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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, January 02, 1893, Image 1

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Der Deutsche Korrespondent,
M. Main, vigcntftümer „nd Rcrtur.
Eüdwcst-Eite Baltimore-Ltrabe und Post-Ofsice-Se.
LreiZ des -glichen latie, durch ZrSger in Sal-
in
Woche.zahlbar an die daOlatt deiorgenden
Triger - Täglich iiedit SonntagS Uusaab unier
53. Zahlgailg.
7?esttags-An;eiffc.
Lohn (5. Trilile,
Nr. .?!, Wcsi -Lcringtou -Stra?;.
Nenjalirs-
ckleuder Verkauf.
Kleiderstoffe.
die Äuswalii pro Hard " "5
5 Cheviot?, für 51.22
Mantelstoffe.
10 Stiilk breiten.<wic?lliaar ManteUeu
nes, karrirt nd gestreift, zu 51-5 die Haid veNauN.
Seidene und schwarte Waaren.
Indische? volle -0 breit, atl^^ii'
'Bun-e^"ue>ocnsl^ist. 75 isents crmSbigt
auf 65 :ts.
Bunte Aü.'S-Stoftc. von üv LeniS ermäßigt aus
..... ... , Ue. e' /
> er-Waaren, tu .-Zoll drei, von SU 6cm? herab
setzt aus 4!l <5tS.
Kkanesse.
— . .SV VO.
(Einheimische Stoffe.
, 'cblclchier eanloncr lUancll von Bel red^.z.tt
-. ' 7 " i.
aus 7 . <st.
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Monsselin.
7)i <ss!
Strumpf-Waaren.
t auf !...... tS.
s.zug^i.'.'t!
?9eike Maaren.
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Aj ä n d e r.
von I!Z>, 6tS. redu irt aus !< iätS.
!> von IU iZtZ. berabgesetz: aus 7>.
Handschnke.
Taschentücher.
i Alle unsere 18 Ct?> ,15 LtS. und 12>z Ll?.-Ta-
H Alle unsere Zjl Cts. , 2U ms. iätZ.-Taschen
k ickier zu Ii 6ks.
Alle unsere KU i>tZ, 50 (!iS.-u. 43 (5iS.-Tas!t>cn
k icder !iit itS.
7""./..! 7..,.".."....'...°. !
Vollier-Artikel-Departement.
Zweite Etage.
herödgeietzl aus 8 > .48.
;j4 Srosie zedlumic S3.SU
reduziri^aus.!
hallend, breite ianle geinupsl: Fransen, sr werth,
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Mrivat-Keim für Aamen
vor und nach ihrer Niederkuuf.
en, Ziauern. .....
iS-dundeit all- svr-uenkranlhcite mit bestem Srfl>
Enlblndung IM Hauje tl! ?°ard UN Zlmer s r
Woa cun aufwirlS. lleS sirenz privat. S-n>U
l.on zgz
(SLI2S.IÄI) ahe
I AnKunst der "Mmöria.''
j 6ie gefahrpolle Zsavrt glücklich
überstanden.
Sichrere lag Hülflos aiis hoher See. Ani ?!i.
Tnember brach die Welle. vtlichc Ziun
dcn lag im Schlepptau des >amliraer
Tampser „ohcmi.- —Tie „<SaUia ver
New-Dort, :ZI. Dezember. Der jo
lange vermißte Ennarddampser ..Umbria"
erschien kurz nach Uhr beute früh in Be
gleitung des deutschen Oeldampsers ~Gut
Heil" und dc „White Star-"Dampser
„Britannic" an der hiesigen Barre und er
reichte gegen Uhr BormittagS seine
Werste. Die Szenen, die sich unter den
vielen, aus der Wersle versammelten Men
schen ereigneten, die Freunde und Angehö
rige auf der „Ilmbria" hatten und sie mit
Ungeduld erwarleteii, lassen sich schwer be
schreiben. Die „Umbria" hatte bekanntlich
Liverpool am 17. Dezember verlassen und
aus der ganzen Fahrt heftige Stürme zu be
kämpfen. Die Welle brach am Nachmittag
des 23. Dezember, allein erst einige
den später, um 48 Uhr, erhielten die Passa
giere offizielle Kenntniß von dem Unglücks
fall indem Capilän McKay zu den im
Rauchzimmer versammelten Herren mit der
Nachricht trat, daß die Welle gebrochen sei
und die Fahr: vorläufig nicht fortgesetzt wer
den könne; sobald nn Dampfer in Sicht
komme, werde er versuchen, die „Umbria"
in's Schlepptau nehmen zu lassen. Der
Capitän fügte noch einige beruhigende
Worte hinzu und betonte, daß keine Gefahr
vorhanden jei, hielt es ani> nicht für noth
wendig, fortwährend Raketen in die Luft
steigen zu lassen, wie es einer der Passagiere,
der „General" I. W. Kearney von Texas,
verlangte. So bald Capilän McKay den
Rücken gewendet, erhob sich der Herr Gene
ral, eine dürre Figur mit langen Armen, n.
erklärte, daß Angesichts der furchtbaren Ge
fahr, in welcher das Schiff schwebe, es ein
Skandal sei, daß nicht sorlwährend Raketen
sls Nolhsignale in die Luft geschickt würden.
Er erklärte, daß nur Svariamkeilsrückstchten
den Capitän daran abhielten. Die Paya
giere, schlug der an allen Gliedern zitternde
Krieger deshalb vor, sollten deshalb selbst
haudelu und eine Bürg'chasiSsumine zuiam
meubringen, um den Capitän zu entschädi
gen, unter der Bedingung, daß er deu ersten
Dampfer, den man Nesse, chartere, um die
..Unibna" nach dem nächsten Hasen zu
schleppen. Für diesen Zweck war der Texa
ner, der sein sehr lieb zu haben schien,
bereit, K'.v,ot>o zu zeichnen.
Aber sein Anerbieten wurde mit lautem
Lachen von Seilen der anderen Passagiere
beantwortet, die, mit wenigen Ausnahmen,
mehr Muth zeigten nnd den ruhigen Er
mahnungen des Capitäns, sich keinen Be
ängiiiguligen hinzugeben, willig Folge lei
steten. Besonders trat diese gefaßte Hal
tung sehr rühmenSwcrld bei den Damen
hervor.
Die „Umbria," welche von der Katastro
phe unter dem -13.48 Brcilegrad und dem
57.17 Längegrad, 200 Meilen von Halifax
und 500 Meilen von New-?)ork entfernt, be
fallen worden, trieb bis zum folgenden
Morgen Hülflos auf dem Lzean, dann zur
unaussprechlichen Freude Aller kam der
Hamburger Dampfer „Bohemia" in Sicht,
bemerkte auch das Nothsigual und kam nä
her. Schwer, wie die Arbeit war, Kavel
taue von dem havarirlen Tampser nach der
Bohemia" zu leiien, gelang Dies doch, nnd
bald waren beide Boote unterwegs. Aber
während des lurchtbaren Schneesturmes, der
während der folgenden Nacht losbrach, rissen
die mächiigen Kabel, uud die ampfer wur
den von einander getrennt. Während dre
ier ganzen Zeil und der drei folgenden Tage,
als die „Umbria," von den Wellen hin und
her geworfen, aus dem Tzean trieb, war der
erste Maschinist Toinlinson nn' seinen Assi
stenten an der Arbeit, die gebrochene Welle
;u repariren, ein Werl, dessen Bollenduug
sich die denkbar größten Schwierigkeiten ent
gegenstellten, das aber dem rastlosen Mühen
der Männer doch gelang. Um die Arbeit zu
sörderii, wurden inzwischen große Quantitä
ten Oel ant die hoch gehenden Finthen ge
worsen, um sie zu beruhigen. Am Weih
nachtsiage war ein Daiupser der „Wilson-
Linie," nach Philadelphia bestimmt, ange-
Iprochen worden, er war aber zu klein, um
den großen Cuuarder iii's Schleppiau zu
nehmen, und am Montag passirle zuerst der
Dampfer „Maiihansel," und bald darauf
kam der Dampfer „Gallia," ebenfalls von
der „Cunard-Linie," ans dem Wege von Bo
ston nach Liverpool, in Sicht. Inbel und
Freude herrichte on Bord der „Umbria," als
die „Gallia" herankam und auf das Signal
beizulegen, dieser Aufforderung anch Folge
leiiielc, aber schnell veiivandelie sich die all
gemeine Freude in Bestürzung, als das
mächtige Schisf, von dem jeder Einzelne der
Passagiere Hülfe erwarlei hatte, nachdem es
verständigt worden, daß an Bord der „Um
bria" Alles wohl sei und Reparaturen ge
macht würden, plötzlich wieder, nachdem es
„Adien!" hinübersignalisirt, unter Bolldampf
von bannen fuhr. Bergcblich ließ Capitän
McKay das Signal am Mäste seines Schis
ses emporflatlern, daß er in's Schlepplau
genommen zu werden wünsche, von der
„Gallia" kam leine Antwort und bald war
sie den Blicken der Bestürzten wieder ent
schwunden.
Offiziere und Maniischasten aus der „Um
bria" blickten sich in Machloiem Erstaunen
an. Das Benehmen des Capr. Ferguson
war ihnen einfach rälhjelhaft. Wußie er
doch, daß die „Umbria" dülflos war, und
daß Hunderte von Menschenleben in Gesahr
schwebten!
Zu dieser Stunde machte sich unter den
Passagieren der „Umbria" zum ersten Male
tas Gefühl der Angst geltend, denn das
Besprechen des Chef-IngenieurS Tomlin
lon, er werde die Maschine in kurier Zeit
schon reparirt haben, erschien den Meisten
als unerfüllbar. Anch hatte man den Capi
tän im Berdacht, die Hülfe der „Gallia" ab
sichtlich zu haben, doch die
Besonneneren unter den Passagieren zer
streuten dieje Befürchtungen gar bald, nnd
alö am Dienstags-Mittag ans dem Maschi
nenraum die srohe Kunde kam, daß der
Tampser in wenigen Stunden schon seine
Fahrt werde sorisetzen können und die Ma
schine reparirt sei, gab eS Niemanden, der
nicht ein lobendes Wort für den braven
Chef-Ingenieur gehabt hätte. Es war keine
kleine Ausgabe gewesen, bei hohem See
gange und ohne Anwendung von Kraftma
schinen in die Welle, eine massive Stahl
stange on 25 Zoll Durchmesser, die Löcher
sür 25 Stahlbolzen einzubohren. Nicht
nur eingebohrt, auch angepaßt werden muß
ten diese Siahlboizen. Ei Bolzen brach,
und die Anfertigung eines neuen Bolzens
nahm geraume Zeil in Anfpruch und stellte
die höchsten Forderungen an das technische
Geschick des Chef-Ingenieurs Toinlinson.
Die Bruchstelle, die sich uiner einer der au?
der Kurbel aufgeschweißten Flanschen be
sand, war schwer zugänglich, und es war
nothwendig gewesen, eine der Flanschen los
zumeißeln ein fchwieriges nnd gefähr
liches Stück Arbeit. Am Dienstags-Äbend
war die Reparatur vollendet, und die Fahrt
wurde alsdann ohne weitere Schwierigkeit
beendet. Der deutsche Leldanipfcr „Gut
Heil" traf die „Umbria" am Freitag und
fuhr bis Fire-Island mit reduzirler Fahrge
schwindigkeit neben dem havariteu schiffe
her. um demselben sasort beiipriiigeu zu kön
nen, wenn wieder etwas Yassiren sollte.
Paris, 31. Dezember. Nicht genug
damit, daß die vereinigten Umsturzparteien,
die Sozialisten, Anarchisten, Bonlangisten,
Pessimisten und andere -isten der Regierung
das Leben sauer mache, sie muß auch ein
wachsames Auge aus die Lrlcaiiisten wer
fen, welche durchaus die Hoffnung nicht auf
gegeben haben, den Thron Frankreich s zu
rückerobern zu können, nachdem durch die
Enthüllung des Panama-Skandals der Re
spekt vor der Republik iu Frankreich so sehr
gesunken ist. Es ist schwer zu sagen, welches
die augenblicklichen Absichle der Lrleani
sten sind, aber soviel steht fest, daß sie sich
mit Plänen zum Stur; der Republik und
zur Wiederautrichiung der Monaraiie tragen.
Der Graf von Paris Hai feinen Sohn, den
Herzog von Orleans, der znr Zeit auf Rei
se in Ostasien weilt, telegravhijch angewie
fen, sosort nach Europa zurück zu kehren, um
vii deu Beraihungtii der Orleanistenführer
Theil nehmen zn können.
Ungesetztich erklärt.
Philadelphia, 31. Dez.-Richter
Bridle gab heure die Entscheidung ab, daß
die im Jahre IB3L gegründele und unier
dem Nameu der „Brauer-Poot" bekaunie
Associaiion ungesetzlich sei. Die Associa
tioii bestand aus 45 Brauerei- und Bierfir
men und verfolgte den Zweck, das Barge
schäft in Philadelphia und Canada zu con
trollren, die Preise festzusetzen u. s. w.
Baltimore, Md., Montag, den 2. Januar 1893.
Lokalberichte anö Washington.
„A ll g e m e i n e s Deutsches Wai
j s e n h a u s."—Letzten Donnerstag, den ->9.
! Dezember 139 Z, fand in dem großen Saale
des „Allgemeinen Deutschen ZLaisenhauieS"
die Weihiiachtsbeschecrung der Kinder stall.
Die Lnfl war kalt, aber die Sonne schien
gar freundlich vom blauen Himmel herab
! aus die schnee- und eisbedeckre Winlerlano
! fcha't, und von dem Thurm des mächtigen
! Gebäudes flatterte zu Ehren des TageS das
Sternenbanner, den herbei eilenden Gästen
ein „Willkommen!" zuwinkend. Seil Wo
chen waren die Borbereilungen zu diesem
schviiilen aller Muderseste vor iich gegangen;
unermüdlich und unverdrossen, nicht achtend
des weilen Weges oder des rauhen Wetters,
! hatte Frau N. F. DeGrain, die Bice-Präsi-
denilii des Damen-NähvereinS, Lieder und
j Necitaiioneii mit den Kindern eingeübt, Ko
j stüine und Dekorationen, sowie Alle be-
sorgi, was sür die Feier nothwendig war.
Der Sekretär R. SvringSgulh stand ihr da
bei getreulich zur Seile; für die Waisen war
ihm noch nie eine Arbeit zu schwer.
Hr. Guudlach, ein Bruder des küHlich ge
storbenen Herrn gleichen Namens, Halle eS
bereitwillig übernommen, den Saal zu
schmücken mit Fahnen und Bannern; im
Hintergründe strebte ein nichtiger
nachlSbaum zur Decke yinauf, eine lange
Tafel brach fast zusammen iinter'der sust
von Geschenken, und aus einer viellenlst zwei
Fuß hohen Bühne stai .'en die festlich ge
kleideten Kinder, llein und.groß..!!! ihrer
Mitte die neuen Pflegeeltern, Hr. ilnd'Frau
Ermold. '
linier den Klängen des Göunod'fcheu
„Faiist."MarscheS hatten die Waisen ihre
Plätze eingenommen und Hr. Karl Graff,
eer langjährige Präsident, eröffnete die
Feier, indem er die Anivesenden in seiner
schlichien Weise willkommen hieß. Man
sah und hörte: aus übervollem Herzen spru
delten die Worie über die Lippen, und wohl
inochie ein Gefühl des Glückes sich seiner
bemächtigen, als sein Auge über den zahl
reichen Besuch schweifte. Bot doch der Saal
kaum Raum genug für die vielen Gäste.
Die srijchen zugelidlichen Stimmen der
Kinder fangen dann unter Frau De Graiu'S
Leitung: „Stille Nacht, heilige Nacht!" und
Erfreue Dich, der Himmel kommt!" Die
deutsche Fest-Rede des Hrn. Pastor Ernst
Drewitz wiederzugeben, gestattet unser
Raum nicht, eS genüge zn erwähnen,
daß des Redners Worte selten so eindring
lich klangen, seilen einen so reichen Wieder
hall in den Herzen der Zuhörer fanden, wie
bei dieser Gelegeuheii! Desgleichen war die
englische Rede des Achtbaren Hrn. Simon
Wolf der erhabenen Feier angemessen, und
wenn der Genannte spricht, dann fesselt er
seine Zuhörer bis zuni letzten Augenblick.
„Der Dank der Waisen" war eine interes
sante und zugleich rührende Scene des
Programms, deren Eindruck um so größer
wurde, als sie sich unerwirter entwickelte.
Die Scene wurde ausgeführt durch Florence
Fox, Emilie nnd Kaiie Krasi.und bestanden
in einem poelifchen Dank an de Präsiden
ten des Waisenhauses, die Präsidentin des
„Tamen-HülfS-" uud „Damen-Näh - Ber
eins," begleitet von Blumen und Kränzen.
Ebenso sand Frau De Graiu's Mühe bei
dieser Gelegenheii ehrende Anerkennung.
Das vollständige Programm finden unsere
Leseru am Schlüsse. Eine reich besetzte Ta
sel nahm die Gäste in Empfang und hier
waltete Fran Elisabeth Ermold mit Frau
Böttcher, Beßler, Neuhans und andere Da
men des „Hülss-Bereins."
Mit vollen Händen haben die Freunde
des „Waisenhauses" gegeben und ungeachtet
des zahlreiche Zuspruches an ver Tafel ist
kaum die Hälfte verbraucht.
Das Comite, das sich die, :r Aufgabe so
ersolgreich gewidmet, bestand ans den Her
ren E. F. Treiber, Geo. B.ßler und M.
Hebner, während das Progra >im von Frau
R. F. De Grain mit H.n. Reinyold
Springsguth aufgestellt wurde
Hr. uud Frau Ermold habe, sich schnell in
ihre neue gefunden, I.adcn un>
ermüoiich Tag uns Nacht gearbeitet, um der
Feier den Crsolg zu sichern. Das Programm
des Festes ist das folgende:
Erster Theil 1. Ouvertüre, Marsch aus
„Gonnod'S Fanst" (Piano Solo) Cdw. De
Grain. Aufstellung der Waifeu unter dem
Christbaum; 2. Willkommen, Begrüßung
durch den Präsidenten des „Deutschen Wai
fcnhauses," Hrn. Karl Eraff. 3. „Stille
Nacht, heilige Nacht," Chor der Waisen-
Kinder; 4. „Erfreue Dich, der Himmel
kommt." Chor und Terzeil der Waisenkinder;
5. deutsche Festrede, Pastor Ernst Trewiy;
6. „das arme Kind." Recitation, Bertha
Ries; 7. „Ehre sei Gott in der Höhe," Eher
der Waisenkinder.
Zwetter Theil 1. „Tank der Waisen,"
Florence Fox, Emily und Katie Kraft; -2.
„O Tu Fröhliche," Chor der Waisenkinder;
3. engliiche Festrede, Achtb. Simon Wolf;
4. „die arme Waise, Necilaiion, Mathilde
Chor der Waifeiikinder; K. „der kleine Rei
ter, Recitation, Ed. Sauermaun; 7. „die
drei Könige, Recitation und Tableau, Flo
rence Fox, Emilh und Kalle Kraft; 3.
Bpiln?i><i lilln!!-," Chor der Waisenkinder
und Andience; Pianobegleltung der Lieder,
Edward DeGrain.
Schwer verletzt wurde vorgestern
bei'm Absteigen von einem Kabelbahn
waggon an Ecke IV. Straße und Penniql
vania-Avenne, N.-W.. dadurch, daß er von
einem in enigegengesetzter Richtung kom
menden Waggon gcirofsen wurde, Hr. R.
B. Clark von Nr. 1501, MassrchusettZ-
Aven.ne.
Anklagen erhoben haben die Großge
schworenen gegen 'Abraham L. Saltzstein,
Inn., wegen Diebstahls von 4 Wechseln sür
tzs.
Die „Germania-Loge Nr. 15"
der „Pythias - R i t t e r" hat die fol
genden Beamten gewählt: L. Ricks, Ex-
Kanzler; H. I. Laubach, Kanzler; Christ.
Schickler, Bice - Kanzler; K. Obermeiser,
Prälat; H. C. Laubach, Finanz-Sekretär:
A. Getz. Schatzmeister; Ed. Brown, pro:.
Sekretär; A. Niebel. Waffenmeister; Tru
slees: Geo. Eckert, H. Levy und H. Tripv;
Repräieutanien zur Großloge: Cd. Brown,
I. T. Hofmann, H. Tripp, H. C. Laubach
und H. Lückel.
Der „Arion" veranstaltete gestern in
seiner Bereinshalle für die Kleinen der Mit
glieder ein WeihnachlSfest. Selbstverständ
lich halten sich auch die Alten zahlreich ein
gefunden unv an der Freude der Kinder ihre
helle Freude gehabt. Die Sänger ließen
einige frohe Lieder erschallen, und überhaupt
war dafür gesorgt, daß Niemand Lange
weile empfand. Zwei Blinde, Louis und
Barbara Trempel mit Namen, welche be
reits am vorigen Sonntag durch verschiedene
Zitherduette erfreuten, waren auch gestern
erfchienen. Das blinde Mädchen gab anch
ein komisches Lied zum Besten, das sie selbst
und ibr Bruder iiiil der Zither begleiteten.
Dasselbe blinde Geschwiüervaar ließ sich am
TienstagS-Abend im „Sängerbund" hören
und erregte auch dort mit seinen Klavier
uiid Zilhervorträzeu allseitige Bewunde
rung.
420,0v0 Schadenersatz verlangt W.
H. Dussy von der „Capirol-South-Wajhing
toner Bahiigesellschasi" sür einen Beinbruch,
den er angeblich infolge der Unvorsichtigkeit
des Condukteurö bei'm Aussteigen erlitt.
Zum Strike von Homestead. ,
H 0 mestead, Pa., 31. Dezember. —Ein
außergewöhnlicher Prozeß ist vo'i Antonio
Ringo gegen die ~Carncgie-Sts l-Comp."
anhängig gemacht worden. Er macht gel
tend, dafz er an Stelle eines LNrikers ange
stellt war und am 18. August bei'm Berla
den von Stahlstangen schwer verletzt wurde;
der Unfall wäre dadurch verursacht '.vordeu,
daß die Firma einen unfähigen Bormann
angestellt hatte, durch dessen unzureichende
Aufsicht die Geschichte allein möglich gewesen
wäre, und dafür verlangt er Zövvv Schaden
ersatz.
Ein Comprontiß-Candidat.
Utica, N.?)., 31. Dezember. Fünf
undzwanzig vrominente Anii-Hill-Leuie aus
Orten außerhalb New-Uork's und Brook
lyn's hielten heute hier eine geheime Sit
zung ab, iu welcher beschlossen wurde, lohu
D. Kernan als Compromiß-Candidaten für
den Bundessenat aufzustellen, weil man
glaubt, dag derselbe sowohl den Hill-, wie
den Cleveland-Leuten genehm sein wird.
Der höchste Beamte des „Jron Hall
erdenS" verhaftet.
Philadelphia, 31. Dez. F. D.
Somerby, der Supreme - Präsident des
„Iron Hall-Ordens," ist hente verhauet und
sür ein am nächsten Donnerstag stattfinden
den detVerhör uuter?sVoo Bürgschaft festge
halten worden. Hr. Somerby harte nicht
deu geringsten Versuch gemacht, sich feiner
Berbastuna zu eutiieden. ..
niisererZauistagS-Z Morgen-AiiKgave >
Ttadt Baltimore.
P e r f o u a l n o t i z e n. Tr. A. ?.
Warner, ein wohlbekannter Arzt in High
landtown, welcher seit mehreren Tagen
> schwer krank war, befand sich gestern Etwas
! besser.
Hr. I. F. W'.eßncr von der Firma I.
! F. Wicßner K Brüder, Branereibesitzer in
Highlandloivn, beschenkte jeden seiner An
gestellten mir einem Paar solid-goldenen
Manscheltenknövfen.
Wärmere Temperatur wird von
dem Wetterbiirean für heute in Aussicht ge
stellt, doch soll später Schneesall folgen, so
daß ein weißer Neujahrslag zu erwarten ist.
Den Freunden des Eissportes wird bei dem
alten Fischhans und in Spring'- Gardens,
sowie aus dem See im DruiS - Hill - Park"
und dem Lake Roland wohl noch längere
Zeit Gelegenheit verbleiben, sich zu er
sreneii. Im Hasen ist nur wenig Eis, und
wo solches sich weiter unten anhaust, sind die
Eisboote bei der Hand, das Fahrwasser srei
zu machen.
Der größte je in diesem Lande
gebaure Frachtwagggou, welcher
das 124 Tonneu schwere Krnpp'sche Riesen
geichütz von Thomas' Point nach Eh'.cago
bringen soll, ist gestern iu Allsono, Pa.,
fertig gestellt worden. Der Waggon besteht
eigentlich aus zwei durch eine eiserne Brücke
verbundenen Waggons mir je acht Paar
Rädern.
G r u n d st ü ck S v e r k ä n f e. Durch
die Auktionatoren Wilh. Seemüller t-
Comp, wurde gestern auf öffentlicher Auk
tion das Nr. 130.", Orleanssiraße, belegene
zweistöckige Haus mit Grundstück — Grund
zins ZI3 für §835 an Louise und Katte
Fischer verkausi. Dieselben Auktionatoren
verkauften ferner den uuablösbaren Grund
zins von pro Jahr auf Nr. 1348, Stock
holmstraße, an Lewis B. Wise sür §525 und
an denselben für H 525 den unablösbaren
Grundzins von H 26 pro Jahr ans Nr. 1346,
Slockholmstraße; ferner an Phil. C. Horn
sür einen Grundzins von §55 auf Rr.
2006, Wittens' Avenue, und für §975 einen
Grundzins von §55 anf Nr. 2008, Willens'
Avenue; desgleichen je einen Grundzins
von §55 auf Nr. 2010, bezw. Nr. 2012,
Wilkens' Avenue, an F. Louis Schäfer für
§!'ls, bezw. Cdgar G. Miller, jun., für
§915, und schließlich das grundzinSsreie
Haus Nr. 1323, Whatcoatstraße, für ?675
an Lewis V. Wise.
Ein neuer Lad eu. Das wohlbe
kannte Kaffee- und Thee-Geschäft des Hrn.
E. D. Kenny, von Greene-
und Lexinglonstraße, hat in den letzten
Jahren eine solche Ausdehnung genommen,
daß sich Hr. Kenny veranlaß: sah leinen
Laden zu vergrößern und außerdem mit den
neuesten Verbesserungen ,u versehen. Das
vor Kurzem seriig gestellte vierstöckige Ge
bäude, dessen Borderseile mit prächtigen Or
namenten verziert ist, hat eine zweimal so
große AufnahmSfähigkeil, als das alle Ge
bäude.
Im ersten Stock befindet sich das Klein
vcrkaufs-Tep.irlemtiit, während der zweite,
drille und vierte sür die neue Maschi
nerie zum Zu-eckc des Reinigen?, Röstens
und Mahlens des Kaffees rejervirt ist. Hr.
Keniiy betreibt schon seit 25 Jahren sein Ge
schäst in hiesiger Stadt, wo er acht Läden
besitzt; außerdem in er noch Eigenthümer
von sechs Läden in Washington.
Ein neuer geselliger Verein,
der sich „nach berühmten Mustern" „S ch l a
rassla" neniii, hat sich aus der Ostseile der
gebildet. Neben der Pflege gemüth
licher Geselligkeit wüen zur Belehrung und
Unierhaliung interessante Vorlesungen, De
klamalioneii, theatralische nnd musikalische
Borträge von den befähigteren Mitgliedern
abgehallen werden. Tie Versammlungen
finden vorläufig in der Wohnung des Präsi
denten, Nr.l42!>, Ost Baltimorestraße, statt.
Die Beamten der „Schlarasfia" sind: C.
Abraham, Präsident, I. Wechjelberg, Vice
präsideüt, S. Rosenberg, Sekretär, Karl
Bauer, Schatzmeister, u. F. Mietzuer, Ord
iiungSrath.
Eine hübsche Weihnach t s s ei e r
wurde unter Leitung des Pastors Julius
Hoffmanli u. unterstützt von dem Hrn. Karl
Bolhmann und Frl. Bonderhorst vorgestern
Nachmittag von der LonnlagSschlilc der
Zivils - Gemeinde au der Nord - Gaystraße
begangen. An derselben lrugen Deklama
tionen, Lieder u. >. w. die folgenden Kinder
vor: Percy Miller, Henry Becker, Mamie
Lüh, Miniile Psort, Jennie Fehler, Harry
Knhlmann, Jennie Wedekind, Jennie Feh
ler, Lina Psort, Harrt? Schneider, Itarie
Ziegler, Georg Roßmark, Ida Slernberg,
Manne Heil, Lillie Heinrich Eigen
brodl, Lina Psort, H. Brandau, Richard
Baidus, Anna Bogel, Edwin Schleunes,
Gerirud BalduS, Herbertßühl, Wiarie Feld
mann, Tillie Siernberg, Bertha Tepkiii,
Manne Heil, Justine Stadler, Willie Loh
incver, Frieta Eppler, W. Voigt, Earrie
Lohmeyer, Flora Eppler, Ring Eppler, H.
Kabernagel, Lizzie Nettie Krämer,
Gretchen GustavuS und Frl. Anna Krämer.
Identiftzi r:.—Peter Plumberg, ein
Insasse des „Soldalenhcims" von Waihing
lon, zur Zeit bei Verwandten hier weilend,
identifijirie gestern die Ueberresie des Aian
nes, welcher im „Federal-Hill-Park" Selbst
mord beging, als die von Peter Healey, ei
nem Insassen des Heims. Er glaubt, baß
dem Manne ein anständiges Begräbniß zu
Theil werbe, wenn dem Gouverneur des
Heims die Sache mitgetheilt würde.
Ertrunken. Ein unbckanincr Knabe
brach gestern bei'm Schlittschuhlaufen au
Deal'S Shore in Baltimore eurch's
Eis und enrant. Die Leiche wurde noch
nicht gesunden.
Ableben. Einem Lungenschlage er
lag in seiner Wohnung Nr. 522, Nord-
EharleSsiraße, Hr. Geo. E. Bowdoin, einer
de: ältesten Getraidcdändler Baltimore's.
Derselbe erreichte ein 'Alter von 76 Jahren
und verschied nach einein Kranksein von nur
wenigen Stunden. Terselbe hinterläßt zwei
Söhne und drei Töchter.
Vermuthlich an vergifteten
EandieS g e st o r b e n. Die Fami
lie des Wirthes Simon Krol, Ztr. 102,
Lightstraße, erkrankte vorletzte Nacht Plötz
lich, und alle Anzeichen einer Vergiftung
traieii zu Tage. Der schleunigst herbei ge
rufene Arzt Dr. McLleany vom „Stadt-
Holpital" gab den Kranken lofort Brechmit
tel ein, doch starb das züngsle Kind, ein etwa
dreijähriger Knabe, gestern Morgen 10 Uhr.
Coioner Hill fand aus, daß die Erkrankten
sämmtlich von Candies gegessen hatten, die
bei dem Obststande eines Italiener gekauft
worden waren. Da leine Untersuchung der
selben bi jetzt vorgenommen wurde, ist
man noch im Unklaren darüber, ob diese
Glst enlhielien; andererseits besteht die Ver
muthung, daß die Vergiftung anch durch den
Genuß von Allster herrühren könnte. Co
roner Hill gedenkt der Lache noch auf die
Spnr zu kommen.
Aus dem Stadth o s p i t a l."
—James Norton, ein auf Sparrow's Point
wohnhaft gewesener Matroie. starb gestern
im „Stadttiospital" am Typhusfieber. Er
Trage Leber.
Gallenleiden,
war früher in dem Hospital als Wärter an
gestellt.
Tas Befinden von Friedrich Ltte, des
Aiigcslell'.eii der „Adams' Exprev-Eomp.,"
der am vorigen Moulag im Ealveriflrakeii-
Tepot schwer verlei-t wurde, baue sich gc
slerii Äbend jo verjchlimmerl, dag sein Tod
stündlich von den Aerzleu erwarret wurde.
Karl der vorletzte Nacht in einer
Stecherci am Mars!> Marlei-Spacc in den
Magen gestochen wurde, besand sich gestern
aus der Besserung.
5! eichenbegä n g n ts I e. Gestern,
I!aä>mitlags U Uhr, wurde die enlseelie
Hülle der Frau Loulje Helbing, welche am
Mimvoch, den '.'B. Dezember, im Äller von
6C lahren ans diesem s!ebeu geschieden ist,
von der Wohnung ihrer Tochier Frau Ka:e
Murphy, Nr. 410, AiSguiihslraise, aus nach
der „Baltiniore-Ecmelery" gebracht und
daselbst zur ewigen Ruhe gebettet. Pastor
P. H. Laud von der deutschen resormirieu
ZionS Gemeinde an der Aisquith-, nahe
Gaystrajze, hielt den Trauergotteödienst. und
folgende Herren erivieieii der Enlsct'lasenen
den leylen Liebesdienst als Bahrinchiräger:
Zakob Keßler, Karl Rabi, Joh. Holdes I.
McTonell und ThoS. Murphy. Fran
Louise Helbing erreichte ein Älter von t! 6
fahren und lebte jeit elf Jahren im Witt
lsenstande. Eie hinterlaßt drei verhei
lathete Töchter, drei zehn
Enkel, eine Schwester nnd einen auSgedryn.
ten ÄrelS von Famlltensreundeil und Be
laiinlen.
Tie sterblichen Ueberreste des in ?!ew
burgh, N. ?)., am Montag gestorbenen Hrn.
Decker wurden gestern nach einer
von den Pastoren I. B. Bacon und Alex.
Proudsit geleiteten Trauerseier vom Hanse
Nr. 12U7, r>iord>Edenstraßc, aus aus der
„Loudon-Park-Eemetery" beigesetzt. Bahr
tuchträger waren die HH. Charles I. Till
nian, D. I. Williamson, Charles B. O -
Conor, D. I. Scully, Enoch Parier und
Cyanes Thieme.
AuS den GerichrShöfe n.—Stadt
kreisrichter Dennis schied gestern die Che
C. Robertson' mit weorge Ro
bertson und übergab der Müller die Qbhut
über ihre drei Kinder. Der Mann, der >m
November 18S1 Marie T. Hare geehelichr,
styl zur Zeit einen Strastermin von lah
ren als Bigamist im Zuchthause ab.
—lm Sladlkreisgerichie Nr. 2 irug ge
stern Louis Umlaus gegen Elisabeih .'l. Um
laus aus Trennung von Tisch und Bett an.
Tie Frau soll ihn zehn Tage nach der am 8.
Zanuar 1890 ersolglen Trauung verlassen
haben; sie lehrte zurück, doch dauerte das
erneute Zusammenleben nur bis zum tv.
Mai IBSV.
Georg Runge klagt in demselben Ge
richte ant volle Scheidung von Henriette
Runge, Paar ward am 18.
ber 1887 getraut nnd hat zwe> Kinder.
Kurl H. Härtung nicht um die Wohl
thaten des liiiolveiiz-EejetzeS im Common
Pleas-Gerichle nach. Aktiva siiio nicht vor
handen; aber Scrichic über Passiva von
mehr, denn TSOW liegen vor.
Auguste Bre.tzle und ihre vier Kinder
sind im Common Pleas-Geiichte gegen die
„Maryländer Bolzen- und Schlosziiielen-
Coinpagnie" aus lk-5,VOt) SchadloShaliniig
klagbar geworden; Klager haben im Dienste
der Berl.agten deu Gatten und Bater durch
den Tod verloren. —In demselben Gerichts
höfe klagt Charles H. Connolly wegen an
gcblich gesetzividrigen llebergrisses in des
Klägers Elgeiilhuni aus Hli),vi)o; serner
Georg 'N. A. Schmidt gegen die „Baliimo
rer Traction-Comp." aus Schadener
satz wegen erlittener Berletzuiigeii.
Die „Navassa'er Phosphat - Compag
nie" trägt tili Stadt-Kreiögerichle aus ein
Verbot sür die „Chesapeake-Poiomac-Com
pagnie," au-Z der jtiägerin Büreau ?tr. Sl,
HandelSlainmer-Gebände, das Telephon zu
enlsernen, an, und zwar mit derselben Be
gründung, wie sie bei mehreren anderen glei
chen Fällen gegeben wurde.
Wie wi? berichteten, wurde am 27.
November Wilh. Wille von Nr. 738, Süd-
Cyarlesstraße, arrelirt, weil er leine Frau
geichossen haben sollle. Er hat Prn.
seiiic Sache übergeben, der wahr
scheinlich in Berbindung uitt Joseph Heme
ler die Berlheidigung übernehinen wird.
Die „John H. Williams Compagnie"
ließ sich gestern ;nm Betreiben des Drucke
reigejchäsls ini Snpcrior-Gerichle durch I.
H. Böillianis, H. T. Poor, Wm. R. Wil
son, James McEvoy uud I. R. Barry mit
ikLOvo Aktienkapital incorporiren; desglei
chen die „Küser-llnion Nr. S" (für dichte
Arbeit) durch Melchior Goßmann, Johann
Meier, Johann Lassen, Johann Bauern
schub und Franz Harris ohne Grundkapital;
die./ National Fricndly Society" zu ll.,ter
stützungszwccken; endlich die neue Telephon-
Coinpagnie unier dem Namen „People'S
Telephon - Compagnie" mit ikdOii.OOV in
Altien zu je durch I. H. C. Watts, L.
B. MeCabe, Wm. Wilson, G. R. Carter,
C. H. Ware und B. H. Warthen.
Im Superior-Gerichte strengte gestern
John Manly einen Prszeß ans H4UOO
Schadloöhaltung gegen die Emer?on'M)e
Droguen-Compagnie an. Er behauptet,
das Berenden von acht Pferden in seinem
Leihstalle an Fayelte-, nahe Emaw-Straße,
sei Dämpfen und Dünsten aus dem Etablii
semeiit der Bromo - Seltzer fabrizirenden
Berk.agten znznichreiben.
Gerichtsverhandlungen.
Waisengerich t. —(Bor den Rich
tern Lindsay, Edwards und Gans.) Es
wurden Peier Klingelhöser, John Frea
nor und Georg H. Buchheimer liebst Johann
Pletscher mit derßerwaltung derresp. Nach
lasse von Elisabeth Geiger, Sarah Freanor
und Johann Buchheimer betraut; das In
ventar des Marie Louise Hunt'schen Nach
lasses eingereicht.
Gerichts-Statistiken.
Scheidunge n.—lm Jahre 189 Z wur
den ini Stcidt-Kreisgerichte Nr. I 124 Ge
suche um volle Scheidung und um Tren
nung von Tiich und Bett eingereicht, 52 be
willigt, 5 abgewiesen, und 67 sind noch in
der Schwebe.—lm Stadt-Kreisgerichle Nr.
2 betrug ine Anzahl solcher Gesuche 173,
wovon 52 bewilligt, II verworsen wurden,
und HO noch der Erledigung harren. Im
Ganzen also wurden 104 Paare geschieden,
und 175 warten aus das Resultat ihres Ge
suches.
'Aus de ni Wa is en-G e ri ch t e un d
dem Testaments - R e g i st r a t o r s-
Büreau lautet der Jahresbericht bis
zum :!0. November. Es wurden in den
eilf Monaten von 1802 Nachlaßverwalter in
1187 Fällen mit tzw, Caution ein
gesetzt; Inventare von 733 persönlichen Hin
ierlassenjchaflcn im Werthe von tze,156,-
325.77 und Inventare von nachgelassenem
Grundbesitz in Höbe von k 692.864.05 einge
reicht; Berzeichnisse von Nachlaßichulden im
Betrage von H 803,416.05 in 67 Fällen vor
gelegl; 1267 Nachlaßverwallung - Conti
über H 12,613,526.78 gutgeheißen; 222 Bor
münder mit Z 1,391,025 Caution ernannt;
329 Bormuiidschans-Conli über 570,595
genehmigt; 472 NachlaßverkansS-Conli über
151,351,242 ratisizirt; 1277 TestamentS-Voll
sirecker, Nachlaßverwalter und Bormünder
ihrer Pflichten endgültig entboben; 498 Te
stamente gültig besunden; 3344 Abschriften
von Dokumenten geliefert; Erbschaftssteuern
und Nachlaßverwaltungs-Gebühren im Ge
sammlbctrage von 51,1ö,237.8s erhoben; 77
Fälle gerichtlicher Entscheidung anheim ge
stellt; 59 derselben erledigt; gegen einige
Entscheide appellirt, aber alle Enlicheidun
gen der unteren Instanz vom Appellations
Gerichte bestätigt.
Die Regi stranden der beiden
Stadtkreis-Gerichte sind bei
nahe ganz ge'äubert; nur ein Paar Eiien
badtt-Prozesse sind noch unentschieden.
Im S u p e r i o r- und Common-
PleaS - Gerichte sind hauptsächlich
Schadenersatz-Prozesse gegen Eisenbahnen
und den Mayor und Stadtrat!) in der
Schwebe.
Auf der Registrande des C r i m , n a l-
Gerichts stehen für den Januar-Termin
Prozesse wegen Mordes gegen Alvareda
Gever, Wm. H. Jones, Richard Donnelly,
Bruneslaw PowinSli, Wilhelm Zielle,
Friedrich Wentzel und Heinrich Fricle.
Im Bnndes-BezirkS-Gerichte
liegt außer einigen Anklagen wegen gesetz
widriger Registrirung als Hauptoerhand
lnng der Prozeß gegen John Morgan wegen
versuchter Bestechung eines Geschworenen
vor.
Vermischtes. Senator Gorman
und der Achtb. Barnes Compton waren ge
stern in New-lork und statteten Hrn. Cleve
laud einen Besuch ab.
Die Staats-Bauten-Behörd! hat ge
stern die Rengnation des Hrn. Z. F. Talbot
als Feuer-Bersicherungs-Commissär ange
nommen und au dessen Stelle Hrn. G.
Freeman Rasin ernannt.
Schnittwaare in „LSweu'Ladsn,"
Nr. 19, West-Lexinglou-Ktrase.
(Äuz.3l-1)
Endlich verhafte t.—Borgestern
Nacht verhafteten Sergeant Jones und Po
lizist Rochfort des östlichen
betrunkenen Neger, Namens Wm. svel,
der iu seinem Rausche eingestand, daß er
vor 13 Monaten dem Dr. Monmonier von
Waverly, in dessen Diensten er stand, um
bestahl und damit verduftete. OSbel
wurde dem Criminalgericht überwiesen.
Ein alter Bekannte r.—Der Neger
Wesley Wilson, alias Wesleu Levi, wurde
gestern vom Polizeirichter Benner den Groß
geschworenen überwiesen, weil angeblich ans
dem Trödlerladcn von Isidor Mannes, Nr.
115, Nord-Fremontstraße, einen Anzug
slnhleii hatte. Wilson betrat den raden und
ließ sich den Anzug vorlegen, der G 6 kosten
follie. Der Neger nahm denselben unter
den Arm und verduftete, fiel aber dem Ser
geanten Manning gestern in die Hände.
Wilson hat eine schlimme Bergangenheir
und bereiiS mit dem Zuchthaus Bekannt
schaft gepftogen.
U n fälle. Um 4 Uhr gestern Nach
mittag wollte die 8-jährige Mai, Braden,
Nr. 1706, Greenmounl - Avenue, einem
Pferde in dem hinter ihrer elterlichen Woh
liililg befindlichen Stalle MaiS vorwerfen,
als das Pserd ausschlug und sie an der
rechten Kopsseite traf. Man brachte das
Kind nach der benachbarten Apotheke von
Schröder, wo Dr.Gibbs die Wuude verband.
Terselbe konnte vorläufig niciu genau con
statiren, ob das Mädchen gesährlich verletzt
ist oder nicht.
Der 17-jährige W. Haschen. Nr. 901,
Snd-Frcmontstraße, wohnhaft, stürzte ge-
stern, 5> Uhr Nachmittags, in dem EngroS-
Modewaarengejchäfl von H. Trelde 6- Söh
nen, Nr. 24, West-Baltimorestraße, von ei
ner drei Fuß hohen Leiter herab, während er
mit der Aufstapelung von Waaren beschaff
tigt war, und brach beide Röhren des rechten
Armes. Man brachte den jungen Mann
nach deni „StaiZthojpilal" und dann, nach
dem er dort ärztliche Hülse erhallen Halle,
nach Hause.
In der Papierschachtel - Fabrik von
Aaronson Sc Rassel, Nr. ült), West-Prall-
Dtraße, vergaß vorletzte Nacht ein Ange
stellter einen Wasserhähnen zn 'chließen,
und das überströmende Wasser richtete etwa
tzlöt) Schaden an.
Brände. Ein Passant sab gestern
Abend Uhr ans dem Dache des von Hrn.
Max Bernhard bewohnten Haufes Nr.
524. Nord - Gaystraße, Rauch dringen; er
benachrichtigte Sie Spritzen-Compagnie Nr.
(!, doch fand sich bei der Unierinchung, daß
kein Feuer vorhanden war. Indessen ent
stand ein Schaden von tzs.
Wußte es besse r.—James Kelly,
ein Sohu der „grünen Insel." stand gestern
Morgen vor Polizeirichler Hobbs, beschul
digt, in der Nacht zuvor seine Frau geprü
gett zu haben. Sie liatte einen Hastbcfehl
gegen ihn aiisgeschworen und erschien darum
vor dem ..Sqnire" Nicht in der besten Laune.
Er erklärte, seine bessere Hälfte sei betrunken
gewesen, was der Polizeirichter bestritt.
„Wenn ich sage, es ist io, so ist eS," be
merkte Kelly; „ich verstehe mein Geschäft
besser, als Sie." „Wegen Berhöhnnng des
Gericht? §l nnd Kosten," war die Antwort
des „SquireS," u. Kelly wanderie hinter die
Gardinen zurück, da er diese Summe nicht
Mit sich hatte und wegen angeblicher Miß
handlung feiner Frau vor die Großgeschwo
rincit verwiesen worden war.
Briefkasten.
Katzenwette. <i.ie BorauSsetzung,
daß drei Katzen in hund'rl Minnren iuu
Ratten saugen können, wenn es drei Katzen
gelingt, in drei Minuten drei Ratten zu san
gen, würde richtig sein, wenn Katzeu und
Ratten Automaten wären. Da aber eine
Natte schwerer zu sangen ist, als die andere,
so kann die Sache mit den IVO Rallen schnel
ler gehen, aber auch länger dauern, als 100
Minitteil. ' Dieses ist eine ähnliche Rechen
aufgabe, wie die: wenn zehn Spatzen auf
dem Dach sitzen und man schießt zwei herun
., wie viele bl::d: fixen?
vme merkwürdige kriminal
tSescvtchte.
Hinrichtung vcS aabliil>cn Mörsers von
Georg WaikiilS. Tic Ziieiche veS LpserS
Lilt"le -R0 ck , Ark., 30. Dezember.
A. I. Husspelh wurde heule in Harrifon,
Ark., wegen der im Jahre 1837 verübten
Ermordung von Geo. WalkinS durch deu
Strang hingerichtet. Der Fall ist liisosern
merkwürdig, als die Leiche des Opfers nie
aufgefunden wurde.
Der Mörder arbeitete für Watkins ans ei
ner Farm in Marion-Couniy. Bor fünf
Jadren, nn Frühjahr von ILB7, begaben sich
Hudspelh ui-d Waikins in die nächste Sladt,
und Watlins ist seitdem nie wieder gesehen
wo.den. Hndspeth wurde als des Mordes
verdächtig verhaftet, und bald darauf er
folgte die Verhaftung der Frau Watkins als
Mitschuldige.
Sie erkrankte und starb im Gefängniß,
legte jedoch vor ihrem Tode ein Geständnii;
ab, laut welchem Hndspeth ans ihre Beran
lassuiig ihren Mann geiödtet hatte, damit er
(Hudspelh) sie heirathen könne. Der Ange
klagte wurde am 3. Oktober zum Tode ver
urteilt.
Seitdem hat ein zweiter Prozeß stattge
sunden und Hndspeth erhielt mehrere Gal
genfristen, allein alle Bersuche, ihn zu ret
ten, blieben vergeblich. Blntjpuren im
Wagen und eiu im Wagen gefundenes blut
beflecktes Beil waren die einzigen gegen den
jetzt Hingerichteten vorgebrachten Beweise,
außer dem Berfchwinden von Watkins und
dem Ecständniß des Weibes.
Selbstmord eneö fluchtigen Mör
ders.
Mac on, Ga., 30. Dez.- Frank Tay
lor, ein junger Farmer, welcher am letzten
Dienslags-Abend Jim Burneit, einen Heizer
der auf feige Weise erschoß
und seit drei Tagen von einem Ausgebot
verfolgt wurde, beging heure im Rocky-
Creek - Sumpfe, wo er umzingelt war,
Selbstmord durch Erschießen.
Sein Bruder, der ihn auf der Flucht be
gleitet hatte, kam aus dem Snmvse hinaus
und benachrichtigte den Scheriss über die
That. Als man Frank auffand, hauchte er
gerade sein Leben ans. Er halte sich eine
Kugel durch's Herz geschossen, um dem Gal
gen oder dem Richter Lynch zu eutgehen.
Cleveland'S Opposition gegen Hrn.
Murphy.
New -D 0 rk, 30. Dezember.—Hr. Gro
ver Cleveland besteht anf seiner Opposition
gegen die Erwählung Murphy'S zum Bun
desienator, und alle Versuche, ihn davon
abzubringen, haben ihren Zweck versehlt.
Er erklärte heute in einer Unterredung, er
begünstige keinen speziellen Candidaten, ob
wohl er Hrn. Murphy opponire. Die Sache
habe keine Eile, und als Demokraten und
gute Bürger sollten die New-?)orker Partei
genossen darauf achten, daß sie den besten zn
erlangenden Mann als ihren Vertreter im
Bundessenat auswäklten.
- ntle '
H H WeslTndLth,!vüreau, H H
?ir. Ass. llSft<Vltir. zwischen Pearl- >1
Pinestraje. IS7V errichtet.
B.richüile us
,ul (Jll,l^itt)^
Oetd auszuleihen
beliebigen Beträgen
AenzaminKomp/s.
Darlehen- u. Bank-Comtoir,
B-njamia'scheS GebZuse (1830 etablirtf.
Mir geben noch immer cuf Sicherheiten aller Art
und Wertlzjachen überhaust die größten
Uhl: emfwgS biZ IU Uhr Abends.^
Privat-Ewganz: Zir. 42U bis 424, 01l
Etrase. iN-rl.l^)
Geld! Geld! Geld!
Lc Satabes.
consolidirte Darlehen-Co.,
Nr. cst-Baltimore .
etablirl 1825,
Zu Vttmiethen^
uns Stelle. Man wende sich Ichristllch an Joseph
Townsend, Nr. 104. Sü - ,arlcftrai-e,
Tr Geo. F. Eorse, Gardenvillc, iS.
2 a i
05 —,
X
HorrlMMil " ü...
ist seit vielen Jahre besonders .
schätzt als ein wohlthuendes Mit
sowohl für all? chronischen, wie aku
ten Krailktzeiteü der Luftröhre, wie
Huste, Tchttupseil, Bronchitis uud
Asthma. Viele Tausende haben die
wohlthätilic Wirkung dieses unschätz
baren Präparats erfahren, u. Aerzte,
wie Gelehrte anerkennen eS überall,
daß die Bestandtheile, welche zumeist
bei Zubereitung dieses Mittels ver
wendet werden, zu jenen gehören,
welche sür ihre heilsame Wirkung in
solchen quälenden Beschwerde zu
meist bekannt sind; ganz besonders
sind diesbezüglich die Präparate von
Honig, Horehouud (Andorn) und
Theer auzurmpschlen.
Tas sind zwar altmodische, aber
vielerprobte Heilmittel sür brouchi
tische Beschwerden, sie stehen bei Aerz
ten, wie bei m Volke in populärstem
Gebrauch und sind mit anderen
werthvollrn Zngredenzien chemisch
verbunden in
Hale's Honig Horebound
(Andorn) nnd Tbeer.
WiMttlnq!
' "Nach ah in un gen i n
Ächl nehmen! Ver
langt daher aus
drücklich .Httle's
.Oonig von
Oorchound
sAndorn) nnd
Tliecr, u > t
> ja luchts Anderes
dessen Stelle.
Zum Verkauf bei pothekern und
bei alle Mediziuhändlern.
H'lke's Zalinwes) Uropfcn
kuriren in einer Minute.
Bankiers und Makler.
Städtische Obligattonen
andere sichere Werthpapiere
sür
Kapital-Anlagen.
MM SIMM.
LZaerS für Kapital-Anlagen,
Nr. 4, Süd Calvert, Straße,
valtimor.
Middendorf, Oliver & Co.,
Bankiers und Makler,
(K,i,ser-ei>äuoe).
Nr. LI3, Ost-GcrmanTtraße
Baltimore, Md.
-Mitglieder der Beltimorer Sffckteii-BSrse.'"T
tal-i-sn rUr iaNe, so- aulitndii,e
T. D. Hooper <k Co.,
B I, ri - s, Matl c >!
Commisslliils Ijändler,
Nv. LI?, ost <S crman -Tt r.,
Baltimore, vis.
täglich einen Marti Dries üdc,
Kntnmer 8: Becker,
deutsches Dank-u.
Nr. Tonth-Ttrafze.
Wechsel- und Credit Briese auf alle Theile
Teutschland, dcr-llnvci ~ Frankreich. Italien
u. s. w.
i' dl T.?' ? e nlk II
AuSiullzung oon Ävllsachicii.
Ttottern
llk s-nMzc.i Tprachsehlkr kieUt gründlich und
da- „Drn.osll,cc-Znsliut. Nr. ZUZ.
N-'-'-n-A-enue.
5//? t/ 5/6
ZK li,r Moch?n!otn im Falte Ikrer
Erkl?anduug acstchert?
W-nn nicht. >1
Prudential Neague
welch seit ihrem Beliehen nielir sl ein
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