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Der Deutsche correspondent. (Baltimore, Md.) 1841-1918, March 14, 1918, Image 1

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I'ultzlwlieck aiick ilil>iti<>ck unUer -
O perinit >-. nultioiireck bx >Ue L
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' OMoo <t I.ttliimore, -
8. Uurlesoi,
postwastsr Lensral.
78. Jahrgang.
Kamps btgliittltll.
Aussichten für die Ltadt
günstitt.
Lenator Allen kämpfte für
Lnbstitut-Bitt.
Tcr '.N'ariiländer Senat wird heute
cUtscheid;'.— Republikaner stehen
für die Stadt ein. - Frauen-
Slimiurecht zur Ruh gelegt.
Verschiedene andere bedeutende
Bills - Eomile
Sitzlingen den ganzen Tag.
A napoli S, l 11.- März.
Tie Redeschlacht in dein Kampfe nm
die Bill für die Erweiterung der
Stadtgrenzen hat heute Nachmittag
begonnen nnd wurde bis gegen Mit
ternacbt geführt, nnd dann vertagte
inan sich bis morgen, um allen Be
tlieiligten Gelegenheit zu geben, lick'
auszusprechcn.
Vor dem Senat lag der Antrag,
das Amendement oes Senators
Allen von Baltimore Eonnlli an
Stelle der Bill des größeren Ball,
more Eoniite's anzunehmen. Tas
Amendement wurde vom Senator
Allen als die Bill des Senators
Eampbell von l!lk> bezeichnet.
Att- die Sitzung kurz vor k> Übr
begann, ersuchte Präsident Eampbell
den Senator Allen von Baltimore-
Eonnlli um die Antwort auf die
Frage des Senators Harrison, ob
das vorliegende Amendement die ur
sprüngliche Eampbell Bill sei. Se
nator Allen erwiderte, das; es die nr
sprüiigliche Eampbell Bill sei.
Präsident Eampbell enkgegiiete,
das; er nicht wünsche, daß das Amen
dement seinen Name trage. Lena
tor Allen entgegnete. das; das Amen
dement dasselbe sei.
Senator Eampbell wies auf Grund
von Vermessungen des Majors Slstr
lcii nach, das; die alte Eampbell Bill
tt7.,"> Oiindratmeilen der Stadt zu
füge, dagegen enthalte dieses Amen
dement nur l7>F> Onadratmeilen.
An der Nordsei!;' würden nur 1870
Oundratfuß an die Stadtgrenze au
geschlossen.
F„ seinen- Antwort sagte Hr. Allen,
daß nach dem Amendement I st'S
Onadratmeilen mil -last- Seele
nnd ljlüll.tttttt.ttttl Steuer-basis aus
Baltimore Eonnth genommen win
den. Von Anne Arnndle Eonntii
würden tt>,R Onadratmeilen abge
schnitten.
Hr. Allen behauptete, daß nach de!
Hansbill viel zu viel Ackerbaudistrifte
eingeschlossen würde.
Ter Redner machte dann Vergleiche
zwischen den Vorschriften seines
Amendements mit denjenigen der
städtischen Vorlage. Fn dem 2b
siinite werde das Fiskaljahr so ge
ändert werden, das; Steuerzahler in
beiden Eonntics nicht gezwungen
werden könnten, doppelt Steuern zu
bezahlen.
Hr. Allen machte da Vergleiche
mit den Stenervorschristen in bei
den Bills und betonte. waS in dem
Amendement für die Lehrer und
Lehrerinnen gethan sei. Fn seinem
Substitut seien die Ainvöhner an den
2ä Meilen Staatsstraßen von der
Bezahlung der Extra Pflaitcrungs
Steuern geschützt. Fm >7. Abschnitt
seien ebenfalls Vorkehrungen für die
Uebernahme der Wasserwerke nnd
des Abzugskanal-Snsteuis gemacht.
Seine Bill schreibe ferner vor. daß
die Bürger in den zu annektirenden
Tistrikten selbst über die Frage ab
stimmen sollten.
Hr. Allen behauptete, daß nach der
siädlisclien Bill die reichen Grnndbe
fitzer, wie Fenkins. Lanahan etc., im
nördlichen Annex mir gegen ihren
Wunsch in die Stadtgrenzen aufge
nommen werden sollte, nm besteuert
werden zu können. Ter östliche Theil
sei der Stadt ziemlich ähnlich und
gegen düsen Anschluß nichts einzn
wenden. Ter nördliche Theil sei
nicht bereit, in die Stadtgrenzen zu
gellen. Hr. Allen behauptete, daß
nach der Eonstitntion Niemand ge
zwungen werden könne, seine Fuge
Hörigkeit zu ändern ohne die Fnstini
mnng der Betreffenden.
Ter Redner ging dann an! einen
Vergleich des Substituts mit der
! Campbell Bill in lt'ltt ein. nachdem
; die Amendements angenommen wor
! den seien.
Ter Redner griff auf einen Vor
, jall vor zwei Fahren zurück, bei wel
chem der Senator Mudd vonEbarles
Eonntv betrunken gemacht sei, um
dem wecke zu dienen. Eine Bill.
die vor zwei fahren gerecht gewesen
wäre, sei auch jetzt gerecht und daher
empfehle er das Amendement.
Er kritisirte die republikanische
Partei wegen der Annahme eine''
Platform zu '-linsten von Annerion
ohne Referendum. Senator Alle
schlosi mit der Erklärung, das; die
Ver. Staaien gegen die willkürlichen
liebergriffe einer fremden Macht
tämpflen, und hier wolle man rück
sichtslos über die Wünsche der Biir
ger von Baltimore-Eoniitn marsch!
reu.
Senator Boinäcrger von Washing
ton Eonnttz erklärte, das; er die Frage
sehr sorgfältig erwogen und beschlos
sen habe, an den Platform Verjvrecl,
uiigen der republikanischen Partei
feslzuhalren. einer statistischen
liebersicht habe er gefunden, das; über
ein Tntzend Städte in den Ver. Staa
ten Baltimore überflügelt hätten,
und daher irgendwo ein Fehler lie
gen mäste. Er sei für die Annahme
der Eröszeren Baltimore Bill. damit
diese Frage auf Fahre hinaus als er
ledigt betrachtet werden tonne.
Hr. Bomberger schloß mit der An
ficht, das; Washington Eounti) sehr
viel an der Entwickelung der Stadt
Baltimore betheiligl sei, und jeder
Mariiländer solle jlglz ans das Wach .
tliniii der Stadt sein.
lim f„7 Uhr machte der Senat
eine Panse bis 8 Uhr. nach welcher
Senator Tnvall von Anne Arundel
Eounlii das Wort erhielt. Senator
Tuval sprach etwa.eine Stunde lang
und, so bald er geendet batte,
tagte sich die Körperschast
Mittag. Senator Tnval wandte sich
grösitenkhcils in seiner Rede gegen
die „corrnpte" städtische Administra
tion und speziell gegen Stadt Anwalt
Field.
linker den vielen Besuchern in der
während der Tebattzu
wgren Ec Senator Folm Hübner von
Ballimore Eoiinly, Er Richter Heiirii
T. Harlan, Stadtvroknrator S. S.
! Field, Hr. Frank N. Hoen, E ;
Manor E. Elai; Tinianus, Ex Senn
tor Wm. F. Ogden, vr. l'leo. N. iNii
ther und viele andere prominente
Baltstnorer.
„;!nr ewigen N n h e."
2.ach einer langen heftigen Tebatte
wurde beute Nachmittag im Unter
Hause die Bill des Hrn. Wright. den
Frauen von Marnland das Stimni
recht bei Präsidentenwahlen zu ge
ben. zur ewigen Ruhe befördert. Tie
Bill wurde vom Eomite für Wahlen
ungünstig ei berichtet, und der Be
fürworter Wright stellte den Antrag,
die Bill für den ungünstigen Bericht
;u subslituiren. Fn seiner Rede zu
Eunsten der Vorlage wurde der Ee
setzgeber von Earoline-Eountn so
heiß, das; er den Nock au-.-zog und i
Hemdsärmeln zum Fubel der Hu
derte von Fraiienrechtlerinnen in den
Eallerien und im Unterhaus;' mit sei
nen Argumenten „vom Leder zog".
Ter frenetische Fubel der Frauen
über den Muth des Herrn vom Lande
dröhnte durch das ganze Staatshaus
bis in die EouvcrneurSzimmer, nnd
der Gouverneur, der Staats Sekre
tär nnd die Beamten liefe alle nach
den Gallerten, nm den Kampf mit
anzusehen. Ter Antrag ging mit 12
gegen >T! Stimmen verloren, und da
mit war die Bill todt. und dann win
de die sogenannte Legislativ Klarn
wer noch angebracht, so das; in dieser
Sitzung die Frage nicht wieder ange
schnitten werden kann,
l Während der Tebatte über die
Frauenstimmrechts Bill wohnten
Frau N. Talbott, Frau Tr. Wtte.
! Frau Elis. Pleitner und Fr!. Kiicll
! von den Anti Suffragetten den Ver
! Handlungen bei.
Todtge in a ;h t.
Tie Bill des Herrn Telaplaine.
alle Pensionen für Richter ;n wider
rufen, wurde nach langer Tisknsjion
im llnterbause mit li 7 gegen 2l
Stimmen tokitgemackit.
Mit 0 gegen Ist Stimmen machte
der Senat die Bill des Senator:-
Grafen, todt. in welcher man die Ab
j sicht batte, daß ein Amendement zur
Ver. Staaten-Eonsiitntion erst dann
ralifjzirt werden sollte, wenn die be
treffende Gesetzgebung zwei Fahre
danach erwählt wurde.
- Gehalls - Erh ö h n n g.
Herr MeElnrg reichte im Unter
> Hanse eine Bill ein. das Salär der
Probationsriüster an den Baltimorer
lFortsetzung siehe 2. Seite.)
Baltimore, Md., Donnerstag, den 14. Mar; 1918.
tirltkiidk HM
i
Wird Nüssen entsiegen
gestreckt
Po der amerikanischen
Arbeiterw.lt.
i
; Samuel Aston.pers übermittelt im
Namen der „American Alliance
sor Labor und Temocrach"
Rußland eine Smiipalhie Bot
schaft. Erbittet Anregungen,
wie am wirksamsten Rußland
Hülfe geleistet werden kann.
Washiii g l o n, l;!. Blärz. -
Hr. Samuel Gompers, der Präsident
der „American Federation of Labor"
übermilletle heule im 'N'ameii der
„American Alliance for Labor and
I Temocrgui" an de all russischen
i Eongreß der Soviets eine Slimpa
! liste Bokscha't fiir das russische Volt
„in seinem Kampfe für Freiheit".
Hr. Gompers sagt:
„Wir wenden uns an Sie im Na
men der Wett Freiheit. Wir ver
sichern Sie, das; das Volt der Ver.
Staaten Schmerz empfindet über je
den nach der russischen Freiheit ge
richteten Schlag, gerade liste es einen
Schlag nach seiner eigenen Freiheit
empfinden würde. Tas amerikani
sche Volk wünscht, dem russischen
tke in seinem Streben, die Frei
heit zu sichern und stire Opportun!
täten zu genießen, zur Seite zu stehen.
Wir wünschen, das; man uns mil
theilt, in welcher Weise wir helfe;;
können.
'Wir sprechen für eine große orga
nistete Bewegung der Arbeiterklassen,
welche sich der Sache der Frreilieik
und den Fdealen der Temokralie ge
weiln haben. Wir versichern Fhnen
ferner, daß die ganze aisterikanische
Nation den glühenden Wunsch lieg!.
Rußland zu helfen, und daß sie mit
Begier eine Andeutung von Rußland
erwartet, wie dieser Beistand in der
wirksamste Weise geleistet ivcrden
könnte.
Allen denen, welche nach Freiließ
streben, rufen wir zu; „Muth, die
Gerechtigkeit muß trinmphiren, wenn
alle freien Völker vereint gegen die
Autokratie zusammenstehen. Wir er
warten Fhre Anregungen."
Eong r e ß de r Soviets
v e r j ch o b e n.
M o S t au, l st. März. Ter all
russische Eongreß der Soviets, wel
cher einberufen worden war, nm den
Friedensverkrag mit Teutschland zu
ratifiziern, hat die Eröffnung seiner
Sitzungen ans Tonnerstig, den l>.
März, verschoben.
A in e r i k a n i s ;;> e M ission
n a cli Odessa abg er ; i st.
Was h i gto n, Ist. März.
Tie Mitglieder der amerikanischen
nnd Allurten Missionen cm Rmnä
nien sind aus Fasst) nach Odessa ab
gefahren; es ist ihnen von dem Kö
nig von Rumänien sicheres Geleit
zugesichert worden. Sie waren in
j Onarantäne gehalten worden.
! Tie Nachricht von den Eommisfio
neu kam vom Gesandten Vopicka, de'-
erklärte, daß die österreichischen 'Auto
rirälen versucht hätten, die Eommü
dreißig Tage lang zu detim
i reu. Eine Untersuchung ergab, das;
I keine sanitären Gründe vorlagen,
! nm die Gesellschaft zurück zu halten,
!mid es wurde Protest erhoben, wel
cher die rumänische Regierung über
zeugte, daß sie den Eoimuijsloneii zu
Hülfe kommen müsse. Es wurden
l daraufhin Vorkehrungen für ihre so
§ fertige Abreise getroffen,
l Ter Gesandte bemerkte in seinem
Bericht über den ;jwi scheu fall, das;
j das Vorgehen der Oesterreicher al
eine Falle angesehen werde.
Fnsammen mit den Missionen sich
reu die Mitglieder des aulerikani
scheu Nöthen Kreuzes ab; die fran
zöfischen und britischen Eontingente
umfaßten mehrere Hundert Mann.
Numä ii i e n's Gre u z e wi r o
geändert.
Ter Gesandtei Vopicka berichtet.'
auch dem Staats Teparteinent. daß
i Rumänien von den Eenlralinächlen
der schärfsten Verfolg;; misgejelst
werde. Trotz der Unterzeichnung des
F-riedeusvertrages iverüeii die lstren
! zen Rnmänien's unter der Klausel,
welche eine Adjustirung der Grenz ;
; linien vorsah, weiter verändert.
' N i ch t s Neues in Volodg a.
i W ashi ngt o n, l;!. Rlärz.
Eine heute vom Botschafter FranciS
, in Volodga an da-;- Staals Teparte
ment gesandte Kabeldepesche sagte,
das; dort keine iieuen Entwickelungen
eingetreten seien. Tie Miltlieilung
i sagte nichts von einer etwaigen Ab-
sicht der amerikaiüfwe,, und Allurten I
Botschasten, Volodga zu verlassen.
,Hx. Francis berichlele, das; der Bür
germeister von Volodga ein Tiner zn
Eohren der Botschatten gegeben habe.
Tont j ch e vei-lia f t e n Am e
r i t a n e r i n F innl a n d.
S t o ck l> o l in, El, Mär;, - - Ter
amerikanisch;' Eonsnl rhornivell Hatz
! ne-;, der mit fsinizelm Amerikanern
! au,- Helsingfors floli, ist jetzt in Biör
, neborg, Finnland, wie Meldungen
besagen, die der Gesandte Morris er
bielt. Es verlautet, daß die Teut
scheu Amerikaner und Briten militä
rischen Alters verhaften, wo immer
fie dieselben antretteii. iva-.- es un
! möglich machte, das; Hr. Hannes und
§ feine Begleiter über die Aland Faseln
j reisten. Es ist möglich, daß sie per
i Schlitten durch die Linien der Wei
Ben Garden hindurch nach Tornea j
! und von dort nach Biörnebnrg fnl,
j ren.
!Fali r e s tag de >- rnjfi s ch e n
Revoln t i o n.
j Petersburg, !2. März.
; Heute ivar der Fahrettag der rnsfi
, jchen Revolution, und die Regie
! rnngs Bureaus, die Fabrile und
! Truckereien blieben geichloffen. '.'luch
l die Siraßenbalinen standen still. Es
gab keine öi'entlichen Temoiiilratio
i neu.
Tie amerikanische Artillerie zer
! störte geilern Nacht völlig eine -deut
! sciie Stellung, in ivelcner 2'X Gas
l iverfer aufgestellt waren, bereit für
! eine Gasangriff, Tie Gasiverscr
! wurden durch Photographien von
l der Luit aus entdeckt und sobald die
, Position der Gaswerier genau feslge
stellt worden ivar. wurde daS aineri
konische Arlitterieseuei- auf die Stei
! liing con-entrirl. die völlig demo
lirt wurde. Bei dem letzten Gas
l angriff auf die amerilanijchen Linien
benutzten oie TeMsclien nur 77> Gas
, ivericr, was zeigt, daß dieser Angrin
s in weit größerem Maßstabe geplant
worden ivar,
Trei Todte,
t Bei Erplosion eines b>'>eschojjes an
Bord des amerikanische Trans
ports „Von Stenben".
!
Washington, Ist, Marz.
j Anf dem Transportschiff „Von Steu
i ben" van der Bnndes-Marine bat sich
s eine Gejchoß--E>vlofjon zngelragen,
bei welcher drei Mann getödtet wur
den, wie heute Nachmittag vom Ma
riiie-Tepartement offiziell angekün
digt wurde. Tas Geschoß erplodirte,
während es abgefeuert wurde.
Tie Todten sind:
Foseph Shields. Seemann, Han
nibal, Mo.;
Valeptine Przulwlsti, Heizer, Nr.
IM-, Rother-Avenne, Bnssalo, N.-21.;
Ercell William Marlin, Meß Win
ter. Nr. ll>!2 Ehadwick-Straße, Phi
j ladelphia.
TaS Tatn.n der Explosion wurde
nicl>t angegoben. elnnsowinig die mi
noren Umstände des Unfalls, abge
s-ben von der Anlündignng, das; die
Biänner von Geschoßsplittexn getödtet
n iirden. Es ivnrde später bekannt,
das; der Unfall sich ereignete, wäb
rend daS Schtt' mit Schiessiibnngen
be'chäjtigt ivar.
Ter Armee-Transport „Bon Sten
ben" war srüber der berübmte deut
sche Seejäger „Kionpxiiiz Wilbclm".
ivelcher in Hmnpton Noads inkernirt
ivnrde, als er dort flucht juchte,
nachdem er der Schiffabrt der Alliir
ten böse zugesetzt lialte.
A ndere Uniälle sorder n
drei Opfer.
Washington. IN. Mär;.
Trei Todesfälle infolge von llnfällen
wurden beute von dem Flotten Tc
partement nngelündigt.
Ter Maschumsten-Maat Föhn Fa
zio von Nom, N, -st-, slarb am M.
üß'är; infolge eines Schätze Ibruch-,
den er bei einem Sceplan-Stni-ze in
Pensacola. Fla.. erlitt.
Ter Mnfiter Tewep Links vom
amerikanischen Schlachtschiff „Neva
da" ivnrde am ln. Mär; beißn Base
ballfpiel durch einen Unfall getödtet,
Ter Eorswain Mm, Emil Bnerger.
Eollege Point, N' ,'),. starb am l l.
Mär; infolge eines Schäöelbrnchs,
den er sich dadurch ;nge;oge, das; er
von einem Schornstein ans dem ame
rikanischen Schlachtickittf „Bnrroiv "
berabiiel.
ZtMlillk
Milche ciuc ncucil
Aliigiff
Auf die Nordost - Küste
(<-ttql,ind§.
Ter zweite llebersall innerhalb 21
Stunden. An dem Angriff am
Tst'nstag nahmen drei Feppelino
Theil. Einer warf vier Bom
ben auf Hall herab. lk! Todte,
ll Verwundete bei llebersall auf
Neapel.
London, lü. März. Feind
liche Luftschiffe haben heute Abend
wieder einen Angriff auf die Nordost
Küste Englands, unternommen.
lEs war dies der zweite Feppelin
Angriff auf England innerhalb vier
nndzwanzig Stunden.)
Ter Beriait des FeldmarfchaUS
French sagt:
„Eines oder zwei feindliche Luft
fcbiffe griffen beute Abend kurz nach
! Uhr .'!>> dir Nordost Küfle an. Etwa
zwanzig Bomben sind ganz nahe der
Küste lierabgeworst'n worden. Es
sind noch keine Berichte über etwa!
gen Lebensverlnst oder Materialver
Inst zur Hand."
London, l l. Märi. An dem
gestrigen Lnstangrüf ani England
nahmen drei .ieppeline Theil. Einer
derselben war! vier Bomben auf
Hall hinab.
Tie nachstehende ottizielle Ankündi
gnng wurde erlaßen;
„Tie neuesten Berichte zeigen, das;
drei feindliche Luftschiffe zwischen d>
Ul;r All und >i Mir Abends die;
Norlshire Küste kreuzten. Einem ge
lang es, an eine befestigte Lokalität,
nämlich Hüll, heranzukommen, wo
es vier Bomben niederwarf. Ein
Hans ivnrde demolirt. Eine Frau
slarb infolge des ausgestandenen
Schreckens.
Tie beiden verbleibenden Luftschiffe
liielien sich melnere Stunden lang in
großer Höhe über abgelegenen
Lmiddiflriklen auf und warfen ihre
Bomben auf offenes Feld hinab, ehe
ste ich wieder der See zuwandten."
Tie Teutschen haben so schwere
Verluste an Feppelinen erlitten, das;
jie dieß' Luftschiffe im letzten Fahre
nur sehr selten z Luftangriffen auf
England verwandten. Ter letzte vor
herige Feppelin Angriff auf England
wurde am l!>, Oktober l!I7 unter
nominell, wann !!k Personen gelobtet
nnd '>! verwundet wurden. Auf der
Rückkehr von den, Angriff wurde das
Feppelin-Geschwader von den Frau
zosen angegriffen, die sünf der Luft
schüfe herunterholten.-
Sechs; e li n Todte be i A n
griff auf Nea p e l.
Neapel, 12. März. - Ter
Lmtangritt am Montag Moiren
wurde von cinenl lenkbaren Ballon
ansgetübrt, der in solcher Höbe jlog,
das; es für ibn nnmöglich war, nni
seinen Bomben ans militärische Ob
jekte n> zielen; er warf dieselben viel
mehr ga; planlos in verschiedenen
Tbeileii der Stadt berab. Ter Ballon
verblieb mir wenige Minuten über
Neapel, und die Opfer waren sammt
lich Zivilpersonen. Techs?,ein, Peri-'
nen wurden getödtet und 1> verwim
der. Ter Materialschaden beschrälitle
sich ani Privatliänser, Aihle und Kir
chen.
Unter anderem wurden entlang
Bia Noma und Eorjo Bittorio Eni
mannele und ans das Asi-l der „Ulei
nen Armen Tchweslern" Bomben her
abgeivvi-'cn.
B ier deut s ch e Bi ajchi n e n
v e rlor e n.
P a r i S, 12. Märp "Bier deut
sche Maschinen wurden hernnterge
polt und l,°> oder Mechaniker
wurden getödtet oder gefangen ge
nommen - das waren die Berlin!
der Teutschen bei dem gestrigen Lust
angriff ans Paris.
Ter llebersall wurde in einem
Maßstabe nnternominen, der niemal
vorder erreicht worden war. Nickn
weniger als ! F-lnggeschwader nah
men an demselben tbeil. Einige der
Maichine sollten dem Laufe dei
Oste und Onrra. wäbrend andere ent
lang der Ereil-Paris und Soissons
Paris-Balnilinie flogen. Ter Pro
IßE.üv per
Geliingcr llebersall
Eon amerilamicheii Truppen aus
dentswe Linien nordwestlich von
Toni unternommen. Tie
Teutschen ziehe füg beißn Hcr
nahen des Fcsindes zurück.
Teutsche Stellung von gmerika
Nische,- Artillerie zerstört.
Ga sang rii f vorgebeugt.
11, ! t der ame >- i k a nijch e n
Arm e e i n Fran k r e i cl>, 12.
März. lAjiociirte Presse. Tie
amerilanischen Truppen nordwestlich
von Tonl ülirten in der Montag
Nacht eine energischen lieberfall auf
die deutschen Linien. Tie Artillerie
Vorbereitung dauerte Iß Minuten
lang, und die Amerikaner drangen
bis zur zweiten Linie vor. Sie fan
den einige Leichen deutscher Soldaten,
die von dem Geschützfeuer getödtet
worden waren, und einige der sich zu
rückziehenden Teutschen wurden nie
Vorgeschossen.
Tie amerikanischen Pioniere, wel
che die Fnfanterie begleiteten, spreng
len die stündlichen Unterstände. E--
wnrden keine Gefangene genommen,
besonders wegen der Thatsache, daß
die Teutsche sich nicht znm Kampfe
stellten, sondern beim Herannahen
der Amerikaner davonliefen. Alle
Amerikaner kehrten zu ihren Linien
zurück. Sie gewannen auf dem
Streifzug wichtige Fiisormation.
Washington, ll!. März.
Tie heule vom '.Kriegs-Tepartement
ausgegebene Verlustliste enthält die
Namen von sechs Gefallenen, von
drei Man, die ihren Wunden erla
gen. sieben, die von .Krankheit dahin
gerafft wurden, zwei Schwerverwnn
bete und elf Leichtverwundeten, Ter
einzige Offizier ans der Liste ist E'a
pilän Archibald Noosevelt. Nach
stehend die volle Liste:
Gefalle Sergeant Paul H.
Ludwig, Eorporal Wm. F. Gehring,
Soldaten Harrn L, Anderfon, Homer
Tawson, Homer W. Klein nnd Föhn
Legall,
Fliren Wunden erlegen - Soldat
Giuseppe Fanncchi und Eorporal Ru
dolph L. Hoff.
Schwerverwnndet Sergeant
Virgil H. Bradn und Soldat Ferrell
E. Fennings.
Leichtverwundet Eapitän Archi
bald B. Noosevelt, Eorporal William
Seibert, Eorporal Eliasles R. Sini
inons und die Soldaten NicholaS
Eristow, Willie N, Eornelins, Facob
Keller, Edward B. Tarland, Robert
H. Manier, Edivard S, Parrn, Hoiv
ard L. Spidel und Foseph Tezesnk,
An Krankheit gestorben Eorpo
ral Elvde B. Fönes und die Soldaten
Fern W. Bristol, Foh Bailen Gill.
Lore H. Mitchell, Fes; E. Moodh,
George Washington Rntledge mkd
Maurice L. Schwartz,
Eol. Novsevelt's Soli verwundet.
'.Archibald B. Noosevelt ist auf dem
Schlachtfelde in Frankreich leicht
verwundet worden. Hatte das
französische Kriegstrenz erhalten.
Ermann ichnelle Beförderung.
Ne >v Nor k, 12. März. —Ar
chibald B. Noosevelt, ein Sohn des
Er Präsidenten Theodore Noosevelt,
ist in einem Gefecht in Frankreich
verwundet worden. Eine Kabeldepe
sche mit dieser Kunde ging >m hiesi
gen Bureau des „Eolonels" ein. Sie
kam von Theodore Noosevelt, j.,
der ein Major der amerikanischen
ErpeditionS Ttruppen ist. Tie Bot
schaft lautetei „Archie durch Shrap
nel leicht am Bein verwundet. Arm
gebrochen; aber nicht schlimm. Keine
Eiefahr. Ted."
„Fch bin stolz auf meine vier Fnn
gens. So lange Archie nicht getödte!
wurde, ist Alles gut," sagte der Er
Präsident, als er durch seinen Sekre
tär von der Nachricht in Kenntnis;
gesetzt ivnrde.
gntsatz der Maschinen, welche Pari
erreichten, war verbättnißmäßig ge
ring. Tic Vertheidigung gegen Luft
angriffe ist wesentlich verschärft wor
den seit den früheren Angriffen, und
viele der deutschen Maschinen wurden
lepvnngen, umzukehren und ihre
> Largos an Bomben ans freies Feld
abzuladen.
Tas amerikanische „Nöthe .Kreuz"
leistete bei der Fürsorge für die Ver
mundeten wieder Ausgezeichnete?.
Berlin, li!. März, via London.
Tie Teutschen brachten nach einem
amtlichen Bericht des denttckie Ele
neralsiabes gestern ans der franzö
sisch belgi'chen Front ll Entente
Aeropla und zwei Fesselballons zur
Erde Rittmeister Baron von Nicht
holen brachte feinen stl. Gegner ;r
Strecke.
T Wetter:
S Manilnnd: tli'egeii nd warm,
frische südöstliche Winde.
H Sonnenansg. tt.l!; ttnterg. tt.l2. j
> H Fliith; 7.1! Morg.; 8.l) A eds. s
Nr. 74.
AllgtlilMMtil.
(sonseren;bencht über
Bahnbill.
Vom Lenat mit 17 siegen
Ltimmen.
Tie Vorlage geht jetzt an das Haus.
Türfte heute erledigt werden.
Klausel, welche die Macht der
Staaten, die Bahnen während
der Negierungs Eontrole zu be
slener, beschränkte, gestrichen.
Tie Haliptbestimmnngeii.
W ashingto n, l:l. März.
Ter Senat nahm heute Abend den
Eonserenz Bericht über die Admini
strationS-Bahnbill mit einem Votum
von <l7 gegen Stimmen an. nach
dem die Eonferenten eine Klausel ge
strichen hatten, welche die Macht öer
Staaten, die Bahnen während der
Periode der Negierungs Eonlrole zu
besteuern, beschränken wollte. Tw
Vorlage geht jetzt an das Hans, wel
ches dieselbe wahrscheinlich morgen
erledigen dürfte.
Gegen den Eonsorenz Bericht
stimmten die Senatoren; Vorab von
Fdaho, Eummilis von Fowa, Gron
na von Nord Takota, Fohnson von
Ealifornien, Kenho von Fowa. Nor
ris von Nebraska und Townsend von
Michigan, Republikaner, und Gore
von Oklahoma, Temokrat.
Die Ausmerzung der Klausel be
züglich Besteuern;; resultirte ans der
Anwendmig der neue Senatsregel,
welche verbietet, das; Eoiiferenz Eo
inikeßi neue Bestimmn;;;' in eine
Vorlage einfiigen, Ein technischer
Einwand, den Senator Frclinghmi
sen, Senator von New Ferst'h, ;;e;;eii
die Steuer Klausel erbob, wurde vom
Bice Präsidenten Marsball für be
gründet erklärt, und seine Entschei
dnn;; wurde vom Senat aufrecht er
halten. Tie Vorlage wurde dann
dem Eonserenz Eomite zurückgegeben,
wo die ursprüngliche Bestimmung
hinsichtlich Besteuerung wieder ein
gesetzt wurde, welche vorsieht, dal;
Staatsslenern und Bahn Negulatio
neu unangetastet bleiben sollen, so
weit dicsellwn mit Bundes Eonlrole
vereinbar sind.
Andere hauptsächliche Bestimmun
gen der Vorlage, welche in der ibr
von dem l?ouferen.;-Eomite gegebenen
Form beibehalten wurden, sind die
folgendem Entschädigung der Best,
neu auf der Basis stires Netto Ein
konimens während der letzten drei
Jahre, was eine jährliche Garantie
von etwaijitt 1,ß,1>< ,>-> >0 bedeutet; Be
schränkn;; der Eontrole
auf eine Periode von 21 Monaten
nach dem uriege; Autorisirung des
Präsidenten zur Festsetzung der Na
ten. die der Nevifion der Zwischen
staatlichen Handels Evimnission nn
terworfen find, ustd Einreihung aller
Fweig Bahnen in das Negierung.
Silstein.
Fu der Schluß Tebatte erklärte
Senator F. Johnson von Ealiiornien,
das; die Bill ungerecht und unfair ge
genüber dem Volke und unerhört ge
nerös gegenüber den Bahnen sei.
während die Senatoren Townsrnd
von Michigan und Eummins von
Fowa, Nepnblikaner, ihre an oinzel
nen Theilen der Vorlage geübte Kri
tit wiederholten.
Früher am Tage hatte Eol. Noost
velt unofsizielle Information erbal
ten, das; ein französischer Genera!
„Archie" das >iriegskreuz für Tapfer
keil auf dem Schlachtfelde angeheftet
hatte. Menu auch nichts Nähere
darüber, wie Archie seine Wunden
erhielt, gemeldet wurde, so nahm
Eol. Noojevelt doch an, das; die Ans
zeichnling in Verbindung mit dem
Gefecht stand, in welchem sei Sohn
seine Verwundungen erlitt.
Schon längere .eit hatte der Er
Präsident Sie Nachricht empfangen,
das; sein Sohn „Archie" näaitlicher
weile eine Abtheiln;; auf einem
Streifzuge in Niemand'S Land an
führte und das; er unter Foier war.
;si, der .seit war angekündigt wor
den, das; „Archie" vom Unter Lieute
nant znm Hanptmann befördert wor
den sei.

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