28.00
Betrag der in Marvland in 1883 ge
schriebemn Policen 5.589,5t0.00
Aus dasMart'länder Geschäst in 1883
empsangene Prämien 2S,OSg.tiS
In Maryland in 1883 bezahlte Ver
lust«.... 5.537.W
In Maryland in 1883 «rlirten« Ver
luste 8.012.V0
Staat Maryland,
Tieva^tnien»,
In
schciiiig- ich hiermit, daß Vorstehende« ein wahrbeits
getreuer Auszug au» dcm Slusiveis« der „Peadodn-
Aeucr - Serii-b«r»>i>g« . von Balti-
Jeff« «. Hine«.
<^6,42,8) Assekuranz - Commissär.
Durch das VersichcrungS-Departemeut.
M»«wci» über den Stand t«« Ber. Et.-Zwei.
" ges der „Trantatlanric - tz?ire-Znsurance-
Cvnipanv" von Hamburg, D«uts«tila»t,
ei» itl. Dezember
«uibabe»:
Efictten und Obligationen, absolut
von derGesellschast geeignet.Markt
werth.......... 330.55^!.«1
Baar im Hauptbureau der Kesell
schasi, der E-setischast gehörend und
w der Bank dexomrt. 17,682.0!)
' Prämien2o.B47.oB
Schutze siir Policen-
124.750.00
Verbindlichtcite» in be
sagten Staaten 1l,S1!>,»!g
Ueberschuß über besagte
Verbindlichkeiten.., 834.31
Btlbindlichkeiten:
Eingerichtete, berechnete
tust« „ 2g,!»23,i!5
Gesetz' vorgeschrieben 123,810.70
Gesammte Verbindlichkeiten N53,734.4t
Uebersiluß hinsichllich der Policen-
Inhaber 5215,740 84
Ueberschus! des nicht »»gestandenen
Guthabens, wie oben angrgeben .. 5112,834.31
Gesammt-Ausgaben .'.s' '230?35K0
Berrag am 31. De.ember 1883
Policen//. 7!. 00
Belrau ter in Maryland tnlBB3 aus
gestellten Policen 3Z7,VK1.00
S!u> dos Maryiändcr GeschästinlBB3
In Maryland in 1883 bczahli« VVr-
tufte 3 320 tl
In Maryland in 1883 erlittene Ver
luste 4,«27.34
Ännapoll». ten 2. Februar 1381.
In Gcmaxhell der 1878 er .'ltte,lv«i. Kapitel, be-
Icheine ich bicrnut, daß Vorstehendes ein wabrbcits
g-treiier Au?-ug °us dem Ausweise des «er. St.-
ter
" »"»in?«.'""
(42.v.04> Lsseturanz Commisiär.
Durch dc-s Versicherung« Deparlem-Ul.
überdenTtand ter,.DeutschinAeuer
" »»ersickrrung« «estllschas» von «tt»«bura.
Pcnnf.," am »I Dezember »«^!».
th d <>! d '
Kefeltschalt abzüglich der
I<>'»,Sl»7.vo
27.115.17
,abtte kS,B2lj.(X»
schrieben 11»,7Z8.5K
Alle anderen Ansprüche 1.2M1.00
Sesamint- Verbindlichkeiten k 1W.76S 8«
SMI.OZsi.N2
Eingezahltes Grundkapital k2U!l,t»IXl.Oa
befindlichen Policen.. !.18,750,637.t111
Betrag ter inMarvland in aus
gegebenen Policen 221,i)2'.00
Aus das Geschäst in Maryland inlBB3
In Maryland in 18S3 bezahlt« Ver-
ILdS erÜtt«,' teme.
' luste reine.
Afsekuran,.Departement,
Annapolis, Md.. 22. Januar lBBt.
Gemäßyeit der 187«-r Äkte, l««!. Kapitel, be
gctreuer Auszug aus dem Ausweise der
Keuer Verficherung» - Gclellschaft von Vie»«-
zumM. re->«mber »««!, wie er in diesem
. ÄesseS.Hine».
<«S,B S4> Assekuranz kvmm'siSr.
B a l trmor e, deny. Februar 1831.
Forderung»-Bnzedot« werden bi»
w au' Lieferung von «ranit. oder
unsesthr d<«> OtW erforderlich sein.
»kleine 2 orte-nicht über o-dt <S). noch unter fechi
halb > Zoll b»ch. Wir» beichiossen. die kleinen
Blöcke zu gebrauche», so wird man ihrer etwa 1.2U0.«
Jod» Tool«,
1?5.8.41.4,8> Clerk de» Sladt>Tommissärs.
zeiSnete >u wo nicht, so wird gerichtlich einge
schritten. vtargareid» «-»lieker.
151.7.43») TeiiamenlSVollstreckerin.
Wanneskrast
wiederhtrgeftM
e..d-n» N«Ae».°«ÄChmhamlk..Nc»v-et.
Der Deutsche Correspoudeut,
täglich, wöchentlich u.
F. Raine, Eigenthümer und Redakteur '
Sckc der Baltimorestr. und P.-O. Ave.
nach Europa L4.<X», portofrei. Prr>« de«
tags-Blatiei alleinpro Jahr.
xM" Antigen w?rd?n iowobi in deutscher, wie
Nr. 47.
Kesvndhett ist Reichth««.
Gesundheit de» Körper« bereichert
deu Seift.
Dr. Radway'S
SarfapariMan-
Resolvcnt,
der große vlut.«ewiger.
«en^eiu'."/-^
«adwav » »arsavartllian Resolvtnt.
Eine dankbare Anerkennung.
„Sine chronisch« oder seit lange beliebend«
b«t »u kunren, ist wabrlich lein Si-a dn- -A,
w'ck ! jene« Nrtheil-vermögcn. das erlcnnt^
Ziadwah-« sarsapariüian «ewlv-n.
welche« diese, Resnltat m Wege bringt und
dtnde Mnlschheit. die ihr Dasein lanae raa-
Rächte dindurch in Schmerzn «rankÄ.
schleppt.ist ihm
Wahr und falsch.
Wir geben au» Dr. Radwah'Z „Abbandlun- ai^.
«rai.khciien und ihre Heilung" solgenden Äuizug -
Liste der Krankheiten, die geheilt werde»
Nadway's
. Garsaparilliau Resolveut«'
Chronische Haiilkraiikheiten, iiiiochcima»
>i-charscn im Blute, Skrophclkraukheittn.übln
oder unnatürlicher Stuhlgang, Syphilis oder
veiierlschc Wunden, chlonische oder alte Ge-
IltMure, Salzfliijz, englische Krankheit, Knie,
Gebärmutterleiden,
iircbslcldm, DruseiischiveUlüigen, lleberbeine
Abmagerung uns Welken des Körpers, kA
uen und Flecke, Geschwülste, Dlispepsie. Ztte.
reu-und Blasciikrallkhcilcn, chronischer Rhen.
iita.tSlNttS und Gicht, Vchwindsucht, Nieren,
gricö und kalkartige Niederschläge, iowie Abar
ten der obigen Leiden, denen oft besondere Na.
men gegeben werden. "
W-r behaupten daß keine Arznei bekanm
sl. die iviche Pcillrail über diese Krankheiten
besitzt, wie Nadwap'S Nesolvenl. Es kurirt
nach und nach, sicher von Grund auf und stellt
den gründen Zliitaiid der geschädigten Theile
wieder her. Cs thut dein Welken des Kor»
dein Organismus ge.
!ut, aus welchem neue Äörpersub.
stanz gebildet w.rd. Das ist die erste Reguli.
ruugskran vou Nadwa»'S Resolveilt.
In Fällen, wo der Organismus 'in Spei
chclsluiz versetzt worden ist und Merkur « Queck,
silber) und ätzende jSublimate sich anaesam.
null und in den Knochen, Gelenken n. s. w.
siP abgelagert haben und Knochenfraß. Kno.
en. Rlicketikrüiiimungen, Verdrehlingen, Knie,
schwamm, Krampfadern u. s. w. veruvjacheu,
v, das Sarsaparillian diese Niedert
schlage aus niid vertreibt das Gift der Krank,
heil aus dem Körper.
Wem, Tieiciiigeii, die diese Arznei'., zu
Heilung chronischer,skrophiilöjer oder juphilit,.
scher .itaiikhcilcii gebrauchen, wie langsam auch
d,e Kur icin mag, sich wohler fühlen und spü.
ren. daß ihr allgemeine« Befinden sich bessert,
dav sie an Fleisch und Körpergewicht zunehmen
oder nur nicht abnehmen, so istDas ein sichere»
Zeichen, dag die Heilung fortschreitet. Be»
solchen Krankheiten wird der Patient entweder
des!er oder schlimmer, denn das Gift der
Krankheit .st nicht unthätig ; wird ihm nicht
Einhalt gethan und es ans den, Blute vertrie.
den, .o breitet es sich aus und untergräbt wei
ter d,e Constitution. Sobald daS Sarsar
bewirkt, daß Du Dich besse.
Uihlst, so wird Dir stündlich immer besser werd
den, und Du wirst an Gesundheit, Stärke un-
Körperfleisch zunehmen.
Bei Apothekern zu haben. PreiS »I.
Ci-Geschwülste von zehnjährigem Wachs
thum wurden durch Nadway ' s
Arzneien kurirt.
Eine Flafch« von diesem enthält mehr wirksame «r»
neisiosse, als ,edes andere Mittel: «in Thee össel ose
r°n diesem w.rkt so viel, wie fünf bi» sech» "h-elbU
ven andern Mittel».
K^B7K.
Radway'S
Aeadv Relief.
die beste und billigste Familien. Medizin in
der Welt. Heilt uud verhütet
Rheumatismus, Nervenweh,
Hüftweh, Kopfschmerz, Zahnweh,
Entzündung, Heiserkeit,
Halssteifheit,
Diphtherie,
Brustbeklemmung,
Influenza,
Athem-Beschwerden.
llktei'leibs-Beschwerdev,
Durchfall, tzholera Morbus, Ab
weichen, Diarrhöe oder Schmerzen bei'w
Stuhlgange werden in IS bis 20 Minute»
kurirt, weun mau Radway'S Read? Relt«f
einnimmt. Weder Blutandrang, noch Tut»
zündiing, weder Schwäche,"noch Abgespannt,
hett folgen auf dcuGebrauch vouß.R.Relief.
ES war das erste nnd bleibt
daS einzige SchmerzenSheilmittel,
da» augenblicklich die schrecklichsten Schmerzn siilit
und Entzündungen und Blutandrang lindert, gleich,
viel, ob sie in der Lunge, im Magen, in den «inq-wet.
den, den Taljen oder anderen Organen auftret«»,
in elner bt« zwanzig Minute«.
«leichviel.wie groß die Schmerzen auch sein mögen, die
an Rheumatismus Leidenden, die Bettlägerigen dt,
Verkrüppelten, die Nervösen, die an Nervenweb un»
anderen Krankheiten Leidenden werden in »adsav'4
«eatv Relies auf der Stelle Linderung finden.
Entzündung der Nieren, Entzündung der
Blase, Gedärm-Entzündnng, Lungeu-Conge
stion, Halsleiden, Athembeschwerden, Her,,
klopfen, hysterische Anfälle, Bräune, Diph.
therie, Katarrh, Influenza, Kopfschmer,.
Zahnweh, Nervosität, Schlaflosigkeit, Ner
»venweh, Rheumatismus, Hüftweh. Brust-,
Rücken- oder Gliederschmerzen, Quetschuu.
kaltes u. hitziges Fieber.
sechiziq Tropfen in einem kleinen Sla»
W-iscr deilni in Krämpfe, Ma.
Ruhr, «o'lit, Blähungen undVlle
en.
Reisende sollten immer ein« Masch« »on
Ke-«I? iielies bei sich tragen, «lliche Tropfen davon,
in Wasser gethan, beugen allen den Krankheiten un»
damit «erinUpsten Leiden, die au» dem Gebrauch un»
aewöhnten Trinkwasser» entstehen, vor. Ei ist ein »es»
ser«» Stimulani, al» Franzbranntwein und Bitter«».
Malaria
S ch iN t e l - K i e ö e r,
kaltes nnd hitziges Fieber geheilt
für 5V EeutS. Es giebt kem andere« Heil«
mittel in der Welt, da» so schnell allerlei stle.
ber heilt, möge» sie von verdorbener Luft
(Älklsri») oder entarteter Galle kommen,
mögen sie Scharlach-. Nervenfleber. Typhul
oder gelbes Fieber heißen, als unter Zu
ziehung von Radway'S Pillen
Vktx's Relies.
Fünfzig EentS die Flasche.
Stadway's reffulirenve Ptke»^
das mächtige Leber- n. Mageuheilmittel.
vollkommene Purganzcn, lindernde Ab
führmittel. wirkeu ohne Schmerz,
stets zuverlässig uud natürlich.
Völlig ohne Beigeschmack, elegant mit süßn» »u,
Radway'S Villen
zur Heilung aller Magen-,Leber-, iSedär««-. M«rm-
und Blasenleiden, Nerven - Krankheiten. «z»sw«».
Hartleidigkeit, Verstopfung. Unverdaulichkitt. »d».
pepste, Taltinl«id«n. Fieber, Unterletbt-Sntzunduna.
Hämorrhoiden und aller Störungen der «n-geweid«.
Rein vegetabtksch, keine Spur von Merkur, «wer«,
Iren oder schädlichen Droguen.
Man beacht« folgend, «ympuim« von Krant.
bnten der V«rdauung»oraan«: Verstopfung, innerlich»
Hänorrhc'.den, Blutwallung nach dem Kop»e. Säur»
im Magen, llebelkeit, Sodbrennen, Sk-i vor .dem »j.
sen, Magendrücken, säur.»» jiuffwien, sinkend« ad«r be
bend« Empfindung in der Wagenarub«. Beben de»
Herzen», erstickende» »eiithl bei'm Liegen, Zlecken oder »
,'lore vor d«r> Augen, ,>ieb«r und dumsf: Schmer«-
rm Kopfe, Mangel an LutdLnstung, gelbe» Zutse??«
dir und Seilenstechen, Schmerlen!»
Bei Hlpothe?eruja Haber».
Man lese: «Wahr nnd Falsch.«
Mao schicke etue Briefmarke an Rad
way «c Co., Nr. S 2. Warren-, Ecke der
Chnrchstraße, New-s)orl.
««lehrung. raus ende »on Dollar» werth, wtr»
»asttr Mgeschickt werden.
»n »a« »»blit««.
, d^»^«kause»!^«'»Ä!!
(Okt11.«MS»»-»

Ids German Correspondent,
Dally, Weekly and Sundays,
PUBLISHED BY
V. BAIIE, Proprietor and Zdltor,
Cor. of Baltimore St.and Poet Office AT.,
BALTIMORE, MO.
Daily and Sunday, delivered in the City and
neighborhood, 15 cents per week, payable to the
carriers; mailed (pogtage paid) to any part of
the United tit&tes, $7.50 per Annnrn. Price of
Weekly and Sunday paper, published every Fri
day, S3.no per Annum, (postage patd.i to any part
of the Country; $4.00 to Europe. Price of Sun
day paper without Daily or Weekly, #l.OO per
Annum.
ADVERTISEMENTS published in KivjlUh u
well m In German.

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