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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, May 15, 1893, Image 5

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Derlangt-Anzelgrn
d rkSlinnq er <?inrü-rl,staebai,r <
vcnN-der nd ,nalii<ter Svra:.
Verlangt.-Franen und Mädchen.
. e>n qutes deutsche? Mädchen für
fragen in Nr. l, Nord-Vroaswan.
ein Mädchen für allgemeine
ltllltjt Hausarbeit: eines,
V a cafir (IIS?
flinil ie kein aickcuvver^^ u
' '
ein halberwachsene? M.'.dchen im
Aller t > bis 1 lahren.^i!!!,
Siorv-Vian-Sirastc. <
> c z>rau oter ein Mädchen zum
Waschen und Mügeln
Madifon-Uvcnue.
(115 7>
Mas.t'inenmäden und i!-brlin->e
silr '.'icgligce - Hemden, um in der
Fabrik zu arbeiten: Lehrlinge erhallen Bezahlung
während der Lehrzeit. ,-<u melden bei Lvi'enheim,
Lberndors Lomp., Ecke vamden- und Tliarpiir.
<ll5-2<>>
ein gutes Mldckcn für allgemeine
Hausarbeit undNinderwailen.
Kackizusragen in Nr. Wcs-isiorv-Ävcnc.
(IIS-1 .
eine >!och,n erster .lasse für ein
?'eritlNl? . Zouniier-Nessurii eine, dlcTeuilch
spricht, wird bevoruigt. in McTvnald'S
Brookinn, Anne Arundel-00.
(11 ä)
, eine qutc in einer Restau
?'rttUllHl ralivn. i>ür eine gute Person die
desle Behandlung und guter Lobn zugeiichen. er
fragen bei Mco. Nr. >v? unv 01,
Vrattfras;e. ltlv >
ein arbeitsame? Mädchen fürall
, k>kuicine Hausarbeit. ersra
gen in Ztr. .V!ilSc-i>l>cc. <l^^
Berlanqt.-Älänncr uno Vinave,:.
ein Bäcker als drille Hand für
Tasaricii. Nachzufragen in Nr.
41?, Nas.r„ vce. (115^-)
erlernen. bei F.
Jacober, Nr. Zci-Pratftr,is;c. (IIS)
Verlauft nach Was!ün^ton,T.^.:
Plav'fü?gtt Hände. Nachzusragcri ver Mör^^
ein -Her Änitrel.tier. Nachzusra-
qen IN Nr. 21, v!orv-lctrnl-
Äve e.
Anzeigen und SubscriptionS
?tltllllgl. Agenten für die..Deutsch-Ameri
kanische
Krankforiiiraiic, New-Bork. (lIS-)
Englisch wrichr und das ivleisch
schnciden gründlich verstellt, in einem O'roccrie- und
Prooisions-Laden. Nachzufragen in der Expedition
diefcS Blaltc. <ll5 <)
ein Bäcker als ,weile Hand. Nach
fide-Avenue, 10 Uhr Morgens. <ll5-6>
.4. süns (5,1 Noikmact'er erster Klasse.
Wtsicnmacher unv ein Lu>chel
mann. Nachzufragen in Nr. 2, Zi'ab>>trake. 4.
Stockwerks
- , .4, ?in Bäcker als zweite .?and und
Verlangt: sra^n"n'N".^Vt4.'
ferafjc, in der Näbe der Druid-.?ill-Ave. (IIS)
- ve.-oas >r>eischschneiden
und o'ro.'c->'>cich.!,r versteht.
Strasic. (114-5,^
. eine von 15 bi? 1i lah-
. rcn, nm2.>iühe zu meltcn.
erfragen in Nr V 'S. q?oso,rakc. tsanto.
lies-)
Zwei Möbelschreircr. Nachzusra
?!>erlangt acn iei ! Älr
Vorilandllr. > .
Kerlangt im Msiemettien.
. IN<) I'l.iiincr unv
. u:n auf's rand und Erd
beeren, Vrombeeren, und zu pflücken,
melde in l unter
halb .
von einer älteren deutsci'en Tauie ore
! UMI unmövliNe.-;iluiuei liei einer
Familie. Offenen unler Chiffre T. V." an dle
Vicse iailcs. 2 )
e?>cuts>t>c Älrt'cils - Viarinveilunas - iirca,
--Nr Ul'.l> Süd-Tbarpstrahe, unter der Auichi der
Handwerker, Arbeiter und Dienstboten zu beichalligen
wünsa>en, s> o >?'!
Not i z 7
Strticit - Nachwciiiinab -
befindet rch in S.r. ?tWei"
Aancttcseraizc .M.'.r,.^.-Ztle>^
Stellen-Gestiche.
is .. . Eine eisahrcnc.'irankcnwärle
!?reuegelNltt.' NN sucht Beschäftigung. .><u
erfragen in Nr. 1 t:N, Woosricarstrake. (114-"i)
Aiileigeii.-Aii vermielden.
Au vermiethe
nat. vei Clvcker,
Kort-Nveitne. 5)
Aii,e>i>e>i.-H verlauie.
Zu rk,feiÄ?W^^
Sir. 414, Hnttlicsslraszc. ' !->->>
Cic gute tStlcgcnlteit für eine
Tctimied over LSagner.
Sin seit langen Jahren bestehendes Zchmiedegeschäst
im Allgemeinen ist wegen Aller? und Krankheit unier
annehmbaren Bedingungen zu übernehmen, enra
aen in der..Harugari-Halle," Nr. tut, Ln-^alil
morcsirastc. (11! Z S)
'k?.. Rajen, gutc Pftanzenerde.
verkamen, -and. v'emüllc und durch
fiebi- Eide im ~T-t>ut;--Parr.' Bciair-Ave. Auch
ist der Park sür 't-icnk? cnen. (iet-rnscr ' ll,„cr.
Belair Avenue. (110,2,4,5 Hiol^^ilvr-öl)
ZU verkaufen
sllreih- nahe'dem'sud:i'estl>S>:r Park, '.'iachzusla.'cn
in >Nr. S 7, Parti, ir-ijzc. (MaiU.lMi)
~.t; da? alte und wohlbekannte
vernanlen. ~ancu-, -l'ielwaaren- u.
Milsikalien-Seschäsr 'Nr. SVB, Süd-Broadway, sammt
Einiichlung und Kundschaft zu annehmbarem Preise.
Näheres in Nr. 5. no-Äroadwai,.
Ueber ."<>( .>>ancr 5 verkaufen:
meistens neue, mallen ZtadttheUen. Grundzins-
frei und adtöZdare tzärunvziafea. AUc^G^oncn--l^.
de? Näheren dei v. rosins
Rees, 'Nr- St.Paul-Llr.LimmerNr. 12 u. 16.
lllXZ)
Äl
gtttes Heiur für
am Selma-Placc, nahe Fulton-Avencu und
Saratogastraße. Wir Häven Häuser, die kSSU
kostet, sür klZsv verkauft. Wir haben noch 2 unver
kaufte, die wir zu je 5300 ablassen - 2V baar und 53
die Woche. Häuser in guten! Zustande. Nachzufragen
tri Graham 6 Co., Nr. 2?, S Paiitttr.
,Lkt 15,12Mte)
Zu verkaufen:
ablösbar. Na 10 Jahren zu(i Prozent ablö?bar.—
15>ne Aniabl Wohnhäuser um Läden. grunbzjnSirei,
Stadt-Hypotheken zu 5 bis V Prozent
Einige gut gesicherte Land-Hypotheken zu K Prozent.
(VI >
nicht
Ilios. (. Aelt Comp.,
GrundcigenthumS-Makier und Anlasso-Agentea,
SS der unv Lerinatn - Strahe.
(Okt4,lÄ) Baltimore. Md.
W. (5. De Muth,
Ar-tiittk.
Nr. .'tO, 1..W lii II.OIX.
" Sinti,.
Zimmer Nr. Sil), I. > liulldlii?.
(Mais,ll) Baltimore. !vid.
I. B- ?5- /mines,
Sir. L2l, St. Banlnr..
G run d eig e ntin n, s - Matle r.
Zu verkaufen: Wm!!?i°?W°h°'H
um nen Nachlaß abzuwickeln. Näheres bei
AameS Ä Batiooa, Nr. lIV, St. Paut-Zlras,.
tt.lt2v-)
verkaufen.
Ht^verklM^n:^
den! kiircikien der !v. ?>caiiian am
Plai,'-. SÄiltenc-ttveni: nns LinaUivooSs,raste.
(.'ipi2B,4llite>
„iNoscvale.^
provcmrnt-izo. " Nr. 1!i!t, <?quiial>le
vi>?. (Äprl-^)^
?!, . die I'rackitvollen l?-stöckiqen
an der ILdmondsoa-
Henry S. King 6 Söhne,
Fabrikanten, Nr. tlk, Slzarp - Strabe.
cieiS) .
Merzte und Advokaten.
Tv. John ('. Hemmeter,
deiiticher A r i l,
!,,, seine Lls>eca>o/.'lr > Linden-Avenue,
S?:e!tislnbt!i >-11 .VlorzknS 2—l Uhr Nach
,nnia>is nd !- '.lbr Abcn;. tBel'rl<j.t,^'?'
Dr. M. Wiener,
homöopathischer Arzt,
mag °n S dtS S Wji u° bend °n 7 d.S Uhr.
. Jeutsches
CWHunckcl,
i. i >. Ii ii>'.
Nr. Sil, Nord Balvert-Strahc.
Sveziclle Svrechstundcn >cden Tcnncrstag Tlbcnd
von 7 diS 9 Utir.
George Lavage,
Rechtsanwalt,
kl7ii.rix<z.
Lcrin>o-trasic.
(Bon Nr. 10ti, Oi!-Saratozaiir.. umactogco.
Psindleih'Änzeigen.
/>?> Geld! ö'cld!
Ä O !>
Satabes.
consolidirle D arlc Hcn-C 0.,
Nr. iin?, ?ft-!Sal<imorc-,
auSjUteilien
beliebigen Beträgen
Ajenzlttnin Komp.'s.
Darlehen- u. Bank-(somtoir^
BenjauilN'lcheZ Gebäude (1830 etabliN).
r? ichcrbeile^^^^
Prisal-Ewsg: Ä. di 424 S7I?
Zrrcse. 's>ex>i^.u
WeN-Ettd-Lein-Barkau
VN. 06S, Vtkft-Vallimork , jwisiticn Pearl un
Piriesiraße. IS7V crrichlel.
Liberale Borschüsie aus ÄausmanaS - Waaren vn
Werlvsacden leder Ä:l. SaÄ'en vrivalim
um eilaul. cÄ!^o.l2!Utt->
Monunrentar-
Dampf-Crppich - Comp.
Nr. II 16, P a r k - Ä v e n u e.
Teppiche werden abgenommen, gereinigt
und wieder gelegl, geanderl oder neu ange
paßt, ouibewahrr oder zur Aufbewahrung
daheim gepacll.
Ti,o,naö Sl Naylor, Eigenthümer.
tZU>7ii7.l2Mt->
Eisschriinke:
Kar-, gomptoir-, Kadett
<?ilrichtuge.
Tische, Cmmters u. s. w.
ä'
Nr. 0 und CZs), Portland-Ttrabe
uud Dcechsltr'lrbritrn.
Eli un H-^Ü^e-AotV
?lnktlonö?ln;eiqen.
Vermal auf
A LagerS von KlcidunqSftüikcn, Herren-
Untcr-
Utriikel n. f w
Kraft eines Befehles des ÄreisgerlchtS Nr- 2 der
Stadt Baltimore verkauft ver Unterzeichnete, Beiwal
ter von Frank <d Davis, aus önentlicher Äuklion
Monta. den 15. Mai 13, Vormittags 10 Uhr,
in den Lagerräumen Nr. SS uno 4, Suv
ti iarleftraf,e,
in allgemeine Lager von Kleidungsstücken,
Herren Asaliung-Rrtiketn,
Siiiniuckwckitn uv vermisltiien Artikeln,
wie solche zu einem Hausirer-AuSstattungS-Geschaftc
gehören, eben>o einen Millcr'sldk eisernen t!iel-
Bcdingung: Baarz hlnng.
Sidnen Hall, Verwalter!
Matthews ck- irkland,
(111-S) Aukiionaioren.
WaifengerickiiS-Berkauf
9werthvollen Aleilcher-Ttande Nr. lttlt
V unv tt. v-lair Marti.
der Unlerzcichncle Tienitag, den tk. ll
Uhr PormittagS, aus öfsentlicher Auktion ans.it und
Stelle die Flcischer-Slünde Äir. 10 u. 110, Belair
nalen unter Verzinsung oder der ganze jtausschilling
baar. Eine Anzahlung von Z5O wird aus jeden
Stand bei m Verkaufe verlangt.
Johann Uht. Verwalter d-Z Nachlas,es
trkland° Auklionatoreu.
(115-0)
Verkauf
MIl. ves
lehr bcgehrenSwerthl iSrundeigenthumS an
Im des Eigenlhümers wird aus öfsent
licher Auktion an Ort und Stelle Mittwoch, den
Mai 13, 4 Uhr Nachmittags, das ganz werth
volle Grundstück ncvsl Sebänlickikeite. bekannt
als Nr. L<>. Harford-Avenuc, zum Verkaufe auSge-
Da? Grundstück hat eine Fronte von 37 Fuß bei
einer Tiefe v0n!233 Fuß. mehr oder weniger, bi? an
eine 20 Fuß breite Alle. Grundzins kl-25.
Die Gebäulichkeilen bestehen in einem 3-stockigen
ziegelsleinerneii Wohnhaus mit döl^
eine Anzahlung von ZIOO ist
bei'm Ankauf erforderlich.
N. W. WatkinS.
Nr. I!>,'Lst-Saratogastraße.
Anwalt sür den Eigenthümer:
(115,8,20,1,3*)
VerwatterS-Berkant
"!G —de?
vigenthuniS Nr. ?l>7,
Wcsi-Prat-, nahe der Pcnnstraf'.e.
Kraft eines Dekretes de? Kreis - Gerichtes der
Lade,, hevaut, hat einen Stall im
Hintergründe und ist als Nr. 707, West-Prallstraßc.
Hinterlegung von 5150 aus da Grundstück ist am
Goulv, Verwalter:
Wm. -ceiiinU r <somp., Auktionatoren.
i10Q.3,i.! >, t 2.5.7,tj>
gemacht
öffentliche Berkauf
scö werihvollei schönen LandfiNcs
zum Nachlasse Noah Walker ? gehörig,
4l Älckcr mfafsend,
Mittwoch, den 17. Mai
und 34, Süd-EharleSstraße.
(8,1 t 1.4
'lt w alto-Verkauf
des
PackiieigenthumS Nr. 81k,
Vnsorftrasie.
I. Boneisf. ?!r. 213, Süd-Broadway.
Praktische <srfal,rtt„<,en
> Kleinper's TtzSvepsie-Rctnedti"
Soddre'nnen. Blähungen -c.
Ais Biu'.leinizunzSmittcl ist es besonders zu em
pfehlen.
Bei allen Apothekern
-5 <sts.
(JanS,l2Mte)
Georg <5. 5 ner o,
Sir. LS? viS^U^Su^'^tta^Uve
<?ine Tasse .. ..
Schmackhaft, rein,
erfrischend, anregend.
kaun in drei Mumien auf folgende
Weise aemachl werden: man iiedm'e eine
Tasse mit kochend heißem Wasser, rühre
darin einen j Theeiöfse!voll(nicht mehr)
Licblil ssvmpastllie's
RinSflcisch-Brltakt
Schwache Männer.
?i^^??voNeMailneSrräft?ndS^^??^
Weer,
Schwacke Frauen.
Nu
Gesellschaften, Logen x.
Raine's Halle
liegt im Herzen der Stadt und ist wegen
ihrer centralen Lage zu größeren und
kleinen Versammlungen ganz
besonders geeignet.
GSItÄ ueue Ausstattung,
beste Beleuaituna ie.
fr Versammlung as
l >r trtt Aett ern ia er xp
ilion et .rr,seuttu- crSeiea. (17-<
Der Deutsche Korrespondent.
Montag, den IS. Mai 13.
Aul Marschland und Meer.
Roman von Friedrich Meister.
„Und ich wcrde sie bezahlen, wenn
ich am Leben bleibe! Das Geschwätz
von Dankbarkeit und dergleichen
aber können Sie fortan unterlassen;
ich habe Sie durchschaut und weiß
von Ihrem Treiben genug, um sie
in die Hände des Strafrichlers liefern
zu konuen wenn mir daran gelegen
wäre!" .
Bon neuem flog jener Schatten von
Beunruhigung über Nikolas Quenses
fahleß, runzelvolles Gesicht, um jedoch
gleich darauf unter dem Einfluß einer
tüchtigen Prise wieder zu verschwin
den.
Radbod Falk schritt der Thür zu, der
Alte aber rief ihm mit quäkenderTtimme
nach:
„So bleib doch, Radbod, eile doch
nicht so, mein Sohn! Der Zorn hat
Dich bemcistert und nimmt Dir die ruhi
ge Ucbcrleguug; bei mir ist das nicht
der Fall. Du hast keinen Groschen in
der Tasche uud doch prahlst Du, mir
Alles bezahlen zu wollen.
Weißt Du denn, ob's nicht vielleicht
viele hundert Thaler sind? Hast Du
etwa einen Sack voll Gold vergraben?
Zch dränge Dich nicht um mein Geld,
das solltest Du doch wissen.
Wovon gedenkst Du deun zu leben?
Willst Du Dich verdingen?"
„Nein, ich verdinge mich nicht."
„So meinst Du wohl, zur See zu ge
hen?"
„Ja, das will ich. Ein Matrose ver
dient mehr Gctd, als ein Ackcrknecht;
er hat d'ranßen vielerlei Gelegenheit zum
Erwerb, und ich will und muß erwer
ben."
„Sehr brav. Wenn Dir's recht ist,
wcrde ich ein Wort mit Kapitän Karrach
reden. Der geht mit seiner Brigg mor
gen früh in See, vielleicht nimmt er
Dich mit, wenn ich ihn darum frage."
Radbod zögerte; dann faßte er einen
Entschluß.
„Ich nehme Ihren Borschlag an,
weil er mir dazu verhelfen kann, meine
Schuld früher abzutragen."
Ohne ein weiteres Wort des Dankes
wendete er sich um und ging zur Thür
hinaus.
NikolaS Oucnse saß mit auf die Brust
gesenktem Kopfe und die Wicsclaugen
blinzelnd nach dem Kaiiiinfeucr gerich
tet. Er schien über die Undankbarkeit
der Menschen im allgemeinen, besonders
aber dieses Jünglings nachzudenken, den
er doch erzogen, ernährt und gekleidet
halte, und der sich nun als eine Schlan
ge entpuppte, die er an seinem Busen
gehegt. Wie keck uud herzlos hatte der
selbe seine Respektabililät angetastet!
Was würden die Mitglieder des iiir
chenraihS wohl sagen, wenn die alte
Geschichte, ans die Radbod Falk ange
spielt halte, wieder ans Licht gezerrt
würde?
Diese Geschichte aber war in kurzen
Worten die folgende, soweit sie damals
bekannt geworden war.
RikolaS Quenses Borgänger in dem
ausgedehnten Grundbesitz war ein ge
wisser Justus Havekost gewesen, unter
den Mitbürgern allgemein als ein stil
ler, harmloser und unter Umständen fo
gar furchtsamer Mann bekannt. Um
so giößer war das Erstaunen im ganzen
Orte, als eS plötzlich hieß, lustnS Have
kost sei in eine politische Verschwörung
verwickelt, deren Zweck der Umsturz der
bestehenden Ordnung, Revolution und
Bcrjagnng des Landessnrsten sein sollte.
Man befand sich in dem unruhigen
Jahre 18-18, und Havekost's Bekannte
und Freunde konnten wohl die Ber
schwörung einigermaßen verstehen, nicht
aber, daß gerade dieser ruhige, leiden
schastSlose und furchtsame Mann zu
den gesährlichstcn Mitgliedern derselben
gehören sollte. Das Gerücht aber be
stätigte sich, denn noch ehe die Untersu
chung der Sache begann, war Havekost
bereits in's Ausland geflohen, nachdem
er feinen ganzen Besitz seinem Faktor
nnd persönlichen Freunde, Nikolas
Ouense, verschrieben hatte.
Die letzte bestimmte Kunde, die über
ihn nach der Heirath gelangte, war die
Nachricht von seiner Berheirathung.
Später, nach Jahren, verlautete, er sei
in Roth und Elend gestorben und habe
Weib und Kind hülslos zurückgelassen.
Jetzt wcudete sich die öffentliche Mei
uung gegen Ouensc; denn es hieß, der
selbe habe sich damals Havekost's Be
drängniß tückisch nnd gewissenlos zu
Nutzen gemacht und dann dem unglück
lichen Flüchtling jegliche Unterstützung
aus dessen eigenem Besitz vorenthalten.
Qncnsc aber wußte sich zu rechtferti
gen. Er brachte Briefe und andere
Schriftstücke zum Borschein, wonach
Havekost im Auslande ein lcichsertiges
gesnhrt, von ihm, als dem Fak
tor und Gntsverwalter, aber regelmä
ßig große Zuschüsse erhalten habe. Ein
Streit in einer Spielhölle habe zu seinem
vorzeitigen Tode geführt, die Krau fei
fechS Wochen später cbciisalls gestorben,
und zwar kinderlos. Nach Havekost's
zn Recht bestehender Bersügnng war
O.uense sodann in den vollen Besitz der
Hinterlassenschast getreten.
Diese und noch andere Rückerinnerun
gen waren's, die den Rheder gegenwär
tig verstimmten und mit Unruhe crsüll
ten; er nahm öfters als gewöhnlich seine
Zuflucht zur Tabaksdose, ein sicheres
Zeichen für seine innere Erregung.
Endlich griss er nach dem neben ihm
lehnenden starken Krückstock und erhob
sich mühsam auf die Füße.
„Ja," murmelte er, „ich muß mit
Iwan Karrach reden, und dann will
ich die Brigg in doppelter Höhe vcr.
sichern. Man kann nicht wissen, was
durch die Nachlässigkeit der Leute dem
Fahrzeug zustoßen mag man kann's
nicht voraussehen aber deS Herrn
Wille geschehe."
Damit hinkte er hinaus auf den Hof
uud befahl einem der Knechte, feinen
Schimmel zu satteln.
Zweites Kapitel.
Radbod Falk hatte dem Hause des
reichen Mannes mehr in schmerzlicher,
als in zorniger Verstimmung den Rük
ken gekehrt; von dem Traum, den er
zwei Jahre laug in seinem Herzen ge
träumt, der Min leitenden Prinzip sei
nes Lebens geworden war, hatte er wäh
rend der Unterredung nur wenig ange
deutet.
Er sagte sich, daß er seinem Herrn die
ihm erwiesene Fürsorge dreifach zurück
verglUet habe und daß er wohl berech
tigt gewesen wäre, die Erfüllung des
ihm wiederholt gemachten Versprechens
Er empfand noch eine gewisse An
hänglichkeit sür den Mann, der sein
Wohlthäter gewesen war, obgleich er
schon längst aufgehört hatte, denselben
zu achten.
Jetzt aber war's ihm, als habe dieser
letzte Beweis von Ruenses Selbstsucht
und Treulosigkeit auch den Rest der ehe
maligen Zuneigung aus seinem Herzen
gerissen. Des jungen Mannes Gemüth
war jedoch zu edel angelegt, um sich
durch solche Erfahrung sogleich gänzlich
verbittern zu lassen.
„Eigentlich," so überlegte er, nachdem
er eine Weile gegangen war, „hatte ich
doch kaum das Recht, von ihm zu er
warten, daß er sich meinetwegen ein Op
fer auferlegte. Und ich brauche ihn
schließlich auch gar nichr. Ich kann ar
beiten, und Bertha wird gern und ge
duldig noch warten."
Als er zu dieser vernünftigen Auffas
sung gelangt war, hatte er auch das
Städtchen Abbehauserfleth erreicht, wel-
ches von OuenfcS Gut, dem Rhederhof,
ungefähr zwanzig Minuten Weges ent
fernt lag.
Abbehauserfleth war ein kleiner friesi
scher Knsteuort, ausschließlich von Fi
schern und Schisfcrslcntcn bewohnt.
Die HäuscheTi und Hütten der einzigen
Hauptstraße und der drei oder vier Gäß
chen, der Mehrzahl nach aus Fachwerk
aufgeführt, waren theils weiß getüncht
und mit altersgrüneu Ziegeln oder
moosüberwuchertem Rohr gedeckt. Ein
durchdringender Fischgeruch bildete die
Athmosphäre. Fischköpse, Fischschwänze
und ganze Fischskclette lagen allenthal
ben auf der Straße, die schräg geneigt
dem Strande zuführte; ein starker Re
genguß reichte daher jedesmal hin, alle
diese Absälle und Ueberbleibsel summa
risch auS dem Wege zu schassen und in'S
Meer zu spülen.
(Fortsetzung folgt.)
LkoalbertÄtc aus Washington.
Ueber die Zahl der Selbst
morde im Tislr.kt Columbia hat der
Stamliker Hr. William B. Moore folgende
Angaben zusammengestellt. Während der
12 lahre von 1880 bis 189 l einschließlich
wurden im Distrikt Columbia 225 Selbst
morde begangen, darunter nur 13 von Far
bigen. Bon den 2V7 Personen kaukasischer
Rasse waren 174 Männer und S 3 Frauen,
ron den 18 Farbigen 12 Männer uud e
Frauen. Während der ersten sechs der ge
nannten Jahre war da P-rhältniß durch
schnittlich ldj pro Jahr, während der letzten
sechs Jahre aber 22, bedeniend mehr, als eö
der Zunahme der Bevölkerung zusolge hätte
erklärt werden können. TaS Jahr IBSI
weist 36 Selbstmorde ans. TaS Turch
schnittSalier der Sel!islmö.oer war 42 Jahre,
1887 betrug es bei 24 Selbstmorde nur 31
Jahre, 1880 erreichte es aber bei 21 die Höbe
von 48 wahren. Durch Erschießen haben
von den 224 Selbstmördern 69 ihrem
ein Ende gemacht. 66 nahmen Gift, 34 er
hängten sich, 24 erträntl-u sich, lödiliche
Wunden brachten sich 23 bei, 6 stürzten sich
aus einem Fenster, 2 enö-'.en ihr in
dem sie sich vor eliieii Zug warsen und einer
athiuele Eas ein.
Des Todt schlag schuldig be
fanden vorgestern die Groizgeschivorenen in
oem in Alexandria abgehaltenen Prozeß
lefserson Plnllipps, welcher angeklagt war,
G. S. Smllh ermordet zu haben. Er wurde
zu 8 Jahren Zuchlbaus veruriheilt.
Horace Mcjieen, alias Holmes, wel
cher der Ermordung von W.H.Harding an
geklagt war, wurde von den Geschworenen
des LodtschlagS schuldig besunden, welche
ihn ebenfalls der Milde des EerichiS em
pfahlen. Tie Nerlheidtger meldeten sofort
Berufung ein.
Ableben. Ans Berlin ist die Nach
richt eingetroffen, daß daselbst Hr. August
Riuck, juit., Bruder von Emil A. H. Rinck,
Mary Rinck und Anna Tieirich, im Alier
von 32 Jahren gestorben ist.
E l Ii e n Schädelbruch erlitt bei'm
Abladen einer Truckcrprcsse dadurch, daß
dieselbe herabstürzte. Wm. von Nr.
440, Massachusetts Avenue. Terielbe wurde
in'S „Emergeneq-Hoipital" geiandt. N. E.
Wetterby von Nr. 1727, 7. Straße, welcher
bei dem Abladen behulflicl, gewesen, ver
letzte sich leicht am Fuß.
Humßest en deSFreibad es wild
heute Abend in „Metzeroit'S Musikhalle"
eiu Eonzert veranstaltet, in welchem n. A.
mllwilken werde Tr. I. W. Bischofs, Al
phouzo ?)ouug, jun., Frls. Mar Heßler
nnd C. H. Hall, Proi. E. L. Scharf uuv
seine Zöglinge, der „Wa'h'g:oner Banjo ,
Maudoltne- nnd Guitarre uud der
„Washingtoner Zither-Eirlel." Außerdem
werden Prof. Sheldou'S Zöglinge mehrere
Tänze aufführen.
In der lutherischen Concor
dia - Kirche an der Ecke der 20. und G-
Straße, fand gestern die Eoiifiruiatiou der
diesjährigen Eoiisirinandeu während eines
Festgottesdieiisies, welcher Vormittags 11
Uhr begann, durch Pastor E. Trewitz statt.
Tie Eonfirmaiiden waren: Karl Brodt,
Otto Schneider, Erufl Rupvert, Georg
Latieruer, Friedrich Siein, Panline Ewald,
Blanche Ewald, Miunie Müller, Bertha
Brodt, Pauliiie Walter, Eva jiettler, Rosa
Vogt, Louise Schulz, Eleonore Schulz,
Miiiuie Landgraf, Martha Peierfon, Elise
Ebe-, Ella EhlMager, Earrie SieverS,
Mary Oppermann, Kalle Kaiser, Angnste
Schlvtterbecl. Elsa Häberle, Rosa Bohl uud
Julie Klinge.
Die Direktoren nnd Delega
ten d e s „D e u t s ch e ii Waisenhaus-
Vereins" Häven dem JnaugnratioiiS-
Eomtte, welches bei Verlheilung des lleber
sazusses das „Teutsche WaiseiibauS" mit ei
ii:m Edeck von s>oo bedachte, durch den Se
kretär Hrn. R. SpringSguth den Dank des
Direktoriums ausdrücken lassen. Das Co
mite sür das am 22. d. M. stattfindende
Slenbenfest erhielt den Auftrag, Präsident
Eleveland, sein Kabinet, die Tlstrikts-Eom
missäre und andere hochgestellte Persönlich
keiten zu der Feier einzuladen.
Der „Verein Bayer n" hat be
schlossen, demnächst einen Ausflug nach
Bueua-Bisia zu veranstalten. Tie HH. I.
W. Ott, M. Rüth, Georg Fogel, Georg
Fritsch und Theodor A. Lecken wurden als
Comite ernannt. Die von dem Tireliorium
des „Teutschen Warenhauses" empfangene
Einladung zur Betheiligung bei der bevor
stehenden Stciiben'eier ward angenommen,
so daß der Verein sich bei der EiniveihungS-
Feier der Steilbeubüstc belheiligeu wird.
D i e „'s ch w a r z e n Ritte r" ver
anstalteten gestern eine Wasserfahrt nach
River - View, welche für alle Th-ilnehmer
höchst genußreich verlies.
Lcffttung dcr Weltausstellung an
Sonntagen beschlossen. Et
scharfsinniges <Sntachten.
Chicago, 12. Mai. In einer heute
Nachmittag abgehaltenen Versammlung des
Direktoriums wurde beschlossen, daß die
Ausstellung nach dem 21. Mai au Sonnta
gen offen sein soll. Präsident Higginbolhan,
hatte Hrn. Edwin Walker, Vorsitzer des
Comite's für Gesetzgebung, um ein Gut
achten über die Frage ersucht, ob die Aus
stellung trotz des Verbois, welches der Eon
greß erließ, als er H 2,500,000 verwilligle,
an Sonittagtn eröffnet werden könne.
Hr. Walter entschied dahin, dag sich das
Verbot nur anf die Gebäude beziehe, in wel
chem AussieUungSwaarcn enthalten sind.
Ueber die Anlagen jedoch, d e Midway Plai
sance und die verschiedenen anderen Sehens
würdigkeiten habe der Congreß Nichts zu
sagen. Es wurde demgemäß mit 22 gegen
7 Stimmen beschlossen, nach dem 21. Mai
den Ausstellungt-platz jeden Sonulag zu öff
nen, und nur die -
bäude geschlossen zu hatten. Von den sieben
Direktoren, welche dagegen stimmten, waren
sechs dafür, alle Gebäude zu öffnen, während
der siebente Alles geschlossen haben wollte.
Ter ElittrittSvreiö wird an Sonntagen nur
25 Cents betragen.
Wigger und Satolli.
Washington, E., 12. Mai.—
Die heute in den New.?ja'.ter Blättern ver
öffentlichten Berichte üver die Haltung des
Bischof'S Wigger nnd etlicher Priester seiner
Tlözese bezüglich des Empsangs, welche
Vater Corrigän nächsten lvioniagS-Abend in
Newark zu Ehren des päpstlichen Legalen
Monsignor Satolll veranstalten will, wur
den in der hiesigen „katholischen Universität"
mit Interesse gelesen. Jenen Berichten zu
folge hatte dcr Bischof die Einladung zu
dem Empfang und dem Diner abgelehnt,
weil seine persönlichen Beziehungen zu dem
Vater Corrigän nicht die besten sind, und
viele der Priester folgten dem Beispiele ih
res Bischofs, weil sie es für eine Beleidi
gung desselben hiellcn, daß Monsignor Sa
tolll liich, dem üblichen Gebrauche zufolge,
zuerst dem Bischof der Diözese seine Aus
wartung machte, ehc er einen anderen Prie
ster besuchte.
Heulige Mittheilungen aus Newark stel
leu jedoch die New-?)oiler Zeitnngsberichle
als unbegründet oder stark übertrieben dar.
Es erhellt, daß Monsignor Satolli zuerst
beabsichtigte, deu nächsten Sonntag in „se
ton-Hall" mit dem Bischof Wigger zu ver
bringen; ein dazwischen gekommenes Hin
derniß zwang ihn niecssen. feine Absicht zu
verändern uud sich den Sonntag über im
Kloster der Passionislenväter aulzuhalten.
Am Montag wird er dann den Vater Cor
rigän besuchen.
Arbeit unv Lohn.
New -?) ork, 12. Mai. —lm Haupt
quartier der sinkenden Kellner wurde heule
Abend mitgetheilt, daß das „ö. Avenue-"
und das „Gerlach-Hotel" sich verpflichtet
haben, ihren Kellnern den „Union-"Preis
von H 35 pro Msnat zu zahlen. Tie Situa
tion in Delmonico's und Logerot's hat sich
noch nicht geändert. -
Gerichtet.
Birmingham, A!a., 12. Mai.—Jim
Reneher, der Mörder von R. H. Haviston
von Haviston-Station, Ala.. büßte heute zu
Eniaw seine That am Galgen.
Tie Rciaaaswlil,lkN.
Berlin, 12. Mai. Kaiser Wilhelm
hat den Wunsch ausgesprochen, den neuen
Reichstag in Person zu eröffnen. Tie So
zialdemokraten entfalten eine rege Thätig
keit; dieselben halten heute in Berlin allein
sechs Wahlversammlungen ab.
ES wird berichtet, daß die Mitglieder des
Centrums, welche sür die Milttärvorlage ge
stimmt haben, nicht als Caudidaieu aufire
ten wollen.
„Vereinigte Sänger." WWW
Monatöversammlung ver , Bereinigtcn Sän
ger.—<?>>e Erklärung. Beschluß, ein
„roktS Sonzert ;nm Besten de Amivs
Projet sich reaUfire sollte.
Tie Delegaten der zu den „Vereinigten
Sängern" gehörenden Vereine „Germania-
Männerchor," „Harmonie," „Frohsinn,"
„Arion" und „Arbettcr-Männerchor" dielten
gestern Abend in dcr Halle de? erstgenann
ten Vereins ihre monatliche
ab. Präsident L. Schneider führte bei
Vorsitz und Sekretär August Röder sungirle
als Protokollfübrer.
Hr. L. Schneider berichtete, daß die als
Kopfgeld an den „Nordöstlichen Sänger
bund" eingezahlten H 27.90 an die „Ver
einigten Sänger" zurückgegeben worden
seien. Ter Betrag wurde in die Kasse
zurückgelegt.
Emen längeren Bericht erstattete darauf
Hr. L. Schneider über den bekannten Ver
such des aus drei Dirckioren der Exekutive
des „Nordöstlichen Sängerbundes" bestehen
den Eomite's. eine Schlichtung von angeb
lich in hiesigen Sängerkreisei, bestehenden
Differenzen yerbeiznführen, sowie über den
BeMuß des Direktoriums, die von den
„Vereinigten Sängern" an den Bund ge
richtete Anmeldung mit derjenigen des
„Baltimorer Sängerbundes" auf drei Mo
nate auf den Tisch zu legen.
Hr. Schneider bemerkte dabei, daß das.
Comite von dem Präsidenten Hrn. Lehmann
wenn auch in guter Absicht, so doch ohne daß
derselbe dazu Autorität gehabt, und ohne
daß er darum ersucht worden, ernannt wor
den sei. TaS Comite habe eine Verschmel
zung der beiden Vereinigungen herbeiführen
wollen, doch sei eine der Bedingungen der
Vertreter des „Baltimorer Sängerbundes"
gewesen, daß die sämmtlichen jetzt demselben
angehörenden Vereine aufgenommen werden
svlttcn, und oaß oieieuigen, welche gesanglich
nicht beiähigr >eie, hinterher ausgestoßen
Tie HH.'Fr'. Scheidt und August Pfeil,
welche mit Hrn. Schneider als Vertreler der
„Vereinigten Sänger" vor dem Comite er
schienen, ergänzten diesen Bericht durch Ein
zelnhciten.
Von verschiedenen Seiten wurde sodann
der Vorichlag gemacht, irgend welche Stel
lung den Beichlüsseii des Direktoriums
gegenüber einzunehmen. Hr. I. H. Wäh
mann, der die Handlungsweise des Direk
toriums, an Stelle des Hrn. L. Schneider
einen erwählt zu haben,
ohne erst über die Aiiiiieltuiigsschreibcn zu
entscheiden, als eine unwürdige bezeichnete,
siellie den Aiiirag, die „Per. ganger" soll
ten erklären, daß sie auf ihrem Standpunkte
beharren, da sie jedem Verein die ge
öffnet hätten, ihnen beizutreten.
Hr. Aug. Pfeil wies ebenfalls darauf hin,
daß die Exekutive nicht schön an Hrn. Schnei
der gehandelt, der einer der tüchtigsten Ver
ireter sei und, was immer er vermocht, für
Sängerweseii gethan und sieis bereit
gewesen, für die Sache des Bundes Zeit
und Mühe zu opfern.
Hr. HendrictS war auch der Ansicht, dag
man der Sänger wegen unbediiHi eine Er
klärung abgeben solle; dieselbe Meinung
veriral Hr. gerbst, welcher noch darauf ver
wies, daß jeder Verein bei der Neuorgani
sation dcr „Ver. Sänger" zum Bettritt auf
gefordert worden sei. Hr. F. Kaiser sprach
sich in gleicher Weise für eine Erklärung aus.
Hr. Schneider meinie, daß diese sogar nicht
einmal nöthig sei, da die Angelegenheit von
dem iieuernannten Comite der Exekutive
schon richiig entschieden werden würde.
Nachdem sodann noch die HH. Lehne,
Kranß, Scheidt, Kaiser und schwarz sich da
hin geäußert, ob eS nicht angebracht sei, die
Aufforderung zum Beilritt nochmals an die
Vereine ergehen zu lassen, fand ein Beichlnß
Annahme: „als Aniivort auf das Verhallen
deS Direktoriums des „nordösllichenÄängcr
bundeS zu erklären, daß die „Vcr. Sänger"
auf ihrer jetzigen Stellung verharrten und
zwar mit der Rechtfertigung, daß sie durch
die Presse aui den betreffenden Paragraphen
der Constiluiioii hinwiesen, laut welchem
Vereine in die Vereinigung Ausnahme er
langen können, wenn sie sich einer Prüfung
umerziehen und die übrigen Verpflichtungen
Betreffs gesanglichen Lebens ersullen wollen.
Eine Einladung zur Theilnahme an dem
Frühlingsfest de- „Allgemeinen Deutschen
Waisenhauses" im Tarley-Park" wurde an
genommen, nnd wurden auf Antrag des
Hrn. HendrichS die Telegaten angewiesen,
die von ihnen vertretenen Vereine zu ersu
chen. möglichst vollzählig ans dem Feste zu
erscheinen. Drei oder vier )11iafsenchöre,
welche von dem Musik-Comite noch ausge
wählt werden, sollen genügen werden.
r. Schneider nahm sodann Veranlassung
auf die vorgestern in Sulro'ü Halle abge
haltene Versammlung zur Besprechung des
Tenkmalprojekies hinzuweiseu und frug an,
ob die „Vereinigten Sänger" der Bewegung
gegenüber nicht auch Stellung nehmen soll
ten. Man veichloß sodann nach kurzer
Tebatte. daß man mit der Idee snmpaihisire
und daß, wenn diese Idee feste Heiialr an
genommen, die „Vereinigten Sanger" im
nächsten Winter zum Bejien des Tenkmal
fondS ein großes Konzert veranstalten wür-
Nachdem fodann noch der Schatzmeister
sir. August Pfeil über die Kosten des Em
pfangs der Tirekioren des ..nordöstlichen
Sängerbundes" Bericht erstattet, veriagie
man sich.
Gesto r b e ii. —'Gestern, AbendS jll
Uhr. ist in feiner Wohnung, Nr. 1512, Hol
linsstraße, der bekannte Goldivaaren-En
groshändier Hr. Moses Taniels gestorben.
Er erreichte ein Alter von 55 Jahren. In
Teitt'chland geboren, war er in seiner Ju
gend nach Amerika gekommen und über
nahm später die Leitung des Ge!chäfles von
Lissauer K Comp., halte aber seit 18 Jahren
eiu eigenes lSeichäst betrieben.
Ter Verstorbene gehörte allen israel-lchen
Wohlthäligkcils-Gcsellfchatten an, so war er
Mitglied ccS Ordens „B'nai B'rtth." des
„israelitischen Waisenhaus Vereins," des
„Hirsch-Eomiie's," des Direktoriums der
israelitischen Frei-Schule, ferner
der des „Rohal-Ar
canum," der „Legion of Honor" n. s. w.
Hr. TamelS hinterläßt eine Gattin und
zwei Töchter, Hattie und Bella. Tie Beer
digung findet morgen, Vormittags ilv Uhr,
von dem Sterbehause auf der „Hanover
straße-Eemetery" statt und werden Rabbiner
Tr. Szold und Dr. Kaiser die Trauerfeier
leiten. . „
In seiner Wonung Nr. 2IOS, t.
Paulstraße, starb gestern nach längerem Lei
den Mc>jor Robert Alfred Williams an
Bright'ichem Nierenleiden. Der Verstor
bene, welcher 17 Jahre lang am „Daltimo
.'er American" beichäftigt war, wurde am
11. August 1822 zu Richmond, Va., gebo
ren, verheiratheie sich 1844 und zog 1858 Mit
feiner Familie nach Kentucky.
Bei'm Ausbruche des Bürgerkrieges trat
er als Freiwilliger in die Armee der Con
jöc?rirlen ein und wurde später dem Siabe
des Generals H. Marshall und dann dem
Siabe des EeneralS Bragg zugetheilt.
In 1868 kam er naa> Battimore und
wurde Tepeschen-Rcdakieur der „Gazette;"
in 1876 übernahm er eine Stelle in der Re
daktion des „American," wo er bis zu sei
nem Tode verblieb. Er hinterläßt außer
seiner Wittwe zwei verheiratheie Kinder und
zwei Brüder in Richmond.
Ein Rencontre im „Mer
ch a n t s ' Clubhaus e." Hr. T.
Edward Hambleton, der Präsident der
„Traciion-Eompagiiie," und Rechtsanwalt
W. Jrvin Croß geriethen gestern Nachmit
tag im Speisezimmer des „MerchantS'
Club" au der Germanstraße in einen Wort
wechsel, der in Thätlichkeiten ausartete.
Ueber die Entstehung des Streites verlautete
Folgendes: „Tie „Traetiori-Compagnie" ist
wegen irgend einer Angelegenheit verklagt
worden, und Hr. Croß iiingirt als Anwalt
der klaaeführenden Barkel. Als sich die
Eenaiinlcn gestern Nachmittag trafen, be
merkte Hr. Hambleton zu dem Anwalt, daß
der Fall im Gericht aufgerufen worden sei,
ohne daß die „Traetton-Compagnie" an
geblich in geeigneter Weise davon in Kenni
niß ge etzt worden sei. „Sie sind zu einer
solchen Beachtung gar nicht berechtigt," er
wideilc in hitzigem Tone Hr. Croß und er
klärend, warum nach feiner Ansicht Dieses
der Fall fei. „In Dem, was Sie fagen,
ist auch nicht ein Körnchen Wahrheit," be
merkte Hr. Hambleton. „Wenn L:ie in
folcher Weise zu mir sprechen, schlage ich Sie
nieder !" unterbrach ihn der Anwalt, worauf
Z
AilSbräuue. Influenza, tkeuchhuften, ?ronili
n sy. Ü!>> nchere Mutel ge-en ewl!>>
lilcht INI ersten Etadium, und ein sichere Llrer
iiigttnnlel in vorgerückterem elidiuw. Sch
„ch er erste Infi merkt idr ie v-rtrefflich
wirf.mg. BetHanv'ern^ü beraubn r-uken.
'
Hr. Hambleton sagte: „Sie dürfen nicht
glauben, daß ich mich nicht vertheidigen
könne, weil ich ein alter Mann bin !"
Hierauf verließ Letzterer das Ziminer und
begab sich mit den HH. W. H. Middendorf
und Albert Marburg nach dem Speisefaal,
wo alle Drei ihre Mahlzeit einnehmen
wollten. Ungefähr eine Viertelstunde fpätec
erschien auch <4roß und ging direkt auf Hrn.
Hambleton zu. „Bei'm Sprechen zu
Zhneii," sagte Lroß. „habe ich den Irrthum
gemacht, daß ich glaubte, ich würde mit
einem Ehrenmanne reden." „O," erwiderte
Hr. Hambleton, „in dieser Beziehung habe
ich keinen Irrthum gemacht!"
ein .... Lügner!" warf Croß ein. Lhe
weitere Umstände stand Hambleton von
seinem Stuhle aus und schlug Croß in'S
Gesicht. Natürlich war Jeder sofort auf den
Füßen; aber bevor man die erregten Män
ner trennen konnte, Halle Crog seinem Geg
ner in den Leib getreten. Das Dazwischen
treten von Freunden verhinderte weitere
AuBichreitungen, und Eroß verließ da? Lokal.
z Alt "N° nen. z
Die alte Zabnfüll- und Auslieh- ?
Methode ist peinigend und oft mir E
M Gefahr verknüpf:. Die neue Methode
ist schmerzlos unv unschädlich. O
Unsere Methode ist die neue. Sie 5
? ruht aus wissenschaftlichen Grund-
? sätzeii, den neuesten Äorrichlungen ?
? und geschicktesten Aerzten; keine Kna- ?
den öder Studenten üben sich an Zh- ?
M nen. ?
? Die neue Metbode ist außerdem billiger, al
? die alle. Tic folgende Preisliste zeigt, wa
verbcsscrlc Instrumente und W
ner, turt ie Wiffeiischait leistel. ?
S S., mit a 0 .
? eiian 7S tt.
M Sllbkrlülluug ?S t.. !plaina-Al-
lug kl. O
? tofüUuug je nach Umfang.
oltro„e„7.So.
? SS lltrbestt Scbilt —S
5 N.S.DentatAssociation, 5
Nr. 4, Nor-I,rl !r.
(steigen Sie den neuen Fahrstuhl.)
? Ecke der 7. und T-Ltraxe, N.-W. M
! „Werth einer Tchacht-l kine Guinre/^?
! >
: i
Z Geschmacklos Wirksam.
Z Bei allen i
z biliösen und nervösen H
A. Zi.
Madlvay's
Ready Relies.
Vöser Hals, Erkältung, Husten,
Lungen-, Lnftrölirenast- und andere
Entzündungen, Blutandrang, rip
pe, Athmungsbeschwerden werden
gelieilt, und ihnen vorgebeugt.
Meumatismus, Meuratgie.
Lendenglcht Verstauchungen,
Kopfweh, Quetschungen,
Zahnschmerz, Schmerzhaftlgkeit von
Brandwunnen, Muskeln,
Hüftweh, Gelenkanschwellungeit, Rückeu-,
Brnst- oder Gliederschmerzen.
Es war das erste und ist das einzige
.und.
wenigen Minuten Arampsr. Maftcniüurc, Ue
bcltrit, <?rvre<t>en. Sodbr, Nervöiilii,
chtaflosigkti. Tiarrhöe. olit. Blähungen
und alle innerlichen Schmerze.
Malaria in ihren verschiedenen M
mcn geheilt und verhütet.
lelfteder und a.e anderen malariichen, bUldsen un
sonstigen Redcr mit Bcihulse von liadwaq> PiUen
s schnell heilt als Radwai,' tead Xelief.
Sichere Heilung von
üv UeiilS die Slajchc. Ju pothelcn n ha.
Dr. Radway's
Negnlir-Pillen,
Vollkommenes AvfUhr-, mildes
Oeffnungsmittel, veretten keie
SMmerzen, immer zuver
lasfig und natürlich
wirkend.
Wadway's Mü'en
heilen olle Unregelmähizkeilen de? MagenS. n!
Lieber. dr kliig.wcid. er Stiere, der las,
nervöse railkyeit. peil<>,lgteil, ovs
schmer,en, crstofung, Harlletdigleit er
daugbeicha>erdt, alltrall,clt, ie
der. Hckmorrh-idi,
Pri"2S Schachtel.
I allen tpotheken n habe.
>en, Eine oder zwei Radwaz'sche Pillen, bi
liösen Schmerzen und Etarrbe der Leber Geplazteil
täglich genommen, erhalten daZ System regelmäßig
Hian gehe sicher uno sehe zu, daß man
„Radway's" erhält!
Man schicke eine Bricsmarke an Dr. Radwaii
omv. Sir. 3'2, Warren-Street, New-Zlork, um die
Eck-rist uii i>u<!." eiche werthoolle AuSkunst
l da <s!e ittel pfoNle,.
Le Mart, Ptyniclich Lo., Ja., Mai ISW.
Ich litt durch UeberarbeUen , Zittern und Schlaf
lzsigkei P-Xi lang getrascht dafür P-stor
Siui?' ikavra.Sttrter Uli kann et all da best
Mittet dasüt enipfehlin.
F. Bratzrft.
New Häven, Cosa., S. Febr. ISSO.
Ich beheaze hiermit, tch mei Mur <eii nuh
als w lohröi a Nervenschwäche gelitte dat. W'
babt Mittel und Zier, ersucht sie ist
ihrer KeimidheU wegen noch Touschlinb geretst, sie
hat w Mem Tased vcn Lollar auZgegebea
lrir Laftor Kinig'S Rerren-Stärier und '!tsea^ülirir,
aleia setr SiteS von diesen erhalten, als rou
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