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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, October 15, 1917, Image 6

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6
Lokalberichte ans Washington.
„T t. I o se p H s Liebesbn d"
wählt Beamte.
In der letzten Versammlung des
„St. loseph's Liebeshilndes" der ka
tholischen St. Marien ftirche wurden
die folgenden Beamten für das lau
sende Jahr gewählt: Präsident Win.
Neuland. Vice Präsident Henrn Ran,
Sekretär Ehas. Specht, Hülfs Sekre
tär Anton Lstinami, Schatzmeister
John B. Geier; Finanz Comite: Llto
Ruppert, Lowrence Mills und Joseph
Zegowitz; Verwalter der Halle: Henry
Hohmaim. Mit Bedauern hörten die
Mitglieder des Vereins, daß das Be
finden des bisherigen Präsidenten,
Hrn. Gregor ftramm, dessen Abwe
senheit bciiöthigte, da er sich zur Cr
holniig in's tzebirge begebeii iimßte.
Ter Verein besteht bereits 7l Jahre
und slorirt ausgezeichnet.
Deutsch - A in e r i k a ii i s ch e
Unte r st ü tzu gs -G e-
Icllschaf 1".
In Waßiiiaiin's Halle an der 7.
Straße. N.-W., sand die letzte, sehr
gut besuchte Versammlung des
„Deutsch - Amerikanischen Unter
stützungs-Vereins" statt, i welcher
Präsident John F. ftelle den Vorsitz
führte. Dies war die letzte Versanim
lung in diesem Lokale, da der Her
bergsvater infolge des Prohibitions-
Gesetzes sein Gelchäsl schließen muß.
Dem geschäftlichen Theile der Ver
sammlung folgte ein gemüthliches
Beisammensein. Die nächste Ver
sammlung des Vereins soll in der
„Sängerbund Halle" stattfinden.
„Onkel Brasig - Vergnü
gn n g s - Verci n".
Ter „Lnkel Bräsig Vergiiüguiigs
Verein" hat die HH. Henry Wehren
bcrg. George Mair, ftarl ftohler mid
andere Beamten als Mitglieder des
Vergniignngs-Comite's erwähli, wel
ches die nächsten Festlichkeiten des
Vereins veranstalten wird. Vice-
Präsident ftarl ftohler, der sich ein
Weiblein antrauen ließ und soeben
von der Hochzeitsreise zurückgekehrt
ist. war in der Vcrsainnilung aive
send nnd erfreu sich einer herzlichen
Begrüß
Ans dem li.mren Maryland's d
den lin>i enden Stnntrn.
Sol t getödkct.
Aus d - tz ! rhrt von ?)ork nach
dem Gcti r Lager ivnrde Tä
nie! Richarov o ein Soldat des 10.
Infanterie - tlftgiments, Compagnie
„B", getödtct und süiis andere Sol
daten angeblich nur leicht verletzt.
Ter Unfall sand um t Uhr 45 gestern
Morgen bei New-Lrford statt. Ter
Coauffcur C. E. ftront, ein 22-jäb
riger Einwohner von Gettysbnrg, be
findet sich in hesiiimingslosein Znston
de im Hospital zn Bork. Sein Zu
stand verschlimmert sich angeblich
-- - " " -- ' >
kür LiiuxUaxe unck Lincker
3oj/lNk
Immer mir ckt-r -
Dkl" DättUM im MkNStiskN BL°'-m u°n LkmhM Mrim-m
(25 Fortsetzung.)
Rach alle Himmelsrichtungen bin
gingen lange Telegramme in die Welt,
mid da es doch schließlich keinem
Zweifel niileclag, daß hier nur von
einem unvelschuldc-ten Mißgeschick,
nicht aber von einem böswilligen
stontroktbruch die Rede sein konnte, so
fand sich die Mehrzohl der in ihren
Hoffnungen auf eine effektvolle Zug
nummer getäuschten Direktoren bereit,
die getroffenen Vereinbarungen gegen
eine größere oder geringere Entschä
digung zu losen, und auch der Agent,
der anfangs eine ganz unverschämte
Forderung ousgeslellt hatte, strich vor
der Energie des jungen Russen allge
mach die Segel und gab sich mit weni
ger als der Hälfte seines ursprüng
lichen Anspruchs zufrieden.
)Wen für die überlebenden Löwen
rin angemessener Preis erzielt wurde,
so mußte schließlich noch eine ganz
hübsche Summe übrig bleiben, in de
ren Besitz Ratascha sür eine geraume
Zeit vor jeder Sorge geschützt war.
Und das allein war es, woran Boris
setzt koch dachte Er zweifelte nicht,
daß sie entschlossen sei, sich von ihm
zu trennen. Und er hielt es für selbst
verständlich. daß sie bis aus den letz
len Pfennig aft<>s erhalten müsse, was
er aus dem chisfbruch ihrer Hoff
üungei Ni retten vermochte. Seine
ous L.' g': Befreiung gerichteten
Pläne hott > r darum wahrlich nicht
vusgeget' m, oer es mußten andere
Wege zu il"er Verwirklichung gesun
de werde, und ihm allein würde es
Hmsort zukommen, diese Wege zu ent
dicken Er e: ichien ihm bei der ver-
Lederten Sachlage säst als das gera-
siihMj jede Gefahr hin nach
> -
i.r e-tiin. /
' schnell. Allem Anschein nach war nn
vorsichtiges Fahren die Ursache des
1 llnglücks.
Erlag cin c in Schade l
b r n ch e.
Frau Berkeley Rohrcr o Clcar j
Springs, die am Tonnerstag von dem
Automobil Peter ?)ost's ans Grants
t ville, Md., überfahren wurde, starb
I gestern Morgen am Schädelbrnch,
ohne die Vcsiniiuiig wieder zu erla
gen. Sie war 05 Jahre alt. Ihr
sowie vier Söhne und süiis
Töchter überleben sie.
Wieviel Muhammedaner lebe aus
der Erde?
Tiese Frage erhalt gegenwärtig
eine Bedeutung, die über das rem
slaliüische Interesse sebr weit hinaus
geht. Man hat sich bei der Beant
wortung von jeher mir aus iiiigesahre
Schätzuiigen berühren können, und
mau ist daher zu sehr weit von einan
der abweichenden Ergebnissen ge
langt. Etwas sicherer begründet schei
nen die jüngst in „Pekerniaiin's Mit
theilnngen" veröffentlichten Zahlen
von Ernst Lehlmaiin zu sein. Seine
Berechnungen zufolge leben etwa 2U>
Millionen Mobamniedaiier in Asien.
Afrika und Europa, lind zwar etwas
über I!)0 Millionen in Asien und
Europa, der Rest in Ajrita. Ans der
Balkan-Halbinsel. 80-.mie und die
Herzegowina ciiibezogen, wurden
etwa 3,100,00 Mo-Tems gezählt,
von denen 800.000 ans die europäi
sche Türkei komme. In der asiati
scheu Türkei leben etwa l l Millionen
-und 17s/i Millionen in Rußland
!30 Millionen Mohammedaner ver
! theilen sich ans Riedei lündisch-In-
dien, 'ährend ein Viertel aller Mo
! haminedaiier, etwa 07 Millionen, in
Britisch-Indie leben. Taz kom
men noch !>>/ Millionen in Persien
und 4s/' Millionen in Afghanistan.
Von den asrikaiiischeii Islamheken
! nerii stehen etiva 33 Millionen nter
englischer Herrschast iir Aegypioi.
dem Sudan und Rigerie. serner 2l
M/ftliane nter französischer. In
den deiit'cheii Schutzgebiete iviirden
2 Millionen gezählt. Mehr als die
Halste aller Islambe-kenner leben da
nach in den den Gegner Teutsch
land's iiterworsenen Gebiete.
Das Busvilett.
TaS Bajonett gilt gewöhnlich als.
eine französische Ersindimg, die nach
der Stadt Bayonne, wo es zuerst her
gestellt sein soll, benannt wurde. Wie
neuerdings bekannt wurde, waren je
doch diese „Flintenspieße" bereits
längst im Gebrauch, bevor das fran
zösische Heer 1070 damit ausgerüstet
wurde. Holländische Truppen sollen
das Baümett schon weit früher be
nutzt haben. Im Cause der Jahr
hundert hat die Waffe mancherlei
Wandlungen erfahren. Schließlich
hat das Seitegewehr das Bajonett
ersetzt; aber auch ,m,gekehrt hat man
nencrdiiigs das Bajonett älterer
Form zum Seitengewehr gemacht.
Xinäsr KoArsisri
/so fi.ciettkn'B
SK) k? s
Rußland zn begeben und dort den
Beistand der Gesinnungsgenossen in '
Anspruch zn nehmen. Gewiß war es
ein tollkühnes und gewagtes Unter
nehmen. denn Boris wußte nictsi, in
wieweit man ihn als einen Staats-
Verbrecher ansah und ob sein Name
nicht bereits auf der Liste der Geäch
teten stand. Aber die Rücksicht aus
seine eigene Sicherheit bedeutete ihm
nichts mehr. Und in dem Augenblick,
wo er nicht mehr um Natasck>a zu zit
tern brauchte, war er unbedenklich
bereit, seine Person preiszugeben.
Im Verfolg dieser veränderten En
tschlüsse hatte er an einen seiner Pe
tersburger Freunde geschrieben und
ihn in unverdächtigen Umschreibun
gen gebeten, ihn über die Lage der
Dinge zu unterrichten, soweit es sich
ohne Gefahr für den Briesschreiber
selbst tun ließ. Denn es webte gerade
zu dieser Zeit im Osten Europas wie
der ein recht scharfer Wind, und die
Nihilistenriecherei schreckte vor keiner
Indiskretion und vor keinem Eingriff
i in die persönliche Freiheit zurück.
- Er wußte, daß ihn der Freund
i nicht eine Stunde lang ohne Not aus
- die erbetene Antwort warten lassen
würde, und er hatte beschlossen, bis zu
> ihrem Eintreffen in der Stadt zu
- bleiben.
' Davon, wie heiß Natascha seine
i Ankunft ersehiüe, ahnte er ja nichts,
i Er war nach der Art, in der sie sich
: von ihn verabschiedet hatte, vielmehr
- der Meinung, daß sein Anblick nur
i peinliäp Empfinlmngen in ihr aus
- lösen könne, und daß sie ihm dankbar
- sein würde, wenn er ihr letztes Bei
- sammeusein so kurz als möglich ge
' * - G'-t . - . - '
Der Teutsche Evrrcsvondeiik, Dnstiinorr, Md., Montag, den 15. Lktvbcr l!)17.
Elektrischer Hanrstnüer.
Ter eleklrijche Motor, in einer nied
E lichen tleinen Ausgabe, ist setz! durch
! eine iieiic Ersindimg auch ein Werk
eng iiir Barbiere geworden.
Wobt Jeder, der sich das Haar hat
schneiden lassen, kennt auch den soge
nannten Clipper, der wenigstens siir
einen Theil der Arbeit mit benutzt
wird. Er ist aber bis jetzt nur mit
der Hand geführt worden. Jetzt hat
inan aber auch eine elektrischen
Haarstntzen hergestellt. Ter Barbier
brancht keine Angst zn haben, daß der
Motor, wenn auch Nein, das Wert
eng zu schwier sür ihn machen würde
Tenn der Motor ruht ans einen!
Sländen. und der „Stutzer" selber
sätzrt am Ende einer vier Fuß tan
gen, viegtanieii Schnur leicht und
gründlich über die Haarslüche dabin,
von der Hand des Barvier.' nur spü
lend gclentt.
Es wird versichert, daß nach diese!
Methode ein durchschnittlich gnter
Barvür das Haar eines Mannes in
fünf bi- höchstens zelin Minuten
schneiden tömie. so daß er viel mehr
.Cnnden Pro Tag bedienen taun und
auch enljprechend mehr Geld ver
dient. Und andererseil werden die
.den das ihnen so angenehm Hin
gend-e Wart „Rert" viel häufiger zn
höre beton,me. Also Befriedigung
ans der ganze Linie.
S traf e. Tainmersrischlerin
Iversnchend, eine ftnh ;>, inelten, die
ihr aber den Eimer unnvirstj: „Un
dantvare-: Vieh, jetzt laß dich lvieder
von den gewöhnlichen Cnhnüigden s
inelten!"
Ver. Sänger von Baltimore
(Gegründet 1883.)
Hanptgiiartier: „Germania - Män
nerchov Elnbhaus," Rr. 852, Nord
Hoivard-Straße.
Präsident Henry Thomas, Rr.
NO, West-Saratoga-Slraße.
John A. ftlein. Tirigent, Rr. 20l
Nord Linwood-Avemic.
Gearge Hin.melheher, protokolbi
render mid eorrespondirender Sekre
tär. Nr. -110, Forrest-Slraße.
Hermann Micklich, Schatzmeister.
Rr. 713, Warner-Straße.
Finanz-Sekretär Ehas. Reinhardt.
Scott- und Hamlniig-Straße
Win. B. Hildebrandt, Bibliothekar.
Rr. 2020, Frederick-Ayenlie.
Ehas. Reu, Nr. 210, Rord-Fultun-
Ave., Vorsitzer des Mnsik-EomiteS.
„Arion-Gesaiigyerein,"
„Havmonio,"
„Geriiun'ia-Mämierchor,"
..Frohsinn,"
„Thalia-Mannerchor."
„Mozart-Mannerchor,"
„Eichenkranz,"
„Germaiiie-Qnarteit-Club,"
„Melodie."
„Metzger-Gesaiigverein,"
„Weslend-Liederkranz/'
„Bäcker-Gesangverein."
HaPtgar<ier: „Rü'lol's Halle.'
Rr. 103. N'ord Frederiilst.oße. cede'.
Samsuig Abend, niit A-lim':ne l-:
dr-itte Samstags im Monat.
Gleich allen anderen zurzeit imi
Achambra-Theater auftretenden Ar
tisten hatte auch er an der Beerdigung
des unglücklichen Giovanni teilgenom
men, mck> tief erschüttert tvar er vom
Friedhof zurückgekehrt. Als er sei
Hotelzimmer betrat, sah er einenßrief
mit unbekannter Handschrift aus dem
Tische liegen. Er war mit der städ
tischen Rohrpost angekommen und erst
vor kaum zwei Stunden aufgegeben
worden.
In der Meinung, daß es sich tim
nne geschäftlickMngelegenheit handle,
öffnete ihn Boris ohne besonderes
Interesse, aber seine Angen öffneten
sich weit in Erstaunen und Bestür
zung, als er las, was man ihm da in
französischer Sprack-e mitteilte.
Der unbekannte Absender schrieb:
Mein Herr!
Gestatten Sie einem Manne, der
nur Ihr Bestes im Auge hat. Sie
zu warnen. Russische Geheimpoli
zisten. deren, wie Sie wissen wer
den, hier immer eine ganze Anzahl
tätig sind, haben Ihr Inkognito ge-
Und es ist mehr als wahr
scheinlich daß in diesem Augenblick
bei der hiesigen Polizei bereits der
Antrag auf Ihre Verhaftung ge
stellt worden wäre, wenn nicht der
Schreiber dieser Zeile, der ein auf
richtiges und uneigennütziges In
teresse an Ihnen nimmt, es zu hin
tertreiben vermocht hätte. Aber
seine Macht reicht nicht so weit. Sie
dauernd zu schützen. Wenn Sie
deshalb der Gefahr entgehen wol
len, festgenommen und per Schub
an die russische Grenze befördert zu
werden, so müssen Sie sich auf der
Stelle au dem Staube machen.
. . ! - ' ~ .
... , ~-c
R.ädchru warleien bcini orenna CM ballspiel i Rew/,'lork die ganze Rächt
ans dir ErüssiNliig des Billet-Bnreans.
(tG'vie Service > lCovvrittlrt llndcnvood Undcrw.wds
'' . /// //7>
tt'rirnche Lo>dnten"ünrrrrich>ett .Cuutkeu an tftebranch von Maschinen
gewehre.
' .-Cs'!,' i , Uil/.t .P NüUt Ni'C.a-)
Vergggchkit!
Vergangenheit
Sa lern, so -Veit !
Wohin ich sch.,'.
gran',.„.
llendliche Sohu-i).
Wüllll mir i„l s
lsgiiNliciße l!>räingi
Lv ineiner Sgi>ner;en
ili-nven nirin Auge,Nützt'
Dich - dicl> ünd' ich nicht.
Tie du so fern jo weit:
Vergangenheit! - „
H a ns ft a s p a r.
Tawpsschisfahrts lüesellscliastru.
,/V-allimore u. Philadelphia Tain
nsee-Ea." tEric-tson-Linie), Pier l. j
".litt Stias;e
i Ich glaube mich dafür verbürgen zn
können, daß Sie bei sofortiger Ab
reise die Schweiz noch unbehelligt
erreichen würden.. Jede Verzöge
rung aber, und wäre es nur um
eine einzigen Tag, dürfte Ihnen
verhängnisvoll werden.
Vieleicht interessiert es Sie übri
gens, bei dieser Gelegenheit zn er
fahren, daß Ihr Freund Sergej
Gruew vor ungefähr fünf Monaten
im Gefängnis zu.... am Typhus
gestorben ist. Ick, vermute, daß Sie
keine allzu lebhafte Regung verspii
reu werde, sein Schicksal zn teilen.
Ein aufrichtiger Freund.
Es war zunächst nur der letzte Sah
dieses sonderbaren Warnnngsbrieses,
den Boris wieder und wieder lesen
mußte, weil er ihn getroffen batte wie
ein betäubender Schlag. Wenn es
' Wahrheit gewesen wäre! Wenn das
' nnersoischliche Sckncksckl seine Ent
scheidung bereits getroffen hätte, iväli
- rend armseliger Metischeliwitz seine
l kurzsichtigen Pläne schmiedete, nm den
- Lauf dieses'Schicksals zn HZtimmen!
Wenn der-unglückliche Sergej einge
! gangen war z jener Freiheit, die von
: keinesTcüpown.bniMler WMür mehr
- bedroht ist ! Es wgr, eine Stimme
' in Boris Inner, die ihm. sagte: „Ja.
- es ist die Wahrheit!" Aber daneben
- regte sich doch eine Hoffnung, daß der
- „aufrichtige Freund" ein Lügner sein
c könnte, wem, er auch außer stände
mar. eine Erklärn Gr die Motive
solcher Lüge zu finden.
Und wer war dieser geheimnisvolle
i Warner denn überhaupt? Wer konnte
i ein Interesse daran haben, ihn vor
c der Gefahr einer Verhaftung zu be
. vahren? Er hatte es ängstlich verinie
-i ~lch> S -ccüj - M
' - . Niix.-k' .n:
„New-Rork und Baltimore Trans
' portatian Eo.', Fuß der Frederick
! Straße.
„Baltiinore Steam Packet Ca."
! (Lld Boy Line). Piers 10 —13
I Ligbl-Straße.
„Merchants and Miners' Trans
! portativ Line". Pier 3, Fuß von
' Gavstraße.
„Chelapeake Steainship Line",
Pier U>. Light-Straße.
„Aiaryland. Telamare and Vir
ginia", Piers 2. 3,1, 7, 8 und 0.
j Eight-Straße.
.Baltimore. Chesavcake L Atlantic
h'c'ilw.tt, Co.". Piers- 1. 5. 6
i und 8, Lightstraßc. und Pier 1
> -all Straße.
den, hier in der Stadt irgendwelchen, i
auch nur den oberflächlichsten Berkehr !
mit russischen Landsleuten anznknüp- i
sen, und überdies war die Fassung
nicht derart, das; sie ans einen Lands- !
mann und Gesinnungsgenossen als I
den Urheber hätte schließen lassen. !
Wie hätte ein solcher sich denn auch .
der Macht rühmen dürfen, eine von
der Polizei beabsichtigte Maßnahme ,
verhindern zn können! Nein, sofern
nicht etwa der ganze Inhalt des
Schreibens ans der Luft gegriffen
war, konnte eS nur von einem Men
schen berrübren, der mit der russischen
Geheimpolizei in Berbiiidnng stand,
und es war nach dieser Erkenntnis die
natürlichste Ideenverbiilduiig von der
Welt, auf Laszlo Szamory, den
Spion voit Zürich, zn raten.
Rur sür eine kurze Zeit war Boris
Rasumin im Ungewissen über das.
was er zn tun habe. Tann batte er
seiiilm Enlsckilnß gefaßt.
Tara, den ihm erteilte Rat zn
beherzigen und Hals über.üopf die
Flucht zu ergreifen, batte er nicht ei
nen Augenblick gedacht. Aber er wollte
sich Gewißheit verschaffen, oh sein/
hinsichtlich Szamorys zu
traf, denn mir ans solche Art durfte er
Hessen, mich seinem qualvollen Zweifel
i über die Wahrheit von SergcsS To
' desnachricht ein Ende gemacht zu
i sehen. A diesen! Abend noch wollte
' er mit dein Ungarn svrechcn. wollte
' ihm ohne jeden Rückhalt sagen, daß er
ihn für den Urheber des Briefes hielt,
> und wollte den Beweis sür die Wahr
' heit seülcr Mitteilung von ihm for
: dern.
- Gegen Ende der Vorstellung hin bc
- gab er. sich in das Alhambra-Theater.
7 ' '
Nndiktilheiluiig der Nervenschwäche. -
...; ~ e
Schwache, nervöse Personen, geplagt von Hofsiiuiig-Aosigkcit und
schlechten Träumen, erichopseiiden Ausflüssen, Brust, Racken- und
ftopfschiiierzen, Haarausfall, Almahme des Gehörs und der Sehkraft,
Ziatarrh, Magendrücken. Stuhlverslovfiiiig, Mndigteit. Errathen,
Zittern, Herzklopfen, Brustbeklemmung, Aengstlichleil und Trübsinn
erfahre ans dem „nngendsrrniid", wir alle Folgen jngcndlichcr Vcr
irrnngrn gründlich in kürzcstcr Zeit und Striktiircn, Slniicnflnsi
Phinivsis, .Zrainpflidkr- und Wnssrrbriich mich rincr völlig urnen Me
thode ans einen Schlng geheilt werden.
-chXfii, !i i*'Nl's in i>oc >!- f>c -0- >i-,"los:!' ilrsl>Ullen
mil> li'l'rrc'ickii-is I'liii,.-. ,>,cl><- -> >' eund '.-IN. Isü ~kln>>-u werd,-II Ule,
i>- vllül: cn . <.'G - . >
. Teutsche Privcit-ftliuis, 137 East 27 Sir,, R"u s-sork, ,
Ä. ,u w >
- - - - -
.... ' " . .
Dev und die Kevge,
Tliälev, Wttldev nrrd Heiden.
i Ilm diese zn genießen, lim das Land in seinem schönen Herbstkleid T
zn bewundern giebt es nichts besseres als ein T
-§>
s UsTlev-llsvirison IVlotai' vvose.
<L> .
Ein Motorrad bringt einem nach Gegenden, die mit einem
/ Automobil nicht zn erreichen sind.
ch
Tie l!1lZ-Maschinrn sind seht bei uns zur Schn ausgestellt.
Wir laden Sic zur Besichtigung ein.
jr cmi IO7ON ovkispLkiv i
! : Weft-Rorth Avenue.
Das größte cxklnssivc Motor-Geschäft östlich von Ehicago.
! ,'7 <
R.-L^Eis/o Ba^n-Gebäude.
St. Paul
Ahoniiciiten, die den „Teutschen Eorrespoiideiitr" nicht pünktlich oder
'.liircgrlmäßig erhalten, sind gebeten, der Lssice davon per Telephon oder
. sü-riftlich Mittheilung zn machen.
UM Laszlo Szamorn nach der Beendn s
gung seiner ldbimmer vor der Garde- i
robe zn erwarten. Aber zu seiner l
Ueberraschung teilte man jhm mit, t
das; der Ungar an diesem Abend über- i
Haupt nicht ausgetreten sei, sondern l
sich unter Angabe triftiger Gründe für ,
zwei Tage beurlaubt habe. Boris ,
kehrte in das Hotel zurück, von der ,
Hoffnung erfüllt, ihn vielleicht dort '
zn treffen. Aber er erhielt auf seine !
Frage die Auskunft, das; Herr Sza
mory gegen Abend abgereist sei
inan wisse nicht wohin.
Während er noch auf dem Gange !
mit dem Geschäftsführer sprach,
huschte Rose an ihm vorüber. Sie
hatte das Gesicht abgewendet und ,
grüs;te ihn kaum, so das; er von ihrem
schetien, hastigen Wesen den Eindruck
empfing, sie Msse irgend etivas auf
den. Gewissen lben, das ihr unmög
lich mackste/ihm frei und offen in die
Augen zu sehe,,. Darum rief er sie an
und srmtzte sie, ob sie, wie er es ihr
ousgetrageü, an Mademoiselle Weiss,-
lissa geschrirbeil habe. Sie bejahte
mid fügte dioVersicherung hinzu, das;
sie den vor Skimde
selbst zur PU-gebracht HM.'.' Tana
aber sagte sie.: . .
„Ich habe übrigen? noch eine große
Bitte, Herr Sarasow! ' — Ta Made
moiselle vorläufig nicht mehr aufzu
treten gedenken, werden Sie meiner
vielleicht nicht mehr bedürfen. 'ln die
sein Falle wäre cs mir sebr angenehm,
wenn ich nicht erst nach Hamburg zu
reisen brauchte, sondern gleich von
hier auS nach Paris zurückkehren
könnte Es ist mir ein sehr vorteil
haftes Anerbieten gemacht worden,
, und ich möchte mir die günstige AuS
/S ! .'.'uirwk t- . .mm,,ta. ' -
i : .
sicht nicht gern entgehen lassen/' 80.
ris erwiderte, das; er nicht bevollmüch
ligt sei, derartige Eiitscheidiinge zu
treffen, Ich das; er ihr anheim geben
müsse, sich mit ihron, an Ma
demoiselle Wasstlissa z wende,,. Lüne
itMl zu antworten. -,aa sich dar- Mäd
cheil zur.ick. Ter Geschästsftihrer
abxr, der ein Ldrenzeiiae der kurzen
Unterhaltung gewesen war. iv.einte
lächelnd:
„Wollen Sie wissen, wen ich sür
den llrbeber jenes vorteilllasten Aner
bietenS halte, von dem Fräulein Rose
sprach?—Meiner Ueberzeugung nach
ist es kein anderer als Herr Laszlo
Szamorn, denn seit dem heutigen
Morgen steckte die /ose beinahe beslän
dig mit ihm zusammen und es schie
nen Übrigens wichtige ?lnp'legeiihZ.
teil Zt sein, die sie miteinander zu ver-
hatten/'
Zumr legte Boris in diesem Angen
blick, wo ihn sp bück wichtigere Dinge >'
beschäfjigteu, ' dek Mittelltmg bes ' '
Mannes keine allzu gros;e Bedeusug
bei, Mwr abc'r kaiii sw ihnl lvieder in
den Hnn und sie trug nur dazu bei.
Um kn der Ueberzeugung zu besläti
gen, das, dieser SZauwry irgend einen
ganz bestimmten Plan verfolge, in
welchem sowohl Nätgschas Jose 'wie
lener warnende Nohrpostbrief eine
wohlbcrechnetc Nolle zn spielen hal
ten.
(Schlus; folgt.)
Das Flächengebier der Ver.
Staaten niit Ausschluß der Insular
besitznngc, beträgt 2,025,c)0 Qua
dratmeilen: das des gesamten Euro
pa 3.700.000 Ouadratmetlen. '
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