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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, July 03, 1893, Image 5

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Verlangt-Nnzeigc
od rftSftuna der inrü<lunebai,r i
deutsckier uu englis-der Si?acke
Bcrlanstt.-Zvrauen und Mädchen.
Em tüchtiqeS Mädchen für allzcmeine
HauSarbcir: quie Heimath, guier
Lohn. Nachzufragen in Nr. 1067, rgyte-Stvcnue.
<IS7-i>
verlangt ' r^o^wi'rd^cl'ibu
ine Teutsche wird vorgezogen. Nachzufragen in
Nr. 1 l, NorS-Broai>wa.
Mädchen für a-wök>ntte
. HauSardeit. Nachzufragen^!Nr.
tV4k, Penusqlvaiiia-'Nvenuc. <157-8)
. cm anständige Dienstmädchen:
. „uter r'ohn, kein ZLasche und
Bügeln. Nachzufragen in Sir. 757, W -i?ayccftr.
liS7-8) -
~. zwei deutsche Mädchen zum Ko-
. riixn und für HausardeN.^^>ach
Bertanflt.-Männer mlö .Ünnlirn.
- 6 junae Männer für den deutschen
. ?ampsci. Nachzutragen de, H.
Nrimm. Nr. 7t 2. Süd Broavwa. (IS7)
. in junger Mann in Schlegel'S
Verlangt : , orchcs,rwn-Halle." Nr, 7 und
S. Süd-Arcscri<tr.
. cin guter Bäcker als zweite oder
. dritte Han!> sür Brod- und sc> m
CakeS-Backen'zu Helsen. Nachzufragen m Nr.
Zcffersoiislr
. 'w Nach, - ZchankwSrter: muß
AserltN!Hr . Teutsch und Englisch sprechen und
im clause schlasen. Nachzufragen rn Nr. 7t. LN-
Vrnltiir.
. cin Brodbäcker. Nachzufragen in
Kertangl . Nr !iücft.iombarvstr.
11571
cin junger Schuhmacher für Repa
Aerianar . ratur-Arl-eit: oft und r'oglS IM
Hause. Nachzufrazeil in Nr, t t t!i, !oicsl snn'N--
S,ratze.
. ein guter Bäcker als zweite Hand;
,7. L > a htftr. u " -
. ein tüchtiger Äuswärier m Chas.
Aerlangr . Schneider z „crma
r. 11, Norü-Wulawstr.
5 -> e>n Schneider sür gute ?at>ril-
. rocke; vestandige Akbcit, Nach
zufragen in Nr. 21t l. Mar r. < I>?<>^
. ein guter Zchmtcdheiscr.jomie ein
. f,arter Junge: einer, der schon
Etwas vom Geschäfte versteht, wird vorgezog-n.
erfragen der K, Waidhau,er, Siorvost-ck-
tcr- unv crtcansfir.
Stellen-Gesuchs
4- Ein deutsches Mädchen, wel
kann, sucht eine passende -teile. Nähere in Nr.
LU2U. Li-Moieiillr. trr>.
" Verlangt im Mgemeluen.
e?>uti<dcs Atrvci - NachwcisungS . BUrcau.
Nr 21!, Süd-Lharpstraxe, unler der Aunicht der
.Teutschen Gcselllchajt,"-Ticicnlg-n. weiche deut>che
Handwerker, Arbeiter und Tienildoien zu beichaitlgea
wünschen, wollen sich perjonliw oder in
Briesen an den Az-nlen dcr GcieUschail, Zoliau D>
Ate,,er. Nr. 21!>, Süd-Sharvstraijc, wenden, welcher
unemaeüilch AuStunsr cruicucn wir.
Anzeiflen.-Zn vermiettien.
Zu vermiethen:
Nr. 1445. Andrestraße
142, i!asaqelte-Ävcnue lr>-
Nr. 71. Goidslraxe
Nr. Z 145, Nord- Ltrickerslrajze
Nr. 121t>, Harlcm-Avenue, 5 Ziumier 12.
T. M. Hitc, Nr. S, Lft-Ziiexington-Str.
IIS6-kII
Zn vcrmietyen:
Mount M
Paulstraße. <j^kt,ls,l2Mte>
uerlinlicu.
Z verkfm:MZMÄÄ
kragen in Nr. 7N. ?:it-al>moreur. (IS7-8)
ZN nerltan^en . r z IN d r
ieseS Nlaitcs. (ISK-7)
ZU verKausen: g7n m gmem^ständ^so
wie gebrauchte Exprcx-Wag-n und Chaije, Nachzu
tragen in Nr. tUi, .'Uttvvcrilr. (loti-,)
Zurr>esui>v.: billig zu verlausen gebrauchte
Kutschen: Geld auszuleihen bei L. B. Nr, .'!7,
Parltn-, nahe Lomdardstraße. (MaiU.LMte)
Zu verkaufen oder vermiethen:
L-und J-ftöckige Häuser: ?7 bis kS pro Monal Mis
lausen dieselben für Z2UO bis k-tUii. Zu
gen in 14K2 ovcr t4ti Aiivrc - Slratzc.
(ISU->
ZU verkaufen: ;kel°m"^
Nachzufragen in Nr. tt2S, cotrftrakc, Balli
znore, Äiv. t 144,51),6,621
'v, Iir> eine Apolbeie niil gutem
HS wird bmiz vorkaust. bei
L. Vi. W. Turner,
?! "nc gan, neue?tt-House-
. Hold-Nähmaschiuc sür nur
Au
Paulftcatze. <Otr2v)
Zu verkaufeni^^^M
Platze, Wilkcnc-Aveiiuc und SmaUwoodlirakc.
(A?>2k<,4Mlc>
W. A-insirona Grundeigentl:umSma!ter,
verkaufen^^^
Einige gut xef.cherte L!..nd . hv
Lrangeville
auplät-.e. 25 bei 1 l jin
aii vdorlcs" A or, Zimmer Nr.
L und Ik>, Vansant - Gebäude, Nr. 2 i. Lft-Vcr
"Architekt."
W. C. Muth,
Architekt,
Nr. 510,
MaiS.IJ) Baltimore. Zvi.
vttlige
Läven,
eSohiNiSu^rr^
Wm. Vierrik,
r. tt, Oft-Lerigonstrake.
Geld ia betieize Kumme ilZtuleth.
Bezäljit keine Miethe!
Nr. 151, <sqnitavle (Scblwde,
Ilios. O H'. Wett Eomp.,
~<!cntral-Parl>a„k-"töcdäude.
I?Se der Eliarlcö- unv Ziexingta - Strafte,
<Lll4,lZ) Baltimore, Md.
Arei für Männer.
IL über die Ursache und HeUuiH
schirr
Mau schreibe au rc:sant.
„ v. L.
AuktionsAn;eigcn.
Turch Matthew ä- Kirtlaud.
R. B. Tipvett rüder. Anwälte
<1!, Wichtiger Zterkaus
MZ. des
wertlivolle Padit-SigentftumA
Sir. <2. MctSlcUan'S Alle, Sir. 44. Norv
vulawsiraite, Sir. NU.',. Lcorgestraftc,
Sir. ü.'tv, Wcft-Leringlostrake,
uns Sir. LI, Nord-tSitmorstr.
an den reipckiivcn Plätze das, wie solgt, beschriebene
Eigenlhum verkaufen: . .
Uin Ur Nachmittags.—Nr. 2. McSlcl
laii'S Uen. wie folgt, beschrieben:
Um Ut,r Nachmittags.-Nr. ?>44. Nord-
ist <n> de^^kst
liaiise bebaut. „
U>n 4 IlNr Nachmittags.—Nr. Nt)S, Gcorge
straf;c.—TiescS Grundstück beginnt ander Südseite
der George-, 7 nuß westlich von der Brunestraße,
>2 Nachmittaa^
Un, tUir Nad, niltag! N' ln, Nvrd-
Kiiniorsirahc —TieseS Grundstück beginnt an der
von 250 aus das erste und von 100 der
anderen Grundslücke ist am Tage des Deriauss ersor
derlich.
Pcrkaufsbedingungen: laarzahlunz zur Zelt der
Statljilatio. Zames S. Tippet,
HioiiiieT. Bricl.
Matthews ü- K!rllani>,
(151,7,63) Auktionatoren.
Zanlor Srcamcr.
Bcrwalterö-Berkauf
dc
erthvoUe Nr. VV7, Süd
isreiot-Stras>e.
Uv Nr. Vit und West-Vioiiigomerv
(lsl,6,63,9) Auktionatoren.
Sir Ll7, vl'urtlandftr.
VerwalterZ-verkaus.
Nackcrci u. Wohntiau, Nr. 161 S, Arederick-
Avenue.
Georg (5. ucro,
Nr. LS7 bis Süv-itt:tral Ave.
Telephon Nrlv6o. tMäj-^,13)
Trunkes
NN
SFECIFIU c0.X1'.." üigenibiimerra
Sin <S Seiten skarke Buch mu allen Einzelnheiti
ratit. Zuhaben bei h<ht S i,
Keine Hoffnung mehr.
Wie riete Mensl en gibt es, wellbe nicht jahr-u,
iten tei/tvabren Grund'ihrer Leiten zu adnen. Bald
rter Frau, s-llteu eS lesen. lece/scill eigener Arzt.
Ter kann für 2S Lenls m
X
Der Deutsche Korrespondent.
Montag, de S. Juli tLVS.
Auf Marschland und Meer.
Roman von isriedritd Mtitter.
iFortsetzuug.)
Die plötzlich aus der Küche herauf
tönendeStimmeMinc Pophusen'S unter,
brach sie. Mine war die allergeeignetste
Person, herauszufinden, was aus Rad
bod Falk geworden war. Ohne Aufent.
halt eilte sie hinunter.
„Ah, da bist Du ja?" rief die Fisch
frau ihr entgegen, die sich nicht dazu ver
stehen konnte, mit der Großbäuerin
anders zn verkehren, als sie zuvor mit
dem Fisckiermädchen gethan. „Ich habe
Deine Magd getroffen, die Du zu
Spanhake's Frau geschickt hast, und die
sagte mir, Du wärst heimgekommen.
Hast Du meinen Gertje mitgebracht?"
An den armen Schwachsinnigen hatte
Bertha noch gar nicht wicdergedacht.
Jetzt aber fiel derselbe ihr ein.
„Seit gestern Abend habe ich ihn
nicht gesehen. Er ging mit Nadbod
Falk fort, wenn ich nicht irre."
„Wohin ging er? Und wo ist er ge
blieben ?"
Bertha zog die Fischhändlerin in die
Milchkainmer und berichtete derselben
in kurzen Worten, was sich auf dem
Huberhof zugetragen hatte. Mine war
dem Anschein nach bereits mit einem
Theil der Ereignisse bekannt. „Um den
Großbauern brauchst Du kerne Angst zu
haben," sagte sie, „der liegt nicht im
Wasser. -Ich komme soeben von ihm."
„Ihr kommt von meinem Mann? !
Ist er gesund und wohl aus?"
„Gesund ist er, wenigstens ist er nicht
ertrunken ; aber wohl auf kann man ge
rade nicht sagen. Er sieht aus wie ein
Gespenst, und dabei ist er so schwach
wie eine alte Frau, die eben die Gelb
sucht überstanden hat."
„Aber wo ist er denn, Mine?"
„Daheim bei mir. In's Wirths
haus wollte er nicht gehen, weil er sich
vor den Leuten schämt, und hierher
mochte er auch nicht der Gedanken we
gen, die cr hier kriegen würde —er
meinte die Gedanken an Dich."
„Ich will auf der Stelle zu ihm."
„Das laß nur sein; Dich will cr nicht
sehen, aber mit Deinem Vater möchte
cr reden. Er weiß nicht, daß Du hier
bist, aber nach Dem zu urtheilen, wie er
von Dir spricht, wird's gut sein, wenn
Ihr noch 'nc Weile von einander bleibt,
bis cr ruhiger geworden ist. Gott er
barm' sich! Was ist aus dem Mann ge
worden! Jetzt wcint cr und jammert
und stöhnt, wie ein Kind, dcm sie 'nen
Apfel genommen haben, nnd dann wie
der tobt und flucht und wüthet cr, wie
dcr leibhaftige Teufel."
„Um so mehr muß ich zu ihm! O.Mi
ne, soll ich hier sitzen, weun ich weiß, wie
er sich ohne Grund quält und grämt,
und wenn ein Wort von mir hinreicht,
Alles aufzuklären?"
„So lange cr noch die wahrsten
Worte für die größten Lugen hält, so
lange mußt Tu ihm auö den Augen
bleiben."
„Wann ist er zn Dir gekommen?"
„Bor kaum drei Stunden. Er ist
die -ganze Nacht herumgelaufen und
vollständig erschöpft; aber niederlegen
wollte cr sich nicht."
„Da kommt mein Vater; cr soll mich
zn meinem Manne begleiten."
„Thu', was Du willst, ich werde mich
mit Dir nicht streiten. Ich will aber
wissen, was aus meinem Gcrtje gewor
den ist."
„Ich kann Dir keine Auskunft über
ihn geben."
„Der Radbod wird daS arme Ge
schöpf doch nicht von seiner Mutter
weggelockt und mit in die Fremde ge
nommen haben?" rics Mine in aus
brechender Angst.
„Dcr Vater wird Dir vielleicht Be
scheid geben können; der war nach dem
Rhederhos, um sich nach Radbod zu er
kundigen."
Adam Linnewchrt abcr wußte auch
Nichts zu berichten. Radbod'S Verbleib
war auf dcm Rhederhof gänzlich unbe
kannt.
Auf Mine's harten Zügen malte sich
eine tiefr Unruhe.
„Ihr müßt Falk aufzufinden suchen,"
sagte Bertha; „der ist der Einzige, dcr
von Eurem Sohn Etwas wissen kann,
und wahrscheinlich sind die Beiden bei
einander."
„Du hast Recht, und ich werde ihn
finden. Vielleicht hat er meinen Jun
gen inzwischen auch schon heim ge
schickt."
Die Fischhändlerin verließ den Hof.
Ihre Beforgniß um Gertjc war größer,
als sie zeigen mochte. Sie wußte, wie
sehr derselbe an seinem neuen Freunde
hing und daß er Falk mit der Gedanken
losigkeit eines Kindes und dcr Treue ei
nes Hundes unaufgefordert überall hin
folgen würde. Sie hoffte abcr, daß
Falk wohlmeinend genug gewesen wäre,
ihn endlich nach Hause zu schicken.
„Wie aber soll cr sich allein heim gefun
den haben?" murmelte sie hastig aus
schreitend und die Zähne zusammenbei
ßend. „Er kennt denWcg nicht und wird
zu Schaden kommen. Ich muß ihn su
chen.
DcrNachbarOnkcn kann nach dcmEscl
schcn, bis wir wieder da sind. O, der
Dummkopf! Von seiner Mutter weg zu
laufen! Ich werd' ihm einheizen, wenn
ich ihn nur erst habe —den armen, guten
Jungen!"
Sie weinte nnd war zornig zu glei
cher Zeit. Aus ihren Augcn abcr
blitzte ein fester Entschluß. Sic wollte
nicht eher rnhcn, bis sie den Vermißten
wiedcrgesunden hatte, und sollte sie auch
die halbe Welt seinetwegen durchwan
dern.
Als weiteste Reise schwebte ihr aller
dings nur dcr Wcg nach dem Küstcnort
Altcnsicl vor, obgleich sie auch bereit
war, nach Wilhelmshaven zu gehen und
daselbst Nadbod Falk am Bord der
Kriegsschiffe zu suchen. Sie erinnerte
sich auch noch ganz gut des Namens dcr
„Vincta," da Aertje ihr denselben ost
genug wiederholt hatte.
Bertha theilte ihrem Vater Mine's
Botschaft mit. Der alte Fischer war er
staunt darüber, aber er fühlte sich auch
geschmeichelt.
„Was ich Dir und dem Nachbar Klau
horn zu erzählen versprach, soll nur in
Cornelius' Gegenwart gesagt werden"
fuhr sie fort, „und ich denke, daß Du
mir bei ihm Gehör verschaffen wirst."
„Sei unbesorgt, Das soll geschehen.
BrUmund ist ein verständiger Mann, so
unvcdilünftig es auch aussieht, daß er
nicht hierherkommt und in seinem eige
nen was er will und ver
langt."
„Du weißt Dicht, in was für einem
Zustand cr ist, 'iid was cr sich in den
Kopf gesetzt hat, Mter."
„Meiner Treu, nnd ich kann
mir's anch gar nicht dsi>ken."
„Er glaubt," erklärte A mit beben,
der Stimme, „daß ich ihm uvt Nadbod
Falk davon laufen wollte."
Adam Linncwchrt sah feine
an, als habe er sie nicht verstanden.
Als aber der Sinn ihrer Worte ihnb>cnd
lich klar wnrde, da runzelte cr zonkiH
die weißen Brauen und packte sie rauh'
am Arm.
„Verhält sich Das so?" fragte cr
schroff und drohend. „Wolltest Du
ihm Das anthun, der so liebreich und
gut gegen Dich gewesen ist? Hast Du's
anch nur in Deinen Gedanken gehabt?"
„Nein, Vater, niemals!"
Adam erhob den greisen Kopf steif,
stolz und ruhig.
Beecham'S Piven werden Doktors
Rechnungen ersparen. . (157.62t.Kw.)
Lokalberichte aus Washington.
Zum Doktor beider Rech t e
ernannt wurde von der Harvard-Univeriität
Bischof Tr. Keane, der Rektor der katholi
schen Universität in Washington.
Für das Verfahren der
Großgeschworen eu unter je H3OO
Bürgschaft gestellt wurden Henry V. Ä.
Pallerjon, Lewis W. Johnson und JameS
Feeney, die Beamten der American Mu
tual Aid'Society," welche, wie berichtet,
deschuldigt worden sind, sich verschworen zu
haben, das Publikum zu betrügen. Wie
Hülss-TisinktS - Anwalt Mollowney am
samftag im Polizeigericht, woselbst das
Neihör fortgesetzt wurde, in seinen Argu
menten sagte, iei aus den ZeuzenauSiagen
ersichtlich, daß der Plan, nack welchem die
Gesellschaft operirte, für Jeden, der nur etil
wenig nachgedacht, sich als unausführbar
erwiesen habe, daß abcr die Art und Weile,
wie derselbe von ber Gesellschaft an das
Publikum gelangt worden fei, Tausende vcn
Personen getäuscht hätte. Wie die Bücher
der Gesellschaft zeigten, seien §37,000 dem
Washingtoner Publikum abgenommen wor
den, ohne daß angegeben fei, woselbst das
Geld geblieben. Richter Miller entschied
darauf, daß die Beamten für ihre Hand
lungsweise verantwortlich zu hatten seien, u.
stellte sie dann, wie erwähnt, unter Bürg
schaft.
Gili e Razzia wnrde vorgestern
Abend von der Polizei auf eine angebliche
Spielhölle gemacht, welche sich über dem
Goldwaaren Geschäfte in Rr. S. Str.,
befindet. Charles A. Bell wurde als der
Eigenthümer de? Lokals verhaftet und eine
große Zahl Spielapparate mit Beschlag be
legt. Fünfzehn Personen, weiche in dem
Hause Poker spielten, wurden als Zeuge
vorgeladen.
Auf offener Straße beraubt
wurde am Samstag die Nr. 110, G-Siraße,
N.-W., wohnende Frau E. M. Hope von
einem jnngcn Neger, der sich an sie heran
drängte, ihr ein §l7 enthaltendes Porte
monnaie ans der Hand riß und einfloh, ehe
eS der Beraubten möglich war, die Aufmerk
samkeit der Polizei auf den Dieb hinzulenken.
Einen Finger verlor vorgestern der
14 Jahre all-, Nr. 523, 8. Straße, N.-O-,
wohnende Percy Green bei dem Versuche,
einen Riesen - Eracker abzubrennen. Das
gefährliche Spielzeug cxplodirle unverhofft
und riß dem Knaben den Mittelfinger der
rechten Hand ab. Als erstes !i.pfer des
„4. Juli" fand der Kleine Aufnahme im
„Emergency-Hospital."
Entlassen aus dem GefängnilZ
wurde vorgestern Lawrence Johnson, welcher
seil dem 16. April festgehalten worden war
aus den Verdacht hin, den Tod Joseph Eon
ners', dessen Leiche in der
gefunden worden, verursacht zu haben. Wie
erinnerlich, war dcr Verdacht gegen Johnson
dadurch geweckt worden, weit derselbe am
Tage vorher mit EouncrS einen Streit ge
habt hatte.
Ein verschwundenes Porte
monnaie. Frau B. T. Chandler
welche in dcm Hause Nr. VZK, E-Siraße,
N.-W., wohnt, Halle am SamstagS-Morgen
ihr S'.>7 einhaltendes Portemonnaie aus dem
FrühstückSiifche liegen lassen, un) war das
selbe, als sie einige Mumien später zurück
telirie, verichwunden. Die als Dieiiiimäd
chen in dem Hanse beschäftigten Negerinnen
wurden aus den Verdacht hin, das Geld sich
angeeignet zu haben, verhaftet; da aber bei
einer die in der Polizeiltation
vorgenommen winde, das <Z?eld sich nicht
fand, so wurden sie entlassen.
Der Spieß umgekehrt. Geheim
polizist Lacy verhaftete am Samstag den im
„Rochester-Hcmje" an Ecke 12. und G Str.,
N.-W., wohnenden E. Brooks Sligh auf
eine von Emily I. Brazier erhobene Klage,
worin sie Sligh beschuldigt, einen falschen
Eid abgelegt zu haben, als er am 22. April
beschwor, daß ihm zwei Koffer mit Inhalt
im Werthe von §2öO gestohlen und fortge
nommen worden seien, und daß er Ursache
habe, zu vermulhen, daß die Koffer sich in
dem Hause Nr. 1014 oder 1017, 15. Str.,
N. W., befänden. Wie die Klägerin jagt,
hatte sie keineswegs widerrechtlich von dcn
Koffern Besitz ergriffen, sondern dieselben
nur zurückgehalten, um Sligh zu zwingen,
seine Kosthausrechiiung zu bezahlen.
Zum Superintendenten der
von dem tKriegSdepartement benutzten Ge
bäude ist vom Ziigenieur Gen. Carfey
am Samstag Lberst Johu M. Wilson, der
Eommissär der öffemlichenGebäude, ernannt
worden. Außer für den Zustand beS „Wei
ßen HauseS" und des Washington-Monu
ments, für welche er bereit- die Verwaltung
hatte, wird von letzt ab Oberst Wilson auch
für den Zustand des Armee-MufeumS. des
Spieder Gebäudes an H., nahe 17. Straße,
des Winder'jchen Gebäudes, des Archivs
des Ingenieurs. BüreauS, des Ford'schen
Thealer - Gebäudes und des Union-Gebäu
des verantwortlich sein. Das Concordia-
Gebäude wird von der Civildienst-Lommis
sion, da die Plumber-Arbeiten noch unge
fähr 10 Tage in Anspruch nehmen, erst
Mitte des MonatS in Benutzung genommen.
Das Untergeschoß soll zu einer Examina
tionSballe eingerichtet werden, Im ersten
Stockwerk werten die Büreaux der drei
Commissäre untergebracht, sowie dasjenige
des Sekreiär? und das Zimmer für die
Sitzung ber Commission und ein Zimmer
für die Clerks. Der zweite Stockwerk ist zur
Aufnahme des Chef-Examinators, der Len
tralbehörde dcr Examinatoren u. der Elerks
bestimmt. Die Gallerie bietet ebenfalls
Raum zur Aufnahme eines Theiles der
Clerks.
AlsNachfokger des Dr. Heinecke
als Chefarzt lin „Emergency - Hospital" ist
Dr. H. Morton Boweu ernannt worden.
Derselbe hat sein neues Amt am Samstag
angetreten.
Der „SchwäbischeKranken-Un
terstützung- Veret n" veranstaltete
gestern einen Sommerausflug nach dem
„Schützenpark," woselbst für Unterhaltung
auf das Beste ge'orgt war. Unter Anderem
kamen zur Aufführung: >„wie der Bauer sei
nen Waizen drischt" und die schwäbische
Bauernhochzeit." Der Verein halte sich ei
nes regen Zuspruches zu erfreuen.
Einen höchst werth v o l le u Dolch
besitzt jetzt Hr. R. A. Parke, der in Wash
ington wohnhaste Passagieragent des südöst
lichen Distrikts dcr „Pennmlvanier Eisen
bahn." '>!) er Dolch ist mit kostbaren Edel
steinen nnd mit dem spanischen KönigSwap
pen geschmückt und ein Geschenk der Ipani.
schcn Prinzessin Culalia. Vor ihrer Abreise
hat sie Hrn. Parle, welcher den Zug der
„Pennsylvanier Eisenbahn," der den könig
lichen Gast nach Washington brachte, in ei
gener Person leitete, dieses königliche Ge
schenk überreicht.
Der „R e d R o s e-P l e a s u r e-C l u b"
hat die folgenden Beamten gewählt: ChaS.
H. Snllo Präsident (zugleich Herbergsvater),
H. Umhau Vice-Präsident, Joh. Schlolter
beck, zr., Schatzmeister, G. Becherschmidt Fi
nanzickrelär, H. A. Krause proiokoitirender
Sekretär und Karl O. Volland Sergeant-at-
Arms.
t'NuS liscrerSaoiktag-S Morgen-AuSgabe.)
Vermischtes aus dc Vrr. Staaten.
Schon wieder ist eine neue Schrift
setzmaschine im Markte. H. Rid
dcr's „Monoline" kann an jedem Setz
kasten angebracht werden und wiegt kaum
25 Pfund.
In New-Orlcans ist der bekannte
Restaurateur u. Hotelwirth
EugenKro st sehr plötzlich gestorben.
Er war 51 Zahre alt uud hatte sich erst
kürzlich verheirathet.
Der Präsident derßrookly
ner Stadteisenbahn Dan F.
Lewis hat vor Zahrcn seine Lauf
bahn als Billctverkäufer begonnen.
Bon dein Wachsthum nnd dem Gedei
hen dcr „Brooklyn-City-Bahn" kann
man sich am Besten einen Begriff ma
chen, wenn man die folgenden Zahlen
in Betracht zieht. Zm Jahre 1868 be
trug das Grundkapital der Gesellschaft
heute beträgt eS §20,000,-
000; damals waren nur 125 Waggons
im Betriebe, heute laufen 850 über die
verschiedenen Geleise. Die Gesellschaft
beschäftigt über 8000 Mann und verfügt
über Geleise in einer Gesammtlänge von
212 Meilen.
Bis vorgestern hatten sich sür daS
Turnfest in Milwaukee 52
Buudesvercine und 1600 Turner zur
aktiven Theilnahme angemeldet. Unter
dcn letzten Anmeldungen sind die beiden
Turnvereine in San Franzisco mit Rie
gen von 16, resp. 12 aktiven und erst
malig an einem Bundesfesle überhaupt
theiluchmenden Turnern und der Turn
verein in Rew-Orleans mit einer Riege
vou 12 aktiven Turnern. Die HH.
E. M. Hartivell in Boston, Dr.
E>Hitchcock, fen., in Anihersr, Dr. D.
A. in Cambridge, Hugo Münch
und Tönsseld in St. Louis sind
als allgMeiner Beobachtungs-Ausschuß
ernannt lKHden. Die erstgenannten
drei Herren Mld Anhänger des söge
nannten - isystems
uud die Turner.
Aufgabe dcs ist es, bci'm
Milwaukee'r Feste lrinsche Beobachtun
gen anzustellen und auf Grund Derselben
über den Werth dcr beiden Turnsy^eme
zu berichten. Bekanntlich werden der
„Germania-Turnverein" von Balti
more,sowie der „Columbia-Turnverein"
von Washington sich ebenfalls an dem
Feste betheiligen.
Dcr AuSgaug des Mord-Pro
zesses gegen Conrad Hrlde
brandin Ciucinnati hat den gerechten
Unwillen dcr Bürgerschast und des Eri
minalrichterS erregt, nnd Letzterer hat
bereits zu verstehen gegeben, daß der
Angeklagte die volle Schwere des Ge
setzes zu fühlen haben werde. Der Fall,
welcher erst vor acht Wochen passirte,
hatte ungewöhnliches Interesse erregt.
Hildebrand, welcher erst vor etwa Jah
resfrist auS Württemberg eingewandert
ist, lernte dort ein Mädchen kennen, wel
ches ein uneheliches Kind hatte; der
Bater des Kindes hatte ihr eine Abfin
dungssumme bezahlt. Das Gelo steckte
HUdebrand in der Nase, und er heirathete
die Person, obgleich dieselbe um zehn
Jahre älter und grundhäßlich war. Sie
brachte das Kind jedoch zu ihren Ver
wandten und bestimmte das erhaltene
Geld sür den Unterhalt desselben. Als
Hildebrand sich in feinen Berechnungen
getäuscht sah, fing er an, seine Frau
schlecht zu behandeln. An dem verhäng
nißvollcn Tage fchmeckle ihm das Mit
tagsesseu nicht. Er brach einen Streit
vom Zaune, und Nachbarn hörten, wie
die Frau, wie schon so häufig, laut
schrie. Dann war Alles still. Nach
mehreren Stunden entfernte sich Hilde
brand und holte sich Bier. Er war so
aufgeregt, daß er nicht mehr die eigene
Wohnung fand und von einer des We
ges kommenden Frau nach derselben ge
wiesen wnrde. Gegen 1t) Uhr Abends
verließ cr abermals die Wohnung, und
nach weiterem Verlaus von einerStunde
faßte cr sich ein Hcrz und erzählte einem
Potizisten, dem er begegnete, er befürchte,
seiue Frau habe Selbstmord begangen.
Als die Leiche aufgefunden wurde, war
dieselbe vollständig eutkleidet und der
Körper blutleer, Kleider dcr Frau
und daö Bcttlaken schllen; der Fuß
boden war srisch gescheuert. Ein großes
Messer, womit dcr Frau das Hcrz durch
bohrt worden war, lag sauber abgewa
schen unter dem Kopfkissen, oess:n Ueber
züge fehlten. Hildebrand, mit welchem
alles Mögliche angestellt wurde, um ihn
zu eiucnt Gcständuiß zu veranlassen,
hatte nur die stereotype Antwort : „Ich
Hab's nicht gethan." Ein Cincinnatier
deutscher Berichterstatter, Oskar Grillo,
sammelte jedoch so gravirende Umstauds
beweise, daß auf dessen Aussagen hin die
Anklage des Mordes gegen Hildebrand
erhoben würd?. Das BcweiSnctz war
so vollständig, daß Jeder annahm, die
auf Mord im ersten Grade erhobene An
klage würde aufrecht erhalten werden.
Statt Dessen brachte die Jury nach 5-
stündiger Berathung nur einen ausTodt
schlag lautenden Wahrspruch ein, wosür
das höchste zulässige Strafmaß zwanzig
Jahre Zuchthaus sind.
Dcr biedere Schwabe W. S. Sträb
stand Donnerstag als Mormonerich vor
einem New-Aorker Gerichte, seine erste
Frau, Karolme, hatte ihn wegen bös
willigen Berlafsens verhaften lassen.
Sträb und Karoline reichten einander
bereits im Jahre IK7I in einer kleinen
Stadt Württemberg's die Hand für's
Lebeu, und AlleS ging gui bis zum
Jahre 1879, als Sträb wegen angebli
cher kleiner LiebeSgcschichten uuter Zu
rücklassung seiner Frau und Kinder nach
Amerika verduftete. Im Lande dcr Frei
heit angelangt, heirathete Sträb feine
Frau Nr. welche in Nr. 199, Avenue
C, New-Hork, wohnt, und ihrer Ehe
sind seitdem vier Kinder entsprossen. Er
fand iu dcr Sohmer'schcn Piano-Fabrik
zu Astoria lohnende Beschäftigung, uud
in einem Anfalle von „Großmuth"
schickte er eines Tages einen Brief an
seine in Deutschland weilende Frau
Nr. 1. iu welchem er ihr mittheilte, daß
er sich wieder verheirathet habe und daß
auch sie Dasselbe thun könne, falls sie
Lust habe, daß er aber auch gar "Nichts
dagegen habe, wenn sie nach Amerika
komme und in seinem neuen Haushalt
„arbeiten" wollte. Frau Sträb be
bedankte sich natürlich dafür, für Frau
Sträb Nr. 2 die „Dicnstmagd" zu spie
len. . Bor sünfJahren erst kam sie nach
Amerika und veranlaßte die Verhaftung
ihres Gatteu. Derselbe wurde zur Zah
lung von H 3 wöchentlicher Alimente
verurtheilt. Als Frau Sträb jedoch
die zweite Woche um ihr Geld kam, soll
sie ihr liebenswürdiger Herr Gemahl
angeblich aus dem Hause gejagt haben.
Sie ließ ihn dann abermals verhaften,
uud ihre Angelegenheit zog sich in dcn
Gerichten herum, bis Sträb letzte Woche
vom Richter Haggerty abermals zur
Zahlung von Alimenten, und zwar
diesmal zu §8 die Woche, verurtheilt
wurde. Sträb plaidirte Armuth, trotz
dem er früher seinen wöchentlichen Ver
dienst auf b2O biö §25 angegeben hatte,
und Richter Haggerty ordnete seine In
hastiruug an.
Die beiden großen New-?) orker
Gesangvereine „Arion" uud „Lie
derkrauz" befinden sich jetzt im Westen,
der eine in Chicago, dcr andere in Ciu
cinnati.
In Shcboygan, Wisc., wurde vorge
stern Frau Bertha Escher und Franz
Wcllern von einer CoronerS - Jury
wegenMordes unter Anklage
gestellt. Wilhelm Escher, der Gatte von
Bertha Escher, kam am Sonntags-
Abend durch eine Kugel zu einem gewalt
samen Tode. Auf die Aussagen der
Frau uud des Wellern hin, der einzigen
Hcngen dcr letzten Stunde von Wilhelm
Escher, nahm der Coroner Selbstmord
an, und die so plötzlich zur Wittwe ge
wordene junge Frau beeilte sich, die
Leiche des Manues unter dcn Rasen zu
bringen. Auf Vorstellungen hin, die
inzwischen dcm Coroner gemacht wur
den, ließ dieser dicLcichc vorgestern wieder
ausgraben, dieSchußwuude näher unter
suchen und nahm dann einen gründ
lichen Jiiquesl vor. Bei diesem wur
den zunächst festgestellt, daß Frau Escher
durch eine Liebelei mit dcm Weilern
ihren Galten schon seit langer Zeit hin
tergangen hatte, daß die Eheleute am
Sountazs-Abend im Beisein des Wel
lern einen heftigen Streit hatten, uud
daß Escher durch eine Kugel aus dcm
Revolver Wellern's zu seinem Tode ge
kommen ist. Die Angeklagten leugnen,
doch sprechen die erbrachten Beweise
gegen sie. Beide sind Deutsche. Sie
wurden prompt verhaftet und dem Ge
fängniß überantwortet.
Jetzt läßt auch New-Aork seine
Steuerman n s f ch u l e eingehen,
indem der VertheilnngSrath kein Geld
mehr für das Schulschiss „St. Mary's"
verwilligt hat. Die Zöglinge dcr „St.
Mary'S" sind natürlich am Meisten ent
täuscht über das plötzliche Ende ihrer
Carriere. Fast die Hülste derselben be
fand sich bereits in dcr ersten Klasse,
und jeder von ihnen hatte §3O für seine
Ausstattung bezahlt. Alle aber freuten
sich auf die Fahrt, welche sie eiucm alten
Gebrauch zufolge, demnächst am Bord
der „St. Mary'S" nach Spanien und
Portugal antreten sollten; diese Freude
ist nun gründlich zu Wasser geworden.
Die „St. Mary'S," ein Volllchiss älte
rer Gattung, das unter dem Befehl von
zwei für diesen Zweck abcommandirten
Offizieren dcr Bundesflotte stand, war
schon längst das Schmerzenskind des
Schulrathes, und er griff mit allen
Händen zu, als die Handelskammer vor
etliche lahren die Absicht aussprach,
das Schiff unter ihre Obhut zu nehmen.
Die Handelskammer wollte abcr, als es
zum Klappen kam, nur das Commando
führen und nicht für die Kosten aufkom
men, und so blieb denn Allcs bei'm
Allen.
In New-Aork bezeichnet man jetzt
dieß 1 attern für unausrottbar; täg
lich werde neue Erkrankungsfälle ge
meldet^.
Die deutschen Post-Beamten demen
tiren das Serncht über ihre
kühle Aufnahme in Washing
ton.
W a shi n g to n, D. C., 30. Juni.
Das Post - Departement eryielr heule eine
Depesche von den deutschen Postbeamten,
in welcher sie das Gerücht über ihre rück
sichtslose Ausnahme in Washington Seitens
des General - Postmeisters Bissel beklagen
und behaupten, es sei gänzlich unbegründet.
Tie Depesche ist unterzeichnet von den HH.
Fritich und Krahwinkel, den betreffenden
Beamten, welche angeblich so kühl vom
Gencral-Postmeister empsangen wurden.
Bankier Trexel gestorben.
P h i l a d e l p h i a, 30. Juni.—Sine De
pesche von Karlsbad bringt die Nachricht,
daß Hr. A. I. Drexel von hier dort plötzlich
einem Schlaganfall erlegen ist. Hr. Drexel
war anscheinend sehr gesund, als er vor etli
chen Wochen die Reise nach Europa antrat.
Der Verstorbene war ein Mitglied der Bank
firma Drexel, Morgan K Comp, von hier
und einer der bedeutendsten Financiers des
Landes. Er hinterläßt ein kolossales Ver
mögen. Eine seiner Töchter, welche Nonne
wurde, hat der katholilchen Kirche große
Schenkungen gemacht.
Es ist sehr wahrscheinlich, daß die Fami
lie ein Anerbieten des Hrn. Clement Ä.
GriScom, Präsidenten der „Internationalen
Danipser-Gesellschast," der einen Dampser
zur Versitzung gestellt hat, die Ueberreste
des Verstorbenen nach Amerika zu bringen,
annehmen wird.
Im Banthause der Firma Drexel K Co.
wird das Ableben des Oberhauptes keine
Veränderungen verursachen. Auch werden
die Unternehmungen desVerblichenen außer
halb des BankgeichästeS nicht wesentlich be
einflußt werden.
Selbstverständlich kann über die Verfü
gung seines enormen Vermögens Nichts
mitgetheilt werden, bis das Testament ge
öffnet ist, und Ties wird nicht geschehen, bis
die Leiche in der Familiengruft im „Wood
land-Fr'.edbvfe" beigesetzt ist.
Zwei Söhne des Hrn. Drexel. Oberst A.
I. Trexel, jun., und Eeo. W. Childs Tre
xel, waren in der Bank, als sie die Traucr
botschast vom Ableben ihres Vaters erhiel
ten; der dritte Sohn, Hr. I. R. Drexel, ist
mit feiner Familie in Bar Harbor-Me., und
die Tochter, I. R. Fell, ist mit ihrem Ge
mahl aus ihrem Landsitz bei Fort Washing
ton, Pa. Die andere Tochter, wie schon
erwähnt, ist 'Nonne nnd befindet sich in
einem Kloster in PittSburg, Pa.
Brände.
Chic a g o, 30. Zum.—Um 4 Uhr heute
Morcien brach iu dem Kleiderladen der Fir
ma Willoughbi,, Hill Comp., Ecke der
Madison- und Clarlstraßc, Feuer aus, wurde
aber gelöscht, ehe das Gebäude gänzlich zer
stört war; immerhin beläufc sich der Verlust
aus?so,ooo.
Ter Galgen.
Savanuah, Ga., 30. Juni.—Ein Ne
ger, Namens Samuel Thorpe, welcher vor
einem Jahre einen Weißen, Namens ChaS.
Brinson, ermordete, wurde heute Morgen
um 10 Uhr durch den Strick in's Jensens
besördert.
Atlant a, Ga., 30. Juni.-In WayneS
boro', Ga., wurde heule der Neger Georg
S. Rachen hingerichtet. Er halte am 27.
April seinen Arbeilgeber F. M. Frames
niil einem Wagenschwengcl erschlagen, und
als er ein paar Slundeu später ach dem
zurückkehrte, wo fem Opfer lag, und
noch Leben in dem Körper fand, nahm er
eine scharse Hacke und hieb dem stöhnenden
Ter Präsident reist nach Buzzard'S
Bai.
Washington, D. C., den 3t>. Juni.
—Der Präsiden! ist heule Nachmittag um 4
Uhr mil der „Pennsylvanier Bahn" nach
Buzzard'S Bai, Mass., abgereist. Er beab
sichtigt, etwa drei Wochen dort zu verblei
ben. Ten Entschluß zur Abreise falzte der
Präsident erst beute Nachmittag, und durch
seine unerwartete Abwesenheit bleiben ver
schiedene beabsichligte Ernennungen mibe
stäligt bis zu seiner Rücklehr. Wie verlau
tet, wird der Präsident während seines Aus
enlhalieZ in Bnz zard'S Bai nur die allcr
wichtigsten Geschäfte erledigen, und alle oifi
ziellen Erlasse werden vom Exekuliv-Ge
bäude in Washington ausgehen.
Ter Präsident iu Ncw-Nrk.
New-Uork, 30. Juni. Präsident
Cleveland, sowie Hr. und Frau Laniont ka
men heute Abend gegen II Uhr mit der
„Pennsylvanier Bahn" von Washington hier
an.
„Ich habe durchaus keine Mittheilung zu
machen," jagte der Präsident einem Berichl
erstaller. „Ich habe eine Botschaft erlassen
und den Congreß zur Extra-Sitzung am 7.
August einbcruscn; in dieser Botschaft sind
meine Beweggründe enthalten. DaS ist
Alles, was ich zu sagen habe.
Auf der Fähre kam Hr. Lamont aus der
Equipage und sprach mit einem Berichter
statter.
Er sagte: „„Hr. Cleveland begibt sich di
rekt an Bord der Jacht „Oneida," die ihm
Hr. Benedict zur Verfügung gestellt hal und
die am Fuße der 36. Slraße in Vereilfchasl
vor Anker liegt.
Hr. Benedict befindet sich selbst am Bord
und wird mit dem Präsidenten nach Buz
zards-Bai segeln, wo sie vielleicht Sonntag
Abend oder Montag Morgen ankommen
werden. Dr. Bryanl wird ebenfalls in Be
gleitung des Präsidenten sein. Ich werde
bis Montag und vielleicht noch länger in
New-Zjork bleiben.
Von einem Gerücht, daß der Präsident
an Bord der „Oneida" ein Comite von
Bankbeamten empfangen würde, um mit
ihnen über die Finanzlage zu conferiren,
wußte Hr. Lamont nichts.
ES wurde behauptet, daß solch' eine Con
serenz stattfinden würde, aber Hr. Lamont
demeulirt: das Gerücht; auch glaubte er
nicht, daß Sekretär Carlisle nach New-Aork
kommen würde.
Teutscher Lchrcrtag in Thio.
Toledo, 0., 30. Juni. Der dritte
Ohioer deutsche Lehrertag wurde heute Abend
um 8 Uhr iu der festlich geschmückten „Grand
Army - Halle unter den denkbar besten Au
spizien eröffnet. Ansprachen hielten I. C. C.
Marr, Präsident des Lokal-Ausschusses,
Samuel Kehn, Präsident des Schulrathes,
und Advokat James Pillod. Kohn sprach
Englisch, und Hr. Corden, StaaiS - Super
inlendenl der össentlichen Schulen, hielt eine
englische Ansprache, -n welcher er sich, wenn
auch nur indirekt, zu Gunsten des deutschen
Unterrichts in deu öffentlichen Schulen aus
sprach.
Schlimme StnSsichte sür Slrbetter.
PittSburg, 30. Juni. Es ist fehr
wahrscheinlich, daß morgen 25,000 bis
30,000 Arbeiter in und um Hittsburg ohne
Beschäftigung sind. Sämmtliche Glashüt
ten sollen für die Dauer vou 5 bis 7 Wochen
geschlossen werden.
Und wenn kein Uebereinkommen mit den
Eisenfabrilanten stattfindet, dann werden
auch noch 10,000 bis 15,000 Arbeiter im
Eisen-Distrikl von PittSburg einen Aus
stand beginnen.
Da nun die meisten Eisenwerke wegen
Reparaturen geschlossen werden, so müssen
viele Arbeiter dennoch unbeschäftigt bleiben,
auch wenn ein Uebereinkommen mit den
Fabrikanten zu Stande kommt.
Das Schließen der „Tarentum - GlaS-
Werke" hat allein 2500 Männer arbeitslos
gemacht, und in der Umgebung sind bereits
acht Minen geschlossen, während sasl nur die
Hälfte der Coke-Oesen im Betriebe sind.
Das Einwanderungo - Gesetz muß
befolgt werden.
Wafhinqlon, 30. Juni. Superin
tendent Slump vom Einwanderunas - Bü
reau hat ein Gesuch des Hrn. S. I. Klein,
2500 Juden landen zu lassen, abgewiesen.
Hr. Klein ist der Repräsentant eines Syndi
kats, welches eine jüdische Kolonie in Utah
gründen will und zu dem Zweck 200,000
Äcker Land erworben hat.
Das Land wurde in kleine Farmen einge
theilt, uns Hr. Klein machte eine Reise nach
Beßarabien und Rumänien, wo er etwa
3500 Juden bewog, nach Amerika auüzu
wandern. Die Dampser-Geiellschafren von
Deutschland und Frankreich weigerten sich
aber, die Auswanderer zu trai.sportiren,
wenn nicht im Boraus eine Genehmigung
zu dereu Landung vom amerikanischen Eiu
wanderungs-Büreau erlangt sei. Die Dam
pser-Gesellichasten sind sich der strengen Ein
ivanderungS - Gesetze in den Ver. Staaten
wohl bewußt und wollen nicht die Gesahr
lausen, sämmtliche Passagiere wieder unent
geltlich zurück nehmen zu müssen.
Sekreiär Slump erklärte, daß er die
Dampfer.Gesellfchafteii nichl der Verant
worlucykeit, nur erwünschte Einwanderer zu
bringen, überheben werde. Wenn die Iu
den kommen, io müssen sie sich den strengen
Untersuchungen, welche das Gesetz verlangt,
Unterwersen und allen Bedingungen nach
kommen, und solche, welche zurückgewiesen
werden, müssen auf Kosten der Geiellchafr,
welche sie hierher beförderte, wieder nach
Europa gebracht werden.
stropbe.
Valetta, Malta, 30. Juni. Die
Dampfer „Edgar" und „Phaelon" vom
englischen Geschwader im Mirielmeer kam
heute dahier an mit derüberlebenden Mann
schaft des verunglückien Schlachtschiffes
„Victoria."
Die Ankunft der Dampfer war hier erwar
tet mithin war fast die ganze Stadtdevölke
rung an deu Werften, um die gereuete Oj
fiziere und Maruiesoldaten zu sehen und
von Ihnen womöglich noch nähere Einzeln
heilen über die schreckliche Katastrophe zu er
fahren.
Die Mannschaft wurde mit lautem Jubel
begrüßt, und große Freude herrschte in den
Familien, die verwandte wohlbehalten wie
dertraseii; aber auch manche Tdrane wurde
vergossen von Denen, die ihre Angehörigen
nicht unter den Zurückgekehrten fanden. Es
desanden sich sehr viele Eingeborene von
Malta unter der Mannschaft der „Pictoria,"
und man glaubt, daß etwa SO Maltesen bei
der Katastrophe um's Leben kamen.
Stadt Baltimore.
Schießerei im Annex.— Der
Neger Jsaiah Turner wurde heute früh jl
Uhr vom Sergeanten LuttS aus tue Anschul
digung verhaftet, in mörderischer Absicht auf
den Capl. Ralph Ferguson von der Sprit
zen - Comp. Nr. 13 an der 21. Slraße ge
schossen zu haben. Der Neger neckte
Pserde der Compagnie und wurde vom Su
perintendenten I. M. Dunn weg gezagt.
Darüber erboßt, schoß Turner aus Dunn,
doch traf er Ferguson iu's Bein.
Unfälle. Eduard Rothauge, SS
Jahre alt und in Nr. 417, Nord - Stricker-
Straße, wohnhast, ließ sich gestern im
„Maryländer UniversitirätS - Hospital" ein
Loch in der Stirne verbinden, welches seiner
Aussage nach von dem Glase eines Freun
des herrührte.
Der 17-jährige John Hock, Nr. 17,
Süd-Washingtonstraße, gerietd gestern in
der Druckerei von „RodgerS-Companu" an
der Ecke der Hanover- und Lombardstraße
mit dcr rechten Hand in eine Maschine, wo
bei ihm dieselbe zerquetscht wurde. Er fand
im „Maryländer UniversitätS-Hospital" Aus
nahme, wo man besürchiet, daß er seine Hand
wird verlieren müssen.
Charles Harris, Nr. VZZ, Jose
phine-Ltraße, ward gestern vom BundeS-
Commissär Rogers wegen angeblichen >spi
rituosenverkanss ohne BundeSlicenz dem
GerichtSversahren überwiesen.
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' Glied meiner Familie hat
v'tt l den lctztcn vier Wochen
au einem heftigen und un
angenehmen Husten gelit
teu, welcher in dcr Gegend
' Ärnst und am Rücken
große Schmerzen nebst
Zchlaftosigkeit verursachte.
H " Ich habe viele gut empfoh
lene Mutel gebraucht, so
und innerlich, wie ävßer-
lich. Schließlich ließ ich
>ciue Flasche ZhreSHeilmit
Erkältun- !ttls, Hale'ö Honey, kom
meu, uud nachdem ich eine
Flasche gebraucht hatte,
gen, hörte dcr Husten zu meiner
— Freude undErftauuen auf.
-Es hatte euie magische
wenn Wirkung.
Schicken Sie mir gefäl
ligst noch 3 Flaschen nebst
tintnal !Rechliung, da ich denke, eS
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