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Freie Presse für Texas. [volume] (San Antonio, Tex.) 1865-1945, July 15, 1881, Image 1

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L) i c
Täglich-e Freie Presse
erscheint
E; - i) sur Ausnahme des Sonntags
und kostet
Titiun für das Jahr oder 82.50 für
3 Monat.
Die
Göchentliche Freie Pressa
erscheint
even Donnerstäg
und kostet
2,50 das Jahr oder 81,25 für 6
Monate in Vorausbezthnng.
Jahrgang 17 ASau Antomo, Freitag den 15. Juli 1881. Nummer 3531»
Bisse Sant.
Ein Hitiencoinan von D a n. N c e se n
isfpriseynngJ
Kostia, Geiiebter wie spät Du heute
ionirnst ! Mit diesem Art-rufe war sie
ihm entgegenstellt nnd hatte die zierliche
Gestalt eniporgereckt, damit sie den Arm
nin seinen Nacken sehiitigen könne.
Kostia zog sie an seine Brust, drückte
ihr einen Kuß ans die Stirn, und hob ihre
Hand an seine Lippen. Für Catiche, wel
che mit scheelen Augen zoschante, ivar es
dieselbe Bewillkommnung, welche so oft
den Teufel des Neides in ihr erweckt hatte.
llnioilliüriieh streckte sie ihre große, weiße
Hand ane« und legte sie ans die Briesmaps
pe, in welcher sie die Ernennung Mita
no:’o gesichert hatte. Warum zögerte er
noch? Bedurste es zwischen ihnen langer
Peäiiminaeienk Sie hatte gestern die
Entdeckung gemacht, daß-abgesehen von
allem andern,——Niianoe ihr gefalle. Seine
Augen hatten sich nicht geschnit, den ihri
gen dreist zu begegnen nnd sie teng Ver
langen nach dem vollen Besitze ihres Ei
neiithnmø. Mila hatte ganz andere Em
pfindungen während Kostia ihre Liebli
sung erwiderte. Jhre Arme sanken herein
iec und einsyihig saß sie neben ihm. Seit
gestern war eeivieeene Offenbarung über sie
nrcvmttteeh lind ohne Trennung, oour ipr
zielte Veranlassung fühlte sie, daß die Ltp
spcn von Liebe sprachen-, während das Herr
schwieg. Arme iieine Mita! Wie ein
san-, wie verlassen und ratblois fühlte sie
sich, ata sie wieder allein in ihrem Zimmer
saß. Jhr Vater? Man brauchte das
rothe, gedunsene Gesicht mit den ver
ichmttzten Augen und den hatten, eckigen
Formen nur anzusehen, um zu wissen, daß
sie tei iltru keln Brrslättdniß sinken würde,
und zwischen Catichr und ibr siand tren
nend ein gewisses Etwas, was sie bei ret
sem- Lrbrnoersahrung richtig erkannt ba
tun würde, wovor sie aber jetzt insiiuino
euriickjrhauderth Jn solchen Fällen war
fte gewohnt, sich bei Pritsche Rath zu holen,
gestern noch hatte sie ihm akgloo von ihrer
stetser Kostia gesprochen, heute bedeckte
duntte Gluth ihr Antlitz, wenn sie nur
an die Möglichkeit dachte ro zu thun. »
Ueberhaupi tvar es ihr in den folgenden
Tagen so sonderbar, so unruhig ums Herz.
Keine Beschäftigung vermochte ihre unsiäs
ten Gedanken zu sesselu, kein Buch brachte
die gesuchte Zerstreuung. Die Angst vor
deut Wiedersehen mit Paul Karlowitsch
schnürte ihr die Kehle zusammen, jeder
nahende Fußtriti erschreckte sie, und doch
empfand sie sieta ein Gesühl der Eustäu
ichnng wenn anstatt dea Erwarteten ie
gend ein gleichgültiger Besuch oder gar Ni
ianor Mittosanoroltsch eintrat
Und als Pasche endlich wirklich iatn, da
war die Begegnung eine so ganz verschie
dene von derjenigen, die Mila in unbe
.wußten Träumereien vorher gescheit inttei
Er war roch speziell gerade ihr Freund
und Belannter, warum wählte er zu sei
neue nächsten Besuche nur einen Empfangg
abend, wo der Salon mit Gästen gesüllt
war; und too er ihr so viel fremder uno
gemessener entgegenzutreten gezwungen
war, aia wenn bei einer iintereichtaiiunde,
oder gar beioetteautem Gedankenauotausch
die Zeit ionen allein gehörte! Wie ge
messen, wie sonnt-eh stand er lhr gegen
über um gewöhnliche, banale Redensarten
rnit ihr zu wechseln und das gerade tu ei
nein -Montent, ioo Kostia neben ihr saß
mit seiner- Arene aus der Sophalene härter
ihr, ais ob er sie an sich ziehen wollte
.Kostia war in der letzten Zeit so theilnahm·
:ioe, so zerstreut gewesen, aber gerade als
Hasel-e in dte Tbür trat, hatte er denselben
mit dem alten Ueberntuthino Auge gefaßt,
sich zu Mila gebeugt, und ihr ins Ohr ge
siüstertx Mitt, tvie die Menschen sich ent
wickeln, wenn sie gut gesättigt sind; unser
langer Vetter-, der Schweben-, macht
Fortschritte, il se ilounolatk ttlau gantiis
darum- ! «
Mila Ioard dunkel-old vor Zorn, und
eben die gesiüfterten Worte Kosiia’ö und
ibr Erröthen mochten dazu beitragen, den
Ort-H Oaschrli noch gesessener zu machen
etn jäher Schmerz durchzuikte die Bruii des
jungen Mädchen-, zum ersten Male litt
sie unter dese Zwange schwer erlaustee
Selbstbcbetichung, ne, dte ists dahi- so fröh.
lich dahin griiattert war. Nie hatten die
Worte ihres Verlobten sie so gekränkt, wie
seine Bemerkung über ihren Jugendsrennd,
aber Pasche bezog den Zorneablttz in ihren
sagen aus sich selbst. Wie bitter muß ich
se neulich beleidigt haben, murmette er,
und ein-Seufzer hoc sich seiner Brun, ni
rr eine Stunde später wieder seine einsame
Wohnung betrat. Mit einem Schwefel
voiz zanke-e ek eine kleine ereeoiintasnpe an, «
—evn«ef sich auf einen Stuhl und eegeiffein »
Brei-, nne es bald darauf zoenig wieder «
»in-ide- Tifch zu fehlenden-. »
Warum arbeiten nnd streben, tief er
stiften siein Ziel erreiche ich doch nimm-k.
Wehr ! . . , .. O- dies Eeköiben mit weichem
sfe des Worten KsstiaW lauschte, nnd dann
der Blick, niii deni sie sieh vernichtete, nnd
ich kann, ich darf nicht« sage-i Er stand
hastig auf nnd maß das Zimmer Inii gev
fes Schritte-. Wenn ich ihe Glück gek
siöee, indem ich ibe die Schwächen des Ge
liebten kine ieqe, was bnbe ich ibe dafür
zu bieten? Nichts ni« meine Armuth nnd
das Streben, dereinst ein Künstler zu wer
den! hastig entfernte ee ein graues
Tuch von der ausgespannten Leinwand,
weiche dein einzigen Fenster gegenüber auf
einee Sinffeiei stand. Das Gemäide war
nicht vollendet, qbee schon ienien die ein
zelnen Figuren in schneer limeissen auf
dern mattten Ton deo Hintergrundes ber
vor, frische Mädchengestaltem in iteidsarner,
tieiurusilscher Nationaliraebl am primiti
ven Dorfbrnnnen Wasser schöpfend, nnd
die gefüllten Eimer ant Joche auf der
Schulter sorttragend; über der ganzen
Umgebung träge Ruhe. Wie schön ich
mir alleo ausgesonnen hatte, spottete
Pani, mein Bild sollte niir auf der And
siellung Ruhm einbringen, nnd dieser Er
folg würde dann das Herz Michail Irr-ano
wiisch’ö erweichen, damit er Herein Werden
um Mila dnldete. Jch Narrl als ob ein
Mann vom Schlage Karnossoffz durch et
was anderes als ltingende Münze zu er
weichen wäre! Und nun muß es gerade
Miln selbst sein« die durch iilre Liebe für
Kostia all’ meine Hoffnungen vernichtet.
Für Kostia, der fähig ist im Besifze eines
solchen Schatzes Zerstreuunn im Hause ei
ner Marussa zu suchen. Er war gelana
weilt nnd einsylbig deute. Ha! wäre es
möglich ? Könnte er den Netzen dieser in
rrlqnanten Frau Versallen? Doch welches
Interesse hätte sie daran, man sagt, daß
sie eø gerade ietzt aus die Millionen des
Fürsten Kaivkasitze abgesehen bat. Kostinds
miitterilchez Vermögen würde für sie nur
der Tropfen im Meere sein Bedauerne
weribe Miia, wenn ihr der Kasnmer nickir
erspart bleiben sollte, einer solchen Rtoalin
zum Opfer zu fallen, wo fände sie Hülfe,
wo Trost ? Ein ichrverer Seufzer ent »
rang sich feiner Brust. Am Freunde darf
es ihr nicht fehlen, wenn es auch eine bar
te Aufgabe ist Vergiß nicht, Pasche, das;
Du Dein Leben lang Dir an den Brocken
l Anderer genügen lassen rnnßtest.———Hes
itig sabr er mit der band durch das iranse
l haar. Doch wohin verirren sich meine
Gedanken« was bedeutet eine Wolke ans
Kofiia’s Stirn ? beste Abend erst sad ich
ielrie Hand in Hand glücklich vor mir;
» was vermöchte auch eine Maeussa gegen
;- Mild.
tsiortsepuns folgt«
————.—.——————
Noch einmal ein Narr-.
Meine Frau irar 10 Jahre bettlägerig,
und kein Am wußte, was ihr fehlte ovee
vermochte sie zu kuriren. Auch hatte ich
I bereits ein kleineo Vermögen für Humbugi
I Wer-innen ausgegeben. Vor 6 Monaten
Isah ich eine Anfeige des ,,F)opsen«Riitere««,
iund kam mir der Gedanke, ich wolle noch
sein-nat ein Narr sein. Jch machte den
Versuch und siehe meine Narrheit bewiez
sich als Weisheit. Zwei Flaschen kurie
ten meine Frau und jetzt ist sie stack nnd
kräftig. Es kostete mich nur 82. Solche
Narrheit zahlt sieb. — H. W., Detroit,
Mich-Free Pres.
s-—-—-O.I
» Yorreevonrlenz Eagle Paß,,6. Juli
Nach langer Dürre hatten wir sam 2.
i Juli einen tüchtigen Gewitterregen, der
’nicht bloß dem Welschkorn und andern
Gewächsen, sondern auch Menschen und
Vieh recht wohl gethan hat. Wäre es;
nur etwas mehr gewesen. Judesz hats
let doch dem Korn, das schon ziemlich
schlecht stand, noch etwas geholfen und
l das ist für diese Gegend, wo es fast kein
ander Getreide giebt und wir es den gan
zen Winter zu hohen Preisen, in Folge
des gänzlichen Nichtgerathens im vorigen
Jahre, von Auswäris (aus Mexico oder
von Sau Antonio) importiren mußten,
schon Vieles werth. Wassermelonen
giebts die-J Jahr genug; die Mesquit
bohnen hängen in Hülle nnd Fülle an
den Bäumen und obgleich sie nicht ge
rade wie bei den Jndianern, als Nah
rungsmittel sür Menschen zu betrachten
sind, so sind sie doch als Viehfutter au
ßerordentlich werthvoll, da sie wie man
mir versicherte, gleichen Nahrungswerth
mit Mais haben und bei dem immer
noch hohen Preise des legteren siir alle
Viehbesixzer ein wahres Geschenk sind.
Man kauft sie hier zu 12.z Cent den
Büschel, während Korn 81 kostet.
Da ich gerade über den Mesquitbaum
schreibe, so will ich doch noch etwas da
zusetzen, wag vielleicht dem Einen oder
dein Andern von Nutzen sein mag. Zu
vörderst scheint mir eben dieser Baum
(Algurtsobia glanclulosa) dale bestimmt
uns nach und nach mehr Reg en zu
verschaffen. Er wächst trotz des harten
Holzes, ziemlich schnell, aber fast immer
zuerst als Stra u ch. Darin liegt
aber eben, durch die Selbstbefchattuug,
nämlich, die Möglichkeit, daß er
unsere trockenen Sommer iiberdauert,
ja sogar bei der größten Hitze frisch und
grün und stets bis spät in den Herbst
hinein, voll Blüthen hängt nnd zugleich
die langen, allen Kindern hier wohlbe
kannten Früchte, die Megquitbohnem
mit dem süßen Mark zwischen den Sa
i
I
i
men, trägt, fast wie das »Johannisbrod«
im Orient, das von einem ähnlichen
Baume kommt oder die Honigakazie
(l«loney Locust) im Norden, die ebenso
rothes Holz hat, wie der Mcsquit, aber
durch furchtbar lange, spitze und sogar
verzweigte Stacheln sich auszeichnet.
Würden nun unsere Farmer in West
texas überall, wo es angeht und wo der
Boden nicht zu etwas Besserem gebraucht
wird, Mesqnitbohnen misstreuen, so
dann die Sträucher allmälig durch Ab
hauen einiger Sträucher in einem Jahre
.zu Bäumen erziehen (was die Na
»tur anch langsamer, durch das iippigere
IWachsthum der mittleren und das all
mälige Verdoercn der äußeren Stamm
chen erreicht), so würden diese Bäume
nicht allein dem Boden S ch a tt e n
geben, sondern auch die R e g e n m c n
g e durch Anziehung der Wolken spatcr
vermehren, während jetzt, wenn die
Wolken über die kahlen, Von der Sonne
durchgliihtcn Ebenen ziehen, ihre Feuch
tigkcit wieder zu Dunst wird, eh e sie
den Boden erreicht. Natürlich müßte
dann auch das gottlose ,,Abbrenuen«
der Prärie (dai:« besonders von den gro
ßen Viehbesitzern mit Vorliebe praktizirt
wird, wie man behauptet), aufhören·
Eine besondere Eigenschaft des Mes
auitbaumes ist, daß er das V o r h a n
denscin und die Tiefe des Was
sers in den Erdschichten anzeigt. Wo
der Mesquitbaum gar nicht mehr wach
sen will, wo die Yukka und die fein
blättrige Mimose nur noch fortkommen
da braucht man keine Brunnen zu gra
ben, denn die Arbeit wäre vergeblich.
Wo nur dürres, stachliches Gestrüpp
steht und der Boden auch kein Gras
mehr hervorbringt, da liegt fast immer,
wie ich mich überzeugt habe, D o l o mit
(Magnesiakalk, Bitterkalk) unter der
«Oberfläche·und selbst wenn man Wasser
da fände, würde es bitte r und sa l
zig sein-. Wo aber der Mesquit, ob
f wohl sparsam und niedrig wächst, da ist
i
auch Wasser in dem Boden, vielleicht tief
fund wenig, aber es ist da; wo nur
einzelne Brunnen, in einer ge
kriimmten oder geraden Lin i e stehen,
da ist eine W a sser a d cr, vielleicht
nur in geringer Tiefe, wo aber der
Mesqnit überall üppig wächst, da Ist
auch eine ganze wasferhaltige
Schicht unter dem Boden. Die langen,
weit in die Tiefe reichenden Wurzeln
diese-S Baumes suchen und finden das
Wasser- wo sie keins finden, da wachsen
auch nur Pflanzen, die nur von Luft
feuchtigkeit leben. ·
Jn unserer mexikanifchen Nachbar
stadt Medeas Negras hat man jetzt auch
eine A l l ee von Cottonwoodbäumen
(Bau1nmollpappel, von dem lvolligen
Samen so gennant) angelegt. Dort
drüben ist freilich der Boden besser, aber
doch hätte ich nicht gedacht, daß arms
dicke Kniivpel, ohne Wurzel, bloß etwa
zwei Fuß in den Boden eingegraben,
Wurzeln und Krone bekommen würden.
Man muß eben alle Tage lernen und
lernt nie aus.
So hätte ich auch nie geglaubt, daß
ich hier Er d b e er e n essen würde.
Freilich sinds keine wirklichen Erdbee
ren, aber ein C a k i us wächst hier von
dem ich letzthin schrieb, daß er in Hau
fen von gurkenförmigen Stränken wächst
und schöne, große, hellviolette, seiden
glänzende Blüthen in Menge treibt, die
Pitabaya der Mexikaner, dieser trägt
Früchte von der Größe der deutschen
Wallnüfsc und vom feinsten Erdbeerge
schmack, die hier dann auch von den
Leuten fleißig eingefammelt werden.
Sie sind stachlich, verlieren aber die
Stacheln leicht, wenn sie röthlichbraun
angelanfen find, was ihre Reife verkün
det. Sie schmecken frisch ganz gut;
man kann »Pies« davon backen und mit
Wein nnd Zucker (vorausgesetzt, daß
man Wein hat) sollen sie wie Erdbee
ren, eine wahre Delikatesse sein.
Der Vierte Juli wurdehier
hauptsächlich in F o rt D u n c a n ge
feiert. Früh Morgens ertönten statt
des einen Kanonenschusses, der sonst
bei Tagesanbruch abgefeuert wird,
d r eize h n und ebenso des Abends;
während am Mittag auf jeden Staat;
der Union ein Schuß kam. Es musz ja
von Zeit zu Zeit dem Volke in die
Ohren gedonnert werden, was an jenem
großen Tage geschah, damit es in diesen
Zeiten des Schtoindels, der Muckerei
»und Heuchelei, nicht vergißt- w e r die
lMänner waren, die ihm die Freiheit
sverschafftem daß Jesferson, der die Un
IabhängigkeitkErklärung verfaßte, den
Gott der Freiheit im Herzen trug, aber»
nicht den Gott der Kirche auf den Lip- .
pen nnd daß, während Thomas Paine
mit seiner Druckerpresse, im Lager durch
feine zündenden Flugfchxiften den Muth
der Soldaten aufrecht erhielt, während
Washington und Greene und Steuben
nnd Miihlenberg die Krieger der Redu
blik führten und mit ihnen darbten und
litten, daß während dessen die Priester
der Episcopal-Kirche fiir den König von
England in ihren Kirchen beteten, so
daß man sie später zwang, sich von der
englischen Hochkirche zu trennen. Es ist
weit gekommen, wenn ein Theilnnseres
Volkes, der sich selbst für fromm hält
und der gern die Sitten der Andern
verbessern möchte, sich fürchtet, den Un
abhängigkeitstag zu feiern und Gott zu
danken, wenn der Tag zufällig aufei
nen Sonntag fällig Um so nothwen
diger aber ists, daß diefen Menschen der
eherne Mund derGefchütze jedes Jahr
oie Ocoeukung dieses Lage-Zins Ge
dächtnisz zurück-rufe und den Vätern und
Müttern, daß sie den Kindern sagen:
,,Kinder! dies ist der Tag, da das neue
Evangelium der Welt verkündet wurde,
der Tag, da furchtlose Männer dem
mächtigen England zuriefen: «Jedc
Regierung hängt von der Zustimmung
der Regierten ab« und mit diesem
Worte dem Gottesgnadenthum den Ty
rannen Europas den Fehdehandschuh
hingeworfen; der Tag, da man es zum
ersten Male aus-sprach: »Alle Menschen
sind gleich geboren und mit gewissen
nnveräußlichen Rechten begabt, worun
ter das Recht auf Leben, Freiheit nnd
Lebensgliick.« Und wenn man die
Weltgeschichte in vier Zeitnlter, in das
Altertljnni, das Miltelalter, die Refor
mationszcit nnd die Ncnzeit eintlieilt,
so sollte man die letztere nicht mit dsri
französischen Revolution beginnen von
dem mit der anierttantschen Unavyiui
gigkeitö-Erkläriiitg. —
I Eine Wohltbåterin.
! Oeffnet die Thüre für fie und Mre
i Winsloto wird beweisen, daß fie die ame
irikanifche Florentiner Nachtigall der Kin
der ist. Davon find wir fo überzeugt,
daß wir unserer ,,Snfy« lehren werden
zu sagen: «Gefegnet fei Mrd Winelotv«
weil fic derselben behülflich war, über die
Periode des Zadnene und andere Be
fchweriichteiten für Kinder hinwegzukom
men. Mre Witielow Sooting
S y r up nimmt den Kindern die Schmer«
zen nnd kurirt Dyfentrie und Diarrhoe.
Er macht den Gaumen zart, befreit von
Entzünduna und bringt das Kind glücklich
über die Periode des Zahnens hinweg.
Er thut gerade das, was er vorgiebtzu
thun, Alles nnd nicht weniger. Wir ba-»
ben einmal Mre Winelow gefeben und
kennen sie nur durch ihren S o o t in g
Sprup für Kinder. Wenn wir die
Macht hätten, würden wir fie als Heiland
für die Kinder hinstellen-Weite sie auch
Lin der Tbat ist. Der Syrup wird ins
allen Apotheken zu 25 Cenis per Flasche»
verkauft. ’
NO
— Jn kurzer Zeit hat G. B. F r a nk
fein Geschäft beinahe um das Doppelte
vergrößert, weil er feine Waaren zu billi
gen Preifen verkauft· Herr Frank em
psiehlt alle Waaren für den Rest der
Saifon zu äußerst billigen Preisen.
erns
..x.xi.li«««
W
Ist em sicheres Heilmittel
In allen Fällen von malatischem Fiebet,:Fiebek
nnd Ague und Dumb Agne; ferner bei Unordnung
des M·agen0, Unthätigkm der Lebeyllnvudaulich
leis nnd Störungen der vhvilschen Funktionen,
welche Schräche erzeugen. Es hat -ichtseints
Glich-n und kann durch Nichts ersetzt werden.
Es follte nicht· verglichen werden mit den Pköpw
taten ans billigen Sptritus nnd Oel-Essenzen,
vie oft unter dem Namen Bitteto nctkauft werden.
Zu verlaufen bel Druggksten und in
anderen Stett-.
Wholefale - Agenten :
Hugo 85 Schmäher
19,2 uw Sau Anwalt-, Texas
Graefcnbergk
Kräuter·
PILLEN
Dreißig Jahre bekannt und
von Allm. welche dieselben
gebraucht haben, als sichere
Kur fikk Fovsfchmzrzew
chckcclcclh OccsauUllgOUcIllNUckalh Wall-Ul
nnd jede andere Art Fieber, anerkannt. DE
felben wirken mit größter Milde und stellen die
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nervöser Schwäche leiden, wieder her. Zu
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preis 253 Contg per Fig-.
ba. s. L.
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kDie Ziebn g der Klasse G findet statt
in New Okleano aus Dienstag den 9. August 1881
Louisiana State Lottery Co.
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einen Reservefond von sit-Miso hinzugefügt bet.
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9 p
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Dtogutn, Chemikalien, PatentsMedizineu
Bruchbäadern, Schwämmen, Patjümttieu
und Teilen-n · Artikel,
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JesaersGka5, Farben und Ecken,
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nnd empsleblt dieselben sowohl im Groß- am
Mein-deklan m den mäglichst Uisdkiaeu Preises-.
s. W. sonsten. L. E. Gaul-unt
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Sau Antonio, Texas.
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Damit-, ................... Texas
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