OCR Interpretation


Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, March 30, 1918, Image 9

Image and text provided by University of Maryland, College Park, MD

Persistent link: https://chroniclingamerica.loc.gov/lccn/sn83045081/1918-03-30/ed-1/seq-9/

What is OCR?


Thumbnail for 8

8
Mttzrichiikt.
Die Erlvciiernnst der
Stadtgrenzen.
Fremdsprachiger Unter
richt bleibt in Schulen.
Polittiche Debatte im Unterhauje.
Tie Budget Bill in Cwsahr. --
Coisterenz Eomite'n können sich
nicbl einige. Pimlico Ren
vabnbill im Tenat angenommen.
Bill gegen Inzug von Spin
uiosenbäiidlerii nnterzeichiiek.
Aii>i a poli s. 2'ck. 'März. CMu
verneur Emerson C. Harriiigton im
lerzeichiiete heule Abend kurz vor
7 Uhr die Bill sür die Crweiterimg
der Stadt-grenzen und gab später eine
längere schristliche Erklärung über
seine Stellung zu der Annexions-
Frage ab.
Czonveruenr Harriiigton schien sich
damit eine Bürde vom Halse geladen
zu babe. denn er begab sich sofort
danach zum Abendessen und war
höchsl vergnügt.
Auster dem Cwuveriieur und dem
Präsidenten des Senats Peter I. C.
Campbell und dessen Sekretär I. A.
Webb, sowie dem Sprecher des Un
lerhauies Herbert R Wooden und
denen Cbe' Elert lolm I. Robinson
wohnten der Unterzeichnung Cr-
Mapor C. Clan Timaiius. der 'Vor
sitzer der „ttröszer Baltimore-Liga"
war. Versicherungs - Commist'är W.
Masou Slieehaii und Herr Vilstam
Pepper Coniiable. Präsiden! der Lpi
rituoseii - L-eenz - Commission, bei.
Ter lCouvernenr beimtzle vier Feder
Halter bei der Unterzeichnung d
liat eine derselben dem Cwneral Felir
Agiius und eine andere Hrn. Frank
A. Fürst versprochen. Mehrere Pho
lograplien vereivigten d!e Scene
durch mehrere Aufnahmen
Im Laaste des Nachmittags kam
der Acht!'. I. Fred. C. Talbatl nach
AnnapoUs und begab sich in die Woa
iig des Cionvernenrs, wa er mit
demielhen über d>e Bill conierirte
„nd verlangte, das; der isonverneur
diesrlbe mit seinem Velo belegen
'olle. Tor Gouverneur und Herr
Talvolt gingen dann über die ganze
Situation, wobei betont wurde, das;
die Bürger van Baltimore Coiuitv
das Recht batten, im Staats Avvel
latioiis Gericht grgen die Rechtsgül
tigkeit der Bill zu lagen.
In seiner Erklärung jagte der
Gouverneur heute Abend, das; er
stets sür das Interesse der Stadt ein
getreten sei und zu Gunsten einer Cr
Weiterung gesprochen habe, doch seien
einige Bestimmungen in der Bill.
welche ibm nicht zugesagt hätten.
Jetzt aber wolle er keinen Lanips
mehr darüber machen.
Ter Gouverneur unterzeichnete
anstcrdem die Frick'sche Spiriluost
Licenz-Bill, welche es für die vielen
i Virgiilien nd anderen trockenen
-Staaten vertriebene Wirthe unmög
lich macht, sich hier ohne Weiteres in
das Geschält zu setze. Jeder Gros,
Händler mit Shirituoseii mns; danach
ebenso wie die Wirtbe zuerst Bürger
von Baltimore sein, ehe er eine Ap
plikation zum Betriebe des (beschä'tes
einreichen kann, und dann ins; er
i'ür die Applikation die erforderlichen
Unterschriften babeii.
Später am Abend genebmigle der
Gouverneur noch eine ganze Anzahl
Vorlagen von welliger wichtiger Be
deutung, nachdem der General An
walt dieselben estier Prüfung unter
zogen batte.
L a m p f u m B udget B i l l.
Tie Budget-Bill, welche Im Sc
iiate angenommen aber im Unter
Hanse amendirt worden war, so das;
die !<!2<>ltt iür den Hüsts Vorsitzer der
Laiidiiraszen Commisiion berausge
jckiiiiteii wurdrn, >var lieute die Ur
fache einer ickiarsen politischen De
batte ii:i Unterhanse, welche >eii dein
Beginne der Sitzung nickt so schar'
gewcen war.
Tie ernannten Con'erenz-Eamite'u
l'otteii sich nickt einigen können und
ans Ersticken des Senates solile ein
neues Comite eriiaiim werden, um
eine Einigung zu erzielen. Ter Se
nat batte die Senatoren Tva:l,
Narrst- und Speicher, zwei Tenio
kraleii und eine Republikaner, rr
na.. Als im Unterlianse der An
trag gestellt mar, erstickle Hr, Brnant
den Sprecher Woodeu, dm; er den
demokratischen Wortführer als Mi
naritätspertretcr a das Comile er
uenneu solle Ter Sprecher lehnte
LS aber ab.
! Hr. Brnant tagte: „Wenn das!
i Comile nickn einig wird, dann mns; >
der Cwuvernenr eine Ertra Sitzung
! der Ltaatsgesctzgelmng einbernsen.
Inm das Budget für de Staats
i Haushalt an zunehmen."
Hr. Benfon, Tem.. beantragte da
! raus, das; das- zu ernennende
inslriiirt werde, von dem Ainende
ment zurückzutreten. Er jagte, das;
die Repul'litaner sich um lumpige
!f!2i><>i herumslrilte und dabei die
ganze Staats Maichine vrach legten.
Tie Ertrasitziuig werde viel mehr
koste.
Hr. Seih von Cwrrett Ecmnl. j
ein Republikaner, ermähnte seine j
fParteifreiiiide, den Sprecher in sei
er eingenommenen Stellung zu nn
terslützen, es sei eine politische Frage.
nnd wenn eine Ertrasivung notliwen !
' dig werde, dann fei es die Schuld der i
Demokraten.
Hr. Benfon erwiderte, das; die Re
' pichlikaner im llnterhause die Vi'acht
hätten, das Budget aufzuhalten, aber
sie würden es in späteren ,feiten zu
bereuen haben.
Als schlieszlich abgestimmt wurde.
' ergab es sich, das; l gegen und nur
-t l für de Antrag des Hrn. Benfon
' stimmten, und darauf ernannte der
< Sprecher die Herren Connellv. Leit
- ler und Covep. drei Lieg er einer Ei
iiigiing, an das Eonferenz-Eomite.
P im lica blei b t.
Im Senäle war die Bill, welche
> den Weiterbestand Pimlico's nach der
, Erweiterung der Stadtgrenzen sichern
l sollte, mit Stimmengleichheit verlo
- ren gegangen. Heute Mitlag wurde
auf Antrag des Senators Frick das
. Datum in Wiedererwägung gezogen
und die Bill zum dritte Male ver
lesen. Dieselbe mns; das llnterhau
noch passiren.
, „N i ck, tsiviss c rt h u in" kalt
g e st eilt.
Als im Unlerbaiise die Bill des
Hrn. Oscar von Baltimore, §
in allen Elementar, und (hrammär-,
Schulen den fremdsprachigen Unter
richl atiszuschlieszen. zur dritten Ver- !
! lesmig kam, hielt Herr türecii selbst i
eine längere Rede zur Vertheidigung
der Parlage und griff dabei div
i Presse an, welche üm nicht recht be !
. bandelt babe. > >
Herr Mclittasli von Baltimore j
Eoimlu protcilirte in rutiiger Weste
, gegen die Annalime der Vorlage und j
lvies darauf liiii. das; acli Amiabme!
> der Bill er seinen .Cindern keinen!
iremdiprachigen Unterricht erttirile
lasten könne, und gerade in diesem ! .
Criege babe es sich gezeigt, wie noth- j
i ivendig es sei. das; auch die Anierika
. er mehr als eine Sprache beberr :
scheu sollten. Tie Bill beziehe mb !.
, ant önentliche und Privatichnlin. s,
, Herr Brnant motlte die Debatte
, kurz machen nd stellte de Antrag,
die Bill ant den Tiicli zu legen. Ter
Atilrag wurde mit >U gegen st Stim
men angenommen. Von den Balti
morern stimmte Herr Hildebrandt
. für die Bill. ,
. Stissler' s Bill an i de m
Anssier b e - Et at.
Vor dem Corporation-:- - Comite
, fand beute Vormittag eine längere
Berathung über die vom Senat an
genommene Bill des Senatars Stst
; ler, eine Cisenbalm von Havre de
(rare nach Tanevtown zu bauen,
> statt. Stadt-Prokiiralor Field hielt
eine längere Ansprache und wies nach,
, das; es den Anschein liabe. das; die
, Bahn nichts Anderes werde, als ein
sogenannter „Cult Ois" der „Penn
, stllvania-Balm" um die Stadt Balti
more licriuu. ,
, Das Comite beschlos;. einen im
günstigen Berichi her die Bill
zureiche, doch gab >-s dem Senalor
, Stisler noch eine tMlegenheit, mor
gen noch einmal gehört zu werde, s
, Aller Wahrscheinlichkeit w>rd
Bill die Hände des Comite's nicht
~ mehr verlassen.
Beide Häuser werden morgen wie
der in Sitzung sei.
Erschuf, zufällig sriiir Freund.
Sergeant der Armee zeigte seinem
Freunde seinen Revolver, dersel
j tw ging los. und der Freund ist
todt.
- Sergeant Clurence Williamso von
Comvagnie.C. der stst. linanterie der
> Bundes-Armee aus Eamv Creen. -
! Eharlotle N. C„ erschosz seine s
,! Freund Otto Lucas gestern Nachmit
- ! >og grgen 7, Uür durch einen imglück j
I licken Injall. Ter Sergeant wollte
, ! zeineni Freunde die Mechanik eines !
E anromarisckien Revolvers zeigen, da !
i! bei erplvdirte dies und die Luget !
> § drang Herr Linas in den Hals. Er
Ivurde nach dem Mere Hvsvital ge
. i bracht nd dar! nir ladt erklärt. Ter j
! Unfall rreignete iich i Piatt's Pack
ing Hviiie. Cen Higinvau nnd Boule
Strasie. :vo Linas angestellt ivar.
l , Herr Lneas n>ar st:! Jahre alt nnd
! l ivolmle R'e. '' - d>iras;e. Ter
Sergeant be'indu lim in -er jüd
! lichen Polizeisiation in Hait.V'is der
e! Eoroner seine SchiedssprnckV al'ge
! gebe haben wird.
X
Der Teutsche Eorrespondriit, Pustiimire, Md, Sumst,z, de IIU. März 1918
Ostern in de Lirche.
Slitte Woche isl heute vorüber.
Cliarfrestag als gesetzlicher Feier
tun > den Per. Limiten feiert.
Circk'engemeinden l,iellen den
Tun ein. Gottesdienst und
'.bkiisifprogramme in de Kirchen
für den Ostersonntag.
Heute ist der letzte Tun der stillen
Peuche, der dun vuui Ostersonntag
nefulnt ivird. dem Tun der Freude
der die Aiiserstehmig Christi Ter
heutige Tun ivird offiziell durch den
längsten Gottesdienst de-:- Jahres in
den lathalüchen Kirchen ne'seiert wer
den. Tie Gottesdienste beginnen uu>
7 Übr 'ckßorgens und werden erst um
Abend geschlossen. Tie Fastenzeit
wird uffizietl durch das Linnen des
„Ciloria in Crcelsis" beendet.
In den lutherischen Kirchen sind
ebenfalls für den Ostersonntag spe
zielle Vordereitunnen getrusfen wor
den. Tie Musitprogramme sind seit
mehreren Wochen eingeübt worden
und viele der Chöre sind neuester
Compositicm.
Tst e r n in den kutholi
sch e n L i r ch e n.
In den tutholischen Lirche, spe
ziell in den deutschen, wird das Oster
fesl in höchst feierlicher Weise ge
feiert. Latholile sind nicht ungewie
sen, beute zu suslen, und dies ist duS
erste Mul, das; dieses Privilegium be
ivilligt ivurde. Zeit Jahre wur mich
der LUinslug vor dem Ostersonntag
in die Fastenzeit einbegriffen. Tie
Gottesdienste werden um 7 Uhr Mur
gens beginnen und etwu ist/. Stiui
den währen. In ullen Lirche wird
dus Weihwust'er eingesegnet, das wäll
rend des Jahres für die verschiedenen
religiösen Ceremonien benutzt ivird.
Turnus folgt dus Anzünden der Ler
zen, die bis zum Tuge der Aus
erstelmng brennen. Cs ist üblich, das;
die Latholitcn von dem geweihten
Wusser noch Hause trugen für den
Gebrauch der Familie.
lii de r S t. Mich u elskir ch e.
Tue hohe Osterfest ivird in seier
licher Weise begangen werde. In
der Lindermesse um Uhr singt
der vereinigte Chor derCnaben und
Mädchenschulen fröhliche Osterlieder
in englischer Spracpe. Uni U> Übr
beginnt dus solenne Hochamt, cele
drirt vom Rektor der Sk. AUchuels
Gemeinde, Puter lasepli R'. Wisse!,
mit '.'lisistenz von Diakon, Snb Dia
ton und Ceremonienmeisler. Cine
der Fcstesseier entsprechende Predigt
ivird von einem Redemptoristen Pu
ter gehalten.
folgendes gut vorbereitetes musi
kulisches Programm ivird vom Lir
clienchor < Id gemischte Stimmen l >nit
luiiemnenial Begleitung durch du?
St. Gerliard's Orchester, unter Lei
tung des Organisten .Curl Ir. Mut
ter. ausgeführt: „Bidi Aguum" von
Curl Lempter: Wechselgesänge von
A. C. Tozer: Fcsimeise in B Tur
von H. Farmer, Bearbeitung von C.
F. Mutier, „Huec Ties" von F.
Schöps, ..Beni Creator" von A. Bai
ui, „Terra Tremnit" von I.Wigand,
„Ter Heiland ist erstunden", Gemein
degesung: lestmurjch von Orchester
und Orgel.
St. luto b n s L irch e.
Heule Abend um 7.ÜU findet in der
2t. lakobus-Lirche ein feierlicher
Auferstehungs -igottesdienst mit Se
gen statt, bei welchem dus „LUliitu
ris" pan Wiegand. „Regina Coeli"
von thjorza und das „Tantum Ergo"
von Cstimbilotte vom Lingchor gesmi
gen werden.
Am Ostersonntag findet ein feier
Uches Hochamt statt mit angemessener
Predigt und dem folgenden Musil
Programm: „Bidi Aguum", ichrr
chesi: Masse Rr. >!. Haudn; „Huer
Ties" sClraduale), Wiegand, „Beni
Lancte", Tietsch, Offertorium „Ha!
lelujah", Händl. Stille Vesper und
Bciied'ction um 7.1i0 Abends. Ve
sperS in Bb.. Lejeal, „Magnificat".
Mozart: „Regina Coeli", Vervoitt,,
„O Salutaris", Ceprevost, „Tantuin
Ergo", Wiegand.
Am Ostermontag, den l. April
um 0 Übr Morgens, iinchj ebeinalls
ein "Hochami mit Segen statt. Am
Montag und Tienslag, den tR und!>.
April, geben die Cnaben und Mäd
chen der lßmeinde eine interessante
Unterhaltung für die CirMe und
Psarrsckule. Tie Eltern und Ireuiide
der Cinder sind herzlichst eingeiaden.
der Unterhaltung beizuwohnen. TuS
Jugend Orchester der (Gemeinde wird
luüziren.
I n den lutheri ! cli e n
C i r ch e n.
In den deuiicheu evangelisch-Intbe
rischen und resormirten Circhen >ver
den die Cottesdienste ebonsolls einen
eindl uelsvollen Perloui nelmien. To
iii das Munt Programm 'nr den
t>wttesdienii am Osterson, tag in der
deulichen evanaeliich-lutlierüäien Tt.
lobanni-. .iiche, Lombard- und Ca
tlierine-Ttraste. das iolgeude:
Vormiilags l>> Übr: leii Praln
dium in ~A Moll". Polckmar, Clior
..Ireurt Euch. Christus lebt". Ries,
O'wrlorium „Clanzonelta". rsgiai-
koivskn: Violin-Solo mi! Orgel Be
gleitung: Clior „Lanl ersckiall der
Lobgesong". Wilson: Diolin Solo
„Intermezzo", Maseagnie: Postln
dium „Easter Beils", Oeileu.
C vang' elisck> - lut l> er i s cki e
Sale m s - C i r ch e.
Barmittags: Feier des lil. Abend
mahls nnd F-estpredigt Ci reich
haltiges musikalisches Programm
vom Lircheiichor unter der Leitung
von Prost O. P. Steinwold wird zur
Erhebung der Osierieier veil ragen.
Wir mache besonders nist folgende
Nummer aufmerksam: Psalm lB
„Cbrisi ist erstanden" van l'ieo. Ceisest
Tie Oslerscicr der Lonnrag-ssckinir
findet Sonntag Abend nm ' Übr
in der Lirche statt.
Evangelisch - l nt li e r i s cki e
lio ns -,Cir Ä e, Srem m er s
R u ,
Porinittags m !> Übr Sonntag:
schule, nm 10 Übr Beichte und um
111 Uhr Gottesdienst.
Am Sonntag ach Ostern: Soun
tagsschule und Gottesdienst Vormit
tags zur gewohnte Stunde: Nach
mittags stst", Uhr englischer Gotte:
dienst.
I e rnsale in - L ist ck; e, G a r d e n
v i l l e.
Ter Olottcsdienst findet in Heiden
Sprachen statt nnd wird das lil.
Abendmahl in beiden Sprachen ver
avaltet werden. Ter Cinzeltelch, wie
der allgemeine Leich werde ge
braucht. Oestenlliche Beichte nm
Uhr in deutsch und daraus in eng
lisch. Ter Hanpl Gottesdienst be
ginnt nm '/Al Übr. Tie Musil und
die Dekorationen in der Lirche wer
den dem festlichen Cbaratter des
Tages eni'precheiid sein.
N esor m irte lin m a >> ek'
Ck i r ch e.
khottesdiensl nm l> Übr Vormit
tags. Abends um Übr englischer
Gottesdienst und Feier des bl. Abend
mahl:-. Spezielles Muiil Programm.
Vierte resormirte St. I--
l> aiiii i s C i r cli e.
„Ter Heiland lebt!" von Legest
„Auferstanden ist der Herr" von
Simver und „Gott ist mein Lied"
von Lern.
O st eri e st in der S t. P a n l s
,C i r ch e.
In der evangelisch reiormirte Sst
Panl's Lirche, Ecke Broadwan und
Pratt Tfroste, ivird das Ostrr'est und
die Feier deS bl, Avendmabls imi
N> Übr Dormillags veginnen stiene
leitst und zwar in deutscher Srracbe
Abruds in Übr isl diese Feier
in der Landessvraclie,
lugleicb wird auch Pastor P-iiil
H, Schnatz der Tliatsache gedenlen,
das; Ollern der C lalireslag seiner
Wirlianileit an dieser tCen-einde in.
Versammln; ve Nedaktriirrii,
Am nächste Montag beginnt >m
„Sontlierii Hotel" "e Versanun
Inug der Redakteure der Landzeilnn
gen NRarnland's. die seit Jahren nn
ler dem Name „Maniland Pres;
Associalion" vereinigt sind. Wie er
wartet. ivird in der Eonvenlion die
Frage der Erhöhung des Preist:- für
die Festungen, sowie auch der Anzei
gen Raten zur Sprache kommen. ,wr
er werden die Redakteure daistr ein
treten. das; die Regierung olle mög
lichen Anstrengungen macht, sür die
Saison geügend Farmaibeiter zur
Verfügung zu stellen.
Ci st bah verkauft.
Tie Arrangements sür de Ver
laus der „Georgia sc Florida Cii'en
bahil". a dem viele Lapitalisten in
Baltimore intercjsirt sind, sind von
der „Baltimore Trust Co." beendigt
worden. Tie ,Häuser sind angeblich
I. F. Lewis von Valdosta, Ga., und
C. S. Lewis von Montezmiia, Ga.
Beide werden die Controle über die
Balm baden. Tie Balm soll voll
ständig reorganisirt werden.
Neuer Applikant.
I. Bagb'.i Coga von Cllton, Md.,
hat der Staats-Landstraszen-Commis
sioii seine Applikation sür die vakante
Stellung des Ober-Ingenieurs der
Staats Landstrasten eingereicht. Lo
gan war seit mebreren labren bei der
> Commission angestellt und kennt die
Landstrasten des Staates und ilire
Beschilienlieir ganz genau. -Man er
- wartet, das; das Amt Ansang:- näch
! sler Woche besetzt werde ivird,
W<nt nach immer krank.
Ta er angeblich eiiu,"> Rück'chlag
erlitt, liegt Samuel Want, der stmge
Rrcbtsäinralt und srübere Präsiden!
der „Citizens Stete Bank" von Go
ans. der der Unterichlagiuig ang
st'ch-.ildigii ist,!>, so kritischem lustande
darnieder, das; seine 'Verwandten be--
iürcbten, seine Cranfbeit inerde eine
sebr langn'ierige lein. Want bat, seit
dem er nach feiner Flucht wieder nach
Baliimoie mrückkelirte, dem Slaat-.-
Baiik-Impeltor bedentende
Hül'e geleistet, nm die Banl-Astai
ren. die im grössten Wirrwarr :va
ren. ;n lösen. Wie es beisst, hat
seine Familie die Anficht, ilm. men
sich fein Bestnde nickn bessert, nach
einem Sanatorium zu 'enden.
Munizipal Rack,richte.
Gestern wurde das berühmt gewor
dene „Harrn Honst'! inAimapolis
geschlossen. Tie geosze Uhr im
Ratlilianstliurm wird von dem
Cbei Cletteotechniker Botterden
am Sonntag Morgen nm eine
Stunde vorgestellt werden.
Ta-.- Ralblimis war gestern ge
schlossen. eine grosze 'Anzahl Auge
stellte war aber trotzdem erschienen,
nm dringende 'Arbeiten zu erledigen,
Mapor Preston blieb infolge einer
s Erkältung z Hause, sein Sekretär,
j Hrrr Charles Creuder, j,,.. war ie
docki im Bürran anmesend.
Tie grosze Uhr,
„Big Sam", die grosze Uhr im
Ralhhaustlmrm. wird kurz vor 2 Uhr
Sonntag Rockt gemäs; den Por-ckri'
ten d-'- Tageslicht-Spar-Bill, ivelche
kürzlich vom Congres; angenommen
ivurde, von dem städtischen Ches-Elek
lrotechiiiter lolm Balterden um eine
Stunde vorgestellt werden. Taö
Sckilagiverk ivird so gestellt werden,
das; die Uhr nicht 2 Uhr, sondern
:! Uhr bekannt macht. Tas Verschie
ben der Feiger ist sebr ei,stach. Herr
Batterden braucht ur aus einen
Luchst > drücken, woraus die , seiger
in wenigen Sekunden eine Stunde
zurücklegen werden. Cr mns; allster
dem 2dl andere Uhren in den verschie
denen Departements im Rathhaus
richtig stellen.
„H a rr >i Hou s e" g e schlo s, e .
Tas „Harra Hanse" in Aimapo
li: an der Cke von Maryland-Avenue
und Prince George Strasze ivnrde ge
siern geichlosscn. Hinter den Mauer
dieses Gebäudes wurden die Pläne
geschmiedet, ivelche die Annahme dee
"Annerion: Bill ermöglichten. Als die
i Bill iür einige Tage im Senat in
Geialir war, liielt sich Mapor Preston
!in Animpolis aut. C'' kam nickst nach
i Ballimore zurück, sondern schlief mit
, Stadl Prokurator S. S. Field in
j dem Gebäude. Wichtige Unierredun
i gen iaiiden darin statt, die iür
! Baliimare van groszer Bedenlimg >va
! ren. Tas „Harr Hanse" war das
, Hanptguartier sür die Vertreter der
, Sladk, dieselben machten aber iast gar
keinen Gebrauch von Mapor Pre
ston':- Gastirelllldschast.
l „Ta nun" Loden's Gehalt.
Verschiedene Politiker, ivelche der
gegenwärtige Stadt - Perwgstiuig
i nicht ireimdlsth geiimit sind, rrtlär
!>:> vor einiger Feit ivegen der Cr
j Höhung des Genalts des Cotleltors
! der Wassermiettieii nd Liceiizeu.
! „Tamm" Coden, dost die Vüdget Ve
s borde kein Recht liabe, dies zu thun.
jAls im Jahre IstlA Herr Lade von
- Manor Preiion iviederernannt iviir
! de, ivurde st-sti !Celialt von ülstAGi auf
!st,',lilU> erliölil und im letzte lalir
ivnrde ihm eine weitere lulage von
ben'illigi. Senator Frick legte
l nun der Cegislatnr eine Dill vor,
auf Grund welcher die Erhöhungen
reckst:lräistg >verden würde. lerr
, Laden ivurde geilern über den Iweck
! der Dill beiragt. seine Antwort be
stand aber nur ans einem mpsteriäien
Lächeln.
War geständig.
Tie Firma Gebrüder Bernbeimer
haben sich van Frau Marie Morris
von Nr, 2GX!. St. Panl-Stras;e,
di' am 21. März wegen Tiebstabls
von PA? aus der Lasse der Firma
verhaftet wo''den war, folgende
schriftliche Auslage geben lassen:
„Ich wünsche hiermit meine in den
Tageszeitungen verässentlichteii Aus
sagen richtig zu stellen, da ich weh
rere unrichtige und unwahre Ans
, sagen gemacht H.M-, und ich die ?m
-> Pathie meiner Frelllllie und anderer
> Leute, die sich sür meinen Fall in
teressirten. nicht verdiene, dp ich das
j Geld, das ick, entwendete, nicht zum
> Wahle meiller Familie verwandt
s hohe."
> Frau Morris hatte seiner Feit cr
> klärt, iür Gatte sr> tranklieitslialher
< arbeitsuistätiig. >lnd sie hal'e das Geld
! sür ihre Lillder gestohlen, um das
fällige Loslgeld für dstse zu bezahlen.
! Schleichdicb crtzcntet Lchi,stäche.
j Ein Schleichdieh, nach Ansicht der
derselbe, der vor einigen Ta
igen sechs Häuser im nordwestlichen
, Stadtthcil bcr mble. drang im Laus?
: der letzten Wecke in die Wolninng der
jFran Cdna Sck"ibert. R'r. <>,!2.
j Wasaingion Str.-sze. ein und üahl
j Schinucksacken in, Werrlie von 12<!7..
! Tie Familie Schubert begab sich letz
!ten Monlog unk, Lingsville, Valst
> more-Coiuttp ,!!!> dort Vermandle zu
i beincken. und iväl'rend ilircr Abw-e
-, senbeil drang der Dieb in du:- Hans.
!?lls sin am Tonnerstag zurückkehrte.
! mackle inu die Entdeckung. dos; alle
i Tckmüladei: und -.Psöl'el nach Wcrtli
- sackie durck>>nckt worden ivaren. Ter
Fall wurde vom Lieutenant Lever
lon. dem Frm Sckmbcrt in der ord
! östlichen Polizeistaiion denFoil lnrich
inin. dun Polizei-Canpipuartier e
, meldet.
I 'viiniikiii,, dl, dcn „DmiiivkN Uori-kil,,
inan vlinllllm ,> q> Im>lM k
Vor den Pvlizcirickstrrn
Hatte in einer Woche 27 Anileltiin
gen und hielt nicht an -. Gattin
versöhnte sich aber ist dem vicl
'eitigcn Arbeiter. Mitglieder
angeblicher Verbrecherbande wei
den prozessirt, Andere Fälle
vor den Polst,eirichtern.
Unter der Angabe, das; iür Gatte.
Weininger von R'r. 1112,
i LÜd-Crlep-Ltras;e. innerüall' von
einer Woche 27 verschiedene Stelln
- gen. lste iüm durch Freunde verschalst
ivurden, wieder ansgegcüen üaüe,
stand gestern Frau Marn Meintger
vor dem Polizeirickter Gerecht und
ersuchte ihn, sei salomonisches Ur
theil abzugeben über die Frage, was
sie mit George anfangen soll. George,
sagte sie, babe ihr seit Monaten keine
Unterstützung in dem Haushalt zu
ibeil werden lassen und alle 'Versuche,
st,,, zu veranlasse, ansz-uharreii,
nachdem er eine Stellung gefunden
liabe, hätten sich als vergeblich ernste
sen. Ladt Gerecht sah die Frau au,
dann den Mann, sah in beider Au
ge. dasz b diirchans nicht bereit wa
ren, dem gemeinsamen Cbeleben Va
let zu sagen, und so gab er ihnen
Gelegenheit, sich in einem Nebenzim
mer ansznsprecheii. Tas Resultat
mar, das; etwa eine halbe Stunde
später Mann und Frau Arm in Arm
die Polizeistation perlieszen, nnd Lad!
Gerecht schmunzelte wieder, denn als
Friedenssliiter zwischen Ehepaaren
! hat er ein gewisses Reiiommc erzielt.
I Jur gleichen Feit aber mag er malst
! gedacht haben: „Wann kommen sie
wieder?"
Läiw a r, e La n g fing er.
Unter der Anschuldigung. Lampen,
dachte und Brenner von der I. C>.
MeCrorp Co., Nr. MN West Lering
ton-Ttras'.e, gestohlen zu haben, so
wie l!> Tutzend Paar Teidenstrümpse
von der „Baltimore und Philadel
phia Tampsboot Co.", wurden ge
siern in der östlichen Polizeisiation
die Reger John Morris und Clareuce
Brown in der östlichen Polizeisiation
dem Clerichtsversabren überwiesen.
Tie wurden in Washington vom Se
lektiv Kabler verhaftet, und wie die
ser glaubt, sind sie Mitglieder einer
larbigeu Perbrecherbande, die wah
rend der verflossenen Paar Monate
Läden in Baltimore und Washington
bestahlen.
An g ebli ch e Ant o m arde r.
lobii Carriek von Rr. t-tiil. Cd
moudsou Avenue, wurde geliern dem
Polizeirichter Brendel vorgeführt auf
die Beschädigung hin, ei Automobil
ohne Liren; und ohne Wissens des
Cigenthümers und in angetrunfencui
Imstande gelenkt zu habe. Carrick
und zwei seiner Begleiter. Irauk
Hes'ner von Nr. 1 l ll>, Laurens-Str.,
und Samuel H. lisher von Rr. l!>27>.
Hove-Stras,e. ivurden vom Polizisten
Hes; verhaftet, der die Männer in
dem Automobil sah. das. wie ihm ge
meldet worden war, Ernst lolkart
von Rr. 17. Lsl-laiiette Ttrasze, ab
handen gekommen war.
Schiff A ho i.
Tie Seeleute >Marge Townch auS
Schottland, Wm. Sanderson, John
MePherson und Robert Mumford,
die drei letztere aus England, wur
den gestern vom Polizeirichter Ranft
im südlichen Stationsbause wegen
mordentlicheii Betragens uni je §.">
bestraft. Tie hatte des lhuten zu
viel gethan und eine Ilasche Schnaps
durch ein lensier eines Barbierla
deiis geivorsen, worauf sie von dem
Polizisten Cieisz vom südlichen Ti
sirikt verhaftet wurden. Sandersou
machte die Seeschlacht von Jütland
mit und wurde dort verwundet. Er
machte mehrere Versuche, in die Bim
deöslorte einzutreten, wurde aber ab
gewiesen. weil ihm ein Jünger der
linken Hand weggeschossen worden ist.
Tie drei Anderen gaben an. das; sie
auf lorprdirteii Schiffen waren.
MePherson behauptete, auf dem
„Cronmore" gewesen zu fein, der vor
zwei Monaten im Aermel Canal tor
pedirt ivurde. MePherson brachte
einmal >7 Tage auf einem Ilosz von
.Listen und I-ässern zu, das schleunigst
gebaut ivurde, als ein Tauchboot an
der Lüste von Algier gesichtet wurde.
In den 17 Tagen wurde er von vier
Schiffen wahrgenommen, aber keines
derselben wollte ihn. der Lamlchoot
gestihr wegen, aufnehmen.
La in pfhä l, n e v e rhnfte t.
William Iraut's von Rr. ,! 11. R.-
Calvert-Straste. gerietli mit Weorge
I. Rntledge ui de-- Wirthschaft des
'Vaters desselden. Cleorge P. Riit
ledge. R'r. l Park-Avenne. in ei
neu Llreit. der >n e-nen lanstkampf
ausartete. Polizist Tietz von, mest
liche Tifiritt kam zufällig vorüder
und vermutete d-e Heiden Lainpf
hälme. Iraiils wurde gestern vvni
Polizeirichter lohanii'rii im mcstli
chen Stationshause um lüchd ud .Co
llen beiirmt. und da es sich heraus
stetlke. das; rr feit einem Jahr keine
Arheil gethan hatte, wurde er unter
dem Iwangsarl'eits-lMseh regifirirt.
so das; er nun Arbeit finde mfz.
Dreht (stich nichck irm!
Tie Übr gebt 'nun.—Sonntag Mar
gen m zwei Übr sollte alle
Battimorer die Ulire eine Stiin
de vorstellen, Am besten isl es
aber wen sie es thun ehe sie sich
im Morphems-Arme begebe.
Sicher ist sicher.
Cs ist kein Spas; mit der Feit zu
„sooleu". wie Jackson P. Hoosuatel
sagen würde, aber die biederen Bür
ger Baltimores sowie auch die nicht
biederen werden wohl llmn, heute
Abend ehe sie sich in iür Schlafgemach
zurückziehen, dem Befehle Onkel
Sanis zu gehorchen und alle Uhren
nnd Instrumente, die ihnen als Uh
ren bekannt sind, eine Stunde vorzu
stellen. Von Recht oder Onkel Sams
wegen, sollte dies erst nm 2 Uür
Morgens am Sonntag geschehen,
aber wer will um zwei Übr 'Morgens
aufstehen und sich, nachdem er be
reits mehrere Stunden in Morpheus
Armen geruht, sich noch mit der alten
Groszpater Uhr. Weckeuhr oder so
sligem leuge besassen, das den Ra
inen Uhr trägt's Daher die War
iimig wann sich die genügende
Bettschwere entwickelt so soll Pater
Familiär- oder die würdige Frau
Mama heute Abend, ehe sie sich in die
Federn legen, der Uhr gedenke und
die nöthige, durchaus nicht schmerz
haste Operation an ihr vornehmen.
Geschieht dies nicht, so ist es mög
lich, das; dee „Olle" oder das Löbli
chen zu spät zur Arbeit lomml und
am daraussolgendeii Samstag ein ge
wisi'er Mangel in dem Lohne vor
handen ist.
Für die Poliziiveamten in der
Stadt ist die Sache nicht so emscich.
wenigstens nicht sür die, welche früh
am Morgen in den Ticiist gehen müs
se. Obgleich sie der Übr zufolge
zur gewöhnlickn'ii Feit ausstehen
werden, io verlieren sie doch eine
Stunde des Morgeiischlafes. Dafür
werden sie aber auch eine Stunde
früher wieder ihren Posten verlassen
könne. Tie Feuerwehrleute befin
den sich in derselbe Lage, ebenso wie
viele Andere.
In allen Fabriken der Stadt wird
die neue Regel ebenfalls eingeführt
werden und währeno sie tücilsächiich
keinerlei Aenderung in der Arbeits
zeit veranlasst, so werden die meisten
der Arbeiter doch am Montag Mor
gen die Aenderung spüre, wenn sie
eine Stunde früher ausstehen und sin
den. das; sie nicht acht Stunden ge
schlafen haben, sondern nur sieben,
nämlich ach der Uhr.
Euerhart's t<wlrbiüfse.
Baltimorer fuhr auf britifchem Tnm
pfer, der torpedirt wlirde. —Sah,
wie der Dampfer „Tuscaiiia"
unterging. Rothsigiial wurde
von feinem Schiffe heantwortet.
Anderer Dampfer ivnrde sei
er Anficht nach auch torpedirt.
Rodert Henrn Everhart, der vei
seine Eltern im Hanfe Nr. <>o7, Eo
liimbia Avenue, wohnt und ans dem
britischen Tampfer „Argalia" an
heuerte, weis; über feine Reife Fol
gendes zu erzähle. Alles ging glatt
al> lüs 200 Meilen von der irischen
Lüste entfernt, als der „Argalia"
von einem niisichtbareu Tmichbavt
! mittschiffs torpedirt ivurde, wobei
! zwei Manu den Tod fanden. Ein
britischer Zerstörer nahm unS von
den Rettungsbooten auf. Nachdem
dieser >u der Nähe, wo der „Argalia"
torpedirt wurde, hin und her gekreuzt
hatte, verfolgte er den Laus des Tor
pedos und lies; sechs Tiefhoinbe fal
len. Mehrere Miniuteu später kamen
Oel, Holz und Lciiiwaiidfctzeii an die
Oberfläche."
Don (Glasgow wurde Everhart auf
einem Passagierdampfer nach Mont
real, Eanada, nnd von da nach Bat
timore gesandt. Nachdem er einige
Page bei seinen Eltern zugebracht,
heuerte er als Seemann auf dem
Tampfer „Siderian Princc" a, der
mit 22 anderen Schiffen unter Be
wachung von Newport News anslics.
Nach einigen Tagen verlor der eine
Begleitdampser sein Steuer und
mnstte zurückkehren. Als der „Live
rian Princc" 100 Meilen von
Oueeiistown entfernt war, geriet!,
die Steuerung in Unordnung infolge
schwerer See und Sturm. Es gelang
ihm schlicstlich. Oiieenötown aiiznlgii
sen und Reparaturen vorzunehmen.
„Am Horizont vor ns war der
Tampfer „Tiisceuiia" mit Hunderten
niiicrikauifcher Soldaten an Bord
deutlich sichtbar. Plötzlich nahm un
fer drahtlaser Telegraphist das Noth
sigiial ~S. O. S." von der „Tusea
lüa". das; sie torpedirt fei."
Ein anderer Sturm trieb die
Schiffe wieder auseinander, und ehe
der „Liberia Prince" zurückkcbrte.
um seine Platz einzunehmen, war
ein Tampfer der Flotte torpedirt
worden.
Everhmck hat die Absicht, wieder
auf See zu gehen, nachdem er nun
wieder hier- ciiigetroffen ist.

xml | txt