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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, November 20, 1890, Image 3

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Berlangt-Anzeigen
und Mädchen.
' ' Ailtton «venu«.
cin MädibenfürgewShnliibeHauS
cN'kil. NachzusragenNr.
(278 >
» mädivcn. Üiachzusragcn in Nr.
tZ2!>, M.t':illol?slrils!'.'. >2.>
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L«NO, <277-8>
Verllttlflt. Männer nnd Knaben.
cin Zvickcr als dritte Hand, ,-w
. ir >S!L, ka
inragen in Nr. L2l, Mrccit
«nount-Älvciittc. (278)
- S Ans,rci»er. Nachzufragen bei
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- (278 S>
luftige Haus I'xlnK'» b?> ChaS
i tiltlli t. Pull, ti 12, Nord
- s""' Melier? in
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(177^8)
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inuß, >u der Neslauration
Ä!r. v, «275 >
in: Allgemeinen.
bir'Äans;uscihen.
sönlich s r u, Nr. t Park-'!lt>c. (Avril2 l.l'.i>
>u vcrtansen.
'S,» „„vst » i--.'.! .!- !c-.!>r.-n wer
«irA veruttuic n . I -er -jt.' I r einen Mi!ct>-
An verüüutcn:
'S,» '«rocerie und Prodi ?»x»
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sür Farmer.
ZU v.'j'lirUlseLt:
Zu verkaufen oder ;u vermieihen:
ViZZiAe.Häuser
TtraSzc. ' ' t'2c'?l.2l,l2^ile>
. e«»- - >!l.!! i>?e» Taq.
" v. Rl,oacs.
Nr. 2"4. Tt. Piiut-Ttrafje,
, ) Anwalt undGeschästSsührer.
(stwas Brillantes!!
wur^V-: aus der Haut fahren Wenn cr nur
Millch't Ficht?» Tisch ,um Wallnuß.
Papxc! Schrank zum Eichoen.
Spauisch Aohr Rocker zum Nahagouie.
Van kann Vieles thun mit LS Ll°S. werth
Arei für Männer.
Nerveuichwachr,
»22, Broadway,
New-Lork.
Livlp I'svTales
l">l?(/l'-!?>>Ii S'l'ULtl'r.
,27»s>
(278-8)
Ilouseßirl. No »axkinx or irnninx.
» .-Vi>,,!> »t 2<X)t) sriil'kr.
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Relp Älaleg.
i>u,t's/tii2 xuiirn u<>>
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ilill! 1752 X"l'.l'll « l <278 i»>
UM I>»rk. (277-8>
Auktionö-Anzeisten.
Oes s c i»»l ichcrßc r k a u f.
"r"k!'rs vc^a^
Tpez.erei-Waaren u. s. u?.
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chMet wieder soPca nicht
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I I
W Ecschlechiekraulheitea >
I v«v?sckiriB MH. I??sri?i7r. >
'i> II Oluitoo?!»«. Ii«» Vork. ?k.?. >
Md., bei H. Nr. öl-t. Ls:-?aliill«rc»
Aer Deutsche Korrespondent.
Donnerstag, SV. November tüttv.
Gipfel und Abgrund.
Zeitroman
Gregor Tamarow.
23. Kapitel.
Tiefe Stille lag übcr dcr Waldein
samkeit des Schlosses Fürstenried, dcr
Residenz Seiner Königlichen Hohcit des
Prinzcn Otto von Bauern, den das
801 l von München vordem als jungen,
eleganten, lebenslustigen Herrn in seiner
Mittc gesehen nnd überall, wo cr sich
zeigte, mit sympathischen Kundgcbungcn
begrüßt hatte.
Nun war der frische, so freundliche
und so sröhliche Bruder des König seit
lange dcn Blickcn dcs Polkcs cnlschwuu
dcn, und mit wchmülhigcr Theilnahme
hörte man von den traurigen Fortschrit
ten, welche die geistige Umnachtung dcs
zunächst zur Thronsolgc l>cruscncn Prin
zen dcs königlichen Hauses iu unauf
haltsamer Steigerung machen solle.
Er war sast wie ein Todtcr vcrgessen,
und wenn man sich seiner erinncrtc, so
geschah dies mit dem lies schmerzlichen
Gesühl, das am Grabe schöner, freund
licher Hoffnungen das menschliche Herz
bewegt.
Das Schloß Fürstenried, in welchem
Prinz Otto seil einer Reihe von Jahren
residirte, machte einen traurigen, erkäl
tenden, klostcrmäßigcn Eindruck.
Wohl standcn Pscrdc in dcn Ställcn
und Wagcn in dcn Rcmiscn, wohl sah
man aus dcm Hof und in dem Korridor
Lakaien in der königlichen Livree, Köche
in den Küchen nnd Gärtner in dcm
Park, aberDics alles zeigte nicht dic Be
wegung frischen, freudigen Lebens —dic
Schritte waren leise, schleppend, kaum
hörbar, die Köpfe gesenkt, die Blicke
trübe: es war, als ob lrotz des hellen
das vom klaren blauen
Himmel herab leuchtete, ein grauer
Schleier über dem ganzen Schlossc ruhtc,
dcm Licht seinen Strahl nnd den Farben
ihren Glanz nahm.
In dcm Wohnzimmer dcs Prinzcn
herrschte ein halbes Dämmerlicht. Durch
scheinende blaue Vorhänge verhüllten die
Fenster. Ein Feucr brannte im Kamin
und erwärmte dic frische .Wintcrlust,
wclche durch die längere Zeit gcöffnctcn
uud kurz vorhcr wieder geschlossenen
Fenster eingedrungen war. Das Zim
mer war blau tapeziert uud blauer Sei
denstoff bildete dcn Ileberzug dcr Scssel
uud Ruhebetten, welche ganz i?ud gar
gepolstert waren, so daß nirgend das
Holz hervortrat. Auch die übrigen Mö
l'el, Tische nnd Konsolen zeigten überall
abgerundete Ecken und Ränder, wclchc
noch mit wcichcn Rollcn von Pfcrdchaar
ciugefaßt waren, so daß jeder Stoß da
gegen unschädlich blcibeu mußte. Krou
uud Waudleuchter waren so hoch ange
bracht, daß cs keine Möglichkeit war, sie
ohne besondere Vorrichtung von Tritten
oder Leitern zu erreichen. Wenn man
dic Wände berühte, so sühlte man, daß
dieselben keinen harten Widerstand bo
ten, sondern unter dcn Tapeten mit wci
chcn, elastischen Polstern bedcckt marcin
dic Decken ans dcn Tischcn gepolstert
und gepolsterte Gitter umgaben den Ka
min. Kein Bildcrschmuck war an dcn
Wänden zu entdecken.
Dcr Hanshosmeisler Nothaaß war be
schäftigt, das Zimmer zn ordnen, das
heißt, ans den Tischen verschiedene Ge
gcnständc zusammenznstellen, welche zur
Zerstreuung dcs sürstlichen Bcwohucrs
des Schlosses dicncn sollten. Es warcn
weiche Federbälle in bunten Farben,
Federbälle mit Raketen, in Einfassungen
von biegsamem Leder, cin Bilboqnct mit
tederncn! Becher und ledernem Ball und
cin Schachbrett aus gepreßtem Leder
mit ledcrncn Fignrcn.
Im Ncbcnziliimcr, das durch ciuc
schwere dunkelblaue Sammctportierc
von dein Salon abgesperrt war, hörte
man das Geräusch von plätscherndem
Weiser, wie cs wohl bcim Waschen her
vorgebracht wird, dazwischen kindliches
Lachen und einzelne Worte von einer
matten, unsicheren uud tallendenStimme
gesprochen.
Nach einiger Zeit wnrdc die Portiere
aufgehoben.
Dcr Haushofmeister verbeugte sich
tief, und Prinz Otto, welcher feine Toi
lette beendet hatte, crschicn, ans den
Arm seines Kammerdieners gestützt, in
dcm Rahmen der Thür.
Dcr Prinz war furchtbar vcräudcrt
fcit jcucn Tagen, da ihm die Münchener
voll Liebe uud Solz auf den Straßen
der Residenz entgcgcngcblickt !,..tien.
Seine fchlankc, edle Gestalt war sast
skelettariig mager geworden, uud schwan
kend uud zitterud schien cr sich mit Mü
he ausrechl halten zn könncn; scin Ge
sicht mit den klassisch cdlcn Zügcn, wel
ches srüher noch schöner war, ats das
seines königlichen Bruders, da cs statt
der schcncn Verschlossenheit stets von
heiterer Freude uud warmem Wohlwol
len strahlte, war gespenstisch blaß und
stach in seiner Farbe erschreckend gegen
das immer noch volle und ganz wie in
früheren Zeiten sorgfältig frifirte dunkle
Haupthaar ab. Dcr untere Theil des
selben war von einem kurzgestutzten dun
klen Bart bedeckt, wodurch der traurige
Ausdruck der herabhängenden, welken,
cinst so glücklich nnd lebensfreudig lä
chelnde» Kippen ein wenig verhüllt wur
de. Tic duuklcn Augcu blicktcn geister
haft starr: die krankhaft wcißcn, durch
sichtigen Hände warcn in steter Bewe
gung, indem sich dic Finger unaufhörlich
ausciuauder spreizten uud krampshast
wieder;usamlncnzogen.
Dcr Prinz trug ciu elcgautcs dunkles
Morgcnkostüm, und die sorgsältige Ele
ganz seiner Toilette ließ die krankhafte
Gebrechlichkeit seiner Erscheinung noch
erschreckender hcrvortrctcn.
Er blicb cinen Augenblick aus der
Schwelle stehen, sah den Hanshosmeisler
lange starr an und schien sich dann mit
einer Anstrengung, die scin Gcsicht
schmerzlich zuctcu ließ, zur Erinnerung
zu zwinge», indem cr mit einem Ucber
rest seines früher so fürstlich aumuthigen
Auslandes dcn Kopf neigte.
„Bcfchlen Enre Königliche Hoheit
Ihr Frühstück?" sragte Nothaaß.
Wieder sah dcr Prinz ihn fragend und
sinnend an, als bcdürfc cr dcr Zeit, um
den Sinn der zu ihm gesprochenen
Worte aufzufassen.
Dann sprach er mit matter Stimme,
mehrfach mit dcr Zunge anstoßend:
„Das Frühstück ja. ja, daS Früh
stück —man soll es bringen—ich bin hnn
grig: nicht wahr, Vögele, ich bin hnn
gris—es war cin weiter Ritt gestern,
cin anstrengender Dienst, nicht wahr
oder war eS nicht gestern? Nein, nein,"
fuhr cr mit irrem Blick fort, während
der Kammerdiener schmerzlich senszte,
„es war nicht gestern—cs ist lange, lan
ge her, abcr ich bin doch noch hungrig."
Seine Stimme war zu immer leise
rem, lallendem Ton herabgesunken.
Er schritt vorwärts und ließ sich,
während Nothaaß hinausging, auf ei
nen breiten Diwan niedersinken, als ob
ihn die Strenge dcs Dienstes ermattet
habe.
Tann nahm er einige in dem Diwan
liegende Lederbälle und begann mit den
selben zu spielen, indem er sie bald hin
und her rollte, bald in dic Höhe warf
und sie zu fangen versuchte.
Selten nur gelang ihm Dies, dann
abcr lachte cr wie cin glückliches Kind
laut auf, um dann wicdcr in seine starre
Gleichgültigkeit zu versinken.
Bald darauf öffnete der Haushofmei
ster die Thür, zwei Lakaicn trugen einen
vollständig gedeckten Tisch herein und
stellten denselben in die Milte des Sa
lons. Warme und kalte, kräftig duf
tende Speisen warcn in rii-'d'». si -
Tch-sil-Ul cultzaUcu. Aucs w^r
klein geschnitten und so angerichtet, daß
cs mit dcn bcrcitlicgendcn silbcrncn Löf
feln gegessen wcrdcn konnte.
Zugleich mit dem Frühstück trat der
Adjutant nnd sunktioiiirciidc Hosmar
schall des Prinzen, dcr Freiherr Philipp
von Rcdwitz, cin crnstcr, vornehm blik
kcndcr Mann von etwa vierzig lahren,
in elegantem Morgenanzug ein und nä
herte sich mit tiefer Verbeugung dcm
Prinzcn, während dic Lakaicn wicdcr
abtraten nnd Nothaaß sich neben dcn
Scrvirtjsch stellte.
„Das Frühstück Enrcr Königlichen
Hohcit ist scrvirt," sagte Baron von
Rcdwitz, „und ich bitte unterthanig um
Erlaubniß, bei demselben gegenwärtig
zn sein, um Höchstihre Befehle für dcn
heutigen Tag entgegenzunehmen."
Der Prinz ließ die Bälle aus seiner
Hand fallen nnd sah den Herrn von
Redwitz starr ein.
„Ah, ja, ja, ja," sagte er dann mit
einem matten Lächeln, „guten Morgen,
Schleithcim Schleithcim Schleit
hcilii," wicdcrholte cr, den Kopf fchüt
teld, „odcr sind Sic Bianca? Sic haben
sich verändert, sehr verändert das
macht dcr weite Ritt gestern—oder war
cs nicht gestern war cs nicht länger,
viel länger? Sie können Nichts aushal
ten, wenn sich gleich so verändern,
und ich war doch gestern noch lange,
lange bei ihr —bei meiner—Fanny."
Karl Schurz üvcr Vre Aragen dcr
Zeit.
Bei Gelegenheit des vorgestrigen 132.
lahrcs-Banketts dcr Ncw-?>orkcr Han
delskammer, über wclchcö wir bcrcits ge
stern telegraphische Meldung brachten,
erwiederte Karl Schurz aus den Toast:
„die Entwickelung unseres auswärtigen
Handels." Wir bringen folgenden in
teressanten Auszug der vorlresslichen
Rede: „Als Ihr ehrwürdiger Präsi
dent mich vor einiger Zeit einlud, bei
diesem Bankette einen Toast zn beant
worten, fügte er zur Ermunterung hin
zu, daß bei dcn Festmahlen der Handels
kammer jeder Redner gerade so sprechen
könne, wie er denke. Tics stimmt glück
licherweise mit meiner alten Gewohnheit
übcrcin, welcher ich die Ehre verdanke,
cin Ehrenmitglied eben dieser Handels
kammer zu sciu, ciuc Ehrc, auf dic ich
stolz bin, da sie mir vor etwa 15) Jahren
zn Theil wurde, weil ich im Senate
meine Ansichten gegen uneinlöslicheS Pa
piergeld nnd für die Wiederaufnahme
der Hartgcldzahlungcn aussprach. Ich
werde niln versuchen, mich dieser Ehre
würdig zn erweisen, indem ich meine
Ansichten über unseren answärtigcn
Handcl ausspreche ein Thema, das
übrigens so umsassend ist, daß ich bei ei
ner Tischrede nur wenige wichtige Punkte
dessclben zu berühren im Stande sein
werde.
Als eine Handelskammer werden Sie
jedenfalls das lebhafteste Interesse für
dic Entwickcluug uuscrcr Haudclsbczic
hungen zu der Wclt hegen. Man fühlt
auch allgemein, daß irgeudEtwas in un
serem Handelsverkehre nicht richtig sei,
wofür die Erweiterung unseres auswär
tigen Handels eine thcilwcise Abhülfc
bringen würdc. Abcr wcnii übcr die
Mittel zur Erreichung dicfcs Ziclcs
diskutirt wird, so müsscu wir manchmal
wunderbare Argumente hören, als ob cS
sich um die Lösung irgend eines dunkeln
Geheimnisses handelte. Ich glaube
nicht, daß ein solches vorhanden ist.
Wie viele andere Dinge kann das
Problem des auswärtigen Handels auf
einige einfache Grundsätze zusammenge
drängt wcrdcn, wclche von Allen ver
standen und anerkannt wcrdcn müffcn,
wcnii sie dic Politik außer Acht laffeii
nnd die Frage an sich allein erwägen.
Wenn wir unseren auswärtigen Handel
ausdehnen und entwickeln wollen, ist
Folgendes nöthig:
Sie werden mir sagen, daß Dies
nichts Neues in. Gewiß ist eS TaS
nicht. Es ist eine altc Geschichte, eben
so alt, wie der gcsuudc Menschenver
stand, doch ist eS merkwürdig, wie sehr
Menschen von so osfenbaren Wahrheiten
abweichen, sobald diese zur praktischen
Anwendung kommen sollen.
Was nun dcn crstcn Punkt bctrisst,
so haben wir zweiselloS ciuc Mcnge
Dinge zu verkaufen. Es ist ein Ucber
fluß an landwirlhschasttichen Produkten
verhaudeu, wir haben fast unerschöpfliche
HülsSqnellen von Rohstoffen für die Fa
brikindnstric. Wir haben verschiedene
Industriezweige, wclchc mit ihren me
chanischen Hülfsmitteln uud der verwen
deten Arbeitskraft in sieben oder acht
Monaten so viel liefern, als der einhei
mische Markt in zwöls Monaten ver
braucht. Wir habcn scrncr amcrikaui
schcn UntcrnchmungSgcist, Eucrgic nnd
Ersindungsgcist, wclchc im Slaudc sind,
dic Produktion von Artikeln zum ver
kaufe bedeutend zn vermehren.
jln Bezug auf den zweiten Punkt, dic
Adaptirung unserer Produkte nach dcn
Ansprüchen des srcindcn MarktcS, sindcn
wir hicr nntcr unseren Geschäftsleuten
mitunter die eigenthümliche Ansicht, daß
der fremde Eonsument seinen Gefchmack
nach unseren Ansichten übcr Das, was
ihm gut thut, einrichten soll. Dies ist
in den meisten Fällen eine Engherzigkeit.
AIS ich im letzten Jahre in Europa war,
speiste ich einmal im Hause cincs her
vorragenden Kausmanncs in Hamburg.
ES waren etwa zwanzig Herren und
Damen an der Tascl, und es stellte sich
heraus, daß die meisten, ja, ich glaube
Alle, iu überseeischen Urteil gelebt hal
ten. Es waren die Frauen von Ge
schäftsleuten, welche theils noch und
theils in ihren jüngeren Jahren im In
teresse deutscher Häuser im Auslande
thätig gewesen waren, um dort die Ge
wohnheilen nnd den Geschmack des
Dr.AWMKllw'z
U
Gegen Blütkrankbeitcn,
Leber «nd Magepieiden.
Brust. Lunge:; n. Kehle.
fremden Volkes, die Anforderung
des dortigen Marktes, sowie die
HülfsgueUcii des betreffenden Lan
des zu studiren und ihre Erfahrun
gen und Kenntnisse im Interesse des
Handels ihres Heiinathslandes zu ver
werthen. Die Erziehung dieser Klasse
von Geschäftsleuten gilt ohne diesen
Kursus im Auslande nicht für vollen
det. Glauben sie nicht, daß, wenn wir
hören, der deutsche Handel verdränge
den anderer Nationen in vielen Theilen
dcr Wclt.Dits zum Theil wenigstcus dcm
systematifchen Studium der ausländi
schen Märkte zuzuschreiben ist? Wenn
unsere jungen Leute weniger Zeit in der
Fifth Ave., in Ncw->))ork und Paris
und etwas mehr in Buenos Ayrcs, Rio,
Shanghai, Hanzibar und ähnlichen
Plätzen verbrächten, würde Dies nicht
unserem auswärtigen Handel sehr gut
thun?
Die dritte zu erfüllende' Bedingung ist
gewiß auch nicht von geringerer Bedeu
tung, nämlich, daß wir unsere Waaren
'n den fremden Märkten mindestens zu
ebenso niedrigen Preisen liefern,
wie andere Leute Waaren der gleichen
Art und Qualität. Dies ist klar, doch
hat trotzdem ein großer Staatsmann er
klärt, daß Billigkeit unamerikauisch fei.
Wir haben abcr bei'm auswärtigen Ha
ndel mit Ausländern zu thun, und ob es
uns nun angenehm ist oder nicht, wir
müssen die Thatsache anerkennen, daß
Jener, welcher bei fönst gleichen Um
ständen seine Waaren im Auslande
am Billigsten anbietet, das Geschäft ma
chen wird.
Der Ueberschuß unserer landwirth
fchaftlichcn Produkte muß nach dcm
Auslande verschifft werden, um zu den
durch die Wcltkoucurrenz festgestellten
Preisen verkauft zu weiden, und wenn
diese Preise niedrig und die Profite der
Farmer n ch mehr reducirt werden durch
den hohen Preis sast jedes Artikels, den
cr kauft, so bedauern wir Dies und soll
ten bereit sein, durch angemessene Mit
tel AbHülse zu schassen. Der Farmer
scheint Dies bereits einzusehen. Wir ex
portiren auch einige Fabrikate, welche
im Auslande erfolgreich Conkurrenz
aufnehmen. Die meisten derselben sind
solche, deren hauptsächlichster Werth in
der Arbeit besteht der intelligenten,
rastlosen amerikanischen Arbeit, welche
die höchsten Löhne bringt und die niedrig
sten Herstellungskosten sichert.
Zch nillf; iiiin den Taris berühren,
ohne mich in Besprechung des Hoch
zoll s einzulassen. Der Tarif erhöht
den Preis allcr Dingc, welche der Fabri
kant gebraucht, cr erhöht die Kosten der
Produktion und in Folge Dessen auch den
Preis, dcn der Fabrikant für seine Ar
tikel forden muß, und Dies bringt ihn
am auswärtigen Markte in eine ungün
stige Stellung, schließt seine Waaren
von der AuSsilhr ans und verkrüppelt
und engt unscrcii auswärtigen Handel
ein. Das Ab h nlf sin it tel liegt in
dcr Abänderung des Tarifs zur Befrei
ung der Fabrikanten von dieser künstli
chen Schranke, so daß sie im Staude
sind, die benöthigten Artikel so billig zn
kausen, wie ihre ausländischen Conkur
renten, damit dcr Export möglich würde.
Dies ist keine Entwickelung des Handels
aus Kosten dcr Industrie, nein, cs ist
dic Ausdehnung des Handels zum Besten
unserer Fabrikuitcrcssen. Indem ich zu
Gunsten dcr harmonischen Entwickelung
des Handels nnd dcr Industrie spreche,
behaupte' ich, ein größerer Frennd dcr
Fabrikanten, ja ein starrerer Protek
tiouist zu sein, als Herr McKinley je
mals war."
Tic Reducr sprach sodaun übcr unse
re Handels m arine und über de
ren Rückgang, wclchcr lediglich dic
ge unserer Zchifffahrtsgcsctze fei, dcr
Ücbcrbleil'sel längst vergangener Zei
ten. Er sprach darauf übcr die Sub
fidienfrage uud kam zu dcm Schliisse»
daß allein die Beseitigung dcr er
wähnten Gcsctzc Abhülfc schaffen kön
ne. Nachdem der Redner noch Betreffs
feines vierten Punktes, daß man von
den Rationen, an dic man verkaufe, auch
kaufen müsse, erwähnt hatte, daß Dies
so klar sei, daß cs iintcr intclligcntcn
Geschäftsleuten keiuer Argumente mehr
bcdürfc, brachte cr feine Rede mit fol
genden Worten zum Abschlüsse:
„So wie dcr Süden die Abschaffung
dcr Sklaverei nöthig hatte, um scine
Hülfsgucllen zuerkennen, ebenso bedür
fen unsere Industrie nnd unser Handel
nnr dcr Beseitigung der sie been
genden Fesseln, um in ciue neue
Aera fortschreitender Entwicklung ein
zutreten. In der Lust der Freiheit ent
faltet der Gcnius Amcrika's am Bcdcn
tcndstcii scine Macht. Ich glaube au
die große Bestimmung dieser Republik.
Befreien Sic die Landwirthschaft nnd
dic Industrie von ihren Lasten, schaffen
Sie dcm Handcl frcic Schifft, gcbcn
Sic dcm aiiicrikanischcnUntcrnehmuilgs
gcist, amerikanischer Arbeit und ameri
kanischem Ersilidnngsgeistc freien Spiel
raum, uud dicfc Republik wird nicht al
lein cinc dcr crstcn Kornkammern der
Erde blcibcn, sondern mit Riesenschritten
dcn Rang dcr größten industriellen und
handeltreibenden Nation erringen und
dcr bedeutendsten,welche die Welt jemals
gekannt."
(Aus dem ..N.-N- Pulk.")
Die tHcsanchtc vom <scnsus.
Von Praktiken erkürt cr krumme, ja, die krümmsten.
..Wo die Partei jeyt herrscht, ist Zuwachs u ns
ko in niel!,
Wo sie nicht herrscht, da hat dic Voiközahl ahgenom-
Zlus^die IM Kongreß der «Äcgner rerrw-?ern" >
Tic Unierweisung war -icwitz—charakteristisch.
Und Alles eher war der Lcnsiis, als sialislisch.
Und Porter, der Mi niäit u m Ki cinigkcilen quälet,
Rew-Zork rien .Halt! so lass' ich uiich nicht über-
Äi4 Wählerin wird sie doch ehrlich sich
Und, sieh'! die Völker all', noch kurz vorher verschwun
den. .d ' '
Und Tiadt und Ztaat und Land durchzog der Ruf »UN
..?cschummclt ward um
Jedoch in Washinqion hat man cin weit Gcwis-en-
Neu zählen in Davon will man Nichts
Und Noble schreibt! ..Kann nur an Amtliches mich
halicn,
Aiirn.'
Sein Vriesstbl glich schon mehr dem -liei von einem
Toch Ihr, die schuld daran, sollt Tcsscn sroh nicht
Man hat gewogen Euch und viel zu leicht befunden."
berufen wohl, doch "ichl^er
t' aill
in? Up. kdouleZ tsks°
Tie neueste,» Nachrichten
au» TkUtjchlaiis uud dcr ZHwci! ii-aen frei auZ
d-> <5. «. Richard Vomp
S!:.SSü, Osl-Germanstraxe, Balrimorc.
K^icdrich'»"uft cu? Reudern.
-i
«5-l-isl Kriedtt«, Pap- au»
»' «- «w' ar» » P»!np..
(IVL Nr. 525.
Aus der Bundeshauptstadt.
Washington, T. C., IS. Nov.
Chef-Ingenieur George H. Whqte ist pensi
ouirt worden.
Tie JnSia„er-U»r«l,en.
General Schofield erhielt gestern eine
Depesche von General Miles, in welcher
dieser mittheilt, daß Truppen nach der Pine-
Ridge und Rosebud Agentur gesandt wor
den sind, weil die Indianer an diesen Qrlen
der Controle der Agenten entwachsen sein
sollen.
Kriegssekretär Proctor kehrte heute Mor
gen ans dem Westen zurück und erhielt eine
Depesche von General Mils, in welcher die
ser meldet, daß Truppen nach der Pine
Ridge - Agentur gesandt worden sind, um
etwaige Indianer Unruhen zu unterdrücken.
Er telegraphirte zurück, daß er mit den
Vorkehrungen die General Miles getroffen,
einverstanden sei.
Ter Prcis des Tilbers.
Das dem Schatzamt angebotene Silber
betrug gestern 848,000 Unzen, und davon
wurden .500,000 Uuzeu angekauft. Die
Preise waren wie folgt: ?i>.971 für 50,000
Unzen; tz 0.9725 für 25,000 Unzen; §0.9734
für 50,000 Unzen; 50.9744 für 50,000 Un
zen: 50.975 für 50,000 Unzen; 50.9775 für
75,000 Unzen: §0.98 für 100,000 Unzen,
und 50.9825 für 100,000 Unzen pro Unze.
Bis zum 1. Dezember wird kein Silber
mehr angekauft werden.
Ei» Pos,an,i»-Z,ivcri»ttnse»« verliastet.
Ober Postamts-Jnspektor Ralhboue har
eine Depesche erhalten, in welcher ihm mit
getheilt wird, daß der Superintendent der
Registrirungs-Abtheilung im Postamte zu
Memphis, Denn., Htnry L. Merrill verhaf
tet ist und beschuldigt wird, werihvolle regi
slrirte Poststücle gestohlen zu haben. Das
Telegramm meldel, daß er seine Schuld
eingestanden hat. Cr in ein Schwager des
Postmeisters zu Memphis.
Die Weltausstellung.
Chicago, 19. Novbr.—Das Congreß-
Comilc, welches beauftragt wurde, über den
Fortschritt der WeitanSstellung Untersuchun
gen anzustellen, vertagte sich gestern.
Tie nationale Wellausstelluiigs-Commis'
sion hiell henie Morgen eine Veriammlung,
ohne jedoch wichtige Geschäfte zu erledigen.
Dameii-Tirektorinm der Wenaus
sleUung trat heute Nachmittag zu'ammen
und wurde vom Präsidenten Palmer von
der Natioiial-Commissioii zur Ordnung ge
ru'en. Sie erwählten Frau Wm. H. Fel
ton ans Georgia zur temporären Vorsitzen,
den und Frl. Cora Paine ans öleuluckii zur
temporären Protokollführerin.
tSa» Gonld zum Präsidenten der
„Pacific - J)iai! Stcamship-No."
erwählt.
N e w - ;>) o r k, 19. Novbr. Die Goulds
Sleamshiv Comp.," welche sie im vorigen
Frühjahr verloren, wiedergewonnen. Hr.
Geo. I. Eould beabsichtigte damals, eine
Danipferlinie zwischen Tacoma. uud
China zu errichleu, allein er stieß bei den
Aktionären auf Widerstand. Gestern Nach
Mittag fand eine Sitzung des Direktoriums
stall, bei welcher er die Interessen derGvnldS
und Ruffel! vertrat. Die Resignatio
nen von Eduard Lauterbach, G. M. Mc-
Glee und Oliver H. Payne wurden auge.
nonimen und au ihre Stelle Geo. Gonld,
Gould uns Russell Sage erwählt. Hr.
I. B. Houston legte dann sein Ami als
Präsident nieder, und Geo.l. Gould wurde
zum Präsidenten erwähl:.
Mord uud Selbstmord.
Chicago, 19. Nov.—Frank Boke«, ein
Möbelarbeiter in Pullman, erschoß sich und
seine Gattin.
Vermischtes ans der atten Welt.
—E ine reizvolleldylle entwirft
ein schweizer VolkSblatt, welches erzählt,
daß in einer Landrathssitzung zwei Mitglie
der wegen Trunkenheil vermahnl wer
den mußten, wo ein drittes ~m it einem
blauen Auge" erschienen sei. Um sich
von den Mühen der Montagssitzung zu er
holen, waren die Beiden am Monlag Abend
nach Basel gefahren, von wo sie dann am
Morgen darauf „eiwas zu stark angefeuch
tet" in die Sitzung zurückkehrten. Zornig
über den ihnen zugefügtem Schimpf ergrii
feii die Beiden sofort die Feder, um ihre Cut
lassung zuschreiben, kon n te u aber das
Loch des vor ihnen sl ehen d e u
Tintenfasses nicht treffen und
mußten davon abstehen.
Dem unlängst im Frankfur
terP a lm engar t e n abgehaltenen Com
mers aller Corpssludenleu wohiiie auch .der
frühere „Paukarzl" aus Heidelberg, Herr
Imi g, bei. Der alle Herr, der ?i Jahre
und mehr als 100 Semester zähll, hal eine
blutige Vergangenheit. Er hat 40 Jahre
lang das Ami eines Paukarztes in Heide!
Berg bekleidet und während dieser langen
Zeil bei nicht weniger als 14,000 Schläger
inensuren ärztlichen Beistand geleistet, von
denen zwei tüdilichen Ausgang nahmen.
Hr. Imig, lrotz seines hohen Alters noch ein
rüstiger Manu, ist seil mehreren lahren in
den Ruhestand getreten.
Aii de r Xa rl 5> r u her Op e r ha
ben die Proben zn den „Trojaner n" von
Hektar Berlioz begonnen. Das Werk um
saßt zwei Abende, wovon dereine „die Ein
nähme von Troja," der andere „die Troja
ner in Canhago" behandell. Tie erste Par
limr hal drei, die zweite fünf Akle.
Ein Prachtbau ist unlängst in
M annheiin der L esfeniiiclikeii übergeben
worden, nämlich, die neue Neckar-
Brücke, welche an Stelle der ehemaligen
Kettenbrücke erbaut wurde. Tie neue Brücke,
deren auf zwei mächtigen Strompfeilern
hender Oberbau vollständig aus Eisen be
steht, ist zwar noch nicht feriig gestellt, indem
die dekorative Ausstattung derselben noch
stattzufinden hat, jedoch macht dieselbe jetzt
schon einen imposanten Eindruck,
Vor einiger Zeil fand im gro
ßen Theater zn CherbonrgZwieder einmal ei
ue>iundgebung der Russenliebe statt. Als
nämlich der Konimandant der gegenwärtig
iii Cherbourg weilenden russischen Fregatte
„Minin" mil seineu Offizieren das Theater
betrat, stimmte das Orchester die russische
Nalionalhymne an und die Zuschauer erho
ben sich von ihren Sitzen. Tie russischen
Osfiziere antworteten mit Hnrrah'S nnd ver
langten die „Marseillaise. Als dieselbe ge
spiell wurde, brachen die Zuhörer in Hoch
ruse auf Rußland aus.
Unter seltsamen Umständen
hat sich unlängst in Wie n ein Kammerdie
ner das Leben genommen. Ter 32 Jahre
alle Mann mar mit einem jungen, hübschen
Mädchen verlobt gewesen und halte, um
demielben Geschenke machen zu können, ver
schiedene Geldbeträge zu leihen genommen,
obwohl er wußte, daß er nicht im Stande
sei, sie je zurückzuzahlen. Dies Bewußtsein
scheiut ihm immer drückender geworden zu
icin, er beschloß, seinem Leben ein Ende zn
machen. In einer Zeit, da seine Geliebte
nicht zu Hause war, begab er sich in deren
Wohnung, setzte sich dort in den Kleiderka
sien nnd wartete, bis vas Mädchen zurück'
kam. Als sie in's Zimmer trat, jagte er
sich aus einem Revolver zwei Kugeln iu die
„Hchön Msriechen
bat ihre Ltmmlein verloren, und weiß nicht, wo sie s!tz>
wttiiz kommt sie von feidst wieder. Manche Leuie prad
ien, das ste sich um eine Qrkiliunz nie sorgen. S>>
.lassen sie sehen, wie sie gekommen ist.« Aber nur zr
cft gehen ihre Opfer, den Weg zum Grabe; sie sie'ber
in »er Auszehrung. Bis vor Kurzem wäre «in Mitte!
geilen die Schwindsucht, anertann^r
a^'ch ?unbeUi» ist. I>r! Gol^
Zeugniß chronischen Husten,"schwach« kurM,
DUitN-eiia ist es em un-erzleichlicheS Mittel.
Sage's CLtarrh^^
Der flrösite Schmerzenftiller I
auf der Welt. Lindert u. heilt I
Rheumatismus, Neuralgia, I
Schwellungen» lahme u. steife A
Glieder oder Muskeln, Eickit, »
Nucken- u. Kelenkschmerzen, I
Kreuzweh, Brand-, Scknitt- I
» u. BruhWunden, Frostbeulen, A
i und Zahnweh, Geschwüre, ie. I
I Inallen Apotheken zu haben. I
Der tSeldmarkt.
?! ew ?) ork , 1!>. Novbr. Folgendes
sind die Lchlußiionrungcn: Geld eröff
nete ;u 3—B und schloß ;u Z Prozent.
Sterling Wechsel 4.79j auf K'> Tage und
4.8K4 aus Sicht. Bundes Obligationen:
4 vroz. 12t), pro;. 104, 3 vroz.
Aktien: Adams Ervreß 140, Central - Pa
cific 27, Chesapeake Ohio ISZ, Erie l?K,
ditto Prior. s«>, Illinois Central S 6,
Lake-Shore li»4j, Rew lerjey - Central
Nortliwestern diiio Prior. 138,
Zieiv-Hork Central 99, Lhio - Milsissippi
l 5), do. Prior. 85, Pittsburg 15>4, Reading
3i>, St. Paul 4KZ, ditto Prior. 1V24-
Western Union 75.
Biehmärkte.
Chicago, 19. November. —Rindvieh:
Zufuhr l l,«>(> 0, Versendung 2500; Preise
riirten zwischen G 2.75 n. 55.25.—Schweine:
Zufuhr 45,000, Versendung 6000: Preise
variirlen zwischen n. H:i.70.-Schaafe:
Zufuhr 6000, Versendung 2000; Preije va
riirlen zwischen ?3.55 und
St. 0 ui S, 19. November.—Rindvieh:
Zufuhr 3000, Versendung 700; Preise va
riirlen zwischen 52.10 u. 55.l0.—Schweine:
Zufuhr 8900, Versendung 900; Preise
variirten zwi'cheu §3.00 und 53.70.
Schaafe: 5OO, Versendung —;
Preise variirlen zwi'chen 5-!-o>> nnd
C a st - 5? i v e r i y, Pa., 19. November.—
Rindvieh: Zufuhr 943, Versendung 903;
Preise variirten zwischen K 1.75 und T 1.60.
Scluveiue: Zufuhr 2600, Versendung
230»; Preise varüren zwuchen 53.10 und
?>.OO. Schaafe: Zufuhr 1800, Vcrsen
dnng I8i.0: Preise variirten Zwilchen 52.00
nnd 56.00.
Liverpool, IS. N0v.—12.30 llhr Nach
mittags. Baumwolle: Amerikanische Mitte!-
sorte do. 'Neiv Orleans —. Die Ver
laufe betrugen 8000 Ballen, Spekulation
und Ausfuhr 1000, Zufuhr 20,«>00.
L 0 nd ou, 19. November.-Ver. Staaten
Obligationen: 4-proz. 1225, ditlo-tzproz.
— Aktien: A. G. W. 30, ditto Prior.
4 pro;. —, Canada-Pacific Crie 17ß,
ditto Mericaii
3Li, St. Paul 46j, New-^ork-Central 100,
Vennsylvanien49s, Reading I4Z, Mexiean-
Cenlral 70.
Schiffsnactirl-Hte».
Angekommen sind gestern hier die Käm
pfer „Cadwalader" von Philadelphia und
„Shaivmnt" von Boston.
Gestern klarirten von hier die Dampfer
„Cadwalader" nach Philadelphia, „Michi
gan" nacii London, „Paiapsco" nach Rot
terdain, „Salier" nach Bremen.
Abgefahren ist gestern vou hier der Tain
pfer „Minister Äapdach" nach Geestemünde.
Ter Tampfer „Slavoma," von hier nach
Hamburg segelnd, passirte am 19. ds. die
Znsel Wight.
Ter von hier nach 'Liverpool bestimmte
Tampfer „Carthagena" traf am 19. ds. in
Quecnstown ein.
Inland.
New z')ork, 18. November. —Abge
fahren: Tampfer „The Queen" nach Lon
don uud „Ä!anhattau" nach Liverpool.
Am 19. November traf der Tampfer
„Majestic" von Liverpool hier ein.
Abgefahren sind am 19. November die
Dampfer „Britannic," „City of Berlin"
und Nevada" nach Liverpool, „Trave" nach
Bremen und „Friesland" nach Antwerpen.
Ausland.
Antwerpen, 18. November. Ter
Tampfer „Westernland" von New Forkist
angekommen.
Bristol, 18. November.-Heute traf der
Tampfer„Llandaff-Ci!y" vonNew-Hork hier
ein.
Breme n, 18. Novbr. Der Dampfer
„Winchester" von New Orleans langte
heute hier an.
Geestemünde, 17. November.—Der
Dampfer „Helgoland" von New-Hork ist
hier eingetroffen.
Ha ni bürg, 19. Novbr.—Tie Tampser
„Moravia" und „Hasis" von New?)ork
sind hier eingelaufen.
Ha vre, 19. November.—Ter Dampfer
„Snevia" von Hamburg ist nach New Hork
weiter gefahren.
R insa le, 19. Nov.—Passtrt: Dampfer
„Cufic," vou New Hork uach Liverpool
terwegs.
Oueeustown, 18. November.—Der
Dampfer „Cill> of New-Aork," von New
?<ork nach Liverpool uuterwegs, laugte heule
hier au.
Avsahrtstage ver - Dampfer
von New-^)ork.
Grnndstncks-Nebertragnngen.
Wenieite der Park-Avenue, nahe Nickinondflraßc.^lU
TollarZ.
Rolieri N. Brown an Marh A. CoateS, Grundstück
Wcsiscile dcr Pari-Avenue, nahe Richinondftraßc, 10
Grundstück Nordseiie der Biddle-, nahe Consniution
slras!?, 13.« dei 78, LK00: Grundzins t«iS.
Henry >Z. an ,ws«>h Qtccnaick, Grundstück
seile der iZarolme-, nahe.'/offmamiraßc, I« dci tto,
Grundzins
stück der Broadway, nahe Madisonftraxe, It>.B
bei !»2. ?2I30: Grundzins L 83.3!!.
uno .ii^crilr.,
Wm. H. Bayiex. Nerwaltcr, an Wm. Sarlv. Grund-
Grundes 1.
Wni. Sarlv an Sin. A. Meamy, Grundstück Nord
seiie der vanvale , nahe Barclaustraiic, 17 vei 00, LS
Grundzins kl3O.
Edward iL. Verwalter, an Thomas Mac»
D ar^>U-^nä?>e^N -nd^str^^
Avenue N. B. Ä. ')lr,' N?ro!eu/°-r
Tenant-, nahe 14 dei 7S »7'.,,
Grundzins 5L3. ' '
Michael Schneider an John Hahn. Grundstück West
seile der Washington-, nahe McElderrystraüe. 14 bei
70. HI 325: Grundzins,4o.
Barbara Kugel an Lohn B. Jordan, Grundstück
We'neile der Bethel-, nahe P:attstra?e, 12 de,
Zs> »0 Grundzins Zl2.
Wm. Wood, Administrator, an Wm 5 Wood
»rundfiuck W-lileiie der Eareystr-xe, na-ie Sdmo-id'
ion-Rvraue. Itt.d de, 5t Grundzins 51t°!?
Edward L Nobcrt- an Eugene E. Elciucns. <>.Vund.
stuck Wemcitk der Union-, nah- Nord-Avenuc. 11 8
bet »0. t 400! Grundzins!3o. '
Biehsutter-Preise.
«Us Ser östlichcn Waage Ware» dl« Preise für
lose« 4?e», Ztrol, u. s. w., wie folgt:
- »i. Siecheu »8-tic>dlc
d-s°r
Ac h rr n - -» s c«B.r c-)rv> alter t3.SO—
L 2.50 das Faß.
Aus der uordivestlrchen:
H e u—Timothy k 8 »11, Siechen »7 tzio »,e
" Ltro h—Waizcnt7-tB, Rozoeii kl
»8 k 0 die Tonne. l r
Lchrea-iviat S— da;
Baltimorer Marktberichte.
lßcrichicr für de» „Dcutichcn t!orrcsvondcntcn.")
B a i t i m o re. den 1!« Siovemver 18i»l».
Tabelle lein: den licutiaen, den qcstrlqcn
gleichender Uebersicht:
Waizen Peunge j Gelinge ! Dieselbe Zeit
rower. Schlußratc. ! Schlußrate. ! letztes Jahr.
Spot.. VI Uli'/ 7»'.— 7»'.
StvZ Sl 84',— - - 7»'«
8!> 8!? II? 73 83
ronzb !«I —M, i»2 —N7 74 —«4
»iov t'N'. 7i»>— 7»',
Tej.. !,i> t«It»I«N ,
San i>2'.- :«2 . '-'t j 82 82 ,
! I
Ziiai. »UV.—l>w B7'- 87-,
Bü!Z<». Ausfuhr 3!>?> ?usche>,
und den ictztjährigen >?tand der Maispreiie m vcr
glcichcndcr Ucversicbt:
Mai» Heutige (Vestrige bleiche Zeit
S»«l ! >
C»'°t Zt.weiß'r ! .... ! —. ...
Slidlicherweiß <>!? Kü —4t
Cüdti.tier gelber t>4 <it 4>> —t.'j
Saauar «t N,..
s>t—
^ »7»,-Itti ! ....-
Waizkn-, MatZ- UN» No g z cn m e h 1.---W>r
Weulut es Linter Waiden, Tupkr xü.llN—Z.sU
"
'»rands Extra)
'ÄaiSmet>l'°(pro INI» Ps»nd> 1.!ü»—1.j,»
' WeftliÄier j>rai» i 12—ISPsd).K2N'^—21
Mittlerer Ki Piv.; I!> —2V
SSdtv-nrtüdtt Iv Pso.) lti —lB^,
Ti^?S! .ms
Än!,er". l"
ie nach Qualität I.Ü5 1.4!»
Buttcr:
!»a!imbuiter, >anc» . ...» 27 —2B
Wesl-VirAinier und Ä<>rginie>- I><> —lii»
Nallbuttcr, N- 22 —24
Westlicher, llolicr Nahm, jancy ... ... t»''
Kleine, 2(» bis 21 id, auScrl. Ä.-.A.. II .—II >,'
. bis 2l> li>, dillo wcsllickier 10 —1(»
Gänse k«» —75
Ges » lachteteS v> cjlü g e l <pro Psnnd):
Puter 10 —II
Enten !» —lO
Effektenbörse»
Aiddend°is.^-n^^.uui?.)
1.8 M« Balinnore Lladtl! ?er. IM» INS
I>> Balllniorc Allien I»K
2t» .....' 44'^
s»s do. Do 44
Eave ><ear/)adl>n Äalleo, B I>>s,.j
do. 4ki,Ex-Neg l2s
do. 4cr,6'p'n 121 123
do. Cur.-BondS, 18!»5 lIS
do. do. 18!>« Ilü
do. do. 18!»7 118
do. do. 18»8 121
do. do. 18»» 124
Siew-Borkcr «örfeii-Notiruiige».
Schluß-
24
Wlantic-^cistc^^-
Eanad«--oulher!t 4-?
t2anada-t.!ac>sie
Eentral-Pacisic
Ch-i«S-are-L^>°^^....... -. -.--- - -. .
Shicago-Rock-ISland-Pacific ttu <
Ekicago-GaS-Truft SS'«
Eol.-Hocking-VaUcq-Tol 23
L° n o°nÄ! Äli
Denver-Äiio Grande. 15
do do P>d 4».«' b«,
Erie 16 14?^
do Psd tiS
East-Tenliesjec 7
d° I.Psd
do 2. Psd lU'. I',
KansaS-Teras 5 ~
rate-Erie-Wester» - 11^
do do Psd 51
kake-Zhore IN3>, 104.,
Manhattan-Hochbahn »S!? !>,i '
Missouri-Pacisic s«i 5»
Jirw-Enillano SU !Z2
- ...
'
ittorlhern Pacisic 1-? » 2U »
do PsS «U
Norfolt-Westcra. 14
do PI» 48 4<»
N.-A.-S 0 11!-
Ohio-Mlssilsi»pi 22 .....
2U!» 21.^
do Psd. «4
Pacific-Äail 3» SS^
— S»
Richuiond- ' ....''
St. Paul . 44 ..^..
?.VW
VIN vollständiger lsrfolg. s
Cd s»r-ibt der Her? basier A. Zlntrine -u« Resu.
vi-, Teras. Is! Vast-r klcnia s Nerren-Stkler zeqea
sclSe Nerr-'iläl. «ie sie mich Mw-'> bat. Te'.ldem
ich lltfes Mürel nahm, fühle ich irrerer menschlich.
CrdäHtMschwäche kurirt!
Z«.!, <!c., Tak., Nov. 'Ai
li!t sebr cn Ter. -'lich!.-'!. man r»lb mir rer«
<S-.«:-n- Siü-l, ob«, n-.c-ii I -li, ich gab de:n»bt alle
Hoffnung aus. !a nur.? Mir Kastor ailllg'» Ntrrea-
Et!ir«cr eni»,-»««. «ur »ire-. ,-laschiii ra
ren und bin nun irielkr roUsilmUH hngeslellt. Ich
rathe jeieni terartiz Leivoic»» tieie Äedijin zu ??-
trauchkn, sie anlere Nicht s>«
Montau.
«H-DsS VuS> für Nerrenleitente wird Jede»,
d»r ?« »erlangt, frei zugesandt, und Arme» auch die
Medizin umsonst zelieseri.
Dies- Med,»» wurre ieil zebn Jahren »°n P--i°r
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rrschxint /rciiag-Klurgtil
und enthält die
ausführlichsten Berichte
aus der
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Außerdem enthält dasWochen-
blalt Kabel- und Inland-De-
peschen, die neuesten Novellen,
Berichte aus jedem Zweige des
Wissens, vollständige Nachrich-
tcn über die Ankunft und Ab-
gang der europäischen Dampf-
schiffe, Pafsagierlisten hier an-
—zukomuicnderEinwandcrcr und
—die hauptsächlichsten Loka l-
Ereignisse Baltimore's und
Maryland's, Washington's
:c.; vollständige Berichte über
den Stand der Märkte, Börse
:c. Sorgfältige Ausstattung,
guter Druck und billiger Preis.
Tas WocheMatt geht »ach
Wafl,i«ato». D, C, > Annapolis, M».
vliarlcsto». T. E, .Saqerstow», Md.
Zavauuali, Ga, Parkcrsburg, W- Ba..
Zacklouvillc. Ala., Martinsburg. W La.»
Mobile, Älla. Ztaunton, Va,
New-crlean», La, Richmoud, Ba..
McmphiS, Tcnn, Petersburg. Va.»
t?oui«viUe, Kq, Uleraiidria, Va.,
Areverick, M» , Wilniington, N -v.»
Arostburq, Md., »torsolt, Ba .
Vonaconing. Md , Haore de ttraee, M».,
«raiitsvillt, M»., Tl,re««bur>,,
!igilliam»vort. M» , Bort, Pa.,
sowie nach allen
Thrilrn dcr vcr. Staaten u. Europa's,
für de»
wöcbentl. Korrespondenten,
Portofrei -im Loraus zahlbar:
l auf V Monate SI.S.»»
l <?remplar auf!Z Monate
» Eremplare auf «2 Monate Stt.7s»
4 <sremptare ans IL Monate KL.?«»»
Iwteu nnki pl äimeit
- für -
(5 lubs und bjesellschaften.
Portofrei ni den Ler. Tlaalen.
.? (»remptare ans 12 Monate K!<l
10 <sremplare ans lL Monate HiLO
lZ vremptare auf 12 Monate KZ9
20 Exemplare auf 12 Monate «40
."0 Exemplare auf 12 Monate SOO
40 Eremptare auf 12 Mouate SLO
adressire
Office des
"Deutschen Korrespondenten,"
Tüdwest-tscke der
Datiimore-Str. und
Pässe? Pässe!
zu bedeutend Pieiie
Äaiue.

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