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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, April 14, 1915, Image 2

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Gine Jaschingsschtacht.
Itaiirnischr »»lacht. — Aslhki'uiitttvvch. — Bitte, schöntu. Trr Weih
nachtsbaum in> Karneval. —Eombres-Berdnu.
Es war Faschingsdienstag Mitter
nacht nicht metzr fern. Wir waren
Ablösung iur die Schützengräben bei
Eombres und »'arteten liier in Har
ville. einem recht zerschossenen kleinen
Torfe an der Landstraße nach Ver
dun. ant den Feilvnnkt der Aviv
jung. Eine Königliche Hoheit war
unter uns. Sohn des König» von
Bauern, Major bei einem schweren
Reiterregiment. Er amüürte sich
nicht am wenigsten über die köstlichen
Verträge und über die heitere, wrg
lese Stimmung, die hier direkt in der
Feuerlinic, mitten im Berei.be dev
feindlichen Granaten herrschte. Fm
»hingen standen die stellte, die Iner
sorglos dr» Becher ützwangen. auch
tzei anderen Gelegenheiten ihren
Mann es waren nur Ritter des
Eisernen Kreuzes anwesend.
An der Decke des niedrigen Gema
ches waren Neitzrn von farbigen Pa
pierlainpions gewannt, wie wir sie
früher tzei „Iialicnischen Nächten"
und älmlichrn Scherzen im Sommer
zu setzen gewohnt waren, Ibr sarbi
gcs, '.ingewGes, mattes stickn und der
Flackerschein einiger Kerzen drangen
tanni metzr durch den blauen Eigar
renrauch. nnd als Begleitung zu den
Klaviervorträgen und den Geningen
war draußen ein sietes dunkles Rol
len und Donnern, ein seltsames
Brausen in der Nacht, dann nnd
wann klirrlen die Scheiben, als woll
ten sic zcrwringen. die Kerzenhaller
an» den Tiichen wackelten, und ein
mal siel eitler uni. Da war eine
„Schwere" draußen vor unserem
Hans geplatzt.
Und so saßen wir da —Kameraden
ans sämmtlichen Theilen Deutsch
lands, Männer jeden Alters und je
der Waffengattung: Pioniere, Ar
tilleristen, Reiter, Flieger, Vom al
len standwehrhauptmann mit er
grautem Haar bis zum jungen acht
zehnjährigen Kriegsfreiwilligen, der
uns eben mit herrlicher Stimme
Schumanns „Grenadiere" vorgetra
gen. Nie zuvor bis heute Mittag
hatten ivir uns gesehenund ruaren
setzt am Abend gute Freunde, die sich
seit Fahren m Wunen ichienou. Brü
der, wiuder einer einzigen grofzenFa
milie — von einem einzigen Gedan
ton beseel!: TelnschlandTeuti-b
land!! Wenige Stunden zusammen
verletzt in guter,Kgnu'rcidschafl. nnd
dann getrennt aus Nimmerwiederie
tzen das iß nnS.'vnrzzu,osl im
Kriege begegnet.
Zwölf iltzr schlug die'lilte Stand
ulir mit tiefen, ivie aus Gräbern klin
genden Schlägen - die Masken ste
len, die Hunten Kappen verschwanden
— Aschermittwoch zog ein. Eine
nach der anderen waren die bunten
Papierlaterne» gnalniend erloschen,
die Kerzen waren tief tzerniederge
bräunt, nnd ans den dunklen, schwar
zen Ecken des Zimmers kam ein
ernstes, kaltes Schweige» gekrochen
und hockte sich wie ein Alp aus die
Brust eines jeden.
Und um l Ulir maisckürle da?
Schützenregiment, das ans der Ea
valleriedivision gebildet worden war,
in ticsschwarzer Nacht davon. Der
Regen rann, und der Westwind pfiff.
Wir bezogen einen Schützengraben,
der sich links an die böte Lorraine
anlehnte — die sogenannte Eoiubre-?-
Stellung. Ttzen ans der Höhe lagen
zwei bäuerische Insanteriereginieu
ter, unten im Thalc wir. Um vier
Uhr Morgens waren wir so ziemlich
eingerichtet nnd hatten unsere „Vil
len" (ganz nett ausgebaute Unter
stände» bezogen. Man batte uns ge
warnt. damit wir ant der Hut seien,
alleAnzeichen ließen daraus schließen,
daß der Gegner in nächster Zeit ir
gendcine Teufelei im Sinn habe —
Minensprcngiing unseres Grabens,
Schieichübcrraschimg oder etwas
Aelniliches. Aber fürs erste blieb al
les nitzig: nur die übliche» verein
zelten Schüsse knallten auf der lan
gen Linie hüben und drüben. Es
ward Tag. der Morgen de? 18. Fe
l-riiar brach an. Nichts 'Besonderes
ereignete sich, und ivir richteten uns
häuslich ein. "
Mit zwei Kameraden bezog ich ei
neu Unterstand, der den schönen Na
men „Zuin blauen Walroß" iübrte,
Ter Name war mit künstlerischen
Schnörkeln ans ein Holzbrett eingra
viert, da? an der kleinen Thür
prangte. Wir mußten wie die Eski
mos oder auch wie die Hoibunde ans
allen Vieren kriechen, um in unsere
Villa zu gelangen. Ter Fähnrich er
hielt den ehrenvollen Auftrag, an der
Thür folgendes-, mit großen blauen
Lettern auf weißer Pappe geschriebe
nes Plakat anzubringen: „Gute
Leute! Haben alles hergegeben! Hier
nichts mehr z» holen. Bitte schonen!"
ES dauerte nicht lange, und cs er
schien ein Kamerad vom Iägcrbarail
Ion, das iiiiserrr Division zugetheilt
war, Schulter an Schulter hallen
»vir droben in Belgien, bei Hontem,
V'-erioiea, Wornelon, Annenlieres zu
summen plumpst, am Rserkanal in
einem Graben batten ivir uns zuletzt
gesellen, Wir sahen uns überhaupt
slels nne in Schützengräben. Jetzt
in vorderster Feuerstellung war er
plötzlich wieder da und brachte de»
geräucherten Schinken mit, der stets
mit seinem Erscheinen verknüpft war,
Lein Kommen war uns wie etwas
Selbiwerständliches, man begrüßte
sich ivie Freunde, die am Vorabend
im Kaffeehaus voneinander Abschied
genommen und sich nun am nächsten
Morgen znni Frühstück wieder tra
fen, Wir begannen denn auch sofort
ein opulentes Frübsiück -- nachdem
wir wohlweislich die Thür verrain
j melt ballen und aus Alwine und
'Trvlmngen gänzlich taub blieben.
So kam langsam der Nachmittag
heran, und es ward immer ruhiger
nnd friedlicher, „Die Nutze vor dem
Sinrnie". wie wir bald setzen sollten.
Wir lieben uns durch diese Solle
nicht täuschen, alles war in voller
Alarmbereitschaft,
Und richtig — Punkt 8 lltzr Nach
mittags ging ein watzrer Höllenlärm,
ein richtiger Herensabbat Io-?. Ans
der Höbe links von uns schost eine
mächtige Fenersäule in die Höhe. di„
Ae schwarze Rauchschwaden wirbelten
ans, ein so bedeutendes Krachen folg
te. als wenn der ganze Berg in sei
neu Grundfesten wackelte, und im sel
ben Moment ging ein ununterbro
chenes schweres Artillerie - Bombar
dement lob, ivie es so stark nur we
nige im ganzen Kriege gegeben hat.
Ein Stück unseres Schützengrabens
war vom Gegner nach erfolgreicher,
stiller Wühlarbeit in die stuft ge
sprengt worden. Das war das Sig
nal zu ganzen Salven ans schwerster
feindlicher Feslungs - Artillerie von
den Forts der Festung Verdun her
über. Dieses Bombardement dauer
te zwei Tage und zwei Nächte unnn- ,
terbrochen.
Plötzlich dehnte sich das feindliche
Artillerie»,euer auch auf unseren Gra
tzeiiabschmtl aus, Vor Allein! auf
die Punkte, wo die Geschütze undMa
schineiigewetzre eingebaut wären. Ge
gen 5 lltzr begann auch aus unsere
Stellung der Sturm, nachdem er
weiter links auf der Höhe — dem
rasenden Gewehr- und Maschinenge
wetzrfeuer nach ztt urtheilen — be
reits seil, Zeit im Gange
war, '
Wie Anieisengewimmkl, brach es -
plötzlich unS den, feindlichen Graben
bervor, in tiefen Kolonnen, sechs oder
sieben Stasteln binterciiiaiidcr,
stürmte der Gegner an. Bei uns
bleibt Alles todtensiill, Nätzer kom
men die feindlichen Masten, man un
terscheidet die einelnen Figuren der
Offiziere, der Trompeter, Plötzlich
aus unserer Linie ein paar scharfe,
abgehackte Eoinmandos — und wie
rasend, wie ein aufgezogenes Uhr
werk, rattern die Maschinengewehre
las, auf der ganzen Front donnern
die mit Kartätschen geladenenGeschü
tze, die direkt in, Schützengraben ein
gebaut sind, knattert das Schnellfeu
er der Schützen — während von hin
ter uns her. dicht über uns hin, mit
herrlichem, milden Heulen die Gra
naten datzinsegen, eine nach der an
deren, und dann siebe», acht aus ein
mal, und mit dicken, schwarzen Wol
ken und tiefem Rollen in den Men
schenknäiieln vor mW zerbersten, Tod
und Vernichtung um sich streuend.—
Die Batterie'» in Harville sind es.
die der dicke, gemüthliche, alte Artil- ,
Irrie - Hanptmann, der freundliche
Gastgeber unseres FaschingssesteS
vom Vorabend cominandirt. Ihn küs
sen. ihm um den Hals fallen, hätte
ein jeder von uns in diesem Moment
wollen, jedesmal, wenn seine wilden
Granaten branstmd, pfeifend, lien
lend, sauchend über unsere Köpfe
dahinbrannteii, mit unhciinlicherGe
nauigkeit und Direktheit in ihr Ziel
hineinfegend. Und die netten, freund
lichen. kleinen Lieutenants, die ge
ilern Abend als französische Bauern
verkleidet waren, standen jetzt sicher
bei ibren Geschützen, den Feldstecher
nicht vom Auge lastend, oder richte
ten ivobl selber das todtbringende
Rohr
Der feindliche Angriff brach an un
serem Drahtverhau zusammen, wie
von eisernen Riesensänstcn ausgehal
ten und gleich einem Federballe zu
riickgeschlendert. Aber das Artille
> riefeuer ging ununterbrochen weiter
von beidenSeiten. So kam derAbcnd
- und die Nacht, Und, wenn c? iiber
> bauvt noch möglich war, ward das
Schivergeschüizseuec noch bestiger nnd
! wilder, Jeden Augenblick konnte
- j ein neuer Sturmangriff erfolgen, ei
ne Aufklärung war gebieterisch noth
- wendig.
Um l l lltzr verlief; Schreiber die
: ser Feilen mit zwei Mann, die sich
i freiwillig gemeldet batten, den Schü
, tzei,graben und ging auf Schleicht) u
Der Teutsch» Md.. Mittwoch» de« 14. April 161-1.
trouille gegen die feindliche Stellung
ocr.
Es war ein grandioses Bild, das
sich der Patrouille bot, als sie etwa
in der Mitte zwischen den beiden
Stellungen vorläufig in Stellung
ging, d, h, der Länge nach auf dem
Bauche liegend, regungslos lauschte.
Links blitzten ununterbrochen die
Mündnngsseuer der schweren Geschü
tze ans; jedes platzende Schrapnell
war ein Fenerblitz am Himmel. —
lieber-die Köpfe der Patrouillen
Mannschaft hinweg brausten feindli
che und freundliche Granaten, die
Erde bebte ständig, diestnst war ganz
erfüllt mit Brausen und Tosen. Und
von vorn und von rückwärts kamen
die elektrischen Scheinwerfer und
glitten lautlos, wie gespenstische Rie
sensinger, fahl und weiß am schwar
zen Himmel dahin und hoben da und
dort ein Stück Gelände, eine Boden
wellimg, einen Grabenabschnitt aus
dem Tunkei hervor, scharf wie mit
Mestern ans der Nacht herausge
schnitten. Tann wieder gingen die
Lichtkegel der Scheinwerfer ans ihrer
eigenen Bahn zurück, wurden kürzer
und kürzer und gingen hinter dem
Horizont schlafen. Tann war es
ganz dunkel, nnd im schwarzen Ne
tze! schienen Geslaltcn zu schleickzcn.
fremd und drohend. Tann wieder
sausten lautlos die Leuchtkugeln vor
nns steil in die Höhe, schwammen
still am Firmament dahin, milchiges,
silbernes Licht verbreitend — bis
das große Tnnkel, daS wie erstaunt
vor ihnen gewichen war, wieder von
allen Seiten ans sie eindrang, sic
packte und sammt ihrem Silberglanz
verschlang.
Tie Patrouille rückte lautlos wei
ter vor, kam an ein starkes Traht
verhan, das den feindlichen Graden
deckte, und beschloß, hier zu bleiben,
da es unmöglich war, ohne die geg
nerische Aufmerksamkeit zu erregen,
das breite und außerordentlich dicht
verschlungene Tralstverbau zu passi
ren. Tie Patrouille war dicht an
den scindlickten Gräben, häufig wa
ren ganze Sätze und Zurufe hörbar,
und im datzinterliegendcn zweiten
Graben sprühten die Funken aus den
Kaininrobren der Unterstände, und
der Rauch war zu riechen. Aufgabe
der Patrouille war es, im Falle ei
nes vom Gegner beabsichtigten All'-'
grisses anhaltendes Schnellfeuer ab
zugeben, nin die Stellung unseres
Regiments'zu warsien. Gleichzeitig
sollte die Patrouille versuchen, unse
ren Schützyigrgben wieder zu errei
che»-.,
' Patrouille lag etwa 2 Stun
den dort, und alle Anzeichen ließen
darauf schlichen, daß kein weiterer
Angriff geplant war. Sie wollte ge
rade ansangen, zurückzugehen, als sie
nach dein Scheine einer Leuchtkugel
plötzlich ans näckstter Nabe Feuer er
hielt. Llsenbar von einem feindli
chen HorHposlen. Ans das Mün
dungSfener des Gewehres wurden
von der Patrouille drei Schuß abge
geben: diese trafen, was ein Aufschrei
bewies. Tie Patrouille zog sich lang
sam, unter ständigem Maschinenge
wetzrfeuer, daS dicht an den Köpfen
vorbeisang, den Karabiner eines
Mannes zersplitterte und den Man
tel des Führers durchlöcherte, zurück
und wurde noch mehrfach durch
Leuchtkugeln zu regungslosem Hal
ten gezwungen. Aber sie tonnte un
verschrt den Graben wieder errei
chen.
Nach zwei Tagen und Nächten un
unterbrochener Beschießung, die uns
nicht unerhebliche Verluste zufügte,
und nach einem erfolgreichen Gegen
angriff wurden wir aus dem Schü
tzengraben abgelöst, und kamen wi
der Erwarten nach Harville zurück,
ivo ivir noch einige Tage als Reserve
bleiben mußten.
Tie Kirche in Harville war dem
Feuer erheblich ausgesetzt gewesen,
der Thurm war heruntergeschossen
und lag als Trümmerhaufen auf
den Gräbern im Friedhöfe, nnd eini
ge Granaten kleineren Kalibers hat
ten die Wände des Schiffes durch
schlagen und Trümmer gesät. Aber
daS Harmonium, die Empore und
der Altar waren ganz geblieben.
Stundenlang verweilten ivir in
der kleinen, zc-rschossenen Torfkirche.
Trauliches Tänimerlicht floß durch
die bunten Scheiben, und von der
Orgel herab klangen feierliche Klän
ge. ein Kamerad von nns. dessenBrn
der als Maschinengewehr -- Haupt
rncknn bei unseren Kämpfen gefallen,
spielte alte Kirchenlieder.
Am Altar leuchteten in mildein
Scheine die hoben, weißen Kerzen,
von einer Weihnachtsfeier deutscher
Soldaten stand noch ein geschmückter
Ehristbauin traulich da. und grüne
Tannenreiier umrahmten die alten
Heiligenbilder. Ein leiser, vergeben
der Tust von Weihrauch war noch in
der füllen Lust
Und draußen auf der Torfstraße,
nicht weit von der kleinen Kirche,
platzten initiier noch krachend die
Schrapnells.
Tr. Otto Gordon Gold
feld.». Zt im Felde.
Im Czarenschlotz von Skierniewice.
biuft waren die Kaiser von Trutschlaad, Oesterreich uud Rußland dort
vrrsammkll «ud die Augen von ganz Europa waren darauf
gerichtet.
R u j f i s ch - P o l e n. l l März.
Nicht allzu oft scheint „Väterchen"
zu seinen lieben Polen zu kommen.
Wenn er häufiger hier weilte, sähe es
wohl um feinen Herrensitz aus dem
waldigen Westuser der Rawka etwas
anders aus. Tann hätte gewiß auch
die begreifliche Furcht des Ezaren vor
den Menschen alle die Häuser und
Hütten lleiner Bürger und Bauern,
die sich bis unmittelbar an denSchloß
park herandrängen, längst dein Erd-
Hoden gleichmachen lasten.
Tas im Verlauf der letzten KriegS
ereignisse öfter genannte Städtchen
Skiernieiviee, an der Eisenbahn von
Warschau nach Wien gelegen, hat
etwa 8000 Einwohner, die vielfach
dem Gerbereibelrieb ihren Lebensun
terhalt verdanken. Ter Ort macht
einen weit freundlicheren Eindruck,
als die übrigen Flecken des Lande-?,
die ich bisher besticht bade. Tie Häu
ser sind — äußerlich wenigstens —
laubcrer und die Straßen besser ge
pflegt. Auch die Einwohner sehen
freundlicher, säst möchte ich sagen, in
telligenter ans. soweit ich nach einem
mir flüchtigen Besuch ein Urtheil
darüber mir anmaßen darf.
Eigentlich ist die Bezeichnung
„Schloß" für diesenEdelsitz nicht ganz,
zutreffend. Zu einem Kaiserschloß,
wie die Phantasie es sich gtivöhnlich!
auszumalen pflegt, fehlt ihm die,
Großartigkeit der ganzen äußeren
Anlage, sowie die majestätische Höhe
und Weite der Säle und Hallen im
Innern, und für ein Jagdschloß oder,
die verschwiegene Stätte idnllischer
Träumereien mangelt ihm das Heim
liche und Trauliche weltentrückter
Einsamkeit. Aber e-S siebt freundlich
da init seinen wcißlenchtenden Mau
ern vor dem tiefdnnklen Grün unab
sehbarer. wildreicher Waldungen —
eine Oase in dieser sonst aller Reize
bare» EinsörMigkeit der polnischen
Landschaft.
Einstmals sahen die Augen Euro,
pa's ein püar Tag lang äiii Skier
niewicc. Tas war, als in der Zeit
vom 15. lös l7. September 188 t die
Kaiser von,. Teutschland, Oesterreich
und Rußland dort zusamuzen trafen.
Und setzt?. .Der,Herrscher Mer.Reu
ßen weilt ätzen im "Norden seines un
gebenren Reiches, nnd bei- den Fasa
nerie'» seines polnischen Schlosse?
läßt ein höherer deutscherCommando
stab eS sich wobl sein, wie es des
Krieges schwere Zeit eben gestattet.
Fm Städtchen Skieriiiemice könnte
man sich in eine etwas dicht belegte
Orlsuiiterkiiiist während der Hcrbsl
übnngen unserer Truppen versetzt
glauben, wenn nicht von der Rawka
der dnmpsrollende Donner der Ge
schütze und das nerveiizermürbende
Knattern der Maschinengewehre durch
den Frieden des Schloßparks tönten.
Hätte ich doch ein paar Dutzend
Russen ans Lodz mit dorthin nehmen
können! Einige von den Russen
frenndlichen oder von den Äengst
lichen die jeder. Lüge, auch der
dümmsten, zugänglich sind und im
mer noch nicht recht an die deutschen
Siege und da völlige Erlahmen der
russischen Ostcnsive vor Warschau
glauben wollen. AIS ich einem Kaus
inailn so nebenbei erzählte, ich führe
tags darauf nach Skierniewice, sah er
mich ganz erschrocken an nnd sagte:
„Aber Herr, dort sieben ja die Rus
sen!" Bei dieser Gelegenheit erfuhr
ich auch, was sicherlich nicht einmal
unsere Heeresleitung weiß, und was
ich ihr daher nicht länger vorenthal
teil möchte: Die Teutschen hätten
küzrlich unter dem Schutz der wicht
liche» Tnnkelheit ersucht, einen zehn
Kilometer langen Gang bis unter da?
Ezarenschloß zu graben, um dieses in
die Lust zil sprengen. Fbr Vorbabcn
sei jedoch, als sie so ungesäbr acht
Kilometer weiter unter der Erde vor
wärtSgedrungen waren, von den Rus
sen entdeckt worden. Tie Russen bat-
ten schnell das Wasser der Rawka in
den Minengang abgelenkt und die
i Teutschen — ganze Eompagnie'n! —
seien elend ertrunken. Mau habe
- dann eiin'ach den unterirdischen Gra
ben zugeworfen und kein Monsch habe
sich niil die Bergung der Leichen ge
kümmert.
Solche und oft noch schlechter er
fundene Märchen glvubt allen Ern
stc-S rin Tbeil der ttwrichten Bevölkc
rnng noch immer, und es läßt sich
durch keine Vernniiftgründe zu bcsse
> rer Einsicht bekcbrcn. AIs ich aus
die erst vor einigen Tagen erfolgte!
, Gefangennahme zahlreicher Russen!
hei Rawa südöstlich von Skierniewice!
hinwies, die man doch, für Feder
. mann sichtbar, in mehreren großen
. Trupps durch die Hanptsiraße von
> Lodz geführt habe, um sie auf dem
jetzt wiedercrösfiieten Kritischer Bahn-!
hos zum Abtransport nach Teutsch
land zu verladen» zuckte der im übri-
gen sogar der gebildeteren Klasse un
gehörige Mann nngläiihig mit den
Schultern nnd sagte, das seien ja im
mer wieder dieselben Leute gewesen:
man wolle den Einwohnern derStadt
! durch diese sich wiederholende Komö
> die mir Sand in die Angen streuen
' und die eigenen Verluste an Todten
und Verwundeten, die man hier sehr
genau kenne, nur zu verschleiern
suchen.
- Derartigen Vorkommnissen sollte
man nicht gleichgültig gegenüber
stehen und man sollte i» ihnen nicht
nur daS leere Geschwätz einer unauf
geklärten Maste stehen. ES sindSymp
tome, die inan nicht übersehen darf.
WaS auch späterhin auS diesem Lande
werden möge, sie schaden dem Dentsch
thuin nnd seiicen Vorkämpfern hier
weit mehr, als der mit der Seele des-
Polenvolkes llnl'ekaniite ahnt. Sie
»ntergaben daS Ansehen der deutschen
Fabrikanten, durch die allein Lodz
und seine Umgebung zu einem so ge
waltigen .Industriegebiet geworden
ist.
Tic Stellung der Teutschen bei
Skierniewice ist fest und sicher, und
wenn es auch manchem Transgänger
binterin warmen Ose» und den über
klugen Biertisch-,Feldherren imitier
noch nicht schnell genug vorwärts
j geht, so wird unsere Heeresleitung im
j slcn schon wisst», warum sic nicht zu
energischerer Offensive schreitet. Man
braucht kein großer Taktiker zu sein,
um zu begreifen, daß dem gewaltigen
Truck nördlich der Weichsel und den
Erfolgen bei Rawa und in den Kar
patbcn auch vor Warschau die Russen
werden nachgeben müssen. Also —
Geduld!
Friedlich liegt der kaiserliche Forst
von Skierniewice da. Man sieht nicht
wie bei Tschenstochan große Wald
strecken. wo alles Holz abgeschlagen
ist und die Baiiiiistümpse im Monden
schein wie die weißen Leichcirsteine ei
ne-r ungeheuren Kirchhofes leuchten.
Aber dringt man in das Tunke! der
Tannen und Fichten tiefer hinein, so
zeugt manches Grab von blutigen
Kämpfen. Mit tiefer Ergriffenheit
stand ich vor dem schlichten Erdbügel,
unter deut, wie ein roh gezimmertes
Kreuz meldet, ein RegimentS-Eoin
mandenr und sein Adjutant ruhen.
Auch in den Waldungen des Cza
renschlosses hat praktischer Sinn un
ter dem Drange der Gefahr bomben
sichere Erdivohnnngen geschaffen, wie
ich sie in ähnlicher Weise an der Bsn
ra sah und geschildert habe. Da gibt
eS eine „Villa Granatenbeiiii", ein
„Asvl für Obdachlose" und wie die
Bezeichnungen sonst noch lauten mö
gen, die der immer frische Soldaten-
Humor den Höhlen gegeben hat.
Hochinteressant ist die Artillerie
stellung bei Skiernieiviee. geradezu
malerisch schön, was ihre Wirksamkeit
aber anscheinend in keiner Weise be
einträchtigt — ein herrlicher Vvr-
Wurf für unsere KriegSmaler, Aber
sic müssen sich beeilen, wenn sie alles
noch so vorfinden wollen, wie ich.
Leider muß ich von einer näheren
Schilderung absehen.
R i chard F ö r st e r,
Hanptmann a. T.
Kriegsberichterstatter.
Zuschritte« über de» Krieg.
Worte aus Goetlst's „Faust."
Communiguc des französi
schen G encral st abs.
„In bunten Bildern wenig Klarheit.
Viel Irrthum und ein Fünkchen
Wahrheit."
(Vorspiel auf dem Theater: lustige
Person.)
»Französische und russische
S i e g c S n a ch r i ch t e u:
„Tie Botschaft hör' ich wohl, allein
mir fehlt der Glaube."
(1. Theil: Faust.)
Dreiverbands - Presse:
„Sucht mir die Menschen zu verwir
ren.
Sic zu befriedigen ist schwer."
«Vorspiel auf dem Theater,Tirektor.)
„Tein Narre» sind sie nah' ver
wandt."
(2. Theil: Kais. Pfalz, Kanzler.)
TaS 12 E m. -Ges ch o ß.
„Tie Hölle schwoll von Schwefclstank
ulst» Säure.
Tas gab ein Gas. Vas ging in's Un
geheure.
So daß gar bald der Länder schwache
Kruste,
So dick sie war. zerkrachend bersten
mußte."
(2. Theil. 1. Akt. Mephisto.)
Treivcrband:
„Wird man die unverworf'nen Sün
den
Im Mindesten noch häßlich finden.
! Wenn man dies Drcigethüm er-
I blickt?"
(2. Theil Klass. Walpurgisnacht,
Mephisto.)
t
„Ter darf airf Lchand' und Frevel
pochen,
Ter ans Mitschuldigste sich stützt."
(2. Theil Kais. Pfalz: Kanzler.)
Hindenbur g'S Siege.
„Nim, Väterchen, ivie steht's? — ES
war kein Scherz."
(2. Theil, 2. Akt: HomnneiiluS.)
T i e M a s n r e n s cki I a ch t.
„"Dringend wiederholten Streichen
Müssen uns're «Feinde weichen."
„Herrlicher-? ist nichts ersonnen
lins ist diese Schlacht gewonnen."
(2. Theil, T Akt. Mephisto.)
Ter Kai ser in, Osten.
„Mir bleibt nichts übrig, als zu lo
ben."
(2. Theil, -1. Akt: Ter Kaiser.)
Tie russische Dampfwalze.
„Hier stock' ich schon! Wer hilft mir
weiter fort?"
U. Theil. Faust.)
Tas iv a f f e n I i es e r ii ö e Ame
rika:
„Krieg oder Frieden — klug ist das
Bemühen,
Ans jedem Umstand seinen Vortheil
ziehen."
<2. Theil, 1. Akt: Mephisto.)
I o h n B n11:
„Sprich nicht voni Herzen, daS ist ei
tel.
Ein lederner, verschrnmpster Beutel.
Tas paßt Tir eher zu Gesicht."
(2. Tbeil, Klass. Walpurgisnacht:
Lplsinr.)
Lord Ehurchsll.
„Tas Prahlen steht Tir gar zu schön.
Doch laß nns Deine Künste seh'n."
(2. Theil, Mummenschanz, Herold.)
König Georg über seinen
ii il d des T r e i v e r b o n d e s
V atcr:
„Mein Vater war ein dunkler Ehren
mann."
«1. Theil: Faust.)
An Io h n B n l l.
„Tn Falscher kommst zu Deiner bit
ter'» Buße,
Tenn uns're Tatzen sind gesund."
(2. Theil, Klass. Walpurgisnacht:
Sphinp.)
Ter englische Flaggen
schwind c l:
„Ihr fühlet nicht, wie schlecht ein
solches Handwerk sei!"
(Vorspiel ans dem Theater: Dich
ter.)
Rnle Britannia!
„Anmaßlich sind' ich, daß zur schlectz
teslen Frist
Man etwas sein will, wo inan nichts
mehr ist," .
(2. Theil, 2. Alt: BaccalaureuS.)
„Tie lieben Vettern."
„Tort ziehen sic her, die falschen Air--
verwandten.
Wie sie mich Oheim, Vetter, Bruder
nannten."
(2. Theil. P Alt; Kaiser.)
Tas englische Volk an M r.
G r e h:
„Tu hast. Geselle, nicht bedacht.
Wohin nns Deine Künste führen."
(2. Theil. 1. Akt: Faust.)
Englischer G r n ndsa tz.
„Krieg, Handel nnd Piraterie,
Treicinig sind sie, nicht zu trennen."
(2. Theil, 1. Akt: Mephisto.)
Ter deutsche Soldat.
„Ganz recht, sie sind nicht mehr zu
zügeln.
Schon schallt'-? von ritterlichen Prü
geln
Wie in der holden alten Zeit."
(2. Theil, 1. Akt: Mephisto.)
Tie deirtsche Wehrinacht.
„Wie Alles fick zum Ganzen uvbt.
Eins in dem andern wirkt und lebt."
(t. Theil Faust.)
Ter deutsche Kaiser:
„Wer theilt die fließend immer glei
che Reihe
Belebend ab. daß sie sich rhptmisch
regt?
Wer ruft daS Einzelne zur allgemei
nen Weihe.
Wo eS in herrlichen Aktorden
schlägt?"
(Vorspiel aus dem Theater: Dichter.)
„Bund des E i sc r ue n K r e u
,z c s".
Vor wenigen Monaten bildete sich
in New Rark der „Bund des Eisernen
Kreuzes", dessen Zweck es war. Geld
für die Unterstützung der Wittwen
nnd Waisen der im Kampie sür da-?
Vaterland gefallenen deutschen Hel
den zu sammeln nnd gleichzeitig den
Gebern ein Andenken an die große
Zeit und ibre Lpferwjlligkeit zu
sichern.
Ter Erfolg blieb nicht auS, und
wie auS den: beiliegenden Facsimil-
Abdruck eines Briefes dcS deutschen
Botschafter? zu ersehen ist, haben »vir
bereits die Summe von PoO(X) ablie
fern können. Eine zweite Rate in
derselben Höhe wird lehr bald einge
zahlt werden. Um den Beweis zu
liefern, daß dieses Unternehmen die
Unterstützung des ganzen Teutsch
thums in den Ver. Staaten verdient,
heben »vir nochmals folgende Punkte
hervor.
Ter „Bund des Eisernen Kreuze?"
ist eine freiwillige Vereinigung Al
lcr. die mit den, deutschen Reiche und
Volke svmpathisiren. Auch Frauen
und Kinder und Angehörige anderer
Nationen, also auch Amerianer kön
nen Mitglieder werden. Um die Mit
gliedschaft zü erwerben, ist »richt-? >
nöthig, als die Erwerbung einer Ur
kunde. Urkunden 1. Klasse mit gol
denem Siegel kosien PI. 2. Klasse mit
silbernem Siegel 5i>c. pro Stück.
Tiefe Urnndeii sind künstlerisch in
vier Farben auSgesübrt, bilden ein
schönes Andenken an die große Zeit
und, »venu eingerahmt, einen pracht
vollen Zinimerschinnck.
Jeder Urkunde ist ein Eonvon bei
gefügt. ans dem der Empfänger sei
nen Namen, Berus, Wohni- uird Ge
burtsort verzeichnet, ihn dann ab
trennt und nn de» Schristsübrer zu
rückschickt. Tiefe Eoupons werden
gesammelt und dann der deutschen
Regierung zugesandt. Ans diese Weise
ist dafür gesorgt, daß der Name jedes
Gebers, auch wenn er nur 50 Cent-?
beitragen kann, bekannt und aufbe
wahrt wird. Bei anderen Sammln»
gen werden die Namen der Beisteu
ernden entweder garnicht bekannt
oder mir eiuinal in den Zeitungen er
wähnt.
Dieses Unternehmen bietet also
auch dem Unbemittelten Gelegenheit,
für eine kleine Summe an dem gro
ßen und edlen Werte mitzuhelfen, sich
ein schönes Andenken zu sichern und
die Ueberzeugung zu erlangen, daß er
nicht vergessen wird.
Von den einlausendcn Beiträge»
werden nur die attueUenHerswlliings.
und Versandtkoslen abgezogen nnd
die ganzen Einnahmen dem deutschen
Botschafter, Excellenz Graf Johann
Heinrich von Bernstorss, der das Pro
tektorat über den Bund übernommen
hat. nachdem er sich von der Zuver
lässigkeit der Leiter überzeugte, durch
das Eomite übergeben. Ter Vorstand
bat seine Dienste ganz nnentgelllich
in den Dienst der guten Sache ge
stellt.
Bestellungen sind mit Beifügung
des Betrage-? zu richte» an: Ebrist.
Redban, Vorsitzender, Ol l 0. Ave.,
Tr. Gllstag Schvler, Schatzmeister,
10 Itimel Terrace, oder Georg von
Skal, Schriftführer 5, Beckum» Slr.,
New j>)ork Eilt».
Wir hoffen zuversichtlich, daß auch
fernerhin Teutsche au? allen Theilen
der Univil sich unserem Bunde an
schließen werde», damit er bald hun
derttausend Mitglieder zählt. Jeder,
der eine Urkunde erwirbt, wird sein
ganzes Leben bei ihrem Anblick daS
Bewußtsein haben, daß er geholfen
hat, die Thronen zu trocknen, die die
ger -fnxchlbare .Krieg hervorgerufen
hat.
Brief au? W i n z e n h c i m.
' KHr. Eniik I.' Loos zu 'Räspebnrg,
dessen' Sohn ebenfalls ans dem
Kä'iegsschon platze in Frankreich ist,
bat von seinerZchwiegertochtc'r, Frau
Emil Loo-?, zu Winzenheim, ' Kreis
Kreuznach, Teutschland, mehrere
Briese erhalten, in welchen die Frau
mittheilt, daß es dem tapferen Knc
ger ivobl gebt, und sendet mebrere
ZcitniigSansschnitte mit, in denen
über die großen Verluste der Franzo
sen berichtet wird.
Hr. Henry Luckhardt in Nr. 521.
Nord-GIovcr Straße, hat von seiner
Schwester, Fra» Katharine Preis; in
Ober-Gleen. Kreis Alsfeld, einen
Brief erhalten, in welchem die Frau
sich über die Wassenlieserung Aineri
ka's an die Feinde Teiitschland's be
klagt. Zugleich sagt die Schreiben»,
daß in Tentschland Alle-? hossnnngS
voll ist, daß der Sieg bald errungen
wird. „Gott wird die Frevellbat der
Engländer strafe», und in Wirklich
keit bat er sie schon an jenem Volke
bestraft," heißt es zum Schlüsse.
Hr. John Stahl in Nr. 207, dritte
Straße, Highlandtown, erhielt von
seinem Schwiegervater Franz Joseph
Schmitt in Ritlersbach in Baden die
Trauerbotschaft, daß der Sohn Otto
Schmitt, am 20. Dezember den in der
Schlacht bei Eamien-? erlittene» Ver
wundungen erlegen ist. Ter Vater
theilt ferner mit, daß dem Tabinge
schiedenen ein Denkmal von seinem
Vice-Feldwchel Paul Goetz gestiftet
wurde.
Besuch der Poinnim-Ansstelluiig.
S a n T i e g o, Eal.. 1 >1. April.—
Die offiziellen, heute veröffentlichten
Zahlenangaben über die BesuchSfrc
qneiiz bei der Panama-California
Ausstellung beweisen, das; die Durch
schnittszahl der Besucher an einem
Tage der vergangenen Wvche 0207
betragen hatte. Präsident T. A.
Davidson machte ferner bekannt, das;
während des Monats März ein Pro
fit von P21,167 erzielt worden sei.
„Tw Ausstellung," sagte er, „war
vom Beginn an ein gewinnbringen
des Unternehmen. Ter Profit der er
stcn drei Monate betrug PlO.OOO .
Grosifener unter Controlk.
Lexington. Kh.. tlj. April.—
TaS Feuer, welches Lawrcnceburg,
Anderson - County, zu zerstören
drohte, wurde heute Morgen unter
Controle gebracht. Tas Gerichtsgc
bände nnd verschiedene Geschäftshäu
ser an der Main-Straßc sind zerstört
worden. Ter angerichtete Schaden
wird auf PI KO.OOP geschätzt.
A»«„rn>e», »,r »k» „Troll«»» Sor»»s»on
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