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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, April 16, 1886, Image 1

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46. Jahrgang.
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den -MverhSUnissen entsprechend, zu sehr billig.'»
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und Gewissenhasteste zu bedienen. Geneigtem Zu
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Mouutrstag Abend von S bis 3 Uhr.
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»rnft «udolph, Bice-PrSfiden»,
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>»a- «riel, 3°h. «chulthei»,
Hohn g. Letmate. 3°h. «baugh,
»ohn Bruns, W. F> Hilkmana»
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O. H. Berg,
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Aus der Bundes Hauptstadt.
«in und UuSsutn-Statistik.
Wafh i n gt on, D. C., 15. April.—Laut
Beuchten des statistischen Büreaus belief sich
der Werth der Ausfuhr von Kohlenöl im
März 1886 auf §3,824,394 und im März
1885 auf §3,554,706, in den am 31. März
1886 verflossenen neun Monaten auf §37,-
549,523 und in der entiprechenden Periode
des vorhergehenden Fiskaljahres auf §37,-
224,715.
Die Ausfuhr von Schlachtvieh, Rind und
Schweinefleisch und Milchereiprodukten im
letzten März betrug im März
1885 §6,359,052, in den am 31. März 18Z6
verstrichenen nenn Monaten §19,136,77.7
und in der enifprechendenPenode des vorher
gehenden Jahres §25,760,529.
renz in Washington.
Das Hans-Comite für auswärtige Angele
genheiten berichtete heute eine Bill ein, welche
den Präsidenten antorisirt, die Regierungen
von Mexiko, Central- und Südamerika zn
einer internationalen Conferen; in Washing
ton einzuladen, 'durch welche eine Methode
zur schiedsgerichtlichen Beilegung aller inter
nationalen Fragen, die sich später erheben
können, festgestellt werden soll.
Gegen Butter-Berfiilschung.
Die Repräsentanten Hatch, Green u. White
sind, wie bereits berichtet, zu Mitgliedern ei
nes <Lub-Tomite's des Hans-Comite's für
Landwirthfchaft ernannt worden, um eine
Bill, welche den Verkauf von Oleomargarin
regelt, auszuarbeiten. Die Mitglieder des
Comite's sprachen sich fast allgemein gegen
gänzliches Verbot und für Besteuerung von
Kunstbutter aus. Jos. H. Beall, Präsident
der „American - Agricultnral- K Dairying-
Association," hat emen Ausruf an die Farmer
und Milchereibesitzer der Ver. Staaten erlaf
fen, worin er sagt, daß die Feinde der Mu
cherei-Indnstrie n. unverfälscyten Nahrungs
mittel sich orgauisiren, um der Bewegung zu
Gunsten reiner Butter eine Niederlage zu be
reiten. Er sordert die Farmer von Amerika
auf, sich sosort zu orgauisiren und ihren Ein
fluß bei m Congreß geltend zu machen,
vntscheidungcn über Zoll - Angelegenheiten.
Der Prokurator des Schatzamtes hat ein
Gutachten abgegeben des Inhalts, daß alle
Entscheidungen des Schatzamts-Sekretärs in
Zollangelegenheiten endgültig und bindend
sind, wenn nichl binnen 90 Tagen nach Ab
gabe der Entscheidung die Berufung angemel
det ist. Hülfssekretär Fairchild hat auf Grund
dieses Gutachtens erklärt, daß das Departe
ment nicht ermächtigt fei, in folchen Fällen die
irrtümlicher Weife bezahlten Zollgebühren,
NZ V.che in Gemäßheit mit der Entscheidung in
dem Lberteusser-Falle zurückverlangt werden,
den betreffenden Parteien zu ersetzen.
Die chinesische Gcsandtschast nicht zufriere».
Trotz dem energischen Dementi der San
Franziscoer Zollamts Behörden, daß der chi
nesischen Gesandtschaft irgend eine Unhöflich
keit widerfuhr, ist es doch Thatsache, daß die
Gesandtschaft keineswegs mit der gegebenen
Erklärung zusnedengestellt ist. Die Gesandt
schaft bleibt dabei, daß die Handlungsweife
des Collektors eine Beleidigung China's war.
Senator Jackson d Srnen»»na zum Bunve»-
Richter.
Präsident Cleveland hat dem Senator
Jackson in Bezug aus dessen Ernennung zum
Bundesrichter einen Brief geschrieben, der als
treffliche Illustration für die Auffassung gellen
kann, welche der Präsident von seiner Ernen
»ungsgewalt hat. Der Brief lautet:
„Werther Herr ! Die Bewerbungen um
die durch den Tod des Richters Baxter va
kant gewordene Kreisrichterstelle weröen so
zahlreich, daß die Sache in eine unschickliche
Katzbalgerei auszuarten droht. Ilm Dies zu
verhüten, bin ich entschlossen, d.en Namen des
Nachfolgers des Richters Baxter morgen dem
Senat einzusenden. Im Interesse vicses höchst
wichtigen Dienstes, und da ich mir über meine
Pflicht in dieser Angelegenheit höchst klar bin,
schreibe ich Ihnen jetzt, um Ihnen begreiflich
zu machen, daß Sie alle Skrupel gegen die
Uebernahme des Amtes fallen lassen und mir
gestatten müssen, Sie sür dasselbe zn ernen
nen. ES gereichi Ihnen zur Ehre und er
höht meine Achtung sür Sie. daß Sie aus
Rücksicht für andere Leute in Ihrem Staate,
welche das Amt gern haben möchten, gezö
gert haben, dasselbe anzunehmen. Sie ha
ben aber kein Recht, zu versuchen, meine
Amtshandlung zu controliren, oder meine
Auswahl aus solche Weise zu beschränken.
Ich bin auch ganz damit einverstanden, daß
alle Bewerber und deren Freunde wissen
sollen, daß Ihre Ernennung lediglich mein
Wer! und mich von meinem Pflichtgefühl dik
tirt ist, in welchem mich Ihre Argumente und
Ihre Fürbitte für irgend einen anderen Mann
nicht irre machen können. In der sicheren
Erwartung, daß Sie sich nicht gegen die Er
füllung einer klar vorgezeichncten Pflicht auf--
lehnen werden, verbleibe ich Ihr aufrichtiger
Grover Cleveland."
Landschwtnvel iu «innesota.
Spezialagent De La Gore vom Landamte,
der in Minnesota stationirt ist, hat dem Land-
Commissär berichtet, daß 99 Prozent der Ein
tragungen unter dem Heimstätten- und dem
Präemiivns-Gesetze blos Vorwände Behufs
Erlangung des Hölzes auf den betreffenden
Ländereien feien und eine Absicht dauernder
Ansiedelung in allen folchen Fällen nicht be
stehe. Er sagt: „Die Präemnons- und
Heimstätten-Gesetze sind in diesem Staate
(Minnesota) lediglich eine riesige Farce ge
worden."
Vermischte».
Tie heutige Steuereinnahme betrug §349,-
950 und die Zolleinnahme §726,767.
Der Bundesfchatzmeister erhielt heute §lo
aus Detroit, Miq., als Beilrag zum Gewis
feussond.
Zur Einlösung bestimmte National-Bank-
Noken im Betrage von §519,000 liefen heule
im Schatzamt? ein.
Das Haus-Comite für Mittel und Wege
beschloß heuie mir 9 gegen 1 Stimme, die
Aushebung des Vertrags mit Hawaii zu em
pfehlen.
Der Senat ratifizirte in feiner heutigen
Exekulivsitzung den Vertrag mit Venezuela.
Die Frage über Aufhebung des Vertrages
mit Hawaii wurde besprochen, jedoch nicht er
ledigt. Außerdem bestätigte der Senat vcr
schiedene Ernennungen.
Generalpostmeister Vilas hat die Abliefe
rung regisirirter Büefe und die Auszahlung
vonPostanwcifungen an die„Nature's
bator-Co." in Quincp, Jll?., verboten. Dcs
Departement hat ermittelt, daß diese Com
pagnie ein gewisser Harvey S. Welda ist,
weicher einen Apparat, den er „Nattire's In
cubator"nennt u. der angeblich imstande ist,
100 bis sog Eier binnen kurzer Zeit durch
eine künstliche Methode auszuorllleu, annon
cirt und per Post versandt hat. Die ganze
Geschichte ist Schwindel.
4V. Cougrcß. Erste Sitzung.
iner Vretutivsttzungen.—Tic Alusz- uns
HasenbiU im Hause.
Washington, D. C., 15. April.—lm
Senate hielt Logan (Jlls.) heute eine
lange Nede zu Gunsten offener Exekulivsit
znngen.
Frye (Me.) bot einen Beschluß an, welcher
das Comite für auswärtige Beziehungen au
torisirt, einen Hülfs-Clerk, der auch als Ste
nograph verwendet werden kann, zu einem
jährlichen Salär von §1440 zu engagiren;
überwiesen.
Riodleberger (Virg.) zog das gestern von
ihm eingebrachte Suvstitut für den Beschluß
in Bezug auf offene Exekutivsitzungen zurück
und hielt ebenfalls eine Rede, in welcher er
das Abschaffen der geheimen Exekutivsitzun
gen befürwortete.
Der Senat ging zur Erörterung der Peu
sionsbill über, und Harris (Tenn.> versuchte,
eine Abstimmung über dieselbe durchzusetzen,
allein Blair(N.-H.) vereitelte den Pian, in
dem er eine abermalige Verlesung der Bill
forderte. Ehe die Vorlage verlesen war,
schlug die Ul,r zwei, und der Vorsitzer unier
breitete dem Senate die Bill zur Regelung
des iiiterstaatlichcn Handels. Zwölf Minu
ten später ging der Senat in Exekuiivsitzung,
und als um 5 Uhr 45 Min. die Thüren wie
der geöffnet wurden, erfolgte Vertagung.
berichtete Hemphill (S.-C.) vom Comite für
den Distrikt Columbia eine Bill ein, welche
den „Pool"-Verkauf bei Pferderennen, sowie
die Veröffentlichung von Lotteneannoncen
im Distrikt Columbia bei Strafe verbietet.
Ver'chiedene Comiteberichte wurden einge
reicht und entweder dem Plenar-Comite über
wiesen oder in den Hauskaleuder eingetragen.
Wahrend der Morgenstunde bracy'.e Tur
ner die Bill zur Regulirung des Drucks
von Dokumenten in Bezug aus Wahlconteste
zur Sprache, und dieselbe wurde angenom
men.
Eine vom Comile für Mittel und Wege
cinberichtete Bill, welche die Einfuhr von
Makrelen während der Laichfaifon verbietet,
wurde für den 18. Mai aus die spezielle Ta
gesordnung gesetzt.
Auf Antrag Breckenridge's (Ky.) wurde
eine Bill angenommen, welche den Abschnitt
3336 der revidirten Statuten dahin lautend
amendirt, daß >eder Brauer, sobald er der
Behörde die Absicht ankündigt, ein Geschäft
anzufangen oder zu übernehmen, eine Sum
me als Bürgschaft stellen muß, welche dem
dreifachen Beilage der Steuern gleichkommt,
die der Brauer innerhalb irgend eines Mo
nats zu bezahlen haben wird.
Das Haus constituirte sich dann unter dem
Vorsitze Wellborn'S (Tex.) als Plenar-Co
mi'.e und zog die Fluß- und Hafenbill in Be
tracht. Nach kurzer Debatte wurde die Bill
abfchnittsweife Behufs Einbringung von
Amendements verlesen. Nur wenig Fort
schrill war gemacht worden, als das Comite
die Sitzung aushob und sich um 5.20 ver
tagte.
Muth's Conareß-Virr und Porter im
Zapf und iu Flaschen speziell für Fami
likngrblauch; z« habe» vou alle» tkuudrn.
Baltimore, Md.. Freitag, den N». April
Powderly an die „Kaights."
Gcldbciträge sür die Unterstützung
ver Strikte verlangt
Der Äampf gegen Jay Gould.
t77v"uns Tie Macht ve» König«
und »>e Macht de« «eldc».—Andere Nach»
richte« über die «rbetterbewegung.
Philadelphia, 15,. April. „Gene
ral-Master-Morkman" Powderly erließ heute
Abend folgende« Cirkular:
„„Edler Orden der „Knights of Labor" von
Amerika! An den Orden, wo immer er
existirt, mir Gruß: Ihr Alle habt von dem
großen Strike auf dem Gould - System im
Südwesten gelegen die Geschichte deffel
ben wird von Tag zu Tag geschrieben, ös
ist jetzt fs ziemlich einerlei, ob die Männer
des Südwestens klug handelten, oder nicht.
Laßt uns jenen Theil der Affaire übersprin
gen, denn derselbe ist bereits der Weltge
schichte einverleibt.
Die General-Exekutivbehörde des Ordens
versuchte, die Wirren beizulegen und da«
Einvernehmen wieder herzustellen. Es wur
den Uebereinkommen durch die Behörde mit
Jay Gould getroffen, allein als die Mitglie
der der Behörde St. Louis erreichten, wollte
Hr. Hoxie nicht mit ihnen unterhandeln.
Ueberdies weigerte er sich positiv, „Knights
of Labor" wieder anzustellen, einerlei, ob die
selben thätigen Antheil an dem Strike genom
men hatten, oder nicht. Es ist jetzt die Pflicht -
aller zu dem Orden Mä.iuer und
Frauen, für die Etriker des Südwestens in
die Schranken zu treten und dieselbe» mit
allen, ihnen zu Gebote stehenden Mittel zu
unterstützen. Die Striker sind seit nahezu
zwei Monate arbeitslos und brauchen Gels.
ES ist keine besondere Rednergabe noth
wendig, um die Sache jener nnierdrüclien
Leute zu verfechten. Sie brauchen Hülfe,
und es ist unsere Pflicht, ihnen dieselbe w
rasch, als möglich, zu gewähren, schicke je
den Dollar, den ihr erübrigen könut, an den
Generalsekretär, welcher das Geld sofort zur
Vertheilung nach St. Louis übermitteln wirb.
Bedenkt, daß die Männer dort draußen nicht
um Almosen betteln, wudern daß dieser Auf
ruf in ihrem Interesse von der Exekutivbe
hörde ausgeht. Doppelt giebt, wer schnell
giebt! Geht sofort an s Werk!
Ein weiterer Aufruf kaun an Euch erlassen
werden und wir ersuchen Euch, schon jetzt
Vorbereitungen dasür zu treffen. Wirwer
den nach unseren Handlungen in dieser «»ache
beurtheilt werden. Nehmt keine Beschlüsse
an, in welchen ihr das Kapital verdammt,
denn wir bekämpfen das Kapital nicht. Laßt
uns alle Leule zu Freunden machen, .oelche
durch das Monopol benachteiligt worden
sind. Dieter Kampf ist gegen den.Nanu ge
richtet, welcher das Monopol repräsentitt,
und muß maunhast ausgeiumpst werben.
Bewacht seine Schritte aheuthalven! Habt
ein wachsames Auge aus die Maßnahmen
des Congresses. Haltet die Comite',! dazu
au, surchuos ihre Pflicht zu thun, und unter
stützt sie aus alle mögliche Weise!
Zum Schlüsse ersuchen wir Euch abermals,
jeden Dollar,.den Ihr aufbringen tonnt, zur
Unterstützung der Striker im süd vesten ab
zuschicken. Zögert nicht und trefft zn gleicher
Zeit Vorbereitungen, die ganze Macht des
Ordens aus den Mann anzuwenden, welcher
Eisenbahnen, Heimstätten und Vermögen
verschlingt und nur seiner unersättlichen Geld
gier lebt. Laßt uns den festen Entschluß fas
sen, uns fo zn verhalten, daß die Geia)ichte
erzählen wird, die Männer von 1886 hätten
einen ebenso großen iL-chlag sür die Freiheit
geführt, wie die Männer von 18iK! Die
Lederen brachen die Macht der Monarchie
und entthrontet! den König. Die Macyt,
welche sie den Händen des Königs entrissen,
war nicht so groß, wie diejenige, die jetzt von
eine'n Manne beherrscht wird, welcher durch
conup.e Verwendung seines Geldes die Fa
brikanten, wie die Arbeiter in s Verderoen
gestürzt hat. Die Macht des Kiinigs ist ver
ga..gen. Die Macht des Reichthums ist im
Vergeben, und es muß jetzt entschieden wer
den, ot, Männer oder iuegitimer Re.chthum
die Controle führen sollen. T. V. Powderly,
„General-Master Woriman.""
Seranton, Penns., 15. April.—Hr. T.
V. Powderly reiste heute in Geschäften nach
Chicago ab. Vor seiner Abreise sagte er in
einer Unterredung, er halte nicht viel von
dem gestern veröffentlichten Schreiben Jay
Gould'S. Dasseloe enthalte Nichts, was
Gonld nicht schon wiederholt gesagt habe.
Augenscheinlich wolle er vor dem Lande die
Rolle eines Märchters spielen, allein die
„Knights os Labor" würden ihm keine Gele
geuheit dazu geben.
Tie Situation in st. Lo^iS.
St. LouiS, 15. April.—Die HH. Bailey
und HayeS von der Exekuliv-Behörde der
„Kuights os Labor" besuchten gestern Abend
den General Reece in Ost St. Louis und pro
tesiinen dagegen, daß die Mi'izsoldaten a!s
Frachiverlader oder Zugbedienstete verwen
det würden und daß sie denStrikern den Zu
tiilt in die Eisenbahn ?>arvS verwehren.
General Reece sagte, es sei nicht wayr, daß
seine Lente Arbeit sür die Bahn-Gesellschaft
verrichteten, jedoch hätten sie strengen Befehl,
keine Personen, die nicht in Diensten der
Bahn Gesellschaften stehen, in die Zaros zu
lassen. Die Striker hätten dort Nichts zu su
chen, und wenn einer derselben trotz des Ver
bots einzudringen versuche, so setze er sich der
Gesahr aus, erschossen zu werden. Die Miliz
hat Besehl, sich aus einen wetteren Ausent
halt von drei Wochni in ihrem gegenwärtigen
Lager vorzubereiten. — Die gestern veröffent
lichte Correfpondenz zwischen Powderly und
Gould bildet heute das Tagesgespräch, und
die „Knights" äußern die einjlimmiae An
sicht, daß nach den Erklärungen Jay Gould'S
Nichts übrig bleibe, als den Kamps bis auf's
Aeußerste fortzusetzen. Die Führer der Stri
ker erUären, sie erhielten Geldbeiträge von
allen „Knights" und könnten im Nothsalle
HwvMa iür die Forsetzung des StrikeS,
resp, dle Unterstützung hütfsbedürftiger Stri
ker, ausbringen.
InLst- St. LouiS ist die Sachlage wenig
verändert, und die Beförderung von Zügen
wird ohne Störung sortgesetzt. W«e aus
Springfield, Jlls., gemeldet wird, hat sich
'Gouverneur Oglesby gestern geweigeu, eine
Requisition für die Auslieferung der Hülss
«cheriffe, welche am letzten Freitage in Ost
«t. Louis mehrere Personen erschossen und
dann über den Fluß nach St. Louis flohen,
auszustellen. Er bafirle seine Weigerung
auf einen Formfehler in den Dokumenten,
welche das Gesuch um eine Requisition ent
hielten. Laut Nachrichten aus Atchison,
iis., ist der >strike dort so gut, wie teendet.
Von den IZO Männern, welche auf Befehl
der „Knights of Labor" ausstanden, sind 78
an die Ardeil zurückgekehrt. In den VardS
der „Vandalia - Bayu" in Ost - St.?outs
feuerte heute früh ein unbekannter Mann auf
den Mtlizsoldaten I. W. Waller, ohne ihn
zu treffen. Der Thäter entkam, obgleich »hm
Walter eine Kugel nachschickte. Bei Belle
ville.Jlls., entfernten unbekannte Bösewichte
während der vergangenen Nacht zwei Schie
nen auf der „Cairo - Short - - Bahn."
Glücklicher Weise entdeckte ein Beamter den
Anschlag heute in aller Frühe und ließ die
Schienen ersetzen, ehe der um 4? Uhr in Bel
leville fällige Personenzug die Stelle erreichte,
«ine Bewegung der Weichensteller in
Chicago, 15. April. Ungefähr die
Hälfte der hiesigen P>cichenwärler der „Lake
Shore-Bahn" hat die Verwaltung durch eine
Petition ersucht, acht Weichensteller, die nicht
zur „Union" gehören, zu entlassen, oder ihnen
andere Arbeit zu geben. Superintendent
AmSdeu erklärt, diese acht Männer stünden
seit 8 bis Iv Jahren in Diensten der Gesell
schaft nnd seien die besten und zuverlässigsten
von allen, während cm großer Theil Derje
nigen, welche die Petition unterzeichneten,
viel zu wünschen übrig lasse... Die Agita
tion gegen die Nichlmitgliever der „Union"
habe vor zwei Monaten begonnen, zu wel
cher Zeit die erwähnte Compagnie etwa _'o
Männer beschädigte, die sich nicht der „Union"
anschließen wollten. Dieselben sind ,edoch
jetzt bis auf die erwähnlen Ackl bewogen
worden, der „Union" beizutreten, und die
übrigen Acht will die „Union" nicht anneh
men, weil sie sich weigerten, an dem Aus
staube von 1881 theilzunehmen. Hr. Amsden
sagt, er glaube nicht, daß die Bahnveriva!
tung die Leute entlassen werde, im Gegen
theil würde sie vorzi-hen, einen Theil der
Krakehler los zu werden. Aus der „Bal
„Bnrlingto.,-
Rock - Island-» und auf der „Nickel Plate
Bahn" sind ähnliche Bewegungen gegen die
Nichtnutglieder der „Weichensteller-Union" im
Gange.
Die Achtftunden'Bewtgung.
Chicago, 15. April. Die Möbel-
Fabrikanten F. Mayer K Comp., beren Fa
brik sich von Nr. 31S bis 329 an der Süd-
Canalstraße erstreckt, haben ihr Etablissement
geschlossen, weil sie einer von ihren Arbeitern
gestellten Forderung um achtstündige Tages-
Arbeit und eine Lohnzulage von 20 Prozent
für Stückarbeit nicht nachgeben wollten. Zwi
schen 275 und 300 Möbelschrciner werden
hierdurch beschäftigungslos. Ter Ches der
Firma erklärte, er könne vorläufig die Forde
rung nicht bewillipen. sondern ziehe vor, sein
Geschäft zu schließen und abzuwarten, wie
sich die übrigen Möbel-Fabrikanten bezüglich
der Achtstunden-Bewegung verhalten würden.
Tat. Boqcott- Vt.fahrcn gegen Krau »Sraq.
New-York, 15. April. Die Grund.
Jury der General - Assisen ist heute mit einer
Untersuchung über das »Boykott "Verfahren
gegen die Bäckerei der Frau Gray an der
Hudson-Straße beschäftigt und vernahm meh
rere Zeugen. Unter dem Gesetze kann das
Borgehell" der „boycoltenden" Bäcker als
ausgelegt und mit einem
Jahre Zuchthaus oder einer Geldbuße von
SSOV bestraft werden.
Richter Dufsev ist entschlossen, die Sache
zu einem TestsaU zu macyen, und hat Georg
Lenhan und Matthew Murcay, Mitglieder
der „Schneider - Umon," untei einer CsMpi
ralions ' Anklage unter Bürgschaft gestellt.
Etliche der Boycotter wurden nm je tzs ge
Chicago, 15. April. Die „Cigarren
macher-Unionen 14 und 15," welche zu
sammen 1125 Mitglieder haben, beschlossen
gestern Abend, sich in corpore den „Änigyts
ös Labor" anzuschließen und in der nächsten
Woche sür eine Lohnzulaxe auszusieben.
Milwaukee, Wisc,, 15. April. Die
Mitglieder der hiesigen „Shop - TailorS'
Union" sind ausgestanden, 'ym die Annahme
einer neuen Lohnskala zu erzwingen. Cirka
400 V Personen, von welchen viele kein Inte
resse an dem Sinke haben oder demselben
geradezu opponiren, werden durch den Aus
stand beschäftigungslos. Die Zuschneider
machen gemeinschaftliche Sache mit den
Schneidern. Sie verlangen Verkürzung der
täci.ichen Arbeitszeit ohne Lohnreduktion.
Chicago, 16. April. Die Chicago'er
Küfergesellen haben die Pökelhausbesitzer er
sucht, von jetzt an bis zum 14. Juni keine
Fässer mehr zu kaufen, welche im Zucht-
Hause angefertigt worden sind. Die Maßre
gel zielt darauf hin, das Zuchthaus Comrakt-
Lysiein abzuschaffen. Die Polelhausbesitzer
haben noch nicht geantworiet.
Pale st ine, Tex., 15. April. Alle
Strikcr, welche die Arbeit in den hiesigen
Bahnwerlstätten wieder ausgenommen yci
ben> sind von den „KnightS vs Labor" ausge
stoßen worden.
Tillie Smity'ö Tos
— Pi»>»schcr«»g ver Zchcuiie, in
Jersey City, 15. Apr.l.
Tie Geyeimpolizisien, welche mit Aufspürung
der Mörder der in HackeitStown ermordeten
Tillie Smith betrai't sinv, haben eine neue
Spur entdeckt, und diese führte gestern zur
Verhaftung zweier verdächtig aussehender
Individuen im „ttitatinny House" am Dela
ware-Water Gap. Es wurde in Ersahrung
gebracht, daß Tillie, bevor sie sich mit ihrer
Freundin Agnes Wrighi zu der Tyeatervor
stelluug in Snield's Halle begab, in Beattu's
Ellenwaarenhandluiig eine Rolle Zwirn ein
kaufte. Während der Borstellung hielt die
Smith eine Geldtasche in der Hand, und als
Frl. Wright sie scagte, wie viel Geld dieselbe
enthalte, antwortete Tillie: „Etwas über
H 30." Weder das Geld, noch die Rolle
Zwirn wurden an der Leiche gesunken- Ein
Goldwaarerihändler hatte, als er am Freitag
Morgen nach New York fuhr, im Hacketls
towner Depot zwei Männer schlafend geie
hen, welche augenscheinlich schwer getrunken
hatten und deren Gesichter zencayt waren.
Diese beiden Männer wurden im Delaware
Water-Gap verhaftet und mit dem nächsten
Zug i'ach HacketiStown gebracht. Zöglinge
des Seminars begaben sich vorgestern Nach
mittag nnter Leitung des Pastors G. H.
Whitney und des Geheimpolizisten Frank
aus das Feld, wo die Leiche gefunden wurde,
"Nd süchien dasselbe und die Umgegend auf
systematische Weüe nach Spuren ab, die zur
Enicrckung der Mörder >ühren lönnten. M>t
Ausnahme einer Whiskeyslasche, deren Ja-
Halt halb geleert war, wurde Nichts gesun
den.
Mnnnich, der neulich unter Verdacht der
Theilnahme an dem Morde verhaftet nud
seither unter polizeilicher Aufsicht war, hat
sein Alibi fast vollständig nachgewiesen und
wird dasseloe noch durch das Zeugniß eines
HandjchuyhändlerS von Warwick, Namens
I. N. Baldwin, vervollständigen, in dessen
EesellschastMunnich sich zu uud vor der Zeit,
als die scheußliche Thai ausgeführt wurde,
im Schankzimmer des „American House" be
sunden haben will. Auch Harring schien voll
Zuversicht, seine Unschuld nachweisen zu kön
nen. Er hat einen schlechten Rus, und der
selbe wurde durch die angeblich unbedachten
Aussagen, welche er bei seinem Verhör vor
dcn Geschworenen machie, gerade nia>t ver
bessert. Dem Vernehmen nach hat er zwei
sich widersvrechende Erklärungen gemacht,
wie er die Zeit von 10 bis 12 Uhr Nachts am
Tonnerstag verbrachte. Auch scheint die An
gabe, daß er aus Port JerviS stamme, auf
Unwahrheit zu beruhen, denn Mnnnich, wel
cher mit feinen Eltern in demselben Lrt
wohnt, will von einer Familie Harring, Hun
ter oder Scofield von dort Nichts wissen. Um
10 Uhr gestern Abend wurde ein Feuer in
der Scheune entdeckt, in welcher allein An
schein nach der Mord begangen wurde, uud
das Gebäude brannte vollstäiid-g nieder.
Merkwürdig ist hierbei, daß Personen in die
Scheune, welche aus Befehl der Behörden
geschlossen gehalten wurde, eindringen lonn
len. Dieser Vorfall hat die größte Ausre
gung hervorgerufen, und die allgemeine Ver
ii'utyuug daß die Mörder de» Brand ver
ursachten.
Chinesische Kurpfuscher.
New-York. 15. April.— Auf den Ver
dacht hin, ven in Nr. 810, 10. Ave., wohn
haft gewesenen Wäschereibesitzer Mon Jonz
um's Leben gebracht zu haben, sührten die
Geheimpolizisten Chrystal und Gerow vom
sechsten Bezirk im Touibs-Polizeigericht vier
Chinesen, Namens Ah Hi, Hong Way, Ah
Long und Mon Hong, vor die schranken.
Tie Geheimpolizisten erklärten, daß die vier
Mongolen ihren Landsmann gesern früh in
einem Expreßwaaen nach den logen. „Big-
Fiats," Nr. »8, Mottstraße, gebracht hätten,
wo derselbe später als Leiche aufgefunden
worden sei. Tie Söhne des himmlischen
Reiches betheuerten ihre Unschuld und be
haupteten, daß Mon natürlichen
Todes, und zwar an der Schwindsucht, ge
storben sei. Tie vom Coroner Eidmann und
'einem Gehülfen vorgenommene
Untersuchung, resp. Sezirung der Leiche er
gab, daß der Verstorbene, wenn auch nicht an
der Schwindsucht, so doch an der Bright'lcheu
Nierenkronkheit in ihrer höchsten Entwicklung
gelitten habe, daß der Magen indessen mit
gewissen, ibm wahrscheinlich aus Anordnung
von mongolischen Hcilkünstlern beigcbrach'en
Substanzen angefüllt war, die möglicherweise
dazu beigetragen yaben, den Kranken schnel
ler in s Jenseits zu befördern. Auf Anraihen
des Coroners fandte Richter O'Reilly die vier
Chinesen in Untersuchungshaft, bis eine Ana
lyse dieser chinesischen „Heilmittel" gemacht
werden kann.
Tie angebliche« Waftlbetrügereieu
in
Mi lwali k e e, 15. April. Ein sensa
tionelles Nachspiel hat die hiesige Stadtwahl
vom L.April, bei welcherlei (deutsche) Mayor
Wallber wieder gewählt und (mit einer ein
zigen Ausnahme) lauter Deutsche laus dem
allgemeinen Ticket) zu Stadibeamten gewählt
wurden, durch die Verhaftung mehrerer Can
didaten für Wardämter erhalten. Es soll bei
dcr Wahl stark gemogelt worden sein. Die
Aufregung erreichte gestern ihren Höhepunkt
durch die Verhaftung des demokratischen Al
derman P. I. Grogan von der 4. Ward, ei
nes reichen Milchhändlers, der seinen republi
kanischen Gegner mit großer Stimmenmehr
heit geschlagen hat. Derselbe wird beschul
digt, viele Leute zu ungesetzlichem Stimmen
veranlaßt zu haben. Er wurde gegen Bürg
schaft wieder auf freien Fuß gesetzt. Bon den
sünf Stadtbeamten haben die Demokraten
drei, die Republikaner lmit Einschluß des
MayorS Wallber) zwei gewählt.
Nusgekniffen.
Sharon, Perms., 15. April. Seit
Sonntag ist H. F. Edsall verschwunden, des
sen Amtstermin als Township-Schatzmeister
von Brookfield vor 14, Tagen abgelaufen ist.
Vor Kurzem verkaufte er sein bedeutendes
Eisenwaaren-Geschäst u»d contrahirte oben
d'rein tz6o«) Schulden. Ln der von ihm
verwalteten Amtskafse ist kW Minus von
G3OOO vorhanden.
Verheerungen durch «türme.
Cyklone in Minnesota. Dakota,
lowa, Missouri und anderen
Staaten
St. Pauk, Minn., 15. Avrii. Ueber
die Heimsuchung der Städtchen Sr. C'oud
und Sank-RapidS durch einen Cyklon treffen
jetzt nähere Nachrichten ein, jedoch lauten
dieselben noch immer ziemlich verworren.
Auch in Deik., wurden gestern
viele Gebäude, darunter Gasöl Kulewatz S
Brauerei, durch einen Wirbelsturm zerstört,
allem keine Menschenleben gingen dort verlo
ren. In lowa suchte ein Cyklon die stä)t
cheu Exira und Coon-Rapids heim und warf
eine Masse Häuser über den Hausen, In
Coon-RapidS liegen nicht weniger, als SO
Häuser in Trümmern.
In St. Cloud, Minn., sollen 15 Personen
getödtet und 40 verwundet, in Sauk City 30
getödtet und IVO verwundet und zu Rice s
Station 22 Personen getädte! worden sein.
Tie Zahl der Verwundeten in Rice s sta
tion ist noch nicht ermittelt.
Tepeichen aus St. Cloud zufolge überzog
sich der Himmel gestern Nachmittag gegen 4
Uhr Plötzlich mit einer drohenden ichwar',eil
Wolke, welche sich in Gestalt e.nes Trichters
ra'ch aus Südosten ans den Ort zu bewecue.
Tie Bürger halten sie kaum bemerkt, als sie
arch schon die Stadl erreicht hatte und einen
heulenden Sturm, dessen surchibare Macht
aller Beschreibung spottet, mit sich brachte.
Ter von dem Orkan heimgesuchte südwestliche
Siadttheil war größtentheilS von Eisenbahn
Arbeitei.i bewohnt, deren leichtgebaute Häu
ser von der Windsdraul gleich Spreu davon
geführt wurden. Der Sturm schnitt einen
Psad, dessen Breite etwa eine Viertelmeile
beträgt, durch die Stadt, und aus diesem
Psade blieb kein Haus und kein Baum stehen.
Sogar d,e Erde wurde durch den Luftdruck
ousgewühll, und die Stellen, auf welchen die
Häuser standen, sahen aus wie ein stj'ch ge
pflügte« Feld. Im Frachtdepot der „Mam
toba Bahn" wurden mehrere beladene Frachi
Waggons buchstäblich empor gehoben, ans
dem Geleise geschleudert und zertrümmert,
die Telegraphenpfähle nmgeworsen, die Schie
nen von den Schwellen gerissen und gebogen,
gleich schwachen Dräbten. Frachlgegenstände
im Werlhe von elwaH3ooo wurden durch die
Lufi davrngeführl und auf meilenweilem Um
kreise zerstreut. Nachdem der nur wenige
Minulen dauernde «lurm vorüber war, pras
selte der Renen in Ströme» allein di?
Straßen waren lrotzdem bis spät in die Nachl
hinein mil aufgeregten Menschen gefüllt, wel
che die Todten und Verwundeten zulammen
suchlen und sich bestrebten, zu Helsen, wo im
mer geholfen werden konnte. Man telegra-
nach Brainerd, Sl. Paul und Min
neapolis, und jene Slädte sckickleu fofor. Ex
irazüge mit Aerzten zur Stelle. Die Te,d eu
wurden in das „Lit'.le Giant"- Spritzenhaus
und die Verwundeten in ein Hospital ge
bracht.
Nachstehend folgt eine Liste der Todien,
soweil die Namen derselben bis jetzl ermittelt
sind:
losephGiSkavSkie, 40 Jahre; FrauSlrauß,
35 Jahre: Charles Eureski, l 6 Jai<re: Frau
Sieili, :;v Miunie Stein, 15 Jaqre;
Waldron, 12 Jahre; Frau Tramp, 35
Jahre; Edgar Aull, Präsident der „German-
American-Natioi al-Bank;" Carrie Sadold,
17 Jahre; !liicholas Junemanl!, 2l Jahre;
vier unbekannte Einwanderer; e.n Unbekann
ter, etwa L 2 Jahre; drei Kinder, zwei Mäd
chen und ein Knabe.
Verwundet wurden: John?)onngler, beide
Beine gebrochen; Frank Giskavskie,Schädel
bruch ; Frau GiSkavs'ie, Beinbruch, und ihre
drei Kinder schwer verletzt; Frau Waldrou,
Ain.bruch und Kopsivuuden; Srn. Liud
>imst, Handbruch: Florence Steele, Kops
wunden; Louis Beinbruch; Annie
Oster, Kopswunden; Katie Scholer, Bein
bruch und innere Verletzunaeu: Gaiperd
Trasen, innere Verletzungen; Willie Gasper,
schwere Kopfwunden; Kelly's drei Kinder,
innere Verletzungen; Willie Egber, Bein
binch; Willie Seabold, Kopfwunden; Marie
Senfe, Kopiwunden; Marquist Fair, beide
Anne gebrochen; Frau Wegler, Schädel
bruch; Lizzie Hender, Kopfwunden; Franl
Hanks, Frau Frederick Johnson
und K"abe, Leinbrüche, und Frau Jun?>
mann, Beinbruch.
Westlich von Cloud sind die Bahnge
leiie mit Trümmern bedeckt, und es daiu'rle
bis heute Nachmittag, ehe die Geleise aufge
räumt und der Verkehr wieder aufgenommen
werden konnte. In Riee'S Station, 12
Meilen von St. Cloud, soll ein Haus, in dem
eine HochzeitSfeier im Gange war, umgewehl
worden und 20 Menschen, einschließlich der
Braut und des Bräutigams, getödtet worden
sein. Ter in St. Cloud angerich.ete peku
niäre Schaden wild auf §125,000 bis H 150,-
ttO geschätzt.
In Sau: RapidS brach der Cyklon um un
gesähr die nämliche Zeil herein, wie in St.
Cloud, und binnen sechs Minuten war dei
schö.iste Theil des OrieL in einen Trümmer
tiarseii v»rwandelt. Unter den zerstörten
Bauwerken befinden sich das GerichtSgebäude,
mehrere Kirchen und Schulen, das Postaint,
eme Mühle und eine Maschinen 'Lerlstäite,
Mehrere Counly-Beamle sollen von dem ein
stürzenden Gerichts-Gebäude erschlage., wor
den sein. 22 Leichen sind soweit in St. Cloud
aufgefunden worden, und der Schaden ar
Eigenthum beträgt über 5300,000. Auck
dorr sind Aerzte aus St. Panl und Minuea
polis angekommen und behandeln die Ver
wundeten. Ein 250 Pfund schwerer Mann
Namens ThoS. Van Elten, wurde 400
weil durch die Luft fortgeführt und erlitt in
Hcraülallen lödlliche Verletzungen.
Uuler den Todlen befinden sich Couniy
Auditor John Renard , County - Recoröc
Gregg Lindley, A. H. Lake, der 9 jährig,
Maurice St. Cyr, Ernst Aldrechl, Johari
Swansen, Frau H. Berg und drei ile>
Tcchter derselben, Apotheker M. Schule
(vermißt', Frau FlNcher, Frau Davee,
Kinder, Namens Carpenter, Frau P.
nebst vier Kindern, Frau Poppensaß und ihr
zwei Enkel und Heinrich Bernhard. Bon bei
Vcr.viindeien werden noch viele sterben. Nacl
dem Sturme sand man die Leiche einesZäug
lings auf der Slraße.nnd es ist noch nichl ge
lungen, dieselbe zu idciitifiziren. Ungesäh
vier Gevierte in der Mitie des Or es sin!
rein weggefegt, und nur das neu>>„City Hotel'
ist stehen geblieben.
Big-Lake, Minn., 15. Avril. Di,
Aerzte Higbee und Dalliver aus Minneapo
lis sind soeben von Sl. Cloud hier augekom
wen. Sie berichten, daß stündlich weilen
Leichen unter den Trümmern der umgeweh
ten Häuser gesunden werden und daß auch ir
den benachllartcn Landdistriklen viele Men
scheu getödtet wurden. Zwölf Verwundete
deren mehrere sterben werden, wurde» heul,
vom Lande uaa) St. Cloud aevracht, i-m ärzt
liche Hülfe zu erlangen. Die Leiche ein>'-
Apoihekers, Schubert, irelcher sick
erst zwei Wochen in St. Cloud bekunden Halle
wurde lurz vor der Abreife der Aerzte au'ge
funden. Vier Verwundete sind feil heul«
früh gestorben. In einer Kirche östlich vor
Rve-Slalion wurden 13 Hochzeirsgäste ver
gleiche Bericht über den nämlichen Vorfall
weiter oben; Anm, d.R.) gelegentlich einei
Hochz:iisfeier durch die einstürzende Kirche
erschlagen. Unter den befindet sich
der Geistliche, welcher die Trauung vollziehen
sollte. In «auk-City beläust sich die Liste
der Todrcn bereits aus 31, und man schätzt,
daß noch etwa 10 der Verwunderen sterben
werden. Tr. Ames aus Minneapolis, wel
cher sich zu St. Cloud befindet, sagte, er er
warte, daß wenigstens 30 der Verwundeten
in jenem Orte iqreu Verletzungen erliegen
würden.
Skidmore, Mo., 15. Aprll.—Ein eni
setzlicher Cyklon segle gestern Abend über
Monroe-Township, Nodaway - County, zer
störte viele Häuser und Farmgebäude und
fügle dem Viehstande enormen Schaden zu.
Sin Mädchen, Namens Jennie Hooper,Frau
Hugh Sport und ein Kind kamen um s Leven,
und viele Menschen wurden verletzt eine
beträchtliche Anzahl der Letzteren tödllich.
St. Cloud, Minn., 15. April. Un
gefähr 400 Gebäude, sämmtlich aus Hol; er
richtet und daher von verhällnißmäßig gerin
gem Werthe,wurden hier zerstört. Der Lahn-
Hof der „Maniloba- Bahn" ist zertrümmert,
und der telegraphische Verkehr war daher
lange unterbrochen. Außer dem Bahnhofe ist
die Brauerei da« einzige Gebäude von Be
deutung, welche« beschädigt wurde. Die üb
rigen umgewehten Gebäude waren sämmtlich
kleine Häuser, die von ausländischen Bahn-
Arbeitern bewohnt waren. Die Leichen der
Opfer sollen morgen beerdigt werden. Außer
den weiter oben angeführten Opfern find noch
folgende Personen hier um's Leben gekom
men: C. F. Andrews, 30 Jah:e all, Frl.
Streitz, 20 Jahre alt, em unbekannter Mann,
etwa 30 Jahre alt, Ed. Meehan, 2S Jahr«
alt, Frau Semnis und zwei Kinder, Anno
Zieliold, >1 Jahre alt, I. shortridge, lenmc
lungler, 16 Jahre alt, Max fungier 14Iahre
alt. und August Zungler, S Jahre.
Sloseph, Mo., 15. April.—ln Bur
lington, Mo., wurde gestern Abend der Lah
nhos durch einen CyUon umgeweht und viel
anderer Schaden angedichtet. Zwei Knaben,
?iamens Fifer, sind gelödtet und viele andere
Personen verletzt worden. — Bei Louisiana,
Mo., wurde Robert Stewart heute früh vom
Blitze erschlage«.
Pon ein»«! angeblich tollen Hunde
gebissen.
New-York, 15. April. Frl. Emilie
Morosini, jüngste Tochter des ehemaligen
Compagnon« lah Gonld's und eine Schwester
der ~Ku>schers?rau" Viktoria Schelliug Hüls
lamp, wurde gestern von einem Hunde ge
bissen, welcher toll gewesen sein soll,
ging nahe der Wohnung ihres Laters zu
Riverdale, N.-Y-, spazieren, als der Hund
das Bahngeleise heraus aus sie zn kam. Sie
ergriff die Flucht, wuroe jedoch von dem
Tliier versolgt und gebissen. Polizist Finne
gan eilte aus die Hülferuse desßiäschenS her
bei und erschoß den Hund.
Der Geldmarkt.
New. York, 15. April. Folgendes
sind die Schlußuorirungeu: Geld öffnete zu
lj—2 und schloß zu 1? Prozent.—Sterling-
Wechsel H4.864—H4.865 aus 60 Tage und
H4.88—H4.885 auf Sicht. Bundes Obli
gationen: 3-proz. proz.ll2H,4 proz.
126j. —Akiien: Adams' Expreß 145, Cen
tn! Pacific 41Z, Ches.-Lhio Erie
do. Prior. SBj, Lake-Shore 31ß, N. I. Cen
tral 51Z,North-Western do. Prior. 140,
N.-Y. Central 103 i, Ohio Mississippi 23, do.
Prior. SV, Piltöburg 150, >3j,
Rock Island 12K,Uuion-Pacific 48z.Westcrn-
Union 64Z.
ViehmSrkte.
Chicago, 15. April. Rindvieh:
Zusuhr 8200; Versendung 2500; Preise vari
irten zwischen cht.7s und 55.60. —Schweine:
Znnibr 20,000; Versendung 7000; Preis? va
rürieu zwischen H 2.75 und H4.2s.—Schaase:
Zufuhr ic>vo; Versendung 1000; Preise vari
lricn zwischen H 3.00 und H 5.50.
St. Louis, 15. April. Rindvieh:
Zufuhr 880. Versendung 200; Preise vcri
irtcn zwischen H2.sound Hs.Ss.—Schweine:
Zufuhr 5000, Versendung 220»; Preise vari
irlen zwischen H 3.60 uud Schaafe:
Zusuhr 1000, Versendung 600; Preise van
inen zwischen HS.SO nud H 5.50.
Ea st.Libertn, Penns., 15. April.—
Rindvieh: Zusuhr 247, Versendung 228;
Pieise varürtcu zwischen H 3.00 und H 5.00.—
Schweine: Zusuhr 2400, Versendung 21>>0;
Preise varürien zwischen Hl.lo und H 1.30. —
Sckiaafe: Zusuhr 2400, Versendung 1600;
Preise variinen H 1.50 und H 4.00.
Vermischte telegraphische Depeschen.
In Spr.ugfield, Jlls., wurdc gestern
der lahrcSiag der Ermordung Lincolns
durch geeignete Ceremonie n begangen.
Tie Blattern sind in Carmi, White
Covuiy, liis., durch einen Tramp
schleppt worden und hadeu bereits mehrere
pser gesordert.
Ein liinoer Diann, ?iamenS W. A.
Swaze, ist bei Crockett, Ter., von A. Na/.e
rce. dessen Frau er unanständige Anträge ge
macht hatte, erschossen worden.
In Easiland, Tex.,
Schlcg'rei statt, in welcher Thos. Ell. on ge
lödtek, W. G. Hardin tödtlich verwundet und
John Ellison leicht verwundet wurde.
Zerschmettert wurde in einer Schuhs
brik ;u zin?xville, Penns., I Gilbert durch
ein Triebrad, das herabgestürzt mar: der
Vcrmann, William German, erlitt schlimme
Verletzungen.
—ln Hearne, Tex., seuerte die Güttin
des Tr. Bassett vorgeüern Abend im. e ne>-
Büchse aus einen gewissen Hughes, welcher
mit ihrem Gauea Streu hatte une mit eiuem
Pistol in der Hand aus den DoUor eindrang.
Hughes wurde durch den von der Frau abge
seucrlen Schuß tödtlich verwundet.
Das Payue Untersuchungs - Comite,
welches von der Gesetzgebung von Ohio ein
gesetzt woreen, ist an Ende seines Witzes an
geiangt. Tie republikanischen und demolra
tischen Comile-Mitglieder köunen sich über
die nicht einigen und habende
ichlonk», zwei Beiiazte einzuvringen.
Bei Orvslle, 0., collidirten gestern 'ruh
zwei Peisonenzüge dcr „Pittsburg, Fott.
Chicago'er Bahn," v ,d Expreß
boote John Angvinbough erlitt schwere i'
uerliche Verletzunge.i. Mehrere Passagiere
trugen Beulen und Schrammen davon, allein
keiner derselben .vnrde bedenklich verletzt.
John Mösle, ein etwa 60 Jahre atter
Arbo..er aus GaddiS'Farm an Euzabeih-
Avevue eine Strecke un
terhalb des Armenhauses, wurde vorgestern
Abend im Kuhstall erhängt aufgefunden.
MöSle war ein Schweizer und schien in letz
ler Zeit nicht ganz Uaren Geistes gewesen zu
sein.
Hülss-Bundcsniarschall William Ervin
wurde am letzten Dienstag Abend im Gebiete
der Choctaw-Natiou im Indianerierritol.um
ermordet. Er wer im Begriffe, e.nen noto
ri'chen Desperado, Felix Grisfin,
naa, Fort Smith, Ark., zu bringen. Ilnler
wurde er von zwei «pietzgesellen des
Gegangenen von einem Hinterhalte ans er
schossen.
Lokalberichte ans LSasiiington.
Washington, D. C., 15. April.
Heute Morgen wurden im Polizeigerichl F.
Johnson, ein Neger, und Wm. Wynne, ei«
Weißer, einem Verhör untermorsen. Sic
w'irden von Michael Tonohne des Raube«
beschuldigt. Letzterer jagte aus, er sei am
Tienstllgs-Sibend Mit den zusam
wen gewesen uuö habe sie 20 Minuten nack
12 Uhr an der Ecke der 20. und M-Straß<
Arlanen. An der IS. Straße habe er zwc
Männer schnell hinter sich her kommen Haren
Au der Ecke der 18. Straße sei W:mne l>u
ihn zugekommen und habe ihn mit einem
hatien Gegenstand in s GesiHt und auf den
Kopf gesch.agen, worauf loqnfon von ihm
sein Geld, darunter eine Hl Noie,
aus der Tasche gezogen habe. Im Kreuz
verhör sagte Zeuge, er habe, als er am Absud
seine Wohnung verlassen, H6in seiner Tasche
aehabt, und hatte, nachdem er beiden
VerUagten „traktitt," bei in Heimgeben noch
H 1.20 in seiner Tasche. AIS Johnson die
Hand aus seiner Talche gezogen, fei er von
Wpnne gefragt worden: „hast Du es?" und
hieraus gcaniworlet: „ja, ich habe Alles,
was in >eimr Tasche war!" Polizist F. H.
>icndall sagte, er habe Tonohne gestern Mar
gen gegen I Uhr getroffen. Das Gesicht des
'ell n sei blutig gewesen, und er hatte eine
"-.linde am Hinterkopse. Er sah die Ver-
kurze Zeit nach ihrer Verhaftung.
Wynne'S Hand war blutig, und Johnson
hat:e Hl 15 in feinem Besitze. Polizist W.
I. Miirrellhatte die beiden Männer in Wyn
ue's Heus an der N-Siraße verhattet. Der
Fall wurde den Großgefchworenen überge
den und die Bürgschan aus H3OO festgesetzt.
Hr. Wm. E. Clayton strengte deine
durch Hrn. M. M. Rkchardson gegen Hrn.
Wm. R. McLean eine Klage zur Erlangung
vou H 25.000 Schadenersatz wegen Verleum
dung an. Kläger sührt aus, er besitze einen
ehrlichen Namen nnd der Verklagte habe, um
ihn zu schädigen, am 27. Mär; d. I. an der
Ecke der 13. und B-Siraße laut zu mehreren
Bürgern gesagt: „Ich habe Clayton soeben
aus meinem Büreau gewiesen, er ist ein
schlechter Bezahler." Durch diese Aeußerung
fei sein Ruf geschädigt worden.
Wm. Schaffer brach gestern, wäbrend
er aus einem Baggersahrzeug im Washing
toner Kanal arbeitete, den rechten Arm. Er
wurde nach dem „Providence - Hospital" ge
sandt.
Isaak Cohen, welcher vorgestern von
den Geheimpolizisten Raff und «loch unter
der Anschuldigung der Brandstiftung verhaf
tet wurde, ist gegen Bürgschaft von H5OO au»
freien Fuß gesetzt worden.
Tie Leiche eines unbekannten Negers
wurde gestern Morgen von Joh. Kern in der
J-Straße, zwi'chen der 5. und 6. Straße,
gesunden und später nach dem Siationshaus
des 7. Prezinkts geschafft. Man vermuthet,
daß dcr Mann von einem Bahnzuge geröd
ict wurde.
Hr. Hermann Fischer, Melrose-Township,
lIIS., hält sehr große Stücke auf Dr. August
König'S „Hamburger Tropfen" nnd „Brust
-hee" und hat stets einen Vorrath davon im
Hause. Derselbe ist der Ansicht, daß eS ge
gen viele Krankheiten nichts Besseres gibt.
K. Heer'S „W i l h e l m s h ö h e,"
Südost Ecke der Baltimorestraße und Garri
son'? Lane, couzertireu Sonntag, „Tyro
ler aus dem Zillenhale."
Europäische Kabel berichte.
Tic Krisis in <?nala«V.
Bismarck s Gründe für die Germanisicnng
von Polen.
Eine Katastrophe im Geburtsorte Napo
leon«. Grieche,Uan» »och immer au»
Krieg erpicht. >»arl v.'n Sl>aste»vurn «
Tclbstmord. t»in Zerwürsnisi zwischen
London, 15. April.—Viele Parlaments
!l>!ilglicder werden während der Olterseiien
ihre Conttilnenien besuchen, um deren An
siäilen über die „Hoine-Rnle"-Frage ,u er
fahren. Lord Hartington und seine Anhäu
ger glauben, daß im Falle der Verwer
fung der Vorschläge Gladstone'S die Re
gicrung im Stande sein würde, weitere
ZwangSmaßregeln gegen Irland zu vermei
den, wenn sie das Recht zum Verlegen von
Prozessen und zum Einzelnverhör von Zeu
gen den beflehendes Gesetzen einverleibe.
Tie heutige ParlamentSwahl in Ipswlch,
«vnffolk-Eöuntt». hs»'.« folgende? Resuwtt!
TalrtMpie 3KBB, Elcho <Conf.)3o»2,
Hervey (Lib.) 3L35, Davcy (Lid."! 3627 Stim
men. Tie Tnbliner „Expreß," ein eonfer
valives Blatt, will wissen, daß Gladstone in?
Falle der Annahme der „Home-Rnle"-Bill
teiÄönigili empfehlen wird, vielen lochen
Gefangenen Amnestie zu eriheilen. Der
Wortlaut der „Home Rule".Bill wird heute
veröffentlicht. Tie wesentlichen Beiordnun
gen der Porlage wurden indessen von Glad
stone bereits in seiner kürzlichen Rede aus
sührlich iimgetheill. S»r Thomas ErSkine
May, Clerk des britischen Unterhauses, hat
ans Gesundheitsrücksichten resignirt. Eui
Lohaliste« Convent soll am 29. d. Vits, unter
dem Borsitze des Hrn. Goschen in Dublin
gehalten werden.
Tas britische Vüdqet.
London, 15. April.—Schatzkauzler Sir
W.lliani VernonHareonrt nnierbreitete hente
Abend dem Unterhaufe das Büdget. Wie er
sagte, belieien sich die Ausgaben sür IStj.',—
'BL um weniger nnd die Einnah
men um Li,208,L99 weniger, als die von
Hrn. Childers vor einem Jahre entworfenen
Boranichläge. TaS Defizit beträgt demnach
nur L2.K42.943 anstatt ».'2,827,171, wie in
den Voranschlägen angesetzt war. Für das
Fiskaljahr 1885—'87 werden die Ausgaben
aus L 90,428,599 und die Revenuen auf
589,885,(>VV geschätzt.
Zur Deckung des Defizits wird vorgefchla
gen, L800,«X'0 von den t.'6,750,00<> zu nel,
nien, welche für die Rednlnon der Rational
schuld verwendbar sind. Die Schuld ist in
den letzten süns Jahren um !.'3o,c>oo,<>o» re
diizirt worden. Da? Büdget ist eins der ein
'oä s!en, welche? i? dem Parlament vargelegl
und witket Ililt allgemeiner
gung aufgenommen.
Ter Zkandal.
London, 15. April.—Lir Charles
ha: dcm 'lroUor der Königin eine
lu! g geschickt, in ivelcher er alle Angaben in
dem von Fran Crawford ikrem Galten ge
genüler abgelegten Gesiändniß, in Fo.ge
tessen Hr. Crawford ein
erwukie, in Abrede stellt. Chas. Düke
äiißert die Hoffnung, daß der Piolior einen
Grund zur Cmmijchv.ig und zur Wieder
ciösmuiig des Falles find»» werde, n>n ihm
Sir Lharlei>)Gelegenheit zurßechlfer.igung
zn geben. - theilt mir,
der Proktor habe eine Masse von In-orüiaiio
ncn erlangt, krast welcher er Sir Charles
Gesuch bewilligen uns eine Revmon des
Crawsord Prozesse« anordnen
werte. Sir Charles beabsichtigt, am :!. Mai
eine Rede zn seiner Nechlserugung vor sein 11
tUienlen in Cyelsea zn halten.
Berlin. 15. April. Fürst
sagte heu.e Nachm'liag im preußischen Her
renhause in der Debatte über die
Betreffs Erpropriirnng der Polen in Posen
die kolonisirung von Deutsch-Polen dnrcl
Teutsche sei eine Vertheidigung? Maßregel
welche von Preußen ergriffen wurde, nm di
Bernichtung des DeutschthumS durch die Po
len ;u vereiteln und zu verhindern, dag di
Bewohner großer Gemeinden deutscher
stammuiig polonisin wurden. D.s
der letzten dreißig Jahre beweise, daß Die
in vielen Fällen geschehen sei. „x.x Regie
der Kanzler,'„muß sich der lrebS
arilgcn Berbretluug des Polenthiimö wider
fetzen, und obgleich sie die Polen an und su
sicy nicht zu vernichten wünscht, so darf si>
dennoch auch nicht zugeben, daß sie von dei>
Polen verdrängt wird."
Das Herrenhaus hat die Borlagen zui
Germanisirunq vou Polen angenommen,
»«riechknlan» «och immer hanScliuchtiz.
Athen, 15. April. Preii'ier.ninistei
Telhaniiis erklärte gestern in der Abgcor..ne'
tenlammer, die Regierung verharce noch i n
mer auf ihrer früheren Poliük und
sich auf einen Krieg vorzubereiten.
Constanti n 0 p e l, 15. April. Di«
Pforte ist von Teutschland, Oestreich uul
Rußland benachrichtigt worden, daß jen,
Mächte neue Schritte ergriffen haben, uu
Griechenland zur Abrüstung zu zwingen.
Berlin, 15. April. Rachrichten an>
Airila zufolge hat sich der Sultan von
zidar geweigert, das von Portugal beau
spruchie Gebiet an jene Macht anzutreten
Ter portugiesische jionfnl hat deshalb sein,
Flagge eingezogen und alle porluglesijchei
Bewohner in Zanzibar unter den Schutz de!
deutschen Konsuls gestellt.
V 011 d 0 u , 15. April. .in einer Ber
sammliing des „Instituts der Schufsbauer'
sprach sich Lord Ravenswouh dahin aus, daj
„die Regierung der Ber. Staaten den An
tauf ausländischer für den Handels
veriehr gestattet qcibe, und daß zivenellos viel
der überschüssigen enzlischen Schiffe nacl
Amerika verkauft werden würden."
t?arl ZhafteSbur», S Selbstmord.
London, 15. April. Der Coroners
Inquest über den vorgestern verubien Seihf!
Mord des EarlS ShcnteSburh fand heute stall
Aus den Zeugenaussagen ging hervor, da
Carl an Melancholie litt, und die
aab ei» ab, dahin lautenö, daß e
sich in einem von Gelstesslörung da
Paris, 15. April. Der amerikanisch
Gesandte McLane führte den Borsitz bei ei
iiem glänzenden Festmahl, welches gesteri
Abend zn Ehren Pasteur's staliiand. Be
seinem Trinkspruch auf den Ehrengast be
zeichnete McLane ihn als Wohlthäter de
Meii'chhei:, dcm Amerika äußerst daukbarsei
I2i> sranzösi'che, englische und amerikanisch
Theiinehmer waren anwefend. Unter An
dern fpracti auch LeffepS
wieder zu Gunsten des Panama-Kanals.
<?l»e Katastrophe aus Korsika.
Paris, 15. April.—ln Ajaccio, auf de
Insel Korsika, sind neunPersonen heute durci
den Einsturz eines Gebäudes gelobtet wor
den, und viele wurden verwundet.
Markt und Börse.
Liverpool, 15. April. 12.30 Mittag?
—Baumwolle: Mittelsorte Oberländer,"> 4
diito. New Orleans 5 13U6. —Tie Verkam
betrugen 10,000 Ballen, Spekulation n. An«
suhr Zufuhr 3400.
London, 15. April. Ver. Staaten
Obligationen: 4 pro;. 1285, ditto 44 proz
—Aktien: A.-G.-W. 41«, do. 2. IU
Erie 26§, do. 91, N.-D. Central 105;, Pa.
Central 55. IllS.-Central l424,Readiiig I2Z
Can.-Paeific Kt!Z, Mexiean St. Pan
Common SO.
Kur,» Kadeldepeschen.
Ter östreichische ReichSrath hat den An
trag, die Landsturm-Vorlage auf den Tisck
zu legen, mit großer Majorität verworfen.
In Rom cirkulirie gestern das Gerücht
daß Preußen die Vorschläge des Vatikan«
Teireffs Revision der Maigefetze aeceptir
habe.
Die ftai'zösische Regierung beabsichtigt,
dem Fond für die Errichtung des Pasteur',
scheu Hospilals zur Behandlung von Wayer
scheu - Patienten 200,000 FraucS beizu
steuern.
»M" ANhma. Ich möchte das Publikum
benachrichtigen, daß ich im Besitze einer
net bin, welche dieses so sehr peinigende Lei
den heilt. Ich habe Leute gesehen, welch«
kaum aihmen konnten und durch den Gebrauä
diese« Mittels fast augenblicklich Lindernnc
erlangten. Es ist harmlos und kann ohn«
alle Beschränkung genommen werden. Sollt,
diese Notiz vor das Auge eines mit diesei
quälenden Krankheit Behafteten kommen, si
wird er hoffentlich unfehlbar sogleich sich ai
mich wenden und dadurch sofortige Lindernnc
sich verschaffen. Preis jl die Flasche ode'
sechs Flaschen sür tzb. Zu haben bei seil
> S. Hanert Comp., Nr. IOS, West
Baltimirestraße. (Nov2K,l2Mte)
Del Deutsche Korrespondent
5. Maine. Vizenthumer RedaNeu«,
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Slam u. W>dd>nalon und in der
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besorgenden Träger.-füglich durch bie Post, Porto
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