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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, September 04, 1915, Image 2

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2
Tic schlecht an Wln>,slan>ow.
Durchbruch drr Dcnlschcn und Verfolgung der Russe. p kurzer Zeit
sind dir Russe aus den Unterstanden vertrieben.
G r o ß e s H a u p t g u arli e r. >
Augnsi, Tie Verfolgung eines ge
schlage- Teindes. dessenNcarichtem
po die Lorge um die Rettung seiner
Artillerie und seines Trosses beschien
nigt. ist leider nicht die beste Gele
genheit. Vergangenem in Heldenge
sängen gereckt zu ivorden. Tck gebe
daber - natürlich lediglich als Schil
derung meiner periönlichen Wahrnen
inungen während der Schlackn- kur
zerhand die Auszeichnungen wieder,
die ick inmitten der Ereignisse am
Gesechlsstand des Bc-ieblshabers der
schweren Artillerie unseres Eorps zu
Papier gebracht habe, Tür denselben
Piliitt als Gefechtsüand hatte sich der
Ltab einer an dem Ltnruiangrisi be
tbeiligten Division entschieden. Ueber
die Ge'echtsgliedernng schweige ick
ans bekannten Gründen. Ter den
Oberbefehl über die für den Tage ge
bildete Lkoßgruppe führende General
leitete die Schlacht vom Ternsprecher
stand seines Eorps ans, an den die
ihm unterstellten weiteren Truppen
theile Anschluß batten, Lo erfordert
es das Gefecht unserer Teil. Tie .seit,
da der Tülirer mit seinem Ltabe auf
dem bekannte Teldherrnlnigel ü
gendwo unmittelbar hinter der fech
tenden Truppe z finden war, ge
hört, wie betannt. der Vergangenheit
an.
Meine Notizen lauten:
Höhe 201. jenseits deS Waldes öü
lich Wladvslawoiv. l Uhr Morgen:-,
Nach dem Lärm deS Einschießens
von gestern Abend war die Nacht rn
big. Alle fünf Minuten gingen zwei,
drei Granaten zum Teind hinüber;
mehr nicht. Also ganz wie sonst. Auch
noch aus dem Wege hierher. Alles
friedlich; ein wunderschöner Morgen.
Wogende Weizenfelder und erster Ler
chenschlag. T> Walde versteckt Ko
können bei der Morgentoilette. Von
unserer Höhe bis zur seindlichenLtel
Inng an dem uns nächsten Punkt vor
Taislawice ich cs reichlich fünf Kilo
Nieter, doch gewährt sie einen Pano
rainaartigenßnndblick wie keine weit
bin. Allerdings müssen wir ns in
Deckung halten, wen wir das Teuer
des Teindes nicht ans uns ziehen wo !
len: doch dazu bietet der Waldrand
lind ein paar alte wilde Birnbäume
davor Gelegenheit. Ter Artillerie
Eommandenr hat sein Lcherensern
rolr unter dem tieshängenden Gc
zweig eines solchen Birnbaumes ani
gestellt; die Division hat sich eine
Hockstand auf einer Kiefer eingerick
tel, Ter vanorarnaartigc Rundblick
bezicht sich natürlich nur auf dicKäm
nie der Höhen; in die Thäler und
Schluchten haben wir keinen Einblick.
Thron ;sg verrathen hier und da die
Spitzen der Bäume an de Wegen,
die sic durchziehen, die Lage der Tör
fcr der Schornstein einer Brennerei,
die Tlügel cincrWindmühlc. ein paar
Strohdächer, ;Auch auf den Hängen
der Höhen hchs' und da eine Mühle.
Sic stehen still und die Dörfer sind
leer; die hier wohnen, haben ihre
Habe ans einen Wagen ge
Packt und sich mit ihrem Vieh in de
Wäldern versteckt. Goldig tritt die
Sonne ans dem Timst hervor, der
am Horizont Erde und Himmel ver
schwimmen läßt. „Melden Sie dem
Herrn General, daß die Sonne ani
gegangen ist!" ruft eine Bcsehlsstini
me dem Unteroffizier zu, der dicTern
sprechcrstatio der Artillerie bedient.
Ter Sonnenaufgang ist der befohlene
Augenblick für den Teuererüberfall.
Tic artillcrisüsche Maschine setzt sich
in Bewegung. Tlotter und flotter
wird ihr Gang. Weithin rollt der
Tonner durch die küble Morgenluft;
die Granaten singen. Tnrch's Tcrn
rohr siebt man die Tabuen unserer
Einschläge gegen den Horizont an sie
hcn. Tie Russen antworten erst zö
gernd, dann kräftiger. Tbrv Grana
ten fallen in's Vorgelände hinein und
krepieren dort mit gewaltiger Ranch
entwickelung. Lo namentlich a der
Straße Gardzenice—Luchodolii. „Tb
sic d'rüben bereits inerten, was be
vorstellt?" frage ich. „Tie wissen so
genau, wie wir hier, was IoS ist!"
gibt ein Tsfizier zurück. Ein Schlag
erdröhnt um de anderen, ihre Talge
wird immer schneller, Ter General
frabsofsizier der Division gibt in küb
lern. geschäftsmäßigem Tonfall Wei
snngen durch einen Ternsprecher.
Zwei Ordonnanzoffiziere beobachten
vom Hockstand ans die Gelände: ein
Jäger zu Pferde und ein Husar. Ant
dem Schlachtfeld ist kein lebendes
Wcscn zu sehen,
ü Übr Iü Minuten.
Seit 5 Uhr Teuerpause; wenn auch
nicht vollständig; irgendwo schießen
sie nämlich ans ein zsiel, das gerade
jetzt sichtbar geworden sein muß. T
fanteriegepläntcl. Maschinengewehr
feuer von unserer Leite. Unsere Pa
trouillen scheinen sich vorzufühlen:
vielleicht auch solche des Gegners. Tie
Maschinengewehre reifen die Schieß
scharten der Rttsscngräbcn ob. Tie
Abtheilungen melden dem Arlillerie-
Eommaiidenr durch den Terniprecher.
daß das Teuer gut gelegen bat.
0 Uhr lo Minuten.
Das Tnsaiiterieiener hat sich auch
nach Wiederaninalnne der Beschie
ßung des Gegners sortge'etzt; die
Llurmkoloimen 'ollen indesien erst
jetzt in fünf Minuten vorbrechen. Un
ser Arlillerie'cner hat Bch zum
Trommelfeuer gesteigert, das dem
Tnsanterieangriis als stärkste aller
.Künste nnmiltelbar vorangeht. Ab
und zu kommt ein Geiährt vom Troß
ganz gemüthlich den Weg an unserem
Waldrande entlang heransgetrotlell.
obgleich fick der Tabrer unter allen
Umständen sagen müßte, daß er hier
in Licht des Trmdes in. Lock der
Lchereiiiernroln'. Trrniprccher und
Hoch'iand kapnlichicßen, wenn er dem
Lchafskopf eines aufbrummen will.
Ter Mann wird nachdrücklich ange
blasen und verichivindet schleunigst
mit seinem Kauen seitab unter den
.Kiefern. Eine Leitung des Tivi
sio-s-Ternsprccher-s iü gestört. TÜ
sie entzwei geschossen? Tder hat man
sie wieder zerschnitten? Das Gespräch
wird ans Umwegen geführt. Eine
Beobachtiingsnelle meldet: „TerEom
iiiiindenr des ans Vorwerk Tgnasin
angesetzleii Bataillons ist liier und
theilt mit, daß der Teind dort den
vordersten Graben geräumt habe.
Dagegen seien die ilcinkirenden Lei
'lengräben noch voll von Nüssen. Er
schlägt vor, sie unter schweres Hau
bitzfener zu nehmen. Tb der Herr
Tberstliciitenant eine Batterie hier
für bestimmen wolle?" Es geschieht.
o Uhr !A Minuten.
Tie Tioanterie ist (>n, Übr aus
ihren Ltnrmabschnitten vorgebrochen.
,!> sehen war von unserer Höhe au-Z
nichts davon. Man mertte es nur
an der Versiärkung des Kleingewehr
feuerS und am Platzen russischer
Lchrapnells über den Punkten de-Z
Geländes, wo Misere Lchützen von
den feindlichen Gräben au-s entdeckt
wurden. Leider hört mau kein Ein
setzen unserer Kanoiienbatterie.
Wen der Teind von seiner ersten
Grabenreihe auf die zweite wie zu
erwarten zurückliefe, würden sie
auf ihn feuern. Also haben die Nus
>cn den Tniantbrieangriff angenom
men. sind nicht ans ihrer ersten Ltel
lmig herausgeschossen. Dagegen vor
nimmt man erfreulicherweise auch
keine russischen Maschinengewehre.
Das bedentet, daß diese entweder
außer Gefecht gesetzt oder bereits fort
gebracht worden sind.
7 Übr 7>o Minute.
Meldung von vorn: Tie Nüssen bei
Vorwerk Tgnmi winken mit weißen
Tüchern! Bande! De Witz kennen
wir! Ern recht Granaten hinein!
Wir werden uns nicht reinlegen las
sen ! Tie Veit ist vorüber!
Übr NO Minuten.
Bravo! Tgnm'in nd der Ltütz
Punkt davor. Höbe LL7 der Karte,
sind genommen! Ter Anfang des
Durchbruchs! Tie Division zur Lin
ken, die a dem Tnrchsloß selbst nicht
bethciligt ist. soll soweit vorgeben,
als dies der Tlantenschutz unserer
Lturiiiloloimen erfordert. llebri
gens wird auch der Angriff des Nach
barcorps zur Rechten wahrnehmbar.
Tie Russen schießen mächtig mit
schwerer Artillerie ans Luchodolnh,
wo sie fein Vorgeben merke. Eine
der Nanchsalmeu ihrer Ausschläger
verweht nicht. Neue Nauchwolken
puffen rings um sie empor. Tlmn
men züngeln darin. Es brennt! TaS
Lchlachtfeld liegt nach wie vor tod
einsam da. Toch unsere Kcnwnenbat
terien fange au zu schießen. Man
sieht die Lprengpunkle ihrer Lchrap
nells hinter Tgnch'i. Das bedentet
Nüssen, die dort abziehen.
0 Uhr.
Ter Brand i Lnchodolim wird
immer stärker. Er svringt von Dach
zu Dach. Tunke sprühen. Tie Rus
sell schießen noch immer ans den Ort.
Tgnasin ist fest in unserer Hand. Ter
Anmarsch der ersien >OO Gefangenen
wird gemeldet. lAO weitere folgen.
Auch bei Taideuicze und dem unmit
telbar daneben gelegenen Tbzikowska.
oder vielmehr auf den Höhen, die ne
einschließen, beobachte ich zalilreiche
Einschläge großer Brummer, ohne
daß mir doch erkennbar wäre, wem
sie gelten, ob Treund, ob Teind. Auch
hier rückt das Nachbarcorps vor.
!' Übr Iü Minuten.
Nunmehr sind auch die Gräben
rückwärts Tgnasin in nserer Hand.
Tck habe an dem Regiment, das hier
ficht, besonders Tnteresse: ich war sein
Gast. als es zwischen Naivka inG
Lncha im Januar d. T- >wch beiß
herging, und eS ist nicht das erste
Mal, daß ich es in die feindliche Stel
lung eindringen sehe. Lnrrcn in der!
Luft. Ganz iern! Toch nein, nicht
lern. sondern nr i'el'r bock. Ein rus
sischer Tlieger, der über der Mörser
Ter Teutsche lsvrresponvclik, Baltinivre, Md., Samstag, de l. September I'.U.ü
batterie nnmiltelbar unter unsererl
Höbe und damit ziemlich scheite!reckt
uns zu Häupten treib! Ein deut
scher kann es nicht sein, der würde
hier nicht so hoch siehe! Durch den
Görz siebt na den auch die drei
Niuge an Ltelle des Eisernen .Kren
zes ans der Bauchseite des- Nanbvo
gels. Gleich ivird die erste 'Bombe
komme! Tum lündeslen bekommen
unsere Mörser Lchrapnells.
„Bramms!"" krackt es schars und
nachdrücklich. Das war ein Lchrap
nell. Aber ücht über den Mörsern,
sondern über uns ist es- gesprungen.
Unsere eigvnvu .Kanonen beschießen
den Nnpen. und die Lprengbiicke
werden uns am die Köp'e fallen.
„Bramms!" geht es noch einmal und
noch einmal „Bramms!" Ta zieht
der feindliche Tlieger ab. Tie Bon
be schenkt er Ml nd ins. Auch die
Mörser scheint er nickt entdeckt zu
haben: Temw wenigstens bekommen
sie hinterd'rein nicht.
ll Übr.
Tie erbe gefangenen Nüssen ton
men. im ganzen etwa Mann. Ei
ne Viertelstunde später wlgt ein zwei
ker Trupp mit zwei Tssizieren an der
Lpitze. Unsere Artillerie habe in ii
reu Gräben mörderisch gebanst. Es
sai kein Aushalten mehr gewesen dort.
Lo sage Leute ans, die Teutsch spre
chen. Tck NW' am Lcherensernrohr
unter dem Birnbaum, als ich seitab
am Waldrand das Wimmern einer
weiblichen Ltimine höre. Ein Weib 7
Wie kommt es hierher? Eine Husa
ren Patrouille hat es eingebracht. Tb
bei', Durchschneiden eines- Ternspre
cherdrahtes erwischt ivorden, derselben
Leitung, die vorhin nicht arbeitete.
Ueber ihre Lchnld besieht kein ;hvei
fel: die Husaren habe sie beobachtet,
wie sie sich am Boden, wo der Trabt
lag, zu schassen machte, fanden die
Leitung zerschnitten und das Messer
in der Hand der Person. Eine merk
würdige Erscheinung: die richligeHere
ans dem Märchen, wie man sie an
Bcrhalb der polnischen Wälder schwer
lich finden würde. Eine zerlumpte
Twergi mit wildem Haar und tük
lisch blickenden, kleinen Angen. Bos
haft und scheu zugleich blickt sie zu
de sie Umstellenden ans; dann wim
inert sie wieder vor sich hin. Ueber
ihr Lchicksal bestellt ebensowenig ein
weifet wie über ihre Lckmld. Was
sie erwartet, in der Ltrick. Ter Ge
neral zuckt die Achseln. Ein paar
Loldaten verschwinden mit der Ver
räthenn im Wald. Lolche Leute sind
es, deren sich der Teind hier bedient!
Wenn wir sie erwischen, was liegt
ihm an ihnen'?
I l Übr .70 Minuten.
Tetzt gebt es mächtig vorwärts.
Auch bat das Lchlachtfeld sich zu be
leben begonnen. Das von mir er
wähnte Negiment meldet gleich ani
einmal l!80 Gefangene. Tie Ein
brucbsstelle bei Tgnasin bringt die
ganze russische Trant in's Wanken.
Tnuner nieder ziehen Hunderte von
Gefangenen am Waldrand herauf.
Tnuner wieder erzähle sie von der
furchtbaren Wirkung nserer Beschie
ßung. Eine Meldung von vorn gibt
die indirekte Bestätigung; die Ver
luste unserer Tnfanterie bei'm Ein
dringen in die russische Ltellung sind
nur gering. Es in ausgezeichnet vor
gearbeitet ivorden. dabei habe die
Nus'en üch nicht etwa schlecht gebot
ten Lckließlich aber waren ihre
Nerven doch bin. Wo man vorder
bei uns ernste Gesichter sab. strahlt
jetzt alles. Auf den Hö>-"-. ..mi Tai
laivice sieht man dann tleine An
sammlungen. Es können nur Deut
sckic sein; sie scheinen vorsichtig über
die Höhe zu spähen. Das Ltrichsener
russischer Gräben hat inan dort oi
renbar nicht mehr zu fürchten, auch
tonnen die russischen Artillcriebeob
achter den Punkt offenbar nicht mehr
einsehen. Vorher war es anders.
Am Horizont sieht inan durchs Lche
rcnscrnrohr auf einer Höhe iiordöß
lick von Taislawice eine Ltrecle Grä
ben der letzten russischen Ltellnng.
Unsere schweren Haubitzen beschießen
sie; also sind die südlichen Gräben
bereits erledigt. Ein großer Brnm
mer sitzt dort, wie mit dem Lineal ge
richtet, eben dem andern und genau
ans der Böschung: allerdings liegt
das- Viel besonders günstig. Helte
Lonne strahlt über der Landschaft:
dort d'rübe aber siebt es schwarz ans
von dunklem Lpreuggiialm und von
Ltanbwollen. die die Luit erfüllten.
EineLtraße führt über die beschossene
Ltreckh- die Höbe herab. Lie wird
zeitweilig völlig unsichtbar. TerTvrn
sprecker meidet Tortschritt am Tort
schritt unseres Angriffs.
>L Uhr.
Vom Hochstand der Division ans
wird daraus aufmerksam gemacht,
das; man jetzt das Vorgehen des lin
len Tlügeis- deS Nachbarcorps deut
lich verfolgen könne. Tie Liebens
würdigkeit des Artillerie Eominan
denrS gestattet mir abermals einen
Blick dnrch's GlaS. Eine weite Hoch
fläche im Nordosteii. hinter Tajsla
wice und TdzikowSka Wola. ist be .
deckt mit Hunderten von Punkten.!
die ckim-ll vorn'ärtsrücken. Es sind
Der Mmps um die PodWruhSye.
T nicht wcnigcr als zwanzig Angriffen lunrdcn die Tt>iccr, die
tapfer stritten, zerschmettert.
K. ii. k. K r i e g s P r ei s eg n a r
tier. 7. Augnsi. Beim Verlassen
der Ltadt (hör.; lassen vir das breite
Tsonzotbal zur Linien, östlich durch
den blänlichgranen Tlnhlckeifcii be
grenzt. Nach Lüden ist der Ausstieg
zum Plaiean von Toberdo eüierseils
durch die drei Hügel des Monte Tor
tiuü. andererseits durch die Podgora
höbe flankiert, in der Mßte der be
rühmte Brückenkep. Trübe! die
Trtschast Lucüüco il gänzlich in
Brand geschossen und als nicht m
unserer Vertlieidignngslinie liegend
von Anbeginn dem Gegner überlassen
vorden. Hier ant der Podgorahöbe
war derßreimpniill der ganzen Tw
zoschlacht gelegen. Agveiliniidert B'e
ler über dem Meeresspiegel, übt
über zwei Kilometer lang, verschließt
sie gegen die italienische Grenze den
einzig möglichen Durchzug nach Görz,
das geräumige flache Twnchbecke
von Eormons bis Gradiska. Des
halb auch die ganze Wucht des An
griifes. Ans dem eile schlüpfrigen
Abhange komme ich nur sehr lang
sam vorwärts. Ningsmnlier ist der
Wald nahezu kahl. Llall Bäume
ragen lauter Ltöcle in die Luft und
Lanbwerk, von Geschoben zerstampft.
Aehntanseiide von Granate liegen
hier begrabe, denn gegen diesen
Lüdrücken war iieis der Hanplan
griff geführt. Ans dem mir zuge
kehrten Hang sind die Unterbände
hineingearbeilet. Teniebs, ach ab
wärt-:-, die Tuhnülwieslellimgen.
Drahthindernisse imd Lchützengrä
be waren schon sämmtlich wieder
holt zerschossen, jedesmal aber nieder
tadellos hergerichtet worden, (hegen
diesen Punkt der Höbe waren dien
ausgesetzten Angrü'e des Gegners
gerichtet. Brav haben sich die Ita- j
liencr geschlagen, das darf nicht ge
leugnet werden; ihre Tfsiziere ins
besondere. Tie Mannschaft ist im
allgemeinen verschieden, immerhin
aber tapferer, ab,- man vielleicht
glaubt. T nicht weniger als zwo
zig Angriffe wurde sie vier zer
schmettert. Tbwobl in den-eigenlli
cben Kämpfen eine Nuhepaiue ein
setzte, dauert das Arlilleriednell fort.
Von Wem nach Tue kreuzen sich
die Geschosse, und nach dem Lchall
könnte nickn gtanben, sie begegneten
sich und zerschellten einander. Wns
die Unseligen -drüben anrichteten,
entzieht , sich meiner Beurtheilung.
Hier gökang es- de Ttnlithicrn bloß,
ein Llück des Brückengeländers weg
zureißen. Tie Truppen haben von >
den Geschossen glücklicherweise hier
weiiig zu leiden. Ein soeben abgelö
sier mit ge
lrümmtein Nücken daher. Eingcgra
bei hat man ilm, klagt er, sonst ist er
heil. Tn den rasch angelegten Lchü
tzengräbe in der Litz nämlich sehr
knapp bemessen, so daß der Man
eben nur hockt. TaS rückwärts ein
schlagende Geschoß drück! nun die
Erdschicht nach vorne, dem Lchützen
in den Nacken, so daß dieser sich nur
in! Mühe herauszuschälen vermag.
Toch dies- si nicht das größte Uebel.
Viel schlimmer ist der mörderische;
Verweb,igsgerncl von den vornelie
genden Teindcsleicken. die nicht be
nnsere Lchützen. die aufgelöst vorgc
bei. Am Horizont vor ihnen sieht
man eine Weile gedrängtes Zurück
flntbe eines Gewimmels anderer
Punkte, die Bch noch schneller bewe
gen. Das sind die abziehenden Nüs
sen. Lie verschwinde in einer Bo
denfaltc, die dann auch die linieren
aufnimmt. Aber die Ebene ivird da
mit nickn leerer. Thue Ende dringt
es nach von unserer Leite her. T>
Lchnellfcner platzen russische Lchrav
nells über ihnen. Es nutzt nichts.
An anderer Ltelle sehe ich die Nus
sen ihre frühere erste Lteliung mit
schweren Brummer beschießen. Tort
stehen jetzt wir! Ter Divisions-stab
sitzt auf. Er verlegt seinen Gef echt s
sland ein paar Kilometer iveiter nach
vorn
Hier enden eine ursprünglich
in Ltichworlen niedergeschriebenen
Notizen. „Lieg aus der.ganzen L
nie" b, wie nach;all jwm nickn an
l ers zu erwarten, die KAmde. die mich
bei der Nücktehr zu unserem Eorps- >
siab erwartet. T'-h bin einigermaßen!
neugierig auf die Liegesfeier bei'm s
Ltab, die ick: >ür den Abend eeivarte.
Toch mau betrachtet den Erfolg als s
selbstverständlich und macht nicht viel
Aufhebens davon. Tie Truppe d'ran
Ben ist dem Teind ans den Terien.
Bei' Eorpsstab geht cs still und rn
big zu wie an jedem anderen Tage.
Nur die schweren Artilleristen leisten
sich, nachdem der Eommandirende sich
zurückgezogen, noch gemeinsam eine
Tlasche Lchampns. Und die haben
sie ehrlich verdient.
Ad. TiNimc r IN a II.
K riegsberickNersratter
stattet werde tönnen. und ganz ei
genlhüiiilich mnthet cs an. das; die
Kämpfer sich liier angesichts des dräu
genden Todes die Aale verbinden,
um den üblen Geruch abzuwehren.
Lelbst beim Beobachterslande konnte
ich mich des Uebelwerdens kann, er
wehren. Ans allen Vieren krieche ch
un ans den ganim. Tch lobe ins
Thal drüben aus die feindliche Höbe,
n den langen gelblichen Ltreiie.
der die italienische Lchwarmliiiie
birgt. Neben mir. kaum bemerke ich
sie. zwei Heinere Geschütze, von Laub
werk ninbüllt. „Ties sind unsere
liebste .Kameraden", bemerkt de''
mich führende Tbersileulnant. ..liier
geht? am schärfsten zu. Lo oft wir
das Einschlagen des Geschosses hören,
das vcrtenselte Gerassel der Lchrap
nellkugeln, glauben wir jedesmal,
nun is es um unsere braven .Kame
raden, nm unsere brave Geschütze
geschehen. Und dann hören wir in
der ersten Panie zweimal hinterein
ander „Ping, ping!" Gottlob, sie
sind unversehrt."
Amu fünften Male versuchten die
Ttaliener. sich der Görzer Ltcllnng
zu bemächtigen. Eine vielfache Ue '
bermacht führte die denkbar wuchtig
sten Ltös;e gegen die ganze Verthei
digimgssroiii. insbesondere aber ge
gen die Höbe bei Podgora. Am 17.
Tli zeitig früh mißlang einem :ta
lienischen Luftschiff der Bombenan
griff ans die Görzer Eisenbahribrücke.
Tiefem folgte noch am selben Vor
mittag Artilleriefener. das am fol
genden Tage von Morgengrauen an
uniiiikerbrochen die ganze Tront, be
sonders aber die Podgorahöbe mit
Geschossen schweren und niiltlerenKa
übers belegte. T unverminderter
! Heftigkeit donnerten die italienischen
Geschütze Tag und Nacht imimterbro
che bis znni LL. Erst jetzt flaute das
Teuer allmählich ab, die Ltadt und
unsere Ltelliingen wurden aber auch
weiterhin täglich mit einigen Grana
ten und Brandbomben bedacht, ohne
das; neniieiiSivcrtlier Lchadbn verur
sacht ivorden wäre.
Am UN wiesen die Bctsatzniigen
von Monte Labotino und der Höhen
bei T-Kavija nordwestlich Görz und
Podgora je einen kleineren Tmlonte
rie-Angriss ab. Auch nm folgenden <
Vormittage wurden solche aus die
Höhen von Penma und Tsliivija .zu
rückgeschlagen. Vier weitere zer
schellten daselbst am Nachmittag, und
jetzt erst setzte der Hanptangriss gegen
! die Podgorahöhe, und zwar gegen
den Lüdtheil, an. Nach ausgiebigstem
Minenwerser .Maschiiiengewelirfeiier
arbeitet sich die italienische Tnlanterie
in dreistündiger Anstrengung in meh
reren Linien hintereinander mit
außergewöhnlicher Energie an die
Hindernisse unserer Ltellimgen vor.
Unsere Artillerie batte schon bisher
ausgezeichnet gewirkt: was noch von
den Angreifern verschont geblieben,
stürzte in verheerendem Nachsencr
unserer T!anterie zusammen. Am
Ll>. wurde die Penmaliöhe von T
ianterie iiiumterbrochen beschossen,
1 und es gelang einer Nachts vorge
schlichenen feindlichen Patrouille, da-.-
Drahthindernis; an einer Ltelle zu
sprengen. Hier wurde der Lchaden
sofort noch im Tenor ausgebessert, zu
gleicher Ltnnde ein Angriff von drei
feindlichen Bataillonen auf den
Monte Labotino und ein zweiter mit
Handgranaten durchgeführter bei
lavija blutig zurückgeschlagen, Ilm
0 Uhr Vormittags erneuert der Teind
mit harter Tßmterie de Angriff
ans die Podgora-Höhe, der aber schon
nach ls. Ltnnden an der Hinderniß
linie scheitert, worauf seine Tmsnnto
rie sofort ein wüthendes Toner auf
die Höhe richtet. Am Nachmittag
folgt ein euer heftiger Angriff von
Lncinicos Nordrand und ans west
licher Nichtimg. Geschützfener, M
nenwerfer und Maschinengewehrsener
zwingen die Besatzung eines kleine,
vorgeschobenen Grabenstückes zum
Verlassen desselben. Nasch dringt der
Teind nach und verschanzt sich mit
Landiäcken. Durch die Lücken der
zerschossene Hindernisse drängt der
weitere Angriff auf die Höhe die Be
satzung in eine rückwärtige Graben
linie. T der nächsten halben Ltnnde
bat aber eine heroische Abwehr der
! mit seltener Todesverachtung ringen
s den Vertheidiger wieder alles wettge-
macht. Aus allen nenerworbenen
§ Ltelllinge wird der Angreifer bln
tig vertrieben. Es waren die Briga
den Postoja, Easale und Pavia des
sechsten italienischen Eorps, die auf i
einem Trontramn von ILOO Lchritt
angegrifien hatten. Mit Kolben.
Lteinen. Tänsten und Aähnen wurde
gekämpft. Eine in die Ltellnng ein-
gezogene Batterie beschoß den Toind
ans NO Lchritt. Gros; waren die
Verlüde, nnverhältnißmäßig größer
aber die des znrückfliitheiiden Geg- ,
ners. An dieser Ltelle wagte sich der
ermattete Teind am nächnen Vormit
tag nicht inchc heran, Angrisse
ans den Monte Labotino zerschellten.
Toch schon um A'achmiltag lam es
wieder zu dreimaligen liartiiackigen
Angrissen, in die Podgora nm seden
Preis in die Hände zu betoiiimcn.
Aach pveisiüiidigem Ziampie wurde
de,- tüegner alle drei :>.>'ule an den
Drahthindernissen zerschmettert. Ein
Gegensios; der Vertheidiger ach vor
hergebender Artillerie- und Müien
werser-Vorbereilnng sagte den Teind
noch weiter zurück. Tn.wischen wur
den aiich zwei Angriffe uni die Höbe
Penma troh te.asboinbenbeschiesgmg
übgeivir'cii. Am M. war schon ein
Absluneii des Artillericseners bemer!
bar. Vom Labotino war ein sckuva
cher Angriff leicht abgewehrt, dafür
erhielten Theile von Gör; an diesem
Tage einige Brandgrunalen. Lchon
im .geime wurde am M. ein neuer
licher Angriff ans die Podgora er
stickt, und durch einen glänzenden Ge
genangriff wurden die lebten Nene
des in des Gegners Hände gerathene
Grabenstückes nieder beseht. Ter
Trind floh mit Hinterlassung einer
Menge Gewehre. Bajonette. Palro
neu und Lchunseln. Leittier sind
unsier den nächtliche Beschienungen
unserer Ltelliingen und der Ltadt
nur ilnbedentende und mühelos abge
wesene Amiähernngsversnche vor der
Podgoraliölie. hauptsächlich ausge
führt von Versaglieri. zu verzeichnen.
Am 28., dem Aamenstag des.Königs
von Julien, sollte ihm die Ltadt
Gör; zu TüNen gelegt werden. Tü>'
diesen frommen Pinnsch büs;en nun
ans;er der noch nnbetannten Anzahl
von Gefangenen und Verwundeten
bei Podgora allen über dreitausend
Todte, darunter nnverhältnis;mänig
viel Tfsizicre.
Toch auch der !',l. AmÜ sollte den
Beweis liefern, das; der sich i
sein Lchicki'al noch nicht ergeben bat.
Ans dem nach Görz gelegenen Ab
hange der Höbe, wo ich vorher plau
dernd mit den Tfsizieren der Be
suhnng gesessen batte, machte sich ge
gen Lonneniintergung zwar nicht
Unruhe, aber eine gewisse Erregung
'ühlbar. Tus gegnerische Artitlerie
sener hatte langsam, ohne gänzlich
aufzuhören, nachgelassen, was Vorbe
reitung zum Tninnwnmmlnss bedeu
tete. Tenn bei fortdauernder Besckne
sziing wäre die eigene vorstürmende
Tnsanterie gefährdet. Kaum waren
die lebten Lchläge der Vesperglocke
ans dem Thule verklungen, als auch
schon ans beiden Abhängen vollkom
mene..Nnlie eintrat. Kein Geschos;
säusle mehr durch die Lust. Ans den
viereckigen Eingängen und Eücken der
Unterstände strömte die Besahnng
herbei, um sich nun vorsichtig in die
Lchühcngräben ans der dem Gegner
zugekehrten Leite der Höhe zu bege
ben. Leise Eommandornse. lapida
risch kurze Weisungen und Mahnun
gen waren zu hören, und ans dem
schmalen Liege im Gänsemarsch rückte
die Lchwarmliiiie über den .Kamm
nach vorne. Punkt di Übr flieg daS
erste Balkönchen unserer Leuchtpistole
in die Höhe. Grabesstille ringsum
her. Tann die Leuchtpistole am
nördlichen Abschnitt, zuletzt in der
Mitte. Noch immer lautlose Erwar
tung. Tann plötzlich wie ans einen
Lchlag, cs war Punkt Viertel ans
Neun, ein Geschrei und Gejohle
„Avanti" und „Eoraggio" und aus
die Mittelcompagnie unserer Ausstel
lung ging es los. Aicht allein die
schuschereite Lchützenkclte, sondern
auch unsere Geschütze sprachen ein
Wort mit. Kaum zehn Minuten nach
dem Trontalangrisf kam ein zweiter
ans iinseren linken Tlügel. Ter ganze
Kamm der Podgora stand nun im
Teuer, allerdings blos; sehr kurz.
Eine Lalve solgte der anderen. Am
linken Bergrand gab die Batterie
ihre Tcnerlageii ohne Unterlas; und
plötzlich war kein Geschrei, kein Ge
johle mehr zu hören. Einmalige
Anrufe blos;, dann auch kein Geschütz-,
kein Gewebrsener mehr. Blos; von
der Tiefe herausdringendes schmerz
haftes Gewimmer. Gegen die Mit
telcompagnie war der Teind bis aus
zwanzig Lchritt. gegen den rechten
Tlügel bis zu den Drahthindernissen
herangekommen und nicht iveiter.
Ties geschah am Treitag Abend, den
!!0. Tli- Tin Vorselde liegen nun
einige Hundert italienische Leichen
mehr. Bela v. Landauer.
Vom Krikgsschliiiplolie.
Ter italienische B erich t.
N o in, via London, 0. Levtcmber.
Amtlich wurde geilern Abend fol
gendes bekannt gegeben:
„Tie feindliche Artillerie beschies;t
weiterhin Borgo im Val Lugano n.
begann auch Noncegno zu bombardi
i reu. ivo verschiedene Brände ansbra
che.
..Unsere Artillerie hat ein Muni
tionslager oberhalb Anderter imLer
ten-Thäte beschossen und in die Luit
i gesprengt und ebenso wirksam den
feindlichen Batterien im Lebach-
Tlialc jenseits der Predil-Besestignng
geantwortet.
..Tie Lvitze dB- Tort Hermann.
nördlich von Plezzo. in ebensalls von
unserem Teuer hesliicken worden.
„Eine feindliche Batterie nnttleico
Kalibers mors einige 'N'chosse an!
den Balnilws und die Balmsnecle bei
Eormons, ebne Landen cmznr-chlen.
T, Pul Grunde in Krain sielllen R-'
cognoszirnngs Abtheilungen. die ge
gen die feindlichen Ltelliingen voi
geschickt iviirden, ien, du! in einigen
Schützengräben, ivelckie lürzlicb vci
leren inurden. lock Leickcil ZN'-'-ickhe
lassen norden euren.
„An derKarst-Trank rännite d?r
Teind verschiedene -sckiützengräben >.
lies; dort eine '.'.'.'enge Waisen nndM'ii
nilion zurück. velche von nn>een
Truppen gesammelt norde sind"
OZ o l d l> e stünde der R eicks
l u n k >i e lv u ch s e n.
Perl in. viu London, 0. Ltep
tenidcr. - Ter Wochenbericht der
Teutschen ReichShank ergiel't. de';
die Goldbestände veiler » L>7-'!,
OM Mart zugenommen Huden: Tis
tontos und Lchatzscheine 1!7,l
Morl: Turleden L.ü 11.000 Mur .
Weell'.puPiere L.ÜLO.OOO Mart. No
tciiuinlulif L17,117,<100 Pl'url.
Depositen verringerten sich n>n
Mort. Metallbestande .
Papiergeld um Lü.700.000 '.'N'arl.
Ainslcr d a m. viu London. 0.
September. - N'ach einer Mittde
luug der „Kölnischen L,cinmg in
eine dent'che Wirtlisckioils Liga iür
Tüd und Mittel-Amerila gebildet
norden, deren Präsident der sriiliere
eioloniul'elretür Staatsministcr'k'ern
hurd Terndnrg ist.
ll n d e siäti gt e s ( -> r ü ch 1.
LoII d o II, !!. September. Nach
einer Tepesche der „Erchange -rcle
grupd Eomvantz" ans Amsterdam in
dort die Nachricht eingelun'en, du'!
Groß-Admiral von Tirpitz, der
Staatssekretär des deutschen R'eicki:
mariiie-AmteS, zurücktreten und du;
Admiral von Pobl. der Ebei des Ad
niiralslal'es der Murine, 'ein N'ach
folger werden würde.
V lgur i e 'S Torder n n g e n
den z'l llii r t e u ;n b o ch.
Ro in viu Paris, Leplember.
Rmiianien. Lerhie und Griechen
lund liuden noch liier eingetrossenen
Nachrichten zugestimmt, den Perirug
von 'Bukarest zu revidireu, oder es
lieis'g iveiter. dos; diese Lüuder uicll
ivillens sind. Bnlgarieii's terriloriule
,Forderungen iür seine Tlieiliiudnie
um Kriege guu; zu besriedigeu.
'Bulgarien'-:- Ansprüche sind ungeu
scheiulich nicht vereiudur mit Ten,
ivue- seine Nachbarn ;u bewillige be
reit sind, und der Eindruck uucht sich
hier geltend, dos; cs die Verhandln -
gen hinzieht, in den Tug hinanszn
schieben, un dem eS sicl) entscheiden
nius;.
< Ter Vertrug von Biikaresl. der
den Balkan-Evnslitt endete, der out
den Tieg über die Türkei solgte,
wurde um 10. Augnsi zwischen Vnl
gurien uns einer und Rumänien.
OZriechenlaiid und Montenegro uns
der anderen Leite unterzeichnet. Nach
diesem Vertrüge beginnt die rumü
ni'ch-bnlgurische Elrenze un der To
nun oberhalb Turtnkui und endet um
Schwarzen z'N'ecre südlich von Etrane.
Tie serlnsch-biilgarische (ürenze be
gint um Verge Puturicu, zieht sich die
ulte türtisch-bulgurische Grenze ent
lang und un der Wasserscheide zivi
scheu der Vurdu und Lnirnia und
endet um Balaslüctza-Berge. Te
griechisch-bnlguriiche Grenze beginn
aus dem Kumme de-:- Bclaihictza-Ge
birges- und geht bis zur Mündung
de-:- N'esivr am Acgüischen Vieere.s
T > a n z ö s i sch c r „G roste r"
begebt Lclb st ui or d.
P u r i s, :i. September. Einer
der Rcgserimgsheanilen, welche in die
Betrügereien in Verbindung mit dem
Ankunse von Munition verwickelt
worden sein sollen, Hut gesternLclbst
mord begangen, um nicht verhustet
werden zu tönueu. Haftbefehle sind
erlassen ivorden gegen andere Perso
nen, welche mit technischen Agenten
der Marine und Armee zusammen
die Negierung beschwindeln.
Lebte i n Wa h n -Vor st el -
l n n g.
Paris, !'. September. Lieu
tenant Ponce, im Eivilleben Jurist,
der von der ,Troi>t als Vertreter deS
zum Kriegsgericht
in Paris abbernsen wurde, m dort
Tescrtirnngssälle z iintersnchen. ist
von Oleistesstörnng beiallen worden.
Er bildete sich ein, 'elbst Teserteur zu
sein, ein Verbrechen, das er ulc? das
geineinsle verabscheute. Als cs heut ,'
un der Thüre tlopste. während er mit
seiner Tuniilie das Arühslück nahm,
sagte er: „Man will inich verhaften."
eilte in sein Zimmer und erschos; üch.
Blanc gibt Ne n st all ans.
P u r i s, Leptember. VKe
der „Matin" sagt, Hut die Antündi
gniig Edniond Blunc'S, das; er am
0. Ltlober seine Nennsiall vertuiisen
ivird. Aussehen erregt. Edinondßlanc
in einer der ältesten und bedeutend,
sie Nennpserdbesivcr in ,Trantreich.
Er ist der Lchwiegcrvuter von Prinz
Roland Bonaparte und Grohvater
der Prinzeisin Eteorg von Griechen
land

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