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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, September 14, 1893, Image 3

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Verlangt-Anzeign
d GrhSdunq er inriunaabaipe <
veuttcder und -lilcker Srack>.
Bcrlanflt.-Frauen und Mädchen.
ein gesetztes deutsches Frauen-
zimmer für Stubenarbeit. Nach
nsragen im .Rose-House." Nr. 102. Slor-avstr.
(220-1)
A?ersllNgt ! und"um Ä^n'd"-
hülflich zu sein. Nachzufragen in Nr. tSVS, Madt-
>22o)
verlangt nach Washington, D.(> :
s-n.' Uachzufragcn'i n !r°^7tNo rd-Ilmo r ft r.
(22V-1Z
ein deutsches Mädchen sür Haus-
und jtüchenardeit. um nach Nor
folk, Ba.. zu gehen. Man adreffire: ~R
ditto vci ~Sorrefpodnen." (22<1)
cm lungeSAlädch-n um ochen
. ,n einer kleinen KamUie. Nach
zufragen bei Frau A. Ä. Brägel, Nr. 1702, Mavi
on°venr. 22v>
"N Mädchen für allgemeine HauS
arbeit in einer kleinen FamUie.
Nachzufragen in Nr. 24, Wts>-t!avalcs,rad.
<SI-2U> -
ein geschicktes Mädchen, das kochen
?!erlctNgr. lann! kein Waschen oder Bügeln.
Kachimftazen in Nr. t72t. Ztiinven--.. nahe
Wilfonftraße. (21S-Sl,
. ein kleines niedliches Mädchen.
. lim ein kleines Kind zu beaufsich
tigen. Nachzufragen in Nr. 50, Weft-Lombarv-
S,ak. ,21,12)
, ein Mädchen für allgemeine Haus
se tllllst . arbeit in einer Familie von zw
Personen. Nachzufragen in Nr. 822. West-Ztzaq
etten-ake, (21
' "n Mädchen, um die Arbeit im
ZeiiiNHr ersten Stocke zu thun und zum
Kochen für eine kleine Familie. Nachzufragen in Nr.
127. Nor Nroaswan. <2l 2U>
ein gutes Atädchen, um Binder zu
Äs AI warten und bei der Hausarbeit zu
helfen. Nachzufragen in Nr. UV,
Irakir. (21 2S)
ein Mädchen für allgemeine Haus
jSts-<ru>instr. 21 2V>
Berlaugt.-Männer uns Knabe.
"N guter Brod- und Cakcs-BSI
gen in der xpedittou Isa !vtattcs.<22o 1)
4 /ein Bäcker als zweite Hand. Zu
?seriaNAl . erfraaen nach t Uhr
Nr. t2S. Norv-Zfrcinontstr. (220-I>^
. in guter Schuhmacher. Nachzu
Siobertftr., nahe Madison-Äoenue.
, ein Junge, um das Barbier - Se-
, schäst zu erlernen. Nachzusragcn
in Nr. SO l. Süd-Ttiarviir. (22U-11
Verkangt; wm;
derselbe findet dauernde !Le, cvaittzung,
Merlangt:
,°sk. Ba.. zu gehen. Nachzufragen >n Nr. t . West.
Wrattstr. - dritte
! Han?.Ä"äizusrllzen in
Strakr. nahe O'Tonnellftr.. Eanton^l22<^l
. KI-id-rsSrbcr und
Verkannt . -Reiniger. ZU melden in der
von Linck. Sir. 22. Tu-VkarleS
trade.
1- . Zwei erfahrene Bücher - Agenten;
Verlangt . u.assen cng!ch sprechen können,
von 7 bis Uhr bet Aug. Hacker. Nr.
2U7. Nrv tiapelstr.
. ein Mann, welcher Bich zu füt-
BerÜlNgt . lern und zu m-lk-nv-rslehi. Zu
elden bei Tavrd H. Wolf. Nr. 2t.
vcnue.
verlangt im AKgemeinen.
"Urb', - Naa>iu,ia
2l, Süd-Sharpstratze. unter Am ficht der
.TcmjSzcn G-iclljchast."—D>e,en>gen. welche deutsche
Handwerker, Aidcltcr und Tienildoien zu de>chalgcn
woucn fich p"si-nU-d °d Z>"
Bt'-fcn an den Agenten der
.„er, 1>!r.21. -üd-Sharpstra-. wenden, welcher
,m-nlgei,llch Austunsl ertkeiten wir-- <^an2'i.l,i>
Stellen-Gesuche.
Ein junger lediger deutscher
wünscht Stellung II-
Zsnd welcher Art. N-bereS in Nr. 254. uv-Su
au>ftrajjc.
N^.^^Ein junger Mann von IS
!seueae i Um welcher der englischen
Svrache machtig ist und schon als Barkeeper einige
Jahre mitgeholfen har, sucht baldigst eine Stelle.
Nachzufragen in Nr. 2<l>'tt. Kcfr, nahe Wash
ingtunftraßc.
rdeit scheut, sucht irgend weiche. Beschäftigung. Man
adrejfirc. Hartctaut>->te>l, Nr. 14. LU
jiouidardftrabc. '
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Sägen 7S ütS. und 1 die Llafter.
Telephon Nr. 226.
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Zu verkaufen oder zu vermiethen:
da wttthvsllc HolU und Laden-Sigenthum, bekannt
als ..ilchenstein' Hotel." ittteilca von -valttmore.
an dei Har<id-Tuio>lcßoad zelegcn, lamm 22>t
Sern, welche daslelde umgeben. Da Hlel ist ein
r°KeS, m-Isiv-S ebäude und enthill 20 Zimmer.
Nachtulraaendel ent,ard!iÄiee„leld.r. IV4,
Osttirugtustr. . (JiUil.!S!,Äii.-a-t
Mige Läden. Wohnhäuser. Landfihe,
Grundzinsen nnd Farmen
>u Virkausen durch
Söul. Oft-^tiextna-
Az- Geld in beliebige Eusimeii auSzuleihea. -
(MaitZ,ll)
"Architekt."
W. C. De Muth,
Nr. Sttt. vvil.vlo.
Voranschläge aus Kanten aller Art werden gtlitftN.
e-ndheimilStten eine
Zimmer Str. Slö.
cMaiS.IJ) Baltimore, w.
Bauplätze: Bauplätze!
Garrison - Heights
(Arttnaton).
Jetzt ist die Zeit. Bausseileo in der Stadt w,Hlseile
,u lausen, als sie je wieder verlaust werden, ausea
Sie jetzt, ehe die Preise erhöht werden. Bei Baar
abluna 10 Prozent Rabatt, oder 10 monatlich,
kommen Sie und bestchtizen Tie die B-mlStze ,etzt.
lo lanae die quten noch zu yaben sind und wüdrend die
Nachdarschast bebaut wird. - ratiS-AuSflug
Beslchtigunq der otalittt. Hole Sie sich Frei.
' ° L. . Turner, T-Ichäftlführer,
?lr. tO. Oft - Ltrtgon-Srake.
i 207-)
Auktions'Anzeigen.
Abraham Sharp, Anwalt. Nr. 24, Lst-Lexig
tonstraße.
Bralcrs-!verraf
Rr. Lvtv, Weft-Vrattftras ka rei
benutzt), ncbst Stall.
Kraft eines Dekretes des Kreis ° Gerichtes der
Stadt Baltimore verkaust der unterzeichnete Ber-
Walter aus öfsentlichcr Auktion an Ort und Stelle am
den 14. Seplbr, lilj, ,>-S UhrStachmittagS,
alles da in der Stadt Baltimore gelegene,^wic^soiqt
stÄ d'e? PratlstraKe/40 öslliw von Brice-Alley,
Fronte IS stuft, Ties-140 Fuß zu einer 20 Fuß brei-
vrcam
Abraham Sharp.Anwalt,Nr.S-t.Ost-Vexmglonsir.
f--< Berwaltcr Berk
!!W
ZLMwcrthvolleir Wohnhaus Sir. 247,
Bruce-Stratz.
Arast eines Dekret des KreiSgeriititZ der Stadt
öss-imiiti-r Auktion Heu . den 14. September.
Nachmittags 5 an Ort verkamen:
S?raß-," 101 Zoll südlich von Saratoga-
Straße, mit einer Fronte von 12 Fuß Zoll und einer
Tiese von SS Fuß: Grundzins k 43.75. Gedüutich
keilen ein weiwilktgeS ttegctsteinrieO Wohn
Tage de? Berkaufs zinstragend und zur Zufriedenheit
des Verwalters sicher zu Sine Anzahlung von
Taylor >!r Ereiner.
Beralter-Berkaul>
werthvollen grus,in freien Igeu
abrik-tablisscnicn
Sir. uuv 121. West-Erokistraftr,
rlhvollcr
Krast eines Dekrets des KrciSgerichtS der Stadt
Baltimore wird der unterzeichnete Verwalter heut,,
Toiiutrstaa, den 14. Sept. It>o3, Nachmittag? um
4 Uhr, aus öffentlicher Auktion an Ort und Stelle ver
kaufen den <iin wertvvolltn gründ;,,
freie Theil von ruu, legen tu er Stadt
Baltimore und, wie nachstehend. besrirben:
Beginnt an der Südseite der (Zrostftraße 100 Fuß
östlich von der Leadenhallftraße: läuft dann südlich,
parallel mit der Leadenkallftraßc, 0 Futz! dann west
lich, parallel mit der (!roßstraie, dann süd
lich, parallel mit i?eadcnhallstraße, S 2 Fuß: oann ou
lich, parallel Mit der Hroßstraße. 70 Fuß <u der Seit
leite der Üreek-Allev: dann nördlich, grenzend an die
Westseite der Sreek-Allev. 132 Fuß ur Südseite der
Eroßfrraße: dann westlich, grenzend an die Südseite
der <>roßs!iaßc, SS Fuß
die ganze Fronte und sast!/ie
ganze Tiefe des oben beschriebene auplazeS.
die in Nr. lIS und 121. Wcst-Sroi'istraße. befindliche
vtaiAiuerie, wovon Folgendes hier erwähnt wrrd:
ein Tampskesiel, eine Dampfmaschine, zwei Hobel
maschinen, drei Sätze Sägen, eis I'oiieue-Krourri-.
ine Truckcrpresie nebst Stcmvcla (I>t-1, et! Aonibl
nationStisch, eine Partie Hänge-Utensilien, Wellen,
Flaschcnzüge, Riemenzeug und alle zu einem Pack
kislcn-Fadrlk-Äablifsemuit erster Klasse erforderliche
Maschinerie. . ...
Lerkaussbedingungen: ei Dr<tel der Kausssumme
in Laar, der Rest in zwei gleichen Zahlungen von >e
und Wölf Monaten mit Zinsen vom Tage
Berkaus-lazc Verwalter!
Anwälte
(MI - isv 20>
Der Deutsche Korrespondent.
Tonnerstag, 14. September tSB.
Um der Liebe Wissen.
Nomaa von Mewhol Ort.
(FoNsetzuna.)
Zweite tkapitel.
Z'Der Mann, dem der Baron da d'rin
nen gegenüber stand, mochte achtund
dreißig oder vierzig Jahre zählen. Er
war tadellos gekleidet und frisirt, und
es wäre schwer gewesen, gleich die rechte
Erklärung dafür zu finden, warum trotz
dem etwas Plebejisches in seiner Er
scheinung war. Trotz der starken Bak
kenkuochcn und dcS übermäßig vortreten
den Kinns konnte sein Gesicht nicht ei
gentlich unschön genannt werden, und
seincHaltung, wie seine Geberden waren
durchaus diejenigen eines Mannes von
guter Erziehung. Seine Hände und
Füße aber waren auffallend plump, und
weder die eleganten Glacehandschuhe,
noch die blitzenden Lackstiefel konnten
ihre Häßlichkeit verbergen. Bielleicht
trug in derThat nur dieser Schönheits
fehler die Schuld davon, daß alle Be
mühungen deS Schneiders uud des Fri
seurs, Herrn FranzWagenhosf zu einer
vornehmen äußeren Erscheinung zu ver
helfen, vergeblich geblieben waren.
Der Baron begrüßte den Besucher
mit kühler Höflichkeit und deutete auf den
nächsten Stuhl. Herr Wagenhoff aber,
dessen dunkle, gleichsam verschleierte Au
gen matt und gleichgültig geradeaus
blickten, leistete der Einladung nicht
Folge.
„Ich habe mir die Freiheit genom
men, Ihnen meinen Besuch brieflich an
zumelden, Herr Baron," eröffnete er
mit etwas verschnupft klingender Stimme
daS Gespräch, „und Sie werden viel
leicht schon auS dem Wortlaut meines
BilletS entnommen haben, daß es äh
—daß es eine eine Angelegenheit von
einiger Wichtigkeit ist, die mich zu Ih
nen führt. Vielleicht haben Sie sogar
mir liebenswürdigem Scharfblick bereits
errathen, um was es sich handelt."
„Ich bedaure, über Ihre Wünsche
bis jetzt völlig im Dunkeln zu sein, Herr
Wagenhofs. Aber gestatte Sie nur
doch, bitte, zunächst eine Frage. Sie
haben Ihre Hypothek auf Lindenhof an
einen Andern cedirt?"
„Leider war ich dazu gezwungen, Herr
Baron. Ein Privatier wie ich geräth
leicht in Gefahr, feine Kapitalien fo fest
zu legen, daß ihm eines schönen TageS
dießaarmittel zur Bestreitung seiner ei
genen Bedürfniffe fehlen. DaS groß
städtische Leben stellt so bedeutrnde An
forderungen an die Börse eines Jung
gesellen, der nicht gerade ein Klosterbru
der ist —dazu die beträchtlichen Aufwen
dungen für meinen etablirten Rennstall
genug, ich sah mich plötzlich in einer
Verlegenheit, auS der ich mich nicht an
ders befreien konnte, als durch den Ver
kauf jener Hypothek. Ich habe es nicht
gern gethan, DaS dürfen Sie mir glau
ben. Schon deshalb nicht, weil ich
baare fünfzehntausend Mark dabei ver
lor."
„Sie erlitten einen Verlust? Wie soll
ich DaS verstehen?"
Franz Wagenhoff lächelte ein wenig;
aber es war kein angenehmes Lächeln.
„Ich will Ihnen nicht zu nahe treten,
Herr Baron, aber, unter uns gesagt,
am Ende mußte ich doch noch froh fein,
daß es damit abging. Verschiedene
Geldleute-und ich hatte mich von vorn
herein nur n die Waghalsigsten gewen
det schlugen es rundweg ab, sich auf
das Geschäft einzulassen."
„Sie wollen damit sagen, daß man
Zweifel in die Sicherheit der Hypothek
setzte?"
„Mein Gott, diese Leute sind nun ein
mal mißtrauisch. Und waS sollte ich
ihnen antworten, wenn sie mir auf
Grund ihrer angeblichen Erkundigungen
erklärten, die Besitzung sei total über
schuldet und meine Hypothek im Fall ei
ner Subhastation nicht einen Pfennig
werth."
„Man hat es gewagt. Das auszuspre
chen? Ah. Das ist stark!"
„In Gefchäftösachen gibt eö für diese
Mcnschengattung keine zarte Rücksichts
nahmc. Herr Baron, Sie glauben
nicht, von einer wie brutalen Ausrichtig
keit das Gesindel sein kann. Und wenn
ich Ihnen Alles wiederholen wollte,
waü mir bei der Gelegenheit—"
Baron Eherhard machte eine ableh
nende Handbewegung.
„Ich verzichte darauf. Sie selbst aber
würden nach diesen überraschenden Ent
hüllungen über die angebliche Verschul
dung von Lindenhof vermuthlich nicht
geneigt sein, mir gelegentlich eine
Summe von vierzig- oder fünfzigtau
send Mark gegen hypothekarische Sicher
heit zur Verfügung zu stellen?"
..Ah! Ist DaS Ihr Ernst, Herr Ba
ron?"
„Ich sehe nicht ein, wie ich dazu kom
men sollte, im Scherz eine Frage zu
thun."
„Nun, rund heraus gesagt: ich
fürchte, daß es Ihnen nicht gelingen
wird, eine solche Hypothek auszu,ehmen,
selbst wenn Sie Wuchcrzinfen zahlen
wollten. Kein Geschäftsmann wird
sich darauf einlassen. Nur ein wirkli
cher Freund, der weniger auf die Sicher
heit seiner ÄapitalSanlage, oIS darauf
bedacht wäre, Ihnen gefällig zu sein,
könnte sich unter den obwaltenden Ver
hältnissen zur Hergabe d-S Geldes ver
stehen."
„Gut also! Ich danke Ihnen für
Ihre Offenheit, Herr Wagenhoff. Laf
sen Sie uns nicht weiter davon reden.
Sie hatten, wenn ich nicht irre, die Ab
sicht, mir Ihrerseits eine Mittheilung
zu machen."
„Hm —ja allerdings! Aber eS
wird mir nicht ganz leicht, gerade nach
dieser Einleitung. Kurz und ehrlich,
Herr Baron : ich würde glücklich sein,
wenn die Erfüllung gewisser Herzens
wünsche mich in den Stand setzte, Ih
nen dieser hülfsbereit- und uneigen
nützige Freund zu sein."
Befremdet blickte der Hausherr
auf.
„Ich verstehe nicht, Herr Wagen
hoN-"
„Lassen Sie mich ohne Umschweife
reden; iÄ verstehe mich schlecht auf
diplomatische Winkelzüge. Ich liebe
Ihre Tochtet Margot, Herr Baron, und
ich würde mich sür den bcneideuswerthe
sten Sterblichen halten —"
Nur durch eine ganz kleine, keines
wegs heftige, doch immerhin recht deut
liche Handbewcgnng schnitt Eberhard
von Alten den Faden seiner kaum begon
nenen Rede entzwei.
„Verzeihen Sie, mein Herr hier
liegt vielleicht cinePersonenverwechslung
vor. So viel ich weiß, hat meine Toch
ter gar nicht den Vorzug, Sie zu ken
nen."
In Franz Wagenhoff's matt blicken
den Augen war für einen Moment ein
eigenthümliches, tückisches Glitzern. Die
Art, wie seine Werbung da unterbrochen
worden war, konnte ihm fast schon als
eine Antwort auf den Antrag gelten,
den er noch gar nicht vollständig vorge
bracht hatte. Aber er ließ sich doch nicht
entmuthigen, und von dem Verdruß,
der ihn nothwendig erfüllen mußte, war
im Ton seiner Worte wenig zu bemer
ken, da er sagte:
„Doch. Herr Baron! Schon im letz
ten Frühling wurde mir auf einem Ren
nen die Ehre zu Theil, dem gnädigen
Fräulein vorgestellt zu werden, und ver
schiedene Begegnungen im Theater, wie
in der Gesellschaft gaben mir während
deS WinterS Gelegenheit zu immer
neuer und immer lebhafterer Bewunde
rung der—äh —wirklich liebenswürdiaen
junge Dame."
.Lortjetung folgt.)
Ein schm-i-lyafteS Urtktil.
In einer Weltausstellungs-> Corre
spondenz der in Stuttgart erscheinenden
„Deutschen Reichspost" finden wir nach
stehende hübsche Anerkennung: „„Und
bei all' diesem Menschenzusammenfluß
welche Ruhe, welche Ordnung! Man
verschreit d'rüben die Amerikaner als
halocivilisirte Menschen — nun muß ich
gestehen, daß ich noch nirgends in der
Welt solche Massen sich so tadellos be
tragen sah. Ich denke an Berliner Se
dantage mit der Kaiserparade, an Mün
chener Oktoberfest-Szenen, an Volksfeste
im Wiener Prater, an Madonna-Feier
lichkeiten in Neapel und Rom, an das
Birainfest in Constantinopel, an den
Ramadan in Kairo überall an all'
diesen Orten dieselben Menschenmassen,
aber in ihrem Gebühren wie himmelweit
verschieden von denen im „Jackson-
Park!" Wahrhaftig, selbst der Bewoh
ner der Stadt der Intelligenz, Berlin,
könnte Biel, recht Biel lernen von dem
Amerikaner. Und nicht nur im anstän
digen Betragen, in der Höflichkeit na
mentlich gegen daS schönere Geschlecht,
auch in der Nüchternheit, in der Klei
dung kann man hier zu Lande in eine
lehrreiche Schule gehen. Wie hübsch
und praktisch zugleich weiß sich doch die
Amerikanerin zu kleiden! Durchweg
helle, leicht gestreifte Blusen mit breitem
Umschlagkragen, einen einfachen Stroh
hut mit Schleier, einen dunkeln Rock
ohne jede Verzierung, naturfarbene,
starke Schuhe mit niederen oder ganz
ohne Absätze, einen Ledcrgürtcl um die
Taille, ein Schirm, Fächer und schwarz
seidenes Lunsch-Säckchen — so durcheilt
die Amerikanerin den „Jackson-Park,"
eine wabre Augenweide im Vergleich
mit Deutschen oder Französinnen bei
festlichen Gelegenheiten. Natürlich stößt
man hie und da auch auf Modenärrin
nen, aber weit öfter noch auf Modenar
ren und „ducles," denn hier zu Lande
ist das „stärkere" Geschlecht gar oft in
Bezug auf Geschmack und Bildung das
viel schwächere.""
Notizen.
Chicago, welcheö früber
immer so sehr über St. Louis undMis
fouri wegen der in jenem Staate vor
kommenden Bahnräubereien gehöhnt
hat, kann jetzt auch ein Liedchen von die
ser amerikanischen Industrie singen; der
Raub auf der „Lake-Shore-Bahn" er
eignete sich in der Nähe der Stadt. Da
die Räuber K 19.000 erbeuteten, so wer
den sie eS wahrscheinlich bald wieder so
machen.
Der Bundessenat gewährt
jetzt, wie L. W. Habercom in einer
seiner Korrespondenzen ausführt,
einen jammervollen Anblick. „Irgend
ein Senator schwatzt oder liest ein soge
nanntes Silber- oder Anti-Silber-Ar
gumeut, das Nichts weiter ist, als das
selbe alte, schon so oft durchgebrochene
Stroh, aus dem sich lein anderes Körn
chen herausklopfen läßt. Was Wun
der, daß die Herren Senatoren der gro
ßen Mehrzahl nach nicht dasind ! Ihrer
viele sind gar nichts hier, sondern iu ir
gend einer nahen Sommerfrische, andere
weilen zu Hause oder in ihren Comite
zimmern, noch andere halten Rauch-Col
tegien in den Garderobezimmern ab, und
nur von Einem bis etwa einem Dutzend
sitzen an ihren Pulten und beschästlgen
sich entweder mit Zeitungölesen oder
Schreiben oder vertreiben sich zu Zweien
oder Dreien die Zeit mit lebhafter Un
terhaltung, dem Erzählen von Annek
doten, Witzen u. dergl., wobei die Her
ren sich manchmal vergessen und ziem
lich laut lachen. Kurzum, es ist ein
Skandal! Alle die Worte sind in den
Wind gesprochen, haben auch nur den
kweck."
Das kleine Bauernmäd
cheu Jennie Crick in der Nähe von Co
lumbuS, 0., hat sich als wahre Heldin
gezeigt, indem es den Maschinisten eines
ZugeS auf eine brennende Brücke auf
merksam machte und die Passagiere ret
tete. Wie viele Kinder von acht Jahren
gibt es, die so hell von Begriffen sind,
um die Folgen eines solchen Ereignisses
im Nu zn ermessen und abzuwenden?
Das Kind sollte eine Nationalbeloh
nung erhalten.
Die Titel des neuen Her
zogs von Kobnrg-Gotha lauten: Alfred,
Herzog von Sachsen - Koburg und Go
tha, königlicher Prinz von Großbritan
nien und Irland, Herzog von Edin
burg, Graf von Ulster und von Kent,
auch Herzog zu Jülich, Cleve und Berg,
auch Engern und Westphalcn, Landgraf
in Thüringen, Markgraf zu Meißen,
gefürstcter Graf zu Henneberg. Graf zu
der Mark und Ravensberg, Herr zu
Ravenstein und Tonna Damit ist
er indeß noch nicht ganz erschöpft, denn
dem Tonna ist noch em -c. angehängt.
Alle deutschen Titel theilt er mit einem
halben Dutzend Souveränen, darunter
dem deutschen Kaiser.
Die Franzosen haben Pech.
Als Moltke starb, frohlockten sie, weil
sie ihren Miribel noch hatten. Derselbe
war ein vortrefflicher Manöver - Stra
tege, hat aber niemals Gelegenheit ge
habt, sich auf dem Schlachtfelde zu zei
gen. Jetzt ist der große Miribel auch
todt, (imie to ineet LoulunAer.
Einer, der ihn genau gekannt zu haben
scheint, schreibt: „Was aber immer
Frankreich an dem genialen General
verloren haben mag, die halbe Welt
von Paris verliert in ihm noch weit
mehr. Was immer er für Siege auf
dem Gebiete deS Mar steinst zu er
ringen hoffen mochte, die Siege, die er
aus dem Gebiete der Venus errungen
hat, sind ohne Zahl. Für das halbe
Paris war der zukünftige Feldherr in
sich selbst eine Armee. Und trotz seines
gräflichen Blutes war er den Frauen
gegenüber ein ganzer Demokrat ob
alt oder jung, schön oder weniger
schön, reich oder arm, ob Herzogin
d'UzeS oder deren Zofe und deren Kü-
Gegen Dyspepsie. Uebelkeit,
Saueres Aufstoßen, n. s. to.
Diese so gewöhnlichen Krankheiten ha
ben ihren Ursprung im Magen. Der
Magensaft hat nicht die zur gesunden
Verdauung der Speisen nothwendigen Ei
genschaften und eine allgemeine Schwäche
des Magens tritt ein. Dr. August Kö
niq'S Hamburger Tropfen reinigen die
Safte und stellen die erschlaffte Lebens
kraft wieder her.
Gegen Leberleide.
Biliöse Beschwerden bekunden ein
Trägheit des AuSscheidungS-OrganS der
Leder und Unregelmäßigkeit in den Funk
tionen der verschiedenen zur Bearbeitung
der ausgesonderten Flüssigkeit bestimmten
Organe. Wenn ein Ueberfluß von Galle
im Blute zurückbleibt, treten biliöse Be
schwerden auf, welche sich durch gelbliches
Aussehen der Haur, u. s. w., anzeigen.
Als ein Mittel gegen diese Leiden sind
Dr. August König's Hamburger Tropsen
auf's Wärmste zu emvfrblen.
gegen
Verrenkungen,
Quetschungen,
Verletzungen,
KüHen/Hm e>rz e n.
A WLBICISL
eiI.MOL'S
k0?!L WMT
VIII vomiiletoly cdl>xs tN kloock w rvrir xstem
w^ lkrov
chenmagd, ob vierspännige Courtisane
oder bescheidene Zwanzig - Sous - Sou
per Lorctte: vor ihm waren sie Alle
gleich."
In letzter Zeit wurden
wiederholt Vergiftungen durch den Ge
nuß von Pilzen gemeldet. Derartige
Vergiftungen kommen gegenwärtig auch
häufig in Deutschland vor. In Sachsen
hört man jetzt fast täglich von ernsten
Pilzvergiftungen. Vielfach ist unsere
Bevölkerung mit den Giftpilzen gänzlich
unbekannt und glaubt, die Folgen des
Genusses giftiger Pilze seien weniger
furchtbar, als sie eö thatsächlich meistens
sind. Das traurige Schicksal zweier
Familien in dem bekannten Städtchen
Lichtcnstein-Callcnberg lehrt wieder ein
mal in sehr eindringlicher Weise die
entsetzlichen Wirkungen des Pilzgiftes
kennen. Dort hatte die Webersamilie
Bambel giftige Pilze gegessen, furchtbare
Krämpfe stellten sich bei sämmtlichen
Theilnehmern dieses verhängnißvollen
Mahles ein, und jetzt hat man Vater,
Mutter und drei Kinder zu Grabe ge
tragen. Die ganze Familie ist an Pilz
vergiftung gestorben. Das nämliche
Schicksal scheint auch der Familie des
FuhrwerkSbesitzerS Zickmann im selben
Ort zu drohen. Auch diese Familie ist
an Pilzvergistuug schwer erkrankt. Zwei
Kinder derselben sind am Sonnabend
bereits gestorben, und auch die Eltern,
sowie ein am Mahl betheiligter erwach
sener Bruder des Zickmann sollen von
den Aerzten aufgegeben sein. Auch aus
dem Voigtlande, aus der Lausitz, dem
Erzgebirge und der Meißener Gegend
kommen Nachrichten von schweren Ver
giftungen durch Pilze.
Ein Bericht unseres Kon
suls in Buschir erwähnt wieder die That
sache. daß die amerikanischen Fabrikan
ten nicht dazu zn bewegen sind, den Ge
schmack ihrer Kunden zu studiren. Der
Konsul theilt mit, daß Persien einen
vorzüglichen Markt für Kattun bildet,
daß amerikanische Fabrikanten aber er
klären, sie könnten keine anderen Waa
ren liefern, als die für deu amerikani
schen Geschmack berechneten Muster.
Die natürliche Folge ist, daß die Perser
sich ihre Kattune von englischen und
russischen Fakrikanten kaufen, welche nur
zu gern bereit sind, solche Muster anzu
fertigen, wie sie in Persien beliebt sind.
Wenn man dem Hochzöllncr die Frage
vorlegt, warum wir keine Waaren in
Persien verkaufen können, so wird er
aIS Grund dafür die niedrigen europäi
schen Arbeitslöhne und vielleicht auch die
Abwesenheit direkter Dampferverbindung
nennen, denn bekanntlich folgt das Ge
schäft der Flagge. Aber zehntausend
subsidirte Dampser werden uns Nichts
nützen, so lange unsere Fabrikanten
nicht lernen wollen, daß das Exportge
schäft sich nur dadurch in die Höhe brin
gen läßt, daß man den Käufern Das
giebt, was sie haben wollen.
Neueste europäische Aost.
Ein Ungar, welcher der
V orstellung eines amerikanischen
Zauberkünstlers beigewohnt hatte, sprach
nach Beendigung derselben im Cafe laut
und heftig gegen den Künstler und
meinte, die ungarischen Zauberkünstler
seien viel bedeutender. Der Amerikaner,
der zufällig zugegen war, verständigte
sich schnell mit dem Kellner, trat dann
zu dem Ungarn und sagte: „Ich bin
der Zauberer, von dem sie eben spra
chen. Sie halten mich sür unbedeuten
der, als die ungarischen Taschenspieler,
weil ich weniger durch die Hand, als
durch Benutzung der wunderbaren Kräfte
der Natur zu wirken versuche. Aber ich
kann, wenn ich will, viel größere Tricks
ausführen, als einer der jetzt lebenden
College, ich kann das Unmögliche wahr
machen. So z. B. werde ich Ihnen so
gleich, ohne alle Vorbereitung, eine Ohr
feige geben, und der hinter Ihnen sitzende
Kellner soll vor Schmerz laut ausschreien,
während Sie selbst Nichts davon empfin
den!" „Das wollen wir sehen!" erwi
derte der erstaunte Ungar. Als er und
der Kellner sich vorschriftsmäßig postirt
hatten, machte der Amerikaner die Um
stehenden noch einmal darauf aufmerk
sam, daß er durchaus nicht vorbereitet
sei, und versetzte hieraus dem Ungarn
eine derbe Ohrfeige. Sogleich sprang
der Kellner auf, hielt sich die Backe und
schrie laut vor Schmerz. Der Ungar
aber sprang ebenfalls sogleich auf und
rief freudigen Tones der Gesellschaft zu:
„Hob' ich gleich g'sagt, daß Zauberer
nix versteht! Hob' ich Ohrseigen auch
g'spürt!"
—E ine ganz originelle Ei
senbahn, welche Schiffe tranSpor
tirt und mit Elektrizität betrieben wird,
hat Japan seit Kurzem aufzuweisen und
die Negierung dieses Landes damit wie
derum gezeigt, wie ernst sie es sich ange
legen sein läßt, moderne Fortschritte
nutzbringend zu verwenden. Die Stadt
Kioto, welche an einem großen schiffba
ren Flusse liegt, dessen Mündung ein
lebhafter Freihafen für alle Länder ist,
liegt wiederum nicht weit, etwa 16 kin.
von einem großen, landeinwärts befind
lichen See, der etwa die Größe des Gen
fer See's hat, sich auch so lang hinzieht.
Zwischen der Stadt und diesem ee be
wegt sich nun die sonderbare Eisenbahn,
deren Fahrzeuge hauptsächlich dazu be
stimmt sind, kleine, besonders dazu er
baute Dampfer auf der Landstrccke vom
Meer, bezw. Fluß her über Land nach
dem See hin odcr umgekehrt zu beför
dern. Die elektrische Kraft liefert eine
Eentralstation, wo eine Wasserkraft
von 500 Pserven durch Turbinen aus
genutzt, mittelst 'Dynamomaschinen in
Elektrizität umgewandelt und der Bahn
in üblicher Weise zugesührt wird. Wie
schon öfters Beispiele gezeigt haben,
scheinen solche Völker, die mit der
Dampfkraft sozusagen nicht aufgewach
sen sind, die Anwendung der Elektrizi
tät viel leichter zu adoptiren, als wie
Dies häusig bei uns der Fall ist.
Den höchsten Punkt
Schleswig's, den nördlich vom
Gjenner Krug gelegenen Knipsberg
(312 Fuß), haben im Auftrage des Een
tralvorstandes des „deutschen Vereins"
zwei Mitglieder der Ortsabtheilung
Hoptrup sammt der denselben umgeben
den Koppel und der mit dieser verbun
denen Landstelle für die Summe von
6750 Mark käuflich erworben. Es liegt
im Plane der Vereinsleitung, dort aus
der Höhe die Statue der Germania als
Wahrzeichen treuer Wacht über Deutsch
land's Nordmark zu errichten; ein
der von allen deutschen Vater
landsfreunden in Nord-Schleswig mit
großer Freude begrüßt wird. Während
des vor einigen Wochen auf der Insel
Kalö abgehaltenen deutschen Volksfestes
regte, Pastor Jessen ans Süder-Wilstrup
in seiner Rede den Plan an. Behufs
Gewinnung der erforderlichen Summe
sür daS Denkmal wird eine Sammlung
veranstaltet werden. ES liegt in der
Absicht, in späteren lahren ab und zu
am Fuße deS zu errichtenden Denkmals
die deutschen Volksfeste für NordschleS
wig abzuhalten. Im nächsten Sommer
wird auf Beschluß des Eentralvorstan
des das zweite nyOschleswig'sche deutsche
Volksfest in Ä?enrade, und zwar auf
einer Koppel bei „Sommerlust," abge
halten werden.
—ln aller Stille ist in der
östreichisch-ungarischen Armee der erste
Schritt zur Beseitigung der deutschen
Armeesprache gemacht worden. Wie
aus einem neuerdings erlassenen Rund
schreiben des ungarischen Ministers des
Innern, Hieronymi, hervorgeht, sind
fortan alle Militärbehörden in ganz
Oestreich - Ungarn ausnahmslos ver
pflichtet, Zuschriften und Eingaben in
ungarischer Sprache nicht allein von un
garischen Behörden und Aemtern, son
dern auch von jedweder Privatperson
unbedingt anzunehmen, sie haben sich
auch im Verkehr mit ungarischen Aem
tern oder Privatpersonen der ungarischen
Sprache zu bedienen. Die übrigen Mi
litärbehörden, Truppen, Anstalten der
Armee u. s. w., die sich nicht aus Un
garn ergänzen, sind verpflichtet, die un
garisch abgefaßten Eingaben von Aem
tern oder Privatpersonen, wenn sie die
selben nicht in ungarischer Sprache zu
erledigen vermögen, aus einem Umwege
in der ungarischen Sprache erledigen,
bezw. ihre deutsche Antwort in'ö Unga
rische übertragen zu lassen.
Einen unerwarteten Ab
schluß fand jüngst eine Vorstellung der
„Räuber" in einem kleinen Tyroler
Städtchen. Waren da aus den Bergen
zwei Burschen in die Stadt zur „Ku
medi" gekommen, der Sixt und der
Hartl (Sixtus und Leonhard), welche
der Aufführung deS Schiller'schen Wer
kes mit gespanntester Aufmerksamkeit
folgten. Dem Sixt hatte es besonders
die Amalia angethan, die er förmlich
mit feinen Blicken verfchlang. „Die
Amalia ist a teuflisch sauberes Weibl,"
sagte er einmal zu seinem Nachbar, „und
i mein' völli, der buggelte Franzl lasset
sie g'scheiter in Ruh', wenn i ihm halt
gut zu Rath bin."—Je mehr die Hand
lung fortschritt, desto erregter wurde
Sixt. SeineAugen sunkelten, und seine
Fäuste ballten sich. Er vergaß, daß er
im Theater war. Nun kam der dritte
Akt. Franz und Amalia standen sich auf
der Szene gegenüber, und oben aus der
Gallerie hing Sixt mit dem halben Leibe
vorgebeugt über die Brüstung. „Ver
zeihe mir, Franz," sprach Amalia, ihn
scheinbar umarmend und dann feinen
Degen aus der Scheide reißend: „Siehst
Du, Bösewicht, was ich aus Dir machen
kann!"—„Stich nit, Diandl," brüllte
Sixt auf der Gallerie in höchster Wuth,
„stich nit, Diandl! Laß mi abi zu dem
Himmel - Hergotts buggellen (Grashu
pfer, zu dem fuchseten! Machte
Platz," drängte er die Nebenstehenden
zur Seite, „der Stossenbrugger Sixt
kummt! I werd' dem Saggra schon
lernen, Diandlen sekiren und Lent'
schinden!" Ein unbeschreiblicher Tu
mult entstand. Der Vorhang mußte
fallen, der Regisseur war rathlos auf
eine Nasenbank gesunken, die Leute psif
fen, schrieen, johlten, und die beiden
Burschen wurden verhastet. Ein Theil
des Publikums entfernte sich aus dem
Theater, Andere schrieen: „Weiterfpke
len, weiterspielen!"
Einin Wirklichkeit „nied
liches" Ergebniß hat die gegenwärtig
in Erfurt veranstalte Industrie-Ausstel
lung gezeitigt. Ein dortiger Schuhma
chermeister hatte ein Paar Eentime
ter oder 31 Stiche lange Damenschnhe
ausgestellt, die nach dem Fußumrisse und
den Maaßen einer ErsurtertDame gear
beitet waren. Diese Schuhe sind nun
von einer Frau in der Ausstellung an
propirt und noch für sehr bequem gefun
den worden, worauf der Gemahl der
Dame die Schuhe für Letztere kaufte.
Es dürfte der kleinste Damenfuß der
Welt fein, denn auf dem in Chicago
stattgehabten Wettbewerb betrug das
Maaß des dort ermittelten kleinsten Da
menfußes Stiche.
„Muth in Trübsal" so
lautet der Titel eines Gedichtes, mit
welchem die Bewohner der Rathenower
straße in Berlin in den letzten Tagen
überrascht wurden. Dem Gedicht war
eine gedruckte Erklärung beigefügt, in
welcher der Verfasser die feierliche Ver
sicherung gab, daß „weitere Belästigun
gen der Herrschaften" nicht stattfinden
würden, wenn sie dem Poeten zwan
zig Pfennig schenkten, die er am folgen
den Tage abholen werde. Die Polizei
hat indeß ein aufmerksames Auge auf
diesen Nothdichter, so daß ihm das
Wiederkommen wohl etwas erschwert
werden dürfte.
Ein elektro - medizini
sch e s K l a v i e r ist zur Zeit in Stutt
gart ausgestellt. Ein Eorrespondent
schreibt uns darüber: „Alle Kavierpau
ker werden mit Entzücken, alle Gegner
des Marterinstruments mit Entsetzen
vernehmen, daß die hiesige Hofpiano
fortefabrlk Lipp ck Sohn ein Klavier
angefertigt hat, welches angeblich den
Spieler vor jeder Ermüdung schützt und
ihn in Stand fetzt, viele Stunden lang
ununterbrschen mit ungefchwächtenKräf
ten km'tissimo auf die Tasten los zu
schlagen. Bei dem neuen Instrument,
das gewiß Viele als segensreiche Erfin
dung jubelnd begrüßen, noch mehr Leute
aber als Ausgeburt fanatischer Bosheit
sürchten und verwünschen werden, theilt
sich kaum bemerkbar ein elektrischer
Strom dem Körper deS Spielers mit.
Im Rost des Instrumentes befinden sich
12 durch Drähte mit einander verbun
dene Trocken-Elemente, von welchen der
elektrische Strom durch den Resonanz
boden hindurch in die Tasten geleitet
wird. Mittels einer Umschalte-Einrich
tung kann der Strom entweder ganz ab
gestellt oder auf 3, 6, 9 oder 12 Ele
mente verstärkt werden. Die Tasten sür
die ganzen Töne sind auS Metall (Neu
silber) angescrligt, während die Halb
töne mit Kupfer eingelegt sind. Die
Idee zu dem clcktro-medizinischen Kla
vier, das bereits patentirt ist, ging von
London auS."
"Natürliche" Zähi^
—sind selbstver
ständlich die bcsttll
habenS ie aber solche
nicht, jo ist das Nächst
beste den natürlichsten am
nur dieWisscnschast herstelle
Allerbest Gebisse S.
Z-hnauSiichen 2S EiS. Mit SaS oder Zons KO Ct
7b SIS
Eilbersüllunz 7V Cent. Platina-Füllun, <l.OO
Soldjüllung ie nach Umsange.
A.B.DmtafÄss'n,
ottire- u hrl<er.
Wclhinztoocrßüreao: Nr. 4Vt. 7. tr., N.-S.
csa--
Türkische und russische Aäder
im „Squttadte<>ebude,"
i itter .
eie-n, erster Dreine Seji-litt^
iasie-r, dir,->>. M-crtst i st
Acl e>cv>. O. W.
. Z
Dlt,streikz.H,sherr -v Ss,V.
N.,tst Pastsr ön'g'S diiu wM
Loh, welcher vor drei Jahren durch et,? Hirjchig
zelthm! tte ASsldt do^u
I Di ShnNen rwartuoHru Sbertro^e.
lacklon k.,
ttdtq's Medtjinen. Schon w, meiner
Awttthtttzke bot sich dicseldeu lxt ei
nem epileptischen zn vcriuchea and t-t kanaoiit
dem bcikn Genissen sagen, tx-ß dt Wirkungen dÄ
vierrxo Stirker mein kühnste Erwarten übertraf.
Nachdem wir sechs Flaschen gebraucht haben, tü do<
frei p-o sem
Pastor .
ein werthvolle Buch für Nervenlei-
A?!'?? dende wird Jedem, der eS verlangt.
zuaesandt. Arme erhalten auch die
M^'^in^mnlonst.
Bei v-!>c?->si, zu kial'en sü?
St.ov vre <!
In Baltimore zu baden bei A. v. Hutbwelier
S!r. SOS. West-Saratogastraße.
Briefbcförverung „ach Sem Aus
lande.
Für die mit dem IL. September endende
Woche schließt die Annahme von Briefen für
fremde Länder im hiesigen Postauite pünkt
lich, wie folgt:
Donnerstag 9 Uhr Abends: für Brasi
lien per Dampfer „Rosse'' v>a Pernanibuco,
Bahia, Rio Janeiro und SanloS (Briefe
für Para, Ceara und die La Plaia-Länder
muffen per „Rosse" bezeichnet fein); für
Jamaika und Hayli per Dampfer „Alvena."
Freitag Uhr AbendS: für Frankreich,
die Schweiz, Italien, Spanien. Portugal
und die Türkei per Dampfer „La Gaecogne"
via Havre; für Europa per Dampfer „Luca
nia" via Oueensrown (Briefe müssen per
„Lucania" bezeichnet fein); für Europa per
Tampser „Arizona" via QueenStoivn(Briefe
müssen per „Arizona" bezeichnet fein). 8
Uhr Abends: für BlnefieldS; für China und
Japan per Dampfer on San FranziSco.
9 Uhr Abends: für Europa per Dampfer
„Kaijer Wilhelm u." via Soulhamptnn und
Bremen; für die Windward - Inseln per
Dampfer „Caribbee;" für Venezuela und
Curagao per Dampfer „Venezuela;" für die
La Plala-Länder direkt per Dampfer „Ma
niloda."
Sainslag—B Uhr AbendS: für Austra
lien. Neuseeland, die Hawaii'fchen, Flii-
und Samoaiilschen Inseln per Dampfer von
San FranziSco: für Bluefields u. Truxillo.
Die Post für Neufundland schließt täglich
um 4 Uhr Nachmittags. Jeden Sonntag
und Mittwoch, 41 Uhr Nachmittags, für
Euba per Dampfer von Tampa, Fla.
sattrlsttasriattcn.
weg Olamvlern.
Inland.
New-York, 13. Septbr.—Die Dam
pfer „Willkommen" von Sleltin und „Rhyn
land" von Antwerpen sind henle hier ange
langt; gestern trafen die Dampfer „Kaiser
Wilhelm li. von Bremen und „Obdam"
von Rotterdam hier ein.
Die folgenden Dampfer sind hier fällig:
heuie —„Lahn" von Bremen, „Roland" von
Bremen; IS. Sept.—„Fürst Bismarck" von
Soulhanivlon, „Brilannic" von Liverpool,
„New-Uort" von Southampton.
Antwerpen, 12. Sept.-Der Dampser
„Otranto" fuhr heute von hier nach Balti
more ab.
BrelN er hav e II, 13. Sept.—Der Dam
pfer „Weimar" langte heule von Baltimore
hier an.
Dunnet-Head, 13. Sept. Pafsirt:
Tampfer „Rhälia" auf der Fahrt von Ham
burz nach New-Aork.
London, 13. Septbr.— Der Dampfer
„Mernmac" ist von Baltimore hier eiuge
troffen.
Lizart>. 13. Sept.—Pafsirt: Dampser
„Zaandam," von New-Aork nach Amster
dam bestimmt.
R o t t e r d a in, 11. Septbr.—Der Dam
pfer „Chicago" traf heule von Baltimore
hier ein.
Southampton, 13. eptbr. Der
Dampser „Aller" langte von New-Zork an
und fuhr nach Bremen weiter.
S h i e l d s, 12. Sept. Der Dampfer
„Delano" ist von hier nach Baltimore abge
fahren.
Vievmarkte.
C h i c a g o, 13. Sept.—Rindvieh: Zu
fuhr 49,000, Versendung ; die Preise
vaninen zwischen tzl.lo und G 5.50.
Schiveine: Zusuhr 27,000, Lerjendung
; Preise varurlen zwischen ?5.50 und
k6.4o.—Schaase: Zufuhr 14,000, Versen
dung ; Preise varurlen zwischen il.oo
und E5.25.
St. Louis, 13. Sept. Rindvieh:
Zufuhr: 2000, Versendung ; Preise
varurlen zwischen 54.50 und tz 5.20.
Schweine: Zufuhr 2500, Beriendung ;
Preise vaninen zwischen und H 6.25.
Schaaie: Zusuhr 500, Berseudung .
East.Liberlii, Pa., 13. Seplbr.
Rindvieh: Zusuhr schwach. Verjendnng —;
Preise varurlen zwischen H 2.75 und ?4.35.
Schweine: Zufuhr gut, Verwendung ;
Preise vanirten zwischen tzü.oo und lö.KV. —
Schaafe: Zusuhr schwach, Versendung-—;
Preise vaninen zwischen ?2.75 und TL.25.
Der Stldmarn
N e w - B o r l, 13. Sept. Folgendes
sind die Schlußnotirungen: Geld variirte
von 3 bis 4 und schloß zu 3 Prozent.
Sierling-Wechsel Z4.82j bis tz am 60
Tage und Z4.64Z bis H 4.85 auf Sicht.
Bundes Obligationen: 4.prozenl,ge 110,
2-prozentige 99j. Aktten: Adams' Expreß
>33, Cenlral-Pacisic 2IZ, Cbempeake-Ohio
17, Erie löi, dilto Prior. 32, Illinois-
Central 92j, Lake . Shore New-
Jersey - Central 110, Nond-Wenern 100,
ditlo Prior. 135, New-Aork-Central 101
Ld:o - Missiisippl 16, PUlSburg 143, Rea
ding 19K, St. Paul ditlo Prior. 115 Z,
Westecn-Union 83^.
Baltimorer Marktbcrichte.
de?i>cval°ieÄvorralh Bui'cliel, Vcrianvi
von den '2l4.(j'.'U ujaei. Bcrkaujt wur
den 5ti7,400 Buicdei uno .. Waggons.
Foigendi Tabelle gl den veuttgen, den gestrigen
und den le?liihriz-n stand der waljenpretje in ver
gleichender Ueberiicht:
walzen PkUllge Gestrize D>c,e>oe.,c>.
Schlusrate. S>ugr-i-. leteZ Jahr^
- 7K'.
Sxolö 67 - '
Sii!>l.. öS —72 v —7U 7U
Lüdl. 70 -72 - 7 73 - 76>Z
Sept 72 i 7U)i— 71 7S 75><
Qlt 72>.- 72'.l 7lk 7tt>.
Dez.. 755 — 75'! 75 7^)^
Ma >S. Zusuhr 11,114 BusHel, Eievatorenoor
rath 14,82 ujcdel V-riundl au? Elevatoren
20L3 Bulchel. Zjcrtauit wurSen SOOO Büschel
und .. Waggon.
Folgende Tabelle zeigt den beutigen, den gestrigen
und den letztiährigtn Stand der in ->er
epot-geun'chttt -51 51 54 -54^
2.... '
Lahr 47 Sit
v a i e r.—Heuttge 28,71 S Bulche^^B2^U
Nr.
Effekten - Börse.
v alr> m o re, ven 13. Test.
alll>ertr-tten 5,23)5- uj Tage,s.2VK
Lul KU Tage! jür'sicichsmari 94 und lUI
0 Tage 4 8"^-
aui sanken. Martl stelij.
?ikisr
14 MerchliNts' Bank
'5OO Stadt Baltimore. Liier, 128
I.UUO Zentral IVUt). Sour lUtt>i
Ba. Century Scrip 52>j
SitUenS' Bank 19
I.VVO üZittSdurg-Conn.. 7er,
5 Balttmore-Obw
Itt Lalto.-Odtv. 1. Pr 12
10 Eons. AS-Stock
K 22,50 Ba. Century Scrip
5,000 Übeiaveakc-GaS-BondS 19^
5 Soni. ÄaS-Stock <
2,0(X1 Siadt Baltimore, >ter. 1928 .
1.900 Stadl Ballimore, 3>.er, 192 9^,
1,909 Stadt Balliinorc, 3>,er. 192
2,000 Stadt Baltimore, 3 ,er, 1930 9
228.75 La. Eenturv Scrip
2,090 Ba. Centurl, 52
1.000 Eolls. Gas ver
tehfutter- u„v Strobpreise.
Aul den StaatZwaa<>cll waren die Preise lur lojei
Heu, S.ioh a. i-
Heu Timothy-Heu tlt—2o. neseZ Heu :it>-
tl,ee>,eul2-kl4 pr Tonne.
Stroh —Watzen tti, Siogzen tB—tl2. Haie
pr Tonne.
3.20—3.30 pro Fai.
Nrdweftll<b -Waage.
Heu Timothy-Heu 20—. neues Heu ZlS—
leebeu 14—14.50 pro To ane.
Vermischte Anzeige.
Das Bruchband
ist nivt länger nötftig
nach DeHandlung von eia paar Woche i
Baltimorer Hernia-Jnstitut
Unbedingte und positive Hettung
von Brüchen.
DaS Bruchdan vir sür immer et Seite
neue einsach,
oarmloS und vollkou'men ist. Hei
lung in 4 dis t Äoiben wird garaniitt: keine Unde
auemlichkeit oder OeschäslSabhaltunq.
' Beralhung und jrci. Wir können uns
aus -IN- Anzahl unserer hervorragendsten Fulger
ichen, welche geheilt worden sind und da Bruchband
W, Booth. Einnahmen-Audt
torder O. A.
irklan. P. w. Ä. S. man. vr.
(ISS-1
Wilh. .H. Reinhardt
< Kobn des verst. Karl E. Reinhardt)
die neuesten und bewährtesten
Klaskiffen Bruchbänder.
Doppelte nd einfaide Leder-BrubZnder. am 10.
Lllobcr patentirt, zur Erleichterung
und Radikalkur von
Vrückien oder Hernien,
silr Münner, Frauen und Kinder jeglichen Aller? pas
send. TieseS Bruchband Hai vor allen anderen den
Vorzug. da daZ Gla-üssen ein schleiblir Wärmelciler
ist, wesbald es auch von allen ÄundSrzten der Lier.
Staaten empl'oblen wird. Er verserligl auch aus c-
Sltiulterbanver. uerleibb!en.
etch uns Hotzttssen-ruvner,
so arranzirt, daß seine geehrten Kunden bestens zufrie
den gestellt sind. c, „ .
Alle Bruchbänder. Bandazen und Instrumente wer
den garanliri, dac sie pasjen, und auss Sauberste und
Beste aagesenigr.
Aür Tramen Nd Zimmer
"Fabrik nahe Ballimorestr.
Georg l>. Suero,
Nr. 227 vis 2Ä, Stid-Eentral Rve.
Telephon NrIVVU. (Märj2S.lJ)
„Licliig CompliMic s"
Diese zwei Worte
sind in jedem gut
geordneten Haus
halt in der ganzen
Well bekannt als
Bezeichnung deS
ältesten, reinsten,
besten und allezeit
zuverlässigen
Nindficisch-EM-M.
Gebrüder tut 6- So. Baltimore, Md.tü)
Trunkenheit
ver öhnung an Spirituss positiv
dur-l, Gebr!!, vo„ Tr. Hai,,'
<SoldrmSpeeificum geheilt.
SZ kann in einer Tasse ttafiee oder Thee oder ir
Issen ohne Wissen de Patienten vkiabrelcht^weiden^
Trunkenbold. Sj ist in
S
einmal durchdrungen, so wird der Foridestand des
Uetit nach Spirituosen r totalen Unmöglichkeit.
-01.0 L ski-.Lli-'ic coul-Eigenihümelln,
tiineinnati, L
Sin 4S Seiten starke Buch mit allen Sinzelnhette
arati. Au haben dei .
oder jiateba<h Sohn,
G, der arat uta-trs,
alttre. M.
HA Verlorene Mznnetzkraft! 2
Vv GeschtrchtSkraiikheitcn!
Kolg- ler Jugendsünde! VA
nach einem neuen und cinjlg sicheren v- HK
fahren, odne gründlich
tungS-Anke'" ranke? selb/t die
jenigen welche a viralleie, ansclieineiid HM,
heilbare von eschlechts-B^
jü dessen Rathschlac,
Gesundheit undtbr wieder
erlangen. TaS B ucki, Äusl. 2SO Seilen
vr?Bl k!j
Ro. II LUotoii Vörie, X. ?.
Der „NettungS-Ankcr-ist auch zu haben in Balti
wäre. bei H. S-?>emrf..Nr. I. Ost
lZan2k>.Mii-a.tw.lJ)
MjzMtF
sure M
sUÄföIÄ !
I I
l Positivs vors kor Srledt' Vlies
liviZ >tll troiikle oktlis
d> k>> eirUUtxiit. doolc,
toilioz ?oii vd? it >s tl dst rr>iiil
vLvroiw B?kn,es co. !
! SLo?oliv. l
Zosl?ri
WZ v 0 0 0 isaooi
M >?l! cdnimMelii MS W MI !s ScdmiÄM.
Schwache. Männer
!
w-eter iL erlangen wünschen, s-llien nicht versiumea
den.,Zugenfrnd" ,u lesen. Das mit riele
Sranienaeslditen erllutrri. reichlich
Wert, glbt über in ncuc Heilver
VeruMl-orunz'von nH
der Augendsü vollst
Schwache Fräse.
auch sr!^kll!i!^n-7ri!^l'^'ü^liqundNerl<l
Sraucn, ersabrea aus diesem Buchte wie die voll
SelunlkeU wiecer erlangt und der betest- Wunsch
tdre HerienS e,füllt werden kann. Hllerfadrei
ebenso einfach als billig. Jeder sein eiaener >rt.
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