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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, January 06, 1917, Image 5

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StNsiitiiMlle
EnthNnogen.
Ueber „Leck," von dem
Wallstreet profitirte
Hinsichtlich der Wilson'-
sehen Friedensnote.
Makler-Firmen erhielten angeblich
vorher Nachricht über den bcab
j sichtigten Schritt des Präsidenten.
Was Repräsentant Wood den;
Rcgcl-Comitc des Hauses er
zählte. Ein interessanter Brief
! voi; A. Curtts.
Washington. 5. Januar.
sensationelle Gerüchte, denen zufol
ge vor Absendnng der Wilson'schen
Friedens - Note Wallstraße Nachrich
ten erhalten haben sott, welche einen
solche,; Schritt des Präsidenten vor
aussagten, wurden den; Regel - Co
mite des Repräsentantenhauses durch
Repräsentant Wood von Indiana
mitgetheilt, nn; seinen Beschluß, der
eine Untersuchung anordnet, zu nn
lerslützcii.
Er schickte seiner Aussage die Be
merkung voraus, daß er nur von
Hörensagen sprechen könne und Pro
testirte vergeblich gegen eine offene
Sitzung des Eomitc's.
Namen und Gerüchte aller Act
folgte einander schnell, als Hr.
Wood seine Aussagen begann. Er
erwähnte die Namen von Joseph P.
Tumnlty, den; Setretär des Präsi
denten, R. W. Bölling, eilicinTchwa
ger des Präsidenten. Bcrnard Ba
mich von New - Port und zahlreichen
-Matter - Firmen, wobei er den größ
ten Tbcil seines Wissens ans einen
Brief stützte, den er von einem „A.
Eiirtis" ans New - Bork erhalten
hatte.
Dieser Brief, der später vorgelegt
wurde, war ans weißen; Papier ohne
Firmennamen und ohne die Adresse
des Absenders geschrieben, und heute
Abend war der Sergeant at ArniS
des Hausesoch nicht in; Stande, ei
ne Spur von Eurtis u; New, - Berk
,;> finde.
Nach der Eomitesitznng wurden
von Hrn. Tninulty und Hrn. Böl
ling Erklärungen erlasse, in denen
sie emphotisch die Richtigkeit der Ge
rüchte bestritten, ~„d Hx. Tnmnlty
verlangte, dos; Repräsentant Wood
für die Erwälmnng seines Namens
G'>; öffentliche Abbitte leiste.
Hr. Wood folgte mit einer Erklä
rung, in der er sagte, das; er den
Wunsch geäußert habe, in geheimer
Sitzung auszusagen, daß jedoch die,
deren Namen er erwähnt habe, eine
eingebende Untersuchung >tt Freu
den begrüße,; sollten.
Das Eomite beabsichtigt, morgen
de,; Repräsentanten Gardner zu vcr
ehnien, der a; Montag vor de,
Hanse ertlärte. daß er wisse, das; ein
„Leck" vorgekommen sei. und Mon
iug soll Thomas W. Lawson von Bo
>ton erscheinen. Auch Hr. Barnch soll
twrgeladcn werden, wenn man ihn
erreichen kann.
Ter Wortlont des Briefes.
Ter Brief des Hrn Curtis an Re
präsentant Wood folgt:
„2O. Dezember lou;. Hon.Wm.
R. Wood, Repräsentantenhaus,Wash
ington, T. E. Werther Herr! Tie
deniülratische Majorität des Hauses
wird, so nehme ich on. die Annahme
Ihrer . Resolution
nicht zugeben, aber cs ist trotzdem
eine Hochs; verdienstvolle Maßnahme,
nd wenn es mir möglich ist. so ist
e-'- mein Wunsch, 1h,,?,, Helsen.
Zternord M. Barnch ns dieser
-Ltadt mußte nnsraglick, schon an,
den 0. Tczcniher, von der
Note Setretär Lausn,g's. Diese Note
war von, 11. Dezember datirt und
wurde nicht vor den, >2. Dezember
abgesandt."
>l.ic ossistellen Abschriften der No
te sind von; Ick. Dezember datirt: sic
wurden den Nenigteits Gesellschaft,
lr um 0 hr Abends des 20. De
zcmber übergeben nd ibrc Veröf
fentlichung ju den Morgenblättcrn
des 21. Dezember gestattet. Beamte
tündigten an. das; die Note in den
zeitigen Morgenstunden des 10. De
zember nach Europa gekabelt worden
Wie Barnch sic crliielt, bin ich nicht
>n der Lage, zu sagen, aber ein Herr
meiner Bekanntschaft machte die po
sitive Aussage, das; er Hrn. Tumnl
t und Hrn. Barnch in; Biltmore Ho
tel dieser Stadt zusammen frühstü
cken sah, und zwar bei zwei oder drei
Gelegenheiten, die mit der Feit des
Schreibens der Note und ihrer ge
heimen Absendnng übereinstimmen.
Das; Barnch einen scharfen und
allgemeinen Kurssturz verursachte,
Kein Zweifel mehr.
In den Angen der Polizei bezüglich
der Lösnng der Mvrdmhsteric in
Philodrlphin. Bernnrd W.
Lewis, der in Atlantic Eick,
Selbstmord beging, offenbar der
Thäter. Einige der Umstande,
die nach Angabe der Behörden
ans seine Schuld hinzuweisen
scheinen.
P hiladelphi a, 6. Januar.
Die ' -ei ist jetzt ganz und gar
gar zu der Ueberzeugung gekommen,
daß Bcrnard W. Lewis, der Sohn
eines reichei; PittSbnrgher Kohlen
händlers, der gestern in Atlantic Eity
Selbstmord beging, gerade als ec
verhaftet iverden sollte, der Mörder
des Modells Maizie Cvlbert war.
Nach Ansicht des Detektiv - Departe
ments schlug Lewis das junge Mäd
chen mit eine; stumpfen Jnstrumen;
nieder und floh, nachdem er sic mit
einem seidenen Strumpf erdrosselt
hatte.
Die Untersuchung ist jetzt daraus
beschränkt, dnü Motiv des Mörders
zu finden. I>, dieser Hinsicht findet
die Theorie Anhang, das; der Mör
der in finanzieller Bedrängnis; war
nn dvietteicht von dem Mädchen Geld
verlangte. Auch das; der Mörder
temporär geistesgestört war, wird in
den .Kreis der Berechnungen gezogen.
Ein kostbarer Diainantriiig. das Ge
schenk eines anderen Verehrers, wird
noch immer vermißt.
Eapk. Take erklärte heute Abend,
daß Lewis, wäre er „schuldig gewe
sen und bücke er sich nur vor der nn
erwünschten Notorietät gefürchtet,
sicherlich einen Brief hinterlassen ha
bei; würde, in welchen; er seine Lage
erklärt haben würde.
Tie Polizei erwähnte heute Abend
die folgenden Umstände, als ans die
Schuld Lewis' hinweisend:
Er hatte ei blutbeflecktes Taschen
tiich in seinem Besitz: eine Strähne
Haar, die in der Hand der Ermorde
ten gefunden wurde, glich Lewis'
Haar: der Selbstmörder trug cm
Frauen Nachthemd, das denen glich,
die in der Wohnung der Ermordeten
gesunden wurden: an seinen Händen
befanden sich Kratz- oder Biß-Wui;-
den, die auf einen Kampf hindeute
ten: sein Hemd und Kragen waren
von derselben Größe, wie das blut
befleckte Hemd und der Kragen, die
in der Wohnung des Modells gest;
den wurde: eine thardinen-Schnnr,
die der glich, die von einer Gardine
in dem Apartment des Modells ab
gerissen worden war. fand sich unter
Lclvis' Effekten.
In einein Memorandum > Buche
des Selbstmörders war dieTelcphon
Nummer des jungen Mädchens ver
zeichnet, und Leuns wurde als der
Mann idcntisizirt, den ein Taxicab-
Chansfenr am Abend des Mordes zu
Frl. Cotbert's Wohnung brachte.
Tie Leiche des Selbstmörders wird
aus Atlantic Citp ach Pittsburgh
gesandt werden, sobald der Coroner
dieselbe freigeben wird.
steht anher Zweifel und kann in fol
gender Weise leicht bewiesen iverden.
In seinen Bureaux. Nr.l l l,Broad
way. hatte er ein System von Pri
vat Telephon - Linien, die mit vie
len Privat Telephon - Linien ver
schiedener Maklerfirmen verbunden
waren. Ehe er Gelegenheit hat, diese
Z entfernen, müssen Sie eine Liste
derselben haben. Wenn er gezwun
gen wird. Sie mit einer Liste zu
versehen, würde ich sic mit einer glei
chen Liste der New - Yorker Tele-
Pbon - Gesellschaft und der Western
Union Telegraphen - Gesellschaft ver
gleichen, da es diese beiden Gesell
schaften sind, welche die Trübte lie
ferten. Nachdem Sie im Besitz dieser
Listen sind, können Sie von allen
Makler Firmen, die damit in Ver
bindung stehen, eine Abschrift aller
ans seine Rechnung in dem in Frage
lommendeu .Zeitraum ausgeführten
Aufträge erhalten. Tiefe Unters
chnng sollte nicht nur seine Persönli
chen, sonder auch alle geheimen
Translationen decken, solche, die als
„nnmerirte" oder unter falschen Na
ml' vorgenommen wurden, die aber
alle, wie aus den Büchern des Mal
lcrs sich ergeben wird, von ihm rou
i trolirt oder garanlirt worden sind,
j Sollten die Makler diese Ansknnst
verweigern, so hat der Congres; die
Macht, die Mitglieder zu zwingen,
die Bücher und Transaktionen vor
zulegen, und da die Regeln derßörse
ans genügend breiter Grundlage ru
hen nd dehnbar genug sind, alle
Abweichungen von ethischenGeschästs-
Methoden von Seiten ihrer Mitglic
der zu decken, so wird durch eine Be
rnfnng an die Direktoren dieser In
stitution ohne Zweifel diese Infor
mation erhältlich sein. Viele Mit
glieder der Börse guten Rufes sind
nur allzu gern bereit, diesen nnlau
teren Skandal aufdecken zu helfen.
Diese Angelegenheit ist von viel
gröhercr Bedeutung, als Sie glan
x bcn, und wenn Sie einmal Ihre
, Maschinerie in Bewegung gesetzt ha-
Der Deutsche CorrrspLldent, Baltimore, Md., Damstag, den 6. Januar 1917.
Sitzung der Vereinigten Sänger.
Besprechungen über das bevorstehen
de Sängerfest führten zu Eontro
vcrsen. - Bezüglich des konmieii.
den Bazars war die Debatte
gleichfalls interessant. - - Kaiscr
preissingcn soll an, Schlnßtag
des SäiigcrseslcS stattfinden.
Unter dein Vorsitz des Präsidenten
Henry Thomas hielte die Delegaten
der „Percinigten Sänger" in der
Lehmann Halle ihre erste Sitzung im
Nene Jahre. Präsident Thomas
gratnlirtc den Anwesenden znm
Neuen Jahre. Sei Glückwunsch
wurde von Herrn Rößler im Namen
der Delegaten herzlichst erwiedert.
Sekretär George Huniiielheher der
las; die Namen der Anwesenden. Ter
Präsident hieß die neue Delegaten
willkommen. Ter „Teutsche Krieger
bnnd" lud die Delegaten zur Feier
des Getmrtstags des deutschen Kai
sers ein. Außerdem wurden noch ei
nige Inschriften verlesen. Tann be
richtete das Eomniers-Coinitc durch
Herrn Fred. Nordenholz über die von
den Vereinen auserwäblten Lieder.
Ans eine Inschrift von Pbiladel
Phia, in der mitgetheilt wurde, das-1
bekannte Barden von dieser Welt ab
berufen Windei;, hatte der Sekretär
Herr,; Himmclheber im Namen der
Ver. Sänger gedankt. Präsident
Thomas theilte das Ersuchen deS
„Unabhängigen Bürger - Vereins"
mit, ans de; Vazar-Comite einen
Vorsitzenden zu erwählen. Dia Dele
gaten beanstragten den Präsidenten,
dieses Amt z übernehmen. Präsi
dent H. Thomas theilte mit. das; er
in das Erekiltiv-Comite erwählt wor
den sei. Tie Vereine iverden ersucht,
den Abend, an welchem sie singen
wollen, auszusuchen. In Anschluß
an das Vorhergesagte entspann sich
eine Besprechung über den ii; Aus
sicht stehenden Bazar, über dieses und
jenes, ivns in der setzten Sitzung des
„Unabhängigen Bürgervcrcins" ver
handelt wurde. Von dem Präsiden
ten wurden die Sänger ermahnt,
das, was sie errungen, festzubacken
nd weiteres zu erringen, denn die
Sänger und Turner wären die
Stütze,; des Dcntschtlmins.
Ter Bericht des Setretär Baher
der „Vereinigten Sänger - Gesell
schaft" wurde mit Spannung entge
gengenommen. Dirigent Klein sprach
sich zu Gunsten deS, letzten Tages für
das KaiserprciSsingei; auS. Fred.
Nordenholz und Herr Schneider be
fürworteten, die Vereine, die nicht zu
den „Vereinigten Sängern" gehören,
z ersuchen, sich den „Ver. Sängern"
anzuschließen.
Ein von ihn; diesbezüglicher Vor
schlag wurde besprochen. Herr Hölz
erner niachtc den Vorschlag, diese Ver
eine zii dem Eommers einzuladen.
Herr Kernchen Iritisirte die Sänger
schast wieder, erfuhr aber eine scharfe
Abfuhr von Seiten mehrerer Telega
ten. Ter Vorschlag von Herrn
Schneider wurde nnterstüht und an
genommen, dei; Sekretär Hiiiimelhe
bcr z>; bcanstragc, den Vereinen zit
schreiben, die Sitzungen der „Ver.
Sänger" zu besuchen. Ter Vorschlag
des Hrn. Holzhauer, die Sänger der
Vereine, die nicht zu den „Ver. Sän
gern" gehören. z;n EoinincrS einzu
laden, wurde, nach den; Herr Löser
Einspyüche erhoben hatte, abgelehnt.
Nach Schluß der Tclcgatensitzung
hielt das Eommers-Comite unter den;
Vorsitz deS Herrn Fred. Nordenholz
eine kurze Sitzung.
„Unkel Bräsig Ver een."
In der vierteljährlichen Versamm
lung hatten sich gestern Abend die
Mitglieder des „Unkel Bräsig-Ver
eens" i ihrem Versammlnngslokalc.
der „Stag-Halle" an der Süd-Hano
bcr-Straßc, eingestellt. Präsident
Friedrich W. Wehrenberg führte den
Vorsitz und Sekretär Henry G. Von
Heine verlas das Protokoll der letzte!;
Sitzung. Ans dem Finanzbericht ging
hervor, das; der Bestaub der Vcreins
kasse an; I. Januar 1017 sich ans
Pick 17.10 stellt. Es wurden Vor
bereitung für den Maskenball -getrof
fen. der im Februar in der „Leh
mann-Halle" abgehalten werden soll.
Am Abend der nionattichen Versamm
lung im Februar wird der „Unkel
Bräsig-Vcreen" ein Schweiiierästei;
nebst gemüthlicher Abendnitterhal
tinig in der „Stag-Halle" veranstal
ten.
bei; werden, so bin ich in der Lage,
zu sagen. das; Ihne alle nöthige In
soruiätian zu Theil iverden wird."
Sehr ergehen Ihr
A. (5 nrti s."
Erdbeben in Japan.
T o > i o, Japan, 0. Jan. Einem
Erdbeben in Mittel Formosa fielen
!!<x> Personen Zinn Opfer und viele
wurden verletzt, wie ans Spe
cial-Tepcfchen von Taihoku, der
Hauptstadt Formosa, ergeht. ES wird
geschätzt, das; ein Tausend Häuser
zerstört wurden. Tie Stadt Nautc
wurde durch Feuer beträchtlich bc
schädigt.
Ferdinand Fnmel bon seiner Schwe
ster gesucht.
Bei de; „Christlichen Verein jun- s
ger Männer" lief gestern ein Tele
gramm aus New Bork von der
„Deutschen Gesellschaft" ei, in wel
chem ersucht wurde, Hrn. Ferdinand
Frimcl, dessen Adresse als im „Christ
lichen Verein junger Männer" zu
Baltimore bekannt ist, mitzutheilen,
das; dessen Schwester, Frau Herinine
Ltcinbach, und Kinder ans ElliS Is
land internirt sind. Die Frau und
Kinder iverden deportirt, falls sich
ihr Bruder nicht umgehend meldet.
An; Adreßbuch konnte die Adresse des
Mannes nicht gesunden werden, und
Habei; der deutsche und österreichische
Konsul festgestellt, daß Friniel sich
bis vor vier Monaten iin „Christ
lichen Verein junger Männer" ans
gehalten habe, doch seit dieser Jett
nichts von ihm gehört wurde. Alle
Personen, die über den Aufenthalt
des Gesuchten etwas wissen sollten,
werde gebeten, denselben sofort,
wenn möglich telegraphisch, zum
Wähle seiner Schwester hiervon in
Kenntnis; zu setzen.
Lonis P. Dieterich der Künstler.
Allgemeine Anerkennung fand das
Gemälde, welches Herrn Frank A.
Fürst darstellt, das in dem Direkto
rcnzimmcr des Marhland-Inchthau
ses einen Ehrenplatz erhalten soll.
Dieses vortreffliche Gemälde ist das
Werl des bekannten deutschen Por
traitmalers Lonis P. Dieterich. Hr.
Dieterich fühlte sich durch de ihm zu
Theil gewordenen Auftrag sehr ge
ehrt nd ertlärte nach Fertigstellung
des Gemäldes, das; er dieses für seine
beste Arbeit hält. Für den kommen
den Bazar zun; Besten der Kriegs
nothleidenden der verbündeten teuto
nischen Mächte hat der Künstler ein
Portrait des Fcldinarschalls Paul
von Hindenbnrg in Arbeit, welches
die Bewunderung Aller errege wird.
Herr Dieterich ist ein großer Verehrer
des genannten deutschen Heerführers
und arbeitet mit aller Hingebung an
diesen; Werk.
Sitzung der Polizeibehörde.
-Mit P 5 wurde gestern Polizist
Howard licgler von; westlichen Di
strikt von den Polizci-Comnnssären
bestraft, weil er seinen Posten verlas
sen hatte. liegler war in Civilklei
dnng, nn; speziell Straßenrändern
im westlichen Distrikt aufzulauern.
Er gab zu seiner Entschuldigung an,
daß er sich nicht wohl fühlte und nach
Hause ging, um Medizin zu holen.
Polizist Frank Ellerman vom süd
lickwn Distrikt mußte gestern Nach
mittag vor der Polizeibehörde unter
der Anschuldigung, angeblich im
Dienste betrunken gewesen zu sein,
erscheine. Ellerinan hatte verschie
dene lengeii, die aussagten, das; er
seit mehreren Wochen unter einer Er
kältung zu leiden hatte. Er nahm
scl,r starte Medizin, die ihm von ei
nem Apotheker gegeben wurde. Als
er dann einige Ostäser Apfelwein
traut, wurde er angeblich schwindelig.
In Anbetracht seiner vorzüglichen
Leistuiigei; entließe,; die Eommissäre
de,; Angeschuldigte straflos.
Eisenbahnhau geplnnt.
Vor der öffentliche Dicnst-Eoiu
Mission erschien gestern der Geiieral-
Gcschästsfiihrer der Bethlehem-
Stahlwerke zu Sparrows Poiitt, Hr.
Fredcrick Wood, um die Pläne des
Baues einer sechs „nd eine halbe
Meile laugen Eiscnbahnanlago aus
de; Gelände der Gesellschaft an Bear
Creek zu erläutern. Herr Wood
inachte gleichzeitig bekannt, das; sich
die Gesellschaft mit der Absicht trägt,
eine große Drahtspinnerei und an
dere neue Anlagen zu errichten, wel
che bis jetzt noch nicht mit der Spar
rows-Point-Anlage verbunden sind.
Tic geplante Bah wird Anschluß an
die Pennsylvania-Eisenbahn finden,
die Bear Ercck berührt.
Empfang durch Cardinal Gibbons.
.Bei der wierlichen Hochmesse am
kommenden Sonntag wird Cardinal
Gibbons die Predigt halten und nach
der kirchlichen Feier seine Freunde in
der erzbischöflichen Residenz empfan
gen. Ter Cardinal erfreut sich einer
außerordentlich guten Gesundheit
und freut sich aus die Gelegenheit,
seine alten Freunde wiederzusehen
und begrüßen zu können. Tie Linie
formirt sich i, Garten der Kathe
drale und begiebt sich der Ing durch
die Hinterthüre in die Residenz.
Priester der Kathedrale iverden den
Cardinal bei dem Empfang unter
stützen.
Aller Schuld freigesprochen.
In dem Ingnest, welchen Coroner
Wiltjhire gestern in den; Tode von
Jacob Greenbanm hielt, der am
Mittwoch Abend bon dem Auto des
Hrn. Henri, T. Ward bon Nr. 1051,
West-North-Avenue, überfahren wur
de und am daraufolgcnden Tage in
der „Union Protestant Infirmarp"
starb, wurde Herr Ward von jeder
Schuld freigesprochen, da die Unter
suchung ergab, das; der Unfall unver
meidlich gewesen war. Greenbanm
war innerlichen Verletzungen erlegen.
Das neunte Peabody-Rccital.
Einem Violinccllo - Recital sehen
wir gewöhnlich mit gemischten En;- !
pfinduiigen entgegen, denn dasSchö
ne, welches es uns bringt, ist fast
immer von mancher Unreinbeit der
Intonation und eine; schnarrenden
Beiklang begleitet, besonders da, wo
der Eomponist Geigen Passagen
für das Cello schreibt. Nicht aber
bei dem gestrigen Peabody Recital.
Die Kunst des Cellisten Hans Kind
ler war ein ungetrübter Genuß. Vor
Alle,, weil die technische Meister
schast nicht liel, sondern Mittel
bleibt. Der junge Kiudlcr, Solocel
tist deS Phttadelpbier Orchesters, be
sitzt die drei Eardenaltugenden deS
Eellospiels: Schönheit des Tones,
Reinheit der Intonation und techni
sche Fertigkeit. Und das Schönste
dabei er ist ei mit warmfübleii
dem Herzen, mit einem von feine,
Stylgcsühl gezügelten Temperament
begabter echter Künstler.
Bei Beethoven beißt Styl „Mensch
sein." Seine Lyric, besonders die der
zweiten Schafsensperiode (in wel
cher die gestern gespielte große A
Dur - Sonate siebt), hat etwa jene
plastische Vollendung und Erhaben
heit Göthe'icher Poesie. Die Sonate
wurde gestern von Kindler und Ellis
Haiiinian. Klavier, gut gespielt, böch
stcns wirkte eine nur in wenigen
Stellen heinertbare nicht Beethoven'
sche Schattirung etwas störend. Mit
der Wiedergabe der symphonischen
Variationen von Böllmaiin. denen
dieser ans fast alle Eompositionsge
bieteii thätiger Eomponist seine anS
ländischeßctanntschast verdankt, stell
te Kindler, besonders;i; den getrage
ne Sätzen, seine Kunst in's schönste
Licht und erweckte bei'. Publik,
großen Enthusiasmus. Und in der
Schliißgriippc! Wie ruhig schön war
das Siciliano, wie graziös das Hä
del'sche Mennet. wie poesievoll das
Oriental von Eesar Eni, wie humor
voll das Bagl'sche Stück.
Kindler hat überall großen Beifall
errungen. Hoffentlich läßt sich der
junge Künstler dadurch nicht derlei
ten, wie es ja so „glücklicher Weise
oft geht. Solches Talent ist eigcnt
lich nur für wahre crnste Kunst be
stimmt. Uebrigens verstehen wir
jetzt, wie der begabte Stotowsty mit
solchem Material im Orchester die
schöne Effekte erzielen kann.
Mit Hrn. Kindler trat gestcrnEthe
tyn Tryden, Pianistin, Gradnirtin
des Peabodp - Eonservatoriums, u.
frühere Schülerin deS Hrn. Wads
aiif. Sie spielte das bekannte Bäch'-
sche Eapprieio—von den Programm-
Musikern so oft als berechtigendes
Beispiel erwäbnt und die B-Moll-
So,icitc von Ebopin. Frl. Tryden
ist eine talentvolle Pianistin, besitzt
gute Technik, einen in den weichen
Stellen schönen Anschlag und auch
musikalisches Empfinden, welches sie
in der Sonate hübsch zu, Vorschein
brachte. Im Forte wird noch forcirt
und klingt der Ton zuweilen etwas
„hart." Tic Klavierspielerin sah sich
nach der Sonate durch den Beifall
des Publikums zu einer Zugabe ver
anlaßt und spendete die GcS Dur-
Etnde Ehopin's.
Hr. Haiiiinann erwies sich als ein
sehr guter, musikalisch feinfühlender
Begleiter, der den Klavierpart styl-
und kunstvoll durchführte.
O. R. O.
Prabvdy-Eonsrrblitorium.
Das erste der Reihe der jährliche
Orgel-Conzerte der Schule des Pea
body Conservatoriums fand gestern
Nachmittag statt, und war Harold N.
Brown, der Organist der ersten per
einigten Presbyterianer Kirche, der
Solist. Ruth Oswald, Sopranistin
der Sranklin-Str. Presbyterianer-
Kirche, beglicte den Herrn. Das Pro
grämn, war das folgende: Alex Guil
inant, Grand Choenr: R. S. Stough
ton, „The (Harden of Iran,, Saki".
aus der persischen Suite: C. Gounod,
„O göttlicher Erlöser": C. M. Wi
dor, Intermezzo ans der ersten Sym
phonie: E. Neviii, Canzonc Ainorosa:
E. Halsey, Canzonctta: H. Parker,
Melodie und Intermezzo: Festspiel-
Präludium.
Unter den Auspizien der Mandc
Randolph Memorial - Vereinigung
zun; Besten einer Freistelle wird am
20. Januar Herr Ernest Hntcheson
ein Klaver Eonzert geben. Am Frei
tag, den lO.Jannar findet das nächste
Eonzert des Baltimore Symphonie-
Orchesters statt, zu welchem der Vor
verkauf an; Mittwoch eröffnet wird.
Ernennung der Irren-Behörde.
Gouverneur Harrington machte
gestern bekannt, das; er in der näch
stcn Woche eine unbezahlte Commis
sion zur Untersuchung der Ursachen
der Geisteskrankheit ernennen werde.
Diese Behörde soll irgend eine Me
thodc studiren, in der Krankheit
Einhalt gebieten zu können.
Bei dem heutigen Gabelfrühstück
des „City-Clubs" wird Oberst W. W.
Harts von der Bnndesarmee, dem
die öffentlichen Gebäude und Anla
gen in Washington unterstehen, als
Gast zugegen sein.
Zur letzten Ruhe gebettet. s
I Fra Mary Sommers auf den; Hl.
Krenz-Friedhof. Justine; Mil-
ler fand ans den; Western Fried- g
Hof ihre letzte Ruhestatt. Mag-'
dalena Meister ans de; Icrusa
lem-, George Schanze ans de;
London Park Friedhof beigesetzt.
Gestern Morgen wurde die Leiche
der am Dienstag im Alter von 00
Jahren gestorbenen Frau Mary
Sommers tw Nr. 1100, Haubert- .
Straße, ans dem „Hl. Krenz-Fried-
Hofe" in Brooklyn feierlich beigesetzt.
Der Beerdigung ging eine Requiem-
Messe in der „Onr Lady of Good
Connsel"-Kirche voran, die bon Va- ,
ter Robert Achstetter gebalten wurde.
Eine Menge Leidtragender batte sich -
eingcfnnden und schöne Blnmcnspen
den schmückten den Sarg, Tie Bahr-
tuchträger waren die Herren Wm.
Mettnar. Fritz Albach. John Brauer. ;
Joseph Jätn;. Richard Wesener und ,
John Fnrinan.
Fra Sommers stammte aus Un
garn, dem Koinitat Ctsenbnrg. nd
kan; vor >1 Jahren nach Amerika. -
Sie hinterläßt außer ihrem Gatten >
zwei Töchter, Frau Therese Brauer >
und Fra Marv Heitbaner, sowie acht >
Enkel. c
I n st i n e Bk i I l e r. i
Die Leiche der so plötzlich in; Milt-
woch in; Heim ihrer Tochter, Frau >
Lonis Ziinmerinann, Nr. 000, West- i
Lee-Ttraße, dahingerafften Frau In-
stine Miller wurde gestern Nachinit- >
tag ans dem „Western Friedhose" zur >
letzten Illuhe gebettet. Tie Beerdi- -
gung fand von dem Trauerhanse ans i
statt, und die Angehörige und eine !
große Anzahl von Frei,de der Per- !
storbenen folgten de, mit Blumen- <
spenden geschmückten Sarg. Pästor
F. H. Kleinnic von der Lt. Lukas-
Kirche, Ecke Hcnrietta- und Entaw- i
Straße, hielt im Trauerhanse eine .
Andacht und eine z Herzen gehende
Rede am Grabe. Die Babrtuchträ- ,
ger waren die Heren George Sindall, ,
George und Charles Koehlein, Geo.
Wallers, Benjamin Fischer und ,
Charles Bauer.
Frau Justine Miller, welche im
82. Lebensjahr stand, war in Hanno- ,
ver, Deutschland, geboren und kam >
> im Jahre 1800 nach Amerika, wo sie
sich in Washington mit Hrn. Conrad
Miller berheirathetc. Sie hinterläßt
, einen Lolm„ John, und zwei Töchter,
. Frau Katie Deppenbrock und Frau
! Louise Ziinmermann.
- George Schanze.
Unter dein Geleite einer großen
- Anzahl von Leidtragenden wurden
- die irdischen Ueberresie des am Dien
, stag in seiner Wolmnng, Nr. 202 t,
i Harlem-Avenue, im Alter von 55
i Jahren dahingeschiedenen Hrn. Geo.
I L. Schanze zu Grabe getragen. Die .
: Trancrfeicrlichkeiten im Sterbehanse,
i sowie ans dem „London Park-Fried
t Hose" wurden bon den Pastoren Tr. i
Julius Hosinann . von der lionS- l
; Kirche und Ezra, K, Bell von der
l Erste Englischen Lutherischen Kirche
gehalten. Prachtvolle Bliimenspcn- i
den und Kränze waren den, Andenken
des Verstorbenen von seine Ängehö
, rigen und vielen Freunden gewidmet '
- worden.
Herr George L. Schanze war in
Baltimore gebore „nd gehörte ver
schiedenen -Organisationen a, darun
ter den; „I. O. of A. M.", den „HeP
tasophen", der „Moose"- und der
„Eagle"-Loge, sowie den deutschen
Vereinen „llittel Bräsig", „Gerina
nia-Ti„verein" und dem Gesang
verein „Arion". Mitglieder dieser
Organisationen erwiesen dem Dahin
geschiedenen die letzte Ehre. Als
Bahrtnchträger fungirten sechs Lo
genbrüder des Verstorbenen. Herr
Schanze hiittcrlätzt außer seiner Gat
tin. Louise E.. zwei Töchter, die Frls.
Millie E. nd Louise E.. sowie zwei
Söhne, Eonrad T. und Geo. Lonis
Schanze.
Magdalena Mcistcr.
Ans de, „Lutherischen Jerusalem
Friedhofe" wurden gestern die irdi
schen Ueberresie der im 02. Lebens
jahr gestorbenen Fra Magdalena
Meister, Gattin von Hr. Jacob Mei
ster, unter zahlreicher Betheiligung
von Fäinilienangehörigen. Freunde
und Bekannten zur letzten Ruhe be
stattet. Die Beerdigung fand vom
Hanse ihrer Tochter, Frau Job Sack,
Nr. 01, Ailsn-Avcnue, Labraville,
aus statt. Zahlreiche hübsche Bln
inenspenden zeugten von der Beliebt,
heit, die sich die Verstorbene in ihrem
Bekanntenkreise erfreute. Freunde
der Familie fungirten als Bahrtuch
träger. Die Beerdignngo-Arrange
meiits lagen in Händen von Fredcrick
Lassahn L Söhne.
Von Leuchtgas überwältigt.
(Hestern Nachmittag wurde der 25
Jahre alte Geo. Burke von Nr. t 22.
Nord-Poppleron-Str.. von seinen Fa
milienangehörigen von Gas überwäl
tigt in seinem limmcr aufgefunden.
Die Polizei des westlichen Distrikts
wurde benachrichtigt und brachte deN j
jungen Mann in's Univcrsity Hospi
tal, wo er von Dr. R. H. Folk mit
Hiilfe eines PulmvtorS wieder in's
Leben zurückgerufen wurde. Sväter
wurde Geo. Burke in die westliche
Polizeistation gefahren, wo seine An
gehörigen erklärten, das; der junge
Mann häufig au Geistesstörungen
leide und voraussichtlich unter deren
Einfluß sich durch Gas das Leben
nehmen wollte.
Auf einem Dampfer verunglückt.
Auf dem am Eisenerz-Pier zu
Canton liegenden italienischen Dam
pfer „Stromboli" wurde gestern
Abend um 7 Uhr beim Löschen der
Ladung der 20 Jahre alte Seemann
Michele Varetto von einem Ladebaum
getroffen und in den Schiffsraum ge
schleudert. Er wurde in der schleu
nigst herbeigerufenen Ambulanz der
Canton Polizeistation nach dem St.
losepbs-Hospital gebracht, wo er trotz
aller Anstrengungen der Aerzte, sein
Leben zu retten, seinen Verletzungen
erlag. Der Mann hatte einen Schä
del bruch erlitten. Coroner Jnsley
wird eine Untersuchung abhalten.
Schoß nf seine Geliebte.
Der 27 Jahre alte Neger John H.
Seott von Nr. 1728, Druid Hill-Avo
nne. versetzte gestern Abend gegen 7
Uhr die Bewohner der Rork-Straße
in Schrecken, als er mehrere Schüsse
aus einem Revolver aus seine Rassen
genossin Rosa Fisher von Nr. 800,
Süd Eutawstraße, abfeuerte, ohne
dieselbe jedoch zu treffen. Den; Run
de-Sergeanten Thomas Mooney und
Polizisten John Dull gelang cs. sich
des schwarzen Schicßboldes zu be
mächtigen, den sie in der südlichen
Polizcistation ablieferten. Dort soll
der Neger gesagt haben, daß er sich
speziell einen neuen Revolver gelaust
habe, nur Alles in der Aork-Straße
zusammen zu schießen.
Mit PI 00 nd Kosten bestraft.
Unter der Anschuldigung, angeb
lich das Automobil von Hrn. Gamble
Latrobe, einem Beamten der Penn
sylvania.Eisenbahn-Gesellschaft, wel
eher zur Zeit im Belvedere Hotel
wobnt. ohne dessen Erlaubniß zu ei
ner Frendensahrt benutzt zu haben,
wurde gestern der Neger Lawrence
lenkins von Nr. 021, West-Preston-
Straße, von Richter Packard in der
mittlere Polizcistation mit PlOO be
straft. lenkins fuhr nach Ellicott
City, wo das Auto zusammenbrach.
Er ließ die Maschine alsdann in;
Stich und kam nach Baltimore. Als
er hörte, daß ihn; die Polizei auf den
Fersen nmr, stellte er sich gestern
Morgen in der mittleren Polizeista
tion.
Kurze Stadtueuigkeitcn
Herr E. A. Seidel aus Baltimore
ist im „Grand Hotel" zu New ?)ork
abgestiegen.
In einer Versammlung derTtener
zahler von Arlington, die in „Rus
sel's Halle" an der Reisterstown
Road stattfand, wurde gegen daS
von den Baltimorer Commissärcn
vorgesehene Kanalisations System
protestirt.
Gouverneur Keith Neville. welcher
am Mittwoch als Gouverneur von
Nebraska inangnrirt wurde, theilte
der Klasse 1005 deS „St. löhn'S
Collcge" mit. das; cs ihn, durch
dienstliche Verhinderung nicht möglich
sei, an dem lahresbankett theilzunoh
men.
In, Hotel Emerson fand gestern
Abend ein Bankett von der Gesell
schast der Unterdrückung des Lasters
statt, welchem Herr Eugene Levering
vorsaß. Richter John C. Rose, sowie
Tr. H. A. Kelly. Charles I. Bona-
Parte und Pastor John McDowell
waren die Redner. Es wurde gleich
falls gegen das Wetten aus den Renn
bahnen gesprochen.
Wie Oberst A. Banghnian, Altto
mobil-Cammissär von Maryland,
mittheilt, werden sich in diesem Jähr
die Einnahinen für die Automobil-
Licenzen ans PBOO.OOO belaufen. Tie
vereinnahmten Gelder werden nach
Abzug der Unkosten für das Bureau
zur Verbesserung der Landstraße
verwandt.
Tie dreitägige Feier des 00 söhn
gen Bestehens der Düngmittl-Fabrik
voit G. Ober >L Sons fand gestern
mit eine; Gabelfrühstück im Ge
s chästslciite-Llub seinen Abschluß.
Tie Firma ist eine der ältesten dieser
Branche in den Vereinigten Staaten.
Tie Standard Staht-Waggon-Fa
bcik zu Enrtiü Bay hat bon der Bal
tunore L Ohio-Bahn einen Auftrag
für tOOO offene Stahl-Waggons er
halten. Tie Pullman-Co. wurde nt
- einen; Auftrag gleicher Größe be
dacht. Tie Waggons müssen im
- Lause des Jahres abgeliefert wer
' den.
Wie von Freunden des Hrn. Ber
nard N. Baker gesagt wird, ist dieser
Herr nicht mit der Hainlmrg-Ameri
' ka-Linie verbunden, nd können da
- her nicht verstehe, weshalb das Han
dclsComite des Senats seine Ernen
' rung zur Schisfahrtsbehörde znrück
- bält. Herr Baker ist mit dem Schisft
> rahrtswesen auf's Engste vertraut.
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knie, dir drn „Druychni >rrsn
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