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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, March 30, 1918, Image 1

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78. Jahrgang.
Fch führt Obcr-CoiiiiNiido
Rkber Wirte Armee im Wette.
Ein mächtiges Heer damit geschaffen.
Pershing bietet amerikanische Armee an.
Zur Theilnahme an dem gewaltigen Ningen.
W nsl, inq tuii, 29. März.—ln Wniinnglm, isr osjizicllc Nnchrick
ringctrvsfrn, dnß Gcnernl Foch, der Elirs dcs srnnzösischcii Gcncrulsnibs,
zum Hüchsttvinliiniidirciidcn nlter Alliirtrn und iiincritnnischc Arnitk in
Frankreich ernannt wurden ist.
Dies bedeutet eine Vereinigung nlter Armeen, welche de Deutschen
gegenüberstehen, ein Schritt, welchen die amerikanischen und französische
Militär-Anturitäte seit langer Fest befiirwvrtet habe, nd dessen Ver
wirklich jetzt nnscheiiirnd durch die Erlenntniß der Nothwendigkeit für
eine cunzrntrirte Anstrengnng zur Fiirückweisilng des gignntischen Vor
stoßes des Feindes in Frankreich herbeigeführt wurden ist.
Es wurde heute Abend brknnnt, daß der Präsident bereits offiziell
von dem Schritte in Kenntniß gesetzt worden war, als er eine Kabrldepr
schr nn General Foch sandte, in welcher er dcnselbkn zn seiner ene Au
toritär beglnckwnnichte.
Ii Weißen Hanse wurde keine offizielle Erklärung darüber abge
geben, lons der Präsident iit seiner Botschaft meinte, und es heißt, daß
kein offizieller Kvinineutar erfolgen wird, dis nach Eintreffe einer An
kündigung von Frankreich.
Die erste Andentnng von drr historischen Entwicklung kam i Preß-
Depeschen, welche besogtr, daß General Pershing die amerikanische Expe
ditions-Streitiiincht dem französische Eoinmandnnte zur Verfügung ge
stellt habe. Dirs wurde in einer Botschaft von General Pershing an dns
Kriegsdepnrtemcnt bestätigt.
Die Botschaft des Präsidenten an General Fv, lautete:
„Darf ich Ihne z Ihrer neue Autorität weine nnsrichtigen
Glückwünsche senden 2 Eine solche Einheit des Eviiiwandvs ist ei höchst
hosfnntigsvolles Vorzeichen eines schlirßlichcn Sieges. Wir folgen mit
tiefem Interesse den kühne nd gläo 7,-prnstiune Ihrer Streit
kräfte." Mutual F
Hill, Earrc der
Per s b i >l >1 el ! I oinc i i c
„ische Truppen zur
V e r s ü g >i n g.
Paris, 29. März. General
Pershing, der Höchsttoiiiinandirende
der amerilaiiischcii Truppen inFrant
reich, machte noch Angabe der Fei
inng „L'liiiorinatioii" gestern (Gene
ral Foch im Hauptgiiarlier seine Aist
wnrtnng und stellte demselben die
säninstlichen HülismitiA der ameri
kanischen Armee zur Penvendnng in
der gegenwärtigen Schlacht zur Ver
sügiing.
Die Festung cstirl den General,
wie solgl: „Ich komme, in Ihnen
mitzutheilen, das; das amerikanische
Volk es als eine große Ehre für un
sere Truppen ansehen würde, falls
dieselben an der gegenwärtigen
Schlacht theiliiehmen tonnten. Ich
richte daher an Sie in meinem Na
men nd in dein Namen des ameri
kanischen Volkes dies Ersuchen.
In diesem Augenblick giebt es keine
andere Frage, als die des KäinPfenS.
Infanterie, Artillerie, Lnstmehr
Alles, was wir habe, steht zu Ihrer j
Verfügung: sie können damit nach
Belieben verfahren. Andere loimiieii,
welche eben so zahlreich wie nothwen
dig sei werden. Ich bin hierher ge
kommen, um Ihnen zu jagen, daß
daS amerikanische Volk stolz sein
Kniiips mit irzukaniicktt Bnndstcn.
Von amerikanischer Kaallerie Abthei
lmig ausgesuchten. In der
Nähe von Pilarcb, Mexiko.
Ein Amerikaner und zehn Mexi
kancr gctödtet. Die Banditen
hatten eine Ranch überfallen.
M a r sa, Texas, 29. März.
Felm Mexikaner und der ameritani :
sche Kavallerist Theodor K. Albert!
wurden gestern in einem Kampfe,
zwilchen einer ameritanst'chen Kanal :
lerie-Abtheilniig und mexikanischen j
Banditen nahe Pilarcs. Mexiko, süd !
östücki von Valentine, Texas, getöd
wr. wie hier eingetroffene amtliche
Nachrichten besagen.
Die Aincrikaner verfolgten die -
Mexikaner auf mexikanisches Gebier, -
nachdem die Banditen die Nevill
Ranch überfallen und Glenn Nevill
getödtet hatten.
Während des Kampfes wurden au j
Berdem zehn der Merstaiier verwnn-
Der DmW Grrestllnöent.
General Foch legte das A verbleien
des Generals Pershing dem Kriegs
Eonzis an der Front vor, wie die Fei
tiliig liiiipisügt. Dem Eonzil geliö
ren Premierminister Elemenceau, der
Höchslcomniandirende, General Pe
tain und der Mniiitionsminister
Louis Loncheiir an.
Fr a zös i s ck> e Pre s j e ä u
ß ert D a n t b a r k e i t.
Die französische Presse äußert an
läßlich des Besuches des Generals
Pershing bei General Foch anerteu
ende Geiingthiiling. Die Festung
„La Liberte" sagt:
„General Pershing that gestern im
Namen seines Landes einen Schritt,
der in seiner Schlichtheit groß und
von ergreifender Schönheit war. In
wenigen Worten, welche keine Fier
rath zeigten, in denen aber ein Unter
ton des ritterlichen Mitgefühls mit
klang, machte General Pershing
Frankreich das Anerbieten, ihm ein
ganzes Volk zur Verfügung zu siel
len. „Nehmt Alles", sagte er. „AI
lesist Euer."
j Die Ehre, von welcher Pershing
spricht, wird von uns getheilt, und
mit dem Gefühle echten Stolzes wer
den unsere Soldaten in ihren Reihen
die Soldaten der neuen Welt will
kommen heißen, welche zu ihnen als
Brüder kommen."
! det. Die Expedition der Amerikaner
j stand unter der persönlichen Führung
s des Eal. George Laiighoriie, des
-Kommandanten des Big Bend Ti
, strikts. Tie Kavallerie i-kbtHeilung j
! lehrte gestern Abend ans die ameri
> tanische Seite zurück, nachdem sie 75 l
, Meilen innerhalb 90 Stunden zu j
- rückgelegt hatte.
j General Jose Mnrguia, der Koni
- Mandant des Ojinaga Distrikts.
! sandte Eol. Langlwrn einen formellen
'Protest dagegen, daß er in Versal >
, gnng der Mexikaner die Grenze über- i
habe, und fügte hinzu, daß
-er lMurgiiia) merikaiüsche Truppen i
-zu senden beabsichtige, um der In !
: valion der Amerikaner Widerstand z
- leisten. Die Kavalleristen kehrten je
i doch zurück, ohne irgend etwas von
E mexikanische Truppen gesehen zu
:haben.
- Tie Amerikaner brachten viel der
lVeiite zurück, welche sie den Bandi
ten abgenommen hatte, einschUes;
- lich des Pferdes des Hrn. Ncvill und -
seine-?- Sattels.
! dninn. LiM da per 15-
IktNv, ,!>,r lünwNch MMdrN machc.
Blilliiiiorc, Md., Lamstag, den 39. Mär; 1918.
! Wilson verwendet sich für Moonc.
Erstickn den Gouverneur von Ecsti
s - loinien, das Urtheil des zum
I Tode Vernrthestten zu mildern.
War migcblich an Bomben
Attentat betheiligt.
S a n F r a ncis c v, 29. März.
Es wurde bekannt, das; Präsident
Wilson den Gouverneur Stephens
vonEalifvrnien ersucht hat, das gegen
Thomas I. Mvvney gefällte Todes
urtheil zu mildern. Mvcmen wurde
in Verbindung mit dem Bvmben At
tentat in San Francisco bei der Be
reitschasts Parade am 22, Juni
191 st. bei dem 10 Personen ihr Le
ben verloren und cko andere verwnn
bet wurden, vernrtheilt. Die Arbeils
Vermittelungs Eommission, die den
Fall untersuchte, hatte einen neuen
Prozeß für Moonei) empsohle.
Beamte des Weißen Hauses in
Washington verweigerten alles Eom
mentar über daS Telegramm des
Präsid.'nten an Gonv. Slephens und
wollten die Absendiing desselben we
her bestätigen, noch bestreiten. Tu'
VerinittelimgS - Eommission, die sich
mit dem Falte beschäftigte, war zn
der Schlußfolgerung gekommen, das;
derselbe so mit dem bitteren Streite
zwischen Kapital und Arbeit in San
Francisco verwickelt war, das; Moo
nev nochmals prozessier werden sollre.
In stirem Bericht sagt die Eommis
sion ii. A.: „Das Gefühl der U
ruhe, das durch den Fall angeregi
wurde, muß beachret werden, denn,
wenn ihm kein Einhalt geboten wird,
schädigt eS den Glauben, daß unsere
Demokratie die Niedrigsten und selbst
die Unwürdigen gegen falsche Antla
gen beschicht. Ter Krieg wird sowohl
mit moralischen Mitteln, als auch
mit materiellen ausgekämpft."
Es ist wohlbekannt, daß alle pro
minenten Arbeiterführer, mit denen
der Präsident über die Eooperatiou
der Arbeiter bei dem Kriege Bern
lhiing Pflegte, diesen ersucht haben,
sich für Mooiiep z verwenden und
daß viele der Rathgeber der Adnii
nisiratio einen solchen Schritt besür
werteten.
Mvb greift Offiziere nn.
Beide wurden verwundet, der eine
schwer, der andere etwas leichter.
Wollten Militär Drückeberger
verhaften.
O: ii e b e c, 29. März. Arthur
Evaulurel. ein Bundes Offizier, er
holt sich heute von den Verletzungen,
die ihm von einem Mob zugefügt
wurden, als gestern Nacht Dominion
Polizisten Deserteure unter dem Mi
litärdienst Gesetz zu verhaften such
ten. Evantnrel wurde, wie behaust
tet wird, an einen Pfosten gebunden
und bis zur Bewußtlosigkeit ge
Peitscht. Heutige Berichte sagen, das;
die Unruhen begannen, als man e:
neu vom Militärdienst befreiten
Mann, der später entlassen wurde,
verhaftete. Leon Erlanger, ein Ka
inerad Evaiitnrel's, liegt mit einem'
gebrochenen Schädel im Hospital nd
wird nach einem geheimen Ort ge
bracht werden, um weitere Angriff-'
ans ihn z vermeiden.
Hollnnd's Gencidk-Vorrnttz.
Genügt bis zum l. September.
Nach einer Basis von 200Grau:i
pro Tag für jede Person berech
net. Im Ganzen 229,850
Tonnen.
A m st e r d a m, 29. März. Es
wird offiziell berechnet, das; der Vor
rath Holland's an Eerealien hinrei
chend ist, den Bedarf bis etwa zum
:l. September zn decken. Heute ver
ösfentlichte Fahlen über den Porralh
des Landes am 29. März, in Tonnen
! angegeben, sind wie folgt: Weizen,
j 07,750: Roggen, 07,900: amerika
j uisches Mehl, 10,000: Kartoffelmehl.
0,200: Lager der Mühle, 10,000:
zusammen 101,850. Fn diesen wer
den hinzugefügt der Rest der Heim
ernte, der noch abzuliefern ist und
der ans 17,000 Tonnen Weizen und
15,000 Tonnen Roggen berechnet
Iwird. Ter gesammte Verrath in
s demgemäß 229,850 Tonnen aller Ee
l realien, der nach einer Basis von
! 200 Gramm pro Tag an jede Person
! vertheilt bis zum l. September ge
nügen sollte.
Grnenil Glcun ns Frankreich
zurück.
Ein atlantischer Hase n,
>29. März. General Major Edwin
j F. Glenn von der amerikanischen Ar
j niec, der eine Inspektion!? Tour in
I Frankreich gemacht hatte , kehrre
s heute a Bord etlies amerikanischen
Schiffes zurück.
! MbtidtllStitelldttSomlllc
s ' -
Dauert das Riagen heftig stet.
Brite nördlich des Flusses vor.
Südlich a der Llnuuic MückgcdräilAl.
(<twas lnhistcr an der Oise - Tchlarhtfrorit.
!! L-u II d o 11, 2!>. Mörz. Abgesehen Iw loknlen Gefechten „ per
ischiedeiir Piinklc hat der Feind seine Angriffe nördlich der Somme
heute nicht weiter verfolgt, wir eine heute Abend zn später Stniide er
lassene offizielle Mittheilung des britische Ariiierlmuptgiuirlirrs besagt.
Der Bericht fährt fort: „Wir habe an einzelnen Plötzen an Boden
gewonnen. Endlich drr Somme entwickelten sich während des Morgens
wuchtige Vorstöße des Feindes in der Nachbarschaft von Mezieres und
Dem,. In diesem Abschnitt dauert die Dchlacht fort.
Aus Dokumenten, dir ns in die Hönde fielen, geht hervor, daß der
gestrige deutsche Vorstoß über de Lrarpe als Hel die Einnahme des
Vim Bergrückens und der Stadt Arras hatte. Dieser Angriff wurde von
inindrsteiis sechs Divisionen in der Front-Linie nsgesnhrt, denen vier Di
visionen Stnriii-Truppril zur Seite standen.
Drob der Wucht des Angriffs wnrSe unsere Schlachtstcllniig durch
denselben wenig berührt, und die Kämpfe resnltirten in einer ernste Nie
derlage für de Feind.
In blutigen Kämpfe weiter südlich, zwischen Boin, und Serre, wel
che de, Feinde ebenso wenig Erfolg brachten, wurden nicht weniger als
elf feindliche Divisionen identifizirt."
Berlin meldet F vrtschritt z wischen der So min c
ii d Avr c.
Berti n, 29. März. Der heute Abend rum drntschcn General
stab ausgegebene amtliche Bericht sagt:
„lii dem Gebiet zwischen der Somme nd dem Avre haben wir er
folgreiche Gefechte ansgekäiiipst."
Ruhiger auf Oi s r-S ch lnchtf r o n t.
P a r i s, 29. März. Das beute Abend ausgegebene offizielle Bul
letin des srnnzösische Kriegsbürrnns sagt:
„Entlang der Schlachtsront der Oise hat die Kninpsthätigkk.t wäh
j rend des Tages wesentlich nachgelassen. Dir Ossensiv-Operationen der
! Deutsche fände nur in lokale Angriffen an einigen Punkten Ausdruck,
! welche täglich durch dir Ankunft von Verstärkungen gestärkt wird. Alle
j diese Vorstöße wurden von unsere Truppen abgeschlagen, die dem Feinde
! schwere Verluste beibrachten.
Vorstöße gegen unsere Positionen i der Gegend des Bndonvillrr-
Waldes, von Parroi, nd südlich von Sropois brachen völlig zusammen."
ileht 7>.o>ü Gesan g e ii e
s und I l l> ,i Ge s cl, ü>; e.
ja g l B erli n.
B erl > . via London, 21. März.
! Die Deutschen haben seit Beginn
! der großen Schlacht 70,noi> Gefan
gene gemacht und 1100 Geschütze er
beutet. wie der heutige amtliche Be
richt der deutschen obersten Heeres
leitung besagt.
In lokalen Gesechten auf beiden
Seiten des Tcarpe brache die Deut
schen der Mittheilung zufolge durch
die vordersten Stellungen der Briten
durch und machten mehrere Tausend
Gefangene.
Südlich der Somme lricben die
Deutschen die Briten ans ihren alten
Stellungen und ans stark vertheidig
ten Dörfer in westlicher und ord
§ westlicher Richtung über Warsnse
> Abanvonrt und Flessier zurück.
! Die Briten sehten ihre angeblich
! fruchtlosen und kostspielige Angrisie
i nahe Albert und nördlich davon fort,
i Zwischen der Somme und dem
Avre haben die deutschen Streitkräfte
neue Angriffe unternommen.
B rite südlich der So in
in e z u r ik ck getriebe n.
Land o ii, 29. März. Südlich
der Somme haben sich heftige Käm
pse abgespielt, in denen die Brite
aus eine Linie zurück gedrängt wur
den. die sich westlich von Hamel, Mar
celcave und Tenuim hinzieht, wie
eine heute Abend vom Kriegsamle
gemachte Ankündigung besagt.
Der Wortlaut der Bekanntmachung
folgt:-
l „Nördlich der Somme haben wir
alle unsere Stellungen behauptet.
Im Lause des Tages hat der Feind
leinen größeren Vorstos; unternom
men.
Südlich der Somme tobte ein blu
tiges Ringen. Unsere Truppen sind
aus eine Linie zurück gedrängt, die
sich westlich von Hamel, Marcelcave
und Temuin hinzieht. Ans der fron
zöslschen Front südlich von Teinnin
läuft die französische Linie durch Me
ziers, Ln Neuville Sire Beniard und
GratibnS, unmittelbar westlich von
Montdidier. Heute gab es ans dieser
Linie weitere heftige Kämpfe.
Fivischcn Lässig und Montdidier
dauert die französische Gegen Offen
! live kräftig fort. Frische französisch-'
Truppe treffen ei. Oestlich von
Lässig,, ist leine Veränderung in der
französischen Linie eingetreten.
Ein deutscher Tagesbefehl,, der in
unsere Hände siel, zeigt, das; am 21.
März das Fiel einer feindlichen Di
Vision, welche nahe St. Onentin an
griff, die Somme, nahe Ham, war,
eine Distanz von mindesteiiL elf Mei
len. Thatsächlich drang aber diese
Division kaum drei Meilen vor."
Briten n, ach en erfolgrei
che Gegen angri s s e.
! Lon d o , 29. März. Die heute
Nachmittag vom britischen Armee
hauptguartier ausgegebene amtliche
Mittheilung sagt:
„Der Feind unternahm gestern
Nachmittag und Abend weitere euer
> gische Vorstöße an mehreren Punkten
I der Schlachtsront. Nördlich von der
Somme haben unsere Truppen ihre
! Positionen behauptet und an eiiizel.
1 ne Stellen haben sie in erfolgreichen
' Gegeiinngrissen an Boden gewonnen.
Wir machte eine Anzahl von Gefan
genen und erbeuteten einige Muschi
ncngewchre.
Tic Verluste des Feindes waren
! wieder außerordentlich schwer. Seine
wiederholten Vorstöße, welche den
! ganzen Tag hindurch mit großer
Wucht fortgesetzt wurden, brachte
ihm nur unsere Anßenposten Linien,
und diese erst nach mehrstündigen
blutigen Kämpfen.
Seine Reserven wurden danach ge
gen unsere Schlacht Positionen vor
gesandt und diese wurden überall zn
rückgeschlage. nachdem sie schwere
Verluste erlitten hatten, linier Ma
schinengewehr-, Artillerie- und Ge
webr-Fenec richteten in den ieindli
chen Reihen große Verheerung an.
Südlich der Somme trugen sich bis
spät am Abend nnnterbrochene blu
tige Kämpfe zu.
Unsere Truppen haben sich, nach
dem sie ihre Linie den gan;en Tag
gegenüber numerisch überlegenen
seindlichen Truppe behauptet hat
ten, eine kleine Distanz von stire
vorgeschobenen Stellungen znrückge
zogen."
Heiß e s R ing c n na h e M o n t -
d i d i c r.
Pari s, 29. März. Das 'ran
zösil'che KriegSburcans bat beute
818>v lZopies 2 eent.
Nachmittag das folgende offizielle
Eomnuinigiie erlassen:
„Die Schlacht dauerte gestern
Abend und einen Theil der Nacht hin
durch in der Gegend von Montdidier
mit grober Heftigkeit fort. Trotz
wiederholter Gegenangrisse gelang
es dem Heinde nicht, die Franzosen
aus den Dörfern hinauszntreiben,
welche sie gestern erobert batten. Die
ranz ose I, baben ach scharfe Ge
fechten Monchel beseht.
Bor Plcssier de Rone kam es zu
lebhaften Kämpfen. Alle deutsche
Angriffe gegen dieses Dorf brachen
unter den, unüberwindliche Wider
stände der französischen Streitträste
zusammen.
Angaben von Gefangenen bestätig
len die Berichte, das; die Perlnste der
Deutschen aus;erordentlich schwer wa
ren. ohne ihnen Erfolg zu bringen.
Auch die Fohl der Leiche deutscher
Soldaten, welche in der Nachbarschaft
von Montüidier und nahe Plessier
de Rone gesunden wurden, bestätigt
diese Angaben.
Nördlich von Montdidier hallen die
sranzösisch-britischen Truppen auch
weiter die Deutschen an der Linie ent
lang dem Flusse Avre und vor Ne
ville-Tire Bernard. Mezieres, Mar
celcave und Hamei im Schach.
Gewisse Kolonnen deutscher Unfall
terie und Train auf der Stras;e zwi
schen Laon und La Fcre wurden un
ter das Teuer unserer Artillerie ge
bracht und zersprengt.
Entlang dem Rest der Front war
die Artillerie Thätigkeit eine sehr
rege."
Die De ts ts ch e n i n Ni are e l
ea v e ei ged r nge n.
Britische s Arm e e h au Pt
in Frantrei ch, 29. März. Den
Deutschen gelang es erst gestern
Abend mit Hülse von Massen Angrif
fen in Mareelcave. zwöls Meilen äst
lich von Amiens, in der Gegend siid
lich der Somme, einzudringen.
In dem Distrikt südlich der Som
me lachten die gegnerischen Truppen
auch weiter ihre gröszten Anstrengn
gen. Die Brite vertheidigen sich in
hartnäckiger und bravouröser Weise
gegen einen Vormarsch, der, wie zu
gegeben werden mus,, steckia w-r.
Die Kämpfe in dieser Gegend wa
ren besonders blutiger Natur, und
nach den lohten Berichten dauerte die
Schlacht entlang einer Linie fort,
welche sich ungefähr durch Hamel.
Warfusee, Abaneonrt und Marceleave
hindurchzieht. Dieser Punkt scheint
den äiisiersten Vormarsch gegen die
Briten zu bezeichen.
Der deutsche Vorstos; in dieser Ge
gend wurde von Eerisn, an der Som
„>e, ans gemacht und war unterstützt
durch Artillerie von der anderen
Seite des Flusses.
Die gestrigen Kämpfe östlich von
Arras waren verzweifelter Natur,
vornehmlich in der Gegend des Tele
graph-Hügels. südöstlich der Stadt.
Hier kämpften die Trnppenmassen
während des ganzen Tages im bluti
ge Nahkampf. wobei die Briten
hartnäckig die Pertheidignngsstellm,
gen der schlecht umtobten Stadt be
hauptete.
Nenville-Vitasse, südöstlich vom Te
legraph Hügel, tvurde von den Deut
scheu beseht. Auch gelang es dem
Feinde. am Orange Hügel, weiter
nördlich, seslen Ins' zu fassen. Von
diese Positionen aus sehte der Feind
seine Offensive fort.
Ter Widerstand der Briten südlich
von Arras. entlang der Linie der Al
berl-Arras-Straßc. war ein bewuii
dernstvertlier. Hier fliehen die Deut
schen in der Gegend von Ablainzevelle
wieder und wieder vor, wurden aber
jedes Mal zurückgeworfen. Nach den
lohten Berichten hielten die Brite
diese Linie firm in Händen.
Bei ihren Vorslös;en gegen Mareel
cave, südlich der Somme, drangen die
Deutschen von Eherisy ans vor und
wandten sich dann allmählich west
wärts. bis sie Mareelcave beseht hat
ten.
Alles in allem habe die Teutschen
in den intensiven Kämpfen entlang
der ausgedehnten Schlachtsront ge
stern und in der lohten Nacht südlich
von der Somme Gewinne gemacht
und sind auch östlich und südöstlich
von Arras ein wenig vorgerückt: aber
entlang dem gröszten Theil der Linie
wurden die seindlichen Truppen zu
rückgeworsen und erlitten sehr schwere
Verluste.
W. F. L. E. Van Rappard, der
bis vor Kurzem der Gesandte der
Niederlande in Washington war, ist
von einem atlantischen Haien ans
nach der Heiinatl, gereist.
Unlu," da kr Ir
>rn drr „UM, NndrllNiig tu >'
x Wetter:
Marhlnnd: Klares Wetter, seichte
i verändrrlickfe Winde.
L Soiiiienciiisg. 5.51: Uiiterg. 0.27. D
L Flntli: Morg. 8.95: Abends 8.91.
Nr. 9V.
Ausgenommen.
TllSßomblirdemeutlroil
Paris.
(sine Kirche von <<Seschosi
getroffen.
Insgescinnnt 7', Personen getödtc.
„nd 90 verwundet. Unter den
Opfer ein Attache Per sckiweize
rischen Gesandtschaft. - Allist
len Presse sieht cillgemeine Scick
läge als nwseistlich günstiger m:
- Cleinencean zufrieden.
Por i S, 29. März. >lnsg
sainnit 75 Persanen wurden gelödo-
und 90 verwundet, als ein Geschc:
a-L einem weittragenden deistichc
Geschütz eine Kirche in der GegcN
von Paris traf, in welcher zur Fe!
ein -EbarsrestagS-Gottesdienst geiie.
ten wurde. Diese Kunde bringt ein
heute Abend erlassene offizielle Mi
theilnng. Die meisten der Opfer wo
ren grauen und Kinder.
Unter den Getödlete befindet ji.
H. Slrohlin. der juristische Beirat
der schweizerischen Gesandtschaft i.
Paris.
Dieselbe Kirche wurde am lebte,:
Sonntag während der Eelebrirmi
dcS Hochamtes von einem Geschah
getroffen und bedeutender Lebens
vcrlust tvurde dadurch herbeigeführt.
Par i s, 29. März. Tie Be
schieb, lg der französischen Hauptstadt
durch weittragende deutsche Geschähe
ist heute Nachmittag kurz nach ti llbe
Nachmittage wieder aufgenommen
worden.
Britische Presse voll
B ertr a n c u.
xz ondo u, 29. März. Die
Leitartikel in den Morgen Zeitungen
besprechen in eriiilem. aber ziiber
sichtlichen Tone die „neue Krisis in
der Schlacht".
Die „Dailn Mail" sagt, indem sie
von dein feindliche Pornos; gegen
die französd'che Linie spricht: „Die
Frage ist, ob die Franzosen diese
ene und wüthenden Porslob zurück
zuweisen imstande sind. Südöstlicb
Montdidier eroberten sie gestern
uabezu zwei Meilen Territorium zu
rück: aber Montdidier bleibt och in
den Händen des Feindes.
Der neue deutsche Porstosz bedroh,
nicht nur die südliche flanke der
Amiens-Stelliiiig, sondern auch Pa
ris selbst und gefährdet die Stabil,
tät der ganze Linie. Die Ausgabe
der allürten Armee' wird es sein,
die Teutsche nach Möglichfeit in,
Schach zu halten."
Ter Cvrrespoiident der „Mvniing
Post" telegraphirt: „Die grobe Krist
wird als beendet betrachtet, frisch,
Truppen werden stetig herangebracht,
und neue Batterien lege den Boden
für ein sormidables Schuh Sperr
seuer.
Es sind Anzeichen gegeben, dai:
der Feind Mangel an Reserven hat.
Er bat eine seiner Marine Divisionen
in die Schlacht gesandt, was er bis
her nicht getban hat. ausgenommen
in dem Halle, dasz er in einer au,
regenden Situation ohne genügend
Hülfsmittel getroffen wurde. Di
Leisten dieser feindlichen Division
wurde erzählt, das; sie keine schwere,
Kümpfe zu lwstehen haben würden
da sie ermüdeten Truppen gegenüMi
ständen, welciie nicht viel Widerstann
leiste könnte. Sie haben jedoch ln
reits zu ibreiu Leidwesen erfahren. :
das; britische Bataillone, wenn au
ermüdet, ebenso gut länipsen wie j
und diese Lektion ist dem Feind ,
tliener zu stehen gekommen."
P a r i r-, 29. März. D>e Bc
richte über die gestrigen Operatione,
sind in zwei Hinsichten ermutlügen
der Natur und verstärken das ruhig
Pertranen. das hier gefühlt wird
Erstens wird hier mit Genugthuung
vermerkt, das; die Deutsche bei ihren,
Persuch, die Schlacht nördlich von
Arras auszudehnen, einen empfind
liche Fehlschlag erlitten: das zweit
beruhigende Element wird darin g,
snnden, das; die Gegenstreiche der i
Allürten beginnen, sich fühlbar zu
machen und bereits in wichtigen Er
folgen resnltirt haben, besonders in
der Gegend von Montdidicr.

PnbllshtHl and diittributeU under
permit No. , authorized by the
, Act. of Oct. ft, 1017, on ttlo at the
I*ost Office of lialtimore, Md. <f
x By order of the President, 7
<|, A. S. Burleson,
Postmaster General.

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