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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, September 17, 1890, Image 3

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Verlangt. Frauen und Mädchen.
..» eine Köchin für eine kleine Familie:
H>>tlUlll». „ulk Be-a!'luna. Bvrzusragen zwi
pbcn « und Uhr in Nr. 2 lt», Siord-Sar-qstratz«.
,223 4>
.„p. ein MSd»ensur dir allgemeine
. Hausarbeit. Zu melden bei >sriz-
Hell, Nr ?->!!. Wcst-Valtimorcftrafte. i2SZ>
ordentlickies deutickieS^Müd-
(2'-^
» für Damen-Mäntel.
Aermngr : Nachzusragen.nNr. 2l I
, ein junges Mädchen, das Teutsch
» sprint, alc- Auswärlerin: mu>? ta
dellose Rcserca«en bringen. Eins, daS bei seinenElt-rn
wohnt, wird vorgezogen. Man adrcssire,.P. O. «ox
S«t,» »xp. v». Älaties. (223)
'!?, Nor» '<22S>
» ein Mädchen zum Sochen.Wascben
» und Bügeln Emilie von
in Nr. 4S?» LaurcuKftrahe, M-.d^on
. Nachzufragen
in Nr. 2200. Lst-Prattstraste. (22Z--1)
HoUi"nss!rakc, 'ukerha'l m?>n NlraNk"
» Lumeden zwljchcnio
in Nr. >32», «utaw-Place. !,
MerstlNgt !
dardstrasze. <222 31
» mädcben, das waschen und bügeln
kann Zu melden »n Äk. !!Ü2, Stord-Arontstraftr.
< 222-3)
ItUiilberry- und Pacaftrafte/ t.222 3>
' Mäd
inelden in Nr. 233, Siord Howardftr. (222 4^
besorgen kann. Nachzufragen in Nr. 134 «alle Nr.
?K3>, verlängerte Madison-«vrnu«.l2l!j 30)
» Haus- und Kindermädchen und
(Sevt4,lMN
Verlangt. Männer und Knaben.
. "N erfahrener Shov- und Kun
. den - Zuschneider. Nachzufragen
bei Getr. Strouse, Nckc Eutaw- und Baltimorc
etratzc. „ <223>
' »wci
Wo? sagt die Vrp. Ss. (223 4)
! n"d
bei Kiramer, Nr. 4, Aredcriik-Road, nahe
WilkenS' Haar-Fabrik. (223 4)
fragen in Nr. 213, W:u-Mulde"rnstraftc. >223"
Merlangt : SLSS^'eftWq«tt--,rak«'
<223)
10 Zu wclden Mi, -n .^lind
! HA- Ärve;».' Nach
timor«- uns Eutawslrafte. 5)
skn i? ?»r. sud-tiiiarlcsstrafie! (22L >
für »rod und Nachzufra
xen Nr. t»22, SüS-isi!arlcsstrafic. <222 3»
Merlangt; N?. I>o3S,"!ö«Uin»-S»rad«l
(222 3,
jüe''?"cn^ IN 2
Nr. S».,
«Nasse. Arbeiter haben >'k
Strafte. «LW 3>
!
Halle/ Nr. 7 und Züd Frcdcrilkstr. (220 >
Verlangt im Allgemeinen.
Kotten gesnHt:
Lkeiien-Gcsuche.
Geld ausyileihen.
fonlich vor lii ?ir. 1023. Part-<l»e. V2»?ril2l.>^>
Nnzeigen.-Zn defmiethen.
Anzeigen, verkaufen.
V,, - Konditor- 'ünd^äigärrcii^
i-erklluicit. Laden in Nr >Ol4.
Truid-Hill-Älvenuc. <223 i>)
'l!« ' iwei weitere der neuen
" Baumeister in
Zu verkaufen: M kW
sei.
s l!)S. Sco<«-Ttraftc
Zu verkaufen:
kleine Häuser, grundzinssrei oder mir nied
rigem Grundzinse.
etrah». »wischen 51a..>.»51c.- und
ri'
hereS bei
THoma» McKiiinneft, Agenten,
AuttionS'Anzeigen.
41««» Verwalter»-B erkauf
f 1,l S « » gentlmm»
mit nur K 7 Penis wrundzii'.o pro
Krast eines DekrerS des SreiSgerichtS Nr. 2 der
im
bcuulit uns befindet sich in stiitem Zuftanve;
einem jährli chen virnndzin» von nur tSV un
terw-rfcn.
?ch- uud »Wölf Zonalen mtt Zinsen oder WeS daar,
»ach belieben des Käufers. Steuern u. s. w. werden
ZUU! Berlaufstaqe bezahlt.
»ISO musseu am Tage des Berkaufs hinterlegt wer
«t° Vl,ad. «. Rh-dc»,
Lol,»!« Larteö,
Nr. 224, St.. Paulstraße!
. Wm. eeemüUer vomp.,
<22Z.5,7,32.3,8,i»,4<j) Auktionatoren.
D wgcstcllt. I
W Eeschlech!«eankheiteil W S-rirrung-n
S-rirrung-n »»rm-I!«d,/uc'si«'^o
W kcm Suche'! T/r R ?7't u n
Gelegt. sollten uicht v<riäumni, daD
W >>wch jii lcicn. ,»« « s.ch Sir.
Ilun-l »-Nn>r-n I-if<„ «ufta».
Der7!«eN»^a»»«n??r^^?u^^B?^?
»id., d-l H. s. «icmer», Nr. Vl4, Osl-Lalllmore!
S»aee, ju daien.
Der Deutsche Korrespondent.
Mittwoch, !7. ScPttmver
(Hipfel und Abgrunds
Zeitroman
Gregor Tamarow»
(ssorisevun-,.)
„Und auch Ihr verzeiht mir, Alisi,"
sagte er, sich an Diesen wendend,
auch Ihr verzeiht mir, daß ich Euch und
Euern Äater verderben wollte—verzeiht
mir um der Maria Borischa willen, die
Euer sein soll, wenn Ihr noch Eure
Hand ihr reichen wollt, nachdem —nach-
dem —"
„Sie ihrem Könige ein
gutes Werk zu thun," siel der König
ein. „Der Breitlingcr da weiß es, daß
ich es war, dem Eure Tochter den Weg
zeigte, um ein verirrtes Kind bei der
alten Greiterill in den Bergen unterzu
, bringen."
„Ihr, Herr König," rief der Nlidcn
bauer, „Ihr seid Das gewesen? Auch die
ser Kummer ist von mir genommen? O,
wie wird Alles so licht und hell um mich
—wie schwarz liegt es hinter mir, was
ich gethan habe in meinem Haß!"
„Za," sagte der König streng, „Euer
Haß gegen den alten Breitlingcr und
sein Haus war schlecht und unedel, und
ich habe Euch rusen lassen, um Euch das
zu sagen und Euer Gewissen zu wecken,
da ich Eurer Tochter versprochen habe,
ihr beizustehen, als sie mir half, an ei
nem armen Kinde christliche !Liebe zu
üben. Doch, da Ihr selbst einseht, wie
unrecht Ihr gehabt, so ist ja nun Alles
gut, und der alte Breitlingcr wird Euch
vergebeu um seines Sohnes willen."
„Das wird er, Majestät, das wird er!"
rief der Alisi; „mein Vater ist ja so
glücklich, und, o mein Gott, Majeftäl,
jetzt welß ich auch, woher all' das Glück
kommt, das ringsum ausspricht wie die
Frühlingsblumen im Sonnenschein
daß der Hos meiner Vorfahren wieder
unser ist daß ich meine Maria Bori
scha wieder gesunden, daß sie mein sein
soll tsür das ganze Leben —Das alles
danke ich —"
„Das alles dankt Ihr Gott," sagte
der König ernst, „von dem alles Gute
kommt und der die Menschen dahin
führt, wo er sie brauchen will zn Werk
zeugen seines heiligen Willens! Geht
also hin und dankt ihm mit der That,
indem Ihr gegen Andere übt, was Euch
geschehen ist."
Der alte Buchlcchner hatte mit ge
senktem Haupt in tiefem Sinnen dage
standen.
„Nein, Herr König, nein," rief er, ..so
kann ich nicht von Eurer Majestät fort
gehen! Ihr habt wohl Recht gehabt, daß
ich schlecht und unedel gehandelt und Euer
Wort hat mich lies in's Herz geschnitten
—aber so ganz schlecht, wie Ihr glaubt,
bin ich doch nicht! Ihr müßt mich anhö
ren, Herr König; man soll wohl nichi
hassen, aber ich glaube doch wohl einen
Grund zu haben zu meinem Haß, und
der Alisi da wird mir leichter verzeihen
können, und auch Ihr, Herr König,
werdet so schlecht nicht mehr von mir
denken, wenn Ihr mich angehört habt."
„So sprecht,"sagte der König, „was
war es was hattet Ihr gegen den
Breitlingcr?"
Der Buchlcchner athmete ties aus, als
ob er des Muthes bedürfe, um auszu
sprechen, was sich nur schwer aus seiner
Ärnst loszureißen vermochte.
„Ich muß bei meiner Mutter ansan
gen, „Majestät," begann er, „sie war eine
junge Dirne, arm und püh verwaist,
und stand im Dienst auf dem Illmeuhof
bei dem Großvater des Alisi hier, und
sie war jung und schön damals, nnd die
Buben alle gingen ihr nach, und des
Alisi Großvater, der ebensalls noch jung
war, mochte wohl auch eine Auge aus sie
geworfen haben und mochte gar daran
gedacht haben, sie zur Bäuerin zu erhe
ben; sie aber hatte einen jnngen Jäger
lieb aus den Bergen, und sie kam heim
lich zusammen mit ihm, wie es so geht,
und als die Sache dann einmal bekannt
wurde, da stieß sie der Breitlingcr, der
damals auf dcm Hof regierte, erbar
mungslos hinaus nnd gab sie dem
Spott nnd dem Hohn des ganzen Dor
fes preis.
„Als sie wegziehen mußte, allein und
schwach und krank in die ferne Welt,
fand sie im Wald eine Zigeuncrtruppe,
dort nahm man sie auf, die der Breit
lingcr verstoßen hattc und die Bauern
verhöhnt hatten in Benerwald. Dorl
kam ich zur Welt. Einer der Zigeuner
saud Gesallen an meiner Mutter, sie
heirathete ihn nach der Sitte des fah
renden Volks — ich wuchs mit ihnen auf
und glanbte zn ihnen zn gehören nnd
hielt den Zigeuner für meinen Vater.
Ich lernte alles, was ich lernen konnte
von den Zigeunern, nnd verdiente mir
manches Siück Geld, denn ich erkannte
schon als Kind, daß das Geld Macht
hat über die Menschen.
„Ich war sechzehn Jahre alt, da wur
de meine Mutt'r lraul, und an
Tage, kurze Zeit vor ihrem Tode, da I
nahm sie mich beiseite und erzählte mir
Alles, nannte mir den Breitlinger und
sein Tors und vermachte mir ihre Rache
an dem, der sie ohne Erbarmen hinaus
gestoßen hattc in Elend und Verzweif
lung, und an seinem ganzen Stamm,
nur meinen Vater nannte sie mir nicht,"
sagte er finster; „auch er hatte sie ver
lassen, aber sie wollte nicht, daß ich ihn
verwünschen sollte.
„Als sie starb, ging eS mir schlecht bei
der Truppe; der Zohn des Häuptlings,
der schwarze Boris, haßte mich, weil ich
ihn zuweilen übertreffen hatte an List
und Geschicklichkeit, und er haßte mich
noch mehr, als er sah, daß seine Schwe
ster Borischa mir von Kindheit an zuge
neigt war und daß ich sie liebte mit aller
Kraft meines Herzens. Ich hattc kei
nen Schutz gegen die Verfolgung des
Boris, dem die Anderen alle anhin
gen, und da floh ich, nachdem mir die
Borischa Treue gelobt und ich ihr ver
sprochen, sie wicder zu holen, wenn cs
mir gelungen sein würde, ihr eine Hei
math zu schaffen; denn ich verstand es,
die geheimen Zeichen zu erkennen, durch
welche die Zigenner ihren Weg bezeich
nen, und war sicher, die Truppe immer
wieder aufzufinden. Ich verdang mich
als Knecht—überall wurde ich gern gese
hen ich war fleißig und eisrig, nnd
meine Ersparnisse mehrten sich. Ta
kam ich zn einem alten Bauer, der allein
ans seinem Hos lebte, und er fand im
mer mehr Gefallen, an mir, bis er mich
endlich an KindeSstatt annahm und mir
seinen ganzen Besitz vermachte.
„Als er starb, da hatte ich nun einen
Namen und war wohlhabend ich ver
kaufte den Hos und bekam ein schönes
Stück Geld dafür, uud nun leistete ich
mir selbst einen Schwnr, daß fortan
mein ganzes Leben meiner Rache und
meiner Liebe gehören solle. Ich zog Er
kundigungen ein, ein Hof war in Bener
wald zu erstehen, ich kaufte ihn und zog
dahin. Ich arbeitete ernst und streng,
mein Reichthum vermehrte sich-i-ich zog
an mich, was ich konnte von dem Be
sitztum der Anderen; die besten Wiesen
und Aecker brachte ich an mich bald
waren die Meisten von mir abhängig in
dem Dorf, aus dcm einst meine Miitter
in Jammer nnd Schande hinausgezo
gen. Da machte ich mich ans, die Bo
rischa zn suchen. Verkleidet forschte ich
nach, ich fand die Truppe, und meine
Borischa floh mit — ich brachte sie
nach meiner früheren Heimath der
Pfarrer dort taufte sie, denn sie war
aufgewachsen in einem unbekannten
Glauben, der die Sterne anbetet und
die Kräfte der Natur, und als ich Alles
in Lrdniing gebracht und die Geliebte
mein Weib war, da zog ich mit ihr nach
Benerwald, und nun begann ich," fuhr
er mit dumpfem Ton fort, „das Werk
der Rache gegen den Sohn dessen, der
meine Mutter ohne Mitleid uud Er-
barmen von seinem Hof gejagt hatte.
Mein Werk der Rache gelang. Der
Breitlingcr kam in meine Hände, und
mein Haß wurde noch größer, als ich sah,
daß meine Tochter ihr Herz dem Alisi
zugewendet. Ich glaubte, eine heilige
Pflicht zu erfüllen gegen meine Mutter,
und schon war Alles gelungen, schon war
der Tag da, an dem ich den Breitlinaer
für immer verjagen sollte von dem Ul
menhof, cmf dein sie kein Erbarmen ge
habt hatten sür meine Mutter, da —"
„Ta sandte Gott seinen Engel," rief
Maria Borischa, „um das Werk der
Rache zu zerstören und seine ewige Liebe
und Gnade herrlich und groß werden zu
lassen über dem irdischen Haß und dem
irdischen Elend!"
Der König reichte ihr die Hand.
„Eure Tochter hat Recht, Buchlech
ner," sagte er sanft und herzlich. „Wer
Gntes thun kann auf Erden, der ist ein
Bote Gottes, und was die irdische Klug
heit Zufall nennt, Das ist der himmli
schen Vorsehung heilige Fügung. Eure
Mntter ist bei Gott, Luchlechner, und
wenn sie herabsehen kann in dieser
Stunde auf Euch, so wird sie Euch seg
nen, daß Liebe und Glück ausgegangen
aus der finstern Saat des Hasses und
der Rache."
„Und ist sie nicht gerächt?" rief der
Alisi. „Zieht nicht ihr Engelkind als
Herrin ein in den Ulinenhof, aus dem
sie einst verstoßen wurde, und dankt es
mein Vater nicht der Maria Borischa,
daß die alte Heimath wieder unser ist?"
<Fortse?ung folgt.)
Vermischtes aus den Ver. Staaten.
In Philadelphia wachsen nach der
Untersuchung in Sachen des abgesetzten
Clerks des Gesundheils - Bureaus, L. T.
Aoung, dessen llitterschleise. Der Betrag
soll stch bereits auf viele Tausende belaufen.
Er soll das Geld mit einer Opernjängerin
durchgebracht haben.
Die diesjährige Landwirthschaftliche Aus
stellung in Egg- H a rb or, N. - 1., sin
det vom SV. bis 22. September statt.
Der k l e i n st e M i l l i o n ä r der W e l t
ist Jakob in New-Aork, welcher
ungefähr 4 Fuß mißt. Er kam als Knabe
herüber und ging vor 2V Jahren ohne einen
Dollar nach Michigan. Man schätzt sein
Vermögen jetzt aus ?.'>,(>00,(160.
lim die Lachmusleln der Bewoh
ner der Per. Staaten zu reizen, haben die
Republikaner von Indiana in ihrer Platt
form auch der „ehrlichen Wahl" das Wort
geredet. Lb der betreffende Paragraph
wohl von Col. Dudley herrührt?
Gegen 21 im Jahre 1880, haben wir jetzt
LlStädtemil 100,VOOoder mehr
Einwohnern. Wir bezweifeln, ob ir
gendwo in der Welt die Tendenz zur Cen
lralisirung der Bevölkerung in Städten in
dem Maaße zn Tage tritt, wie in den Ver.
Staaten. Die Kinder der Farmer wollen
einsach nicht mehr sich der Landwirthschaft
widmen. Wäre es nicht um die Einwande
rung, wo wäre die Landivirthschast in den
Per. Staaten längst geblieben? Aber, die
Kinder der Eingewanderten machen eS nicht
viel besser, und die Eingeborenen, welchen
sich die eingewanderte Bevölkerung nicht
schnell genug amerikanisiren kann, sollten
sich daran ein Exempel nehmen.
In Cincinnati ertränkte sich im Ka
näle der 51 Jahre alte Schneider Wilhelm
Stünkel. In letzterer Zeit soll er seinen
Nachbarn und auch feiner Frau gegenüber
geäußert haben, daß er des Lebens über
drüssig sei, da er zu wenig bei'm Schneider
handwert verdiene. Seine Frau suchte ihn
zu trösten, ohne seineu Lebensmut!) indessen
anzufachen.
InCincinnati erhängte sich der 14
Jahre alte Johann Rittermann. Das flei
ßige Lesen von Schundliteratur hatte den
Johann zuletzt gelesen halte, ('->l»i«int>n. tl,v
covpel" , lag zerrissen auf einem Stuhle im
Schlafzimmer, wo er sich mit Hülfe eines
TafchentticheS am Kleiderhaken im Wand
schränke erhängt hatte.
In N e w - S> o r k ist Herrmann Funke,
Chef der Eifenwaaren - Firma H. Bäker Q
Co., am 27. April 1825 in Creseld geboren,
feit 1844 in New S)ork, nach längerer Krank
heit gestorben.
Nachdem RobertTurpin u. Glen
Dustin, zwei prominente junge Bürger
Newbern's, Ala., Tages zuvor einen
lebhaften Wortwechsel mit einander gehabt
hatten, trafen sie sich verabredetermaßen auf
einem öffentlichen Platze des genannten
Ories, um die Sache mittelst ihrer Revol
ver zum Ausgleich zu bringen. Es dauerte
nicht lange, so sank Duslin, nachdem er
von vier Kugeln durchbohrt war, tödllich
verwundet zu Boden, und die letzte Kugel,
die er abfeuerte, drang Turpiu in s Gehirn
und tödtete ihn auf der Stelle.
I In der Nähe von Cl a ndo n, Tex.,
wurde ein Angestellter des Cirkus von Wal
laee Q Co. auf dem Eijcnbahnzuge von
einem Löwen, in dessen Käfig er sich be
geben hatte, angefallen und stark zerfleischt;
doch hofft man. daß er mit dem Leben da
von kommen wird.
Betreffs der Agathe Schönberg e^r,
sterile des Kellers des .. St- 'Agnes-Hospi
tals " in Philadelphia, in welchem die Ge
nannte angestellt war, gefunden hatte, wird
des Weiteren mitgetheiu, daß dieselbe am
Ziervenfieber gelitten und eine momentane
Abwesenheit ihrer Wärterin benutzt halte,
um ihr Zimmer zu verlassen und sich in dem
Keller in der Cisterne zu verstecken, in wel
cher sie dann ertrunken sein muß, wie auch das
Berdikt der CoronerS-Inry angiebt.
In Paterson, R.-1., fteckle am letz
ten Sonntag John 3tohloff, ein be
reits bezahrter Manu, welcher in der letzten
Zeit E puren von Irrsinn gezeigt Halle,
seine Wohnung in Brand und schnitt sich
dann die Kehle ab. Als Borübergehende
daS Feuer entdeckten und in das Haus ein
drangen, fanden sie Rohloff in bewußtlosem
Zusiändc; er starb nach Verlaus einiger
i-illiideii. Das Feuer wurde bald gelöscht.
Salt Lake Citli, U.-T., vernr
theilte Richter And'erson dieser Tage mehrere
Personen, die der Polygamie überfuhrt
waren und sich geweigert hatten, das Ver
brechen zu geben, künslig den Gesetzen zu
gehorchen. Bei der Urtheilsverkündigung
wies der Richter darauf hin, daß. obgleich
die Mormonen behaupteisn. Polygamie
werde in Utah nicht mehr getrieben, doch in
jedem Gerichrsrermin eine Anzahl Personen
ve.urtheilt würden, die offen erklärten, daß
sie sich dem Verbote der Polygamie nicht
fügen wurden.
seiner Wohnung in Brooklyn, N.-
?)., wurde am Sonntag Morgen der be
laiinie Oelsabrikanl und Sportsmann R u
fus I. Bush an den Folgen einer Ver
giftung durch Ciseuhttt Tinktur schwer lei
dend ausgciunden und starb bald darauf, da
die von dem Arzte eingegebenen Gegenmit
tel sich als unwirksam erwiesen. Ob Hr.
Bush das Gist in selbstmörderischer Absicht
genommen, oder ob er das Opfer eines un
glücklichen Versehens geworden, wird wohl
sür immer unaufgeklärt bleiben. Er hinter
läßt eine Gaitin und zwei Rinder.
Dr,AuzuslKstllig's
Hambllracr Tropfen
heilen alle
Blutkrankkeiten. «5»
Lancaster, Pa. Evanstos, Jll«.
Herr Andrew Kröv Schon feit Zabre»
en d»r Chnslian-Slr. gebrauche ich Dr. An«
wohiidafi, spricht sich gust Koniz'ö Hambilr
sebr lobend über Tr. Ger Tropfen und dabcit>
August König'S Ham- sich dieselben stelS als
turger Tropfen aus. ein ausgezeichnetes
Er meint, es gebe Mittel gegen alle Uli
nichts besseres gegen reinhcil«! des BluteS
Unreinbeit des Blutes kraneien. Ich kann
u. Magenbeschwerden, dieselben nicht genug
Die Tröpfen «nd durch empfehlen. Joachim
ibn schon vielen em- Witt,
pfcblcn und haben die- Fünfzig Cent? die
selben stets gute Wir- Flasche; in allen Axo
kuiigen hervorgebracht, ldeken zu haben.
rnc c«»«i.55 ». voecl.cn co.. e,nimoe,.»«.
Da» große SchmlirzeiihcUiuittel gegnl
Nhenmatismus,
Aah«ich»"r,cn. « I lr» errei Krn, Fr,s»»»le»,
Sicht. Herenslduk, »rc-zweh und
Rückenschmerzen,
D«st»llchiin,r». kteifri, Pill, Sch-ilt»»«»«^
Quctfchuazen »»» Brühn»»-».
Neuralgie,
K«»s»eh. Stillt»»»»-», Sele»rsch«en«».
«nd Viehzüchter
me ». vasrcc» co.. k»n>m,r,. »»>
In Folge anhaltenden Regens ist in
Georgia in !>er Baumwolle der
Rost noch stärker aufgetreten, als zuvor,
was zur Folge haben wird, daß das Erndre
ergebniß um mindestens 10 Prozent geringer
ausfallen wird, als man am t. September
annahm. Dasselbe wird 70 Prozent einer
Turchschniltsernte nicht übersteigen.
ZuOshkosh , Wisc., starb vor Kurzem
Hr. Marshall Harris, ein wohlha
bender Bürger und ehemaliger Präsident
des dortigen Thierschutz-Vereins. In seinem
Testament fand sich u. A. die Bestimmung,
daß ein schon altes, aber noch kräftiges
Pferd, dem er bei seinen Lebzeiten die
größte Fürsorge zugewendet hatte, sogleich
nach seinem Tode erschossen werden solle.
Er fürchtete offenbar, daß es dem Pferde,
wenn er nicht mehr für dasselbe sorgte, an
der nölhigen Pflege fehlen würde. Der
jetzlge Präsident des Thierschutz-Vereins
von Oshkosh, Hr. Wilke, wird jedoch ver
suchen, diese letztwillige Verfügung Hrn.
Harris' gerichtlich sür ungültig erklären zu
lassen.
Der Betreffs des Ablebens Frl. Lizzie
Ockers aus Brooklyn, N- 1.. welche,
wie schon berichtet, auf einerß uderf a h rt
in Folge des Umschlagens des Bootes er
trank, abgehaltene Inquest, endigte mit dem
Verdikt, daß der 30-jährige Geschäftsreisende
James Priest, welcher sich nebst mehreren
anderen Personen in demselben Boote mit
Frl. Ockers befand, für den Tod der Letzte
ren verantwortlich zu halten sei. Priest war
in Folge seines plötzlichen Ausslchens in dem
Boote in's Wasser gefallen und hatte dadurch
das Boot zum Umschlagen gebracht, daß er
sich an den Rand desselben klammerte, wäh
rend die übrigen Insassen des Bootes geret
tet wurden, fand Frl. Ockers ihren Tod in
dem Wasser.
Während der erst seit einem Jahre mit der
Tochter eines angesehenen Bürgers New
bern's, N.-C., verheirathete und daselbst
ansässige Frank King, der Sohn Dr. I. D.
King s in Dover, N.-J., dorthin auf
Besuch gekommen war, seine Frau in Rew
beru zurücklassend, erkrankle er Plötzlich am
Nervensieber. Gleich darauf erhielt seine
Mutter eine an ihren Sohn adressirte De
pesche aus Newbern, in welcher mitgetheilt
wurde, daß seine Frau schwer erkrankt sei,
uud die Aerzte alle Hoffnung auf ihre Ge
nesung ausgegeben hätten. Während die
Mutter ihrem Sohne diese Nachricht vor
enthielt, sandte sie eine telegraphische Mit
theilung von der Erkrankung desselben nach
Newbern. In der folgenden Nacht erhob
sich der Kraule aus dem Bette und fprang
durch das Fenster auf die Straße, wobei er
ausrief, er müsse seine Frau sehen. Er
konnte nur niir Mühe in das Haus zurück
gebracht werden. Am letzten Freitag starb
die junge Frau iu Newbern und wurde am
Sonnlag beerdigt, während ihr Gatte am
Samstag zu Dover starb und am Montag
zur letzten Ruhe bestattet wurde.
Bei New -S) ork wurde dieser Tage die
Leiche des 71-jährigen Jakob Keil, wel
cher als Aufseher bei einer Sleinbohrmaschnie
in den Diensten des Contraltors Jordan L.
Mott stand und in behaglichen Verhältnissen
East-River gezogen. Jakob Keil wurde seit
dem 8. September vermißt. Allem An
schein nach hat er Selbstmord begangen,
aber aus welchem Grunde, ist unbekannt.
Der Bösewicht Robert Rädel in N e w-
D or k, der wegen criminellen Vergehens
an jungen Mädchen verhaftet wurde und im
Gefängnisse Selbstmord beging, soll, wie
sich jetzt herausstellt, 23 kleine Mädchen ver
führt haben.
In Buffalo, N.-Z., hat die „Kinder
schuh - Gesellschaft" sich eines 14-jährigen
Knaben angenommen, den ein Kanalboot
fahrer, Namens Heins, in Jersey-City auf
sein Fahrzeug gelockt, entführt und unter
groben Mißhandlungen zu schwerer Arbeit
angehalten hatte. Heins ist zur Verant
wortung gezogen worden.
JnNew-Hork versuchte sich der Mö
belzcichner Joh. Conrad Meyer mit Mor
phium zu vergiften, wurde aber gerettet.
Er gab vor, an Malaria zu leiden und seit
dem Tode seiner Frau schwermüthig gewor
den zu sein.
Der vor einigen Tagen mit Tode abge
gangene deutsche Dichter Emil
Dietzsch wurde am Sonntag mit großen
Ehreu in Chicago beerdigt. Alle Ge
sangvereine Chicago's beteiligten sich an
der Trauerseier, und Karl Harting, Gen.
Lieb und Emil Höchster hielten ergreifende
Gedächtnißreden. Sinnig eröffnete der Letz
tere seine eindrucksvolle Rede mit dem Dich
terworl des Verstorbenen: „Ich bin in Freu
den und in Noth von Herzen deutsch geblie
ben und werd' Dich, Deutschland, bis zum
Tod als treuer Sohn auch lieben." Hr.
Höchster schilderte seinen verstorbenen Freund
als einen deutschen Freiheitskämpfer d'rü
ben, als einen der ersten hier im Kampfe ge
gen Fanatismus und Prohibition. Mit
zündenden Worten beschrieb er die tiefe in
nere Freude, den Jubel, welchen der Ver
storbene nach der Gestaltung eines einigen
Deutschland'S gezeigt und in Wort und
Schrift bekundet hat. und wie er trotzdem
auch seiner neuen Heimath ein guter und
treuer Bürger gewesen und Das in einem
seiner letzten Gedichte, „das deutsch-ameri
kanische Sternenbanner" betitelt, auch be
wiesen habe. Mit den Worten: „Seine
Hülle übergeben wir dem Grabe, sein Geist
wird ewig unter uns leben" schloß der Red
ner seine von wahrer Empfindung beseelte
Ansprache. Mit den feierlich ernsten Klän
gen des Liedes „über allen Wipfeln ist Ruh'"
land die Feier ihr Ende. Wenige Minuten
darauf wölbte sich der Grabhügel, dicht be
deckt von zahlreichen prächtigen Blumen
stücken, über der sterblichen Hülle von Emil
Dielsch.
Die drei New-HorkerHebammen
Frida Karsch, Bertha Schröder und Elisa
beth Werner, welche beschuldigt sind, dem
wegen „Engelmacherei" angeklagten ClauS'-
schen Ehepaar in Maspe th, L.-J., eine
Änzadl „BabieS" zur „Verpflegung" gebracht
zu haben, sind für ihr Erscheinen vor Gericht
üuter je HIOOO Bürgschaft gestellt worden.
Das Suche» nach Kinderleichen iu der Um
gebung des ClauS'schen Hauses zu Maspelh
wird noch fortgesetzt.
An seinem Hochzeitstage, als die
Heilerkeil der Hochzeüsgäste ihren Höhepunll
erreicht hatte, wurde der Gärmer I. Roth
aug in Brooklyn, R. - D., von einem
Schlaqanfalt betroffen und war nach weni
gen Minuten eine Leiche.
Als der CoustablerTeed von Li
ving stone, N.-N-, amSonntag an einem
zwischen dem genanmen Orte und Rosedale
gelegenen Farmhause vorüber fuhr, ver
nahm er aus dem Keller desselben klägli
ches Wimmern. Ta er Niemanden im
Hauie vorfand, sprengte er die Kellerlhür
auf und entdeckte im Keller die Gestalt einer
fast zum Skelett abgemagerten Frau. Die
selbe war vor längerer Zeit in betrunkenem
Zustande in den Keller gefallen und hatte
sich dabei so schwer verletzt, daß sie ohne
Hülfe nicht wieder aus demselbey heraus
kommen konnte. Ihr Mann und ihre er
wachsenen Stiefkinder hatten sich um die
Unglückliche nicht weiter bekümmert, viel
mehr sogar die Kellerthür verschlossen, die
Frau ihrem Schicksale überlassend. Tieselbe
hatte sich, als der Constabler sie auffand,
schon seil längerer Zeit von nichts Anderem,
als Aepseln und rohen Kartoffeln, genährt,
die sich in dem Keller vorfanden. Ter Con
stabler schaffte mit Hülfe von Nachbarn die
Unglückliche aus dem Keller heraus und ro
quirirte ärztliche Hütte. Von dem brutalen
Gatten und den Stiefkindern der Frau
konnte bis >e!?t keine Spur entdeckt werden.
Geheimpolizisten sind mit der Untersuchung
der Sache beauftragt morden.
In Cincinnati wurde dieser Tage
von dem als Raufbold berüchtigten Lohii
kulscher Joseph Cavanaugh auf das
Dienstmädchen Carrie Winner, von
der er 5i5 geliehen und die er in eine Kneipe
gelockt hatte, ein Mordangriff gemacht, der
den Tod der Unglücklichen aller Wahrschein
lichkeit nach zur Folge haben wird. Tas
Verbrechen wurde von dem Besitzer der er
wähnten Wirthschaft, der das Mädchen mit
durchschnittenem Halse in einem Hiitterzim
mer liegen fand, entdeckt. Ter feige Mord
geselle wurde kurz nach der VerÜbung des
Verbrechens von der Polizei festgenommen,
und hätte ihn diese nicht gegen die aufgeregte
Menge geschützt, so würde er ohne Zweifel
einen Laternenpfahl geziert haben.
Zu Media, Pa.. bekannte sich vorge
stern der 20-jährige C. A. Paßmore, welcher
einer sehr angesehenen Familie angehört, des
Einbruchs in verschiedene Häuser schuldig
und wurde zu einem Jahr Znchthans verur
theilt. Die gestohlenen Gegenstände hatte
Patzmore, der ein sehr ausschweifendes Le
ben führte, verkauft und dann das Geld ver
jubelt.
a Alan? t»vrsoilK «re drokeu
lron Litters kediüiäü Urs
KS"T aSGesundheits-Geheim
li iß. Das Geheimniß der Gesundheit be
steht darin, das System kräftig und energisch
zu erhalten. Durch den Gebrauch von
Dr. Chalmers' Heiltinktur läßt sich das
ganze System reguUren; sie befreit es von
allen Uneinigkeiten und macht es geiund
und krankheitsfrei. Sie ist die beste Arznei
gegen TySpepsie und alle Leiden eines in
Unordnung gerathenen Magens. Gegen
Nervosität bat sie nicht ihres Gleichen; sie
hebt Nervenschwäche, nervösen Kopfschmerz,
Schmermulh, Neuralgie und alle anderen
Nervenleiden. Schwache und durch irgend
welche Ur'ache entkräftete Personen finden in
ihr ein vorzügliches Tonicum. Man gehe
sicher, daß man diesen Artikel bekommt, und
nehme ke,neu anderen. Preiset die Flasche.
Bei Seth S. Hance K Comp., Nr.
SlO, Lst-Bsliimoresiraße. (20)
Der Brand des „Tivoli-Theaters"
in Bremen.
Bremen , 3. Seplember.— „Das Tivoli
brennt!" »Das Theater brennt!"
Dieser Schreckensruf ertönte gestern gegen
II Uhr Abends durch die Straßen der
Stadt. Alles strömte der bezeichneten Rich
tung zu; man eilte um so mehr, als eine un
geheure Flammenmasse zum Himmel em
por schlug und man einen großen Stadt
brand befürchtete. Immer neue Säulen
von Rauch und Funken stiegen empor und
gewährten einen schaurigen Anblick. Lühr's
„Tivoli - Theater," in welchem seit dem
Zahre 1845 fast ununlerbrochen die Ope
rette und die Posse lullivirt wurden, stand in
feiner ganzen Ausdehnung in hellen Flam
men und war nicht mehr zu retten; um dem
Theater wurde das Easian'sche „Panopti
kum," das während der Dauer der Ausfiel
lung im oberen Saale des FronlgebändeS
unlergebrachl war, vollständig vernichtet —
bis auf vier Wachsfiguren, die man mit
Mühe und Noth dem Elemente entriß.
Bor dem Etablineiuenl stand die Menge
Kopf an Kopf. Hin und wieder wurden laute
Angstrufe unter dem Publikum vernehmbar,
die auf eine Verwechselung der Castan scheu
Wachsfiguren mil lebenden Personen zurück
zu führen waren. Ter ganze Saal war
von Flammen uno Nauch erfüllt, und wenn
es zeitweilig Heller wurde, so konnte ein nicht
Jnformirler wohl deu Eindruck gewinnen,
als wenn die bunt kostümirlen Theilnehmer
eines Maskenballes keinen Ausweg hätten
finden können uud nun iin Feuermeer elend
zu Grunde gehen müßlen. Im Parterre
des Vordergcbäudes spielten sich sehr ausre
gende Szenen ab. Tie zum Personal ge
hörenden Damen lamnierlen, nur aus das
Nothwendigste bekleidet, um den Verlust
ihrer Habe, das Feuer hatte so schnell um
sich gegriffen, daß die armen Frauen nicht
mehr Zeit zum Ankleiden fanden und, nur
mit einem Schlafrock bekleidet, die Flucht
vor den nachzüngelnden Flammen ergreifen
mußten. Daß in der Eile nicht mit beson
derer Ueberlegung gehandelt wurde, ist be
greiflich. So sahen wir eine Frau einen
leeren Vogelbauer, eine andere ihres In
halts beraubte Flaschen in Sicherheit brin
gen, während zwei Männer sich damit ab
quälten, ein riesiges Sopha von sehr zwei
felhafter Güte durch eine enge Thür zu
zwängen, wodurch sie natürlich andere Leute
au den Rettilngsarbeiten behinderlen.
Man fuchte alles Bewegliche nach der
rechlen Seilenhalle hinüber zu schaffen, in
der noch bis zum Ausbruch des Feuers eine
Wiener Damenlapelle conzertirte. Es ist
ein Glück, daß das Feuer erst eine halbe
Stunde nach Beendigung der Vorstellung,
etwas vor 11 Uhr, ausbrach, sonst wäre bei
den mangelhaften Ausgängen ein unabseh
bares Unglück passirt. In dem Holzdach
der eigentlichen Theaterhalle fanden die
Flammen eine so reiche Nahrung, daß das
Theater in weniger, als einer Stunde bis
ans die Umfassungsmauern niedergebrannt
war. Gegen 1 Uhr war das Castan'sche
Panoplikum bereits total vernicht«, uns das
ganze Frontgebäude stand in Flammen.
Letzteren blieben stehen; doch haben auch d eie
schweren Schaden gelitten. Vernichtet wn
den auch verschiedene neue Dekorationen m'p
Zimmerausstatlunaen, welche Eigenthum
des Tireklors Alexander Senger vom
Stadttheater waren. Letzterer hat Überhang
einen groszen Schaden dadurch erlitten, daß
er nun während der Winlersaison in Tivoli
nicht spielen lassen kann, wodurch er seineu
in diesem Sommer d-urch die der
Ausstellung erlittenen Schaden zum Theil
wicder hätte einbringen können. Auch ver
schiedene Mitglieder des Thealerpersonals
haben den Verlust ihrer Garderobe zu bekla
gen, während Hrn. LührS etwa 60Kisten mit
Theater-Kostümen zerstört worden sind.
Versichert waren die eingeäscherien Gebäude
bei-drei Gesellschaften: „North-British-"
und „Mercanlile-Ins.-Comp.," „Commcr
cial Union Assurance-Comp." und „Globe-
Insurance-Comp."
Da es in der Nacht vollständig windstill
war, gelang es den Anstrengungen der Feu
erwehr, die Nebenhäuser vor Schaden zu
bewahren. Leider ist bei den Löscharbeiten
der Feuerwehrmann Möwes, welcher Frau
und Kinder hat, verunglück!. Derselbe
gerieth unter eine einstürzende Mauer und
erlitt einen Bruch des Rückgrats; an seinem
Auskommen wird gezweifelt. Die Ent
stehungsursache des Feuers wird nur schwer
aufgeklärt werden. Ausgebrochenist dasselbe
zuerst auf der Bühne. Während der Abend-
VorsteUnilg wurden lebende Bilder bei ben
werkskörpern weilergcglimntt und schließlich
der Brand verursacht haben.
Vermischtes aus der alten Welt.
Ein illuminirter Börsenbe
richt. Ein Berliner Bankgeschäft versendet
an seine Kunden einen Bericht über die letz
ten wöchentlichen Vorgänge auf dcm Geld
markte, die darin in folgender Weise geschil
derl werden: „Die Woche schließ! mil einem
Brillant-Feuerwerk, ansgesührt von den be
rühmtesten Pyrotechniken! der Börse. Der
Bankenmarkt wurde durch das Gerücht illn
minirt, daß Banque Ottomane hier einge
führt werden soll. Aus dem Bergwerks
markl schössen Bochumer wie Rakelen em
por. Auch die anderen Kohlen- und Eisen
papiere crstrahllen in bengalischem Lichte.
Bahnen standen unter der Beleuchtting
zweier Sonnen: Buschlehrader und Elbe
thal. Reuten und Russische Noten leuchte
ten in ruhigem hellen Lichte. Dynamit
Trust explodirlen bis 153.50." Vermuthlich
war der Dichter dieses Börsenberichts selbst
iUuminirt, als er denselben abfaßte.
20,000 Rebhühne r.—Wie groß der
Erporl von Wild von Teuiichl. nach Frank
reich ist, zeigt folgende Notiz, die wir einem
Wiener Blatte entnehmen: Am 1. Sepiem
ber wird in Frankreich di« Jagd eröffnet,
und von diesem Tage an dürfen vom Aus
lande sämmiliche Wildgattiingen eingeführt
Freilag von den Wiener Bahnhöfen 20,000
Stück Rebhühner aufgegeben, nnd die Preise
dürsten in Folge der großen Zufuhr in Paris
sehr gedrückt werden. Da die Geschäfte in
diesem Artikel in Wien sehr schlecht gehen,
sind die Wildprethändler gezwungen, ihre
Vorräthe in's Ausland zu senden.
Aus S ch l e s w i g - H o l st e i n, SN.
August.—Bon der Sektion für Küsten- nnd
Hochseefischerei ist eine Expedition ausgerü
stet worden, welche die Angabe hat, i»e H ä
rin g s schwär m e in der Nordsee
aufzusuchen und ihre Aufenthaltsorte festzu
stellen. Die Expedition, welche unler Lei
tung des Dr. Heinicke aus Oldenburg steh:,
ist dieser Tage mit dcm Fischereidampfer
ihre Thätigkeil bis zum aus
dehnen. Außer dem Leiter nehmen Tr. Eh
renbohm. Dr. Rombler und der königliche
Fischmeister Hinkelmann in Kiel, sowie drei
Fischer der Nordsee und ein Ellerbecker Fi
scher Theil.
Ter Berk. „Reichsanz." meldet: „„Tie
am 25. v. Mts. vorgekommenen Ausschrei
tungen gelegentlich einer sozialdemo
kralischen Versammlung in „Friedrichs
hain" haben, da sich in Berlin zur Zeil, we
gen derHerstbmanöver des Garde-Korps,nur
ichwache WachkoAniando's befinden, Anlaß
gegeben, eine Infanterie-Brigade,
ili. Armeekorps, welche ihre Uebungen in der
Nähe abhält, zur Aushülfe im Garnison
dienst vorübergehend nach Berlin zu zie
hen.""
Sescv hat uns eine Fabel rcn einem Moulesetiinte»
-urde und bm unj
Schnelligkeit
nitsirn
fchwerdeu Biliosittr und alle Störungen in Ma-en,
und Gedärmen ist vr. Vierce's Sölden Medieal Tiseoren
iin unvergleichliches Mittel. Hz reinizt das System unt
Finnen. alle Haut- unl
Eundstelle». Anschwellungen,
veschwüre. ...
Fabrikanten: World « Tlspensar? Wedical ilff»«ta>
Buffal«, R. Z-
Veloh-ung
°fkersri für?»nen ovhrild-ren Fat
von Salarih im Sopl o»n den S>-
Schiffsnachrichten.
Gestern find hier eingetroffen: Dampfer
„Octorara" von New-Dork, „Gen. Cadwal
lader" vou Philadelphia, »Paraense" von
New-?)ork, „Karlsruhe" von Bremen und
„Berkshire" von Savannah.
Gestern von hier abgefahren: Tampfcr
„Octorara" und'„Fanny Cadwallader" nach
New-York, „Gen. Cadwallader« nach Phi
ladelphia, „Essex" nach Boston und „Elder"
nach Liverpool.
Bewegungen v«n czeandampfern.
Inland.
New-?)ork, i«. Sept.—Angekommen:
die Dampfer „State of Pennsylvania" von
Glasgow und „Wisconsin" von Liverpool.
Eingetroffen sind hier gestern die Dam
pfer „Ems" von Bremen, „Buffalo" von
Hull und „La Normandie" von Havre.
Abgesegelt von hier sind: die Dampfer
„Paula" nach Harburg und „Colorado"
nach Hull.
Ausland.
Bremen, 15. Septbr. Der Dampfer
„Eider" von New-York ist heute hier einge
laufen.
Vorgestern kam hier der Dampfer „Weser«
von New-York an.
Dover, 13. Septbr.—Passirt: der Dam
pfer „Australia," von Hamburg nach New-
York unterwegs.
Glasgow, 15. Septbr.—Angekommen
sind hier die Dampfer „Canadian" von Phi
ladelphia und „Warwick" von Montreal.
Am 13. d. Mts. fuhr von hier der Dam
pfer „Pomeranian" nach dem Hafen von
Montreal ab.
Gibraltar, 13. Septbr.— Der Dam
pfer „Stella" paifirte hier heute auf seiner
Reise von New-York nach Genua.
Hull, 14. September. Die Dampker
„Hiudoo" von New-York und „Michigan"
von Montreal find heure im hiesigen Hafen
angelangt.
Havre, 14. Septbr.— Der Dampfer
„La Bretagne" von New-York traf heure
hier ein.
Kinsale, 14. September. Passirt:
die Dampfer „Venetian" und „lowa," von
Boston nach Liverpool unterwegs.
Liverpool, 15. Septbr.—Eingelaufen
find hier die „Dominion" und
„Lrcnholm" von Montreal, „Holbein" von
New York und „Venetian" von Boston.
Gestern kamen hier an: die Dampfer
„Michigan" und „Virginian" von Boston,
„Olympia- von New-York und „Oregon"
von Montreal.
Abgesegelt ist von hier der Dampfer „Cu
fic" nach New-York.
London, 14. September. Der Dam
pfer „Richmoud-Hill" von New York lief
hier ein.
Lizard, 15. Septbr. Der von New-
York nach Rotterdam fahrende Dampfer
passirte hier heule.
Moville, 13. Septbr.—Ter Dampfer
„State of Georgia" stach von hier nach
New-York in See.
Marseilles, 13. Septbr.— Heute ist
von hier der Dampfer „Alexandria" nach
New York abgegangen.
P rawle - Point, 15. Sept.—Passirt:
der Dampfer „Rugia," von New York nach
Hamburg unterwegs.
Der Dampfer „Sorrento" passirte hier
heute auf seiner Reise von New-York nach
London.
Queenstown, 14. September.
Heute trafen hier ein: die Dampfer „Ser
via," von New-York nach Liverpool, uud
«British-Prince," von Philadelphia nach
Liverpool bestimmt; Beide setzten bald
darauf ihre Reise weiter fort.
Tie Dampfer „Umbria" und „Arizona"
Nid heute von hier nach New-York abge
gangen.
Scilly, 15. September. Passirt: der
Timpfer „Ascania," von New-York nach
Hainburg bestimmt.
Southa m p t o n, 14. Septbr.—Heute
ist vm hier der Dampfer „Elbe" nach New-
Yon in See gestochen.
Avf-Hrtstage der Ozean - Tampfcr
von New-Hork.
UA-letzt ist die Gelegenheit.
Eine Flasche von.')unl'slniektenrulver,daS
man mit Umsicht n die Benstelle und die
Ecken nnS Winkel frent, erspar: manche spä
tere Mühe und Plage. Preis 25 EeutS. Zu
haben bei Seth S. H a n c e K C o m p.,
Nr. 31V. Ost-Balti»iore-Straüe. (7)
r. Chalncr' s Heiltinktur gegen
Dyspepsie, Hance'i Andorn-Syrup gegen
Husten und Erlättmg, Hance's Sassapanll-
Pillen zum Reinigen des BluleS, Hance's
Buch für die Nieren, Hance'S Haar-Wie
derhersteller, Hance's Rheumatikmns-Lini
ment Alles zu haben bei Seth S.
HanceKEomp., Nr. 310, Ost-Balti
morestraüe. M
usten, Erkältung und an--
dere Leiden des Halses und der Lunge
werden von Hance's Andorn-Syrup
(„Syrup of Horehoind"), dem besten, vor s
Publikum gebrachter Husten-Syrnp, geheilt.
Preis 25 Cents. Lei Seth S. HauceK
Comp., Nr. 310, Ost-Baltimorestraße, zu
haben. (Ä
ZweiDiitge inEinem (Zu
verlässiges Haar -Wiederherstellung?- und
nettes Haar Toileltenmittel.) Fast alle so
genannten Wiederherstellungs-Mittel wer
den aus Wasser, das man mit Artikeln,
welche da? Haar austrocknen und zur Toi
lette des Haares noch ein anderes Präparat
nöthig machen, vermischt, angefertigt; aber
Hance's chemischesHaar-WiedcrbersiellungS
inittel ist eineßereinignng von stimulirendem
Weingeist und Oel und giebt ein angeneh
mes Haar-Toiletteninitiel ab außer seinen
wiederherstellenden Cigenschatten. Es ist
unübertroffen als Erzeuger eines üppigen
Haarwuchses und glänzender Locken und be
sitzt die Eigenschaft der Zurückführung grauen
Haares zu seiner natürlichen Farbe. Es ist
kein Haarfärbemittel und so einfach, daß es
von jedermann mit vollkommener Sicherheit
gebraucht werden kann. Preis?l die Fla
sche. Zu haben bei Seth S. Hance K
Comp., Nr. 310, Ost-Baltimore-Straße.
N. B. Man verlange Hance's chemisches
Haar-WiederherstellungSmittel und nehme
kein anderes. (25)
AK-Ei ti unaufhörliches Husten
vernimmt man überall im Lande, ein Be
weis, daß Biete an Erkältung leiden und
leiden werden, wenn sie dagegen nicht Et
was thun. DaS große Heilmittel Hance's
zusammengesetzter Andorn-Syrup (Om
ixiuiil! t>vrup »k ll»r«->i>>uiiä) kurirt Husten
und alle sonstigen Hals- und Luiigenleiden.
Frische Erkältungen heilt er oft in einem Ta
ge, alre Fülle oft in wenigen Tagen. Bei
chronischen Affektionen und alten Leiden
giebt'S fast gar nichts Bessere». Er wirkt
auch bei Kindern ausgezeichnet. Versucht
eine Flasche und nehmt nichts Anderes.
Preis 25 und 50 Cents. Bei Seth S.
Hance 6c Comp., Nr. 310, Ost-Balti
more-Zttaße, zu haben. (17)
Sln N»cumalismns-Leidende:
Das unfehlbare Florentine-
R h e u m a t i s m u s - H e i l m i t t e l hat sich
als das einzig wahre Mittel gegen akuteu
Rheumatismus u. s. w. erwiesen.
Wir ersuchen alle Leidende, es zu Prokuren.
Jede Flasche unter Garantie. Volle Einzeln
heilen werden in unserer Office gratis mitge
theilt. Seth S. Hance, Nr. 310, Ost-
Baltimorestraße. (10)
MzS-Persuche einmal Hance 'S H a ar-
Wiederhersteller. Er verdickt dün
nes Haar, bringt die alte Farbe zurück, ist
ein elegantes Toilettenmittel und heilt Kopf
grind und Kopfhaut-Jucken. Preis 51. Zu
haben bei Seth S. Hance 6 Comp.,
Nr. 310, Ost-Baltimore-Straße. (7)
es sich'bezahltll?--Ja
wohl bezahlt es sich, eine Schachtel Hance'-
scher Lassaparillen-Blntpillen stets im Hause
zu haben, um die ganze Familie völlig gesund
zu erhalten. Prei» 25 Cents die -chachrel.
Zu haben bei Seth S. Hance «- Co.,
Nr. 310, Ost-Baltimore-Straße. (?)
Ein dankbarer Patimt,
Dotlorbiiib °nz-?cb-n-il
Arznet verdankt/izzt duräi ins dasselbe toste«,re, aa
verschicken. T.es-S qr°ße
Un,? in jcdcr Avottieke -,-machl
weiven tonnen. Schickt S-.re Adresse mit «ru'imarke
an: „Prtvat Alinit uud Tisvenlaro "Atr. 23,
Weil-11. pt""""'
Gr««dstüSs-!tebertraa»»«gtn.
Charles H. Stevens an Äm. S. Rogers, Grundstück
Lslieile der Volles-, nahe Prcstovslraxe, 12 der 78,
kIMOI Grundzins kW.
seiirr> S. PMS an Ella E. Benson, Grundstück
Nvrdseitc der Pres, n-, nahe LondslraKe, 15 de: VO,
1 Dollar.
6.ij.ibelh A. Snvder an Safil HawkinZ, Grundstück
Cüdsene der Chavelftraße, nahe Neiv-Alley, 15 bei
Ivo. illso.
Ada Kveritt an Hermann Knoilenbergc, Grund
stück Jüdscite der Nord Avenue, nahe Hhesterstraße,
IÜ.B bei d>< >, 5!>00; Grundzins!s-t.
Pe-er silier an Alexander Jackson, Grund
stück Äiordwcslseile der Bclair-Avenue, nahe Wolisrr.,
14.« dil 112.tt, L 1000: Grundzins t-ts.
TdoinaS A. W'elan, Administrator, an Ihsma? A.
Wkeian, Grundstück A>cstscile der Bis»
TbomaS A. Shelan an «'.rv Ähelan. Grund'wck
Wtstseilc der 6har,e? . nahe Liddlesnaße, 20 deilsl>.
kIUVO: Grundzins Z4OU.
Henry «. (Zreaqh an t!h->S. L. steller, Grundstück
Westseite der Colllnqlon-Acenue, nahe Prallslraize, 15
bei 120, k 2400.
Htnrv Kluier an Wm. G. Gennack. Grundstuck Züd
seile der O'Dcnnell-, nahe Polowaestrajze, 14 de: 75,
ZIISU: Grundzins k 36.50.
Solomon -eward an Andrew G. ?ounv. Grunds'ück
Lsiseite der Ehester-, nahe Lhcwstraßc, 11-6 vei sd>,
t4UO: Grund,ins t!>4.5«1.
Chas. Q Tonnen «n Pcler Krieg und Frau, Grund
stück Aordikiie der Dillon . nahe Paluxcntilraxc, 12
bei 70, kt>oo: Grundzins k<!o. ,d ck
k(». L275U; Grundzins iS«i.s^j.
Cha->. O'Connell an Erhard Reisig, und Fra».
Nordseiie der Dillon-, nahe Patuxentstraße, 12 dei 70.
t«oO: Grundzins Z3O. dG.dk
Noidoslsciic der John-, nahe McÄechenstraße, 14.10
bei 75. L 2000: Grundzins LI 00.
Redecka A. Gillinglam an Ella G. Register. Grund
stück Ostecke der Mablson-Avcsue und Dolphihsiraxe.
25 bei 153.6, ?5.
Theodora W. Simoson an Ehas. M. Bürger,
Grundstück Ostseile der Fulion-Avcnue. nahe Prexi
manslraße, 1!j bei 70, Grur.dunS k«iO.
Südseite der Careyslraßc, 10 bei
120, Z 202! Grundzins k4B.
Elizabeth D. Ridzeio an Joseph Stoner, Grundstück
Nordicite der Hill-, nahe Carrollftraxe, 00 bei 135,
5 Dollars.
Biddic-, nahe öheslerstrabe, 10 bei 70, tb; Grundzins
»48. str »C A I N d
Bailev, 2 Grundstücke Südseite der lsälhoun-, nah:
icSc., i-
C. Bailev an Uriah ?. Mikesell. 2 Grund-
Karl Heuer an Ernst Peitig und Grundstück
tI7SO; Grundzins Z 05.25.
Briefl'tfördcritttg nach dem Ans
tände.
Für dre mit dem 20. Sept. endende Woche
schließt die Annahme von Postsachen nach
dem Auslande im hiesigen Postamte. wie
folgt:
Ein Bäcker-,, Trust."
Kansas-City, Bio., 15. September.
Tie bedeutenderen diesigen Bäcker haben
einen „Trust" gebildet, um die Preise zu re
guliren. Tas Uebereiiikommen sagt kurz,
daß die Bäcker „vom Montag, den 15. Eep
tember, an alles Brod zu vier und acht Cts.
pro Laib für sllus und zehn Cents verlausen
werden."
Die ersteren Zahlen bedeuten den Preis,
für welchen Wiederverkauf» Brod erhalten
können. Ta das Gewicht der Laibe von 4
Piund und 1 Pfund aus 4 Pfund l Unze,
bzw. 1 Pfund s Unzen erhöht wurde, so ist
der Preisaufschlag gering. Als Grund für
die Preissteigerultg geben die Bäcker die ho
hen Mehlpreife an.
Ein Brandstifter.
Kansas-City, Mo., IS. Septbr.
Ein unbekannter Mann machte heule Mor
gen Uhr den Versuch, das Grocene-Ge
schüft von I. G. Waller, Nr. 201, Ost-IS.
Straße, in Brand zustecken. Walker, dessen
Wohnung über dem Ladenlokale ist, Höne
ein Geräusch und schäme aus dem nach dem
Hose führenden Fenster, als gerade der Un
bekannte aus der Hinteren Thüre hinaus
trat.
Flucht ergriff, aber getroffen sein muß, wie
Blutspuren verriethen. Das Feuer wurde
bald gelöscht, doch hatte es an dem Waaren-
Vorrathe Schaden in der Höhe von §BOO
angerichtet, und das Haus wurde um
beschädigt.
Das Sottntagsg?selj i» EZneinnati.
Cincinnati, 15. September. Ter
Wirth Hermann Reisinger hattc sich heute
im Polizeigerichte wegen Verletzung deö Ge
setzes, welches das Offenhalten von Wirth
scha'teu am Sonntage verbietet, zu verant
Worten und wurde zur Zahlung von 525
und zehntägiger Hast im Arbeitshause ver
urteilt.
Der Fall ist aus dem Grunde beachtens
wert!), weil Reisinger der Einzige ist, wel>
chcr in dieser Weise verdonnert wurde; denn
eine große Zahl Wirthe halten Sonulagv
offen, werden auch wohl verhaftet, doch konn
ten bisher keine Geschworenen gesunden wer
den, welche bereit waren, die Leine schuldig
zu finden. Reisinger verfäumte es, eiuen
Anwalt zu nehmen, und muß nun hiermr
büßen.
Mord und attgcnvllSliche Sühne.
Clinton, Ja., 15. Sepiember. W.
Di. Langdon, ein bekannter Ciseubahii-Con
Grand Mound, 25 Meilen westlich von dier,
mit der Ausführung eines Kontrakts be
schäsligl ist, ging seit einiger Zeit mit seiner
Frau bei einer Familie, Namens Toogood,
in die Kost.
Heute brachte er einen Fremden, der sich
I. W. Deaver nannte und kurz vorher iu
Graud Mound aiigelommen war, mii nach
Hause. Im Lause einer Unterredung kam
es zu einem Wortwechsel, der Fremde zog
einen Revolver und tödtete Frau Langdou
aus der Stelle durch einen Schuß.
Im nächsten Augenblicke wurde er von
Langdon, welcher ebenfalls einen Revolver
zog, todt neben der ermordeten Frau nieder
gestreckt.
London, 16. Sevtember.— Eine Ber
liner Depesche der , Daily News" übermil
telt ein Gerücht, laut welchem Teutschland
das afrikanische Abkommen mit England in
aller Eile vollendete, weil Unierhandlungen
zur Abtretung Helgoland's an Dänemark im
Gange waren. Dänemark soll beabsichtigt
haben, die Insel der deutschen Regierung
zum Austausch gegen einen Theil vou
Schleswig-Holstein anzubieten.
Paris, 15. Sepiember.—Die kürzlichen
zahlreichen Duelle haben Hrn. JuleS Simon
zu einem Schreiben veranlaßt, in welchem
er seine Landsleute ermahnt, von dem ab
surden Gebrauch des DuellirenS abzulassen.
London, 16. Sept. Der „Standard"
nenn: die Fleischbeschauungs Bill das ver
werflichste Gesetz, welche« je in einem civili
sirten Lande ersonnen worden sei; sie errege
in Verbindung mit der McKinley Bill nur
noch mehr Erbitterung. Kein auswärtiger
Staat könne sich solchen Drohungen ohne
Demüthigung unterwerfen.
sthma. Ich möchte das Publikum
benachrichtigen, daß ich im Besitze einer Arz
nei bin, welches dieses so sehr peinigende
Leider, heill. Zch habe Leute gesehen, welche
kaum athmen konnten und durch den Ge
brauch dieses Mittels fast augenblicklich Lin
derung erlangten. Es ist harmlos und kann
ohne alle Beschränkung genommen werden.
Sollte d.ese Notiz vor das Auge eines mit
dieser auälenden Kranlbeit Behatteteu kom
men, so wird er hoffentlich unfehlbar sogleich
sich an mich wenden und dadurch sosortige
Linderung sich verschaffen. Preis tzi die
Fla'che oder fechs Flaschen für Zu haben
bei Seth S. Hance Sc Comp., Nr.
310, Lst-Ballimorestraee. (16)
Sc«" Zur Heilung von Leberle
id e n, galligen Anfällen, Kovnveh, Seilen
undßückemchmerz, krankemMagen, Schwin
del, Schwäche der Sehkraft, Nervemchwäche.
Avpetitlosigleit, Verstopfung, Dyspepsie,
Störung der Nierenlhätigkeit, unreinem
Bliiie und Frauenkrankheiten gebrauche man
Hance'« Sass a p ar illen- B l u t -
pillen. Preis 25 Cents die Schachiel.
Zu haben bei Seth S. H a n c e 6 C 0.,
Nr. 3iv, Ost-Baltlmore-Strage. (11)
Baltimorer Bicttmärkte.
iäentS vra Pfund. Zufuhr 10,3«l!» Stücks
ölaremonter Biek»l»öke. >
Kalt im o re. den 16. September
3tii«! «537 Schaaje
trug
mci, 2437 Schweine, Käldcr und ltj
Baltimorcr Marktberichte.
Echluxraie. ! Cchlichrate. letzte» Zahr.
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Baltlmorer, Patent N.«V—6.25
baltimorer iZlioi.e Palent 6.1 t»
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Aller gem»chicr vir. 2 »<) —>2
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Roggen, große Ballen )I2 —kt2>z
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Hafer, Nocks S!,
Butter:
Rahmbutter, sanc» 66 —22
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Nollbutler, 2kd 26 —22
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Kleine, 26 bis 21
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Eier:
Candled 1k» —26
Auserlesene frische Z- Md. und Va 16 —66
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Levvvil« 66 — ltj
T'ichfntlcr-Preise»
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'A e h"r e n - MaiS (klar Loru) Z3.36-K.3.35
das Faß.
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Äehren - Mai 5—t2.^6—t3.66 da- Faij.
Effektenbörse.
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1« Conjolidirte Gas-Aktien.. 56!,
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266 Baltimore LtaSt 3 1536 165
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Nr. 227 bis^23«/,' Süd-(sentral-Avt.
Teieoboo Nr. 1660. cßirt2ö.l^.3l»)
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