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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, June 25, 1886, Image 3

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Lerli»»zt-Fra»e» «nd Mädche».
»»?...«> ... . . ein »elieS deuisldcZ M.idlbcn
ZVrklUkkH! - zum ?o»cn und bci dir Hausar
beit »u Kelsen' muh englisch jorechcn Nennen. Nach
»usranen de, Dr. S- Reinhard in Nr. Sit, N«rv
'wardftrakc. Smi-fehiungen verlaiizl. <l5l-2)
... ,4 «ein Miidchen zum Waschen und
» t'kgeln, sowie für Hausarbeit!
guter üokm. ?!achz»fragen in Nr. ii»S, «or»Sa
r»tz., nahe Frankliiistraße. (151)
. . zwei deutsche MSdchen, um aus'S
Itltlltl» » vand ,u gehen, für gewöhnliche
Hausarbeit. Nachzufragen »wischen 9 und 12 Uhr
Mittags in Nr. t>«. Sü» Paeaftrabc. <l5l-2)
gutes, mit Referenzen verse
, heneS Mädchen sür Stubenar
bcii! muK ei ftüjch sprechen. Nachzusragen in Nr.
401. <?»l«w-Place. Lcke Townsendstraßc. <l5ll
» >u einer Neinen Familie ein M!d
-» chen für dii ftewobnlichc HauSar-
. <l5l 2>
. nach Von,-Green, Baltimore
» Couuty, eine Frau zum Äschen.
Waschen und Bügeln in einer Familie von vier Per
sonen. Wasser im Hause. G»tc Heimath und guter
Lohn. NSHe:cS in Nr. S 4. W-ft-Prattftrav«.
oder man s»«il>e an »S. N.Hnde,P»st-Osflce Hude,
Maryland <lsl-2)
-in Mädchen sür allgemeine HauSar
ßNtjlllyl. arbeit in einer kleinen Familie; guter
roh». Nachzufrageu in Nr. 10, Hokint»ftrabe.
(ISl>
MertllNftt :
He«»s»ilvania «vc«ue. x
" in Nr^t»»,
» ein «ewandteS deutsches Haus
» Mädchen siir leichte Arbeit! guter
s!ohn. /Zu ersiagen bei A. von Mitzei, Nr. 0, Süv
«utawwakc. <ISO-D
f.- c>n Hrauenzimuier tum aus drei
V"»IUtNZt - Monate aus'S Vand zu geizen)
skr allaemeint Hau Sarveit. Nachzusragen in Nr.ckS t.
Oft vagcrftrafte. (150 2)
» 25 Frauen und Mädchen zum
, Sorliren von ?u7kpen! k 5 pro
Woche für ersahrene Hände; guter Lohn für k-rner.
Nachzufragen bci Michael T. Horner Lomp., E>re
vhew- unv Stirling-Str. (I 16-.>l>
ein Ptädchen »um Waschen, Lü-
AtktlUlA», geln und Kochen. Guter
wird bezahlt. Nachzufragen in Nr. 573, Wen
»erlangt-Masner »«d Knabe«.
. ein Bäcker als zweite oder dritte
2»tk»t»Ngl . Hand.Nachzusrazen «cke Pink
nt»-!Vlac« und »ärclaoftrab«. <l5l-2>
. ein Cakes- und Blodbäcker iii Nr.
» S 4, Hullftras»«, Locust-Point,
bei Heinrich Wagner. (1»1)
,l . zwei Schmiedehelser bei Rem
, vcke Arederick-Avenu«
und PulaSltftratz«. <l5l-3)
S"'" Wagner. Nachzusra-
ZpritttNtzl . gen bei Z«!,»«« D»rfch«ngcr,
«taftern-Wlvcnu«, nahe 4. Straße, Highlandtown.
(ISI-3)
t , sofort bll oder Eldlisler,
» die in archrteltonischer Eisenarbeit
bewandert sind. Nachzufragen bei Barttett, Havward
t Comp., Bstrat« «nv Scottftrahc. ci»v 1)
- ew Grobschmiedhelser. Ztachzu-
A»ertUNstl . fragen m Vir.«.Ais» «ar»«t-.
nahe Centre-Market-Epace.
«V? . ein Pie- und SakeS-BScker erster
. «lasse! auch ein junger Mann,
der Etwas vom Geschäfte versteht. Zu erfragen bei
E. Röhl 4 Söhnen, Nr. S! 4, Alte« «nuttrah»,
nahe Broadway.
" . ein auter Bäcker aIZ «ste Hand.
» Nachzufragen in Nr. 4St, Ea-
tisc>-i)
vamocnftraft». Man frage nach
dem Bormann der „Shrsapeake-Bäckerei- von 7 bis
1« Uhr. <151,)
»»»., » ein Bäcker als dritte Hand. Nach
» zusiagen in Nr. IS4, Tüd-
Highfirab«- tisi)
, eiu Bäcker als zwelteHand. Nach-
Aek»t!l!Al » zufragen in Nr. SS», Dur
hawstrafte.
~,, wird etil Bäcker als dritte Hand.
« Zu erfragen bei Ch. Bengcl, Nr.
»St.
j , zwei beständige Männer, um in
MrlttlllNi » einem Gemüsegarten zu arbeiten,
sowie zwei Kühe zu beaufsichtigen. Nachzufragen am
Dienftaq Morgen Nr. 7« und »«. «ertngton-
Marlct, Alex. Brodie.
Verlangt im Allgemeinen.
4 » ein kinderloses Ehepaar zum Mit
» bewohnen eines HSbsHen neuen
HauseS. Zu erfragen in Nr. 122, Granbqftr. (1S1)
«rbei««- Na», Weisung».«are-t«,
Str. 77, «üd-Sharpftrake. unter der Auf.
«chtder.Deutfchen Gesellschaft. —Diejenigen, welche
»tutfche Handwerker, Arbeiter und Dienstboten zu be
schäftigen wünschen, wollen sich persönlich oder tn
krannrtenßriefen an den Agenten derGesellschaft.Hrn,
luNu« Soniad, Nr. 77, Süd-Zt>arvftratz». weil'
»en. welcher unentgelUich Auskunft «theilen wird.
cSa»S«.I3)
u«entge»»tt«. Nnwanderer aller Be.
A» rufSarttn eryalten unentgeltlichen Nachweis von
«kdett. Nähere Auskunft ertheilt in solchen Fällen
«uguft »alter, Nr. SS«, «»».«roadwa».
<3u»t«,.131
Äuzeigen.-Stellengesuche.
» skeueaau-zhauerjn.Sta
z>ftagen In Nr. IK7, Littl» «re«»estr. (151 >
Dauernde Beschäftigung sucht
Aieuegesuly. ein gebildeter !»8 - jährwer
deutscher Mann, S Jahre im Lande und auch ziemlich
englisch redend. Offerten unter »5. ?). H." besorgt
die »»pedttion »«. 81.
Anzeigen.-Kost »nd LogiS.
»Qin israelitischer junger Mann kann gute Kost und
" LogiS oder nur LoaiZ bekommen in Nr. 483,
Wes«-vaUimore-, nahe Pine-Ttr. (14S 51
Möbeln ». s. w.
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N. LSu>cnthal, Südost-Ecke der Baltimore- und
M. N. FrieSenrei«/ Str. 81. Nord-Eutals-Ctr.,
Baltimore, Md.!
Rob«rt»' Rammu«h-S»ui,g»schaft, Nr. I3S»
Nord-Gay-Straßi.
Psandleih-Äuzeigen.
Seid! Geldl Geld!
Lewyt L Salaöes,
Eoasolidirte Darltheu-Tompa gute,
Nr. »», nahe Gaystr.,
machen auf«»us«a««»»aar»« u. «crthfach»»
jeder Art große und liberale» orfchüsfe und halten die.
selben für irgend eine vereinbarte Zeit in Berwahrunz.
Alle TranSaktionu, geschehen streng pripatim.
Privat-Eomptoir «tnter dem Laden. (Ee»t»,iZ)
Geld auszuleihen
-i
nbeliedtg»« ««tragen
in-
Benjamin äs Eomp.'ö
Darlehen- und Bauk-Eomptoir,
Benjamin'fcheS «ebäudi (ISSO etablirt).
wir geben noch immer aus Sicherheiten »Her Art
und Waaren und Werthsachen überhaupt die größten
«orschüffe. Wir kaufen und »erkaufen golden« und
Mkernelaschenuhren,Diamanten,Schmucksachen und
Waaren jeder Art. Offen von früh 7 dt» Abend» v
Ahr; Samstag bi» 10 Uhr Abend».
»S'Eiu unaufhörliche« Husten
veruimmt man überall im Lande, ein Beweis,
Haß Liele an Erkältung leiden und leide»
«erden, wenn sie dagegen mcht Etwa? thun.
Da» große Heilmittel Hauce'S zusammenge
letzter Andorn-Syrup (Lvrllpoun(l
llq/eUauncy kunrl Hüsten und alle sonstigen
Hatt- und Lungenleiden. Frische Erkältun
ßeu heilt er oft ,n einem Tage, alte Fälle oft
m weuigen Tagen. Bei chronischen Affektiv-
neu und allen Leiden giebt'S fast gar nicht»
Bessere». Er wirkt auch bei Kindern auSge
zeichnet. Versucht eine Flasche und uehmt
nicht« Anderes. Preis 2S und 50 TtS. Bei
Seth S. Hance K Comp., Nr. los,
West-Baltimorestraße, zu haben. (2SZ-)
Ül»zelze».-Z» »erkaufe».
Iu verkaufen: LWWM-äj
«»ntral-Uvcnu«. mit 2-stockizein Hinierqebäuoe
und Küche, sowie Stall iw Hintergebäude. Zu ersra
geii Vck« Bond- und Lanval«ftrail«. <l5O
Ein Bargain. .
V«» » eni Kohlen-und Holzho,
IU Vekkllusen. mit guter Kansschaft,
welcher ebenfalls ein guter Stand für ein Futter- oder
Grocerie- und Liauor-Laden ist, da sich ein pas,cnses
Gebäude,welches mit geringen Unkosten für d-nZweck
Zu »erkaus-»:
Salon Nr. IL», «arolinc-. Ecke Gougbkraße. un
ier lciititeii Bedingungen, üiäheres zu erfragen a«
-vtavc. c 150-2,
z» verkaufen!
Geschäfts. Nachzufragen in der t?rp. ds. Btatt«».
(14S-501
imck«»t«»!MsWW^
ArenÄl- u"d Pr^wraß
Liguor-Handlung Nach
zufragen in Nr. »«», Zoftnfon-Ztr. (14S-51)
M Zwei billige Häuser
anvdew-, nahe Wolf-Straße, zu nur !150 jede-!
LISO baar, der Rest in 5 Jahren. Nachzusragen bci
ThoS. E. Masson, Nr. 5», Nord-Broadwaq.
(14S-)
'S,» «ute gutgehende Bät-
KU verullnicu .kerei! erfreut sich einerzu
vs!
Wage« i
M»«M Alle Sorten leichter UN»
zu den
Arbeit und so billig, wie irgendwo in der Stadü
0»?1vii-Wagen eine Spezialität.
B. IhiUman«.
cZunISO,IJ) Nr. t»». «»«Nnnt-Stratz«.
Änzeigen.-Z« vermiethen.
Zu vermiethen:
li« Tampfer „N«Uq White - und
Pilot Boq>
wthrcnd de» vergangenen WinierS mit großen
billigfür Mondschein-Ausflüge.
Näheres im Büreau am
tMärz22,3Mte) Pier Nr. 1«. Mghtftratze.
Zu verkaufen oder zu vermiethen:
staurant wegen Kra?ikhttt? Nachzufragen am Plalze
Nordwrit Zforrcst-und Lowltrak«, dein
Belair-Marktc gegenüber, bci H. Börner.
«nwalt«-!vertauf
««rthvoUe» Eig«ntl,umS Nr. »7, cst-jiom
liardflrah«, und
Nr. SS2, KS4, SSS niid SSV. Süd-El>»rl«^
D >. . ich e'c 5 " E th" es ver
Straß/und Poit-Ossice-Aveuue, I>«nt«, den
Juni 188«, StachmütagS 1 Uhr,das folgende werth
voll« «igcnthuin:
Nr. »7, Oft-Lombardftrak«, Grundstück 17
breit mit einer Vänge von 112 Fuß. Gebäu-
inl.rgcbli.de. Gr.indzi..-
A«rn«r
4 werthvolle dr«if»ö>fige Wohnhitns«r
r«fp. Nr. SüS. KS4,SS«»undSSS,Züd-<shar
leS-Ttraf!«. nahe Aort-Avcnue.
Grundstücke je 12 Fuß 6 breit mit einer Länge
von 7» Fuß, und haben Hintergebäude. Grund
zins auf iedes ZIK.Sg.
Bedingungen! ein Drittel baar, der Rest in 6 und
12 Mo.ic.li,
(146,7,5-51> Matthews » «irÄanS, Aukü
G«n. Waqn«-Tt-ill«.
Ecke Baltimore- und Paca-Straße.
Joseph jfri«db«raer öi- Brnd«r.
Tv« Pferd« und »kaulthter« »00.
Wir haben 1«X» Vs«rd« und Viaulthier«, die sich
zu allen Zwecken eignen, zu allen Preisen.
- Verläufe Dienstag», Donner
stag», ifr«itag» und Samstag», BormittagS 1v
Uhr. Joseph Kriedberqer äc vrndrr.
lM2rz27-) Eigenthümer.
Geldsendungen,
Packete,
Geschenke
Deulschtailki.^
«eldstndungt« i« kl«i««n und »roken Sum
men, Pack«««, «Seschtnk« »e.
Schiffs-Karten
—von und na» —
D e li t s ch l a u k!
Bremen nach Daltimork odtrUew-hork
oder über-
Hamburg «ach New-York
werden prompt b«forgt durch die
Brp. des "Korrespondenten."
Frei für Männer,
welche
«rf(hSpft«r zs«ben»-t?nergie leiden. Ein osten
freieS Probe-Packet des berühmten
Dr. Hans TreSkow,
Nr. Ii», Parl-Plac«, N«w-N»rl.
(AprilS,l2Mte,j.a.T>^w)
Lbscöne Schriften
mit schmutzigen Bildern eignen sich nicht als vektüre
für'S Alter, noch dienen sie zur Belehrung der Jugend.
Sie untergraben die Moral und vergiften das yerz.
Die mit vielen Krankengeschichten erläuterte» reichlich
ausgestattete neueste Auflage des
„Jugendfreund"
lileratur, gibt Jung und Alt die nöihige Belehrung
und ist somit ein vorzüglicher ärztlicher Rathgeber sür
jedes Haus.—Preis 2S Cents. Adr.:
01>IXlvav<Z DIBI>r!NSL.KVNr.IS, «ast Sou
stonftratz«. Ncw-Uort.
IN'Jedermann, der Hance ' S chemi
sches Haar-WiederherstellungS
mittel gebraucht, ist von derThatsache über
zeugt, daß eS dem Haare die natürliche Farbe
Wieder giebt, wenn Alter oder Krankheit es
grau gemacht haben, und da es demselben
Weichheit und Glanz verleiht, so wird Jeder,
der es versucht, finden, daß es die Haut nicht
> färbt, sonderudurch Anregung der natürlichen
Ausscheidungen an den Wurzeln dem Haare
neues Leben, neue Kraft verleiht nnd soseine
Farbe und Frische wieder herstellt. Es kann
so oft, wie Wasser, aus der Kopfhaut und mit
gleicher Sicherheit angewandt werden, da es
aus Oel und anregenden Weingeist - Extrak
ten besteht, und als Toiletten-Arlike I hat eS
seines Gleichen nicht. Preis Gl die Flasche.
Zu haben bei Seth S. Hancek Comp.,
Nr. 103, West-Baltimorestraße. N. L.—
Man frage nach Hance's chemischem Haar-
WiederherstellunaSmittel und nehme kein an
dereS. (Nov2e.l2Mte)
IM»Z»r Heilung von Leberlei
den, galligen Anfällen, Kopfweh, Seiten-
und Rückenschmerz, krankem Magen, Schwill
del, Schwäche der Sehkraft, Nervenschwäche,
Appetitlosigkeit, Verstopfung, Dyspepsie, Stö
rung der Nierenthätigkeit, unreinem Blute
und Frauenkrankheiten gebrauche man Hau
ce'S Sassaparillen-Blutptllen.
Preis 25 Ets. die Schachtel. Zu haben bei
Seth S. Hance Sc Comp., Nr. 103,
West-Baltimorestraße. (Nov2K,l2Mte)
DaSNeueste. Die letzten Be
richte über Hance's zusammengesetzten Au
dorn-Syrup (Compound B?rup vk llors.
douvS) geben ihm als einem sicheren und
wirksamen Mittel znr Heilung aller Lungen.
Affektionen, wie Hustens, Erkältung, Luftröh
renast-Entzündung, bösen Halses u. s. f.,
das höchste Lob. Hol' Dlt eine Flasche für
LS Eent», und Du wirst damit zusneden sein.
Große Flasche 50 TtS. Zu haben beiSeth
S. Hauce K Tomp., Nr. 103, West.
Baltimorestraße. Nov26,i2Mte)
«K» Hauce'« S af j a partllen-Cx.
tratt reinigt da» Blut und heilt Skrophelu,
fkrophulöse Flüsse, krebsige Flüsse, Magen
schwäche und alle aus unreinem Blute ent
springenden Leiden radikal. Hüftweh. Rheu
matismuS, Neuralgie und Gicht lassen sich
nur durch das Blut wirksam beseitigen, und
Hance'S Sassaparillen-Extrakt ist die Arznei,
welche Das vollbringt. Preis Gl die Flasche.
Zu haben bei Seth S. Hancek Comp.
Nr. ivö. West-Baltimorestraße, (2SS-
Z»er Deutsche Korrespondent.
Freitag, den TZ. Znnt lltSg.
Baltimorer Marktberichte.
(Berichtet sür den »Deutschen Korrespondenten.-)
Balti MF r e, den 24. Jsni ISBK.
uitt! der Elevatoren-Vorrath
Waizen , von westlichem 120.000 Büschel.
war still um» stetig zu den mittle
der Waizenpre?je >n vergleichender Ucd^rsir»t:
Waizen Hcuiize Gestrige j Dieselbe Zeit
rothe?. Schlußiate. Schlußrate. letztes Jahr.
— 82 - > »SN
Aln'."«iÄ"B2>; - vsx
August > «2 >»- i>2tz L2?i- 83 -1 S 7 - !>7
Sept. ! 8383>- 83 -- 83)« 100^-100^
Oktobr
Nr.lM! - - - »7
Fultz., 82 —BS 82 —B4 »0 —V3
L-Ngb. >B7 -V» 87 - 8!» SS -106
MaiS,usuhr 76,705, Aussuhr 140,»5 il Büschel;
Elcvatvrenvoriaih 530,462 do.: Börsenverkaus von
südlichem , von westlichem 47,000 Büschel. Fol
gende Tabelle zciyt den heutigen, den gestrigen und
der a pre e n oerz
MaiS Gestrige Dieselbe Zei
Spot, neu
Juni —
Juli 4SX-44X 455-4SX S2>j-»S
August 44>»-45 44>»-44tz 53 —»SA
Oktober
St., gemischlel 3SA-40 33>j—
Weißer 46 -4 t, 45 -48 61 -62
Gelber 45 -48 45 —4B 56 -57
«ai,n»-, Mat«-«»» »osge«m«h». <v>r no
»iren. wie soigt!
Howardstr.-Super »2.5» <S 8.50
bowardstr.-Erira 3.00 Ä 3.65
Howardstr.-Famil? 3.75 >Ä 4.50
Western-Super 2.50 <S 2.V0
Westcrn-Extra S.LO iS 3.75
Westcrn-Flliniliz 4.00 M 4.50
Winicr-Wheat-Patcnt-Family 4.50 Ä 5.25
Spriiiz-Whcal-Famil, 4.00 KS 4.7»
Minnesota-Patent-Fauiil? 5.00 Ä 5.25
Sity-MillS-Super 2.50 S 3.00
öity-MillS-Ertra 3.25 « 4.00
Süy-MMS (Rio Brand«) Zxtra 4.50 Ä 4.75
Baltimore Winter Wheat Patent 5.50 Ä 0.00
Baltimore High Grad Family 5.15 <S 0.00
Baltimore First Grade Extra S.VO Ä 0.00
BaltimoreSecond Grade Extra 4.75 Ä 0.00
Myer 6 Brülle'S Germania Family., 0.00 lS 0 W
Myer ck Brülle'« White Plaw 0.00 iS 0.00
Fine 2.25 Ä 2.40
Roggen-Mehl 3.50 Ä 3.70
R. Maryeck Co.'SHominy 2.50 Ä 0.00
R. Marye ä. Co.'S Grit« 2.SV G 0.00
R. Marye ck Eo.'S Cbop M lS 0.00
MaiS-Mehl pro 100 Pfund 05 Ä O.CO
Ha?cr?Western white^.".".""'.'.'.... 37—39
Western inired 34-36
Pennsylvania ....... 35-3»
>Mll-Ä?ecd. Pro Tonne:
Siiy MillS Middiing »14.00-00.00
Western Bran iigbt 13.00-13.50
do. do. Winter 11.00-00.00
MiddlinaS 00.00—00.00
EieU-Eounty. »15.00—14.50
Maryland und Pennsylvania... 01.00—00.00
Western Rew-Hork 00.00-00.00
Western Timothy 12.00—13.00
Mixed 9.00-11.00
Timothy <j°i>'lötS) ".'. pro Büschel ki.so
- Tonne:
Waizenfiroh B.oo 9.00
Haserstroh 8.00—10.50
Roggenstroh in großen Ballen... 16.00—17.00
do. indlockS 11.00-13.00
vrovifto«»«:
Buir Shoulrcr«, packe« S -00
Bulk >!. C. SideS, packed « ,-00
Bulk E. N. Side«, . « „-00
Bacon Shoulders packed sX—oo^
Bacon E. R. SideS packed 6 —OO
Baon Ham«, sugar cured 12^-12^
Bacon Shoulder« 6 —OO
Bacon Breast« 8
Lard, refined in tiercc« 7
Port, meß 10.00-10.50
«ier, pro Dutzend,frische 12 —I2X
Vvtter, pro Psuno:
' Rew-Nort State, choice 14—15
to Primel/..!?. 10—12
Southern Ohio und W.-Va., choice 00-00
. » fairtoprime 00—00
westeru roll, choicc 00-00
» » fairtogood 00—00
Marvlünder 10—12
SSse. pro Pfund:
Stew-Noiker, fancy 0
dS. ' to good 7X— 8^
Vetroleum, pro Gallone 7^-8
»dt»»«», pro Gallone »1.10-1.20
pro Pfun»:
Rio fair 0
Riogood 0
Rio Prima VA— 0
Bffektenvsrse.
Baltimore, den 24. Juni 1886.
Alexander Brown ck Söhne berechnen bci Sicht»
wechseln aus 60 Tage k 4,«8, aus 3 Tage k4.89A,
für kaufmännische Wechsel Z 4.86 bis Z 4. sür
Bankiers-Tratten auf PaiiS »5.17 A, sür kausmän
liische »5.20, für Mark 94A— und für Gulden
d z) ch C s d ch
1,000 Westliche Maryland, G. v. B 101
5,000 Sincinnati-Wash.-Balto.» 2. Hyp... 66
5,000 do. do. S. Hyp... 35
100 Norih-Staie 11
5,000 Birginia-Midland, 5. Hyp 104>^
1,000 New-Orleans GaS-BondS 103 A
1,000 Birginier 10-40 er 41
1,900 Baltimore-Nord-Carolina 11
10 PeterSburz-Bahn 61?»
10 »o. «2^
600 Baltimorer Stadt s:r, 1916 131!<
410 Cvnjolidi»'-. Tas-Aktien SOX
LL.I.Q.
s>,Mg Tirginier neue 3er 675»
100 Consolidirte Gas-Aktien 50>»
13 Erste Naiionlll-Bant 134
7 Comniercial und Farmers' Bank—l 32
3,000 Birginier neiie 3er 68
4.060 Einclni.atj-Wash.-Balto., 2.HYP... 66 :
25 SonjolidirteGas-Aktien 50-,'
75 do. Do - »0^
25 do. Do S 0 z
125 do. Do 50
BKOONIZ
1,000 Col.-iAreenville, 2. Hyp 99
17.000 Eincinnati-Wasy.-Balto.. 3. Hyp,.. 35
75 Consolidirte GaS-Akven 50
«ew Borkcr Marl».
«er. Staaten 1881, »er Io2x
» » mz< lis
» . 4proj 127 A 127"»
Alton« ck Terre-Hauit, c-im
. . p«f - -
Sbesapeake t Ohio 9^
Chicago Northwestern 116 116 H
. . pref 142'« 142 A
Chicago-, Milwaukee ck St.Paul.... 93A 9i
pref. l23^
Delawara-, Lackawanna ck Western.. 131 A 1315-
Dclaware <t Hudson-Kanal 100 1>)0',
Brie(»i -L .LakeErie 28-,' 28A
. . - . pre>. K2X 63
«akeShore 85-j 85-»
Michigan-Ceniral 73 75
Missouri, Kansas H, Texas 31'»' 31'«'
Morris ck Essex
New-Jersev-Central 54 SS
Rew-Hvrk-Central IWA 1l)7
Siorthern-Pacistc 27 27A
. pref «0A 61
Ohio Mississippi 23 22 '.'
Pres
Pacistc-Mail
OutMb» 4A 6
pref 23 2t>s
Reading R-R 2«A 26.-,^
St. Loui« ck San Franzisco 24Ä 24^t
. . pref.... 49-5 49A
Nnion-Pacific...: 57-5 57A
wabash ck Pacific 19A 195-
pref 31 t 3IX
ROutario " 19A 1»A
Philad«!phier Markt.
Pennfylvania R.-R S3A »3A
Reading R -R 13 13^
zehigh-Balley R-R S 6-! 56'.
Lehigh-Liavigation 50A »OZ<
Nördliche Sentralbaba 81A
aSGesundheits-Geheim-
Nlß. Das Geheimniß der Gesundheit be
steht darin, das System kräftig und energisch
zn erhallen und Krankheiten ganz aus ihneu
zu vertreiben. Durch den Gebrauch von Dr.
ThalmerS' Heiltinktur läßt sich das ganze
System regulireu; sie besreit es von alleil
Unreinigkeltenund machte« gesund und krank
heitsfrei. Sie ist die beste Arznei gegen
Dyspepsie und alle Leiden eines in Unord
nung gerathenen Magens. Gegen Nervösi
tät hat sie nicht ihres Gleichen; sie hebt Ner
venschwäche, nervösen Kopfschmerz, Schwer,
muth, Neuralgie uud alle anderen Nervenlei
den. Schwache und durch irgend welche Ur
fache entkräftete Personen finden m ihr ein
vorzügliches Tonicnm. Man gehe sicher, daß
mau diesen Artikel bekommt, und nehme kei
nen anderen. Preis Dl die Flasche. Bei
Seth S. Hance Sc Comp., Nr. 103,
West-Baltimorestraße. (Nov26, l2Mte)
genießt man daSLe
b e n?— Niemand lann-ohne Gesundheit sich
des Lebens ftenen. Halle Dich um jeden
Preis gesund I Ein in großem Umfange herr
schendes Leiden sind Leberbeschwerden. Wie
elend sind ihre Opfer! Kopfweh, Verdau
ungs-Unordnungen, Galligkeit, Magensäure,
Verstopfung, Dyspepsie, Seitenschmerzen,
Herzklopfen und andere Pein sind ihre Be
gleiter. Halte Dich durch Anwendung von
Hance's Sassaparillen-Pillen
von diesem Uebel steil Diese Pillen halten
vom Sysieme alle Krankheiten fern. Unrei
nes Blut läßt sich reinigen, Geschwüre, wunde
Stellen, Blüthen und andere Hautausschläge
lassen sich entfernen, der Haut kann ein klares
und gesunde« Aussehen verliehen werden,
wenn man die Pillen in Gebrauch nimmt.
Niemand mag mit seinen Nieren Trubel be
komme». Man wende die Pillen an. Sie
wirken bei Frauenbeschwerden wohlthätig; in
der That giebt es wenig Leiden, welche diese
Pillen nicht heilen oder mindestens lindem.
Somit sollten Alle, welche sich Krankheiten
vom Leibe zn halten wünschen, nie ohne eine
Schachtel Hance'scher Sassaparillen-Pillen
sein. Preis 2S CeutS. Zu haben bei Seth
S. H ance Comp., Nr. 108, West-
Baltimorestraße. (Nov2S,lSMte)
ZV" Sin schöner klarerTeint läßt
sich durch Reinigung des BluteS mit Han
ce'S Safsaparillen- oder Blut-
Pillen erlangen. Sie knriren auch Kopf
weh, regeln den Unterleib, stärken den Ma
gen, regen die Leber an und verleihen dem
ganzen Systeme Gesundheit und Energie.
Preis G2S Cent« die Schachtel. Zu haben
bei Seth S. Hance K Comp., Nr.
IVS, West-Baltimorestr. (Nov26,l2Mte)
Die Königin der Macht.
Roman
Sylvia Lugano»
lffortfetzung.i
Die Sklaven ruderten, und Martello setzte
sich zu uns; er ist wirklich gut und liebens
würdig, uie räthselhast oder unbegreiflich wie
Herr von Ranzau. Man fühlt sich wohl und
behaglich iu seiner Nähe.
Die Sonne war bereit» hinter dem Gebirge
verschwunden, leichte Dämmerung lag auf
dem Meere. Um die Gipfel der Berge
fchmiegteu sich in weichen vollen Formen
weiße Wolken, die l«n Purpurschimmer des
westlichen Himmels in rothem Glänze auf
flammten und auf das Häusermeer der Rie
senstadt am User einen röihlich-blauen Schein,
zurückgestrahlt vom Meere, warsen. Die
Berge, der Strand, die Inseln und die stillen
Schiffe flutheten noch einmal in dem Licht der
Purpurfahnen des Horizontes jubelnd auf,
die Kronen der Palmen auf den Festungen
leuchteten wie goldübergo fsen, ehe die Nacht
ihre dunkeln Fittiche um die schlanken, unbe
wegten Slämme legte.
Gracia und Rasaela plauderten, hin und
wieder scherzend ihre Hände in die dunkel
blaue Fliiih lauchend; ich saß versunken in
dem Anblick der großartig schönen Natur um
wich her, nnd vielleicht malle sich die innere
Begeisterung in meinen Züge»?.—lch suhlte,
daß die Augen vr. Martello's unverwandt
auf mich gerichtet, waren; nach einer längeren
Pause sragte er sanft:
„Gefällt Ihnen meine Heimath, Donna
Stephanie?"
„Unbeschreiblich," antwortete ich mit inni
ger Ueberzeugung. „Ich dachte soeben, wer
in einem solchen Paradiese voll ewigen Lichts
und unvergänglichen Sommers, voll um
wandelbarer, immer junger Schönheit gebo
ren wurde, dessen Herz muß gut und rein
iein, und leinen Raum gewähren, um böse
Keime zu ireiben."
„So ist es," bemerkte Martello. Der Cha
rakter der Bevölkerung ist harmlos, offen, ver
trauensvoll und gutmülhig in allen Schichten
der Gesellschaft, er streift zuweilen in den un
teren Klassen au das Kindliche. Diese Leute
haben so wenige Bedürfnisse, die Natur sorgt
in reichem Maße sür das Nothwendige,
Himmel lacht im ewigen Sommer, insolge
Dessen ist der harte Kamps um das Dasein
und mildem Leben bedeutend erleichtert. Sie
sehen die heitere Zufriedenheit in den immer
lachenden Gesichtern, in dem friedlich-brü
derlichen Berkehr untereinander."
„Glückliches Land!" jagte ich lebhast, und
im Herzen dachte ich an mein armes, liebes
Deutschland,—ich sah im Geiste die Noth und
das Elend der schaurig kalten Winternächte
und jenes unaufhörliche, qualvolle Ringen
Derjenigen, welche in stetem Kampfe mit der
nacklen, drohenden Armuth langsam unter
liegen.
„Möchten Sie wohl hierfür immer bleiben,
Donna Stephanie?" .
„Ich weiß es nicht," entgegnete ich träume
risch; „vielleicht, weun ich mxine Mutter ho
len könnte!"
„Warum sollten Sie nicht Ihre Mutter
kommen lassen?" rief er lebhast, dann be
gann er nach einer Weile:
„Sie sind die erste Deutsche, welche ich nä
her kennen lerne; ich möchte wohl wissen
sind die meisten jungen Mädchen dort so
so ich meine—so, wie Sie, Donna Ste
phanie ?"
Ich sah ihn lächelnd nnd ein wenig neckisch
an.
„Der größte Theil ist so, wie ich, Senhor,
blond—blaß und mager."
„Das meine ich nicht!" rief er mit seiner
südländischen Lebhaftigkeit, indem er seine
kurzen, schwarzen Locken mit einer heftigen,
doch graziösen Bewegung des Hauptes zurück
warf. „Ich meine, ist der Geist der jungen
Deutschen im Allgemeinen so kultivirt, so
ausgebildet, wie der Ihre? Wenn es so ist,
dann dürsten wir nicht mehr sagen: das arme
Teutschland, sondern ich würde dreist behaup
ten, jenes Land sei ein Eden, bewohnt von
den Lichtgestalten einer höhern Well!"
„O, Dr. Martello," entgegnete ich scher
zend, „zur Beamwortuug einer solchen Ge
wissensfrage bedarf es der Zeit! Ich weiß
nur, daß ein großer Theil meiner Landslente
in einem Punkte mit mir übereinstimmt;
nämlich wir hallen nicht viel von Schmei
chelreden!"
Manello lachte, so daß seine tadellosen wei
ßen Zähne unter dem kleinen Bärtchen sicht
bar wurden.
„Das weiß ich," ries er zustimmend, „mir
will DaS freilich nicht einleuchten. Es ist der
unerschütterliche Ernst der Kinder des rauhen
Nordens, mißtrauisch geworden durch die
Kette der Leiden; sie haben vor lauter Arbeit
uud Noth nicht Zeit, das Schöne zu erfassen,
und daher sind ihnen die Laute der Bewun
derung fremd geworden. Der trockne Nord
länder setzt voraus, Schmeichelei müsse alle
mal Lüge sein, weil er den glühenden Enthu
siasmus des heißeren Blutes eines Südlän
ders nicht begreift. Wir sind offen, Senho
ra, nms wir empfinden, sprechen wir rück
haltslos aus, und wenn unsere Worte und
Vergleiche farbenschillernd sind, wie die bun
ten Lichtreflexe unserer schönen Heimath, so
dürsen Sie in den Schneegefilden des kalten
Nordens uns deßwegen nicht geringer achten!
Unsere Ueberzeugung ist wahrhaft und in
nig wie die Ihre! Ich will Ihnen Das in
einem winzigen kleinen Beispiel klar darlegen,
Donna Stephanie.
IN dem großen Saale des Museum« für
Bildhauerkunst und Malerei war vor etwa
zwei Wochen ein Bild ausgestellt, von einem
unserer bedeutendsten Künstler; eS stellte die
Madonna mit dem Christuskinde dar, nach
Raphael, von überraschender Schönheit und
entzückender Farbenpracht. Ich stand in ei
ner Ecke des Saales, nachdem ich vielleicht
eine halbe Stunde, in Anschauen versunken,
vor dem Gemälde verweilt hatte. Jetzt be
merkte ich, wie zwei Herren hereinkamen, ein
Deutscher und ein Brasilianer; natürlich zog
sofort das im Vordergrunde hängende Bild
der Madonna die Aufmerksamkeit der Beiden
auf sich, sie näherten sich zu gleicher Zeit.
Der Deutsche wurde noch ernster, er holte be
dächtig seine Brille hervor, nachdem er lang
sam die Gläser derselben geremigt, und sah
prüfend zur Madonna aus. Endlich nahm
er sein Notizbuch, schrieb eine Zeitlang und
wandle sich dann einem andern Bilde zu.
Der Südländer aber nahm sofort seinen Hut
ab vor dem Bilde der Mutter Gölte«, sah
mit allen Anzeichen der Bewunderung und
des Erstaunens empor, und unwillkürlich
murmelten seine Lippen Ausrufe des Entzük
kens unter lebhaften Bewegungen; dann
ging auch er, doch nicht ohne sich einige Male
umgeblickt zu haben.
Nun sagen Sie, Senhora, empfand der
Südländer weniger wahr nnd innig, weil er
feinen Gefühlen Ausdruck verlieh?"
„Gewiß nicht, Senhor Martello; der Cha
rakter der beiden Nationen spiegelte sich in je
nen Leuten. Nun aber sind im Allgemeinen
die Naturen derartig angelegt, daß sie die Ei
genthümlichkeiten in der fremden Nation we
der begreifen, noch ehren, sie verurtheilen sich
einfach in beschränkter Ansicht. Warum wol
len wir nach Irrthümern und falschen Ansich
ten sahnden? Der Verständnißvolle steht auf
der Höhe aller Nationen, sieht ihre Schwä
chen und ihre Größen,—die Vaterlandsliebe
geht auf in der einen großen Empfindung
der Liebe nnd warmen Theilnahme für die
Menschheit im großen Ganzen!"
„Hiermit," meinte Martello triumphirend,
„haben Sie mir meine Frage beantwortet!
Sie stehen auf der Höhe der Nationen und
verurtheilen mich nicht, wenn ich vielleicht in
allzu lebhaften Worten meine Hochachtung
Ihnen gegenüber ausspreche?"
„Ich biu ein einfaches, deutsches Mädchen,"
bemerkte ich ausweichend.
„Wollen Sie die Wahrheit umgehen,
Donna Stephanie?"
„Q nein,—ich spreche meine Ueberzeugung
aus."
Rasaela mischte sich jetzt in unser Gespräch,
das hierauf ein allgemeines wurde..
Die Ruderer lenkten unterdessen unser
Boot um die Inseln, und wir steuerten den
ungeheuren Dampfschissen entgegen, welche
unbeweglich, wie schwarze Kolosse aus dem
Meere ruhten. ES war dunkel geworden
die Gaslichter der Hauptstadt vereinigten sich
zu einem Riesenkranze mit den Flammen von
St. Domingo. Rings um die weite Bai
und an den Schiffen leuchteten hier und dort
zerstreut die grünen, rothen und blauen Lich
ter der Wachen auf. Geräuschlos und pfeil
geschwind glitt unfer Kahn unter den kräftigen
Händen der Ruderer dahin; es war mir wie
ein Traum. Bon der Terrasse des am Meere
gelegenen öffentlichen Gartens in Rio klan
gen die weichen Tsne einer deutschen Mufik
bande, sanft vom lauen Wind getragen, zu
uns herüber und erfüllten mein Herz mit se
ligem, jubelnden Entzücken. Meine Gedan
ken weilten in der Villa von St. Domingo,
mit berauschenv süßer Sehnsucht zog es mich
uach dort; ob Senhor Ernest? jetzt angekom
men,—ob ich ihn bei unserer Rückkehr sehen
würde? Meine Gefühle sind so thöricht und
vermessen—und doch gelingt es mir nicht, sie
ganz zu bannen. Nun, mag das arme Herz
iu seinem Frühling jauchzen, die laute Stim
me der Vernunft trägt Sorge, daß das Ge
heimniß seiner stillen Neigung mit keinem
Blicke, keinem Zucken des unbewegten Ant
litzes sich verräth! Und Dn weißt, Mutter,
Deine Stephanie ist stark. O, ich bin sicher,
ich werde siegreich aus dem Kampf erstehen
und einst vielleicht voll Mitleid auf die
Schwäche des Augenblicks—auf die Verwir
rung der Gegenwart »urückschauen.
(Fonsetzunz folgt.)
Tageöllcuigkeiten.
233 Städte ultd Städtchen in den Ver.
Staaten haben Pf er d e eis enba h n e n
von zusammen 3340 Meilen Länge, welche
mit 16,343 Wagen und 84,577 Pferden be
trieben werden.
L. A. Brunner, der kürzlich verstorbene
Sprecher des llnterhanfes von
Ohio, war ein Maryländer von Geburt
und deutscher Abstammung; er wurde 1326
in Fredenck-City geboren.
Ein unterirdischer Salzsee wur
de gclegenllich des Bohrens nach Naiurgas
in Akron, Qhio, in einer Tiefe von 2400 Fuß
entdeck:. Ein schwerer eiserner Senker wurde
100 Fuß tief in'S Wasser hinabgelassen, ohne
daß man aus Bodeu kam.
Eine St. Pauler Zeitung ist von einer Da
me verklagt worden, weil sie ein wahres
Scheusal voueinem H o lz s ch uitt als das
Porträt der Klägerin gebracht halte.
Einige warnende Exempel in dieser Richtung
mögen allerdings ganz am Platze sein.
In Tnscola, JllS., starb ein Fräulein
R o nie M c N o b e r:s, wclche 25
alt, aber nur 29 Zoll hoch war und nur -3
Pfund gewogen haben soll. Als Zwergin
wäre sie für einen Barnum ein Vermögen
werth gewesen, denn sie soll noch winziger ge
wesen sein, als alle derzeit in Amerika zua
Schau gestellten Lilipnter.
In New - Jork kostet das Eis im Gro -
Ben §3 pro Tonne, Hl mehr, als im vorigen
Jahre. Fleischer, Milchhändler, Apotheker,
Wirthe und alle Geschäftstreibende, welche
Eis in großen Quanliläten kaufen, werden
dasselbe dielen Sommer über zu 30 Cents pro
100 Pfund erhalten: für den Prrvatgebrauch
wird es zu 60 bis 70 Ceuts pro Woche in
Stücken von 10—15Pfnnd täglich abgeliefert
werden.
In New-Zork ist wieder einmal ein Grü
ner gerupft worden. Johann Schnei
der, welcher am 17. Juni mit dem Dampfer
„Suevia" von Hamburg ankam, beklagte sich
be"m Hülfs - Superintendenten Heinzmann
darüber, daß er beschwindelt worden sei. Wie
er mittheilt, hatte er in einer Zeitung ein
Stellengesuch veröffentlicht, auf welches hin
vorgestern Morgen um 7 Uhr einMann in sei
ner Wohnung Nr. 432, Weil 56. Straße,
vorsprach und ihm eine Stelle in einer Sei
scnsabrik mit PI2 Wochenlohn versprach. Der
Fremde nahm ihn gleich mit, sagte ihm aber
unterwegs, er müsse Werkzeuge haben, welche
P 2.62 kosten und die er für ihn kaufen wolle,
er solle während Dessen nach der Fabrik Nr.
504, 2. Avenue, gehen. Schneider gab dem
Manne ein?2o-Goldstück, sein letztes Geld,
und ging nach der bezeichneten Adresse, wo
sich jedoch keine Seifenfabrik, sondern ein
Schuhladen befindet, und erfuhr dort, daß er
beschwindelt worden sei.
Der uralte Pastor Sidney Wilbur kam die
ser Tage aus dem westlichen New-lork nach
Newark, N.-J., um sich eine »unge
Frau zu suchen. Da der alte Herr mit
Glücksgütern ziemlich reichlich gesegnet, und
in unserem sreien Lande Jemand, der Geld
hat, sich bekanntlich „Einiges" leisten kann,
so gelang es ihm auch, eiu in Newark wohn
haftes junges, blühendes Mädchen, 'Namens
Mary M. Colt, zu bestimmen, unter gewis
sen Bedingungen die Seme zu werden. 2)icse
Bedingungen ganz genau zu präzistren, ehe
sie sich von ihrem ehrwürdigen Anbeter zum
Altar sühren ließ, war eine der ersten Forde
rungen des Dämchens. Nicht zufrieden mit
dem bündigen Versprechen des Bräutigam«,
seine gesammte irdische Habe an sie zu über
tragen, veranlaßte sie denselben, im Büreau
des Registrators ein Dokument einzureichen,
worin es heißt, daß Hr. Wilbur an seine zu
künftige Gattin sein ganzes bewegliches Ei
genthum, nuschließlich seiner Möbeln, Bjl
dcli Kleidungsstücke:c., cedire und sich fertur
verpflichte, später, d. h. nach der Berheira
thilvg, in seinen Besitz gelangende Werth
gegenstände seiner liebenden Gattin „inner
halb zehn Tagen" zu überliefern. Wie sagt
ein altes Sprüchwort? Ehen werden im
Himmel geschlossen.
In New Uork ist ein Original, der bekannte
Tomb s-Ä d vokatMichael O'B rien,
gestorben. Er war früher Kärrner und arbei
tete in seinem Distrikt sür Tweed. Als Letz
terer auf dem Höhepunkt seiner Macht war,
erhielt „Mike" ein Advokatendiplom und prak
tizirte fortan in den Tombs. Sommer und
Winter erschien der Mann in derselben abge
tragenen Kleidung mit einem bis zum Hals
zugeknöpften Ueberzieher. Die Advokaten
Hummel, Price und Oliver statteten ihn zu
wiedechotten Malen vonKopf bis zu Fuß aus,
aber „Mike" trug die neue Kleidung einfach
in's Leihhaus unv erschien am nächsten Tage
wieder mit seinem allen Ueberzieher. Das
letzte Mal, als die Advokaten ihm einen An
zug schenkten, vernichteten sie, um Dies zu
verhüten, die alten Kleider. Aber „Mike"
wußte sich zu Helsen. Er tauschte seine neuen
Kleider in Baxter-Straße gegen alte aus, und
das Geld, das er heraus bekam, wurde in
Schnapps angelegt. Vor etwa 5 Jahren ka
men Harrigan und Hart zusalliger Weise nach
den Tombs und ergötzten sich derart an der
komischen Figur „Mike's," daß sie dieseu ei
nem Theaterstück einverleibten, und Harrigan
erschien in diesem mehrere Wochen lang als
Conncillor O'Brien, bis Letzterer mit einem
Prozeß drohte. Die Gebühren O'Brien's
waren bescheiden. Für 20 Cems vertheidigte
er einen der Trunkenheit Angeklagte», von
weiblichen Klienten forderte er 15 Cents, 30
Cents kosteten seine Dienste bei einem Prozeß
wegen Schlägerei, nnd 45 Cents hatten
„Hereinschlepper" von Baxler-straße zu zah
len. Seine Anrede begann oft mit den Wor
ten: „Ew. Ehren, ich kenne seinen Vater.
Wir arbeiteten zusammen aus einer Farm in
der alten Heimath."
Wie ein Kapitel aus einem Schauder-
Roman liest sich ein Ereigniß, welches sich
am Samstag auf dem Detreitfluß, zwischen
Detroit und Windsor in Canada, zugetragen
hat. Vor einigen Monaten kamen zwei be
rüchtigte Diebe, „Turf" Gecgan vou Boston
und „Jakeh" Bleuheim, ein Engländer, nach
Detroit. Sie waren an einem Bankraub zu
Mentota in Illinois betheiligt gewesen, hal
ten aber auch Etwas in London, Ontario, auf
dem Kerbholz und.waglen deshalb anfäng
lich nicht, nach Canada zu gehen. Vor etwa
drei Wochen geriethen die beiden sauberen
Spießgesellen wegen eines Frauenzimmers
in Streit, der damit endete, daß Geogan
den schwächeren Bleuheim schlug, bis er be
sinnungslos liegen blieb. Bleuheim schwor,
sich zu rächen, und Geogan. der wußte, daß
er seinen Schwur auszuführen nicht versäu
men werde, ging jetzt sicherheitshalber nach
Canada. Blenheim erbot sich auch, Geogan
wieder in die Ver. Staaten hinein zu locken,
wenn man ihm Straflosigkeit für das Ver
brechen in Mendota verspreche. Die Behör
den gingen daraus ein, und Geogan fand sich
bald so sehr auf Schritt und Tritt bewacht,
daß er selbst beschloß, nach den Ver. Staatea
zurück zu kehren. Mittlerweile hatte aber
Blenheim eiueu Chicago'» „Base-Ball-"
Enthusiasten um ?700 beschwindelt, nnd da
er sich verfolgt sah, hielt er e» sür da» Beste,
ein Boot zu besteigen und nach Canada über
zusetzen. Zu derselben Zeit fuhr auch vom
entgegengesetzten User Geogan ab, und der
lragiiche Zusall wollte, daß beide Leute sich
in der Mitte des Stromes trafen. Geogan
erspähte seinen jetzigen Gegner zuerst, rief
ihn an und schlug ihn mit einem Ruder zu
Boden. Aber Blenheim raffle sich aus,
sprang in Gengan'S Boot, und es entspann
sich ein furchtbarer Ringkampf, der auch dann
noch geraume Zeit fortwährte, nachdem Beide
in's Wasser gestürzt waren. Endlich aber
ließen ihre Kräfte nach, und sie versanken.
Ein Detektiv, welcher Blenheim gefolgt war,
hat den entsetzlichen Kampf mit angesehen.
Gegen die verteufelte »Toypisto
l e " erläßt die „Fr. Pr." in Bnfjalo folgende
Warnung. ..„Sollen wir auch iu diesem Jahre
nach dem vierien Juli wieder solche traurige
Item» lesen: William Smtth oder John
nie Miller, gestorben a» Kinnbackenkramps,
an den Wunden, die er sich am 4. Juli mit
einer „Toizpistole" beigebracht? Ein ge?
brannte« Kind sürchtet nicht immer das
Feuer, wenigsten« nicht in Amerika am 4.
Juli. Deshalb ist es eine doppelt ernste
Pflicht der Eltern, ihre Sprößlinge von dem
Gebrauch der „Toypistole" fern zu halten und
selbst nicht vor den strengsten Maßregeln zu
rückzuschrecken, wenn es gilt, der lieben In
gcnd die „Toypistole" zu nehmen. Die
Händler mit Feuerwerkskörperu und „Toypi
stolcn" sollten von Rechtswegen auch ein Ein
sehen haben und letztere gesährliche Schieß
Waffen überhaupt nicht verlausen. Daran ist
aber nicht zu denken ; manche Händler begnü
gen sich damit, die leichtsinnigen Jungen vor
der Gesahr zu warnen, uud verkaufen dann
doch. Deshalb trifft die Eltern die Verant
wortung allein, wenn ihre Kinder am 4.
Juli verunglücken. So eben fand in Buffalo
eine Versammlung eines Clubs von Aerzten
statt, in welcher die Frage in Bezug aus die
„Toypistole" berathen wurde. Der Fall des
Knaben Geridrom, welcher in Folge des Ab
schießen? dieser mörderischen Waffe starb, lag
vor. Dr. Briggs sagte, man könnte eben so
gut einem Kinde eine Klapperschlange geben,
um mit ihr zu spielen. AmGräberschmückungS
tag kam der Knabe zu Dr. Briggs mit einer
sehr aii'geichwolleueu Hand; er'agte, erHabe
sich mit der Pistole in die Handstäche geschos
sen. Am Freitag daraus war die Auschwel»
lung säst ganz verschwunden, und die Hand
sah sast wie geheilt ans. Am darauffolgen
den Tieustag wurde der Arzt gerufen; die
Hand schien geheilt zu sein, doch der Knabe
zeigie Anzeichen von Kinnbackenkramps. Der
Arzi sagte sofort, das Leben des Knaben könne
nicht mehr gerettet werden. Die Aerzte Park
uud Lyude wurden gerufen; der Erstere rei
nigte dl? Wunde auS; er sand in ihr Nichts,
a>Ä iiu kleines dünnes Stück Papierdeckel;
'ein Kupser, Blei oder anderer Artikel wurde
vorgesuuden. Ter jinabe wurde auf verschie
dine Weise behandelt, doch er starb am Kinn
baclenkramps. Dr. Lynde sagte, daß die
Wunde, welche durch di? „Tdhpislole" verur
jccht wurde, den Tov hei-beiMre, wen.i der
Kiniibackeiilraiiips eintrete; Operationen
seien nutzlos; man könnte eben so gut die
große Zehe dem Patienten abnehmen, um
eine Kranlheit im Gehirn zu verhindern; die
Krankheit habe das Rückgrat angegriffen.
Dr. Marclay sagte, erkenne einen Fall, in
welchem die tleinste „Toypistole," deren
„Cap" wie ein kleines Siück Papier auSzese
h-ii, den Tod verursacht habe. Dr. Briggs
sprach in heftigen Ausdrücken über die „Tay
Pistole" uud über die Feuerwerke im Allge
meinen. Zum Schluß der Versammlung
scgle Dr. Lynde: Kinnbackenkramps könne
durch irgcnd eine Wunde am Fuß oder an
der Hand vcrmsacht werden.""
Lokalberichte aus Was.lington.
Washington, 24. Juni. — Der „Lok
koiit" in den Washingtoner Bangewerben ist
vorüber; nur die Plombirer sind noch ausge
schlossen, weil sie daS Achistunden-System
absolut durchsetzen wollen. Anstreicher ar
beilen S Slunden.
James Joy stürzte heute Morgen von
seinem Sandkarren und ein Rad desselben
ging ihm über die Hüste.
Georg F. Davenport, welcher einen
Ebeck aus den Namen des Flottensekretärs
Whitney gefälscht Halle, wurde heute aus ein
Jahr in s Zuchthaus geschickt.
Der Elevator Junge in „Willard'S Ho
let" wurde heute aus sechs Monate nach dem
Gcsängniß geschickt, weil er dem General
RotecranS einen seidenen Schirm gestohlen
hatte.
Die „Anglo-American-Insurance-Com
pany," welche am 23. Jnui 1884 hier ge
gründet wurde, hat ihre Thüren geschlossen,
weil in London mehrere ihrer Papiere prore
stirl wurden. Die Beamten sind sämmtlich
ans der Stadt abwesend.
Während sich Potizeirichter Snell am
Dienstag Vormittag in seinem Privatzimmer
besand, sprach Hr. I. Parker Jordan mit
Frau Aedda Ruppert, welche Hrn. O. S.
B. Wall als Anwalt engagirt hatte. Letzte
rer dachle, Jordan wolle ihm leine Klieniiu
abschnappen und machte eine diesbezügliche
Bemerkung. Jordan nannte Wall darauf
hin einen verdammten Narren, worauf Wall
mii einem Schlage in fein Gesicht antwor
tete.
Am Dienstage wurde gegen Hrn. Chas.
S. Clarke, den Prinzipal der „Galesschnle,"
ein Verhas'.Sbesehl heraus genommen, weil
er angeblich einen der Schüler, Michael Fitz
aerald von Nr. 26, G-Straße, die Treppe
hinunter wars, ihn mit Füßen trat und dann
würgte.
Scheriff Scaggs aus Prince George's
Connly, Md., kam vorgestern hierher und ließ
feinen Wagen in Price'S Stalle, nahe der
Haupt-Polizeistation, stehen. In demselben
besanden sich ein Paar Handschellen. Wäh
rend des Nachmittags holten die Stallarbei
ter die Handschellen hervor und fesselten mit
denselben einen Neger. Sie bemühten sich
den ganzen Nachmittag hindurch vergeblich,
das schloß an den Handschellen zu öffnen,
und brachten am Abend den Neger nach der
Polizeistation.
Allein auch die Polizisten konnten die Han
dschellen nicht öffnen, nNd der Neger mußte
sich gefesselt zum Schlafen niederlegen. Als
der Scheriff heute Morgen nach dem Stalle
kam, streckte ihm der Gefesselte die Hände
entgegen und bat ihn flehentlich, er möge ihn
besreien.
Der Scheriff weidete sich eine Zeitlang an
seiner Angst und sagte, er habe seine Schlüs
sel vergessen, und es werde eine ganze Weile
dauern, ehe er sie ans seiner Heimath herbei
holen könne. Der Neger fing vor Schreck an
zu weinen, bis der Scheriff die Schlüssel her
vor holte nnd ihn befreite.
W. Carneh. der vorgestern auf Grund
eines vom Gouverneur Lloyd vou Maryland
ausgestellten Haftbesehls verhastet wurde,
ward hcuteMorgen auf einen Habeas CorpuS-
Befehl hin dem Richter McArthur im Crimi
nalgericht vorgeführt.
Hr. Thomas M. »Kids erschien für den
Verklagten, und Distriklsanwajt Lavendel
sür die Regierung. Verklagter gab an, er
sei verhaftet worden, weil er angeblich am 5.
Juni in River-View W. L. Kearney eine Uhr
gestohlen habe.
Hr. FieldS behauptete, das Vergehen, we
gen dessen der Verhastsbesehl des Gouver
neurs Lloyd ausgestellt worden sei, sei das
nämliche, aus dem die Anklage vor dem hie
sigen Gerichte beruhe, und sein Klient habe
Bürgschaft für fein Erscheinen vor Gericht ge
stellt.
Hr. Lavender behauptete dagegen, daß das
in Maryland verübte Verbrechen Landstraßen
raub fei. Der Richter fchloß sich der Ansicht
des Hrn. Fields an und entließ den Verhaf
teten.
Der Feueralarm, welcher gestem Abend
gegeben wurde, entstand durch einen schad
haften Schornstein in der chinesischen Wasc.,-
Anstalt an der Ecke der 6. und C-Straße,
Nordwest. Der Rauch hatte sich durch meh
rere Risse in der Wand Bahn gebrochen, was
zu der Vermuthung Veranlassung gab, daß
man es mit einem versteckten Feuer zu thun
habe. Glücklicher Weise war der Alarm aber
ein unbegründeter.
Morgen feiert unser geachterer Mitbür
ger, Hr. Karl Walter, sein 30-jähriges Ju
biläum als Friedensrichter, eine Ehre, deren
sich gewiß nur Wenige ersrenen können. Im
Januar wurde Hr. Walter zum öffent
lichen Notar ans Lebensdauer ernannt, uud
am 25. Juni ernannte ihn Präsident Frank
lin Pierce zum Friedensrichter, ein Amt, das
er in der gewissenhaftesten Weise seit jener
Zeit durch die verschiedenen Administrations-
Wechsel bekleidete und noch heute inne hat,
da er vom Präsidenten Grover Cleveland
vor mehreren Tagen wieder auf vier weitere
Jahre zu diesem Amte ernannt wurde. Der
Senat bestätigte die Ernennung ohne De
batte. Hr. Walter hat während dieser Zeit
übrigens auch noch andere verantwortliche
Aemter bekleidet. Von 1858 bis 1863 fun
girte er als Coroner und war Assistent des
Coroners Woodward. Am 20. Juni 1353
ward er zum Polizeimagistral ernannt und
veisah dieses Amt bis zur Einführung eines
allgemeinen Polizeigerichtes mit Umsicht und
Gewissenhaftigkeit. Im Dezember 1375 er
hielt er die Ernennung zum Ver. Staaten-
Commissär. Hr. Walter hat während diesen
langen Jahren manchen unserer deutschen
Mitbürger mit Rath und That unterstützt,
uud heule noch ist er Derjenige, zu welchem
der Deutsche seine Zuflucht nimmt, wenn er
irgend welchen Beiltand oder Aufklärung be
darf, die er sicherlich stets erhält. Hr. Walter
ist einer jener Biedermänner, welche Strenge
mit Liebe zu paaren wissen. Und varin liegt
das Geheimniß seiner Popularität. Wenn
wir ihm deshalb wünschen, daß es ihm noch
recht lange vergönnt sein möge, unter uns zu
weilen, so werden unsere Leser ohne Zweifel
gern mit uns einstimmen. („W. I.")
ZV» Werth volle Auskunft. Wer
an Dyspepsie und den üblen Folgen eines in
Unordnung gerathenen Magens leidet, wird
durch den Gebrauch von Dr. ChalmerS' Heil
tinktur große Erleichterung erlangen. Sie
stärkt die Nerven, richtet das System wieder
auf, ruft treffliche Eßlust hervor und sollte
stets, wenn ein Tonicnm nöthig ist, ange
wendet werden. Preis Gl. Bei Se th S.
HanceL- Comp., Nr. 10S, West-Balti
more straße,^zu^aben^lNov^,l2Mte)
Medizin, anf die mau
sich verlassen kann als Panacäa ge
gen Dyspepsie, al« Nervenstärknng und all
gemeines Tonicnm, ist Dr. ChalmerS' Heil
tinkmr. Dyspepsie und alle anderen aus Un
ordnungen im Magen entspringenden Leiden
werden durch ihren Gebrauch rasch kurirt.
Bei Nerven-Affektionen ist fie vorzüglich, in
dem fie alle schlimmen Folgen von Erschütte
rung des Nervensystems hebt. Sie hat
schlimme Fälle vou Neuralgie geheilt, uud
wenn ein allgemeines Tonicnm nöthig ist, so
ist fie gerade der richtige Artikel. Sie er
zeugt e»nen excellenten Appetit und richtet
den Schwachen nnd Entkräfteten wieder auf.
Man mache einen Versuch damit. Preis Gl
die Flasche. Bei Seth S. Hance«-
Comp., Nr. lyg West-Baltimorestraße, zu
haben. (NovS6,l2Mte)
Stadt Baltimore.
DaS neue Marine-Hospital.
Dr. F. W. Mead, Arzt des BuudeSmariue
HospitaldiensteS für Baltimore, erhielt am
Mittwoch ForderungSangebote aus die Liese
rung von Möbeln für die neuen Mariiie-
Hospitalgebäude iu der Nähe von Hampdeu, s
Baltimore-Eounly. Die Eontrakte werden
in Kurzem vergeben werden, und mau er
wartet, daß die Gebäude im September be
zogen werden können. Sie haben bislang
etwa tziov.vvv gekostet, und man erwartet, !
daß weitere tzso.vvv für ihre Vollendung i
nothwendig fein werden. Im „St. JosephS-
Hospital" in Nordost-Baltimore werden zur
Zeit die Patienten des M-irinedienstes ver
pflegt.
Vergrößerung eines CollcgS.—
Ein großer neuer Anbau an daS „Mt. Jo
scphs Colleg" der Zaveriuner-Brüder an der
Fredcrick-Road nahe der „London Park Ce
metery" ist nahezu vollendet. DaS neue
Gebäude besteht aus einem Erdgeschoß und
vier Stockwerken, ist 37 bei 125, Fuß groß und
wurde vor etwa einem Jahre begonnen. An
der Außenseite sind k'ii-eescuiie- angebracht,
und aus dem Dache befinden sich zwei große
eiserne Behälter, welche 8000 Gallonen Was
ser zu sassen vermögen. DaS Gebäude koster
etwa P2v,vtX).
Die Schlußfeier der „Ma rylä n
der Sckule fürßliude und Taub
stumme" sand gestern in der Anstalt, Nr.
253, Saratogastraße, statt. Die Taubslmm
men vermögen sich durch Zeichensprache ver
ständlich zu machen, und die Blinden vermö
aen Schriften zu lesen, welche mit erhabenen
Buchstaben gedruckt sind. Sie gleiten über
dieselben schnell mit ihren Fingeru hinweg
und erkennen so den Inhalt der Schrist. Masik
pud der Blinden namentlich waren
lobenSwerlh. .Unter den Anwesenden besau
den sich James JenkinS, Patience CurtiS,
John Buddy, Geo. Alexander, Ella Scott
uud Wm. Harris. In der Anstalt befinden
sich 13 taubstumme und 17 blinde Schüler,
welche in Schuhmachen, Siuhlflschleu uu?
Bürstenbinden unterrichtet werden.
Ausslug nach Harper's Ferru.-
Die sünste Jahres-Exkursion der Angestellten
der „Baltimore-Ohio-Eisenbahn" sand am
Mittwoch unter den Auspizien des „Christa
llchen Jünglings - Vereins" nach Harper's
Ferry statt. Von Baltimore, Wajhinglon,
jiayser, Piedmont und anderen Stationen au
der Bahn bnheiligteu sich etwa lvo Perso
nen.
Gertchts-Perftandlungen.
Kreisgericht für Baltimore-
Couut y.—T owsou, den 24. Juni. (Bor
Richter Fowler.) Marie Fetzer gegen Wilh.
H. Hofmann; verglichen. Joseph McDo
nald, Mord; bis zum September-Termin
zurückgelegt.—James Norris, Neger, Raub;
schuldig befunden, aber noch nicht v-rurtheill.
Karl Fink, Mordangriff; freigesprochen.—
James Johnson, Einbruch; freigesprochen.—
Karl Rebb, Einbruch, und Neger Alexander
Williams, Diebstahl; aus Fürsprache der Ge
schworeneu aus dem Gesängnisse entlassen.—
T. A. Johnson, Steger, Mordangriss aus
Thomas Hart; in der Geschworeneu Händeu.
Heinrich Jäckel, schandbarer Angriss; bis
morgen zurückgelegt.
Watseugericht. (Bor den Richtern
Lindsay. Carroll und Gans.l In folgenden
Hinterlassenschaften wurden die nachstehenden
Schritte gethan: CHS. W. Weber uud Ma
rie E. Waruer, Juveutare eingereicht. Mor
ris Siller, Elisabeth Neumaun, Mary Kube,
I. H. Edwards, BerwaltungSberichte geneh
migt. W. W. McEulloh. ditto Vormund
schastsbericht. Die Vollstreckung des Tcsta
! ments von Moses Kaufmann wurde David
Kaufmann übertragen, zur Verwaltung des
Nachlasses von Geo. Würflein erhielt I. L.
Stiefs gerichtliche Vollmacht, und znm Vor
munde über Mary L. Payue ward Cornelia
A. Bowersox ernannt.
Criminal-Gericht. (Vor Richter
Duffy.) Chs. L. Campbell, Hasardspiel, nu
ter Verhandlung. Aus der Registrande sür
heute stehen: Per. H.Linde, Bigamie. Thos.
Newton und Herm. Meyer, Angriss. John
Kelly, Mordangriff. Neg. Elisabeih Lewis,
Wm. McCabe, Chs. O. F. Clarley, Neg.
Eleonore Thomas, John Burns (2 Fälle),
Neg. Wm. Hunter, Neg. Mary Groß, Neg.
Mary Dorsey, Neg. Chs. Kettnuu, Neg.
Thaddäus Hall, Neg. Wm. Spencer, Karo
line Dessil, Julius Koch, Chs. Dericks, Neg.
Emma Baals, Diebstahl.
Bundes-Distriktsgerich t.—(Bor
Richter Morris.) Thomas Moore, Eigen
thümer des Schooners „L. I. sowie
Chas. L. Dougherty gegen den schleppdam
pser „Emma," Schadenersatzklage zur Er
langung von Pl6OO. Levi I. Merchaul, Ei
genthümer des SchoouerS „Mary und Mar
tha," und Christ. C. Merchauts gegen den
selben, djtto zur Erlangung von H2OVV, unter
Verhandlung.
Stadt - Gerich t.—(Bor Richter Stew
art.) H. C. Wols gegen I. H. Butler, Pro
zeß niedergeschlagen. Smith Li Rusk gegen
Wm. Finsleh, Urtheil zu Gunsten der Klä
ger aus ISV ststirt. F. I. Sloan K Comp,
gegen ChaS. E. Diggs, Verdikt zu Gunsten
der Kläger aus tzl3l nebst Zinsen und Erstat
tung der Kosten. Die „Marylaud-Brick Co."
gegen Geo. R. Clark, zuvor berichtet, uube
endet.
Superior-Gericht. (Vor Ober
richter Brown,) I. I. Kelly gegen William
Amev. Antrag des Verklagten ans Streichung
deS Urtheils, unicr Berathung. Daniel
Grüubaum gegen Marie «schulten, Antrag
der Verklagten aus einen neuen Prozeß, do.
Common Pleas-Gericht. (Vor
Phelps.) Hubbard gegen die „Philadelphia-
Wilmington-Baltimorer Bahn-Gesellschaft,"
zuvor berichtet, unbeendet.
Stadtkreis-Gericht. (Vor Rich
ter Fisher.) Williams gegen Eittings, zu
vor berichtet, unter Berathung.
W.Ziikobg
NheumatisMus,
k«iße» im Gesicht, fflieverrelßen,
Frostbeulen, Gicht, verenschust,
«reu,wetz unv HüsteuleiXn«.
Rückenschmerzen,
frische Wunden «.^Schnittwunde».
Zahnschmerzen,
Aeschwoilenc Brüste. Kojisweh,
Brandwunden. Aiisgelprunilene Sande.
' d L> V. Selenkschmcririi. edrciiweh,
Farmer und Viehzüchter
dem St. Jakobs Oel ein unübertreffliche?
Eine Flasche St. JakobsOclkostet 50 Cents sflinl
Flaschen für KZ.OO). Apotheke zu HZ.ben.
I'ks etrarlss Vosslsn Lo.,
Baltimore, Maryland.
Asthma. Ich möchte das Publikum
benachrichtigen, daß ich im Besitze einer Arz
nei bin, welche dieses so sehr peinigende Lei
den heilt. Ich habe Leute gesehen, welche
kaum athmen konnten und durch den Gebrauch
dieses Mittels fast augenblicklich Linderung
erlangten. Es ist harmlos und kann ohne
olle Beschränkung genommen werden, sollte
diese Notiz vor das Auge eines mit dieser
quälenden Krankheit Behasteten kommen, so
wird er hoffentlich unfehlbar fogleich sich an
mich wenden und dadurch fofortige Linderung
sich verschaffen. Preis ?I die Flasche oder
sechs Flaschen für GS. Zu haben bei Seth
S. Hance H Comp., Nr. 108, West.
Baltimsrestraße. (Nov26.l2Mte)
Zur Nachricht fürApotheker und
Andere. Harding'S elektromagnetische
Batterie'n, Gürtel, Brustbeschützer und son
stige Apparate im Großen und Kleinen bei
S. S. Hance K Comp., Nr. 103, West-
Baltimorestraße, Baltimore, Md., zu haben.
(142-)
Versuche einmal Hance'S Haar-
Wieder Hersteller. Er verdickt dünne«
Haar, bringt die alte Farbe zurück, ist eiu ele
gantes Toilettenmittel uud heilt Kopsgrind
und Kopshant-Jucken. Preis Gl. Zuhaben
bei Seth S. Hance K Com p., 9tr. W3,
West-Baltimorestraße. (Nov2K,l2Mte)
Eine Karte.
»n Mt, welche an Folgen »on Jugendsünde«,
nervöser Schwache, frühem verfall, Verlust der Man
ne«krast u. i. w. letden, sende i» r»«t»sret ein
Rezept, da« fie kurirt. Diese« große Heilmittel wurde
«on einem Missionär ia Küd - Amerika entdeckt.
Schickt adresfirte« Souvert an Ren. Joseph T. lo
was Station T>. «tw-V-il-Siti,. tZuliii.lLtar.«?»
Tchtffsnachrichten.
Gestern siud die Dampfer „Amerika" von
Bremen, „?jedmandale" von LaS Palma?,
„Brixham" von Eleuihera, „Wm. Lawrence"
vou Savannah, „Baltimore" von West-
Point., Va., und „Geo. H. Stout" von New
bern, N.-C., hier eingelauien.
Gestern von hier abgefahren: Dampfer
„Kalkleen" nach Tralee.
Gestern klaurt: Tampier „Sacrobasco"
nach London, „Kate" nach Dublin, „Geo.
Appold" nach Providence, „Chaiham" nach
Boston.
Ter Dampfer ist gestern von
Liverpool Hierher abgefahren.
lnland.
New -?) ork, 2L. Juni.—Angekommen:
Dampfer „Bertumnus" von Montego-Bay,
„Alexandna" von Vera Cruz.
Gestern abge'ahren: Dampfer „Eider" nach
Bremen, „City of Romc" nach Liverpool,
»Chaleau Wiargaux" nach Bordeaux, «Aca
pulco" nach AspinwaU, „Alene" nach
ston, „Moruca" nach den Windward-Jnseln,
~G. M. B." uach und „Muriel"
nach .
Auctlaud, N. S., 22. Juni.—Heute ist
der Dampfer „Alameda" nach San Fran
zisco abgefahren.
Brisiol, 23. Juni.—Der Dampfer „Ei
ste" von New-Uorl ist eingetroffen.
Dover, 23. Juni. Passirl: Dampfer
„Jork. City" von London uach New-Orleans
umerwegs.
Glasgow, 23. Juni.—Heute segelte der
Dampfer „Colma" nach Liontreal ad.
H a m b n r g, 20. Juni. Der Dampfer
„Tamara" ging heute nach Halifax ab.
Liv er poo l, 23. Juni. Der Dampfer
,?Bmiik Prince" ist heute nach New.?)ork ad
üiganaen.
L o u ton, 2-t. Jiini.-Ter Dampfer „Bri
tish Crown" v«n Boston ist heule angekom
men.
L,z a rd -Poi n t, 24. Juni. Paisirt:
Dampfer „Bobemia," uach Hamburg unter
wcgv.
Lissabon, 22. Juni. Der Dampfer
„Ravenhilt" von Äiew Jork ist heute hier ein
getroffen.
P ara, 21. Juni.—Heute ist der Dampfer
„Advance" von New-Zork und Newport-
News über St. Thomas hier eingelaufen.
Oueenstown, 23. Juni.—Der Dam
pfer „Ciiy of Chicago" von Liverpool segelte
heule nach New-lork ab.
Swansea, 21. Juni.—Heute segelte der
Dampfer „Argosp" nach Philadelphia, ab.
ShieldS, 21. Juni. —Heule ginge u die
Dampfer „Clinionia" und „Croma" nach
New-Jork ab.
Nvsahrt»tage der c)zeau-^Dampse»
von New-Bort:
vir "pain-na» r verpool am'! '»ili
Ju». d )' i!-^
Ju?i.
Dampfer »Pennland" »ach Antwerpen am 3,
Juli. ,lb <i l m K Juli
Dampfer »ach JMi.
Juli. ch ' p
Ju».
Dampfer „Sircassia- nach Glasgow—am 10. Juli.
Dampscr „Sckiedam" nach Amsterdam am 10.
Juli.
Dampfer »La Champagne» nach Havre am lg.
Juli.
D'""'ps^r Sia^
Dampfer»MZconfin« nach Liverpool am
Juli.
Unser Kamilien-Markt.
Die Preise in den hiesigen städtischen Märk
ten waren in dieser Woche folgende:
Rindfleisch—Lenden (B>rloin)-Steaks IN»
13 Cts., I^orterliou?«-Steaks2ü,Rnndsteaks
12, Bratfleisch iL bis 20, Rippen-Bratfleisch
15—13, Snppcufleisch 6 —lO, Salzfleisch 6
bis 12 Cents das Pfund; Zunge 65 bis 75
Cenls das Slück. Lammfleisch—Hintervier
tel 124 bis 15, Borderviertel 10 12, Ripp
chen 15 bis lk Cents das Pfund. Schöpsen
fleisch Hinterviertel >24 Cenls, Bordervicrlel
7 bis lv, Rippchen 12 bis 15 CenlS das
Pfund. Kalbfleisch—zum Braten 124, Ripp
chen 15 bis 18, Coteletten 20 bis 22, Brust
10—124 Cts. Schweinefleisch—Rippchen n.
Bratwurstsieisch 15, schmal; 10, Schinken
14—16, l2, Schuller n. Brust 3-
10 Cents daS Pfund.
Kartoffeln 25 Cts., süßcKartoffeln 35 Cts.;
weiße oder Steckrüben 20 CtS., Mohrrü
ben 30 Cent? das Peck, Pastinaken 18—20
Cents das Peck; Krautköpfe s—lo CenlS der
Kopf; Zwiebeln 33—40 Cts. das Peck; Blu
menkohl 15—25 Cents das Stück; Sellerie
3—lo Cents pro Bündel, brauner Kohl 10
Cenls das Peck; Radieschen I—s Cents pro
Bündel; Rhabarber 3—lo Cenls pro Bün
del; Lattig 2—5 Cents pro Kops; Spargel
8 bis 15 Cts.da« Bdl.;Erbsen2sCts.d.Peck.
Blumeukohl 5—15 Cents pro Kopf.
Erdbeeren K—lo Cts. das Quart; Aepfel
20—50 Cents das Peck; Citronen 15—25;
Bananenlo-30 Cts.; Apfelsinen 20—50 Cts,
das Dutzend; Kastanien Ic,; Llivlwarks 5
Cents das Quart; schwarze Walluüsfe 20 Cts.
das Peck; Birnen 60 Cents bis Hl; Wem
j trauben 90—25 Cts. das Pfund. Pflaumen
b'.-S Cents, und Feigen 20-25 Cents pro
Pfunv. Kirschen 6—lo Cent«pro Quart.
Rollbut.'."r 24 bis Äl, Butter 35 bis
40 Cts d.Pfd., Eier 1t AtS. das Dutzend.
Fische—Hecht >'—4 o; Barich 2,i
-50; Meergrundel lliock) zumßrate.'.' >
zum Kochen 13 bis 20 Cents das
gelber Barsch 23 —40 Cenls das Bdl.: Hell
butte 15; Zander 12 und 15; Lachs 30;
See-Weißfische 15; Fluuder 10 Cents das
Pfund; Frösche Hi.so bis 51.60 vro Dut
zend; weichfchaalige Krebse 75 bis Hl.oonnd
hartschaalige 50 Cents pro Dutzend; Forel-.
len 10—12 Cents pro Pfund; Taylors 60
CenlS pro Bündel; Hummer 15 Cents pro
Bündel; spanische Makrelen 25 Cents pro
Pwnd und östliche Makrelen 10 CenlS das
Stück.
Dr. Thalitters' Heiltink
tu r kurirt Dyspepsie, Migräne, Blähsucht,
Sodbrennen und alle Leiden, die Unordnun
gen im Mayen entstammen. Bei Nerven,
krankheiten tst sie eins der besten Mittel, da
sie sofortige Linderung schafft und iu kurzer
Zeit Heilung bewirkt. Preis PI die Fla
sche. Zu haben bei Se t h S. Hance
K C o m p., Nr. 108, West-Baltimorestra
ße. (Nov26 12Mte)
IG- Dr. ChalmerS' Heiltinktur ge
gen Dyspepsie, Hance's Andorn-Syrup ge
gen Husten und Erkältung, Hance's Sassa
parill-Pillen zum Reinigen des BlnteS, Han.
ce'S Buchn für die Nieren, Hance's Haar-
Wiederhersteller, Hance'S RhenmatiSmus-
Linimellt AlleS zu haben bei Seth S.
Hance L- Comp., Nr. 103, West-Balti
more. (NovS6,l2Mte)
IE" Jetzt ist die Gelegenheit.
Eine Flafche von Hunt'S Insektenpulver,
das man mit Umsicht in die Bettstelle und die
Ecken und Winkel streut, erspart manche spä
tere Mühe und Plage. Preis 25 Cents. Zn
haben bei Seth S. Hance L- Comp.,
Nr.lo3,West-Baltimorestr. (Nov26,l2Mie)
»V--Zwet Dinge irr Einem. (Zu
verläjsigeS Haar - Wiederherstellung«, und
uetteS Haar-Toilettenmittel.) Fast alle söge
nannten Wiederherstellung?-Mittel werden
aus Wasser, das man mit Artikeln, welche
das Haar austrocknen und zur Toilette des
Haares noch ein anderes Präparat nöthig ma
chen, vermischt, ange'eNigt; aber Hance's che
mischeSHaar-WiederherstellungSmittelist eine
Vereinigung von stimulircndem Weingeist
und Oel und giebt ein angenehmes Haar-
Toilettenmittel ab außer seinen wiederherstel
lenden Eigenschaften. Es ,st unübertroffen
als Erzeuger eine» üppigen Haarwuchs?» und
glänzender Locken und besitzt die Eigenschaft
der Zurllckführung grauen Haare» zu seiner
natürlichen Farbe. ES ist kein Haarfärbemit
tel und fo einfach, daß e» von Jedermann
mit vollkommener Sicherheit gebraucht wer
den kann. Preis tzl die Flasche. Zuhaben
bei Seth S. Han c e«: Co m p., Slr.
103, West-Ballimorestraße. k. Man
verlange Hance'S chemische» Haar-Wieder-
Krückling »mittel und nehme kein andere«.
cNovW.l^Mte)
Die bemerlen»wertheu und wohlthätige»
Resultate, die der Gebrauch von «oireU',
I'eettiwx vorckral erzielt, haben zn seiner
allgemeinen Anwendung in fast allen Arten
von Krankheiten, denen Kinder nnterworfen
find, geführt. Er heilt Blähung, Kolik, Ma
aensäure, Durchfall u. s. w. Keine Familie
sollte ohne ihn sem. Bei allen Apothekern z»
abeu. l»u-)
Weltberühmt! Weltberühmt!
W>u>s
»t« »opp«l-»esttlla» von »tele« »»» »«««»
»«utfchtn «ra»t«r,
da« einzige reelle und wirk ingsvollc tonische Mittel,
weiche« lcmai» dem Pudi'lum o-doten wurde.,»,
Heilung von '
T„»p«pf»t, Unverdaulich»»,
S>ppttttlost«reit. - aUatmeincr
malarifcht« Kran»»»!»««,
»oU». «rümpfen. ?iarri,öt u. s. w.
Die ausgezeichneten ««teste über dieses PrZparal
nie Gleichen gehabt. Wir berichten mil
Pcyold'S deutscher Biitercr- ist eine der
beste» Medizinen, ivelck'e ich je qeani Arpeiit-Berlust.
und TchwZche
rcrordnei habe, und empfchlc ihn gern meinen Kol
legen, sowie dem PudUluii:.
Hkinrick, Mathicn, bloä. Nr.,
Kaluinvre, Rd."»
Binircr" d.''^ ist "Tr. Pcvoid'« Deutscher
Aol», W, «ccfer, Uea. Dr..
. Baltimore. Md.--
..Dr. f-etzolö s D?»tf»er älterer leiste! Alle«,
wa» von ikin -lerulnn! wird. habe ihn in meiner
Praxis mit hocket woliUhüugen .voig: n verwendet.
. !?> '»iimciiarsi, Baltimore, Md.-»
S- Weaver com Büreau des 6. Auditors in
Washington, D. (5., emvn hlt mit Freuden und !,erz
iich »Dr. DeulsPen Büiern" Jedem, der
eines Tonieum und «tZriunqvmwelS benöthigi ist,
und ist überzeugt, daß ie n Gebrauch mit dcm qroSlen
Nutzen verbunden sein
Deiniger Bitterer- ist ein reines
TonkiiM weribrollc Arznei iiir Alle, welche
an Appetilnu'.ngei, aUacmeiner iLntlriftUng, Dys
pepsie und malanicbcn Kranlheiien leide».
S. P. Tliini», or..Sa»Sdur>>. Md.»--
.»aroltnc »5. Poovcr, Nr. Nord Caroline«
strabe. Balli-nore, sag,: , habe .Dr. Petzoid'S
Deutschen Biiicrn" einige iang eingenommen
und wollte um Alle?- in der Welt nicht mehr ohne den
selben sein. Behufs Vinderuiig von schmerzen, den
weil'Ucker Schwäche und Uiiregelmitßigteiten»
Prei» nn» pro sslafA,.
L. Petzow 6 Comp., Eigenthümer,
(3V-) Baltimore.
Erkältung nnd an
dere Leiden des HalseS und der Lunge
werden von Hance's Andorn-Syrup
<B.vrup ok llorelionnck), dem besten, vor'Z
Publikum gebrachten Husten Synip, geheilt.
Preis 25 CtS. BeiSeth S. Hance K
Comp., Nr. 108, West Baltimorestraße, zu
haben. (NoV26.I2Mte)
Der Deutsche
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15 Exemplare auf 12 Monate ZZY
mit einem Extra-Eremplare de« Tageblatt!»
frei auf S Monate.
20 Exemplare aus 12 Monate
und ein Extra-Exemplar de« wochenblatttO
frei auf 12 Monate und ein Trtta-Sxn»»
plar de« Tageblatte« auf S Monate.
30 Exemplare auf 12 Monate Zkv
mii einem Exemplar de« Wochen- 11. TazedlaUt»
frei auf IS Monate.
40 Exemplare auf 12 Monate tzSV
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.»U,i> de« Tageblattes auf 12 Monate.
50 Exemplare aus 12 Monate ZIYY
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