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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, March 27, 1918, Image 2

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2
DieDeutschenvorAlbert
(Fortsetzung voo der 1. Seite.)
heißer Kampf in der Nachbarschaft
von Neste, welche? jetzt in den Hän
den der Teutschen ist. Bapaiiine win
de durch britische Flug-Geschwader in
eine Hölle verwandelt. Fbre Bomben
rissen alles in Stücke, was noch von
dem Orte übrig geblieben war. Tie
Arbeit der britischen Flieger seit Be
ginn der Schlacht ist ein Nnlmies
blatt in der Geschichte der Briten.
Heftige Gefechte sind in der Vnft
aiisgesochtcn worden, und die briti
schen Flieger haben sich im Stande
gezeigt, die deutschen zur kritischen
Zeit in Schach zu halten.
Während der Zeit war in der Linie
nur verbältnißmäßige geringe Ver
ändermig zn verzeichnen. Bis l> Ilm
bente N mnm B lein neuer großer
. i , '-rsten
. en
L..,s > --- Albert
im Sämch.
Weiter nördlich erzielte der Feind
in seinen Angriffen leichte Gewinne.
Tie Briten sielen während der
Nacbt von der Linie durch Ervillers
und Savignies ein wenig zurück, um
ihre Front auszurichten, welche ein
wenig abwärts einbog.
Besserung der Stellung
der Alliirten erwartet.
B r i t i s ch c A r m e e i ii Fra n k
reich, 20. März. Es ist Grund zu
der Annahme vorbanden, das; inner
halb der nächsten vaar Stunden Er
cigniüe sich zutragen werden, welche
eine Besserung der Stellung der Ar
meen herbeiführen dürste, die jetzt
dem deutschen Ansturm standhalten.
Der Feind macht verzweifelte An
strengungen. Am ersten Tage waren
seine Reserven aus 52 Divisionen re
duzirt worden: am Ende des zweiten
Tages waren bereits l Divisionen in
den Kampf gezogen worden.
Franzosen r ä n m e n Nopo .
Paris, 20. März. Das fran
zösische Hriegsburean meldete beute
Nachmittag Folgendes:
„Die Schlacht dauert mit großer
Heftigkeit fort. Während des gestri
gen Abends und in der Nacht ver
vielfältigte der Feind seine Agriffe
ans der ganzen Front zwischen
Noyon und EhanlneS. Tie französi
sche Artillerie, welche in der Gegend
von Noyon Stellung hat und wirk
sam von unserer Artillerie unterstützt
wird, hält den deutschen Vormarsch
ans. Häufige Gegenangriffe sind von
unseren Truppen unternommen wor
den. und dem Feinde wurden sehr be
trächtliche Verluste zugefügt.
Während der Nacht haben wir in
vollkommener Ordnung Noyon ge
räumt. Die Franzosen halten firm
das linke Ufer der Oise."
Teutsche Tanks t li n n wirk -
s a m e Ardei t.
Berlin, 25. März, via Vondon.
- Deutsche Tanks, welche durch er
beutete britische Tanks verstärkt wa
ren, habe einen großen Antheil da
ran gebäht, den Widerstand des la
Pieren Feindes zu brechen, so sagt ei
ne offiziöse Erklärung über die Käm
pfe am Sonntag.
Die Tanls, welche den deutschen
Divisionen, die unterhalb St. Omen
tin overirten. "aaett'eüt waren, be
-. - SP ZM
ttäruu i tzin-.n. mm mre Pemealüh
tt-.i llurdc i- c-mst g, mm-sc-ii. Augeo
lich tarnen die Tanls, welche an der
Schlacht theilnahincn. nnverscbrt zu
rück. Hauptsächlich mit Hülfe dieser
Tants gelang es, den energischen
Widerstand des Feindes- nicderznrin
gen. Besonders die Maschiiiengcweln-
Ncsicr wurden schnell abgethan. Es
wurde berichtet, daß feindliche Trnp
Pen. die eine Eonkret-Reduote nahe
Unnllers besetzt hielten, durch die
Tanks unverzüglich i'chtzrwältigt win
den.
Sechs Bri t e n Tan k s v o
Deutschen erbeutet.
Kopenhagen, 20. März.
Teutsche .seitimgs Eorrespondeiitcn
berichten, daß sechs britische Taiüs
erbeutet worden sind.
Britische B e r w n ndete > n
Paris angetan g t.
Pari s. 20. März. Das erste
Eontingent britischer Verwundeter
von der deutschen Osicnsive traf heule
auf einem Spezialzuge in Paris ein.
Tie Verwundete nun den in den ver
schiedenen Hospitäler untergebracht.
Ties ist das erste Mal. daß britische
Verwundete nach hier gesandt win
den, wenn auch iw Anfange des Krie
ges viele durch Paris durchkamen,
auf ilirci Wege nach dem Schlosse in
Versailles, das damals als britischec-
Hospital benutzt wurde.
TerKaiser i n S t. Om e n t i .
K open h ii gen. 21. VNäiz Der
Eorrespondcnt des berliner „vor
wärts" an der Front in Franl reich
berichtet, das; der deutsche Kaiser mit
seinem Stabe sich jetzt in St, Quen
tin befinde.
Die deutschen Verluste, so berichtet
er weiter, seien schwer, aber nicht so
Größt Anltiht.
Schatzamts-Lchnldschti
ne autonsirt.
für die
Alliirten.
P 50.000.000 sür den Präsidenten
verlangt. Versenden von Ge
genständen an Truppen in Franl
reich verboten. Tesizitbill an
genommen. General March
giebt seine Gründe über die Zu
rückhaltung der Adressen von
Todten in Frankreich an.
W ashi n g t o . 20. März.
Bei der Berathung der vom Schatz
amts Sekretär McAdoo empfohlenen
Finanz Gesetzgebung stimmte das Eo
mite für Mittel und Wege dazu bei,
die Ausgabe pon Schatzamts-Schiild
scheinen in der Höhe von PX.000,-
11110.000 oder doppelt so viel, wie be
reits autorisirt wurde, zu autorisiren
und Vorkehrungen siir Anleihen >
der Höhe von P 1,500,000,000 an die
Alliirken außer den bereits antorisir
ten, aber noch nicht ausgegebenen
P 2,000,000,000 zn liessen. Das Eo
mite erwartet die Bill bis zum Don
erslag fertig zu stellen.
Ter Abschnitt, welcher die Ausga
be von P 1,500,000,000 in Libertp'
Bonds außer den bereits autorisirte
P 2,000,000,000 anordnet, wurde
nicht aufgenommen. Schatzamts-Se
kretär McAdoo wird morgen selbst
vor dem Eomite erscheinen und die
einzelnen Züge der Vorlage erläu
tern.
Scii d u ge n an Trup p c n
in F r a n k r e i ch v er
bote .
Das Versenden irgend eines Ge
gcnstandes an die Truppe in Frank
reich wurde vom stellvertretenden
Ztabs-Ebef General Major March
beute verboten, ausgenommen, solche
Artikel wurden von dem betreffende
Soldaten selbst verlangt. Solche Sen
dünge müssen von den Postämter
und den Expreß-Gesellschaften ver
weigert werde, wenn dieselben nicht
vvn dem genehmigten Ersuchen des
Soldaten begleitet sind.
Eine Erlstäriing des Befehls wurde
vom General Marsch heute nicht gege
den, doch ist es bekannt, das; es der
Zweck ist, den Transportatioiisranm
zn sparen, und zwar ans den Schissen,
die den Ozean kreuze, als wie auch
ans den sehr stark bedrängten sranzö
fische Eisenbahnen.
Das Postamt macht bekannt, daß
eine Prüfung der Postpackete ergeben
habe, daß die größte Mehrheit Her
den Truppen gesandten Gegenstände
als unliöthig befunden worden sei.
Hiegt de in P räside len
v o r.
Das Repräsentantenhaus nainn
heute den Eonserenzbericht über die
Defizit Bill von HZl,l7>tt,tiGi,titi an,
in welcher der Verlaus des seindlichen
Eigenthums angeordnet und die Re
gierung die Vollmacht erhält, die
deutschen Wersten in Hoboter zu tau
sen. Die Bill gebt nunmehr zum
Präsidenten für dessen Ilnterschrist.
P 7, li. i> t>, in als rüstwir
tender F o n d.
Da-.- Minen Eomite des Repräsen
tantenhauses hat heute die Admini
sirations Vorlage für eine Venvilli
gung von!j!7>tt,(>t>o,tttto für de Prä
sidenten in Berathung. Die Vorlage
giebt der Regierung volle Eoutrole
mit drastischen Gewalten. Tie Vor
lage befähigt den Präsidenten. Eon
tralte für die Vieserung von Hriegs
Mineralien für nicht länger als zwei
Fabre abzuschließen, und diese dann
zu mäßigen Preisen lausen, ausbe
wahren und zu verkaufe.
ichlimni. wie man befürchte, baue.
Eine große Anzahl von Tanks seien
in der Schlacht benutzt worden, und
der Terraingelvinn sei guter Führer
schait und eingehender Vorbereitung
zu verdanken
„Wir werden gewinnen",
sagt der .(! Ais e r.
A m st erd am. 20. März. Ter
Haiser sagte beute zu den Hriegs Eor
rcspondenten im Hauptgiiarlier im
Fel ü:
„Sagt de Heute daheim, daß
Imr draußen Feder sein Alles giebt:
Feder weiß, daß, wie groß auch die
Ausgabe, wir gewinnen iverde.
Ganz Deutschland lampst sür seine
freie psutstuist."
Der Kaiser schüttelte aus dem
Schlachtfelde Hunderten von Solda
tm die Hand,
Tr* Teutsche Eoreripoudrnt, Bnliimore. Md., Mionn'ch, den 27. Mörz 1!>IX
Dr. Muck wird srstgelnilteii.
Als feindlicher Ausländer verhaftet.
Wurde in Bauern geboren, bat
Schweizer Bürger Papiere und
wird angeblich als ein Preuße au
geieben. - Das große Ecmzert
Hs Bastener Sumphonie Orche
slers sollte stattfinden.
B o sl o u, 20. März. Nach einer
Nacht in der Polizeistation von Back
Bau wurde Dr. Hart Muck, der Dirs
gent de-.- „Bosloner Sumphonie Or
chesters". vor den Bundes Distrills-
Marschall Thomas F. Bounto und
andere Bimdesbeamle gebracht und
wegen seiner angeblichen pro-deut I
scheu Thätigkeit ausgefragt. Dr.
Muck wurde von Agenten des Fusliz
Departements in seiner Wohnung
festgenommen als est, feindlicher Aus
länder. aber eine Angabe über die
speziiische Ursache für diesen Schritt
wurde nicht ausgegeben. Es wurde l
jedoch berichtet, daß Tr. Mucks Se >
krelär vor einigen Tagen im Bureau !
des Bundes Distrikts Gerichtes um
Applikationen für Pässe für Dr. Muck
und seine Frau ersuchte. Dr. Muck.
obschon er sich als ein Schweizer Bür !
ger ansgicbt, wurde in 1X7,0 in Bau
er geboren, und nach Angabe des
Hülfs Bundes Distriltsamvaltes De
tuen macht Dieses eS möglich, iim als
einen seindlichen Ausländer sestzu
halten, wie in der Proklamation des
Präsideuten vorgesehen ist. Sein
Vater ging nach der Schweiz und
wurde daselbst Bürger, als Dr. Muck
X Fabre alt war. Hetzten November
verbreiteten sich die Beschuldigungen,
dos; Dr. Muck, der seit Fahren im
kaiserlichen Opernhause in Berlin di
rigirte. ehe er mit Erlaubniß des
Kaisers nach diesem Vande kam, in
allen Richtungen, nachdem er sich bei
einem Eonzerte in Providence gewei
gert halte, das Sternenbannerlied zu
spielen. Seit jener Aeit wurden in
mehreren Städten die Engagements
des Orchesters canzellirt.
Heute sollte das Bosloner Sumpho
nie Orchester die erste Ausführung
von „Bach's Passion", unler Diret
tion von Dr. Muck, stattfinden Tr
Mnck wurde wieder eingesperrt.
Was h i gt o ii, 2!. März. Seit
einiger Feit ist die Frage des Bür
gerrechtes von Tr. Muck i'n diploiua
tischen Hreisen unter Dislniüon ge
ivesen, wo man allgemein angenom
men hat, daß er thatsächlich ein §
Preuße isst, obwohl erSchweizer Bür
gerpapieren besitzt.
S ch w e i z e r (ä e s andt e
sp ri cki t.
New Bork, 20. März. Haus
Sulzer, der (Gesandte der Schweiz an
die Ver. Staaten, der iich zur Feil in
New Bork befindet, theilte der „Asse
.
Die Gründe angegeben^
Generalmawr March, der sleliver
trelende Stabsclies, lia t dem Senat
heute einen amllichen Berichl iiber t
die tOründe des Hrieg - Te>-arle>neuls. l
warum es nur die Nannm der G-- !
tödtekei! und Verwundeten in Frank !
reich verössentlicht, übermittelt. Ge !
neral March sag! dann, dag da - llc
Suslem. die Namen und die Adresteu j
z verösjentlichen, dem Feinde Fuior
mation gelieserl und die Angehörigen
mit einem Schwarm von Agenten
aller Art belästigt habe. Trotz der
Tbatsache, daß da.-ckriegs Dmarte
ment in jedem Faste die nächsten Au
gehörigen in Hennliüß gesetzt haben,
daß deren Anspruch prompt berücksich !
tigt und das Geld von dem Teparte !
ment direkt gesandt werde, deston sich
viele Heute von sogenannleu An
spruch'- - Agenten überred- lassen,
durch sie das Geld eintreiben zu las
sei,
General Pershing habe aus 'Ver i
anlassuiig der sranwstschen Negierung
sornietl gegen da. Veröffentlichen der >
Adressen protesurl, weil dieselbe wich
tige Fnsormation für den Feind ent
Halle.
----.->7^--'" ' ' ..
I - ttzH- - . . et
- - II„c-rw--i>.
Ein amerikanischer Soldat wird in Frankreich fiir tapferes Verhalten vo n einem Offizier drkorirt
l (grösste Ilebrrraschnng des riegrs^
Erperle geben zu. daß d e „geheim .
nißvoste >ianone", mit welcher l
die Deutschen Paris beschießen, !
die größte Ueberraschimg des
Krieges sei. - - Wiener Depesche
besagt, das Geschütz sei ösierreichi
sches Fabrikat.
Gen s, 27,. März. Tie Dülanz
.stanonen, welche Pari beschießen,
sind, laut einer Depesche aus Wien, j
österreichische Fabritm und wnr
! den in der Skoda-Fabrik hergestellt.
Die.Eanonen selbst sind nicht-- Neues,
aber stire Novität kommt von der l
! neue Sorte Geschosse und den Er
plosivgasen, die benutzt >oocden. Wu
es beißt, sind nur zwei oder drei Ha
nonen vorhanden.
W a s l> i n g t o n. 2- >. März.
Die deutsche „Mustern Gm," wurde l
zuerst in Depeschen der Associirten j
l Presse von Washington am Samstag
!als eine österreichische Skoda identi !
l sizirl. Die hauptsächlichen Fabriken
der Skoda Werke befinden sich in >
Prag, obgleich seit Beginn des Zirie
ges andere Anlagen der Firma äuge j
! legt wurden. Es isr bekannt, daß j
die österreicliische Armee sehr gut m.t !
Skoda.Hammen versehen war, und
daß viele derselben von der italieni !
scheu Front nach der westlichen trans j
ferirt wurden.
Vond o n, 27>. Mär;. - Der s
Feind hat in der „Mustern Gun", dei l
Name, den man allgunein dem Ge !
schütze gegeben hat, mit dem die Denk >
scheu Paris aus eine- Sislan; von!
elwa 77> Meilen beschießen, wie die
Erperten offen zugeben, eine der groß
len lleberraschungen des Hrieges ver
nrsacht. (gen. Sir Te--mond O'Eal-
laglian, ehemals Präüdent des Eo
mite's siir Armee (geschützwesen, sagte!
bezüglich der deutschen Hamme: :
„Tie Geschosse müssen ans länge
ren und schwereren Geschützen und j
mit mächtigerer Triebkraft abgeschos
sen worden sein, als wie je kannten."
Aus Paris kommt die Fdee, daß
die außergewöhnliche Tragweite der
Geschütze daher komme, daß dieselben
mit einer zweiten Vadung von Erplo
sivstosien versetzen ist. die erplodireu. !
wenn der erste Theil der Flugweite
zurückgelegt ist. (General O'Eallaglian!
hält dies für unrichtig, desgleichen >
die andere Fdee. daß dis Geschoß mit
einem Propeller verseilen sei. der e '
1 in Stand setzt, den Flug kort zusetzen,
nachdem die Projeetion-kraft der Ha
none aufgehört habe.
- l >->>->-->
l
ciirlcn Presse" mit. daß der Anspruch
des Dr. Hart Muck, daß er ein
Schweizer 'Bürger ist, richtig ist. Der
Geiandle sagte, daß er keine Schritte!
in der Angelegenheit tlmn werde, j
wenn Tr. Muck den Schul; der:
! Schweizer Gesandlschalt nicht bean >
j jvrnche. Aber e>- iverde inlerveniren. s
wenn er darum ersucht werde, wie er
! in dem Falle irgend eines Schweizer j
! Bürgers bandeln iverde.
Mit Gestrüpp bedecktes Oiiiirkicr der Mariiielinppei, i Fr,nitre,ich.
lVom Eonüke oi Piwlie Fniormalion.l
I Nene nilieriiaiiische Verlustliste.
! Vom Kriegsdepartement bekannt ge
geben. Dieselbe enthält 22
i Namen. Unter Leichtverwun
delen befinden sich zwei Majore.
Zwei Mann im Gerecht getödtet.
Drei bei Unfällen ungekom
men.
Wasbin g 1 o n. 2>l. 'März. Aul
der beule vom Hriegsdeparlemem
s veröfsentlichten amerikanischen Ver
luslliüe linden sich 22 Namen. Der
Liste nach imirdcn zwei Mann am
dem Scklacl,Oelde gelödlet: drei üar
l ben infolge Unfällen: sieben erlagen
' .Orankbeilen: ein Mann wurde schwer
verwundet, und zehn wurden leicht
verwundet.
Die Majore George F. Lawrence
und Timollm F. Morvnahan nn'a
j Lieutenant Geo. F. Patton waren
! unter den tz'eichtverwundelen.
Nachslehend die vollsländige Listet
I Gefalle Soldaten Deivey Min
ter und William K. Neal.
Fnsolge Unfällen geslorben -Eor
! poral Albert Bilder: Soldaten Geo
E. ttzran und Wilbnr Ehrislian.
: AnKraiitheil gestorben- Sergeant
! Vineent Eeplms Hagood, Hungenent
! stindnng: Eorporäle Lynii Odell.
Tiptlnritts: Nos; E. Shellon. L°
j genentzüiiduiig: Soldaten. George l
! Arnett, Nosialgia: Oie Beck, Diptbe s
! rilis: Eimer Matbews Bperlp.
! Bauchseklentzündmig: Phillip E. !
! Smith, Diptberilis.
! Schwer verwundet—Soldat Edw.
Dittman.
Veickit vernndet Majors ktzeorge
! F. Vawrenee und Tdmollm F. 'Mop
! naban: Lieutenant ktzeorge F. Pal
ton: Sergeant Warrcn W. Volker:
>)och >!azimics Eichanoivich: Solda-
Ein Erperler schätzt, daß das Ge
s nüchl des Geschosses etwa 2XO Pinnd
i beirage und daß es die läanone mit
einer Geschwiudigkeii von 1000 Fuß
per Sekunde verlasse. Tie Zlanone
habe einen Winkel von 07, Grad.
Hierdurch werde das Geschoß sehr
j schnell in eine Strato leichter ViOt
getrieben, in welcher der Gegendruck
! lob,- vermindert sei. Er meint, der
! Tunk, der aus das Geschütz ausgeübt
werde, müsse enorm sein, und wahr
> scheinlich werde lie nicht mehr als
IG) Süoüne aushalten, von denen je
>d.r etwa HGOOO tosten würde.
Alle Eiperte stimmen darin über
! ein, daß bei einer so riesigen Distanz
Fickerlnil des .Helens ausgeschlossen
j sei, und daher sei eine derartige läa
none nur von Nutzen, wenn sich ihr
ein Fiel wie Paris bietet. Der Fweck
ist mehr der. einen moralischen Effekt
liervorznrusen als materiellen, aber in
beiden Fällen würde die Eanone sich
weniger essekliv bewährend als Lust
> schiss Nazzias.
Lincisr LvQrsiSU.
/'c T o l-r l
len Everett <tz. Guion. David B. Pol
lock, Harrn F. Wcidmau. Tonn Wis
niski und Famcs F. Wnatt.
<>> asan g ii sf e au s amer i k a
n i s ch e r F r o n l.
Mit der amerikanischen
Armee in Frankreich, 20.
Mär;. Die amerikanischen Stet
langen an einem gewissen Theil der
Toulsront wurden gestern Abend mit
Senfgasen enthaltenden Geschossen,
die alle 'echs Minuten eintrafen, be
schossen. Die amerikanische Artillerie
antwortete mit schwerem Feuer und
veriiicblete Tbeile der deutschen
Frontlinien und andere Pnnlte. Ei
deutscher Aeroplan flog während der
Nacht über die amerikanischen Linien
weg und ließ eine Bombe fallen, die
nickt erplodirte, aber ein tieics Loch
schlug. Heule Mittag holte ein fran
hisijcher Aeroplan eine deutsche Ma
schine den amerikaniichen Gräben ge
gcnüber ans der Luit.
Amerikanische Beobachter bemerk
ten zunehmende Thätigkeit hinter de
feindlichen Linien.
Die üblichen Patrouillen waren
während der Nacht thätig und eine
amerikanische Abtheilung fand eine
deutsche, von einem Scharfschütze
verlassene Eamonslage Uniform.
Amerikanische Kanoniere beschossen
l die Mündung eines kürzlich entdeck
! ie:i Tunnels und Beobachtungsposten
innerhalb der deutschen Linien.
Massachusetts für das Prohibition-
A iiiriidement.
B o st o n, Mais.. 20. März.—Das
Unterhaus der Gesetzgebung hat mit
> 17, gegen 01 Stimmen das Prohibi
lionS Amendement zur Bnndes-Eon
siitntion ratisizirt. Das Amende
ment geht nunmehr an den Senat.
N-Bovt in Spanien internirt.
Washington. 20. März.
Das Staats - Departement wurde
heute von der amerikanischen Bot
schaft in Madrid benachrichtigt, daß
das deutsche U Boot, welches im ver
krüppelten Zustande am 22. März in
Terrol, Spanien, einlief, internirt
wird, und daß die Besatzung nach
dem Fnneren Spaniens geschickt wird.
Schwedischer Dampfer freigegeben.
S t o a h o l in, 27. März. Es
wird berichtet, das; die Deutschen den
schwedischen Dampfer „Prinzeß F
geborg" freigegeben habe.
lDer Dampfer „Prinzeß Fngo
borg" wurde aus der Fahrt nach ei
nem spanische Haien, nachdem er
eine belgische Hulis-Ladung gelöscht
hatte, von einem deutschen U Boote
am 10. März an der Küste vom Skaw
gekapert und nach einem deutschen
Haken eingebracht. Die schwedische
Negierung legte Verwahrung gegen
dies Vorgehen am 21. März bei der
deutschen Negierung ein.)
Plötzlicher Tod.
Der 07, Fahre alte Föhn Anderson,
von Nr. >O2 Lorraine Ave., brach
gestern vor dem Hause Nr. 1001
Nord Ebarles Straße, todt zusam
men. Passanten eilten ihm sofort zu
Hülse und ließen ihn in einem vor
beifahrenden Automobil nach dem
Marnland General Hospital bringen,
wo jedoch die Aerzte nur seinen Tod
fesisiellen konnten. Eoroner Witt
shire vom nordwestlichen Distrikt wur
de benachrichtigt.
Brand in einem Stalle.
Feuer brach gestern Morgen in ei
nem Stall hinter dem Hause Nr.
1110 Orleans Straße aus. der von
Hute Pripino benußt und von Benja
minKoppel, von Nr. 1111 OrlcanS-
Straße geeignet würd. Es befanden
sich leine Pferde im Gebäude. Die
Flammen dehnten sich auf das Haus
Nr. lllx Orleans Straße, das Ei
gentbnm von Howard E. Knopp aus.
Der Schaden von POOO ist durch Ver
siclierung gedeckt.
Ehe-Misere.
Fames A. Mannina, Sohn de-:- fiiihe
ren Hiilss Polizei Marschalls, be
schuldiat seine Frau. sich mit An
dere abaeaeben z baben, —E>co.
Hossmami wegen Bigamie ange
llagt. Gattin eine* Strafen
räubers wird von ihm geschieden.
Altert,and Ehepech tan, gestern im
Kreisgericht Nr. 2 und vor den Gros; -
geschworenen zum Austrage. Fcmie-:-
A. Manning, Sohn des früheren.
Hülss - Polizei Marschalls Manning,
der im Fahre spurlos ver
schwand und nach dem man die g.m
zen Vereinigte Staaten durchsuchte,
reichte im Preisgericht Nr. 2 eine
Gegenklage gegen die Scheidungs
Nage seiner Frau, Bertha M. Man
uing, ein. Fn derselben erklärte er,
seine Frau habe mit anderen Man
er Umgang gehabt. Seine Frau
gab in ihrer schon vor einiger .seit
eingereichten Plage an. sie habe Man
ning am 17. Januar 1000 geheira
tbet, aber nach 10 jähriger Ehe habe
sie sich gezwungen gesehen, ihn wegen
seines Jähzornes und der Vernach
lässigung. die er ihr zntheil werden
lies;, zn verlassen, Fhr Familien
Arzt habe ihr angerathen, nicht mit
ihrem Manne zu leben, da er ihr in
einem Ansalle von Wuth körperliche
Verletzungen beibringen könnte.
Am >7. Fiini 1000, als er des
Nachts angestellt war, sei er trotzdem
eines Morgens gegen l! Übr nach
Hause gekommen und habe mit einem
Todtschläger in der einen und einen
Nevolver in der anderen Hand eine
svslematische Suchn' der Wohnung vor
genommen. Auf ihre Frage nach
dem Grunde der Suche, habe er nicht
geantwortet, sondern sei wieder aus
dem Hause gegangen und erst am
nächsten Morgen wieder ziirückgelclirt.
Er sei äußerst eifersüchtig, trinke
stark und behandle sie in solchem Zn
stände sehr grob. Auch habe er Um
gang mit anderen Frauen gehabt.
Von Straßen r ä u b c r ge -
schiede n.
Eine andere Frau erhielt ihre ver
langte Scheidung, weil ihr Mann
zwei Wochen nachdem sie verhcirathet
waren die Arbeit einstellte, sie mit
sich nach New Bort nahm, ihr dort
eine Anstellung verschasste und dann
nach Baltimore zurückkehrte, um hier
sich auf die Stratzenräuberei zu ver
legen. Er wurde des Straßenraubes
schuldig befunden, jedoch unter Pa
role freigesprochen. Die Klägerin iü
Frau Ethel E. N. Davis von Nr.
1027, Greenmount Avenue, und ihr
Man war William E. Davis.
Der Big a mie beschuldig t.
Unter der Anschuldigung, das; er
zwei Frauen hatte und das; er bei der
einen eine Woche zubrachte und dann
bei der anderen, wurde gestern Geo.
Hosfma von den Groszgeschworenen
unterßigamie Anklage gestellt. Seine
erste Frau, Anita Gonnsen, die an
der West Lexingtoii Straße, wohnt,
heirathete den Hossma am 27,.
Oktober ltt>>2, und letzte Fuji wurde
er angeblich mit Frau Nr. 2. einer
Wittwe, Namens Annie M. White,
getraut, die an der Emnl'ridgestraße
wol,nt. letztere erhielt ihrer Angabe
nach von Hossma von -Ü2 bis HG pro
Woche, während Frau- 'Nr. l erklärt,
seit Fahren nichts von i- m erhalten
zu haben.
A n dere S ch r > d u n z e -i.
Frau Belle Smith von Nr. l 12,
Nord Regesler Straße, sagte aus, das;
ihr Mann Peter, den sie im Fahre
lttlO heirathete. sie 0 Fahre lang fair
täglich mißhandelte und schlug. Sie
erhielt eine absolute Scheidung ihrer
Ehe mit Peter.
Eine Scheidung wurde auch der
Frau Edith Wood, Nr. 17,21, McEul
loh Straße, bewilligt. Sie heirathete
den William Wood am IX. Fanuar
>!I2, und ei Besucher der Familie,
der übliche Familien freund, verur
sachte die Trennung des Paares.
Frau Margaret Slüple von Nr.
1201, Nord-Tallas-Straße, wurde
von Herbert G. Shiplep geschieden,
weil der Gatte des Abends nicht nach
Hause kam und sie prügelte.
Weil Eslelle Samvson sich angeblich
in Resorts herumtrieb. erhückt ihr
Gatte Einest von Nr. 2021, Hudson
Straße, eine absolute Scheidung.
Das Paar wurde am l I. Fuli lOtl
getraut.
Eine absolute Scheidung erhielt
Frau Floreuce Walton von Nr. 20.
Wesl Moale Straße, von Ebarles V.
Moalc. den sie am 2l>. Fuli >Ol7, hei
rathete, und Frau Fda Slniter von
Nr. 1721. Hanover Straße, wurde
von Frank Sbuter wegen grausamer
Behandlung getrennt. Das Paar
schloß den Ehebund am 2t. August
1011.
Lmclsr Lsürslsn
nie fi-cicn 8
o o kr^>

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