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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, July 21, 1915, Image 1

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He,,, T. Treuer, G. l!. Nnppcl,
William Spilman, Henri, Liichling,
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Nr. i, Nord-Ga,,-Strafte.
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Nr. 7.9, Wesi-Ballimorc-Sirasik,
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luui PriuaißNrcau.
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lial-e jepl il-r Geichäsldlokal in ihrem neuen
enden, Nr. Ml. Akst-Ükkingion Siraftc. Volle
Auc-wakl opüfchcr Waaren.
Augrn kostcnsrei untersucht.
Schumacher <0 Forenmn,
Nr. !0, West-Leringion-Lirafte
t Sepl29—)
Mrrrrrmttrtruuumurtttutttttmttttrmm
I Gklirgk Walter, !
8 7 Wt'st-Lerinifion-Slr.
u nahe Charles. 2 l
Tianianten —Uhren, Z
7 Schmurksachen Siiderwaaren.
8 Augen koslrnfrr! von rcgistrlrtki
8 Op-iler geprüft,
8 Rtzepie grnan angcfrrtigt.
" Wir sprrchrn Tcnisch,
8 (Aprl.Io.TLTId
<> L P. Telephone. K7'l> Eolumbia-Avciiue.
R ssischcr Ta i pfer torp c
dirt.
L o do ii. 20, Juli. Ter russi
sche Dampfer „General Radetzky"
wurde am 17. Juli von einem deut
schen Unterseeboot torpedirt und oer
senkt. Tic ans 22 Mann bestehende
Besatzung wurde gerettet.
(Ter Dampfer „General Radetzky"
hatte einen Rauminhalt von 2118
Tonnen, war 277, Fnsz lang, hatte 3-
Fns; Lchjfssbreite nd 1! Fs; Tief
gang. Er war in, Jahre 1880 in
West Hartlepool gebaut: er war das >
Eigenthum einer Rigaer Firma l.
Ter italieii i s ch e Beri ch t,
R o in. via London. 20, Juli, !
Amtlich wird bekannt gegeben:
„Tie italieniiche Ossi'nsive an der
EadoreFront, im Falzarcgo-Gebiet
r- U N .!- !I!I ÜI WBÄMIE
ß INI ii
Exkursionen Z
!! Mlinjit City Z
Turchstkliciibrr Spc.ilal-.-Zun
A ove Umstkink >c
gulii . und 22. Anglist. lA
K Sonntag, E
D Lpczinlzug vcrlüsn
8 BaMmorr, Union.Stalion, 7,-IN Vorm. A
W Billclc zum Versauf am Tamstag vor W
K der lkrcurfto. N
z 82.00 U Pl,i!adrlpl,ia
K 1.73 Lljtster
K 1.30 Wilmington
Z und znrit-e,
Sonntag,
A 1., 29. Aast! 12., Ä>. Skpt.: H
ii I, und 24, Lklobrr,
i Lpczlalzua verlülit W
js ValUtnore, Unlon-Station, 8,20 Vorn,. W
sii Meie cum V-rkanl am Zamttag bor A
n der Ercurgo.
K 1.30 M Washinsiton
und zurilck,
Samstag und Sonntag. 8
D BUlels aliMa auf aNei, Vilgen, au- W
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K mir Auckkahrl diS Mvnlan Vormiltna Lj
D 0.30. N
§ Pennsylvania Bahn d
N I7uili2l)
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Kaltimore ö Ohio
lkr>ursions-B!lcNn.
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B>.7S—k-pcltcr und -urück.
81..90—Ailmlnqtoli und cnritck.
Soniilaa, 2.9. Juli. Spezial,zag
VerlälN Üa-tiden Tlation 8 Mir
Morgens. Vivant Dilial-Slalioa
a.9 :>>,'pr>rel>. lillcksahrl von
Pli>>adelpl>ia 7 Udr AdendS.
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TraaSportabic oder perlnanente
sichere
Niecee Ttahl-e^arugen
I. Raymond Moore,
221 (kanllapte Building.
, Zltli2l,aMie>
! -
28 cr re lr o 1 L
Roh und gehobelt.
The Äffinn Emulier Lo.
414 Light-Str.-Wcrfte.
(Märzl —> .
und im oberen Ansiei-Thal entwickelt
sich fortgesetzt günstig.
„In .Kärnten haben wir das Fort
Hermann, nordöstlich von Plezzo,
wirtsani unter Feuer genommen, und
der Feind erleidet täglich nennens
, werthe Verluste, Bei Besetzung dos
Karst Plateaus haben wir etliche Rei
he stark befestigter und gut gedeckter
Schützengräben nach und nach nnge
glissen und genomnicn, 2000 Gefan
gene. unter ihnen 30 Offiziere, 0 Ma
schinengewehre. 17,00 Gewehre und
> anderes .Kriegsmaterial in großer
j Menge sind in ufere Hände gefal
len.
„Heute Morgen haben mir den An
! giiis längs der ganzen Ijoiizofront
mit verdoppelter Energie wieder aus
genommen."
Deutsche siegreich auf Warschau zu.
Dm Ladt naht.
Der Lad-Wales-Koh
lenßrike.
Vorläufiges 2l biommen
gestern erzielt.
Zwischen Grnhenbejillrrii und Erekn
tivbehörde der (icchlengräber. —
Tas Abkommen inus; jedoch noch
von den Arbeitern selbst ratisizirt
werden. Henke wird die Ent
scheidung fallen. England'-:-
neuer (triegs Eredit.
E ardi fs, 20. Juli. - Repräsen
tanten der Regierung und der (ioh
leiigrubeu - Besitzer aus der einen
und der Erekiitiv Behörde der Süd-
Wales - (kohlengräber - Federation
auf der anderen Seite erzielten heute
ein Abkommen, welches, wie man
glaubt, den (kohlen- Sinke enden
wird, der seit Tonnerslag die Süd-
Wales - (iohlenfelder brachgelegt hat
und die Deckung des (kohlenbedarfes
für die Flotte zu gefährden drohte.
Tas Abkommen nuisi jedoch ersl noch
von den Grubenarbeitern selbst rati
sizirt werden, deren Delegaten mor
gen zusammenkommen werden.
Tas tentative Abkommen gewährt
den Arbeitern eine bedeutende Lohn
erhöhung und macht auch weitere
Eoiizessionen, die nach Ansicht der
Exekutive beinahe einer Annahme der
sämmtlichen Forderungen der Arbei
ter gleichkomme. Heute Abend be
suchten die Delegaten der Arbeiter
ihre betreffenden Distrikte, m sich
über die Stimmung unter den Arbei
tern zu orieiitiren.
Falls die morgige Versammlung
die Beilegung des StriteS bedeuten
sollte, dann wird das Land vornehm
lich Hrn, David Lloyd George, dem
Mimitioiis Minister, danken, dessen
Ankunft im Strike - Gebiet am Mon
tag Abend den Weg für eine Eiiii
giing zwischen den Grubenbesitzern
und den (ioblengräbern bahnte.
Tie Hauptursache der Unzufrieden
heit unter den Arbeitern war die,
das; nach Ansicht die Kohlengruben
besitzer durch deiiPertauf ihrer(!h
len zu Kriegs-Preisen riesige Profite
machten, an denen sie die Arbeiter
nicht Theil nehmen liegen.
Tie Arbeiter wcbrten sich entschie
den gegen Zwangs - Arbitration,
wie sie von der Negierung dadurch
autorisirt wurde, das; dasMimitions-
Gesetz auf den Kohlensirite anweiid
bar erklärt wurde.
Falls das Votum der Arbeiter
morgen z Gunsten der Beilegung
des Strites ausfällt, dann werden
die 200.GM betroffenen Koblengräber
unverzügsich zur Arbeit zurückkehren
und fick verpflichten, bis sechs
Monate nach der Beendigung des
Krieges an die Bestimiiimigen des
Abkommens gebunden zu halten,
Tie günstigen Aussichten ans eine j
Lösung des Disputs haben in ganz
England eine nicrllicheErleichternng
hervorgerufen: denn da? Publikum
fühlt deutlich die demüthigende Wir
tnng des Umstandes, das; gerade ;n
dieser Zeit ein 'olcher Strike stattsin
den konnte. Fast die ganze Presse
hatte ans diesen demüthigenden Ein
druck der Situation hingewiesen, und
man hörte mehr nd mehr von der
Anregung, das; die Regierung den
Betrieb der Bergwerke in eigener Re
gie übernehmen solle.
Das heute getroffene Abkommen
sicht vor, das; leine der beiden Par
teien für den gegenwärtige Disput
zur Rechenschaft gezogen werden soll,
Mnnitions Minister Lloyd Geor
ge wird morgen in Eardist verblei
ben, er wird jedoch keine Ansprache
an die Grubenarbeiter halten, aus
genommen. falls dieselben ihn direkt
darum ersuche sollten.
Neuer englischer KriegS-
Eredit.
L o n d o n, 20. Juli. Eine neue
.Kricgs-Eredit-Vorlage. welche einen
Betrag von 170.000,000 Psd. Ster
ling versieht, wurde beute im Unter
Hause eingereicht. Taiuit würden die j
während des- laufenden Finanzjahres '
gemachte Verwilliguiigen sürKriegs s
Baltimore, Md., Mittwoch, den 21. Juli 1015.
Radom in deutschen Händen.
eitttjeiwmmen
Ebtlilo um Nunit und Grojec.
Fall WarschlNl's setzt unvcriiieidlich.
Ludlin-Ehoim-Baha von Deutschen bedroht.
Bericht des deutschen chenerakstaves.
Berti n, 20. Juli (via London). Tie Teutsche haben in ihrem
siegreichen Vormarsch ns 'Warschau zu weitere bedeutsame Fortschritte
gemacht. Diese Kunde bringt der heute vom deutschen Armce-Hanpt-
quartier erlassene amtliche Bericht. Danach haben die Deutschen die Ort
sehnst Ostrvlenka am Flusse Rarem, etwa 00 Meilen nördlich von War
schau, eingenommen. Auch ii Süden sind dir Russen ans dem Rückzüge.
Nachstehend der volle Wortlaut des Berichts:
W c st l i ch e r (k r i e q s s ch a n p l n tz.
„Nachdem dir Briten mehrere Minen in der Nähe von Ehatcau
Hoogr, östlich von Ppern, zur Explosion gebracht hatten, unternahmen
sie einen Angriff ans beiden Seiten der Landstraße von Ehnteau Hooge
nach Aper. Ihr Angriff brach jedoch vor unserer Stellung zusammen
An einzelnen Punkten kam der Angriff unter unserem Artillerirsener
gar nicht zur vollen Entfaltung. Die Briten besetzten eine durch ihre
Mineu-Erplosiun gemachte Aushöhlung.
In der Nickv von Souchez wurde ein französischer Angriff, bei wel
chem Handgranaten zur Verwendung gelangten, von uns abgeschlagen.
Nach heftigen Kämpfen in der Nähe von Albert versuchten die Franzosen
wahrend des Abends eine Angriff ans unsere Positionen nahe Frieonrt,
der aber crgebnisrlos blieb.
L c st l i ch e r (k r i c g s s ch a n p 1 atz.
In Bnrland wurden die Russen in der Nahe von Grosischwardrn, öst
lich von Tnbicin, und in der Nähe von Grnendvrf und Usingen zurückge
schlagen. Auch östlich von Knrshvn zieht sich der Feind vor unserem
Vormarsch zurück.
Nördlich von Nowogrvd, am Flusse Narew, haben die deutschen Streit
kräfte feindliche Positionen nördlich von dem Zusammenfluß der Flüsse
Skroda und Pissa eingenommen. Frische Laudstnrmtrnppcn, welche znm
ersten Male iisis Frncr kamen, zeichneten sich bei diesen.(kämpfen beson
ders ans.
Nördlich von der Mündung deS Flusses Skwn haben wir den Narew
erreicht. Tie Befestigungen von Ostrolenka am Nordvstnser des Flusses,
wurden von unseren Truppen beseht. z
Südlich von der Weichsel sind unsere Truppen in die feindlichen Po
sitionen hinein bis Blvnic und Grvjcc vorgedrungen. lßlvuie liegt 17
Meilen westlich von Warschau und Grojcc 0 Meilen von Warschau.) In
Nachhut - (rümpfen verloren die Russen 7,00 Gefangene und zwei Maschi
nengewehre.
S ü d ö st l i ch e r (1 r i e g s s ch a n p I a tz.
Teutsche Landwehr- und Reserve-Truppen der Armee unter dem
Eommnndo des Generals von Wovrsch haben numerisch überlegene Streit
fräste des Feindes ans ihren Positionen bei Ilzanka geworfen. Alle
Gegenangriffe der Russen, die schnellstens Reserven heranzogen, blieben
crgcbnisllvs. Wir machten mehr als 7,000 Gefangene. Unsere Truppen
sind dem fliehenden Feinde hart aus den Fersen. Unsere Kavallerie hat
bereits die Bahnlinie von Radom nach Tzenngvrvd erreicht.
In der Gegend zwischen dem oberen Laus der Weichsel und dem Bug
sind wir ans der Verfolgung des fliehenden Feinedrs begriffen."
Der österreichische Bericht.
W i c n, via London, 20. Juli.--Radom, die Hauptstadt des gleich
„ninigcii russischen Gouvernements, welche 77, Meilen südlich von War
schau gelegen ist, wurde heute von den teutonischen Verbündeten genom
men, wie die heute Abend vom österreichischen Gencrnlstnb erlassene amt
liche Mittheilung meldet.
Nachstehend der Inhalt des Berichtes:
„In der Gegend zwischen den Flüssen Weichsel und Bug hat die Armee
der teutonischen Verbündeten gestern aus der Verfolgung des fliehenden
Feindes das kni",liche Schlachtfeld gekreuzt und die Zal ihrer Gesäuge
neu ans 7,0 Offiziere und 3,7,00 Mann erhöht.
In der Nähe von Sokol sind unseren Truppen 3,000 Gefangene iu
die Hände gefallen.
Westlich von der Weichsel haben die deutsch österreichischen Streit
fräste den Widerstand der Russen völlig gebrochen.
Am Flusse Ilsnnka, südlich und westlich von Radom haben die Oester
reicher in heiße Tressen den Feind geworfen. Tie transulvnnische Infan
terie hat das Dorf Kostrzyii erstürmt.
Unsere Truppen habe heute die strategisch bedeutsame Stadt Ra
dom besetz,.
Ans der Grenzlinie zwischen der Bukowina und Besnirnbicn wurde
eine russische Brigade von uns überholt und zersprengt."
Ausgaben ans die Höhe von LO.iiM.
»00 Pfund Sterling (P3,27,0,0G>,G>0>
gebracht. Rechnet man zu die-em
Betrage die in der Zeit zwischen dem
7. August 1011 und 1 März 1017, ge
machte Verwilliguiigen, dann er
giebt sich als Gesawt-Betrag die ge
wältige Summe von 1,012,000,<1G>
Pfund Sterling (!ß7>,000,000.000.
Ter durch die neue Vorlage vorge
' sebcne Betrag beschafft die nöthigen !
! Gelder für die Periode der bevorfic
bendeii ParlamentS-Ferieu. Tie Vor
läge involvirt nicht die Ausgabe ei
! ner neuen Anleihe, sonder fanrtio
nirt lediglich die Ausgabe von vor
! handeiien Fonds.
Bei Einreichung der neuen Kriegs
Eredit Bill kündigte Premierminister
j Asguith an, das; die Kriegsausgaben
. in den ersten siebzehn Tagen dos Juli
A1.000.0M Pluild Sterling (P 270.
(Fortsetzung sirhk 3. SeUr.)
AikgttlNkldUNW.
Von Berlin und Wien
gekommen.
Wucht deutschen Vorfto
sres unividerstehlich.
Gouverneur von Lublin weist iiiänn
liche Eivilbevölkerung au, sich im
Falle eines Rückzuges den russi
scheu Truppen anzuschlieszen —Ruf
sen rechnen danach offenbar auf
Fall Lublin's, des wichtigen
Bahiiknotenpunktes.
W i e n, 20. Juli, (via London). —
Tas „Fremdeiiblatt" bringt eine von
Krakau datirte Depesche, welche eine
Ordre wiedergiebt, die von dem rus
sischen Gouverneur an die Eivilbcvöt
kerung von Lublin, einer polnischen
Stadt, 07, Meilen südlich von War
schau, gerichtet wurde. Tie Ordre
lautet:
„Auf Befehl des Höchsleommaudi
reiiden der Armee bringe ich den
Einwohnern des Gouvernements
Lublin zur(keuntiiiß, das; in Zukunst
im Falle eines Rückzuges unserer
Truppen, der männliche Theil der
Bevölkerung sich den zurückziehenden
Truppen anschlieszen ums;. (Ge
zeichnet > Gouverneur Sterligow."
Deut s ch e Siege s m eldun
g c n.
Berlin, via Amsterdam u. Lon
don, 20. Juli. Tie oberste deutsche
Heeresleitung meldet äuszerst wichtige
Erfolge der deutschen Verbündeten
auf der ganzen Schlachtlinie in Ruß
laud von der Ostsee bis zur Bukowi
na. Tie ganze Armee des Generals
von Gallwitz steht an der Narew-Ll
nie südwestlich von Nowo Geor
gieivsk, einer der Ouirtelsestungeu.
welche Warschau schuhe und nur 20
Meilen von der Hauptstadt Poleisis
gelegen.
Mit der gleichzeitig erfolgten Ein
nahme von Windau sind die Teut
schen in den Besitz eines weiteren Se
ehafens an der Ostsee gelangt und sie
stehen nun nur einige Meilen von
(Riga, dem Sille des General Gou
verneurs der baltischen Provinzen,
entfernt.
Tie Teutschen und Oesterreicher ha
ben in den lebten Tagen 17,000 Rus
se gefangen.
W e st licher ,0 r ieg s s ch a u>
s ch aupl a tz.
„Iu dem Distrikt von Souchez, wo
der Tag verhältnisimäszig ruhig ver
lies, wurden die .Kämpfe während
der Nacht billiger. Ein französischer
Angriff auf Souchez wurde abge
schlagen und Vorstöfze südlich von
Souchez wurden durch unser Feuer
verhindert.
An der Front zwischen der Oise
und der Argonne gab es starke Ar
tillerie und Minen - (kämpfe. Fm
Argonneiiwald waren schwache feind
liche Angriffe ohne Bedeutung.
Auf den Maas - Höhen, südöstlich
von EspargeS, und an der Tranchee
geht der Kampf mit wechselndem Er
folge weiter. Unsere Truppen verlo
reu kleinere Gewinne von lokaler Be
deutlliig. die sie am >7. Juli gemacht
hattezi; sie nahmen aber drei Offi
ziere und i',oo Mann gefangen.
Oestli ch e r K rieg : scha u
p l a tz.
Teuliche Truppen haben Tutum
be'eht und Windau genommen.(Win
da ist ein Hafenplall in Kurland an
der Ostsee, an der Mündung desWin
da Flusses, 100 Meile nordwestlich
von Mitau gelegen.) Aus der Ver
folgung des Feindes, der am Aa-
Flusse bei Altanll geschlagen wurde,
erreichten gestern unsere Truppen
das Gcbicck von Hochzumbcrge und
nordwestlich von Mitau, wo der
Feind vorher von ihm vorbereitete
Stellungen vertheidigte.
„Oestlich von Papeliaim inid.Eurs
zauy dauert der (kämpf fort.
„Zwischen der Pissa und der Ikwa
räumten die Russen eine Stellung,
welche von unseren Truppen an iiieb
reren Stellen durchbrochen worden
war, und sie ziehen sich auf den Na
rew zurück.
Nr. 202.
f
- Tie deutsche Landwehr - Reserve
> welche iu dieser ivaldigen und sum
! piigeu (R'geud kämpft, ein (Gebiet,
> dessen Beschaffenheit für de Wider
. stand de-:- feinde-: äußerst gürckiig ist,
l hat (äläuzeiidos geleistet.
„Tie Armee des Generals v. Gall
witz. welche weiter vordringt, steht
min mit ihren gesummten frästen
an der Rarem - Linie südwestlich von
Ostroleuta und Nvwo Georgiewsk.
tN'owo Georgieewsk ist eine starke
Festung, etwa 10 Meilen nordwest
lich von Warschau am Zusammen
flüsse der Weichsel und des Bug.)
Tie Russen, welche in ihren Befe
stigungen und Brückenkopf - Stellun
gen keinen Schuh finden konnten, Hä
ven sich bereits über den Narew zu
rückgezogen. <Ter Narew flieht bei
Sierock, 18 Meilen nördlich von Wa
rschau in den Bug.) Tie Zahl der
von uns gefangenen Russen ist aus
loi Offiziere und 28,700 Mann an
gewachsen. Iu Polen ziehen sich die
Russen zwischen der Weichsel und der
Pilica in östlicher Richtung zurück.
Liidöstlich e r (l riegss ch a u
v l a h.
Ter am 17. Juli von der Armee
des Generals von Wonrsch nordwesl
lich von Sienno geschlagene Feind
versuchte iu vorher vorliereiteteuStel
lungen Vinter der Ilzanka - Abthei
lung unsere Persolgung auszuhalten.
Gestern Nachmittag stürmte die schle
sische Handmehr vorgeschobene feind
liche Stellungen bei Eiepilow. Tie
selben Truppe drangen Nachts iu
die 2mie bei.Krasana und Baranow
ei, die auch schon wankt, und die
Entscheidung siebt unmittelbar bevor.
Zwischen der oberen Weichsel und
dem Bug dauert die Schlacht der Ver
bündeten unter Feldmarschall V.Ma
ckenjen mit ungebrockiener Heftigkeit
fort. An dem TurchschlagSpunkte
bei Pilaskovice inid.Krasnostav mach
ten die Russen verzweifelte Versuche,
eine Niederlage abzuwehren, syrische
Truppen, die gegen ns geschickt
wurde, wurden zurückgeschlagen.
Weiter östlich, im Gravoweh - Di
strikte. drangen die Truppen der teu
tonischen Verbündete bis zu einem
Punkte nördlich von Sokol über den
Bug vor. Unter dem Drucke unserer
Verfolgung zog sich der Feind wäh
rend der Nacht aus der ganze Front
zurück und hielt nur an dem Durch
schlagspunkte bei(krasuostav, wo er
schwachen Widerstand versuchte, aber
eine schwere Niederlage erlitt.
Teutsche Truppen und die Eorps
unter Foldiuarschall von Arz machten
am >B. l 0.27,0 Gefangene und erbeu
teten 23 Maschinengewehre.
Nach schriftlichen Befehlen, welche
ns in die Hände gefallen sind, hat
ten die feindlichen Heerführer den fe
sten Etsck'lusi gesaszt, ohne Rücksicht
aus Verluste die Stellungen zu hal
ten, welche wir nun genommen Ha
len.
A uch vo n W ieii ko mineu b e
deutsa in e Erfol g s
meld u n g e n.
W i e n. via London, 20. Juli. —
„Siege der verbündeten Teutschen
und Oesterreich Ungarn an der gan
ze östlichen Schlachtsront am 18. ds.
Mts. haben die Widerstandskraft deS
Feindes erschüttert," so sagt eine amt
liche Mittheilung des österreichischen
.Kriegsuiinisteriums. Obgleich die
Russen alle Verstärkungen gebrauch
ten, die sie heranziehen konnten, wa
ren sie doch nicht im Stande, ihre
Stellungen zu halten.
Ter Bericht lautet, wie folgt:
„Im russischen (triegstbeater wur
de die Osiensivc der Verbündeten in
Polen und Volhmnien (einem russi
schen Gouvernement zwischen Gali
zien und russisch Polen) am Sonntag
fortgesetzt. Westlich von der Weich
sel wurde der .Kamps aui der Ilzau
, ka-Linie sortgeseht und nordwestlich
von Ilza nahmen die österreich un
garischscheu Truppen einige feindliche
Stellungen.
Aus den >?ol>en westlich von Kras
noslav drangen deutsche Truppen
nach schweren .Kämpfen siegreich vor.
Zwischen Skierbiesgow und Gra
tn erzwangen wir. in enger Fühlung
mit den Teutschen, einen Uebergang
über die Voliha in die hoch gelegenen
Stellungen des- Feindes und machten
dort 3000 Gefangene.
Fm Norden gewannen die mähri
sche und schlesische Landwehr nach
hartem Stampfe eine feste Stellung
(Fortsetzung siehe 3. Leite.)

The Ocrman Correspondent)
lialtimore, Md.
July 21, 1915.
97.50 per Annum.

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