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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, November 11, 1916, Image 1

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I Heute j
I klnr und kälter,
j schnrsc westliche Winde.
Ik"! Z--1— i—l—I— -1-^—
76. Jahrgang.
litrle Letter tlrsn tlie lüoä z,ou tdovxlit was Lest.
oprick: xNv p/tcroirv r " >
2817-2823 k*nnszrlvÄn! Avenue
ST/IH3:
IS, 988 n 1 971 ncl 287 ttollin. lAlck.
Bratwurst
A ln Special.
Zu haben heute ii Lrxingtu„ Markt und Hvllins-Markt.
W Rettberg's Wage hält, sind Rcttberg's Wurstwaarcn zu haben.
i e : GoG z;'l dieTS c, „dev,!. U k Z
Wenn es Sic packt, dann packt' Sie ordentlich jenes Seh- !
"en nach andere Orten —da ist Wanderlust. Es gibt eine Art
und Weise wie Tie diese Sehnsucht stillen können. Fahren Sie auf
H einem A
HEley-Davtdson s
lr'n' N'iwklknmrn, rankn f- Ivknn k,e wütznn, wrl.hc v,k Sie
ü '"Nch>!'NidlakrUrkfordk vria, va r,„n,l yarln,.Davidion Alotorrad K
-i wk'de St' stch Vera.- ü
L U."'" d" 'rau dtoo-dr Nd" a-nwarNaen. dah VN, lcich.or I. m>
ss als odnr Motorrad aus.inlommr.
Kein z Motor- K 0-,
NI Wcft-North--Avcr.
Vrikangeu Eie eine Vorführung des neuen Harle - Davidson !
werden die wunderbaren Möglichkeiten des Motorradfahrens
— olles zu iiberrascheud niedrigen Koste. N
" " NZ- >! ti >! !> >< ,1 ,:!>> >:>!' En'!, "
Tt. Paul 4886 410 Ost-Fahettr-Stt.
Kummer slOnliOlnk) 'loisst'l) Clnt!
Wcchsrlgeschölt /l t r si ll - N c 11 ll t N
Pimlico.
I! > bio 10. November einschließlich.
ln. „ . >mrr<r aal,,, ri„sa,cs,la, „Strcvlk-
IM,!,''! , .Hach.u. oi,rM K 1.5.0.
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National tsrchanor Blink
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'Vupkis.m,„„ ..... . Lat,übe Building,
ine tiiermnn-Ltrape : ,rar ,, nirnd rastr.
Evnlo wird aeniürdia, and dir onnirr. dir rum Nad. und
'Llliti'i-Ik. ' a Ivkrlikn. l,fauchen, okiiw ftilstllche Linie. Mit dem
'"'-Illtskägf,, ... ue-miettioi, ,T-I>ichicn- !Na,i uUrmmrr-Nca'Nator - lind
<..nrriirn. ?,n Vvmlor,
" Schiiiiillcher äl- Fvrrmau, Optiker,
a Pragdeul. M tY-(,.Skriai'i.irr
viUiÄ.NmsiLer
r Bnar, Bl.<>o pro Woche,
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Bai:.. "Udnicli-Vük Pianino.
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U"..rlV„ 'auiivn,,, aur ,n >ia,,su run-n LrsUr ki:!'> l
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t'dnrir-, > utnilmll 1) >
Wi,,,m N,"""', PrMbrm. ! Slrrl!,, ,
/p'lwa : -T'rMnniou ?!,!.-. Wr,na
ö e-ona. s„r„ S"c
Porlor-Vracl >a
P''a>i. L°ra H. Piano.- ?
W. venimci-r, ! /r LM Rrd
—Uturxei, . 2llilNll C.O. tüdkrin Lirasiri
vh,,-. " dirrki „ördüch do Lcriiiaion-Sirasir.
Lorrcaira ~..d (Nirriorn !
di i>.wi nn :—.
'' "'Ö'uUlanimrlmn ">s?.ii,m Nil PtaiidikUirii wrrdrn rin gaiir anNirmadr.
t > ~!> bl'rNNirr". :,„s. > UiaiXil i
~ ?'Nu i> i>.,... "" lar.i-r „t'oiilolidat-d i:oa t'oiodann".
~ '-'l'i ./c -Ml,? ' s,, Nr. ', No,d.,'la.Siros,r.
> I'w u-wra... dcr dir : 'S. raiadr S- No..
' :,di-."'E >„!,),./ '-"'.u. t"i"iS>t. ein w-rl. I Elr. 7l>, PNii-Paiii>or.--Sira>ir.
dia,..., 'L"!>rtat>!,,,.Z"""rro' rin drü Vi-gli !>->, aak arid Paolrvlt>.
""'isik-;,. "V bliesen e-plik-n.ittN'Uinn n,n'
!!L'' "tg'di i-iaÄl'."'"''". Woalie! j
"Ui t>tr -l.'Ni. Ndoniir,, di dr ..DraNNir t'orrkiP-ii
- anilii., >.„,,2""' dri,-i," niNi, i>,iN-t> drr uarrarlihin rr
"°.t, U,UÜ. I,iis. Tüird ! iuMrii, sind ardroa, -rr oüirr davon vrr Drlr
p.'kul 1.,Z) :pho„ odrr schriiNiN, MilNiclluiin .i lachr.
Der DmWe Cvmßmident.
Baltimore, Md., Samstag, den 11. November 1916.
Polen-Dank
Für die Errichtung des
Königreiches.
Schulter an Schulter mit
den Verbündeten.
Enthusiastische Zeitniigs Artikel iu
Bezug der Erklärung des König
reiches. Der Traum der Po
le endlich in Erfüllung gegan
gen. Der Tag wird nnbcrgcß
lich in der Geschichte Polens sein.
Sir Edward Greh stark von
deutsche Zeitungen kritisirt.
Die katholische „Germania"
traut seinen Worten nicht.
(Drahtlos ach EnhvMk.l
Berlin, 10. November. —Mon-
signore Edmund Dalbor, Erzbischof
von Gnesc Polen sandte in seinem
eigenen, nnd im Name seiner Diö
zösc das folgende Telegramm an de
deutschen Kaiser:
„In unverbrüchlicher Treue drü
cken wir unseren tiefgefühltesten
Tank für die Wiederherstellung des
selbstständigen Königreichs Polen
aus. Ich bete zu Gott, das; Eurer
Majestät groszherziger Beschluß zum
Wähle Deutschlands und des neuen
Staates sein möge. Es wird zuver
sichtlich gehofft, das; derselbe seine hi
storische Mission als ein Bollwerk
der westlichen Civilisation nnd Ban
nerträger des katholischen Glaubens
im Osten erfüllen wird.
Zeitnngs Besprechungen
über die Freiheit
P ölen s.
( DrahllhS nach SahvNlc.)
Berlin, 10. New. Tie Be
sprechungen der polnischen Zeitungen
in Bezug der Gewährung der Frei
heit Polens, haben nach den Mitthci
lungeu der Uebersee - Nachrichten
Agentur folgenden Inhalt:
„Komnichitarc der Lublin „Zieuia
Lnbchka" sagen: „Bis jetzt waren wir
nur mit Oesterreich Ungarn und
Deutschland durch die Thatsache einen
gemeinsamen Feind zu habe, perei
nigt. Seit dem 5. November erken
nen wir beide Staaten als einen
Verbündeten an, und als Verbünde
ter müssen wir dieselben in uninteres
sirter Weise unterstützen."
Der „Glos Radoinski" von Radom
sagt: „Durch Verfügung der Cen
' tralmächte hat Polen das zurücker
halte, zu was eS seit Jahrhunderte
berechtigt gewesen ist —sein atürli
ches Recht zu leben und sich zu ent
Nückel. Wir sind überzeugt wor
den, das; dieses Versprechen i gege
bener Zeit erfüllt werden wird."
Die „Gazetta Polska" von Tabro
va erklärt nach Beschreibung der Wie
derhcrstellnug Polens in poetischen
Worten das Folgende: „Wir haben
die Ehre zurück erhalten. Wir sind
wieder freie Pole, nnd ist nö die
menschliche Würde wieder gegeben
worden."
Die „Gazetta Kielboka" ans Kiel
ee würdigt die historische Bedeutung
des 6. Novembers, welcher, wie sie
kund thut. die Antlitze aller Patrio
ten geklärt hat, die begierig der Zw
kunft harrten, und den Tag erwarte
te, der für immer in ihren. Ge
dächtnis; fortleben ins;."
A szüge ausLcit a r 1 i l el n
in Bezug der Kanzler-
R e d e.
lDrnbN nnch Shh(Nc>
B erli n. 10. November. Alle
Morgenzeitunge. welche die Kanzler.
Rede besprachen, summte darüber
überein, das; derselbe die Wahrheit in
Bezug der Kriegserklärung klargelegt
habe, wie eine Nachricht der „Ueber
sec Nachrichten-Ageutur" mittheilt,
t Diese Agentur giebt Auszüge aus den
Leitartikeln der einzelnen Zeitungen
wieder. Tie Mehrzahl der Zeitungen
sind darin einig, das; seit den, Jahre
>912 ein Mobilisations-Befehl der
russische Regierung in sich selbst einer
Kriegserklärung gleich kam. Tie Zei
tungen sind sich darin einig, das; die
russische Mobilisation unterblieben
wäre wen England seinen Einflus;
in Petersburg geltend gemacht hätte,
und fällt daher der Tadel auf die
führenden britische Staatsmänner
zurück.
Ter „Lokal-Anzeiger" sagt: „In
der ganzen Welt ist der Name Edward
- Gren als der Hauptsaktor des gegcn
s wärtigen Krieges bekannt. Wer iin
' zwischen den Zeilen der Bankett-
Im mächtigen Ansturm.
Aus 4 KillüNkttr-Mut iu Wulyuieu.
Die Tentschkn machen nahezu 4000 Gefangene
D'iilmiisilj,' Lnijijil'n m ->i,'OfnOttrgfn siegreich
Alliirte verlieren 17 Neroplane auf der Westfront.
Vcrichl des deutschen Keneratstavs.
(DrahNsS ach Lavville.)
Berlin, 10. November. Deutsch-österreichische Truppen haben in
der Prrdeul-Gegend südlich der sicbrnbiirgischcn Grenze gegen die 'Riä- !
nen weitere Fortschritte gcmncht und rumänische Gegenangriffe zurückge- f
wiesen. Auch in der Alt Gegend haben die teutonischen Truppen Erfolge
zu verzeichnen gehabt. In den Predeal-Operntioncu verloren die Rnniä- !
nen IM Gefangene und vier Maschinengewehre.
Ans der Tobrudscha-Front haben sich keine Ereignisse von erwähncnS
lvcrthcr Wichtigkeit zugetragen.
Teutsche und österreichische Ttrcitkräste haben in Wolynien in der
Nahe von Bnranovichi russische Stellungen ans einer Front von Mei
len im Sturm genommen. Sie haben mehr als 0000 Gefangene gemacht
und 27 Maschinengewehre erbeutet. Tie Aussen erlitten außerordentlich
schwere Verluste.
Tie Iran,ose nternnhmen gestern ans der Westfront ans beiden Sei
ten von Saillv einen Angriff mit starken Trnppenmasse, der aber fehl
schlug: kleinere Vorstöße der britisch-französischen Truppen im Somme-Be
zirk, nahe Gurudeeourt nd Lrsbocnfs, waren ebenso wenig erfolgreich.
Tie Lnftwrhr war aus der Westfront ans beiden Seiten sehr thätig.
Die Teutschen schossen siebzehn feindliche Aeroplnne herunter.
Tiefe Angaben sind dem amtlichen Bericht entnommen, der heute Nach
mittag von der deutschen obersten Heeresleitung erlassen wurde nd folgen
den Wortlaut hat:
Balkan-Kriegsschauplatz.
„Armeegruppe des Erzherzogs Karl Franz Joseph von Oesterreich
Unsere Offensive in den Gcorgenii-Bergcn hat gute Fortschritte gemacht.
Ter Bode, den nur am 4. November in einem Gefecht in jener Gegend ver
loren, ist damit fast völlig zurückgewonnen worden.
In dem Prcdrnl-Bezirk haben wir in der Gegend westlich von Azuga
weiter an Gelände gewonnen, nd rumänische Gegenangriffe ans beiden
Seiten des Passes sind von unsere Truppen abgewiesen worden.
Wir machten >BB Gefangene und erbeuteten vier Maschinengewehre.
Auf beiden Seiten des Flusses Alt haben sich Gefechte abgespielt, die
für ns erfolgreich verliefen und in denen sich unsere Reserven, wie bäueri
sche Infanterie nd österreichisch-ungarische Gebirgstrnppc besonders aus
zeichneten.
Armeegruppe des leldmarschalls von Mackensen In der Nähe von
Ginrgevo Hoden unsere Monitors zwei rumänische Schlepper gekapert, die
mit Petroleum belade waren.
Macrdonische Front Dir allgemeine Situation hat keine wesentliche
Brrändrrnng gezeitigt.
Oestli ch r r Kriegsschauplatz.
Brandenburgische Truppen nd das Infanterie-Regiment Nr. 401 er
stürmten unter der Führung des Grneralmn,ors von Wpna mehrere russi
sche Berthridigungslinirn auf einer Front von etwa vier Kilometern (LZf)
Meilen) in dem Distrikt von Skrobowa, 12 Miele nordöstlich von Baranv
vichi, „nd warfen den Feind über den Skrvbuwa-Bach zurück. Unsere Ver
luste waren gering, während dir des Feindes außerordentlich schwerer Na
tnr waren. An Gefangenen verloren die Russen 40 Offiziere und 0880
Man. Unsere Bente umfaßte 27 Maschinengewehre nd 12 Minenwerfer.
Dir Niederlage der Russen war eine entschiedene.
Wrstlicher Kriegsschauplatz.
Ta dir Wettervcrhältnisse günstig waren, so nahm die Artilleric-T hä
tigkeit auf beiden Seiten an vielen Punkte der Front einen sehr lebhaften
Ehnrnkter n.
In der Somme Gegend unternahmen dir feindlichen Truppen frncht
losr Vorstöße i der Nähe von Eaneonrt L'Nbbahr, Gurnrecourtxunr LcS
bvriifs nnd bei Pressoirc.
Starke französische Trnppenmassen schritten ans beiden Seiten von
Snillu zu, Angriff. Sir wnrden zurückgeschlagen, an einzelnen Stellen
im Nnhlampfr.
Während des ganzen Tages waren die Flieger auf beiden Seiten sehr
aktiv, nd sie setzte ihre Thätigkeit i der Nacht bei Mondschein fort. In
zahlreichen Luftgefechten haben wir insgesammt 17 feindliche Arroplane
heruntergeschossen, die meisten derselben auf beiden Seiten der Somme.
Unsere Flug-Geschwader habe ihre erfolgreichen Angriffe ans Bahn
höfe „nd Truppe nd Mnnitions-Trpots fortgesetzt, besonders in der Ge
gend zwischen Peronne nd Amiens."
Rede des wen und seinen anderen „Germania", das ktholischc Organ.
Auslassungen lesen kann, wird er- drückt ihre Zweifel an der Ehrlichkeit
sehen, das; er Andere beschuldigt, um des Sir Grcp in der Frage der schieds
sich selbst rein zu waschen, nnd das; gerichtlichen Beilegung ans. Tic Zei
all diese Versuche einen, unreine tung erklärt, das; die Deutschland
Gewissen entsprangen." feindlichen Länder seit Jahren eine
Tie „Tageszeitung" sagt, das; nn- angreifende Politik verfolgt hatten
ter leinen Umständen die Frage des nnd den Oiedanken der „Rache" nähr-
Beginn des Krieges bis znm Ende te und dieselben in Verbindung mit
desselben besprochen werden kann, seit de, russischen Gedanken der Crobe
dasselbe durch die militärische Litua- rung niemals als vertrauenswürdige
tion entschieden werden ms;. Tie Wächter des internationalen Friedens
Zeitung drückt gleichfalls ihr Bedan- in Betracht kommen können. Dcntsch
ern darüber aus, das; ans den Kauz- land ans de,- anderen Seite hat seit
lerworten in Bezug Belgiens heraus- seiner Gründung den Anoden be
'ulesen >var, das; eine Iriedensbasis wahrt, wodurch es jetzt den morali
von, „Status go" ans der Westfront scheu Beweis seiner Stärke in diesem
abhängt. Kriege gibt.
StillschMigrn
Bewahrt Präsident Wil
son nnd Herr Hnghcs
Bezüglich des Ausganges
der Präsidentenwahl.
Stimmengleichheit im Repräsentan
tenhaus. Jede Partei verei
nigt zweihundert und fünfzehn
Stimmen auf sich. —' Präsident
Wilson mit einer Volksstimmcn
mehrhcit von 400,000 erwählt.
—Nur noch Neu-Mexiko uncnt
schieden. Kann daS Resultat
nicht mehr beeinflussen. —Glück-
lich überstanden.
William s t o w n, Mass., 11.
Nov. „Jetzt, nachdem die Wahl s
vorüber ist, mögen wir uns alle ohne i
Partei - Politik der Wohlfahrt des j
Landes zuwenden," erklärte Präsi- :
deut Wilson in seiner ersten öfscntli !
che Rede nach der Nationalwahl vor
einer Delegation von Einwohnern in
Williamstown, und Studenten des
Williams College, die den Präsiden
ten heute bei seinem Eintreffen in
dieser Stadt begrüßten. Ter Präsi
dent traf hier ein, um der Taufe sei
nes Enkelkindes, dem zweiten Kind
seiner Tochter Frau Francis B.Sapre
beizuwohnen, für welches er Pathe
stand.
Kurz nach seiner Ankunst in dem
Hause seines Schwiegersohnes begab
sich eine Delegation der Studenten
des Williams College unter Führung
des Prof. H. H. A. Garsicld nach den,
Zayre - Heim. Ter Präsident sprach
von der Veranda des Hauses zu den
Studenten und wurde enthusiastisch
begrüßt.
Verschiedene Tausend Personen
aus den benachbarten Ortschaften wa
ren erschienen, um den Präsidenten
zu seiner Wiederwahl zu beglückwün
schen.
Tic zweite Rede, die der Präsident
am Nachmittag hielt, war vor einer
Delegation von Bürgern aus North-
Adams, Pittsficld und anderen Städ
ten. Ein Trommler- nd Pfeifer-
CorPS spielte patriotische Weisen.
Am Abend hatten die Automobile
ihre Scheinwerfer auf das Haus des
Herrn Sapre gerichtet, um den Prä
sidenten. der eine kurze Ansprache an
die enthusiastische Menge kielt, besser
sehen zu könne. Ter Präsident war
über den Empsang äußerst erfreut.
Ter Präsident des „North-Adams
Wilson und MarshaU-Elubs", Herr
William F. Grenier, hielt eine Bc
glückwünschungsansprache, welche der
Präsident mit aller Verbindlichkeit
erwiderte. Herr Wilson ersuchte um
Verzeihung, daß er die öffentlichen
Dinge nicht besprechen könne. Auch
Herr Wilson zog cs vor, den Aus
gang der Wahl vorläufig noch nicht
zu besprechen.
Herr Hughes erkennt die
Wahl Wilso n's noch
nicht an.
New Aor k, 10. Nov. - Durch
das „ivachsame Warten" in Bezug der
Eingänge der Wahlresultate aus den
zweifelhaften Staaten, welche entschei
den würden, ob Herr Hughes gewählt
> wurde oder nicht, etwas abgespannt,
! zog sich der Präsidentschasts-Candidat
j heute Abend gegen 0 Uhr in seine
> Gemächer zurück. Den Tag ver
brachte Herr Hughes in seinem Hotel
! mit Ausnahme einer Automobilfahrt
> von einigen Stunden. Hr. Hughes
! war noch nicht von der definitiven
! Wahl des Präsidenten Wilson über-
zeugt, nnd wird auch die Wahl nicht
s früher anerkennen, bis die definitiven
Resultate ans allen Staaten eingc
i troffen sind.
j Herr George Pcrkins conferirte
! heute Nachmittag mit dein rcpnblika
: nischen PräsidentschastS - Candidaten,
! welcher erklärte, das; noch keine ent
scheidenden Maßnahmen getroffen
wurden, „in eine 'Nachzählung der
Stimmen in Calisornicn zu beantra
gen. In der eventuellen Nachzählung
sind New-Mexico und 'Nord-Dakota
eingeschlossen. Die Nachzählung wird
bis zur endgültigen offiziellen Be
kanntgabe des Wahlresultates ver
schoben werden, und wird gehofft,
alsdann die angebliche Mehrheit des
Präsidenten Wilson unpzustoßen.
Das republikanische Hauptguartier
war heute Abend einsam und verlas-
Nr. 316.
scn. Ter Vorsitzende. Herr Wileox,
wird mir für Besprechungen zu ha
den sein.
Das Hauptguartier des demokrati
scheu 'National-Eamstes bat ebenfalls
seine Pforten geschlossen, da die Wahl
des Präsidenten Wilson als sicher be
trachtet würd. Der Vorsitzende, Herr
Vanee McCormick, verbringt die
Nacht in einem Hotel und wird sich
wahrscheinlich heute nach seinem Heim
in Harrisburg. Pa., begeben.
Das Ergebniß der Wahl.
Washington, D. C., 10. Nov.
Die politische Constcllation des
Repräsentantenhauses ist nach den
letzten Berichten, wie folgt:
Staaten Rep. Dem. Andere
Alabama 10 10 ..
Arizona 1 ..
Arkansas 7 ..
California 3 6 ..
Colorado 1 0 ..
Connecticut 4 1
Delaware . ..
Florida 4 ..
Georgia 12 ..
Idaho 2 .. ..
Illinois 21 6 ..
Indiana 0 4 ..
lowa 11 .. ..
Kansas 0 5 ..
keutuckh 2 0 ..
Louisiana 7 IProg
Maine 4 .. ..
Massachusetts ... 11 4 1 Jnd
Maryland 2 4 ..
Michigan 12 1 . .
Minnesota 8 1 IProg
Mississippi 8 ..
Missouri 2 14 ..
Montana 1 1 ..
Nebraska 0 3 ..
New Hampshire. 2 .. ..
Nevada 1 ..
New Mexico.... (unentschieden
New Vork 26 16 1 Soz.
Nord Carolina .... 10 ..
Nord-Dakota ... 3
Ohio 9 13 ..
Oklahoma 2 6 ..
Oregon 3 .. ..
Pcnustilvanieu .. 30 6 ..
Rhode Island... 2 1 ..
Süd Carolina .... 7 ..
Süd-Dakota 2 I
Tcnnecssee 2 8 ..
Texas 13 ..
Utah 2
Vermont 2 .. ..
Virginier, 1 o ..
Washington 4 1 ..
West-Virginien.. 4 2 ..
Wisconsin 11 .. ..
Wyoming 1 ....
Total 213 213 I
Mehrheit Wilson's über
Hughes.
Staat Wilson Hughes
Alabama ... 89,000 30,100
Arizona 29,641 10,363
Arkansas ... 88,000 37.000
California . . 466,260 462.838
Colorado.... 188,257 03,716
Connecticut. . 90,687 106,378
Delaware... 26,111 27.90
Florida.... 60.000 12,000
Georgia 109.200 28.000
Idaho .... 68.000 34.800
Illinois 869.152 1,014.608
Indiana 333,466 339.437
Jawa 213,918 279,085
Kansas .... 316,000 277.000
Kenttickh 219.000 193,000
Louisiana .. . 68,000 0,000
Maine 64,148 60.491
Marhland... 133.211 113,773
Massuchnsctts. 247,327 268,361
Michigan .. . 237,114 308,122
Minnesota. . . 176.577 177,283
Mississippi... 91,000 6,000
Missouri 376,000 313,000
Montana 80.927 34,608
Nebraska .. . 98.323 73.081
Nevada.... 12.448 9.842
New Hampshire 42,903 42,723
New lersep. . 209,332 264.320
New Mexika. 34,546 33,231
! New Aork .. . 766,010 863,987
f Nord-Carolina 168,000 110,000
> Nord-Dakota 34,440 32,83 !
i Ohio 578,000 406,720
j Oklahoma .. . 140,000 110,000
i Oregon ... . 116.550 123,370
t Pennsylvania 610,747 693,73.'
Rhode Island 39,333 41,130
! Süd-Carolina 6'8.000 1,300
§ Süd-Dakota . 46.440 30,892
Tennessee. . . 138.647 97.353
Texas 228,000 38,000
Utah 77,381 18,943
Vermont .. . 21,832 38,254
Virginia .. . 60,107 21,132
Washington. . 197,000 >83,000
West-Virginien 139,013 141,132
Wisconsin... 104.000 220,000
Wyoming .. . 23,617 10,998
T0ta1.... .8,663,713 8,160,101
Wilson über Hughes. 403,312
Stimmen.

-H-K H"H
I
The German Oorreapondont.
Baltimore, Md.
” November 11, 1916.
■■ $7.60 per Aamim.

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