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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, November 04, 1893, Image 1

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Ter Deutsche Korrespondent,
Eüdwest Elke L>'.ltimorc--trc>xe und Posi-Osftec-Ave.
Preis desäi,li,en ivlatteü, durch TrZzer besarzt.
Züalich nei sl Taun,a^tuant>c urUcr
Pono-Bora>lSi>e,.ihlnq pr, füizxri
.>tci! im Lcrhülini!!: sür die wöchentliche Anqat>e
mil i-onntagSbtati, voriosrei, mil Abzug tür ÄubS,
2 pro naw irgend einem Orte dei Jnian
ocs, tt n>ich Europa. Saiiiitags-Auvaalie
beste und i-illigst deutsch lN
53. Jahrgang.
Wen Sie
irgendwelche Waaren, gleich den
serigen, seleu, welche Tie für
weniger <SeIV, als sie serige,
kaufen könne, kommen Sie zurü-k
nnd holen Sie sich Ilr Geld.
Wenn Se anderwärts irgend
welche Waare, scbcn, velche Ihnen
Vesser gefallen, als die nnserigen,
komme Sie zurück nnd holen Sie
sich Ihr (eld.
Isaak Hamburger k Töhne,
Nr. t2L.
triumphirend.
Unser Berkauf von Kleidungsstücken
im Dctail-Ncrkauf zu streng Engros-
Prcisen hat ungeheuer gezogen. Wir
tvarcn niemals so geschästig gewesen, als
seitdem dieser riesiger Äerkaus begonnen.
Das ist auch gar nicht unnatürlich. Nie
mals zuvor waren wir im Stande, Ih
nen eine so große Auswahl auserlesener
Gewebe in Anzügen, Ueberzichern und
Beinkleidern zu osseriren, wie wir es
jetzt thun, und auch niemals zu so be
uierkenswerth niedrigen Preisen. Wir
sind von Kleidungsstücken umgeben, wie
kein anderes Geschäft in Baltimore.
Unsere zehn riesigen Ltockiverke ächzen
unter ihrer Last. Wojmmer Sie Hin
sehen, begegnet Ihrem Blick eine Fülle
der schönsten und modischsten Kleidungs
stücke sür Männer, und Sie können die
selben alle kaufen zu
strikt Engros - Preise.
>?sak /iamdm'M k
Nr. >lB, IW, ! (9.-Mtimorel!r.
Eingang;
Nr. 122, Ost - Baltimorestraße.
Kleider, Kleider!
Credit! " Credit!
Wir sind nun mit einer vollstän
! digen Reihe von
Männer-
Knaben- und
Kinder-
Znzsiqen ß Aebet t iickeit!
versehen, welche wir auf Credit
bei Berechnung von Baar- ?
preisen verlausen.
Männer-Anzüge 5 10.00.
Knavcn-Änzäge K 7.50.
inder-Anügc SiS.OO.
m. Bajihra,
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De ntsche Apotheke.
Gebr. Ouaudt,
r. !24, Süd . Howard . Straße
ertllae,
5Z2 Ost-Wonument-Strahe.
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Koblen,
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Teppick>e. Matten, Kork
teppiche Zyuß
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, li. s. ni. Alle Sorten und
NNer Muster merven in unserem
Laqer in solcher Mannig
boütin falliqkeit ofserirt, dak Pas
sende Dessins und Farben
DrZttk !u den meorigsleii, je uo-
Nrten Preisen st-tS zu er
langen sind.
Imwotd, Kaiser ä: Komp.,
Nr. 212, West Lexlngton Straße,
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Middendorf, Olivers Co.,
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tal-? iilagcn erster lasse, sowie ausländische
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cutschland. der Schweiz. Frankreich, Ztalieu
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Die Nachfrage nach unseren
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Üllzülien und Aeberzieheru
nimmt täglich zu. Seien Sie einer der Bielen, um dcn Vortheil des direkten
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ausschließlichen Tctail-Bcrkauf zu erlangen, und Sie erhallen in Folge Dessen
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der—und immer zu Engros-Preiscn.
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Nr. ll) nnd 12, Ost-Baltimore, nahe <sharles-Ttr.
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Alle Waaren, welche diese Marke tragen, stüv als die feinsten
cianzivolleneu Santtät.'-llliterkleider, die gemacht werven, garantirt.
die Mbie regelmäßig geivobeu fii d, meit sie amerikaiiischc over
ormale Kaden, sie Wolle vor dem Weben geoämpit und auS
gekämiiil ivird, ivovurch die tileiizuugostucke uichr so leicht eingeben.
Stritt sanilär in jeder Hinsicht. Un-on-Anzüge, Hemden, Uiiierbosen,
Kniewärmer, Leibbinden, Nachthemden tu: Taiuen, Herren und ttin
der. Wenn Ibr Arzt Ihnen anempfiehlr, Saiiiläts-lliiierzeug zu
>u tragen, so wird es zu Ihrem Vortheile sein, sich dieses Fabnkai,
oil Gebiüder'n Lob in Siuttgarr, Teuischlano, anzuieheii.
SM"Agcnten für Baltimore. !t/!llZ U.-EutlUll Itk.
West^LeAgton-.
O „ahe Charles-TLr.
im!ui! /adrikant von optischen Artikeln nach unßenschaftiichen
!!>,.> Grundlähen.
Augen werden kostenfrei geprüft. "Ml
iMWMiLWWHI E. Lniiin' Krystall-tiascr erhielten auf der Pariser Wcltastclins
Gut v-mende svwoh', als an eleqant auS,e?iende Gestelle sind zu diese? Zeit eine Noth
wendi-lkei: wir besitzen jede nacilitSt. die sür ihre riescrun-, nöthig ist. Unsere Lvenalitül—aea Axqe
volltommea gerecht zu werden.—rudw'S Zoaneil auf seder Aake. ohne zu kneije oder abzu-
Um mein Batent einzusüliren. sehe ich Sassclb? unentgeltlich in NugengtSser ein. Tt!
Goldene Brillen mit Krqstall-(läjern 83 und aufwärts.
Stahl-Brillen mit Krystall-bttiijern 5V Cents lwd aufwärts.
d->n drillen in meiner Liähe eröftnet hadeo. ?iite. caiten daher aus ui-ine ,>lrin>i.
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Nr. 3. IS';, 157 und 1.-.i. Lexiüziün.Markt;
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Sir- ÜO. LS4 uns SSV. Belair-Markt.
BaiNmoic. M.
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früher Gebrüder Netter,
Nr. 72!!, Pensna>i-enue,
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<-ei2,lÄ)
F o g e l e r's Gilten.
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Baltimore, Md., Samstag, dcn 4. November 1893.
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Man lialte es dem Volke stets vor
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Mnrqlano: 184-202 i :
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Unübertroffene Güte
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G o l d b r >i ii
zum König aller FNersorteu.
In Kisten Mit 2 Tutzend Pillten-
Flaschen zu K t.2V abgeliefert
Globe-Brauerci,
Kauover- und Konwan-Str.
Tclepdon
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AusiellunaS-Richter ertheilt die
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Hemsen, Kragen. Manschetten, Nachtroben
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Franklin P. Swazeq, Veschüft-sührer.
Ziveia-Bertansslokal-
New-Zork, Chicago, Loston, Philadelphia und
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Kausen Tic nie eitlen Teppich
L. L> Zoncs lsomp.
Nr. I, Viord-Gay-Ltroße.
roszt ssortimen
xminster, xbetin, Sa>nci-Tepich,
Oioqueti (T n? vi mm ,Brnsteler.
Matte'
2vl> Mirc-!>i„a. ivioquette, Brüsietcr und Sam
met, 5j4 bei üj t, Z 2 das Liück: wcrih.
!juc> Mollucile-, Lamme!- und Body - Brüsseler
und Preise.
L. H. Jone <!: tS amP..
(Sii>t^ä,illla-^ ) Nr. I, Nor-Sastrie.
Georg Brehm s
Bier- Brauerei,
!Sclair-veue, Baltimore-Eo., Md.
Telephon Nr. SSV.
FlscheobierDt
. 2 Buch—". Nr nsNr
Cmozimsche
Berliner Hoinachrichte.
Berlin, 3. — Kaiserin Friedrich
ist, von Hamburg kommend, in Brrliu ein
getroffen und vom Kaiser uud der Kaiserin
Augusta Viktoria empfangen worden.
Kaiser Wilhelm wird in den nächster- Ta
gen, Inner Einladung des Fürsten Karl von
Fugger-Babiiihauseii folgend, nach Süd-
Teutschland begeben, um aus den ausge
dehnten Besitzungen des Fürsten bei Baben
hausen dem lagdvergiiügen obzuliegeu.
Auf den 7. d. M. ist bei Babenhauicn große
Treibjagd angejagt, sür welche, dem Glanz
und Reichthum des alle Kanfmaiius- und
Fürstenhauses entsprechen?, umfassende Vor
bereitungen getroffen werden.
Noch ei LrScn.
Berlin, 3. Nov—Ein außerordentli
cher Abgesandter des Sultans der Türkei
wird in Kürze hier eintrefseu um dem Kaiser
Wilhelm das Groß-Koniihur-Kreu; des tür
kischen Osman-Ordeus zu überreichen.
Nachklänge zum Hannover scheu Skanvat
vroz.K,
B e r l i . 3. Novbr. Das gestern mit
getheilte Urtheil in dem großen Spielerpro
zeß in Hamburg wnrde sofort dem preußi
schen lustiziniiiister Dr- von Schelliiiff tele
graphisch übermittelt, welcher unverzüglich
dem Kriegsminister General Broiisart von
davon Kenntniß gab. Auf die
SchUiviffgeiprocheiien wirlte das strenge Ur
theil, welches sie nicht erwartet ballen, ge
radezu iiieder'chiiielterlio. Die Berliner
Blätter billigen das Unheil in vollem Um
fange.
Dem Vernebnieii nach wird eine der Fol
gen des Hannover'schen Skandalproresses
darin bestehen, daß in Zukunft
angehalten werden solle, bei'm Eintritt in
das Zlsslziers-Eorps ihr Ehrenwort zu ge
ben, sich des Hasardspiels zu enihallen.
Vom bayerifchcn Lanvtag.
B e r l l n. 3. November. Münchener
Meldungen zufolge erkläne sich der Naiio
nalliberale von Fifcher. der erste rechtskun
dige Bürgermeister von 'Augsburg, in der
zweiten Kammer des bayerischen Landtages
im Namen seiner Parte, zu Gunsteu der von
der ReichSrcgienliig geplanten Börsen-, Ta
bcikssabrikat- und Weiu-Steuer und gegen
den Abschluß eines deuijch>ruisijche:i Han
delsveriraces, sowie gegeu die Wieoerzulas
sung der Redenttoristen. Sozialdemokrat
Grillenbcrger sagte zu den AuSsübrungen
des Hrn. von Vottmar in der von diesem ge
haltene großen Büdget-Rede ">- too.''
Grillenberger iheilte die Bollmar'sche An
sicht, daß die bisherige Haltung der Vertre
ter Bayern'S im Bundesrathe eine unselbst
ständlge gewesen sei, und verlangte, daß die
Regierung Bayern'S ihre Vertreier im Bun
deSrathe auiveise, einem Handelsverträge
mit Rußland, der die Lnndlvirihschafi und
die Industrie ruinireii müsse, aus das
Schärfste zu oppoiiiren.
Mliilsterpräsidenl Freiherr v. Crailsheim
dezeichneie es als uiilhuntich. die bayerischen
Vertrcler im Buiidesraihc mit imperativem
Mandat zu versehen. Tie beste Garanlie
für den Einfluß Bayern's im Bnnoesraide
liege in dem guien Einvernehmen mit den
anderen deutschen Bundesstaaten. Bayern
sei bereit, auf die Vereinfachung der Ver
waltung des Arbeiter-Versicherungswesens
hinzuarbeilen. Im klebrigen könne er, der
Ministerpräsident, den Sozialdemokraten
nur deu Rath ertheilen, erst im eigenen
Hause Ordnung zu fchasjen. ehe sie sich an
maßen, die Handlungen der Regieiung zu
krilisiren.
?aö veutrnm gegen Wein- uns Tabakstener.
Berlin, 2. Novbr.—Muß-Preuße Tr.
Lieber, die Perle von Camberg, hat in Neuß
(Rheiuprovinz) eine Rede vor deu versam
melten EenirumSwählerit gehalien, in wel
cher er u. A. erklärte, seine Erefelder Rede
sei durchaus salsch ausgelegt worden von
all' Denjenigen, welche annahmel!, er habe
in Aussicht gestellt, daß das Zentrum im
Reichstag die Hand zur Verwirklichung der
Migucl'schcu Sieuerresorm-Projekle liieren
werde. Es sei ihm gar nicht in deu Slnu
gekommen, etwas Derartiges zu sagen oder
auch nur anzudeuten. Er babe uur gesagt,
das Centrum wolle dabei sei, weiin's an's
Bewilligen der Mittel zur Deckung der Ko
sten des neuen Mililärgesetzes ginge. Das
heiße aber nicht, daß das Centrum „Ja" sa
ge wolle. Im Gegentheil. Das Centrum
werde niemals den zustim
men, welche den Ruiu der Winzer (durch die
Weiiisteuer) u. der Tabalsfabrikanien (durch
die Tabaksabrikalsteuer) bezweckten.
Nach vem Aefttanmel.
Berlin, 3. November. Die unna
türliche Freundschaft zwi'chcu Frankreich und
Rußland fährt fort, Fruchie zu tragen,
hauptsächlich sür Rußland. Vou der frau
zösischeu Regierung ist, wie aus Paris ge
meldet wird, die Verfügung gelroffen wor
den, daß russische Schisse überall in sranzö
fischen Geirässeru uud Häfen genau so be
handelt werden sollen, als ob es französische
Fahrzeuge wären.
Fürst Meschtscherskij'S „Grashdanin," der
sür dre frauzösisch - russische Verbrüderung
von Absang an nur Hohn und Spott gehabt
Hai, erlaubt sich die Empsehlung, maii möge
den französischen Kriegsminister schleunigst
bewegen, das russische Gerraide ausrukau
seu, für welches infolge des deutsch-russischen
Zollkrieges eiu Absatzgebiet sehli. Das
Freundschaslseisen müsse geschmiedet wer
be, so lange es warm sei.
Recht früh hat.sich übrigens bei einigen
Pariser Blättern ach dem Russenrummel
der Katzenjammer eingestellt. Schon jetzt
kann man in französischen Zeilungeu Aus
führungen lesen, in denen es heißt, das
Facit des Rusfeiirummeis sei, daß die Kirche,
das Militär und überhaupt Alles, was lou
angebend sei, vi> v i't?!i,e>L>! schreie. Die
Zukunft der srauzösischen Republik heiße:
Rle.ilalismus, Militarismus, Monarchis
mus.
Das römische Blatt „Voce della Verita"
(„Stimme der Wahrheit") schreibt, ohne
vorher seinen Namen geändert zu haben,
daß die französisch-russische Verbrüderung
daS größte Ereigniß unseres Zeitalters sei.
Gleichzeitig verleiht das ciline Blatt der
Hoffnung Ausdruck, dag Rußland zum (rö
mischen) Kaihvlizisiiius zurüctkehren werde.
Wird wiev-r Bürgermeister.
Berlin, 3. 'November. Nachrichlen
aus Wien zufotge hält man dort die Wieder
wahl des Ersten Bürgermeisters der kaiserli
che Haupt- und Residenzstadt. Dr. Prir,
welcher, wie erinnerlich, vor kurzer Zeit re
sigiilNe, weil er im Gemeiiideratti iu unqua
lifizirbarer Weise augegriffeu wurde und
nicht das verlangte Vertrauensvotum erhielt,
siir sicher. Tie Wiener halteu wohl nichl
geglaubt, daß er feine Trohung wabr machen
und von seinem dornenvollen Posten zurück
treien würde, sonst hätten sie ihn schon da
mals, da seine Rechtlichkeit und Unbestech.
Uchte,: im Ernste Niemand iu Zweisel zieht,
nicht gehen lassen.
Ta Snde einer Revolte.
Wie, 3. Nov. Gesangeneii.Ne
volie im obcröstrclchischeu Landeszuchlhauie
in Garsten bei Steyr, die so ernstliche Di
mensionen annahm, daß zur Wiederherstel
lung der Ordiinng militärische Hülse heran
gezogen werden mnßle, ist zu Ende. Tie
nach dem Gesängniß commandirlen Mann
schaften machien mil de aufrührerischen
Sträflingen kurzen Prozeß. Sie gingen ih
nen mit blanker Waffe zu Leibe uns ver
wundeten eine Anzahl derselben mehr oder
minder schwer, worauf die klebrigen, das
Nutzlose weiteren Widerstandes einsehend,
freiwillig in itsre Zellen zurücklehrten. Jetzi
herrscht im Zuchlyause wieder Ruhe und der
Haselstock.
Die östreichische Miiiisterkrisi.
Dien. 3. Nov. Taasse halte
heute eine Confereuz mit den Führern der
volnischen und conservaliven Abgeordneten,
um mit ihnen über die politische Lage zu be
rathen. Aus seiner Sprache ging deutlich
hervor, daß er selbst an leine Möglichkeit
glaubi, wieder au'S Ruder zu kommen. Er
empsahl den Fürsten Windlschgrätz als den
besten Mann, welcher als sei Nachfolger
das Vertrauen der Coalilioiis-Panetei: im
Reichsrage befitzen wnrde und nebenbei mit
den polnischen Politiker auf gutem Fuße
stände.
L.ie Deutsch-Liberalen hielten heute eine
Versammlung, um über ihre Siellung
Taasse und der Wahlvorlage gegenüber zu
berathen. Nur solaie Peisonen. welche Eiu
ladunqen erhallen ballen, wurden zugelassen.
Kaum hatten die Verhandlungen jedoch be
gonnen, als ungefähr 800 Sozialisten den
Saal stürmten und unter Hurrahrufen für
„allgemeines Wahtrechl" die leeren Sive
besetzten. Ei Tutzend Polizisten wurden
von r>er Straße reguirin, konnten aber
Nichts auSrichien und mußten warten, bis
Verstärkung ankam. Als eine Compagnie
Schutzleute eintraf, hatten die Meisten der
Liberale deu Saal verlassen, aber trotzdem
weigerten sich die Sozialisten, denielben zu
räumen, und mußten mir Gewalt entsernt
werden.
Fünfundvierzlg Sozialisten und acht Po
lizeibeamre wurden schwer verwundet.
Au Marokko.
Madrid, 3. Nov.—Königiii-Regenrin
Christine führte den Vorsitz bei einem abge
haltenen Kroiirathe. Nachrichten aus Me
litta bezeichnen die Situation a!S unverän
dert. DaS Eintreffen von Verstärkungen
wird in Melilla mit Sehnsucht erwartet.
General Marcias hat die maurischen Zoll
deamlen, die er im Verdacht hatte, Spione
zu sein, aus Melilla anSgewiesen. Man
enideckie, daß die den Spaniern aiischeinend
freundlich gesinnten jiabyleii-Siämme die
Feinde der Spanier im Geheimen unter
stützten und die Absicht hegten, schließlich zu
deu Feinden überzugehen. Tie Maureu
ziehen ihre Sireitkräslc zusammen. Offen,
bar gebe sie mit der Idee um, den Angriff
auf die spanischen ForlS zu erneuern.
L o n d o ii. 3. Nov. Die hiesige spa
iiische Ge'aiidrschatt hat die folgende Te
pe'che von ihrer Regierung zu Madrid er
halten: „Die Zerstörung der maurischen
Dörfer durch die Kanonen der fpanischen
Kriegsschiffe und der Eiiadelle von Melilla,
sowie die ihnen am 31. Oktober vom Gene
ral Macias beigebrachie Niederlage hat die
Mauren von der Nachbarschas: der jvoris
weggetrieben. Die spanische Garnison be>
steht jetzt aus 8000 Mann, und man glaubt,
daß die Errichtung der projektinen Forts
nunmehr dnrchgesühn werden kann."
Ullis vem Maschonaiaiid.
London, 3. Nov. Ans lobannes
bürg wird gemeldet, daß 2000 Matabeles
sich in der Nähe von Mtrbis. zwischen Fort
Tu!l und Fort Viktoria, aufhalten. Ist
dieser Bericht wahr, so sind doch nicht alle
Krieger des Königs Lobeuguela nördlich
oder nordwestlich geflohen. Fort Tnli ist
über 100 Meilen südöstlich von Vuluwayo.
während Fort Viktoria ungefähr 140 Meilen
direkt westlich von Vnlnwayo, Lobenguela's
Kraal, ist.
Eapt. Burke ward, wie bereits gemeldet,
von einem gefangeneil Matabele. dem eS
gelungen war, eine Flinte zu erlangen, er
ichossen. Ächib. Maurice Gisforo. welcher
zugegen war, lödtete den Eingeborenen und
verbrannte seinen Leichnam.
London, 3. November, 2.15 Nachm.
Eine soeben von Johannesburg eulgelrof
fene Depesche meldet, daß in den Wäldern
des Shaga.li Flusses ein h.'ißes Gesecht
stattgefunden und König Lobengnela von
den britischen Truppen gefangen genommen
wurde. Vestäligiing bleibt abzuwarten.
Cape T o w n, 3. November. Eine
Depesche von Fort Vikioria giebt den Ver
tust der Eingeborenen bei den kürzlichen
Kämpsen ans rund 2000 Mann an. Die
Truppen der „Südafrika-Compagnie" haben
Lobeuguela's Mitilär-Kraat zu Vulucvazo
London, 3. Nov.—lm britischen Par
lament inlerpelline Lebouchere die Regie
rung mit Bezug aus ein Interview, in wel
chem Sir Frederick Carringlon, der nach
Südafrika abgereist ist, um bei deu Opera
tiouen gegen dl? Malabeleii milzuwirten,
gesagt haben soll, die Malabelen wären
Feinde der Civilisation, und sollten deshalb
ausgerottet werden. Sydney Viirion, der
Parlamentssekretär des cotonial-Äinles er
widerte, Sir Freverick Earringto sei nicht
aniorisirl geweien, derartige Aeußerungen
zu ihull ; wenn er dieselben gethan, dann
hätte er damit lediglich seine persönliche An
ficht, nicht die der 'Regierung ausgesprochen.
Henry Fowler, der Präsident des Lolal
verwattiiiigSamieS, beantragte unier lauiem
Beifall der Liberalen die zweite Lesung der
auf England und Wales bezüglichen Lokal
verwaltungö - Vorlage. Während Fowler
sprach, trat Premier Gladstoue, frisch und
munter aussehend, ein. „große Alte"
wurde mit enthusiastischen Hochrusen be
grüßt. Fowler bestritt, daß durch die Vor
lage das Verderben der englische Hochkirche
herbeigesühn iverden würde, und beloiile,
daß die Vorlage die Kirchenschuteu nicht be
rühre.
Sir Charles Tilkc sprach'für diezVorlage.
Der Coiiservalive Edward Sianhope er
tlärte sich sür das in dem Vorschlag zur Gel
tung gekommene Prinzip, meuite aber, die
Opposition wünsche die Einrichlung so voll
ständig, als möglich, zu einer dauernden zu
machen. Nach einer langweiligen Sitzung
veriagte sich das Haus um Mitternacht.
Nictn^estätigt^
November. Der
Senat hat beute d e Ernennung des H. E.
C. Astwood von New - Jork als Konsul in
Calais, Frankreich, verwerten; Astwood ist
ein Neger. Tic Ernennung des Hrn. Horn
blower als Oberbundesriter blieb uner
ledigt.
Slv uach Brasilien.
N e w - H o r k, 3. November. Das
Torpedoboot „Destroyer," welches von der
brasilianischen Regierung gekauft wurde,
wird, fobald es verproviantiri ist, nach Rio
abfahre. Marine - Sekretär Herbert hat
erklärt, die von hier tommende Meldung,
es seien lebhafte Unterhandluiige > wegeu
Anlaufs der amerikanischen Kriegsschiffe
„Montgomery," „Machlas" und „Marble
head" durch die brasilianische Regierung im
Gange, sei gänzlich unbegründet; er sügte
hinzu, das Marinedepanement habe keiner
lei Besllgiilß, irgend welche Fahrzeuge der
BuudeSmarine zu verkamen, Das könne
uur auf Gruud einer besonderen isongreß
atle geschehen. Taß übrigens die Bundes
regierung dem Verkaufe des Torpedobootes
„Testroyer." welches Privateigenthum isi,
an die brasiliaiitsche Regierung keinerlei
Hindernisse in den Weg zu stellen gedachte,
geht klar aus der Thatsache hervor, daß die
Eigenthümer des „Testroyer" von der Re
gierung ihres Comralles, wonacy das Boot
bei de Torpeoo-Experimenieii bei Newoort
milzuwirkiil hatte, entbunden worden sind,
damit der „Testroyer" seiner ansländischen
Käuserin, der brasilianischen Regierung,
sein letzter Alarm.
Detroit, Mich., 3. Novb>-. Hugh
Garrity, der Fuhrmann der Haken- und Lei
ier-Compagnie Nr. 3 collidirte gestern mit
seinem Relliiligsapparal mit einem elektri
schen Siraßenbahnwaggon. Der Apparat
stürzte um und Garrity ertilt einen Schädel
bruch, dem er bald daraus eriag. Der „Til
lerman" W. H. Platt kam mit schmerzlicher
aber nicht lödilicher Verletzung davon.
Bränoe.
Litle Rock, Arkans., 3. Nov. Die
Gießerei nebst Maschineiisabrik von E.
Wehreusritz, wurde gestern Nacht durch
Brandstiftung iu A'che gelegt und auch des
Eigeiilhümcrs Wohnhaus bedeutend beschä
dig!. Ter Verlust belrägt 54>',000.
V a ii City, Mich, 3. Nov. I. A.
McLean 6- Eo.'s Schneidemühle und >i?alz.
werte brannten vergangene 'Nacht nieder.
Verlust 430,000, Versicherung K^3,000.
Vermischte telegraplitsche Teutschen.
ln Indianapolis, Ind., ward gestern
ein Cranl dingfest gemacht, als er angebilch,
mit einem gewaltigen Schießeisen bewasf
net, im Begriffe nand, nach Washington zu
fahren, um deu Präsidenten zu ermorden.
Er erklärte, er sei ein Vetter Eleveland'S
und heiße ebenfalls Cleveland. Jn's Irren-
Haus mtt,ihm.
Ein Haufen wüthender Bewohner von
Beardslown, Ky., erschien vorgestern Nacht
vor dem dortigen Gesängniß, um den Neger
Phil. EvaiiS, der eiu weißes Mädchen ver
gewalligte, zu lvnchen. ie sanden jedoch
den Gesuchten sammt dem Scheriff ausge
flogen uud kehrten ruhig heim.
Zu Greeuwood, Luzerne-County, Pa.<
wurden gestern bei'm Sprengen IN einer
Kohlengrube John Dalinsti enchlageii und
Peter SluSly schwer verwuiidel.
Als Mitschuldige au der Ermordung
des allen Farmers Isaiah Sheasfer nahe
Laucaster, Pa., sind gestern vier weiterePer
jon-n, darunrcr Frau Louise E. Baxler, ver
haiiet worden. Letzi-re soll es gewesen
sein, die anSgekuiitschaslet, daß Sheafser
in baarem Gelde im Hause balle und
die klebrigen zum Raubmord aushetzie.
Tie Leiche dei bei der vorgestrige Kes
iel-Explosiou an der 14. Straße in New-
Nork veruiiglückieii Ingenieurs Ichn '.'lrm
strong ward gestern früh in den Trümmern
gefunden. Sie war arg vernümme'.t.
Aus PiNSburg, Pa., kommt die Nach
richt. daß alle Hoffnungen auf eine Beile
gung der Tiffereuzen zwischen den Eisen-
und Slahlfabrikaiiien und der „Amalga
maled-Affocialiou" geschwuiiden sind. Ein
Ausstand wird erwartet.
Es verlautet, daß die Firma Thomas
Phillips ä- Comp., welch? zur Zeit in ihrer
Torpedo-Hülfeu-Fabrik Tag und Nacht ar
beite läßt, einen großen Auftrag für Hülsen
von der brasilianischen Regierung erhallen
hat. .
Alva Suvvard ä- Comp, haben den
Coittrali fu. Heizung des Wohnhauses des
Hru. Tb-o. L. Borst durch den Saniiäis-
Heij-Apparal erhalten. (264^1)
Der Branv des TampserS „Ale
ransria."
Havanna, 2. Nov. Ein Vertreter
der „United Preß" hatt: heute eine Unter
redung mil Kapitän Hoffmann von dem ver
brannten Tampfcr „Alexandria." Ter La
pitän schien nicht besonder gern iiver die
Sache sprechen ;u wollen. Er erklärte, daß
da Feuer durch eine Explosion entstand,
deren Ursache jedoch nicht bekannt Auf
dem Tampscr sei i ur eiu KaMeupassagier
gewesen, Hr. Leibinger, von dem gestern ge
meloel wurde, daß er ertrunken sei. Heute
Ptorgen wird jedoch behauptet, Leibinger,
sowie die Stewardeß veS Bootes mären ge
rettet. WAk
N e w - V o r k, 3. Nov. James E.
Ward Eo., die Agenlen der „New - Aork
uud Cuba-Dampfer - C 0.," erklärten heule
früh, daß sie nach Havanna für die Liste der
Umgekommencu lelegraphirlen und die fol
gende Antwort erhielten: „Die Leiche des
Zahlmeisters gesunden. Stewardeß geret
tet. Wir können nicht die Nameu der Ver
mißten geben."
Nach einem angestellten Vergleiche der
Schiffsiiste find sämmtliche Offiziere mit
Aus!,ahme des Zahlmeisters gerettet wor
den. linier den Namen der Mannschaften
find 15, die nicht als gerettet gemeldet wur
ein, sieben der Namen sind jeoch augen
schelutich fallch. Wettere Nachrichten haben
die Agenten biS jetzl nichl. Eapt. Hoffmann
nnd Mannschasien iverden luorgen mit dem
Dampfer von Havanna abfahren.
Havanna, 3. November. —Die hiesi
gen Agenten der „Ncw-Nork-Euba'er Dam
pier-GeseUfchafl" haben heule die folgenden
Namen von Personen veröffentlicht, welche
angeblich außer deu vereils gestern gemelve
teii siibenundzwauzig Mann von dem ver
brannten Dampier gerettet
'Brady, M. Eole. E. Roienquist, W. Rosen
quist, lohu A. Godine, Otto rvlumple, H.
Frl. Kaie Earter, Stewardeß,
nacio Lasserie, Eharles Slenar, G. Eanem
und Wm.
liu Gauzeii werden nunmehr noch 13 Per
sonen vermißt, doch ist von sechs derselben
nur vositiv bekannt, daß sie bei dem Unglück
Unftillc ans
S t. L o u i s, 3. Nov.—Ter Kessel einer
Frachl-Lotomolive explodirle generu ">c'achl
um II Uhr am Fuße der Marshstraße und
brachle drei Angenellten der „Hro-Moun
taiii-Bahu" de srühen unerwarieisn Tod.
Georg Schader, der Lokoinolivsiihrcr, ward
svsorr geiödiei und sein zersetzter Leichnam
unter Ken Trümmern der gefun
den. Tom Scott, ein Bremser, der sich auf
der Lokomoilve befand, ward, wie aus einer
Kauoue geschossen, durch die Gewalt der
Explosion in die Lnft geschlendert nnd lan
dete leblos etwa 100 Fuß von dem Ge
leise euiserut. Edw. Koopte, der Heizer,
welcher im Begrisse stand, die Heuerling zu
speise, ward iu deu Missi!si>>pi-F>uß ge
schleuven nv enrank: leine Leiche lii och
nicht gesunden. Tie Tetonuaiion der Lx-
Meile gehört. Feuslerschelben nnv Laden
senster zeisvrangen in der Uiugegend nach
Tausende!!, materiellc Schaven der
Explosion wird ans Hi;o,ooo geschätzt.
Silver-Ereek, N.-1., 3. .liov.
Tie zweite Setlion des ZngeS Nr. 2 der
„Nickel - Plate - Bahn" snhr gestern Abend
nahe hiesiger Sialloii i das Hinlerciide
eines Frachizuges. Wm. Husfman, der Lo
tümolivsührer, sowie einige Passagiere wur
de verletzt. Die Kabü e und ein Fracht
waggou gerielhen in Brand und wurden
zersiörl.
Kommt doch ich.
Stadl Mexiko. 26. Okt. —Gene-
ral Neri, welcher vor einiger Zeit ein klei
nes Revoluiiönchen anzelielle, aber schließ
lich p-ltei- pecavi jagic, uud versprach nach
Mexito zu tommei: um die Ziistrutiloneu
des Präsid-iiien l Empsang zu nehmen,
erklärt jetzt, daß seine Andänaer ihn uichr
reisen ließen, es sei denn, !ie erhicllen
sämmtlich einen Pardo. Prasideili Diaz
soll beschlossen haben den General durch Mi
litär holen zu lasten.
Sclvficber.
Brunswick, Ga., 3. November.
Neuinehii neue Erkrankuiigeu wurden henie
angeineioct und 14 Pulieiiien als geheill
enllassen. Das Welker ist heiß und schwül.
Bankerotte.
Boston, 3. Nov. F. McEaller,
Händler in Weiß- und 'Hutzwaareu Hai sal
lirl. Die Verbindlichkeiten beiragen j!4o,>)0o.
( unsercr gestrige-, )
Nee Konsuln.
Washin g t o n, D. E., 2. Viovbr.
Der Präsident Hai beule die solgendeu Kon
siiln ernannt: M. L Davis von Arkansas in
Merido, Mexiko; C-H. Jacobi von Wis
constn in Reichenbach, Böhliieii; Leou lo
stremski vou Louisiana in Eallao, Peru, und
F. W. Rodens von Maine in Barcelona,
Spanien.
Zurückger,sen.
Wasl,i n g t o i:, 2. November.
Oberst I. Hamptou Hoye, welcher kürzlich
zum Konsul in Ainoy, Ehina, ernannt waro
und in San Franzisco zum Einichisfen be
reit war, ist vom SiaalS -Tepanement zu
rückberufen worden. Es sind Proleste gegen
seine oriiennung eiligelausen, die uniersuchi
werde sollen.
Lins Cyia.
San Franziska, 2. Nov. Ter
Dampter „Em, of Peking" ist heute von
Hongkong via Yokohama hier eingetrosjcn
und bringt folgende Neuigkeileli:
Ein ungewöhnlich schwerer Sturm, wel
cher Honglong am l. Okiober beimsuchtc
und drei Tage anhielt, richtete großen Scha
ven im Hasen an. Viele Booie scheiterlen,
doch nur ein Menschenleben ging verloren.
Ein Fährboot, welches kürzlich 200 chinc
fische Exlursionisicn nach einem Fest brach:-,
ke terte und 20 Personen ertranken.
Die britischen Schiffe „Arctic" nnd „An
rora" kamen in ?)okohama an; da Erstere
mit 60, das Letztere um 24 Robbenselle.
Die Papiere beider Fahrzeuge wurden von
einem russischen Kreuzer mit Beschlag belegt
Der amerikanische Robbenfänger „Diana"
kam mit 5S Fellen an. Noch mehrere der
Mit Robbensang bejchäsliglen Fahrzeuge
werden im Hasen von Yokohama erwartet.
Ein ameritauiiches Syndikat projekiin
die Errichtung einer großen Uhrenfabrik in
Tokio, in welcher an zehntausend Arbeiter
beschäftigt iverden sollen.
In de Wäldern von Asugara, Japan,
sind Kupsermincn enivecki worden.
Baltimore >si von dein „ineihodisti
scheu Verein sür auSwariige Mission," wel
cher zur Zeil iu St. Paul, Mmn., seine
Jahresversammlung abhält, als Ort sür die
nächste Verssminlullff mit 16 gegen 13
Stimmen gewählt worden, welch' Letztere
sür New Jork abgegeben wurden.
Wie
ist Eure Leber?
ist der orientalische Gruß, da
man weiß, daß gute Gesund
heit nicht ohne eine gesunde
Leber bestehen kann. Wenn
die Leber starr ist, sind die
Gedärme träge und verstopft,
die Nahrung liegt unverdau
lich im Magen und vergiftet
das Blut; häufiges Kopfweh
folgt, ein Gefühl von Mattig
keit, Hoffnungslosigkeit u.d
Nervosität verräth, wie daS
ganze System in Unordnung
gerathen ist. Simmons'Leber
Regulator ist das Mittel ge
Wesen, mehr Leuten die Ge
sundheit und das Glück wie
derzugeben, indem er ihnen
eine gesunde Leber gab, als ir
gend ein anderes auf Erde
bekanntes Mittel. Er wirkt
mit außerordentlicher Kraft
und Wirksamkeit.
Noch nie nitSuscht orve.
AIS ein allgemeines Familie - Heilmittel für D
xidei, vcisiopiunq u. s, gebr^ucii^ich
uns der .
Ans den Gerichtshösen.
Im Stadtgericht ward gestern der Fall
vou Jos. Vaker wider Win. V. Wiesmau:i,
Wm. V. Wiesmann, jun., und Johann W.
WieSmann verhqndelr und der über
geben. mit Erlanbniß, ein versiegeltes Ver
dikt eininreicheii. Vater klagt auf s.'OW
Schadenersatz wegen böswilliger Verhaftung
und ihäilicher Mißhandlung SeiienS eines
der Verklagien. Er macht geltend, daß er
am 12. Tezember IBS2 von den Veklagten,
die einen Leihstall besitzen, ein Pferd und
Buggy miethete und in s Land binaussuhr,
wo ihn über Rachi zuriickhielte;
als er am nächsten Morgen zurückkam, lie
ßen ihn die Bellaglen, so behauptet er, auf
der Straße ohne Haftbefehl verhaften und
nach dem mittleren StanonShans bringen,
wo die Klage gegen ihn abgewiesen wurde.
Wm. Eolton ist der Anwali de? Klägers und
W. I. Taylor vertritt die Veklagten.
Thors ließ gestern durch leiueu An
walt R. Elendinen die „Lake-Rolaud-vwch
bahn" auf HIN,WO Schadenersatz n com
mon PleaS-Gcricht verklagen. Kein Klage
gruua ist angegeben, doch wird bchaupiet,
daß das Geschäft des Klägers durch den Vau
der Hochbahn ruinirl wurde.
Helen Elhiyii Ray ließ gestern Wm. W.
Blair im Superiorgerichi durch ihreu Anwalt
I. Hi>. Keeue, jun., Schadenersatz
ohne Angabe de? Klagegrunde verklagen.
Wie es heißt, ward dem Veklagten ein in
St. Louis herausgegebenes Vuch über
Alaska zum Vertrieb übergeben; er aunou'
cirte sür Agenten, und drei junge Tanici:,
darunter die Klägerin, kamen von Boston
hierher, um die Leute der Moiiliienteiisiadt
Hl dem Renesten über Alasla und dessen
eisige Gefilde zu versehen. Blair, so heißt
es, versaßie gewisse Regeln und Vorschris'.en
für je ne Ageuiiilnen, welche ditjeibeil wäh
rend der 'eschüslsstiliideii einhalten sollten.
Eines Tages betrat er die Klägerin, so heißt
es, bei ein eni groben Verstoß gegen seine lv
Geboii nnd ließ sie angeblich sosort verhas
len. Ter bclrcsseiide Poiizeirichter, vor dem
die angebliche Sünderin zu erscheinen hatte,
wies die Äcschuldiguiig als lächerlich ab;
doch soll Vla r, uuzusriedeu damit, seir.e
Aiigestellle vor Marschall Freu gebrachi ha
ben, um das gleiche salomonische Urtheil zu
hören. Jetzt hat sich Frl. Ray, die angeblich
in den „AlaSkaer Boom" ihre vorhandenen
Ersparnisse zusetzie, zur Klage entschlossen.
Legat von B>O,NU.
TaS besuch von Frau Veriha Steiu-Frie
dcnwald, ein angebliches mündliches Testa
ment ihres Valens, des verstorbenen Ban
kiers Samuel Stein, anzuerkennen, ward
gestern u Waisengerichl aufgerufen, und
werden heute die Verhanolungeu fortgesetzt
werden. Frau Friedcnwald macht, wie
seiner Zeit im berichtet,
geltend, daß der Verstorbene wenige Siun
den vor seinem Tode ihr ans dem Rachlasse
§1(1,Ol anSsevie, die er ihr als Hochzeit?
gescheut versprochen habe, und daß Er
klärung ais mündliche Testameui vor deu
Maryländer Gcrichieu anerlauut werden
müsse, da sie nach Petinsylvanier Gesetz in
rechiSgüliiger Weise abgegeben ivorden sei.
Die Bellaglen bestreiten daSietbe. Anwalt
Sleiii sprach aester sür die Klägerin und
Anwalt Wiesenseld sür die Beklagten. Heute
werden E. H. snr die Erstere und Ex-
Richter Fisher für die Beklagten plaidiren.
Ter „Wesl-Baltimorer Schützenvereiii"
wnrde geiiern im Superiorgerichl dnrch W.
Brösecler, Eduard Becker, Hermann W.
Grützner, Karl Kamm, Heinrich Weber. G.
Ä.>ießuiann und L. '.vceyer incorporirt.
Tie „Gesellschaft des Krieges vou 1812 in
Maryland" ward ebenfalls incorporirt. An
Krieg mmiiachie, Roben T. Siiiiti, Louis
P. iKrifsilh, Wm. Harris'ou Gill, Söhne
von Veteranen, I. E. Earr, Mn.. Alben K.
Havel, M. D., v'eo. R. Mackenzie, John
M. Tulaney und S. R. Towus, Enkel von
Veteranen, sowie A. Ni. Miller. Dieselben
bezwecken,das Aiideulen an die KriegSereig-
Nlffe und die Helden des Krieges zu ihrer
und ibrer Abueu Ehreu wachzuhalten, eine
Bibiioihek und ein Museum zu gründen,
GedächtNißtage zu feiern und deu Patriot!,
ins im Allgciueiuci! und im Befoudereu zu
hegen, pflegen und nähren.
Gebrochene TreuZchwnrc.
Im Stadtgericht erhielt gestern Dorotby
R. Andelson ihre Scheidung von Francis
Anderson wegen böswilligen Verlassen und
Ehebruches bewilligt, Paar hielt den
Buno sür's Leben, deu nur der scheiden
soll, vom vorigeu i. Februar bis zum vori
gen 2. Februar ausrecht.
Raume B. Adams ließ im Krcisgericht
gestern ihre Scheidung von lauieö R. Adams
beantragen. Seil 187 in demselben ver
üeira'.he'i, wurde sie vou ihm ver einigen
fahren verlasse. Von drei Kindern, die
eer Ehe entsprossen, ist noch ein IS-Mriger
Junge am Leben, nm dessen Vormuiidschast
Klägerin bittet.
NotNen.
Rickler Phelps eniließ gestern iu Vertre
tung des Lbcrrichlers Harlan Frau Ellen
annclly, die sür den Tod ihres Siiessohns
Ambroje Tounelly veranlwonlich gemacht
wird, gegen Bürgschaft sür ihr Er
scheinen vor den Großgeschworenen. Mich,
vou Nr. 1822, <I st - Ballimoreslraße.
leistete die Bürgschait.
TaS Rachlaßverzeichiiiß des verstorbenen
Brauereibesitzers Bernhard Berger ward
gestern im Waisen-Gericht eingereicht und
weist eine Personal - Rachlaß im Werlye
von T!ö,v21.25i aus.
Auf der Bahn getödtet.
Das Opfer eines Unfalles wurde gestern
Morgen der 5 lahre a.ie Reger H. GolnS,
ver in Rr.428, Süd-Earoliiiestraße. ivohnte.
ÄoinS begab sich am Mittwoch Abend unl
seinem Bruder Philipp ii'oins nach Beuges-
Vormittags treunleu sich die beiden Bruder,
und gegen II Uhr tand Philipp Henry's
zerfleischt- Leiche nahe BeilgeS-Ltaüoii aus
dem Geleise der „Philadelpyia-Wilminglon-
Baltiinorer Bahn" liegend. Er war äugen
scheinllch von einem Zuge übersahreu und
geiödtet worden. Tie Leiche wurde nn
Laufe de AbcudS nach Baltimore gebracht.
Vermischte s.—Die Gelder, welche
der Ex-Staatsschatznieisier Archer in ver
schiedenen Balten zu Gute haue, sind an den
Staatsschatz abgeliejen worden.
Kam da ein ~C ran k" in der
Person eines rothhaarigen, Augen rollenden,
hungrig aussehenden Maniies gestern nach
der südlichen Polizeistation und bat um
eluen Trunk Wasser. Als Eapt. Elaiborne
Dies bejahte, riß der Wilde die beiden
Tvüreu beinahe aus ihre Angeln uud
slürmie wild rollenden Auges davon, als
wenn ein wüthender Hund hinter ihm her
wäre. Räch dem ~Erank" wird jetzt ge
sucht.
Bräud e.—Um 1V Uhr gestern Morgen
brach ein leichte Feuer im Frontzimmer ve
Hanse vir- 2017, Callow - Avenue, durch
eiiieu schadhaften Kamm aus ud wurde
vom Bewohner des Hauses, Wm. Albaugh,
gelöscht. Das HauS gehört Hrn. Kemp
Bartlett von Rr. 2V14, Mount Royal-Zer
race. Kein Schaden.
10 Miiiut-u nach 1 Uhr gestern Mor
gen fing der Eandy- und Fruchistand de
EusliaiiuS vou Nr. ülö, NorV-Hoivard-
Slraße, an der Westseite von Howard-, nahe
Franliinstraße, Feuer und verursachte eiueu
schade von Polizist McNally vom
nordwestlichen Tistrikl löschie die Flammen.
Ta Feuer war durch eine zu nahe a die
Bude aerückle Kastaiiien-Bralmaschine enl
standen.
Unfall e.—An der Ecke vou St. Paul-
Straße und Baiil-Lane siel Aul. Passa.'.o
gestern von einem Absalikarren und erlitt
eine schlimme Stirnwuuee. Ter Verletz:?,
welcher iu Äkr. 417. Eourllaiidftraße, wohni,
wurde nach dem „Stadt-Hospital" gebracht.
Frau Carrie Vogel, 5l Jahre alt, von
Nr. 1401, Suo-Ei,ariestraße, fiel gesteru
Vormittag II Uhr Eroßstraßen-Marl!
über einige über die lraßeiiriune sührenoe
Breiter Uitd verletzte sich schmerzlich am
Kopse und dem rechten Knie, konnte jedoch
nach ihrer Wohnung gehen.
An derselben Stelle siel die 66 Jahre
alte Margaret Miller von Nr. 1627, Elark
jonstcaße, und verletzte sich an der linken
Schulter und am Arm. S:e wurde im Wa
gen de Hrn. Lehmeier nach Hause gebracht.
Gestern Morgen kurz vor IV Uhr wurde !
ein vor deu Wagen de Hrn. Fred. Miller,
Nr. 401, Nord - Ehesterstraße, gespannies j
Pferd plötzlich au der Goughsiraße nahe !
Broadway scheu und lief auf's Trotloir. ES
traf eabei Mit der Te-chiel des Waoens Frl.
Maggie L. Hubbard, die in Nr. 231. Sud-
wohnt und verletz:- sie leicht
an der Hüsie. Au der Eck vou Broatway
ui d Bauksiraße stürzte das Pferd uud brach
eiu Bein, wethalb es geiödtei werden mußte.
Es repräsentirte einen Werth von tz2sv.
Str. 2IU.
L ortraff über Japan und daS
! j apali 11 ch e Volk. Ter Vortrag des
Japanesen Hcoiuara Okano. welchen der
selbe im Verein Junger Män
ner" gestern Absud gab, ward äuü.rst zahl
reich besucht. Ter Herr erwies sich als ein
höchst gewandter und interessanter Redner,
und die kolonrien siercoplischen Bilder wa
ren von besonderer und wog! aus
gewählr. Eine oouelie, die am Schlüsse
des Bortrag ausgenommen wurde, fiel dem
Redner zu. Hr. ist ciir
sevr gebilderer iiinger der sicii be
reits icit S fahren in diesem ausbält,
nnd sich einen Ras als Redner in verschiede
nen großen Siäoten AinerikaS erworben
hat. Ter Herr l>.n die
versiläl" in Teiiiicssee beuichl und daselbst
graduiri; er bcadsichuch!, nächstes Frutiiahr
in sein Balerlaud niruct zn lehren.
H o a> z e i l s s e i e r. Hr. John M.
Gallowah und ,nl. A. Tecker rraien gestern
?lbend in deii -nnd der (she. Ter Lrau
uiiffsakt wurde >n bcr der Großel
tern der Brani, Lii-Prenonslr.,
>nrch Pastor P.oiidsii vollzogen, und a>
Trauzeugen sniiginen >'> r. F. W. Culv<r
und Frl. Eva Bircb. Raäi der Ceremonie
wurde eine kleine veftliä keil vcraiisialiei,
nach deren Beendigung tao in Hymen s
Fesseln geiciiiüiedeie Paar eine Hochzciis
relse naci! ".'teil'-''>o.l iiüd anderen Städten
des Nordens auirai. Tie zuiünsiige
iiuiig desselben is! in :>!r. I >i!, Tsl-Preston-
Slraße.
Tie „Balr > morer S >i n g e r r u ii d e"
hielt gestern Abend unikr Teilung ihres liich-
Ilgen Tirigcnleii Pros. Kallenbach in
ihrem Vereins totale, Rr.ü'lB, Fairmounl-
Avenue, eine gm besuchte Singstunde ab, in
welcher die
marich" von , TrintlicS" non Hermes
genbl ivurden-
Ter juiiae Hr. August Volk, eiu Schiller
de? Pros. Kallenbach, brachie mehrere Pici
noioli Ul iSehor. der daraus solgendeu
tHeschäliSsivung präsidine Hr. P. Tannen
gelier und ais snngirte Hr. Henru
Freier. Beschlossen ivnrde, am nächsten
Sonniag, Äbenos >! Uhr, lii der VereiiiS-
Hatle eine Exiraverjainnlinng abzuhalteu.
Als passives Miifflied wurde Hr. S. E.
Atlinso, siir die Staats - Gesev
gebuiia, ausgenommeii, und eine Einladung
;u der am d. M. ilallsindenden Abeiid
Unlerballuiig des „Thalia
sand eiiislimmige Annahme. I'iach Erledi
gung von Routine - E'cschasieu ersolgte Ver
i.igiiiig.
Freudige ll eberra > ch >t n g.->
Frau Elisabeth, Gallin des Hrn. .'t. Pleit
i'.er, von Rr. s>lö, West
wurde gestern Abeud im Xreiie ihrer Familie
vou uiizähligeu Freunden überraichl. Die
selben veraiislalieieii zu dem WiegenseUe
der Frau Pleiiner eine hübsche „Surpri?e-
Parlie." Ter Parlor des Hauses im zwei
ieu Siock ivar herrlich mii Guirlanden uns
dusligen Kindern Flora's geichmuiZi.
Zu der Mille des großen iaumes war
eiu Souper ausgelischi, ivelches selbst den
verwvhniestcu Äaunicn beirieoigen muszic.
Eiu Trio, bestehend aus den HH. Kastel,
Eichiier und Fürlhiueier, Mii zwei Violineii
und eliieul Eello brachie dem Geburtstags--
linde ganz uiierwanet ein Ständchen, dessen
herrliche Klänge die ganze Welt enlzüikr
haben wurden. Räch der Einnahme des
Soupers wurde eiu sloneS Tanzkränzchen
arrangirl. Au der Ileberraschung des Ge
burlStagöiindcs iiahiueii etwa !.'>>> Personen
Theil, und man vergnügte sich bis in dei
srüheu Morgen hiiieiii.
Mit dem Herannahen der Winter-
Saison verweisen wir aus das reichhaltige
Kostü ui - nnd M aSkeu - Ge lchäs t
der Frau W i i. k e l - H o l z h a u s e u ail
Paca-, uabe Dasselbe ist
durch clegaiue Koslünie nnd
ken, welche unter großen Kosteii beichasst
worden sind, in den Siand gesetzt, ach dem
verwöhnlesten Geschmacke und deu höchsten
Ausorderungeu Rechnung zu irageu und
stehi in seiner Art südlich von Rew-.')ork
uuübertrosseu da.
N. R. R.
Madway's
v ReaSi Relief
heilt nnd verdütet
Husten. Erkältungen. Katarrh,
ZllUlitW, Bronchitis, Vnkumsnir,
Drüscnanschwtllung, Lumbago,
Ent^ündnng,
Nheumati?muS und Neuralgie,
?krostbeulcn, Kopfschmerzen,
Zahnschmerzen, Asthma,
Athmnnqslieschwerden,
keilt die schlimmsten Tchmerzen iu ei
uer bis zwanzig Minuten, steine Stunde
nach dem Lesen dieser Anzeige brauch: mai;
noch Schmerzen z leiden.
Radway'Sßeady-Rcliei erzielt sicher,
Heilung von allen Schmerlen,
Verrenkungen, Brauschen und
Brandwniidrn, Nückels
Brnsl- oder Glieder
Schmerzen.
SS war nnd ist daS einzige
Schmcrzens-Heilmittel,
welche die quälendste ll Schmerzen augen
biicklich stillt, Entzündung linderl und Blul
andrang beseitigt, sei es in der Lunge, im
Magen, den Gedärmen oder anderen Drü
sen oder Lrganen.
Innerlich genammen. beseitigen 30 bis
KD Tropien in einem halben Trinkglase
Wasser binuen wenigen Minuten Krämpse,
Magensänre, Rervösität, Schlaflosigkeit,
Kolik, Durchfall, Ohnmacht und alle inner
lichen Echmerzen.
ES gibt in der Welt kein Heilmittel, wel
ches kalte? Fieber und Fieberschauer und all
anderen maiarischen Gallen- und sonstige
Fieber so rasch heilt, wie Radlvay'A
Ready Relief im Verein mil Radway
Pillen.
Preis 5V Cents die Flasche. In
allen Apotheken zu haben.
MadWlty's
Pillen,
seit langer Zeit bekannt als bcstes Mittel
gegen
ranrvastc Kopfschmerzen,
Aranen-Krantveiten,
Unverrvnlichreit. alleu-tkeiden,
Berst-pfnng, Dyspepsie
alle Unregelmäßigkeiten der Leber
Dr. Rliötliliy
!
Ft. Beritnrd Nraufer-Vlllen.

The German Correspondent,
E. RAIXK, Proprietor AND EDITOR,
to F. IIAINE),
3. W. COR. BALTIMORE ST. AND POST OPPICE AVfi
daily, delivered by carriers to th° stihtcrlberii
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