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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, November 15, 1916, Image 8

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8
Uitterhnllniigs-Wcgweisrr.
„Uliüüsriüi" ~vrcad-li aller Tarl".
„:vi>nN-" —„HN 18c Trail Sallil,". j >
~>B„„ci- . vf Plealure". , '
„Hn-vutr," Sunki-liiUe und WlindclbUder.
„Ä.unilaxd" vnudevülc.
„llliilil.Aküdcir.ik"—„Shiil Cllin".
4-uuBevll>e und
~'Sarunnilr" MUmw. de 18. Nvdcmlicr.
S-'N-l-rt und Ball ln dl-r „ec>iiun-Sallc".
„Niiiel Br.Nia-Bcrek" Lannnllan. den IN.
"lud, . ulu,--lull ln .. nnnn's vnllr".
Soiinriuiiif- und Uiitcrgiuig.
Solineuaufgang o U. -19 M.
Sonnenuntergang 1 U. 62 M.
Fliith. t
Morgens 9 U. 48 M. t
AbenüS 10 11. 97 M. (
Wcttcrniissichteii.
Für Maryland und den Distrikt
Columbia heute trüb und kälter und '
nördliche Winde.
Biilides-Tcpartciiient für Lnndwirth- t
schn ft —Wetter Bil rra u. t
Normale Temperatur. .. . 60 Grad, c
Mittlere Temperatur.... 60 Grad, ?
Höchste Temperatur...... 68 Grad, t
Niedrigste Temperatur... 40 Grad.
Bericht des Baltimore Wetterbiireaus
Ter Feuchtigkeitsgehalt der Luft
war >l Prozent um 8 Uhr Morgens f
und Ol Prozent um 8 Uhr Abends,
LillndllNik Tcniprriuur.
Oxid Grad >
r> Nl,r 'lorAdiiS... >7 l Mir !>la,ln 40
8 m,r -Nornrn-... .88 2 m,r Nach,n .7
7 Uhr 24!ornrns.. .88 l! M,r '.Unchni 4!> ,
o Nlu -uiurnrnd...r>7 -i ünr 2>a.:>in 48 l
oln Mornriis.. .88 r, Mn- Nnaiin -Ul ,
io ln Bann 88 > Nl,r Mn-ndo 17 c
1 I ln Nnriu 8> 7 Mir AdcndS 48
ll! M,. UN!',.. .IU 8 Mir VUn-ndS 48
Telegraphischer Wetterbericht. (
An - den übrige Bundes-Wctter-
Beobachtungs-Stationen urdcn die
folgenden höchsten Temperaturen, die '
ul 8 Uhr gestern Abend herrschten, i
berichtet: -
olrali Slrad "
--lNiiiillr CN. 2l<-8.84 Manlaomorli. irlid. 84 l
!Nlo>uarrk. Nar 22 -Nlonlrenl. Uttli 24
8u11,,,,. Nur 88 Slln.4cl. Irlib dl
-iimlul,. Irllli !>!rii> vrloaiid. Irlid.BB -
B'l.nrlrUvn. 1r1id....78 lilriv lllarl, tlur....dli -
- Nur 24 rMuliuuiu, Nur 42 ,
Mu.nmaN, lrlili. ..2il Blnludrwlttn, Nnr..i>i >
i lud,-lund -lliln-r .ll 'lNllMuittli. SNir,-.:!8 !
Driilidr. Nar ru> Pvrlland. ln,>„ Nnro2l
2'.,'Null, liiili 84 Pvrtland. vrr.. N.. 44 >
. nluiu Uni I Ourlii-r, lrül, 22 .
i ultlunl. Nur 24 iNnlrlal,. iilruun.. . .70
iilullii-l'un. lriili 4ii --„ll o„fr 0,,1i, N.28
> uli Nu, . . li, un ,vrc>c->-d. N.dn l
HuNrru :>leg<>.> 74 7lI„,8. -Schnee.2B
Nnr 20 vonls. llnr 28
' -(Numm'r. Ren, . .78 k(-rnnl,l. lrilu 88 ,
Iruiisu. Sllli, Nur. .80 liii-lirrorl. Ilur. .. .4,i
Niuioillr, Nul, 40 Irllli 82 >
id i!,-uu,-. Nu- ...28 -lirurufe. Nur 2!
-!>luruii,-Ne, lilNi ...24 r„u,uu. lrlld ...78 >
Ui, > B>lil-'. Nur .. .84 ÄNMMiaim,, MW.. .88
Tie kalte Welle aus dem Westen hat '
sich nach dem Süden und Osten anö
gedehnt und kaltes Wetter nach den
allantischen Staaten gebracht. Heute
wird es hier bedeutend kälter werden:
Frost wurde gestern Abend soweit wie
Florida berichtet. Gestern Abend um
10 Uhr wurden die Sturmwarmiu
gen von Facksonville bis nach der
Pirgiincr Küste erlassen. Der Sturm
war gestern Abend über Florida bind
zog in nordöstlicher Richlnng weiter.
Tie niedrige Temperatur wird östlich '
vom MisstisiPPi-Flnsse noch wenig
sieiiS 48 Stunden anhalten. Fn Per
mont lag gestern der Schnee lO Fns;
tief in den Bergen.
Das deutsche Torf.
Tie lnternirten Matrosen der
Hülsslrenzer „Eitel Friedrich" und
„Kronprinz Wilhelm." welche so rauh
ans ihrer idyllischen Stätte in der
Nähe von Norfolk heransgerisscn
wurden, haben in der Nähe von Phi
ladelphia ihr deutsches Dorf wieder
zu bauen begonnen, und cs ist ein
schöner sing der Tentschen der Stadt
der Bruderliebe, das; sie denselben
das erforderliche Holz, die Nägel,
alte Kisten etc. und auch etwas Baar
geld dazu liefern wollen, um daö
Torf bis Weihnachten fertig zu ha
beu. Die Mauuschasteu der hier lie
genden Dampfer „Rhein." „Neckar"
und „Bnlgaria" können leider sich
nicht ans solche Weise bethätigen, doch
verdienen mich sie. das; man ihrer
zn Weihnachten gedenkt. Pastor Otto
Apih will denselllen eine Weihnachts
feier im Emigrantenheim veranstal
ten: doch bedarf er hierzu der Mit
hülfe der befreundeten Tentschen der
Sladt. Man sollte nicht dabei zögern,
denn bis Weihnachten sind nur noch
'eilige Wochen.
„Bnltiivre-Llsio'Bal,„."
Tie Jahresversammlung der Aktio
näre der„Baltimore Ohio Bahn" fin
det am nächsten Montag statt. Präsi
deut Willard wird dabei seinen Jah
resbericht nnterbreite und einige
wichtige Vorschläge machen. Wie ver
lautet, soll der Jahresbericht änsierst
günstig lauten.
„Medizinische Gesellschaft."
Fn der FahreSversammlniig und
Beamtenwahl der „Medizinischen
Gesellschaft der Universität von Ma
lylaud" in der „Cheiuical Halle" an
du- West Lombard > Ttraste hielten
Prof. Föhn E. Hemmeter und Tr. ;
Mart::i E. Rehfus; zwei Vortrüge
über wissenschaftliche Fragen.
Tie Strasienbahii bat au der Ecke,
von St. Paul und 96. Straste eine
neue TrauSserirstatiou eingerichtet.
Fred. Baiirrnschulidt's „American
Brr>ucry"-Biere.
Bei der Herstellung dieser Biere
werden nur Hopfen und Malz bester
Oiwlität verwandt daher ihre stei
gendr Popularität. Ein Versuch wird
Sie von deren Porzüglichkeit über
zeugen, '-liste PI. Tel. C. L P. Mt.
Veruou 906. (Novl6) (Auz.)
Munizipal-Nnchnchte.
Mayor Preston und seine Begleiter
kamen gestern Abend von Rem
Orleans zurück. Sie hatten
dort die städtische Gürtelbahn !n
-spizirt. - Das Stadtoberhaupt
feierte gestern Abend den 22.
Fahrestag seiner Vermählung.
Mayor Preston und seine Telega
ten kamen gestern Abend von Rew
Orleans, La., wo sie die städtische
Gürtelbahn besichtigt hatten, zurück.
Ter Mayor bezeichnete die Reise als
eine der interessantesten, die er je ge
macht habe. Besonders die Besichti
gung der Gürtelbahn war für ihn
und seine Begleiter von grösstem In
teresse, da die hiesige Stadtverwal
tung beabsichtigt, im nächsten Fahre
eventuell die städtische Bahn im vrey
Highway auszubauen oder eine Gür
telbahn um den ganzen Hasen anzule
gen, wofür aber noch keine Pläne ent
morse wurden. Bezüglich der Gür
telbahn in New Orleans bemerkte das
Stadtoberhaupt, das; dieselbe unter
Eoopcraliou mit den grosieu Eisen
bahnen, deren Linien sich ach New
Orleans erstrecke, betrieben wird.
Tie Unkosten für die Fiistaiidhal
lung der 2l Meilen laugen Gürtel
bahn sind äusierst gering, während
der Prosit durchschnittlich jährlich
PIOO.OOO beträgt. Ter Bau der
Gürtelbahn kostete der Stadt Rew
Orleans keinen Eeut. Tie Southern-,
Illinois Central, Louisville und
Rashville- und andere Eisenbahnen,
die in der Stadt i der Haseiigegeiid
schon früher Geleise im Gebrauch
hatten, übergaben der Stadt diese
Geleise, woraus die Gürtelbahn aus
Kosten dieser Eisenbahn - Gcsellschas
ten ausgebaut wurde. Tie Bahn wur
de daun von der Stadt übernommen
und sie bewegt die Waggons der ver
schiedenen Eisenbalm - Gesellschaften
gegen eine Gebühr von P 2 Per Wag
gon. Mayor Behrman von New
Orleans ist der Präsident der Gürtel
bahn. Ihm zur Seite stehen 10 Ti
rektoren, die von ihm ernannt und
von Stadtrath gntgeheisien werden.
Ter Betrieb steht ferner unter dem
Einslnsi von drei Commissionen. Die
ses ist die staatliche Tock Commission,
welche die grosieu Lagerhäuser am
Mississippi, direkt neben der Gürtel
bahn, verwaltet, die staatliche Gürtel
bahn-Commission, die vom Gouver
neur im Einverftüiidnis; mit Mayor
Behrman ernannt wird und die Lchnd-
Hesitz-Eoinmission, welche das Land,
über welche die Gürtelbahn geht, be
aufsichtigt. Diese Commissionen, sag
te Mayor Preston, arbeiten in har
ionischer Weise mit den Direktoren
der Bahn zusammen, weshalb sich die
Bahn in vorzüglicher Verfassung be
findet lind von der ganzen Bevölke
rung mit Stvlz betrachtet wird.
Tie Baltünvrer Telegativn, beste
hend aus Mayor Preston, Earl R.
Gray, Präsident der „Weslern Mary
lalid-Eisenbalm-Gesellschast", A. W.
Thonipson, Vize-Präsident der „Bal
timore und Ohio-Eisenhahii.Gesell
schaft". Stadt-Prokurator L. S.
Field; ;Fohn F. Mayon, Mitglied
des zweiten Rathszweages: John E.
O'Mcara, Präsident des ersten Stadt
ratliszweigcs, Daniel F. Loden. Eol
lettor der Wasserinicthe und Licen
zen, und Charles Krender, jr., Hülss-
Sekielär von Mayor Preston, wurde
von Mayor Behrman und anderen
städtischen Beamten der Stadt Rew
Orleans in herzlicher Weift empfan
gen und während ihres dreitägigen
Aiiseifthaltes bewirthet. Sie fuhren
zuerst in Automobilen durch die
Stadt und der Gürtelbahn entlang.
Am zweiten Tage sichren sie in einem
ossenen Güterwaggon die Geleise der
Bahn ab, während am dritten Tag
die Bahn von einem Schleppdampfer
aus, der durch den ganzen Hasen
sichr, besichtigt wurde. Tas hiesige
Stadtoberhaupt und seine Begleiter
waren über den vorzüglich igelegten
Hasen sehr überrascht. Während in
Baltimore sich die Stadt um de Ha
se zieht, wird New Orleans >n der
Form eines HnseisenS vom Hasen
umspannt. Ter Mississippi ist dort
ilngesähr eine halbe Meile breit und
sehr rcisiend. An manchen Stellen
beträgt die Tiefe dis zu 1000 Fns;.
Baltimvre's Bevölkerung von 00",-
000 Menschen lebt ans 90 O.nadrat
Meilen Land, wäbrend die Bevölke
rung von New Orleans, die nngesähr
Ter Weltkrieg heule bor eiuei
F^hrr.
16. November 1916.
Tie französischen Truppen, die
! den Serben zu Hülfe kommen
sollten, sind im Süden dieses
Landes von den Bulgare ge
schlagen worden,
i Mackensen macht 1000 Serben
zu Gefangenen und erbeutet drei
Geschütze.
Fn der ersten Hülste des No
vember sind im Mfttelmcer >8
Schisse mit 112.000 Tonnen ver
nichtet worden.
.
Der Teutsche Corrcspondent, Baltimore, Md., Mittwoch, den 16. November 1916.
Ter Buhverkehr beschränkt.
Keine Waaren von Baltimore werden
weiter als bis PittSbnrg beför
dert. —Nur Nahrungsmittel wer
den transportirt. Auch keine
Munition für die Alliirlen bis
ans Weiteres bierhergeschasfl.
Znm ersten Mole in der Geschichte
der Pennsylvania Eisenbahn ist es
nothivendig gkwoxden, einen Embar
gv auf alle Sendungen von Ballst ,
more nach dem Westen zu legen. Mit ,
Ausnahme von Nahrungsmitteln ;
schließt 'diese Anordnung alle hier fa ,
brizirten Waaren ei. Dieselbe An
ordnung ist in Philadelphia und §
New - ;>)ork erlassen worden. Tie Ur
sache zn diesem drastische Schritte ,
liegt in der Uebersüllnng der Bahn-
Höfe in den westlichen Staaten. Nur ,
Lebensmittel werden ohne jedwede
Beschränkung hin und her befördert. :
Nur bis PittSbnrg bleibt vorläufig :
der ganze Frachtverkehr offen. Es !
heißt, das; im Westen der 'Mangel ,
an Bahnwaggons eine totale Sto- ,
ckllng des Verkehrs vernrsackt hat. ,
Desgleichen hat die Bahn einen Ein- !
hargo ans alle Stahlprodiikte für i
den Export durch die Häfen von Bal
timore, Philadelphia und New short >
gelegt. l
Ulll.Ollll veO'hch, >!.', Onadratmeileii
Land zur Verfügung hat. Tie Bal
timorcr waren nicht wenig überrascht,
als sie am Sonntag in New Orleans
alle Wirtbschaften und Theater offen
und bis znm letzten Platz besetzt sa-
Heu.
Mayor Preston wurde schon ge
stern Morgen in Baltimore erwartet.
Infolge eines Eisenbahn - Unglücks
hei Eharloltesville, Vn., wurde Her
der Zug mehrere Stunden ausgehal
ten.
Mahor feiert Hochzeit?-
t a g.
Mayor Preston freute sich ganz be
sonders am gestrigen Tage, nach
Baltimore zurückgekehrt zu sein, da
er grsteru 22 Fahre lang verheira
thet war. Ter Tag wurde von der
Familie des StadtoberhaupteS durch
ein informelles Tiner am Abend in
der Mayors-Wohnung der Char
les- und Read-Strasie gefeiert. Vor
her wohnte die Familie der Vorstel
lung in der „Musik Akademie" bei.
Ter Mayor sagte: „Wir sind jetzt 22
Fahre verheirathet und ich kann sa
gen, dasi zwischen uns während dieser
langen Zeit.och nicht ein imsrelind
liches Wort gefallen ist. Das ton
nen wohl wenige Eheleute behaup
ten, aber bei uns ist dies thatsächlich
der Fall."
Tic Budget - Verordnung.
Sehr erfreut war gestern Mayor
Preston, als er hörte, das; die Bud
get Behörde beabsichtigt, schon am
nächsten Montag dem Stadtratli die
Budget - Verordnung für das Fahr
1917 vorzulegen. Es wird allgemein
erwartet, das; die Stenerrate für
1917 sich in der Nachbarschaft von
P 2.06 gegen 2.!9 Per PIOO in die
sem Fahre befinden wird.
Erhielt eine st a a tlichc
Stelle.
H. Wilson, der als Clerk im Steu
er Appellations - Gericht angestellt
war, reichte gestern seine Resignation
ei. Er erhielt eine Stelle bei der
staallichen Industrie - Unialls - Com,
Mission. Hr. Wilson ist angeblich
ein Anhänger von F. Kelly.
„Unkel Bräsig-Verccn".
—Flihresblill —
Donnerstag, den 16. November.
Barry's Halle, 746 W.-Bnltv.-Str.
Ninlnftlnrt,- fl V.'ichlavMqlli-dcr tüc zu
818 c>m liczour ttirrdr.
>'rsryil,uiki> s:ei.
s 1N01>12.1',,18>
Ein Loch durch die Wange.
Ein Loch durch die Wange und der
Verlust mehrerer Zähne ist das Re
i snltat des Leichtsinns des acht Fahre
' alten Stanley Neal, welcher sich ans
! einen Wagen gesetzt hatte, der einen
! Ccmentlnischer nach sich zog. Der
Mischer schlug während der Fahrt ge
! gen Stauten und yerursachte die Ver
letzniigen, die im Merey Hospital be
handelt wurden. Ter Unfall ereig
nele sich an der Patapsco- und
Ostend-Strasie.
Eine „schlagfertige" Fran.
Da es der Frau Helen FabionatiS
nnniöglich war, ihren Mann davon
zn überzeugen, dasi ein ehrsamer Ar
l beiter ei guter HanS- und Familien
! vater sein soll, versnchle sie dies klar
! zu machen, indem sie ihn mit einem
> schweren Eimer über den Kopf schlug,
j Antonio, wie der Ehemann heißt,
trug sich hierdurch einen Kiefer nd
anscheinend auch einen Schädelbrnch
zn und bcsindet sich jetzt im Universi
täts- Hospital. Mama FabionatiS,
! die Eimerschwingerin, wurde bon
f Richter Fohannsen im westlichen Po
> lizeigericht für ein ans den 21. No
vember anberaumtes Verhör sestge
halten.
Teutsche, Oesterrrichischr nd Unga
rische Kriegsanleihen.
; 100 Mark und lOOKroncn ausmärt-.
Theo. H. Tirucr öe- Cv.,
(Marzlli—) Ll7 Lst-Biilliiuvrr.Str.
Revolverhelden willkommen.
Delegat Frank Hayes, Sicherheit-?-
Eonimissär von Jersey City, warf
dies der Stadt Baltimore vor. —
Bei seiner Rede vor den Telega
ten der Convention der „Federa
tion os Labor." Berichte der
ausländischen Telegaten verlesen.
Ter erste Tag des Evnvents der
„Federation os Labor," welcher im
Garden Theater abgehalten wurde,
endete mit einem Bankett, welches
der Präsident der „Baltimore Federa
tion os Labor", John H. Ferguson,
den Ereeiitiv-Beamten der Federa
tion im Hotel Rennert gab.
Ter gestrige Tag war der Entge
gennahme der Berichte der ausländi
schen Telegaten, welche erschienen wa
ren, gewidmet. Unter diesen befin
den sich Vertreter ans England, Ja
pan, Porto Rico, Canada und ande
ren Staaten. Tie Berichte bezogen
sich ans die Zustände der Länder,
welche sic vertraten. Dieselben gaben
werthvolle Fingerzeige für die Con
vention, wenn später die Fragen in
Bezug der Arbeit und der Kriegs
schliisi in Europa erörtert werden.
Ter Vertreter Englands, Harry
Gvsling, welcher gestern das Wort
ergriff, theilte dem Convent mit, das;
1,600,000 organisirte Arbeiter Eng
lands nichts von Frieden wissen vol
len, da dies als ein Zeichen der
Schwäche ausgelegt werden könnte.
Tiefes war die interessanteste Mitthei
lung des Telegaten. Andere AnS
sührcnge desselben, als auch die
Berichte der übrigen auswärtigen De
legaten bezogen sich ans die Arbeiter-
Znslände in ihre Ländern, die alle,
jedenfalls in einem Anfall von
Selbsttäuschung, als rosig hingestellt
wurden.
Ter Vertreter Englande, Harrh
Gosling, legte in seiner Ausführung
klar, dasi die Arbeiter Englands in
Anbetracht der erhöhten Lebensmit
telpreise auch höhere Löhne svrder
mußten, sagt aber voraus, das; nie
mals wieder solche KriegSpreise vor
kommen würden, und die Preise, die
jetzt bestehen, auch nicht wieder den
„Vor-Kriegs-Preis" einnehmen wer
den, wenn der Friede geschlossen
wird. Tie Arbeiter müssen jetzt dar
aus vorbereitet sein, eine Reduktion
der Löhne nach Friedensschluß zn §
bekämpfe, wenn Männer, die jetzt,
an der Front stehen, zurückkehren,
wodurch ein Arbcitcrangcbot stattfin
det, das die Arbeitgeber crinnthigen
wird, den Versuch zn machen, die Löh
ne wieder herabzusetzen. Fn Bezug
der Friedensvorschläge sagte Herr
Gosling, das; die englischen Arbeiter
ebenso sehnsüchtig den Frieden her
beisehnen wie die Arbeiter im Fein
desland, doch leine Fricdensvorschla
ge gemacht werden könnten, da dies
von den Gegenern als Schwäche aufge
fordert werden tonne.
Weitere Redner.
Herr Whitesield erzählte von einer
internationalen Versammlung von
Bergleuten in Oesterreich, an der
Bergleute ans England, Frankreich
nndßelgien theilnahme, und in wel
cher beschlossen wurde, im Falle ei
nes Krieges nicht eine Tonne Kohlen,
zn fördern. Ter Plan siel in'S Was- j
ser, da die deutschen nd österreichi
schen Bergleute fürchteten, die „ei-
ferne Hand" zn stsiiren.
Nach Here Whitesield sprach der
Präsident der Arbeiter-Gesellschaft
von Japan, Bunji Suzuki. Tiefer
Redner nahm Bezug ans die Gerüch
te der verschiedenseitigen Differenzen
zwischen diesem Land und Japan,
welche durch Fingoes hervorgerufen
wurden. Mitglieder der Federation
würden. Mitglieder der Federation
japanischer Arbeiter s Tokio beizu
wohnen, die im nächsten Fahre statt
iii'det, in eine bessere Idee des ak
tuellen Gefühles zn erhalten,
j F. Edward Morgan ans San
, Francisco richtete einen Appell an
! die Versammelten, Beistenerlingen
für die Vertheidigung der Personen
- zu machen, die sür den Tod bon >0
Personen verantmortlich gelullten
; werden, welche anläßlich der Rü
' sinngsparade im Frühjabr ibr Leben
! bei einer Bombenexplosion verloren,
i Ferner sprachen die Herren Frank
HayeS, Sicherheits Eonimissär von
! Jersey Eiiy, N. F.: F. H. Kimble,
Maryland National Legislativ Re
§ Präsentant des „Farmers National
' Coligresi"; L. B. Strayer, von Rock
- Island, Fll., vom „Farmers Nativ
f al Coligresi": Frl. Mary Anderson,
j von Chicago, von „Women's Trades
j Union Leagne", und F. B. Hines.
j Conventions-Repräsentant des Fort
j Worth (Teras) „Chamber oj Com
! inerce."
Baltimore das Paradies
der „G n li m e n."
Anhaltender Beifall errang Herr
! Frank HaheS, Sicherheit.-Direktor
von Jersey City, de- ein vorzüglicher
Redner ist, und mit Ztol; ans seine
geleisteten Arbeiten hinwies. Herr
Hayes sagte das Folgende:
„Ich habe 60 bis 60 Striles ge
schlichtet. seit ich mein Amt bei leide,
. vvsi dieser Zahl wurde lein einziger
gegen die r'lrbeiterschast enlschieden,
jeder war für dir Arbeiter und für
mich." (lebhafter Beifall).
Fegt nahm der Redner Bezug auf
Revolverhelden, indem er anführte,
wie „Gunmen" aus New ;>)ork einge
führt wurden, um die Striles zu be
enden, und dasi er dem Palizeichef
van fersen City befahl, jeden Mann,
der mit einem Revolver kommt, oder
einen Crimiiial-Recvrd hat, zu ver
haften.
„Tie unschuldigen Arbeiter dürfeift
keine Waffen tragen," jagte Herr
Hayes. „Warum soll es diese noto
rischen Revolverhelden erlaubt fein,
in eine Stadt zu komme, und von
der Polizei mit offenen Armen em
pfangen, und seitens der Polizei bei
ihrem Marsch durch die Stadt be
schicht zu werden? Gerade hier in
der Stadt Baltimore war ein Be
weis, von dem ich spreche. Hunderte
von bewaffnete Meuchelmördern
sind nach hier gekommen, um einen
Strike der Kleidermacher zu brechen.
Ich würde dies nicht eine Minute in
meiner Stadt erlauben. Tie Häup
ter der Stadtregierung von Balti
more sollten solch' ein Perbrechen
nicht dulden."
„Tics ist nicht Geseh", ries Herr
HaycS in seiner Tchluszanführuug
aus, „fonderu nichts weiters als
Schutz."
Tiefe Worte brachten nesige Bei
fallsstürme von alle Seiten.
Wollen M o r r i s o n ' s S k a l P
Gerüchtweise verlautet, das; das
Hauptinteresse der kommenden Wahl
sich auf die Besetzung des Sekretär-
Postens beziehen wird, welcher gegen
wärtig Herrn Fraut Moriison be
kleidet. Diejenigen, welche Herrn
Morrison feindlich gesinnt sind, ar
beiten „verkappt", doch wird gesagt,
das; stark befürwortet wird, das; Hr.
John Hayes, der gegenwärt ge Sekre
tär der „Internationalen Typogra
phischen Union", den Play erhalten
soll. Wenigstens ein Plah im Exe
eutiv-Comite, oder der Hauptämter,
scheint für einen Baltimorer reser
virt zu sein. Tiefes wird das Amt
des Hülss-Sekretärs der Federation
sein, für welches Amt Herr Henry A.
McAnarey, eine der bekanntesten Fi
guren in der Baltimorer Arbeiterbe
wegung, auSersehen ist, und wird sei
ne Wahl glatt von statten gehen.
! Reben de vielen Peranstaltungen,
welche für die Tauer der Convention
! der Federation of Labor getroffen
sind, giebt auch der Baltimorer
Zweig der „Rational Women's
Trade Union League" den Tarnen der
Telegaten, sowie den weiblichen De
legaten zum Convent, ein Luncheo,
das am Samstag im Hotel Emerson
stattfindet. Tie Arrangements für
dieses Luucheon lagen in Händen von
! Frl Katherine Lindf'ay, Executiv-
Sekretäri des Baltimorer Zweiges.
Reben den Tarnen der Beamten, den
grauen der Telegaten und den weib
lichtn Telegaten sind viele bekannte
! Baltimorer geladen, welche sich für
' das Wohlergehen der Arbeiter inte
ressirtcn. Unter den Gästen befinden
! sich Frau Sam. Aompcrs, Frau F.
Morrison, Frau James O'Connell
und Frau Haines Tuucan, welche
die Frauen von Executiv-Mitgliedern
j der Federation sind; ferner Frl. Ma
!ry Anderson, Lrgauisatorin der
! „Rational Women's Trade Union
! League": Frl. Elisabeth Chrijtnian.
- Sekretärin und Schahmeisterin der
„Internationalen Handschnhmncher-
Uniou"; Frl. Melinda S.ott, Präsi
dentin der „Rew Bork Women's
Trade Union League", sowie die fol
genden Baltimorer: Frau F. L. M.
Furüman, Frau Sidney Cone, Rev.
und Frau M. G. Fohnstou, Frl. Eli
zabeth Gilinan, Prof. Jacob Hollän
der und Prof. George E. Barnett von
der Föhns Hopkins Universität; Se
kretär F. W. Magruder von der
I „Pereinigten Wohlthätigleits - Ge-
sellschaft," Richter und Frau Jacob
M. MoseS, Frl. Belle Clark von der
! „Crown Cork >L Seal Operatives'
Union," Frl. Anna Reary, von der
der Buchbinder-Frauen-Union von
Baltimore, Fra Föhn Ferguson,
Frau Daniel Miller. Frau Henry
Thomas, Frl. Mabel Hnhler und
Frl. Edith Lauer.
Englische Schisse haben keine Eng
, lniider als Mannschaft.
Ter Capitän eines britischen Dam
pfers bezahlte gestern vor dem Ge
bände der „Miltimore Trust Comp."
seiner Mannschaft, die aus Ostindien!
bestand, ihre Löhne aus. Tic Leute
erregte wegen ihres Aussehens und
ihrer Kleidung gros;eS Interesse un
ter de Passanten, und diese zerbra
chen sich die Köpfe darüber, welcher
Nationalität die Leute wohl sein
- möchten. Sic waren von dunkler
Hautfarbe und hatten langes, schwar
zes glänzendes Haar: bekleidet wa
ren sie mit Leinwandhosei,, schlvar
- zen Militärjackeu und „Tommy At
' tins".Hüten. Nachdem der Capitän
- jedem von ihnen eine Rolle von Pa
i Piergeld ausgehändigt hatte, lösten
- sie sich in einzelne Gruppen auf und
. entfernten sich in angeregter Unter
: Haltung.
Grililtbruch vdrr ElrUrokiitiun?
TicS festzustetlcn bleibt dem Eoroncr
i der Uiitersuchuiig de§ Todes
von George Marshall überlassen.
Terselbe wurde von einem
elektrischen Schlag getroffen und
brach bei'm Fall daS Genick.
Andere Todesfälle.
Einen jähen Tod fand gestern
Nachmittag der 20 Fahre alte Ma
schinist George Mars hall von Nr.
807, Süd-Latewood-Avenne, als er
bei der „Sonlhern Ean Company"
Nr. 717, Süd Wolsc-Stras;e, mit der
Reparatur eines Trocken-ApparateS
beschäftigt war. Marshall stieg znm
Fweck der Reparatur deS Apparates
ans eine eiserne Schüttvorrichtung
und berührte mit der Hand versehent
lich einen elektrischen Motor. Ter
Strom ging durch den Körper des
Mannes, welcher sofort bemnsitlos
wurde. Ein Mitarbeiter, Frank
Richter, der ans der anderen Seite
des Trocken-ApparateS arbeitete, be
merkte den Porfall und stellte sofort
de Motor ab. Hierdurch stürzte
Marshall ans einer Höhe von 12 Fns;
ab, wobei er mit dem Kops gegen die
Schüttporrichtnng fiel und sich eine
Kopslvunde zuzog.
Tie Polizei wurde sofort benach
richtigt. und der Bewnsttlosc wurde
in der Ambulanz deS nordöstlichen
PolizeidislriktS ach dem Franklin
Syiiarc Hospital gebracht, wo Tr. F.
M. MnckklaS aber nur noch den be
reits eingetretenen Tod, der wahr
scheinlich durch eine Schädelbrnch
durch den Fall herbeigeführt wurde,
feststellen konnte. Möglich ist auch,
das; Marshall seinen Tod durch den
starken elektrischen Strom fand. Um
dies feststellen zu können, lies; der
Eoroner, welcher benachrichtigt wnr
de, die Leiche nach der Morgue brin
gen.
Fiel todt n m.
Ter Morgue wurde die Leiche des
09 Fahre alten George Gebhardt
von Rr. 1617 Nord-Ehapel-Strastc,
eingeliefert, welcher bei'm Reinigen
des Hofes des Hauses Rr. >l2! Ost-
Baltiinore-Strasje, todt niederstürzte.
Ta angenommen wurde, das; der
Mann mir bewnsttlos war, wurde
derselbe nach dem St. FosephS-Hospi
tal gebracht, wo aber nur der bereits
eingetretene Tod bestätigt erden
konnte. Verwandte des Verstorbe
nen identifizirten die Leiche in der
Morgue und gab der Eoroner diesel
be zur Beerdigung frei.
Derdäch lig e r Fal l.
Unter verdächtigen Umständen ver
starb gestern Abend der ein Fahr al
te D. Osten Maddoi: in der elterli
che Wohnung, Rr. 719, W.-Fayette
Strasic. Tr. Weinberger, welcher
hinzugezogen wurde, unternahm es
nicht, die Todesursache festzustellen,
sondern benachrichtigte den Eoroncr
Tr, Triscoll, der die Leiche besichtig
te, und die Vermntlning aussprach,
das; das Kind an der Kinderlähmung
verstorben sein könne. Tie Gesund-!
heitsdehörde wurde benachrichtigt!
lind wird eine Autopsie durch Tr. F.
Heinpel vorgenommen werden, um
die TodSnrsache definitiv festzustel
len.
„Harivic"-Eonzcrt nd Bnll.
Lehmann Halle.
Mittwoch, den 16. November,
8.90 Abends.
(N0v12.6)
Wettrennen bei Bowir.
Tie Wettrennen bei Bowic began
neu gestern mit einem sehr guten
Besuche und werden jede Tag fort
gesetzt bis zum 90. November. TaS
Resultat der gestrigen Rennen war
wie fvlgt
Erstes Rennen, zwei Fahre alte,
6>/, Fnrlvngs Nebel erstes, Mec
lvgene zweites, Ehclsen drittes Pferd.
Zweites Rennen, zwei Fahre alte.
0 Fnrlongö Tandy Tude erstes.
Alvord zweites, Kilkenny drittes
Pferd.
Drittes Rennen, Börse, drei Fahre
alte, l Meile Ladn Little erstes,
Sevellian zweites, Hops drittes
Pferd.
Viertes Nennen, Handicap, alle
.Alter, 7 FurlongS Water Lady
' erstes, Thornhill zweites, Marse
Henry drittes Pferd.
Fünftes Rennen, drei Fahre alte
und darüber, 1 l/lO Meile —Menlo-
park erstes, Roual Filterest zweites,
Billie Baker drittes Pferd.
Sechstes Rennen, drei Fahre alte
und darüber, 1 Meile und 1 Fnrlong
Baby Sister erstes, Patty Regan
zweites, fsodiac drittes Pferd.
Mangel an guten Arbeitern.
Eontraltoren, die Strastenpflaste
rniigSarbeiten in Highlandtoivn und
' Eanton übernommen haben, finden
-es schwer, gute Arbeiter z bekom-
men, und die Arbeit gebt deshalb
nicht so schnell, wie gewünscht, von
! statten. Die Arbelllm an der Lom
! bard - Straste, von der 9. bis zur 8.
f Strasic, schreiten ;edoch in Betracht
der Knappheit von Arbeitern ziemlich
> flott vorwärts.
Aus de Gerichtshöfe.
Ein Manko von PIO,OOO im Bureau
des Aktuars deS Kreisgericht?
Nr. 2. Ein schwarzer Zucht'
hanSvogel von Neuem auf dem
Wege nach dem Jnchthmise.
Scheidungsklage.
TnS Departement de? StaatS-A
-ditenrS wird in den nächsten Tagen
die Prüfung der Bücher des Aktuar?
deS KreisgerichlS Nr. 2 beenden. Ta?
dabei gestindene Manko in der Kasse,
welches sich ans sechs Fahre erstreckt,
wird ans nngesähr P>o,ooo geschätzt.
Ter Staats-Auditeur, welcher seinen
Bericht der StaatSbanten-Behörde
übermitteln wird, lies; durchblicken,
das; Herr John PleasantS, der Ak
tuar, i keiner Weise mit den fehlen
den Geldern zu thun hatte. Zuerst
glaubte man, das; der Betrag P4OOO
nicht übersteigen würde.
Bekannte sich schuldig.
Fn der ersten Abtheilung des Erst
minal-GerichteS bekannte sich der Re
ger Harry Pitts, der erst vorige?
Fahr ans dem Znchthaiise entlasse
war, innerhalb deS Fahre? für imge
fähr P 846 werth Tchnincksachcil ge
stohlen zu haben. Richter Soper be
hielt sich die Urtheilsfällnng bis spä
ter bor, da der Neger verspräche
halte, die gestohlenen Sachen zurück
zugeben. Fm Tezember 1916 brach
er in die Wohnung deS Hrn. John
Zimmermann, Nr. 1804, Nord-
Monnt-Strasic: im Juli l!>0 bestahl
er den Tr. Wm. L. Losland von Nr.
>OOO, Linden-Aveilne: einen Monat
später bestahl er Hrn. Thomas Sb'
iiahan bon Nr. 1410, Madison-Ave.:
im Cktober erbrach er die Wohnung
von Eecilia Pscsferkor, Nr. 1606.
Madison-Avenne, und dann bestahl
er zwei Häuser an der Division-
Strasie. Tie Geheimpolizisten Pob
ler, MiiiticnS und O'Tonncll erwisch
ten schließlich den schwarzen Einbre
cher.
Tes Todtschlags schuldig.
Fm Gericht zu Towson wnrdcFoh
MileS, der an der Ecke der Hillen-
Rvad nn.d Woodbonrne-Abe. wolint
de-S Todtschlags schuldig bcsunden-
Miles hatte am 26. Juni den Tod
des H. W. Recd von GcwanStoivn i
einem Streite verursacht. Richter
Tiincall behielt sich das Urtheil vor.
Erhiclteine S ch e i d u n g.
Fra Blanche M. PerkinS erhielt
im KreiSgericht eine absolute Schei
dung von Wm. H. Perkins. den sie
am 11. Februar 19t I geheiratb-t
hafte. Tie Fra bezeugte, dasi ibr
Mann voriges Falir mit einer ande
ren Fron auf und'davon gegangen
sei, und die andere Fra wnr anwe
send und gab an. dasi PerkinS siö
ebenfalls einer dritten Frau willen
verlassen habe.
Frl. R vb i n§' Schadener
satz - Prozeß.
Fm Superior - Gericht begann ge
stern der Prozeß des Frl. Fda L. Ro
! bins um P16,1>00 Schadenersatz gegen
ihren früheren Arbeitgeber, weil der
! selbe sie angeblich nicht genügend be-
schlitzt habe. Bekanntlich wurde Frl-
Robinö von Julius F. Ruperti. der
eine achtjährige Zuchthausstrafe ab
si-tzt. in dem Geschästslokale angegrif
fen und lebensgefährlich verletzt.
„Hughes" wnr schuld.
Als Nachklang zur Wahl hatte
gestern George Schramm unter der
Beschilldignng des Angriffs vor Rich
ter Ranft im südlichen Polizeigerichi
zn verantworten und wurde mit einrr
Geldstrafe von P 26 und Kosten be
legt. Schramin gestand ein, seine"
' Arbeitscollegen G. H. Lennox iE"
schlagen zn haben, weil dieser seine"
Sohn geschlagen hatte. Am Wcchltagc'
hatte John Schramin, ein Sahn dr?
Beschuldigten, in der Fabrik ein
des Präsidentschafts- Eandidate"
Hughes angebracht, und darunter iE
schrieben: „Hughes, unser
Präsident." Lennox, der in derselbe"
Fabrik thätig ist, hatte unter diese?
Bild „Oh wie schlecht eine „Nnsi" lll"
nagelt. Schramm, der die Bedeut""
sofort verstand, entsernte die oniuwE
„Nuß," Warans er von Lennox iE"
schlagen wurde. Hierauf begab si"'
Papa Schramm in die Fabrik,
Lennar zn verbläuen, waS zu
Bestrasnng führte.
„Trnfsic Elnb von Baltimore."
Fn der Jahresversammlung c>ec
„Traffic ElubS von Baltimore"
„Hotel Renncrt" wurden die folge"'
den Beamten für das nächste Fahr
wählt: Präsident, John F. Wilhel"'-
Vicc-Präsident, F. L. Hayes,
Sekretär, Giwrgc R. G. Smith.
Berichte der Beamten wurden verE'
scn, woraus ein Bankett gehaste"
wurde. Mehrere neue Mitglied
wurden ausgenommen.
Schisfsknrten
von und nach Deutschland
Oesterreich-Ungar über Rolterd"
nd New?)ork. Geldsendungen
Europa.
Theo. H. Diener ö!- E >
217 Ost-Bnltimre-§E'
lMäizlll—) r":i Süd-Brvadlua-

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