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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, November 11, 1892, Image 1

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Der Deutsche ssor-Houdent,
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Preis de« «»glichen Blatte«, durch TrSgtr in Bal
timore und in der !>tachdarscki»li vcsorzl. StS.;
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52. Jahrgang.
Der
Deutsche Correspondent I
1841-1892.
ist die
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deutsche Zeitung
in den Ver. Staaten.
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Wöchentlich!
tM°Die Wochen-Ausgabe
des
Deutschen Korrespondenten
erscheint Mn Freitags-Morgen
und enthält
die ausführlichsten Berichte
aus der
alten nnd neuen Welt.
Außerdem enthält daS Wochenblatt Ka
bel- und Znland-Depeschen, die neue
ren Novellen, Berichte anS jedem
Zweige des Wissens, vollstän
dige Nachrichten übcr die
Ankunft uudAbgang der
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schifse.Passagier-
listen hier anzu
kommender
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sächlichsten Lokal-
Ereignisse Baltimore's
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Baltimore, Md.. Freitag, de» 11. November 1892.
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e » oiedriftsten Preise».
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»v??N an. mit «rnilnllaialern
SV ««». und hih». (Mär,2«,lZ)
Alva Huvbard S- haben den
Conlrakt zum Heizen der St. Edwards-
Kirche in Calverton, Md., erhalten. Bü
reaux: Baltimore und Washington. (271?)
Middendorf, Oliver Co.,
Bankiers und Makler,
l««ystr-»ebaude),
Str. LtS, Ost-vermaN'Straße,
Baltimore, Md.
«»Mitglieder der .Biltimorer effekten-Börse.'"«
Händler mit «nnitival- nn» andere« «avi»
«nl-A»la,e« «rft«, «laN«, k»»»e an«lSn»>l»e»
we»««»«. cS-»t».»J,)
Kummer Becker.
deutsches Dank-n. Wechsel-Geschäft,
Nr. 23, South-Straße.
Wechsel- und Credit-Briefe auf alle Theile
sch ,d 'ch.J alien
A genten
T. D. Hoapcr ä: Co..
B a tt k i e r s, M a k l er
Cammislions Händler,
N r. SIS, Ost German Str.»
Baltimore, MV.
Wrvcrüfsenilichen tiwli» einen Markt-Prief^üde»
Städtische Obligationen
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Baltimore, m».
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tion Wtft-HoNman-Strab«,
nahe i!indcn-A»cvue.
Stotteril
und alle sonstigen Sprachfehler heilt gründlich und
ftinell das ~Tenlosll,en«»-Z»Mt»t, Str. !t»Z,
West nahe Minden-Avenue.
(lunl^s,l2K'te^)
Ter Eisenbahn Moloch.
der« Vcrsonen vlrley».
O t t u m w a, Ja., ?!ovember.
Eine schauderhafte Katastrophe ereignete sich
während der vergangenen Nacht zu High
land-Centre, einer kleinen, nördlich von hier
gelegenen Station der „Chicago-Milivaukce?
St. Pank-Bahn." Ein Frachlschnellzng
rannte gegen die Kabine eines dort halten
den Lokalirachiznges und zerschmetterte die
selbe, sowie vier Waggons. Vier Menschen
wurden zu Tode verbrannt, uud mehrere
andere entgingen demselben nur mit knapper
Noth. Tie Kabüse wurde durch einen Ge
lraidewaggon zersplittert, welcher vier Men
schen ans der einen Seite einkeilte. Ein
schreckliches Schicksal wurde dem Frl. Lizzie
Butler, einem hier wohnhaften Mädchen, zu
Theil. Es gelang demselben, den Kopf aus
dem Fenster zu stecken. Sie bat die Umste
henden auf's Flehentlichste, sie zu retten,
allein ihr Körper wurde durch den Grtraide-
Waggon festgehalten, und es war unmög
lich, sie zu befreien. Sie verbrannte vor
den Augen vieler Zuschauer bei lebendigem
Leibe. Frau Jones, ebenfalls von hier,
versuchte, sich durch ein Fenster :u retten,
allein es gelang ihr nicht, da sie ein außer
gewöhnlich corpnlenles Franenziinmer war.
Tie beiden anderen Opser sind eine unbe
kannte Frau und em unbekannter Mann.
Der Letztere wird sür einen Fleischer aus
Lskaloosa geHallen. Verletzt wurden Frau
Clyde Willis uiid Frau Pickctt von hier, so
wie Frl. Luzie aus Sigourney. Sie
erlitten schwere Brandwunden. Ein eigen
thümlicher Zwischensall war mit dem Un
glück verknüpft. Einer der Passagiere war
verkleidet, nnd im Augenblicke des Zusam
menstoßes fiel seine ans Perrücke n. s. w.
bestehende Verkleidung ab, so daß man ihn
als einen notorischen flüchtigen Verbrecher
identifizirte. Er hatte leinen Schaden er
litten uud machte sich in der herrschenden
Consusion rasch aus dem Staube.
Stapcllanf.
Brooklvn, N.-?)., lt). November.—
Ter neue Kreuzer „Cincinnati," ein Fahr
zeug von 3130 Tonnen, ausschließlich aus
Eisen uud Stahl erbau!, wurde heule im
hiesigen Flollenbauhof im Beisein einer
großen Menschenmenge erfolgreich vom
Stapel gelassen. Frl. Mary Mosby, eide
Toctirer des Mayors John B. Mosby von
Cincinnati, vollzog den Tausakt, indem sie
in dem Augenblick, in we.chem sich derkoloß
in Beweljunz setzle und in's Wasser glitt,
eine Flaichc amerikanischen Weines an sei
nein Buge zerschlug. Tie Anwesenbeit der
Kriegsschiffe „Mianionoinah," „Philadel
phia," „Atlanta," <,Vesuvius" und „Tol
phin," sowie des italienischen Krenzerö
„Giovanni Bausan," welche in unmittel
barer Nähe lagen, bildete eine besondere
Attraktion und hatte dazu beigetragen, daß
sich trotz de« rauhen Welters eine unge
wöhnlich große Anzahl Zuschauer eingesuu
ten batte. Unter den Anwesenden besanden
sicy Floltensekrctär Tracy, verschiedene an
dere Regiernngsbeamten und viele höhere
Floitenosfiziere. Tie Hanptbatterie des
neuen Kreuzers besteht ans einem sechSzöl
ligen. sowie ans zehn füiifzölligeu gezogenen
Hinterlader-Geschützen. Im Uebrigen ist
das Fahrzeug als Schooner ausgelakell, 300
Fuß laug uud 42 Fuß breit, sein Tiisgang
beträgt 18 Fuß, uud es ist coutraktlich be
dingt, daß es eine Fahrgeschwindigkeit von
1V Knoten pro Stunde besitzen muß.
Schnittwaaren im „Löwen - Laden,"
Nr. 10, West-Leriiiglou-Slraße.
Das Wahlresultat.
ein-.
Coluinbns. 0., ll>. November.
Die Demokraten haben bis heute Mittag
auihenriiche Berichte aus 76 Counlies und
berechnen, indem sic das Resultat in den
übrigen 12 Counties schätzen, daß Cleve
land 1270 Stimmen Majorität im Staate
hat und daß der Tcmolrai Taylor mit etwa?
größerer Pluralität zum StaatSlekretär er
wählt ist. Tas republilaniiche Staats^Co
mite dagegen, welches nichtamiliche Berichte
ans allen Counlies, vier ausgeuommeli,
bat. beansprucht den Staat für Harniin.
Die Republikaner behaupten, es se, ein Irr
thum von 935 Stimmen in Cuuahoga-
entdeckt worden und die Berichti
gung desselben verleihe ibnen den Sieg.
Waiirschemlich wird die aimliche Stimm
zäylnng zur Feststellung des Resultats er
forderlich sein, und dasselbe dürste erst mor
gen bekannt werden. Die Demokraten ha
den 11 und die Republikauer 10 Congreß
mitglieder erwählt.
Illinois.
Chicago. 10. November.—Die heuti
gen Berichte deuten aus eine Majorität von
cirka 20,000 Stimmen sür das demokrati
sche Elekloral- und StaatSiicket in Illinois.
Vollständige Berichte aus Chicago und
Cook-Couilty ergeben, daß Clevelaud dori
82,000 und der vemokratiicht
Candidat Altgcld uur 31,000 Stimmen
Pluralität erhalten hat. alle« Er
warten sind Cleveland und Stevenson also
in Chicago und Cook-County dem Goiiver
neurs-Candidaten voraus, obgleich derselbe
als Deutjch-Amerikaner die große Majorität
der Teutschen aus seiner Seite hatte. Man
glaubt, daß Hrn. Alrgeld'S angebliche so
zialistische Affiliationen viele Perjone», die
das demokratische Nationallicket umersiiitz.
ten, abhielten, sür ihn zu stimmen. Berichte
aus 655 von den 705 Landbezirken im
Staate außerhalb Cook-County geben 116,-
076 Stimmen sür Cleveland und 126,089
für Harrijon. Die übrigcu 50 Bezirke
werden das Resultat nicht wesentlich verän
dern.
Wisconsin.
M i l w a u k e e, Wisc., 10. Nov.
Die bis heuie Mittag vorliegenden Berichte
ergeben 5000 Stimmen demokramche Plu
ralität. Die noch seiilenoen Berichte werden
diese Plnraliiät nicht rednziren. Die De
mokraten erwählen jechs von den zehn Con
greßniiigliedeiii und haben eine Majorität
von 29 Stlininen in der Gesetzgebung.
Zndiana.
Indianapolis, 10. November.
Heute Mittag liegen Berichte ans allen
Connnties des Staates, 13 ausgenommen,
vor und ergeben eine demokratische Plura
lität von 8686 Stimmen. Tie übrigen 13
Counlies werden diese Pluralität wahr
scheinlich ans 10,000 bis 11,000 steigern.
Die Temokraten haben eine überwältigende
Mehrheit in der Legislatur.
Detroit, Mich., 10. November.—Heute
wird angegeben, daß die Republikaner neun
und die Temokraien süns PräsidentschasiS-
Clektoreii in Michigan erwählt haben. BiS
jetzt liegen Berichte aus 74 aus den 84
Counlies vor. Die Demokraten haben
wahrscheinlich süns und die Republikaner
sechs Congreßmitglieder erwählt. Die Re
publikaner controliren die Legislatur und
werden einen Bundesienalor erwählen.
Stcw-Bork.
New - ?) ork, 10. November. Da die
neue Staais-LegiSlatur von New-lork mit
beträchtlicher Majorität demokratisch ist, so
schlägt die „World" vor, den Gouverneur
Flower als Nachfolger des Republikaners
Hiscock zum Buudesseiiator zu erwählen.
Bice-Gonvernenr Sheehan würde hierdurch
Gouverneur werden und eine verdiente An
erkennung sür die von ihm in der Wahl-
Camoagne der Sache der Demokratie gelei
steten ausgezeichneten Dienste erhalten. Auch
Repräsentant W. Bonrke Coclran wird sür
das Seuatoramt vorgeschlagen, allein seine
Freunde behaupten, er 'wolle dasselbe nicht.
W a s h i n g t o n, D. C., 10. November.
Commissär Majon erhielt heme sr.ch eine
Privatdepejche ans West - Birginien, welche
zugibt, daß dieser Staat „hoffnungslos de
mokratisch" ist. Der einzige Trost, welchen
die Tepeiche dem Hrn. Majon und seinen
republikanischen Parteigenossen bringt, ist,
daß die Republikaner Capl. Dovener wahr
scheinlich im ersten Distrikt zum Congreß
milglied erwählt ist.
Charleston, W.-Va., 10. November.
—Die demokratische Pluralität in West-Bir
ginieu beträgt nicht unter 5000 nnd wird
vielleicht aus 6000 steigen. Alle demokrati
schen Congreß Candidaien sind erwählt, und
die demokratische Majorität in der Gesetz
gebung bei gemeiuichastlicher Abstimmung
beträgt 34. Tas Ansehen von «Steve Clkinß,
dessen desperate AnUrengungeii zur Erobe
rung West-Birginien's sür die Republikaner
nun abermals'fehlgeschlagen sind, hat einen
Vernich endeu Schlag erhalten.
Tic Lage im West u.
Chicago, 10. Nov.—Tie Situation
im Weste» ist heute Abend wie folgt: Ohio
ist wahrscheinlich mit weniger, als 1000
Stimmen Pluralität demokratisch, in In
diana haben die Demokraten 10,000 Stim
men Pluralität, Kansas ist noch im Zweifel
und Calisoritteii mit kleiner Majoriiät de
mokratisch. In den übrigen westlichen Staa
ten ist nichts Neues zu melden.
Carter streicht die Flagge.
New - or k, 10. Nov.— Hr. Carter,
Vorsitzer des republikaiiischeu Siaals-Co
mite'S, schickte heute Nachmittag dem Präsi
denten Harrisou folgende Depesche: „Tie
Wahlbenchie ergeben, daß wir mit cnischie
dener Majorität geschlagen sind. Die Nie
derlage kann nur einer Reaktion gegen die
fortschrittliche Politik der republikanischen
Partei zugeschrieben werden."
Sine Ueberraschung im McKinley-Tistritt.
Allia ii c e, 0., 10. November.—Eine
der größten Überraschungen, welche die
Wahl tu Ohio brachte, besteht in der Er
wählung des Demokraten Dr. Georg P.
Jkirt zum Congreßmilgil-d im hiesigen (Mc-
Kinley'») Distrikt. Vollständige Berichte
ergeben, daß die bisherige republikanische
Majorität von 2500 Stimme» lolal ausqe
löschl wurde und daß Jkirr 1000 Stimmen
Majorität erhielt.
tkat>i»»t«gerüch»e.
New - Nork, 10. November. Die
hiesige „Evening-World" hat bereits ausge
tüfielt, wie das Äabinet de» neuerwählieii
Präsidenten Cleveland zusammen gesetzt icin
dürste. Auf Grund von Unterredungen mit
den demokratischen Führern gelangt das
Blatt zu der Ansicht, daß das Äabinetwahr
scheinlich aus folgenden Herren bestehen
wird:
Staatssekretär—Thomas F. Bayard von
Schayamtssekretär—John L. Mitchell oder
Ex-Generalposlmeister Wm. F. Bilas von
Floltensekrctär Wm. C. Whitney von
New-Aork;
jtriegssckretär—W. B.Franklin von New-
Sekretär des Innern—lsaak P. Gray von
Indiana;
Aclerbauselretär Gouverneur Boies von
Zowa;
Generalanwalt Congreßmilglied Wm.
L. Wilson! von West-Virginlen oderCongreß
mitglied Culhertjon von Texas;
Generalposimeister Ton Di. Dickinson.
Tie cngtischc Vrcff« übcr Clcvcland « vrwäh
lnng.
London, 10. Novbr. Tie „Times"
commeiitirt die Thalsache, daß die republi
kanische Partei seit General Gran:'» zwenem
Termine, ihren Halt im Lande nur durch
Kunstgriffe erlangt, welche jederzeit durch
ein PebliSzit Höllen hinweggeschwemnn wer
den können, und fuhr fort: <-ogar die Schö
psung neuer Staaten nnd die Ausschließung
von Territorien, die man im Verdacht haue,
demokralisch zu sein, reichten nichr hin, nm
den Fortschritt der überwältigenden Fluih
welle zu hemmen. Die jialaslrophe jsl um
so vollständiger, da sie völlig unerwartet
kam. Wenn, wie die Republikaner sich
rühmten, die Massen des Volkes die Mc-
Kiiiley-Bill begünstigten, könnten die Demo
kraten nicht alles vor sich her weggefegt ha
ben. Wie weit die Demokraten fähig oder
Willens sind, in der Richtung von Tarisre
form vorzugehen, ist eine andere Frage.
Ohne die übcr den Senat zu he
ben, wird es unmöglich sein, die McÄinley-
Bill abzuschaffen. Das Wahrscheinliche ist,
daß eine Combination zur Reform des Ta
riss zur Stande kommt, aber die Demokra
ten werden wohl nur mit der äußersten Vor
sicht daran geben. Die Moral von Cleve
land's Berdindlichkeil gegenüber Tammauy
Hall ist keine tröstliche. Seine Erwahlung
ist nicht nur ein Protest gegen exireme Pro
leklion, sondern ein Todesureich sür die An
strengungen von Parteisühreru, sollwährend
«apitat sür politische Zwecke aus de» Er
innerungen an den Bürgerkrieg zu schlagen.
Der „Telegrapd" ist der Ansicht, die
Uebernahme der Herrschaft Seitens der De
mokraten schließe nicht eine bedeutende Ei?
leichlerung in den Tarifgesetzen als selbst
verständlich ein. TaS Blatt meint, der de
mokratilche ixicg bedeute einen Schlag für
die Llechvlcitteli- und andere neuen Indu
strie'» in Amerika und sei eine Wohlthat für
den auswärtigen Handel. Harrison und
Depew machten wenig politisches Kapital
ans ihrem Versuch, das Votum der Zrlän
der zu fangen.
„Chronicle" sagt: „Von einem strategi
schen Gesichtspunkte ans ist es klar, dajz die
revublikanische Conveiition eintn groszen
Fehler beging, als sie Harrison an Stelle
Vlaiiie's nominirte. Vöir gestehen, dajz wir
von dem demokratischen Siegein New Fork
nicht viel hallen. Cleveland wird Tam
many-Hall seine Schuld abzutragen haben,
indem er das Hill'sche Interesse an der Bil
dung der Regierung in Benacht zu ziehen
hat. Wir sind geneigt, das Resultat der
Wahl zum nichi geringen Aulheil der be
schämenden Tragödie von Homestead zuzu
messen." Die „Post" hall dasür, daß ein
Widerruf der McÄinleh-Bill undurchführbar
wäre, indem alles Geld des Ver. Slaaten-
Schatzamles dazu nöthig sei, die von den
Republikanern angenommenen Flotten- und
Pensionsvcrwilligungen zu zahlen, und eine
Abschaffung des Gesetzes eine zu große
Diöiocirung des Handels zur Folge haben
wurde. Dir Amerikaner können beglück»
wünscht werden, dag der alte Golf, welchtt
den Süden vom Norden trennte, vollständig
aufgefüllt ist, was diese Wahl beweist. Der
„Aovertijer" will Hrn. Cleveland die Zn
rücksenduiig von >cackville-West verzeihen,
wenn er den Tarif reduzirt. Das Blatt
macht ferner auf den vollständigen Fehl
schlag der ProhibilioiiSbeweguiig aufmerk
sam.
Ter einzige Zweig der Regierung,
cher nach dem 4. März IBV3 unter voller
Conlrole der Republikaner bleiben wird, ist
das Ober-Bundesgericht. Die Mitglieder
des Gerichts werden auf Lebenszeit ernannt,
und es ist nicht wahrscheinlich, daß Präsident
Cleveland während seines 4-jährigen Amts
lermiiis Gelegenheit erhalten wird, genug
Vakanzen zu befetzen, iiin den Demolraieii
eine Majorität in dem Gerichi zu verleihen.
Zu B»ffaio, N.-H., beschweren sich die
Republikaner, daß Professor N. P. Cmer
son, oer republikanische Kandidat für das
An t desLiiperiiltendenlen des Sciinlivelens,
und Geo. T. republikanischer Can
didat für Tistriktsaiiwall, von den Demo
kraten „hinausgezähit" worden seien, ob
gleich sie beträchtliche Majoritäten erhielten.
Die Republikaner werden sich an die Ge
richte wenden.
Die gelingen Depescheu aus deu Südstaa
ten bestätigen im Allgemeinen die bereits
velösfeililja>len Rachriaiteu über das Resul
tat der Wahl iu fenem
Wahrscheinlich ivird nach der Inaugura
tion des neuen Präsidenten am 4. Marz so
fort eine Cxlrasitzung des Congresses emge
rusen werden, um die Ernennung der neuen
öiabinelSiniiglieder und Diplomaten zu be
stätigen und über verschiedene Fragen ui Be
zug aus die innere Politik der Regierung zu
entscheiden.
Hr. Grover Cleveland hat bereits über
2000 GralulalionSdepeichen erhalten. Er
weigert sich, den Inhalt dersell-en veröffent
lichen zu lassen.
Es ist möglich, daß Hräsideut Harrison
nach seinem AuStriir aus dem Amte nach
Boston übersiedeln und seinen Wohnsitz bei
seinem Schwiegersöhne Hin. Mcilee auf
schlagen wird.
Das republikanische Staats-Comite von
Massachusetts fordert eine Neuzähluug des
sür die Gouverneiirs-Caiidioateli abgegebe
nen Volums, welches eine Pluralilät von
1937 Stimmen für den Demokraten Russell
auszeigt.
Frau Delia T. S. Parnell, Mutter des
verstorbenen irischen Agitators, welche ver
schiedene Schreiben veröffentlichte, in denen
sie den Insch-Amerikanern rieth, sich nicht
von Pat. Egan irre leite» zu lassen, sondern
sür Cleveland zu stimmen, beansprucht jetzt,
wesentlich wr Erwählung des Letzteren bei
getragen zu habe».
Zn Chicago wäre es gestern beinahe zu
einem Ausruhr gekommen, weil der Com-
Republikaner, aus Trauer über die Nieder
lage seiner Panel die amerikanische Flagge
verkehrt über seinem Laoen aufgehißt haue.
Cr mußte sich gefallen lassen, daß ein De
mokrat auf sein Dach stieg und oie Flagqe
nchlig auszog.
Der irdische» Gerechtigkeit entzogen.
Readi »g, Pa., 10. November.
Bon Allentown kam heuie in der Frühe die
Telephonnachncht, daß Wm. F. Keck, der
wegen Doppelmordes heute Mittag gehängt
werden sollte, todt iu seiner Zelle ausgefun
den wurde. Alles war für oie Exelution
vorbereitet, der Galgen aufgerichtet und pro
btrt, der Strick daran befestigt, Keck's neuer
Anzug in seine Zelle gebracht und 100 Zu
triitötarten, einschließlich derer für die Sche
riffc und Commissäre benachbarter Counlies,
ausgegeben; fein Tod in der Zelle machte
dem Allen ein Ende, und der Galgen mußte
ohne Opser niedergelegt werden. Die Aerzie,
welche die Postmorleni Uiilersnchung vor
nahmen, fanden keine Spuren von Gift und
bezeugten, daß Rcrveil-.Crjchöpsung die To
desursache war, veranlaßt durch die Furcht
und den Schrecken der drohenden Hinrich
tung. Eine Jury gab ein dementsprechen
des Verdikt ab. Der Mörder halte gestern
während des ganzen Tages in seiner Zelle
gewüthet und getobt, behauptend, daß er
Frau Nipch nie crmordet habe. Er sollte
für ein granenhastes Verbrechen, das er an
dem betagten Ehepaar Nipch einer kleinen
Summe Geldes halber beging, de» Tod er
leiden. Er war der Nachbar und intime
Freund des alten Paares, das iu einer
Hütte in Smokeiown, Pa., wohnte. Keck
besuchte dasselbe am 18. November 1891, aß
mit den beulen zn Mittag und überfiel Beide
ahnungslos. Den Mann streckte er durch
einen Schuß nieder und schlug ihn mit einer
Axt besinnungslos, die Frau erhielt eineu
schliß durch de» Kopf uud war sofort todt.
Nipch starb kurz darauf, gab aber in seiner
Anieniorlem-Aussage an, daß Keck sein uud
seiner Frau Mörder sei. Der Prozeß durch
lief alle Instanzen uud endigte schließlich
mit der Festsetzung von Keck's Hinrichtung
auf den heutigen Tag. Keck war 52 Jahre
alt und eiu Bruder von D. S. Keck, des
Superintendenlen d?r lildianerichnlen in
Neu-Mexiko, Arizona, Utah und Wyoming.
Seme Frau und Tochter lebe» bereits län
gere Zeit von ihm getrennt. Keck wurde ge
stern Nachmittag um 4 Uhr krank: er haue
Erbrechen und Schmerzen im Kopse, wie im
Magen; der Gesängnißarzt gab ihm Medi
zin, doch verschied er gestern Abend 410 Uhr.
Der Leichnam wurde heute Morgen nach
Lanrys gebracht und in aller Stille beerdigt.
Trotz des Verdikts der Coroners-Jury
herrscht im Publikum stark die Anficht vor,
Keck habe seinem Leben durch Gift ein Ende
gemacht, und mehrere Personen behaupte»,
derselbe habe ihnen gegenüber sich geäußert,
die Behörden würden nie die Gelegenheit
erhallen, ihn zu hängen. Gestern Nach
mittag erhielt Keck Beiuch einer Frau
Ritter und zwei Anderen. Seine Frau und
Tochter halte» ihn kurz zuvor besucht.
yarrisburg, Pa.. 10. November.—
Robert E. Wright von Allentown, keck's
Anwalt, kam gestern Abend in Harrisburg
mit einigem kürzlich gesundenenEntlastungS
maierial an und wollte dem Verurtheilten
eiue Gnadenfrist bewillig! haben. Ehe cr
den Gouverneur heute Morgen sprechen
konnte, erhielt er die Tepesche mil der Nach
richt von Keck's Tode. Hr. Wright ist der
Ansicht, daß derselbe unschuldig war. Keck
hatte immer behauptet, Nipch habe seine
Frau erschossen, und er sei durch Nothwehr
gezwungen gewesen, den Alien niederzu-
Ichieizen.
Im Keim erstickt.
Kingston, lamaica, 10. November.—
Nachrichten von Hayn melden, daß aus Kap
Haylien ein Aufstand sich erhob, der aber
vom Präsidenlell Hippolyte im Keim ersticki
wurde. Viele Perfonen wurde» verhaftet
und einige, wie es heißt, hingerichtet. Die
Maiiigal-Parlei halte Nitchs mit der Ange
legenheit zu thun und drückte große Uerra
schuiig aus, als die Nachricht hier ankam.
Koch ein Ozeandampfer in Gefahr.
New - Aork, Iv. November.—Der nie
derländisch: Dampfer „Zaandam, welcher
an, 20. Oktober von Amiierdam »ach New-
S)o'.k abging, wurde um Mitternacht am 5.
November unter dem Breitengrade 14.10
und Längengrade 54.10 von dem heuie früh
aus ÄNliverpe» angekommenen belgischen
Dampfer „Pennland" unter Segel ange
troffen. Die „Zaandam" sigiialisirie. daß
die Triebstange ihrer Maschine gebrochen
fei, und ersuchie darum, diese Tdalsiche ih
ren Agenten zu melden. Das Fahrzeug hat
keine Passagiere am Bord.
Ans der Bnnveshauptstadt.
Znr Titposition gestellte Likiiere ver Bun
oes - Armee als Mitglieder ve» vongres
sc«.
Wa shington, D. C., 10. Novemb.—
Die Erwählüng des Generals Daniel E.
Sickles zum Congreß - Mitglied für den 10.
New - Uorker Distrikt wirst aus's Neue die
Frage auf, ob die auf der „Retired List" ste
henden Osfiziere der BuudeS-Armee berech
tigt sind, einen, Litz im Congreß einzuneh
men. Die Verfassung verordnet, „daß keine
Perlon, welche ein Amt der Ver. Staaten
belleidet, während ihres AmiSlermins Mit
glied irgend euies der beiden Häuser des
Coiigresses sein dars." Als sich diese Frage
bei der Nominalion des Generals Sickles
zuerst erhob, wurde sie dem General - B»»-
deSanwalr und anderen Beamten zur Be
gutachtung vorgelegt, allem dieselben wei
gerte» sich sämmtlich, eine Meinung zu
äu>zern, außer, daß die Frage durch das Re
präsentantenhaus selbst gelöst werden lönne,
da dasselbe das versassungsniaßige Privile
gium besitzt, über die Sitzberechiigung seiner
eigenen Mitglieder zu eniicheiden. Es Han
dell sich nun hauplsächlich darum, ob ein zur,
Disposition geiiellier Osfizier der BundeS-
Armee als Inhaber eines Ainies, in der Be
deulung der fraglichen Verordnung der Ver
fassung, betrachtet werde» kann. Die Be
amten des lustlz-DeparlemelilS stimmen i»
diesem Punkte dahin überein, daß der
Fall ist. Es ist übrigens durchaus nicht un
wahrscheinlich, daß irgend ein Beamter des
Exekutivzweiges der Regierung Einsprache
gegen die Zulassung des Generals SictleS
erheben wird, und wenn nicht im Hause
selbst Einwände laut werden, so wird der
General seine Pslichien als Congreßmilglleb
ausübe» können, ohne auf seinen militäri
schen Rang und seine Gage Verzicht zn lei
sten.
Tie Brüsseler Münz-Yonserenz.
Seuaior Alliion, Repräsentant McCreary
und Prosessor E. Benjamin Andrews, Ver
ireler der Ver. Staaten aus der bevorstehen-'
den internationalen Münz - Conserenz m
Brüssel, waren heute im StaatSdepane
mein uud empfinge» ihre
Nischen Dclcgaien, schisfien sich schon gestern
i» New-Aon »ach Brüssel em, und ihre
schrisuichen Verl, ltnngsanweijungeii wer
den ihnen durch ihre Kollegen überbracht
werden.
Der Strike der Straszenbahn - Ange
stellten in Columbus.
Columbus, 0., 10. Novemver.—Der
Slrike der Straßenbahn-Aiigeslelilen nahm
ei» drohendes Aussehen an, als die Gesell
schasl heute Morgen den Versuch machte,
Waggons lause» zu lasse». Ungesahr 75
Polizisten uiiter Ches Murphy marsäiinen
uni 7 Uhr nach dem Depoi an der Loiigstraße,
und .>orbereiiunge» wiirden gelrosseii, die
Waggons wieder lausen zu lassen. Zwei
nichi-unioilistische Motorsnhrer und zwei
Coiidukteure waren an der Hand und nah
men ihre Posten ein, nachoem Ches Murphy
die Striker von dem Eigenthum der Gesell
schasl hinwegciueben hatte. Die Waggons
waren mit Polizisten gesüllt und fuhren ab,
lehne» aber zurück, bevor die Süd Depots,
wo eine größere Anzahl Stüter sich versam
melt hatte, erreicht wäre». Die Freunde der
Siriker benachrichtigen alle Arbeiler und
„Unioil-"Leute, den Ausstehenden zu Hülse
zu kommen uud die Waggons am Lausen zu
hindern. ES wird Mittag werden, ehe übri
gens die Leute beisammen sein iölliieu; man
erwariel ernstliche Unruhen.
Vom großen Ttrike in New-
Orleans.
N e w - O r l e a n s, La., 10. Nov.
Der große "Ausstand dauert fort, und es sind
zur Zeit keine Aussichten auf Beilegung des
selben vorhanden. Ernstliche Gewaltthaten
waren bisher nicht zu verzeichne», doch haben
Striker gestern früd viele ZeitungSträgec m
allen Stadttheile» angegriffen, die Zeitun
gen weggenommen iniv zerrissen. In Ver
bindung damit sind zahlreiche Verhaftungen
vorgenommen worden. Im Lause des Mor
gens haben viele Frachiverlader die Arbeil
eingestellt, wodurch der Handelsverkehr der
Stadt noch mehr lahm gelegt worden ist.
Die in den Vanniivollpresse» beschäfiigieli
Leute sind noch an der Arbeit. Alle hierher
führenden Bahne» mil der einzige» Aus
nahme der „Süd-Pac fic-Bahn" haben von
dem herrschenden Stand der Dinge großen
Schaden.
Da sich sehr viele gesetzlose Elemente in
der Stadt befinden, denen die üädtijchen
Behörden im Falle eines Aufruhrs mäit
gewachsen sind, so w'.rd der Gouverneur
wahrscheinlich die Gewalt in der Stadt
direkt in seine Hand nehmen und die Miliz
zur AlUrechterhaltung der Ordnung aufbie
ten. Er ha: sich zu diesem Zwecke mit de»
Offizieren der Miliz und de» städtische» Be-
Hörden, wie auch mit de» Kauslcute» i»'s
Vernehme» gesetzt. Die Koste» für de»
Schutz durch Miliz follen durch Lubstriplioii
der Bürger gedeckt werden.
(«»»unserer gestrigen S. Morgen-ÄnSgabe.)
Erstes grosteS Conzert der „Har
monie."
Hr. Xaver lNeiier wirken ai» Toliften mit.
Da« erste Conzert der „Harmonie," mit
welchem der Verein die Reihe seiner dies
jährige» Festlichkeiten gestern Abend i» der
„Germania - Männerchor - Halle" eröffnete,
war ein Erfolg in jeder Beziehung, und war
uur zu bedauern, daß i» Folge des schlech
ten Wetters der Besuch beeinträchtigt wor
den und kein solcher ivar, wie es das überaus
gewählte Programm und die treffliche
Durchführung desselben verdient hätten.
Cin gutbeseyles Orchester, unter dessen
Mitgliedern sich anch die HH. Fritz Gaul
und Rud. Green befanden, war für. das
Conzert gewonnen worden, ferner Balti
more's beliebte Sängerin, Mad. R. Ort
mann, welche ei» von Natur aus treffliches
Slimmmaterial, eine schöne, voluminöse
Soxranstimme stets in künstlerilch muster
hafter Weife zur Gellung bringt, sowie der
geniale Waldhorn-Solist Zaver Reiler, des
sen meisterhasle Technik und brillantes Spiel
überall, wo er vor dem Publikum erschienen,
hüben und d'rüben. begeisterte Bewunderer
gesunde» hat. Zudem bot das Conzert ver-
Di,-MM
ist jenes Elend, das man erfährt, wenn
man Plötzlich gewahr wird, daß man ein
diabolisches Arrangement genannt
Magen—besitzt. Nicht zwei Dyspepsien
haben dieselben verlaufenden Symptome,
aber wo auch immer Dyspepsie eintritt,
die zu Grunde liegende Ursache
ist die Leber,
und eiu Ding ist gewiß, nicht einer wird
ein Dyspeptiker bleiben, wer
Er verbessert die
ichß"'
Gase aus,
stillt Reizbarkeit,
Hilst der Per
danuiig,
und zur selben
hilft er der Leber fnnktio
niren, nnd alle körperli
chen Leiden werden
verschwinden.
kurzer Erlist eine gute Medinn. Zch
Philadelphia, Pa. (4)
iZeorg ZZrehm's
Brauerei,
Vetair-Woad, > Baltimore.
schiedene Compositionen, die hier zum ersten
Maie zu Gehör gebracht würden.
Eingeleiiet wurde das Conzert, weiches
unter Leitung des Tingenten der „Har
monie," Pros. Tillmaiin. stand, durch die
schöne Beethoven'sche „Leonore Kuvertüre
Nr. 3," welche recht wacker gespielt wnrdc
und eine guie Ansnahmc fand, Ver
laufe des ConzerieS brachte das Lrchester
auch noch die Ouvertüre „Schiffbruch dcr
Medusa" von Reissiger zum Vortrag. Mir
Max Bruch'S n „Äiorgenständ
chen" führten sich die länger der „Harmo
nie" vonkcilhast ein. Mit dem Bortrage
des anmulhigen und effektvollen Liedes be
wiesen sie, daß sie unter Prof. Tillmaiin
eiue vortreffliche Schule genossen haben.
Tics zeigte sich aber noch mehr bei dem
Chor „Germaiienzug," dessen Coiiipomst der
Dirigent des Bussalo'er „Orpheus," I. R.
Lund, ist. Der stark an Bruch'S „Nor
nialiiienzug" erinnernde Chor ist bereits in
voriger Saison vom „s!iederkra»z" gesungen
worden. Bei der gestrigen Aufführung Sei
lens der „Harmonie" hatte R. Ort
maun das Sopran Solo und Hr. G. Pöhl
maun das Bariton - Solo übernommen.
Mit lodenSiverther Sicherheit und Präcision
der Einsätze ersüllie der Chor seine Ausgabe
und gestattete durch die sehr gui ausgeführ
ten dynamischen Ton-Lchallirungen und
die verslandnißvolle VorlragSweise die Lei
stung zu einer trefflichen, welche den Beisall
uqt vi« Anerkennung der Zuhörer im vollen
!v»aße verdiente.
Nicht geringeren Applaus erzielte Anton
Rubinstein's Chor „>>er Morgen" sür Vtän
nerchor mit Orchesterbegleituiig, welcher
trotz der Lchwierigkeilen der Coniposilion
sehr schön vorgetrggen wurde.
Außerdem sang der Chor noch zwei rei
zeude Volkslieder „ich hab' mein seines
Liebchen" von .Varl Hirsch und das vcm
New Yorker „Arion" ans seiner Europa
reise überall mil stürmischem Beisall gesun
gene „hüte Dich" von C. F. I. Girichner.
Besonders LetziereS fand eine
Ausnahme.
Mad. R. Oriinai!», welche, wie schon be
merkt, in dem Chore das
Sopransolo übernommen, sang außerdem
ein Solo „Zigeuner - Ballade" von Zul.
hier in Anierika noch inchi ansgcsühr:, gesieru
Abend recht warm ausgenoinmen worden.
Besonderen Taiik verdient Mad. !7rl>nann
dasür, daß sic zwei wieder mit Horn - Ovli
gato von Hans Eteiner zum Vortrage
brachte.
Diese Lieder sind zwei au-' vier Liedern,
„Wanderlieder," welche der Componist,
bei dessen AbsMied ans Karlsruhe vor icchs
fahren ividmete und mit auf die Wander
schasl gab. Bisher war es Hrn. Retter noch
nicht gelungen, eine Sängerin zn sindc»,
welche die sehr hoch gelegenen nnd überaus
schwierigen Lieder zu singen sich geiranle.
Der Tochdichler hat in iliueu auf jede Cf
sekihascherei verzichiel. aber gerade dnrcy die
Einsachheil der Melodie und den Reichlhnm
an musilalischeu Gedanken ganz allerliebste
Eoinposltioiien geichassen, die zu dem Be
sten gehören, was die moderne Tondichtung
auszuweisen hat.
Mas. Orlmaiiii sang zwei Lieder aus dem
Cyklus „Wanderers Abendirost" n. „Wan
deripruch," während Hr. Taver Reiter die
Hornbegleilung spielte. Ter Beifall, wttchen
die Lieder erzielleii, war ein gewaluger, und
die beiden Solisteii wurden durch zweimali
gen Hervorrus geehrt.
Hoffentlich werden sie in einem späteren
Conzert einmal ten ganzen Cvklu» zum
Vortrag bringen. Hr. Oskar Äahle spielte
gestern Abend die Klavierbegleitung zu den
Liedern.
Hr. Zaver Reiter erfreute die Zuhörer au
Ber dem durch ein Conzert sür Waldhorn
von H. iiing, von dem er aber leider des
langen Programmes wegen nur zwei Satze
fpiüien konnte.
Ueber Hrn. Reiter'S vollendete Technik,
Sanftheit und Reinheit des Tones, den
lüuiilertjch vollcndeicn Bortrag etwa» Wei
leres zu lagen, hieße Eulen nach Aihen kra
gen. Hr. Retter ist eben der Meister auf
dem Waldhorn uud verdiente den enihnsia
stilcheu Beisall in vollem Maße.
Tas Programm, welches ein ungemein
langes war das Conzerl dauerte biS 4>'-
Uhr brachte serner noch das „Andanlc"
von Fr. Schuberl, eines der besten, welches
sür Streichquartett geschrieben ist. Es wurde
von den HH. Fr. Gaul, Oskar Kahl, Ru
dolph Green und Theo. Barnschein gespielt.
Ein Ball, bei dem die HH. Ferd. Kaiser
Vorsitzer, W. E. Schlögel und Franz Sul
tan als Comite sunginen, bildete das Finale
der diesjährigen ersten erfolgreichen Fest
lichkeit der „Harmonie."
„Heldenthaten" in der „Flot
te n - A k a d e m i e" ; u A n n a p o l i ö.—
Ueber einen Radeltenstreich in der „Flotten-
Akademie" zu Aunapolis berichtet eine De
pesche an den „Denlichen Correipondenlen"
das Folgende: „„Im zweiten Stockwerke
des neuen OnariierS der Kadetten m der
„Flotten-'.'ikademie" wurden heitte früh nm
j4 Uhr vermuililich aus Jubel über den gro
Beii Wahlsieg der Temokralic cm Tutzciid
große „Frösche" (Crackers) abgefeuert, wel
che eine ungeheure Aufregung verursachten.
Tie Detonation war so gewallig, daß man
glanbie, das ganze Gebäude stürze zuiain
men. Die sämnillichen Kadetten dieses Stock-
Werkes wurden sofort heransbeorderl nnd
über den Urheber besragi; aus die Versiche
rung des SeiuorS der Klasse, daß keiner der
Zöglinge in derselben den Schwabenstreich
verübt habe, koninen sich die zukünftigen
Seehelden dieser Nation wieder in ihre Zim
mer zurückziehen. Eine Ulilermchuiig ist ein
geleitet worden.""
Das Hans des Hrn. Arlhur Carter an
der Charlesstraße in Annapolis gerieih durch
die Explosion eines Gasolin-OsenS in Brand.
Der Schaden i'i unbrdeulend.
Staais-Selretär Lecomple ist gestern
von Torchester-Couiiltz in AnnapoliS ange
kommen, um die Wahlberichie aus den 23
CountieS und der Sladt Baltimore ciitge
geu zu nehmen.
Die Mauern des Anbaues des „N otre
Dame-Instituts" au Aisquildstraße
sind ganz, das Dach ist lheilweise fertig ge.
stellt. Tas Gebäude, in der Form eines
hinter dem jetzigen Bau errichtet, ist 50 bei
60 Fuß in einer, 46 bei 105 Fuß iu anderer
Richtung groß, aus Ziegelsteinen ausge
führt, mit Granit- und Ziegelstelii-Pilastern
verziert uud drei Stockwerke hoch. Das
Innere wird mil Eichenholz und Sandstein
ausgebaut. Die Kapelle kommt in die dritte
Etage; für die Klassenzimmer ist der zweite,
für Küche und Speisesaal der erste Stock be
stimmt. Hr. Otto Goldbach sührl den Bau
coniraktlich aus.
V ermi s ch te r. Die „Campbell-
hat den Conlrakt zur Herstel
lung eines Tampslessels von 450 Pserde
kräflen für das Maschiuenhaus der „blauen
Linie" der „Sladl-Pasiagier-Siraßenbahn-
Comp." erhalten. Tic Firma Dietrich <Z-
Harvey wird die „GripS" sür die Kabclwaa
gons dieser Linie herstellen.
Eiue freie Vorlesung sür
D a m e ii über „die Organe und Funktio
nen de? menschlichen Körpers in Bezug aus
die Pslichien des Weibes als Mädchen,
Mutter und Frau" hielt gestern in „Ha;a
zer's Halle" Pros. Elisabeth I. French von
Philadelphia. Die Dame beabsichiigt näm
lich, über das genannte Thema hierselvst
einen Eyklns von Vorträgen zn geben. Sie
besürwortet Elektrizität als Heilmittel.
Die luth. Pastor a l -Couse re n z,
welche wir bereit? gestern auSsührlich berich
teten, schloß gestern ihre Sitzungen, nnd am
Abend sand Gottesdienst mit Abendmahl
seier in der lulh. St. Paulskirche statt.
Heule, Bormittags 10 Uhr, findel eine in
lercssante Disputation zwischen Pastor F.
Küchele von der Missonrier Synode und
Pastor I. Treffet von der Oh'.o'er Synode
über die „Vrädestiualiou" oder die „Gua
denwahls-Lehre" in der evang.-lutherischen
St. Peirikirche, Ecke Fayctle- und Easistr.,
stall, wobei Pastor Tr. F. P. Helmighausen
als Zchiedsrichler sungiren wird. An der
T istritts-Conferenz uahiiieu Theil von Bal
timore die Pastoren: C.Friucke, T. Stiemte,
G. Johannes, W. Schaller, I.H.Hemmeler
u> d Wm. Tnllmann und vou Waihinglon
Pastor Lübkerl.
Polizeiliches. Hugh McGainey
und Charles McNally wurden gestern vcn
dem Polizeirichler Feuton ivieder nach dem
.Houie os Resuge" zurüclgeiandt, von wel
cher Anstalt sie auf Urlaub entlassen worden
waren. Beide sollten ihre Freiheit dazu
benutzt haben, verMedene Diebstähle im
nordwestlichen Stabttheile auszuführen.
John Thornton wurde gestern vom
Polizeirichrer Benner für ein ain 14. Nov.
stattfindendes Verhör gegen Bürgschaft ein
lassen. Er ist beschuldigt, Thos. Collint»,
einen 13 jährigen Knaben, Nr. 233, Nord-
Amilystraße, mil einem Knüppel geschlagen
zu habeu.
Nr. 27 Z.
Aben und Aod.
in Folge
von Schwindsucht ist in
diesem Lande wahrlzast
schreckenerreqcnd. aber in
jedem einzelnen Falle
wird die
Todes - Maschinelle
durch eine Erkältung in
gun.q gescht, welche bei lleriM
lWiMg das (!?jisl-r dald der
Macht irdischer Mse euyieht. '
Es ilt deshnili vc!n der liöchüen '
Wichtigkeit, d^ß
sj ttte » t' ii >' >j
Horchoiiüii
l ein Heilmittel von l't'lch' außer
ordentlicher tualt ilt, daß man
sich daraus verla.scn kann, daß
es Hutten, Erkältung und bösen
Hals lindert und beseitigt, die
bei Vernachlässigung langem
Ziechthum und.zum
Tod durch sch>m»ds»cht
führen.
I« allen Upotheken ,» haben.
- - '
Zi. A. A.
KZlldÄNy's
Rcndlj Rclies.
Böser Hals, Erkältung, Husten,
Luugcn-, Luftrölircuast- und andere
Eutzüttvungen, Blutauvraug türip
pe, Stthmungsveschlverve»» werden
geheilt, uns ilinci» vorgebeugt.
ZttjeuiNlltismus, Meuratgie,
Leiidengicht Perstauchiiiigen,
Kopfweh, Oaeischungen,
Zahnlchmeiz, Schmecchasligkeit von
Braiidivuiiiien, Muskeln,
Hüstweb, Geleiikaiischivelliiiigen. Rücken-,
Brnst- oder Gliederschmerzen.
S» War das erste uns ist vas einzige
Malaria in ihren verschiedenen /or
men geheilt und verhüM.
Lilyere Heilung von
Aljinem tilik) suiltl'üi.sii's)!'! '.
Dr. Nadway s
ReiMir-Pillen.
vollkommeues Avführ-, milveS
Oeffnuugsmtttel, veretten keiue
Schmerzeu, immer zuver
lässig uns uatürliit,
wirkend.
Bollständig gkstmaikioS, cirgani mit su>Z:ni?u»imi
Ätldway's Millen
Lcvcr, »er «Kiiigcw ide, »cr Viicrc». !>cr «l»sc,
ncrvöse Krankliciie», ylppeiiilofinkcx, jt->i>s
lchmcr>cn,
vi», »i- «chachlcl.
z» alle» «voltickcn ,u i,adcn.
Tas große Levermittel.^
»oa Stadw->>'S Pillen e v:.t.^
von S.illcnc'rau« in'S t'ml, i?Akln «irje Pill-.i
in <?aden von drei vi? suns -iu? di? vcterllij
ttgklll und deireit» den
gehe sicher u»o iehe ;u, dai; niau
„Radwav's" erhäl!!
Man schicke emt t'rleiilinrk.' an ?r. Radwan

The German Correspondent,
F. RAISE, PROPRIETOR AND EDITOR,
ft. NT. COR. BALTIMORE 3T. AND POST OFFICE AV*
DAII.T, delivered by carriers to the subscriber*
in the city of Baltimore and neighborhood 12St
cents per week ; DAILY and SUNDAY 15 cents per
week, payable weekly to the carriers, DAILY and
SUNDAY by mall, postage prepaid by publl£her«
$7.50 per annum: for a shorter time In propor
tion. WEEKLY and SUNDAY, postage prepaid, with
inducements to clubs, $2.50 per annum to any
partof tb« country; SUNDAY PAPER without Daily
!or Weekly $1 per annum, TIIE REST AM*
I CHEAPEST GERMAN PAPER IS TUK MIDDLE AND
1 SOUTHERN STATES.

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