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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, March 31, 1893, Image 3

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Verlangt-Anzrigcn
t, rhSiiun, er li>rück>nn,stebah>! in
uns A!ädchen.
jüngste ist jüns Jahre alt! gulcr
Lohn. Nachzufragen in Nr. 27. RorS - ivroav-
.n Nr. S . L.drrtq tr.
k'u dcuiscbeZ Zttädcken zum Wa
schkn. Mügeln uns icjchi'.r HauZar
tett. Nachzufragen ra Ztr. tv> Wcft-crma
slrasic. (77-81
Operators, Basters, MnischerS
ti!Nlzt und PresjerS erster Klafle für We
sten. Guter r'ohn. in Nr.lU<^Nors>
eine Aufwärlerin erster
mus! englisch strecken und Euipicli
lunqcn haben. Näheres in Nr. tk, Lft-Bidvlcftr.
(7ti-7)
nng Kuaden.
"n bcständiger und uverlasst-icr
t Schneider sir seine Röcke, um zu
sammen mii einem Mädchen in der zu^arvei
wianne bezahlt: Nachzusragen bei <Z.
... Noro'Latver,nakc. (77->
ci dcuischer Junge im Aller von
bl". 18 fahren.um sich IN einer
Restauration nützlich zumachen, ilsicrien unier >K.
A. in ver <?rpediio dicsc ivtattc. (.. >
f., . e>n Brcyel-Bäcker. Nachzufragen
Avenuc. >77 t>>
>7ände erster Klaffe sür
besten. Ziachzusragcn bei ,rled'
>crn!ann Äräger, Nr. t<>, Znv -^Vtilveriftraszc.
t77->
- . ein „Tilmn'.er' für Vcidenarheil.
foforl bei H. WürY
a>-' wklle odcr^drilic
und 1l) Uhr vormittags in Nr. l > l>', Miic tlii-
Etratzc.
'.Nobelicbi-mer, 'tachzu-
srazen in Nr. lt. Wcst-Pra>-
Slrakc. i7-8>
"n Bäcker, ein Vreb-I-Bäckcrwird
vorgezogen. Tagarveit. Nachzu
fragen bei N.Borlner I>ir. U, Wcst - Praii
. ein lun.,e. um das Varbicrge-
zu etNi^mt^r-
NerlaulN im 'AKgemciucn.
<7>cuN6,cs ÄtrUfits - V!acinvennas Bnreau.
GcjeUscvast."— Tic.eniqen, welct'e deutsche
Handwerker, Arbeiter und Z'lenstvvten zu dcicküjuqen
wünschen, wollen sicb perjönll.v oder in jranflrteu
priesen an den Agenten der
Stellen-bicsnche.
, , Ein quier Bäiker siichl steiige
Arc,l als zwciic Hand. Zu
en'ragen in Nr. 1U tU. k.'iglltrabc- (77 8,
such! -icUe in eineui^ilci-
An;eiflc.-Zn liermicthen.
Zu vermiethen:
Ä.ii' bezogen werden.' Nachzufragen >n Ztr. >424.
!vt>irake. i7O 811
An;elflcn.-Zn verkamen.
Zu verkaufen: N!-z-pr.ng--VA.M
nnd Sir. 1508, N.-Beihel-Zlraße. Nachzufragen bei
John W. Hoffacker. Nr. 2, S. Vaut - Siraszc.
7)
- WlrthfchaftS-Cintichlung
t>rr It it krft r ztlaffc, lowie Vor
ralh Nachzufragen Südwest E<?c von Bank- nv
vtieficrftlajic. (7t-7)
A'v^ÄfiiWxWLW
und WeftslraKe. Der gegenwärtige Besitzer betrieb
dieselbe seit den letzten 14 fahren. Näheres Lr
unsStcllc. (75-7)
?,, ein sein polirteS Granit-
r diinitl. Monument, importirr.'um
für!4>v verkauf zu werden, stir susort
ZU verkaufen
Ballimorc gelegen ist. Wegen Einzclnheiten nachzu
(2V.Ms'nlMN "Uding.
firakc. vo„ Bloom uo ^t>na
Au verkaufen :
>n d.i -
ZU verkaufen
Klanklinftrasic. (71,4,7,80,!Z,ti)
verkaufen
RIO, st. Baut )
?ü verkaufen:'^^s
''
I. N. Maines,
Nr. il.. St anlstr..
Grtt n de ig cllt l, u s-Mar l e r.
Pianino,
ein Bargain.
27!,.^
K'j/i für link Mnlon - t)amlin'sche
L> rge l.
R Verti 6c Zoh,
(67 1 Nr. !), Siord-CharleSstrrLe.
56 monatlich,
-f? s?l>ickcring'sches Piano.
<V7 > 3i?. ii, Äiord
Ci> gutes Heim sür KZOO "
kostet, sür verkauft. Wir haben noch 2 unver
l-ufle, die wir zn je ablassen - 20 b-iar und ?3
die Woche. Häuser in gutem Zustande. Nachzufragen
beivral,am 4 vo., Nr. s,. Paulttr.
(Lkt lü.l2Mte>
kabc 42.' ikSol>liäsrr von 4V z??,
bis IN allen
tü/iärz2!?.lMt> Nr. st. Paulstraze.
?tn dtts Publikum!
(Nov2l.l2Mte> i^eschäfiZfuhrer.
Ei B-'.tiorelilae ua Pji
Än;eiflen.-Z verkaufen.
Vleivett Tie^ich
Thos. O. Zielt H Komp.,
~<scnral-Sparb>ink-"<iie!Se,
S-ke der vdarlct- nnd tZexingl-n - Strnftc.
tLk!4.IJ) Ballimore, Md.
Für H 5 bis KlO
monatlich
tauft man eiu Gartenfarm-Hei
Salzwasser, nahe Stadt nd ise
vayne; gesilnde Lage, Bod
ud Schönheit der Umge
vtlng unüvertroffe.
George T. Melvin,
SlNl!aplt,
Ankttonö?in^eiffen.
Ociientliltier Verlans
l!!L! speziell begehrcildwerikic Paitit-Viqen
lyenmalismns,
Ltndenweh, Hüftentveh,
Niereu-Beschtserden,
Nnckeulähmung Zt.
VI?. S^OLi^'S
Elektrifcher Gürtel
von. Re>. I. Sl. et. Coriia, an.
einen Siurle! kommen. Diele Zeugiiitz tönniil Ei
Sic. Z. Ä. Beltz, Corbin. kan.
ttnser Euspenso
" Milser 'bamphlet wird
M. Z.SrtSNSS, Sew Nk.
Trunkenheit
oder Wcwötiiinng an Spirituosen p-sni
viirck, von Tr.
Sin 4S Seiten starke; Buch mit allen >n,elnheite
ovrrt vantendach Sohn,
Eck der Saratoaa- und Vla-Stratz,
altim-re. Md.
Der Deutsche Korrespondent.
Freitag, de 31. März t1!93.
Zwilchen
Lipp' und Bechersrand.
Triunnal- Roman von Georg Hocke.
<2ortievuna>
Falls Barnstedt erwartet hatte, die
so ernsten Gesichtszüge deß jungen Be
amten von einem befriedigten Lächeln
erhellt zn sehen, so fand er sich alsbald
enttäuscht, denn in Biktor's Mienen
spiel prägte sich vielmehr unverkennba
res Erschrecken aus.
„Ich ich soll nach Mctz reisen?"
stotterte er verwirrt.
Ter Polizeirath nickte angelegentlich.
„Und Das bald," sagte er. „In Ih
rem Bureau liegen die sämmtlichen Pa
piere schon ausgefüllt und nntcrschrie
ben. Sie fahren heute Abend ein Vier
tel vor Mitternacht, den Schnellzug
üb?r Trier benutzend, vom Lehrter Bahn
hof ab und sind bereits morgen Abend
wenige Minuten vor neun Uhr dort."
Piktor vermochte es nicht, seine Be
stürzung zurückzuhalten.
„O mein Gott, meine Gegenivart
hierorts wäre gerade in den nächsten Ta
gen so ungemein nothwendig gewesen!"
versetzte er gepreßt.
Stutzig und kopfschüttelnd sah ihn
Barnstedt an.
„Mas giebt eS denn? Welch' ein
Geist ist eigentlich in Sie gefahren, daß
eine dienstliche Auszeichnung Sie un
glücklich macht?" meinte er dann wohl
wollend; „setzen Sie sich und schütten
Sie Ihr Herz aus. Mir müssen Sie
nnr gestatten, daß ich dabei in meinen
Verrichtungen sortsahre."
Dabei machte er sich auch schon wie
der an den weitläufigen Aktcnrcposito
rieil zu schassen, welche die Längsseiten
der Wände einnahmen.
Es siel dem jnngen Commissär schwer,
so gewissermaßen zwischen Thür und
Angel von Dein zu berichten, was mit
immer größerer, nachdrücklicherer Ge
walt von seinem Herzen Besitz nahm.
Endlich aber lösten sich doch die Worte
von seinem Munde und er berichtete
dem PolizeiratkDas im Bureau deS Un
fuchungsrichtcrs Gehörte.
Als er zu Ende gekommen, herrschte
durch Sekunden in dem Gemache tiefes
Schweigen.
„Lieber Freund," meinte dann Barn
stedt, wider Erwarten kühl geblieben
und ohne sich in seinem Aufräumen stö
ren zu lassen, „das mag Alles recht gut
und ausrichtig sein, was Sie sagen
in Ihrem Interesse will ich das Beste
hoffen, aber geben Sie sich keiner vor
zeitigen Freude hiu, denn ich kann vor
läufig weder an diesen zweiten geheim
nißvollen nächtlichen Besucher der Ba
ronin, noch an eine derartige kaltblütige
Bcrbrechernatur glauben, wie sie sich
nach den Deduktionen des Herrn Unter
suchungsrichters mit zwingender Noth
wendigkeit hinter Fräulein Elsa Gernett
verbergen müßte. Immerhin bin ich
aber auch von meinem ursprünglichen
Glauben an die Nichtschuld Ihrer ehe
maligen Braut durch nochmaliges Ueber
dcnkcn im Laufe der Zeit etwas zurück
gekommen. Nun, darüber können wir
ja ein weiteres reden, wenn Sie von
Ihrer Mctzer Reife zurückgekehrt sein
werden, was muthmaßlich in drei bis
vier Tagen geschehen wird."
Der junge Commissär sühlte sich ei
genthümlich unangenehm dadurch be
rührt, daß der sonst von ihm so hoch
verehrte Vorgesetzte die sein ganzes Füh
len und Empsinden beherrschende Frage
gewissermaßen als nebensächliche Ange
legenheit behandelte, deren Erledigung
sich aufschieben ließ; aber sreilich,hatte
er nicht selbst in ihm jetzt unbegreiflicher
Verblendung den Keim zum Argwohn
und Unglauben in des NatheS Herz ge
legt, hatte er, der der natürliche Schutz
uud Schirm der Verhafteten hätte fein
sollen, nicht zuerst den Verdammungruf
schonungslos wider sie ausgestoßen?
Konnte er sich nun wundern, wenn seine
unheilvolle Saat hundertfältig aufge
gangen war und auch in anderer Herzen
Wurzel geschlagen hatte? Und dann
zog von Neuem wieder der kühle, häß
liche Argwohn in sein Herz ein. Wenn
es wirklich so war, wie der Rath so bei
läufig hingeworsen, wenn nur eine trü
gerische Scheinhosfnung sein sonst kla
res Sinnen und Denken sekundenlang
beeinflußt hatte, wenn sich alsdann,
nachdem dieser flüchtige Hosfnungsransch
verflogen, die nüchterne Wirklichkeit um
so unerbittlicher und grausamer in ih
ren Entläuschnngen wieder einstellte,
wenn Elsa trotz alledem schuldig war
schuldiger vielleicht, als Viktor bis
her anzunehmen gewagt hatte? und
dies letztere war der Fall, salls sie über
haupt die Mordwasse gegen die Baronin
gezückt hatte!
Der frohe, hoffnungsvolle Sonnen
schein, der sekundeiilang in seinem Her
zen aufgelebt, war wieder niedergegan
gen. Schwermuth prägte sich von Neu
cm in seinen Zügen aus, und mit einem
hörbaren Senszer erhob er sich von sei
nem Stnhl. Dem Polizeirath mochte
der merkbare Ausdruck von Verwirrung
und Enttäuschung, der ihm im Gesicht
deö jungen Beamten nicht entging, leid
thun. Er streckte wohlwollend Viktor
die Hand hiu.
„Nur den Kopf nicht verloren," mein
te er, „ich habe heute die Zeit nicht,
mich, wie ich gern möchte, in Ihre An
gelegenheit zu vertiefen, aber ich werde
während Ihres Fernfeins mehr darüber
nachdenken und guter Rath kommt
oft über Nacht."
„Ich glaube, Sie haben Recht, Herr
Rath," meinte Viktor, während er es
uicht verhindern konnte, daß seine Lip
pen leise zu zucken begannen, „ja, es ist
ein trügerisches Hoffen, da noch an den
Sonnenschein des Glückes glauben zu
wollen, wo alle Beweise nur zu untrüg
lich und zn verdächtigend sprechen!"
„Schütten Sie das Kind nicht mit
dem Bade auS," meinte der Ralh, sei
nen Untergebenen höflich bis zur Thür
begleitend, „wie gesagt, man kann vvn
einem Tag nicht auf den andern schlie
ßen. Wer weiß, bis zu unserem näch
sten Wiedersehen hat sich vielleicht man
ches geändert."
Der gute Rath war gewiß kein Pro
phet, aber er sollte mil seiner letzten Aeu
ßerung glänzend recht behalten.
„Wie heißt übrigens der in Mctz Ver
hütete?" fragte der junge Commissär
noch.
„Ja, wenn ichDas selbst wüßte," lau
tete Barnstedt's Antwort. „Zn der De
pesche sindet sich sreilich ein Name ange
geben, aber er ist ossenbar verstümmelt
und soll wohl Schlicht oder Sorke oder
sonst ähnlich lauten."
Viktor empfahl sich; es zog ihn heim,
zur Mnttcr, der einzigen, lieben, trau
ten Freundin seines Lebens, welche im
mer ein beredtes Trostcswort für ihn in
Bercitschast hatte.
Als Viktor sich dem Heim näherte,
welches er gemeinschaftlich mit feiner
Mutter bewohnte, und ihm die Korri
dorthür von letzterer geöffnet wurde, sah
er gleich in den vor Erregung zitternden
Gesichtszügen der Matrone, daß sich ir
gend etwas Besonderes ereignet haben
mußte.
„Wir haben Besuch," sagte Frau Liud
ner, noch che ihr Sohn eine Frage zu
stellen vermocht Halle, „Elsa's Schwe
ster ist bei aus. Sie ist furchtbar erregt
uud verlangt Dich zu sprechen."
„Mich?" sragle Viktor bestürzt, der
seil jenem unseligen Vorkommnisse mit
peinlicher Sorgsalt jcden Verkehr mit
der Schwester der Heißgeliebten gemie
den hatte, gleichsam, als ob es ihm da
vor graute, in die vorwurfsvoll ihn an
blickenden Augen Hedwig' schauen zu
müssen. „Mich sprechen, jagst Du?
R'lnig'' Teinen Teint daniit. I?sittchi
Entstellung desselben vom gewShnlichen Piln
pel oder Ansfchlag bis znm bösartigsten
Skrofelqeschwür versliiwindet beim Gebrauch
de "Öl-Cover?". ES regt die Leber an,
säubert, reinigt und bereichert das B!nt/
besser als alle Andere, und befördert alle
körperliche? Funktionen. Bei all den vielen
und wechselnden Formen von Skrofulöse,
den hartnäckigsten Haut' und Kopshantkrank
lieiten.'.vie nässende Flechten, Krätze, Rathlaus
Grind, Beulen, Karbunkeln nnd ähnlichen
Onälere'en gibt es kein Mittel, da ihm
gleich käme.
Bon denSarsavarillaS heißt?S, daß sie im
März, April nnd Mai gnt bekommen. Das
''vizeovsr)'" geht weiter: es wird dafür
garantirt, das; es zn jeder Jahreszeit und in
allen Fällen hilft oder kurirt, widrigenfalls
das Geld zurückgegeben wird. Nichts, wa ein
Händler auch etwa an Stelle der "viscove.
7" offeriren mag, ist „gerade so gut", d. h.
es mag dies sür ihn sein, sicherlich abet
nicht für Dich.
Was will sie von mir? Mein Gott,
wie fatal!" versetzte der junge Beamte,
während er Hut nnd Ueberrock anshing
und dann der Mutter nach der Wohn
stube folgte.
Tägliche Nnndschan.
Thos. F. Bayard, Botschafter
am Hose von Sl. ZameS, ist die beste Er
nennung, welche überhaupt gemacht werden
konnte.
Im Vatikan scheint man die
Stellung der deutschen Priester in Amerika
den irischen gegenüber viel besser zu ver
stehen, atö in dem Bureau des Delegaten in
Washington, denn man wird den Deutschen
gerecht. Ter Papst hat deu vom Bischof Ryan
von Alton im letzten Hochsommer abgesetz
ten Pfarrer Karl Kuhlmann von der dem
scheu katholischen Gemeinde zu Mitchell,
ZUS., wieder in sein Amt eingesetzt. Plar
rer Kuhlmaiin, welcher früher Leiter des
St. Louiser Blattes Proaieß" war.
hatte sich all dem Kampfe gegen "die nativi
slijchen Umtriebe und Bestrebungen des Erz
bischoss Jreland in hervorragender Weise
belheilizt und war dann vom Bischof Ryan,
welcher mit Jreland liebäugelte, von der
Ausübung seiner Ainlsfuntllonen snsven
dirt worden. Gleichzeitig wurde gegen das
Blatt, dessen Leiter er war, ein solcher Druck
ausgeübt, daß Kuhlmann im Interesse des
selben zurück trat. Im letzten September
reiste Kublmann nach Rom und verfocht seine
<sache dort mit so großem Erfolg, daß ver
Valikan ihm Rechr gab. Kuhlmann wird
eine neue Pfarrei, aber nicht un BiSthnm
Alton, erhalten. Die ihm seiner Zeit zu
gesngle Unbill hat unter den Katholiken
großes Mißsallen erregt.
In einem Landstädtchen Geor
gias hat sich ein Verein der
I'revlliio-ilois" gebildet. Da letzt die Aiigel-
Saisoii bald beginnt, so ist eine solche Grün
dung am Platz.
„E Wermche!" werden unsere
unzufriedene College im Westen ausru
fen, wen sie von der Besetzung der Konsul
laies in Ännaberg hören. Nun, wahrschein
lich heißt es in der nächsten Woche, wie in
der allerliebsten Schulanekdole: „noch e
Wermche."
Er st seit zwölf lahren ist der
in Amerika ein gesetzlicher Feier
tag, eö gibt noch verichiedene Staaten, in
denen der Tag außer von Katholiken nnd
oeulscheu Proiestanlen gar nicht beachtet
wird.
Frankreich hat schon wieder
einmal eine Minislerkrisis; wir wissen
wahrhaftig nicht, die wieivielle in diesem
labre.
Ter Snpcrintcndent der Departe
ter für corrctl hallen will. (N?-Z). SlSjlg./
Der. Streiflichtermann befindet sich in
einem dicken Irrihnm, wenn er glaubt, un
sere GtraßenrelNlguiig koste nur tzZS.ZUK.
Di: Zsl),t>uv waren eine ELtra-Bcrivilligung
für Januar und Februar, und die übrig ge
lasseuen sind lmmerhin ein kleiner
Trost; von unserem ZUaßendreck, der
tigt werden sollte, ist noch sehr viel mehr
übrig geblieben.
Der arme Genosse SchulteiS,
welcher trotz seines ritterlichen und plebeji
schen Rückhaltes nicht Superintendent der
Einwanderung geworden ist nnd deshalb
sich nicht in der besten Laune befindet, hat
zahlreiche LeidcnSgenosseu, welche laut ge
nug lamentiren, und manche der Senatoren
sind gleichfalls höchst übler Laune darüber,
baß fie ihre Schützlinge nicht rasch genug an
bringen können. Ein demokratischer Sena
tor machte seinen Gefühlen darüber Luft.
Er meinte: „„Ich möchte wohl wissen, wie
die Zeitungen dazu kommen, dem Publikum
vorzumachen, daß die Kabineismitglieder so
schrecklich von Aemlersuchern belästigt und
infolge Dessen mil Arbeit überbürdet sind.
Ich wohne im „Arllngton," woselbst mehrere
der Kabiiielsbeamlen logiren, und sehe sie
dort regelmässig um 9 Uhr Morgens bel'm
Frühstück, nm 1 Uhr zum Lui'.jch und um L
Uhr znm Diner. Drei Tage in der Woche
empiaiigen sie überhaupt Niemanden, und
an den übrigen Tagen beschäftigen sie sich
höchstens fiiiis Stunden mit Besuchern. Wie
sie dadurch so ermüdet werden können, sehe
ich nicht ein. Wir, die wir stundenlang in
den TeparlemenlS zu warten haben, um sie
zu sprechen, könnte eher von Ermüdung
sprechen. Warum setzen sie nicht ein paar
Abende an, um die Aemterfrageu zu erledi
gen, dann wäre esAlleS bald gethan,und sie
hätten Ruhe, oder aber, wenn es die Absicht
der Administration ist, die Republikaner in
ihren Aemlern zu belassen, so mag dochDas
dlrell gejagt werden, dann werden die Her
ren überhaupt nicht mehr belästigt werden.""
Tie Herren Senatoren können sich eben noch
nicht daran gewöhnen, daß nicht mehr Alles
so ist, wie früher, wo sie in der ganze Glo
rie ihrer hohen Stellung in die Deparle
ments schrillen n. nur gnädigst einige Winke
zu geben branchlen, um ihre Wünsche berück
sichligt zu fi'ideu.
Vermisch trs auü drn vcr. Staaten.
In PittSburg hat man einen schweren
Schlag gegen die kostbarste ameri
kanische Freiheit, den Freilunsch,
geführt. Die dortigen Licenz-Richter haben
die Vergebung von Licenzen bisher in der
Regel davon abhängig geinacht, daß die Ap
plikanten nicht blos Spirituosen verlausen,
sondern auch Mahlzeiten geben. Sie gehen
nämlich von der Ansicht aus, daß der Mensch
nicht trinken könne, wenn er nicht auch zu
essen habe. In dieser menschenfreundlichen
Einige Rathschläge
für das
Fr ii ü j a ü r.
Alle Menschen haben zur FrühjahrSzeit
eine Medizin nöthig, welche da Blut
verändert. Der erste warme Frühlings
tag zeigt uns, daß das Akut zu dick iS
und die Leöor nicht richtig arbeitet.
Wir leiden an Verstopfung und die
verschiedensten Krankheitserscheinungen
folgen, wie Kopfschmerzen, schlechter
Geruch aus dem Munde, fettige
Kaut, Ausschläge, Schwindel, Ap
petitloligkeit u. Mattigkeit. Alle
diese Krankheitserscheinungen sind be
kannt unter dem Namen
Frühjahrs-Fieber.
Wenn hiergegen nichts gethan wird,
können leicht schwere Krankheiten ent
stehen. Tas beste Mittel dagegen ist un
bedingt das
roßt deutsche Beillttel,
Dq,AvMLtKigZx
Hamburger Tropfen.
Absicht fragen sie jeden Applikanten, ob er
auch ein Restaurant habe. Einer derselben
antworlete, er gebe auch freien Luusch. „TaS
muß aufhören," schrie Richter Porter. „Wir
werden Leuten, die darauf bestehen, Lunsch
aufzusetzen, keine Licenz geben. DaS ist ge
gen das Brooks'sche Gesetz und ein Mittel,
um Kunden anzulocken. Es ist ein übler
Gebrauch." Richter Magee schloß sich dieser
Erklärung an, und trotz lebhafter Proteste
einer Anzahl Advskaten wurde diese Regel
für permanent erklärt.
Die Lotterwir t h s ch a ft im Pen
sionsbüreau wird durch einen Fall
irefflich illnstrirt, den das „Providencer
Journsl" berichlet. Die Wittwe eines ge
wissen JameS Walsh erklärte, ihr Mann
habe ihr erzählt, er habe den Krieg mitge
macht, und suchte aus Gruno dieser Erzäh
lung um eine Wittwcupelision nach. Sie
hatte deu Manu lange nach Beendigung des
Krieges geheiralhet, kannte seine Vergan
genheit nicht, konnte keinerlei Papiere auf
weisen, erhielt aber thatsächlich oie Pension,
weil allerdings ein James Waish in einem
Rhode - Isländer Regiment gedient hatte.
Die Frau hat ihre Pension seit 1890 regel
mäßig bezogen, jetzt ist aber der Soldat
James Walsh aiisgctauchi und hat um die
ihm zukommende Pension nachgesucht. Es
kann mit Sicherheit angenommen werden,
daß die Liste der Penstonäre Tausende sol
cher Fälle enthalten.
Eine Frau in Philadelphia, welche um
ziehen wollte, steckte ihr Geld und ihre
Schmucksachen im Wenhe von §7OO in eine
Blechbüchse und versteckte diese im
Aschensasse. Später schüttete sie
Asche in dasselbe und stellte das Faß ans die
Straße. Ein Lumpensammler sand die
Büchs, u. verlauste sie, ohne sie zu öffnen, um
zwei TollarS an den Rutscher des Ascheniva-
Jnhalt sehr erstaunt war. In der Zwischen
zeit hatte die Frau ihren Verlust gemerkt,
und cS kostete ihr große Mühe, ihre Werth
sachen wieder zu finden. Ter Kutscher er
hielt ikso Belohluiig von ihr.
Angust Juilkermann's Kuiistreise im We
sten hat in Ciiiciniiati plötzlich ein
Elide'ge f u Ii d n. Ter 64 Jahre alte
Künstler hat sich zu sehr angestrengt. Eine
furchtbare Nervösität bemächtigte sich seiner,
und in Ciiicinnali brach er endlich gänz
lich zusammen. Mittwoch unterzog er sich der
Untersuchung dnrch sünf Aerzte, laulcr Spe
zialisleu, und das Resultat war, daß, weiin
Junkermaiui nicht sofort für längere Zeit der
Bühne entsagt, er unrettbar dem Wahnsinn
verfallen wird. Infolge Tessen wird die
Gesellschaft am I. April ausgelöst, und die
einzelnen Mitglieder werden auf Kosten
Junkernianu's nach Teutschland zurückbesör
dert. Es heißt, daß Junkerinanu mit sei
nem Inu>.esario Amberg finanzielle schivie
rigkeiieu gehabt hat und daß das unerquick
liche Vcrhälliiiß zwischen Beiden nicht zum
Mindesten für den Znstand Juiilermann'S
veraittwortllch zu machen ist.
New Borker Nachrichten
New-York, 30. März.—Heute früh
um 6 Uhr ging das Kanvlboot „Edward
HayeS" am Fuße der 37. Slraße unter.
Jos. Williams, ein 54-jähriger Arbeiter uud
Mabel Carman, die kleine Tochler des Ca
pitäiiS John Carman, ertranken dabei.
Capitän Carman und seine Frau wurden
noch rechtzeitig aus dem Wasser gezogen.
Die Leichen der Ertrunkenen befinden sich
noch im Innern des gesunkenen BooteS.
Ein hesliger Anprall eines anderen, im näm
lichen Dock liegenden KanalbooteS verur
sachlc das Unglück.
Das College-Point-Fährboot wurde um
6.35 heute früh in PorS-Cove, nahe Astoria,
L.-J., durch eine Collifion mit dem Remor
queur ~'Dayspring" iu den Grund gebohrt.
Acht Pferde ertranken, allein glücklicher Weise
gingen keine Menschenleben verloren, ob
gleich mehrere Personen ein knappes Ent
kommen hatten. Das Fährboot war ein
großes Fahrzeug und gehörte der „College-
Point - New-Yorker Ferry - Comp," welche
5300,000 für dasselbe bezahlt har. Georg
Grotz, ein Fuhrmann, welcher Blumen und
Pslanzen im Werthe von K9OO aus einem
Wagen hatte, hätte bei dem vergeblichen
Versuche, seine Pserde auszuspannen und zu
retten, um eiu Haar das Lebe eingebüßt.
ES gelang, das Fahrzeug, ehe es gänzlich
sank, so nahe an'S Ufer zu bringen, daß alle
Menschen noch rechtzeitig an'S Land ge
bracht werden konnten, allein mehrere Wa
gen mit ihren Gespannen mußten im Stiche
gelassen werden. Die Hebung des Dam
psers wird keine großen Schwierigkeiten ver
anlassen.
Frau Adeline Townsend, die Gattin
des bekannten Importeurs R. H. L. Town
send, welche vor zwei Wochen am Typkns
fieber erkrankle und in ihrer Wohnung, Nr.
237, Madison - Avenue, darnieder lag und
dort isolirt war, starb heute, Morgens um 9
Uhr. Dieser Fall ist der erste seit einigen
Jahren, der im Hause des Valienten behan
delt wurde. Frau Townsend kam am 18.
März von Mexiko und brachle die Keime zur
Krankheit vou dort mit. Tieselbe beschäf
tigte sich viel mit Missionen uud war auch
zu diesem Zwecke nach Mexiko gereist.
Eine HSllen'Maschin ans ei,e,n
Tchiffe.
N anai m 0, 8.-C. 30. März. Der
brilische Tampfer „Baimimore" ist schon seit
drei Monaren in beständige Streit mit der
„SeemannS-Uiiion" verwickelt. Ungesähr
vor zwei Monaten wurde dem Schiffe ein
Theil seiner Mannschaft entführt. Drei zur
„Union" gehörige Matrosen wurden dieser
That angeklagt und sind jetzt dafür im Ge
fängnisse. Auch Rache wurde jetzt der Ver
such gemacht, die „Bawnmore" durch eine
Höllenmaschine zn zerstören. Einer der
Seeleute arbeitete im unteren Schiffsräume,
als das Schiff von San FranziSco hier an
gekommen war, und fand dabei ein Packet,
welches zwölf Dynamit Patrone enthielt,
mil denen ein Uhrwerk in Verbindung ge
bracht war. TieseS Packet muß schon in
San FranziSco ans das schiff gebracht wor
den sei; zum Glück war jedoch das Uhr
werk außer Ordnung gerathen. Wäre eine
Explosiv erfolgt, so würde der Schiffs
rumpf sicher zerrissen worden und der Tam
pser niil Mann und Maus uiilergegangen
sein. Die „Union" wird nun beschuldigt,
diescu teuflischen Plan ersonnen ooer wenig
stens dazu angeregt zu haben. Dieselbe
hat in ihrem Organ The Coast-Seamens'
Union" aufhetzende Artikel über den Ent
sührungS-Prozeß veröffentlicht. Die Re
gierung von Britisch-Columbia will die
Sache genau untersuchen und sich deshalb
mit den amerikanischen Behörden in Ver
bindung setzen, um die Tdäler zur Strafe zu
bringen.
Das Opscr eines Ranvmordes.
Lima, O.< 30. März. —Taniel Swee
renger, ein reicher Viehzüchter von Cherry-
Fork, verließ am Montags - Morgen sein
Hau und nahm eine bedeutende Summe
mit, um Vieh zu kaufen. Auf seinem Wege
nach West - Union mußte er einen dichten
Wald Yassiren, in welchem er vou Wegela
gerern angesalien wurde. AIS der Mann
gesunden wurde, war der Schädel einge
schlagen und der Hals durchschnitte; das
Geld, die Uhr und verschiedene Wertpapiere
waren verschwunden. Tie Räuber ballen
die Leiche in ein Dickicht geichleppr. und Jä
ger fanden dieselbe durch Zufall. Sweeren
ger war 75 Jabre alt und hinterläßt ein
Vermögen von H 75.000. Verscliiedene ver
dächtige Gestalten wurden in der letzte Zeit
hier in der Gegend bemerkt, doch bis jetzt hat
man nicht den geriiigftei: Anhaltspunkt, wo
die Thäter zu suchen sind. Die Räuber er
beutete wenigstens?l2oo.
Eine freudige Nebcrraschuug für die
Erven.
Philadelphia. Pa., 30. März.—
Tie Testamentsvollstrecker vou Palrick Hen
rity reichten heute Abrechnung in dem Ge
richte ein. Henrily starb am 5. März, sein
Mobiliar wurde aus 7 Dollars abgeschätzt,
brachle aber bei der Auktion §7.L5. Im
Zimmer wurde noch weitere Z2O gesunden
und dieser Fund veranlaßte die Testameuts
vollstrecker genaue Nachsuchuiig zu halten.
Unter dem Teppich wurde die Bürgerpa
piere des Verstorbenen und Werthpapiere
über bedemende Summen gefunden. In
einem Federbette ivareu H 137 versteckt, ein
loser Ziegelstein, welcher in die Oeffnung
eines Schornsteines gesteckt war, wurde ent
fernt, dahinter war ein alter Regenschirm
versleckt, i dessen Falten 5 Bankbücher ver
borgen waren, die einen Betrag von Zl4-,
915.84 repräsenliren. Außerdem besaß Heu
rity Grundeigenlhnm im Werthe voii lkBotto.
Tie Erbschaft wird gleichmäßig unter drei
Enkel verlheilt werde, nachdem 52000 für
anderweitige Vermächtnisse davon abgezo
gen find.
in „Corner in Holzkohle.
Binghamt on, N.-Y., zg. März.
Hier geht das Gerücht von einem in der
Entwickelung begriffene „Corner" in Holz
kohlen. Der Hanplförderer des Planes soll
Harry Roß sein, ein Mitglied des hiesigen
Privalbankhauses Erastus Roß K Söhne.
Die Herren Roß haben die Coittrole der
Holzkohlen - Werte m Pennsylvanien nnd
New-York, wo der größte Theil aller Holz
kohlen im Lande produzirt wird, iu ihren
Händen, und Harry Roß befindet sich zur
Zeit in Verbindung mil dem geplanten
„Corner" in New-York. Man betrachtet es
als sicher, daß der Preis für Holzkohleu sehr
bald erhöht werden wird.
!>ee<Uiig tovic. or vsot
1t t pleot: eures Indis-eilwll,
LUloiuoes, <Hwxliiils 06 keurslxl.
Mancher Manu spottet vir Frau
wegen ihrer Kochkunst. Kochen ist eine
Kunst. Doch der beste Koch kann nicht
einen verdorbenen Ziagen wieder herstellen.
Da ist es wo der Gebrauch von Carlsbader
Salz vortreffliche Dienste leistet nicht
zum Kochen, sondern morgens in heißem
Wasser eingenommen. Die Carlsbader
Quellen sind viel zn berühmt und bekannt
um noch weiterer Anpreisung zu bedürfen.
Seit 500 Jahren haben schon Potentaten
Dichter, Staatsmänner und Hunderttau
sende von Menschen dieselben gebraucht.
Es ist nicht nöthig nach Carlsbad zu gehen.
Man kann die Kur hier zu Hause in aller
Bequemlichkeit haben. Die ächte Wäsier
von Carlsbad und das Carlsbader Gpru
del-Salz müssen die Unterschrift von „Eig
ner <k Mendelwn Co.". Agenten und Im
porteure aller Nr. 152
Z und 154, New-York, um
den Hals einer jeden Flasche haben.
5 Schreibt um Pamphlete.
Fettleibigkeit. Dr. Schindler-Bar
n h' r icn !>ader u k lionSpiN e n
Nr. uns 154, Franklin-Str., Ztew-York.
Der Bürgerkrieg unter de <shoc
taws.
Paris, Texas, 30. März. Die Be
gebungen zwischen den feindlichen Parteien
im Choctaw Gebiet sind immer noch aus das
Aeußeriie gespannt. Man glaubt, dag in
letzter Nacht noch ein Gefecht zu Antlers
stattgefunden hat. Die 19 Milizjoldaten,
welche in der Dienstags - Nacht verhaftet
wurden, sind gestern vom Bundes-Com
missär Easton verhört worden. Sobald die
selben dann entlassen waren, kauften sie
neue Winchester - Gewehre, betranken sich
mit Schnapp und bestiegen den nördlich
gehenden Zug. Dieselben verließen den
Zug zu Goodland, 15 Meilen diesseits Ant
lers. I. G. Tuke, welcher den Angriff aus
Locke's Haus leitete, besteht darauf, nach
Antlers zurückzugehen, und will sich von
Niemanden zurückhalten lassen. Passagiere
des südlich gehenden Zuge theilen mit,
dag Locke in Antlers süiiszig gut bewaffnete
Leute um sich habe uno entschlossen fei, falls
die Miliz einen Angriff mache, sich zu ver
theidigen. Alle. Bemühungen, telegra
phische Verbindung mit Antlers zu erhal
ten, sind seit gestern Abend vergeblich, und
dies scheint ein böses Zeichen zu sein. Die
HülsS-Marschälle, welche gestern AntlerZ
verlegen und heule Morgen hier ankamen,
berichten, daß. so lange sie anwesend waren,
keil?? Ruhesütz'ungen vorgekommen sind.
(Später.) Trotz aller Gerüchte ist e
gestern Abend und heute Morgen in und um
Antlers zu keinem Gefechte gekommen, doch
wird heute bestimmt ein Zusammenstoß er
wartet. Beide Parteien haben neue Waffen
und Munition angeschafft. Bon hier ans
sind eine Anzahl Aerzte abgegangen, um im
Nothfälle bei der Hand zu sein. Die tele
graphijche Verbindung ist noch immer unter
brochen, und sollte heule noch ein Gefecht
stattfinden, so wird die Nachricht darüber
erst morgen früh hier anlangen.
Der Bankkrach in Nashville
N a s h v i l l e, Tenn., 30. März. —E.
Ponerfield, Kafsirer der fnspendirtcn „Com
mercial-Nalional-Bank," wurde gestern kraft
eines vom Bank-Examinator McKnight er
wirkten Haftbefehls festgenommen und stellte
Bürgschaft im Betrage von HlO.OOO. Er ist
des Meineids und der Veröffentlichung fal
scher GeschästSausweise beschuldigt.
Die Sntton'schen gefälschten Stener
spetcher-Qnittungeu.
L o u i S v i l l e, Ky., 30. März. —Das
Räthsel bezüglich der gefälschten Sutlon'-
scheu Steueripeicher-Quiltuiigeii ist jetzt ge
löst. Wm. M. Beecher. Buchsührer der
Firma A. N. Sutron Li Comp., hat einge
standen, daß fein Prinzipal die Quittungen,
wie jchon früher vermuthet woroen war.
selbst gefälscht und das cKeld, welches er auf
dieselben borgte, zum Aulauf großer Quan
liläten Schnapps zu Spekulalioiiszwecken
verwendete. Tie Fälschungen repräsentirci,
Beträge von ?50,000 bis §70,000. Beecher
selbst war in Verbindung mit der Angele
genheit verdächtigt worden und hat jetzt einen
Anwalt engagirt, um seine Sache zu ver
fechten. Er erklärt, Sutlon selbst habe seine
Schuld ihm lßeecher) gegenüber eingestan
den.
Oregon s Viehzucht.
P o r t l a n d, Oregon, 30. März.
Nach Berichten, die jetzt aus allen Theilen
des östlichen Oregon vorliegen, beziffert sich
der durch die große Wimerkälle und Bliz
zards verursacht- Verlust au Schafen aus
fünf, des an Rindvieh auf wahrscheinlich
zehn Prozent. Sehr viele Frühlämmer sind
zu Grunde gegangen, weil es an Gras für
oieselven fehlte. Tas Austreiben der Läm
mer in's Freie begann am 20. März; viele
Besitzer waren aber so klug, in Befürchtung
abermaligen strengen Welters, das Austrei
ben bis zum April zu verschieben. Auiieym
bare Preise für Hämmel wurden erwartet,
sind aber nicht zu erzielen. Es scheint auch,
daß aus diesem Grunde dieses Jahr weniger
Schafe nach deu östlichen Staate getrieben
werden, als seil mehreren vorhergehenden
Jahren. Die Wollfchur wird eine reichliche
und die Qualität der Wolle besser, als ge
wöhnlich, werden.
Eine Gerichtsentscheid über den
Spiritismus.
Chicago, 30. März. Ira B. Eddy
war ein reicher Mann und ein Spiritist.
Als solcher vernarrte er sich in das Medium
Ellen McGua. Diese verließ ihren Galten
und lebte mit ihm. Sie schwatzte ihm einen
großen Tbeil feines Vermögens unter dem
Vorgeben ab, die Geister wollten es. Auch
veranlaßte sie ihn, ihr eine Schenkungs
urkunde über fein ganzes übriges Vermögen
auszustellen. Tas Weib starb im Jahre
186! und Eddy beding drei Monate später
Selbstmord, um mit ihr im Reich der Geister
vereint zu werden. Jetzt brach ein Streit
zwischen" dem sitzengelassenen Gallen der
Mcczma, welcher ihre Erbschaft beansprucht,
und den Verwandten des Eddy ans. Richter
CollinS erklärte rundweg, der Spiritismus
fei ein Schwindel und Geistern brauche man
nicht zu gehorchen. Eddy fei verrückt ge
wesen und fein Vermöge gehöre feinen
Anverwandten.
Bittet um Gnade sür ihren Tohn.
Atlanta, Ga., 30. März. Die
80-jälmge Mutter oeS Dr. Pollnitz, der we
gen brutaler Ermordung seiner dritten rau
am 5. Mai d. I. gehängt werden soll, flehte
gestern den Gouverneur um Gnade für ihren
Sohn an, nnd bat, man möge es ihr erspa
ren, noch in ihren letzten Tagen die Hinrich
tung ihres Sshnes lu erleben. Tie Fa
milie Pollnitz ist von HanS ans adelig, der
Vater des Verunheilten mußte als Rcvoln
tionär im Jahre 1848 aus Deutschland
fliehen.
Sir. Nord - Charles Straße,
in/gung u itscutchatt-
Sl°ani>n d,^ussl!Ucn läjl, aämtlch:
ZahutitdlU 2S , mit a SN ~
Sleiuia <§<.
Sildtrsüllun, 75 ~ Ülala-Snl
"süllung !-
.
attiiuat äru! St 7. ud T-St, N.-D
SluS der BnndeShauptstadt.
Meli ichtiae iplomatische sr„tnunn.
Tho. K Naqard wird Botschaft am
Host 0 Zrm. - r, tan
schaf- und eosulatfteUn
Washington, D. C., 30. März. —
Der Präsident schickte heute dem Senat fol
gende wichtige Ernennungen:
Thomas F. Bayard von Delaware zum Botschafter
Zu Gesandten (l:vo> s xti-kmiiinarz? na
JaS D. Porter von Tcaoeflee sür Chile!
James A> McKenzie von P?ru:
Rica und Salvador!
Picrce M. Z)ouaü von Georgia für Guatemala
Edwin Duo von Ohio (gegenwärtig Legations
sekretär in Zavan> sür Japan.
Zu Konsuln der Ver. Staaten:
?. M. Shaffer von West-Birglnien für Slralford,
S. Willi., T>!issour> sür Vera Cruz:
Towncs von Siio de
Elaude Mieter von Lbio sür Nradford!
Äl'ewion Eufti von Louisiana zum jweiltn <-e
-krelür der amerikanischeu Gesandischast in Paris!
John wi. Reynolds von Pennsylvanien >um ?ullS
setietär de? als Älachsolger tiyrus Pussy -,
dc>anwcll, als Nachfolger George v' ZhicldZ. welcher
resignine.
Abgesehen von Hrn. Bayard, dem Ex-
und neuen Botschaster an
Großbritannien, sind die heule ernannten
Diplomaten verhältnißmäßig unbekanitte
Größen. Du, welcher Gesandter an Ja
pan wird, ist zur Zeit dort LegationSselre
tär, und seine Ernennung ist daher mehr
eine Beförderung. Newton EusliS von
Louisiana, welcher den Posten des zweiten
Legalionssekretärs in Pari erhält, ist ein
Sohn des Ex-VundesseiialorS EustiS, des
neuen Gesandten an Frankreich. Lewis
Baker, Gesandter an Nicaragua, Costa Rica
und Salvador, ist Journalist nnd Heraus
geber des „Globe" in >st. Paul. Früher
war er als ZeitungsherauSgeber in Whee
liiig, W.-Va., und O.. thätig.
Er wurde in IB3Z in Belmoul-County, 0..
unweit Wheeling, geboren.
James A. Kenzie von Kentucky welcher
als Gesandter nach Peru geht, wird als Hu
morist geschildert und vertrat seinen Staat
eine Zeitlang im Congreß. Er war Mit
glied des National-Convenis in St. Louis,
welcher Cleveland zum ersten Male nomi
nirte. Porter. Ex-Gouverneur von Ten
nessee, der Nachfolger Patrick Gagan'S als
Gesandter an war
Sekretär unter Bayard während Cleveland'S
erster Administration. —Picrce M. B. Young
von Georgia, der neue Gesandte an Guate
mala, wurde in Westpouil.erzogen u. machte
den Bürgerkrieg als Generalmajor in der
conföderirten Armee mit. Unter Cleveland's
erster Administration war er eine Zeitlang
Generalkonsul iu Petersburg, Rußland. —
Lawrence Maxwell, welcher den Posten des
GeneralvrokuralorS erhält, ist ein augesehe
ner Jurist aus Ciiiciniiati. Stephan, der
neue Konsul für Anuaberg. ist ein lutheri
scher Geistlicher und aus Indiana gebürtig.
Scatvrhandlnugcn.
In der heutige Sitzung des Senats un
terbreilele der Vice-Präsident als erstes Ge
schäft den vom Comite für Privilegien und
Wahlen einberichteten Beschluß, welcher den
vom Gouverneur von Monlana zum Bun
dessenalor ernannten Hrn. Lee Mautle sitz
berechtigt erklärt. Chandler (N.-H.) ersuchte
um einsilinmige Genehmigung, diesen Be
schluß zurückzulegen und statt Dessen einen
anderen Beschluß in Erwägung zu ziehen,
welcher das Comite für Privilegien und
Wahlen instruirr, eine gestern in der Wash
ingtoner „Post" erhobene Anklage gegen den
Senator Power (Montana) zu prüfen und
dem Senat zu berichten, ob irgend welche
weitere Schrille iu der Angelegenheit noth
wendig seien.
Vest (Mo.) sagte, er wolle keinen Ein
war. erheben, sei jedoch der Ansicht, daß der
Senat, falls er derartige Zeituiigs-Anklagen
uniersuchen wolle, alle anderen Geschäfte
aufgeben müsse.
Sherman äußerte sich auf ähnliche Weife,
und die Angelegenheit wurde verschoben.
Teller (Col.) ersuchte um Urlaub für den
Rest der Exlrafitzung. und sein Gesuch wurde
bewilligt. Die Frag über die Sltzberechti
gung Lee Mantle'S wurde dann weiter be
ratheu, und Mitchell (Or.), ein Mitglied
des Comite's für Privilegien und Wahlen,
hielt eine über zwei Stunden in Anspruch
nehmende Rede gegen deu schwebenden Be
schluß. Der Senat ging darauf in Exekutiv
siyung und vertagte sich um 4.10 Nachmit
tags bis zum nächsten Montag.
Iu der heutigen Exekutivsitziing bestätigte
der Senat abermals eine Anzahl Ernennun
gen, darunter die des Hrn. Thomas F.
Bayard zum Botschafter für Großbritannien.
Einer Depesche ans Wilmingron. Tel., zu
folge hat Hr. Bayard erklärt, er habe die
Ernennung erwarte: und werde dieselbe
wahrscheinlich annehmen.
Tie Nntcrsuchung der die Sensation der
Saic-EitN National-Bant
Im Justiz Departement wird offiziell mit
getheilt, daß Spezial-Anwalt Henry W.
Jackson, welcher die Untersuchung der Ange
legenheit der „Gaie-Csly Nakional-Bank"
in Atlanta zu leilen hatte, nicht abgesetzt ist.
Derselbe ist indessen beauitragt worden, je
des weitere Vorgehen einstweilen einzustel
len, bis sich General-Anwalt Olney und
Sekretär CarliSle über einen Plan zum wei
teren Vorgehen verständigt haben. Die
Bank ist, wie die Beamleu des Schatzamts
glaube, in der Lage, allen Verbindlichkei
leu nachzukommen und das Geschäft wieder
zu eröffnen. Die Betrügereien des Kassi
rcrs Redivin können leicht wieder ansgegli'
chen werden, doch existirt eine Meinuligs
verichiedenheit über die Weise, wie der Di
rcktoreiirath zusammen gesetzt werden soll;
und Dies soll der Grund sein, weshalb die
Bank noch nickt eröffnet wurde.
Bon anderer Seile wird behauptet, daß
verschiedene der alten Direktoren beschuldigt
werden, unrechlmäßlg Geld von der Bank
gezogen zu haben, diese Ansicht soll der Spe
zial-Anwalt Jackion vertreten, welcher frü
her Anwalt der Bank war. General Jack
son'S Sohn beging bekanntlich Selbstmord,
kurz nach dem Redwine's Unlerschleife be
kannt worden, und dieser Selbstmord wurde
mit den Schwindeleien in Berblndung ge
bracht. General Jackson war damals ichon
zum Spezial-Anwalt ernannt, und wurde
durch den Selbstmord seines Sobnes so er
griffen, daß er in seinem Schmerze schwere
Beschuldigungen gegen die Direktoren erhob
—so schwerwiegend in der That, daß die Re
gierung eingesehen haben soll, daß er nicht
der richtige Mann für die Untersuchung -N.
iSeneral-Anivalt Olney hat über einen Be
such Jackson's l.i Washington weiter keine
Nachrichten, als die, welche die Zeitungen
veröffentlichen.
Ter utlieferungsvertra mit Rußland.
TaS SenalS-Comite für auswärtige An
gelegenheiten noch immer mit
der in einer der letzten Exekulivsitzungen des
SenalS eingebrachten Resolution, den rus
sisch-amerikanischen Auslieferungsvertrag zu
veröffentlichen, ohne daß eine Entscheidung
darüber getroffen worden ist. Dieser Ber
trag hat seltsame Schicksale gehabt. Der
erste Entwurf desselben kam unter Staats
fekrctär Bayard zu Ltande und wurde von
Präsident Cleveland während dessen erster
Administration dem Senat zur Ralifiziruiig
übersandt. Der Senat hatte Verschiedenes
an dem Vertrage auszusetzen, was zu neuen
diplomatischen Verhandlungen führie, welche
die ganze Zeil der Harrison'schen Admini
stration in Anspruch nahmen, uud erst ganz
am Schlüsse derselben wurde der Vertrag
vom Senat ranfizirt. Kaum war dies be
kannt geworden, als sich das Gerücht ver
breitete, es wären in dem Vertrage dem
Czarenreiche zu weitgehende Zugeständnisse
bezüglich der Auslieferung polnischer Ver
brecher gemacht worden, und von allen Sei
ten wurde die Veröffentlichung des Ver
trages verlangt, über die sich der Senat
aber bis jetzt uichi hat schlüssig machen kön
nen. Ein sehr bekannter und zu einem Ur
theil in der Sache berufener Senator er
klärt übrigens, wenn der Vertrag veröffent
licht sei, würde man sehen, daß an demsel
ben nich: mehr und nicht weniger auszusetzen
sei. als au anderen derartigen Verträgen,
dH seit Jahren l.i Kraft sind.
..Pool unter Bahngcsellfchastcn.
Senator Hlggins (Rep.) von Delaware
hat im Senat eine Resolution eingebracht,
das Comite für zwischenstaatliche Verkehrs-
Angelegenheiten zu beauslragen, Ermitte
lungen darüber anzustellen ob die jetzt bei
der Beförderung von Personen und Gütern
auf den großen Bahnen des Landesüblichen
Methoden die Aufhebung oder Modifizirung
der 5. Sektion de zwischenstaatlichen Ver
kehrsgesetzes, welche „Pools" unter Trans
portgesellschaften verbietet, rechtfertigten oder
erforderten.
Vermischte.
Dr. Joseph H. Senner, der neue Ein
wanderuiigS-Cviilmifsär für den Hafen von
New-York, stattete h:ute dem Präsidenten
und dem SchayamtS-Sekretär CarliSle Be
suche ab.
Ex-Gouvernenr James G. Porter von
Tenneffee hat Privatsekretär Thurber tele
graphisch ersucht, dem Präsidenten mitzu
theilen, daß er den ihm angebotenen Posleu
des Gesandten bei der chilenischen Republik
anzunehmen bereit sei.
Ter hiesige deutsche Gesandte, Baron von
Holleben, erklärt auf die Frage, ob die Ka
belmeldung, daß die deutsche Gesandtjchast
zu einer Bolschasl erhoben worden sei, rich
t>l> sei, er habe bi so weit Nicht davon ge
hört.
' Office Weltausstellung.
September 1833.
cci., z
k V vorkam, c.
W- > Geehrte Herren: Wir haben den
. j ganzen Tabak in der Weltaus
s,' . vvMZkW stcllung aufgeraucht und einstim
mig die goldene Medaille für
Rauchtabak
M si.Ä.cü'wLi.i.'S
Lull vurkam
.n. Ibnen zu Ihrem
Rlaekwell's Lull vurlialki
ist feit über fi'mfundzwanzig Jahren der anerkannte Stand- M
ard des ViauchtabakeS gewesen. Gleichmäßig gut und W? 5- /Ä
gleichmäßig der Erste. Hell, mild und wohlriechend— k
laden wir die Wählerischsten ein seine eigenthümliche
Vorzüglichkeit zu erproben. D
Llscwivell's vurdani Tobacco Lo., vurdiui, L.
Zwei greise Brüder zusammen ge
storben.
Bernville, Pa., 50. März. Die
Brüder George und Abraham Blart, welche
früher in diese: Gegend Farmer gewesen
waren, sich aber schon seit längerer Zeit vom
Farmleben zurückgezogen hatten, sind in
einem Zwischenraum von nur drei Tagen
gestorben. Der Letztere starb am Samstag
im Alter von 73 lahren, und vorgestern
Abend folgte ihm sein um acht Jahre älterer
Bruder in'S Grab nach. Abraham war ein
Vegetarianer. welcher seit Kindheit an keine
Fleischspeise genossen hatte, und auch George
huldigte dem Fleischgenusse nur in sehr be
scheidenem Maße.
Brandkatastrophe in (slevelanv.
C l e v e l a n d. 0., 30. März. Feuer
brach heute in den Werke der „Forest-Elty
Barnijh-Eonip." aus, welche au Quincy-
Straße, an dem Uebergange der „Cleveland-
Plttsburg-Bahn," liegen. Durch das leicht
brennbare Material verbreitete sich das
Feuer mit solcher Geschwindigkeit über die
Gebäude, daß die Arbeiter sich nur mit der
größten Mühe rette konnten. Zwei Män
ner kamen in de Flammen um. Um 1 Uhr
Nachmittag war das Feuer noch nicht unter
Controle und das Gerücht war verbreitet,
daß vier Menschen umgekommen sind. Die
Namen der Verunglückten sind noch nicht
bekannt.
Salgen vandidaten
Camden , N.-J.. 30. M John
Hill, der am 14. April gehängt werden soll,
hat ein Geständnis abgelegt, dasz er Joseph
Dodson ennocdet dat. u. giebt zu, daß jeiue
Aussage, von Need und Derricksou dazu ge
dungen worden salsch war.
Pa., 30. März.
Der Gouverneur hat de Hinrichtungsbesehl
gegen Pietro Bnccieri, de Italiener, unier
zeichnet. Letzterer ermordete seine Pflegerin,
eine barmherzige Schwester in einem Hospi
tale zu Readiug, Pa. Am 1. luui soll die
Hinrichtung vollstreckt werden.
GerilvtS Verhandln.
W a i s e n g e r i ch t. (Vor den Rich
tern Lindsah, Gans und Edwards.) Zum
Testamentsvollstrecker ernannt lanie T.
Anderson in dem Falle von Thomas D.
Anderson. Als Nachlaßverwalter eingesetzt
—tLarrie E. Danneker in dem Falle von W.
H. Danncker; George F. Clarle in dem
Falle von Mary Garreit; Georg Saltzmaiin
indem Falle von Georg Wirlhwem; Phil.
Marsch, jun.. in dem Falle von Philipp
Marsch. Vormünder ernannt—Joshua Le
vering für Wilssn K., Mary G.. Marga
rethe, Joshua. Manie W., Ernst nnd Louise
Levering. Ziiventarzeichnifse eingereicht in
den Fällen von .Hugh Ward, George
Kendall, Harriet C. Slayton und W. I.
Moore. AerwaltungSberichte genehmigt,n
den Fällen von Wm. Ford uud I. M.
Hooper.
Eommon Pleas-Gericht.
(Vor Richter Phelps.) Beacham wider die
„Londoner Assuranz - Kompagnie," früher
berichtet, Verdikt auf tIWL.I?. Lizzie F.
Baldy, HabeaS LorpuS-Gesuch, abgewiesen.
Die Jury schließlich entlassen, und das Ge
richt bi zum äcvsten Dienstag verlagt. Für
Dienstag: 4722 8. 111 r, 202 r. 83 r,
4587 S, 4682 8. 4325 S. 29 I', 140 I°. 46608,
147 r. 4706 8. 4367 8. 4368 8, 4363 8.
4371 8 bis B. 4332 8 bis 4335 8.
200j r. 12 r. 4733 8. 45 I'. Rowland wider
Tljillmau, 146 s'. 4705 8. 4696 8 und 37 '5.
Kreisgerich t.—(Vor Nichter Wickes.)
Entscheidung im Falle von Henriette Mc-
Grae wider George McGrae nnd Andere
zur Uebertraguug gewissen Eigenthums; zu
Gunsten der Klägerin entschieden. lZdivin
F. Abell und Andere wider William R.
Abelt und Andere, Einwände gegen das
AndileurS-Conto. nicht beendet.
Silperior-Äe richt. (Vor Richter
Ritchie.) Court wider die „AiinagoliS-
Baltimore-Short-Line - Bahn-Gejellschasl,"
früher berichtet, Verdikt auf HIOOO. Michael
F. Leonard wider die „Baltimore - Ohio-
Bahn-Compagnie," Schadenersatzklage we
gen Tödtuiig eines Mauleseis, nichtbeendet.
Z)ie nicht aus spezieller Liste befindlichen
Geschworenen schließlich mit dem Dank des
Gerichtshof entlassen. Tas Gericht bis
nächsten Dienstag vertagt. Für Dienstag—
die Geschworenen für die nächsten drei Wo
chen werden um 20 Uhr Morgens orgauisirt,
der schwebende Fall um j!2 Uhr ausgerufen
und dann, wie zuvor berichtet, mil 196 und
165 ausgelassen, Sloan wider Reeder, sistir
ter Fall, und die Nummern 83. 89 und 213
hinzugefügt.
Stadtgerich t.-(Vor Nichter Wright.)
Bartlett wider Boqkin. früher berichtet, nicht
beendet. DaS Gericht bis Montag, Vor
mittags HU Uhr, vertagt. Für Montag
der schwebende Fall uud wie srüher beeichlet.
Hr. Gustav Nauwald, Tirydale, Frede
rickSburg-P.-0., Tex.. schreibt: „Mit einer
Sichel verletzte lch mich stark, wurde jedock,
durch die Anwendung von St. lakobS-Lel
schnell geheilt."
SidtsfSna<vranen.
Inland.
New-York, 30. März. Eingetroffen
sind beute die Dampser „H. H. Meier" von
Bremen und „Schiedam" von Rotterdam
und gestern der Dampser „Straßburg" von
Bremen. _
Nach Hamburg ii! heute der Dampfer
„Normannia" abgegangen.
Die folgenden Dampser sind hier fallig
31. März: „Sorrento" von Hamburg; 1.
April- „Gellerl" von Hamburg. „Aller" von
Bremen und „Kaiser Wilhelm u." von
Gibraltar.
Ausland.
Antwer pen, 29. März.—Der Dampfer
„Salerno" traf heute von Ballimore hier
ein, während der Dampfer „Penn'.anl" nach
Neiv-Vork abging. t
Bremen. 30. März. Die Damp'er
„Lahn" von Neiv-Zort und „Energie" von
Philadelphia" sind heute hier angclommen;
gestern ging der Dampfer „Guiheil" nach
New-Nort ab. .
Genua, 30. März. Ter Dampser
„Werra" ist heute von New-?)orl hier ein
getroffen.
Hamb urg, 30. Marz. Der Tampfer.
„Russia" tras von New-York im hiesigen
Hafen ein. -
Stettin, 28. Marz. Der Tampfer
„Thingvalla" ist heule nach New-York ad
gegangen.
S 0 uthamvt 0 n. 29. März. Abge
fahren ist von hier nach New-York der Dpir.
„Havel."
Ter Geldmarkt.
New-York, 30. März. Folgen
des sind die Schlußnottrungen: Geld tiösf
nele zu 4 bis 3 und schloß zu 3 Prozent.
Sterling-Wechsel bis G 4.864 auf 6l)
Tage und tz 4.38 bis tz4.B3t aus wichl.
Bundes - Lbligauoneu: 4-vrozeiitige 113,
2-prozentige Aktien: Adams' Expreß
156, Central-Pacisic 27, Chesapeake - Ohio
24t, Ene 2lj. ditlo Prior. 47t. JllinoiS
täentral 103. Lake-Shore 129, New-
Jeriey-Central Il9j, Norih-Weiicrn
dltto Prior. 141, New-York-Ceittral Iv6j,
Ohio-Missiisippi 2lj, PlttSburg 155 Rea
ding 23j, St. Paul 77j, ditto Prior. 121,
Westecn-Union 94^.
lebmürlte.
East-Liberty, Pa., 30. März.
Rindvieh: Zusuhr 1020, Verwendung 940;
Preise variinen zwischen tz 2.00 uud 55.80;
Schweine: Zufuhr 1100, Veriendung 1000;
Preise varuneu zwischen ?6.00 und <7.70.
Schaafe: Zufuhr 2600, Verseudung 2600;
Preise variinen zwischen <3 und tz 6.75.
Chicago, 30. März. Ruidvieh:
Zusuhr I4,lX)0, Versendung 3000; die Preise
varnrten zwischen H 3.75 und G 6.05. --
Schweine: Zufuhr 18,000, Veriendung
7000; Preise oarilrten zwischen H 6.50 uno
G 7.25. Schaase: Zusuhr 8000, Versen
dung 2000; Preise varurten wischen H 3.90
und H6.öo. V
S t. i! o n i s. 3,?. März. Rindvieh:
Zufuhr 2500, Pcnenduiig 2000; Preise
varnrten zwischen und L4.LO.
Schweine: Zufuhr 4800, Versendung 7500;
Preise varürlen üvijcbeilund G 7.20.
—Schaafe: Zu>u'.ir u>o, Versendung .
Baltimorer Vievmärkte.
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Piehftttter unv Strompreise
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baltimorer Marktberichte.
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