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Der Deutsche correspondent. [volume] (Baltimore, Md.) 1841-1918, April 26, 1918, Image 2

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2
Slam.
Tat Land InK n> Vajiravudli einen mo
dernen Herrscher.
Ter gegenwärtig regierende König,
Bajiravudh. hat seine hanpisächliche
Erziehung in Europa genossen. Er
verbrachte dort die Zeit von seinem
12. bis 22. Lebensjahre, hauptsächlich
in England, wo er in der Königlichen
Militärakademie zu Sandhurst nnd
in Oxfond studiecie, auch ein Jahr in
einem britischen Regiment diente. Er
sprich! vorzüglich englisch, französisch
und deutsch, obwohl er erstere Sprache
vorzieht, und hat in vieler mehrere
Aufsätze betreffend historische, politi
sche und wissenschaftliche Gegenstände
veröffentlicht.' In letzteren Jahren
hat er auch mehrere Theaterstücke in
der englischen Sprache verfaßt, die er
in Siam ansässigen Freunden einstu
diert und unter eigener LUHnenlci
tung zur Aufführung bringen läßt.
Aber auch auf der politischen Bühne
führt er die Obcrrcgie, da er als Prä
sident seines Ministerrats die Ge
schicke seines Reiches leitet. Ec ist in
jeder Hinsicht das Regierungsober
haupt seines Volles, nnd seine Stel
lung wird durch viele Jahrhunderte
ulte Ueberlieferungen gestützt. Aehn
lich Ivie bei fast allen asiatischen Völ
kern gilt auch den Siamesen ihr Herr
scher als ei Wesen mit göttlichen Ei
genschaften.
Bajiravudh jedoch neigt sich zeitge
mäßeren Ansichten hin. Er wirkt em
sig für die Aufklärung und Erziehung
seines Volles entsprechen modernen
Ideen. Gleichwohl belämpfi er ent
schieden das Rachäsfcn europäischer
Sitten, Gebräuche und Kleidung, und
bemüht sich die Entwicklung seines
Landes auf natürlicher, nationalisti
scher Grundlage zu fördern. In Siam
hat seit undenklichen Zeiten innerer
Frieden geherrscht, die Steuern sind
nur gering, und so ist es verständlich,
daß ihm ein beständiger Strom von
Burmesen und Indo - Chinesen zu
fließt. Der König wendet der Armee
nnd den öffentlichen Lehranstalten
sein besonderes Interesse zu. Die Ar
mee wurde noch bis vor einem Jahr
zehnt von ausländischen Offizieren.
Amerikanern, Engländern, Franzo
sen und Deutschen, geschult. Nach und
nach sind diese aber durch Eingeborene
ersetzt worden, die europäische Mili
täranstalten besucht und in dortigen
Heeren gedient haben.
Die Universität von Bangkok, von
seinem Vater gegründet, wird vom
König freigebig unterstützt. Sie bil
det den Zentralpunlt des siamesischen
Schulsystems, obwohl diese Bezeich
nung nicht in jedem Sinne zutrifft.
Die Gebäude der Universität vertei
len sich nämlich über die ganze Stadt,
und Studenten, die mehr als eine
Borlesung zu besuchen wünschen, ha
ben oft ganz ansehnliche Entfernungen
zurückzulegen. Studenten, die unge
wöhnliche Veranlagung zeigen, emp
fangen hinreichende Unterstützung, um
sich in europäischen Ländern akademi
sche Bildung anzueignen. Auch das
öffentliche Schulsystem Siams steht,
vom asiatischen Gesichtspunkte be
trachtet, auf anerkennenswerter Höhe.
Obwohl im alltäglichen Leben
durchaus demokratisch, verlangt Baji
ravugh bei offizielle Gelegenheiten
die slrilteste JnnehaUung der Etikette.
Bei seiner Krönung vor sieben Jahren
mußten alle Zeremonien gewissenhaft
beobachtet werden, und er selbst und
sein Gefolge erschienen in oricntali
scheu, mit Edelsteinen überladenen Ge
wändern. Der König, obwohl nur
mittelgroß, ist von großer körperlicher
Stärke. Er ist ein guter Reiter und
Fechter, und spielt Tennis, Golf, Fuß
ball und Schlagball. Sogleich nach
seinem Regierungsantritt schaffte ec
den königlichen Harem ab, eine Ein
richtung, die auf ein Bestehen von
zweiundcinhalb Jahrtausenden zurück
blicken tonnte.
Sieben Fuß Iniiges Franc!,nnr.
Die Frauen Schwedens sind m
der Pracht ihrer schönen Haare willen
vielfach herühmt. Eine schwedische
Zeitschrift halte einen Wettbewerb
sür haarschöne schwedische Frauen
ausgeschrieben, und dieser Wettbewerb
hat in der Tat bestätigt, daß sich
zahlreiche Frauen des Landes eines
ungewöhnlich schönen und reichen
Haarwuchses erfreuen. Allein die
Schönheitskönigin auf diesem Gebiete
ist unzweifelhaft Frau Hanna
Schwartz - Johansson aus der alten
Bergwerlsstavt Falun, die mit dem
ersten Preise ausgezeichnet worden ist.
Auf das Haar dieser Dame trifft die
oft angewandte Schilderung wörtlich
zu, daß es „bis auf den Boden reicht";
ja, wenn sic es ganz fallen läßt, so
schleppt das Haar selbst noch nach.
Kein Wunder, hat es doch eine Länge
von nicht weniger als 2.10 Meiern!
Demnach kann die Preisträgerin schon
eine sehr stattliche Dame sein, und es
wird ihr das Haar, wenn sie es auf
löst, doch nachschleppen müssen.
I n P o r t l a n d, M e., i st Fräu
lein Annie E. Pierce zum fungieren
de,, Testaments-Registrator ernannt
worden, da der bisherige Registrator
Peabody zur Nationalgarde eingezo
gen ist. Fräulein Pierce wird das
betragende Gehalt Peabody
überlaffen und sich mit ihrem frühe
ren Clerk-Gehalt begnügen.
Das Staats Central Lavor
Eonncil von Seattle. Was!., ordnete
Hestern einen Strite für 21 Stunden
Das Fluyrrng.
tzkislinink ninc-ikaiiischcr
Es ist eine eigentümliche Erschei
nung, daß die bishe-r beveutenvsten
Leistungen inbezug auf Fernflüge
hierzulande von Frauen geinachnvor
den sind. Fräulein Kathrine Stin
son aus Texas hat einen neuen Re
kord geschaffen, indem sie ohne Auf
enthalt von San Diego, Cal., nach
San Francisco, eine Distanz von 010
Meilen, in etwas über neun Stunden
geflogen ist. Die nächstbeste Lei
stung, die in unserem Lande zu ver
zeichnen ist, wurde von Fräulein Ruth
Law geboten, die einen ununlerbro
chenen Flug von Chicago bis Hornell,
N. ?)., eine Distanz von 312 Meilen,
ausführte.
Was die Leistung von Fräulein
Stinson aber noch besonders hervcw
ragend macht, ist die Tatsache, daß
sic bei ihrem Rekordslug nicht, wie
Fräulein Law, nur eine Ebene zu
überfliegen Halle, sondern zu einer
Höhe von 9000 Fuß aufsteigen muß
te, um das Tehachapi-Gebirge zu
überfliegen. Die Ausdauer und kör
perliche Widerstandsfähigleit, die ein
Fernslug in solchen Höhen verlangt,
sind nur selten von Aviatikern bekun
det worden, und nur in ganz verein
zelten Fällen ist in Europa ein Flug
über die Alpen, bei dem etwa die glei
che Höhe erreicht werden mußte, ge
glückt.
Derartige Flüge sind bis jetzt noch
vereinzelte Leistungen, aber aus eil
stets zunehmenden Erfolgen der
Aviatik kann man mit absoluter
Sicherheit auf die kommerzielle Aus
nützung der Luftschiffahrt in der
nächsten Zeit rechnen, sobald erst wie
der normale Verhältnisse eingetreten
sind.
Das größte Hindernis, das bisher
die Flugzeuge sür den Paffagierver
kehr immerhin etwas bevenllich ge
staltete, war der Mangel an Stabili
tät. Bei einem Flugzeuge mit einer
einzelnen Person ist dieser Mangel
weniger gefährlich, als für ein mit
mehreren Personen besetztes Flug
zeug, das infolge seines größeren Gr
wickjts atmosphärischen Störungen
in weit höherem Grade unterworfen
ist-
Durch einen neuen Apparat, das
Gyroskop, ist die Stabilität des
Flugzeuges auch unter den erschwe
rendsten Umständen gesichert, und es
ist bemerkenswert, daß trotz der
Kriegszeit weder hier noch in Europa
mit der kommerziellen Ausnutzung
dieser epochemachenden Erfindung
begonnen worden ist. Das Flug
zeug wird nicht nur das schnellste,
sondern mit der Zeit auch das sicher
ste Beförderungsmittel werden, da
Entgleisungen und Kollisionen, die
alljährlich Lausende von Opfern im
Bahnoerkehr erheischen, ausgeschlossen
sind.
Und was ferner die Schnelligkeit
der Beförderung betrifft, so werden
die Flugzeuge unsere schnellsten Ex
preßzüge um ein ganz Erhebliches
übertreffen, ohne den Gefahren, die
die sehr schnellen Züge immerhin lau
fen, im geringsten Grade ausgesetzt
zu sein.
Daß sich amerikanische Frauen in
solch hervorragender Weise aus die
sem Gebiete betätigen, ist übrigens ein
neuer Beweis, daß sie auch Physisch
für Leistungen qualifiziert sind, die
an die Entschlossenheit und die tör
perliche Ausdauer die höchsten An
forderungen stellen.
Störche im Feuer.
Bei einem hejli>.eli Gewilter
wnrüe durch Blitzs !ag eine Scheune
in dem Cuxhaven benachbarten
Dorfe Snderwijch in Bi.i. > gesetzt.
Ans dev Scheune war ein Storchnest
mit zwei jungen Störchen, die die
Mutter treu bewachte, während der
Vater nach Nahrung ansj'vg. Als
der Blitz in die Scheune einjchlng,
saß die Störchin aus dem Best bei
ihren Jungen und wich auch nicht
von der Stelle, als die Flammen
immer dichter heranzäne.'lien nnd
die Feuerwehr mit dem Wasserslrabl
die Stvrchenmnlter zu vertreiben
suchte, um sie vor dem Flammen
tod zu bewahre. AIS es dann
schließlich möglich war, die Stör
chin hernnterznholen, hatte sie be
rcits so schwere Brandwunden erlit
ten, daß man sie töten mußte. Die
beiden jungen Störche waren längst
crsäckt. Gleich nachher traf im
schnellen Finge der alte Twrch ein,
der, laut klappernd, immer ivie su
chend, durch "k Ranch und Qualm
der Brandstätte slog und mit seinem
bald ängstlichen Geflatter, bald
schnellen Hin- nnd Hersliec ui einen
bemitleidenswerten Anblick bet.
In Rice Point, Min.,
wurde die Tägenächle nnd der da
rcmslvßende Hvlzhos der Alsger
Sinith Linnber Eo. von einem Brand
zerstört, der für etwa P 100,000
Schaden an Gebäuden und Hvlzvvr
räten anrichtete und den Ctraßen
bahnverkehr zwischen Dnlnth und
Superior durch Zerstörung der Tii-
Inther Ausfahrt der zwischenstaatli
chen Brücke aufhob Das Feuer soll
an drei verschiedenen Stellen zu glei
cher Zeit anSgebrochen sein und die
Polizei glaubt, daß es sich nm eine
Brandstiftung handelt.
am I. Mai als eine Demvnslrativn
für den zu Tode vernrtbeüle Tbv
was I. Mooney an.
Ter Teutsche Eorrespondent, BalMiiorr, Md., Freitag, de 20. April 1918
D,is Äluminium.
Ti: Jndiislrie. die sich mit der Ge
winnung von metallurgischem Alu
minium beschusngt. hat in wenigen
Jahrzehnten e.nen Ausschwung ge
nommen. der zu den auherordentlich
slen Ereignissen der letzten zu rech
nen ist. Eigentlich sollte man sich
vorüber wundern dursen, dasz die Ba
lurwissenschast nno die Technik nicht
früher Mittel gesunden haben, dies
Metall aus seinen natürlichen Ber
buisuugen herauszuziehen, denn es ist
ahne Zweifel das häufigste Metall m
den setzen Schichten der Grdtrusie,
noch häufiger als das Eisen. Jeder
Ton enthält Aluminium, denn die so
genannte Tonerde ist nichts anderes
als Aluminiumoxyd, als eine Ver
bindung von metallischem Aluminium
und Sanersloss in einem bestimmten
Verhältnis. Wahrscheinlich nimmt
die Tonerde beinahe den sechsten Teil
des Gewichts der gesamten Erdkruste
in Anspruch. Trotzdem war metalli
sches Aluminium bis zum Jahre 18?0
fast eine Mertwürdigteit, die nur sel
ten jemand zu sehen bekam, wenn er
sich nicht gerade als Chemiker mit
diesem Stoff beschäftigte. Damals
ivnrde ein Pfund Aluminium mit
etwa M Mark bezahlt. Man hatte
eben noch kein Verfahren, um das Me
tall aus der Toner? durch Ausschei
dung des Sauerslofjs aus eine leicbte
und billige Art zu gewinnen. Erst
die Elektrolyse hat die Mittel dazu
angezeigt. Ein Bericht der Geologi
schen Vandesuntersuchung der Ver
einigten Staaten kennzeichnete mit we
nigen Zahlen den seitdem gemachten
Tortschritt. Im Jahre 1883 wurden
nur 83 Pfund Aluminium hergestellt,
im Jahre I!XB dagegen über 34 Mil
lionen Pfund. Seitdem ist die Pro
duktion andauernd und schnell gestie
ge.
Dieser schnelle Siegeszug der Alu
miniuminduslrie hat einen geradezu
grundlegenden Anteil an der Entste
hung und Entwicklung anderer neuer
Industrien von höchster Wichtigkeit.
Weder die unglaublich rasche Einfüh
rung und Vervollkommnung der
Vraftwagen, noch die Erfolge der
T-lugschisfahrt ließen sich denken, wenn
nicht im Aluminium ein Metall von
unvergleichlicher Leichtigkeit zur Ver
fügung stände.
Wettcrvorhersnge.
Mit der Bofvriiialioii seien auch
das uralte berühmte schweizerische
Wetterdach deS Heiny von Uri sein
lOOjähriges Jubiläum. Schon znr
Zeit ihrer Berössenttichung im Jahre
!517 war diese „Bauernpraklik"
das weitverbreitetste aller meteorolo
gischen Bücher, denn noch im letzten
Drittel des 17. Jahrhunderts Wal
es sogar bis nach Skandinavien und
T-iunland hinaus in jeder Hütte be
kannt. Diese ehrwürdige meleoro
gische Bibel wurde zuerst in Zürich
ausgelegt, wo aus der Stadtbiblw
thet heute noch ein Exemplar der er
steu Ausgabe vorhanden ist. Ter
etwas mystische Verfasser, ein Hem
von Uri, loit um jene Zeit wirtlich
gelebt haben, nach einer allen lleber
tiesernng verließ er seinen Heimals
ort Seedorf und baute aus dem
Santi Gotthard ein Hospiz mit Ua
pelle. Der Hanptinhall der „Banern
praklik", besteht in der Vorhersage
der Witterung des ganzen Jahres
aus dem Verhalten des Ehritllages
und der zwölf Tage von Weihnachten
Pis Epiphanias U>. Jan.). Tie
Grundlage dieser Voraussage grün
det sich ossenbar aui einen seil ur
alten Zeile weitverbreiteten Wetter
aberglanbeu, der, nach den vieljacheu
verdienstlichen Erhebungen von Pros.
Hellmann (Berlin), zweifellos eine
gemeinschaftliche Duelle besitzt. Man
betrachtete in uralter Zeit die Tage
um die Jahreswende als eine Los
zeit, in der die Blicke i die Zntnntt
gerichtet lind und in der man aus
natürlichen Wellerzeichen neben an
deren Ereignissen auch die Witterung
und die Fruchtbarkeit des nächsten
Jahres weissagen zu können glaubte.
Wo aber sollen wir den Ursprung
dieses Wellergiaubens suchen st Bene
Forschungen haben dazu geführt,
denselben in die Heimat der Judo
germanen zu verlegen, denn auch die
allen Inder kannten schon die „hei
ligen zwölf Büchte" und glaubten,
daß sie das Jahr selbst sinnbildlich
darstellten. Wir wissen übrigens,
daß auch die alten chinesischen Astro
nomen in der Beutahrszeil schon
fleißig Wellernmschau hielten, um
daraus eine Vorhersage der Witte
rung iiir das kommende Jahr z ge
ben. Mau muß sich also danach un
willkürlich die Frage vorlegen, ob
hier nicht ein „Böltergedaule" vor
liegt. Man mochte wohl Altbgbylo
nie als Urheimat dieses dem Ge
biet der Astrometeorologie angehöri
gen Aberglaubens annehmen.
I n B alti m ore , Bl d., jst
der bekannte .clinder-Spezialist Dr.
alias W. Mitchell von der Universi
tär von Maryland der Lungenent
zündung erlegen. Er war 59 Jahre
all und ein Slndiengenosse von Prä
' dein Wilson in Princeton.
Ans der Plnisiksiiindr.
Lehrer: „Was ist Geschwindig
keit st"
Meerfahrt wie in alters eit.
Tlk zniit'kilcnki - tcclinüslisiciidl'il Gc'sülile
tust cincr Windstille.
Ter Beuzeit Mensch, welcher sich
dem Meere anvertraut, übersieht nur
zu leicht, daß der Dampf, welcher
ihm beinahe >o selbswerständlich vor
kommt wie der Wind und die Wol
ken, doch noch eine sehr neue, whr
junge Sache ans der See ist! Bur
sehr wenige überlebende Pioniere,
welche noch an S.-.iel'chi"'e andere
Weltteile zur Besiedelung aussuchten,
können ihn vielleicht von dieser Vor
stellung abbringen, die Segelschiss-
Matrosen selber natürlich ausgenom
men, mit denen aber heute kaum je
mals ein Passagier noch in Fühlung
kommt.
Mindesleuö dreißig Jahrhunderte
hindurch hat nur der Wind die 'Mai
schen über das Walser getragen,
wenn er nicht schlief. Vom Gesichts
punkte des modernen Fortschrittes
wäre eine Büclkehr zu diesen Tagen
ja im ganzen wenig wünschenswert,
und doch werden moderne Schisss
paisagiere mancher merkwürdigen Er
sahrimgen nicht teilhaftig, die im
Leben ihrer kühnen Vorgänger eine
große Bolle spielten und sie zu
wirtlichen Genossen von Eolnmbus.
Magellan und anderen Forschern
sriilierer Zeilen machten!
Ganz wie in eine verschollene
Märchenwelt verloren fühlte man
sich da, wenn das Segelschiff i eine
vollkommene Windstille geriet! An
fänglich lochte ein solches Datei
dem Passagier recht romantisch vor
kommen: mit der Zeit ivnrde es
aber immer beängstigender. Wenn
das Schiss nicht nur Tage, sondern
Wochen um Wochen totenstill, wenig
siens ohne irgend welche Fortbewe
gung, ans der glasigen Wasserfläche
ganlelte, daun stiegen viele heiße Ge
leie um Wind zum Himmel empor.
Auf jeder größeren Fahrt waren die
windstillen Erlebnisse und Beklem
mungen etwas mehr oder nunder
häufiges nnd unberechenbares. .Keine
Macht konnte sie nnlerbrecheii, und
keine Propeller schreckten lemals die
Fische des Meeres. Es war une ein
Traut i einer verzauberten Dorn
röschen Well,—aber manchmal schon
mehr ein Alpdruck als ein beser
Tiauiii! Doch hätte wohl kein Bei
sc-iider ohne die eine oder andere Er
fahrung dieser Art sein mögen, wel
che auch dazu beitrug, die Reisenden
ciiger ,;n vereinigen wie zu einer
Familie.
Gibt es ggr keine Stätten mehr,
wo der Schisssreisende ähnliche Er
lcbnisje durchmachen kannst Doch ;a,
cw sind noch etliche solche Gelegenhei
lcn geblieben, sür den, welcher sie
flicht. .
Eine dieser, vielleicht die dank
barsie, ist üi der roinaiizenwimmeln
den westindischen Welt, wo zahlreiche
kleinere Segelschiffe noch immer
eaien bedeuienden Teil des Verkehrs
vermitteln nnd besonders in der Be
sorderiing von Frscht nnd Paßagie
ren nach entlegeneren Eilanden
Dampfern Milbewerb machen. Eine
geeignete Fahrt hierfür i>i z. B. die
von Porloriko ach den Jungsrane-
Jnieln ifrüher Dänische Antillen)
oder von St. Thomas t Juugsrauen-
Jnseln) nach Saba, da.- den Besuch
mir größeren Schjijen überhaupt
nutzt lehnt 'Man glaube übrigens
nicht, das; eine solche Segelschiss-
Fabrt mckwendigerweise langsam sein
müsse. Mitunter macht ein derartiges
Boot sogar eine bemerkenswert
ratzbe Boise nnd schlagt den einen
eder anderen Dampfer. Wenn nnr
nicht die gelegentliche heimtückische
Windüiile es meistens um den Sieg
brachte!
Im Karibischen Meer kommen
selche Wind Todesfällen gewöhnlich
un warmen Wetter. Die fast voll
lonniien glatte Wasserfläche wird
nur manchmal durch einen langen
Grundfchwall gehört, einem Puls
schlag vergleichbar. Höher und höher
steigt Frau Sonne empor. Die
Schilp:bemaniiting macht ans einem
alten Segel ein Sonnendach zurecht:
nnd der -Kapitän sitzt bei dem müßi
gen Slenerrade und raucht Zigaret
ten , sonst gibt es ja nichts zu tun.
So regungslos ist das Schiss, baS
Wasser und der tiefblaue Himmel,
als ob sich seil der Schöpfung deß
Welt l>ier och nichts geändert hätte!
Doch wenn die Bach! herniedeisinkt
- die io rasch und lahlings herein
brechende tropische Bucht dann
leimen Millionen von Lternen gleich
herrlichen Leuchten aus und schaifen
nebst den phosphoreszierenden Be
>oc-gun.i:-liiuen der Fische um das
Schis! herum zauberische wundervolle
'Bilder. Bicht selten stellt sich, wenn
die Tagesdäinmernng herauszieht,
auch eine heiß ersehnte Brise ein,
welche das Schiss ivieder eine Strecke
nerwärls treibt.
Tie L b e r i n d e s St. Vin -
cnls Klosters von Savannah, Ga.,
ui von der Supcrior Court von der
Anschuldigung der Mißachtung des
Gerichts ireigejproche worden, weil
fi eme Jmp.'kcion des Klosters durch
die ( wand Jury nicht gestaltet hatte.
Ter Ger.chlshos entschied, das Gesetz
widere wir die Inspektion von An
iwlien. ui tzeneu die Insasse ge
langen gehalten würden.
Schüler: „Geschwindigkeit ist das
jenige, womit Einer einen heißen Tel
ler wegsetzt."
(Fortsetzung von der 1. Seite.)
——————————
l ville Im übngen Hiebt es nichts von
Bedeutn,-, zu berichten."
Den t j cli e Angr i s t e be >
Ain i e s znrnck g e
s ch t n g e n.
Lond o n. 23. April. Ter ben
te B'achniittag neu, biiliickien Kriegs
i lnireau erlassene a>ii,ieUe Berickl
! sagt:
„Schivere Kämpfe baben sich die
ganze 'Backt Hindurch in und uni Vil
leis Bretonneux zugetragen und
dauern noch fort. Unsere Truppen
gewannen in tyegenanglilien an Be
de und lachten eine Anzahl van Ute
iangeneii.
Tie Gefechte am gestrigen Tape
waren ans Front an
perardenllich blutig. nnd dein fein
de ivnrden van unserer Artilleiie.
Jiuanterie >uid unseren raut-:- sckiwe
re Berluste beigebrackit.
Bördlich van der Bibers Breton
neue St. Onenlin-Slrasze grüs der
Feind dreimal unsere Stellungen an
und ivu'-de jedesmal znriickgewoi-sen.
nachdem er beträchtliche Berluste er
litten batte. Während dieser Kämpfe
oeniiyte der Feind einige Tanks.
töeilern Abend zu später Stunde
richtete der Feind auch einen Barstes',
gegen französische Stellungen nard
äsilich van Bailleill und wurde zu
rückgeivorsen.
Heute Morgen in aller Feäbe er
nenerte er seine Angriise in diesem
Abschnitt und aus britische Stelln
gen weiter äsilich. nachdem er diesel
ben einem intensiven Bambardemeut
unterwarse batte. Tie Känipie dau
erte in dieser tKegend ans einer drei
len Trant sart.
Pin Angrils .die der Feind >väl>-
rend der B'acht in der Nachbarschaft
van Bneynop versuchte, wurde abge
wiesen.
Tiescindliche Artillerie war wäb
rend der Bacht in dem Gebiet östlich
va Feltnbeit und iii, Babeea Ab
schnitt sebr riilirig.
>! äinp s e iui Kein m e l tK e
biet da ue r n so rt.
Bi it derbritis ch euAr m e e
i n F r a n l r ei ch. 23. April. lAsso
ciirie Presse). Trei deutsche An
risse gegen die sranzölischen und bri
tischen Linien an der uärdlichenTranl
im Trauautre .Keimnel - Abschnitt
dauern kort. Ter Angriss der Teut
scheu jallte den Zweck Habe, den Weg
sür die Einimlnne der Kemmel Höhe
zu balnien.
.siiiii ersten Male.in der (Beschichte
wurden ans beiden gegnerischen Sei
te Tanks bennbt. In der Schlacht
um Billers Bretaunent erschienen
die deutschen Tanks bei Beginn des
ißesechtes, und um Mitternacht gesell
len sich die Briten dem Kampfe z.
Tie letzteren richtete unter den Bei
ben der seindlichen Infanterie schwere
Berbeerung an.
bin britischer Gegenangrin trieb
den Feind aus dem Aanenne Walde
aus Billers Bretanneur zu. aber die
Teul'cheii sandten eine große Menge
M'aschinengeivebre in die Ortschaft,
und ibr Teiler war sa intensiv, das;
der erste Gegenangriis autgebalten
wurde.
In dem tßeiechl um Billers —Bre
tanileur ivurdeli aui jeder Seite siins
Tanl,- zur Untersliilug der Jnsantc
rie angeivandl Tie Bemannung der
brilischen Land-Dreadnonglits waren
durch ibre Eriabrnng in der Handba
düng der Tanks im Bartbeil. und. als
zinei der Tanks in die wiiidlichen Bei
ben eindrangen, babnten sie sich ibren
Weg varu'äits, die seindliche Tukan
terie mit dcn Maschinengewehren nie
dermäliend.
Ter Angrin aus der nördlichen
Schlachtiraii! begann zwischen 3 und
> Übr beute Marge, nachdem um 2
Ilbr ein ausgedehntes Bambardenient
i mit Gas (Beieliassen begannen liatle.
T'-'se Operation war eine Fortselznng
der gestern Bacht und in der Bacht
varber niileruammeueu Angrisse in
der Teanontre Gegend.
klm 7 Übr All goiiern Abend macli
teil die Teutschen nach einem scharten
Bambardemeut vier einen Barstes',.
Es gelang ilmen. einen Tbeil eines
bargeschabenen Schälzengrabens tem
-parär zu besetzeni aber die Tran',äsen
trieben in einem mir großer Brabaur
uternammeneii (Begenangriss den
Feind zurück und 'kellten die Situa
tian vallkammrii ivieder ber.
Es war gegen Mittag, als die
Teutschen sagen kannten, das; sie Bil
lers 'Bretanneur sicher in Händen
ballen.
'Nördlich entlang der bi nie, bei
Baire. an der Sanime. verialgten die
Teultzben ibieu Angriss mit weniger
Energie. aber dennach abne Nnterlasi.
Baire ivnrde am Margen angegriffen,
aber abne Erfolg: die Teutschen n'r
deu zurückgetrieben.
Wäbrend des ganzen Tages unter
bielt die ieiiidlicbe Artillerie ein sebr
scharies Teuer gegen die in die
Sck'lachtzaue einbegriffene Alliirten
Trant. Tie Ankuntk der Tunkelbeit
brachte den Streitkrästen an dem
Bergrücken keine Bube.. Tie Briten
setzten ihre Anstreitgiingeti, die Det-
scheu von diesem dominirenden hohen
Terrain fortzutreiben, mit größler
Zähigkeil fort. So scharf war ibr Ge
genvorsloß, daß zu einer Zeit die
Teutschen ein gutes Stück aus ihre
ursprüngliche Linie zurückgedrängt
wurden.
Ties war die letzte Bachricbt. aber
es ist zur Zeit unmöglich, zu sageu
ob die Briten imstande waren, das
zurückeroberte Terrain zu behaupten.
Angriss ans Zrebriiggr.
England ist erfreut über Erfolge der
Brite zu Zeebrügge. Tamm
daselbst angeblich stark beschädigt.
Teutsche Torpedoboote verlie
Bl'n Zeebrügge noch zur rechten
Zeit. Teutsche Berichte erklä
reu, Schaden sei geringfügig.
S t t a w a, 27>. April. Ter Ma
rine Angriss auf Zeebrügge bildet in
England das Tagesgespräch sagt ei
ne Benter Depesche aus London. Bie
le der Theilnebmer an dem Angrisse
erklären, sie würden ivieder dorthin
gellen, wenn sie oie Gelegenheit dazu
haben würden, selbst wen sie sichel
seien. daß sie nicht lebend zurückkeh
ren würben. Allerhand Beschrei
bungen des Stampses werden von den
lieberlebenden erzählt und alle loben
speziell die Handlungsweise des Eom
inaudenis des Zerstörers „Bindie
tive." der. trotzdem die Eominando
brücke unter ilm, sortgeschosien win
de. das Schns weiterileuerke. So
wird erzählt, daß ein Zerstörer Plöt!
lich seine Scheinwerfer aus die Maun
schasl eines Schlachtschiffes lenkte
und prompt in den Grund gebohrt
wurde. Ein anderer Ileberlebender
erzäblie. daß sein Motorboot einen
deutschen Zerstörer zum Sinken brach
te, der am Damme lag und daß ein
anderer deutscher Zerstörer von einem
anderen Boote versenkt worden sei.
Unter den zerstörten Schissen hatten
sich der alte Dampfer „Brussels" be
funden, den die Teutschen als eine
Torpedo Uebnngsschule benutzten.
Tie Besatzung des untergegange
ucn britischen Zerstörers erklärten, so
bald sie den Hasen erreichte, seien
sie durch riesige Scheinwerfer fast
vollständig geblendet worden nnd die
.ctananen des Feindes, kleine und gro
Be. hätten den Zerstörer von Ende zu
Ende durchlöchert, und ein Torpedo
hatte ilm, den Garaus bereitet. Ma
eine Autoritäten legen Gewicht dar
aus, daß der Angriss nicht als ein
Abenteuer zu betrachten sei, sondern
als ein vorsichtig geplgnter Angriff.
A m st e r d a m, 2ü. April. Ein
Eorrespondent des Telegraas meldet
von Ser Front, das; der Tamm zu
Zeebrügge ein 27, Fuß großes Loch
aunveise, das durch das britische Un
terseeboot verursacht wurde, das mit
Explosivstoffen beladen war und ge
gen den Tamm gesandt ivnrde.
„Man kann deutlich durch das Loch
selten," sagte der Eorrespondent. Bie
le deutsche Verwundete wurden auf
Booten und Züge nach Bruges ge
bracht und der Verlust unter den
überraschten Truppen muß ein surcht
barer gewesen sei. Tie geängslig
ten Einwohner flüchteten sich nach
Bamscapelle. Bier deutiche Torpe
doboole verließen Zeebrügge am
Dienstag Abend um eine ibrer übli
chen Bachtkreuzsahrten zu machen.
T o v er, England, 23. April.- Ei
es der aufgeregten Ereignipe des
britischen Angriffes aus Zeebrügge
war dießettung von uabe;u 2GMiI
gliedern der Besatzung der zwei am
Eingang des Bruges .Eanals zum
Sinken gebrachten Blockadeschisse. Tie
Bettung wurde vorgenommen, mäh
rend der Ft ad viele seiner Geschütze
aus die Beuer gerichtet hatte. Tie
Bettnngsarbeiteu gingen aber bor
sich, als ob überhaupt kein Boinbar
dement stattfände. Datier war vcr
Verlust an Mannschaften ein sehr ge
ringer. Zwölf Mitglieder der Besä
tzung eines der Blockadeschisse entka
men in einem Boote und wurden erst
vierzehn Stunden später von eine:
Zerstörer an Bord genommen.
Berlin, 27>. April. Teutsche
Marine Dperalionen an der .etiisle
von Flandern, sagt ein offizieller Be
richt, der beute von der deutschen Ad
miralilät veröffentlicht wurde, sind i
keiner Weise durch do„ Angriff auf
Dsieud beeinträchtigt worden.
BrrliiingiiiiswvUrr Striißeiiknihil-
Ilnsiill.
B i r in i n g h a in, Ala.. 2-ö.April.
Drei Personen wurde getödtet.
eine vierte wurde tödtlich verletzt und
zehn andere erlitten leichtere Ber
letzungen. als au einer scharfe .Eurbe
ein Straßenbahnwaggon umkippte.
Drei Todtr bri Explosiv.
Ham ilt o n, Tut., 2ä. April.
Drei Männer wurden getödtet,
und eine Anzahl anderer erlitten
mehr oder minder schwere Berletzun
gen. als sich in der Anlage der „Ha
milton Tar öö Ammonia Eo." eine
Erplosion zutrug. Unter den Tod
ten befindet sich Alfred Jngkain, der
Superintendent der Werke. Die Ur
sache der Erplosion ist nickt bekannt.
Die Librrtti-Anlrihr.
Weit hinter den Erwartungen zurnch
geblieben. Es fehlen noch im
mer über ispßßlltiii m"> in Mary
land. Wie die Eounties siehe.
Wenn Maryland nick t bald einen
schnelleren Schrill macht, dann wird
die Summe von !si33.i><lo,tllt>> an
Zeichnungen für die drille Liberty-
Anleihe bis zum >. Mai schwerlich
voll werden: bis gestern betrugen dir
gesammten Zeichnungen in Stadt
und Stadt nur .>12,789,609. Die
selben vertheilten sich auf die Stadt
und die Eounties, wie folgt:
eiuMcicüs'".'/Z.. ü.-i>cM SSM,
cs.ii'.',-> ..sec>c> S-..U10
ocncmc sw- eocc e .o.scici
SlNicuD
Fra stnrztr nus de. Frnstrr.
Als Feuer in ihrer Wolmnng aus
brach. - Sie wurde schwerver
letzt in's Universität: Hospilak ge
bracht. Zuerst wollte sie ihre
inder aus dem Fenster werfen,
wurde davon jedoch rechtzeitig
von ihrem Gatte abgehaUen.
Ganz ans der Fassung gebracht,
als gestern Abend gegen li Übr In
dem unteren Stockwerke ibres Hel
mes, Br. 038 West Fayette Straße,
ein Feuer aus unerklärliche Weise
ansbrach, stürzte sich Frau Charles
W. Stirling aus einem Fenster lm
zweiten Stockwerk des Hauses. Sie
wurde schwer verletzt in's Univcrti
täts Hospital gebracht: außer einem
Beinbruch hat sie sich gefährliche Ver
letzungen am Gesicht zugezogen. Tie
Frau war so von Furcht erfüllt, das;
sie zuerst ihre .Linder aus dem Fen
ster werfen wollte, wovon sie jedoch
durch ihren Gatten abgehalten wur
de. Er ivnrde fast von ihr mit in
die Tiefe gerissen. Das Feuer wur
dn bald daraus vo der Feuerwehr
gelöscht, bevor es einen beträchtlichen
Schaden anrichten konnte.
Kiste siel ans ihn.'
Ter 30 Jahre alte John Garrett
von Br. 1323. Fleet Straße, trug
gestern in der Fabrik der „Tänzer
Packing Eo.", Br. 1001. Süd Be
thel Straße. eine erhebliche Berlin
zung am Kopse davon, als eine
schwere Kiste aus ilm fiel. Er wurde
in's Sk. Josepb's Hospital gebracht.
Io b n Eald w e l l, j u n.. Ve r -
l e tz t.
In einem Hospital in Bem Port'
liegt John Ealdwell. jun.. der 17
Jahre alte Selm von John Ealdwell
von Bis 2>107. Dü Federal Straße,
in kritischem Zustande darnieder,
und wie es beißt, werden die Aerzte
sich gezwungen lebe, feinen recbtn
Arm zu ampntireu Berr Ealdwell
nibr geilern Borgen nach Bew zhork
ab, uni feinen Salm zu sehen. Eald
well Hai vier andere Sölme, die alle
bereit sind, für i-.r Vaterland z
kämpfen, und auszerd.iu sind siins
patriotische Töwte'- v-rhai tzen.
Eirk u s K och schw e r ver
letzt.
Bon einem Auto getrosten, als -r
an der Ecke der Baltimore-Straße
und Highland Avenue die Straße
kreuzen wollte, liegt Zachariab Wes
ten. ein Kock, der bei einem kleine
in Highlandtown auftretende Eir
kus angestellt ist. in kritischem Zu
stande im St. Josephs Hospital dar
nieder. Man glaubt, daß er einen
Schädrlbruch erlitte habe. Lembert
I. Eichncr. der Ehanffeur der Ma
schine, der in Br. I:!ä, Bord Lake
wood Avenue. wohnt, brachte de
Verletzten in das Hospital.
Brnnischle Depesche.
- Das Verfehlen der Begierung,
definitive Begeln über die Berössent
lichung anstößiger Beiügkeile zu er
lassen. war für die angebliche Verle
tzung des Spionage Gesetzes seitens
des Redakteurs der „Masses" ver
antwortlich, so sagte gestern der Ver
theidiger des Angeklagten. Mar
Eaflman. bei seiner Ansprache an bie
Geschworcnen im Bundesgericht in
Bew Bork. >
Tliomas Mooney, der in Ver
bindung mit der Bombencrvlosion in
San Francisco des Mordes schuldig
besunden wurde und heute erneut
sein Todesurkbeil empfange soll, er
klärte gestern in seiner Zelle im Ge
fängnis; in San Francisco. Eak., ec
wünsche keine Milderung seines Ur
theils in lebenslängliche Hast: man
solle ihn entweder hinrichten oder ihm
einen neuen Prozeß gewähren.

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