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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, October 15, 1917, Image 5

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What is OCR?


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? LoNNtllllllMNg.
e- '
L
Bon Emma Janssen v. Beliyka. T
!,-z H
Wenn im Schlaf die Blumen nicken
Und der Tau berniederfällt,
Wenn der erste Strahl der Sonne
Rosig grüßt die Friihlingswelt.
Dann, o Herz, kannst du erfassen,
Wie so klein und nichtig ist
All dein Leid, dein töricht Klagen,
Daß du so verlassen bist.
Vögelein, die, kaum erwachet,
Stimmen an ihr frohes Lied,
Von den Wiesen leise wallend
Hoch der graue Nebel zieht. —
Und du hebst den Blick nach oben.
Frieden, Klarheit ringsumher,
Deine Hände leise faltend,
Hast du kein Begehren inehr.
Gercttrt.
Rovrllrtte vo Hedwig Winkheim.
„Wo nur der viele Regen her
kommt," denkt Anna Natolskj; die
Bahnwärterfrau, die am Fenster sitzt
und Strümpfe für ihren Mann strickt.
Berthold, der Gatte, ist nun schon
acht Wochen eingezogen und muß in
den nächsten Tagen an die Front. Der
Aermste, der bei diese! Wetter im
Schützengraben liegen muß. Zwar
Lina, das tapfere Mädchen, hat es
auch nicht viel besser. Sie muß auch
bei Sturm und Regen aus dem war
men Zimmer. Wenn sie sich nur nicht
erkältet bei diesem Wetter und krank
zu Hause liegt. Alle diese Gedanken
durchkreuzten Frau Annas Hirn,
während sie eine Masche an die andere
reiht.
Langsam läßt sie die Hände in den
Schoß sinken und schaut hinaus in
das ewige Grau des Regens.
Während die Mutter im warmen
Zimmer sitzt, kämpft Lina draußen
auf den; Bahndamm gegen Sturm
und Regen. Sie kommt heute kaum
vorwärts. Immer wieder setzt sich der
Wind in ihren Regenmantel und
treibt sie ein Endchen zurück.
Seitdem der Vater fort ist, versieht!
sie seinen Dienst. Sie ist sehr gewis
senhaft und macht es ebenso gut wie!
er. Jetzt in Kriegszeitei; muß bcson-!
ders aufgepaßt werden, überhaupt,
wo man so nahe beim Feind ist. Vor!
jedem Zuge geht sie die Strecke ab und
sieht nach, ob sich alles in guter Ord
nung befindet.
Nun hat sie bald ihr Ziel, die große!
Brücke, die über den Abgrund führt, l
erreicht. Bis dorthin braucht sic nur.
Bater mußte früher noch über diese, !
aber jetzt ist die Brücke von einer Sol- >
datenwache besetzt, und sie kann schon!
vor derselben umkehren.
Lina ist nur noch einige zwanzig >
Meter von der Brücke entfernt, da
plötzlich ein furchtbarer Knall, und
mit mächtigem Getöse stürzt die Brücke
in sich zusammen.
Von dem starken Luftdruck ist Lina
auf die Erde geschleudert worden.
Einige Minuten liegt sie wie tot:
dann kommt sie allmählich wieder zu
sich. Stöhnend erhebt sie sich mit blu- !
iiger Stirn. Ist es denn Wirklichkeit, j
was sie da vor sich sieht? Oder träumt '
sie nur, daß die Brücke gesprengt ist?
Diese elenden Spione, die Russen! Ist
es ihnen doch endlich gelungen, was sie
schon ein paarmal vergeblich versucht
haben.
Aber sie muß doch umkehren, den
Zug aufhalten, den Militärzug.
Wenn er nun gerade über die Brücke
gefahren wäre!
Mit flatterndem Mantel eilt sie zu
rück zum Häuschen. Die Angst ver
leiht ihr Flügel. Sie merkt nicht
Sturm noch Regen.
Die Tür fliegt auf.
Ein Schrei.
„„Mutter, die Brücke!"
„Gesprengt?"
„O Gott, der Militärzug!"
Lina ist an das Telephon geeilt, um
die nächste Station zu benachrichtigen,
damit sie dort den Zug aufhalten.
Niemand meldet sich, sie hört nur
den Wind Pfeifen.
„Mutter, schnell die große Laterne.
Ich muß dem Zug entgegeneilen. Die
Hunde haben gut gearbeitet, sie haben
den Draht durchschnitten."
Nach einigen' Augenblicken verläßt
Liila das Häuschen. -
Derweil die Mutter betend auf den!
Knien liegt, rennt sie, di rote Laterne
in der Hand, den Bahndamm entlang.
Der Regen schlägt ihr ins Gesicht.
Aber tapfer beißt sie die Zähne zu
sammen. Sie muß aushalten; den
Zug reiten. Wenn der Zugführer sie
nur bemerkt, denn eS wird immer
dunkler.
* * *
Der Zug rattert und rasselt die
Schienen entlang. Er ist von vorn bis
hinten vollgepropft mit Soldaten. !
Unermüdlich schippt der Heizer neue
Kohlen in da Feuer. „So, S. hätten
Vst erreicht." redete ihn der Führer
im LltrrMt PleilMbera irp hohen
lstr vn W-H0 tzahWW lelst hri
--./ ....- . .
an. „Nun haben wir es nicht mehr
weit bis zur Grenze."
Fauchend rast der Zug durch den
Bahnhof. Nach einigen Sekunden
liegt auch dieses Städtchen hinter
ihnen.
„Was ist das? Ein roter Schein?
Wie rasend zieht der Führer an der
Bremse. Beide werden von dem furcht
baren Ruck auf den Tender geschleu
dert.
Die Soldaten in den Wagen wer
den durcheinaiidergeworfen.
Dcr Zug steht.
Entsetzt springen Offiziere und
Mannschaften aus den Abteilen. Alles
drängt nach vorn. Ein banges Rufen
und Fragen in der Finsternis. Einige
erklettern die Lokomotive und finden
Führer und Heizer leblos auf dem
Tender liegen.
Ein Soldat knipst seine Taschen
lampe an. Andere folgen seinen; Bei
spiel.
Plötzlich rin gellender Schrei. „Mein
Kind, mein Kind!" Ein Soldat hat
sich über ein dicht vor der Maschine lie
gendes Mädchen geworfen.—
Durch ein paar Schlucke Kognak,
die man ihr einflößte, ist Lina wieder
zu sich gekommen. Mst verstörten
Blicken schaut sie um sich. Sie weiß
nur, daß der Vater bei ihr ist, nun
kann ihr nichts mehr geschehen.
Nach und nach kehrt die Besinnung
zurück, und sie kann sich des Vergange
nen erinnern.
Mit bebenden Lippen erstattet sie
dem Hauptmann Bericht.
Den Soldaten läuft cs eiskalt über
den Rücken. Wenn dieses tapfere
Mädchen nicht gewesen wäre, lägen sie
jetzt, anstatt mit den; Feinde zu läm
psen, mit zerschmetterten Gliedern in
der Tiefe.
Nachdem Lina ihren Bericht beendet
hat, tritt der Hauptmann auf sie zu,
küßt sie auf die blutende Stirn und
spricht: „Du bist ein echte?, deutsches
Mädchen, du hast Hunderte von Sol
daten und den Bater gerettet."
Deutsche Familieuustmen.
Von den vielfältigen Duellen der
Familiennamen entwirft Professor
- Friedrich Kluge in einem kurzen, all
gemein verständlichen Abriß der Ent-
stchung unserer Familiennamen, der
unter dem Titel „Deutsche Namen
§ künde" erschienen ist, ein umfassendes
j Bild. Von dcr naturgemäßen Ein
namigkeit des Menschen geht Kluge
aus. Der Zusatz des Namens des
Vaters, Siegfried Siegmunds Sohn,
in dem man den Ausdruck des Fa-!
> milienstolzcs erblicken kann, führt dann
> zur Zwcinamigkeit; das Wegfallen des
- Wortes Sohn, die Anwendung des
j Lateinischen im Mittelaller brachte!
I Namen wie Paulus Petri, d. h. der
! Sohn des Peler und damit dann Fa
. miliennamen wie Adam;, Zachariae,
Conradi und auch in deutscher Form
wie Helmolts (Helmholtz), Jürgens
(von Georg stammend), Michels,
Schmitz (Schmits) hervor. Weiter
weist Kluge auf die geographischen Fa
miliennamen hin: „Wer die ange
stammte Heimath verläßt, erhält in
! der neuen Heimat leicht einen Zuna
> men, der die Herkunft bezeichnet."
! Wir brauchen nur an Frank und
! Franke, Schwab und Schwabe, Sachs
j und Sachse (auch Sachsse), Böhm und
Böhme (auch Behm) zu erinnern, wie
an die Familiennamen nach Ortsna
men. Weiter wird der Hauptname,
eine körperliche oder geistige Eigen
schaft (Stark, Groß, Klug, Dumm)
zur Namenquelle, und schließlich auch
die große Zahl der Berufe. Da be
merkte Kluge, das; die Häufigkeit des
Namens Müller, mit den Spielarten
Miller, Möller u. a., auf die Erblich
keit der Mühle hinloeist. Interessant
ist auch der Nachweis, das; die Verklei
nerungssilben zur Bildung neuer Fa
miliennamen gedient haben und init
solchen Silben ursprünglich nicht der
Sohn des Hauses bezeichnet wurde:
Köchli war aber der junge Koch,
Schmidlin der junge Schmied, Beierke
der junge Bayer. Aehnlich entstanden
auch die Namen Klemschmidt, Klein- 1
Paul, Kleinwächter u. s. w.
- - - ,
Buchstaben als Ortsnamen.
Das durch den Krieg geweckte In
teresse für die Geographie hat dieser
Tage in der Pariser Presse zu der Be
merkung geführt, daß es eine Anzahl
Oertlichkeileii gibt, die mit einein ein
zigen Buchstaben bezeichnet werden.
Das ist der Fall eines Bezirks im Ti- .
bet, der U heißt, einer Stadt in China, !
Provinz Petschili, die sich U nennt,!
einer zweiten chinesischen Stadt in der!
Provinz Chan Tung, die den Namen!
I führt, und einer Ortschaft auf der -
Karolineninsel Ponape. die sich gleich
falls des Namens U erfreut. Indessen
braucht man nicht so weit zu gehen,
um solche Zwergnamen zu finden. Ein '
kleiner Nebenfluß des Beuvron in
Frankreich heißt einfach A und inner- i
halb des von unsern Truppen besetz- -
ten Gebietes, siebzehn Kilometer von '
Peronne entfernt, liegt rin kleines Dorf
de Namen A.
sten. der letzte Postillon von; Gott- I
Kar-. Jahrelang führt er die Post i
üher den Gotthard, und dtr letzte
Post nach der Eröffnung -er ott- ,
Der Teutsche EorrestzoadknH Baltimore, M>, Montag, den 1.',. Oktober I!N7
„Müde bin ich..."
Skizze von Georg Müllcr-Hrim.
Nein —so am Fenster zu warten, bis
er kam —das hielt sie nicht aus! Im
mer wieder hinauszuschauen auf die
lxillendeii Schrille der wenigen Men
schen, die vorübergingen das war un
möglich. Es war eine so quälende
Unruhe in ihr, so quälend, wie sie sie
empfunden hatte, wenn er so lange
des Nachts ausblieb, wenn sie Stunde
um Stunde wartend lag, bis er heim
kam von Bergnügunge, die sic nicht
verstand. Und schließlich, als sic ge- >
sehen hatte, wie er langsam aus ihren j
Händen glitt, da hotte sie das Schla-!
fen gelernt, ohne auf seinen Schritt zu
horchen; aber da lockten die bösen schlaf
losen Stunden schon die tiefen Ru
nen in ihre „och so weichen Züge und!
die weißen Haare in ihren dunlelblon-!
dm Scheitel gezogen. Sie l-atte nach!
langem Kampf gelernt, ganz einsam
zu sein, und nun —nachdem schon so!
lange der Krieg gewütet, würde sie es
auch lerne, einsam zu bleiben.
Denn er war nun schon lange Sol- j
dat in der Kaserne und Hatte selten
Urlaub gehabt, sie zu besuchen. Sie
hatte damals, als im ersten Feuer der
Begeisterung die Mütter die Söhne
fortziehen lassen mußten, iiiimer ge
dacht: „Wie würde dir das sein? Wür
de dich die Abschiedsstunde auch so
groß und ruhig finden?"
Sie seufzie leise—ja. die Abschieds
stunde würde sie so finden, kein Bor
wurf sollte ihn treffen; mit der Liebe,
mit der sie den Knaben damals zuerst
in das Leben der Pflicht entlassen aus
ihrer Hut, als sie ihn zur Schule ge
bracht, wollte sie ihn ziehen lassen
in das Leben der Pflicht fürs Vater
land. Sie bildete sich mit einem Male
deutlich ein, er wäre doch noch ganz
der ihre wie in der Kinderzeit, wenn
sie ihm abends gesungen hatte, che sie
ihn zur Ruhe in sein Schlasstiibchen
schickte: Müde bin ich —geh' zur Ruh.
Die einsame Frau erhob sich von
ihrem Platz, sah noch einmal prüfend
auf den Tisch, der in der Mitte des
Zimmers gedeckt stand, und auf dem
alle die Leckerbissen prangten, die er
stets so gern gemocht hatte, die er heut!
noch sich solttc schmecken und die Neste
sich sollte einpacken lassen. Dann trat
sie an den Flügel. Wie lange hatte sie
ihn nicht geöffnet, wie lange seine Ta
sten nicht beruhn! Und ihre Finger
suchten und fanden die lieben Melodien
zu den Kinderlieben;, die sie ihn; ge
spielt in der Kinderzeit im Dämmer
des Abends „Guten Abend, gute Nacht,
mit Rosen bedacht, mit Näglein be
steckt," und all die andern, bis sie
schließlich leise übergingen ; die eine
geliebte und lang nicht gehörte' Müde
bin ich—geh' zur Ruh! Ach, sie war
oft so müde gewesen, hatte sich nach
Ruhe gesehnt—aber nun, jetzt durfte
sie nicht müde sein —mußte sie wachen
und schassen sür ixn; Einzigen, der da
draußen war. Draußen! Dieses eine
Wort, das alles umschließt, waS lciner
Erklärung bedarf, wo sie sind: sie sind
draußen.
Sie wußte nicht, wie es kam —aber
ihr war, als kam die Zeit von damals
zurück, als sei sie jung noch und froh
mit dem Sohn, der nur der Schule
und ihr gehörte, und ihre süße, feine
Stimme sang leise mii: Müde bin
ich—geh' zur Ruh—
Ta ein hartes Aufklinken dcr Tür,
der felogrcuie Soldat stand auf de;
Schwelle, groß und stattlich, selbstbe
wußt wie immer—wie ihr schien mit
einem etwas unsichere!; Lächeln auf bey
seinen Zügen.
„Guten Abend, Mutter."
„Guten Abend, Harald." —Sie faßte
nach der Klingel. „Soll Lina gleich
anrichten, oder hast du noch ein paar
Stunden Zeit?"
Harald ordnete an seiner Säbelkop
pel: „Ach, nein, Mutter, ich hab'
eigentlich gar leine Zeit—wir haben
uns, ich und zwei Kameraden, bei Be
sorgungen verspätet—wir müssen schon
um ii Uhr antreten, ich komme nur zum
Abschied, denn" er lächelte „du
j marschier;! doch nicht mit, wie so viele
> andere, um 10 Uhr gehts fort von der §
Kaserne zun; Bahnhof."
Frau Sophie fühlte es plötzlich eis !
kalt durch ihren Körper rinnen. >
Dann saßen sie am Tisch, und er!
ließ sich etwas von den guten Dingen!
einpacken, aber zuletzt steuerte er doch:!
„Ich kann ja so viel nicht tragen. Mut-!
ler."
Er wurde ganz unruhig. Ja, ja,!
als Soldat muß man pünktlich sein, j
und als ec aufstand, da gingen sein j
Augen noch einmal durch das wohn- .
liche, stille Zimmer.
Er sah auf die Uhr: „Ich muß fort, j
Mutter, es ist höchste Zeit."
„Geh mit Gott, tue dein Pflicht, j
denke an mich."
Er küßte ihr flüchtig die Hand, al'
sie seinen blonden Kopf an sich zog.
Es wurde ihm doch eigen zu Sinn, -
als er von dcr güten Frau schied, de
ren Treue und Liebe er kannte. Aber
—da unten an der Ecke wartete das
Auto, daS ihn zu Lotti RiehmerS
brachte, die auf der Bühne, einer kkei-
: '
hardbahn führt, er persönlich. In-
tcressnnt waren seine witzigen Plau
dereien über feine Erlebnisse, er
rilmeetftch nichtdep,r Zeit ss viel
neu Kcrbcirettbühnc zweifelhaften Rufs,
Lotti Rialta hieß, und bei der er noch
Fiffi Kcmova und Pussi Hölck treffen >
. wollte. Da sollte Abschied gefeiert
! werden. Noch zwei Stunden Wohlle
ben bei den Freundinnen—dann fort
in bei; Krieg—zur eisernen Pflicht.
Hinter der Gardine stand Frau So
phie, als sie seinen festen Tritt auf
der Straß vernahm—da ging er fort,
weit fort, jn die Hölle des Krieges,
und sie wußte—er ging erst noch Ab
schied feiern, wohin nur, o Gott, wo
hin? Sie sah und hoffte, aber er
; hatte keinen Blick mehr für sie—sein
! Auge helleuchtend, ging er davon, und
dann erklang sein Schritt auf der
! Straße, und de;-leichten Hupenion sei
> neS Autos, den hörte die einsame Frau
! nicht mehr.
Nun war er schon in der Hölle des
Krieges und fand selten Zeit, an da
heim zu denken! Nur. wenn die mit
j so vieler Liebe bereitete!; Päckchen von
! der Mutter kamen, dann kam es wie
! Rührung über ihn, wie sie wohl an
ihn dachte und sich um ihn sorgte. Von
i Lotti und Pussi und Fiffi belain er
; erst freundliche Postiartcngrüße, aber
j z richtigen Briefen oder gar zu Päck
! chen reichte die Zeit der Damen nicht
aus. Sie hatten auf der Bühne so
viel zu tun. Aber Lotti verzehrte sich
in Sehnsucht nach ihm—und hatte, nur
zum Trost, einen jungen Fabrilbesitzer,
der dauernd untauglich zum Militär
dienst war, an ihren Triumphwagen
gespannt. Aber cs war doch nett zu
sagen: „Ich auch einen Freund im
Felde, da, wo es jetzt so hart hergeht,
da ist er bei."
Als es eines Nachts aber sehr hart
hergegangen und der Feind mit stiir
nicnder Hand aus den Gräben vertrie
den worden war. da war auch Harald
Nuninger, von einer Kugel und Gra
natsplittern getroffen, besinnungslos
liegen geblieben, und als er zur Besin
nung erwachte, wußte er, das; er ver
loren war, wenn die Sanitätssoldaten
ihn nicht bald fanden. Wie war es
hier doch so hart und schwer, wie
fror ihn, nachdem er so gut wie mög
lich den Verband um die blutende
Brustwunde gelegt hatte. Ach, nun,
nun in Wärme und Helle und Stille
geborgen sein! Welch Glück wäre
j das! Die Schüsse trachten, der Kano.
§ nendonner grollte, die Maschincngc
wehre knatterten, der Regen floß in
Strömen von; nächtliche sternenlosen
Himmel.
Er legte den Kopf mühsam höher —
sollte das das Ende sein? Und mit
einem Male war ihm, als würde er
emporgehoben und heimgetragen—aber
nicht in Lottis von wohlriechenden
Essenzen durchduflctes Heim mit dem
raffiniert angebrachten elektrischen
Licht—nein, in ein trauliches, warmes,
schlichles Gemach, in dem einfache,
grüne Möbel standen und —ein zier
lich gedeckter Tisch—und in; Nebenzim
mer ein sauberes bequemes Bett, für
ihn hergerichtet.
Der Berwundele stöhnte schwer. Oh,
nur da sein, in die sanften, schmerz
vollen Züge der Mutter schauen, die
er so „langweilig" gefunden gegen
Lollis bewegliches Gesichtchen mit der
weißen Pudcrschicht, ihre sanfte Hand
fühlen, ihre liebe SÜmme hören —wie,
sang sie da nicht, war das noch cer
Donner der Schlacht, den doch daS
schlichte Lied übertönte: Müde bi ich
—geh' zur Ruh—wie gebt cs doch
weiter? Müde bin ich--geh' zur
Ruh
Mit den Worten: „Müde bin ich—
geh' zur Ruh" wachte einige Tage da
rauf Harald ans seinem Bette im
Feldlazarett auf—zu kurze, Bewußt
sein. Aber dann schwand es wieder,
um, wenn es fiir lurze Zeit zurück
kehrte, die Pflegeschioester mit der
Mutter zu verwechseln. Trotzdem die
Mutter alt war und die Schwester
jung. Da faßte er einmal—es ging
bergab mit dem jungen Leben- der
Schwester Hand und sagte! „Mutter,
sing' mir doch nv'N einmal: Müde bin
ich—geh' zur Ruh." Und leise, leise
summte di Schwester die Melodie.
Als er unter dem leis-n Gesang der
Schwester in ewigen Schlaf gesunken
war. schrieb Schwester Klara an Frau
Sophie Nuiiingei: „Der Mitteilung
> der Leitung vom Hinscheiden Jbres
Sohnes möchte ich hinzufügen, daß er
! mich zuletzt bat, ihm „Müde bin ich—
geh' zur Ruh" zu singen. Das haben
> Sie, gnädige Frau, ihm gewiß in der
! Kinderzeit gesungen -da hab' ich es an
j Ihrer Statt getan. Und dabei ist
! er eingeschlafen."
j Als Frau Sophie die TodcSnach-
richt ethielt, als sic den schweren
Kampf mit dem Schuicrz um de Bec
j lust ihres „Einzigen" durchringen
j mußte, konnle sic dankend dir Hände
falten: Er wgx„dcihcim geweserii-l-bei
ihr, bei dem Kinderliebe, das sie ihm
j so oft gesungen, als er heimging. Er
> war ihr wiedergegeben fiir immer, ob
I er gleich für immer von Ihr geschieden
, war.
' Wie Michelangelo in der bildenden
Kunst, so brach Beethoven in der Mu
sik zuerst rücksichtslos mit der Schule,
und damit beginnt erst die im engeren
Sinn moderne Kunst, die Herrschaft
der Subjektivität.
'
gesungenen Lirdes: „Ich bin vom
Gotthard der letzte Postillon" ? Mm
ist er Hinüber gegangen zur groben
An/dek letzte Postillon. '
Kriegsblind.
Eine Skizze von E. Wellner.
Felix Zeuner saß vor dem Zelt, in
dem er jetzt während mehrerer Ruhe
tage gelebt, und reckte die jungen kräf
tigen Arme. Sein hübsches frisches
Gesicht strahlte und mit seiner unver
! wüsilich guten Laune rief er lachend
einem Kameraden zu:
„Wetten, daß es morgen Sturm
gibt, Karle?"
„Da ist nicht" viel zu weilen," er
widerte der Unteroffizier, „das wissen
wir doch alle, daß es in den nächsten
Tagen wieder los geht; zu lachen finde
ich nichts dabei."
„Ach was," versetzte Fclir, „man
darf nicht die Ohren hängen lassen. Du
weißt doch, dreimal bin ich nun schon
verwundet worden und doch allemal
gut weggekommen. Warum sollte es
mir da morgen schlecht gehen?"
Der Freund zuckic die Achseln. Er
besaß nicht den nimmermüden Humor
des anderen, sondern sah mit trüben
Ahnungen dem bevorstehenden Sturm
angriff entgegen.
Bevor er an diesem Abend auf sein
Strohlager niedersank, betrachtete Fe-!
lix noch einmal die kleinen Schätze, die
er in seiner Brieftasche verwahrte.
Es war ein Bild seines Elternhau
ses, einer hübschen Walkmühle in Thü
ringen, ferner ein Keines goldenes M
daillon mit dem Bild seiner verstorbe
ncn Mutter, endlich die Photographie
eines jungen Mädchens, deren Kops
von dicke Flechten umrahmt war.
„Annemarie," flüsterte er, „davon
läßt du dir nichts träumen, daß ich
dein Bild mit mir herumtrage."
. Daß er jetzt so oft cm seine Jugend
freundin denken mußte, war ihm selbst
sonderbar, denn er hatte sie mehrere
Jahre nicht gesehen und inzwischen
ganz wacker mit andern Mädchen gelie
belt. Annemarie war weit weggekom
men aus dem kleinen Heimatdorf in
, die große Stadt, wo sie Kindergärtne
rin geworden war. Lei Ausbruch des
j Krieges hatte sic sich als Kraukenpfle
, gerin ausbilden lasse.
Felix ahnte nicht, wie eifrig Anne
marie die Berlustlislen gelesen hatte,
das Herz voller Angst, oli sie etwa den
geliebten Neunen darin finden werde.
Und wie innig Halle sie stets Gott ge
dankt, daß es bisher ein vergebliches
. Suchen gewesen ioar.
Sie hatte durch Briese aus der Hei
. niat erfahren, in welchen; Regiments
i Felix stand, saß allabendlich über eine
Kriegskarte gebeugt in ihrem Stüb
i chen und studierte den Fortgang der
Kämpfe.
Gestern war die Nachricht in den
Zeitungen erschienen, daß neue furcht
bare Kämpfe im Westen stattgefunden
halten. Diesmal war sie voller Angst >
um Felix. Er konnte, er durfte nicht
gefallen sein! Er mußte ja zurücikeh
ren—nicht etwa zu ihr, denn an sie
> dachte er wohl gar nicht mehr —aber
i doch zurück ins Leben, heim z
traulichen Mühle im Walde, wohin ei
, gehörte!
Furchtbar war die Ernte der Kriegs
' surie da draußen im Westen gewesen.
> Scharen von Kämpfern lagen starr und
, bleich unter dem Nachthimmel, von dem
, die Sterne hell und kalt herunter lächel
len auf die weinende Welt.
In ununterbrochenen Reihen liefen
die Träger mit ihren traurigen Lasten
vom Schlachtfeld zurück zur Etappe.
Unter den Schwerverwundeten befand
sich auch Felix Zeuner. Es fehlte ihm
keines seiner Glieder, es rann kein Blul
aus seinen; jungen Leib, aber ein wei
ßes Tuch, das ein mitleidiger Kamerad
! um seinen Kopf gebunden, bedeckte sein
Augen, die so jammervoll schmerzten.
! Ihm war das furchtbarste geschehen!
—zersprengte Metallstiickchen hatten
, sein Angenlicht zerstört!
l Ach, wie sehnte er sich darnach, in die
! Heimat zu komme, um dort sterben zu
können.
Sterben? Ja, lieber wollte er tot
sein, denn als Blinder durchs Leben zu!
gehen. Er, dessen Frohmut früher so!
unerschütterlich gewesen, der mit so
. heldenhafter Tapferkeit alle Härten des
Krieges ertragen, er konnte diese!
furchtbarsten aller Schicksalsschläge!
! § nicht verivinden.
Vierzehn Tage war er erst daheim §
!! im Thüringer Lande, lag in einem der!
1 besten Lazarette, wurde auf das sorg
l fälligste aepflegt—und doch schien er
ihm, als seien vierzehn Monate verflos ,
! sen.
s Sein Fall war hoffnungslos. Man
l! hatte längst nach seinem Heimatsorl j
!< darüber berichtet, die erschütterndes
Nachricht hatte auch Annemarie er
> reicht.
1 Da fuhr ein jäher Schmerz durch
j! ihre Seele. Hin zu ihm! Das war!
> § der einzige Gedanke, der sie beherrschte.,
! Es gelang ihr endlich nach vielen
i Bemühungen, in jenes Lazarett zu j
j kommen, in dem Felix weilte. Er war
längst außer Bett und saß nun stun
denlang in der Glasveranda, in welche
die Herbstsonne hineinschien, starrte
! vor sich hin und hörte kaum auf di
freundlichen Worte seiner Pflegerin.
> P oesie nnd Prosa. Tie
> Töchter: „Hentc, an, Geburtstage
l (Nüthe"s, vollen wir nikt vertheilten
Rollen mal die „Jphignie" vorle-
! wenn sie mit ihm plauderte oder ihm !
vorlas.
Da hörte er eines Morgens einen
leichteren Schritt, als die Stunde des
Borlesens nahte. Sein Gehörsinn
war bedeutend schärfer geworden und
er lauschte aufmerksam auf die Stim
me der neuen Borleserin.
Sie kam heran zögernd und
stand eine Weile am Fuße seines Liege
stuhls. Weis; wie Schnee waren die
Wangen der jungen Schwester, die dort
stand und auf ihn hinstarrte.
Zufällig war niemand lyeiter in der
Beranda und Annemarie brauchte sich
nicht zu schämen, das; ihre zitternden
Hände sich falteten und in einer Bewe
gung tiefsten Erbarmens bis zu ihrer
Stirn sich hoben. Fest, ganz fest preß
ten sich die jungen Lippen zusammen,
um den Schinerzenslaut, der sich ihnen
entringen wollte, zu ersticken.
„„Nun?" fragte Felix, da sie schwieg,
„ist Schwester Gertrud abgelöst?"
Anneinarie nahm sich mit aller Ge
walt zusammen.
„Ja," sprach sie leise, „ich will ver
suche, Schwester Gertrud zu ersetzen."
Er hob schnell den Kopf.
„Die Stimme leime ich doch —aber
ich weis; nicht—" sagte er unsicher.
„Heute ist ein sonniger Tag/ sagte
Annemarie, deren Stimme schon ganz
fest war.
„Annemarie!" rief er aus. „Mein!
Gott, Ackneinarie!" j
Nun stürzten ihr unaufhaltsam die
! Tränen aus den Augen und sie ergriff
seine Hände.
„Also haft du mich doch nicht ganz
vergessen? Das; du meine Stimme
wieder erkennst, Felix, ist eine unerwar
tete Freude für mich."
„Eine Freude?" wiederholte er trau
rig. „Ach. Annemarie, tvas kann dir
an der Erinnerung eines armen Blin
den gelegen sein!"
„Sei doch nicht so kleinmütig, Felix!
Koimn, mach ein anderes Gesicht. Du
wirst bald finden, daß ein Leben als
Blinder immer noch besser ist, als tot
sein."
Das war der Anfang der wunderlich
schönen Wocyen, die nun folgten. Es
war, als sprudle ein unversiegbarer
Duell von Kraft und Zuversicht aus
Anneniarics jungem Herze. Sie
wußte ihm nach und nach beizubringen,
daß er auch als Blinder die Walk
mühle daheim leiten tönne. Ein tüch
tiger Geselle und eine tüchtige Haus
frau würden helfen, alles in ordent
lichem Gang zu erhalten.
„Eine Hausfrau?" fragte Felix
traurig. „Das glaubst du ja selbst
, nicht, Annemarie, daß ein armer Blin
der geheiratet wird."
Da neigte sich das junge, frische Ant
litz näher zu dem seinen rd eiiie schel
mische Sümmc flüsterte:
„Muß ich dir denn wirklich einen
richtigen Heiratsantrag machen. Felix?
Wenn du mich haben willst, dann wün
! sehe ich mir ichiS Schöneres, als deine
Hausfrau zu werden!"
„Annemarie!" stammelte er ergrif
' fen. „Das kann doch nicht sein, Anne
marie!"
Sie kniete neben seinem Stuhl nie
der und hielt seine beiden Hände fest.
„Du sollst von mir hören, wie jede
Blume aussieht, die ich dir bringe. Ich
will dir so lange erzählen, wie schön
die Sonne scheint, bis du selber sie zu
schauen vermeinst. Ich will wieder
dein liebes alles Lachen hören und mir
alle Muhe geben, dich glücklich zu ma
chen —"
Da schloß er—keines Wortes mäch
tig—Aniieiiiarie in seine Arme und
hielt sie lange, lange fest—trotz des ver
lorenen Augenlichts ein glückseliger
Mensch.
Fiir alte Leute.
Jede Altcrsperiode hat ihre beson
! deren Gesundheitsregelii, für das
Jugendalter paßt nicht, was sich für
den vollkräfiigen Mann eignet, und
auch der Greis hat besondere Aor
schcifte in gesundheitlicher Hinsicht
! zu erfüllen. Beherzigenswerte Lebens
j regeln für das Alter stellt Professor
! Dr. Holm in Kopenhagen auf. Man
j gebe zunächst zu, daß man alt ist,
j spiele nicht den Jugendlichen, lerne
j mehr und mehr mit geschwächten Or
> ganen und verminderter Widerstands
! fähigkeit rechnen. Sich hüten vor kör
! perlichen und geistigen Ueberanftren
! gungen ist eines der ersten Gebote des
! höheren Alters. Bezüglich drü Schla
fes, der bei alten Leuten erfahrungs
gemäß oft mangelhaft ist, ist iin all
1 gemeinen vor künstlichen Schlafmit
i teln zu warnen, am wichtigsten ist der
! Humor, die gute Laune, das Fernhal
j tcn seelischen Kummers, da eine
! frohe Stimmung ein ausgezeichnetes
Schlafmittel ist. Eine fernere Lebens
: rege! ist: sich niemals dem Müßig
gang hingeben, besonders schähens
j wert ist die Pflege der Kunst, da ja
die meisten Sportarten fiir den Greis >
! ausgeschlossen sind. Auch philanthro- i
j pische Betätigung ist für die Altc.i in !
Betracht zu ziehen. Sorgfältige Haut
pflege. passende, in der Regel dickere
Kleidung kommen in der Hygiene drS >
Betagten speziell in Frage. Im Essen
keine Uebersättigung, namentlich bet
Leibgerichten!
sen!" - Mütter (erfreut) r „Las ist
eine würdige Feier. Kinder! Ich
höre dann zu und mache während
der Zeit die Gurken inl"
Französischer Dampfer gesunken.
London, 12. Oktober. —Lloyds
'Kurcau berichtet, das; ein Boot mit
sieben Mann von den, Dampfer
„Hiroudolle" beute Morgen tändele,
nachdem das Schiss aus einen Felsen
gestoßen und gesunken war.
Ei Rettungsboot mit dem KaPi
tän, drei Maats, zwei Maschinisten,
den Kanonieren und einem Seemann
N'ird mwmis'.t.
Ter Tampser war ein kleines
sranzösisches Schiss. Es sank nahe
der Jnjel Lark. im Englischen anal.
innerhalb drei Minuten,
Triitschlniid als Knrtvsfel-Liesernut.
Kv v e bag e n. >tt. Oktober. —
Dentichland bat Tänemark angebo
ten. eine gewi'se Menge Kartoffeln
zu liefern: Tentjeliiaiid erwartet aber
von Täneniark. das; es in Tentjch
land benotbigte Artikel danir liesert.
Verlangen Vergeltiingsmasiregeln.
London, l!i. Oktober. Tie
Morgeiizeitnngen deuten an, das; die
Negierung bereit in. Lnstangrisse
aus Teutschlaiid als Pergeltiineis-
N>as;regeln anssübre ;u lassen.
Tiefe Annahme isi ans den Besebl
basirt. das; lsieneral-Lieiitenant Tavid
Henderson, der (seneral-Direktor des
, Liist'chifserwesens, Lpczial Arbeit ;ii
! gewisen und (Generalmajor W. §.
Brancker, der Leiter der Luitichisser-
Trganisation der Armee, ;u einem
Eoiumaiido ins Ausland gesandt
wurde."
Tic Rcgistrirg.
lebte Negislririing von Wahl
berechtigten sür die kommende Wahl
fand geilern ,'iatt. Es wurden über
2>b> neue Wähler ausgenommen.
Tie schwacheNegistrirui'.g ist dem llin
siaude zuzuschreiben. das; viele der
jungen Männer, welche in diesem
Falire wahlberechtigt wurde, sich in
der Armee befinden. Tie Gesammt
;abl der Wähler beträgt zur Zeit un
gefähr l 27,000.
Elektrische krachte in Wagen.
Eine Elektrische der Madiso Ave.>
Linie eollidirte geslrrn Abend an der
Erke der Wilson Stras;e mit einem
Wagen von I, B. üppett von Nr.
äl l ül!>. Wilson Strahe, der von
dem Neger Haines Campbell von
N'r. l l lä, Fremoiil Avenue, gelenkt
wurde. Campbell ivurde aus seinen;
Sitz geschleudert und von de, Ltra
s;ebalinwaggoi, eine Distanz von 15
Nards iveit geschleift. Er wurde im
Auto von Tr. M. Weinberg von Nr.
ld!Ol, Madison-Avenue. nach dem
2Naryland General Hospital gebracht.
Er ist am Kops und an de Beinen
ziemlich übel zugerichtet worden und
befindet ich in ernster Gefabr. Ein
anderer Neger, der mit ilnn fuhr,
tam mit einigen Haiitobschürjiingen
davon.
Ein Heldenstück.
„Wer ist den der Held in dein
neue Trama des Herr Schmieren
berger?"
„Wie immer derjenige, der das
Stück auszuführen wagt."
Proiuinnrte Clubs.
„Advertising Club." Nr. 'S.
Soulb-Strohe.
„Ariel Nowing Club." Hern, Bar.
„Baltimore - Corinthir- Nacht-
Club," Ferrv Bar.
„Baltimore Club." Charles- und
Madison-Strahe.
„Baltimore Country-Club". No
la.id-Park.
„Baltimore Motor Nacht-Clnd."
am Fuße der Lighl-Straße.
„Baltimore Preß-Club," Nr. 21 l.
Osl-Faelte-2traße.
„Baltimore Nacht-Club." Focl
McHenry.
„Eatholie Elnb." Nr. B>f. Nord-
Charles-Straße.
„Eatonsville Country-Cluv " Ca
tonSville.
„Ebareonl-Elud." Howard und
FraukUn-Dtraße.
„Eilt, Club". Howard- undFcank
iin-Stras;c.
„Eity Elnb." im Itt. Stockwerk de
Muiisey-Eiebäude.
„Clover-Club." Rr./ll'il. Madi
son-Ävenue.
„Common ealtli-Club." Nr
Wcst'North-Aveiilie.
.Eoncord-Elub". Nr. ,2. Nord-
Earey-Strahe.
„Teinoeratie Elnb." Nr. 21'.. N.
Liberty-Strasze.
„Eagles Elnb." Maryland Thea
ter-Gebäude.
Elkridge Fox Hunting Club."
Eharles-Ltrahen-Avcnue.
> „Florestan Club." Nr. 522. Nord
i Charles-Strahe.
„Harmonie-Club," Nr. 41-1. West
! Fayette-Straße.
„Notar,, Club." Nr. Ittti. Eau'ta
! ble-Building.
„Sudbrook-Park Golf-Club." Sud
brook.Park. Md.
„Towson Town-Club." Towsuu.
Md.
„Union Lcague-Mtb." Nr. UtS.
Best^laratoga-StMe.
.Garrison Gv>
rison- und Hathorne.M.
5

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